[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bekleben eines Objekts mit einem
vorzugsweise einen Liner aufweisenden Klebeband, insbesondere zum Be- bzw. Umkleben
eines Rands eines flächigen Objekts, wobei das Objekt mit dem Klebeband kontaktiert
und während des Transports des Objekts mit dem gleichfalls transportierten Klebeband
auf das Objekt aufgebracht wird, und wobei die Geschwindigkeit von dem Objekt und
die des Klebebands während des Beklebens synchronisiert werden.
[0002] Ferner nimmt die Erfindung Bezug auf eine Vorrichtung zum Bekleben eines Objekts,
insbesondere zum Be- bzw. Umkleben eines Rands eines flächigen Objekts, mit einem
vorzugsweise einen Liner aufweisenden Klebeband, umfassend eine Bevorratung wie Spule
für das Klebeband, eine Schneideinrichtung, eine das Klebeband dem Objekt zuführende
Einrichtung sowie einen ersten Antrieb wie die Einrichtung und einen zweiten Antrieb
wie das Objekt, wobei die Antriebe zum Transportieren des Klebebands und des Objekts
synchronisierbar sind.
[0003] Bei flächigen Objekten wie Solarzellenmodulen ist es erforderlich, dass die Längsränder
der die Solarzellen außenseitig umgebenden Scheiben von einem Klebeband abgedeckt
werden, das sodann umgebördelt wird, also sich entlang der Seitenränder der Scheiben
erstreckt und an diesen anklebt.
[0004] Bei den bekannten Verfahren wird das Objekt (z. B. Solarmodul) auf das Klebeband
aufgesetzt. Durch die Vorschubbewegung des Objektes mittels einer Handhabungseinrichtung,
wie z. B. eines Roboters wird das Klebeband durch die Kontaktreibung/-kraft zwischen
Klebeband und der Kante des Objektes von der Bereitstellungsrolle abgezogen und haftet
an der Kante des Objektes. Das Band wird gegebenenfalls anschließend noch um die Kante
umgebördelt. Das Abziehen des Klebebands erfolgt durch die Bewegung des Moduls, so
dass infolgedessen während des Abziehens ein Dehnen des Bands erfolgt. Folglich gelangt
ein vorgespanntes Klebeband auf die Außenränder der Scheiben, so dass dann, wenn dieses
nicht haften bleiben sollte, sich dieses verkürzt und somit der Rand nicht vollständig
umklebt wird. Ein weiterer Nachteil der bekannten Verfahren besteht darin, dass vor
dem Kontaktieren des Klebebands mit dem Objekt die mit dem Rand in Berührung gelangende
Seite mit Komponenten des Klebebands der Abspulvorrichtung in Berührung gelangt ist,
so dass hierdurch eine Beeinträchtigung der Klebewirkung auftreten kann.
[0005] Der
DE-T-695 03 548 (
EP-B-0 676 352) ist ein Klebebandauftragegerät zu entnehmen. Das einen Liner nicht aufweisende Klebeband
wird über ein angetriebenes Vakuumrad auf eine Materialbahn aufgetragen. Mittels einer
CPU wird die Geschwindigkeit der Materialbahn bestimmt, um sodann das Vakuumrad nach
zunächst erforderlicher Beschleunigung mit gleicher Geschwindigkeit anzutreiben. Für
die zur Synchronisation erforderliche Beschleunigung des Vakuumrades muss die Länge
des auf dem Vakuumrad aufgetragenen Klebebands kleiner als der Umfang des Vakuumrades
sein.
[0006] Die
DE-B-10 2004 021 622 bezieht sich auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Aufbringen eines Klebebandes.
Hierzu wird das Klebeband zwischen Rollen erfasst und von einer Vorratsrolle unter
Spannung abgezogen, um auf einen aufzubringenden Gegenstand wie Kante oder Papierrolle
ausgerichtet zu werden. Nach Ausrichten des Klebebands auf dem Gegenstand wird das
Klebeband auf diesen gedrückt.
[0007] Gegenstand der
DE-T-38 78 287 (
EP-B-0 286 343) ist eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Klebebands auf ein Produkt. Um das Klebeband
im Wesentlichen spannungsfrei auftragen zu können, wird dieses über eine Tänzerwalze
geführt. Ferner besteht die Möglichkeit, die Geschwindigkeit des Auftragens in Abhängigkeit
von der auftretenden Spannung zu ändern.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass ein Bekleben eines Objekts, insbesondere
ein Be- bzw. Umkleben eines flächigen Objekts erfolgt, ohne dass eine Beeinflussung
des Klebebands erfolgen kann, durch die die Klebewirkung beeinträchtigt werden könnte.
Auch soll ein Klebeprozess ermöglicht werden, der zu einer reproduzierbaren Qualität
führt.
[0009] Verfahrensmäßig wird die Aufgabe im Wesentlichen dadurch gelöst, dass das Objekt
mittels einer Handhabungseinrichtung transportiert wird und dass sowohl Geschwindigkeitsals
auch Beschleunigungsverlauf des Objekts synchron über eine Achse des Handhabungsgerätes
auf den Transport des Klebebands übertragen wird, und somit das Objekt und das Klebeband
quasi mittels einer gemeinsamen elektronischen Welle bewegt werden.
[0010] Erfindungsgemäß wird das Objekt mittels einer Handhabungseinrichtung transportiert,
deren Steuerung Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverlauf des transportierten Objekts
in Echtzeit auf den Transport des Klebebands abbildet.
[0011] Das Klebeband wird nicht durch Kontaktreibung bzw. -kraft zu dem Objekt mitbewegt.
Es erfolgt keine Dehnung des Klebebands, so dass dieses spannungsfrei auf das Objekt
wie einen Rand aufgeklebt wird. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass das Klebeband
von der Bereitstellungseinheit, also insbesondere der Rolle, auf der das Klebeband
aufgewickelt ist, ohne Dehnung abgezogen und transportiert wird.
[0012] Das Klebeband wird aktiv transportiert, wobei Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverlauf
des transportierten Objekts auf den Transport des Klebebands übertragen werden. Objekt
und Klebeband werden quasi mittels einer gemeinsamen elektronischen Welle bewegt,
so dass ein präzises Aufkleben des Klebebands auf das Objekt sichergestellt ist. Die
Gefahr einer Faltenbildung oder eines Reißens ist somit ausgeschlossen.
[0013] Dies schließt jedoch nicht aus, dass die Synchronisierung des Geschwindigkeits- und
Beschleunigungsverlaufs derart erfolgt, dass gezielt und damit kontrolliert eine gewünschte
Spannung in das Klebeband eingebracht werden kann, sei es stauchend, sei es dehnend.
Bevorzugterweise erfolgt jedoch ein spannungsfreies Aufkleben.
[0014] Ein gestauchter bzw. gestreckter Auftrag von Klebebändern kann bei bestimmten Applikationen
vorteilhaft sein. Dieser kann ganzseitig oder auch partiell erfolgen. Bei starken
Umorientierungen in der Kleberauftragsbahn (z. B. Ecken umlaufend bekleben) kann ein
gestauchter und/oder gestreckter Auftrag vorteilhaft sein, um ein besseres Anlegen
des Produktes zu ermöglichen.
[0015] Des Weiteren können durch den gestauchten bzw. gestreckten Auftrag (bei geeigneten
Klebebändern) Produkteigenschaften wie Tape-Höhe und -Breite ebenso gezielt beeinflusst
werden, wie auch die Dichte eines des aufgetragenen Tapes.
[0016] So können bei geeigneten Klebebändern abweichende Produkteigenschaften erzeugt werden,
zum Beispiel Größe des Auftrags, Härte des Klebebands usw.. Des Weiteren kann bei
starken Umorientierungen, z. B. Ecken, welche umklebt werden müssen, ein Stauchen
oder Strecken des Produktes von Vorteil sein.
[0017] Die Transporteinrichtung für das Klebeband wird erfingdungsgemäß über eine zusätzliche
Achse der Handhabungseinrichtung, z. B. eines Roboters angetrieben, welche sich absolut
synchron zur Bewegung des Objekts bewegt.
[0018] Die Ansteuerung der Achse erfolgt über die Steuerung der Handhabungseinrichtung,
so dass dessen infolge das Geschwindigkeitsprofil der Handhabungseinrichtung wie des
Roboters und damit die Bewegung des Objekts einschließlich Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen
von der das Klebeband transportierenden Einrichtung in Echtzeit mit abgebildet wird.
[0019] Aufgrund der erfindungsgemäßen Lehre kann die Länge des Kontaktbereichs, in dem das
Klebeband auf der Transporteinrichtung fixiert ist und mittels der das Klebeband sodann
auf das Objekt übergeben wird, unabhängig von der Länge des aufzutragenden Klebebands
sein. Mit anderen Worten kann die Kontaktlänge gleich oder abweichend von der Länge
des Klebebandabschnitts sein, der auf das Objekt geklebt wird.
[0020] Insbesondere wird als Transporteinrichtung für das Klebeband ein Transportband wie
ein Transportriemen verwendet, gleichwenn auch andere geeignete Mittel wie Transportrolle
oder -rad mit geeignet großem Durchmesser in Frage kommen.
[0021] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Transportband über eine Rolle mit einer Antriebsachse
geführt wird, die über die Steuerung der Handhabungseinrichtung betätigt wird.
[0022] Das Transportband wird zumindest über zwei, vorzugsweise über drei, insbesondere
über vier Rollen geführt, die insgesamt als Einheit schwenkbar sind. Im Bereich einer
der Rollen wird sodann das Klebeband mit dem Objekt in Kontakt gebracht. Hierzu wird
die Einheit in Richtung des Objekts verschwenkt, so dass das Klebeband im erforderlichen
Umfang an den Rand anhaften und auf diesen gedrückt werden kann.
[0023] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die das Transportband bzw. den
Transportriemen führenden Rollen zwei vorzugsweise vertikal übereinander angeordnete
Rollen umfassen, wobei einer, vorzugsweise unterer der zwei Rollen eine Andrückrolle
zum Anhaften des Klebebands an das Transportband zugeordnet wird.
[0024] Der anderen, vorzugsweise der oberen der zwei Rollen sollte eine Linerumlenkrolle
oder -abzug zugeordnet sein, über die der Liner von dem Klebeband getrennt bzw. abgezogen
wird und einer den Liner aufwickelnden angetriebenen Welle oder Rolle zugeführt wird.
Dabei kann die den Liner aufwickelnde Welle oder Rolle über einen Motor mit einstellbarem
Drehmoment angetrieben werden, um die erforderliche Linerspannung sicherzustellen.
Die den Liner aufwickelnde Welle wirkt bis zur Linerumlenk- oder -abzugsrolle bzw.
bis zur Transporteinrichtung. Durch die Transporteinrichtung wird ein den Liner mit
dem Klebeband aufweisendes Band von einer Spule abgezogen. Dabei kann das Band ein-
oder mehrreihig aufgewickelt sein.
[0025] Der Spule sollte eine Spannrolle zugeordnet sein, die an der Spule selbst anliegt,
wobei die Spannrolle entgegen der Abzugsrichtung des Bands angetrieben wird. Insbesondere
kann die Spannung des Bands über das Drehmoment des Antriebs der Spannrolle eingestellt
werden.
[0026] Für den Fall, dass das Band mehrreihig auf die Spule aufgewickelt ist, wird das Band
über Führungsrollen geführt. Hierbei kann es sich um genutete Rollen oder um zueinander
beabstandete Führungsrollen handeln, um eine ordnungsgemäße Ausrichtung auf das Transportband
bzw. den Transportriemen und somit auf das Objekt sicherzustellen.
[0027] Unabhängig hiervon wird das von der Spule abgezogene Band über eine Führungsrolle
zur Vertikalen hin umgelenkt. Dabei kann die Führungsrolle von einer Halterung ausgehen,
die um eine vertikal verlaufende Achse drehbar ist, so dass eine Ausrichtung auf das
von der Spule abgezogene Band erfolgt.
[0028] Des Weiteren ist vorgesehen, dass zwischen der Umlenkrolle und dem Transportband
eine Schneideinrichtung angeordnet wird, mittels der das Klebeband in Abhängigkeit
von seiner auf das Objekt aufzuklebenden Länge ohne Durchtrennung des Liners durchschnitten
bzw. perforiert wird. Während des Durchschneidens bzw. Perforierens kann der Vorschub
des Klebebandes und somit auch die Bewegung des Handhabungsgerätes angehalten werden.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dass ein Trennelement synchron mit der Transportgeschwindigkeit
des Klebebandes mitbewegt wird, so dass ohne Anhalten des Objekts und somit des Transportbands
ein Durchtrennen bzw. Perforieren möglich ist.
[0029] Unabhängig hiervon sollte ein Trennelement wie Messer verwendet werden, das z. B.
mit Teflon beschichtet und/oder beheizbar ist, um Kontaminationen durch den Klebstoff
des Klebebands zu verhindern, wodurch andernfalls ein präzises Durchtrennen oder Perforieren
des Klebebands nicht möglich wäre bzw. beeinträchtigt werden würde.
[0030] Eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zeichnet sich dadurch aus, dass das Objekt
über eine Handhabungseinrichtung transportierbar ist, deren Steuerung, Geschwindigkeits-
und Beschleunigungsverlauf des Objekts auf eine Antriebsachse einer die Einrichtung
umfassenden Klebeband-Transporteinrichtung während des Beklebens des Objekts mit dem
Klebeband in Echtzeit abbildet, und somit das Objekt und das Klebeband quasi mittels
einer gemeinsamen elektronischen Welle bewegbar sind.
[0031] Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die Länge des Kontaktbereichs für das Klebeband
auf der Transporteinrichtung unabhängig von der Länge des auf das Objekt aufzutragenden
Klebebandabschnitts ist.
[0032] Ferner ist das Klebeband bevorzugterweise mit einem Liner verbunden, so dass das
Klebeband auf die Transporteinrichtung spannungsfrei übertragen wird, da die Transportkraft
zum Transport des Klebebandes in den Liner eingeleitet wird.
[0033] Über den Liner wird die Transportkraft bis zur Transporteinrichtung übertragen. Während
des Kontakts des Klebebands mit der Transporteinrichtung sind Transportgeschwindigkeit
des Liners und Transportgeschwindigkeit der Transporteinrichtung gleich. Nach einer
vorgegebenen Transportstrecke auf der Transporteinrichtung wird sodann der Liner von
dem Klebeband getrennt und die Transportkraft über die Transporteinrichtung übertragen.
Somit ist sichergestellt, dass auf den Kleber keine unkontrollierten Kräfte einwirken.
[0034] Die Transporteinrichtung, mittels der das Klebeband auf das Objekt übergeben wird,
sollte zumindest zwei ein das Klebeband aufnehmendes Transportband führende Rollen
umfassen, von denen eine eine Antriebsachse aufweist, die über die Steuerung der Handhabungseinrichtung
betätigbar ist.
[0035] Alternativ kann als die Einrichtung eine Transportrolle bzw. ein Transportrad zur
Aufnahme und Transport des Klebebands eingesetzt werden, die über die Steuerung der
Handhabungseinrichtung betätigbar ist.
[0036] Die zumindest zwei Rollen sollten als Einheit schwenkbar zu der Handhabungseinrichtung
ausgebildet sein, um somit mit der erforderlichen Druckbeaufschlagung das Transportband
und folglich das Klebeband gegen das Objekt drücken zu können.
[0037] Insbesondere ist jedoch vorgesehen, dass die Einheit zumindest drei, vorzugsweise
vier das Transportband führende Rollen umfasst. Dabei sollten vorzugsweise zwei der
zumindest drei Rollen vertikal übereinander angeordnet sein.
[0038] In einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass oberer der zwei vertikal
vorzugsweise übereinander angeordneten Rollen eine Linerumlenkrolle zugeordnet ist,
über die der von dem Klebeband getrennte bzw. abgezogene Liner einer diesen aufnehmenden
Welle zuführbar ist. Dabei sollte die den Liner aufwickelnde Welle über einen Motor
mit einstellbarem Drehmoment antreibbar sein, um so die gewünschte Linerspannung sicherzustellen.
[0039] Der unteren der zwei vertikal vorzugsweise übereinander angeordneten Rollen sollte
eine das Klebeband auf das Transportband drückende Andrückrolle zugeordnet sein.
[0040] Versetzt und oberhalb der oberen Rolle verläuft sodann eine Rolle der Einheit, die
Aufgabepunkt bzw. -bereich des Klebebands auf den Rand des Objekts ist.
[0041] Selbstverständlich ist eine vertikale Ausrichtung der Rollen nicht zwingend erforderlich.
Es kann die Vorrichtung auch verdreht zum Einsatz kommen. Auch Variationen in den
Umlenkungswinkeln des Bands (Tapes) von der Spule zur Andrückrolle sind möglich.
[0042] In Weiterbildung ist vorgesehen, dass der das ein- oder mehrreihige Band aufweisenden
Spule eine an dieser anliegende Spannrolle zugeordnet ist, die entgegen der Bandabzugsrichtung
mit vorzugsweise einstellbarem Drehmoment angetrieben ist. Somit kann mit einfachen
Maßnahmen die Vorspannung eingestellt werden.
[0043] Zwischen der Spule und der vorzugsweise vier Rollen aufweisenden verschwenkbaren
Einheit ist des Weiteren eine das Band von in etwa der Horizontalen in die Vertikale
umlenkende Umlenkrolle angeordnet. Ferner kann vor und/oder hinter der Umlenkrolle
zumindest ein das Band seitlich führende Führungseinrichtung angeordnet sein, insbesondere
dann, wenn das Band mehrreihig auf der Rolle aufgewickelt ist.
[0044] Die Führungseinrichtung kann zwei sich um vertikal verlaufende Achsen drehende Führungsrollen
umfassen. Auch oder ergänzend ist eine genutete Führungsrolle in Betracht zu ziehen,
wobei die Breite der Nut der des Bandes entspricht.
[0045] Zwischen der Umlenkrolle und der das Transportband aufweisenden Einheit ist eine
Schneideinrichtung angeordnet, die vorzugsweise ein beheizbares und/oder beschichtetes
Trennelement wie Messer umfasst. Als Beschichtung kommt z. B. Teflon in Frage.
[0046] Das Trennelement kann zum Durchtrennen bzw. Perforieren des Klebebands, ohne dass
der Liner mit durchtrennt bzw. perforiert wird, mit dem Band mitbewegt werden, folglich
kann ein sogenanntes fliegendes Messer zum Einsatz gelangen. Hierdurch ergibt sich
der Vorteil, dass zum Durchtrennen bzw. Perforieren des Klebebands die Handhabungseinrichtung
und somit das Transportband nicht angehalten werden muss.
[0047] Um ein Ausweichen des Bands auszuschließen, sieht eine Weiterbildung vor, dass die
Schneideinrichtung eine Schneidabstützung wie -tisch aufweist, auf der bzw. den bei
Durchtrennen bzw. Perforieren des Klebebands der Liner aufliegt bzw. abgestützt ist.
[0048] Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur
aus den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen -für sich und/oder in Kombination-,
sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden
bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0049] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Vorrichtung zum Bekleben eines Rands eines flächigen Objekts,
- Fig. 2
- ein Detail der Fig. 1,
- Fig. 3
- Geschwindigkeitsprofile von Elementen der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und
- Fig. 4
- ein Blockdiagramm.
[0050] Die erfindungsgemäße Lehre wird anhand des Umklebens eines Randes eines flächigen
Objektes wie Solarzellenmodul erläutert, ohne dass hierdurch eine Einschränkung erfolgen
soll. Vielmehr ist die erfindungsgemäße Lehre für jedwedes Auftragen eines Klebebandes
auf ein Objekt geeignet, das zudem einer ebenen Oberfläche nicht bedarf. Hierzu besteht
die Möglichkeit, die Geschwindigkeit bzw. Beschleunigung des Objekts auf die wirksame
Länge des zu beklebenden Bereichs abzustimmen. Dies erfolgt mittels einer Handhabungseinrichtung
wie Roboter. Da das Klebeband aufgrund der erfindungsgemäßen Lehre einen identischen
Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverlauf wie das Handhabungsgerät aufweist, kann
das Klebeband spannungsfrei aufgetragen werden. Dabei ist selbstverständlich sicherzustellen,
dass das Andruckelement, mittels dessen das Klebeband auf das Objekt gedrückt wird,
der entsprechenden Oberflächenkontur folgen kann.
[0051] Der Fig. 1 ist eine Prinzipdarstellung einer Vorrichtung 10 zu entnehmen, mittels
der auf ein flächiges Objekt 12, und zwar auf dessen Längsränder 14, 15 ein Klebeband
16 aufgeklebt und sodann nachfolgend umgebördelt werden soll, so dass dieses mit seinen
Randbereichen an den Seitenrändern des Objekts 12 anklebt. Bei dem flächigen Objekt
12 kann es sich z. B. um ein Solarzellenmodul handeln, das Scheiben aufweist, zwischen
denen die Solarzellen angeordnet sind, ohne hierdurch die erfindungsgemäße Lehre einschränken
zu wollen.
[0052] In der Fig. 1 ist ein Abschnitt des doppelseitigen Klebebands 16 dargestellt, ohne
dass in der Praxis ein solcher Abschnitt frei vorsteht, dieser vielmehr auf dem Längsrand
16 des Objekts 12 haften würde, wobei der Längsrand 14 selbst unmittelbar mit dem
Klebeband 16 kontaktiert ist. Aus Gründen der Veranschaulichung ist jedoch das Objekt
12 beabstandet zu dem Klebeband 16 dargestellt.
[0053] Als wesentliche Bauteile der Vorrichtung 10 sind eine auch als Tape-Coil zu bezeichnende
Bandspule 18, eine Schneideinrichtung 20, eine als Transportstation 22 zu bezeichnende
Einrichtung sowie eine Linerspule 24 zu bezeichnen, die auch Liner-Coil genannt wird.
[0054] Auf der Spule 18 ist vorzugsweise mehrreihig ein aus dem Klebeband 16 und dieses
einseitig abdeckendem Liner 26 bestehendes Band 28 aufgewickelt. Dieses wird über
eine Umlenkrolle 30 von in etwa der Horizontalen in die Vertikale umgelenkt. Die Umlenkrolle
30 ist als Führungsrolle ausgebildet, kann also genutet sein, um das Band 28 geführt
durch die Schneideinrichtung 20 der Transportstation 22 zuzuführen.
[0055] Die Umlenkrolle 30 geht von einer Halterung 32 aus, die um eine vertikal verlaufende
Achse 34 schwenkbar ist, so dass eine Ausrichtung auf den Verlauf des Bands 28 dann
erfolgen kann, wenn auf der Spule 18 mehrreihig das Band 28 aufgewickelt ist.
[0056] Zur Führung des Bands 28 geht von der Halterung 32 ein Führungsrollenpaar 36 mit
einem lichten Abstand aus, der der Breite des Bands 28 entspricht.
[0057] Um das Band 28 im gewünschten Umfang vorzuspannen, wird das Band 28 über eine Spannrolle
38 geführt, die schwenkbar von einem Hebel 40 ausgeht. Die Spannrolle 38 liegt an
der Spule 18 an und wird angetrieben, wobei die Drehrichtung der Spannrolle 38 entgegen
der Abzugsrichtung des Bands 28 verläuft mit der Folge, dass eine gewünschte Bandspannung
einstellbar ist. Hierzu ist auch das Drehmoment des Antriebs der Spannrolle 38 entsprechend
veränderbar.
[0058] Das Band 28 durchläuft nach dessen vertikaler Ausrichtung die Trenneinrichtung 20,
die eine Schneidabstützung bzw. einen Schneidtisch 42 auf der Seite des Liners 26
und ein Trennelement wie Messer 44 auf der Seite des Klebebands 16 aufweist. Das Messer
44, das vorzugsweise beheizt und/oder mit einer Beschichtung wie Teflonbeschichtung
versehen ist, kann im Bezug auf die Transportrichtung des Bands 28 stationär ausgebildet
oder mit dieser mitbewegbar sein, je nach dem, ob das Durchtrennen bzw. Perforieren
des Klebebands 16 bei angehaltenem oder sich bewegendem Band 28 durchgeführt werden
soll.
[0059] Die Transportstation 22 umfasst im Ausführungsbeispiel vier Rollen 46, 48, 50, 52,
die als Einheit schwenkbar sind, und zwar im Ausführungsbeispiel um die Achse 54 der
Rolle 46, die gleichzeitig Antriebsachse ist. Hierdurch erfolgt jedoch eine Beschränkung
der erfindungsgemäßen Lehre nicht. Die Schwenkachse kann auch durch einen anderen
Punkt der Transportstation 22 verlaufen. Gleiches gilt für die Antriebsachse.
[0060] Die Rollen 46, 48 sind übereinander vorzugsweise entlang einer Vertikalen angeordnet.
Die oberhalb der Rolle 46 und seitlich versetzt zu dieser verlaufende Rolle 50 dient
als Kontaktpunkt bzw. -bereich, in dem das Klebeband 16 an den zu beklebenden Längsrand
14, 15 angedrückt und mit diesem verbunden wird. Das Klebeband 16 ohne den Liner 26
wird folglich von dem zwischen den Rollen 46, 50 verlaufenden Abschnitt des Transportbands
58 und an diesem anhaftend ohne Kontaktierung mit anderen Bauelementen transportiert,
so dass die Klebeschicht unbeeinträchtigt mit dem Längsrand 14 des Objekts 12 kontaktiert
wird.
[0061] Um die Rollen 46, 48, 50, 52 verläuft ein Transportband oder -riemen 58, auf dem
das Klebeband 16 haftet, so dass eine Relativbewegung zwischen dem Klebeband 16 und
dem Transportband 58 nicht erfolgt. Vielmehr wird das Klebeband 16 mit der Geschwindigkeit
transportiert, die der des Transportbands 58 entspricht.
[0062] Der unteren der vertikal vorzugsweise übereinander angeordneten Rollen 46, 48 ist
eine Andrückrolle 60 zugeordnet, über die das Klebeband 16 zusammen mit dem Liner
an das Transportband 58 zum Haften an diesem angedrückt wird. Dabei kann eine gewünschte
Andruckkraft eingestellt werden. Auch kann durch Festlegen eines Spalts zwischen den
Oberflächen der Andrückrolle 60 und der zugeordneten Rolle 48 der Transportstation
22 oder durch Kombination von Andruckkraft und Spalt das Anhaften des Klebebands 16
auf der Oberfläche des Transportbands 58 in gewünschtem Umfang eingestellt werden.
[0063] Der oberen der vertikal vorzugsweise übereinander angeordneten Rollen 46, 48 ist
eine sogenannte Linerabzugsrolle 62 zugeordnet, über die der Liner 26 umgelenkt und
somit von dem Klebeband 16 getrennt bzw. abgezogen wird, um über eine weitere Umlenkrolle
64 der Spule 24 zugeführt zu werden. Die Spule 24 ist gleichfalls angetrieben. Als
Motor kann ein solcher mit einstellbarem Drehmoment verwendet werden, über das die
Spannung des Liners 26 von der Linerabzugsrolle 62 bis zur Aufwicklung auf die Welle
der Rolle 24 eingestellt werden kann. Diese Spannung wird entsprechend der Linereigenschaften
eingestellt.
[0064] Die Transportkraft zum Transportieren des Klebebands 16 wird zunächst über den Liner
26 übertragen. Über die Andrückrolle 60 wird das Klebeband 16 auf das Transportband
gedrückt. Transportgeschwindigkeit des Transportbands 58 und des Liners 26 sind gleich.
Im Bereich der Linerabzugsrolle 62 wird der Liner 26 von dem Klebeband 16 getrennt
und somit die Transportkraft zum Transport des Klebebands 16 vollständig über das
Transportband 58 übertragen. Durch diese Maßnahme ist sichergestellt, dass das Klebeband
16 spannungsfrei auf dem Transportband 58 bis zu Übergabe auf das Objekt 12 transportiert
wird.
[0065] Wie sich aus der Fig. 2 ergibt, ist die Transportstation 22 schwenkbar, wobei die
Andrückrolle 60 integraler Bestandteil der Transportstation 22 sein kann.
[0066] In der Fig. 2 sind zwei Positionen dargestellt, die die Transportstation 22 einnehmen
kann. Die obere Schwenkposition spiegelt diejenige wieder, in der das Objekt 12, also
dessen Längsrand 14 mit dem Klebeband 16 beklebt weiden soll.
[0067] Während des Schneidvorgangs verbleibt die beim Bekleben des Rands 14 die Funktion
einer Andrückrolle ausübende Rolle 50 an dem Objekt 12.
[0068] Um am Ende des Beklebens des Rands 14 mit dem Klebeband 16 eine klare Trennung zwischen
dem an dem Rand 14 klebenden Band 16 und dem auf dem Transportband 58 haftenden sicherzustellen,
wird die Einheit in die in der Fig. 2 untere, also die eingefahrene Schwenkposition
verschwenkt. Der hierdurch bedingte Hub gewährleistet eine eindeutige Trennung und
insbesondere wird bei einem perforierten Klebeband die Perforation des Klebebands
16 einwandfrei durchrissen.
[0069] Damit beim Ausweichen während des Durchtrennens bzw. Perforierens des Klebebands
das Band nicht ausweichen kann, wird der Liner 26 an dem Schneidtisch 42 abgestützt.
[0070] Um sicherzustellen, dass der Liner 26 nicht durchtrennt wird, wird die vordere Schneidposition
des Messers 44 über einen einstellbaren Festanschlag festgelegt. Ferner ist das Messer
44 im Ausführungsbeispiel mit einer linearen Vorschubeinheit 45 verbunden, um das
Klebeband 16 durchschneiden bzw. durchtrennen zu können.
[0071] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Transportband 58 bzw. der Transportriemen
über die Achse 56 angetrieben wird, die absolut synchron zur Bewegung des Objekts
12 bewegt wird. Die Ansteuerung der Antriebsachse 56 erfolgt über die Steuerung einer
nicht dargestellten Handhabungseinrichtung, also eines Roboters, mittels dessen das
flächige Objekt 12 während des Beklebens mit dem Klebeband 16 entlang der Rolle 50
bewegt wird.
[0072] Die Antriebsachse 56 ist folglich eine Roboterachse, über die das Geschwindigkeitsprofil
des Roboters einschließlich Beschleunigungs- und Verzögerungsrampen von dem Transportband
58 in Echtzeit mit abgebildet wird.
[0073] Dies soll anhand der Fig. 3 erläutert werden. In der oberen Darstellung ist die Geschwindigkeit
V
0 des Roboters und damit des Objekts 12 gegenüber der Zeit t aufgetragen. In der mittleren
Darstellung ist die Geschwindigkeit V
B des Bands 58 gegenüber der Zeit t und in der unteren Darstellung die Geschwindigkeit
V
T des Messers 44 gegenüber der Zeit t dargestellt, wenn dieses mit dem Band 28 bewegt
wird.
[0074] Somit ist in der oberen Darstellung der Fig. 3 das Geschwindigkeitsprofil 61 des
Roboters und damit des Objekts 12 während des Beklebens des Längsrands 14 mit dem
Klebeband 16 dargestellt. Man erkennt die Beschleunigungsrampen 66, 68 zu Beginn bzw.
zum Ende des Beklebens des Längsrands 16. Zwischen den Rampen 66, 68 wird das Objekt
mit konstanter Geschwindigkeit transportiert, wie das Plateau 70 verdeutlicht. Diese
Geschwindigkeit wird beibehalten, sofern entweder der Abstand zwischen der Rolle 50,
in dem das Objekt 12 mit dem Kleber 16 kontaktiert wird, und dem Trennelement 44 kürzer
als die Länge des zu beklebenden Längsrands 14 bzw. 15 ist, oder aber ein Durchtrennen
bzw. Perforieren des Klebebands 16 bei sich bewegendem mit Messer 44 erfolgt.
[0075] Ist demgegenüber der Abstand länger als die Länge des zu beklebenden Rands 14 bzw.
15, so muss zuvor bei sich nicht bewegendem mit Messer 44 das Band 28 angehalten werden,
um die Bandlänge auf die Länge des entsprechenden Längsrands 14 bzw. 15 abzustimmen.
Hierzu erfolgt ein Abbremsen bzw. Beschleunigen des Roboters und damit des Objekts
12. Dies wird durch die Rampen 72, 74 symbolisiert.
[0076] Mit anderen Worten wird bei stehendem Messer 44 das Objekt 12 immer in der Position
gestoppt, in der die Strecke von der Andrückrolle 50 bis zur Schneidstation 22 identisch
mit der Strecke Andrückrolle zu Beschichtungsende (Ende Rand 14) ist.
[0077] Ein identisches Geschwindigkeitsprofil 63 weist das Transportband 58 auf, wie die
mittlere Darstellung in Fig. 3 verdeutlicht.
[0078] Die untere Darstellung der Fig. 3 spiegelt das Geschwindigkeitsprofil des Messers
44 wider, wenn dieses mit dem Band 28 mitbewegt wird.
[0079] In dem Fenster t1 erfolgt entsprechend der Darstellung in Fig. 3 das Durchtrennen
des Klebebands 16. Dabei muss in dem Fenster t1 entweder das Messer 44 die gleiche
Geschwindigkeit wie das Objekt 12 aufweisen, um das Klebeband 16 zu durchtrennen bzw.
zu perforieren, oder im Fenster t1 muss der Roboter und damit das Objekt 12 und somit
auch das Transportband 58 anhalten, damit bei stillstehendem Messer 44 das stillstehende
Klebeband 16 durchtrennt bzw. perforiert werden kann.
[0080] Man kann von einer elektronischen Welle sprechen, über die sowohl die Transporteinrichtung
für das Objekt als auch die Transporteinrichtung für das Klebeband angetrieben werden.
[0081] Dies soll rein prinzipiell durch die 4 verdeutlicht werden. Dieser ist zu entnehmen,
dass eine eine Steuerung 70 aufweisende Handhabungseinrichtung 72 (Roboter) mehrere
Achsen 1, 2, ... aufweist. Eine dieser Achsen ist die Antriebsachse für das Transportband
58. Somit wird durch die Steuerung 70 sichergestellt, dass die resultierende Oberfllächengeschwindigkeit
des Objekts 12 und die Geschwindigkeit des Klebebands beim Aufkleben übereinstimmen,
also ein spannungsfreles Auftragen des Klebebands 16 auf die vorgegebene Kontaktfläche
des Objekts 12 erfolgt, sofern nicht kontrolliertes Stauchen oder Dehnen des Klebebands
16 gewünscht wird.
[0082] Durch die erfindungsgemäße Lehre wird das Klebeband 16 spannungsneutral an das Objekt
12, also an den Längsrand 14 bzw. 15 übergeben. Dies wird dadurch ermöglicht, dass
das Transportband 58 völlig synchron beim Bekleben des Objekts 12 mit dem Klebeband
16 bewegt mit wird. Durch die Verschwenkbarkeit der Transportstation 22 ist die erforderliche
Druckbeaufschlagung des Klebebands 16 in Richtung des zu beklebenden Längsrands 14
bzw. 15 einstellbar. Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Schwenkachse
der Transportstation 22 mit der Antriebsachse 56 zusammenfällt, wie dies im Zusammenhang
mit der 1 erläutert worden ist.
[0083] Das Klebeband 16 wird mittels der Trenneinrichtung, 20 in dem Punkt durchtrennt,
der mit dem Beschichtungsende am Produkt 12 zusammenfällt, so dass passgenau der Längsrand
von Anfang bis Ende mit dem Klebeband 16 versehen wird.
[0084] Ist der Rand beklebt, so wird die Transportstation 22 zurückgeschwenkt, wie dies
rein prinzipiell durch die Fig. 2 verdeutlicht wird. Hierdurch erfolgt auch eine Trennung
des an dem Transportband 18 anhaftenden Klebebandabschnitts von dem, der auf den Längsrand
14 bzw. 15 geklebt worden ist.
[0085] Anzumerken ist der Vollständigkeit halber, dass bei Verwendung einer neuen Rolle
18 zunächst der Liner 26, also dessen Anfang, mit der Welle 24 verbunden, also in
dieser fixiert wird, so dass ein Aufwickeln erfolgen kann.
[0086] Während des Beschichtens des Objekts 12 findet der Vorschub des Bands 28 über das
Transportband 58 statt. Von der Rolle 18 bis zum Transportband 58 wird die Transportkraft
über den Liner 26 übertragen. Sodann erfolgt die Übergabe auf das Transportband 58.
Nach Abzug des Liners übernimmt das Transportband 58 vollständig die Längskräfte des
Transports. Dabei liegt das Klebeband 16 auf dem Transportband 58 auf und wird nicht
gedehnt.
[0087] Die Antriebsachse für das Transportband 58 kann über die Steuerung 70 der Handhabungseinrichtung
72 derart verändert werden, dass ein gestauchter oder gestreckter Auftrag des Klebebands
16 erfolgt. Ungeachtet dessen wird hierdurch die erfindungsgemäße Lehre realisiert,
dass der Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverlauf des Objekts 12 auf die Antriebsachse
der Transporteinrichtung in Echtzeit abgebildet wird, wobei die Geschwindigkeit bzw.
Beschleunigung der Oberflächengeschwindigkeit des Objekts 12 von der Klebeband-Vorschubgeschwindigkeit
um einen vorgegebenen Faktor abweicht, um den gewünschten gestauchten bzw. gestreckten
Auftrag kontrolliert sicherzustellen.
[0088] Das Klebeband 16 steht seitlich über den Längsrand 14 bzw. 15 vor. In einer anschließenden
Bearbeitungsstation werden die seitlich abstehenden Ränder umgebördelt, um an die
Längsseitenränder des Objekts 12 angedrückt zu werden.
[0089] Ist die erfindungsgemäße Lehre anhand eines Doppelklebebands mit einem Liner beschrieben,
so ist die erfindungsgemäße Lehre hierdurch nicht beschränkt. Es besteht auch die
Möglichkeit, ein Doppelklebeband mit zwei Linern zu benutzen, wobei einer der Liner
vor der Trenneinrichtung abgezogen wird. Auch könnte gegebenenfalls ein Klebeband
benutzt werden, das nicht zwingend auf beiden Seiten eine Klebeschicht aufweist. Allerdings
muss sichergestellt sein, dass das Klebeband von dem Transportband derart erfasst
wird, dass eine Relativbewegung zwischen diesem nach Auflegen des Klebebands auf dem
Transportband nicht erfolgen kann.
[0090] Ferner wird das erfindungsgemäße Verfahren vorzugsweise zum Umkleben der Umfangsränder
eines Solarzellenmoduls eingesetzt. Aber auch hierdurch erfolgt eine Beschränkung
der erfindungsgemäßen Lehre nicht.
1. Verfahren zum Bekleben eines Objekts mit einem vorzugsweise einen Liner aufweisenden
Klebeband, insbesondere zum Be- bzw. Umkleben eines Rands eines flächigen Objekts,
wobei das Objekt mit dem Klebeband kontaktiert und während des Transports des Objekts
mit dem gleichfalls transportierten Klebeband auf das Objekt aufgebracht wird, und
wobei die Geschwindigkeit von dem Objekt und die des Klebebands während des Beklebens
synchronisiert werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Objekt mittels einer Handhabungseinrichtung transportiert wird und dass sowohl
Geschwindigkeits- als auch Beschleunigungsverlauf des Objekts synchron über eine Achse
des Handhabungsgerätes auf den Transport des Klebebands übertragen wird und somit
das Objekt und das Klebeband quasi mittels einer gemeinsamen elektronischen Welle
bewegt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klebeband über eine Transporteinrichtung auf das Objekt übertragen wird, wobei
Länge des Kontaktbereichs für das Klebeband auf der Transporteinrichtung unabhängig
von Länge des auf das Objekt aufzutragenden Klebebandabschnitts ist.
3. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Klebeband einen
Liner aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klebeband auf die Klebebandtransporteinrichtung spannungsfrei mittels des mit
dem Klebeband verbundenen Liners übergeben wird.
4. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass als Transporteinrichtung für das Klebeband ein Transportband wie -riemen oder eine
Transportrolle oder ein Transportrad verwendet wird, wobei
das Transportband vorzugsweise über eine Rolle mit einer Antriebsachse geführt wird,
die über die Steuerung der Handhabungseinrichtung gesteuert und gegebenenfalls geregelt
wird und wobei insbesondere
bis vor Aufgabe auf die Transporteinrichtung erforderliche Transportkraft zum Transport
des Klebebands über dessen Liner übertragen wird.
5. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Liner von dem Klebeband abgezogen wird, nachdem das Klebeband von der Transporteinrichtung
aufgenommen ist, wobei nach dem Abziehen des Liners die Transportkraft zum Transport
des Klebebands von der Transporteinrichtung übernommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Transportband über zumindest zwei Rollen, insbesondere über drei Rollen, vorzugsweise
über vier Rollen geführt wird, die als Einheit schwenkbar sind, wobei insbesondere
die Einheit um die angetriebene Rolle bzw. Antriebsachse geschwenkt wird und vorzugsweise
durch Schwenken der Einheit Andruckkraft des Klebebands auf das Objekt eingestellt
wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einheit zwei vorzugsweise im Wesentlichen vertikal übereinander angeordnete Rollen
umfasst, wobei unterer Rolle der zwei Rollen eine Andrückrolle zum Anhaften des Klebebands
an dem Transportband zugeordnet wird, wobei insbesondere
oberer Rolle der zwei Rollen eine Linerumlenkrolle zugeordnet wird, über die der Liner
von dem Klebeband getrennt und einer den Liner aufwickelnden angetriebenen Rolle zugeführt
wird und vorzugsweise
die obere Rolle als die Rolle mit der Antriebsachse verwendet wird.
8. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein aus dem Klebeband mit dem zumindest einen Liner bestehendes Band von einer Spule
abgezogen und über eine Spannrolle umgelenkt wird, die an der Spule anliegt, wobei
die Spannrolle entgegen Abzugsrichtung des Bands angetrieben wird, wobei insbesondere
Spannung des Bands über das Drehmoment des Antriebs der Spannrolle eingestellt wird.
9. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klebeband in Abhängigkeit seiner auf das Objekt aufzuklebenden Länge mittels
einer Schneideinrichtung ohne Durchtrennen des Liners durchschnitten oder perforiert
wird, wobei entweder
während des Durchschneidens bzw. Perforierens des Klebebands das Transportband angehalten
wird, oder
das Klebeband mittels einer mit diesem mitbewegten Schneideinrichtung durchschnitten
bzw. perforiert wird, und wobei insbesondere
als Schneideinrichtung eine solche verwendet wird, die ein beheiztes und/oder beschichtetes
Trennelement wie Messer umfasst.
10. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das das Klebeband und den Liner aufweisende Band ohne Dehnung über dessen gesamten
Transportweg transportiert wird.
11. Verfahren nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Klebeband auf das Objekt spannungsfrei aufgebracht wird, oder
dass der Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverlauf des Objekts derart auf den Transport
des Klebebands übertragen wird, dass dieses mit gewünschter Spannung auf das Objekt
aufgebracht wird.
12. Vorrichtung zum Bekleben eines Objekts (12), insbesondere zum Be- bzw. Umkleben eines
Rands (14, 15) eines flächigen Objekts, mit einem vorzugsweise einen Liner (26) aufweisenden
Klebeband, umfassend eine Bevorratung wie Spule (18) für das Klebeband, eine Schneideinrichtung
(20), eine das Klebeband dem Objekt zuführende Einrichtung (58) sowie einen ersten
Antrieb wie die Einrichtung und einen zweiten Antrieb wie das Objekt, wobei die Antriebe
zum Transportieren des Klebebands und des Objekts synchronisierbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Objekt (12) über eine Handhabungseinrichtung transportierbar ist, deren Steuerung
Geschwindigkeits- und Beschleunigungsverlauf des Objekts auf eine Antriebsachse einer
die Einrichtung (22) umfassenden Transporteinrichtung während des Beklebens des Objekts
mit dem Klebeband in Echtzeit abbildet und somit das Objekt (12) und das Klebeband
quasi mittels einer gemeinsamen elektronischen Welle bewegbar sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung (22) zumindest zwei, vorzugsweise zumindest drei, vorzugsweise vier
das Klebeband (16) aufnehmendes Transportband (58) führende Rollen umfasst, die als
Einheit schwenkbar zu Handhabungseinrichtung ausgebildet sind, und von denen eine
die Antriebsachse (56) aufweist, die über die Steuerung der Handhabungseinrichtung
steuerbar und gegebenenfalls regelbar ist, wobei bei zumindest drei Rollen oberer
Rolle (46) der zwei vorzugsweise vertikal übereinander angeordneten Rollen (46, 48)
eine Linerumlenkrolle (62) zugeordnet ist, über die der von dem Klebeband (16) getrennte
bzw. abgezogene Liner (26) einer diesen aufwickelnden Welle zuführbar ist, und insbesondere
der unteren Rolle (48) der zwei vertikal übereinander angeordneten Rollen (46, 48)
eine das Klebeband (16) auf das Transportband (58) andrückende Andrückrolle (60) zugeordnet
ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die obere Rolle (46) die Antriebsachse (56) aufweist, wobei vorzugsweise die Einheit
um die Antriebsachse (56) schwenkbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Spule (18) und der die vorzugsweise vier Rollen (46, 48, 50, 52) aufweisenden
verschwenkbaren Einheit eine das Band (28) in die Vertikale umlenkende Umlenkrolle
(30) angeordnet ist, dass
vor und/oder hinter der Umlenkrolle (30) zumindest eine das Band (28) seitlich führende
Führungseinrichtung angeordnet ist, wobei insbesondere entweder
die Führungseinrichtung zwei um vertikal verlaufende Achsen sich drehende Führungsrollen
(36) mit einem lichten Abstand umfasst, der Breite oder in etwa Breite des Bands (28)
entspricht, oder
die Führungseinrichtung zumindest eine genutete Führungsrolle umfasst, deren Nutenbreite
gleich oder in etwa gleich Breite des Bands (28) ist.
1. Method for laminating an object with an adhesive tape that preferably features a liner,
in particular for the laminating or covering of the edge of a plane object, wherein
the object contacts the adhesive tape and during the transport of the object the adhesive
tape, which is likewise transported, is applied to the object, and wherein the velocity
of the object and that of the adhesive tape are synchronized during the lamination,
characterized in
that the object is transported by means of a handling device and that the velocity as
well as the acceleration progression of the object is transmitted synchronously to
the transport of the adhesive tape via an axle of the handling apparatus and hence
the object and the adhesive tape are moved virtually by means of a common electronic
shaft.
2. Method according to claim 1,
characterized in
that the adhesive tape is transmitted to the object via a transport installation, wherein
the length of the contact area for the adhesive tape on the transport installation
is independent of the length of the adhesive tape section that is to be applied to
the object.
3. Method according to at least one of the preceding claims, wherein the adhesive tape
features a liner,
characterized in
that the adhesive tape is transferred to the adhesive tape transport installation in a
tension-free manner by means of the liner that is joined with the adhesive tape.
4. Method according to at least one of the preceding claims,
characterized in
that a conveyor belt such as a transport belt or a transport roller or a transport wheel
is used as a transport installation for the adhesive tape, whereby
the conveyor belt preferably is guided across a roller with a drive axis that is controlled
and, if applicable, adjusted via the controller of the handling device, and whereby
especially
transport force required for transporting the adhesive tape until the deposition onto
the transport installation is transferred via the liner thereof.
5. Method according to at least one of the preceding claims,
characterized in
that the liner is pulled off the adhesive tape after the adhesive tape has been received
by the transport installation, wherein after the peeling-off of the liner the transport
force for the transport of the adhesive tape is assumed by the transport installation.
6. Method according to claim 4,
characterized in
that the conveyor belt is guided across at least two rollers, especially across three
rollers, preferably across four rollers, that can be pivoted as a unit, whereby especially
the unit is pivoted about the driven roller, respectively drive axis and preferably
the press-on force of the adhesive tape onto the object is adjusted by means of pivoting
the unit.
7. The method according to claim 6,
characterized in
that the unit comprises two rollers that preferably are arranged essentially vertically
above one another, whereby a pressing roller for the adhering of the adhesive tape
to the conveyor belt is associated with the lower one of the two rollers, whereby
especially
a liner deflection roller is associated with the upper roller of the two rollers,
via which the liner is separated from the adhesive tape and guided to an actuated
roller that reels the liner up and preferably
the upper roller is used as the roller with the drive axis.
8. Method according to at least one of the preceding claims,
characterized in
that a tape comprising the adhesive tape and the at least one liner is pulled off a spool
and is redirected via a tensioning pulley that abuts against the spool, whereby the
tensioning pulley is actuated in the direction opposite to the peel-off direction
of the tape, whereby especially
the tension of the tape is adjusted via the torque of the drive of the tensioning
pulley.
9. Method according to at least one of the preceding claims,
characterized in
that the adhesive tape, depending on the length thereof that is to be laminated onto the
object, is cut or perforated by means of a cutting device, without the liner being
cut through or perforated, whereby either
the conveyor belt is halted during the cutting through or perforating of the adhesive
tape, or
the adhesive tape is cut through or perforated by means of a cutting device that moves
along with the adhesive tape, and whereby especially
as a cutting device is used a device that comprises a heated and/or a coated separating
element, such as a knife.
10. Method according to at least one of the preceding claims,
characterized in
that the tape that comprises the adhesive tape and the liner is transported over the entire
transport path thereof without stretching.
11. Method according to at least one of the preceding claims,
characterized in
that the adhesive tape is applied to the object without tension, or
that the velocity and acceleration progression of the object is transmitted to the transport
of the adhesive tape in such a manner that the adhesive tape is applied to the object
with the desired tension.
12. Device for laminating an object (12), in particular for the laminating or covering
of an edge (14, 15) of a plane object, with an adhesive tape that preferably features
a liner (26), comprising a provisioning such as a spool (18) for the adhesive tape,
a cutting device (20), a device (58) that guides the adhesive tape to the object,
as well as a first drive for the device and a second drive for the object, whereby
the drives for the transport of the adhesive tape and the object can be synchronized,
characterized in
that the object (12) is transportable via a handling device whose controller maps in real
time the velocity and acceleration progression of the object onto a drive axis of
a transport installation that comprises the device (22) during the lamination of the
object with the adhesive tape and hence the object and the adhesive tape are moved
virtually by means of a common electronic shaft.
13. Device according to claim 12,
characterized in
that the device (22) comprises at least two, preferably at least three, preferably four
rollers that guide the conveyor belt (58) that receives the adhesive tape (16), which
are implemented as a unit pivotable toward the handling device, and of which one features
the drive axis (56) that can be controlled and, if applicable, adjusted via the controller
of the handling device, whereby with at least three rollers a liner deflection roller
(62) is associated with upper roller (46) of the two rollers (46, 48) arranged preferably
vertically above one another, via which the liner (26), which was separated or peeled
off from the adhesive tape (16), is guidable toward a shaft that receives said liner,
and especially a pressing roller (60) that presses the adhesive tape (16) onto the
conveyor belt (58) is associated with the lower roller (48) of the two rollers (46,
48) that are arranged vertically above one another.
14. Device according to claim 13,
characterized in
that the upper roller (46) features the drive axis (56), whereby especially the unit is
pivotable about the drive axis (56).
15. Device according to one of the claims 13 or 14,
characterized in
that between the spool (18) and the unit that preferably comprises four rollers (46, 48,
50, 52) and that is pivotable a guide roller (30) is disposed that redirects the tape
(28) to the vertical, that
at least one guiding device that guides the tape (28) laterally is arranged in front
of and/or behind the guide roller (30), whereby especially either
the guiding device comprises two guide rollers (36) that rotate about vertically extending
axes with a clearance gap that corresponds to the width or approximately to the width
of the tape (28), or
the guiding device comprises at least one grooved guide roller whose groove width
is equal to or approximately equal to the width of the tape (28).
1. Procédé pour le collage d'un objet avec un ruban adhésif présentant de préférence
un film, en particulier pour le collage ou l'enrobage collé d'un bord d'un objet plat,
sachant que l'objet entre en contact avec le ruban adhésif et, pendant le transport
de l'objet, le ruban adhésif également transporté est appliqué sur l'objet, et que
la vitesse de l'objet et celle du ruban adhésif sont synchronisées pendant le collage,
caractérisé en ce
que l'objet est transporté par un manipulateur et que la courbe de vitesse ainsi que
celle de l'accélération de l'objet sont transmises en synchronisme au transport du
ruban adhésif par un axe du manipulateur et que de cette manière, l'objet et le ruban
adhésif sont pour ainsi dire mis en mouvement par un arbre électronique commun.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le ruban adhésif est transféré sur l'objet par un dispositif de transport, sachant
que la longueur de la zone de contact pour le ruban adhésif sur le dispositif de transport
ne dépend pas de la longueur de la section de ruban adhésif à appliquer sur l'objet.
3. Procédé selon au moins une des revendications précédentes, le ruban adhésif présentant
un film,
caractérisé en ce
que le ruban adhésif est transféré sans tension sur le dispositif de transport de ruban
au moyen du film lié au ruban adhésif.
4. Procédé selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'en tant que dispositif de transport pour le ruban adhésif est utilisé une bande transporteuse
telle qu'une courroie transporteuse ou un galet transporteur ou une roue transporteuse,
sachant que la bande transporteuse est de préférence guidée par un galet avec un arbre
moteur qui est commandé et le cas échéant régulé par la commande du manipulateur,
et qu'en particulier avant le transfert sur le dispositif de transport, la force de
transport requise pour transporter le ruban adhésif est transmise par l'intermédiaire
de son film.
5. Procédé selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le film est retiré du ruban adhésif après que le ruban adhésif a été repris par le
dispositif de transport, sachant qu'après le retrait du film, la force de transport
pour transporter le ruban adhésif est reprise par le dispositif de transport.
6. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce
que la bande transporteuse est guidée par au moins deux galets, en particulier par trois
galets, de préférence par quatre galets qui sont pivotants en tant qu'unité, sachant
qu'en particulier
l'unité est pivotée autour du galet entraîné et/ou de l'arbre moteur et que l'effort
de pression du ruban adhésif sur l'objet est de préférence réglé en pivotant l'unité.
7. Procédé selon la revendication 6,
caractérisé en ce
que l'unité comprend deux galets placés de préférence l'un au-dessus de l'autre à la
verticale pour l'essentiel, sachant qu'au galet inférieur des deux galets est associé
un galet-presseur destiné à faire adhérer le ruban adhésif à la bande transporteuse,
sachant qu'en particulier
au galet supérieur des deux galets est associé un galet de renvoi de film, au moyen
duquel le film est séparé du ruban adhésif et amené à un galet entraîné enroulant
le film, et que de préférence
le galet supérieur est utilisé en tant que galet muni de l'arbre moteur.
8. Procédé selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'une bande constituée du ruban adhésif avec l'au moins un film est tirée depuis une
bobine et guidée par un galet-tendeur qui s'appuie sur la bobine, le galet-tendeur
étant entraîné dans le sens contraire au sens de tirage de la bande, sachant qu'en
particulier
la tension de la bande est réglée au moyen du couple de rotation de l'entraînement
du galet-tendeur.
9. Procédé selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'en fonction de sa longueur à coller sur l'objet, le ruban adhésif est sectionné ou
perforé au moyen d'un dispositif de découpe, sans sectionnement du film, sachant que,
soit
la bande transporteuse est arrêtée pendant le sectionnement ou la perforation du ruban
adhésif, soit
le ruban adhésif est sectionné ou perforé au moyen d'un dispositif de découpe se déplaçant
avec lui, et sachant qu'en particulier
est utilisé un dispositif de découpe qui comprend un élément séparateur chauffé et/ou
revêtu tel qu'une lame.
10. Procédé selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que la bande présentant le ruban adhésif et le film est transportée sans allongement
sur la totalité du trajet.
11. Procédé selon au moins une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
que le ruban adhésif est appliqué sans tension sur l'objet, ou que les courbes de vitesse
et d'accélération de l'objet sont transmises au transport du ruban adhésif de manière
telle que ce dernier est appliqué sur l'objet avec la tension souhaitée.
12. Dispositif pour le collage d'un objet (12), en particulier pour le collage ou l'enrobage
collé d'un bord (14, 15) d'un objet plat avec un ruban adhésif présentant de préférence
un film (26), ledit dispositif comprenant un moyen de stockage tel qu'une bobine (18)
pour le ruban adhésif, un dispositif de découpe (20), un dispositif (58) amenant le
ruban adhésif vers l'objet, ainsi qu'un premier entraînement, tel que le dispositif,
et un second entraînement, tel que l'objet, les entraînements étant synchronisables
pour transporter le ruban adhésif et l'objet,
caractérisé en ce
que l'objet (12) peut être transporté par un manipulateur dont la commande reproduit
en temps réel l'évolution de la vitesse et de l'accélération de l'objet sur un arbre
moteur d'un dispositif de transport comprenant le dispositif (22) pendant le collage
de l'objet avec le ruban adhésif, et que de cette manière, l'objet (12) et le ruban
adhésif peuvent être mis en mouvement pour ainsi dire par un arbre électronique commun.
13. Dispositif selon la revendication 12,
caractérisé en ce
que le dispositif (22) comprend au moins deux, de préférence au moins trois, de préférence
quatre galets guidant la bande transporteuse (58) accueillant le ruban adhésif (16),
qui sont conçus en tant qu'unité pivotante par rapport au manipulateur, et dont l'un
d'entre eux présente l'arbre moteur (56) qui peut être commandé et le cas échéant
régulé par la commande du manipulateur, sachant qu'en présence d'au moins trois galets,
au galet supérieur (46) des deux galets (46, 48), placés de préférence l'un au-dessus
de l'autre à la verticale, est associé un galet de renvoi de film (62), au moyen duquel
le film (26) séparé ou retiré du ruban adhésif (16) peut être amené sur un arbre qui
l'enroule, et qu'en particulier au galet inférieur (48) des deux galets (46, 48),
placés l'un au-dessus de l'autre à la verticale, est associé un galet-presseur (60)
qui presse le ruban adhésif (16) sur la bande transporteuse (58).
14. Dispositif selon la revendication 13,
caractérisé en ce
que le galet supérieur (46) présente l'arbre moteur (56), l'unité pouvant de préférence
pivoter autour de l'arbre moteur (56).
15. Dispositif selon l'une des revendications 13 ou 14,
caractérisé en ce
qu'entre la bobine (18) et l'unité pivotante présentant de préférence quatre galets (46,
48, 50, 52) est disposé un galet de renvoi (30) guidant à la verticale la bande (28),
qu'en amont et/ou en aval du galet de renvoi (30) est disposé au moins un dispositif
de guidage guidant latéralement la bande (28), sachant qu'en particulier soit
le dispositif de guidage comprend deux galets de guidage (36) tournant autour d'axes
verticaux avec une distance intérieure correspondant à la largeur ou approximativement
à la largeur de la bande (28), soit
le dispositif de guidage comprend au moins un galet de guidage à gorge, dont la largeur
de gorge est égale ou approximativement égale à la largeur de la bande (28).