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EP 2 401 558 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.05.2015 Patentblatt 2015/21 |
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Anmeldetag: 19.02.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/052155 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/097348 (02.09.2010 Gazette 2010/35) |
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EINRICHTUNG ZUM ABBLASEN EINES EXPLOSIBLEN GASES
Device for venting an explosive gas
Dispositif d'évacuation de gaz explosifs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
24.02.2009 EP 09002576
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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04.01.2012 Patentblatt 2012/01 |
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Patentinhaber: |
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- Siemens Aktiengesellschaft
80333 München (DE)
- Areva NP GmbH
91052 Erlangen (DE)
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Erfinder: |
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- DIESSELHORST, Tilman
80798 München (DE)
- KNIEF, Dirk
45476 Mülheim an der Ruhr (DE)
- HARTMANN, Miks
91058 Erlangen (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 19 517 163 GB-A- 190 913 720
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FR-A1- 2 359 380
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Abblasen eines explosiblen
Gases über einen auf einem Dach eines Gebäudes angeordneten Kamin, umfassend den kamin
an dessen oberem freien Ende ein Abblasekopf vorgesehen ist, welcher aus mehreren
vom Kamin aus sternförmig abgehenden Verteilerrohren besteht, die an ihrem freien
Ende jeweils mit einer Austrittsöffnung versehen sind.
[0002] Die Kühlung großer Generatoren in Kraftwerken erfolgt in der Regel mit Wasserstoff.
Bei Betriebsstörungen muss dieser Wasserstoff möglichst schnell aus den Generatoren
entfernt werden. Diese schnelle Entleerung erfolgt durch ein Abblasen des Wasserstoffs
über dem Dach des Maschinenhauses in die Atmosphäre. Da Wasserstoff ein explosibles
Gas ist, besteht beim Austreten in die Atmosphäre und bei der Durchmischung mit dem
Atmosphärensauerstoff die Gefahr einer Knallgasexplosion. Die sich vom Zündort oberhalb
der Abblaseeinrichtung ausbreitende Druckwelle kann zu einer Beschädigung des Daches
des Maschinenhauses führen, in dem sich die Generatoren befinden.
[0003] Um diese Druckwellenbelastung weitgehend zu reduzieren sind Einrichtung der Eingangs
genannten Art vorgesehen. Eine derartige Einrichtung zum Abblasen eines explosiblen
Gases ist z.B.
DE 195 17 163 A1 beschrieben.
[0004] Bei dieser bekannten Anordnung wird das austretende Gas in eine der Anzahl der Austrittsöffnungen
entsprechende Anzahl von Gasstrahlen getrennt, die zumindest in ihrem zündfähigen
Volumenbereichen räumlich voneinander getrennt sind. Die Gasstrahlen können somit
nicht zusammen zünden, sodass die durch eine Explosion auftretende Druckwelle eine
kleinere Amplitude aufweist.
[0005] Dies gilt jedoch nicht bei starken Windverhältnissen. Bei starken Windverhältnissen
können die zündfähigen räumlich voneinander getrennten Volumenbereiche wieder zu einem
einzigen großen zündfähigen Volumenbereich zusammengeblasen werden.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Einrichtung der Eingangs genannten
Art anzugeben, bei der auch bei widrigen Windverhältnissen die bei einer Explosion
ausgeübte Druckwellenbelastung reduziert ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei der Eingangs genannten Einrichtung dadurch
gelöst, dass die Endbereiche der Verteilerrohre als Strahlpumpen ausgebildet sind,
bei welchen das explosible Gas das Treibermedium ist, das die Umgebungsluft ansaugt.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung wird die mittlere Dichte im ausgeblasenen Strahl
erhöht, wodurch der Strahlimpuls größer ist. Die Erhöhung der mittleren Dichte ergibt
sich aus der Tatsache, dass Luft ungefähr die 10-fache Dichte von Wasserstoff aufweist.
Auf diese Weise werden die zündfähigen Volumina verkleinert und durch den großen Strahlimpuls
kommt es zu keiner großen Ablenkung bei starken Windaufkommen.
[0009] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der beigefügten Zeichnung.
[0010] In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Abblasen eines
explosiblen Gases,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die in Figur 1 dargestellte Einrichtung, und
- Figur 3
- einen Längsschnitt durch eine Strahlpumpe der erfindungsgemäßen Einrichtung.
[0011] Figur 1 zeigt eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Abblasen
eines explosiblen Gases, welche im Wesentlichen aus einem Kamin 2 und einem Abblasekopf
3 besteht, wobei der Kamin auf einem Dach 1 montiert ist.
[0012] Bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ist der Abblasekopf 3 derart aufgebaut, das
die Verteilerrohre in zwei Ebenen aufgeteilt sind. In der unteren Ebene befinden sich
die Verteilerrohre 4 und in der oberen Ebene befinden sich die Verteilerrohre 5.
[0013] Um eine noch größere Trennung der ausgeblasenen explosiblen Gasgemischstrahlen zu
erreichen sind die Verteilerrohre der oberen Ebene um einen vorgegebenen Winkel nach
oben geneigt weiterhin sind die Verteilerrohre 4 und 5 alternierend angeordnet.
[0014] Am Ende der Verteilerrohre befindet sich erfindungemäß jeweils eine Strahlpumpe 6.
[0015] Der Aufbau der Strahlenpumpe 6 ist schematisch in Figur 3 dargestellt.
[0016] Mit 4, 5 ist das jeweilige Verteilerrohr dargestellt über welches das Wasserstoffgas
G zugeführt wird. Am Ende des jeweiligen Verteilerrohres befindet sich die Treibdüse
8. In die davorliegenden Mischkammer 9 wird die Luft aufgrund des im Diffusorhals
entstehenden Unterdrucks eingesaugt. Das gas vermischt sich im Wesentlichen im Diffusor
11 mit der angesaugten Luft bis zur Austrittsöffnung 7, durch welche es ausgeblasen
wird.
[0017] Mit αo und αu sind jeweils die Abstrahlwinkel des Luftgasgemisches gekennzeichnet.
β bezeichnet den Neigungswinkel der oberen Verteilerrohre 5. Aus der Figur 1 ist deutlich
zu erkennen, dass durch die Neigung der oberen Verteilerrohre 5 um einen vorgegebenen
Winkel nach oben die zündfähigen Volumina, die sich innerhalb der Abstrahlwinkel befinden,
noch weiter voneinander getrennt sind.
1. Einrichtung zum Abblasen eines explosiblen Gases über einen auf einem Dach eines Gebäudes
angeordneten Kamin (2), umfassend den kamin (2) an dessen oberen freien Ende ein Abblasekopf
(3) vorgesehen ist, welcher aus mehreren vom Kamin (2) aus sternförmig abgehenden
Verteilerrohren (4,5) besteht, die an ihren freien Enden jeweils mit einer Austrittsöffnung
(7) versehen sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Endbereiche der Verteilerrohre (4,5) als Strahlpumpen (6) ausgebildet sind, bei
welchen das explosible Gas das Treibmedium ist, das die Umgebungsluft ansaugt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteilerrohre (4,5) in zwei Ebenen angeordnet sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteilerrohre (4,5) umlaufend abwechselnd in der unteren und oberen Ebene angeordnet
sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verteilerrohre (4,5) der oberen Ebene um einen vorgegebenen Winkel nach oben
geneigt sind.
1. Device for discharging an explosive gas via a stack (2) that is arranged on a roof
of a building, comprising the stack (2) on whose upper free end there is provided
a discharging head (3) that consists of a plurality of distributor pipes (4,5) emanating
in a star shape fashion from the stack (2) and which are respectively provided at
their free ends with an exit opening (7), characterized in that the end regions of the distributor pipes (4,5) are designed as jet pumps (6) in which
the explosive gas is the motive medium that takes in the ambient air.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the distributor pipes (4,5) are arranged in two levels.
3. Device according to Claim 2, characterized in that the distributor pipes (4,5) are arranged in a fashion circulating alternately in
the lower and upper level.
4. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the distributor pipes (4,5) of the upper level are inclined upward at a prescribed
angle.
1. Dispositif d'évacuation d'un gaz explosif par une cheminée (2), disposée sur le toit
d'un bâtiment, comprenant la cheminée (2) à l'extrémité libre supérieure de laquelle
est prévue une tête (3) d'évacuation constituée de plusieurs tuyaux (4, 5) répartiteurs,
partant en forme d'étoile de la cheminée (2) et pourvus à leurs extrémités libres
respectivement d'une ouverture (7) de sortie,
caractérisé
en ce que les parties d'extrémités des tuyaux (4, 5) répartiteurs sont constituées sous la
forme d'éjecteurs (6), dans lesquels le gaz explosif est le fluide moteur, qui aspire
l'air ambiant.
2. Dispositif suivant la revendication 1,
caractérisé
en ce que les tuyaux (4, 5) répartiteurs sont disposés dans deux plans.
3. Dispositif suivant la revendication 2,
caractérisé
en ce que les tuyaux (4, 5) répartiteurs sont disposés en tournant en alternance dans le plan
inférieur et dans le plan supérieur.
4. Dispositif suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé
en ce que les tuyaux (4, 5) répartiteurs du plan supérieur sont inclinés vers le haut d'un
angle donné à l'avance.


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