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<ep-patent-document id="EP11005233A1" file="EP11005233NWA1.xml" lang="de" country="EP" doc-number="2401940" kind="A1" date-publ="20120104" status="n" dtd-version="ep-patent-document-v1-4">
<SDOBI lang="de"><B000><eptags><B001EP>ATBECHDEDKESFRGBGRITLILUNLSEMCPTIESILTLVFIROMKCYALTRBGCZEEHUPLSKBAHRIS..MTNORSMESM..................</B001EP><B005EP>J</B005EP><B007EP>DIM360 Ver 2.15 (14 Jul 2008) -  1100000/0</B007EP></eptags></B000><B100><B110>2401940</B110><B120><B121>EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG</B121></B120><B130>A1</B130><B140><date>20120104</date></B140><B190>EP</B190></B100><B200><B210>11005233.9</B210><B220><date>20110628</date></B220><B250>de</B250><B251EP>de</B251EP><B260>de</B260></B200><B300><B310>202010009754 U</B310><B320><date>20100701</date></B320><B330><ctry>DE</ctry></B330></B300><B400><B405><date>20120104</date><bnum>201201</bnum></B405><B430><date>20120104</date><bnum>201201</bnum></B430></B400><B500><B510EP><classification-ipcr sequence="1"><text>A47B  88/02        20060101AFI20110823BHEP        </text></classification-ipcr></B510EP><B540><B541>de</B541><B542>Möbel mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelementen</B542><B541>en</B541><B542>Furniture with multiple furniture elements which can be extended on the side of a furniture body</B542><B541>fr</B541><B542>Meuble doté de plusieurs parties démontables sur un côté d'un corps de meuble</B542></B540><B590><B598>1</B598></B590></B500><B700><B710><B711><snm>Grass GmbH</snm><iid>100132795</iid><irf>G 9213-EP /WE</irf><adr><str>Grass Platz 1</str><city>6973 Höchst</city><ctry>AT</ctry></adr></B711></B710><B720><B721><snm>Grabher, Günter</snm><adr><str>Eichwald 20</str><city>6972 Fussach</city><ctry>AT</ctry></adr></B721></B720><B740><B741><snm>Otten, Roth, Dobler &amp; Partner</snm><iid>100810373</iid><adr><str>Patentanwälte 
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<abstract id="abst" lang="de">
<p id="pa01" num="0001">Die Erfindung betrifft Möbel (1) mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelementen (2,3) mit innerhalb des Möbelkorpus angebrachten Antriebsmitteln zum Ausfahren zumindest eines der ausfahrbaren Möbelelemente (2,3), mit mindestens einem Betätigungselement, das ein Ausfahren mindestens eines der ausfahrbaren Möbelelemente (2,3) auslöst, wobei eine Frontblende (4) eines ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) im eingefahrenen, d.h. geschlossenen, Zustand die Vorderseite eines zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2) zumindest teilweise verdeckt. Dabei ist eine Antriebseinheit (6) zum Ausfahren des zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2) vorgesehen, wobei das Ausfahren des zweiten Möbelelements (2) das Ausfahren des ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) aus einem eingefahrenen Zustand bewirkt.
<img id="iaf01" file="imgaf001.tif" wi="82" he="105" img-content="drawing" img-format="tif"/></p>
</abstract><!-- EPO <DP n="1"> -->
<description id="desc" lang="de">
<p id="p0001" num="0001">Die Erfindung betrifft ein Möbel mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelementen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.</p>
<heading id="h0001"><u>Stand der Technik</u></heading>
<p id="p0002" num="0002">Möbel mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelementen sind in verschiedensten Ausführungen, beispielsweise in Form von Kommoden oder Küchenschränken mit mehreren Schubladen, bekannt. Gelegentlich wird bei solchen Möbeln eine Schublade mit einer Frontblende ausgestattet, die im geschlossenen Zustand die Frontseiten weiterer Schubladen verbergen. Damit kann solchen Möbeln nach außen ein geschlosseneres Erscheinungsbild gegeben werden. Auch in praktischer Hinsicht bietet dies zum Beispiel den Vorteil, dass dadurch ein Möbel mit nur einem, an einer verdeckenden Frontblende angebrachten Schloss abschließbar ausgeführt werden kann.</p>
<p id="p0003" num="0003">Es sind außerdem Möbel bekannt, die an einer verdeckenden Frontblende ein Betätigungselement aufweisen, mit dem eine innere Schublade, auch Innenschub genannt, mechanisch an die verdeckende Frontblende gekoppelt werden kann, um Benutzern<!-- EPO <DP n="2"> --> die Möglichkeit zu bieten, wahlweise zwei Schubladen zugleich auszuziehen.</p>
<p id="p0004" num="0004">Aufgabe der Erfindung ist es, ein Möbel mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelementen bereitzustellen, das an praktische Gebrauchsweisen besser angepasst ist und eine einfachere Herstellung ermöglicht.</p>
<p id="p0005" num="0005">Diese Aufgabe wird durch ein Möbel mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. In den abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen beschrieben.</p>
<p id="p0006" num="0006">Die Erfindung geht aus von einem Möbel mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelementen mit innerhalb des Möbelkorpus angebrachten Antriebsmitteln zum Ausfahren zumindest eines der ausfahrbaren Möbelelemente, mit mindestens einem Betätigungselement, das ein Ausfahren mindestens eines der ausfahrbaren Möbelelemente auslöst, wobei eine Frontblende eines ersten ausfahrbaren Möbelelements im eingefahrenen, das heißt geschlossenen, Zustand die Vorderseite eines zweiten ausfahrbaren Möbelelementes zumindest teilweise verdeckt. Der Kern der Erfindung besteht darin, dass eine Antriebseinheit zum Ausfahren des zweiten ausfahrbaren Möbelelements vorgesehen ist, wobei das Ausfahren des zweiten Möbelelements das Ausfahren des ersten ausfahrbaren Möbelelements aus einem eingefahrenen Zustand bewirkt.</p>
<p id="p0007" num="0007">Der Antrieb des zweiten ausfahrbaren Möbelelements kann beispielsweise dazu vorgesehen sein, beide Möbelelemente gleichzeitig über z.B. ein kurzes Stück der gesamten Auszugsstrecke herauszufahren, um danach ein weiteres Ausziehen einer manuellen Bedienung zu überlassen. Ebenso kann der Antrieb dazu vorgesehen sein, beide Möbelelemente bis zu einer z.B. frei wählbaren Weite, insbesondere bis zu einer maximalen Weite, auszufahren. Der Antrieb kann einerseits dazu dienen, die Möbelelemente nur auszufahren, oder andererseits z.B. sowohl ein Ausfahren zweier Möbelelemente als auch ein Einfahren des zweiten Möbelelements zu unterstützen.<!-- EPO <DP n="3"> --> Hierdurch sind zwei ausfahrbare Möbelelemente vorteilhaft mit einem einzigen Antrieb ausfahrbar. Zudem bietet die Erfindung den Vorteil, dass für ein gleichzeitiges Ausfahren keine zusätzlichen mechanischen Vorrichtungen, z.B. Rast- oder Zugmittel, für eine Kopplung der ausfahrbaren Möbelelemente erforderlich sind. Denn das zweite Möbelelement stößt beim Ausfahren zwangsläufig an die verdeckende Frontblende und nimmt somit das erste Möbelelement automatisch beim Ausfahren mit, indem das zweite Möbelelement die Frontblende des ersten Möbelelements vor sich herschiebt. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn das zweite ausfahrbare Möbelelement in einem Möbelkorpus insbesondere über einem Stauraum des ersten Möbelelements liegt.'Aber auch der Stauraum des ersten Möbelelements kann durch Einschieben des zweiten Möbelteils schnell zugänglich gemacht werden.</p>
<p id="p0008" num="0008">Vorzugsweise ist das erste ausfahrbare Möbelelement eine Schublade. Im Vergleich beispielsweise mit einer ausziehbaren Ablage- bzw. Arbeitsfläche wird der Gebrauch einer Schublade durch eine verdeckende Frontblende weniger beeinträchtigt.</p>
<p id="p0009" num="0009">Eine bevorzugte Ausbildung der Erfindung sieht vor, dass das erste ausfahrbare Möbelelement ausschließlich durch eine Ausfahrbewegung des zweiten Möbelelements ausgefahren werden kann. Damit reicht ein Antrieb aus. Auf Griffelemente, z.B. eine Griffleiste, an der Vorderseite der Frontblende zum Ausfahren ein oder mehrerer Möbelelemente kann verzichtet werden. Zudem ist es damit vorteilhaft erreichbar, dass die ausfahrbaren Möbelelemente nur durch eine gezielte Aktivierung des Antriebs des zweiten Möbelelements ausfahrbar sind. Dadurch ist ein versehentliches Ausfahren des ersten Möbelelements leichter vermeidbar.</p>
<p id="p0010" num="0010">Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung besteht darin, dass die Antriebseinheit einen Elektromotor umfasst. Damit sind vorteilhaft eine Vielzahl platzsparender Anordnungen zum Antrieb des zweiten Möbelelements realisierbar. Ebenso bevorzugt ist es, dass die<!-- EPO <DP n="4"> --> Antriebseinheit mechanisch und/oder pneumatisch eine Antriebskraft auf das zweite Möbelelement überträgt. Dies bietet den Vorteil, dass das Möbel unabhängig von einer elektrischen Stromversorgung, beispielsweise einer Batterie oder einem elektrischen Netzanschluss, betrieben werden kann.</p>
<p id="p0011" num="0011">Vorzugsweise sind das zweite ausfahrbare Möbelelement und/oder die Frontblende des ersten ausfahrbaren Möbelelements dazu ausgebildet, für ein Ausfahren des ersten ausfahrbaren Möbelelements eine Kraft auf die Frontblende, insbesondere an einer Innenseite des ersten ausfahrbaren Möbelelements zu übertragen. Beispielsweise kann die Außenfläche der Frontblende des zweiten ausfahrbaren Möbelelements parallel zur Innenfläche der Frontblende des ersten ausfahrbaren Möbelelements ausgerichtet sein. Ebenso können an der Innenseite der Frontblende des ersten ausfahrbaren Möbelelements und/oder der Außenseite der Frontblende des zweiten ausfahrbaren Möbelelements elastisch dämpfende Elemente angebracht sein. Dadurch können vorteilhaft Geräusche beim Ausfahren beider Möbelelemente verringert werden und Abnutzungsspuren durch Reibung oder Stöße während des Ausfahrens vermieden werden.</p>
<p id="p0012" num="0012">Weiterhin ist es bevorzugt, dass am ersten ausfahrbaren Möbelteil und/oder am Möbelkorpus Sensor und/oder Schaltmittel angebracht sind. Dies bietet vorteilhaft vielfältige Möglichkeiten, Antriebsmittel unter Berücksichtigung von z.B. Positionen bzw. z.B. Bewegungen ausfahrbarer Möbelelemente zu steuern. Besonders bevorzugt ist es, dass die Sensor- und/oder Schaltmittel dazu ausgebildet sind, eine von außerhalb des Möbelkorpus wirkende Kraft und/oder eine von außerhalb bewirkte Bewegung die über die Frontblende auf das erste ausfahrbare Möbelelement, insbesondere im geschlossenen Zustand wirkt, zu erfassen. Z.B. werden Schwellenwerte für die mittels Sensoren und Schaltmitteln erfassten Größen vorgegeben. Zudem ist es möglich, eine Frontblende mit Griffelementen für eine Betätigung, insbesondere des Ausfahrens der Möbelelemente, vorzusehen. Dadurch kann ein Möbel in einer Weise bedienbar sein, die sich von einer rein<!-- EPO <DP n="5"> --> mechanischen Bedienung konventioneller Möbel vergleichsweise wenig unterscheidet, jedoch geringere Kräfte zur Betätigung erfordert. Folglich ist ein erfindungsgemäßes Möbel mit Antriebemitteln intuitiv und dennoch leichter zu betätigen.</p>
<p id="p0013" num="0013">Aus dem vorgenannten Grund ist es besonders bevorzugt, dass eine Erfassung einer Kraft und/oder Bewegung am ersten ausfahrbaren Möbelelement, insbesondere dessen Frontblende, einen Antrieb des zweiten ausfahrbaren Möbelelements, insbesondere zum Ausfahren, in Gang setzt.</p>
<p id="p0014" num="0014">Darüber hinaus ist es bevorzugt, dass ein Betätigungselement an der Frontblende angebracht und dazu vorgesehen ist, den Antrieb des zweiten Möbelelements in Gang zu setzen. Dabei kann ein Betätigungselement, z.B. ein Knauf oder z.B. ein Hebel, auf eine Aktion, z.B. Drehen in eine vorgegebene Richtung, hinweisen, mit der sich der Antrieb zum Ausfahren betätigen lässt. Ebenso kann z.B. ein Zahlenfeld einem Benutzer zu verstehen geben, dass die Eingabe eines Codes erforderlich ist, um die Möbelelemente ausfahren zu können. Daher bietet eine solche Ausführung der Erfindung den Vorteil einer schnell erfassbaren Benutzerführung für den Gebrauch eines Möbels.</p>
<p id="p0015" num="0015">Eine weitere bevorzugte Ausführung der Erfindung sieht vor, dass ein Betätigungselement dazu ausgebildet ist, aus einem vorgegebenen Abstand zum Möbel den Antrieb des zweiten Möbelelements zu betätigen. Somit kann die Erfindung an einem Möbel realisiert werden, an dem die Anbringung eines Betätigungselements nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Beispielsweise kann das Betätigungselement z.B. an einer Arbeitsplatte oder z.B. als Fernbedienungsgerät ausgebildet sein.</p>
<p id="p0016" num="0016">Weiterhin ist es bevorzugt, dass am ersten ausfahrbaren Möbelelement eine zur Antriebseinheit des zweiten Möbelelements separate Antriebseinheit vorgesehen ist. Dabei ist die Antriebseinheit des ersten Möbelelements bei Ausfahren mit der Antriebseinheit des zweiten Möbelelements<!-- EPO <DP n="6"> --> synchronisiert, so dass beide Möbelelemente zumindest immer gleichzeitig ausfahren. Dadurch ist es beispielsweise möglich, auf eine Betätigung hin beim Ausfahren beider Möbelelemente das erste ausfahrbare Möbelelement mit einem vorgegebenen Abstand vorausfahren zu lassen, um Stöße und/oder Reibungen der Frontblenden des ersten und des zweiten ausfahrbaren Möbelelements aneinander zu vermeiden. Hierdurch sind vorteilhaft störende Geräusche und mechanische Verschleißspuren vermeidbar.</p>
<p id="p0017" num="0017">Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist zumindest das Betätigungselement für die Antriebseinheit des zweiten ausfahrbaren Möbelelements mit einer, z.B. magnetischen Kopplungsvorrichtung an der Frontblende des ersten ausfahrbaren Möbelelement z.B. elektrisch koppelbar. Hiermit ist es vorteilhaft möglich, dass beim Betätigen des Antriebs des zweiten ausfahrbaren Möbelelements vorgebbar ist, ob die beiden ausfahrbaren Möbelelemente nach Abschalten des Antriebs ihre Bewegung gemeinsam oder unabhängig voneinander fortsetzen sollen.</p>
<p id="p0018" num="0018">Weiterhin ist es vorteilhaft, dass ein zweites ausfahrbares Möbelelement, das durch Frontblenden mehrerer erster ausfahrbarer Möbelelemente verdeckt ist, beim Ausfahren die Möbelelemente mit verdeckenden Frontblenden mitnimmt. Dies bietet den Vorteil, dass auf vergleichsweise einfache Weise durch den Antrieb eines einzelnen ausfahrbaren Möbelelements eine Gruppe ausfahrbarer Möbelelemente gleichzeitig ausfahrbar ist.</p>
<p id="p0019" num="0019">Es können auch mehr als ein ausfahrbares Möbelelement mit einer eigenen Antriebseinheit ausgestattet werden, um beispielsweise verschiedene Gruppen ausfahrbarer Möbelelemente für einen schnellen Zugriff auszufahren.</p>
<p id="p0020" num="0020">Ebenso ist es bevorzugt, dass die Frontblende des ersten ausfahrbaren Möbelelements im geschlossenen Zustand Vorderseiten mehrerer ausfahrbarer zweiter Möbelelemente zumindest teilweise verdeckt und dass beim Ausfahren<!-- EPO <DP n="7"> --> wenigstens eines der zweiten Möbelelemente das erste Möbelelement mitgenommen wird. Insbesondere wenn mehrere der zweiten Möbelelemente jeweils über separate Antriebseinheiten verfügen, bietet dies den Vorteil, dass das erste ausfahrbare Möbelelement beim Ausfahren z.B. paarweise mit verschiedenen zweiten Möbelelementen kombinierbar ist.</p>
<p id="p0021" num="0021">Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Hilfe einer Zeichnung erläutert.</p>
<p id="p0022" num="0022">Die einzige <figref idref="f0001">Figur 1</figref> zeigt eine schematische Seitenansicht eines Möbels 1 mit zwei Schubladen 2 und 3. Die untere Schublade 3 weist eine Frontblende 4 auf, die so weit nach oben ragt, dass im eingeschobenen Zustand beide Schubladen 2 und 3 durch die Frontblende 4 verdeckt sind. Dabei liegt die Innenseite der Frontblende 4 an einer Vorderkante 9 des Möbelkorpus an. An der Rückseite der Innenschublade 2 befindet sich eine Antriebseinheit 6. Die Antriebseinheit 6 ist über eine Signalleitung 8 mit einem Sensor 7 verbunden, der sich an der Rückseite der Schublade 3 befindet. Der Sensor 7 erfasst den Abstand der Schubladenrückwand der Schublade 3 zum Sensor 7. Sobald die Front 4 der Schublade 3 von der Vorderkante 9 des Möbelkorpus bis zu einem Abstand 10 weggezogen wird, gibt die Signalleitung 8 an den Antrieb 6 ein Signal, mit dem der Antrieb 6 zum Ausfahren der Schublade 2 in Gang gesetzt wird. Hierbei schiebt die Schublade 2 sobald sie die Frontblende 4 erreicht hat, letztere vor sich her und bewirkt, dass hierdurch beide Schubladen 2,3 gleichzeitig ausgefahren werden. Ein elastisch nachgiebiger Puffer 5 verhindert dabei, dass beim Ausfahren laute Stoßgeräusche durch die Schublade 2 an der Frontblende 4 verursacht werden.</p>
<p id="p0023" num="0023">Der Antrieb 6 kann dabei einerseits beide Schubladen 2,3 nur soweit herausfahren, dass dadurch anschließend einem Benutzer ermöglicht wird, eine oder beide Schubladen 2,3 weiter herauszufahren. Andererseits kann der Antrieb 6 auch dazu vorgesehen sein, beide Schubladen 2,3 zunächst vollständig auszufahren. Vorteilhafterweise erkennt der Antrieb 6, wenn<!-- EPO <DP n="8"> --> sich der Ausfahrbewegung eine Kraft vorgegebener Stärke entgegenstellt, um daraufhin die Antriebsbewegung einzustellen.</p>
<p id="p0024" num="0024">Alternativ kann der Sensor 7 mit einem Antrieb kombiniert sein, um nach Erfassung des Auslöseabstands zwischen den Linien 9 und 10 über die Signalleitung 8 ein Ausfahrsignal an den Antrieb 6 übermitteln. Anschließend bewegen der Antrieb 6 sowie der im Sensor 7 integrierte Antrieb ihre jeweiligen Schubladen 2,3 synchronisiert zueinander, wobei der Antrieb 6 die Schublade 2 um eine kleine Strecke gegenüber der Schublade 3 versetzt nachführt, um Stoßgeräusche durch ein Anschlagen der Schublade 2 an der Frontblende 4 zu vermeiden.<!-- EPO <DP n="9"> --></p>
<heading id="h0002">Bezugszeichenliste:</heading>
<p id="p0025" num="0025">
<dl id="dl0001">
<dt>1</dt><dd>Möbel</dd>
<dt>2</dt><dd>Schublade</dd>
<dt>3</dt><dd>Schublade</dd>
<dt>4</dt><dd>Frontblende</dd>
<dt>5</dt><dd>Puffer</dd>
<dt>6</dt><dd>Antriebseinheit</dd>
<dt>7</dt><dd>Sensor</dd>
<dt>8</dt><dd>Signalleitung</dd>
<dt>9</dt><dd>Vorderkante</dd>
<dt>10</dt><dd>Linie</dd>
</dl></p>
</description><!-- EPO <DP n="10"> -->
<claims id="claims01" lang="de">
<claim id="c-de-0001" num="0001">
<claim-text>Möbel (1) mit mehreren an einer Seite eines Möbelkorpus ausfahrbaren Möbelelemente (2,3) mit innerhalb des Möbelkorpus angebrachten Antriebsmitteln zum Ausfahren zumindest eines der ausfahrbaren Möbelelemente (2,3), mit mindestens einem Betätigungselement, das ein Ausfahren mindestens eines der ausfahrbaren Möbelelemente (2,3) auslöst, wobei eine Frontblende (4) eines ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) im eingefahrenen, d.h. geschlossenen, Zustand die Vorderseite eines zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2) zumindest teilweise verdeckt, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> eine Antriebeeinheit (6) zum Ausfahren des zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2) vorgesehen ist, wobei das Ausfahren des zweiten Möbelelements (2) das Ausfahren des ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) aus einem eingefahrenen Zustand bewirkt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0002" num="0002">
<claim-text>Möbel (1) nach Anspruch 1, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das Möbel (1) derart ausgebildet ist, dass das erste ausfahrbare Möbelelement (3) nur durch eine Ausfahrbewegung des zweiten Möbelelements (2) ausgefahren werden kann.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0003" num="0003">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Antriebseinheit (6) einen Elektromotor umfasst.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0004" num="0004">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Antriebseinheit (6) mechanisch und/oder pneumatisch eine Antriebskraft auf das zweite Möbelelement (2) überträgt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0005" num="0005">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> das zweite ausfahrbare Möbelelement (2) und/oder die Frontblende (4) des ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) dazu ausgebildet sind, für ein Ausfahren des ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) eine Kraft auf die Frontblende (4), insbesondere an einer Innenseite, des ersten<!-- EPO <DP n="11"> --> ausfahrbaren Möbelelements (3) zu übertragen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0006" num="0006">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> am ersten ausfahrbaren Möbelteil (3) und/oder am Möbelkorpus Sensor- und/oder Schaltmittel (7) angebracht sind.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0007" num="0007">
<claim-text>Möbel (1) nach Anspruch 6, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Sensor- und/oder Schaltmittel (7) dazu ausgebildet sind, eine von außerhalb des Möbelkorpus wirkende Kraft und/oder eine von außerhalb bewirkte Bewegung, die über die Frontblende (4) auf das erste ausfahrbare Möbelelement (3) insbesondere im geschlossenen Zustand wirkt, zu erfassen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0008" num="0008">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> eine Erfassung einer Kraft und/oder Bewegung am ersten ausfahrbaren Möbelelement (3), insbesondere an dessen Frontblende (4), eine Antriebseinheit (6) des zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2), insbesondere zum Ausfahren, in Gang setzt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0009" num="0009">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> ein Betätigungselement an der Frontblende (4) angebracht und dazu vorgesehen ist, die Antriebseinheit (6) des zweiten Möbelelements (2) in Gang zu setzen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0010" num="0010">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> ein Betätigungselement dazu ausgebildet ist, aus einem vorgegebenen Abstand zum Möbel (1) die Antriebseinheit (6) des zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2) zu betätigen.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0011" num="0011">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> am ersten ausfahrbaren Möbelelement (3) eine zur Antriebseinheit (6) des zweiten Möbelelements (2) separate Antriebseinheit vorgesehen ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0012" num="0012">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> zumindest das Betätigungselement für die<!-- EPO <DP n="12"> --> Antriebseinheit (6) des zweiten ausfahrbaren Möbelelements (2) mit einer Kopplungsvorrichtung an der Frontblende (4) des ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) koppelbar ist.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0013" num="0013">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> ein zweites ausfahrbares Möbelelement (2), das durch Frontblenden (4) mehrerer erster ausfahrbarer Möbelelemente (3) verdeckt ist, beim Ausfahren die Möbelelemente (3) mit verdeckenden Frontblenden (4) mitnimmt.</claim-text></claim>
<claim id="c-de-0014" num="0014">
<claim-text>Möbel (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche, <b>dadurch gekennzeichnet, dass</b> die Frontblende (4) des ersten ausfahrbaren Möbelelements (3) im geschlossenen Zustand Vorderseiten mehrerer ausfahrbarer zweiter Möbelelemente (2) zumindest teilweise verdeckt und dass beim Ausfahren wenigstens eines der zweiten Möbelelemente (2) das erste Möbelelement (3) mitgenommen wird.</claim-text></claim>
</claims><!-- EPO <DP n="13"> -->
<drawings id="draw" lang="de">
<figure id="f0001" num="1"><img id="if0001" file="imgf0001.tif" wi="150" he="193" img-content="drawing" img-format="tif"/></figure>
</drawings>
<search-report-data id="srep" lang="de" srep-office="EP" date-produced=""><doc-page id="srep0001" file="srep0001.tif" wi="158" he="233" type="tif"/><doc-page id="srep0002" file="srep0002.tif" wi="157" he="233" type="tif"/></search-report-data>
</ep-patent-document>
