[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Agglomerat aus mindestens einem Partikel P,
der an der Oberfläche mit mindestens einer ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert
ist, und mindestens einem Magnetpartikel MP, der an der Oberfläche mit mindestens
einer zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, ein Verfahren zur Herstellung
dieser Agglomerate und die Verwendung der Agglomerate zur Abtrennung eines Partikels
P aus Gemischen enthaltend diese Partikel P und weitere Komponenten.
[0002] Agglomerate enthaltend mindestens einen magnetischen Partikel und mindestens eine
weitere Komponente sind aus dem Stand der Technik bereits bekannt.
[0003] US 4,643,822 A offenbart ein Verfahren zur Abtrennung von gewünschten Stoffen aus Stoffgemischen.
Dazu wird ein Agglomerat aus wenigstens einem magnetischen Material und dem gewünschten
Material durch aufeinander abgestimmte zeta-Potenziale der jeweiligen Oberflächen
erzeugt. Beispielsweise wird eine Mischung von metallischen Kupfer- und Blei-Granalien
getrennt, indem das mit einem Amin dispergierte Colloid gemäß
US 4,643,822 A hinzugegeben wird. Das Amin-dispergierte Colloid wird hergestellt, indem eine Magnetitsuspension
mit Dodecylamin in Salzsäure gelöst vermischt wird.
[0004] WO 2009/010422 A1 offenbart ein Verfahren zur Erzanreicherung mittels hydrophober, fester Oberflächen.
Dazu wird eine Aufschlämmung oder Dispersion der zu behandelnden Mischung hergestellt,
diese wird mit wenigstens einer festen hydrophoben Oberfläche zur Anbindung des abzutrennenden,
wenigstens einen hydrophoben Stoffs an diese in Kontakt gebracht und die feste hydrophobe
Oberfläche, an der der wenigstens eine hydrophobe Stoff angebunden ist, wird aus der
Dispersion bzw. Aufschlämmung entfernt. Feste hydrophobe Oberfläche bedeutet gemäß
WO 2009/010422 A1 beispielsweise eine Platte oder ein Laufband, oder die Summe der Oberflächen vieler
beweglicher Teilchen, beispielsweise die einzelnen Oberflächen einer Vielzahl von
Kugeln.
[0005] US 4,657,666 offenbart ein Verfahren zur Anreicherung von Werterzen, wobei das in der Gangart
vorliegende Werterz mit magnetischen Partikeln umgesetzt wird, wodurch sich aufgrund
der hydrophoben Wechselwirkungen Agglomerate bilden. Die magnetischen Partikel werden
durch Behandlung mit hydrophoben Verbindungen auf der Oberfläche hydrophobiert, so
dass eine Anbindung an das Werterz erfolgt. Die Agglomerate werden dann durch ein
magnetisches Feld von der Mischung abgetrennt. Das genannte Dokument offenbart auch,
dass die Werterze mit einer oberflächenaktivierenden Lösung von 1 % Natrium-ethylxanthogenat
behandelt werden, bevor das magnetische Teilchen zugefügt wird.
[0006] US 4,834,898 offenbart ein Verfahren zum Abtrennen nicht magnetischer Materialien durch Inkontaktbringen
dieser mit magnetischen Reagenzien, welche mit zwei Schichten aus oberflächenaktiven
Substanzen umhüllt sind.
US 4,834,898 offenbart des Weiteren, dass die Oberflächenladung der nicht magnetischen Partikel,
welche abgetrennt werden sollen, durch verschiedene Arten und Konzentrationen von
Elektrolytreagenzien beeinflusst werden kann. Beispielsweise wird die Oberflächenladung
durch Zugabe von multivalenten Anionen, beispielsweise Tripolyphosphationen, verändert.
[0007] WO 2007/008322 A1 offenbart einen magnetischen Partikel, welcher auf der Oberfläche hydrophobiert ist,
zur Abtrennung von Verunreinigungen von mineralischen Substanzen durch magnetische
Separationsverfahren. Gemäß
WO 2007/008322 A1 kann der Lösung oder Dispersion ein Dispergiermittel, ausgewählt aus Natriumsilikat,
Natriumpolyacrylat oder Natriumhexametaphosphat zugegeben werden.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Agglomerate aus mindestens einem Magnetpartikel
und mindestens einem weiteren Partikel bereitzustellen, wobei der mindestens eine
weitere Partikel bevorzugt eine Wertkomponente ist. Des Weiteren sollen sich die erfindungsgemäßen
Agglomerate durch eine hohe Stabilität in Wasser bzw. polaren Medien auszeichnen,
in unpolaren Medien jedoch nicht stabil sein. Des Weiteren sollen diese Agglomerate
einen hydrophoben Charakter aufweisen. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist, entsprechende Agglomerate bereitzustellen, die aufgrund ihrer Magnetizität durch
ein magnetisches Feld von weiteren, nichtmagnetischen und nicht hydrophoben Komponenten
abgetrennt werden können.
[0009] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß durch Agglomerate aus mindestens einem Partikel
P, der an der Oberfläche mit mindestens einer ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert
ist, und mindestens einem magnetischen Partikel MP, der an der Oberfläche mit mindestens
einer zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, gelöst, wobei als mindestens
eine erste oberflächenaktive Substanz eine Verbindung der allgemeinen Formel (I)
A-Z (I)
eingesetzt wird, worin
- A
- ausgewählt ist aus linearem oder verzweigtem C3-C30-Alkyl, C3-C30-Heteroalkyl, gegebenenfalls substituiertes C6-C30-Aryl, gegebenenfalls substituiertes C6-C30-Heteroalkyl, C6-C30-Aralkyl ist und
- Z
- ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus anionischen Gruppen -(X)n-PO32-, -(X)n-PO2S2-, -(X)nPOS22-. -(X)n-PS32-, -(X)nPS2-, -(X)n-POS-, -(X)n-PO2-, -(X)n-PO32- , -(X)n-CO2-, -(X)nCS2-, -(X)n-COS-, -(X)n-C(S)NHOH, -(X)n-S- mit X ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus O, S, NH, CH2 und n = 0, 1 oder 2, mit gegebenenfalls Kationen ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Wasserstoff, NR4+ mit R gleich unabhängig voneinander Wasserstoff und/oder C1-C8-Alkyl, Alkali- oder Erdalkalimetallen und die mindestens eine zweite oberflächenaktive
Sub-stanz ausgewählt ist aus Verbindungen der allgemeinen Formel (III)
B-Y (III),
worin
B ausgewählt ist aus linearem oder verzweigtem C3-C30-Alkyl, C3-C30-Heteroalkyl, gegebenenfalls substituiertes C6-C30-Aryl, gegebenenfalls sub-stituiertes C6-C30-Heteroalkyl, C6-C30-Aralkyl und
Y eine Gruppe ist, mit der die Verbindung der allgemeinen Formel (III) an den mindestens
einen Magnetpartikel MP anbindet.
[0010] Diese Aufgaben werden des Weiteren auch durch ein Verfahren zur Herstellung dieser
Agglomerate und durch die Verwendung der Agglomerate zur Abtrennung eines Parti-kels
P aus Gemischen enthaltend diese Partikel P und weitere Komponenten, gelöst.
[0011] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bedeutet "hydrophob", dass das entsprechende
Teilchen nachträglich durch Behandlung mit der mindestens einen oberflächenakti-ven
Substanz hydrophobiert sein kann. Es ist auch möglich, dass ein an sich hydrophobes
Teilchen durch Behandlung mit der mindestens einen oberflächenaktiven Substanz zusätzlich
hydrophobiert wird.
[0012] "Hydrophob" bedeutet im Rahmen der vorliegenden Erfindung, dass die Oberfläche einer
entsprechenden "hydrophoben Substanz" bzw. einer "hydrophobisierten Substanz" einen
Kontaktwinkel von > 90° mit Wasser gegen Luft aufweist. "Hydrophil" bedeutet im Rahmen
der vorliegenden Erfindung, dass die Oberfläche einer entsprechenden "hydrophilen
Substanz" einen Kontaktwinkel von < 90° mit Wasser gegen Luft aufweist.
[0013] In den erfindungsgemäßen Agglomeraten liegt mindestens ein Partikel P vor, der an
der Oberfläche mit mindestens einer ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert
ist.
[0014] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Agglomerates enthält der
mindestens eine Partikel P mindestens eine Metallverbindung und/oder Kohle. Besonders
bevorzugt enthält der mindestens eine Partikel P eine Metallverbindung ausgewählt
aus der Gruppe der sulfidischen Erze, der oxidischen und/oder carbonat-haltigen Erze,
beispielsweise Azurit [Cu
3(CO
3)
2(OH)
2], oder Malachit [Cu
2[(OH)
2|CO
3]]), oder der Edelmetalle und deren Verbindungen. In einer ganz besonders bevorzugten
Ausführungsform besteht der mindestens eine Partikel P aus den genannten Metallverbindungen.
[0015] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare sulfidische Erze sind z.B. ausgewählt aus
der Gruppe der Kupfererze bestehend aus Covellit CuS, Molybdän(IV)-sulfid, Chalko-pyrit
(Kupferkies) CuFeS
2, Bornit Cu
5FeS
4, Chalkozyt (Kupferglanz) Cu
2S, Sulfide von Eisen, Blei, Zink oder Molybdän, d.h. FeS/FeS
2, PbS, ZnS oder MoS
2 und Mischungen davon.
[0016] Geeignete oxidische Verbindungen sind solche von Metallen und Halbmetallen, bei-spielsweise
Silikate oder Borate oder andere Salze von Metallen und Halbmetallen, beispielsweise
Phosphate, Sulfate oder Oxide/Hydroxide/Carbonate und weitere Salze, beispielsweise
Azurit [Cu
3(CO
3)
2(OH)
2], Malachit [Cu
2[(OH)
2(CO
3)]], Baryt (BaSO
4), Monacit ((La-Lu)PO
4).
[0017] Beispiele für geeignete Edelmetalle sind beispielsweise Au, Pt, Pd, Rh etc., wobei
Pt hauptsächlich legiert auftritt. Geeignete Pt/Pd-Erze sind Sperrlith PtAs
2, Cooperit PtS oder Braggit (Pt,Pd,Ni)S.
[0018] Erfindungsgemäß ist der in dem erfindungsgemäßen Agglomerat vorliegende mindestens
eine Partikel P an der Oberfläche mit mindestens einer ersten oberflächenaktiven Substanz
hydrophobiert und der mindestens eine Magnetpartikel MP ist mit mindestens einer zweiten
oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert. In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Agglomerates sind die mindestens eine erste und die mindestens eine zweite oberflächenaktive
Substanz unterschiedlich. In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Agglomerates sind die mindestens eine erste und die mindestens eine zweite oberflächenaktive
Substanz identisch.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bedeutet
"oberflächenaktive Substanz" eine Substanz, die in der Lage ist, die Oberfläche des
Partikels P so zu ändern, dass diese hydrophob im Sinne der oben genannten Definition
wird.
[0020] Als mindestens eine erste oberflächenaktive Substanz wird eine Verbindung der allgemeinen
Formel (I)
A-Z (I)
eingesetzt, worin
- A
- ausgewählt aus linearem oder verzweigtem C3-C30-Alkyl, C3-C30-Heteroalkyl, ge-gebenenfalls substituiertes C6-C30-Aryl, gegebenenfalls substituiertes C6-C30-Heteroalkyl, C6-C30-Aralkyl ist und
- Z
- ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus anionischen Gruppen -(X)n-PO32-, - (X)n-PO2S2-, -(X)n-POS22-, -(X)n-PS32-, -(X)n-PS2-, -(X)n-POS-, -(X)n-PO2-, -(X)n-PO32- -(X)n-CO2-, -(X)n-CS2-, -(X)n-COS-, -(X)n-C(S)NHOH, -(X)n-S- mit X ausge-wählt aus der Gruppe bestehend aus O, S, NH, CH2 und n = 0, 1 oder 2, mit ge-gebenenfalls Kationen ausgewählt aus der Gruppe bestehend
aus Wasserstoff, NR4+ mit R gleich unabhängig voneinander Wasserstoff und/oder C1-C8-Alkyl, Al-kali- oder Erdalkalimetallen.
[0021] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist A ein lineares oder verzweigtes
C
4-C
12-Alkyl, ganz besonders bevorzugt ein lineares C
4- oder C
8-Alkyl. Erfindungsgemäß gegebenenfalls vorhandene Heteroatome sind ausgewählt aus
N, O, P, S und Halogenen wie F, Cl, Br und I.
[0022] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist A bevorzugt ein lineares oder verzweigtes,
bevorzugt lineares, C
6-C
20-Alkyl. Weiterhin ist A bevorzugt ein verzweigtes C
6-C
14-Alkyl, wobei der mindestens eine Substituent, bevorzugt mit 1 bis 6 Kohlenstoff-atomen,
bevorzugt in 2-Position, vorliegt, beispielsweise 2-Ethylhexyl und/oder 2-Propylheptyl.
[0023] Die genannten Anionen und die entsprechenden Kationen bilden erfindungsgemäß neutral
geladene Verbindungen der allgemeinen Formel (I).
[0024] Bedeutet in den genannten Formeln n = 2, so liegen zwei gleiche oder unterschiedliche,
bevorzugt gleiche, Gruppen A an eine Gruppe Z gebunden vor.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden Verbindungen eingesetzt, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Xanthaten A-O-CS
2, Dialkyldithiophosphaten (A-O)
2-PS
2-, Dialkyldithioposphinaten (A)
2-PS
2- und Mischungen davon, wobei A unabhängig voneinander ein lineares oder verzweigtes,
bevorzugt lineares, C
6-C
20-Alkyl, beispielsweise n-Octyl, oder ein verzweigtes C
6-C
14-Alkyl, wobei die Verzweig u n g bevorzugt in 2-Position vorliegt, beispielsweise
2-Ethylhexyl und/oder 2-Propylheptyl, ist. Als Gegenionen liegen in diesen Verbindungen
bevorzugt Kationen ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Wasserstoff, NR
4+ mit R gleich unabhängig voneinander Wasserstoff und/oder C
1-C
8-Alkyl, Alkali- oder Erdalkalimetallen, insbesondere Natrium oder Kalium, vor.
[0026] Ganz besonders bevorzugte Verbindungen der allgemeinen Formel (I) sind ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Natrium- oder Kalium-n-octylxanthat, Natrium- oder Kalium-butylxanthat,
Natrium- oder Kalium-di-n-octyldithiophosphinat, Natrium- oder Kalium-di-n-octyldithiophosphat,
Octanthiol und Mischungen dieser Verbindungen.
[0027] Für Edelmetalle, beispielsweise Au, Pd, Rh etc., sind besonders bevorzugte oberflächenaktive
Substanzen Xanthate, Thiocarbamate oder Hydroxamate. Weitere geeignete oberflächenaktive
Substanzen sind beispielsweise in
EP 1200408 B1 beschrieben.
[0028] Für Metalloxide, beispielsweise FeO(OH), Fe
3O
4, ZnO etc., Carbonate, beispielsweise Azurit [Cu(CO
3)
2(OH)
2], Malachit [Cu
2[(OH)
2CO
3]], sind besonders bevorzugte oberflächenaktive Substanzen Octylphosphonsäure (OPS),
(EtO)
3Si-A, (MeO)
3Si-A, mit den oben genannten Bedeutungen für A.
[0029] Für Metallsulfide, beispielsweise Cu
2S, MoS
2, etc., sind besonders bevorzugte oberflächenaktive Substanzen Mono-, Di- und Trithiole
oder Xanthogenate.
[0030] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens bedeutet
Z -(X)
n-CS
2-, -(X)
n-PO
2- oder -(X)
n-S
- mit X gleich O und n gleich 0 oder 1 und einem Kation ausgewählt aus Wasserstoff,
Natrium oder Kalium. Ganz besonders bevorzugte oberflächenaktive Substanzen sind 1-Octanthiol,
Kalium-n-octylxanthat, Kalium-butylxanthat, Octylphosphonsäure oder eine Verbindung
der folgenden Formel (IV)

[0031] Besonders bevorzugt liegt in dem erfindungsgemäßen Agglomerat mindestens ein Partikel
P vor, der mit mindestens einer oberflächenaktiven Subtanz hydrophobisiert ist. Besonders
bevorzugt handelt es sich bei P um Cu
2S, welcher mit den Kaliumsalzen der Ethyl-, Butyl- Octyl- oder anderen aliphatischen
bzw. verzweigten Xanthogenaten oder Mischungen davon hydrophobisiert ist. Weiter ist
besonders bevorzugt, dass es sich um den Partikel P um eine Pd-haltige Legierung handelt,
die bevorzugt mit den Kaliumsalzen der Ethyl-, Butyl- Octyl- oder anderen aliphatischen
bzw. verzweigten Xanthogenaten oder Mischungen davon hydrophobisiert ist, ganz besonders
bevorzugt ist dieser Partikel mit Mischungen dieser Kaliumxanthate und Thiocarbamate
hydrophobisiert. Generell sind Agglomerate bevorzugt, bei denen der Partikel P Rh,
Pt, Pd, Au, Ag, Ir oder Ru enthält. Die oberflächenaktive Hydrophobisierung wird der
entsprechenden Mineraloberfläche angepasst, so dass es zu einer optimalen Wechselwirkung
zwischen oberflächenaktiver Substanz und dem Partikel P, der Rh, Pt, Pd, Au, Ag, Ir
oder Ru enthält, kommt.
[0032] Verfahren zur Hydrophobierung der Oberfläche der in den erfindungsgemäßen Agglomeraten
einsetzbaren Partikel P sind dem Fachmann bekannt, beispielsweise durch Inkontaktbringen
der Partikel P mit der mindestens einen ersten oberflächenaktiven Substanz, beispielsweise
in Substanz oder in Dispersion. Beispielsweise werden die Partikel P und die mindestens
eine oberflächenaktive Substanz ohne weiteres Dispersionsmittel in den entsprechenden
Mengen zusammen gegeben und vermischt. Geeignete Mischungsapparaturen sind dem Fachmann
bekannt, beispielsweise Mühlen, wie Kugelmühle (Planetenschwingmühlen). In einer weiteren
Ausführungsform werden die Komponenten in einer Dispersion, bevorzugt in Suspension,
zusammengeführt. Geeignete Dispersionsmittel sind beispielsweise Wasser, wasserlösliche
organische Verbindungen, beispielsweise Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, und
Mischungen davon.
[0033] Die mindestens eine erste oberflächenaktive Substanz liegt auf dem mindestens einen
Partikel P im Allgemeinen in einer Menge von 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis
0,1 Gew.-%, vor, bezogen auf die Summe aus mindestens einer ersten oberflächenaktiven
Substanz und mindestens einem Partikel P. Der optimale Gehalt an oberflächenaktiver
Substanz hängt im Allgemeinen von der Größe der Partikel P ab.
[0034] Die Partikel P können im Allgemeinen regelmäßig, beispielsweise kugelförmig, walzenförmig,
quaderförmig, oder unregelmäßig, beispielsweise splitterförmig, geformt sein.
[0035] Es ist erfindungsgemäß möglich, dass der Partikel P noch mit mindestens einem weiteren
Partikel P
2 verbunden ist. Partikel P
2 kann aus der bezüglich Partikel P genannten Gruppe ausgewählt sein. Partikel P
2 kann auch ausgewählt sein aus der Gruppe oxidischer Metall- oder Halbmetallverbindungen,
beispielsweise SiO
2.
[0036] Der mindestens eine Partikel P, der an der Oberfläche mit mindestens einer ersten
oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, weist im Allgemeinen einen Durchmesser
von 1 nm bis 10 mm, bevorzugt 10 bis 100 µm, auf. Bei unsymmetrisch geformten Partikeln
wird als Durchmesser die längste im Teilchen vorhandene Strecke angesehen.
[0037] Das erfindungsgemäße Agglomerat umfasst des Weiteren mindestens einen Magnetpartikel
MP, der an der Oberfläche mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven Substanz
hydrophobiert ist.
[0038] Im Allgemeinen können alle dem Fachmann bekannten magnetischen Substanzen und Stoffe
als Magnetpartikel MP eingesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform ist
der mindestens eine Magnetpartikel MP ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus magnetischen
Metallen, beispielsweise Eisen, Cobalt, Nickel und Mischungen davon, ferromagnetischen
Legierungen von magnetischen Metallen, beispielsweise NdFeB, SmCo und Mischungen davon,
magnetischen Eisenoxiden, beispielsweise Magnetit, Maghemit, kubischen Ferriten der
allgemeinen Formel (II)
M
2+xFe
2+1-xFe
3+2O
4 (II)
mit
- M
- ausgewählt aus Co, Ni, Mn, Zn und Mischungen davon und
- x
- ≤1,
hexagonalen Ferriten, beispielsweise Barium- oder Strontiumferrit MFe
6O
19 mit M = Ca, Sr, Ba, und Mischungen davon. Die Magnetpartikel MP können zusätzlich
eine äußere Schicht, beispielsweise aus SiO
2, aufweisen.
[0039] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der
mindestens eine Magnetpartikel MP Eisen, Magnetit oder Kobaltferrit Co
2+xFe
2+-
1xFe
3+2O
4 mit x ≤ 1.
[0040] Die Magnetpartikel MP können im Allgemeinen regelmäßig, beispielsweise kugelförmig,
walzenförmig, quaderförmig, oder unregelmäßig, beispielsweise splitterförmig, geformt
sein.
[0041] Der mindestens eine Magnetartikel MP, der an der Oberfläche mit mindestens einer
zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, weist im Allgemeinen einen
Durchmesser von 10 nm bis 1000 mm, bevorzugt 100 nm bis 1 mm, besonders bevorzugt
500 nm bis 500 µm, ganz besonders bevorzugt 1 bis 100 µm, auf. Bei unsymmetrisch geformten
Magnetpartikeln wird als Durchmesser die längste im Teilchen vorhandene Strecke angesehen.
[0042] Besonders bevorzugt werden Magnetpartikel MP verwendet, die eine ähnliche Partikelgrößenverteilung
wie die Partikel P aufweisen. Diese Größenverteilungen können mono-, bi- oder trimodal
sein.
[0043] Die Magnetpartikel MP können gegebenenfalls vor der erfindungsgemäßen Verwendung
nach dem Fachmann bekannten Verfahren in die entsprechende Größe überführt werden,
beispielsweise durch Mahlen.
[0044] Die erfindungsgemäß einsetzbaren Magnetpartikel MP weisen bevorzugt eine spezifische
BET-Oberfläche von 0,01 bis 50 m
2/g, besonders bevorzugt 0,1 bis 20 m
2/g, ganz besonders bevorzugt 0,2 bis 10 m
2/g, auf.
[0045] Die erfindungsgemäß einsetzbaren Magnetpartikel MP weisen bevorzugt eine Dichte (gemessen
nach DIN 53193) von 3 bis 10 g/cm
3, besonders bevorzugt 4 bis 8 g/cm
3, auf.
[0046] Der in den erfindungsgemäßen Agglomeraten vorliegende mindestens eine Magnet-partikel
MP ist an der Oberfläche mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven Substanz
hydrophobiert. Die mindestens eine zweite oberflächenaktive Substanz ist ausgewählt
aus Verbindungen der allgemeinen Formel (III)
B-Y (III),
worin
- B
- ausgewählt ist aus linearem oder verzweigtem C3-C30-Alkyl, C3-C30-Heteroalkyl, gegebenenfalls substituiertes C6-C30-Aryl, gegebenenfalls substituiertes C6-C30-Heteroalkyl, C6-C30-Aralkyl und
- Y
- eine Gruppe ist, mit der die Verbindung der allgemeinen Formel (III) an den min-destens
einen Magnetpartikel MP anbindet.
[0047] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist B ein lineares oder verzweigtes
C
6-C
18-Alkyl, bevorzugt lineares C
8-C
12-Alkyl, ganz besonders bevorzugt ein lineares C
12-Alkyl. Erfindungsgemäß gegebenenfalls vorhandene Heteroatome sind ausgewählt aus
N, O, P, S und Halogenen wie F, Cl, Br und I.
[0048] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist Y ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus -(X)
n-SiHal
3, -(X)
n-SiHHal
2, -(X)
n-SiH
2Hal mit Hal gleich F, Cl, Br, I, und anionischen Gruppen wie -(X)
n-SiO
33-, -(X)
n-CO
2-, -(X)
n-PO
32-, -(X)
n-PO
2S
2-, - (X)
n-POS
22-, -(X)
n-PS
32-, -(X)
n-PS
2-, -(X)
n-POS
-, -(X)
n-PO
2-, -(X)
n-CO
2-, -(X)
n-CS
2-, -(X)
n-COS
-, -(X)
n-C(S)NHOH, -(X)
n-S
- mit X = O, S, NH, CH
2 und n = 0, 1 oder 2, und gegebenenfalls Kationen ausgewählt aus der Gruppe bestehen
aus Wasserstoff, NR
4+ mit R gleich unabhängig voneinander Wasserstoff und/oder C
1-C
8-Alkyl, Alkali-, Erdalkalimetallen oder Zink, des Weiteren -(X)
n-Si(OZ)
3 mit n = 0, 1 oder 2 und Z = Ladung, Wasserstoff oder kurzkettiger Alkylrest.
[0049] Bedeutet in den genannten Formeln n = 2, so liegen zwei gleiche oder unterschiedliche,
bevorzugt gleiche, Gruppen B an eine Gruppe Y gebunden vor.
[0050] Ganz besonders bevorzugte hydrophobierende Substanzen der allgemeinen Formel (III)
sind Alkyltrichlorsilane (Alkylgruppe mit 6-12 Kohlenstoffatomen), Alkyltrimethoxysilane
(Alkylgruppe mit 6-12 Kohlenstoffatomen), Octylphosphonsäure, Laurinsäure, Ölsäure,
Stearinsäure oder Mischungen davon.
[0051] Die mindestens eine zweite oberflächenaktive Substanz liegt auf dem mindestens einen
Magnetpartikel MP bevorzugt in einer Menge von 0,01 bis 0,1 Gew.-% vor, bezogen auf
die Summe aus mindestens einer zweiten oberflächenaktiven Substanz und mindestens
einem Magnetpartikel MP. Die optimale Menge an mindestens einer zweiten oberflächenaktiven
Substanz ist abhängig von der Größe des Magnetpartikels MP.
[0052] Besonders bevorzugt liegt in dem erfindungsgemäßen Agglomerat als mindestens ein
Magnetpartikel MP, der mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert
ist, Magnetit, hydrophobiert mit Dodecyltrichlorsilan und/oder Magnetit, hydrophobiert
mit Octylphosphonsäure, vor.
[0053] Die mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobierten Magnetpartikel
MP können nach allen dem Fachmann bekannten Verfahren hergestellt werden, bevorzugt
so, wie es bezüglich der hydrophobierten Partikel P beschrieben worden ist.
[0054] In dem erfindungsgemäßen Agglomerat können der mindestens eine Partikel P, der an
der Oberfläche mit mindestens einer ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert
ist, und der mindestens eine Magnetpartikel MP, der an der Oberfläche mit mindestens
einer zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, im Allgemeinen in beliebigen
Mengenverhältnissen vorliegen.
[0055] In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Agglomerates liegen der
mindestens eine Partikel P, der an der Oberfläche mit mindestens einer ersten o-berflächenaktiven
Substanz hydrophobiert ist, zu 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 80 Gew.-%, besonders
bevorzugt 40 bis 60 Gew.-%, und der mindestens eine Magnetpartikel MP, der an der
Oberfläche mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert
ist, zu 10 bis 90 Gew.-%, bevorzugt 20 bis 80 Gew.-%, besonders bevorzugt 40 bis 60
Gew.-%, vor, jeweils bezogen auf das gesamte Agglomerat, wobei die Summe jeweils 100
Gew.-% ergibt. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform liegen in dem erfindungsgemäßen
Agglomerat 50 Gew.-% mindestens ein Partikel P, der an der Oberfläche mit mindestens
einer ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, und 50 Gew.-% mindestens
ein Magnetpartikel MP, der an der Oberfläche mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven
Substanz hydrophobiert ist, vor. Es ist dabei darauf zu achten, dass je nach magnetischen
Eigenschaften der Magnetpartikel MP das Agglomerat als Ganzes noch unter dem Einfluss
eines externen Magnetfeldes magnetisch abgelenkt werden kann. Hierbei ist das Verhältnis
P zu MP besonders bevorzugt, wenn ein äußeres Magnetfeld (welches z.B. durch einen
starken CoSm-Permanentmagnet erzeugt werden kann) diese Partikel noch magnetisch ablenken
kann, wenn die Agglomerate sich mit einer Strömungsbewegung von 300 mm/sec. in einem
90° Winkel zu dem externen Magneten bewegen. Weiter ist es ganz besonders bevorzugt,
wenn die hydrophoben Wechselwirkungen zwischen P und MP stark genug sind, dass diese
bei dieser Strömungsgeschwindigkeit nicht auseinander gerissen werden.
[0056] Die Bindung zwischen dem mindestens einen Partikel P, der an der Oberfläche mit mindestens
einer ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobiert ist, und dem mindestens einen
Magnetpartikel, der an der Oberfläche mit mindestens einer zweiten oberflächenaktiven
Substanz hydrophobiert ist, erfolgt in dem erfindungsgemäßen Agglomerat durch hydrophobe
Wechselwirkungen.
[0057] Der Durchmesser der erfindungsgemäßen Agglomerate ist abhängig von den prozentualen
Anteilen der Partikel P bzw. der Magnetpartikel MP, den Durchmessern der Partikel
P bzw. Magnetpartikel MP, sowie den Zwischenräumen zwischen den Partikeln, die abhängig
sind von Art und Menge der oberflächenaktiven Substanzen.
[0058] Die erfindungsgemäßen Agglomerate weisen im Allgemeinen eine Magnetizität auf, so
dass ein äußeres Magnetfeld, welches z.B. durch einen starken CoSm-Permanentmagnet
erzeugt werden kann, diese Agglomerate mindestens noch magnetisch ablenken kann, wenn
die Agglomerate sich mit einer Strömungsbewegung von 300 mm/sec. in einem 90° Winkel
zu dem externen Magneten bewegen. Die hydrophoben Wechselwirkungen zwischen P und
MP innerhalb der Agglomerate sind im Allgemeinen stark genug, so dass diese bei den
genannten Strömungsgeschwindigkeit stabil bleiben, d. h. nicht auseinander gerissen
werden.
[0059] Im Allgemeinen können die erfindungsgemäßen Agglomerate in einem unpolaren Medium,
beispielsweise Diesel oder Aceton, gespalten werden, bevorzugt ohne dass der mindestens
eine Partikel P oder der mindestens eine Magnetpartikel MP zerstört wird.
[0060] Die erfindungsgemäßen Agglomerate können beispielsweise durch Inkontaktbringen der
mit der mindestens einen ersten oberflächenaktiven Substanz hydrophobierten Partikel
P, und der mit der mindestens einen zweiten oberflächenaktiven Substanz hydrophobierten
Magnetartikel MP, beispielsweise in Substanz oder in Dispersion, hergestellt werden.
Beispielsweise werden die hydrophobierten Partikel P und die hydrophobierten Magnetpartikel
MP ohne weiteres Dispersionsmittel in den entsprechenden Mengen zusammen gegeben und
vermischt. In einer weiteren Ausführungsform werden die Partikel P und die Magnetpartikel
MP, wobei nur einer der beiden hydrophobiert ist, in Gegenwart der oberflächenaktiven
Substanz für den noch nicht hydrophobierten Partikel ohne weiteres Dispersionsmittel
in den entsprechenden Mengen zusammen gegeben und vermischt. In einer weiteren Ausführungsform
werden die Partikel P und die Magnetpartikel MP, wobei beide noch nicht hydrophobiert
sind, in Gegenwart der mindestens einen ersten und mindestens einen zweiten oberflächenaktiven
Substanz ohne weiteres Dispersionsmittel in den entsprechenden Mengen zusammen gegeben
und vermischt. Geeignete Mischungsapparaturen sind dem Fachmann bekannt, beispielsweise
Mühlen, wie Kugelmühle.
[0061] Die oben genannten Verfahren können des Weiteren auch in Gegenwart eines geeigneten
Dispergiermediums durchgeführt werden.
[0062] Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Dispersionsmittel sind beispielsweise
Wasser, wasserlösliche organische Verbindungen, beispielsweise Alkohole mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen, und Mischungen davon.
[0063] Daher betrifft die vorliegende Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung von erfindungsgemäßen
Agglomeraten umfassend das Inkontaktbringen der mit der mindestens einen ersten oberflächenaktiven
Substanz hydrophobierten Partikel P, und der mit der mindestens einen zweiten oberflächenaktiven
Substanz hydrophobierten Magnetartikel MP, um die Agglomerate zu erhalten.
[0064] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Allgemeinen bei einer Temperatur von 5 bis
50°C, bevorzugt bei Umgebungstemperatur, durchgeführt.
[0065] Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Allgemeinen bei Atmosphärendruck durchgeführt.
[0066] Nach Erhalt der erfindungsgemäßen Agglomerate können diese von einem gegebenenfalls
vorhandenen Lösungs- oder Dispersionsmittel durch dem Fachmann bekannte Verfahren
abgetrennt werden, beispielsweise durch Filtration, Abdekantieren, Sedimentation und/oder
magnetische Verfahren.
[0067] Die erfindungsgemäßen Agglomerate können dazu verwendet werden, entsprechende Partikel
P aus Gemischen enthaltend diese Partikel P und weitere Komponenten, abzutrennen.
Beispielsweise kann es sich bei Partikel P um ein Werterz und bei den weiteren Komponenten
um die Gangart handeln. Nach Ausbilden der erfindungsgemäßen Agglomerate durch Zugabe
der Magnetpartikel MP zu der Mischung enthaltend die Partikel P können diese Agglomerate
aus der Mischung abgetrennt werden, beispielsweise durch Anlegen eines magnetischen
Feldes. Die Agglomerate können nach Abtrennen nach dem Fachmann bekannten Verfahren
gespalten werden.
[0068] Daher betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung der erfindungsgemäßen
Agglomerate zur Abtrennung eines Partikels P aus Gemischen enthaltend diese Partikel
P und weitere Komponenten, beispielsweise zur Abtrennung von Werterzen aus Roherzen
enthaltend die Gangart.
Beispiele
[0069] Es werden 3 g Magnetit (Fe
3O
4, Durchmesser 4 µm) mit 0,5 Gew.-% Octylphosphonsäure in 30 mL Wasser für eine halbe
Stunde kräftig gerührt (200 U/min.). Anschließend werden die flüssigen Bestandteile
im Vakuum entfernt. Dann wird 100 g einer Erzmischung zugegeben, die 0,7 Gew.-% sulfidisches
Cu enthält. Hauptbestandteil dieser Erzmischung ist SiO
2. Zu dieser Erzmischung und dem hydrophobisierten Magnetit werden 1 kg / t Octylxanthat
gegeben und das System für 5 Minuten in einer Planetenkugelmühle (200 U/min., mit
180 mL ZrO
2-Kugeln, Durchmesser 1,7 - 2,3 mm) behandelt. Anschließend wird das System in Wasser
gegeben. In diesem Medium bilden sich die erfindungsgemäßen hydrophoben Agglomerate
zwischen dem hydrophoben Magnetit und dem selektiv hydrophobisierten Kupfersulfid
aus. Diese Agglomerate können durch die Einwirkung eines starken Permanentmagneten
bei Strömungsgeschwindigkeiten größer 320 mm / sek. senkrecht zum Magneten festgehalten
werden, ohne dass die hydrophoben Agglomerate zerstört werden.