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EP 2 405 231 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.11.2016 Patentblatt 2016/46 |
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Anmeldetag: 02.07.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Nebelwurfkörper
Smoke projectile
Projectile fumigène
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
09.07.2010 DE 102010026641
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.01.2012 Patentblatt 2012/02 |
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Patentinhaber: Diehl BGT Defence GmbH & Co. KG |
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88662 Überlingen (DE) |
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Erfinder: |
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- Weis, Armin
66386 St. Ingbert (DE)
- Latour, Bartholomäus
66606 St. Wendel (DE)
- Klare, Manfred
91245 Simmelsdorf (DE)
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Vertreter: Diehl Patentabteilung |
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c/o Diehl Stiftung & Co. KG
Stephanstrasse 49 90478 Nürnberg 90478 Nürnberg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 908 116 US-A- 1 875 985
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DE-A1- 2 908 216 US-A- 2 529 318
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Nebelwurfkörper gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Derartige Nebelwurfkörper sind dazu vorgesehen, einen Nebelvorhang zu bilden, um
damit Fahrzeuge oder Truppen gegen Entdeckung, Erfassung und Zielverfolgung zu schützen.
Üblicherweise werden Nebelwurfkörper an einem gepanzerten Fahrzeug in einer Mehrzahl
von Auswerferrohren mitgeführt und bei Bedarf durch Zünden einer Treibladung in einer
Flugbahn, die durch die Winkeleinstellung des Auswerferrohrs festgelegt ist, ausgeschleudert.
Nach Verlassen des Auswerferrohrs wird die pyrotechnische Wirkladung des Nebelwurfkörpers
durch Initiierung der Zerlegerladung zerlegt und angezündet.
[0002] Ein Nebelwurfkörper der Stand der Technik ist aus
DE 29 08 116 A1 bekannt.
[0003] Aus der
WO 03/106913 A1 ist ein Nebelwurfkörper bekannt, der eine Mehrzahl von Lagen von Nebeltabletten aufweist,
die über eine unterseitige pyrotechnische Wirkladung abgebrannt werden. Dies führt
dazu, dass aufgrund der Stapelbildung die einzelnen, entzündeten Nebeltabletten einzeln
zeitlich nacheinander entlang der ballistischen Flugbahn des Nebelwurfkörpers verbrennen.
Das Problem besteht jedoch hierbei darin, dass aufgrund des Verbrennens der einzelnen
Nebeltabletten sukzessive entlang der Flugbahn des Nebelwurfkörpers lediglich kleine
Nebelschwaden erzeugt werden. Hinzukommt das Problem, dass die hierdurch gebildete
Nebelwand eine vergleichsweise geringe Nebeldichte aufweist.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen neuartigen Nebelwurfkörper
zur Verfügung zu stellen, bei dem auf einfache Weise nach dem Ausstoß des Nebelwurfkörpers
die Nebelwirkmasse in einer vorgegebenen Entfernung vom zu schützenden Objekt direkt
und ohne Beeinflussung von anströmender Luft zu einer voluminösen Nebelwand mit hoher
Nebeldichte verteilt wird. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Aus- bzw. Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Nebelwurfkörpers
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Der erfindungsgemäße Nebelwurfkörper weist eine Nebelwirkmasse zur Erzeugung eines
Tarnnebels und eine Zerlegerladung zum Zerlegen und Zünden der Nebelwirkmasse auf.
Ferner ist eine Verzögerungsladung vorgesehen, welche ein verzögertes Wirksamwerden
der Zerlegerladung bewirkt. Durch die erfindungsgemäße Verzögerungsladung ist es möglich,
den Mechanismus zur Erzeugung des Tamnebels bereits bei Abschuss des Nebelwurfkörpers
in Gang zu setzen, zugleich die eigentliche Ausbildung des Tamnebels auf einen vordefinierten
Zeitpunkt nach Verlassen des Auswerferrohrs so zu verlagern, dass die Nebelausbildung
zu einem optimalen Zeitpunkt und damit in einer optimalen Entfernung zum zu schützenden
Objekt erfolgt.
[0006] Die Nebelwirkmasse ist dabei vorzugsweise um die Zerlegerladung herum angeordnet.
Dadurch kann die Nebelwirkmasse bei Initiierung der Zerlegerladung besonders effektiv
großvolumig ausgebracht werden. Besonders bevorzugt ist die Zerlegerladung in einem
Längskanal angeordnet, welcher sich im Bereich der Längsachse der Nebelwirkmasse befindet.
Dadurch kann eine weitgehend radialsymmetrische Verteilung der Nebelwirkmasse erzielt
werden.
[0007] Die Verzögerungsladung ist vorzugsweise auch in diesem Längskanal angeordnet, und
zwar im Anschluss an die Zerlegerladung. Dadurch ist gewährleistet, dass die mit der
Zerlegerladung in Kontakt befindliche Verzögerungsladung nach ihrem Abbrand die Zerlegerladung
initiieren kann.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist an dem Ende
der Verzögerungsladung, welches dem der Zerlegerladung zugewandten Ende der Verzögerungsladung
gegenüberliegt, ein Anzündelement angeordnet, welches eingerichtet ist, die Verzögerungsladung
bei Abschuss des Nebelwurfkörpers anzuzünden. Dabei ist es insbesondere von Vorteil,
wenn die Verzögerungsladung eine deflagrativ umsetzende Ladung umfasst. Wenn nämlich
die Verzögerungsladung an dem der Kontaktstelle zwischen Verzögerungsladung und Zerlegerladung
abgewandten Ende der Verzögerungsladung angezündet wird, brennt die Verzögerungsladung
deflagrativ mit einer vorbestimmten Zeitkonstante in Richtung der Kontaktstelle zwischen
Verzögerungsladung und Zerlegerladung ab. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass
der Mechanismus der Nebelerzeugung bereits beim Abschuss des Nebelwurfkörpers initiiert
werden kann, ohne dass nachfolgend noch weitere Maßnahmen notwendig wären, wie z.
B. ein Signal zur Initiierung der Zerlegerladung vom Abschussmechanismus an den abgefeuerten
Nebelwurfkörper oder ein aufwendiger Zeitzünder.
[0009] Die Zerlegerladung des Nebelwurfkörpers umfasst eine sprengstoffbasierte Ladung.
Dabei hat eine sprengstoffbasierte Zerlegerladung den Vorteil, dass die Nebelwirkmasse
nicht nur sehr effektiv angezündet wird, sondern die Nebelwirkmasse auch sehr spontan
und großvolumig verteilt wird, und zwar unabhängig von einer Verteilung der Nebelwirkmasse
durch die den Nebelwurfkörper anströmende Luft. Diese Spontanität der Verteilung der
Nebelwirkmasse ist in vorteilhafterweise noch dadurch gesteigert, dass die Nebelwirkmasse
eine detonativ umsetzende Ladung umfasst.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Nebelwurfkörper wird bei den Teilen, die ausgestoßen werden,
vorzugsweise auf Metallteile verzichtet, so dass beim Ausstoß des Nebelwurfkörpers
keine Metallteile, die zu Verletzungen führen könnten, in den Bereich der eigenen
Truppen verbracht werden.
[0011] Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Nebelwurfkörpers ist in der anliegenden
Zeichnung längsgeschnitten dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.
[0012] Die Figur zeigt eine Ausbildung des Nebelwurfkörpers 1 mit einer Nebelwirkmasse 2
zur Erzeugung eines Tarnnebels und mit einer Zerlegerladung 3 zum Zerlegen und Zünden
der Nebelwirkmasse 2. Der Nebelwurfkörper 1 weist eine Verzögerungsladung 4 auf, welche
ein verzögertes Wirksamwerden der Zerlegerladung 3 bewirkt.
[0013] Die Zerlegerladung 3 ist in einem im Bereich der Längsachse der Nebelwirkmasse 2
befindlichen Längskanal angeordnet. Die Nebelwirkmasse 2 ist zylinderförmig um die
Zerlegerladung 3 herum angeordnet.
[0014] Die Verzögerungsladung 4 ist in dem Längskanal im Anschluss an die Zerlegerladung
3 angeordnet. Dabei steht die Verzögerungsladung 4 mit der Zerlegerladung 3 derart
in Wirkkontakt, dass bei einem Abbrennen der Verzögerungsladung 4 bis zur Kontaktstelle
zwischen Verzögerungsladung 4 und Zerlegerladung 3 die Zerlegerladung 3 initiiert
wird. Vorzugsweise erfolgt dieser Wirkkontakt bzw. die Wirkkopplung zwischen Verzögerungsladung
4 und Zerlegerladung 3 durch die Hitzeentwicklung beim Abbrennen der Verzögerungsladung
4.
[0015] An dem Ende der Verzögerungsladung 4, welches dem der Zerlegerladung 3 zugewandtem
Ende der Verzögerungsladung 4 gegenüberliegt, ist ein Anzündelement 5 angeordnet,
welches eingerichtet ist, die Verzögerungsladung 4 bei Abschuss des Nebelwurfkörpers
1 anzuzünden.
[0016] Über eine Variation der Länge der Verzögerungsladung 4 zwischen Anzündelement 5 und
Kontaktstelle zwischen Verzögerungsladung 4 und Zerlegerladung 3 kann die Verzögerungszeitspanne
zwischen Abschuss des Nebelwurfkörpers 1 und Zünden der Nebelwirkmasse 2 - und damit
die Entfernung des Tarnnebels vom zu schützenden Objekt - in definierter Weise vorgegeben
werden. Es ist beispielsweise auch denkbar, dass bei vorgegebener Länge der Verzögerungsladung
3 eine variabel einstellbare Verzögerungszeit dadurch erzielt werden kann, dass mehrere
Anzündelemente 5 der Länge nach an der Verzögerungsladung 4 angeordnet sind. Wird
eine kürzere Verzögerungszeit gewünscht, wird einfach ein Anzündelement 5 zum Anzünden
der Verzögerungsladung 4 initiiert, welches der Kontaktstelle zwischen Verzögerungsladung
4 und Zerlegerladung 3 näher ist. Die Auswahl des jeweils erforderlichen Anzündelements
5 kann dabei im Rahmen einer vollautomatisierten, softwaregestützten Hochgeschwindigkeitslageeinschätzung
automatisch erfolgen.
Bezugszeichenliste
[0017]
- 1
- Nebelwurfkörper
- 2
- Nebelwirkmasse
- 3
- Zerlegerladung
- 4
- Verzögerungsladung
- 5
- Anzündelement
1. Nebelwurfkörper (1) mit einer Nebelwirkmasse (2) zur Erzeugung eines Tarnnebels und
mit einer Zerlegerladung (3) zum Zerlegen und Zünden der Nebelwirkmasse (2),
wobei eine Verzögerungsladung (4) vorgesehen ist, welche ein verzögertes Wirksamwerden
der Zerlegerladung (3) bewirkt,
wobei die Zerlegerladung (3) eine sprengstoffbasierte Ladung umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Nebelwirkmasse (2) eine detonativ umsetzende Ladung umfasst.
2. Nebelwurfkörper (1) nach Anspruch 1,
wobei die Nebelwirkmasse (2) um die Zerlegerladung (3) angeordnet ist.
3. Nebelwurfkörper (1) nach Anspruch 2,
wobei die Zerlegerladung (3) in einem im Bereich der Längsachse der Nebelwirkmasse
(2) befindlichen Längskanal angeordnet ist.
4. Nebelwurfkörper (1) nach Anspruch 3,
wobei die Verzögerungsladung (4) in dem Längskanal im Anschluss an die Zerlegerladung
(3) angeordnet ist.
5. Nebelwurfkörper (1) nach Anspruch 4,
wobei an dem Ende der Verzögerungsladung (4), welches dem der Zerlegerladung (3) zugewandten
Ende der Verzögerungsladung (4) gegenüberliegt, ein Anzündelement (5) angeordnet ist,
welches eingerichtet ist, die Verzögerungsladung (4) bei Abschuss des Nebelwurfkörpers
(1) anzuzünden.
6. Nebelwurfkörper (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei die Verzögerungsladung (4) eine deflagrativ umsetzende Ladung umfasst.
1. Smoke grenade (1) having an active smoke compound (2) for production of a concealment
smoke and having a break-up charge (3) for breaking up and firing the active smoke
compound (2),
wherein a delay charge (4) is provided, which results in the break-up charge (3) becoming
effective with a delay,
wherein the break-up charge (3) comprises a charge based on explosive,
characterized in that
the active smoke compound (2) comprises a charge with a detonation effect.
2. Smoke grenade (1) according to Claim 1,
wherein the active smoke compound (2) is arranged around the break-up charge (3).
3. Smoke grenade (1) according to Claim 2,
wherein the break-up charge (3) is arranged in a longitudinal channel, which is located
in the area of the longitudinal axis of the active smoke compound (2).
4. Smoke grenade (1) according to Claim 3,
wherein the delay charge (4) is arranged in the longitudinal channel, adjacent to
the break-up charge (3).
5. Smoke grenade (1) according to Claim 4,
wherein an initiation element (5) is arranged at that end of the delay charge (4)
which is opposite that end of the delay charge (4) which faces the break-up charge
(3), and said initiation element (5) is designed to initiate the delay charge (4)
after the smoke grenade (1) has been launched.
6. Smoke grenade (1) according to one of the preceding claims,
wherein the delay charge (4) comprises a charge with a deflagration effect.
1. Pot fumigène (1) comprenant une masse active fumigène (2) destinée à générer un brouillard
de camouflage et comprenant une charge de fractionnement (3) destinée à fractionner
et à allumer la masse active fumigène (2),
une charge à retardement (4) étant présente, laquelle provoque une mise en activation
retardée de la charge de fractionnement (3),
la charge de fractionnement (3) comprenant une charge à base d'explosif,
caractérisé en ce que
la masse active fumigène (2) comprend une charge à mise en oeuvre détonante.
2. Pot fumigène (1) selon la revendication 1, la masse active fumigène (2) étant disposée
autour de la charge de fractionnement (3).
3. Pot fumigène (1) selon la revendication 2, la charge de fractionnement (3) étant disposée
dans un canal longitudinal se trouvant dans la zone de l'axe longitudinal de la masse
active fumigène (2).
4. Pot fumigène (1) selon la revendication 3, la charge à retardement (4) étant disposée
dans le canal longitudinal à la suite de la charge de fractionnement (3).
5. Pot fumigène (1) selon la revendication 4, un élément d'allumage (5) étant disposé
à l'extrémité de la charge à retardement (4) qui se trouve à l'opposé de l'extrémité
de la charge à retardement (4) qui fait face à la charge de fractionnement (3), lequel
est conçu pour allumer la charge à retardement (4) lors du tir du pot fumigène (1).
6. Pot fumigène (1) selon l'une des revendications précédentes, la charge à retardement
(4) comprenant une charge à mise en oeuvre déflagrante.

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