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(11) |
EP 2 405 446 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.04.2016 Patentblatt 2016/16 |
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Anmeldetag: 30.06.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Wandkonstruktion für einen Strahlenschutzbunker
Wall construction for a radiation protection bunker
Structure murale pour bunker anti-radiations
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
08.07.2010 DE 102010026560
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.01.2012 Patentblatt 2012/02 |
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Patentinhaber: Organisationsgesellschaft der Radiologen
In Passau GbR |
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94032 Passau (DE) |
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Erfinder: |
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- Schenk, Gerd
94081 Fürstenzell (DE)
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Vertreter: Wetzel, Philipp et al |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Beselerstraße 6 22607 Hamburg 22607 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 058 467 DE-U1-202006 007 624 US-A1- 2005 166 473
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DE-A1- 10 314 855 GB-A- 2 098 642
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Wandkonstruktion für einen Strahlenschutzbunker und einen
die Wandkonstruktion aufweisenden Strahlenschutzbunker.
[0002] Bei Strahlenschutzbunkern handelt es sich um Strahlungsabschirmungsräume, insbesondere
als Linearbeschleunigerbunker, für die medizinische Strahlentherapie. Eine mögliche
Ausführungsform solcher Anlagen ist ein Strahlenschutzbunker mit sogenannter Labyrinthführung.
In dieser Ausführungsform wird der Eingangsbereich durch eine zusätzliche Schleusenwand
sowohl von der Primär- als auch von der Sekundärstrahlung freigehalten. Als abschließenden
Strahlungsschutz wird der Schleusenbereich über eine Tür vom Bereich außerhalb des
Strahlenschutzbunkers getrennt. Nachteilig an einer solchen Konstruktion ist der hohe
Raumbedarf für den Schleusenbereich, der ebenfalls vollständig mit Strahlenschutzmaterial
umgeben sein muss, wodurch hohe Konstruktionskosten entstehen, da entsprechendes strahlungsabschirmendes
Material kostenintensiv ist.
[0003] Bekannt sind Strahienschutzschiebetore mit Schwerbetonfüllung für labyrinthlose Linearbeschleuniger
bekannt. Durch diese Schiebetore ist es möglich, Strahlenschutzbunker labyrinthlos
auszuführen, da bedingt durch das Tor eine gleichwertige Strahlungsabsorbtionswirkung
erreicht wird, wie dieses mit den Labyrinthbunkern möglich ist. Dabei weist der Strahlenschutzbunker
eine Strahlenschutzwand auf, vor der das Strahlenschutztor auf Führungsschienen verfahrbar
ist. Nachteilig an dieser Konstruktion ist, dass für den Patienten ein sogenannter
Tunneleffekt auftritt, wenn er sich durch den Durchgangsbereich in den Strahlenschutzbunker
sich begeben soll. Dieser entsteht dadurch, dass er nicht nur die Wand als solches
durchschreiten muss, sondern dass er die Wandstärke des Tores durchqueren muss, wodurch
für viele Patienten ein einschüchternder und beängstigender Effekt auftritt. Weiterhin
ist es bei solchen Torkonstruktionen, die außerhalb der Wand verlaufen üblich, dass
die Tores Überlappungen gegenüber der Durchgangsöffnung aufweisen, um einen hinreichenden
Strahlenschutz zu gewährleisten. Üblicherweise sind dabei beidseitig Überlappungen
von 15 cm üblich. Nachteilig hierbei ist, dass diese Überlappungsbereiche beim Bewegen
des Tores mit bewegt werden müssen, was bei einem normalen Strahlenschutztor aus Strahlenschutzbeton
zwei bis vier Tonnen an Zusatizgewicht ausmachen kann.
[0004] Weiterhin ist an einer solchen Konstruktion nachteilig, dass diese Überlappungsbereiche
bewegt werden müssen, bevor überhaupt eine Freigabe des Durchgangs erfolgen kann.
Dieses bewirkt eine Zeitverzögerung, die bedingt durch das häufige Öffnen und Schließen
des Tores für jeden einzelnen Patienten und das Bedienpersonal eine relevante Zeitkomponente
über den Tag oder das Jahr gesehen ergibt, sodass hierdurch die Einsatzzeit des innerhalb
des Strahlenschutzbunkers befindlichen medizinischen Einrichtungen reduziert wird.
[0005] Als weiteren Nachteil bewirken Strahlenschutztore, die außerhalb der Bunkerkonstruktion
überlappend verlaufen eine Vergrößerung der Kubatur des Baukörpers, was ebenfalls
mit erhöhten Kosten verbunden ist.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorgenannte Problematik hinsichtlich
Öffnungszeit, Gewicht und Kubatur und damit einhergehender Erhöhung der Einsatzzeit
und Reduzierung der Konstruktionskosten zu verbessern.
[0007] Als Lösung für die Aufgabe schlägt die Erfindung eine Wandkonstruktion eines Strahlenschutzbunkers
vor mit einem Durchgang in den Innenraum des Strahlenschutzbunkers, wobei die Wandkonstruktion
wenigstens einen ersten und einen zweiten Wandabschnitt in Form von separaten Wandelementen
aufweist, und der erste und der zweite Wandabschnitt versetzt zueinander angeordnet
sind, wobei einer der Wandabschnitte zum Innenraum des Strahlenschutzbunkers hin versetzt
ist, der Versatz im Wesentlichen der Wandstärke eines der Wandabschnitte entspricht,
und ein Überlappungsbereich vorhanden ist, in dem sich die Wandabschnitte überlappen,
wobei einer der beiden Wandabschnitte einen Teilbereich aufweist, der als Torblatt
fungiert und von einer ersten, den Durchgang verschließenden Position in eine zweite,
den Durchgang freigebenden Position bewegbar ist, wobei das Bewegen entlang des Überlappungsbereichs
erfolgt, und der Teilbereich eine schmale Seite aufweist, die in der ersten Position
an einen korrespondierenden Bereich des den Teilbereich aufweisenden Wandabschnitts
anliegt.
[0008] Vorteilhaft dabei ist, dass durch das Integrieren des Durchgangs in den Wandabschnitt
und das Vorsehen einer öffnenden und schließenden Funktion innerhalb des Wandabschnitts
zum einen die Kubatur des Bunkers reduziert wird, weiterhin keine Überlappungsbereiche
wie sie bei Toranlagen vorhanden sind, vorgesehen sind, sodass die Öffnungs- und Verschlusszeiten
reduziert werden, und gleichzeitig die Tormassen reduziert werden, was zum einen die
Einsatzzeiten der technischen Geräte (drei Patienten mehr pro Tag und mehr) erhöht
und zum anderen Materialkosten einspart. Des Weiteren wird durch das Integrieren des
den Durchgang verschließenden Bereiches in die Wandkonstruktion der Tunneleffekt stark
reduziert.
[0009] Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die Wandstärke des zum Innenraum
des Strahlenschutzbunkers versetzten Wandabschnitts im Überlappungsbereich diagonal
abnehmend ausgeführt ist. Besonders bevorzugt weist die Wandstärke des zum Innenraum
des Strahlenschutzbunkers versetzten Wandabschnitts die technisch mögliche kleinste
Wandstärke auf. Des Weiteren ist bevorzugt, dass der Winkel der Diagonalen so gewählt
ist, dass die Wandstärke des zum Innenraum des Strahlenschutzbunkers versetzten Wandabschnitts
am Ende des Überlappungsbereichs die notwendige Sollstärke aufweist. Vorteilhaft hierbei
ist, dass durch das Vorsehen des diagonalen Abschnitts der Tunneleffekt im Durchgangsbereich
weiter reduziert wird, ohne dass die Strahlenschutzfähigkeit dieses Bereiches abnimmt.
[0010] Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass der Versatz ein Parallelversatz
ist. Dieses bewirkt, dass die beiden Wandabschnitte parallel zueinander angeordnet
sind und auf diese Art und Weise die eine möglichst einfache Konstruktion der Wandkonstruktion
ermöglicht wird.
[0011] Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass der den Teilbereich aufweisende
Wandabschnitt einen Sturz oberhalb des Teilbereichs aufweist. Auf diese Weise kann
die Größe des Durchgangs auf das minimal notwendige Maß reduziert werden, was gleichzeitig
eine Reduzierung der zu bewegenden Massen des beweglichen Teilbereiches bewirkt. Gleichzeitig
kann die Strahlenschutzwirkung beibehalten werden.
[0012] Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass die schmale Seite des Teilbereichs
in der zweiten Position mit Beginn des Überlappungsbereichs im Wesentlichen fluchtet.
Auch diese Weise wird gewährleistet, dass keine unnötigen Bewegungen der Tormassen
und damit keine unnötige Bewegungszeit notwendig sind. Gleichzeitig wird die Strahlungsabsorbtionsfähigkeit
beibehalten.
[0013] Eine weitere Lehre der Erfindung sieht vor, dass der Teilbereich und der dazugehörige
Wandabschnitt die gleiche Wandstärke aufweisen. Dabei ist es weiterhin vorteilhaft,
dass der Teilbereich und die Wandabschnitte aus dem gleichen Material hergestellt
sind, bevorzugt aus Strahlenschutzbeton und/oder Barytbeton, und/oder die gleiche
Absorbtionsfähigkeit aufweisen. Hierdurch wird es möglich, ebenfalls bei gleichbleibender
Absorbtionswirkung hinsichtlich der Strahlung die Kubatur zu reduzieren und gleichbleibende
Strahlungsabsorbtionsfähigkeiten zu gewährleisten.
[0014] Hinsichtlich des Strahlenschutzbunkers sieht die Erfindung vor, dass diese eine Wandkonstruktion
der zuvor beschriebenen Art aufweist und eine Tageslichtöffnung aufweist, die so in
der Hülle des Strahlenschutzbunkers angeordnet ist, dass die Lichtabgabe im Bereich
des durch den Teilbereich freigebbaren Durchgang erfolgt. Das Vorsehen einer solchen
Tageslichtöffnung ermöglicht es, den Zugangsbereich für den Patienten freundlicher
zu gestalten, sodass ebenfalls eine Reduzierung eventuell vorhandener unangenehmer
Gefühle patientenseitig bewirkt wird. Gleichzeitig ist es möglich kostensparendes
Tageslicht vorzusehen. Dieser Effekt wird zusätzlich verbessert, wenn bevorzugt die
Lichtabgabe im Bereich oberhalb des durch den Teilbereich freigebbaren Durchgangs
erfolgt. Des Weiteren ist bevorzugt, dass die Tageslichtöffnung durch einen Lichtschacht
bereitgestellt wird, die bevorzugt mit Glaselementen von der Umgebung abgetrennt wird.
Vorteilhafterweise macht die Fläche der Tageslichtöffnung in etwa 1/6 oder mehr der
Innenraumbunkerfläche aus.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles in Verbindung mit
einer Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Strahlenschutzbunkers in Seitenansicht,
- Fig. 2
- eine zweite Schnittansicht eines erfindungsgemäßen Strahlenschutzbunkers in Seitenansicht,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Strahlenschutzbunker in Draufsicht,
und
- Fig. 4
- eine vergrößerte Ansicht eines erfindungsgemäßen Wandabschnitts gemäß Fig.3.
[0016] Ein erfindungsgemäßer Strahlenschutzbunker 100 weist einen Behandlungsraum 105 auf,
in dem ein Linearbeschleuniger 110 angeordnet ist. Der Strahlenschutzbunker wird gebildet
durch eine Sohle 130, Wände 140, 141, 142 und 143 die sowohl als Außen- als auch als
Innenwände fungieren. Darüber ist eine Decke 135 angeordnet, die in ein Dach 115 übergeht.
Die wände 140, 141, 143 können Außenwände sein. In der aktuellen Ausführungsforrn
des Strahlenschutzbunkers 100 sind zwei Behandlungsräume 105 vorgesehen, die durch
eine Wand 142 getrennt sind. Des Weiteren ist eine Wandkonstruktion 10 vorgesehen,
die die vierte Wand bildet. Diese Wandkonstruktion ist für je einen Behandlungsraum
vorgesehen.
[0017] Der Linearbeschleuniger 110 gibt Strahlung zu Behandlungszwecken ab. Diese Strahlung
geht von einem Isozentrum 150 aus. Die im direkten Bereich der Strahlung ausgehend
vom Isozentrum 150 liegenden Wandabschnitte sind als verstärkte Wandbereiche 144,
145,146 und als verstärkten Deckenbereich 136 ausgeführt.
[0018] In der Decke 135 ist ein Lichtschacht 120 vorgesehen, der Glas als Trennung 121 aufweist
und eine Abdeckung 122. Das durch den Lichtschacht 120 einfallende Licht beleuchtet
einen Lichtraum 17, der sich im Behandlungsraum 105 hinter der Wandkonstruktion 10
befindet und einen Durchgang 101, der Bestandteil der Wandkonstruktion 10 ist, beleuchtet.
Durch den natürlichen Lichteinfall werden zum einen Kosten für die Beleuchtung eingespart,
zum anderen wird eine freundliche Atmosphäre für die Patienten geschaffen. Die Konstruktion
des Bunkers ist in Fig. 1 bis Fig. 3 dargestellt.
[0019] Die Wandkonstruktion 10 ist in Fig. 3 und vergrößert in Fig. 4 dargestellt. Die Wandkonstruktion
10 besteht aus einem ersten Wandabschnitt 11 und einem zweiten Wandabschnitt 12. Der
zweite Wandabschnitt 12 ist gegenüber dem ersten Wandabschnitt 11 parallel versetzt
in dem Behandlungsraum 105 hinein angeordnet. Dieser Parallelversatz ist als Versatz
13 in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellt. Der erste Wandabschnitt 11 und der um den Versatz
13 versetzte zweite Wandabschnitt 12 weisen einen Überlappungsbereich 14 auf. Im Überlappungsbereich
14 weist der zweite nach innen in den Behandlungsraum 105 hinein versetzte Wandabschnitt
12 einen abgeschrägten Bereich 16 auf. Durch den abgeschrägten Bereich 16 wird eine
Öffnung des Durchgangs 101 bewirkt, sodass der sogenannte Tunneleffekt beim Durchtreten
durch den Durchgang für den Patienten reduziert bzw. vermieden wird. Gleichzeitig
wird die Strahlungsabsorbtionsleitung des Wandabschnitts 10 im Überlappungsbereich
gewährleistet. Die Wandkonstruktion 10 weist den Durchgang 101 auf, durch den die
Patienten und Mitarbeiter den Behandlungsraum 105 betreten. Im Bereich des Durchgangs
101 ist im ersten Wandabschnitt 11 ein Teilbereich 15 vorgesehen, der als Torblatt
fungiert. Das Torblatt 15 ist zwischen einer ersten Position A und einer zweiten Position
B in Bewegungsrichtung 10 parallel zum Überlappungsbereich 14 bewegbar. Die erste
Position A stellt dabei die geschlossene Position des Durchgangs 101 dar, wohingegen
die zweite Position B den in offene Position des Durchgangs 101 darstellt. Das Torblatt
15 ist beispielsweise über Rollen (nicht dargestellt) auf Schienen (nicht dargestellt)
verfahrbar und wird über einen Antrieb (nicht dargestellt), beispielsweise ein Elektromotor
mit Getriebe, angetrieben.
[0020] Oberhalb des Teilbereichs 15 ist ein Sturz 18 angeordnet, der im Bereich des Übergangs
in die Decke 135 eine Abschrägung 19 aufweist (siehe Fig. 1 und 2).
[0021] Der Teilbereich 15 weist eine schmale Seite 23 auf, an der Kontaktleisten 20 angeordnet
sind. Der Wandabschnitt 11 weist ebenfalls im korrespondierenden Bereich eine schmale
Seite 24 auf, die Vertiefungen 25 aufweist zur Aufnahme der Kontaktleisten 20. In
der schmalen Seite 24 des ersten Wandabschnitts 11 sind Sensoren 21 vorgesehen. Über
die Kontaktleisten 20 und die Sensoren 21 wird das Öffnen und Schließen des Tores
überwacht und gleichzeitig sichergestellt, dass niemand beim Schließen des Tores im
Durchgang 101 eingequetscht wird.
[0022] Die schmale Seite 23 des Torblattes 15 schließt bündig mit der schmalen Seite 24
der Wand des ersten Wandabschnitts 11. Im Bereich des Kontaktbereiches zwischen den
schmalen Seiten 23 und 24 und im Übergang zwischen Torblatt 15 und Sturz 18 ist eine
Spaltabdeckung 22 vorgesehen, die gewährleistet, dass in diesen Übergangsbereichen
der Strahlenschutz gegeben ist.
[0023] Bedingt dadurch, dass ein bündiges Schließen des Torblattes 15 innerhalb des ersten
Wandabschnittes 11 in der geschlossenen Position A gegeben ist, kann auf einen zusätzlichen
Überlappungsbereich, der bei konventionellen Toren 15 cm ausmacht, die beim Vorsehen
von Barytbeton ein Gewicht von zwei bis vier Tonnen je nach Torhöhe haben, verzichtet
werden. Dadurch kann das Tor leichter ausgeführt werden, es kann eine geringere Antriebsleistung
vorgesehen werden, und das Tor kann schneller bewegt werden, wodurch insgesamt eine
Kostenansparung durch weniger Material, kleinere Technik erreichbar ist und gleichzeitig
ein schnelleres Öffnen und Schließen des Torblattes 15 gewährleistet wird, sodass
ein Patient oder mehr pro Tag mehrbehandelt werden kann.
[0024] Die Wandabschnitte 11, 12 und die verstärkten Wandbereiche 144, 145, 146 sind bevorzugt
in Barytbeton ausgeführt, der eine verbesserte Strahlungsabsorbtionsleitung aufweist.
Andere Materialien sind hier vorstellbar, solange die hinreichende Stahlungsabsorbtionswirkung
gewährleistet ist.
Bezugszeichenliste:
| 10 |
Wandkonstruktion |
136 |
verstärkter Deckenbereich |
| 11 |
erster Wandabschnitt |
140 |
Wand |
| 12 |
zweiter Wandabschnitt |
141 |
Wand |
| 13 |
Versatz |
142 |
Wand |
| 14 |
Überlappungsbereich |
143 |
Wand |
| 15 |
Teilbereich/Torblatt |
144 |
verstärkter Wandbereich |
| 16 |
Abschrägung |
145 |
verstärkter Wandbereich |
| 17 |
Lichtraum |
146 |
verstärkter Wandbereich |
| 18 |
Sturz |
150 |
Isozentrum |
| 19 |
Abschrägung |
|
|
| 20 |
Kontaktleiste |
|
|
| 21 |
Sensor |
|
|
| 22 |
Spaltabdeckung |
|
|
| 23 |
schmale Seite |
|
|
| 24 |
schmale Seite |
|
|
| 25 |
Aufnahme |
|
|
| 100 |
Strahlenschutzbunker |
|
|
| 101 |
Durchgang |
|
|
| 105 |
Behandlungsraum |
|
|
| 110 |
Linearbeschleuniger |
|
|
| 115 |
Dach |
|
|
| 120 |
Lichtschacht |
|
|
| 121 |
Glas |
|
|
| 122 |
Abdeckung |
|
|
| 130 |
Sohle |
|
|
| 135 |
Decke |
|
|
1. Wandkonstruktion eines Strahlenschutzbunkers (100) mit einem Durchgang (101) in den
Innenraum (105) des Strahlenschutzbunkers (100), wobei die Wandkonstruktion (10) wenigstens
einen ersten und einen zweiten Wandabschnitt (11, 12) in Form von separaten Wandelementen
aufweist, und der erste und der zweite Wandabschnitt (11, 12) versetzt zueinander
angeordnet sind, wobei einer der Wandabschnitte (11 ,12) zum Innenraum (105) des Strahlenschutzbunkers
(100) versetzt ist, der Versatz (13) im Wesentlichen der Wandstärke eines der Wandabschnitte
(11, 12) entspricht, und ein Überlappungsbereich (14) vorhanden ist, in dem sich die
Wandabschnitte (11, 12) überlappen, wobei einer der beiden Wandabschnitte einen Teilbereich
(15) aufweist, der als Torblatt fungiert und von einer ersten, den Durchgang verschließenden
Position (A) in eine zweite, den Durchgang freigebenden Position (B) bewegbar ist,
wobei das Bewegen entlang des Überlappungsbereichs (14) erfolgt, und der Teilbereich
(15) eine schmale Seite (23) aufweist, die in der ersten Position (A) an einen korrespondierenden
Bereich (24) des den Teilbereich (15) aufweisenden Wandabschnitts (11, 12) anliegt.
2. Wandkonstruktion nach Anspruch 1, wobei die Wandstärke des zum Innenraum (105) des
Strahlenschutzbunkers (100) versetzten Wandabschnitts (11, 12) im Überlappungsbereich
(14) diagonal abnehmend ausgeführt ist.
3. Wandkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Versatz (13) ein Parallelversatz
ist.
4. Wandkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der den Teilbereich (15)
aufweisende Wandabschnitt (11, 12) einen Sturz (18) oberhalb des Teilbereichs (15)
aufweist.
5. Wandkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die schmale Seite (23) des
Teilbereichs (15) in der zweiten Position (B) mit dem Beginn des Überlappungsbereichs
(14) im Wesentlichen fluchtet.
6. Wandkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Teilbereich (15) und
der dazugehörige Wandabschnitt (11, 12) die gleiche Wandstärke aufweisen.
7. Wandkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Teilbereich (15) und
die Wandabschnitte (11, 12) aus dem gleichen Material hergestellt sind, bevorzugt
aus Strahlenschutzbeton und/oder Barytbeton, und/oder die gleiche Strahlungsabsorbtionsfähigkeit
aufweist.
8. Strahlenschutzbunker mit einer Wandkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 7 und
einer Tageslichtöffnung (120), die so in der Hülle des Strahlenschutzbunkers (100)
angeordnet ist, dass die Lichtabgabe im Bereich (17) des durch den Teilbereich (15)
freigegebenen Durchgang (101) erfolgt.
9. Strahlenschutzbunker nach Anspruch 8, wobei die Lichtabgabe im Bereich (17) oberhalb
des durch den Teilbereich (15) freigebbaren Durchgangs (101) erfolgt.
10. Strahlenschutzbunker nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Tageslichtöffnung ein Lichtschacht
(120) ist und/oder die Fläche der Tageslichtöffnung im Wesentlichen 1/6 oder mehr
der Innenraumfläche des Bunkers ausmacht.
1. Wall construction of a radiation protection bunker (100) having a passage (101) into
the interior (105) of the radiation protection bunker (100), wherein the wall construction
(10) has at least a first and a second wall portion (11, 12) in the form of separate
wall elements, and the first and the second wall portions (11, 12) are arranged offset
with respect to one another, wherein one of the wall portions (11, 12) is offset with
respect to the interior (105) of the radiation protection bunker (100), the offset
(13) substantially corresponds to the wall thickness of one of the wall portions (11,
12), and an overlapping region (14) is present in which the wall portions (11, 12)
overlap, wherein one of the two wall portions has a subregion (15) which functions
as a door leaf and can be moved from a first position (A) in which it closes the passage
into a second position (B) in which it opens up the passage, wherein the movement
takes place along the overlapping region (14), and the subregion (15) has a narrow
side (23) which bears in the first position (A) on a corresponding region (24) of
the wall portion (11, 12) having the subregion (15).
2. Wall construction according to Claim 1, wherein the wall thickness of the wall portion
(11, 12) offset with respect to the interior (105) of the radiation protection bunker
(100) is configured to decrease diagonally in the overlapping region (14).
3. Wall construction according to Claim 1 or 2, wherein the offset (13) is a parallel
offset.
4. Wall construction according to one of Claims 1 to 3, wherein the wall portion (11,
12) having the subregion (15) has a lintel (18) above the subregion (15).
5. Wall construction according to one of Claims 1 to 4, wherein the narrow side (23)
of the subregion (15) is substantially aligned in the second position (B) with the
beginning of the overlapping region (14).
6. Wall construction according to one of Claims 1 to 5, wherein the subregion (15) and
the associated wall portion (11, 12) have the same wall thickness.
7. Wall construction according to one of Claims 1 to 6, wherein the subregion (15) and
the wall portions (11, 12) are produced from the same material, preferably from radiation
protection concrete and/or barite concrete, and/or have the same radiation absorption
capacity.
8. Radiation protection bunker having a wall construction according to one of Claims
1 to 7 and a daylight opening (120) which is arranged in the envelope of the radiation
protection bunker (100) such that light emission is effected in the region (17) of
the passage (101) which is opened up by the subregion (15).
9. Radiation protection bunker according to Claim 8, wherein light emission is effected
in the region (17) above the passage (101) which can be opened up by the subregion
(15).
10. Radiation protection bunker according to Claim 8 or 9, wherein the daylight opening
is a light shaft (120) and/or the area of the daylight opening accounts for substantially
1/6 or more of the interior area of the bunker.
1. Structure murale pour un bunker anti-radiations (100) comprenant un passage (101)
dans l'espace interne (105) du bunker anti-radiations (100), la structure murale (10)
présentant au moins une première et une deuxième portion de mur (11, 12) sous la forme
d'éléments muraux séparés, et la première et la deuxième portion de mur (11, 12) étant
disposées de manière décalée l'une de l'autre, l'une des portions de mur (11, 12)
étant décalée par rapport à l'espace interne (105) du bunker anti-radiations (100),
le décalage (13) correspondant essentiellement à l'épaisseur de mur de l'une des portions
de mur (11, 12) et une région de chevauchement (14) étant prévue, dans laquelle les
portions de mur (11, 12) se chevauchent, l'une des deux portions de mur présentant
une région partielle (15) qui sert de vantail de porte et peut être déplacée d'une
première position (A) fermant le passage dans une deuxième position (B) libérant le
passage, le déplacement s'effectuant le long de la région de chevauchement (14), et
la région partielle (15) présentant un côté étroit (23) qui s'applique, dans la première
position (A), contre une région correspondante (24) de la portion de mur (11, 12)
présentant la région partielle (15).
2. Structure murale selon la revendication 1, dans laquelle l'épaisseur de mur de la
portion de mur (11, 12) décalée par rapport à l'espace interne (105) du bunker anti-radiations
(100) est réalisée de manière à diminuer en diagonale dans la région de chevauchement
(14).
3. Structure murale selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle le décalage (13) est
un décalage parallèle.
4. Structure murale selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans laquelle la
portion de mur (11, 12) présentant la région partielle (15) présente un linteau (18)
au-dessus de la région partielle (15).
5. Structure murale selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans laquelle le
côté étroit (23) de la région partielle (15), dans la deuxième position (B), est essentiellement
en affleurement avec le début de la région de chevauchement (14).
6. Structure murale selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans laquelle la
région partielle (15) et la portion de mur associée (11, 12) présentent la même épaisseur
de mur.
7. Structure murale selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans laquelle la
région partielle (15) et les portions de mur (11, 12) sont fabriquées à partir du
même matériau, de préférence en béton anti-radiations et/ou en béton baryte, et/ou
présentent la même capacité d'absorption des radiations.
8. Bunker anti-radiations comprenant une structure murale selon l'une quelconque des
revendications 1 à 7 et une ouverture pour la lumière naturelle (120), qui est réalisée
dans l'enveloppe du bunker anti-radiations (100) de telle sorte que l'émission de
lumière se produise dans la région (17) du passage (101) libéré par la région partielle
(15).
9. Bunker anti-radiations selon la revendication 8, dans lequel l'émission de lumière
s'effectue dans la région (17) au-dessus du passage (101) pouvant être libéré par
la région partielle (15).
10. Bunker anti-radiations selon la revendication 8 ou 9, dans lequel l'ouverture pour
la lumière naturelle est un puits de lumière (120) et/ou la surface de l'ouverture
pour la lumière naturelle constitue essentiellement 1/6 ou plus de la surface de l'espace
interne du bunker.