[0001] Die Erfindung betrifft ein Leuchtmittel für eine Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens
einer LED als Lichtquelle gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren
zur Stromversorgung eines solchen Leuchtmittels gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
10.
[0002] Eine Kraftfahrzeugleuchte erfüllt je nach Ausgestaltung eine oder mehrere Aufgaben
bzw. Lichtfunktionen, wie beispielsweise bei einer Ausgestaltung als Scheinwerfer
eine die Fahrbahn ausleuchtende Funktion, oder bei einer Ausgestaltung als Signalleuchte
eine Signalfunktion, wie beispielsweise zur Fahrtrichtungsanzeige oder Anzeige einer
Bremstätigkeit, oder einer Sicherstellung einer Sichtbarkeit des Kraftfahrzeugs bei
Tag und/oder Nacht, wie etwa bei einer Ausgestaltung als Tagfahrleuchte. Beispiele
für Kraftfahrzeugleuchten sind am Fahrzeugbug, an den Fahrzeugflanken und/oder an
den Seitenspiegeln sowie am Fahrzeugheck angeordnete Blinkleuchten, Ausstiegsleuchten,
beispielsweise zur Umfeldbeleuchtung, Begrenzungsleuchten, Bremsleuchten, Nebelleuchten,
Rückfahrleuchten, sowie typischerweise hoch gesetzte dritte Bremsleuchten, so genannte
Central, High-Mounted Braking Lights, Tagfahrleuchten, Scheinwerfer und auch als Abbiege-
oder Kurvenlicht verwendete Nebelscheinwerfer, sowie Kombinationen hiervon.
[0003] Eine Krafttahrzeugleuchte besteht im Wesentlichen aus einem Leuchtengehäuse, einem
darin angeordneten Leuchtmittel, gegebenenfalls einem typischerweise hinter dem Leuchtmittel
in dem Gehäuse angeordneten Reflektor, sowie einer das Leuchtmittel und gegebenenfalls
den Reflektor gegen Witterungseinflüsse schützenden, kurz auch als Lichtscheibe bezeichneten
transparenten Abdeckung. Die Lichtscheibe umschließt gemeinsam mit dem Leuchtengehäuse
einen das Leuchtmittel und gegebenenfalls den Reflektor aufnehmenden Leuchteninnenraum.
Das Leuchtengehäuse bzw. der Leuchteninnenraum kann dabei in mehrere Kammern mit jeweils
eigenen Leuchtmitteln, eventuell Reflektoren, sowie gegebenenfalls Lichtscheiben unterteilt
sein, von denen mehrere Kammern gleiche oder jede Kammer eine andere der oben beschriebenen
Funktionen erfüllen kann.
[0004] Der Leuchteninnenraum kann gegenüber der Umgebung abgeschlossen sein. Ebenso kann
der Leuchteninnenraum über eine Belüftungsöffnung mit der Umgebung kommunizieren.
[0005] Als Lichtquellen für Leuchtmittel kommen beispielsweise Glühbirnen, Gasentladungslampen
und vermehrt auch einzeln oder gruppenweise angeordnete Leuchtdioden zum Einsatz.
Letztere bestehen aus einem Lichtemittierende-Diode-Halbleiter-Chip, kurz LED-Chip,
sowie einer beispielsweise durch Spritzgießen angeformten, den LED-Chip ganz oder
teilweise umhüllenden Primäroptik. Auch sind Kraftfahrzeugleuchten bekannt, in denen
reine LED-Chips ohne angeformte Primäroptiken zum Einsatz kommen. Im Folgenden wird
deshalb der Einfachheit halber nicht mehr zwischen Leuchtdiode und LED-Chip unterschieden
und statt dessen einheitlich der Begriff LED stellvertretend für beide Ausgestaltungen
verwendet, es sei denn, es wird explizit etwas anderes erwähnt. Herausragende Eigenschaften
von LEDs im Vergleich zu anderen, konventionellen Leuchtmitteln sind eine wesentlich
längere Lebensdauer und eine wesentlich höhere Lichtausbeute bei gleicher Leistungsaufnahme.
Dadurch und unter anderem auch wegen ihrer kompakteren Abmessungen können durch Verwendung
von LEDs als Lichtquellen für Leuchtmittel besonders kompakte Kraftfahrzeugleuchten
verwirklicht werden, die an fast jede nur erdenkliche Einbausituation angepasst sein
können.
[0006] Eine bedeutende Eigenschaft von LEDs ist, dass deren Lichtausbeute sowie deren Alterung
temperaturabhängig sind. Der auch als Lichtausbeute bezeichnete und vereinfacht das
Verhältnis von Lichtstärke zur Höhe der Bestromung widerspiegelnde Wirkungsgrad der
Lichtemission von LEDs sinkt mit steigender Temperatur. Demgegenüber nimmt die Alterung
mit steigender Temperatur zu. Bei Kraftfahrzeugleuchten mit LEDs als Lichtquelle des
Leuchtmittels erwärmen sich die im Leuchteninnenraum untergebrachten elektrischen
und elektronischen Bauteile einschließlich der LEDs bei eingeschalteter Lichtfunktion.
Hierdurch sinkt der auch als Lichtausbeute bezeichnete Wirkungsgrad der Lichtemission
und dadurch die Leuchtkraft der LEDs. Um auch bei langer Brenndauer bei dann herrschender
Betriebstemperatur über eine lange Lebenszeit der LEDs hinweg eine gewünschte und
zur Erfüllung gesetzlich geforderter Lichtwerte ausreichende Lichtstärke zu erhalten
und sicherzustellen ist bekannt, LEDs zu verwenden, die höher bestromt werden könnten,
als dies im Dauerbetrieb vorgesehen ist bzw. erfolgt, und die bei einem thermischen
Maximalzustand die gesetzlich geforderten Lichtwerte noch erfüllen. Würden kleiner
dimensionierte LEDs verwendet werden, welche bei der gewünschten Lichtstärke ihre
Maximallichtstärke aufweisen würden, so würde dies im Dauerbetrieb bei Betriebstemperatur
zu einer raschen Degradation und zu einer drastischen Verkürzung der Lebensdauer der
LEDs führen. Dieser Betriebszustand stärkerer, höher bestrombarer LEDs unterhalb deren
Maximallichtstärke wird als Auslegungspunkt oder Auslegungszustand bezeichnet.
[0007] Eine weitere bedeutende Eigenschaft von LEDs ist, dass deren elektrischer Widerstand
mit zunehmender Temperatur exponentiell zunimmt. Um einer Zerstörung bei der Inbetriebnahme
einer kalten LED zu begegnen ist es daher üblich, LEDs an einer Konstantstromquelle
zu betreiben. Hierdurch wird verhindert, dass bei kalten LEDs eine Stromstärke fließen
kann, welche die unmittelbare Zerstörung der LEDs zur Folge haben könnte.
[0008] Um einer Zerstörung einer LED oder einer Gruppe von als Lichtquelle für ein Leuchtmittel
in einer Kraftfahrzeugleuchte vorgesehener LEDs durch Überhitzung entgegenzuwirken,
ist durch
WO 2007/092355 A1 bekannt, die LEDs derart temperaturabhängig zu bestromen, dass mit zunehmender Temperatur
der LEDs die Bestromung verringert wird.
[0009] Durch
DE 10 2008 013 048 A1 ist bekannt, die Bestromung einer LED während des Betriebs so zu regeln, dass keine
Überhitzung auftritt.
[0010] Durch
DE 10 2008 058 524 A1 ist bekannt, die Bestromung bzw. die Temperatur einer LED auf einen Sollwert zu regeln,
welcher in Abhängigkeit eines gewünschten Betriebsparameters, z.B. maximale Lichtstärke
oder maximale Lebensdauer eingestellt wird.
[0011] Ein bei der bisherigen Entwicklung unberücksichtigtes und nach dem Stand der Technik
bislang ungelöstes Problem von Kraftfahrzeugleuchten mit wenigstens einem Leuchtmittel
mit mindestens einer LED als Lichtquelle ist deren anfängliche Blendung anderer Verkehrsteilnehmer
beim Einschalten des Leuchtmittels.
[0012] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Leuchtmittel für eine Kraftfahrzeugleuchte
mit wenigstens einer LED als Lichtquelle zu entwickeln, bei dem eine Blendung anderer
Verkehrsteilnehmer vermieden wird, sowie ein Verfahren zur Stromversorgung eines solchen
Leuchtmittels.
[0013] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Leuchtmittel mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 1 bzw. durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs
10.
[0014] Ein erster Gegenstand der Erfindung betrifft demnach ein Leuchtmittel für eine Kraftfahrzeugleuchte
mit wenigstens einer LED als Lichtquelle. Das Leuchtmittel umfasst einen Stromregler,
welcher die Bestromung der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen
Temperaturbereichs konstant hält. Der Temperaturbereich umfasst zumindest eine Auslegungstemperatur
der mindestens einen LED im Auslegungszustand bei Dauerbetrieb. Das Leuchtmittel weist
darüber hinaus Erfassungsmittel zur Bestimmung der Temperatur der mindestens einen
LED auf. Ferner umfasst der Stromregler Regelungsmittel zur Absenkung der Bestromung
in einem zumindest unterhalb wenigstens eines vorgegebenen Schwellenwerts für die
Temperatur liegenden Kaltzustand im Vergleich zu der konstanten Bestromung im Auslegungszustand.
[0015] Die Absenkung der Bestromung unterhalb des Schwellenwerts für die Temperatur sieht
in einem Kaltzustand eine herabgesetzte Bestromung im Vergleich zur Bestromung im
Auslegungszustand vor. Im Kaltzustand ist die von den Erfassungsmitteln bestimmte
Temperatur der mindestens einen LED niedriger als die Auslegungstemperatur und besonders
bevorzugt niedriger als der vorgegebene Schwellenwert und damit kälter als bei Dauerbetrieb
im Auslegungszustand.
[0016] Im Sinne der Erfindung bezeichnet eine Absenkung der Bestromung bzw. eine Absenkung
der Höhe der Bestromung bzw. eine Herabsetzung der Bestromung jedwede Maßnahme, die
geeignet ist, die innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls Δt, welches sich aus der
Differenz zweier aufeinanderfolgender Zeitpunkte t
0 und t
1 gemäß Δt=t
1-t
0 ergibt, die der mindestens einen LED zur Lichtemission während des Zeitintervalls
Δt zugeführte elektrische Energie W
el zu verringern. Dabei ergibt sich die elektrische Energie W
el aus dem Integral der sich aus dem Produkt des Stromes I(t) und der Spannung U(t)
ergebenden elektrischen Leistung P
el der mindestens eine LED über das Zeitintervall hinweg. Mathematisch ausgedrückt bedeutet
dies, dass die sich durch:

ergebende Bestromung W
K im Kaltzustand kleiner ist, als die konstante Bestromung W
A im Auslegungszustand mit:

so dass gilt:

[0017] Demnach kann zur Absenkung der Bestromung W
K im Kaltzustand im Vergleich zur Bestromung W
A im Auslegungszustand vorgesehen sein, den Strom I(t) und/oder eine die Spannung U(t)
dem Betrag nach abzusenken und/oder einen getakteten Pulsbetrieb des Stroms I(t) und
der Spannung U(t) mit einer oberhalb für das menschliche Auge wahrnehmbaren Frequenz
vorzusehen. Wird die mindestens eine LED im Auslegungszustand im Pulsbetrieb mit einer
oberhalb für das menschliche Auge wahrnehmbaren Frequenz getaktet betrieben, so kann
die Absenkung der Bestromung beispielsweise vorsehen, die stromlosen Intervalle zwischen
den aufeinander folgenden Pulsen zu verlängern und/oder die Pulse selbst zu verkürzen.
[0018] Die Bestromung kann ausgehend von dem Kaltzustand mit zunehmender Temperatur der
mindestens einen LED bis zum Auslegungszustand angehoben werden. Im Auslegungszustand
ist die Bestromung so gewählt, dass eine der Lichtstärke im Auslegungszustand entsprechende
Auslegungslichtstärke eingehalten wird.
[0019] Der vorgegebene Schwellenwert, unterhalb dem die Bestromung abgesenkt ist, liegt
bevorzugt unter der Auslegungstemperatur der mindestens einen LED im Auslegungszustand
bei Dauerbetrieb.
[0020] Der Begriff Dauerbetrieb ist hierbei in Abhängigkeit von der Lichtfunktion zu verstehen.
Bei einer Wiederholblinkleuchte liegt Dauerbetrieb beispielsweise bei anhaltender
Warnblinklichtfunktion vor, obgleich das Leuchtmittel wiederholt dunkel ist. Bei einer
Tagfahrleuchte liegt Dauerbetrieb beispielsweise eine bestimmte Zeitspanne nach Einschalten
der Lichtfunktion vor, obgleich LEDs oberhalb einer für das menschliche Auge sichtbaren
Frequenz im Pulsbetrieb getaktet sein können.
[0021] Die Absenkung der Bestromung ist bevorzugt so gewählt, dass eine zumindest annähernd
gleiche Helligkeit der mindestens einen LED im Kaltzustand wie im Auslegungszustand
erhalten wird.
[0022] Die Absenkung der Bestromung bzw. die ausgehend vom Kaltzustand nach dem Einschalten
erfolgende Anhebung der Bestromung kann in diskreten Stufenschritten oder kontinuierlich
abhängig von der mit den Erfassungsmitteln bestimmten Temperatur der mindestens einen
LED erfolgen.
[0023] Die Erfassungsmittel können mindestens ein auf einem LED-Träger untergebrachtes temperaturabhängiges
elektronisches Element umfassen. Werden mehrere bzw. gruppenweise angeordnete LEDs
als Lichtquelle eines Leuchtmittels für eine Kraftfahrzeugleuchte verwendet, so ist
typischerweise ein Reflektor mit mehreren Reflektorkammern vorgesehen. Im Brennpunkt
jeder Reflektorkammer ist dabei eine LED angeordnet. Um die LEDs gegenüber dem Reflektor
zu positionieren werden diese auf einem LED-Träger angeordnet, welcher zur Aufnahme,
Befestigung und elektrischen Kontaktierung der LEDs dient. Darüber hinaus können auf
dem LED-Träger weitere benötigte Elektronikbauteile, Widerstände etc. befestigt sein.
Ein oder mehrere Kabel und/oder ein oder mehrere Steckerelemente einer oder mehrerer
elektrischer Steckverbindungen zur weiterführenden elektrischen Kontaktierung können
ebenfalls an dem LED-Träger befestigt sein. Der LED-Träger kann von hinten kommend
am Reflektor befestigt oder zumindest positioniert sein. Der LED-Träger gewährleistet
dadurch eine genaue Lage der LEDs zum Brennpunkt in den einzelnen Reflektorkammern.
Auch ist bekannt, den Reflektor in den LED-Träger zu integrieren bzw. den Reflektor
als LED-Träger auszugestalten. Im einfachsten Fall kann der LED-Träger aus einer oder
mehreren beispielsweise am Reflektor mittels Schraub- und/oder Rastverbindungen befestigten
Platinen bestehen.
[0024] Ebenfalls ist denkbar, dass die Erfassungsmittel ein in einer Primäroptik wenigstens
einer LED untergebrachtes temperaturabhängiges elektronisches Element umfassen. Bei
der Primäroptik kann es sich beispielsweise um einen an eine oder mehrere LEDs angespritzten
Lichtleiter handeln. Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem temperaturabhängigen
elektronischen Element um die LED selbst bzw. um wenigstens eine LED.
[0025] Die Kennlinie, welche das Verhalten des elektrischen Widerstands einer LED über der
Temperatur beschreibt, ist für jede LED unterschiedlich. Die Kennlinie ist jedoch
innerhalb eines zum Betrieb der LED zulässigen Temperaturbereichs eindeutig, stetig
und differenzierbar. Dies hat zur Folge, dass bei einer bestimmten Temperatur genau
ein elektrischer Widerstand vorliegt. Auch die Zunahme des elektrischen Widerstands
über eine bestimmte Temperaturänderung hinweg ist berechenbar. Voraussetzung hierfür
ist, dass die für die LED verwendeten Halbleitermaterialien bekannt sind und dass
ein elektrischer Widerstand bei einer beliebigen bekannten Temperatur ebenfalls bekannt
ist.
[0026] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann dieser Umstand
genutzt werden, um beispielsweise bei abgestelltem Kraftfahrzeug, beispielsweise während
der Nacht z.B. wenigstens eine Stunde nach der letzten Fahrt den elektrischen Widerstand
des Leuchtmittels und die dann auch im Kaltzustand für die LED geltende Umgebungstemperatur
zum Zwecke einer Kalibrierung der Kennlinie zu bestimmen. Der elektrische Widerstand
kann beispielsweise bestimmt werden, indem das Leuchtmittel oder eine ausgewählte
LED des Leuchtmittels kurzzeitig, bevorzugt ohne aufzuleuchten, mit bekannter Spannung
oder bekanntem Strom beaufschlagt wird und der Strom bzw. der Spannungsabfall gemessen
wird. Die Umgebungstemperatur kann beispielsweise kraftfahrzeugseitig abgefragt werden,
beispielsweise über einen Feldbus (z.B. Controller Area Network; CAN-Bus) von einem
im Kraftfahrzeug verbauten Temperatursensor oder von einem Steuergerät, welches mit
einem Temperatursensor verbunden ist.
[0027] Ein zweiter Gegenstand der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Stromversorgung eines
Leuchtmittels für eine Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED als Lichtquelle.
Das Verfahren sieht vor, zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs,
welcher zumindest eine Auslegungstemperatur der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand
bei Dauerbetrieb umfasst, die Bestromung der LED konstant zu halten. Der Auslegungszustand
kennzeichnet sich dabei durch die Einhaltung einer als Auslegungslichtstärke bezeichneten
Lichtstärke bei Dauerbetrieb aus. Der Begriff Dauerbetrieb ist dabei wie bereits zuvor
für das Leuchtmittel beschrieben zu verstehen. Das Verfahren sieht darüber hinaus
eine Erfassung der Temperatur der mindestens einen LED vor. Das Verfahren zeichnet
sich durch eine Absenkung der Bestromung bei einer Temperatur der mindestens einen
LED unterhalb eines Schwellenwerts für die Temperatur aus, welcher Schwellenwert bevorzugt
kleiner ist, als die Auslegungstemperatur. Die erfasste Temperatur wird dazu verwendet,
um die Bestromung bei einer Temperatur der mindestens einen LED unterhalb der Auslegungstemperatur
im Vergleich zu einer Bestromung im Auslegungszustand herabzusetzen, um eine wegen
der höheren Lichtausbeute in einem unterhalb der Auslegungstemperatur vorliegenden
Kaltzustand bei gleicher Bestromung höhere Lichtstärke der mindestens einen LED zu
kompensieren. Dabei stellt sich im Auslegungszustand bei Dauerbetrieb die Auslegungstemperatur
ein.
[0028] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht ausgehend von einem unterhalb
der Auslegungstemperatur herrschenden Kaltzustand eine Anhebung der Bestromung mit
zunehmender Temperatur der mindestens einen LED bis zum Auslegungszustand vor.
[0029] Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht eine derartige Absenkung
der Bestromung vor, dass eine zumindest annähernd gleiche Helligkeit der mindestens
einen LED im Kaltzustand wie im Auslegungszustand erhalten wird.
[0030] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht eine Absenkung der
Bestromung in diskreten Stufenschritten abhängig von der erfassten Temperatur oder
proportional und kontinuierlich zur erfassten Temperatur.
[0031] Zusammengefasst sieht die Erfindung eine Absenkung der Bestromung von einer oder
mehreren LEDs als Lichtquelle eines Leuchtmittels einer Kraftfahrzeugleuchte im Kaltzustand
in Verbindung mit einer Anhebung der Bestromung mit zunehmender Temperatur bis zum
Erreichen der Auslegungstemperatur vor.
[0032] Die Absenkung ist dabei immer im Vergleich zur Bestromung im Auslegungszustand zu
verstehen. Wird eine LED eingeschaltet, deren Temperatur kleiner ist, als der Schwellenwert,
so wird sie zunächst mit der abgesenkten Bestromung beaufschlagt, welche dann mit
zunehmender Betriebstemperatur der LED angehoben wird.
[0033] Vorteile gegenüber dem Stand der Technik ergeben sich unter anderem durch die Vermeidung
einer Blendung anderer Verkehrsteilnehmer zumindest unmittelbar nach dem Einschalten
einer Lichtfunktion einer Kraftfahrzeugleuchte, welche durch Leuchtmittel verwirklicht
ist, die wenigstens eine LED als Lichtquelle umfassen. Es wird eine annähernd gleiche
Helligkeit der wenigstens einen LED im Kaltzustand und bei Auslegungstemperatur erreicht
und somit eine unerwünschte und andere Verkehrsteilnehmer gefährdende Blendung im
Kaltzustand vermieden.
[0034] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der einzigen Zeichnung Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. Darin bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche
oder gleich wirkende Elemente. Es ist für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen
oder Änderungen der Erfindung von den bevorzugten Ausführungsbeispielen gemacht werden
können, ohne dabei den Schutzbereich der in der Beschreibung genannten oder in den
Ansprüchen geschützten Gegenstände zu verlassen.
[0035] Es zeigt in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Stromversorgung eines Leuchtmittels für eine
Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED als Lichtquelle.
[0036] Ein in Fig. 1 schematisch in seinem Ablauf dargestelltes Verfahren zur Stromversorgung
eines Leuchtmittels für eine Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED als Lichtquelle
besteht zumindest in einer Grundform im Wesentlichen aus sieben Verfahrensschritten
I, II, III, IV, V, VI, VII.
[0037] Das Verfahren startet in einem ersten Verfahrensschritt I mit dem Einschalten eines
sich in einem Kaltzustand befindenden Leuchtmittels für eine Kraftfahrzeugleuchte
mit wenigstens einer LED als Lichtquelle. Das Leuchtmittel umfasst Erfassungsmittel
zur Bestimmung der Temperatur T
LED der mindestens einen LED sowie einen Stromregler, der die Bestromung W
A der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs
konstant hält. Der Temperaturbereich umfasst zumindest eine Auslegungstemperatur T
A der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand bei Dauerbetrieb, die höher ist,
als die Temperatur T
LED der LED im Kaltzustand. Beispielsweise nimmt die LED im Kaltzustand die herrschende
Umgebungstemperatur ein, wenn das Kraftfahrzeug vor dem Einschalten des Leuchtmittels
über eine längere Zeit beispielsweise Nachts abgestellt war. Der Stromregler des Leuchtmittels
umfasst Regelungsmittel zur Absenkung der Bestromung W
K im Vergleich zu der konstanten Bestromung W
A zumindest unterhalb wenigstens eines vorgegebenen Schwellenwerts T
S für die Temperatur. Der Schwellenwert T
S liegt dabei unterhalb der Auslegungstemperatur T
A.
[0038] In einem zweiten Verfahrensschritt II sieht das Verfahren eine Erfassung der Temperatur
T
LED der mindestens einen LED vor. Zur Erfassung kann ein temperaturabhängiges elektronisches
Element vorgesehen sein. Der Begriff temperaturabhängig bezeichnet hierbei eine Eigenschaft
des elektronischen Elements gemäß der dieses von selbst oder bei einer Ansteuerung
von außen, beispielsweise bei einer Bestromung, ein beispielsweise elektrisches Signal
erzeugt oder abgibt, dessen Eigenschaften proportional zu einer vorzugsweise in unmittelbarer
Umgebung des elektronischen Elements vorherrschenden Temperatur sind. Bei dem temperaturabhängigen
elektronischen Element kann es sich beispielsweise um wenigstens eine LED selbst handeln,
aber auch die Anordnung beispielsweise eines Temperatursensors in einer z.B. an eine
oder mehrere LEDs angespritzten Primäroptik oder auf einem eine oder mehrere LEDs
tragenden LED-Träger ist denkbar.
[0039] In einem anschließenden dritten Verfahrensschritt III findet ein Vergleich der erfassten
Temperatur T
LED der mindestens einen LED mit einem Schwellenwert T
S für die Temperatur statt, der vorzugsweise unterhalb einer Auslegungstemperatur T
A liegt, welche die mindestens eine LED bei Dauerbetrieb im Auslegungszustand aufweist.
[0040] Ist die erfasste Temperatur T
LED kleiner als der Schwellenwert T
S, beispielsweise kleiner als die Auslegungstemperatur T
A, so liegt ein Kaltzustand vor, welcher sich dadurch auszeichnet, dass die erfasste
Temperatur T
LED kleiner ist, als der Schwellenwert T
S und damit kleiner als die Auslegungstemperatur T
A. Im Kaltzustand erfolgt in einem vierten Verfahrensschritt IV eine Bestromung W
K der die mindestens eine LED umfassenden Lichtquelle des Leuchtmittels, welche kleiner
ist, als eine konstante Bestromung W
A im Auslegungszustand und damit Vergleich zu einer Bestromung W
A bei Auslegungstemperatur T
A im Auslegungszustand abgesenkt ist. Die Absenkung der Bestromung W
K im Kaltzustand im Vergleich zur Höhe der Bestromung W
A im Auslegungszustand ist dabei bevorzugt so gewählt, dass eine zumindest annähernd
gleiche Helligkeit der mindestens einen LED im Kaltzustand wie im Auslegungszustand
erhalten wird. Als Kaltzustand kann hierbei jeglicher Zustand verstanden werden, bei
dem eine erfasste Temperatur T
LED vorliegt, die kleiner ist, als der Schwellenwert T
S.
[0041] Ist die erfasste Temperatur T
LED größer als der Schwellenwert T
S, beispielsweise identisch mit der Auslegungstemperatur T
A, so wird davon ausgegangen, dass der Auslegungszustand vorliegt. In diesem Fall erfolgt
in einem parallel zum vierten Verfahrensschritt IV liegenden fünften Verfahrensschritt
V eine konstante Bestromung der die mindestens eine LED umfassenden Lichtquelle des
Leuchtmittels in Höhe der im Auslegungszustand vorgesehenen Bestromung W
A. Diese Bestromung W
A im Auslegungszustand ist so gewählt, dass die mindestens eine LED über eine vorgegebene
Lebensdauer bzw. Lebenszeit hinweg auch bei einem Dauerbetrieb mit langer Brenndauer
unter der dann herrschenden Auslegungstemperatur T
A eine zur Erfüllung gesetzlich geforderter Lichtwerte ausreichende Lichtstärke aufweist.
Die Höhe der konstanten Bestromung W
A im Auslegungszustand kennzeichnet sich dabei durch eine Einhaltung einer als Auslegungslichtstärke
bezeichneten Lichtstärke bei Dauerbetrieb aus. Die Länge des Dauerbetriebs kann beispielsweise
durch die gesetzlich geforderten Nachweisverfahren gegeben sein. Beispielsweise tritt
der Dauerbetrieb bei 30 min Betriebsdauer ein, so dass nach dieser Betriebsdauer der
Auslegungszustand vorherrscht. Durch die erfindungsgemäße Absenkung der Bestromung
im Kaltzustand kann die Betriebsdauer, nach welcher der Auslegungszustand erreicht
wird, verlängert werden. Dies hat unter Anderem eine längere Lebenszeit der verwendeten
LEDs zur Folge.
[0042] In einem sechsten Verfahrensschritt VI erfolgt eine Abfrage, ob das Leuchtmittel
weiter betrieben wird, oder ob es ausgeschaltet werden soll.
[0043] Soll das Leuchtmittel wieder ausgeschaltet werden, so endet das Verfahren im siebten
Verfahrensschritt VII und das Leuchtmittel wird abgeschaltet.
[0044] Wird das Leuchtmittel weiter betrieben, so werden die Verfahrensschritte II bis VI
wie durch den Pfeil A angedeutet immer weiter wiederholt, bis das Leuchtmittel in
einer späteren Wiederholung des sechsten Verfahrensschritts VI dann abgeschaltet werden
soll.
[0045] In einer durch die gestrichelten Pfeile B und C angedeuteten alternativen Ausgestaltung
des Verfahrens findet nach dem dritten Verfahrensschritt I und vor dem sechsten Verfahrensschritt
VI anstelle des vierten Verfahrensschritts IV ein parallel zum vierten und zum fünften
Verfahrensschritt liegender achter Verfahrensschritt VIII statt. Dieser achte Verfahrensschritt
VIII sieht vor, dass bei einer erfassten Temperatur T
LED, die niedriger ist, als der beispielsweise durch die Auslegungstemperatur T
A gegebene oder von dieser abhängige Schwellenwert T
S(T
A) eine temperaturabhängige Bestromung W
K(T
LED) der mindestens einen LED stattfindet. Diese temperaturabhängige Bestromung W
K(T
LED) kann ausgehend von einem Kaltzustand mit einer niedereren Temperatur T
LED als dem Schwellenwert T
S und der Auslegungstemperatur T
A mit zunehmender Temperatur T
LED der mindestens einen LED bis zur Höhe der Bestromung W
A im Auslegungszustand ansteigen. Dabei wird die Bestromung W
A im Auslegungszustand erst erreicht, wenn die erfasste Temperatur T
LED den Schwellenwert T
S erreicht, also T
LED = T
S ist. Die Auslegungstemperatur T
A stellt sich dabei entweder sofort nach Erreichen der dem Auslegungszustand entsprechenden
Bestromung W
A ein oder herrscht mehr oder weniger kurz darauf, je nachdem, ob der Schwellenwert
T
S identisch mit der Auslegungstemperatur T
A ist, oder ob und wie weit der Schwellenwert T
S unter der Auslegungstemperatur T
A liegt.
[0046] Der Anstieg der temperaturabhängigen Bestromung W
K(T
LED) kann in einem oder in mehreren diskreten Schritten gemäß einer Stufenfunktion erfolgen,
oder die Bestromung W
K(T
LED) kann einer Funktion mit einer temperaturabhängigen Proportionalität folgen. Für
beide Fälle gilt, dass die Höhe der Bestromung W
K temperaturabhängig ist mit W
K= W
K(T
LED), wobei als obere Grenze für die Höhe der Bestromung die Höhe der Bestromung W
A im Auslegungszustand gilt.
[0047] In jedem Fall kann auch hier die Absenkung der Bestromung W
K(T
LED) so gewählt sein, dass eine zumindest annähernd gleiche Helligkeit der mindestens
einen LED im Kaltzustand wie im Auslegungszustand erhalten wird. Um die selbe Helligkeit
zu erreichen kann sich des Umstands bedient werden, dass auch der Wirkungsgrad η der
Lichtemission einer LED, welcher vereinfacht das Verhältnis von Lichtstärke zur Höhe
der Bestromung widerspiegelt, temperaturabhängig ist. Demnach kann zu jeder erfassten
Temperatur T
LED der Wirkungsgrad η(T
LED) bestimmt werden und hiervon ausgehend auf eine für eine bestimmte Lichtstärke benötigte
Bestromung rückgeschlossen werden. Soll die Helligkeit für jede erfasste Temperatur
T
LED vom Kaltzustand bis zum Auslegungszustand konstant gehalten werden, wird von der
Auslegungslichtstärke ausgegangen, welche dann auch im Kaltzustand wie beschrieben
eingehalten werden kann.
[0048] Für die Bestromung W
A und für die Absenkung der Bestromung W
K gilt das Eingangs gesagte, wonach zur Absenkung der Bestromung W
K bzw. W
K(T) jedwede Maßnahme geeignet ist, die innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls Δt,
welches sich aus der Differenz zweier aufeinanderfolgender Zeitpunkte t
0 und t
1 gemäß Δt=t
1-t
0 ergibt, die der mindestens einen LED zur Lichtemission während des Zeitintervalls
Δt zugeführte elektrische Energie W
el, für die gilt:

zu verringern. Dabei gilt für die Bestromung W
K bzw. W
K(T) im Kaltzustand und für die Bestromung W
A im Auslegungszustand:

[0049] Demnach kann zur Absenkung der Bestromung W
K im Kaltzustand im Vergleich zur Bestromung W
A im Auslegungszustand vorgesehen sein, den Strom I(t) und/oder eine die Spannung U(t)
dem Betrag nach abzusenken und/oder einen getakteten Pulsbetrieb des Stroms I(t) und
der Spannung U(t) mit einer oberhalb für das menschliche Auge wahrnehmbaren Frequenz
vorzusehen. Wird die mindestens eine LED im Auslegungszustand im Pulsbetrieb mit einer
oberhalb für das menschliche Auge wahrnehmbaren Frequenz getaktet betrieben, so kann
die Absenkung der Bestromung W
K im Kaltzustand beispielsweise vorsehen, die stromlosen Intervalle zwischen den aufeinander
folgenden Pulsen zu verlängern und/oder die Pulse selbst zu verkürzen.
[0050] Zusammengefasst sieht die Erfindung vor, bei einer Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens
einer Leuchtdiode oder wenigstens einem LED-Chip als Lichtquelle eines in einem von
einem durch eine Lichtscheibe abgeschlossenen Leuchtengehäuse umschlossenen Leuchteninnenraum
angeordneten Leuchtmittels eine Steuerung der Bestromung der LED und damit der Helligkeit
in Abhängigkeit der Temperatur auf einem beispielsweise als Platine ausgeführten LED-Träger
und/oder der LED selbst vorzunehmen. Die Steuerung sieht dabei vor, dass bei geringer
Temperatur die Bestromung im Vergleich zu einer bei stationärem Betrieb herrschenden
Auslegungstemperatur herabgesetzt ist, um eine wegen des höheren Wirkungsgrads im
kalten Zustand bei gleicher Stromstärke höhere Lichtemission der LED zu kompensieren.
Beispielsweise mittels eines in der Nähe der entsprechenden LED oder sogar in der
LED selbst angeordneten temperaturabhängigen elektronischen Elements kann die Temperatur
erkannt und erfasst werden. Über eine entsprechende Steuerung der Bestromung und damit
der Helligkeit in Abhängigkeit der erfassten Temperatur wird die Helligkeit bevorzugt
soweit wie möglich konstant gehalten.
[0051] Hierdurch wird eine anfängliche Blendung anderer Verkehrsteilnehmer beim Einschalten
des Leuchtmittels einer noch kalten Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED
als Lichtquelle vermieden. Der Begriff Kalt ist hierbei im Verhältnis zu einer die
Auslegungstemperatur widerspiegelnden Betriebstemperatur im Dauerbetrieb zu betrachten
und nur als Vergleichsmaß hierzu zu verstehen. Wie bereits weiter vorn dargelegt ist
der Kaltzustand durch eine erfasste Temperatur der mindestens einen LED gekennzeichnet,
die unterhalb der Auslegungstemperatur liegt.
[0052] Wichtig ist hervorzuheben, dass der Begriff Dauerbetrieb in Abhängigkeit von der
Lichtfunktion zu verstehen ist. Bei einer Wiederholblinkleuchte liegt Dauerbetrieb
beispielsweise bei anhaltender Warnblinklichtfunktion vor, obgleich das Leuchtmittel
wiederholt dunkel ist. Bei einer Tagfahrleuchte liegt Dauerbetrieb beispielsweise
eine bestimmte Zeitspanne nach Einschalten der Lichtfunktion vor, obgleich die als
Lichtquellen verwendeten LEDs oberhalb einer für das menschliche Auge sichtbaren Frequenz
im Pulsbetrieb getaktet betrieben sein können.
[0053] Die Erfindung ist insbesondere im Bereich der Herstellung von Kraftfahrzeugleuchten
sowie der Herstellung von Leuchtmitteln Für Kraftfahrzeugleuchten mit LEDs als Lichtquelle
gewerblich anwendbar.
1. Leuchtmittel für eine Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED als Lichtquelle,
welches Erfassungsmittel zur Bestimmung der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED sowie einen Stromregler aufweist, der die Bestromung (WA) der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs
konstant hält, wobei der Temperaturbereich zumindest eine Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand bei Dauerbetrieb umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stromregler Regelungsmittel zur Absenkung der Bestromung (WK) zumindest unterhalb wenigstens eines vorgegebenen Schwellenwerts (TS) für die Temperatur umfasst.
2. Leuchtmittel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ausgehend von einem Kaltzustand mit einer niedereren Temperatur (TLED) als der Auslegungstemperatur (TA) die Bestromung (WK) mit zunehmender Temperatur (TLED) der mindestens einen LED bis zum Auslegungszustand steigt.
3. Leuchtmittel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vorgegebene Schwellenwert (TS) unter der Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED liegt.
4. Leuchtmittel nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK) so gewählt ist, dass eine zumindest annähernd gleiche Helligkeit der mindestens
einen LED im Kaltzustand wie im Auslegungszustand erhalten wird.
5. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK=WK(TLED)) in diskreten Stufenschritten oder kontinuierlich abhängig von der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED erfolgt.
6. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassungsmittel wenigstens ein temperaturabhängiges elektronisches Element umfassen.
7. Leuchtmittel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das temperaturabhängige elektronische Element auf einem LED-Träger untergebracht
ist, auf dem wenigstens eine LED angeordnet ist.
8. Leuchtmittel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das temperaturabhängige elektronische Element in einer Primäroptik wenigstens einer
LED untergebracht ist.
9. Leuchtmittel nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das temperaturabhängige elektronische Element wenigstens eine LED umfasst.
10. Verfahren zur Stromversorgung eines Leuchtmittels für eine Kraftfahrzeugleuchte mit
wenigstens einer LED als Lichtquelle, mit den Verfahrensschritten:
- Einhaltung einer konstanten Bestromung (WA) der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs,
welcher zumindest eine Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand bei Dauerbetrieb umfasst, sowie
- Erfassung der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED,
gekennzeichnet durch den Verfahrensschritt:
- Absenkung der Bestromung (WK) bei einer Temperatur (TLED) der mindestens einen LED unterhalb eines Schwellenwerts (TS) für die Temperatur, welcher bevorzugt kleiner ist, als die Auslegungstemperatur
(TA).
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass ausgehend von einem unterhalb der Auslegungstemperatur (TA) vorherrschenden Kaltzustand eine Anhebung der Bestromung (WK) mit zunehmender Temperatur (TLED) der mindestens einen LED bis zum Auslegungszustand erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Absenkung der Bestromung (WK) eine zumindest annähernd gleiche Helligkeit der mindestens einen LED im Kaltzustand
wie im Auslegungszustand erhalten wird.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK=WK(TLED)) in diskreten Schritten abhängig von der erfassten Temperatur (TLED) erfolgt.
14. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK=WK(TLED)) proportional zur erfassten Temperatur (TLED) erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
gekennzeichnet durch
eine Verwendung einer temperaturabhängigen Kennlinie des elektrischen Widerstands
der mindestens einen LED zur Erfassung der Temperatur (TLED) der LED, wobei bevorzugt eine Kalibrierung der Kennlinie durch Ermittlung einer Umgebungstemperatur und gleichzeitige Ermittlung des elektrischen
Widerstands durch kurzes Bestromen der LED in einem Kaltzustand unter Umgebungstemperatur erfolgt.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Leuchtmittel für eine Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED als Lichtquelle,
welches Erfassungsmittel zur Bestimmung der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED sowie einen Stromregler aufweist, der die Bestromung (WA) der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs
konstant hält, wobei der Temperaturbereich zumindest eine Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand bei Dauerbetrieb umfasst, wobei
der Stromregler Regelungsmittel zur Absenkung der Bestromung (WK) zumindest unterhalb wenigstens eines vorgegebenen Schwellenwerts (TS) für die Temperatur umfasst, und die Erfassungsmittel wenigstens ein temperaturabhängiges
elektronisches Element umfassen, welches temperaturabhängige elektronische Element
wenigstens eine LED des Leuchtmittels umfasst,
gekennzeichnet durch
eine Kalibrierung der Kennlinie, welche das Verhalten des elektrischen Widerstands
einer LED über der Temperatur beschreibt, durch Bestimmung des elektrischen Widerstands des Leuchtmittels und der im Kaltzustand
für die LED geltenden Umgebungstemperatur, indem das Leuchtmittel oder eine ausgewählte
LED des Leuchtmittels kurzzeitig mit bekannter Spannung oder bekanntem Strom beaufschlagt
wird und der Strom bzw. der Spannungsabfall gemessen und die Umgebungstemperatur kraftfahrzeugseitig
abgefragt wird.
2. Leuchtmittel für eine Kraftfahrzeugleuchte mit wenigstens einer LED als Lichtquelle,
welches Erfassungsmittel zur Bestimmung der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED sowie einen Stromregler aufweist, der die Bestromung (WA) der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs
konstant hält, wobei der Temperaturbereich zumindest eine Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand bei Dauerbetrieb umfasst, wobei
der Stromregler Regelungsmittel zur Absenkung der Bestromung (WK) zumindest unterhalb wenigstens eines vorgegebenen Schwellenwerts (TS) für die Temperatur umfasst, und die Erfassungsmittel wenigstens ein temperaturabhängiges
elektronisches Element umfassen,
dadurch gekennzeichnet,
dass das temperaturabhängige elektronische Element in einer Primäroptik wenigstens einer
LED untergebracht ist.
3. Leuchtmittel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ausgehend von einem Kaltzustand mit einer niedereren Temperatur (TLED) als der Auslegungstemperatur (TA) die Bestromung (WK) mit zunehmender Temperatur (TLED) der mindestens einen LED bis zum Auslegungszustand steigt.
4. Leuchtmittel nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vorgegebene Schwellenwert (TS) unter der Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED liegt.
5. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK) so gewählt ist, dass eine zumindest annähernd gleiche Helligkeit der mindestens
einen LED im Kaltzustand wie im Auslegungszustand erhalten wird.
6. Leuchtmittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK=WK(TLED)) in diskreten Stufenschritten oder kontinuierlich abhängig von der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED erfolgt.
7. Verfahren zur Stromversorgung eines Leuchtmittels für eine Kraftfahrzeugleuchte mit
wenigstens einer LED als Lichtquelle, mit den Verfahrensschritten:
- Einhaltung einer konstanten Bestromung (WA) der mindestens einen LED zumindest innerhalb eines vorgegebenen Temperaturbereichs,
welcher zumindest eine Auslegungstemperatur (TA) der mindestens einen LED in einem Auslegungszustand bei Dauerbetrieb umfasst,
- Erfassung der Temperatur (TLED) der mindestens einen LED, sowie
- Absenkung der Bestromung (WK) bei einer Temperatur (TLED) der mindestens einen LED unterhalb eines Schwellenwerts (TS) für die Temperatur, welcher bevorzugt kleiner ist, als die Auslegungstemperatur
(TA),
gekennzeichnet durch
eine Verwendung einer temperaturabhängigen Kennlinie des elektrischen Widerstands
der mindestens einen LED zur Erfassung der Temperatur (T
LED) der LED, wobei eine Kalibrierung der Kennlinie
durch Ermittlung einer Umgebungstemperatur und gleichzeitige Ermittlung des elektrischen
Widerstands durch kurzes Bestromen der LED in einem Kaltzustand unter Umgebungstemperatur
erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass ausgehend von einem unterhalb der Auslegungstemperatur (TA) vorherrschenden Kaltzustand eine Anhebung der Bestromung (WK) mit zunehmender Temperatur (TLED) der mindestens einen LED bis zum Auslegungszustand erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Absenkung der Bestromung (WK) eine zumindest annähernd gleiche Helligkeit der mindestens einen LED im Kaltzustand
wie im Auslegungszustand erhalten wird.
10. Verfahren nach Anspruch 7, 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK=WK(TLED)) in diskreten Schritten abhängig von der erfassten Temperatur (TLED) erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 7, 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absenkung der Bestromung (WK=WK(TLED)) proportional zur erfassten Temperatur (TLED) erfolgt.