[0001] Die Erfindung betrifft ein Wäschetrocknungsgerät mit einem Flusensieb und ein Verfahren
zum Betreiben eines solchen Wäschetrocknungsgeräts.
[0002] Es sind Wäschetrockner bekannt, bei denen zum Abreinigen von auf einem Flusensieb
abgeschiedenen Flusen eine Reinigungsflüssigkeit über das Flusensieb gespült wird,
welche die Flusen von der Sieboberfläche ablöst und vom Sieb abtransportiert. Diese
Reinigungsflüssigkeit besteht aus Kondensatwasser einer bei einem Trocknungsvorgang
aus einer Wäsche entzogenen Feuchtigkeit. Da die Menge des Kondensatwassers, das zum
Abspülen der Flusen vom Flusensieb zur Verfügung steht, von der jeweiligen Beladung
und Einstellung des Trockners abhängt, können sehr unterschiedliche Füllstände in
einem Spülbehälter vorliegen. Durch den unterschiedlichen Flüssigkeitsstand läuft
bei gleicher Öffnungszeit eines in einem Boden des Spülbehälters angeordneten Ventils
aufgrund des unterschiedlichen Wasserdrucks eine unterschiedliche Menge der Reinigungsflüssigkeit
zur Abreinigung der Flusen vom Flusensieb aus.
[0003] Die Reinigungsflüssigkeit wird nach der Abreinigung der Flusen vom Flusensieb auch
zum Abtransport der Flusen vom Flusensieb in ein Depot verwendet. In diesem Depot
werden die Flusen und das Kondensatwasser durch Filterung wieder getrennt. Während
einer Abreinigung müssen das bereits aus vorhergegangenen Abreinigungen deponierte
Flusenvolumen und kurzzeitig die flusenbeladene Flüssigkeit der gerade durchgeführten
Abreinigung im Depot untergebracht werden. Dabei kann sich ein Rückstau im Depot bilden,
welcher sogar zu einem Überlaufen der flusenbeladene Flüssigkeit des Depots führen
kann.
[0004] Die
WO 2008/119611 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen eines Bauteiles, insbesondere
eines Verdampfers einer Kondensatoreinrichtung, sowie Wasch- oder Wäschetrockner mit
einer solchen Vorrichtung. Zum Reinigen eines innerhalb eines Prozessluftkreislaufes
eines Wasch- oder Wäschetrockners angeordneten Bauteiles, insbesondere eines Verdampfers
einer Kondensatoreinrichtung, wird dazu Kondensatwasser, welches in dem Prozessluftkreislauf
aus dem Trocknen von feuchter Wäsche gewonnen und in einer Kondensatwasserwanne aufgefangen
wird, zu einem oberhalb des Verdampfers vorgesehenen Spülbehälter hin geleitet und
durch dessen schlagartiges Öffnen auf der Austrittsseite als Wasserschwall an das
betreffende Bauteil abgegeben. Hierbei wird zur Reinigung des Verdampfers die gesamte
in dem Spülbehälter gespeicherte Menge an Kondensatwasser abgegeben, weshalb die Kondensatwasserwanne
entweder sehr groß dimensioniert sein muss oder eine Gefahr eines Überlaufens der
Kondensatwasserwanne besteht.
[0005] Aus der
DE 37 38 031 A1 geht ein Wäschetrocknungsgerät mit einem, insbesondere innerhalb eines Prozessluftkreises
angeordneten, zu reinigenden Bauteil in Form eines Wärmetauschers und mit einem hochliegenden
Spülbehälter, wobei eine Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter durch ein steuerbares
Ventil an das zu reinigende Bauteil abgebbar ist.
[0006] Aus der
DE 10 2005 014 842 A1 geht ein Umluftwäschetrockner mit einer Wärmepumpe hervor, welche zwei in der Umluft
angeordnete Wärmetauscher aufweist, die zum Gewährleisten eines schnellen Temperatur-
und Druckausgleichs vor einem Anfahren der Wärmepumpe mit Wasser zu fluten sind. Das
Wasser kann Kondensat sein, welches in einem Trocknungsprozess angefallen ist und
in einem Sammelbehälter gespeichert wurde. Aus diesem kann es über eine Vorrichtung
zum zum Öffnen und Absperren des Wasserablaufs und eine Verteilervorrichtung zu den
Wärmetauschern geleitet werden.
[0007] Aus der prioritätsälteren nachveröffentlichten
EP 2 199 455 A2 geht ein Wäschetrocknungsgerät mit einem innerhalb eines Prozessluftkreislaufs angeordneten
zu reinigenden Bauteil und mit einem oberhalb des zu reinigenden Bauteils vorgesehenen
Spülbehälter hervor, bei dem eine Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter durch
ein steuerbares Ventil an das zu reinigende Bauteil abgebbar ist. Dabei wird vor eine
in Abhängigkeit von einem vorgegebenen Reinigungsprogramm benötigte Menge an Spülflüssigkeit
ermittelt, mit der im Spülbehälter vorhandenen Menge an Spülflüssigkeit verglichen
und bei einem Unterschreiten der benötigten Menge der Spülbehälter mit Wasser bis
zur benötigten Menge aufgefüllt.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, in einem gattungsgemäßen Wäschetrocknungsgerät
ein Überlaufen von Reinigungsflüssigkeit während eines Reinigungsvorgangs eines zu
reinigenden Bauteils des Wäschetrocknungsgeräts zu vermeiden und eine Aufnahmefähigkeit
für von dem Bauteil abgereinigte Teilchen zu verbessern. Dazu sollen ein entsprechendes
Wäschetrocknungsgerät sowie ein Verfahren zu dessen Betreiben angegeben werden.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der jeweiligen unabhängigen Ansprüche gelöst.
Bevorzugte Ausführungsformen sind insbesondere den abhängigen Ansprüchen entnehmbar.
[0010] Das Wäschetrocknungsgerät ist mit einem, insbesondere innerhalb eines Prozessluftkreislaufs
angeordneten, zu reinigenden Bauteil und mit einem oberhalb des zu reinigenden Bauteils
vorgesehenen Spülbehälter ausgerüstet, wobei eine Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter
durch ein steuerbares Ventil an das zu reinigende Bauteil abgebbar ist und wobei das
Ventil auf der Grundlage einer in dem Spülbehälter befindlichen Menge der Reinigungsflüssigkeit
steuerbar, insbesondere betätigbar, ist derart, dass nur eine für eine effektive Abreinigung
gerade noch ausreichende Menge der Reinigungsflüssigkeit abgegeben wird.
[0011] Durch die zumindest annähernde Kenntnis der Menge der Reinigungsflüssigkeit kann
das Ventil so gesteuert werden, dass bei einem Reinigungsvorgang die gewünschte Menge
an Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter mit hoher Genauigkeit zu dem zu reinigenden
Bauteil abgelassen werden kann. So lässt sich insbesondere eine für eine effektive
Abreinigung gerade noch ausreichende Menge der Reinigungsflüssigkeit abgeben, wodurch
auch ein dem zu reinigenden Bauteil fluidisch nachgeordneter Auffangbehälter (Flusendepot,
Kondensatwasserwanne usw.) nur mit der geringstmöglichen Menge an Reinigungsflüssigkeit
befüllt wird. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass der Spülbehälter vor einem
Reinigungsvorgang mit einer größeren Menge an Reinigungsflüssigkeit als für einen
Reinigungsvorgang gerade noch ausreichend befüllt ist. Dies verringert die Gefahr
eines Überlaufens des Auffangbehälters, welcher folglich bei einem gleichen Volumen
für eine größere Flusenmenge ausgelegt werden kann. Es ergibt sich der weitere Vorteil,
dass die Steuerung des Öffnungsverhaltens des Ventils in Abhängigkeit von der in dem
Spülbehälter befindlichen Menge der Reinigungsflüssigkeit eine Vergleichmäßigung des
Spülvolumens erlaubt.
[0012] Das Ventil ist zu seiner Betätigung mit einer Steuereinrichtung, insbesondere zentralen
[0013] Steuereinrichtung, des Wäschetrocknungsgeräts verbunden. Die Steuereinrichtung ist
mit einer Logik für eine Berechnung einer in dem Spülbehälter befindlichen Menge der
Reinigungsflüssigkeit ausgerüstet.
[0014] Die Steuereinrichtung kann funktional mit mindestens einem Sensor verbunden sein,
wobei mindestens ein Messwert des mindestens einen Sensors als eine Eingabegröße oder
als Eingabegrößen für die Berechnung dienen kann bzw. können. Der mindestens eine
Sensor kann beispielsweise mindestens einen Beladungssensor, mindestens einen Feuchtigkeitssensor
(z.B. zur Messung einer Temperatur von aus einer Wäschetrommel abgeführter Prozessluft),
mindestens einen Temperatursensor (z.B. zur Messung einer Temperatur oder einer Temperaturdifferenz
an einem Wärmetauscher) usw. umfassen.
[0015] Das Ventil kann gemäß einer Ausführungsform in Abhängigkeit von einer Beladung des
Wäschetrocknungsgeräts steuerbar sein. Dabei wird ausgenutzt, dass die Steuerung einiger
Wäschetrockner bereits in der Lage ist, die Beladung bzw. Beladungsmenge in einer
Wäschetrommel des Wäschetrocknungsgeräts zu erkennen. Aus den Beladungswerten lässt
sich die Menge an Kondensatwasser, welche während eines Trocknungsgangs anfällt, zumindest
grob vorhersagen. Daraus wiederum lässt sich die Kondensatwassermenge bestimmen, die
sich für die Abreinigung in dem Spülbehälter befinden wird. Bei dieser Lösung kann
die Menge an Reinigungsflüssigkeit (Kondensatwassermenge, ggf. mit dosiert zugeführtem
Frischwasser) mit ausreichender Genauigkeit unter Rückgriff auf eine im Grundsatz
bekannte Methode abgeschätzt werden, was eine besonders preiswerte Umsetzung ermöglicht.
[0016] Eine noch genauere Bestimmung kann vorteilhafterweise für den Fall erreicht werden,
dass das Ventil in Abhängigkeit von einem vorbestimmten Trocknungsgrad bzw. einem
bestimmten Trockenzustand (z. B. bügeltrocken, schranktrocken usw.) steuerbar ist.
Unter Kenntnis des Trocknungsgrads und damit der in der Wäsche verbleibenden Restfeuchte
kann die voraussichtliche Menge an Reinigungsflüssigkeit im Spülbehälter entsprechend
korrigiert werden.
[0017] Eine genauere Bestimmung kann vorteilhafterweise auch für den Fall erreicht werden,
dass das Ventil in Abhängigkeit von einer vorgewählten Textilart (Wolle, Baumwolle
usw.) steuerbar ist. Denn auch unter Kenntnis der Textilart und damit der in der Wäsche
textilbedingt verbleibenden Restfeuchte kann die voraussichtliche Menge an Reinigungsflüssigkeit
im Spülbehälter korrigiert werden.
[0018] Eine genauere Bestimmung kann alternativ oder zusätzlich dadurch erreicht werden,
dass das Ventil vorteilhafterweise in Anhängigkeit von einer Trocknungszeit gesteuert
wird. Die Trocknungsgeschwindigkeit ist unabhängig von der Beladung und einer Anfangsrestfeuchte
gleich im Wesentlichen. Aus der bereits vergangenen Trocknungszeit kann daher direkt
auf die im Spülbehälter bereits gesammelte Flüssigkeitsmenge geschlossen werden.
[0019] Alternativ oder zusätzlich kann das Ventil in Abhängigkeit von einem gemessenen Füllstand
des Spülbehälters und / oder des Auffangbehälters steuerbar sein. Eine Ermittlung
des Füllstands im Spülbehälter kann z.B. über einen magnetischen Schwimmer mit Read-Schalter-Kaskade,
eine Hallsensorabtastung oder eine magnetoresistive Sensorabtastung oder auch durch
eine direkte Pegelstandsabtastung z.B. durch kapazitive, optische oder akustische
Sensoren erreicht werden.
[0020] Erfindungsgemäß ist das Ventil bezüglich einer Öffnungsdauer steuerbar.
[0021] In anderen Worten ist die für die Abreinigung vorgesehene Menge der Reinigungsflüssigkeit
dadurch dosierbar, dass die Öffnungsdauer des Ventils entsprechend einstellbar ist.
Dabei ist von Vorteil, dass ein Öffnungsvorgang sehr einfach und schnell durch ein
vollständiges Öffnen des Ventils durchgeführt werden kann.
[0022] Zusätzlich kann das Ventil bezüglich eines Strömungsquerschnitts steuerbar sein.
In anderen Worten ist die für die Abreinigung vorgesehene Menge der Reinigungsflüssigkeit
dadurch dosierbar, dass der durch das Ventil freigegebene Strömungsquerschnitt entsprechend
einstellbar ist.
[0023] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung kann das Wäschetrocknungsgerät einen Auffangbehälter
in Form einer Kondensatwasserwanne aufweisen, in welcher in dem Prozessluftkreislauf
durch Trocknen von feuchter Wäsche entstehendes Kondensatwasser auffangbar ist, wobei
dieses Kondensatwasser dem Spülbehälter als die Reinigungsflüssigkeit zuführbar ist.
Die Zuführung kann beispielsweise mittels einer Pumpe realisiert werden.
[0024] Es ist eine noch weitere Ausgestaltung, dass der Kondensatwasserwanne ein Flusendepot
fluidisch vorgeschaltet sein kann, wobei das Flusendepot einen mit einem Flusenrückhalteelement
ausgerüsteten Abfluss aufweisen kann. Das Flusenrückhalteelement kann beispielsweise
ein Sieb aufweisen. Durch das Flusendepot kann eine Verstopfung der Kondensatwasserwanne
und einer daran ggf. angeschlossenen Pumpe verhindert werden.
[0025] Zur Erreichung einer kompakten Bauweise kann es vorteilhaft sein, dass das Flusendepot
als Vorkammer in die Kondensatwasserwanne integriert ist. Dann kann das Flusendepot
als eine Vorkammer der Kondensatwasserwanne angesehen werden.
[0026] Zur bequemen und auch durch einen Endkunden problemlos durchführbaren Entfernung
der Flusen kann es vorteilhaft sein, dass das Flusendepot entnehmbar ist.
[0027] Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben des oben beschriebenen
Wäschetrocknungsgeräts, wobei das Verfahren mindestens die folgenden Schritte aufweist:
- (a) Ermitteln einer Menge der Reinigungsflüssigkeit in dem Spülbehälter und
- (b) Steuern des Ventils zum Ablassen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter
an das zu reinigende Bauteil in Abhängigkeit von der ermittelten Menge der Reinigungsflüssigkeit
derart, dass nur eine für eine effektive Abreinigung gerade noch ausreichende Menge
der Reinigungsflüssigkeit abgegeben wird.
[0028] Es kann vorteilhaft sein, wenn in Schritt (b) das Steuern des Ventils ein Öffnen
des Ventils mit einer Öffnungsdauer in Abhängigkeit von der ermittelten Menge der
Reinigungsflüssigkeit umfasst.
[0029] Es kann auch vorteilhaft sein, wenn in Schritt (b) das Steuern des Ventils ein Öffnen
des Ventils mit einem Strömungsquerschnitt in Abhängigkeit von der ermittelten Menge
der Reinigungsflüssigkeit umfasst.
[0030] Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass das Ventil so lange geöffnet wird,
bis eine Menge von maximal ungefähr 0,5 l bis 1 l der Reinigungsflüssigkeit zu dem
zu reinigenden Bauteil abgelassen wird. Dabei ergibt sich eine gute Reinigungsleistung
bei gleichzeitig geringem Verbrauch an Reinigungsflüssigkeit, und es besteht nicht
die Gefahr, dass der Auffangbehälter überläuft.
[0031] In den folgenden Figuren wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels / von
Ausführungsbeispielen schematisch genauer beschrieben. Dabei können zur besseren Übersichtlichkeit
gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sein.
- Fig.1
- zeigt eine Prinzipskizze eines Wäschetrocknungsgeräts;
- Fig.2
- zeigt eine Auftragung einer aus einem Spülwasserbehälter des Wäschetrocknungsgeräts
aus Fig.1 abgegebenen Reinigungsflüssigkeitsmenge gegen eine in dem Spülbehälter anfänglich
gespeicherte Reinigungsflüssigkeitsmenge für verschiedene Öffnungsdauern eines zugehörigen
Ventils.
[0032] Fig. 1 zeigt ein Wäschetrocknungsgerät W, von dem hier allerdings lediglich die für
ein Verständnis der vorliegenden Erläuterung hilfreichen Teile dargestellt sind. Zu
diesen Teilen gehört vor allem eine zu trocknende feuchte Wäsche enthaltende Wasch-
oder Wäschetrommel WT und eine mit dieser verbundene, nachstehend näher betrachtete
Prozessluftstromanordnung, durch die in Richtung der in Fig.1 angegebenen Pfeile Prozessluft
strömt. Die Wäschetrommel WT und die Prozessluftstromanordnung bilden zusammen einen
Prozessluftkreislauf.
[0033] Die Prozessluftstromanordnung umfasst eine Reihe von Prozessluftkanälen LU1, LU2,
LU3 und LU4 sowie mit diesen verbundene Einrichtungen, nämlich ein Gebläse GB, eine
Heizeinrichtung HE und einen Verdampfer EV einer hier nicht näher dargestellten Kondensatoreinrichtung.
Der Verdampfer EV ist dabei austrittsseitig über einen als Übergangsteil dienenden
trichterförmigen Anschluss TR1 mit dem einen Ende des Prozessluftkanals LU1 verbunden,
welchem kalte, trockene Prozessluft zugeführt wird und welcher mit seinem anderen
Ende mit einem Eingangsanschluss des Gebläses GB verbunden ist. Dieses Gebläse GB
ist ausgangsseitig über den Prozessluftkanal LU2 mit der Eingangsseite der Heizeinrichtung
HE verbunden, welche ausgangsseitig durch den Prozessluftkanal LU3 mit der Eingangsseite
der Wasch- oder Wäschetrommel WT für die Zuführung von nunmehr heißer, trockener Prozessluft
verbunden ist. Ausgangsseitig ist die Wasch- bzw. Wäschetrommel WT zur Ableitung von
heißer feuchter Prozessluft, die von in ihr zu trocknender feuchter Wäsche abgeführt
wird, durch den Prozessluftkanal LU4 und einen sich daran anschließenden, ebenfalls
als Übergangsteil dienenden trichterförmigen Anschluss TR2 mit der Eintrittsseite
des Verdampfers EV verbunden. In diesem Verdampfer EV findet ein Kondensieren der
Feuchtigkeit der durch den Prozessluftkanal LU4 von der Wasch- bzw. Wäschetrommel
WT zugeführten heißen, feuchten Prozessluft statt. Das dadurch in dem Verdampfer EV
entstehende Kondensatwasser tritt, wie in Fig.1 angedeutet, in Form von Wassertröpfchen
in einen unterhalb des Verdampfers EV angeordneten Auffangbehälter in Form einer Kondensatwasserwanne
KW ein, in der es gesammelt wird.
[0034] Das in der Kondensatwasserwanne KW gesammelte Kondensatwasser muss aus dieser abgeführt
werden, damit es dort nicht zu einem Überlaufen kommt. Dazu ist die Kondensatwasserwanne
KW im vorliegenden Fall durch einen Verbindungskanal K1 mit der Eingangsseite einer
elektrischen Pumpe P1 verbunden, die beispielsweise eine Flügelradpumpe sein kann.
Ausgangsseitig ist die Pumpe P1 durch einen Verbindungskanal K2 mit der Eingangsseite
eines ersten Verteilers VE1 verbunden, bei dem es sich im vorliegenden Fall um ein
steuerbares Zweiwegeventil handeln mag. Der betreffende erste Verteiler bzw. das Zweiwegeventil
VE1 weist zwei Ausgangsanschlüsse auf, deren einer mit einem Verbindungskanal K3 verbunden
ist und deren anderer mit einem Verbindungskanal K4 verbunden ist.
[0035] Der Verbindungskanal K3 dient dazu, dass durch ihn abgegebenes, aus der Kondensatwasserwanne
KW mittels der Pumpe P1 hochgepumptes Kondensatwasser in einen im oberen Bereich des
die Vorrichtung gemäß der Erfindung enthaltenden Wasch- oder Wäschetrockners vorgesehenen
gesonderten Speicherbehälter SP1 abgegeben wird. Bei diesem Speicherbehälter SP1 kann
es sich beispielsweise um einen aus dem Wasch- oder Wäschetrockner, in welchem die
beschriebene Vorrichtung enthalten ist, manuell entnehmbaren Speicherbehälter handeln,
durch den das in ihn aus der Kondensatwasserwanne KW hochgepumpte Kondensatwasser
entsorgt werden kann.
[0036] Der Verbindungskanal K4 dient dazu, ausgangsseitig ihm von dem ersten Verteiler bzw.
Zweiwegeventil VE1 zugeführtes Kondensatwasser an einen Spülbehälter SB1 abzugeben.
Dieser Spülbehälter SB1, der in dem die dargestellte Vorrichtung enthaltenden Wasch-
oder Wäschetrockner möglichst weit an dessen Oberseite angeordnet ist und der die
gleiche Speicherkapazität aufweisen kann wie die Kondensatwasserwanne KW oder der
Speicherbehälter SP1, beispielsweise für die Aufnahme von 2 Liter Kondensatwasser,
ist sicherheitshalber - wie dargestellt - mit einer Überlaufanordnung versehen, durch
die aus dem Spülbehälter SB1 gegebenenfalls überlaufendes Kondensatwasser in einen
Überlaufbehälter UB gelangt, der durch einen Rücklaufkanal RK direkt mit der Kondensatwasserwanne
KW in Verbindung steht und in ihn hinein gelangendes Kondensatwasser direkt an die
Kondensatwasserwanne KW abzugeben vermag.
[0037] Das in der Kondensatwasserwanne KW gesammelte Kondensatwasser kann andererseits durch
einen Verbindungskanal K5 mittels einer elektrischen Pumpe P2, bei der es sich ebenfalls
beispielsweise um eine Flügelradpumpe handeln kann, in einen Verbindungskanal K6 abgepumpt
werden, der zu einer Abwasserentsorgungsanordnung, wie zu einer Wasserabflussleitung,
hinführen kann.
[0038] Der Spülbehälter SB1 ist mit seiner Ausgangs- bzw. Austrittsseite über ein normalerweise
verschlossenes erstes Ventil VT1, welches durch Betätigen bzw. Ansteuern zu öffnen
ist, mit einem Fallrohr FR verbunden. In dem Fallrohr FR ist ein Verteiler VE2 eingesetzt,
dessen Eingangsseite mit dem Spülbehälter SB1 verbunden ist. Bei dem Verteiler VE2
handelt es sich in dem vorliegenden Fall um ein steuerbares Zweiwegeventil. An dem
Verteiler VE2 wird das Fallrohr FR ausgehend von einem nicht verzweigten Abschnitt
FRa in eine erste Abzweigung FRb und eine zweite Abzweigung FRc aufgeteilt. Die erste
Abzweigung FRb führt zu einem Eintrittsbereich des Verdampfers EV, während die zweite
Abzweigung FRc zu dem Prozessluftkanal LU4 führt. Genauer gesagt führt die zweite
Abzweigung FRc zu einem oberen Rand eines in dem Prozessluftkanal LU4 eingesetzten
luftdurchlässigen Flusensiebs FS, welches dazu dient, Flusen und andere Teilchen aus
der feuchten, warmen Prozessluft zu entfernen.
[0039] Im Folgenden wird zunächst die Wirkungsweise des Fallrohrs FR zur Abreinigung des
Verdampfers EV beschrieben, also des nicht verzweigten Teils FRa zwischen dem ersten
Ventil VT1 und dem zweiten Verteiler VE2 und der ersten Abzweigung FRb: Diesbezüglich
weist das einen relativ großen Querschnitt aufweisende Fallrohr FR vorzugsweise eine
Fallhöhe von etwa 500 mm bis 600 mm für das aus dem Spülbehälter SB1 schwallartig
abzugebende Kondensatwasser auf. Das Fallrohr FR bzw. dessen erste Abzweigung FRb
ist an ihrem in Fig.1 unteren Ende mit einer ortsfest angeordneten, einen über die
gesamte Breite des Verdampfers EV sich erstreckenden, etwa ovalförmigen Austrittsbereich
mit einer Breite von etwa 6 mm bis 10 mm aufweisenden Spüldüse DU versehen, die mit
der Längsmitte ihres Austrittsbereiches in einem festgelegten Abstand, der hier etwa
10 mm bis 50 mm beträgt, von dem in Fig.1 rechts liegenden Eintrittsbereich des Verdampfers
EV für heiße, feuchte Prozessluft angeordnet ist. Durch diese Anordnung aus Fallrohr
FR bzw. FRa, FRb und Spüldüse DU kann aus dem Spülbehälter SB1 bei geöffnetem ersten
Ventil VT1 austretendes Kondensatwasser als Wasserschwall an einen vorzugsweise lediglich
in dem festgelegten Abstand von dem Eintrittsbereich der Prozessluft in den Verdampfer
EV befindlichen Verdampferbereich abgegeben werden. Die Abmessungen der Durchlassöffnung
des ersten Ventils VT1 sowie des Querschnitts des Fallrohres FR bzw. FRa, FRb und
der Spüldüse DU sind dabei vorzugsweise so gewählt, dass das in dem Spülbehälter SB1
gesammelte Kondensatwasser - also gemäß dem oben angenommenen Beispiel etwa 2 Liter
Kondensatwasser - innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne von 1 bis 2 Sekunden als
Wasserschwall an den Verdampfer EV abgegeben wird. Durch die Abgabe eines solchen
Wasserschwalls, also mit einer Geschwindigkeit von beispielsweise bis zu 0,5 Liter
bis 2 Liter in 2 Sekunden und vorzugsweise unmittelbar nach Durchführen eines Trocknungsvorgangs
der feuchten Wäsche, die sich in der Wasch- bzw. Wäschetrommel WT zum Trocknen befindet,
gelingt es auf besonders wirksame Weise, aus dem erwähnten Prozessluft-Eintrittsbereich
des Verdampfers EV und über diesen Bereich hinaus Flusen und andere Verunreinigungen
wegzuspülen, die dort durch den Prozessluftkanal LU4 und den trichterförmigen Anschluss
TR2 zugeführt worden sind. Um eine weitgehend gleichmäßige Abgabemenge des Wasserschwalls
zwischen dem Beginn und der Beendigung seiner Abgabe an den Verdampfer EV zu erreichen,
hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn das Fallrohr FR, FRb einen Bereich aufweist,
zu dem auch die Spüldüse DU gehört, der bezogen auf den Querschnitt des Austrittsbereiches
des Spülbehälters SB1 verengt ist. Dabei ist jedoch sicherzustellen, dass die zuvor
angegebene Mindestmenge am Kondensatwasser pro Zeiteinheit zum Spülen des Verdampfers
EV bereitgestellt wird. Zusätzlich zu der zuvor erwähnten schwallartigen Abgabe des
in dem Spülbehälter SB1 jeweils enthaltenen Kondensatwassers an den Verdampfer EV
kann normales, unter Druck stehendes Leitungswasser zur Reinigung an den Verdampfer
abgegeben werden. Dazu ist ein Wasserzulaufrohr WA vorgesehen, dem das betreffende
unter Druck stehende Leitungswasser zugeführt wird. Mit der Abgabeseite des betreffenden
Wasserzulaufrohres WA ist gemäß Fig.1 ein zweites Ventil VT2 verbunden, bei dem es
sich beispielsweise um ein normales Absperrventil handeln kann. Auf der Austrittsseite
des zweiten Ventils VT2 ist ein Wasserabführrohr ZR vorgesehen, welches in dem unteren
Bereich des Fallrohres FR in dieses hineinragt, also gemäß Fig.1 oberhalb der Spüldüse
DU des betreffenden Fallrohrs FR bzw. FRb. Auf diese Weise kann das Leitungswasser
ergänzend zu dem schwallartig aus dem Spülbehälter SB1 abgegebenen Kondensatwasser
zur Reinigung des Verdampfers EV abgegeben werden, oder es kann auch allein an den
Verdampfer EV zu dessen Reinigung abgegeben werden. Um dabei ein Überlaufen der Kondensatwasserwanne
KW zu vermeiden, kann das in dem Spülbehälter SB1 jeweils aufgefangene Kondensatwasser
mit Hilfe der erwähnten Pumpen P1 und P2 abgepumpt werden. Dabei ist klar, dass mittels
der Pumpe P1 lediglich ein solcher Anteil des in der Kondensatwasserwanne KW jeweils
gesammelten Kondensatwassers abzupumpen ist, der dem Fassungsvermögen des Spülbehälters
SB1 und/oder des Speicherbehälters SP1 entspricht. Der darüber hinausgehende Anteil
an Kondensatwasser, welches an die Kondensatwasserwanne KW abgegeben wird, ist mittels
der Pumpe P2 in die erwähnte Abflussanordnung abzupumpen. Durch diese insbesondere
zusätzliche Abgabe von Leitungswasser zum Reinigen des Verdampfers EV lässt sich dieser
ganz ausgezeichnet reinigen. Die betreffende Abgabe von Leitungswasser zur Reinigung
des Verdampfers EV ist insbesondere bei einem Waschtrockner von besonderer Bedeutung,
der ohnehin über eine Leitungswasserzulaufeinrichtung und eine Leitungswasserablaufeinrichtung
verfügt.
[0040] Durch eine kombinierte Abgabe von unter Druck stehendem Leitungswasser und dem aus
dem Spülbehälter SB1 schwallartig abgegebenen Kondensatwasser wird eine noch effizientere
Reinigung des Verdampfers EV erreicht als durch alleinige Abgabe von Leitungswasser
oder Kondensatwasser an diesen Verdampfer EV. Die in Fig.1 dargestellte Vorrichtung
ist andererseits aber auch in einem Wäschetrockner einsetzbar, in welchem lediglich
feuchte Wäsche zu trocknen ist. In diesem Fall kann der betreffende Wäschetrockner
- der normalerweise ohne Anschlüsse an einen Wasserzulauf und an einen Wasserablauf
auskommt - in dem Wasserzulaufrohr WA mit Leitungswasser versorgt werden, also an
einen entsprechenden Leitungswasseranschluss angeschlossen werden, dann ist der Verbindungskanal
K6 mit einer Abwasserabführanordnung zu verbinden. Bezüglich der Reinigung des Verdampfers
EV mit Kondensatwasser aus dem Spülbehälter SB1 und ggf. Leitungswasser liegen bei
einem Wäschetrockner dann die gleichen Verhältnisse vor, wie sie zuvor im Zusammenhang
mit einem Waschtrockner erläutert worden sind.
[0041] In der gezeigten Ausführungsform ist der Kondensatwasserwanne KW ein Flusendepot
FD fluidisch vorgeschaltet. Das Flusendepot FD weist einen Ablass (o. Abb.) auf, durch
den in das Flusendepot FD eingebrachtes Kondensatwasser weiter in die Kondensatwasserwanne
KW laufen kann. Der Ablass weist ein Flusenrückhalteelement in Form eines Flusensiebs
(o. Abb.) auf, durch das Flusen in dem Flusendepot FD zurückgehalten werden. Dadurch
wird eine Verstopfung der Pumpen P1 und P2 mit den Flusen verhindert. Das Flusendepot
FD ist in die Kondensatwasserwanne KW integriert und dient somit als eine Vorkammer
für die Kondensatwasserwanne KW als solches. Zur einfachen Entfernung der sich in
dem Flusendepot FD abgesetzt habenden Flusen ist das Flusendepot FD entnehmbar.
[0042] Nun wird die Wirkungsweise des Fallrohrs FR zur Abreinigung des Flusensiebs FS beschrieben,
also des nicht verzweigten Teils FRa und der zweiten Abzweigung FRc: Durch Öffnen
des ersten Ventils VT1 wird nun in einer entsprechenden Stellung des Verteilers VE2
Kondensatwasser aus dem Spülbehälter SB1 durch den nicht verzweigten Teil FRa und
weiter durch die zweite Abzweigung FRc zu dem Flusensieb FS geleitet. Das Kondensatwasser
strömt dann von oben nach unten über das Flusensieb FS und führt mit der Strömung
Flusen und anderer Teilchen ab, welche sich während eines Trocknungsvorgangs an dem
Flusensieb FS angelagert haben. Das dann die Flusen enthaltende Kondensatwasser läuft
durch einen weiteren Verbindungskanal K7 zum Flusendepot FD und von dort weiter zu
der Kondensatwanne KW. Allerdings wird die zur Abreinigung des Verdampfers EV verwendete
Kondensatwassermenge von 2 l zur Abreinigung des Flusensiebs FS nicht benötigt. Vielmehr
kann es bei großen Wassermengen (mehr als 0,5 l) und bei einer großen Menge von in
dem Flusendepot abgelagerten Flusen dazu kommen, dass das Flusendepot FD die bei der
Abreinigung erzeugte Flüssigkeitsmenge nicht mehr innerhalb kurzer Zeit aufnehmen
kann. Dies bewirkt ein Überlaufen des Flusendepots FD und folglich ein nachteiliges
Verteilen flusenbehafteten Kondensatwassers in die Kondensatwasserwanne KW. Um also
möglichst viele Flusen von möglichst vielen Abreinigungsvorgängen insbesondere des
Flusensiebs im Depot unterbringen zu können, sollte die Flüssigkeitsmenge für einen
Abreinigungsvorgang nicht zu groß werden. Deshalb wird bei einer Abreinigung des Flusensiebs
FS das erste Ventil VT1 so betätigt, dass nur ungefähr 0,5 l bis 1 l der Reinigungsflüssigkeit
abgelassen werden. Dazu kann das erste Ventil VT1 mit einer Öffnungsdauer in Abhängigkeit
von der in dem Spülbehälter SB befindlichen Menge der Reinigungsflüssigkeit geöffnet
werden, welche einen Durchlass der ungefähr 0,5 l bis 1 l der Reinigungsflüssigkeit
erlaubt. Die Spülmenge von 0,5 l erlaubt es, beispielsweise eine (im feuchten Zustand
komprimierte) Flusenmenge von ca. 50 Trocknungsgängen in dem Flusendepot unterzubringen.
Dabei wird die Menge der Reinigungsflüssigkeit aus einer Beladung der Wäschetrommel
WT abgeschätzt.
[0043] Für die Abschätzung ist das Wäschetrocknungsgerät W mit einem Beladungssensor BS
an der Wäschetrommel WT ausgestattet, welcher im Wesentlichen ein Gewicht der in der
Wäschetrommel WT befindlichen Wäsche abfühlt, und zwar insbesondere zu Beginn eines
Trocknungsgangs. Optional können für diese Abschätzung zusätzlich Informationen über
einen anfänglichen Feuchtigkeitsgrad der Wäsche, einen gewünschten Trocknungsgrad
der Wäsche, eine bereits vergangene Dauer des Trocknungsvorgangs, Feuchtemesswerte
der Prozessluft und / oder Temperaturmesswerte an einem Wärmetauscher berücksichtigt
werden. Alternativ könnte an dem Spülbehälter und / oder an der Kondensatwasserwanne
KW mindestens ein Füllstandssensor angebracht sein.
[0044] Zunächst wird, z.B. mittels einer weiter unten genauer beschriebenen Steuereinrichtung
ST, die Menge der Reinigungsflüssigkeit in dem Spülbehälter SB unter Berücksichtigung
mindestens eines von dem Beladungssensor BE abgefühlten Messwerts und / oder einer
bereits vergangenen Trocknungszeit ermittelt. Dann wird das erste Ventil VT1 zum Ablassen
der Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter an das zu reinigende Bauteil in Abhängigkeit
von der ermittelten Menge der Reinigungsflüssigkeit gesteuert bzw. geschaltet. Ein
Zusammenhang zwischen der in dem Spülbehälter gespeicherten Menge an Reinigungsflüssigkeit
und einem Öffnungsverhalten des ersten Ventils VT1 (z.B. einer Öffnungsdauer) kann
beispielsweise über ein Kennlinienfeld in der Steuereinheit ST gespeichert sein. Das
Kennlinienfeld kann beispielsweise eine Kennlinie aufweisen, welche eine Beziehung
zwischen einer Beladung und / oder einem Füllstand in dem Spülbehälter SB einerseits
und einer Öffnungsdauer und / oder eines Strömungsquerschnitts des ersten Ventils
VT1 andererseits herstellt. Der Strömungsquerschnitt kann beispielsweise über eine
Öffnungshöhe des ersten Ventils VT1 eingestellt werden. Zur Abreinigung des Flusensiebs
FS kann die Steuereinrichtung ST auch den Verteiler VE2 auf das Flusensieb FS schalten.
[0045] Zur Steuerung der in Fig.1 dargestellten verschiedenen Einrichtungen, wie sie vorstehend
erwähnt worden sind, ist die Steuereinrichtung ST vorgesehen. Diese Steuereinrichtung
ST kann beispielsweise einen Mikrocontroller mit eigener Software oder eine Mikroprozessorsteuerung
mit einer CPU, einem ein Betriebsprogramm und ein Arbeitsprogramm enthaltenden ROM-Speicher
und einem Arbeitsspeicher RAM sowie Schnittstellenschaltungen umfassen, denen eingangsseitig
Betätigungssignale zugeführt werden und die ausgangsseitig Steuersignale an die verschiedenen
Einrichtungen der in Fig.1 dargestellten Vorrichtung abzugeben gestatten.
[0046] Die Steuereinrichtung ST weist gemäß Fig.1 beispielsweise zwei Eingangsanschlüsse
E1 und E2 auf, mit denen Schalter S1 bzw. S2 verbunden sind, die jeweils an einem
Spannungsanschluss U liegen, der beispielsweise eine Spannung von +5V führen mag.
Ausgangsseitig weist die Steuereinrichtung ST im vorliegenden Fall beispielsweise
neun Ausgangsanschlüsse A0, A1, A2, A3, A4a, A4b, A5, A6 und A7 auf, als auch einen
beispielhaft gezeigten Eingangsanschluss A8.
[0047] Der Ausgangsanschluss A0 ist mit einem Steuereingang der Pumpe P2 verbunden, durch
deren Betrieb in der Kondensatwasserwanne KW gesammeltes Kondensatwasser durch die
Verbindungskanäle K5 und K6 an eine Abwasseraufnahmeeinrichtung, wie an ein Abflussrohr
abgepumpt werden kann.
[0048] Der Ausgangsanschluss A1 der Steuereinrichtung ST ist mit einem Steuereingang des
Gebläses GB verbunden, welches durch ihm an diesem Steuereingang zugeführte Steuersignale
ein- oder ausgeschaltet werden kann.
[0049] Der Ausgangsanschluss A2 der Steuereinrichtung ST ist mit einem entsprechenden Steuereingang
der Heizeinrichtung HE verbunden, die durch diesem Steuereingang zugeführte Steuersignale
ein- oder ausgeschaltet werden kann.
[0050] Der Ausgangsanschluss A3 der Steuereinrichtung ST ist über eine lediglich als Wirkverbindung
zu verstehende Verbindung mit der Wasch- bzw. Wäschetrommel WT verbunden, die über
die betreffende Verbindung abgegebene Steuersignale in Drehung versetzbar oder stillsetzbar
ist. Dies bedeutet, dass die betreffenden Steuersignale vom Ausgangsanschluss A3 der
Steuereinrichtung ST an einen mit der Wasch- bzw. Wäschetrommel WT verbundenen elektrischen
Antriebsmotor abgegeben werden.
[0051] Der Ausgangsanschluss A4a der Steuereinrichtung ST ist mit einem Betätigungseingang
des zweiten Ventils VT2 verbunden, welches durch ihm von dem Ausgangsanschluss A4a
der Steuereinrichtung ST her zugeführte Steuersignale entweder geschlossen oder vollständig
geöffnet ist. Es ist aber auch möglich, dass das zweite Ventil VT2, bei dem es sich,
wie oben erwähnt, vorzugsweise um ein elektrisch betätigtes Verschlussventil handeln
mag, normalerweise geschlossen ist und lediglich durch ein vom Ausgangsanschluss A4a
der Steuereinrichtung ST abgegebenes Steuersignal (z.B. entsprechend einem Binärsignal
"1") vollständig zu öffnen ist.
[0052] Der Ausgangsanschluss A4b der Steuereinrichtung ST ist mit einem Betätigungseingang
des ersten Ventils VT1 verbunden, welches durch ihm von dem Ausgangsanschluss A4b
der Steuereinrichtung ST her zugeführte Steuersignale entweder geschlossen oder vollständig
geöffnet ist. Es ist aber auch möglich, dass das erste Ventil VT1 normalerweise geschlossen
ist und lediglich durch ein vom Ausgangsanschluss A4b der Steuereinrichtung ST abgegebenes
Steuersignal (z.B. entsprechend einem Binärsignal "1") vollständig zu öffnen ist.
[0053] Der Ausgangsanschluss A5 der Steuereinrichtung ST ist mit einem Steuer- bzw. Betätigungseingang
des ersten Verteilers bzw. Zweiwegeventils VE1 verbunden. Durch über diese Verbindung
an das erste Ventil bzw. Zweiwegeventil VE1 abgegebene Steuersignale kann das betreffende
erste Ventil bzw. Zweiwegeventil VE1 ihm mittels der Pumpe P1 aus der Kondensatwasserwanne
KW zugeführtes Kondensatwasser entweder an den Verbindungskanal K3 oder an den Verbindungskanal
K4 abgeben oder eine solche Abgabe an beide Verbindungskanäle K3 und K4 sperren.
[0054] Der Ausgangsanschluss A6 der Steuereinrichtung ST ist mit einem Steuereingang der
erwähnten Pumpe P1 verbunden, die auf ihr durch diese Verbindung zugeführte Steuersignale
entweder zu einem Pumpvorgang in Gang gesetzt oder stillgesetzt werden kann.
[0055] Der Ausgangsanschluss A7 der Steuereinrichtung ST ist mit einem Steuer- bzw. Betätigungseingang
des zweiten Verteilers VE2 verbunden. Durch über diese Verbindung an das Ventil VE2
abgegebene Steuersignale kann das betreffende Ventil VE2 aus dem Spülbehälter SB1
abgelassene Reinigungsflüssigkeit entweder in die erste Abzweigung FRb oder in die
zweite Abzweigung FRc des Fallrohrs FR abgeben.
[0056] Ein Ausgangsanschluss eines Beladungssensors BS ist mit einem Eingangsanschluss A8
der Steuereinrichtung ST verbunden, so dass die Steuereinrichtung ST Messwerte des
Beladungssensors BS für eine Bestimmung einer Menge an Spülwasser in dem Spülwasserbehälter
abfühlen kann.
[0057] Im Hinblick auf die vorstehend betrachtete Steuereinrichtung ST mit ihren Eingangsanschlüssen
E1 und E2 und Ausgangsanschlüssen A0 bis A7 sei noch angemerkt, dass durch Schließen
des mit dem Eingangsanschluss E1 der Steuereinrichtung ST verbundenen Schalters S1
beispielsweise der normale Trocknungsbetrieb von in der Wasch- bzw. Wäschetrommel
WT befindlicher feuchter Wäsche eingeleitet und durchgeführt wird und dass durch Schließen
des mit dem Eingangsanschluss E2 der Steuereinrichtung ST verbundenen Schalters S2
die Abgabe von Kondensatwasser aus dem schlagartig geöffneten Spülbehälter SB1 als
Wasserschwall an den Verdampfer EV gesteuert wird. Dabei kann die Betätigung der beiden
Schalter S1 und S2 nur so vornehmbar sein, dass jeweils nur einer der beiden Schalter
S1 und S2 betätigbar ist. Die betreffenden Schalter S1 und S2 können im Übrigen jeweils
durch einen Tastschalter gebildet sein.
[0058] Die Bereitstellung des Kondensatwassers in dem Spülbehälter SB1 aus der Kondensatwasserwanne
KW kann beispielsweise programmgesteuert vorzugsweise während eines Trocknungsbetriebs
oder aber nach dessen Abschluss automatisch oder gezielt durch manuellen Eingriff
in die Programmsteuerung des die beschriebene Vorrichtung enthaltenden Wasch- oder
Wäschetrockners erfolgen. Im Falle eines solchen manuellen Eingriffs in die Programmsteuerung
könnte die Steuereinrichtung ST mit einem weiteren Eingang über einen weiteren Schalter
(nicht dargestellt) mit dem Spannungsanschluss U verbunden sein.
[0059] Dieser Abreinigungsvorgang kann mit dem betreffenden Kondensatwasser gegebenenfalls
ein- oder mehrmals wiederholt durchgeführt werden. Dazu ist dann jeweils das wieder
in der Kondensatwasserwanne KW gesammelte Kondensatwasser in den Spülbehälter SB1
hochzupumpen, aus dem es sodann erneut schwallartig an den Verdampfer abgegeben wird.
Nach Abschluss des Reinigungs- bzw. Abreinigungsvorgangs ist das in der Kondensatwasserwanne
KW gesammelte Kondensatwasser entweder in ein vorhandenes Abwassersystem abzuführen
oder in den Spülbehälter SB2 zu pumpen, der dann manuell zu entleeren ist.
[0060] Zusätzlich zu dem vorstehend betrachteten Abreinigungsvorgang kann ein solcher Abreinigungsvorgang
und damit eine Reinigung des Verdampfers EV durch unter Druck stehendes Leitungswasser
erfolgen, welches dem betreffenden Verdampfer EV über das Wasserzulaufrohr WA, das
zweite Ventil VT2 und das Wasserabführrohr ZR zugeführt wird. In diesem Fall gibt
die Steuereinrichtung ST alternativ oder zusätzlich zur Abgabe eines das Ventil VT1
öffnenden Steuersignals ein entsprechendes Steuersignal an das zweite Ventil VT2 zu
dessen Öffnung ab.
[0061] Fig.2 zeigt eine Auftragung einer bei geöffnetem Ventil VT1 aus dem Spülwasserbehälter
SB aus Fig.1 abgegebenen Menge an Reinigungsflüssigkeit (hier quantifiziert als ein
Spülvolumen Vsp) in ml gegen eine in dem Spülbehälter SB vor einem Abreinigungsvorgang
gespeicherte Menge an Reinigungsflüssigkeit (hier quantifiziert als ein Speichervolumen
Vb) in ml für verschiedene Öffnungsdauern t des Ventils VT1.
[0062] Die Auftragung zeigt, dass sich aufgrund des bei unterschiedlichem Speichervolumen
Vb unterschiedlichen Drucks der Spülwassersäule eine signifikante Abhängigkeit des
Spülvolumens Vsp von dem Speichervolumen Vd (z. B. ableitbar aus dem Füllstand) ergibt.
So läuft bei einer Öffnungsdauer des Ventils VT1 von beispielsweise t = 2000 ms (2
s) bei einem Speichervolumen Vd von 2000 ml (2 l) ein Spülvolumen Vsp von ca. 1350
ml ab, bei einem Speichervolumen Vd von 1000 ml aber nur noch ein Spülvolumen Vsp
von ca. 750 ml. Eine Vergleichmäßigung des Spülvolumens Vsp auf hier etwa 550 ml kann
durch eine von dem Speichervolumen Vd abhängig gesteuerte Öffnungsdauer tSt = tSt
(Vd) des Ventils VT1 erreicht werden (gestrichelte Kurve). Dabei kann die Öffnungsdauer
tSt insbesondere um so geringer ausfallen, je größer das Speichervolumen Vd ist.
[0063] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel
beschränkt.
[0064] So ist die in Fig.1 gezeigte Anordnung lediglich funktional skizziert und braucht
beispielsweise keine realen Maße oder räumlichen Anordnungen wiederzugeben. Beispielsweise
können die von dem Spülbehälter SB1 zu dem Flusensieb FS führenden Abschnitte FRa,
FRc des Fallrohrs FR kontinuierlich abfallend angeordnet sein, also weder einen rechten
Winkel zueinander noch einen waagerechten Abschnitt aufweisen, wodurch eine ausreichende
Strömungsgeschwindigkeit am Flusensieb FS aufrecht erhalten werden kann. Auch ist
die Lage des Flusensiebs FS nicht auf einen senkrechten Abschnitt des Prozessluftkanals
LU4, oder auf den Prozessluftkanal LU4 als solchen, beschränkt.
[0065] Ferner kann eine Frischwasserzufuhr auch für den Spülbehälter eingerichtet werden,
um eine minimale Spülwassermenge zu erreichen, falls der Füllstand im Spülbehälter
eine zur ausreichenden Reinigung benötigte Menge unterschreiten sollte.
[0066] Auch können das Ventil VT1 und der Verteiler VE2 des Fallrohrs als ein einziges Ventil
ausgeführt sein, so dass das Fallrohr zum Verdampfer und die Zuleitung zum Flusensieb
fluidisch getrennt sind.
[0067] Allgemein braucht keine weiteres Bauteil des Wäschetrocknungsgeräts außer dem Flusensieb
durch Kondensatwasser bzw. die gezeigte Vorrichtung gereinigt zu werden. Beispielsweise
kann ein Wäschetrocknungsgerät bereitgestellt werden, welches keine Reinigung des
Verdampfers mehr vorsieht, da die Flusen bereits in einem für einen Langzeitbetrieb
ausreichenden Maß von dem Flusensieb abgefangen werden.
[0068] Ferner könnte anstelle der zweiten Pumpe P2 hinter der Pumpe P1 und vor dem Zweiwegeventil
VE1 ein weiteres Zweiwegeventil angeordnet sein, das alternativ das Kondensatwasser
K zu dem Zweiwegeventil VE1 oder einer Abwasserentsorgung leitet.
Bezugszeichenliste
[0069]
- A0, A1,A2, A3
- Ausgangsanschlüsse
- A4a, A4b, A5, A6 BS
- Beladungssensor
- E1, E2
- Eingangsanschlüsse
- EV
- Verdampfer
- FD
- Flusendepot
- FR
- Fallrohr
- FRa
- Unverzweigter Teil des Fallrohrs
- FRb, FRc
- Verzweigter Teil des Fallrohrs
- FS
- Flusensieb
- GB
- Gebläse
- HE
- Heizeinrichtung
- K1, K2, K3, K4, K5, K6, K7
- Verbindungskanäle
- KW
- Kondensatwasserwanne
- LU1, LU2, LU3, LU4
- Prozessluftkanäle
- P1, P2
- Pumpe
- RK
- Rücklaufkanal
- S1, S2
- Schalter
- SB1
- Spülbehälter
- SO
- Stößel
- SP1
- Speicherbehälter
- ST
- Steuereinrichtung
- T
- Öffnungsdauer
- TE
- Verschlussteller
- TR1, TR2
- trichterförmige Anschlüsse (Übergangsteile)
- U
- Spannungsanschluss
- UB
- Überlaufbehälter
- Vd
- Speichervolumen
- VE1, VE2
- Verteiler
- VT1, VT2
- Ventil
- Vsp
- Spülvolumen
- WA
- Wasserzulaufrohr
- WT
- Wäschetrommel
- W
- Wäschetrocknungsgerät
- ZR
- Wasserzufuhrrohr
1. Wäschetrocknungsgerät (W) mit einem innerhalb eines Prozessluftkreislaufs angeordneten
zu reinigenden Bauteil (EV; FS) und mit einem oberhalb des zu reinigenden Bauteils
(EV; FS) vorgesehenen Spülbehälter (SB), wobei eine für eine Abreinigung vorgesehene
Menge einer Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter (SB) durch ein steuerbares
Ventil (VT1) an das zu reinigende Bauteil (EV;FS) abgebbar ist, wobei die Menge der
Reinigungsflüssigkeit dadurch dosierbar ist, dass die Öffnungsdauer des Ventils einstellbar
ist, und wobei die Öffnungsdauer des Ventils (VT1) in Abhängigkeit von einer in dem
Spülbehälter (SB) befindlichen Menge der Reinigungsflüssigkeit steuerbar ist, wobei
das Ventil (VT1) zu seiner Betätigung mit einer Steuereinrichtung (ST) des Wäschetrocknungsgeräts
(W) verbunden ist, und wobei die Steuereinrichtung (ST) mit einer Logik für eine Berechnung
einer in dem Spülbehälter (SB) befindlichen Menge der Reinigungsflüssigkeit ausgerüstet
ist.
2. Wäschetrocknungsgerät (W) nach Anspruch 1, bei dem das Ventil (VT1) in Abhängigkeit
von einer Beladung des Wäschetrocknungsgeräts (W) steuerbar ist.
3. Wäschetrocknungsgerät (W) nach Anspruch 2, bei dem das Ventil (VT1) in Abhängigkeit
von einem eingestellten Trocknungsgrad des Wäschetrocknungsgeräts (W) steuerbar ist.
4. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Ventil
(VT1) in Abhängigkeit von einer Trocknungszeit steuerbar ist.
5. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Ventil
(VT1) in Abhängigkeit von einer Füllstandshöhe des Spülbehälters (SB) steuerbar ist.
6. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Ventil
(VT1) bezüglich eines Strömungsquerschnitts steuerbar ist.
7. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend eine
Kondensatwasserwanne (KW), in welcher in dem Prozessluftkreislauf durch Trocknen von
feuchter Wäsche entstehendes Kondensatwasser auffangbar ist, wobei dieses Kondensatwasser
dem Spülbehälter (SB) als die Reinigungsflüssigkeit zuführbar ist.
8. Wäschetrocknungsgerät nach Anspruch 7, bei dem der Kondensatwasserwanne (KW) ein Flusendepot
(FD) fluidisch vorgeschaltet ist, wobei das Flusendepot (FD) einen mit einem Flusenrückhalteelement
ausgerüsteten Abfluss aufweist.
9. Wäschetrocknungsgerät (W) nach Anspruch 8, bei dem das Flusendepot (FD) in die Kondensatwasserwanne
(KW) integriert ist.
10. Wäschetrocknungsgerät nach einem der Ansprüche 8 oder 9, bei dem das Flusendepot (FD)
entnehmbar ist.
11. Wäschetrocknungsgerät (W) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuereinrichtung
(ST) funktional mit mindestens einem Sensor (BS) verbunden ist, wobei mindestens ein
Messwert des mindestens einen Sensors (BS) als eine Eingabegröße für die Berechnung
der Menge der Reinigungsflüssigkeit dienen kann.
12. Verfahren zum Betreiben des Wäschetrocknungsgeräts (W) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das Verfahren mindestens die folgenden Schritte aufweist:
(a) Ermitteln einer Menge der Reinigungsflüssigkeit in dem Spülbehälter (SB); und
(b) Steuern des Ventils (VT1) zum Ablassen der Reinigungsflüssigkeit aus dem Spülbehälter
(SB) an das zu reinigende Bauteil (EV;FS) in Abhängigkeit von der ermittelten Menge
der Reinigungsflüssigkeit, wobei das Steuern des Ventils (VT1) ein Öffnen des Ventils
(VT1) mit einer Öffnungsdauer in Abhängigkeit von der ermittelten Menge der Reinigungsflüssigkeit
umfasst.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem in Schritt (b) das Steuern des Ventils (VT1) ein
Öffnen des Ventils (VT1) mit einem Strömungsquerschnitt in Abhängigkeit von der ermittelten
Menge der Reinigungsflüssigkeit umfasst.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, bei dem das Ventil (VT1) so lange geöffnet
wird, bis maximal ungefähr zwischen 0,5 l und 1 l der Reinigungsflüssigkeit zu dem
zu reinigenden Bauteil (EV;FS) abgelassen worden sind.
1. Laundry-drying appliance (W) having a component (EV; FS) requiring to be cleaned located
inside a process-air circuit and having a washing tank (SB) provided above the component
(EV; FS) requiring to be cleaned, wherein an amount of cleaning fluid provided for
cleaning can be dispensed from the washing tank (SB) through a controllable valve
(VT1) onto the component (EV; FS) requiring to be cleaned, wherein the amount of cleaning
fluid can be dosed so that the opening duration of the valve can be set, and wherein
the opening duration of the valve (VT1) can be controlled as a function of an amount
of cleaning fluid located in the washing tank (SB), wherein for its actuation the
valve (VT1) is connected to a control device (ST) of the laundry-drying appliance
(W), and wherein the control device (ST) is equipped with a logic for calculating
an amount of cleaning fluid located in the washing tank (SB).
2. Laundry-drying appliance (W) according to claim 1, wherein the valve (VT1) is controllable
as a function of a load of the laundry-drying appliance (W).
3. Laundry-drying appliance (W) according to claim 2, wherein the valve (VT1) is controllable
as a function of a set drying level of the laundry-drying appliance (W).
4. Laundry-drying appliance (W) according to one of the preceding claims, wherein the
valve (VT1) is controllable as a function of a drying time.
5. Laundry-drying appliance (W) according to one of the preceding claims, wherein the
valve (VT1) is controllable as a function of a fill-level height of the washing tank
(SB).
6. Laundry-drying appliance (W) according to one of the preceding claims, wherein the
valve (VT1) is controllable in terms of a flow cross-section.
7. Laundry-drying appliance (W) according to one of the preceding claims, having a condensate-water
tray (KW) in which condensate water arising in the process-air circuit from drying
damp laundry can be collected, wherein this condensate water can be ducted to the
washing tank (SB) as the cleaning fluid.
8. Laundry-drying appliance according to claim 7, wherein a lint repository (FD) is located
fluidically upstream of the condensate-water tray (KW), wherein the lint repository
(FD) has a drain fitted with a lint-retaining element.
9. Laundry-drying appliance (W) according to claim 8, wherein the lint repository (FD)
is integrated in the condensate-water tray (KW).
10. Laundry-drying appliance according to one of claims 8 or 9, wherein the lint repository
(FD) is detachable.
11. Laundry-drying appliance (W) according to one of the preceding claims, wherein the
control device (ST) is functionally connected to at least one sensor (BS), wherein
it is possible for at least one measured value of the at least one sensor (BS) to
serve as an input quantity for performing the calculation of the amount of the cleaning
fluid.
12. Method for operating the laundry-drying appliance (W) according to one of the preceding
claims, wherein the method has at least the following steps:
(a) Ascertaining an amount of the cleaning fluid in the washing tank (SB); and
(b) as a function of the ascertained amount of cleaning fluid, controlling the valve
(VT1) for releasing the cleaning fluid from the washing tank (SB) onto the component
(EV; FS) requiring to be cleaned, wherein controlling the valve (VT1) includes opening
the valve (VT1) for an opening duration that is a function of the ascertained amount
of cleaning fluid.
13. Method according to claim 12, wherein at step (b), controlling the valve (VT1) includes
opening the valve (VT1) having a flow cross-section as a function of the ascertained
amount of cleaning fluid.
14. Method according to one of claims 12 or 13, wherein the valve (VT1) will be kept open
until up to approximately 0.5 to 1 l of the cleaning fluid has been released onto
the component (EV; FS) requiring to be cleaned.
1. Sèche-linge (W) comprenant un module (EV;FS) à nettoyer situé à l'intérieur d'un circuit
d'air de traitement et comprenant un réservoir de rinçage (SB) prévu au-dessus du
module à nettoyer (EV;FS), dans lequel la quantité prévue d'un liquide de nettoyage
pour un décolmatage peut être distribuée au module à nettoyer (EV;FS) du réservoir
de rinçage (SB) par le biais d'une vanne (VT1) réglable, la quantité de liquide de
nettoyage étant dosable en ce que la durée d'ouverture de la vanne est réglable et
la durée d'ouverture de la vanne (VT1) est réglable en fonction de la quantité de
liquide de nettoyage se trouvant dans le réservoir de rinçage (SB), la vanne (VT1)
étant raccordée en vue de son actionnement par un dispositif de réglage (ST) du sèche-linge
(W), et le dispositif de réglage (ST) étant équipé d'une logique de calcul de la quantité
de liquide de nettoyage se trouvant dans le réservoir de rinçage (SB).
2. Sèche-linge (W) selon la revendication 1, dans lequel la vanne (VT1) peut être réglée
en fonction de la charge du sèche-linge (W).
3. Sèche-linge (W) selon la revendication 2, dans lequel la vanne (VT1) peut être réglée
en fonction du réglage du degré de séchage du sèche-linge (W).
4. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la vanne (VT1)
peut être réglée en fonction d'une durée de séchage.
5. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la vanne (VT1)
peut être réglée en fonction d'une hauteur de remplissage du réservoir de rinçage
(SB).
6. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la vanne (VT1)
est réglable par rapport à une section d'écoulement.
7. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, comprenant une cuvette
d'eau de condensat (KW) qui peut recueillir l'eau de condensat produite dans le circuit
d'air de traitement par le séchage du linge humide, cette eau de condensat étant amenée
au réservoir de rinçage (SB) comme le liquide de nettoyage.
8. Sèche-linge selon la revendication 7, dans lequel un dépôt de peluches est fluidiquement
raccordé en amont à la cuvette d'eau de condensat (KW), le dépôt de peluches (FD)
comprenant une décharge équipée d'un élément de retenue des peluches.
9. Sèche-linge (W) selon la revendication 8, dans lequel le dépôt de peluches (FD) est
intégré à la cuvette d'eau de condensat (KW).
10. Sèche-linge selon l'une des revendications 8 ou 9, dans lequel le dépôt de peluches
(FD) est amovible.
11. Sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de réglage (ST) est fonctionnellement raccordé à un détecteur (BS), au moins une valeur
de mesure du au moins un détecteur (BS) pouvant servir de variable d'entrée pour le
calcul de la quantité de liquide de nettoyage.
12. Procédé de fonctionnement du sèche-linge (W) selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel le procédé comprend au moins les étapes suivantes :
(a) détection de la quantité de liquide de nettoyage dans le réservoir de rinçage
(SB) ; et
(b) réglage de la vanne (VT1) pour l'évacuation du liquide de nettoyage hors du réservoir
de rinçage (SB) sur le module à nettoyer (EV;FS) en fonction de la quantité détectée
de liquide de nettoyage ;
le réglage de la vanne (VT1) comprenant l'ouverture de la vanne (VT1) pendant une
durée d'ouverture dépendant de la quantité détectée du liquide de nettoyage.
13. Procédé selon de revendication 12, dans lequel à l'étape (b), le réglage de la vanne
(VT1) comprend l'ouverture de la vanne (VT1) présentant une section d'écoulement en
fonction de la quantité détectée de liquide de nettoyage.
14. Procédé selon l'une des revendications 12 ou 13, dans lequel la vanne (VT1) est ouverte
jusqu'à ce qu'il y ait au maximum environ entre 0,5 L et 1 L de liquide de nettoyage
évacué jusqu'au module à nettoyer (EV;FS).