| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 406 779 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
22.04.2015 Patentblatt 2015/17 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.12.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2010/001469 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2011/079834 (07.07.2011 Gazette 2011/27) |
|
| (54) |
VERFAHREN, AUSWERTERECHNER UND BORDCOMPUTER ZUR BEEINFLUSSUNG EINER LICHTSIGNALANLAGE
METHOD, DATA PROCESSOR AND ON-BOARD COMPUTER FOR AFFECTING A TRAFFIC SIGNAL
PROCÉDÉ, PROCESSEUR DE DONNÉES ET ORDINATEUR DE BORD POUR AGIR SUR UN FEU DE SIGNALISATION
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
22.02.2010 DE 102010008852 04.01.2010 DE 102010004020
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
18.01.2012 Patentblatt 2012/03 |
| (73) |
Patentinhaber: Init Innovative Informatikanwendungen In Transport
Verkehrs- Und Leitsystemen GmbH |
|
76131 Karlsruhe (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- LOFFL, Karlheinz
76229 Karlsruhe (DE)
- MÖRDER, Andreas
68753 Waghäusel (DE)
- KÜHN, Matthias
76199 Karlsruhe (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Patent- und Rechtsanwälte Ullrich & Naumann |
|
PartG mbB
Schneidmuehlstrasse 21 69115 Heidelberg 69115 Heidelberg (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 10 341 189 GB-A- 2 418 113
|
DE-A1- 19 963 942
|
|
| |
|
|
- Mahmod, M. ET AL: "Wireless strategies for future and emerging ITS applications",
Proceedings of 15th World Congress on Intelligent Transport Systems , 20. November
2008 (2008-11-20), Seiten 1-12, XP002633152, New York, USA Gefunden im Internet: URL:http://www2.hh.se/staff/bettan/Publica
tions/MorKhaUhlITS08.pdf [gefunden am 2011-04-13]
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Beeinflussung einer mit einem Auswerterechner
versehenen Lichtsignalanlage durch ein Fahrzeug, insbesondere im öffentlichen Verkehr,
wobei das Fahrzeug zur Anforderung einer Grünphase an einer Sendeposition ein Datentelegramm
an den Auswerterechner sendet und wobei das Datentelegramm und/oder die Sendeposition
von vordefinierten Meldepunkten abhängen.
[0002] Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Auswerterechner zur Beeinflussung einer
Lichtsignalanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0003] Schließlich betrifft die Erfindung einen Bordcomputer für ein Fahrzeug zur Beeinflussung
einer Lichtsignalanlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0004] Verfahren und Systeme zur Beeinflussung von Lichtsignalanlagen der eingangs genannten
Art sind aus der Praxis in den unterschiedlichsten Ausführungen bekannt. Die bekannten
Systeme ermöglichen es, Lichtsignalanlagen zu beeinflussen, um so die Fahrzeiten von
Fahrzeugen zu optimieren. Die Lichtsignalanlage wird dabei über Datenfunk beeinflusst.
Dazu sendet ein entsprechend ausgerüstetes Fahrzeug beim Erreichen von Meldepunkten
über Datenfunk Datentelegramme an die Lichtsignalanlage. Jedem Meldepunkt ist hierbei
ein bestimmtes Datentelegramm zugeordnet. Die Position des Fahrzeugs wird im Zufahrtsbereich
zur Lichtsignalanlage durch Ortssynchronisation physikalisch bestimmt. Je nach örtlicher
Gegebenheit werden für die Beeinflussung der Lichtsignalanlage unterschiedliche Datentelegramme
vom Fahrzeug an die Lichtsignalanlage gesendet:
- Voranmeldetelegramm: Das Fahrzeug befindet sich in der Nähe der Kreuzung, an der sich
die Lichtsignalanlage befindet. Es benötigt in Kürze eine Grünphase.
- Hauptanmeldetelegramm: Das Fahrzeug befindet sich kurz vor der Kreuzung und benötigt
jetzt eine Grünphase.
- Haltestellentelegramm: Dieses Datentelegramm kommt zum Einsatz, wenn sich eine Haltestelle
kurz vor der Lichtsignalanlage befindet. Das Datentelegramm informiert die Lichtsignalanlage,
dass das Fahrzeug zur Abfahrt bereit ist, wenn die Türen des Fahrzeugs zum ersten
Mal geschlossen werden.
- Abmeldetelegramm: Das Fahrzeug hat die Kreuzung passiert. Die Grünzeit kann jetzt
beendet werden.
[0005] Die gesendeten Datentelegramme werden von einer der Lichtsignalanlage zugeordneten
Auswerteeinheit empfangen, dekodiert und aufbereitet. Anschließend werden die aufbereiteten
Daten dem Steuergerät für die Steuerung der Lichtsignalanlage zur Verfügung gestellt.
Daraus resultiert der vorgenommene Eingriff in die Steuerung. Das Steuergerät verarbeitet
alle im Datentelegramm enthaltenen Informationen wie z. B. Meldepunktnummer, Fahrplanabweichung
und eine Prioritätskennziffer.
[0006] Eine der wichtigsten Forderungen und Rahmenbedingungen bei der Beeinflussung von
Lichtsignalanlagen ist, dass der Sendezeitpunkt der Datentelegramme bzw. die Position
(Meldepunkte) an der die Datentelegramme abgesendet werden sehr genau eingehalten
werden müssen.
[0007] So offenbart
DE 199 63 942 A1 ein System zur Simulation und Beeinflussung von Lichtsignalanlagen gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1, mit dem im Simulationssystem Meldepunkte und Fahrtzeiten bis zur
Lichtsignalanlage simuliert und optimiert werden. Das Beeinflussungssystem sendet
dann an den optimierten Meldepunkten geschwindigkeitsabhängig die Fahrtzeit bis zur
Lichtsignalanlage.
[0008] Besonders kritisch ist hierbei der Abmeldepunkt, d.h. die Position bzw. der Zeitpunkt
ab der die Kreuzung wieder für den normalen Verkehr freigegeben werden kann. Das Fahrzeug
soll nicht zu früh die Abmeldung senden, um sich nicht selbst noch im letzten Moment
auf Rot zu schalten, aber auch nicht zu spät, wenn es den Kreuzungsbereich schon längst
verlassen hat. Das Fahrzeug soll die Abmeldung genau am geplanten Abmeldepunkt senden
und die Kreuzung damit wieder freigeben.
[0009] Die bekannten Beeinflussungssysteme für Lichtsignalanlagen verwenden den analogen
Betriebsfunk mit 4 m-, 2 m- oder 70 cm-Frequenzband. Dabei werden im Betriebsfunk
je nach Anforderungen im Anwendungsfall unterschiedliche Datentelegrammtypen, die
auch eine unterschiedliche Länge aufweisen, eingesetzt:
| Telegramm Typ |
Anzahl Bytes |
Anzahl Bits |
Telegrammdauer [ms] |
Dauer mit Hochtast und Umschaltzeiten [ms] |
| R09.10 |
3 |
60 |
25 |
50 |
| R09.11 |
4 |
69 |
29 |
|
| R09.12 |
5 |
78 |
33 |
|
| ... |
... |
... |
... |
|
| R09.16 |
9 |
114 |
48 |
80 |
Aus obiger Tabelle ist zu entnehmen, dass die reine Übertragungszeit im Funknetz weniger
als 100 ms benötigt. Die Systeme zeichnen sich dadurch aus, dass eine direkte Echtzeitverbindung
zwischen anforderndem Fahrzeug und der stationären Empfängerseite - Lichtsignalanlage
an der Kreuzung - hergestellt werden kann (Direct Mode Operation, DMO). Die Datentelegramme
werden vom Fahrzeug spontan beim Erreichen einer bestimmten Position gesendet. Die
bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass es sich um eine unidirektionale Kommunikation
handelt, d. h. nur das Fahrzeug sendet und es gibt keine Quittierung von der Seite
der Lichtsignalanlage. Des Weiteren gibt es eine Kollision der Funkdatentelegramme,
wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig eine Anforderung senden. Folglich ist die Übertragung
nicht gesichert. Um diese Nachteile zu mindern, werden heutzutage die Datentelegramme
ein- oder zweimal in einem von einem Zufallsgenerator gesteuerten Zeitintervall wiederholt.
Typische Werte sind hier im Bereich von 200 und 800 ms. Ausgehend von einer Fahrgeschwindigkeit
von 36 km/h (1 m pro 100 ms) ist damit die Ungenauigkeit, die durch das Funksystem
verursacht wird, im Bereich von 1 m bis maximal 10 m.
[0010] Des Weiteren gibt es heutzutage im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) immer mehr
Systeme, die auf einer IP-basierten, digitalen Funkinfrastruktur wie bspw. GPRS oder
UMTS für die Datenkommunikation zwischen Fahrzeug und Leitstelle aufsetzen. Dennoch
werden für die Beeinflussung von Lichtsignalanlagen weiterhin Lösungen auf Basis des
analogen Betriebsfunks eingesetzt, für die dann aber im Fahrzeug eine spezielle Ausrüstung
- Datentelegramm-Sender - benötigt wird. Somit ist an Systemen, die den Betriebsfunk
verwenden, besonders nachteilig, dass eine separate Fahrzeugausrüstung zur Anwendung
des Systems sowie separate Frequenzen für den Betriebsfunk notwendig sind.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren, einen
Auswerterechner und einen Bordcomputer zur Beeinflussung einer Lichtsignalanlage durch
ein Fahrzeug derart auszugestalten und weiterzubilden, dass mit einfachen konstruktiven
Mitteln eine pünktliche und rechtzeitige Beeinflussung der Lichtsignalanlage gewährleistet
ist.
[0012] Die voranstehende Aufgabe ist durch die Merkmale der Patentansprüche 1, 12 und 14
gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Danach ist das gattungsbildende Verfahren zur Beeinflussung einer mit einem Auswerterechner
versehenen Lichtsignalanlage durch ein Fahrzeug dadurch gekennzeichnet, dass das Datentelegramm
über ein paketorientiertes, insbesondere IP (Internet Protocol) basiertes, Funknetzwerk
zum Auswerterechner übermittelt wird und dass im Zulauf des Fahrzeugs auf einen Meldepunkt
die Sendeposition abhängig von der aktuellen Geschwindigkeit des Fahrzeugs und einer
maximalen, angenommenen Datentelegrammlaufzeit vorgezogen wird.
[0013] An dieser Stelle sei angemerkt, dass das erfindungsgemäße Verfahren für alle Funksysteme,
bei denen die Telegrammlaufzeit variiert, anwendbar ist. Dabei spielt es keine Rolle,
ob es sich um IP-basierte Systeme oder um eine andere Art von Datenverbindung wie
beispielsweise SDS (Short Data Service) bei TETRA (Terrestrial Trunked Radio) oder
SMS (Short Message Service) bei GSM (Global System for Mobile Communications) handelt
[0014] In erfindungsgemäßer Weise ist zunächst einmal erkannt worden, dass es von enormem
Vorteil ist, die in einem Fahrzeug ohnehin schon vorhandene Technik zur Datenkommunikation
über ein paketorientiertes, insbesondere IP (Internetprotokoll) basiertes, Funknetzwerk
mit der Leitstelle auch zur Kommunikation mit der Lichtsignalanlage zu verwenden.
Die Übertragung ist dabei im Gegensatz zur Beeinflussung einer Lichtsignalanlage über
Betriebsfunk nicht im Direct Mode (DMO) möglich. Aufgrund der Nutzung von Paketdatendiensten
besteht folglich keine direkte Echtzeitverbindung zwischen sendendem Fahrzeug und
empfangender Lichtsignalanlage-Einheit. Damit kann aufgrund der Latenzzeit des Systems
keine sichere Vorhersage getroffen werden, wann ein Datentelegramm, insbesondere ein
UDP (User Datagram Protocol) Datentelegramm beim Empfänger ankommt. Die Latenzzeit
kann variieren und ist zu beachten. In weiter erfindungsgemäßer Weise ist erkannt
worden, dass dies dadurch zu kompensieren ist, indem im Zulauf des Fahrzeugs auf einen
Meldepunkt die Sendeposition abhängig von der aktuellen Geschwindigkeit des Fahrzeugs
und einer maximalen, angenommenen Datentelegrammlaufzeit vorgezogen wird.
[0015] Folglich ist mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Verfahren angegeben, wonach
eine pünktliche und rechtzeitige Beeinflussung der Lichtsignalanlage mit einfachen
konstruktiven Mitteln gewährleistet ist.
[0016] Im Hinblick auf die Versorgung der Meldepunkte in einem Planungssystem werden diese
Meldepunkte mit geänderten Attributen und zusätzlichen Parametern versorgt. Zweckmäßigerweise
kann ein Meldepunkt durch eine Zieladresse des Auswerterechners, z. B. die Ziel-IP-Adresse
und der zugehörige Ziel-Port, und der eigentlichen Meldepunktnummer definiert werden.
[0017] In vorteilhafter Weise kann die maximale, angenommene Datentelegrammlaufzeit global,
z. B. per Parameter, definiert werden. Somit kann der Sendezeitpunkt des Datentelegramms
abhängig von der aktuellen Geschwindigkeit des Fahrzeugs und der global definierten
maximalen Datentelegrammlaufzeit - Latenzzeit - dynamisch vorgezogen werden.
[0018] In ganz besonders vorteilhafter Weise werden mit dem Datentelegramm Meldepunkt, Sendezeit
und die maximale, angenommene Datentelegrammlaufzeit an den Auswerterechner übermittelt.
[0019] Hinsichtlich einer Sicherstellung der Übertragung des Datentelegramms, kann dieses
Datentelegramm vom Fahrzeug mehrfach ausgesendet werden.
[0020] Hinsichtlich einer sicheren Übertragung des Datentelegramms ist es des Weiteren denkbar,
dass zur Übertragung des Datentelegramms ein Quittierungsmechanismus verwendet wird,
der dem Fahrzeug eine erfolgreiche Übermittlung des Datentelegramms signalisiert.
[0021] Im Hinblick auf eine zeitlich korrekte Beeinflussung der Lichtsignalanlage kann der
Auswerterechner bei Empfang des Datentelegramms die Laufzeit des Datentelegramms über
die Differenz von Empfangszeitpunkt und Sendezeitpunkt berechnen. Bei einer berechneten
Laufzeit kleiner als die maximale, angenommene Datentelegrammlaufzeit kann die Weiterverarbeitung
und/oder Weitergabe des Datentelegramms um eine Differenzzeit verzögert werden. Diese
Differenzzeit ergibt sich aus der Differenz von der maximalen, angenommenen Datentelegrammlaufzeit
und der berechneten tatsächlichen Laufzeit des Datentelegramms.
[0022] Ist die berechnete Laufzeit des Datentelegramms größer als die maximale, angenommene
Datentelegrammlaufzeit, so kann das Datentelegramm verworfen werden.
[0023] In einer konkreten Ausgestaltung können unverzüglich auszulösende Datentelegramme
mit einer bestimmten Kennung versehen werden. Solche Datentelegramme sind z. B. manuell
ausgelöste Datentelegramme oder Datentelegramme die mit einem Türschließ-Kriterium
an einer Haltestelle gekoppelt sind. Da die Laufzeit hierbei nicht ausgeglichen werden
kann, kann daher eine entsprechende Kennung, z. B. ein undefinierter Wert für den
Parameter der maximal angenommenen Datentelegrammlaufzeit, zur Signalisierung an den
Auswerterechner der Lichtsignalanlage mitgesendet werden.
[0024] Im Hinblick auf einen rechtzeitigen Empfang sowie einer sinnvollen Verarbeitung des
Datentelegramms kann die Sendeposition des Fahrzeugs derart vorgezogen werden, dass
sowohl eine höhere Geschwindigkeit des Fahrzeugs als auch ein mit der maximalen, angenommenen
Datentelegrammlaufzeit behaftetes Datentelegramm berücksichtigt sind.
[0025] Hinsichtlich einer konsistenten und korrekten Berechnung der Laufzeit eines Datentelegramms
kann die lokale Uhrzeit im Fahrzeug und im Auswerterechner synchronisiert werden.
Dabei ist es denkbar, dass die Uhren die Uhrzeit über NTP (Network Time Protocol)
oder SNTP (Simple Network Time Protocol) und/oder Ober einen im Netzwerk verfügbaren
Server beziehen. In der Regel weist das Fahrzeug einen GPS-Empfänger auf, über den
ebenfalls die Uhrzeit bezogen werden kann.
[0026] In besonders vorteilhafter Weise kann das Datentelegramm über eine zentrale Applikation
- Router - an den Auswerterechner weitergeleitet werden. Damit das Fahrzeug die kreuzungsseitige
Installation direkt ansprechen kann, muss die Ziel-IP-Adresse des Auswerterechners
für das Fahrzeug sichtbar sein. Kann dies vom Netzbetreiber nicht realisiert werden,
z. B. beim Einsatz von VPN (Virtual Private Network), bei verschiedenen privaten APN
(Access Point Name), bei verschiedenen Netzbetreibem für Fahrzeug und Infrastruktur
oder in Ermangelung von festen Ziel-IP-Adressen, so können die Datentelegramme über
eine solche zentrale Applikation geleitet werden, die die Verteilung der Datentelegramme
an die jeweiligen Teilnehmer weiterleitet.
[0027] Grundsätzlich sollten alle Teilnehmer nicht vom öffentlichen Internet aus sichtbar
sein, sondern über private Zugänge (private APN) vor Störungen von Außen geschützt
sein. Im Idealfall sind die SIM (Subscriber Identity Module) Karten der Fahrzeuge
und der Auswerterechner vom selben Netzbetreiber sowie im selben VPN (private APN)
registriert und die SIM-Karten der Auswerterechner weisen feste IP-Adressen auf. Des
Weiteren können grundsätzlich unterschiedliche Rechner in Abhängigkeit der Lichtsignalanlage
angesprochen werden, wenn die Meldepunktdaten mit einer IP-Adresse und einem Port
versorgt sind. Die IP-Adresse kann in diesem Fall die IP-Adresse des zentralen Routers
darstellen, die Portnummer entspricht dann der Zieladresse des Auswerterechners.
[0028] Grundsätzlich eignet sich das beschriebene Verfahren auch für alle aktuell und künftig
verfügbaren Funksysteme, die kein deterministisches Zeitverhalten bezüglich den Telegrammlaufzeiten
aufweisen. So eignet sich das System insbesondere auch für Systeme wie zum Beispiel
TETRA (SDS messaging) oder GSM (SMS messaging).
[0029] In Bezug auf einen geeigneten Auswerterechner zur Beeinflussung einer Lichtsignalanlage
ist die eingangs genannte Aufgabe durch die Merkmale des nebengeordneten Patentanspruchs
13 gelöst. Der Auswerterechner weist eine Sende- und Empfangseinheit, insbesondere
für GPRS (General Packet Radio Service), EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution),
UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), TETRA (Terrestrial Trunked Radio),
WLAN (Wireless Local Area Network) und/oder WIMAX (Worldwide Interoperability for
Microwave Access), zum Empfangen des Datentelegramms auf und dient zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0030] Im Konkreten ist es denkbar, dass der Auswerterechner mittels einer seriellen oder
Relais-Schnittstelle parallel zu einer analogen Auswerteeinheit betreibbar ist. Damit
ist die Möglichkeit einer sanften Migration gewährleistet, da bereits viele Kreuzungen
mit analogen Empfängern und Auswerteeinheiten ausgerüstet und damit auch die Fahrzeuge
der Verkehrsbetriebe mit der analogen Technik bestückt sind.
[0031] In Bezug auf einen Bordcomputer zur Beeinflussung einer Lichtsignalanlage, für ein
Fahrzeug, ist die eingangs genannte Aufgabe durch die Merkmale des nebengeordneten
Patentanspruchs 15 gelöst. Der Bordcomputer weist eine Sende- und Empfangseinheit,
insbesondere für GPRS (General Packet Radio Service), EDGE (Enhanced Data Rates for
GSM Evolution), UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), TETRA (Terrestrial
Trunked Radio), WLAN (Wireless Local Area Network) und/oder WIMAX (Worldwide Interoperability
for Microwave Access), zum Aussenden des Datentelegramms auf und dient zur Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0032] In vorteilhafter Weise weist der Bordcomputer ein Modul zur automatischen Positionsbestimmung,
z. B. ein GPS-Modul oder Galileo-Modul, auf. Des Weiteren sind zur automatischen Positionsbestimmung
auch Baken sowie optische oder Wegstreckenzähler basierte Ortungssysteme denkbar.
[0033] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung des bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert.
[0034] In der Zeichnung zeigt die einzige
- Fig.
- in einer schematischen Ansicht den grundsätzlichen Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0035] Die einzige Fig. zeigt in einer schematischen Darstellung den grundsätzlichen Ablauf
des erfindungsgemäßen Verfahrens, wobei ein Fahrzeug 1 auf eine Kreuzung 2 mit einer
Lichtsignalanlage 3 zufährt. Die Lichtsignalanlage 3 wird von einem Kreuzungssteuerrechner
4 mit integriertem Auswerterechner gesteuert. Vor der Kreuzung befindet sich eine
Haltestelle 5.
[0036] Des Weiteren zeigt Fig. unterschiedliche Meldepunkte, denen spezielle Datentelegramme
zugeordnet sind:
- Voranmeldetelegramm für Meldepunkt 6. Das Fahrzeug befindet sich in der Nähe der Kreuzung,
an der sich die Lichtsignalanlage befindet. Das Fahrzeug benötigt in Kürze eine Grünphase.
- Hauptanmeldetelegramm für Meldepunkt 7. Das Fahrzeug befindet sich kurz vor der Kreuzung
und benötigt jetzt eine Grünphase.
- Haltestellentelegramm für Meldepunkt 8. Dieses Telegramm kommt zum Einsatz, wenn sich
eine Haltestelle kurz vor der Lichtsignalanlage befindet. Das Telegramm informiert
die Lichtsignalanlage, dass das Fahrzeug zur Abfahrt bereit ist, wenn die Türen des
Fahrzeugs zum ersten Mal geschlossen werden.
- Abmeldetelegramm für Meldepunkt 9. Das Fahrzeug hat die Kreuzung passiert. Die Grünzeit
kann jetzt beendet werden.
[0037] Das Fahrzeug 1 sendet an jedem Meldepunkt ein Datentelegramm an den Auswerterechner
der Lichtsignalanlage 3. Dieses Datentelegramm enthält neben den üblichen Informationen
(Ziel, Linie, Kurs etc.) gemäß den R09 Telegrammen nach dem Standard des Verbands
Deutscher Verkehrsunternehmen folgende Informationen:
| Ziel-IP/Ziel-Port |
Zieladresse |
| LZmax |
Maximale, angenommene Laufzeit |
| ts |
Sendezeitpunkt/ Zeitstempel |
| MP |
Eigentlicher Meldepunkt |
[0038] Mit der vorgezogenen Sendeposition 10 zeigt die einzige Fig. eine Sendeposition des
Hauptanmeldetelegramms bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens, wonach die
Sendeposition zu Meldepunkt 7 vorgezogen wird. Das Fahrzeug mit der aktuellen Geschwindigkeit
v
a sendet dabei das Datentelegramm um den Abstand v
a* LZmax früher als in den Plandaten angegeben ab. Wenn nun das Datentelegramm an dem
Auswerterechner ankommt, vergleicht dieser den Sendestempel t
s mit der aktuellen Zeit t
a. Wenn die Differenz aus t
a-t
s < LZmax ist, wird das Datentelegramm vor Weitergabe an den Kreuzungssteuerrechner
um die Differenzzeit, die sich aus der Differenz von LZmax und der berechneten Differenz
t
a-t
s ergibt, verzögert. Ist t
a-t
s > LZmax, so wird das Datentelegramm verworfen.
[0039] Wenn sich das Fahrzeug 1 beispielsweise mit 60 km/h (= 16,67 m/sec) dem Meldepunkt
7 nähert und die maximale Datentelegrammlaufzeit 1,5 s beträgt, dann wird vom Fahrzeug
die Sendeposition zum Meldepunkt 7 um 25 m (= 1,5 s * 16,67 m/sec) vorverlegt, d.h.
früher abgesendet. Wenn das Datentelegramm nun aber schon nach 1 s vom Auswerterechner
empfangen wird, so sind vom Auswerterechner zusätzliche 0,5 s abzuwarten, bis er das
Datentelegramm an den Kreuzungssteuerrechner 4 zur Weiterverarbeitung weitergibt.
[0040] Der Auswerterechner an der Kreuzungsseite zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens
ist eine Baugruppe bestehend aus folgenden Komponenten:
- Kommunikationsmodul, z. B. GPRS/UMTS Modul
- Prozessorbaugruppe
- Relais-Baugruppe oder serielle Schnittstelle
- Stromversorgung
[0041] Der Auswerterechner ist dabei für eine Montage in einem Elektronikschrank, z. B.
19"-Schrank vorgesehen. Das Kommunikationsmodul (z. B. GPRS/UMTS Modul) ist mit dem
Auswerterechner verbunden. Zum Einsatz kommt hier zum Beispiel ein OEM GPSR Modul
oder ein OEM UMTS-Modul. Die Antenne wird abgesetzt montiert, bei einem Kunststoff-Schaltkasten
innerhalb des Schaltkastens, ansonsten außerhalb.
[0042] Die Prozessorbaugruppe ist mit großzügiger Performance, Speicher und Schnittstellen
ausgestattet. Diese Rechnerhardware bildet die Plattform für die Software-Applikation,
die unter einem Betriebssystem die Auswertung der UDP-Pakete (IP-Lichtsignalanlage-Telegramme)
und die logische Ansteuerung der Schnittstelle zum Kreuzungssteuerrechner übernimmt.
[0043] Als Schnittstelle zum Kreuzungssteuerrechner wird in der Regel eine galvanische isolierte
Relaisschnittstelle gefordert. Die Relaisbaugruppe des Auswerterechners mit 16 bistabilen
Relais erfüllt diese Anforderungen. Die Relais-Baugruppe hat eine Schnittstelle zur
Prozessorbaugruppe und wird von dieser angesteuert.
[0044] Der Auswerterechner kann mit 16 oder 32 Relais (1 oder 2 Relais-Baugruppe) ausgestaltet
werden. Alle Kontakte (Wurzel/Ruhekontakt/Arbeitskontakt) sind zum Stecker geführt.
[0045] Die Anbindung des Auswerterechners (TSPcu) über IP ermöglicht des Weiteren komfortablere
Möglichkeiten hinsichtlich Wartung und Konfiguration:
- Die Adressierung und Kommunikation mit der TSPcu erfolgt über IP und Standardprotokolle
- Die Adresse ist hinterlegt in der TSPcu
- Komfortable Konfiguration und Fernwartung über GPRS/UMTS,
- Auslesen des Historienspeichers über Femzugriff Hinsichtlich weiterer vorteilhafter
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Lehre wird zur Vermeidung
von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten
Patentansprüche verwiesen.
[0046] Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das voranstehend beschriebene
Ausführungsbeispiel des Ablaufs eines erfindungsgemäßen Verfahrens und des erfindungsgemäßen
Auswerterechners lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dient, diese jedoch
nicht auf das Ausführungsbeispiel einschränkt.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 1
- Fahrzeug
- 2
- Kreuzung
- 3
- Lichtsignalanlage
- 4
- Kreuzungssteuerrechner
- 5
- Haltestelle
- 6
- Meldepunkt
- 7
- Meldepunkt
- 8
- Meldepunkt
- 9
- Meldepunkt
- 10
- vorgezogene Sendeposition
1. Verfahren zur Beeinflussung einer mit einem Auswerterechner (4) versehenen Lichtsignalanlage
(3) durch ein Fahrzeug (1), insbesondere im öffentlichen Verkehr, wobei das Fahrzeug
(1) zur Anforderung einer Grünphase an einer Sendeposition ein Datentelegramm an den
Auswerterechner (4) sendet und wobei das Datentelegramm und/oder die Sendeposition
von vordefinierten Meldepunkten (6, 7, 8, 9) abhängt bzw. abhängen,
dadurch gekennzeichnet, dass das Datentelegramm Ober ein paket-orientiertes, insbesondere IP (Internet Protocol)
basiertes, Funknetzwerk zum Auswerterechner (4) übermittelt wird und dass im Zulauf
des Fahrzeugs (1) auf einen Meldepunkt (6, 7, 8, 9) die Sendeposition (10) abhängig
von der aktuellen Geschwindigkeit des Fahrzeugs (1) und einer maximalen, angenommenen
Datentelegrammlaufzeit vorgezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Meldepunkt durch Zieladresse des Auswerterechners (4), vorzugsweise Ziel-IP-Adresse
und zugehöriger Ziel-Port, sowie Meldepunktnummer definiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale, angenommene Datentelegrammlaufzeit global, vorzugsweise per Parameter,
definiert wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Datentelegramm Meldepunkt (6, 7, 8, 9), Sendezeitpunkt und die maximale,
angenommene Datentelegrammlaufzeit übermittelt werden und/oder dass das Datentelegramm
mehrfach ausgesendet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übertragung des Datentelegramms ein Quittierungsmechanismus verwendet wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerterechner (4) bei Empfang des Datentelegramms die Laufzeit des Datentelegramms
über die Differenz von Empfangszeitpunkt und Sendezeitpunkt berechnet und dass bei
einer berechneten Laufzeit kleiner als die maximale, angenommene Datentelegrammlaufzeit
die Weiterverarbeitung und/oder Weitergabe des Datentelegramms um eine Differenzzeit
gemäß der Differenz von der maximalen, angenommenen Datentelegrammlaufzeit und der
berechneten Laufzeit verzögert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Laufzeit des Datentelegramms größer als die maximale, angenommene Datentelegrammlaufzeit
das Datentelegramm verworfen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass unverzüglich auszulösende Datentelegramme mit einer bestimmten Kennung versehen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeposition (10) derart vorgezogen wird, dass eine höhere Geschwindigkeit des
Fahrzeugs (1) und ein mit der maximalen, angenommenen Datentelegrammlaufzeit behaftetes
Datentelegramm berücksichtigt sind.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die lokale Uhrzeit im Fahrzeug (1) und im Auswerterechner (4) synchronisiert wird,
insbesondere Ober NTP (Network Time Protocol), SNTP (Simple Network Time Protocol),
GPS (Global Positioning System), UMTS (Universal Mobile Telecommunications System)
und/oder einem im Netzwerk verfügbaren Server.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Datentelegramm über eine zentrale Applikation, insbesondere einen Router, an
den Auswerterechner (4) weitergeleitet wird.
12. Auswerterechner (4) zur Beeinflussung einer Lichtsignalänlage, ausgeführt zur Durchführung
eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit einer Sende- und Empfangseinheit,
insbesondere für GPRS (General Packet Radio Service), EDGE (Enhanced Data Rates for
GSM Evolution), UMTS (Universal Mobile Telecommunications System), TETRA (Terrestrial
Trunked Radio), WLAN (Wireless Local Area Network) und/oder WIMAX (Worldwide Interoperability
for Microwave Access) zum Empfangen des Datentelegramms.
13. Auswerterechner nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Auswerterechner (4) mittels Relaisschnittstelle parallel zu einer analogen Auswerteeinheit
betreibbar ist.
14. Bordcomputer zur Beeinflussung einer Lichtsignalanlage, für ein Fahrzeug, ausgeführt
zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 11, mit einer Sende-
und Empfangseinheit, insbesondere für GPRS (General Packet Radio Service), EDGE (Enhanced
Data Rates for GSM Evolution), UMTS (Universal Mobile Telecommunications System),
TETRA (Terrestrial Trunked Radio), WLAN (Wireless Local Area Network) und/oder WIMAX
(Worldwide Interoperability for Microwave Access) zum Aussenden des Datentelegramms.
15. Bordcomputer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Bordcomputer ein Modul zur automatischen Positionsbestimmung, vorzugsweise ein
GPS-Modul, Galileo-Modul, Bake, optisches oder Wegstreckenzähler basiertes Ortungssystem
aufweist.
1. Method for affecting a traffic signal (3) provided with a data processor (4) by a
vehicle (1), in particular in public transport, wherein the vehicle (1), in order
to request a green phase, sends a data telegram to the data processor (4) at a sending
position, and wherein the data telegram and/or the sending position is or are dependent
on predefined reporting points (6, 7, 8, 9),
characterised in that the data telegram is transmitted to the data processor (4) via a packet-oriented, in particular IP (internet protocol)-based, radio network, and
in that, as the vehicle (1) approaches a reporting point (6, 7, 8, 9), the sending position
(10) is brought forward in dependence on the current speed of the vehicle (1) and
a maximum assumed data telegram transit time.
2. Method according to claim 1, characterised in that a reporting point is defined by the target address of the data processor (4), preferably
target IP address and associated target port, as well as a reporting point number.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the maximum assumed data telegram transit time is defined globally, preferably by
parameters.
4. Method according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the reporting point (6, 7, 8, 9), the sending time and the maximum assumed data telegram
transit time are transmitted with the data telegram, and/or in that the data telegram is sent multiple times.
5. Method according to any one of claims 1 to 4, characterised in that an acknowledgement mechanism is used for transmitting the data telegram.
6. Method according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the data processor (4), upon receiving the data telegram, calculates the transit
time of the data telegram from the difference between the receiving time and the sending
time, and in that, when the calculated transit time is less than the maximum assumed data telegram
transit time, further processing and/or forwarding of the data telegram is delayed
by a time difference according to the difference between the maximum assumed data
telegram transit time and the calculated transit time.
7. Method according to any one of claims 1 to 6, characterised in that, when the transit time of the data telegram is greater than the maximum assumed data
telegram transit time, the data telegram is discarded.
8. Method according to any one of claims 1 to 7, characterised in that data telegrams which are to be triggered immediately are provided with a particular
identifier.
9. Method according to any one of claims 1 to 8, characterised in that the sending position (10) is brought forward in such a manner that a higher speed
of the vehicle (1) and a data telegram having the maximum assumed data telegram transit
time are taken into account.
10. Method according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the local time is synchronised in the vehicle (1) and in the data processor (4),
in particular via NTP (network time protocol), SNTP (simple network time protocol), GPS (global positioning
system), UMTS (universal mobile telecommunications system) and/or a server available
in the network.
11. Method according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the data telegram is forwarded to the data processor (4) via a central application, in particular a router.
12. Data processor (4) for affecting a traffic signal, designed to carry out a method
according to any one of claims 1 to 11, having a sending and receiving unit, in particular
for GPRS (general packet radio service), EDGE (enhanced data rates for GSM evolution),
UMTS (universal mobile telecommunications system), TETRA (terrestrial trunked radio),
WLAN (wireless local area network) and/or WIMAX (worldwide interoperability for microwave
access) for receiving the data telegram.
13. Data processor according to claim 12, characterised in that the data processor (4) can be operated in parallel with an analogue evaluation unit
by means of a relay interface.
14. On-board computer for affecting a traffic signal, for a vehicle, designed to carry
out a method according to any one of claims 1 to 11, having a sending and receiving
unit, in particular for GPRS (general packet radio service), EDGE (enhanced data rates
for GSM evolution), UMTS (universal mobile telecommunications system), TETRA (terrestrial
trunked radio), WLAN (wireless local area network) and/or WIMAX (worldwide interoperability
for microwave access) for sending the data telegram.
15. On-board computer according to claim 14, characterised in that the on-board computer has a module for automatic position determination, preferably
a GPS module, Galileo module, distance marker, optical or odometer-based positioning
system.
1. Procédé permettant d'influencer une installation à signaux lumineux (3) munie d'un
ordinateur d'analyse (4) à l'aide d'un véhicule (1), plus particulièrement dans la
circulation publique, le véhicule (1) émettant, pour demander une phase verte, dans
une position d'émission, un télégramme de données à l'ordinateur d'analyse (4) et
le télégramme de données et/ou la position d'émission dépend de points de signalisation
prédéfinis (6, 7, 8 9),
caractérisé en ce que le télégramme de données est transmis par l'intermédiaire d'un réseau radio orienté
paquets, plus particulièrement basé sur IP (Internet Protocol), à l'ordinateur d'analyse
(4) et en ce que, lorsque le véhicule (1) arrive à un point de signalisation (6, 7, 8, 9), la position
d'émission (10) est préférée en fonction de la vitesse actuelle du véhicule (1) et
d'un temps de parcours maximal accepté du télégramme de données.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un point de signalisation est défini par l'adresse cible de l'ordinateur d'analyse
(4), de préférence une adresse IP cible et un port cible correspondant, ainsi que
par un numéro de point de signalisation.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le temps de parcours maximal accepté du télégramme de données est défini globalement,
de préférence par des paramètres.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 3, caractérisé en ce que, avec le télégramme de données du point de signalisation (6, 7, 8, 9), le moment
d'émission et le temps de parcours maximal accepté du télégramme de données sont transmis
et/ou en ce que le télégramme de données est envoyé plusieurs fois.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que, pour la transmission du télégramme de données, un mécanisme d'acquittement est utilisé.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que l'ordinateur d'analyse (4), lors de la réception du télégramme de données, calcule
le temps de parcours du télégramme de données grâce à la différence entre le moment
de réception et le moment d'émission et en ce que, si le temps de parcours est inférieur au temps de parcours maximal admissible du
télégramme de données, le traitement ultérieur et/ou la transmission du télégramme
de données est retardé d'un écart de temps en fonction de la différence entre le temps
de parcours admissible du télégramme de données et le temps de parcours calculé.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé en ce que, lorsque le temps de parcours du télégramme de données est supérieur au temps de
parcours maximal admissible du télégramme de données, le télégramme de données est
rejeté.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 7, caractérisé en ce que, les télégrammes de données à déclenchement immédiat sont munis d'un identifiant
déterminé.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 8, caractérisé en ce que la position d'émission (10) est préférée de façon à ce qu'une vitesse plus élevée
du véhicule (1) et un télégramme de données ayant le temps de parcours maximal admissible
du télégramme de données soient pris en compte.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 9, caractérisé en ce que l'heure locale est synchronisée dans le véhicule (1) et dans l'ordinateur d'analyse
(4), plus particulièrement par NTP (Network Time Protocol), SNTP (Simple Network Time
Protocol), GPS (Global Postioning System), UMTS (Universal Mobile Telecommunications
System) et/ou un serveur disponible dans le réseau.
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 10, caractérisé en ce que le télégramme de données est transmis par l'intermédiaire d'une application centrale,
plus particulièrement un routeur, à l'ordinateur d'analyse (4).
12. Ordinateur d'analyse (4) permettant d'influencer une installation de signalisation
lumineuse, pour la réalisation d'un procédé selon l'une des revendications 1 à 11,
avec une unité d'émission et de réception, plus particulièrement pour GPRS (General
Packet Radio Service), EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution), UMTS (Universal
Mobile Telecommunications System), TETRA (Terrestrial Trunked Radio), WLAN (Wireless
Local Area Network) et/ou WIMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access)
pour la réception du télégramme de données.
13. Ordinateur d'analyse selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'ordinateur d'analyse (4) peut être exploité à l'aide d'une interface à relais parallèlement
à une unité d'analyse analogique.
14. Ordinateur de bord permettant d'influencer une installation de signalisation lumineuse,
pour un véhicule, pour la réalisation d'un procédé selon l'une des revendications
1 à 11, avec une unité d'émission et de réception, plus particulièrement pour GPRS
(General Packet Radio Service), EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution), UMTS
(Universal Mobile Telecommunications System), TETRA (Terrestrial Trunked Radio), WLAN
(Wireless Local Area Network) et/ou WIMAX (Worldwide Interoperability for Microwave
Access) pour l'envoi du télégramme de données.
15. Ordinateur de bord selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'ordinateur de bord comprend un module pour la détermination automatique de la position,
de préférence un module GPS, un module Galileo, Bake, un système de localisation optique
ou basé sur un compteur de trajet parcouru.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente