[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer phasengesteuerten Gruppenantenne
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 sowie eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem
Oberbegriff des Anspruches 3 sowie eine zugehörige phasengesteuerte Gruppenantenne
nach Anspruch 9.
[0002] Phasengesteuerte Gruppenantennen sind beispielsweise aus der Mobilfunk-Technik bekannt.
[0003] Für Basisstationen werden üblicherweise Mobilfunk-Antennen eingesetzt, die aus einer
oder mehreren nebeneinander angeordneten Spalten bestehen, in denen jeweils mehrere
übereinander angeordnete Strahler oder Untergruppen von Strahlern angeordnet sind.
Bei den Strahlern kann es sich dabei um einfach polarisierte oder dual polarisierte
Strahler handeln. Die Antennen können als Mono-Band, Dual-Band oder auch als Multi-Band
Antennen ausgebildet sein, die Strahler umfassen, die in mehreren Frequenzen oder
Frequenzbereichen (Frequenzbändern) senden und empfangen können. Es wird insoweit
bezüglich des Aufbaus derartiger Gruppenantennen sowie Strahler und Strahleranordnungen
auf vorbekannte Lösungen verwiesen, beispielsweise auf die Vorveröffentlichungen
WO 00/39894 A1,
DE 197 22 742 A1,
DE 198 23 749 A1,
DE 101 50 150 A1 oder beispielsweise
US 5,710,569.
[0004] Da in einem Mobilfunksystem die Anzahl der verfügbaren Kanäle begrenzt ist, werden
in gewissen Abständen die gleichen Frequenzen wieder benutzt. Von daher soll die Reichweite
einer Basisstation, wodurch eine sogenannte Mobilfunk-Zelle definiert wird, begrenzt
sein, damit die Zellen des Funksystems sich nicht gegenseitig stören, damit also Interferenzen
unterbleiben.
[0005] Von daher ist es bekannt, die Gruppenantennen für derartige Basisstationen je nach
Bedarf mit einem unterschiedlichen Down-Tilt-Winkel einzustellen.
[0006] Während in den Anfängen der Mobilfunktechnik häufig dieser Down-Tilt-Winkel durch
mechanische Maßnahmen unterschiedlich einstellbar war, werden heute Systeme bevorzugt,
bei denen beispielsweise ein unterschiedlicher Down-Tilt-Winkel fernsteuerbar eingestellt
werden kann, je nach Bedarf und Verkehrsdichte auch stets verändert werden kann.
[0007] Vor diesem Hintergrund werden bevorzugt Phasenschieber, und zwar Phasenschiebersysteme
verwendet, um die einzelnen Strahler mit unterschiedlichen Phasenlagen anzusteuern,
wodurch auf elektrischem Wege ein unterschiedlicher Down-Tilt-Winkel eingestellt werden
kann.
[0008] So ist es bekannt beispielsweise differenzielle Phasenschieber zu verwenden, wie
sie grundsätzlich aus der
EP 1 208 614 B1 bekannt geworden sind. Dabei kann eine ungeradzahlige Anzahl von Strahlern oder Untergruppen
von Strahlern über einen derartigen einfachen oder einen Mehrfach-Phasenschieber angesteuert
werden, wobei vorzugsweise ein mittlerer Strahler oder eine mittlere Strahlergruppe
ohne Phasenverschiebung direkt angespeist wird. Z.B. über einen differentiellen Phasenschieber
können an dessen Ausgängen zwei Strahler oder Strahlergruppen mit unterschiedlicher
Phasenverschiebung angesteuert werden. Sollen jeweils zwei weitere Strahler oder Untergruppen
von Strahlern, mit nochmals verstärkten Laufzeitenänderungen und damit mit unterschiedlicher
Phasenlage angesteuert werden, wird jeweils ein weiterer einfacher Phasenschieber
benötigt, oder aber es wird ein Mehrfach-Phasenschieber verwendet, wie er gemäß der
EP 1 208 614 B1 vorgeschlagen ist.
[0009] Anstelle von Gruppenantennen, die zumindest einen Strahler oder eine Strahlergruppe
umfassen, die ohne Phasenverschiebung betrieben werden, kommen grundsätzlich auch
Gruppenantennen in Betracht, die eine geradzahlige Anzahl von Strahler oder Strahlergruppen
umfassen und/oder keine Strahlergruppe aufweisen, die ohne Phasenverschiebung betrieben
wird.
[0010] Die Verwendung eines Einfach-Phasenschiebers zur Ansteuerung von Untergruppen von
Strahlern ist beispielsweise aus der
US 5,917,455 A zu entnehmen.
[0011] Die
WO 03/019723 A1 beschreibt ein einstellbares Antennen-Speise-Netzwerk mit Phasenschiebereinrichtung,
das so aufgebaut ist, dass durch ein verschiebbares Dielektrikum gleiche Phasendifferenzen
an den zu den Strahlern führenden Anschlüssen erzeugbar sind.
[0012] Die
WO 02/35651 A1 beschreibt ebenfalls die Verwendung von Phasenschiebern, bei denen ein Dielektrikum
in einer Streifenleitung verschoben wird. Der Schiebeweg ist dabei immer gleich. Da
aber die effektiven Dielektrizitätszahlen unterschiedlich sind, lassen sich an den
Strahler-Anschlüssen Phasenverschiebungen realisieren, die jeweils gleiche Phasenunterschiede
zueinander aufweisen. Dadurch lässt sich eine im Wesentlichen gerade Wellenfront mit
unterschiedlichem Down-Tilt-Winkel erzeugen.
[0013] Die entsprechenden Phasenschieberelemente, die mit dem gleichen Ziel wie vorstehend
erläutert eingesetzt werden können, sind dabei grundsätzlich ebenfalls aus der
WO 96/37922 A1 als bekannt zu entnehmen.
[0014] Schließlich ist eine Antennenanordnung zur Absenkung eines Down-Tilt-Winkels oder
auch zur Einstellung der Abstrahlrichtung der Hauptkeule in Azimutrichtung auch aus
der
US 2005/0219133 A1 als bekannt zu entnehmen. In dieser Vorveröffentlichung wird einleitend eine Antennenanordnung
mit einer Phasenschieberbaugruppe unter Verwendung von differenziellen Phasenschiebern
beschrieben, wobei die Ausgänge einer ersten Phasenschieber-Anordnung mit den Eingängen
einer jeweils zweiten Phasenschieber-Baugruppe in Verbindung stehen, um darüber die
Strahlerelemente anzusteuern. Ferner ist in dieser Vorveröffentlichung eine weitere
Möglichkeit eines Phasenschieber-Netzwerkes nach dem Stand der Technik beschrieben,
welches eine Phasenschieberbaugruppe umfasst, die zwei teilkreisförmige Phasenschieber-Leitungsabschnitte
umfasst, die konzentrisch angeordnet sind und von einem gemeinsamen Speisearm gespeist
werden, der zeigerförmig um einen gemeinsamen Mittelpunkt herum verschwenkt werden
kann.
[0015] Im Gegensatz dazu schlägt die vorstehend genannte Vorveröffentlichung als bessere
Variante vor, Phasenschieber zu verwenden, deren jeweils beiden Ausgänge mit Strahlerelementen
direkt verbunden sind. Mit anderen Worten wird also ein einstufiger Aufbau verwendet,
der für jeweils zwei Strahlerelemente mehrfach vorgesehen ist. Für eine Antennenanordnung
mit mehreren Strahlern, die mit unterschiedlichen Phasen gespeist werden sollen, werden
von daher jeweils unterschiedliche Phasenschieber verwendet, die mittels eines Übersetzungsgetriebes
so gesteuert werden, dass für die einzelnen Strahlerelemente oder Strahlergruppen
unterschiedliche Phasenverzögerungen eingestellt werden können. Dabei soll entsprechend
der Anzahl der verwendeten Phasenschieber und der Anordnung der Strahler ein bestimmtes
Verhältnis zwischen der Verschwenkung der Phasenschieber zur Erzielung eines entsprechenden
fest vorgegebenen Phasen-Verzögerungswertes eingehalten werden, nämlich beispielsweise
von 1:3, 1:3:5, 1:3:5:7 und so weiter. Dabei können Toleranzen von +/- 5% in Kauf
genommen werden. Um ein Strahlungsmuster beispielsweise in Form von Nebenkeulen zu
optimieren wird ausgeführt, dass es in einer alternativen Ausführungsform wünschenswert
sein könnte, die vorstehend genannten Verhältnisse zu variieren.
[0016] Die entsprechende unterschiedliche Einstellung eines Down-Tilt-Winkels zur Veränderung
der Größe einer entsprechenden Mobilfunk-Zelle führt aber nicht immer zu dem gewünschten
Erfolg, da gleichwohl durch die Absenkung (Down-Tilt) der Hauptstrahlungskeule auch
die Nebenkeulen verschoben werden. Dabei kann die Situation eintreten, dass beispielsweise
die erste Nebenkeule oberhalb der Hauptstrahlrichtung bei zunehmender Absenkung der
Hauptstrahlrichtung in die Nähe der Horizontal-Ebene (oder sogar darunter) gelangt,
mit der Folge, dass dann Mobilfunkgeräte sowie Basisstationen aus einem anderen Abdeckungsbereich
als Störer wirken. Somit wäre also ein niedriger Nebenkeulen-Pegel wünschenswert.
[0017] Zum anderen soll aber auch der Antennengewinn möglichst hoch sein, um die verfügbare
Sendeleistung effektiv auf den gewünschten Abdeckungsbereich zu leiten. Ein hoher
Antennengewinn bedeutet eine hohe Bündelung der Energie. Aus der Fachliteratur bezüglich
der Speisung von Gruppenantennen ist es allerdings bekannt, dass die Optimierung des
Antennengewinns häufig mit einer Erhöhung des Nebenkeulen-Pegels einhergeht.
[0018] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher ein verbessertes Verfahren zum
Betrieb einer phasengesteuerten Gruppenantenne sowie eine verbesserte phasengesteuerte
Gruppenantenne selbst zu schaffen, bei der die erste Nebenkeule oberhalb der bzw.
benachbart zur Hauptkeule insbesondere bei großer Strahlabsenkung (großem Down-Tilt-Winkel)
bzw. großer Strahlschwenkung einen möglichst niedrigen Pegel aufweist (um Interferenzen
zu unterdrücken) und/oder die bei geringer Strahlabsenkung (also bei einer großen
Zell-Ausdehnung und -Ausleuchtung) oder bei einer geringen Strahlschwenkung im Allgemeinen
einen möglichst hohen Antennengewinn aufweist.
[0019] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bezüglich des Verfahrens entsprechend den im Anspruch
1 und bezüglich einer erfindungsgemäßen Phasenschieber-Baugruppe entsprechend den
im Anspruch 3 und bezüglich einer phasengesteuerten Gruppenantenne entsprechend den
im Anspruch 9 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0020] Es ist ausgesprochen überraschend, dass im Rahmen der Erfindung mit vergleichsweise
einfachen Mitteln die vorstehend genannten Ziele realisiert werden können, die sich
quasi gegenseitig ausschließen. Denn eine Pegelabsenkung der ersten Nebenkeule oberhalb
der Hauptkeule bei stark abgesenktem Down-Tilt-Winkel hat häufig zur Folge, dass bei
weniger starker Einstellung des Absenkwinkels der Antennengewinn nicht die gewünschte
Größe aufweist oder umgekehrt bei Optimierung des Antennengewinns bei Absenkung der
Hauptkeule des Strahlungsdiagramms der Antenne (Senkung des Down-Tilt-Winkels) dann
der Pegel der ersten Nebenkeule oberhalb der Hauptkeule sich als zu groß herausstellt.
[0021] Bei der Strahlformung mit elektronischen Mitteln könnte nunmehr das Strahlungsdiagramm
vergleichsweise flexibel geändert werden, und zwar bei freier Wahl der Amplituden
und der Phasen. Insbesondere bei Basisstations-Antennen für ein Mobilfunksystem stellt
jedoch der Wirkungsgrad und der Preis einen entscheidenden Faktor dar. Aus diesem
Grund werden in der Regel für derartige Antennensysteme häufig mechanische Phasenschieber
zur unterschiedlichen Einstellung des Down-Tilt-Winkels eingesetzt. Diese mechanischen
Phasenschieber können direkt die Leitungslänge in einer Speiseleitung verlängern (sogenanntes
"Posaunen"-Prinzip, bei dem durch Verstellung eines Leitungsweges der gesamte Leitungsweg
verkleinert oder vergrößert werden kann). Möglich ist ebenso die Ausbreitungsgeschwindigkeit
der elektromagnetischen Welle auf einem Leitungsweg zu verändern, indem beispielsweise
ein dielektrisches Material im Bereich des Leitungsweges eingeschoben wird und dadurch
die elektrischen Bedingungen verändert werden, oder es kann eine bewegbare oder verschiebbare
Koppelstelle verwendet werden, die längs einer feststehenden Leitung verschoben werden
kann, um den Abgriffspunkt zu verlagern. Die Möglichkeiten zur gemeinsamen Veränderung
der einzelnen Signale sind hierbei allerdings stark eingeschränkt.
[0022] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird ein Weg vorgeschlagen, der mit minimalem
Aufwand gleichwohl eine Möglichkeit eröffnet, im Sinne der Lösung der Aufgabenstellung
zu einem deutlich verbesserten Ergebnis zu gelangen.
[0023] Das Prinzip der Erfindung basiert darauf, dass die in einer Gruppenantenne am entferntesten
sitzenden (in einer Gruppenantenne beispielsweise die zuoberst und zuunterst angeordneten
Strahler oder Strahleruntergruppen) oder die mit der größten Phasendifferenz angesteuerten
Strahler oder Strahlergruppen einen zusätzlichen Anteil zur Phasenverschiebung erhalten,
mit anderen Worten also mit einer überproportional starken Phasenverschiebung im Gegensatz
zu herkömmlichen Systemen angesteuert werden. Dies erfolgt erfindungsgemäß insbesondere
nicht mit einer zusätzlichen Einrichtung zur Erzeugung einer zusätzlichen Phasenverschiebung,
sondern es wird eine entsprechend überproportionale Phasenverschiebung mit einem zusätzlichen
Anteil zur Phasenverschiebung mit demselben Phasenschieber erzeugt, der auch sonst
grundsätzlich für die Strahlsschwenkung zuständig ist.
[0024] Alternativ und ergänzend ist es genauso möglich, die in einer Gruppenantenne im mittleren
Bereich am dichtesten zueinander sitzenden Strahler oder Strahlergruppen (die mit
einer unterschiedlich einstellbaren Phasenlage angesteuert werden) im Gegensatz zu
herkömmlichen Systemen mit einer unterproportionalen Phasenverschiebung bei Einstellung
eines Down-Tilt-Winkels oder eines veränderten Strahlwinkels zu betreiben, so dass
insbesondere das Verhältnis der Phasenlage zwischen den Strahlern, die mit der größten
Phasenverschiebung betrieben werden, zu den Strahlern, die mit der niedrigsten Phasenlagenänderung
betrieben werden, durch einen überproportional großen Wert gekennzeichnet ist.
[0025] Dies kann bei Verwendung eines Mehrfach-Differenz-Phasenschiebers, wie er grundsätzlich
beispielsweise aus der
EP 1 208 614 B1 bekannt ist, dadurch erreicht werden, dass die zu äußerst liegende, in der Regel
kreisbogenförmig gestaltete Streifenleitung zur Speisung der entferntest liegenden
Strahler oder StrahlerUntergruppe vom konzentrischen Zentrum eines entsprechend verschwenkbaren,
zeigerförmigen Abgriffelements entfernter liegt und/oder die dem Speiseleitungszentrum,
d.h. der Verschwenkachse des Speiseleitungs-Arms am nächsten liegende, bogenförmige
Streifenleitung dieser Verschwenkachse näher liegt.
[0026] Dieses Prinzip gilt grundsätzlich bei einem Antennensysteme mit einer geraden oder
aber auch ungeraden Anzahl von Strahlern und/oder Strahleruntergruppen. Von einem
Antennensystem mit einer ungeraden Anzahl von Strahler oder Strahlergruppen wird dann
gesprochen, wenn zumindest ein Strahler oder zumindest eine Strahlergruppe vorgesehen
ist, die unter Umgehung eines unterschiedlich einstellbaren Phasenschiebersystems
ohne veränderbare Phasenverschiebung gespeist wird (üblicherweise im mittleren Bereich
der Gruppenantenne angeordnet), so dass bei Verschwenkung der Hauptstrahlrichtung
(unterschiedliche Einstellung des Down-Tilt-Winkels) an diesem Strahler oder dieser
Strahlergruppe keine Phasenänderung vorgenommen wird.
[0027] Von einem geradzahligen Strahlersystem wird gesprochen, wenn eine Gruppenantenne
mit einer geradzahligen Anzahl von Strahlern oder Strahleruntergruppen (oder auch
hier natürlich gemischten System davon) vorgesehen ist, die über das Phasenverschiebersystem
gespeist werden, also insbesondere kein mittleres System aufweisen, das ohne Phasenverschiebung
angesteuert wird.
[0028] In einer ergänzenden oder alternativen Ausführungsform der Erfindung ist es dabei
ebenfalls möglich, die Verschwenkachse des in der Regel zeigerförmigen, verschwenkbaren
Phasenschiebereinstellelementes näher an die in der Regel teilkreis- oder teilbogenförmig
gestalteten Streifenleitungen heranzusetzen, so dass diese Verschwenkachse zu den
Streifenleitungen näher liegt als der Mittelpunkt der teilkreisförmigen Streifenleitungen.
Auch hierdurch wird durch den entferntest liegenden teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitt
eine überproportional starke Laufzeitveränderung an den gegenüberliegenden Anschlussstellen
erzeugt bzw. an den zuinnerst liegenden teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitten
die Phasenlagenveränderung und damit die Laufzeitenveränderung proportional verringert,
wodurch sich der erfindungsgemäße Erfolg einstellt.
[0029] Die Erfindung basiert nämlich insbesondere darauf, dass mindestens ein Strahler oder
zumindest zwei über einen differenziellen Phasenschieber angespeiste Paare von Strahlern
oder Strahleruntergruppen gegenüber den anderen Strahlern oder Strahleruntergruppen
mit einer zusätzlichen Phasenverschiebung bezüglich des Sende- oder Empfangssignals
betrieben werden, was einen positiven Einfluss auf eine zusätzliche Strahlformung
im Sinne der Erfindung hat. Dabei ist der Betrag der zusätzlichen Phasenverschiebung
abhängig von der Einstellung der Strahlschwenkung. Durch die einfachst zu erzielende
zusätzliche Strahlverformung wird gewährleistet, dass bei zunehmend stärkerer Absenkung
der Hauptkeule einer Gruppenantenne die Größe der darüber befindlichen Nebenkeule
verglichen mit einem nicht-erfindungsgemäßen System im abgesenkten Zustand geringer
ist (dadurch also Interferenzen mit benachbarten Zellen eher vermieden werden) und/oder
dass bei eher in Horizontalrichtung ausgerichteter Hauptkeule (also bei nicht so starkem
Absenk- oder Schwenk-Winkel) der Antennengewinn dieser Hauptkeule vergleichsweise
größer ausfällt als bei herkömmlichen Antennensystemen.
[0030] Die Erfindung soll nachfolgen anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Dabei zeigen im Einzelnen:
- Figur 1 :
- eine schematische frontseitige Ansicht auf eine Gruppenantenne mit beispielsweise
sechs in Vertikalrichtung übereinander angeordneten Strahlern oder Strahleruntergruppen;
- Figur 2a :
- eine vom Grundsatz her bekannte Phasenschieber-Baugruppe zur Ansteuerung einer anhand
von Figur 1 gezeigten Gruppenantenne;
- Figur 2b :
- ein Diagramm zur Verdeutlichung der Phasenlagen an den Anschlüssen der gespeisten
Strahler oder Strahleranordnungen einer Gruppenantenne gemäß Figur 1 oder Figur 2a
bei zwei unterschiedlichen Phasenschieber-Einstellungen;
- Figur 2c :
- ein aus Figur 2b abgeleitetes Diagramm zur Verdeutlichung der Phasenverschiebungen,
die sich für die einzelnen Strahler aus den beiden Einstellwerten des Phasenschiebers
gemäß Figur 2b ergeben;
- Figur 3a :
- ein erstes erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Phasenschieber-Baugruppe zur
Ansteuerung einer Gruppenantenne mit einer geradzahligen Anzahl von Strahleranordnungen,
die Strahler und/oder Strahleruntergruppen umfassen, also insbesondere einer Gruppenantenne,
bei der kein Strahler oder keine Strahleruntergruppen ohne Phasenverschiebung bei
Veränderung des Down-Tilt-Winkels eingestellt wird;
- Figur 3b :
- ein zu Figur 2b entsprechendes Diagramm für eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe
gemäß Figur 3a;
- Figur 3c :
- ein zu Figur 2c entsprechendes Diagramm für eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe
gemäß Figur 3a;
- Figuren 4a bis 4d :
- vier Beispiele mit einer zwei teilkreisförmige Streifenleitungsbögen umfassenden Phasenschieber-Baugruppe,
wobei Figur 4a eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem Stand der Technik und die Figuren
4b bis 4d eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe zeigen;
- Figuren 5a bis 5d :
- vier Beispiele mit einer drei teilkreisförmige Streifenleitungsbögen umfassenden Phasenschieber-Baugruppe,
wobei Figur 5a eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem Stand der Technik und die Figuren
5b bis 5d eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe zeigen;
- Figuren 6a bis 6d :
- vier Beispiele mit einer vier teilkreisförmige Streifenleitungsbögen umfassenden Phasenschieber-Baugruppe,
wobei Figur 6a eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem Stand der Technik und die Figuren
6b bis 6d eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe zeigen;
- Figur 7a :
- ein zu Figur 2a entsprechendes Beispiel einer zum Stand der Technik gehörenden vorbekannten
Phasenschieber-Baugruppe zur Ansteuerung einer entsprechenden Gruppenantennen mit
in Vertikalrichtung sieben übereinander sitzenden Strahleranordnungen, die jeweils
aus Strahlern und/oder Strahlergruppen bestehen können, wobei eine mittlere Strahleranordnung
im Zentrum der Gruppenantenne phasenneutral angesteuert wird, also keine Phasenlagenänderung
bei entsprechender Verstellung der Phasenschieber-Baugruppe erfährt;
- Figur 7b :
- ein zu Figur 2b entsprechendes Diagramm bezüglich eines nach dem Stand der Technik
bekannten Beispieles, wie in Figur 7a dargestellt;
- Figur 7c :
- ein zu Figur 2c entsprechendes Diagramm bezüglich des Beispiels nach dem Stand der
Technik, wie in Figur 7a dargestellt;
- Figuren 8a bis 8d :
- vier Beispiele mit einer zwei teilkreisförmige Streifenleitungsbögen umfassenden Phasenschieber-Baugruppe,
wobei Figur 8a eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem Stand der Technik und die Figuren
8b bis 8d eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe zeigen, wobei die gezeigten
Phasenschieber-Baugruppen zur Speisung einer Antenne mit einer ungeraden Anzahl von
Strahleranordnungen entsprechend der Darstellung nach Figur 7a dient;
- Figuren 9a bis 9d :
- vier Beispiele mit einer drei teilkreisförmige Streifenleitungsbögen umfassenden Phasenschieber-Baugruppe,
wobei Figur 9a eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem Stand der Technik und die Figuren
9b bis 9d eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe zeigen, wobei die gezeigten
Phasenschieber-Baugruppen zur Speisung einer Antenne mit einer ungeraden Anzahl von
Strahleranordnungen entsprechend der Darstellung nach Figur 7a dient;
- Figuren 10a bis 10d :
- vier Beispiele mit einer vier teilkreisförmige Streifenleitungsbögen umfassenden Phasenschieber-Baugruppe,
wobei Figur 10a eine Phasenschieber-Baugruppe nach dem Stand der Technik und die Figuren
10b bis 10d eine erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe zeigen, wobei die gezeigten
Phasenschieber-Baugruppen zur Speisung einer Antenne mit einer ungeraden Anzahl von
Strahleranordnungen entsprechend der Darstellung nach Figur 7a dient;
- Figur 11a :
- ein zu Figur 3c entsprechendes Diagramm bezüglich einer erfindungsgemäßen Phasenschieber-Baugruppe,
wie sie in Figur 11a gezeigt ist;
- Figur 11b :
- ein zu Figur 3c entsprechendes Diagramm bezüglich einer erfindungsgemäßen Phasenschieber-Baugruppe,
wie sie anhand von Figur 11b wiedergegeben ist;
- Figuren 12a bis 12d :
- vier Strahlungsdiagramme zur Verdeutlichung des Pegels der ersten Nebenkeule oberhalb
der Hauptkeule ohne Absenkung, bei einer entsprechenden Absenkung und bei einem erfindungsgemäß
veränderten Verhältnis der Radien der Streifenleitungsabschnitte der Phasenschieber-Baugruppe
für ein erstes Ausführungsbeispiel;
- Figuren 13a bis 13d :
- vier Strahlungsdiagramme zur Verdeutlichung des Pegels der ersten Nebenkeule oberhalb
der Hauptkeule ohne Absenkung, bei einer entsprechenden Absenkung und bei einem erfindungsgemäß
veränderten Verhältnis der Radien der Streifenleitungsabschnitte der Phasenschieber-Baugruppe
für ein zweites Ausführungsbeispiel;
- Figuren 14a und 14b :
- zwei Strahlungsdiagramme zur Verdeutli-chung des Pegels der ersten Nebenkeule oberhalb
der Hauptkeule bei einem erfindungsgemäß veränderten Verhältnis der Radien der Streifenleitungsabschnitte
der Phasenschieber-Baugruppe für ein drittes Ausführungsbeispiel; und
- Figur 15 :
- eine Querschnittsdarstellung durch die Phasenschieber-Baugruppe unter zusätzlicher
Verwendung von Schichten aus Dielektrikum.
[0031] In Figur 1 ist in schematischer Frontansicht eine Gruppenantenne gezeigt, die mehrere
Strahler 1 vor einem Reflektor 3 aufweist. Im gezeigten Ausführungsbeispiel umfasst
die Gruppenantenne sechs dual polarisierte Strahler oder Strahleranordnungen 1a bis
1f.
[0032] Die Strahler können dabei aus unterschiedlichen Strahlern oder Strahlertypen bestehen,
aus Dipolstrahlern, Kreuzdipolen, sogenannten Vektordipolen (bekannt beispielsweise
aus der
WO 00/39894 A1), Patchstrahlern oder dergleichen. Es kann sich dabei um eine Mono-Band-Antenne,
eine Dual-Band-Antenne oder Multi-Band-Antenne handeln, die in drei oder Mehrfrequenzbändern
sendet und/oder empfängt. Ebenso kann es sich um einfach polarisierte oder dual polarisierte
Antennen handeln. Es wird insoweit auf bekannte Lösungen verwiesen.
[0033] Eine anhand von Figur 1 schematisch gezeigte Antenne kann beispielsweise in der Basisstation
einer Mobilfunk-Anlage eingesetzt werden.
[0034] Um einen Schwenkkwinkel im Allgemeinen oder einen Absenkwinkel im Besonderen, also
den sogenannten Down-Tilt-Winkel, gegenüber der horizontalen Ebene unterschiedlich
einstellen zu können, werden gemäß dem erläuterten Ausführungsbeispiel mechanisch
betätigbare Differenz-Phasenschieber verwendet, wie sie grundsätzlich aus der
EP 1 208 614 B1 bekannt sind. Bezüglich des Detailaufbaus wird insoweit auf diese Vorveröffentlichung
verwiesen.
[0035] Anhand von Figur 2a ist eine derartige, aus der vorstehend genannten Vorveröffentlichung
EP 1 208 614 B1 bekannte Phasenschieber-Baugruppe dargestellt, mit der beispielsweise eine in Figur
1 gezeigte Antenne mit sechs in Vertikalrichtung übereinander angeordneten Strahlern
oder Strahleruntergruppen 1 mit unterschiedlichem Absenkwinkel betrieben werden kann.
Es handelt sich dabei um eine Gruppenantenne, bei der eine gerade Anzahl von Strahlern
oder Strahlergruppen angesteuert werden kann. Mit anderen Worten handelt es sich um
eine Gruppenantenne, die keinen Strahler oder keine Strahlergruppe (in der Regel in
der Mitte) aufweist, die ohne Phasenlagenänderung betrieben wird.
[0036] Anhand von Figur 2a ist also eine vorbekannte Phasenschieber-Anordnung oder -Baugruppe
7 gezeigt, die drei um einen Mittelpunkt 9 konzentrisch angeordnete, teilkreisförmige
Leitungsabschnitte 11, in der Regel sogenannte Streifenleitungsabschnitte 11a umfasst.
Eine Speiseleitung 13 führt zur zentralen Speisestelle 9 des Abgriffelements 15, wobei
die Speisestelle 9 im Bereich der Schwenkachse 17 des Abgriffelements 15 vorgesehen
ist. Das zeigerförmige Abgriffelement 15 kann um dessen Verschwenkachse 17 über die
teilkreisförmigen, konzentrisch angeordneten Leitungsabschnitte 11 hinweg verstellt
werden kann. Über kapazitive Kopplungen zwischen dem Abgriffselememt 15 und den Leitungsabschnitten
11 wird dann das Speisesignal übertragen, wobei an den jeweils gegenüberliegenden
Anschlüssen 19 am Ende der Leitungsabschnitte 11 je eine Verbindungsleitung 21 zu
den Strahlern oder Strahlergruppen 1 führt.
[0037] Je nach Stellung des beispielsweise über eine fernsteuerbare motorische Einrichtung
automatisch verschwenkbaren Abgriffelements ergeben sich dabei von dem jeweiligen
Angriffs- oder Koppelpunkt 23 (also dem jeweiligen Angriffs - oder Koppelbereich 23)
zwischen dem Abgriffelement 15 und dem damit gekoppelten Abschnitt der teilkreisförmigen
Streifenleitungen 11a und den zu den Streifenleitungsabschnitten 11, 11a gegenüberliegenden
Anschlüssen 19 unterschiedlich lange Wegstrecken, wodurch bei Verstellung des Abgriffelementes
15 die auf einer Seite des Abgriffelements 15 gespeisten Strahler eine Laufzeitverkürzung
und die auf der anderen Seite angeschlossenen Strahler eine Laufzeitverlängerung oder
- verzögerung entsprechend der Weglänge erfahren. Befindet sich das Abgriffelement
15 in seiner neutralen Mittellage (in Figur 2a in Horizontalrichtung), so weisen die
gegenüberliegenden Anschlüsse 19 eines jeweiligen streifenleitungsförmigen Bogens
11, 11a die gleiche Phasenlage auf. Demgegenüber kann das Abgriffelement 15 im gezeigten
Ausführungsbeispiel bis in die maximale vertikale obere Endlage bzw. die maximale
in Vertikalrichtung verlaufende untere Endlage verstellt werden, wobei zwischen diesen
beiden End- oder Extremlagen dann die maximale Phasenverschiebung mit der Phasenschiebereinrichtung
erzeugt werden kann.
[0038] In Figur 2a ist ferner, wie erwähnt, zwischen den Anschlüssen 19 an den gegenüberliegenden
Anschlussenenden der teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitte 11 und einem jeweiligen
Strahler oder einer Strahlergruppe 1 eine entsprechende Verbindungsleitung 21 eingezeichnet,
die zur Speisung jeweils eines für eine Polarisationsebene geeigneten Strahlers 1
verwendet wird, beispielsweise für die im -45 ausgerichteten dipolförmigen oder dipolähnlichen
Strahler 1' der beispielsweise kreuzförmigen oder dipolquadratähnlichen oder vektordipolähnlichen
Dipolstrahler 1. Von daher muss eine entsprechende zweite Phasenschieber-Baugruppe
7 für die Speisung der zweiten Polaristionsebene von z.B. +45' vorgesehen sein, also
zur Speisung der Strahler 1", die in einer entsprechenden, um 90' gedrehten Polarisationsebene
betrieben werden. Der Einfachheit halber ist dies in Figur 2a nicht mit dargestellt.
Grundsätzlich können dabei alle geeigneten Strahler oder Strahlertypen verwendet werden,
beispielsweise auch Patch-Strahler, Schlitz-Strahler, etc.. Einschränkungen bestehen
insoweit nicht.
[0039] Üblicherweise sind die in Figur 1 bzw. Figur 2a dargestellten Strahler 1, 1' bzw.
1" in Anbaurichtung gemäß Pfeildarstellung 26 in gleichen Abständen D zueinander angeordnet,
also in einer äquidistanten Anordnung zu einander. Diese Abstände D können aber bei
Bedarf durchaus auch zwischen einigen der in Anbaurichtung 26 nebeinander oder übereinander
sitzenden Strahler variieren, müssen also nicht zwangsweise stets einen festen gleichen
Abstand D zueinander aufweisen.
[0040] Ferner ist in Figur 2a jeweils der Abstand S
N von der phasenneutralen Mittellage Z (also dem Zentrum Z der Antenne) und dem davon
entferntest liegenden oberen bzw. entferntest liegenden unteren Strahler 1f bzw. 1a
eingezeichnet, ebenso wie der Abstand S
1, der dem Abstand von der phasenneutralen Mittellage (Zentrum) Z bis zu dem diesem
Zentrum Z am nächsten liegenden oberhalb bzw. unterhalb von der neutralen Mittellage
Z vorgesehenen Strahler 1.
[0041] Somit wird eine derartige Gruppenantennen üblicherweise mit einer Phasenschieber-Baugruppe
gemäß Figur 2a betrieben, die konzentrisch zueinander angeordnete, teilkreisförmige
Leitungsabschnitte 11, insbesondere Streifenleitungen 11a umfasst, deren Radien R
N : R
2 : R
1 in einem Verhältnis von 5:3:1 angeordnet sind, und zwar auf das Zentrum 17 der teilkreisförmigen
Streifenleitungen 11a bezogen, welches gleichzeitig mit der Verschwenkachse 17 der
Phasenverschiebungen in einem festen Verhältnis von beispielsweise Φ, 3Φ, 5Φ etc.,
so dass sich beispielsweise, wie in Figur 2b gezeigt, Phasenlagen von +5Θ, +3Θ, +1Θ,
-1Θ, -3Θ, -5Θ erzielen lassen, wobei Θ einen sich durch die Stellung des Abgriffelements
und durch die damit verbundene Laufzeitverlängung oder Laufzeitverzögerung ergebenden
Phasenwinkel darstellt.
[0042] Aufbau und Funktionsweise des Phasenschiebers sowie der gesamten Antennenanordnung
ist dabei derart, dass beispielsweise ein Speisesignal zur zentralen Speisestelle
9 des Abgriffelements 15 geführt wird und sich von dort aus über das Abgriffelement
15 und die Angriffs- und Koppelbereiche 23 dann über die bogenförmigen Streifenleitungsabschnitte
weiter in radialer Richtung ausbreitet. Dabei wird ein Teil auf den innersten Bogen
ausgekoppelt, ein weiter Teil auf den zweiten Bogen, usw.. Da diese Ausbreitung genauso
Zeit beansprucht wie die Ausbreitung auf einer bogenförmigen Streifenleitung, werden
diese Bögen auch mit unterschiedlichen Phasen gespeist. Wenn das Abgriffelement 15
in Mittelposition steht, sind die Laufzeiten auf den zwei Leitungsabschnitten eines
Bogens gleich. Trotzdem haben aber die Bögen 11, 11a entsprechend ihrer Radien unterschiedliche
Laufzeiten, d.h. der innere Bogen hat auch diesbezüglich wieder die kürzeste Laufzeit.
Insgesamt kann man also bei Mittelstellung Phasenunterschiede an den Anschlüssen der
verschiedenen Bögen feststellen von z.B. 200*. Soll dann die Gruppenantenne in dieser
Mittelposition der Phasenschieber eine Strahlschwenkung von 0* aufweisen, dann müssen
die Phasen an den Strahler auf den gleichen Wert gebracht werden. Dies geschieht durch
unterschiedlich lange Leitungen von den Phasenschieberanschlüssen 19 zu den Strahlern
1a bis 1f. Bei Mobilfunksystemen benötigt man aber üblicherweise nur eine Strahlabsenkung
nach unten, d.h. der Einstellbereich soll nicht z.B. +5˙ ... -5˙ sein, sondern z.B.
0˙ ... - 10˙. In dem Fall werden die Leitungslängen 21 zu den Strahlern 1a bis 1f
also so gewählt, dass die Gruppenantenne bei Mittelposition der Phasenschieber (also
bei Mittelposition des Abgriffelements 15) eine Strahlabsenkung von 5˙ aufweist. Das
ist gleichbedeutend mit gleichen Phasen an den Strahlern, wenn sich der Phasenschieber
in der Extrempositions "minimale Strahlabsenkung" befindet. Da ein Stück Leitung natürlich
immer eine Phasenverzögerung bedeutet, ist die letzte Spalte auf den größten Wert
normiert, d.h. alle anderen Strahler benötigen eine entsprechend längere Zuleitung.
| Strahler |
Phasenschieber Grundphase (bez. auf innersten Bogen) |
Gewünschte Phase am Strahler in Mittelstellun g des Phasenschiebers |
Phasendiffere nz für zuleitung |
Phasendiffere nz für Zuleitung (< 0) |
| a |
-400˙ |
-62,5˙ |
337,5˙ |
-125˙ |
| b |
-200˙ |
-37,5˙ |
162,5˙ |
-300˙ |
| c |
0 |
-12,5˙ |
-12,5˙ |
-475˙ |
| d |
0 |
12,5˙ |
12,5˙ |
-450˙ |
| e |
-200˙ |
37,5˙ |
237,5' |
-225˙ |
| f |
-400˙ |
62,5˙ |
462,5˙ |
0 |
[0043] Bereits an dieser Stelle wird angemerkt, dass die nachfolgend im Detail erläuterte
Erfindung grundsätzlich unabhängig ist von konstanten Laufzeiten oder Phasen an einzelnen
Strahlern. Dies gilt nicht nur bzgl. der Verschiebung des Schwenkwinkelbereichs (beispielsweise
von +5˙ bis -5' hin zu einem Verschwenkbereich von - wie oben dargestellt - von 0˙
bis -10˙ etc.), sondern auch weitere Maßnahmen zur Diagrammformung, wie beispielsweise
einer Nullstellenauffüllung unterhalb der Hauptkeulenstrahlrichtung. Erfindungsrelevant
sind die variablen Phasenverschiebungen des Phasenschiebers bezogen auf die Positionen
der Strahler oder Strahlergruppen.
[0044] Figur 2b zeigt die Phasen der Strahler 1a bis 1f für ein Beispiel, wie es oben beschrieben
ist. Figur 2b zeigt dabei die Phasenlagen Ph-L an den Strahleranschlüssen 1a bis 1f,
und zwar für zwei unterschiedliche Einstellungen des Abgriffelementes 15. Die eine
Datenreihe (gekennzeichnet durch die hellen Punkte) beschreibt die Phasenlagen an
den Strahleranschlüssen, wenn das Abgriffelement 15 sich in seiner einen Extremposition
befindet. Die zweite Datenreihe (dunkle Punkte) betrifft die Phasenlage Ph-L an den
Strahleranschlüssen 1a bis 1f, wenn das Abgriffelement 15 in seine gegenüberliegende
Extremposition verstellt ist, in welcher der unterste Strahler 1a die größte Phasenverzögerung
und der oberste Strahler 1f die geringste Phasenverzögerung erfährt. Dazu sind in
dem Diagramm gemäß Figur 2b die entsprechenden Messpunkte für die Strahler 1a bis
1f von links nach rechts verlaufend eingetragen.
[0045] Mit anderen Worten ist dieses Beispiel so gewählt, dass bei Verstellung des Abgriffelementes
15 in die eine Extremposition (helle Messpunkte in Figur 2b) alle Strahler gleichphasig
strahlen, wobei bei Verstellung des Abgriffelementes 15 in die andere Extremposition
eine maximale Phasendifferenz und damit ein maximaler Down-Tilt-Winkel einstellbar
ist.
[0046] Figur 2c zeigt demgegenüber die Differenzen Ph-D zwischen den jeweiligen beiden Phasenwerten
für die einzelnen Strahler 1a bis 1f. Die Phasendifferenz (wie in Figur 2c gezeigt),
also die Phasenverschiebung, die durch Verstellung des Abgriffelementes 15 erzeugt
wird, könnte auch direkt durch Messen der Phase eines betreffenden Strahlers ermittelt
werden, bei z.B. minimaler Strahlabsenkung und anschließender Messung der Phase des
Strahlers bei maximaler Strahlabsenkung. Übliche Messgeräte bieten die Möglichkeit,
den ersten Wert als Referenzwert für die nachfolgende Messung zu bestimmen. Damit
würde die nachträgliche Berechnung der Differenz der Phasenwerte wegfallen.
[0047] Da die in dem Diagramm gemäß Figur 2c eingezeichneten Werte unabhängig von der Kabellänge
zwischen den Phasenschieber-Anschlüssen 19 und den Strahlern 1 sind, treten die gleichen
Werte insbesondere auch den PhasenschieberAnschlüssen auf.
[0048] Es wird ferner angemerkt, dass in den Figuren 2b und 2c auf der X-Achse die Positionen
der einzelnen Strahler oder Strahlergruppen 1a bis 1f dargestellt sind, die jeweils
in einem vertikalen Abstand von beispielsweise 300 mm zueinander angeordnet sind.
Somit ergeben sich vom untersten Strahler 1a in Figur 2a bis zum zuoberst liegenden
Strahler 1f die in Figur 2b auf der X-Achse angegebenen Abstände zwischen den Strahlern
in Millimetern. Aus Figur 2c ist also zu ersehen, dass bei gleichen Abständen der
Strahler zueinander durch eine entsprechende Phasenschieber-Baugruppe gleichmäßige
Phasenlagenänderungen zwischen den einzelnen Strahler herstellbar sind. Die Mitte
oder das Zentrum Z der Gruppenantennen wird dabei durch die phasenneutrale Mittellage
definiert, die also bei Einstellung einer Phasenlagenänderung (Einstellung eines Verschwenk-
oder Down-Tilt-Winkels) keine Phasenlagenänderung erfährt oder erfahren würde.
[0049] Bevor nunmehr auf die erfindungsgemäße Ausführungsform unter Bezugnahme auf die nachfolgenden
Figuren eingegangen wird, wird angemerkt, dass die erfindungsgemäße Phasenschieber-Baugruppe
bevorzugt für eine Antenne oder Antennenanorgung (Antennengruppe) verwendet wird,
bei der die einzelnen Strahler oder Strahlergruppen, also die Strahleranordnung 1
im gleichen Abstand D zueinander angeordnet sind (also beispielsweise die Zentren
der entsprechenden Strahleranordnung im gleichen Abstand D zueinander angeordnet sind,
wobei diese Abstände zum Teil auch variieren können. Die einzelnen Abstände D zwischen
den Strahlern, Strahleranordnungen oder Strahlergruppen sollen dabei gleich sein oder
maximal 15% oder weniger als 15% voneinander abweichen. Bevorzugt sollen die Abstände
D gleich sein oder weniger als 10%, insbesondere weniger als 8%, 6%, 5%, 4%, 3%, 2
% und insbesondere weniger als 1% voneinander abweichen.
[0050] Im Gegensatz dazu zeigt nunmehr die Ausführungsform gemäß Figur 3a eine erfindungsgemäße
Ausführungsform, bei der der Abstand, also der Radius R
N des äußersten Streifenleitungsabschnittes 11a zum Zentrum 9 bzw. der damit zusammenfallenden
Verschwenkachse und der Speisestelle 17 des Abgriffelementes 15 und dabei vor allem
zu dem innersten konzentrisch angeordneten Streifenleitungsabschnitt 11a entfernter
liegt als bei dem Ausführungsbeispiel nach dem Stand der Technik, wie in Figur 2a
gezeigt ist. Während die Radien R
N : R
2 : R
1 bei den Streifenleitungsabschnitten 11a bei herkömmlichen Phasenschiebern, wie anhand
von Figur 2a gezeigt ist, in einem Verhältnis von 5:3:1 (von außen nach innen zum
Zentrum hin berechnet) nebeneinander angeordnet sind, ist bei dem erfindungsgemäßen
Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3a dieses Verhältnis beispielsweise zu 7:3:1 gewählt
(wobei die Lage des äußersten Streifenleitungsabschnittes bei üblicher Gestaltung
des Phasenschiebers, wie in Figur 2a gezeigt, in Figur 3a strichliert eingezeichnet
ist).
[0051] Obgleich grundsätzlich die erfindungsgemäße Lösung auch durch Verschaltung und Verkopplung
(mechanische Übersetzung etc.) von mehreren separaten Phasenschiebern möglich ist,
wird erfindungsgemäß eine Phasenschieber-Baugruppe bevorzugt verwendet, die entsprechend
den nachfolgenden Ausführungsbeispielen zwei oder mehrere Streifenleitungsbögen aufweist,
um eine entsprechende Anzahl von Strahlern oder Strahlergruppen zu speisen. Dabei
wird ferner bevorzugt ein differenzieller Phasenschieber bzw. eine differenzielle
Phasenschieber-Baugruppe verwendet, bei welcher durch Verstellung des Abgriffelementes
die Weglänge zu den Anschlüssen 19 auf der einen Seite der Streifenleitungsabschnitte
jeweils kleiner und die Weglänge zu den jeweils gegenüberliegenden Anschlüssen 19
an den diversen Streifenleitungsbögen um ein entsprechendes Wegstück größer werden,
mit anderen Worten in der einen Richtung eine Laufzeitverkürzung und in der anderen
Richtung eine entsprechende Laufzeitverlängerung bewerkstelligt wird, wodurch die
unterschiedliche Phasenverstellung oder Phaseneinstellung bewirkt wird.
[0052] Zur Definition der gewählten Länge der Radien R
N, R
2 bzw. R
1 (wie aber auch bei den folgenden Ausführungsbeispielen) soll angemerkt werden, dass
jede der bogenförmigen Streifenleitungsabschnitte 11 aufgrund einer in Radialrichtung
verlaufenden Breite letztlich durch einen inneren Radius, einen äußeren Radius und
einen mittleren Radius definiert werden kann. Für die Erläuterung der Erfindung wird
stets von dem "mittleren Radius" ausgegangen, der also in der Mitte des jeweils teilkreisförmig
und streifenförmig gestalteten Leitungsabschnittes 11 zu liegen kommt. Dieser mittlere
Radius ist entscheidend für die Länge des Bogens und damit für die Phasenverschiebung.
[0053] Die entsprechenden maximal erzielbaren Phasen-Differenzen bezüglich einer ansonsten
unveränderten Gruppenantennen sind anhand von Figur 3c wiedergegeben, wobei in Figur
3b die überproportionale Phasenlagenänderung bezüglich der beiden entferntest liegenden
Strahler 1a bzw. 1f zu ersehen ist.
[0054] Allgemein sollte dieses Verhältnis so gewählt sein, dass das Radiusverhältnis R
N : R
1 zwischen dem zuäußerst liegenden N-ten Streifenleitungsabschnitt und dem zuinnerst
liegenden Streifenleitungsabschnitt (der also dem Mittelpunkt 9 und damit dem Speisepunkt
17 des Abgriffelementes 15 am nächsten liegt), worüber die Strahler oder Strahleruntergruppen
angesteuert werden, bei Verwendung von drei Streifenleitungsabschnitten 11a ohne phasenneutrale
Mittenansteuerung (also bei einer geradzahligen Gruppenantenne mit einer geradzahligen
Anzahl von Strahlern und/oder Strahlergruppen) einen Wert von

aufweist.
[0055] Die erfindungsgemäßen Lösungen im Gegensatz zum Stand der Technik sollen nachfolgend
in einem systematischen Überblick wiedergegeben werden, wobei verschiedene Beispiele
nachfolgend erörtert werden. Dabei werden zunächst Beispiele gezeigt, bei denen eine
Gruppenantennen mit einer Phasenschieberanordnung gespeist wird, bei der die Antennengruppe
eine gerade Anzahl von Strahlern oder Strahleruntergruppen umfasst. Mit anderen Worten
wird eine Gruppenantenne verwendet, die keine mittlere Strahleranordnung oder Strahlergruppe
umfasst, die ohne Phasenverschiebung betrieben wird, wenn die zum Zentrum versetzt
liegenden Strahler mit einer unterschiedlich einstellbaren Phasenlage angesteuert
werden.
Ausführungsbeispiel mit zwei konzentrischen Streifenleitungen:
[0056] Anhand von Figur 4a ist eine Lösung nach dem Stand der Technik und in den Figuren
4b bis 4d eine davon abweichende erfindungsgemäße Lösung gezeigt.
Bei dem zwei Bögen umfassenden Beispiel nach dem Stand der Technik gemäß Figur 4a
weist der Radius R
N, also der äußerste Radius der teilkreisförmigen Streifenleitung 11a, zum inneren
Radius R
1 ein Verhältnis von 3 : 1 auf.
[0057] Eine Erhöhung des Antennengewinns bei eher horizontaler Ausrichtung der Hauptkeule
und eine Verringerung und Dämpfung der ersten oberhalb der Hauptkeule befindlichen
Nebenkeule bei stärkerer Absenkung der Hauptkeule lässt sich dann erzielen, wenn der
Radius der äußeren Streifenleitung vergrößert (gezeigt in Figur 4b), oder der innere
Radius R
1 der zuinnerst liegenden teilkreisförmigen Streifenleitung verringert (gezeigt in
Figur 4c), oder sowohl der äußere Radius R
N der äußeren Streifenleitung vergrößert und gleichzeitig der innere Radius R
1 zu zuinnerst liegenden Streifenleitung verkleinert wird.
[0058] Dabei ist in den Figuren 4b bis 4d (wie auch in allen weiteren Figuren) strichliert
die Lage der teilkreisförmigen und konzentrisch zueinander angeordneten Streifenleitungsabschnitte
11a eingezeichnet, wenn sie wie bei Stand der Technik nach Figur 4a positioniert wären.
Der in Figur 4b strichliert eingezeichnete Teilkreis entspricht also jener Lage, bei
der die in Figur 4a zuäußerst liegende teilkreisförmige Streifenleitung mit dem Radius
R
N angeordnet ist.
[0059] Bei der ersten erfindungsgemäßen Lösung gemäß Figur 4b ist der Radius R
N des zuäußerst liegenden Streifenleitungsabschnittes vergrößert worden, so dass sich
ein Verhältnis des Radius R
N zum inneren Radius R
1 von z.B. 3,8 : 1 ergibt.
[0060] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4c ist der innerste Radius der inneren Streifenleitung
verkleinert worden, so dass sich ein Verhältnis von R
N : R
1 zu 3 : 0,7, also umgerechnet von 4,29 : 1 ergibt.
[0061] In Figur 4d ist gezeigt, dass gegenüber der nach dem Stand der Technik bekannten
Lösung gemäß Figur 4a der äußere Radius R
N vergrößert und gleichzeitig der innere Radius R
1 verkleinert wurde. Hier ergibt sich ein Verhältnis von beispielsweises R
N : R
1 von 3,4 : 0,9 oder umgerechnet von 3,78 : 1.
[0062] Allgemein sollte das Verhältnis zwischen äußerstem und innerstem Radius R
N : R
1 größer sein als 3,4 und vorzugsweise größer sein als 3,5 oder 3,6 bzw. 3,8. Als maximaler
Wert dieses Verhältnisses bietet sich ein Wert von ≤ 7, vorzugsweise ≤ 6,5 oder ≤
6 an.
[0063] Grundsätzlich könnte bei dem erläuterten Ausführungsbeispiel nach Figur 4b sogar
der Radius des im Zentrum zuinnerst liegenden Streifenleitungsabschnittes ebenfalls
vergrößert werden (also nicht unverändert bleiben oder sogar verringert werden), solange
nur das Verhältnis von R
N : R
1 größer als 3,4 : 1 bleibt. Das Verhältnis der Radien ist somit also entscheidend,
da hierdurch die gewünschte überproportionale Phasenverschiebung für die entferntest
liegenden Strahler in einem bestimmten Verhältnis der Phasenverschiebung der dem Zentrum
der Antenne am nächsten liegenden Strahler gegenüber herkömmlichen Lösungen nach dem
Stand der Technik unterschiedlich eingestellt oder verstellt wird, um zum einen einen
möglichst hohen Antennengewinn zu realisieren und zum anderen bei Einstellung eines
unterschiedlich starken Down-Tilt-Winkels vor allem die erste oberhalb der Hauptkeule
befindliche Nebenkeule in ihrem Pegel zu verringern.
Ausführungsbeispiel unter Verwendung von drei Streifenleitungsbögen:
[0064] Anhand der Figuren 5a bis 5d ist nunmehr ein Beispiel einer Gruppenantenne mit sechs
übereinander angeordneten Strahlern 1 oder Strahleruntergruppen 1 gezeigt, also wiederum
eine gerade Anzahl von Strahlern oder Strahleruntergruppen, die also nicht mit einer
phasenunabhängigen Mitteneinspeisung gespeist werden.
[0065] In Figur 5a ist wiederum das Ausführungsbeispiel nach dem Stand der Technik gezeigt
(R
N:R
2:R
1 = 5:3:1) und in den Figuren 5b bis 5d Varianten, bei denen einmal der äußerste Radius
R
N des zuäußerst liegenden Streifenleitungsabschnitts vergrößert, bei Figur 5c der Radius
R
1 des zuinnerst liegenden Streifenleitungsabschnitts verringert und bei Figur 5d der
äußerste Radius R
N vergrößert und der innerste Radius R
1 verkleinert wurde. Das Verhältnis zwischen dem Radius R
N des zuäußerst liegenden teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnittes 11a zum zuinnerst
liegenden (also dem Mittelpunkt 9 am nächsten liegenden) Radius R
1 sollte bei diesem Ausführungsbeispiel größer als 5,4 : 1 und insbesondere größer
als 5,5 oder 5,6 oder 5,6 : 1 betragen. Maximale Werte liegen bei 9, vorzugsweise
≤ 8,5 oder ≤ 8. Die entsprechenden Daten sind in der Anlage in der beigefügten Tabelle
wiedergegeben.
Ausführungsbeispiel mit vier Streifenleitungsbögen:
[0066] In den Figuren 6a bis 6d sind die entsprechenden Verhältnisse bezüglich der Speisung
von maximal acht Strahlern oder Strahleruntergruppen mittels vier konzentrischen teilkreisförmigen
Streifenleitungsbögen gezeigt, wobei Figur 6a wiederum die Lösung nach dem Stand der
Technik (R
N : R
3 : R
2 : R
1 = 7:5:3:1) und die anderen Figuren die erfindungsgemäßen Lösungen beschreiben. In
den Figuren 6b bis 6d ist stichliert wieder die Lage der Streifenleitungsabschnitte
nach dem Stand der Technik gezeigt, wobei in Figur 6b der äußere Radius vergrößert,
in Figur 6c der innerste Radius verkleinert und in Figur 6d der äußere Radius vergrößert
und gleichzeitig der innerste Radius verringert wurde. Die entsprechenden Daten sind
in der Anlage in der beigefügten Tabelle wiedergegeben.
[0067] Auch in diesem Ausführungsbeispiel sollte das Verhältnis des Radius der äußersten
Streifenleitungsbogens zum innersten einen Wert von 7,4 : 1 und mehr betragen, vorzugsweise
einen Wert von 7,5 bzw. 7,6 oder 7,8 : 1 und mehr. Das maximale Verhältnis zum äußersten
und zum innersten Radius sollte in der Regel den Wert 10 nicht übersteigen, vorzugsweise
≤ 10,5 oder ≤ 10 sein.
[0068] Allgemein lassen sich die Verhältnisse für eine Phasenschieber-Baugruppe so beschreiben,
dass das Verhältnis des zuäußerst liegenden Radius R
N : R
1 so gewählt sein soll, dass die folgende Ungleichung gilt:

wobei n eine natürliche Zahl 2, 3, 4 ... N wiedergibt, und dabei n der Anzahl der
in der Phasenschieber-Baugruppe verwendeten teilkreisförmigen Leitungsabschnitte,
also Streifenleitungsabschnitte 11a, entspricht.
[0069] Bei den erläuterten Ausführungsbeispielen mit mehr als zwei Streifenleitungsbögen
sind die zwischen dem innersten und äußersten Streifenleitungsbogen dazwischen befindlichen
teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitte in ihrer Lage, wie beim Stand der Technik,
unverändert geblieben. Auch diese mittleren Streifenleitungsabschnitte können aber
bei Bedarf einen etwas größeren oder kleineren Radius aufweisen. Die dadurch verursachten
Änderungen sind aber nur von marginaler Bedeutung. Entscheidungserheblich sind die
Vergrößerungen bzw. Verkleinerungen des Radius des Streifenleitungsabschnittes mit
dem größten und/oder mit dem kleinsten Radius.
[0070] Wenn beispielsweise ein Antennenarray mit einer ungeradzahligen Anzahl von Strahlern
oder Strahleruntergruppen gespeist werden soll, kann eine Phasenschieber-Baugruppe
verwendet werden, wie sie grundsätzlich anhand von Figur 7a gezeigt ist, bei der also
ein mittlerer Strahler oder Strahleruntergruppe 1x stets ohne Phasenverschiebung gespeist
wird. Dadurch ergibt sich nach dem Stand der Technik eine Phasenschieber-Baugruppe
bei der die anhand von Figur 7a eingezeichneten unterschiedlichen Phasenlagenänderungen
erzielbar sind.
[0071] Die erfindungsgemäßen Lösungen im Gegensatz zum Stand der Technik für unterschiedliche
Anzahlen von Streifenleitungsbögen sind nunmehr anhand der nachfolgend erörterten
Beispiele gezeigt.
[0072] Anhand von Figur 7a ist dazu ein Ausführungsbeispiel gezeigt, das ähnlich zu Figur
2 wiedergegeben ist. In diesem Ausführungsbeispiel wird eine ähnliche Phasenschieber-Baugruppe
mit drei teilkreisförmigen Leiterbahnen 11, d.h. Streifenleitungsabschnitten 11a verwendet,
die konzentrisch zueinander angeordnet sind, und zwar zu einem Mittelpunkt 9. Um die
damit zusammenfallende Verschwenkachse und Speisestelle 17 ist ein zeigerförmiges
Abgriffelement 15 verschwenkbar. Dadurch werden die in Rede stehenden Laufzeitverzögerungen
bzw. -verkürzungen realisiert, entsprechend denen die einzelnen Strahler für jede
Polarisation getrennt angesteuert werden. Der in Figur 7a mittlere Strahler 1x oder
eine eventuell hier vorgesehene, nicht näher gezeigte mittlere Strahlergruppe wird
ohne Phasenverschiebung direkt über die Speiseleitung 13 und die nachfolgende Zweigleitung
13a gespeist. Die Radien R
N : R
2 : R
1 von außen nach innen verhalten sich hier wie 6:4:2 (bzw. 3:2:1) wenn die entsprechenden
Verhältnisse in Relation zu den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 2 bis 6 berücksichtigt
werden, wo die Radien sich in einem Verhältnis von 5:3:1 von außen nach innen ergeben.
Bei dem Beispiel nach Figur 7a lassen sich beispielsweise von dem zuäußerst liegenden
zu dem zuinnerst liegenden Streifenleitungsabschnitt 11a Phasenverschiebungen von
3φ, 2φ, 1φ realisieren, also Phasenlagenänderungen bezüglich der Strahler von 6Θ,
4Θ, 2Θ, wobei Θ einen sich durch die Stellung des Abgriffelements ergebenden Phasenwinkel
darstellt. In Figur 7b sind dabei, ähnlich zu Figur 2b, die Phasenlagen bei einer
derart nach dem Stand der Technik betriebenen phasengesteuerten Gruppenantenne wiedergegeben.
[0073] In Figur 7c ist dazu ein Diagramm bezüglich der maximal erzielbaren Phasenverschiebungen
an den einzelnen Anschlüssen 19 der teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitte 11,
11a bzw. an den Anschlüssen der Strahler oder Strahlergruppen wiedergegeben.
Phasenschieber mit zwei teilkreisförmigen Streifenleitungen:
[0074] In den Figuren 8a bis 8d sind Ausführungsbeispiele mit einer Phasenschieber-Baugruppe
gezeigt, die zwei konzentrisch zueinander angeordnete teilkreisförmige Streifenleitungsabschnitte
umfassen, wobei ähnlich wie in Figur 7 ein mittlerer Strahler oder eine mittlere Strahleruntergruppe
ohne Phasenverschiebung unabhängig von der Einstellung der Phasenschieber-Baugruppe
angesteuert wird. Figur 8a zeigt dabei wieder die Anordnung des Standes der Technik,
bei welchem der Radius R
N des äußeren Bogens zum Radius R
1 des inneren Bogens 4 : 2 oder 2 : 1 beträgt.
[0075] Wie bei den anderen Ausführungsbeispielen auch ist jeweils in der zweiten Figur 8b
der äußere Radius R
N vergrößert, in Figur 8c der innere Radius R
1 verringert und in Figur 8d sowohl der äußere Radius R
N vergrößert als auch der innere Radius R
1 verringert worden, und zwar im Vergleich zu den Ausführungsbeispielen nach Figur
9a. Aus der Tabelle sind die entsprechenden Werte für die Verhältnisse der Radien
wiedergegeben.
[0076] Die erfindungsgemäßen Verbesserungen lassen sich dann erzielen, wenn das Verhältnis
zwischen äußerstem zu innerstem Radius größer als 2,2 : 1, vorzugsweise größer als
2,3 : 1, insbesondere 2,4 : 1 ist. Der maximale Wert dieses Verhältnisses sollte unter
4, vorzugsweise unter 3,5 oder 3 liegen.
Ausführungsbeispiel mit drei konzentrischen teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitten:
[0077] In den Figuren 9a bis 9d sind die entsprechenden Verhältnisse wiedergegeben (mit
R
N : R
2 : R
1 = 3 : 2 : 1 bei Figur 9d nach dem Stand der Technik), wenn sieben Strahler oder Strahleruntergruppen
mit einer Phasenschieber-Baugruppe mit drei konzentrisch zueinander angeordneten,
teilkreisförmigen Leitungsabschnitten betrieben werden, wobei in den Figuren wieder
die entsprechenden äußeren Radien im Rahmen der Erfindung vergrößert, die inneren
Radien verringert, oder sowohl der äußere Radius vergrößert als auch der innere Radius
verringert wird. Die entsprechenden Verhältnisse des äußersten und innersten Radius
ergeben sich aus der beigefügten Tabelle. Erfindungsgemäß sollte das Verhältnis von
R
N : R
1 ≥ 3,2 ausmachen, insbesondere ≥ 3,3 oder ≥ 3,4. Der maximale Wert dieses Verhältnisses
sollte nicht größer als 6 sein, vorzugsweise nicht größer als 5,5, und insbesondere
nicht größer als 5.
Phasenschieber-Bauqruppe mit vier teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitten:
[0078] Schließlich ist anhand der Figuren 10a bis 10d ein entsprechendes Ausführungsbeispiel
einer Phasenschieber-Baugruppe mit vier konzentrisch zueinander angeordneten teilkreisförmigen
Streifenleitungsabschnitten gezeigt, worüber letztlich eine Gruppenantenne mit elf
Strahler oder Strahleruntergruppen gespeist werden kann.
[0079] Bei einer derartigen ungeradzahligen Anzahl von Strahlern oder Strahleruntergruppen
sollte abweichend zum Stand der Technik das Verhältnis der Radien der Streifenleitungsabschnitte
nicht 4:3:2:1 aufweisen, sondern davon abweichend sollte der Radius R
N des äußersten Streifenleitungsabschnittes vergrößert, der Radius R
1 des innersten Streifenleitungsabschnittes verringert oder sowohl der äußerste Radius
vergrößert als auch der innerste Radius verkleinert werden. Optimale Werte sind der
beigefügten Tabelle zu entnehmen.
[0080] Auch in diesem Ausführungsbeispiel sollte das Verhältnis von R
N : R
1 erfindungsgemäß größer als 4,2 und insbesondere größer als 4,3 oder 4,4 sein. Der
maximale Wert dieses Verhältnisses sollte nicht größer als 6 sein, insbesondere nicht
größer als 5,5, und insbesondere nicht größer als 5 sein.
[0081] Für Antennenarrays mit ungeradzahliger Anzahl von Strahlern und/oder Strahlergruppen,
also mit einer mittleren Strahleranordnung oder Strahlergruppe, die keiner Phasenlagenveränderung
bei Verstellung des Abgriffelements in der Phasenschieber-Baugruppe unterzogen wird,
gelten allgemein folgende Verhältnisse zwischen dem äußersten Radius R
N und dem innersten Radius R
1 der Streifenleitungsabschnitte in der Phasenschieber-Baugruppe:

wobei n eine natürliche Zahl 2, 3, 4, .. N darstellt, und zwar entsprechend der Anzahl
der verwendeten teilkreisförmigen Leitungsabschnitte, insbesondere Streifenleitungsabschnitte
in einer entsprechenden Phasenschieber-Baugruppe.
[0082] Betrachtet man das nach dem Stand der Technik gemäß Figur 2a bekannte Beispiel und
die sich daran anschließenden erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiele, so kann die
erfindungsgemäße Lösung durch die nachfolgenden Ungleichungen beschrieben werden:

wobei Ph
N die Phasenverschiebung, die durch zwei unterschiedliche Phasenschiebereinstellungen
verursacht ist (beispielsweise auch in Form einer maximal möglichen Phasenverschiebung)
an der zumindest einen vom Zentrum Z der Gruppenantenne entferntesten Strahleranordnung
1 und Ph
1 die Phasenverschiebung, die ebenfalls durch zwei entsprechende, also gleich unterschiedliche
Phasenschiebereinstellungen verursacht ist (beispielsweise auch in Form einer maximal
möglichen Phasenverschiebung) an der dem Zentrum Z der Gruppenantenne am nächsten
liegenden phasengesteuerten Strahleranordnung 1 und S
N dem Abstand zwischen der zumindest einen entferntest liegenden Strahleranordnung
1 und dem Zentrum Z der Gruppenantenne und S
1 dem Abstand zwischen der zumindest einen dem Zentrum Z der Gruppenantenne am nächsten
liegenden Strahleranordnung 1 und dem Zentrum Z der Gruppenantenne entspricht, und
wobei das Zentrum Z der Gruppenantenne der phasenneutralen Mittellage entspricht,
die auch bei unterschiedlich eingestellter Phasenlage unverändert bleibt.
[0083] Diese Verhältnisse können wie folgt bezüglich der Ausführungsbeispiele wiedergegeben
werden:
Figuren 4a bis 4d: SN : S1 = 3 : 1 und PhN : Ph1 > 3,4
Figuren 5a bis 5d: SN : S1 = 5 : 1 und PhN : Ph1 > 5,4
Figuren 6a bis 6d: SN : S1 = 7 : 1 und PhN : Ph1 > 7,4
[0084] Bei diesen Ausführungsbeispielen sollte folgende Ungleichung bezüglich der Phasenverschiebungen
realisiert sein, um die erfindungsgemäßen Vorteile zu realisieren:

wobei k einem Wert von 0,4, insbesondere 0,5, 0,6 oder vorzugsweise 0,8 entspricht.
[0085] Dabei soll als Obergrenze für das Verhältnis der Phasenverschiebungen bzw. Abstände
der Strahler bezogen auf das Zentrum Z ebenfalls folgende Ungleichung genügen:

wobei n der Anzahl der teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitte in einer Phasenschieber-Baugruppe
oder die Anzahl der Strahleranordnungen 1 auf einer Seite des Zentrums Z der Gruppenantenne
entspricht und m dem Wert 2,0 oder vorzugsweise 1,5 oder 1,0 entspricht.
[0086] Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Figuren 7a ff mit einer ungeraden Anzahl von
Strahlern oder Strahlergruppen mit einer phasenneutralen Mittelspeisung ergeben sich
folgende Abstandsverhältnisse zwischen den zuäußerst liegenden Strahlern 1a bis 1f
und dem in der Mitte phasenneutral gespeisten Strahler 1x:
Figuren 8a bis 8d: SN : S1 = 2 : 1 und PhN : Ph1 > 2,2
Figuren 9a bis 9d: SN : S1 = 3 : 1 und PhN : Ph1 > 3,2
Figuren 10a bis 10d: SN : S1 = 4 : 1 und PhN : Ph1 > 4,2
[0087] Bei diesen Ausführungsbeispielen sollte folgende Ungleichung bezüglich der Phasenverschiebungen
realisiert sein, um die erfindungsgemäßen Vorteile zu realisieren:

wobei k dem Wert 0,2 und insbesondere dem Wert 0,25 oder 0,30 oder vorzugsweise 0,40
entspricht.
[0088] Dabei soll als Obergrenze für das Verhältnis der Phasenverschiebungen bzw. Abstände
der Strahler bezogen auf das Zentrum Z ebenfalls folgende Ungleichung genügen:

wobei n der Anzahl der teilkreisförmigen Streifenleitungsabschnitte in einer Phasenschieber-Baugruppe
oder die Anzahl der Strahleranordnungen 1 auf einer Seite des Zentrums Z der Gruppenantenne
entspricht und m einem Wert von 4,0 oder bevorzugt 3,5 oder 3,0 aufweisen kann.
[0089] Die jeweils maximalen Werte für die Verhältnisse der Phasenverschiebungen können
aus den in der Anlage beigefügten Tabellen bezüglich der Beispiele nach den Figuren
4a bis 6d, bzw. 8a bis 10d entnommen werden.
[0090] Die erfindungsgemäßen Vorteile sollen anhand einzelner exakter Beispiele belegt werden.
[0091] Ähnlich zu der Diagramm-Darstellung nach Figur 3c ist für das Ausführungsbeispiel
entsprechend Figur 9b ein Diagramm in Figur 11a wiedergegeben, woraus ersichtlich
ist, dass die Anschlüsse 19 des größten Streifenleitungsbogens des Phasenschiebers
für die am entferntest liegenden Strahler oder Strahlergruppen eine überproportional
große Phasenverschiebung erfahren. In dem Beispiel gemäß Figur 9c wird eine Phasenverschiebung
bezüglich der dem Zentrum der Antenne am nächsten liegenden Strahler oder Strahlergruppen
durch den kleinsten Streifenleitungsbogen erzielt, die eine unterproportionale Phasenverschiebung
erfahren (in Figur 11b wiedergegeben).
[0092] Anhand von Figur 12a bis 12d sind dabei Strahlungsdiagramme für ein sechs Elemente
umfassendes Array (wie anhand der Figuren 5a bis 5d allgemein beschrieben), also eine
Gruppenantenne, gezeigt, die eine gerade Anzahl von Strahlern oder Strahleruntergruppen
umfassen und nicht mit einer von der Einstellung des Phasenschiebers unabhängigen
Phasenlage für einen mittleren Strahler oder Strahlergruppe gespeist werden.
[0093] Aus der nachfolgenden Tabelle ist für die Figuren 12a bis 12d die jeweilige Strahlabsenkung,
der Winkel der ersten oberen Nebenkeule sowie der Pegel der ersten oberen Nebenkeule
zu entnehmen.
| |
Strahlabsenkung |
Winkel 1. obere Nebenkeule |
Pegel 1. obere Nebenkeule |
| Fig. 12 a |
0˙ |
16˙ |
-13,0 dB |
| Fig. 12 b |
9˙ |
7˙ |
-12,4 dB |
| Fig. 12 c |
9˙ |
6˙ |
-15,9 dB |
| Fig. 12 d |
9˙ |
7˙ |
-20,1 dB |
[0094] Die erwähnten sechs Strahler 1 sind im gezeigten Ausführungsbeispiel in einem Abstand
von je 285 mm in Vertikal-Richtung positioniert. Figur 12a zeigt dabei das Strahlungsdiagramm
ohne Absenkung der Hauptkeule. Die erste obere Nebenkeule zeigt in Richtung 16˙ Elevation
und hat einen Pegel von -13 dB.
[0095] Figur 12b zeigt eine Variante, bei der der Phasenschieber nach dem Stand der Technik
ein Radienverhältnis von 1:3:5 aufweist, d.h. dass er eine Phasenverschiebungen bezüglich
der einzelnen Strahler in diesem Verhältnis erzeugt. Diese Phasenverschiebungen treten
sowohl an den Phasenschieber-Ausgängen als auch an den Strahleranschlüssen auf. Da
es sich um Differenzen der Phasen je eines Strahlers bei zwei verschiedenen Einstellungen
handelt, sind die Werte unabhängig von den jeweiligen Zuleitungslängen der einzelnen
Strahler.
[0096] Figur 12b zeigt eine Strahlabsenkung nach dem Stand der Technik. Benachbarte Strahler
haben jeweils die gleiche Phasendifferenz. Wählt man als Referenz das Zentrum der
Antenne, dann liegen die Phasen der Strahler bei -125˙, -75˙, -25˙, 25˙, 75˙, 125˙
(von unten nach oben). Man sieht eine um 9˙ abgesenkte Hauptkeule, wobei die erste
obere Nebenkeule ebenfalls abgesenkt ist und jetzt in Elevation 7' zeigt. Der Pegel
der Nebenkeule ist um 0,6 dB gestiegen auf -12,4 dB.
[0097] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren - wie in Figur 12c dargestellt - wird nun ein
modifizierter Phasenschieber eingesetzt, und zwar mit einem Radienverhältnis von 1:3:6.
Bei einer Strahlabsenkung von 0˙ ergibt sich unverändert das Strahlungsdiagramm von
Figur 12a. Bei einer Absenkung der Hauptstrahlrichtung auf 9˙ verändern sich nun die
Phasen der äußeren Strahler verstärkt, und, wiederum bezogen auf das Zentrum der Antenne,
liegen diese jetzt bei -135˙, -67,5˙, -22,5˙, 22,5˙, 67,5˙, 135˙. Die erste obere
Nebenkeule in Figur 12c zeigt in Elevation 6˙, wobei der Pegel jetzt bei -15,9 dB
liegt, also um 2,9 dB niedriger als beim Stand der Technik.
[0098] Noch deutlicher wird der Effekt bei einem Phasenschieber mit einem Radienverhältnis
von 1:3:7 bzw. einem ebensolchen Phasenverschiebungsverhältnis, wobei das Ergebnis
anhand von Figur 12d wiedergegeben ist. Während auch hier für eine Strahlabsenkung
von 0˙ weiterhin das Strahlungsdiagramm gemäß Figur 12a gilt, erfahren die äußeren
Strahler eine nochmals verstärkte Phasenänderung. Eine Absenkung von 9˙ wird erreicht,
wenn die auf das Zentrum bezogenen Phasen der Strahler bei -133˙, -57˙, - 19˙, 19˙,
57˙, 133˙ liegen. Die erste obere Nebenkeule bei 7* ist jetzt sogar auf einen Pegel
von -20,1 dB abgesunken, das ist eine Verbesserung von 7,7 dB gegenüber dem Stand
der Technik.
[0099] Durch die geänderte Diagramm-Form verringert sich der Gewinn der Antenne geringfügig
um 0,2 dB bzw. 0,3 dB gegenüber dem Stand der Technik, wenn die Hauptstrahlrichtung
auf 9˙ absenkt wird. Dies ist tolerierbar, da das Versorgungsgebiet auch entsprechend
klein ist. Ist keine bzw. die minimale Strahlabsenkung eingestellt, so hat das Diagramm
die gleiche Form wie beim Stand der Technik, und es gibt keine Gewinneinbußen.
[0100] Weitere Darstellungen sind anhand der beigefügten Figuren 13a bis 13d wiedergegeben
(die den Varianten gemäß den Figuren 9a bis 9d allgemein entsprechen), und zwar für
ein 7-Element-Array, also eine Gruppenantenne mit sieben in gleichem Abstand angeordneten
Strahlern oder Strahleruntergruppen, wobei ein mittlerer Strahler oder eine mittlere
Strahleruntergruppe phasenneutral gespeist wird, also keine Phasenlagenänderung bei
unterschiedlicher Einstellung des Abgriffelements der Phasenschieber-Baugruppe erfährt.
[0101] Die in den Figuren 13a bis 13d gezeigten unterschiedlichen Stahlabsenkungen sind
anhand der nachfolgenden Tabelle wiedergegeben:
| |
Strahlabsenkung |
Winkel 1. obere Nebenkeule |
Pegel 1. obere Nebenkeule |
| Fig. 13 a |
0˙ |
14˙ |
-13,1 dB |
| Fig. 13 b |
9˙ |
4˙ |
-12,6 dB |
| Fig. 13 c |
9˙ |
4˙ |
-16,2 dB |
| Fig. 13 d |
9˙ |
4˙ |
-21,7 dB |
[0102] Die erwähnten sieben Strahler sind in einem Abstand von je 285 mm in Vertikal-Richtung
positioniert. Figur 13a zeigt das Strahlungsdiagramm ohne Absenkung der Hauptkeule.
Die erste obere Nebenkeule zeigt in Richtung 14' Elevation und hat einen Pegel von
-13,1 dB.
[0103] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nunmehr ein modifizierter Phasenschieber
eingesetzt, und zwar mit einem Radienverhältnis von 2:4:6 (1:2:3), bzw. er erzeugt
Phasenverschiebungen je Strahler in diesem Verhältnis. Diese Phasenverschiebungen
treten sowohl an den Phasenschieber-Ausgängen als auch an den Strahleranschlüssen
auf. Da es sich sich um Differenzen der Phasen je eines Strahlers bei zwei verschiedenen
Einstellungen handelt, sind die Werte unabhängig von den jeweiligen Zuleitungs-Längen
der einzelnen Strahler.
[0104] Figur 13b zeigt eine Strahlabsenkung nach dem Stand der Technik. Benachbarte Strahler
haben jeweils die gleiche Phasendifferenz. Wählt man als Referenz das Zentrum der
Antenne, dann liegen die Phasen der Strahler bei -150˙, -100˙, -50˙, 0˙, 50˙, 100˙,
150˙ (von unten nach oben). Man sieht eine um 9˙ abgesenkte Hauptkeule, wobei die
erste obere Nebenkeule ebenfalls abgesenkt ist und jetzt in Elevation 4˙ zeigt. Der
Pegel der Nebenkeule ist um 0,5 dB gestiegen auf -12,6 dB.
[0105] Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nunmehr ein modifizierter Phasenschieber
eingesetzt, und zwar mit einem Radienverhältnis von 2:4:7 (1:2:3,5). Bei einer Strahlabsenkung
von 0˙ ergibt sich unverändert das Strahlungsdiagramm von Fig. 13a. Bei einer Absenkung
der Hauptstrahlrichtung auf 9˙, wie in Figur 13c dargestellt, verändern sich nun die
Phasen der äußeren Strahler verstärkt, und, wiederum bezogen auf das Zentrum der Antenne,
liegen diese jetzt bei -157˙, -90˙, -45˙ 0, 45˙, 90˙, 157˙. Die erste obere Nebenkeule
in Figur 13c zeigt in Elevation 4˙, wobei der Pegel jetzt bei -16,2 dB liegt, also
um 3,6 dB niedriger als beim Stand der Technik.
[0106] Noch deutlicher wird der Effekt bei einem Phasenschieber mit einem Verhältnis von
2:4:8 (1:2:4) bzw. einem ebensolchen Phasenverschiebungsverhältnis. Das Ergebnis ist
in Figur 13d wiedergegeben. Während auch hier für eine Strahlabsenkung von 0˙ weiterhin
das Strahlungsdiagramm gemäß Figur 13a gilt, erfahren die äußeren Strahler eine nochmals
verstärkte Phasenänderung. Eine Absenkung von 9˙ wird erreicht, wenn die auf das Zentrum
bezogenen Phasen der Strahler bei -164˙, -82˙, -41˙, 0˙, 41˙, 82', 164' liegen. Die
erste obere Nebenkeule bei 4˙ ist jetzt sogar auf einen Pegel von -21,7 dB abgesunken,
das ist eine Verbesserung von 9,1 dB gegenüber dem Stand der Technik.
[0107] Durch die geänderte Diagramm-Form verringert sich der Gewinn der Antenne geringfügig
um 0,2 dB bzw. 0,3 dB gegenüber dem Stand der Technik, wenn die Hauptstrahlrichtung
auf 9˙ absenkt wird. Dies ist tolerierbar, da das Versorgungsgebiet auch entsprechend
klein ist. Ist keine bzw. die minimale Strahlabsenkung eingestellt, so hat das Diagramm
die gleiche Form wie bein Stand der Technik, und es gibt keine Gewinneinbußen.
[0108] Anhand der Figuren 14a und 14b sind in Fortführung der vorausgegangenen beiden Ausführungsbeispiele
die entsprechenden Verhältnisse wiedergegeben, wenn eine Antenne mit einem 7-Element-Array
verwendet wird, bei der der Radius des zu äußersten liegenden Streifenleiturigsabschnittes
gegenüber herkömmlichen Lösungen vergrößert und gleichzeitig der Radius des zu innerst
liegenden Streifenleitungsabschnittes verringert wird, wie dies grundsätzlich anhand
der Figur 10d schematisch dargestellt wurde. Da die Strahleranordnung, wie in dem
vorausgegangenen Beispiel gemäß den Figuren 13a bis 13d, ebenfalls aus sieben Strahlern
besteht, entspricht das bei diesem Ausführungsbeispiel sich ergebende Strahlungsdiagramm
ohne Absenkung jenem nach Figur 13a, wobei ferner ein Strahlungsdiagramm mit einer
Strahlabsenkung nach dem Stand der Technik bei diesem vorliegenden Ausführungsbeispiel
jenem Ausführungsbeispiel nach Figur 13b entspricht.
[0109] Von daher sind bezüglich dieses weiteren Ausführungsbeispieles nur die Figuren 14a
und 14b beigefügt, die Diagramme mit den folgenden Bedingungen wiedergeben:
| |
Strahlabsenkung |
Winkel 1. obere Nebenkeule |
Pegel 1. obere Nebenkeule |
| Fig. 14 a |
9˙ |
4˙ |
-15,6 dB |
| Fig. 14 b |
9˙ |
4˙ |
-17,8 dB |
[0110] Abweichend vom Stand der Technik ist jetzt der innere Bogenradius verkleinert und
das Verhältnis der Radien beträgt 1,4:4:6 (0,7:2:3). Der mittlere Strahler erhält
keine variable Phasenverschiebung. Die zweiten Strahler von innen sind vom innersten
Bogen des Phasenschiebers gespeist und erhalten gegenüber dem Stand der Technik also
eine verringerte Phasenschiebung.
[0111] Bei einer Absenkung der Hauptstrahlrichtung auf 9˙ verändern sich nun die Phasen
der äußeren Strahler verstärkt, und, wiederum bezogen auf das Zentrum der Antenne,
diese liegen jetzt bei -150˙, -100˙, -35˙, 0, 35˙, 100˙, 150˙. Die erste obere Nebenkeule
in Figur 14a zeigt in Elevation 4˙, wobei der Pegel jetzt bei -15,6 dB liegt, also
um 3 dB niedriger als beim Stand der Technik.
[0112] Noch deutlicher wird der Effekt bei einem Phasenschieber mit einem Radienverhältnis
von 1:4:8 (0,5:2:4) bzw. einem ebensolchen Phasenverschiebungsverhältnis. Die entsprechenden
Ergebnisse sind in Figur 14b wiedergegeben. Während auch hier für eine Strahlabsenkung
von 0˙ weiterhin das Strahlungsdiagramm gemäß Figur 13a gilt, erfahren die zweiten
Strahler von innen eine nochmals verringerte Phasenänderung. Eine Absenkung von 9'
wird erreicht, wenn die auf das Zentrum bezogenen Phasen der Strahler bei -150', -100˙,
-25˙, 0˙, 25˙, 100˙, 150˙ liegen. Die erste obere Nebenkeule bei 4˙ ist jetzt weiter
auf einen Pegel von -17,8 dB abgesunken, das ist eine Verbesserung von 5,2 dB gegenüber
dem Stand der Technik.
[0113] Durch die geänderte Diagramm-Form veringert sich der Gewinn der Antenne geringfügig
um 0,2 dB bzw. 0,3 dB gegenüber dem Stand der Technik, wenn die Hauptstrahlrichtung
auf 9' absenkt wird. Dies ist tolerierbar, da das Versorgungsgebiet auch entsprechend
klein ist. Ist keine bzw. die minimale Strahlabsenkung eingestellt, so hat das Diagramm
die gleiche Form wie beim Stand der Technik, und es gibt keine Gewinneinbußen.
[0114] Die Erfindung ist für den Fall erläutert worden, dass jeweils eine Phasenschieber-Baugruppe
verwendet wird, die zwei- oder mehrere teilkreisförmig zueinander angeordnete Streifenleitungsabschnitte
umfasst, über die hinweg ein Abgriffelement verstellt werden kann. Eine derartige
Baugruppe kann, wie erläutert, für eine geradzahlige Elemente oder ungeradzahlige
Elemente umfassende Antennengruppe verwendet werden, je nachdem ob ein mittlerer Strahler
oder eine Strahlergruppe ohne Phasenverschiebung angesteuert wird oder nicht.
[0115] So können beispielsweise abweichend von den gezeigten Ausführungsbeispielen auch
Streifenleitungen verwendet werden, die verschiedene Mittelpunkte aufweisen. So ist
es z.B. denkbar, dass der äußerste Radius R
N gegenüber den anderen Radien vergrößert wird (also mit dem Mittelpunkt der anderen
Radien nicht mehr zusammenfällt), so dass beispielsweise der äußere Radius im Extremfall
unendlich wird und der Streifenleitungsabschnitt von einem Teilkreisbogen ausgehend
zunehmend zu einer Geraden wird, d.h. im Extremfall exakt zu einer Geraden. Dies führt
letztlich auch zu einer Verschiebung der Koppelstelle 23 auf dem Abgriffelement.
[0116] Schließlich können vergleichbare Ergebnisse auch dann erzielt werden, wenn beispielsweise
das Verhältnis der Radien ausgehend von einem Standard-Radienverhältnis von beispielsweise
1:2:3 (beispielsweise bei der ungeraden Anzahl von Strahlern oder Strahlergruppen)
oder mit einem Standard-Radienverhältnis von 1:3:5 (beispielsweise bei einer Antenne
mit einer geraden Anzahl von Strahlern oder Strahlergruppen) beibehalten wird, wenn
beispielsweise die äußerste Streifenleitung mit dem größten Radius eine oder vorzugsweise
zwei (an gegenüberliegenden Seiten - also oben und unten - auf die Streifenleitung
bezogen) dielektrische Zwischenlagen aufweist. Wesentlich ist dabei lediglich, dass
das gewählte Dielektrikum (also abweichend von Luft) die Phasengeschwindigkeit des
Signals auf der bogenförmigen Streifenleitung erniedrigt. Der erfindungsgemäße Phasenschieber
kann mit oder ohne obere Abschirmung aufgebaut sein. In diesem Fall ist das Dielektrikum
dann am effektivsten, wenn es sich zwischen der bogenförmigen Streifenleitung 11,
11a und deren Massefläche befindet. Ein etwaiges dielektrisches Material oberhalb
der Leitung, welches die Leitung überlappt, hat einen geringeren Einfluss, da es sich
nur im Streufeld der Mikrostreifenleitung befindet.
[0117] Die erwähnte eine oder die mehreren dielektrischen Zwischenlagen können beispielsweise
auch nur auf einer Teillänge der bogenförmigen Streifenleitungen ausgebildet sein,
über die Länge des Bögen oder eine Teillänge mit einer unterschiedlichen Dichte versehen
sein, über die Länge oder eine Teillänge abnehmen oder zunehmen oder auch eine unterschiedliche
Dielektrizitätskonstante aufweisen. Hier sind in weiteren Bereichen Einwirkungsmöglichkeiten
gegeben, um im Sinne der Erfindung die Phasenlagen bei Verstellung des Phasenschiebers
bzgl. des äußersten Streifenleitungsbogens zum innersten Streifenleitungsbogen nicht-linear,
sondern überproportional zu ändern.
[0118] Für das Verhältnis der Phasengeschwindigkeit mit bzw. ohne eingefügtes zusätzliches
Dielektrikum kann ein Faktor K definiert werden. Unter der Voraussetzung, dass die
gesamte Bogenlänge derartig ausgeführt ist, ist das Verhältnis der maximalen Phasengeschwindigkeiten
an den Phasenschieberanschlüssen oder an den Strahleranschlüssen dann beispielsweise:

wenn es sich um eine Phasenschieber-Baugruppe mit drei Streifenleitungen handelt,
worüber eine Antenne mit ungeradzahligen Strahlern oder Strahlergruppen (also sieben
Strahlern oder Strahlergruppen) gespeist wird.
[0119] Bezüglich des Verhältnisses vom innersten zum äußersten Radius könnte die Formel
also heißen:

wobei N die Anzahl der Streifenleitungsabschnitte bzw. -bögen darstellt, wie ausgeführt
bei einer ungeradzahligen Anzahl von Strahlern oder Strahlergruppen.
[0120] Im Fall einer Antenne mit geradzahliger Anzahl von Strahlern oder Strahlergruppen
würde die Formel allgemein bezüglich des Verhältnisses des innersten zum äußersten
Streifenleitungsabschnitts lauten:

[0121] Das dielektrische Material kann beispielsweise so gewählt werden, dass es eine relative
Dielektrizitätszahl ε von 30 aufweist. Damit lässt sich die Phasengeschwindigkeit
maximal um einen Faktor K von 0,18 gegenüber Luft als Dielektrikum erniedrigen. Besonders
interessant sind solche Fälle, wo der Radius des äußeren StreifenleitungsBogens 11,
11a nicht vergrößert wird gegenüber dem Standardfall. Hiermit wird der gesamte Platzbedarf
des Phasenschiebers nicht vergrößert. Bei einem Radienverhältnis von 1:3:5 lässt sich
somit ein Phasenverschiebungs-Verhältnis- von 1:3:6 erzielen, und zwar mit einem Wert
für K von ca. 0,83. Würde man den Wert von K bei gleichem Radienverhältnis auf ca.
0,71 erniedrigen, ergäbe sich ein Phasenverschiebungsverhältnis von beispielsweise
1:3:7. Dies verdeutlicht, wie durch Verwendung entsprechender Dielektrika eine vergleichbare
Wirkung erzielt wird, also ob die Radien der einzelnen Streifenleitungsbögen entsprechend
verändert werden.
[0122] Anhand von Figur 15 ist ein schematischer Querschnitt für einen derartigen Phasenschieber
wiedergegeben, der beispielsweise drei Streifenleitungsbögen 11 aufweist, die in einem
Standard-Radienverhältnis von 1:2:3 angeordnet sind, wenn im Zentrum Z ein zusätzlicher
Strahler oder eine zusätzliche Strahlergruppe der phasenneutralen Mittellage der Antenne
gespeist wird. Die äußerste Streifenleitung weist dabei die erwähnten beiden dielektrischen
Zwischenlagen 55 auf, die oberhalb und unterhalb des äußersten Streifenleitungsbogens
11 angeordnet sind.
[0123] Ferner ist in Figur 15 auch noch der Boden oder die Bodenplatte 71 sowie ein zugehöriger,
elektrisch ebenfalls leitfähiger Deckel oder Gehäusedeckel 73 eingezeichnet, woraus
auch ersichtlich ist, dass die dielektrischen Zwischenlagen 55 einmal auf dem Boden
71 bzw. an der Innenseite des Deckels 73 befestigt sind, der äußerste Streifenleitungsbogen
11, 11a beispielsweise auf dem auf dem Boden positionierten und gehaltenen Dielektrikum
55 aufliegt und im Abstand oberhalb das an der Innenseite des Deckels 73 befestigte
Dielektrikum 55 vorgesehen ist, und zwar in einem solchen Abstand zum äußersten Streifenleitungsbogen
11, dass auch noch das Abgriffelement über den Streifenleitungsbogen 11, 11a hinweg
zwischen den beiden Dielektrika 55 verstellt werden kann.
[0124] Durch den erwähnten Einsatz von dielektrischem Material bei gleichbleibendem Bogenradius
wird also letztlich die resultierende Phasenverschiebung erhöht. Würde das erwähnte
Dielektrikum nicht gleichförmig entlang des bevorzugt äußeren Streifenleitungsbogens
platziert werden, würde die erzielbare Phasenverschiebung letztlich von der Wahl der
Phasenschieberposition abhängen.
[0125] Letztlich lässt sich durch Verwendung von dielektrischem Material bei in herkömmlichen
Standard-Verhältnissen angeordneten Streifenleitungsabschnitten 11 eine Situation
realisieren, also ob beispielsweise der zu äußerst liegende bogenförmige Streifenleitungsabschnitt
überproportional entfernter vom Mittelpunkt und/oder ein zuinnerst und dem Mittelpunkt
am nächsten liegender Streifenleitungsabschnitt diesem Mittelpunkt näher liegt. Gerade
der zuletzt genannte Gedanke lässt sich dadurch realisieren, dass beispielsweise nur
der innerste oder kleinste Streifenleitungsbogen keine dielektrischen Schichten aufweist,
wohingegen die zwischen dem innersten und dem äußersten Streifenleitungsbogen vorgesehenen
Streifenleitungsabschnitte mit einem Dielektrikum versehen und/oder beispielsweise
der äußerste Streifenleitungsbogen mit einem Dielektrikum mit noch höherer Dielektrizitätskonstante
ausgestattet ist. Dadurch lassen sich Verhältnisse realisieren, wie sie beispielsweise
in den Figuren 4d, 5d, 6d, 8d, 9d oder 10d erläutert wurden.
[0126] Die erfindungsgemäßen Vorteile lassen sich aber mit jedweder Konstruktion erzielen,
die letztlich zu einer gleichen oder ähnlichen Phasenlagenänderung beiträgt.
[0127] So lässt sich die Erfindung genauso umsetzen, wenn nicht eine Mehrfach-Phasenschieber-Baugruppe,
wie erörtert und beschrieben, verwendet wird, sondern beispielsweise einzelne Phasenschieber,
z.B. ein einzelner differenzieller Phasenschieber nur einem einzigen teilkreisförmigen
Leitungsabschnitt und einem zugeordneten Abgriffelement, worüber nur an den beiden
Anschlussenden jeweils ein Strahler oder eine Strahlergruppe gespeist werden kann.
Weisen die einzelnen Phasenschieber nicht unterschiedlich dimensionierte Leitungsabschnitte
(Streifenleitungsabschnitte) mit unterschiedlichen Radien auf, sondern sind gleich
konzipiert, müssten dann, wie an sich bekannt, entsprechende Übersetzungsgetriebe
verwendet werden, um die unterschiedlichen Phasenschieber unterschiedlich stark zu
verstellen. Mit anderen Worten könnte also ein Übersetzungsgetriebe verwendet werden,
das für die Speisung der zuäußerst liegenden Strahler, also der entferntest liegenden
Strahler, zu einer stärkeren oder überproportionalen Phasenlagenänderung beiträgt.
Das Gleiche gilt für die zuinnerst liegenden Strahler oder Strahlergruppen.
[0128] Allgemein basiert das erfindungsgemäße Prinzip darauf, bei der Ansteuerung eines
zunehmend größeren Down-Tilt-Winkels gleichzeitig eine überproportionale Vergrößerung
der Phasendifferenz zu erzeugen, mit der die entferntesten Strahler gespeist werden
im Verhältnis zu den am innersten liegenden Strahlern.
[0129] Die Erfindung ist anhand einer Gruppenantenne insbesondere für eine Mobilfunkanlage
beschrieben worden, bei der es um die Absenkung des Down-Tilt-Winkels geht. Die Erfindung
kann genauso auch für ein horizontal ausgerichtetes Antennenarray verwendet werden,
bei welchem der Verschwenkwinkel in einer Horizontalebene oder mit einer Komponente
in Horizontalrichtung anstelle in Vertikalrichtung oder mit einer Komponente in Vertikalrichtung
verschwenkt werden sollen.
[0130] Anhand der beigefügten Tabellen sind für verschiedene Phasenschieber-Baugruppen mit
einer unterschiedlichen Anzahl von Streifenleitungsabschnitten erfindungsgemäße und
bevorzugte Verhältnisse der Radien des jeweils äußersten und innersten Radius wiedergegeben,
wobei diese Verhältnisse letztlich auch die erzielbaren Phasenverschiebungen bezüglich
des äußersten Streifenleitungsabschnittes zum innersten Streifenleitungsabschnittes
wiedergibt.
Gerade Anzahl von Strahlern/Strahlergruppen (keine Mitteneinspeisung ohne Phasenverschiebung)
[0131]
| |
Anzahl der Streifenleitungsabschnitte |
| |
2 (Fig. 4a-4d) |
3 (Fig. 5a-5d) |
4 (Fig. 6a-6d) |
| RN : R1 |
RN : R1 |
RN : R1 |
| |
|
PhN : Ph1 |
| Beispiel a |
= 3 : 1 |
= 5 : 1 |
= 7 : 1 |
| Beispiel b |
= 3,8 : 1 |
= 5,9 : 1 |
= 7,5 : 1 |
| Beispiel c |
= 3 : 0,7 (= 4,29 : 1) |
= 5 : 0,8 (= 6,33 : 1) |
= 7 : 0,8 (= 8,75 : 1) |
| Beispiel d |
= 3,4 : 0,9 (= 3,8 : 1) |
= 5,7 : 0,9 (= 6,33 : 1) |
= 7,1 : 0,8 (= 8,9 : 1) |
| Erfindung |
> 3,4 : 1 |
> 5,4 : 1 |
> 7,4 : 1 |
| bevorzugt |
> 3,5 : 1 |
> 5,5 : 1 |
> 7,5 : 1 |
| oder |
> 3,6 : 1 |
> 5,6 : 1 |
> 7,6 : 1 |
| oder |
> 3,8 : 1 |
> 5,8 : 1 |
> 7,8 : 1 |
| bevorzugt |
< 7 : 1 |
< 9 : 1 |
< 11 : 1 |
| oder |
< 6,5 : 1 |
< 8,5 : 1 |
< 10,5 : 1 |
| oder |
< 6 : 1 |
< 8 : 1 |
< 10 : 1 |
Ungerade Anzahl von Strahlern/Strahlergruppen (mit Mitteneinspeisung ohne Phasenverschiebung)
[0132]
| |
Anzahl der Leitungsabschnitte |
| |
2 (Fig. 8a-8d) |
3 (Fig. 9a-9d) |
4 (Fig.10a-10d) |
| RN : R1 |
RN : R1 |
RN : R1 |
| |
|
PhN : Ph1 |
| Beispiel a |
= 2 : 1 |
= 3 : 1 |
= 4 : 1 |
| Beispiel b |
= 2,7 : 1 |
= 4,4 : 1 |
= 5,2 : 1 |
| Beispiel c |
= 2 : 0,7 (= 2,9 : 1) |
= 3 : 0,7 (= 4,3 : 1) |
= 4 : 0,7 (= 5,7 : 1) |
| Beispiel d |
= 2,5 : 0,8 (= 3,1 : 1) |
= 3,6 : 0,8 (= 4,5 : 1) |
= 4,6 : 0,8 (= 5,8 : 1) |
| Erfindung |
> 2,2 : 1 |
> 3,2 : 1 |
> 4,2 : 1 |
| bevorzugt |
> 2,25 : 1 |
> 3,25 : 1 |
> 4,25 : 1 |
| oder |
> 2,30 : 1 |
> 3,30 : 1 |
> 4,30 : 1 |
| oder |
> 2,40 : 1 |
> 3,40 : 1 |
> 4,40 : 1 |
| bevorzugt |
< 4 : 1 |
< 5 : 1 |
< 6 : 1 |
| oder |
< 3,5 : 1 |
< 4,5 : 1 |
< 5,5 : 1 |
| oder |
< 3 : 1 |
< 4 : 1 |
< 5 : 1 |
[0133] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich unter anderem also auch durch folgende
weitere Merkmale bevorzugt aus, und zwar dadurch,
- dass insbesondere bei einem Antennenarray mit einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen
(1) und/oder ohne phasenneutral angesteuerte mittlere Strahleranordnung (1x) die folgende
Ungleichung erfüllt ist:

- dass insbesondere bei einer ungeraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/oder
einer phasenneutral angesteuerten mittleren Strahleranordnung (1x) die nachfolgende
Ungleichung gilt:

wobei k 0,25 oder vorzugsweise 0,30 und insbesondere 0,40 ist,
- dass insbesondere bei einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/oder ohne
phasenneutral angesteuerte mittlere Strahleranordnung (1x) die nachfolgende Ungleichung
gilt:

wobei k 0,5 oder vorzugsweise 0,6 und insbesondere 0,8 beträgt,
- dass insbesondere bei einer ungeraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/oder
einer phasenneutral angesteuerten mittleren Strahleranordnung (1x) folgende Ungleichung
gilt:

wobei n eine natürliche Zahl 2, 3, 4 .. N ist, entsprechend der Anzahl der auf einer
Antennenarray-Hälfte oberhalb oder unterhalb des Zentrums (Z) des Antennenarrays vorgesehenen
Anzahl von Strahleranordnungen (1), und m 2,0 oder insbesondere 1,5 oder 1,0 entspricht,
- dass insbesondere bei einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/oder ohne
phasenneutrale Mittenanspeisung einer zentrumnahen Strahleranordnung (1x) die folgende
Ungleichung gilt:

wobei n eine natürliche Zahl 2, 3, 4 .. N ist, entsprechend der Anzahl der auf einer
Antennenarray-Hälfte oberhalb oder unterhalb des Zentrums (Z) des Antennenarrays vorgesehenen
Anzahl von Strahleranordnungen (1) entspricht und m 3,0 oder vorzugsweise 2,5 oder
vorzugsweise 2,0 entspricht.
[0134] Die erfindungsgemäße phasengesteuerte Gruppenantenne zeichnet sich unter anderem
auch durch folgende weitere Merkmale bevorzugt aus, und zwar dadurch,
- dass insbesondere bei einem Antennenarray mit einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen
(1) und/oder ohne phasenneutral angesteuerte mittlere Strahleranordnung (1x) die folgende
Ungleichung erfüllt ist:

- dass die Gruppenantenne aus einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) besteht
und/oder keine phasenneutral angesteuerte, im Bereich des Zentrums (Z) der Gruppenantenne
vorgesehene Strahleranordnung (1x) umfasst,
- dass die Gruppenantenne insbesondere eine ungerade Anzahl von Strahleranordnungen
(1) mit einer zentrumsnah oder im Zentrum (Z) der Gruppenantenne sitzenden phasenneutral
angesteuerten Strahleranordnung (1x) ausgestattet ist,
- dass insbesondere bei einer ungeraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/oder
einer phasenneutral angesteuerten mittleren Strahleranordnung (1x) die nachfolgende
Ungleichung gilt:

wobei k 0,25 oder vorzugsweise 0,30 und insbesondere 0, 40 ist,
- dass insbesondere bei einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/ oder ohne
phasenneutral angesteuerte mittlere Strahleranordnung (1x) die nachfolgende Ungleichung
gilt:

wobei k 0,5 oder vorzugsweise 0,6 und insbesondere 0,8 beträgt,
- dass insbesondere bei einer ungeraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/oder
einer phasenneutral angesteuerten mittleren Strahleranordnung (1x) folgende Ungleichung
gilt:

wobei n eine natürliche Zahl 2, 3, 4 .. N ist, entsprechend der Anzahl der auf einer
Antennenarray-Hälfte oberhalb oder unterhalb des Zentrums (Z) des Antennenarrays vorgesehenen
Anzahl von Strahleranordnungen (1), und m 2,0 oder insbesondere 1,5 oder 1,0 entspricht,
- dass insbesondere bei einer geraden Anzahl von Strahleranordnungen (1) und/ oder ohne
phasenneutrale Mittenanspeisung einer zentrumnahen Strahleranordnung (1x) die folgende
Ungleichung gilt:

wobei n eine natürliche Zahl 2, 3, 4 .. N ist, entsprechend der Anzahl der auf einer
Antennenarray-Hälfte oberhalb oder unterhalb des Zentrums (Z) des Antennenarrays vorgesehenen
Anzahl von Strahleranordnungen (1) entspricht und m 3,0 oder vorzugsweise 2,5 oder
vorzugsweise 2,0 entspricht,
- dass zumindest der Streifenleitungsabschnitt (11, 11a) mit dem größten Radius (RN) auf einer oder vorzugsweise auf beiden Seiten mit einem von Luft abweichenden Dielektrikum
versehen ist, welches sich über die gesamte Länge des Streifenleitungsabschnittes
oder über eine oder über mehrere Teillängen mit gleicher oder unterschiedlicher oder
variierender Dicke vorgesehen ist.
1. Procédé pour le fonctionnement d'une antenne réseau commandée en phase, qui comprend
plusieurs agencements rayonneurs (1) agencés dans une direction de montage (26) avec
chacun au moins un rayonneur (1') ou au moins un groupe rayonneur (1") avec plusieurs
rayonneurs individuels, dans lequel les distances (D) entre deux agencements rayonneurs
voisins (1) sont égales ou différent de moins de 15 % les unes des autres, et tous
les agencements rayonneurs (1) ou une partie des agencements rayonneurs (1) sont pilotés
via un ou plusieurs déphaseurs (7) afin de faire basculer le rayonnement,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
- au moins un agencement rayonneur (1) tout à fait extérieur, disposé de la façon
la plus éloignée, dans la direction de montage (26) de l'agencement rayonneur (1),
depuis un centre (Z) de l'antenne réseau est alimenté avec un décalage de phase plus
important et relativement surproportionnel en fonction du réglage du basculement du
rayonnement et/ou au moins un agencement rayonneur (1) commandé en phase qui se trouve
le plus proche du centre (Z) de l'antenne réseau est alimenté avec un décalage de
phase plus faible et relativement surproportionnel de telle façon que l'inégalité
suivante est satisfaite :

dans laquelle PhN et Ph1 représentent les décalages de phase provoqués par deux réglages différents du décalage
de phase, tels que PhN correspond au décalage de phase, dépendant du réglage de décalage de phase, au niveau
de l'agencement rayonneur (1) le plus éloigné du centre (Z) de l'antenne réseau et
Ph1 correspond au décalage de phase au niveau de l'agencement rayonneur (1) le plus proche
du centre (Z) de l'antenne réseau, et SN correspond à la distance entre ledit au moins un agencement rayonneur (1) le plus
éloigné et le centre (Z) de l'antenne réseau et S1 correspond à la distance entre ledit au moins un agencement rayonneur (1) le plus
proche du centre (Z) de l'antenne réseau et le centre (Z) de l'antenne réseau, et
dans lequel le centre (Z) de l'antenne réseau correspond à la position médiane et
en phase neutre, qui demeure sans changement également lorsque la situation en phase
est réglée de manière différente, et
- on utilise un groupe structurel de décalage de phase (7) avec des tronçons de conducteurs
en ruban (11, 11a) à forme partiellement circulaire,
a) dont les rayons (RN à R1) satisfont les conditions suivantes dans le cas d'une antenne réseau avec un nombre
impair d'agencements rayonneurs (1) et/ou avec un agencement rayonneur médian (1x)
piloté de manière neutre en phase :

dans laquelle n correspond à un nombre 2, 3, 4,... N, et cela en correspondance du
nombre des tronçons de conducteur (11) inclus par le groupe structurel (7) de décalage
de phase utilisés, et k correspond à une valeur de 0,2 et en particulier 0,25, 0,30
ou de préférence 0,40, ou
b) dont les rayons (RN à R1) satisfont les conditions suivantes dans le cas d'une antenne réseau avec un nombre
pair d'agencements rayonneurs (1) et/ou dépourvus d'agencement rayonneur médian (1x)
piloté de manière neutre en phase :

dans laquelle n correspond à un nombre 2, 3, 4,... N, et cela en correspondance du
nombre des tronçons de conducteur (11) inclus par le groupe structurel (7) de décalage
de phase utilisé, et k correspond à une valeur 0,6, en particulier 0,5, 0,4, ou de
préférence 0,2.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'on utilise un groupe structurel de décalage de phase (7) dans lequel au moins le
tronçon de conducteur en ruban (11, 11a) présentant le plus grand rayon (RN) et pourvu,
sur la totalité de la longueur ou au moins sur une longueur partielle du tronçon de
conducteur en ruban (11, 11a), sur au moins un côté ou de préférence sur les deux
côtés opposés, d'un diélectrique (55) différent de l'air, ledit diélectrique étant
doté sur la longueur ou sur la longueur partielle de la même épaisseur ou d'une épaisseur
différente, et/ou de la même constante diélectrique.
3. Groupe structurel de décalage de phase comprenant plusieurs pistes conductrices (11)
de forme circulaire partielle agencées concentriquement autour d'un centre (9), en
particulier sous la forme de tronçons de conducteur en ruban (11a), dans lequel au
moins un élément de palpage (15) est déplaçable au-delà des tronçons de conducteurs
(11), et au niveau des connecteurs opposés (19) sur les tronçons de conducteur (11)
il est possible d'engendrer un signal avec une situation de phase différente,
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) le groupe structurel de décalage de phase satisfait l'une au moins des deux conditions
suivantes en cas d'utilisation d'une antenne réseau avec au moins un rayonneur (1')
ou au moins un groupe de rayonneurs (1") ou un agencement rayonneur médian piloté
de manière neutre en phase (1x) :

ou

dans lequel RN représente le plus grand rayon et R1 représente le plus petit rayon d'un tronçon de conducteur (11), ou respectivement
du groupe structurel de décalage de phase (7) et n représente un nombre 2, 3, 4,...,
N, et cela en correspondance du nombre des groupes structurels de décalage de phase
(7) englobés, des tronçons de conducteur (11), dans laquelle k correspond à une valeur
de 0,2 et en particulier 0,25, 0,30 ou de préférence 0,40, et PhN et Ph1 représentent les décalages de phase réalisés au moyen des tronçons de conducteur
(11) avec le plus grand rayon RN ou respectivement le plus petit rayon R1, qui sont provoqués par deux réglages différents du décalage de phase,
ou
b) le groupe structurel de décalage de phase satisfait, lors de l'utilisation d'une
antenne réseau avec un nombre pair d'agencements rayonneurs (1) ou encore lors d'une
alimentation centrale et neutre en phase, l'une au moins des deux conditions suivantes
:

ou

dans lesquelles R
N représente le plus grand rayon et R
1 représente le plus petit rayon d'un tronçon de conducteur (11) par rapport au groupe
structurel de décalage de phase (7), et n correspond à un nombre 2, 3, 4,..., N, et
cela en correspondance du nombre des tronçons de conducteur (11) englobés par le groupe
structurel de décalage de phase (7) utilisé, dans lequel k correspond à une valeur
de 0,6, en particulier 0,5, 0,4 ou de préférence 0,2, et Ph
N et Ph
1, qui représentent les tronçons de conducteur (11) avec le plus grand rayon R
N ou avec le plus petit rayon R
1, qui sont provoqués par deux réglages différents du décalage de phase.
4. Groupe structurel de décalage de phase selon la revendication 3,
caractérisé en ce que, en particulier dans le cadre d'une alimentation centrale et neutre vis-à-vis de
la phase, prévue en supplément au groupe structurel de décalage de phase (7), pour
une antenne-réseau, le groupe structurel de décalage de phase (7) satisfait les conditions
suivantes :

et n est un nombre naturel 2, 3, 4,..., N, en correspondance du nombre des tronçons
de conducteur (11) de forme partiellement circulaire, et m correspond à 2,0 ou en
particulier 1,5 ou de préférence 1,0.
5. Groupe structurel de décalage de phase selon l'une des revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce que le groupe structurel de décalage de phase (7), en particulier sans alimentation médiane
et neutre en phase pour une antenne réseau satisfait la condition suivante :

dans laquelle n est un nombre naturel 2, 3, 4,..., N, en correspondance du nombre
des tronçons de conducteur (11) de forme partiellement circulaire, et m correspond
à 3,0 ou de préférence 2,5 ou encore de préférence 2,0.
6. Groupe structurel de décalage de phase selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce que les rayons (R
N à R
1) des tronçons de conducteur (11) de forme partiellement circulaire satisfont, en
particulier dans le cadre de l'alimentation d'une antenne réseau avec une alimentation
médiane et neutre en phase, la condition suivante :

dans laquelle n correspond à un nombre 2, 3, 4,..., N, et cela en correspondance du
nombre des tronçons de conducteur (11) englobés par le groupe structurel de décalage
de phase (7) utilisé, et dans laquelle k correspond à une valeur de 0,2 et en particulier
0,25, 0,30 ou de préférence 0,40.
7. Groupe structurel de décalage de phase selon l'une des revendications 3 à 6,
caractérisé en ce que les rayons (R
N à R
1) des tronçons de conducteur (11) de forme partiellement circulaire satisfont, en
particulier dans le cas d'une antenne réseau dépourvue d'alimentation médiane et neutre
en phase, la condition suivante :

dans laquelle n correspond à un nombre 2, 3, 4,..., N, et cela en correspondance
du nombre des tronçons de conducteur (11) englobés dans le groupe structurel de décalage
de phase (7) utilisé, et dans laquelle k correspond en outre à une valeur de 0,6,
en particulier 0,5 ou 0,4, ou de préférence 0,2.
8. Groupe structurel de décalage de phase selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le tronçon de conducteur en ruban (11, 11a) présentant le plus grand rayon (RN) est pourvu, sur un côté et de préférence sur les deux côtés opposés, sur la totalité
de sa longueur ou sur une longueur partielle, d'un diélectrique différent de l'air
et qui est de préférence pourvue de la même épaisseur ou d'une épaisseur différente
et/ou d'une constante diélectrique égale ou différente.
9. Antenne réseau commandée en phase comprenant les éléments suivants :
- l'antenne réseau comprend plusieurs agencements rayonneurs (1) prévus de préférence
à distances égales (B) les uns par rapport aux autres dans une direction de montage
(26), qui sont composés d'au moins un rayonneur (1') ou d'un groupe de rayonneurs
(1") ou qui englobent ceux-ci,
l'antenne réseau contient un ou plusieurs déphaseurs (7) pour faire basculer le rayonnement,
- au moins un agencement rayonneur (1) tout à fait extérieur situé le plus éloigné,
dans la direction de montage (26) des agencements rayonneurs (1), d'un centre (Z)
de l'antenne réseau, subit un décalage de phase plus important et relativement surproportionnel
en fonction du réglage du basculement du rayonnement et/ou au moins un agencement
rayonneur (1) commandé en décalage de phase situé le plus proche du centre de l'antenne
réseau subit un décalage de phase plus faible et relativement surproportionnel, de
manière à satisfaire l'inégalité suivante

dans laquelle Ph
N et Ph
1 représentent des décalages de phase qui sont provoqués par deux réglages différents
du décalage de phase, ou qui représentent le décalage phase maximum, et ici Ph
N correspond au décalage de phase au niveau dudit au moins un agencement rayonneur
(1) le plus éloigné du centre (Z) de l'antenne réseau et Ph
1 correspond au décalage de phase au niveau de l'agencement rayonneur (1) commandé
en phase qui est le plus proche du centre (Z) de l'antenne réseau, et S
N correspond à la distance entre ledit au moins un agencement rayonneur (1) agencé
le plus éloigné et le centre (Z) de l'antenne réseau et S
1 correspond à la distance entre ledit au moins un agencement rayonneur (1) le plus
proche du centre (Z) de l'antenne réseau et le centre (Z) de l'antenne réseau, et
dans lequel le centre (Z) de l'antenne réseau correspond à la situation médiane et
neutre en phase, qui reste sans modification également lorsque la position en phase
est réglée de manière différente,
caractérisé par un groupe structurel de décalage de phase selon l'une des revendications 3 à 8.