[0001] Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für Werkzeuge und Hilfsmittel am Arbeitsplatz,
mit einem an einer Befestigungsvorrichtung anbringbaren Befestigungselement und mit
einem Halteteil zur Aufnahme der Werkzeuge und Hilfsmittel.
[0002] Eine derartige, zumindest ähnliche Haltevorrichtung offenbart die
DE 28 35 010. Demnach wird offenbart, eine an einer Montagewand oder dergleichen mittels Nasen
oder Haken ansetzbare Haltevorrichtung für Draht- und/oder streifenförmige Bügel zur
Aufnahme von Gegenständen aus einem Formkörper mit wenigstens einer Vertikalbohrung
auf seiner Oberseite zum lösbaren Eingriff eines nach unten gerichteten Endes eines
Drahtbügels und mit einer im Profil T-förmig ausgebildeten Vertikalnut auf seiner
Außenseite zum lösbaren Eingriff eines nach unten gerichteten Endabschnittes eines
band- oder streifenförmigen Bügels.
[0003] Diese Haltevorrichtung ist aber äußerst kompliziert aufgebaut und benötigt zu seiner
Befestigung an der Montagewand jedes Mal einen neuen Zusammenbau der einzelnen Teile
dieser Haltevorrichtung.
[0004] Dies ist nicht nur unhandlich, sondern auch noch aufgrund der großen und langen Arbeitszeit
kostenintensiv.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine eingangs genannte Haltevorrichtung
anzugeben, die mit technisch einfachen Mitteln stets eine sehr einfache und rasche
Montage sowie eine stets feste Befestigung sicherstellt.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer Haltevorrichtung der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass der Halteteil aus Draht geformt ist, von dessen entsprechend geformten
Enden mindestens ein Ende formschlüssig in das Befestigungselement eingebracht und
im Montagezustand von der Befestigungsvorrichtung abgestützt wird.
[0007] Der Kern der Erfindung liegt darin, lediglich mit Hilfe eines Befestigungsmittels
und somit auch mittels eines Werkzeugs die Haltevorrichtung einfach und an der gewünschten
Stelle anzubringen.
[0008] Selbstverständlich sind auch noch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten gegeben, die
Haltevorrichtung auszubilden. So könnte zum Beispiel die Befestigungsvorrichtung eine
Lochplatte sein, deren Löcher Innengewinde aufweisen, um die oben erwähnten Befestigungsmittel
aufzunehmen. Als besonders vorteilhaft hat es sich allerdings erwiesen, dass die Befestigungsvorrichtung
ein mit mindestens einer hinterschnittenen Nut versehener Profilstab ist, dass das
Befestigungselement einen in die Nut passenden, eine Verdrehung verhindernden Vorsprung
aufweist, und dass mittels mindestens einer durch eine entsprechende Bohrung im Befestigungselement
durchgreifende Schraube in einen entsprechenden Nutenstein eingreift. Dadurch ist
es möglich, schon vorhandene Teile, nämlich Profilstab und Nutenstein als Befestigungsvorrichtung
zu verwenden, um das Befestigungselement und sein Halteteil anbringen zu können, und
zwar mit Hilfe einer einzigen Schraube.
[0009] Besonders vorteilhaft und wichtig ist dabei, dass eine Verdrehung der Haltevorrichtung
einfach durch Eingriff des an der Befestigungsvorrichtung vorhandenen Vorsprungs in
die lichte Weite der Nut des Profilstabes verhindert wird. Es ist also nicht nötig,
ggfs. zwei Schrauben oder eine Schraube mit einer großen Anzugskraft zu verwenden.
[0010] Als Material für das Befestigungselement hat sich als besonders vorteilhaft Kunststoff
erwiesen, der einfach mittels Spritzguss hergestellt werden kann. Selbstverständlich
könnte auch spritzgegossenes Metall dafür verwandt werden.
[0011] Damit die Herstellungskosten für das Halteteil noch weiter gesenkt werden können,
ist es vorteilhaft, wenn der Draht ein CNC-geformter Edelstahldraht ist, da hierbei
wenige Werkzeuge verwandt werden müssen.
[0012] Eine besonders einfache und doch stets wirkende Sicherung des Halteteils bzw. Drahtes
ist dann gegeben, wenn mindestens ein Ende des Drahtes einen Haken bildet, welcher
der Befestigungsvorrichtung zugewandten Seite aus in das Befestigungselement in einer
ersten Aussparung von oben und hinten formschlüssig eingreift.
[0013] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es vorgesehen, dass das/die Ende(n) der
Drähte von dem Vorsprung in Richtung Befestigungsvorrichtung überragt wird/werden.
[0014] Für besonders schwere zu haltende Gegenstände bzw. Teile ist es vorteilhaft, wenn
für große zu haltende Teile eine zweite Aussparung quer und unterhalb der ersten Aussparungen
am unteren Rand des Befestigungselementes vorhanden ist, um etwa den Mittenbereich
des Drahtes auf der zur Befestigungsvorrichtung weisenden Seite formschlüssig aufzunehmen.
[0015] Es ist sicherlich möglich eine Vielzahl von Teilen mit Hilfe der Haltevorrichtung
nach Art eines Arbeitsplatz-Ordnungssystems aufzuzählen. Demzufolge ist es nicht als
Einschränkung gedacht, wenn bevorzugt die Haltevorrichtung auch dadurch gekennzeichnet
ist, dass der Halteteil zur Aufnahme eines Kabels, eines Bechers, eines Lappens, einer
kleinen Halteschlaufe, einer großen Halteschlaufe, einer Stiftehalterung, einer Werkzeugköcherhalterung,
eines Handtuches, oder einer Flasche ausgeformt ist.
[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele sowie aus den Figuren, auf die Bezug genommen wird.
Es zeigen:
- Fig.1
- eine Explosionsdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels;
- Fig.2
- eine erste geschnittene Querschnittsdarstellung gemäß dem Ausführungsbeispiel von
Fig.1;
- Fig.3
- eine zweite geschnittene Querschnittsdarstellung gemäß dem Ausführungsbeispiel von
Fig.1;
- Fig.4
- und 5 zwei unterschiedliche perspektivische Ansichten eines zweiten Ausführungsbeispiels;
- Fig.6,7
- und 8 drei perspektivische Darstellungen unterschiedlicher dritter bis vierter Ausführungsbeispiele
in sogenannter Hakenform;
- Fig.9
- eine Perspektivdarstellung eines sechsten Ausführungsbeispiels, das ggfs. noch einen
Köcher aufnehmen kann;
- Fig.10
- eine Perspektivdarstellung eines siebten Ausführungsbeispiels mit Extraköcher für
schwere zu haltende Teile; und
- Fig.11
- eine Perspektivdarstellung eines achten Ausführungsbeispiels als Handtuchhalter.
[0017] Anhand der Figuren 1 bis 11 werden nunmehr acht unterschiedliche Ausführungsbeispiele
einer Haltevorrichtung 10 für Werkzeuge und Hilfsmittel am Arbeitsplatz beschrieben.
[0018] Dabei werden, soweit nichts anderes ausgesagt ist, für gleiche und ähnliche Bestandteile
die gleichen Bezugsziffern verwandt.
[0019] Allen acht Ausführungsbeispielen ist gemein, dass die Haltevorrichtung 10 ein Befestigungselement
14 mit einem Halteteil 16 zur Aufnahme der zu haltenden Teile enthält, die zusammengesetzt
an einer Befestigungsvorrichtung 12 angebracht werden. Bei den gezeigten Ausführungsbeispielen
besteht die Befestigungsvorrichtung 12 jeweils aus einem mindestens eine hinterschnittene
Nut 18 aufweisenden Profilstab 20.
[0020] Die gezeigten Profilstäbe 20 weisen bei den gezeigten Ausführungsbeispielen vier
hinterschnittene Nuten 18 auf.
[0021] Des weiteren ist bei allen acht Ausführungsbeispielen das Befestigungselement 14
identisch ausgebildet und besteht bei den gezeigten Ausführungsbeispielen aus einem
spritzgegossenen Kunststoffteil.
[0022] Dieses Befestigungselement 14 ist quaderförmig ausgebildet und weist eine durch eine
Mittelachse geführte Bohrung 24 zur Aufnahme einer Schraube 26 zur Befestigung auf.
[0023] Diese Schraube 26 greift dann in das Gewinde eines sogenannten in der Nut 18 vorhandenen
Nutensteins 28 und wird damit an dem Profilstab 20 befestigt.
[0024] Auf der dem Bohrungseintritt entgegen gesetzten Seite und auch oberhalb dieser Bohrungsseite,
die die beiden Seiten miteinander verbindet, weist das Befestigungselement 14 nahe
der Außenkanten erste Aussparungen 30 auf, in die der bevorzugt aus CNC-geformten
Draht bestehende Halteteil 16 eingreift.
[0025] Die Enden des Drahtes 16 sind daher hakenförmig geformt, so dass sichergestellt ist,
dass der Halteteil 16 formschlüssig in das Befestigungselement 14 eingebracht und
im Montagezustand von der Befestigungsvorrichtung bzw. des Profilsstabes 20 abgestützt
wird.
[0026] Dies geschieht bei allen Ausführungsbeispielen dadurch, dass mindestens ein Ende
des Drahtes 16 einen Haken bildet, welcher der Befestigungsvorrichtung 12 zugewandten
Seite aus in das Befestigungselement 14 in der ersten Aussparung 30 von oben und hinten
formschlüssig eingreift. Dabei sind die Endkanten des Drahtes 16 nochmals derart gebogen,
dass sie in Richtung des Befestigungselements 14 in eine entsprechende Aufnahme zusätzlich
eingreifen.
[0027] Des weiteren werden die in die Aussparungen 30 eingesetzten Drähte 16 von einem Vorsprung
22 in Richtung Befestigungsvorrichtung 12 derart überragt, dass dieser Vorsprung 22
in den offenen Bereich der hinterschnittenen Nut zur Verdrehsicherung teilweise eintauchen
kann.
[0028] In den Figuren 1 bis 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel für eine Haltevorrichtung
10 dargestellt. Dabei kann dieses Halteteil 16 beispielsweise als Kabelhalter verwandt
werden.
[0029] Des weiteren ist in Fig.3 besonders deutlich die bei dieser Ansicht in etwa C-förmig
angeordnete Aussparung 30 gezeigt, die auch zur Kippsicherung das Halteteil 16 aufnimmt.
[0030] In den Fig.4 und 5 sind zweite und dritte Ausführungsbeispiele dargestellt, wobei
in Fig.4 ein sogenannter Becherhalter ausgeführt ist. In Fig.5 wird ein sogenannter
Flaschenhalter gezeigt.
[0031] Diese beiden zweiten und dritten Ausführungsbeispiele sind jeweils derart geformt,
dass nicht nur die beiden Enden des Drahtes 16 in das Befestigungselement 14 in den
Aussparungen 30 eintaucht, sondern auch noch in etwa die Mitte des Drahtes 16 in einer
zweiten Aussparung 30a zur zusätzlichen Stabilität eingeführt ist.
[0032] Diese Ausführungsformen sind zur Aufnahme von großen Teilen gedacht, wobei die zweite
Aussparung 30a quer und unterhalb der ersten Aussparungen 30 am unteren Rand des Befestigungselementes
14 vorhanden ist, um etwa den Mittenbereich des Drahtes 16 auf der zur Befestigungsvorrichtung
12 weisenden Seite formschlüssig aufzunehmen.
[0033] Außerdem ist in Fig.4 ganz deutlich der Vorsprung 22 zu erkennen, der die Verdrehsicherung
durch Eingriff in die lichte Öffnung der hinterschnittenen Nut 18 des Profilstabes
20 zeigt.
[0034] In der Fig.6 ist der Halteteil 16 bzw. der Draht 16 so geformt, dass die Mitte des
Drahtes 16 in etwa U-förmig gebogen ist, um in diesem Bereich einen Lappen aufnehmen
zu können. Daher wird diese Ausführungsform auch Lappenhalter genannt.
[0035] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig.7, also das vierte Ausführungsbeispiel, zeigt einen
einfachen Haken, an dem beliebiges aufgehängt werden kann.
[0036] Das fünfte Ausführungsbeispiel gemäß Fig.8 ist so geformt, dass die von den ersten
Aussparungen 30 ausgehenden Teile des Drahtes 16 eine gewisse Länge parallel und auch
in der gleichen Höhe wie der obere Aussparungsbereich fortgeführt sind und die Mitte
des Drahtes 16 schräg nach oben geführt ist. Dieses Ausführungsbeispiel dient in hervorragender
Weise als Kabelhalter.
[0037] Wird das sechste Ausführungsbeispiel gemäß Fig.9, das in der Hauptsache aus einer
Kreisform besteht, noch mit einem Einsatz in Becherform bestückt, so kann dieses Ausführungsbeispiel
gut als Stiftehalterung verwandt werden.
[0038] Die Ausführungsbeispiele sieben und acht stellen jeweils gewisse Besonderheiten der
Haltevorrichtung 10 dar. So ist zum Beispiel das Ausführungsbeispiel sieben gemäß
Fig. 10 mit einem sogenannten Werkzeugköcher versehen, wobei allerdings der Draht
16 in ähnlicher Art und Weise wie bei dem Flaschenhalter ausgebildet worden ist.
[0039] Das als letztes zu beschreibende Ausführungsbeispiel acht gemäß Fig.11 stellt eine
weitere Besonderheit dar. Hierbei werden nämlich zwei Befestigungselemente 14 verwandt
und der Draht 16 wird von einem Befestigungselement 14 zu dem anderen Befestigungselement
14 derart geführt, dass dieses achte Ausführungsbeispiel als sogenannter Handtuchhalter
dient.
[0040] Selbstverständlich ist die Aufzählung der einzelnen Möglichkeiten dieser Haltevorrichtung
nicht auf die beschriebenen acht Ausführungsbeispiele beschränkt.
[0041] Mit Hilfe der beschriebenen Haltevorrichtung ist daher ein sogenanntes Arbeitsplatz-Ordnungssystem
möglich, das mit minimalen Werkzeugkosten ein sehr flexibles System von Haltern für
Kleinteile, Getränke, Hilfsmittel und Werkzeuge anbietet. Es besteht mit Ausnahme
von dem Handtuchhalter aus einem einzigen spritzgegossenen Kunststoffteil, das die
Schnittstelle zwischen dem Profilsystem, der Profistäbe 20 und den Anbauteilen darstellt.
Diese bestehen aus CNC-gebogenen Edelstahldrähten und können so auch in kleinen Stückzahlen
wirtschaftlich bestimmten Zwecken angepasst werden. Es fallen keine weiteren Werkzeugkosten
an.
Bezugszeichenliste:
[0042]
- 10
- Haltevorrichtung
- 12
- Befestigungsvorrichtung
- 14
- Befestigungselement
- 16
- Halteteil, Draht
- 18
- Nut
- 20
- Profilstab
- 22
- Vorsprung
- 24
- Bohrung
- 26
- Schraube
- 28
- Nutenstein
- 30
- Aussparung
- 30a
- zweite Aussparung
1. Haltevorrichtung (10) für Werkzeuge und Hilfsmittel am Arbeitsplatz, mit einem an
einer Befestigungsvorrichtung (12) anbringbaren Befestigungselement (14) und mit einem
Halteteil (16) zur Aufnahme der Werkzeuge und Hilfsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil (16) aus Draht geformt ist, von dessen entsprechend geformten Enden
mindestens ein Ende formschlüssig in das Befestigungselement (14) eingebracht und
im Montagezustand von der Befestigungsvorrichtung (12) abgestützt wird.
2. Haltevorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (12) ein mit mindestens einer hinterschnittenen Nut (18)
versehener Profilstab (20) ist, dass das Befestigungselement (14) einen in die Nut
(18) passenden, eine Verdrehung verhindernden Vorsprung (22) aufweist, und dass mittels
mindestens einer durch eine entsprechende Bohrung (24) im Befestigungselement (14)
durchgreifende Schraube (26) in einen entsprechenden Nutenstein (28) eingreift.
3. Haltevorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (14) ein spritzgegossenes Kunststoffteil ist.
4. Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Draht ein CNC-geformter Edelstahldraht (16) ist.
5. Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Ende des Drahtes (16) einen Haken bildet, welcher der Befestigungsvorrichtung
(12) zugewandten Seite aus in das Befestigungselement (14) in einer ersten Aussparung
(30) von oben und hinten formschlüssig eingreift.
6. Haltevorrichtung (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das/die Enden der Drähte (16) von dem Vorsprung (22) in Richtung Befestigungsvorrichtung
(14) überragt wird/werden.
7. Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass für große zu haltende Teile eine zweite Aussparung (30a) quer und unterhalb der ersten
Aussparungen (30) am unteren Rand des Befestigungselementes (14) vorhanden ist, um
etwa den Mittenbereich des Drahtes (16) auf der zur Befestigungsvorrichtung (12) weisenden
Seite formschlüssig aufzunehmen.
8. Haltevorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteteil (16) zur Aufnahme eines Kabels, eines Bechers, eines Lappens, einer
kleinen Halteschlaufe, einer großen Halteschlaufe, einer Stiftehalterung, einer Werkzeugköcherhalterung,
eines Handtuches, oder einer Flasche ausgeformt ist.