[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine, insbesondere eine Haushaltsgeschirrspülmaschine
mit wenigstens einem Bauteil, welches mit mindestens einer insbesondere vorkonfektionierten
Bitumenmatte zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung des Bauteils versehen ist, wobei
die Bitumenmatte mittels mindestens einer Klebeschicht auf das Bauteil aufgeklebt
ist.
[0002] Unter einer Bitumenmatte wird eine solche Matte verstanden, welche unter Verwendung
eines Bindemittels aus Bitumen, auch Erdpech genannt, beispielsweise Erdöldestillationsbitumen,
und/oder aus bitumenartigen Bindemitteln, wie beispielsweise Naturasphalte, Polymerbitumen,
Teere, Peche, Wachse, Paraffine, natürliche oder synthetische Harze und/oder Destillationsrückstände
von Fetten und Ölen, hergestellt ist.
[0003] Der Begriff "vorkonfektioniert" bedeutet insbesondere, dass die Bitumenmatte zunächst
unabhängig vom Bauteil, für welches sie vorgesehen ist, als Halbzeug beziehungsweise
Vorprodukt mit definierten Abmessungen, Dicke und/oder Geometrieform gefertigt wird,
um sie dann an dem Bauteil befestigen zu können. Eine vorkonfektionierte Bitumenmatte
kann beispielsweise hergestellt werden, indem ein Stück der gewünschten Größe aus
einer Basismatte ausgeschnitten oder ausgestanzt wird.
[0004] Der Begriff "Entdröhnen" bezieht sich auf die Verringerung oder Vermeidung von Geräuschen,
welche durch eine Anregung des Bauteils oder von Teilen davon zu Schwingungen entstehen.
Störende Geräusche können insbesondere an dünnwandigen Bauteilen, wie zum Beispiel
den Spülbehälterwandungen und/oder der Tür einer Geschirrspülmaschine entstehen, welche
mit Spülflüssigkeit, insbesondere Sprühstrahlen beaufschlagt und dadurch zu Schwingungen
angeregt werden. Es ist aber auch möglich, dass derartige Schwingungen durch Aktoren,
wie beispielsweise Pumpen, Gebläse oder Ähnliches, erzeugt werden. Die Entdröhnung
wird nun insbesondere dadurch erreicht, dass mittels der Bitumenmatte eine zusätzliche
Masse auf das jeweilig typischerweise dünnwandige Bauteil aufgebracht wird, so dass
die Frequenzen der auftretenden Schwingungen kleiner werden, so dass die entstehenden
Geräusche weniger störend sind. Zudem kann durch innere Reibung in der Bitumenmatte
zumindest ein Teil der Schwingungsenergie in Wärme umgewandelt werden, so dass die
Intensität der erzeugten Geräusche abnimmt. Zudem kann gegebenenfalls durch innere
Reibung in der Bitumenmatte zumindest ein Teil der Schwingungsenergie in Wärme umgewandelt
werden, so dass die Intensität der erzeugten Geräusche abnimmt. Damit kann in vorteilhafter
Weise eine Schallabsorption einhergehen.
[0005] Weiterhin kann die jeweilige Bitumenmatte zusätzlich oder unabhängig von einer Entdröhnung
insbesondere auch für eine "Schalldämmung" sorgen, das heißt Schallreflexion sorgen.
Insbesondere kann zum Beispiel Schall aus dem Inneren der Spülkammer des Spülbehälters
der Geschirrspülmaschine vom mit ein oder mehreren Bitumenmatten beklebten Bauteil,
vorzugsweise Wandungsteil des Spülbehälters in das Spülkammerinnere zurückgeworfen
werden. In analoger Weise funktioniert natürlich auch die Schallreflexion für die
übrigen Bauteile wie zum Beispiel für die Aufnahmekammer beziehungsweise den Hohlraum
im Basisträger unterhalb des Spülbehälters, wo die Umwälzpumpe angeordnet ist.
[0006] Eine Geschirrspülmaschine mir den eingangs genannten Merkmalen ist beispielsweise
aus der Druckschrift
DE 10 2008 030 539 A1 bekannt. Die Geschirrspülmaschine umfasst einen Spülbehälter, der mittels eines wenigstens
drei Schichten aufweisenden Verbundwerkstoffs verkleidet ist. Die äußere Schicht des
Verbundwerkstoffs kann im Wesentlichen aus einem Bitumenwerkstoff bestehen und die
Verkleidung des Spülbehälters kann mittels eines Aufklebens des Verbundwerkstoffs
auf den Spülbehälter erfolgen.
[0007] Ein Spülbehälter für Geschirrspülmaschinen besteht, wie auch in der genannten Druckschrift
erwähnt, gewöhnlich aus Metall. Die Geräusch- und Wärmeisolierung aus Bitumenmaterial
ist im Wesentlichen aus einer Bitumenmaterialschicht aufgebaut, in der zur Erzielung
einer verbesserten Wärmeisolierung in der Grenzschicht zum Blechmaterial des Spülbehälters
eine mechanisch stabile, thermische Isolierschicht aufgenommen wird, die aus Blähjglasgranulat
oder aus Blähton bestehen kann.
[0008] Die Verwendung von vorkonfektionierten Bitumenmatten zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung
von Bauteilen einer Geschirrspülmaschine ist aus der Praxis also bekannt. Gleichwohl
konnten bislang keine Mittel gefunden werden, welche eine einfache und dauerhafte
Befestigung der Bitumenmatte an dem jeweiligen Bauteil bewirken.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Geschirrspülmaschine, insbesondere
eine Haushaltsgeschirrspülmaschine, bereitzustellen, bei der die Befestigung einer
insbesondere vorkonfektionierten Bitumenmatte an einem Bauteil verbessert ist.
[0010] Die Aufgabe wird bei einer Geschirrspülmaschine der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass das Bauteil ein Kunststoffteil, insbesondere aus Polypropylen, ist und
dass die mindestens eine Klebeschicht aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch besteht.
[0011] Erfindungsgemäß ist das Bauteil ein Kunststoffteil, insbesondere aus Polypropylen.
[0012] Weiterhin besteht erfindungsgemäß mindestens eine Klebeschicht aus einem reaktiv
ausgehärteten bituminösen Gemisch. Es versteht sich von selbst, dass an einem Bauteil
auch mehrere Klebeschichten aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch vorgesehen
sein können, welche jeweils eine insbesondere vorkonfektionierte Bitumenmatte an dem
Bauteil befestigen.
[0013] Die Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch ist für Bauteile
aus Kunststoff besonders gut geeignet, da das Aufkleben der Bitumenmatte bei Temperaturen
erfolgen kann, welche geringer als bei der Verwendung eines Heißklebers sind, so dass
Schäden an den temperaturempfindlichen Kunststoffen vermieden werden können. Insbesondere
kommt es bei der Verarbeitung und dem Aufbringen des reaktiv aushärtungsfähigen bituminösen
Gemischs nicht zu einem Temperaturanstieg in den Bereich um die Verformungs- beziehungsweise
Schmelztemperatur des jeweils mit einer Bitumenmatte zu belegenden Kunststoffbauteils.
Zudem weist ein entsprechend zusammengesetztes reaktiv ausgehärtetes bituminöses Gemisch
auf den meisten Kunststoffen, insbesondere auf Polypropylen, eine bessere Haftfähigkeit
als bekannte Heiß- oder Kaltkleber auf.
[0014] Reaktiv aushärtbare bituminöse Gemische umfassen dabei insbesondere wenigstens ein
Basisbindemittel aus Bitumen, auch Erdpech genannt, oder aus bitumenartigen Bindemitteln,
welches bei einer vorgesehenen Verarbeitungstemperatur eine derart hohe Viskosität
aufweist, dass es sich nahezu wie ein Festkörper verhält.
[0015] Bei dem Basisbindemittel kann es sich beispielsweise um Erdöldestillationsbitumen,
Naturasphalte, Polymerbitumen, Teere, Peche, Wachse, Paraffine, natürliche oder synthetische
Harze und/oder Destillationsrückstände von Fetten und Ölen handeln.
[0016] Um nun das bituminöse Gemisch zu einer Klebeschicht formen zu können, enthält es
wenigstens ein Fluxmittel, welches die Viskosität des Gemischs soweit senkt, dass
es bei der vorgesehenen Verarbeitungstemperatur fließfähig ist, sich also wie eine
Flüssigkeit oder insbesondere zähflüssige Masse im unausgehärteten Zustand verhält.
Insbesondere kann durch das Fluxmittel eine weich verformbare beziehungsweise viskose
bituminöse Masse bereitgestellt werden. Fluxmittel sind dabei vorzugsweise schwerflüchtige
Lösemittel, insbesondere schwerflüchtige Öle auf Mineralölbasis, Teeröle, pflanzliche
und tierische Fette und Öle, Karbonsäuren, und schwerflüchtige technische Weichmacher
aus synthetischen Polymeren, welche auch nach dem Aushärten des bituminösen Gemischs
im bituminösen Gemisch verbleiben, also nicht ausdunsten.
[0017] Um nun zu bewirken, dass das bituminöse Gemisch nach der Formung der Klebeschicht
aushärtet, wird dem Gemisch vor der Formung der Klebeschicht wenigstens ein Reaktivzusatz
zur Erzeugung einer die Viskosität des Gemischs erhöhenden physikalischen und/oder
chemischen Wirkung zugegeben. Dabei kann die Wirkung des Reaktivzusatzes selbsttätig
von dem Reaktivzusatz oder durch die zusätzliche Zugabe wenigstens eines Aktivators
in Gang gesetzt werden.
[0018] Der Reaktivzusatz kann, gegebenenfalls in Zusammenwirkung mit dem Aktivator, insbesondere
die Wirkung des Fluxmittels vorzugsweise irreversibel aufheben, beispielsweise durch
Vernetzung, Fällung oder durch Bindung an das Basisbindemittel. Der Reaktivzusatz
kann beispielsweise Chelatkomplexbildner, Säureanhydride, Alkohole, Karbonsäuren,
Fettamine, anorganische Salze, Zemente, Kalk, Gips, Dolomit, Aschen, Schlacken, Gläser,
Kieselgele und/oder Alaune umfassen.
[0019] Der Aktivator kann dabei insbesondere Wasser, Glykole, Fettalkohole, Tenside, Säuren
und Laugen, Metallsalze, Schwefel, Peroxide, Latex und/oder Kunstharze umfassen.
[0020] Auch Fluxmittel auf der Basis von pflanzlichen und/oder mineralischen Ölen und/oder
Harzen können zweckmäßig sein. Verallgemeinert betrachtet können die Fluxmittel aus
nachwachsenden, das heißt regenerativen Rohstoffen gewonnen werden. Zusätzlich oder
unabhängig hiervon können auch das Basisbindemittel, der Reaktivzusatz und/oder der
Aktivator aus mindestens einem nachwachsenden Rohstoff hergestellt sein.
[0021] Die Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch weist im Vergleich
zu bekannten Klebern zum Befestigen von Bitumenmatten an Bauteilen an Geschirrspülmaschinen
überlegene Hafteigenschaften sowohl an der Bitumenmatte als auch an den üblichen Oberflächenmaterialien
der Bauteile von Geschirrspülmaschinen auf. Insbesondere haftet die Klebeschicht hervorragend
auf Kunststoffteilen, insbesondere auf Bauteilen, die aus Polypropylen hergestellt
sind.
[0022] Aufgrund der guten Hafteigenschaften der Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten
bituminösen Gemisch kann aber in den allermeisten Fällen auf eine Vorbehandlung der
Oberfläche des Bauteils, beispielsweise auf Aufrauen, Anschleifen, Plasmatieren, Beflammen
und dergleichen, verzichtet werden, was die Herstellung der Geschirrspülmaschine vereinfacht.
Auch eine Grundierung oder sonstige Vorbehandlung des mit der Bitumenmatte zu belegenden
Bauteils ist meist nicht erforderlich, um eine zuverlässige Anhaftung der Bitumenmatte
am Bauteil zu erreichen.
[0023] Im Vergleich zu bekannten Heißklebern, welche typischerweise eine Verarbeitungstemperatur
von beispielsweise 130 bis 200 °C erfordern, kann die Klebeschicht aus dem reaktiv
ausgehärteten bituminösen Gemisch bei geeigneter Auswahl der Komponenten ohne Zuführung
von Wärme bei Raumtemperatur, das heißt "kalt", hergestellt werden. Hierdurch kann
bei der Herstellung der Geschirrspülmaschine eine signifikante Energieeinsparung erzielt
werden. Gleichwohl kann es gegebenenfalls sinnvoll sein, bei der Herstellung der Klebeschicht
eine Zuführung von Wärme vorzusehen, um das Aushärten zu Beschleunigen. Dafür sind
jedoch im Allgemeinen deutlich geringere Temperaturen, beispielsweise 60 bis 70 °C,
ausreichend, als zum Beispiel für die Herstellung einer Heißklebeverbindung ausreichend.
[0024] Darüber hinaus kommt es bei der Aushärtung des Reaktivbitumens selbst nicht zu einer
unzulässig starken exothermen Wärmeentwicklung. Auch ist für den Aushärtevorgang das
Einbringen einer unzulässig hohen Wärmemenge durch eine externe Wärmequelle vermieden,
die zum Beispiel ein mit einer Bitumenmatte zu belegendes Kunststoffteil unzulässig
stark thermisch beanspruchen, insbesondere verformen oder gar zerstören könnte.
[0025] Somit kann durch die Verwendung der Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch beim Befestigen der jeweiligen Bitumenmatte an dem Bauteil die thermische
Belastung des zu entdröhnenden und/oder schallzudämmenden Bauteils aus Kunststoff,
der vorkonfektionierten Bitumenmatte und/oder weiterer benachbarter Bestandteile der
Geschirrspülmaschine gering gehalten oder ganz vermieden werden. Hierdurch können
in vielen Fällen weniger temperaturstabile Bestandteile wie zum Beispiel ein oder
mehrere Kunststoff-Wandungen des Spülbehälters oder der Tür als bisher genutzt werden,
was die Herstellkosten der Geschirrspülmaschine verringern kann. Insbesondere ist
es möglich, auf ein Kunststoffbauteil, wie zum Beispiel eine Spülbehälterwandung aus
Kunststoff, vorzugsweise aus wärmeempfindlichem Polypropylen (PP), eine Bitumenmatte
einwandfrei aufzubringen, ohne dass das Kunststoffbauteil in unzulässiger Weise thermisch
beansprucht, verformt, oder gar beschädigt oder zerstört wird.
[0026] Gegenüber der Verwendung von bekannten Kaltklebern, welche typischerweise ein flüchtiges
und beim Aushärten ausdunstendes Lösungsmittel enthalten, kann die Verwendung der
Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch umweltfreundlicher
sein.
[0027] Die Klebeschicht aus dem reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemisch ist zudem äußerst
langlebig und kann so die Gebrauchsdauer einer Geschirrspülmaschine in den allermeisten
Fällen überdauern.
[0028] Die Bildung einer Entdröhn- und/oder Schalldämmungsanordnung, welche die Klebeschicht
und die vorgefertigte Bitumenmatte umfasst, weist gegenüber solchen Lösungen, bei
denen ausschließlich fließfähiges Bitumen auf das Bauteil aufgebracht werden, den
Vorteil einer kürzeren Aushärtezeit auf. Damit kann die Herstellzeit für die Geschirrspülmaschine
insgesamt verkürzt werden.
[0029] Dabei kann die Entdröhn- und/oder Schalldämmungsanordnung, welche die Klebeschicht
und die vorgefertigte Bitumenmatte umfasst, über nahezu homogene mechanische und akustische
Eigenschaften verfügen. So können die Klebeschicht und die Bitumenmatte beispielsweise
eine vergleichbare Dichte, ein vergleichbares Elastizitätsmodul und/oder einen vergleichbaren
Schallabsorptionsgrad aufweisen, so dass die Klebeschicht selbst einen wirkungsvollen
Beitrag zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung des Bauteils leisten kann. Durch
vergleichbare mechanische und/oder chemische und/oder physikalische Eigenschaften
kann zudem ein Ablösen der Bitumenmatte von der Klebeschicht insbesondere durch Schwingungen
oder Temperaturschwankungen auch langfristig verhindert werden. Hierdurch wird eine
besonders gute Haltbarkeit, insbesondere adhäsive Haftung der Verbindung sowie eine
besonders gute Geräuschminderung erreicht.
[0030] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Bauteil ein Wandungsteil
zum Begrenzen einer Spülkammer der Geschirrspülmaschine. Unter einer Spülkammer wird
eine Kammer der Geschirrspülmaschine verstanden, welche zur Aufnahme von Spülgut,
insbesondere von Geschirr, während eines Spülgangs, auch Spülprozess genannt, vorgesehen
ist. Üblicherweise ist die Spülkammer in einem kastenförmigen Spülbehälter angeordnet,
der aus mehreren Wandungsteilen zusammengesetzt sein kann. Beispielsweise kann der
Spülbehälter ein erstes Wandungsteil umfassen, welches als Spülbehälterhaube ausgebildet
ist und eine erste Seitenwand, eine zweite Seitenwand und eine Decke des Spülbehälters
bildet, so dass die Spülkammer nach zwei gegenüberliegenden Seiten und nach oben begrenzt
ist. Ein zweites Wandungsteil des Spülbehälters kann als Rückwand ausgebildet sein
und die Spülkammer nach einer dritten Seite begrenzen. Weiterhin kann der Spülbehälter
ein drittes Wandungsteil umfassen, welches als Bodenwanne, auch Spülwanne genannt,
ausgebildet ist und welches die Spülkammer nach unten begrenzt. Die verbleibende Seite
des Spülbehälters kann durch eine bewegliche Tür verschließbar sein, welche ein als
Innentür ausgebildetes viertes Wandungsteil aufweist, welches bei geschlossener Tür
die Spülkammer zur vierten Seite begrenzt. Es sind aber auch andere Anordnungen von
Wandungsteilen denkbar. Beispielsweise könnte die Tür an der Oberseite der Spülkammer
vorgesehen sein, so dass die Spülkammer von oben her beladbar ist.
[0031] Die die Spülkammer begrenzenden Wandungsteile sind üblicherweise dünnwandig ausgeführt.
So sind, je nach Material, Wandstärken beispielsweise im Bereich von 0,3 bis 2 mm
üblich. Dabei werden die Wandungsteile während der Durchführung eines Spülgangs an
ihrer Innenseite mit umgewälzter Spülflüssigkeit oder Sprühstrahlen von Spülflottenflüssigkeit
beaufschlagt, so dass sie besonders stark zu Schwingungen angeregt werden, welche
unerwünschte Geräusche verursachen können. Indem nun auf eines oder mehrere der Wandungsteile
wenigstens eine Bitumenmatte mittels einer Klebeschicht aus einem reaktiv ausgehärteten
bituminösen Gemisch aufgeklebt ist, kann die Geräuschabgabe der Geschirrspülmaschine
wesentlich verringert werden.
[0032] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die Klebeschicht durch wenigstens
ein an dem Bauteil abstehendes Begrenzungselement seitlich begrenzt. Auf diese Weise
kann verhindert werden, dass das bituminöse Gemisch vor dem vollständigen Aushärten
parallel zur Oberfläche des Bauteils wegfließt oder gar von diesem abtropft. Zudem
kann so die Kontaktfläche vom Bauteil mit der Klebeschicht vergrößert werden, so dass
die Verbindung von Bauteil und Klebeschicht belastbarer wird. Dabei kann vorgesehen
sein, dass die Klebeschicht durch das wenigstens eine abstehende Begrenzungselement
teilweise berandet oder vollständig umrandet ist. Das Begrenzungselement kann insbesondere
als Steg ausgebildet sein, dessen Höhe die Höhe der Klebeschicht überragen kann, wodurch
die Bitumenmatte an ihrem Rand gegen äußere Einwirkungen, beispielsweise bei der Herstellung
der Geschirrspülmaschine, geschützt sein kann.
[0033] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist die jeweilige Bitumenmatte
auf eine dreidimensional strukturierte Fläche des Bauteils aufgeklebt. Hierdurch kann
die Kontaktfläche vom Bauteil mit der Klebeschicht weiter vergrößert werden, so dass
die Verbindung von Bauteil und Klebeschicht noch belastbarer wird. Die strukturierte
Fläche kann eine Prägung, beispielsweise in Form von Waben, aufweisen, welche insbesondere
dann einfach herstellbar ist, wenn das Bauteil ein Kunststoffteil oder gegebenenfalls
auch ein Blechbauteil ist.
[0034] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die strukturierte Fläche
wenigstens einen Steg und/oder wenigstens eine Rille oder eine sonstige Vertiefung
und/oder Erhöhung auf. Diese bewirken eine dreidimensional strukturierte Oberfläche
und können insbesondere an Gussteilen, insbesondere Kunststoff-Spritzgussteilen in
einfacher Weise ausgebildet werden. Es sind also zweckmäßigerweise mechanische Hilfsmittel
wie zum Beispiel Vertiefungen und/oder Erhöhungen auf der mit dem Klebemittel zu beschichtenden
Oberfläche des mit der Bitumenmatte zu belegenden Bauteils vorgesehen. Dies können
insbesondere Rippen, Vorsprünge, Stege, Sicken, Rollen, Nuten, Hinterschnitte und
so weiter sein. Die mit Klebemittel zu beschichtende Oberfläche des jeweiligen, mit
mindestens einer Bitumenmatte zu belegenden Bauteils weist also verallgemeinert ausgedrückt
zweckmäßigerweise eine dreidimensionale strukturierte Oberfläche auf.
[0035] Nach einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist das Bauteil durch eine Schichtanordnung
entdröhnt und/oder schallgedämmt, welche ausschließlich durch die jeweilige Bitumenmatte
und die Klebeschicht gebildet ist. Hierdurch kann eine wirksame und dauerhafte Entdröhnung
und/oder Schallbedämmung des Bauteils auf einfache Weise bewirkt werden. Grundsätzlich
wäre es aber möglich, mehrere Klebeschichten und Bitumenmatten stapelartig beziehungsweise
übereinander anzuordnen. Auch können auf das jeweilig zu entdröhnende und/oder schallzudämmende
Bauteil mehrere Bitumenmatten nebeneinander mit und ohne Abstand zueinander mittels
des reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemischs aufgeklebt sein.
[0036] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Bitumenmatte eine
maximale Dicke in einem Bereich von 0,8 bis 8 mm, bevorzugt in einem Berech von 1,2
bis 6 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 1,6 bis 4 mm, auf. In den genannten
Bereichen kann bei geringem Materialeinsatz eine ausreichende Entdröhnung und/oder
Schallbedämmung von Bauteilen der Geschirrspülmaschine erzielt werden. Dabei kann
die Bitumenmatte eine gleichbleibende Dicke oder eine variable Dicke aufweisen.
[0037] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Klebeschicht eine
maximale Dicke in einem Bereich von 0,1 bis 6 mm, bevorzugt in einem Bereich von 0,2
bis 3 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich von 0,4 bis 1,5 mm, auf. In den genannten
Bereichen ist die Klebeschicht hinreichend dick, um auch bei ungewollten Unebenheiten
und/oder bei einer gewollten dreidimensionalen Strukturierung der Oberfläche des Bauteils
und/oder der Oberfläche der Bitumenmatte einen vollflächigen Kontakt der Klebeschicht
mit dem Bauteil und/oder mit der jeweiligen Bitumenmatte zu erzielen. Hierdurch wird
eine besonders stabile Anordnung mit besonders guter Entdröhnwirkung und/ oder Schallbedämmungswirkung
erreicht. Dabei wird gleichzeitig ein überhöhter Materialeinsatz vermieden.
[0038] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist die Klebeschicht hergestellt,
indem gebrauchsfähiges, fließfähiges und aushärtungsfähiges bituminöses Gemisch auf
das Bauteil und/oder auf die Bitumenmatte aufgebracht ist, und indem vor dem Aushärten
des bituminösen Gemischs das Bauteil und die Bitumenmatte zusammengefügt sind. Ein
gebrauchsfähiges, fließfähiges und aushärtungsfähiges bituminöses Gemisch umfasst
sämtliche notwendigen Bestandteile, um in flüssiger Form, gegebenenfalls in zähflüssiger
oder weich verformbarer Form, auf das Bauteil und/oder auf die Bitumenmatte aufgebracht
werden zu können, und um aushärten zu können. Hierdurch kann die Klebeschicht durch
lediglich einmaliges Auftragen von Material hergestellt werden. Im Vergleich zu Lösungen,
bei denen einzelne Bestandteile der bituminösen Mischung nacheinander aufgetragen
werden, kann zudem eine gleichmäßigere Durchmischung der Bestandteile bewirkt werden.
[0039] Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung ist das gebrauchsfähige, fließfähige
und aushärtungsfähige bituminöse Gemisch hergestellt, indem eine Mischung aus mindestens
einer ersten Komponente und aus mindestens einer zweiten Komponente gebildet ist,
- wobei die erste Komponente ein Basisbindemittel, ein Fluxöl und einen Reaktivzusatz
enthält, welche so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Aktivator erforderlich
ist, und wobei die zweite Komponente den Aktivator enthält; oder
- wobei die erste Komponente ein Basisbindemittel und ein Fluxöl enthält, welche so
aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Reaktivzusatz erforderlich ist,
und wobei die zweite Komponente den Reaktivzusatz enthält; oder
- wobei die erste Komponente ein Basisbindemittel und ein Fluxöl enthält, welche so
aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Reaktivzusatz und ein Aktivator
erforderlich ist, und wobei die zweite Komponente den Reaktivzusatz und den Aktivator
enthält.
[0040] Auf diese Weise wird das gebrauchsfähige, fließfähige und aushärtungsfähige bituminöse
Gemisch jeweils durch Mischung zweier Komponenten hergestellt, welche getrennt voneinander
längere Zeit lagerbar sind. Das gebrauchsfähige, fließfähige und aushärtungsfähige
bituminöse Gemisch kann dabei unmittelbar vor dem Aufbringen auf das Bauteil und/oder
auf die Bitumenmatte durch einfaches Mischen der Komponenten hergestellt werden, wodurch
das Aushärten einsetzt. Probleme durch zu frühes Aushärten können so vermieden werden.
[0041] Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Geschirrspülmaschine,
insbesondere der vorbeschriebenen Art, mit wenigstens einem Bauteil, welches mit einer
insbesondere vorkonfektionierten Bitumenmatte zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung
des Bauteils versehen wird, wobei die Bitumenmatte mittels mindestens einer Klebeschicht
auf das Bauteil aufgeklebt wird.
[0042] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist vorgesehen, dass das Bauteil aus einem Kunststoff,
insbesondere aus Polypropylen, hergestellt wird und dass die mindestens eine Klebeschicht
aus einem reaktiv aushärtungsfähigen bituminösen Gemisch besteht.
[0043] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht eine einfache, schnelle und sichere Herstellung
der erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine.
[0044] Die in den abhängigen Ansprüchen wiedergegebenen und/oder vorstehend erläuterten
vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung können einzeln oder in beliebiger Kombination
vorgesehen sein.
[0045] Die Erfindung und ihre Weiterbildungen sowie deren Vorteile sind nachfolgend anhand
von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Figur 1
- ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel eines Spülbehälters mit einer ihm zugeordneten
Tür für eine erfindungsgemäße Haushaltsgeschirrspülmaschine in einer schematischen
räumlichen Ansicht;
- Figur 2
- eine detailliertere Teildarstellung der Geschirrspülmaschine der Figur 1, wobei ein
Teil einer Bodenwanne des Spülbehälters und ein Teil einer mittels einer Klebeschicht
aufgeklebten Bitumenmatte dargestellt ist; und
- Figur 3
- eine Darstellung zur Veranschaulichung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur
Herstellung der Geschirrspülmaschine der Figuren 1 und 2.
[0046] In den folgenden Figuren sind einander entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen
versehen. Dabei sind nur diejenigen Bestandteile einer Geschirrspülmaschine mit Bezugszeichen
versehen und erläutert, welche für das Verständnis der Erfindung erforderlich sind.
Es versteht sich von selbst, dass die erfindungsgemäße Geschirrspülmaschine weitere
Teile und Baugruppen umfassen kann.
[0047] Figur 1 zeigt einen kastenförmigen Spülbehälter 1 eines Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Geschirrspülmaschine. Der Spülbehälter 1 umfasst ein erstes, U-förmiges
Wandungsteil 2, welches eine erste Seitenwand 3, eine zweite Seitenwand 4 und eine
Decke 5 des kastenförmigen Spülbehälters 1 bildet. Ein derartiges erstes Wandungsteil
2 wird auch als Spülbehälterhaube bezeichnet. Ein zweites Wandungsteil 6 des Spülbehälters
1 ist als Rückwand ausgebildet. Ebenso weist der Spülbehälter 1 als drittes Wandungsteil
7 eine Bodenwanne auf. Die Spülbehälterhaube 2 und die Rückwand 6 sind jeweils als
Stanzbiegeteil aus Edelstahlblech ausgebildet. Demgegenüber handelt es sich bei der
Bodenwanne 7 um ein Spritzgussteil aus Kunststoff, insbesondere Polypropylen. Die
Bodenwanne kann vorzugsweise Decken-Bestandteil einer Bodenbaugruppe oder eines Basisträgers
sein, die oder der unterhalb der U-förmigen Spülbehälterhaube angeordnet ist.
[0048] Um eine offene Seite des Spülbehälters 1 verschließen zu können, ist dem Spülbehälter
1 eine bewegbare Tür 8 zugeordnet, welche als viertes Wandungsteil 9 eine Innentür
aufweist, die ebenfalls ein Stanzbiegeteil aus Edelstahlblech sein kann. Die Tür 8
ist in Figur 1 in einer Offen-Stellung gezeigt und kann durch Verschwenken in eine
Geschlossen-Stellung überführt werden, so dass eine geschlossene Spülkammer 10 entsteht,
in der Spülgut, beispielsweise Geschirr, durch Beaufschlagung mit einer Spülflüssigkeit
gereinigt werden kann. Die Spülkammer 10 ist dabei durch die Innenseiten der Wandungsteile
2, 6, 7, 9 begrenzt, so dass ein unkontrollierter Austritt von Spülflüssigkeit vermieden
ist. Die Anordnung der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 ist dabei beispielhaft, wobei auch
andere Anordnungen von Wandungsteilen denkbar sind. Beispielsweise könnte eine Tür
an der Oberseite der Spülkammer 10 vorgesehen sein, so dass die Spülkammer 10 von
oben her beladbar ist. Ebenso könnte die Spülkammer 10 in einem Spülbehälter angeordnet
sein, der als ausziehbare Schublade ausgeführt ist.
[0049] Die den Spülbehälter begrenzenden Wandungsteile 2, 6, 7, 9 sind während der Durchführung
eines Spülgangs an ihrer Innenseite mit umgewälzter Spülflüssigkeit, insbesondere
mit Sprühstrahlen aus Sprühdüsen von im Inneren des Spülbehälters angeordneten Sprühvorrichtungen,
wie zum Beispiel rotierenden Sprüharmen beaufschlagt, so dass sie jeweils zu Schwingungen
angeregt werden können, welche unerwünschte Geräusche verursachen können. Es ist aber
auch möglich, dass derartige Schwingungen durch nicht gezeigte Aktoren der Geschirrspülmaschine,
wie beispielsweise Pumpen, Gebläse oder Ähnliches, erzeugt werden. Da die Wandungsteile
2, 6, 7, 9 dünnwandig ausgeführt sind, kann sich eine besonders starke Geräuschentwicklung
ergeben.
[0050] Um nun eine störende Geräuschentwicklung zu verhindern oder wenigstens zu verringern,
ist eine Entdröhnung und/oder Schallbedämmung der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 mittels
vorzugsweise vorkonfektionierter Bitumenmatten 11a-11f vorgesehen.
[0051] Die Bitumenmatten 11a-11f sind Matten, welche insbesondere unter Verwendung eines
Bindemittels aus Bitumen, auch Erdpech genannt, oder aus bitumenartigen Bindemitteln,
wie beispielsweise Polymerbitumen, Teere, Peche und/oder Destillationsrückstände von
Fetten und Ölen, hergestellt sind. Der Begriff "vorkonfektioniert" bedeutet dabei,
dass die jeweilige Bitumenmatte 11a-11f zunächst unabhängig vom Bauteil, für welches
sie vorgesehen ist, hier also unabhängig von den Wandungsteilen 2, 6, 7, 9, als Halbzeug
mit definierten Abmessungen, Dicke und/oder Geometrieform gefertigt wird, um sie dann
an dem jeweiligen Bauteil 2, 6, 7, 9 befestigen zu können. Eine vorkonfektionierte
Bitumenmatte 11a-11f kann beispielsweise hergestellt werden, indem ein Stück der gewünschten
Größe aus einer vorzugsweise planflächigen Basismatte ausgeschnitten oder ausgestanzt
wird.
[0052] Die Entdröhnung und/oder Schallbedämmung der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 wird nun insbesondere
dadurch erreicht, dass mittels der Bitumenmatten 11 a-11f jeweils eine zusätzliche
Masse auf das typischerweise dünnwandige Wandungsteil 2, 6, 7, 9, aufgebracht wird,
so dass die Frequenzen der auftretenden Schwingungen kleiner werden, so dass die entstehenden
Geräusche weniger störend sind. Zudem kann durch innere Reibung in den Bitumenmatten
zumindest ein Teil der Schwingungsenergie in Wärme umgewandelt werden, so dass die
Intensität der erzeugten Geräusche abnimmt. Die Bitumenmatten 11a-11f sind zweckmäßigerweise
an von der Spülkammer wegweisenden Oberflächen der Wandungsteile 2, 6, 7, 9 angebracht,
so dass die Bitumenmatten nicht mit Spülflüssigkeit beaufschlagt werden.
[0053] Im Ausführungsbeispiel ist eine erste Bitumenmatte 11a zur Entdröhnung und/oder Schalldämmung
beziehungsweise Schallbedämmung der Bodenwanne 7 vorgesehen. Die erste Bitumenmatte
11a weist beispielhaft einen rechteckigen Umriss und eine kreisförmige Öffnung für
einen nur angedeuteten Pumpentopf 12 der Geschirrspülmaschine auf. Eine zweite rechteckige
Bitumenmatte 11 b ist zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung der Innentür 9 und
eine dritte rechteckige Bitumenmatte 11c zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung
der Rückwand 6 vorgesehen. Die Spülbehälterhaube 2 ist mittels einer vierten Bitumenmatte
11 d, welche im Bereich der ersten Seitenwand 3 angeordnet ist, mittels einer fünften
Bitumenmatte 11e, welche im Bereich der zweiten Seitenwand 4 angeordnet ist, und mittels
einer sechsten Bitumenmatte 11f, welche im Bereich der Decke 5 angeordnet ist, entdröhnt
und/oder schallgedämmt. Die jeweilige Bitumenmatte ist dabei jeweils auf der dem Spülkammerinneren
10 des Spülbehälters 1 abgewandten Außenoberfäche, das heißt auf der dem Inneren des
Spülbehälters abgewandten Seite, der jeweiligen Spülbehälterwandung und/oder der Innentür
9 vollflächig aufsitzend verklebt.
[0054] Figur 2 zeigt beispielhaft eine detailliertere Teildarstellung der Geschirrspülmaschine
der Figur 1, wobei ein Teil einer Bodenwanne 7 des Spülbehälters 1 und ein Teil einer
mittels einer Klebeschicht 13 aufgeklebten Bitumenmatte 11a dargestellt ist. Die folgenden
Erläuterungen zur Befestigung der Bitumenmatte 11a mittels der Klebeschicht 13 an
der Bodenwanne 7 gelten sinngemäß auch für die Befestigung der Bitumenmatten 11b-11f
an den anderen zu entdröhnenden und/oder schallzudämmenden Bauteilen 2, 6, 9.
[0055] Erfindungsgemäß ist eine Klebeschicht 13 aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch zum Befestigen der jeweiligen, vorzugsweise vorkonfektionierten, Bitumenmatte
11a an der Bodenwanne 7 vorgesehen. Diese Bodenwanne ist hier aus Kunststoff, insbesondere
Polypropylen (PP) hergestellt.
[0056] Reaktiv aushärtbare bituminöse Gemische umfassen dabei insbesondere wenigstens ein
Basisbindemittel aus Bitumen, auch Erdpech genannt, oder aus bitumenartigen Bindemitteln,
welches bei einer vorgesehenen Verarbeitungstemperatur eine derart hohe Viskosität
aufweist, dass es sich nahezu wie ein Festkörper verhält.
[0057] Um nun das bituminöse Gemisch zu einer Klebeschicht formen zu können, enthält es
zweckmäßigerweise wenigstens ein Fluxmittel, welches die Viskosität des Gemischs soweit
senkt, dass es bei der vorgesehenen Verarbeitungstemperatur fließfähig ist, sich also
wie eine Flüssigkeit oder zähflüssige oder weich verformbare Masse verhält. Fluxmittel
sind dabei vorzugsweise schwerflüchtige Lösemittel, welche auch nach dem Aushärten
des bituminösen Gemischs im bituminösen Gemisch verbleiben, also nicht ausdunsten.
[0058] Um nun zu bewirken, dass das bituminöse Gemisch nach der Formung der Klebeschicht
aushärtet, wird dem Gemisch vor der Formung der Klebeschicht zweckmäßigerweise wenigstens
ein Reaktivzusatz zur Erzeugung einer die Viskosität des Gemischs erhöhenden physikalischen
und/oder chemischen Wirkung zugegeben. Dabei kann die Wirkung des Reaktivzusatzes
selbsttätig von dem Reaktivzusatz oder durch die zusätzliche Zugabe wenigstens eines
Aktivators in Gang gesetzt werden.
[0059] Der Reaktivzusatz kann, gegebenenfalls im Zusammenwirkung mit dem Aktivator, insbesondere
die Wirkung des Fluxmittels vorzugsweise irreversibel aufheben, beispielsweise durch
Vernetzung, Fällung oder durch Bindung an das Basisbindemittel.
[0060] Die Klebeschicht 13 ist zweckmäßigerweise durch wenigstens ein an der Unterseite
der Bodenwanne 7, das heißt auf der dem Spülkammerinneren abgewandten Seite der Bodenwanne,
abstehendes Begrenzungselement 14 seitlich begrenzt. Auf diese Weise kann verhindert
werden, dass das bituminöse Gemisch vor dem vollständigen Aushärten parallel zur Außenoberfläche
der Bodenwanne 7 wegfließt. Zudem kann so die gemeinsame Kontaktfläche der Bodenwanne
7 und der Klebeschicht 13 vergrößert werden, so dass die Verbindung von Bodenwanne
7 und Klebeschicht 13 belastbarer wird. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Klebeschicht
13 durch das wenigstens eine abstehende Begrenzungselement 14 teilweise berandet oder
vollständig umrandet ist. Das Begrenzungselement 14 kann insbesondere als Steg 14
ausgebildet sein, dessen Höhe die Höhe der Klebeschicht 13 überragen kann, wodurch
die Bitumenmatte 11a an ihrem Rand gegen äußere Einwirkungen, beispielsweise bei der
Herstellung der Geschirrspülmaschine, geschützt sein kann.
[0061] Zweckmäßigerweise ist die Bitumenmatte 11a auf eine dreidimensional strukturierte
Fläche der Bodenwanne 7 aufgeklebt. Hierdurch kann die Kontaktfläche der Bodenwanne
7 mit der Klebeschicht 13 weiter vergrößert werden, so dass die Verbindung von Bodenwanne
7 und Klebeschicht 13 noch belastbarer wird.
[0062] Dabei weist die strukturierte Fläche im Ausführungsbeispiel Stege 15 auf. Die Stege
15 bewirken eine dreidimensionale Strukturierung der Oberfläche und können insbesondere
an Spritzgussteilen, wie beispielsweise der Bodenwanne 7, einfach ausgebildet werden.
Alternativ könnten zur Strukturierung der Oberfläche auch eine oder mehrere Rillen
vorgesehen sein. Verallgemeinert ausgedrückt können also zweckmäßigerweise eine oder
mehrere Vertiefungen und/oder Erhöhungen auf der mit der Bitumenmatte zu belegenden
Oberfläche des jeweiligen Bauteils, wie hier der Unterseite der Bodenwanne, vorgesehen
sein.
[0063] Da die Bodenwanne 7 ein Kunststoffteil 7, insbesondere aus Polypropylen, ist, kann
die Haftfähigkeit des reaktiv ausgehärteten bituminösen Gemischs auf Kunststoff genutzt
werden, um eine besonders stabile Verbindung zwischen der Bodenwanne 7 und der Bitumenmatte
11a zu erzeugen. Die Klebeschicht 13 aus dem reaktiv aushärtenden bituminösen Gemisch
ist für die Bodenwanne 7 aus Kunststoff besonders gut geeignet, da das Aufkleben der
Bitumenmatte 11a bei Temperaturen erfolgen kann, welche geringer als bei der Verwendung
eines Heißklebers und insbesondere geringer als die Verformungs- oder gar Schmelztemperatur
des Kunststoffbauteils der Bodenwanne sind, so dass temperaturbedingte Verformungen
oder Beschädigungen des Kunststoffs der Bodenwanne vermieden werden können. Nach dem
Aushärtungsvorgang ist eine materialinnige bzw. stoffschlüssige Verbindung zwischen
der Bitumenmatte, der Klebeschicht und dem jeweilig zu entdröhnenden und/oder schallzudämmenden
Bauteil, insbesondere Kunststoffbauteil hergestellt.
[0064] Vorteilhafterweise ist die Bodenwanne 7 durch eine Schichtanordnung von dem Sammelbehälterinneren
nach außen betrachtet, entdröhnt und/oder schallgedämmt, welche ausschließlich durch
die Bitumenmatte 11a und die Klebeschicht 13 gebildet ist. Hierdurch kann eine wirksame
und dauerhafte Entdröhnung und/oder Schallbedämmung der Bodenwanne 7 auf einfache
Weise bewirkt werden. Grundsätzlich wäre es aber möglich, mehrere Klebeschichten 13
und Bitumenmatten 11a stapelartig beziehungsweise übereinander geschichtet außen auf
der unterseitigen Oberfläche der Bodenwanne anzuordnen. Auf dieselbe Art und Weise
kann selbstverständlich jeweils eine Bitumenmatte auch auf der außenseitigen Oberfläche
der Innentür und/oder den übrigen Wandungen des Spülbehälters mittels eines reaktiv
aushärtungsfähigen bituminösen Gemischs ("Reaktivbitumen"), insbesondere vollflächig
aufsitzend, aufgeklebt werden. Das reaktiv aushärtungsfähige bituminöse Gemisch fungiert
dabei als Klebemittelschicht zwischen dem mit einer Bitumenmatte zu belegenden Bauteil
und der auf diesem außen aufsitzenden Bitumenmatte.
[0065] Bevorzugt weist die Bitumenmatte 11a eine maximale Dicke DBM in einem Bereich von
0,8 bis 8 mm, bevorzugt in einem Bereich von 1,2 bis 6 mm, besonders bevorzugt in
einem Bereich von 1,6 bis 4 mm, auf. In den genannten Bereichen kann bei geringem
Materialeinsatz eine ausreichende Entdröhnung und/oder Schallbedämmung der Bodenwanne
7 der Geschirrspülmaschine erzielt werden. Dabei kann die Bitumenmatte 11a wie gezeigt
eine gleichbleibende Dicke oder aber eine variable Dicke aufweisen.
[0066] Vorteilhafterweise weist die Klebeschicht 13 eine maximale Dicke DKS in einem Bereich
von 0,1 bis 6 mm, bevorzugt in einem Bereich von 0,2 bis 3 mm, besonders bevorzugt
in einem Bereich von 0,4 bis 1,5 mm, auf. In den genannten Bereichen ist die Klebeschicht
13 hinreichend dick, um auch bei ungewollten Unebenheiten und/oder bei einer gewollten
dreidimensionalen Strukturierung der Oberfläche der Bodenwanne 7 und/oder der Oberfläche
der Bitumenmatte 11 a einen vollflächigen Kontakt der Klebeschicht 13 mit der Bodenwanne
7 und/oder mit der Bitumenmatte 11a zu erzielen. Hierdurch wird eine besonders stabile
Anordnung mit besonders gute Entdröhnwirkung erreicht. Dabei wird gleichzeitig ein
überhöhter Materialeinsatz vermieden.
[0067] Figur 3 zeigt eine Darstellung zur Veranschaulichung eines Verfahrens und einer Vorrichtung
zur Herstellung der Geschirrspülmaschine der Figuren 1 und 2 nach dem erfindungsgemäßen
Prinzip:
Hier in Figur 3 ist beispielhaft vorgesehen, dass die vorzugsweise vorkonfektionierte
Bitumenmatte 11a mittels einer Klebeschicht 13 aus einem reaktiv aushärtungsfähigen
bituminösen Gemisch auf die Bodenwanne 7 aufgeklebt wird.
[0068] Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst hierzu Mittel 16 zum Aufbringen eines reaktiv
aushärtungsfähigen bituminösen Gemischs FAB auf die Bitumenmatte 11a, das vorzugsweise
im gebrauchsfertigen Zustand fließfähig ist. Alternativ oder zusätzlich ist es vor
allem zweckmäßig, Mittel zum Aufbringen des gebrauchsfertigen, fließfähigen und reaktiv
aushärtungsfähigen bituminösen Gemischs FAB auf die Bodenwanne 7 vorzusehen.
[0069] Die Mittel 16 zum Aufbringen eines gebrauchsfertigen, fließfähigen und reaktiv aushärtungsfähigen
bituminösen Gemischs FAB umfassen im Ausführungsbeispiel einen ersten Behälter 17
zur Aufnahme einer ersten lagerfähigen Komponente K1 des reaktiv aushärtungsfähigen
bituminösen Gemischs sowie einen zweiten Behälter 18 zur Aufnahme einer zweiten lagerfähigen
Komponente K2 des reaktiv aushärtungsfähigen bituminösen Gemischs.
[0070] Dabei kann die erste Komponente K1 ein Basisbindemittel, ein Fluxöl und einen Reaktivzusatz
enthalten, welche insbesondere so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten
ein Aktivator erforderlich ist, wobei die zweite Komponente K2 den Aktivator enthält.
[0071] Alternativ kann die erste Komponente K1 ein Basisbindemittel und ein Fluxöl enthalten,
welche so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Reaktivzusatz erforderlich
ist, wobei die zweite Komponente K2 den Reaktivzusatz enthält. Gemäß einer weiteren
Alternative kann die erste Komponente K1 ein Basisbindemittel und ein Fluxöl enthalten,
welche so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Reaktivzusatz und ein
Aktivator erforderlich ist, wobei die zweite Komponente K2 den Reaktivzusatz und den
Aktivator enthält.
[0072] In allen genannten Fällen ist es nun möglich, durch Mischen der ersten Komponente
K1 und der zweiten Komponente K2 ein gebrauchsfähiges, fließfähiges und aushärtungsfähiges
bituminöse Gemisch FAB herzustellen. Ein gebrauchsfähiges, fließfähiges und aushärtungsfähiges
bituminöses Gemisch FAB umfasst sämtliche notwendigen Bestandteile, um in flüssiger
Form, gegebenenfalls in zähflüssiger Form oder weich verformbarer Form, auf die Unterseite
der Bodenwanne 7 und/oder auf die der Bodenwanne zugewandten Seite der Bitumenmatte
11a aufgebracht werden zu können, und um aushärten zu können. Hierdurch kann die Klebeschicht
13 durch lediglich einmaliges Auftragen von Material hergestellt werden.
[0073] Hierbei weist die erfindungsgemäße Vorrichtung einen Mischer 19 zum Mischen der ersten
Komponente K1 und der zweiten Komponente K2 auf, der so mit dem ersten Behälter 17
verbunden ist, dass ihm die erste Komponente K1 zuführbar ist, und der so mit dem
zweiten Behälter 18 verbunden ist, dass ihm die zweite Komponente K2 ebenfalls zuführbar
ist. Das so hergestellte gebrauchsfähige, fließfähige und reaktiv aushärtungsfähige
bituminöse Gemisch FAB kann dann einer Auftragseinrichtung, insbesondere Sprüheinrichtung
20 zum Auftragen, insbesondere Aufsprühen des fließfähigen bituminösen Gemischs FAB
auf die unterseitige Außenoberfläche der umgedrehten Bodenwanne und/oder auf die Klebeseite
der aufzulegenden Bitumenmatte 11a zugeführt werden. Zum Beschichten mit diesem Klebemittel
wird dabei die Bodenwanne beziehungsweise das Bodenträgerteil mit der Bodenwanne zweckmäßigerweise
um etwa 180° gegenüber ihrer späteren Einbaulage in der fertig montierten Geschirrspülmaschine
umgedreht, das heißt ihre Unterseite liegt zum Auftragen, insbesondere Aufsprühen
des fließfähigen, unausgehärteten bituminösen Gemischs oben. Die Auftragseinrichtung,
insbesondere Sprüheinrichtung 20 kann wenigstens eine nicht gezeigte Düse zum Auftragen,
insbesondere Aufsprühen des gebrauchsfähigen, fließfähigen und aushärtungsfähigen
bituminösen Gemischs FAB auf die Bodenwanne und/oder die Bitumenmatte aufweisen. Hierdurch
kann ein gleichmäßiger Auftrag gewährleistet werden. Denkbar sind jedoch auch Mittel
zum Bestreichen der Bodenwanne 7 und/oder der Bitumenmatte 11a mit dem fließfähigen
bituminösen Gemisch FAB, wie beispielsweise Walzen, Pinsel oder Spachteln. Auch Strangpressen
von ein oder mehreren Bitumenmasse- Wülste oder -Raupen kann zweckmäßig sein.
[0074] Die Bitumenmatte 11a wird der Sprüheinrichtung 20 durch ein Handhabungsmittel 21
zum Handhaben der Bitumenmatte 11a vorgelegt. Dabei kann die zu beklebende Bodenwanne
7 zusätzlich oder unabhängig hiervon durch ein Handhabungsmittel 22 zum Handhaben
der Bodenwanne 7 bereitgehalten und/oder der Auftragseinrichtung, insbesondere Sprüheinrichtung
20 zugeführt beziehungsweise vorgelegt werden. Die Handhabungsmittel 21 und 22 der
beispielhaften erfindungsgemäßen Vorrichtung sind dabei so ausgebildet, dass sie relativ
zueinander beweglich sind. Dabei ist es möglich, die mit dem fließfähigen bituminösen
Gemisch FAB versehene Bitumenmatte 11a und die Bodenwanne 7 zusammenzufügen. Im Beispiel
der Figur 3 wird hierzu dass Handhabungsmittel 21, wie durch die Pfeile P1 und P2
angedeutet, in Richtung des ortsfesten Handhabungsmittels 22 bewegt. Es wäre aber
auch möglich, ausschließlich das Handhabungsmittel 22 oder beide Handhabungsmittel
21 und 22 zum Zusammenfügen der Bitumenmatte 11a und der Spülwanne 7 zu bewegen.
[0075] Die Vorrichtung kann insbesondere vollautomatisiert sein und beispielsweise durch
einen Industriecomputer gesteuert sein.
[0076] Die Erfindung beruht insbesondere darauf, dass sich Reaktivbitumen überraschenderweise
als Dickschichtkleber zur Aufbringung von, insbesondere vorkonfektionierten, Bitumenmatten
auf Bauteile, insbesondere auf Kunststoffbauteile, einer Geschirrspülmaschine eignet.
Dabei sind in vielen Fällen keine Vorbehandlungsmethoden wie beispielsweise Beflammen,
Plasmatieren und so weiter, notwendig. Der Haftkleber besitzt zudem sehr gute Dämpfungseigenschaften
zur Schwingungsreduzierung, was dem Ziel der Geräuschreduzierung zusätzlich zur Geräuschreduzierung
durch die Bitumenmatte entgegenkommt. Die Applikation ist in vorteilhafter Weise insbesondere
in einem Zweikomponenten-Verfahren maschinell möglich.
[0077] Durch die Anbringung von Erhöhungen wie zum Beispiel Rippen und/oder Vertiefungen
wie zum Beispiel Nuten oder Rillen lassen sich die Kontaktflächen der Klebeverbindung
vergrößern.
[0078] Es können sich insbesondere folgende Vorteile ergeben:
- a. Sehr gute Haftungseigenschaften auf Polypropylen,
- b. Keine Vorbehandlungsmethoden erforderlich,
- c. Sehr gute Dämpfungseigenschaften zur Schwingungsreduzierung,
- d. Maschinelle Kleberapplikation möglich,
- e. Zusätzliche Haftungsflächen,
- f. Eventuelle zusätzliche mechanische Sicherung integrierbar.
[0079] Insbesondere kann durch das reaktive bituminöse Gemisch, das heißt das "Reaktivbitumen"
eine Dickschicht gebildet sein, mit deren Hilfe sich in vorteilhafter Weise Unebenheiten
auf dem mit ein oder mehreren Bitumenmatten zu belegenden Bauteil ausgleichen lassen,
so dass eine weitgehend vollflächige Anhaftung der Bitumenmatte auf der zu belegenden
Oberfläche des jeweiligen Bauteils sichergestellt ist.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 1
- Spülbehälter
- 2
- Bauteil, erstes Wandungsteil, Spülbehälterhaube
- 3
- Seitenwand
- 4
- Seitenwand
- 5
- Decke
- 6
- Bauteil, zweites Wandungsteil, Rückwand
- 7
- Bauteil, drittes Wandungsteil, Bodenwanne
- 8
- Tür
- 9
- Bauteil, viertes Wandungsteil, Innentür
- 10
- Spülkammer
- 11
- Bitumenmatte
- 12
- Pumpentopf
- 13
- Klebeschicht
- 14
- Begrenzungselement
- 15
- Steg
- 16
- Mittel zum Aufbringen des bituminösen Gemischs in fließfähigem und aushärtungsfähigem
Zustand
- 17
- Behälter für erste Komponente
- 18
- Behälter für zweite Komponente
- 19
- Mischer
- 20
- Auftragseinrichtung, insbesondere Sprüheinrichtung
- 21
- Mittel zum Handhaben der Bitumenmatte
- 22
- Mittel zum Handhaben des Bauteils
- DBM
- Maximale Dicke der Bitumenmatte
- DKS
- Maximale Dicke der Klebeschicht
- K1
- Erste Komponente
- K2
- Zweite Komponente
- FAB
- Fließfähiges und aushärtungsfähiges bituminöses Gemisch
1. Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine mit wenigstens einem
Bauteil (2, 6, 7, 9), welches mit mindestens einer insbesondere vorkonfektionierten
Bitumenmatte (11 a-f) zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung des Bauteils (2, 6,
7, 9) versehen ist, wobei die Bitumenmatte (11a-11f) mittels mindestens einer Klebeschicht
(13) auf das Bauteil (2, 6, 7, 9) aufgeklebt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (2, 6, 7, 9) ein Kunststoffteil, insbesondere aus Polypropylen, ist und
dass die mindestens eine Klebeschicht (13) aus einem reaktiv ausgehärteten bituminösen
Gemisch besteht.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil ein Wandungsteil (2, 6, 7, 9) zum Begrenzen einer Spülkammer (10) der
Geschirrspülmaschine ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) durch wenigstens ein an dem Bauteil (2, 6, 7, 9) abstehendes
Begrenzungselement (14) seitlich begrenzt ist.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bitumenmatte (11 a-11f) auf eine dreidimensional strukturierte Fläche des Bauteils
(2, 6, 7, 9) aufgeklebt ist.
5. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die strukturierte Fläche wenigstens einen Steg (15) und/oder wenigstens eine Rille
aufweist.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (2, 6, 7, 9) durch eine Schichtanordnung (11 a-11f, 13) entdröhnt und/oder
schallgedämmt ist, welche ausschließlich durch die Bitumenmatte (11a-11f) und die
Klebeschicht (13) gebildet ist.
7. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bitumenmatte (11a-11f) eine maximale Dicke (DBM) in einem Bereich von 0,8 bis
8 mm, bevorzugt in einem Bereich von 1,2 bis 6 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich
von 1,6 bis 4 mm, aufweist.
8. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) eine maximale Dicke (DKS) in einem Bereich von 0,1 bis 6 mm,
bevorzugt in einem Bereich von 0,2 bis 3 mm, besonders bevorzugt in einem Bereich
von 0,4 bis 1,5 mm, aufweist.
9. Geschirrspülmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebeschicht (13) hergestellt ist, indem ein gebrauchsfähiges, fließfähiges und
aushärtungsfähiges bituminöses Gemisch (FAB) auf das Bauteil (2, 6, 7, 9) und/oder
auf die Bitumenmatte (11a-11f) aufgebracht ist, und indem vor dem Aushärten des bituminösen
Gemischs (FAB) das Bauteil (2, 6, 7, 9) und die Bitumenmatte (11a-11f) zusammengefügt
sind.
10. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das gebrauchsfähige, fließfähige und aushärtungsfähige bituminöse Gemisch (FAB) hergestellt
ist, indem eine Mischung aus einer ersten Komponente (K1) und aus einer zweite Komponente
(K2) gebildet ist,
- wobei die erste Komponente (K1) ein Basisbindemittel, ein Fluxöl und einen Reaktivzusatz
enthält, welche so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Aktivator erforderlich
ist, und wobei die zweite Komponente (K2) den Aktivator enthält; oder
- wobei die erste Komponente (K1) ein Basisbindemittel und ein Fluxöl enthält, welche
so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Reaktivzusatz erforderlich
ist, und wobei die zweite Komponente (K2) den Reaktivzusatz enthält; oder
- wobei die erste Komponente (K1) ein Basisbindemittel und ein Fluxöl enthält, welche
so aufeinander abgestimmt sind, dass zum Aushärten ein Reaktivzusatz und ein Aktivator
erforderlich ist, und wobei die zweite Komponente (K2) den Reaktivzusatz und den Aktivator
enthält.
11. Verfahren zum Herstellen einer Geschirrspülmaschine, insbesondere nach einem der vorstehenden
Ansprüche, mit wenigstens einem Bauteil (2, 6, 7, 9), welches mit mindestens einer
insbesondere vorkonfektionierten Bitumenmatte (11a-11f) zur Entdröhnung und/oder Schallbedämmung
des Bauteils (2, 6, 7, 9) versehen wird, wobei die Bitumenmatte (11a-11f) mittels
mindestens einer Klebeschicht (13) auf das Bauteil (2, 6, 7, 9) aufgeklebt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (2, 6, 7, 9) aus einem Kunststoff, insbesondere aus Polypropylen, hergestellt
wird und dass die mindestens eine Klebeschicht (13) aus einem reaktiv aushärtungsfähigen
bituminösen Gemisch besteht.
1. Dishwasher, in particular domestic dishwasher having at least one component (2, 6,
7, 9) which is provided with at least one, in particular pre-assembled bitumen pad
(11a-f) for muffling and/or sound-proofing the component (2, 6, 7, 9), wherein the
bitumen pad (11a-11f) is adhered to the component (2, 6, 7, 9) by means of at least
one adhesive layer (13), characterised in that the component (2, 6, 7, 9) is a plastic part, in particular made of polypropylene,
and that the at least one adhesive layer (13) consists of a reactively cured bituminous
compound.
2. Dishwasher according to claim 1, characterised in that the component is a wall part (2, 6, 7, 9) for delimiting a washing chamber (10) of
the dishwasher.
3. Dishwasher according to claim 1 or 2, characterised in that the adhesive layer (13) is laterally delimited by at least one delimiting element
(14) protruding on the component (2, 6, 7, 9).
4. Dishwasher according to claim 1, 2 or 3, characterised in that the bitumen pad (11a-11f) is adhered to a three-dimensionally structured surface
of the component (2, 6, 7, 9).
5. Dishwasher according to claim 4, characterised in that the structured surface has at least one web (15) and/or at least one notch.
6. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the component (2, 6, 7, 9) is muffled and/or sound-proofed by a layered arrangement
(11a-11f, 13) which is formed exclusively by the bitumen pad (11a-11f) and the adhesive
layer (13).
7. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the bitumen pad (11a-11f) has a maximum thickness (DBM) in a range of 0.8 to 8 mm,
preferably in a range of 1.2 to 6 mm, particularly preferably in a range of 1.6 to
4 mm.
8. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the adhesive layer (13) has a maximum thickness (DKS) in a range of 0.1 to 6 mm,
preferably in a range of 0.2 to 3 mm, particularly preferably in a range of 0.4 to
1.5 mm.
9. Dishwasher according to one of the preceding claims, characterised in that the adhesive layer (13) is manufactured by a usable, flowable and curable bituminous
compound (FAB) being applied to the component (2, 6, 7, 9) and/or to the bitumen pad
(11a-11f) and by the component (2, 6, 7, 9) and the bitumen pad (11a-11f) being joined
before curing the bituminous compound (FAB).
10. Dishwasher according to claim 9,
characterised in that the usable, flowable and curable bituminous compound (FAB) is manufactured by a compound
being formed from a first component (K1) and from a second component (K2),
- wherein the first component (K1) contains a base binding agent, a flux oil and a
reactive supplement, which are attuned to one another such that an activator is required
for curing and wherein the second component (K2) contains the activator; or
- wherein the first component (K1) contains a base binding agent and a flux oil, which
are attuned to one another such that a reactive supplement is required for curing
and wherein the second component (K2) contains the reactive supplement; or
- wherein the first component (K1) contains a base binding agent and a flux oil, which
are attuned to one another such that a reactive supplement and an activator are required
for curing, and wherein the second component (K2) contains the reactive supplement
and the activator.
11. Method for manufacturing a dishwasher, in particular according to one of the preceding
claims, having at least one component (2, 6, 7, 9), which is provided with at least
one, in particular pre-assembled bitumen pad (11a-11f) for muffling and/or sound-proofing
the component (2, 6, 7, 9), wherein the bitumen pad (11a-11f) is adhered to the component
(2, 6, 7, 9) by means of at least one adhesive layer (13), characterised in that the component (2, 6, 7, 9) is manufactured from a plastic, in particular from polypropylene,
and the at least one adhesive layer (13) consists of a reactive, curable bituminous
compound.
1. Lave-vaisselle, notamment lave-vaisselle ménager, comprenant au moins un composant
(2, 6, 7, 9) qui est muni d'au moins un tapis en bitume (11a - f) notamment pré-confectionné,
destiné à l'élimination des vibrations et/ou à l'insonorisation du composant (2, 6,
7, 9), le tapis en bitume (11a - 11f) étant collé sur le composant (2, 6, 7, 9) au
moyen d'au moins une couche adhésive (13), caractérisé en ce que le composant (2, 6, 7, 9) est une pièce en matière plastique, notamment en polypropylène,
et en ce que l'au moins une couche adhésive (13) est constituée d'un mélange bitumineux durci
par réaction.
2. Lave-vaisselle selon la revendication 1, caractérisé en ce que le composant est une partie de paroi (2, 6, 7, 9) destinée à délimiter une chambre
de lavage (10) du lave-vaisselle.
3. Lave-vaisselle selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la couche adhésive (13) est latéralement délimitée par au moins un élément de délimitation
(14) faisant saillie du composant (2, 6, 7, 9).
4. Lave-vaisselle selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le tapis en bitume (11a - 11f) est collé sur une surface du composant (2, 6, 7, 9)
structurée de manière tridimensionnelle.
5. Lave-vaisselle selon la revendication 4, caractérisé en ce que la surface structurée présente au moins une nervure (15) et/ou au moins une rainure.
6. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élimination des vibrations et/ou l'insonorisation du composant (2, 6, 7, 9) est/sont
assuré(s) au moyen d'un agencement de couches (11a - 11f, 13), lequel est exclusivement
formé par le tapis en bitume (11a - 11f) et la couche adhésive (13).
7. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le tapis en bitume (11a - 11f) présente une épaisseur maximale (DBM) située dans
une plage de 0,8 mm à 8 mm, de préférence dans une plage de 1,2 à 6 mm, de manière
particulièrement préférée dans une plage de 1,6 à 4 mm.
8. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche adhésive (13) présente une épaisseur maximale (DKS) située dans une plage
de 0,1 mm à 6 mm, de préférence dans une plage de 0,2 à 3 mm, de manière particulièrement
préférée dans une plage de 0,4 à 1,5 mm.
9. Lave-vaisselle selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche adhésive (13) est fabriquée du fait qu'un mélange (FAB) bitumineux, utilisable,
fluide et apte à durcir est appliqué sur le composant (2, 6, 7, 9) et/ou sur le tapis
en bitume (11a - 11f), et du fait que le composant (2, 6, 7, 9) et le tapis en bitume
(11a - 11f) sont assemblés avant le durcissement du mélange bitumineux (FAB).
10. Lave-vaisselle selon la revendication 9,
caractérisé en ce que le mélange (FAB) bitumineux, utilisable, fluide et apte à durcir est fabriqué du
fait qu'un mélange constitué d'un premier composant (K1) et d'un deuxième composant
(K2) est formé,
- le premier composant (K1) contenant un liant de base, une huile de fluxage et un
additif réactif, lesquels sont harmonisés entre eux de manière à ce qu'un activateur
soit nécessaire pour le durcissement, et le deuxième composant (K2) contenant l'activateur
; ou
- le premier composant (K1) contenant un liant de base et une huile de fluxage, lesquels
sont harmonisés entre eux de manière à ce qu'un additif réactif soit nécessaire pour
le durcissement, et le deuxième composant (K2) contenant l'additif réactif ; ou
- le premier composant (K1) contenant un liant de base et une huile de fluxage, lesquels
sont harmonisés entre eux de manière à ce qu'un additif réactif et un activateur soient
nécessaires pour le durcissement, et le deuxième composant (K2) contenant l'additif
réactif et l'activateur.
11. Procédé de fabrication d'un lave-vaisselle, notamment selon l'une quelconque des revendications
précédentes, comprenant au moins un composant (2, 6, 7, 9) qui est muni d'au moins
un tapis en bitume (11a - 11f) notamment pré-confectionné, destiné à l'élimination
des vibrations et/ou à l'insonorisation du composant (2, 6, 7, 9), le tapis en bitume
(11a - 11f) étant collé sur le composant (2, 6, 7, 9) au moyen d'au moins une couche
adhésive (13), caractérisé en ce que le composant (2, 6, 7, 9) est fabriqué dans une matière plastique, notamment en polypropylène,
et en ce que l'au moins une couche adhésive (13) est constituée d'un mélange bitumineux pouvant
durcir par réaction.