[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von technischem Schmalgewebe,
insbesondere für technische Gurte, sowie auf ein entsprechendes Schmalgewebe. Die
Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung für eine Webmaschine zur Herstellung eines
Schmalgewebes.
[0002] Ein technisches Schmalgewebe ist ein Gurtband, wie es zum Beispiel für technische
Gurte verwendet wird. Es ist in mannigfaltiger Weise im Einsatz, wie u.a. beispielsweise
bei Verladegeschirren, Verzurrnetzen, Ladungssicherungsnetzen und dergleichen. Einerseits
muss ein Gurtband für solche Einsätze mit definierten Zugkräften und Dehnungseigenschaften
ausgeführt sein. Andererseits kann es auch erforderlich sein, dass ein derartiges
technisches Schmalgewebe sich auch für eine Weiterverarbeitung, zum Beispiel in Verbindungen
mit Halterungen, anderen Bändern und Gurten usw. eignet. Ein weiterer Gesichtspunkt
ist eine automatisierte Fertigung mit kürzer Herstellzeit, wie auch die gleichzeitige
Forderung nach erhöhter Lebensdauer und Kostenreduktion.
[0003] Es besteht deshalb ein Bedarf für verbesserte technische Schmalgewebe.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum
Herstellen von technischem Schmalgewebe bereitzustellen.
[0005] Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein entsprechendes Gurtband zu schaffen.
[0006] Eine noch weitere Aufgabe ist es, eine entsprechende Vorrichtung für eine Webmaschine
anzugeben.
[0007] Eine Vorrichtung zum Eintrag von diagonal zur Wirkkante eines Schmalgewebes verlaufenden
Schussfadenabschnitten an einer Bandwebmaschine ist aus
US 4 006 758 bekannt.
[0008] Erfindungsgemäß werden diese Aufgaben durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1, durch ein Gurtband mit den Merkmalen des Anspruchs 3 und/oder durch eine Vorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 7 gelöst.
[0009] Die Erfindung schafft ein Verfahren zum Herstellen von technischem Schmalgewebe,
insbesondere für technische Gurte, mit dem Verfahrensschritt Weben eines Gewebes aus
Kettfäden und mindestens einem Schussfaden mit einer Wirkkante. Das Verfahren ist
dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe mit einem Rapport, welcher jeweils eine Schusslücke
und einen Bandgewebeabschnitt aufweist, gewebt wird.
[0010] Es ergibt sich auf diese Weise ein Gurtband mit Schusslücken und Bandgewebeabschnitten
mit hoher Zugkraft, wobei das Gurtband in den Schusslücken eine solche Struktur aufweist,
die sich bei einer späteren Weiterverarbeitung auf einer Wirkmaschine optimal, z.B.
mit Stängelbändern der Wirkmaschine, verbinden lässt. Diese Struktur der Schusslücken
kann zum Beispiel weich ausgestaltet sein, sodass beispielsweise eine Nadeleinrichtung
einer Wirkmaschine bei einer Weiterverarbeitung eine optimale Verbindung herstellen
kann.
[0011] Die Erfindung schafft ein Gurtband, das bei einem minimalen Materialeinsatz ein weiterverarbeitbares
Produkt liefert, bei welchem höhere Festigkeiten als bisher umsetzbar werden. Das
Gurtband ist aufgrund eines minimalen Materialeinsatzes gewichtsreduziert, die Produktionskosten
sind niedrig, und es ergeben sich daraus individuell anpassbare Fertigprodukte.
[0012] Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Weiterverarbeitung aufgrund der
dazu vorbereiteten definierten Schusslücken schneller ablaufen kann, wodurch sich
Zeit sparen lässt.
[0013] Die Erfindung schafft auch ein Gurtband aus technischem Schmalgewebe für technische
Gurte, mit einem Gewebe aus Kettfäden und mindestens einem Schussfaden. Es ist dadurch
gekennzeichnet, dass das Gewebe einen Rapport mit jeweils einer Schusslücke und einem
Bandgewebeabschnitt aufweist.
[0014] Die Schusslücken sind in einem vorbestimmten Abstand, d.h. mit dem Rapport, festgelegt
[0015] Die Herstellung der Schusslücken dadurch möglich, dass jede Schusslücke beim Weben
durch eine höhere Abzugsgeschwindigkeit des Gurtbands erzeugt wird. Der Schussfaden
wird dabei in seiner Zuführgeschwindigkeit nicht verändert. Dazu kann zum Beispiel
eine elektronische Fachbildungseinrichtung an der Webmaschine eingesetzt werden. Damit
kann auch eine flexible Positionierung der Schusslücken für die verschiedensten Weiterverarbeitungsparameter
gewährleistet werden.
[0016] Der mindestens eine Schussfaden kann ein hochfester Polyester-Filamentgarn mit mindesten
80 cN/tex sein. Auch mehrere gleiche oder unterschiedliche Schussfäden können verwendet
werden, wodurch sich eine hohe Flexibilität ergibt.
[0017] In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Schusslücke und/oder
der Bandgewebeabschnitt mit mindestens einem Reflexfaden und/oder einem metallischen
Faden zur messtechnischen Erfassung des Beginns und des Endes der Schusslücke und/oder
des Bandgewebeabschnitt versehen ist/sind. Dadurch wird eine automatisierte Positionierung
des Fransenbands in einer Weiterverarbeitungsmaschine erleichtert.
[0018] Ein Gurtband kann mittels des oben beschriebenen Verfahrens hergestellt sein.
[0019] Die Erfindung schafft außerdem eine Vorrichtung für eine Webmaschine zur Herstellung
von Gurtband, insbesondere für technische Gurte, aus Kettfäden und mindestens einem
Schussfaden, mit einem Rapport, welcher eine Schusslücke und einen Bandgewebeabschnitt
aufweist. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuerungseinrichtung
aufweist, welche zur Bildung der Schusslücke angepasst ist
[0020] Die Steuerungseinrichtung kann zur Steuerung einer Abzugsgeschwindigkeit des Fransenbands
in Abhängigkeit von einer Länge der Schusslücke und des Bandgewebeabschnitts ausgebildet
sein, wobei die Steuerungseinrichtung zur Steuerung eines Bewegungsablaufs von Hilfsfäden
einer Wirkkante im Bereich der Schusslücke unterschiedlich zu einer Steuerung der
Hilfsfäden der Wirkkante im Bereich des Bandgewebeabschnitts ausgebildet ist.
[0021] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die Steuerungseinrichtung zur
Steuerung einer einseitigen Abbindung von direkt an einer Wirkkante gelegenen Kettfäden
mit dem mindestens einen Schussfaden ausgebildet sein.
[0022] In einer noch weiteren Ausführungsform kann die Steuerungseinrichtung zur Steuerung
einer beidseitigen Abbindung der äußersten Kettfäden mit dem mindestens einen Schussfaden
ausgebildet sein.
[0023] Eine derartige Vorrichtung kann zur Durchführung eines oben angegebenen Verfahrens
ausgebildet sein.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren der Zeichnung näher erläutert.
[0025] In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Gurtbands;
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schusslücke des
erfindungsgemäßen Gurtbands nach Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Gurtbands nach Fig.
2 ;
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht eines Netzabschnitts; und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Gurtbands nach Fig. 1.
[0026] In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Komponenten,
soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.
[0027] Figur 1 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Gurtbands 1.
[0028] Das Gurtband 1 ist ein technisches Schmalgewebe. Es wird auch als Lochband-Gurtband
bezeichnet. Das Gurtband 1 weist Bandgewebeabschnitte 5 und Schusslücken 4 auf. Die
Bandgewebeabschnitte 5 sind als Gewebe aus Kettfäden 2 und einem Schussfaden 3 oder
mehreren Schussfäden 3 gewebt, was in dem mittleren Bandgewebeabschnitt 5 angedeutet
ist. Bandgewebeabschnitte 5 und Schusslücken 4 wechseln sich in diesem Beispiel untereinander
ab, wobei eine Schusslücke 4 und ein Bandgewebeabschnitt 5 einen Rapport 6 bilden.
In den Schusslücken 4 sind die Kettfäden mit dem Bezugszeichen 2' gegenüber den Kettfäden
2 in den Bandgewebeabschnitten 5 unterschieden. In Figur 1 ist nur ein Rapport 6 mit
einem oben angrenzenden Bandgewebeabschnitt 5 und einem unten angrenzenden nur teilweise
dargestellten weiteren Rapport 6 aus einer Schusslücke 4 und einem Bandgewebeabschnitt
5 gezeigt.
[0029] Die Schusslücke 4 kann unterschiedlich hergestellt werden. Zunächst zeigt Fig. 2
eine schematische Draufsicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der Schusslücke 4
des erfindungsgemäßen Gurtbands 1 nach Fig. 1.
[0030] Ein Pfeil A deutet die Bewegungsrichtung des Gurtbands 1 bei seiner Herstellung auf
einer nicht gezeigten Vorrichtung an.
[0031] Die Schusslücke 4 ist in Figur 2 unten und oben von einem Bandgewebeabschnitt 5 begrenzt.
Die untere Begrenzung ist durch einen vorlaufenden Rand VR (in Bezug auf die Vorschub-
bzw. Bewegungsrichtung) und oben durch einen nachlaufenden Rand NR gebildet.
[0032] Der Bandgewebeabschnitt 5 wird durch die Kettfäden 2, welche hier senkrecht von oben
nach unten verlaufen, und durch die rechtwinklig dazu von links nach rechts und zurück
verlaufenden Schussfäden 3 erzeugt. Dabei werden die Schussfäden 3 auf der rechten
Seite des Gurtands 1 mittels eines Hilfsfadens mit einer Maschenbildung in einer Wirkkante
7 verbunden, was nicht näher erläutert werden soll. Auf der linken Seite bilden die
Schussfäden 3 mit dem äußeren Kettfaden 2 eine linke Kante, indem sie um diesen herum
geführt sind.
[0033] Zu Beginn der Schusslücke 4 an dem vorlaufenden Rand VR am unteren Bandgewebeabschnitt
5 wird eine höhere Abzugsgeschwindigkeit des Gurtbands 1 durch Erhöhen einer Drehzahl
von nicht gezeigten Abzugswalzen erhalten. Dies kann z.B. über einen elektronisch
gesteuerten Warenabzug erfolgen. Dadurch werden die Kettfäden 2 schneller in Bewegungsrichtung
(Pfeil A) befördert, wobei der Schussfaden als Lückenschussfaden 8 von der Wirkkante
7 aus zur linken Seite nicht mehr rechtwinklig zu den Kettfäden 2 und parallel zu
dem letzten Schussfaden 3 im vorlaufenden Rand VR, sondern in einem Winkel, z.B. 30°,
zu diesem verläuft. Hierbei führt er die Umschlingung des linken äußeren Kettfadens
2 in der Mitte der Länge der Schusslücke 4 aus und läuft im gleichen Winkel nach oben
zurück zur Wirkkante 7 am nachlaufenden Rand NR. Sobald dieser Punkt erreicht ist,
werden die Abzugswalzen wieder auf die vorherige Drehzahl eingestellt, und der nächste
(hier der obere) Bandgewebeabschnitt 5 wird gewebt. Auf diese Weise entsteht eine
lange Flottierung der Kettfäden 2 in der Schusslücke 4.
[0034] Gleichzeitig steuert eine Steuereinrichtung (nicht gezeigt) der Vorrichtung nicht
nur die Abzugswalzen im Bereich der Schusslücke 4 mit einer unterschiedlichen Geschwindigkeit.
Die Steuerung eines Hilfsfadens der Wirkkante 7 im Bereich der Schusslücke 4 ist entsprechend
unterschiedlich zu dem Bereich der Bandgewebeabschnitte 5 auszuführen, und zwar in
einem Bewegungsablauf des Hilfsfadens dergestalt, dass mit dem Schussfaden 3 am vorlaufenden
Rand VR und am nachlaufenden Rand NR jeweils nur eine Maschenbildung mit dem Hilfsfaden
erfolgt, wobei der Hilfsfaden zwischen dem vorlaufenden Rand VR und dem nachlaufenden
Rand NR in einer großen Schlaufe als Wirkkante 7 in Längsrichtung des Gurtbands 1
verläuft. Eine Zuführgeschwindigkeit des Schussfadens 3 als Lückenschussfaden 8 im
Bereich der Schusslücke 4 kann konstant beibehalten werden, wobei sich der "auseinandergezogene"
Verlauf des Lückenschussfadens 8 in dem Winkel wie in Fig. 2 gezeigt ergibt.
[0035] Fig. 3 illustriert eine schematische perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen
Gurtbands 1 nach Fig. 2. Aus Fig. 3 ist es ersichtlich, dass die Wirkkante 7 im Bereich
der Schusslücke 4 unterschiedlich zu den Bandgewebeabschnitten 5 ausgebildet ist.
Die Kettfäden 2 sind nur am Rand dargestellt.
[0036] Ein solches Gurtband 1 kann zum Beispiel als Spezialband zur Herstellung von Netzen,
wie beispielsweise Ladungssicherungsnetzen, verwendet werden. Dazu zeigt Fig. 4 eine
schematische Draufsicht eines Netzabschnitts 10.
[0037] Der Netzabschnitt 10 besteht aus in der Figur 4 waagerecht verlaufenden Gurtbändern
1 und senkrecht dazu angeordneten Wirkbändern 11. Die Gurtbänder 1 und die Wirkbänder
11 sind an Verbindungsabschnitten 12 miteinander verbunden, z.B. vernäht oder gewirkt.
Dabei sind die Gurtbänder 1 so angeordnet, dass ihre Schusslücken 4 jeweils in einem
Verbindungsabschnitt 12 liegen. Die Schusslücken 4 bilden eine weiche Verbindung für
eine optimale Verbindung an dem Verbindungsabschnitt 12 mit den Wirkbändern 11.
[0038] Der Netzabschnitt 10 wird zum Beispiel in einer Wirkmaschine hergestellt. Das Gurtband
1 kann als geschnittene Ware aus einem geeigneten Magazin entnommen werden. Bei einer
anderen Ausführung ist das Gurtband 1 als Endlosband auf großen Scheibenspulen aufgewickelt.
[0039] Das Gurtband 1 ist in der Wirkmaschine mit seinem Rapport 6 so positioniert, dass
seine Schusslücken 4 genau mit den Verbindungsabschnitten 12 zusammenfallen. Zur Erkennung
der Schusslücken 4 durch eine geeignete Erkennungseinrichtung der Wirkmaschine können
zum Beispiel Reflexfäden und/oder Metallfäden in das Gurtband 1 eingewebt werden.
Die Reflexfäden können optisch über Lichtschranken erfasst werden, wobei die Metallfäden
durch Metallsensoren (z.B. Näherungsschalter) abtastbar sind. Auch ein an der Wirkmaschine
installiertes Kamerasystem kann das Warenbild erkennen.
[0040] Schließlich zeigt Fig. 5 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Gurtbands 1 nach
Fig. 1. Ein Rapport 6 weist in einer Ausführung zum Beispiel eine Länge im Bereich
von 170 mm bis 200 mm +/- 1 mm auf. Eine Schusslückenbreite 4a liegt beispielsweise
im Bereich von 30 mm +/- 1 mm.
[0041] Das Material des Gurtbands 1 kann z.B. hochfestes Polyester-Filamentgarn mit mindesten
80 cN/tex sein. Eine beispielhafte Schusszahl kann mit 45S/10 cm +/- ausgelegt sein.
Eine Dicke des Gurtbands 1 kann in diesem Beispiel 2 mm +/- 0,5 mm betragen.
[0042] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorliegend
beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise
kombinierbar und modifizierbar.
[0043] Es ist zum Beispiel möglich, dass andere Materialien als die genannten für das Gurtband
1, auch in Kombination, verwendet werden.
[0044] So können beispielsweise Kombinationen aus schwierig zu verarbeitenden Fasern mit
hohen Festigkeiten als Einlagen, Füllketten, Umhäkelungen und Schuss verwendet werden,
wie z.B. Aramid, Glasfaser, Carbon.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Gurtband
- 2, 2'
- Kettfaden
- 3
- Schussfaden
- 4
- Schusslücke
- 4a
- Schusslückenbreite
- 5
- Bandgewebe
- 6
- Rapport
- 7
- Wirkkante
- 8
- Lückenschussfaden
- 9
- Abbindung
- 10
- Netzabschnitt
- 11
- Wirkband
- 12
- Verbindungsabschnitt
- NR
- Nachlaufender Schusslückenrand
- VR
- Vorlaufender Schusslückenrand
1. Verfahren zum Herstellen von technischem Schmalgewebe (1) in Form eines Gurtbandes
mit einem Verfahrensschritt des Webens des technischen Schmalgewebes (1) aus Kettfäden
(2) und mindestens einem Schussfaden (3) mit einer Wirkkante (7), wobei das technische
Schmalgewebe (1) mit einem Rapport (6), welcher jeweils eine Schusslücke (4) und einen
Bandgewebeabschnitt (5) aufweist, gewebt wird, so dass Schusslücken (4) in einem mit
dem Rapport (6) vorbestimmten Abstand festgelegt sind, und wobei zur Bildung jeder
Schusslücke (4) beim Weben eine Abzugsgeschwindigkeit des technischen Schmalgewebes
(1) erhöht wird, während eine Zuführgeschwindigkeit des mindestens einen Schussfadens
(3) als Lückenschussfaden (8) im Bereich der Schusslücke (4) konstant beibehalten
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei dem Erhöhen der Abzugsgeschwindigkeit des technischen Schmalgewebes (1) der mindestens
eine Schussfaden (3) als Lückenschussfaden (8) von der Wirkkante (7) aus zu einer
der Wirkkante (7) gegenüberliegenden Seite des technischen Schmalgewebes (1) in einem
Winkel zu dem mindestens einen Schussfaden (3) im Bandgewebeabschnitt (5) verläuft.
3. Technisches Schmalgewebe (1) in Form eines Gurtbandes mit Kettfäden (2) und mindestens
einem Schussfaden (3), wobei das technische Schmalgewebe (1) einen Rapport (6) mit
jeweils einer Schusslücke (4) und einem Bandgewebeabschnitt (5) aufweist, und wobei
der mindestens eine Schussfaden (3) in der Schusslücke (4) als Lückenschussfaden (8)
von einer Wirkkante (7) des technischen Schmalgewebes (1) aus zu einer der Wirkkante
(7) gegenüberliegenden Seite des technischen Schmalgewebes (1) in einem Winkel zu
dem mindestens einen Schussfaden (3) im Bandgewebeabschnitt (5) verläuft.
4. Technisches Schmalgewebe (1) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rapport (6) eine Länge im Bereich von 170 mm bis 200 mm +/- 1 mm aufweist, und
dass eine Schusslückenbreite (4a) im Bereich von 30 mm +/- 1 mm liegt.
5. Technisches Schmalgewebe (1) nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mindestens eine Schussfaden (3) ein hochfestes Polyester-Filamentgarn mit mindesten
80 cN/tex ist.
6. Technisches Schmalgewebe (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schusslücke (4) und/oder der Bandgewebeabschnitt (5) mit mindestens einem Reflexfaden
und/oder einem metallischen Faden zur messtechnischen Erfassung des Beginns und des
Endes der Schusslücke (4) und/oder des Bandgewebeabschnitt (5) versehen ist/sind.
7. Vorrichtung für eine Webmaschine zur Herstellung von technischem Schmalgewebe (1)
in Form eines Gurtbandes aus Kettfäden (2) und mindestens einem Schussfaden (3), mit
einem Rapport (6), welcher eine Schusslücke (4) und einen Bandgewebeabschnitt (5)
aufweist, wobei die Vorrichtung eine Steuerungseinrichtung aufweist, welche zur Bildung
der Schusslücke (4) derart angepasst ist, dass die Steuerungseinrichtung für die Bildung
der Schusslücke (4) zur Steuerung einer Abzugsgeschwindigkeit des technischen Schmalgewebes
(1) in Abhängigkeit von einer Länge der Schusslücke (4) und des Bandgewebeabschnitts
(5) derart angepasst ist, dass zur Bildung jeder Schusslücke (4) beim Weben eine Abzugsgeschwindigkeit
des technischen Schmalgewebes (1) erhöht wird, während eine Zuführgeschwindigkeit
des mindestens einen Schussfadens (3) als Lückenschussfaden (8) im Bereich der Schusslücke
(4) konstant beibehalten wird und dass die Steuerungseinrichtung zur Steuerung eines
Bewegungsablaufs von Hilfsfäden einer Wirkkante (7) im Bereich der Schusslücke (4)
unterschiedlich zu einer Steuerung der Hilfsfäden der Wirkkante (7) im Bereich des
Bandgewebeabschnitts (5) ausgebildet ist.
1. Method for producing technical narrow fabric (1) in the form of webbing, including
a method step of weaving the technical narrow fabric (1) from warp threads (2) and
at least one weft thread (3) having an active edge (7), wherein the technical narrow
fabric (1) is woven with a pattern repeat (6) which comprises a weft gap (4) and a
strap fabric section (5) so that weft gaps (4) are set at a distance predetermined
with the pattern repeat (6), and wherein in order to form each weft gap (4) during
weaving a drawing rate of the technical narrow fabric (6) is increased, while a feed
rate of the at least one weft thread (3) as a gap weft thread (8) is kept constant
in the region of the weft gap (4).
2. Method as claimed in claim 1, characterised in that during the increase in the drawing rate of the technical narrow fabric (1) the at
least one weft thread (3) extends as a gap weft thread (8) from the active edge (7)
to a side of the technical narrow fabric (1) opposite the active edge (7), at an angle
with respect to the at least one weft thread (3) in the strap fabric section (5).
3. Technical narrow fabric (1) in the form of webbing having warp threads (2) and at
least one weft thread (3), wherein the technical narrow fabric (1) has a pattern repeat
(6) with each of a weft gap (4) and a strap fabric section (5), and wherein the at
least one weft thread (3) extends in the weft gap (4) as a gap weft thread (8) from
an active edge (7) of the technical narrow fabric (1) to a side of the technical narrow
fabric (1) opposite the active edge (7), at an angle with respect to the at least
one weft thread (3) in the strap fabric section (5).
4. Technical narrow fabric (1) as claimed in claim 3, characterised in that the pattern repeat (6) has a length in the range of 170 mm to 200 mm +/- 1 mm, and
that a weft gap width (4a) is in the range of 30 mm +/- 1 mm.
5. Technical narrow fabric (1) as claimed in claim 3 or 4, characterised in that the at least one weft thread (3) is high-strength polyester filament yarn with at
least 80 cN/tex.
6. Technical narrow fabric (1) as claimed in at least one of claims 3 to 5, characterised in that the weft gap (4) and/or the strap fabric section (5) is/are provided with at least
one reflex thread and/or a metallic thread for detection by measuring technology of
the beginning and the end of the weft gap (4) and/or of the strap fabric section (5).
7. Apparatus for a weaving machine for producing technical narrow fabric (1) in the form
of webbing made from warp threads (2) and at least one weft thread (3), having a pattern
repeat (6) which comprises a weft gap (4) and a strap fabric section (5), wherein
the apparatus has a control device which is adapted to form the weft gap (4) such
that the control device is adapted for the formation of the weft gap (4) for control
of a drawing rate of the technical narrow fabric (1) in dependence upon a length of
the weft gap (4) and of the strap fabric section (5) such that in order to form each
weft gap (4) during weaving a drawing rate of the technical narrow fabric (1) is increased,
while a feed rate of the at least one weft thread (3) as a gap weft thread (8) is
kept constant in the region of the weft gap (4) and that the control device for control
of a movement sequence of auxiliary threads of an active edge (7) in the region of
the weft gap (4) is formed differently to a control of the auxiliary threads of the
active edge (7) in the region of the strap fabric section (5).
1. Procédé de fabrication de tissu technique étroit (1) sous la forme d'une sangle comportant
une étape de procédé du tissage du tissu technique étroit (1) à partir de fils de
chaîne (2) et d'au moins un fil de trame (3) avec un bord actif (7), le tissu technique
étroit (1) étant tissé avec un rapport d'armure (6), qui présente respectivement une
rupture de duite (4) et une section de ruban (5) de telle sorte que des ruptures de
duite (4) sont définies à une distance prédéterminée avec le rapport d'armure (6),
et une vitesse de tirage du tissu technique étroit (1) étant augmentée lors du tissage
pour former chaque rupture de duite (4) tandis qu'une vitesse d'acheminement de l'au
moins un fil de trame (3) en tant que fil de trame de rupture (8) est maintenue constante
au niveau de la rupture de duite (4).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lors de l'augmentation de la vitesse de tirage du tissu technique étroit (1), l'au
moins un fil de trame (3) en tant que fil de trame de rupture (8) s'étend depuis le
bord actif (7) jusqu'à un côté du tissu technique étroit (1) opposé au bord actif
(7) selon un angle par rapport à l'au moins un fil de trame (3) dans la section de
ruban (5).
3. Tissu technique étroit (1) sous la forme d'une sangle comportant des fils de chaîne
(2) et au moins un fil de trame (3), le tissu technique étroit (1) présentant un rapport
d'armure (6) comportant respectivement une rupture de duite (4) et une section de
ruban (5), et l'au moins un fil de trame (3) s'étendant dans la rupture de duite (4)
en tant que fil de trame de rupture (8) depuis un bord actif (7) du tissu technique
étroit (1) jusqu'à un côté du tissu technique étroit (1) opposé au bord actif (7)
suivant un angle par rapport à l'au moins un fil de trame (3) dans la section de ruban
(5).
4. Tissu technique étroit (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce que le rapport d'armure (6) présente une longueur comprise entre 170 mm et 200 mm +/-
1 mm, et qu'une largeur de rupture de duite (4a) comprise entre 30 mm +/-1 mm.
5. Tissu technique étroit (1) selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'au moins un fil de trame (3) est un fil continu en polyester très résistant présentant
une résistance d'au moins 80 cN/tex.
6. Tissu technique étroit (1) selon au moins l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que la rupture de duite (4) et/ou la section de ruban (5) est/sont pourvue(s) d'au moins
un fil réfléchissant et/ou d'un fil métallique destiné(s) à la détection par des techniques
de mesure du début et de la fin de la rupture de duite (4) et/ou de la section de
ruban (5).
7. Dispositif (10) pour un métier à tisser pour la fabrication de tissu technique étroit
(1) sous la forme d'une sangle constitué de fils de chaîne (2) et d'au moins un fil
de trame (3), avec un rapport d'armure (6) qui présente une rupture de duite (4) et
une section de ruban (5), le dispositif présentant un moyen de commande qui est adapté
à la formation de la rupture de duite (4) de telle manière que le moyen de commande
pour la formation de la rupture de duite (4) est adapté à commander une vitesse de
tirage du tissu technique étroit (1) en fonction de la longueur de la rupture de duite
(4) et de la section de ruban (5) de telle manière que lors du tissage, une vitesse
de tirage du tissu technique étroit (1) est augmentée pour la formation de chaque
rupture de duite (4), tandis qu'une vitesse d'acheminement de l'au moins un fil de
trame (3) en tant que fil de trame de rupture (8) est maintenue constante au niveau
de la rupture de duite (4) et que le moyen de commande pour la commande d'un déplacement
de fils auxiliaires d'un bord actif (7) au niveau de la rupture de duite (4) est réalisé
différemment d'une commande des fils auxiliaires du bord actif (7) au niveau de la
section de ruban (5) .