[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schwimmbadabdeckung aus einzelnen miteinander
gelenkig verbundenen Lamellen, die einen schwimmfähigen Lamellenkörper aufweisen.
[0002] Schwimmbadabdeckungen, die aus einzelnen miteinander gelenkig verbundenen Lamellen
aufgebaut sind, haben unter anderem die Aufgabe, einen Sturz in das Schwimmbad zu
unterbinden, was nicht nur einen ausreichenden Auftrieb der schwimmfähigen Lamellenkörper,
sondern auch eine ausreichende Tragfähigkeit dieser Lamellenkörper voraussetzt. Die
Erfüllung dieser Sicherheitsaufgaben wird jedoch trotz entsprechender Werkstoffeigenschaften
in Frage gestellt, wenn die Schwimmbadabdeckung verlagert werden kann, sodass sich
zwischen der Schwimmbadabdeckung und der Schwimmbadbegrenzung ein Spalt ergibt, durch
den beispielsweise ein Kind oder ein Kleintier ins Wasser fallen kann. Aus diesem
Grunde kann die Sicherheit von Schwimmbadabdeckungen dadurch erhöht werden, dass Maßnahmen
getroffen werden, die die Lage der Schwimmbadabdeckung sichern. Solche Maßnahmen können
jedoch nicht ohne weiteres getroffen werden, weil üblicherweise die Lamellen der Schwimmbadabdeckung
hiefür keine Handhabe bieten.
[0003] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Schwimmbadabdeckung der eingangs
geschilderten Art so auszugestalten, dass vorteilhafte konstruktive Voraussetzungen
geschaffen werden, um Beschläge insbesondere für die Lagesicherung an der Schwimmbadabdeckung
anbringen zu können.
[0004] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Lamellenkörper ausgewählter
Lamellen mit wenigstens einer Durchtrittsöffnung für einen einen Beschlag bildenden
oder aufnehmenden Einsatz versehen ist, der zwei den Lamellenkörper zwischen sich
klemmende, den jeweiligen Öffnungsrand übergreifende Teile umfasst.
[0005] Da aufgrund des erforderlichen Auftriebs die Lamellenkörper eine vergleichsweise
geringe Dichte und damit eine geringe Festigkeit aufweisen, können Beschläge nicht
in herkömmlicher Art unmittelbar an den Lamellen befestigt werden. Durch das Vorsehen
eines Einsatzes aus zwei Teilen, die von entgegengesetzten Seiten durch eine entsprechende
Durchtrittsöffnung im Lamellenkörper eingesetzt werden und den jeweiligen Öffnungsrand
übergreifen, kann eine allen Anforderungen genügende Anbindung des Einsatzes an den
Lamellenkörper sichergestellt werden. Der Lamellenkörper wird ja zwischen den beiden
Einsatzteilen geklemmt, wobei die Aufbringung der Klemmkräfte vom Werkstoff der Lamellenkörper
unabhängig ist, weil die beiden Einsatzteile nicht mit dem Lamellenkörper, sondern
miteinander verbunden werden und entsprechende Werkstoffeigenschaften mit sich bringen
können.
[0006] Die Verbindung der beiden von entgegengesetzten Seiten in die Durchtrittsöffnung
des Lamellenkörpers eingesetzten Einsatzteile kann auf unterschiedliche Weise gelöst
werden. So wäre es denkbar, die beiden Einsatzteile miteinander schnappverschlussartig
zu verbinden oder zu verkleben. Eine sichere, lösbare Verbindung ergibt sich allerdings,
wenn die beiden Teile des Einsatzes miteinander verschraubt werden.
[0007] In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- eine Schwimmbadabdeckung ausschnittsweise im Bereich eines Befestigungsbeschlags in
einer schematischen Draufsicht auf die Schwimmbadabdeckung und
- Fig. 2
- diese Schwimmbadabdeckung in einem Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1.
[0008] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel setzt sich die Schwimmbadabdeckung aus
einer Vielzahl von Lamellen 1 zusammen, die miteinander über Filmscharniere 2 gelenkig
verbunden sind. Die einzelnen Lamellen 1 weisen einen mit einer wasserfesten Beschichtung
3 versehenen Lamellenkörper 4 aus einem Hartschaumstoff auf.
[0009] Im Lamellenkörper 4 ausgewählter Lamellen 1 ist zumindest eine Durchtrittsöffnung
5 für einen Einsatz 6 vorgesehen, der einen Beschlag oder eine Aufnahme für einen
Beschlag bildet. Dieser Einsatz wird aus zwei Teilen 7, 8 gefügt, die von einander
gegenüberliegenden Seiten in die Durchtrittsöffnung 5 eingesetzt werden und den jeweiligen
Öffnungsrand übergreifen, sodass beim Verbinden der beiden Teile 7, 8 der Lamellenkörper
4 zwischen den Teilen 7, 8 geklemmt wird. Zur Verbindung der beiden Teile 7, 8 des
Einsatzes 6 werden diese Teile miteinander verschraubt. Die Verbindungsschrauben sind
mit 9 bezeichnet.
[0010] Nach dem Verschrauben der beiden Teile 7, 8 kann der Einsatz 6 als Beschlag oder
als Beschlagträger Verwendung finden. Als Beschlag wird in diesem Zusammenhang auch
ein Träger für Konstruktionsteile verstanden, wie sie beispielsweise erforderlich
sind, um die der Wickelwelle nächste Lamelle mit einem Wickelgurt zu verbinden oder
um durch einen Anschlag zu verhindern, dass die Schwimmbadabdeckung vollständig in
einen der Wickelwelle vorgeordneten Führungsspalt eingezogen wird. Im vorliegenden
Fall bildet der Einsatz 6 einen Befestigungsbeschlag mit einer Einhängeöffnung 10
für einen Befestigungshaken. Mit Hilfe mehrerer über den Rand der Schwimmbadabdeckung
verteilter Befestigungsbeschläge dieser Art lässt sich somit die Lage der Schwimmbadabdeckung
gegenüber einem Schwimmbadrand über entsprechende Befestigungshaken festlegen und
windsicher verankern.
1. Schwimmbadabdeckung aus einzelnen miteinander gelenkig verbundenen Lamellen (1), die
einen schwimmfähigen Lamellenkörper (4) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass der Lamellenkörper (4) ausgewählter Lamellen (1) mit wenigstens einer Durchtrittsöffnung
(5) für einen einen Beschlag bildenden oder aufnehmenden Einsatz (6) versehen ist,
der zwei den Lamellenkörper (4) zwischen sich klemmende, den jeweiligen Öffnungsrand
übergreifende Teile (7, 8) umfasst.
2. Schwimmbadabdeckung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (7, 8) des Einsatzes (6) miteinander verschraubt sind.