[0001] Die Erfindung betrifft einen Kühlkörper für eine LED-Leuchte (LED: Licht emittierende
Diode), die ein Leuchtmittel mit wenigstens einer LED umfasst sowie eine LED-Leuchte
mit einem solchen Kühlkörper.
[0002] Bei Betrieb einer LED-Leuchte entsteht grundsätzlich Wärme, und zwar durch die LED
bzw. die LEDs selbst, aber auch durch einen Treiber zur Versorgung der LED(s). Diese
Wärme wird zumindest teilweise von den genannten Bauteilen an umgebende Bauteile oder
an umgebende Luft übertragen. Um eine möglichst hohe Effizienz der Leuchte zu gewährleisten
und um eine möglichst lange Lebensdauer der LED(s) zu ermöglichen, ist es regelmäßig
erwünscht, dass die erwärmte Luft effektiv abtransportiert wird, so dass die Temperatur
der LED nicht über ein gewisses Maß hinaus ansteigt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist ein Kühlkörper für eine LED-Leuchte aus der
WO 2006/118457 A1 bekannt. Die Effektivität der Wärmeabfuhr ist bei diesem Kühlkörper begrenzt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen alternativen, besonders effektiven
Kühlkörper für eine LED-Leuchte anzugeben sowie eine entsprechende LED-Leuchte.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die in den unabhängigen Ansprüchen genannten
Gegenstände gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0006] Gemäß der Erfindung ist ein Kühlkörper für eine LED-Leuchte, die ein Leuchtmittel
mit wenigstens einer LED umfasst, vorgesehen. Der Kühlkörper weist ein erstes Hülsenteil
zur Bildung eines innerhalb des ersten Hülsenteils verlaufenden ersten Kanals zum
Abtransport von Luft auf, die durch einen Betrieb der LED-Leuchte erwärmt ist. Weiterhin
weist der Kühlkörper ein zweites Hülsenteil auf, das das erste Hülsenteil umgebend
angeordnet ist, wobei das erste Hülsenteil und das zweite Hülsenteil derart angeordnet
sind, dass zwischen dem ersten Hülsenteil und dem zweiten Hülsenteil ein zweiter Kanal
zum Abtransport der Luft gebildet ist.
[0007] Durch die Ausbildung zweier Kanäle zum Abtransport der erwärmten Luft ist eine besonders
effektive Wärmeabfuhr ermöglicht.
[0008] Vorteilhaft weist der Kühlkörper außerdem wenigstens ein weiteres Hülsenteil auf,
das derart das zweite Hülsenteil umgebend angeordnet ist, dass zwischen dem wenigstens
einen weiteren Hülsenteil und dem zweiten Hülsenteil wenigstens ein weiterer Kanal
zum Abtransport der Luft gebildet ist. Hierdurch ist eine weitere Steigerung der Effektivität
der Wärmeabfuhr ermöglicht.
[0009] Vorteilhaft weist das erste Hülsenteil einen ersten rohrförmigen Abschnitt auf, der
um eine Symmetrieachse rotationssymmetrisch ausgebildet ist und das zweite Hülsenteil
einen zweiten rohrförmigen Abschnitt, der ebenfalls um die Symmetrieachse rotationssymmetrisch
ausgebildet ist. Hierdurch wird eine besonders effektive Strömung ermöglicht, mit
der die Luft durch den ersten und den zweiten Kanal strömen und so die Wärme abtransportieren
kann.
[0010] Vorteilhaft weist der Kühlkörper weiterhin wenigstens eine Verbindungsrippe auf,
die das erste Hülsenteil mit dem zweiten Hülsenteil verbindet, und zwar vorzugsweise
- mit Bezug auf die Symmetrieachse - in radialer Richtung. Wenn der Kühlkörper das
wenigstens eine weitere Hülsenteil aufweist, kann sich die Verbindungsrippe vorteilhaft
bis zu diesem hin erstrecken. Durch eine bzw. mehrere solche Verbindungsrippen wird
die Oberfläche zur Wärmeabfuhr vergrößert. Außerdem wird auf diese Weise eine besonders
effektive Leitung der Wärme an eine Außenfläche des zweiten Hülsenteils bzw. des wenigstens
einen weiteren Hülsenteils ermöglicht; dies ist besonders von Vorteil, wenn die Außenfläche
des zweiten Hülsenkörpers bzw. des wenigstens einen weiteren Hülsenteils eine Außenfläche
des Kühlkörpers bildet.
[0011] Vorteilhaft weist der erste Kanal einen ununterbrochenen ringförmigen Querschnitt
auf. Insbesondere ist dabei also sein ringförmiger Querschnitt nicht durch eine Verbindungsrippe
unterbrochen. Dies ist strömungstechnisch insbesondere in dem Fall vorteilhaft, in
dem die Leuchte im Betrieb so ausgerichtet ist, dass die Symmetrieachse horizontal
verläuft.
[0012] Vorteilhaft weist der Kühlkörper weiterhin ein Zentralteil auf, das zur thermischen
Kontaktierung mit dem Leuchtmittel vorgesehen ist, wobei das Zentralteil an einem
vorderen Endbereich des ersten Hülsenteils angeordnet ist. Hierdurch wird ebenfalls
eine besonders effektive Wärmeabfuhr ermöglicht. Dadurch, dass das Zentralteil an
dem vorderen Endbereich des ersten Hülsenteils angeordnet ist, ist eine effektive
Strömung der erwärmten Luft in Richtung auf den rückwärtigen Endbereich des ersten
Hülsenteils ermöglicht.
[0013] Vorteilhaft ist das Zentralteil dabei nach vorne über einen vorderen Endbereich des
zweiten Hülsenteils zumindest teilweise vorstehend angeordnet. Hierdurch ist ermöglicht,
dass von dem Leuchtmittel abgestrahltes Licht ungehindert von dem Kühlkörper in den
vorderen Halbraum strahlt und zudem Luft aus einem Außenbereich der Leuchte kommend
zur Kühlung effektiv in den zweiten Kanal einströmt.
[0014] Vorteilhaft erstreckt sich das zweite Hülsenteil weiter nach hinten und/oder weiter
nach vorne als das erste Hülsenteil. Hierdurch werden die beiden Teil-Luftströmungen,
die sich im ersten und im zweiten Kanal ausbilden, vor Verlassen des Kühlkörpers wieder
zusammengeführt bzw. erst nach Eintritt der Luft in das Innere des Kühlkörpers durch
Aufspalten gebildet.
[0015] Vorteilhaft sind das erste Hülsenteil und das zweite Hülsenteil aus einem Stück bestehend
ausgebildet. Hierdurch ist eine besonders effektive Wärmeleitung innerhalb des Kühlkörpers
ermöglicht. Gegebenenfalls sind auch die Verbindungsrippen und/oder das Zentralteil
vorzugsweise Teil dieses Stücks. Vorteilhaft besteht dabei das Stück aus Aluminium.
Beispielsweise kann es als massiver Druckgusskörper ausgebildet sein.
[0016] Falls der Kühlkörper das wenigstens eine weitere Hülsenteil aufweist, ist es von
Vorteil, dieses aus einem weiteren Stück bestehend auszubilden; vorzugsweise besteht
das weitere Stück dabei aus Kunststoff. Dies ist hinsichtlich der zulässigen Oberflächentemperatur
von Vorteil, weil diese für den Kunststoff höher ist, als bei Aluminium. Dies ist
dadurch begründet, dass das Schmerzempfinden bei beispielsweise einer Oberflächentemperatur
von 70 Grad Celsius bei Kunststoff wesentlich geringer ist, als bei 70 Grad heißem
Aluminium. Zwar eignet sich Kunststoff im Allgemeinen nicht für so hohe Temperaturen
wie Aluminium, aber in dem hier betrachteten äußeren Bereich des Kühlkörpers kann
mit entsprechend niedrigeren Temperaturen gerechnet werden. Außerdem lässt sich eine
Außenfläche des Kühlkörpers im Allgemeinen in optischer bzw. ästhetischer Hinsicht
leichter und besser gestalten als eine Außenfläche aus Aluminium.
[0017] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine LED-Leuchte vorgesehen, die ein
Leuchtmittel mit wenigstens einer LED umfasst und die einen erfindungsgemäßen Kühlkörper
aufweist.
[0018] Vorteilhaft weist die LED-Leuchte dabei weiterhin ein Treibergehäuse zur Aufnahme
eines Treibers zum Betreiben der LED auf, wobei das Treibergehäuse einen Oberflächenbereich
aufweist, der eine innere Begrenzung des ersten Kanals bildet. Dies ermöglicht einen
besonders guten Abtransport von Wärme, die bei Betrieb der Leuchte durch den Treiber
entsteht.
[0019] Weiterhin vorteilhaft ist für einen besonders guten Wärmeübergang von dem Treiber
zu dem Kühlkörper das Treibergehäuse flächig mit dem Kühlkörper verbunden.
[0020] Eine besonders gute thermische Verbindung zwischen dem Kühlkörper und der LED lässt
sich erzielen, wenn die LED unmittelbar oder lediglich über eine Platine mit dem Zentralteil
des Kühlkörpers verbunden ist.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf
die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Längsschnittskizze zu einem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
LED-Leuchte,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf die in Fig. 1 gezeigte Leuchte, teilweise aufgeschnitten,
- Fig. 3
- eine Längsschnittskizze zu einem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
LED-Leuchte,
- Fig. 4
- eine der Fig. 3 entsprechende Seitenansicht,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht auf die in den Figuren 3 und 4 gezeigte Leuchte, teilweise
aufgeschnitten,
[0022] Figuren 6 bis 8 den Figuren 3 bis 5 entsprechende Darstellungen zu einem dritten
Ausführungsbeispiel und
[0023] Figuren 9 bis 11 den Figuren 3 bis 5 entsprechende Darstellungen zu einem vierten
Ausführungsbeispiel.
[0024] In Fig. 1 ist ein Längsschnitt einer erfindungsgemäßen LED-Leuchte gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel skizziert. Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht auf die in
Fig. 1 gezeigte Leuchte, teilweise aufgeschnitten. Die LED-Leuchte weist einen erfindungsgemäßen
Kühlkörper gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel auf.
[0025] Die LED-Leuchte kann so ausgebildet sein, dass sie sich zum Ersatz einer herkömmlichen
Glühbirne eignet. Sie kann also nach ihrem äußeren Erscheinungsbild im Wesentlichen
die Form einer herkömmlichen Glühbirne aufweisen und mit einem entsprechenden Gewinde
40 ausgestattet sein, das zur mechanischen und elektrischen Verbindung mit einer entsprechenden
konventionellen Fassung dient. Weiterhin kann die LED-Leuchte dementsprechend eine
transparente Abdeckung 42 aufweisen, die einem Glaskolben der herkömmlichen Glühbirne
nachgebildet ist.
[0026] Als Lichtquelle weist die LED-Leuchte ein Leuchtmittel auf, das wenigstens eine LED
2 umfasst. Zum Betrieb der LED 2 weist die LED-Leuchte einen Treiber 34 auf, der geschützt
in einem Treibergehäuse 30 angeordnet ist.
[0027] Beim Betrieb der LED-Leuchte wird durch die LED 2 und auch durch den Treiber 34 Wärme
erzeugt. Diese Wärme muss möglichst effektiv abtransportiert werden, um einen effektiven
Betrieb der LED-Leuchte und eine möglichst lange Lebensdauer der LED 2 zu ermöglichen.
Hierzu dient der Kühlkörper.
[0028] Der Kühlkörper ist vorzugsweise als massives, einstückiges Aluminium-Druckgussteil
ausgebildet und umfasst ein erstes Hülsenteil 4, das zur Bildung eines ersten Kanals
6 dient, der innerhalb des ersten Hülsenteils 4 verlaufend gebildet ist. Insbesondere
kann dabei das erste Hülsenteil 4 einen nach innen weisenden, vorzugsweise kreiszylindrischen
Oberflächenbereich aufweisen, der eine äußere Begrenzung des ersten Kanals 6 bildet.
Der erste Kanal 6 kann im Querschnitt ringförmig um das Treibergehäuse 30 herum ausgebildet
sein. Das Treibergehäuse 30 kann dazu einen nach außen weisenden Oberflächenbereich
32 aufweisen, der eine innere Begrenzung des ersten Kanals 6 bildet.
[0029] Der erste Kanal 6 dient zum Abtransport von Luft, die durch einen Betrieb der LED-Leuchte,
also insbesondere durch das Leuchtmittel bzw. die LED 2 und/oder den Treiber 34 erwärmt
ist. Der erste Kanal 6 ist dementsprechend derart ausgebildet, dass sich bei Betrieb
der LED-Leuchte durch die dabei entstehende Wärme eine Luftströmung durch den ersten
Kanal 6 ausbilden kann. Daher ist der erste Kanal 6 vorzugsweise derart ausgebildet,
dass er in diesem Sinne eine Kaminwirkung für diese Luftströmung hervorrufen kann.
[0030] Dementsprechend weist der erste Kanal 6 eine vordere Öffnung 44 und eine rückwärtige
Öffnung 46 auf, so dass Luft in den ersten Kanal 6 ein- und ausströmen kann. In der
Zeichnung der Fig. 1 ist in diesem Sinne "vorne" mit "unten" gleichgesetzt, wie durch
den beigefügten Pfeil "vorne" symbolisiert.
[0031] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Treibergehäuse 30 einen Oberflächenbereich
32 auf, der eine flächige innere Begrenzung des ersten Kanals 6 bildet. Der Oberflächenbereich
32 kann dabei strömungstechnisch vorteilhaft zylindrisch, insbesondere kreiszylindrisch
ausgebildet sein. Auf diese Weise grenzt ein Teil des Treibergehäuses 30 unmittelbar
an den ersten Kanal 6, so dass ein direkter bzw. unmittelbarer Wärmeübergang von dem
Treibergehäuse 30 zu dem ersten Kanal 6 ermöglicht ist.
[0032] Ein weiterer Oberflächenbereich 54 des Treibergehäuses 30 ist vorzugsweise flächig
unmittelbar mit dem Kühlkörper verbunden, so dass auch ein effektiver unmittelbarer
Wärmeübergang von dem Treibergehäuse 30 zu dem Kühlkörper ermöglicht ist.
[0033] Weiterhin weist der Kühlkörper ein zweites Hülsenteil 8 auf, das das erste Hülsenteil
6 umgebend angeordnet ist. Dabei sind das erste Hülsenteil 6 und das zweite Hülsenteil
8 derart angeordnet, dass zwischen diesen beiden Teilen 6, 8 ein zweiter Kanal 10
gebildet ist, der ebenfalls zum Abtransport der erwärmten Luft dient. Dementsprechend
weist auch der zweite Kanal 10 eine vordere Öffnung 50 und eine rückwärtige Öffnung
52 auf. Durch die Bildung von zwei Kanälen 6, 10 bzw. zwei "Kaminen" ist die Ausbildung
einer besonders effektiven Luftströmung zum Abtransport der bei Betrieb der LED-Leuchte
entstehenden Wärme ermöglicht.
[0034] Wie im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fall, weist das erste Hülsenteil 4 vorzugsweise
einen ersten rohrförmigen Abschnitt 12 auf, der um eine Symmetrieachse S rotationssymmetrisch,
beispielsweise kreiszylindrisch, ausgebildet ist. In Fig. 1 ist zur Illustration derjenige
Bereich längs der Symmetrieachse S, über den sich der erste rohrförmige Abschnitt
12 des ersten Hülsenteils 4 erstreckt, mit α bezeichnet. Analog kann das zweite Hülsenteil
8 einen zweiten rohrförmigen Abschnitt 14 aufweisen, der zu derselben Symmetrieachse
S rotationssymmetrisch ausgebildet ist. Eine entsprechend symmetrische Ausbildung
ist strömungstechnisch vorteilhaft.
[0035] Weiterhin strömungstechnisch vorteilhaft erstreckt sich auch der zur Bildung des
ersten Kanals 6 beitragende Oberflächenbereich 32 des Treibergehäuses 30 längs des
Bereichs α oder über diesen hinaus, wobei weiterhin vorteilhaft auch dieser Oberflächenbereich
32 des Treibergehäuses 30 rotationssymmetrisch, beispielswiese kreiszylindrisch um
die Symmetrieachse S ausgebildet ist.
[0036] Der zweite rohrförmige Abschnitt 14 kann ebenfalls kreiszylindrisch sein oder aber
- wie im gezeigten Ausführungsbeispiel der Fall - einen Durchmesser aufweisen, der
sich längs der Symmetrieachse
S ändert, beispielsweise nach vorne hin vorzugsweise kontinuierlich zunimmt.
[0037] Das zweite Hülsenteil 8 kann - strömungstechnisch vorteilhaft - nach vorne und/oder
nach hinten das erste Hülsenteil 6 überragen. Wenn sich das zweite Hülsenteil 8 weiter
nach hinten erstreckt als das erste Hülsenteil 4, werden der "Teilluftstrom" durch
den ersten Kanal 6 und der "Teilluftstrom" durch den zweiten Kanal 10 zusammengeführt,
bevor die aus diesen beiden Teilluftströmen zusammengeführte Luft wieder aus dem Kühlkörper
ausströmt. Wenn sich das erste Hülsenteil 4 nicht so weit nach vorne erstreckt wie
das zweite Hülsenteil 8, wird die in den Kühlkörper von vorne einströmende Luft erst
innerhalb des Kühlkörpers in die beiden genannten Teilluftströme aufgeteilt.
[0038] Vorzugsweise sind das erste Hülsenteil 4 und das zweite Hülsenteil 8 durch wenigstens
eine Verbindungsrippe 16, vorzugsweise durch mehrere Verbindungsrippen mechanisch
und thermisch miteinander verbunden. Die Verbindungsrippe 16 ist dabei vorzugsweise
mit Bezug auf die Symmetrieachse S radial angeordnet ausgebildet. Durch eine solche
Verbindungsrippe 16 wird die Wärmeleitung zur zweiten Hülse 8 forciert. Weiterhin
vorteilhaft kann durch die Verbindungsrippen der zweite Kanal 10 in - entsprechend
der Anzahl der Verbindungsrippen - mehrere Teilkanäle unterteilt sein, die - normal
zur Symmetrieachse S betrachtet - beispielsweise etwa trapezförmige Querschnitte aufweisen.
Die Teilkanäle können auch einen etwa quadratischen oder kreisförmigen Querschnitt
aufweisend gestaltet sein.
[0039] Der erste Kanal 6 hingegen ist vorzugsweise nicht unterbrochen, also vielmehr - normal
zur Symmetriechase S betrachtet - ringförmig ununterbrochen ausgebildet. Die Verbindungsrippe
16 erstreckt sich also in Richtung auf die Symmetrieachse S lediglich bis zum ersten
Hülsenteil 4. Dies ermöglicht insbesondere auch für den Fall eine effektive Strömungsausbildung
durch den ersten Kanal 6, in dem die LED-Leuchte zum Betrieb derart ausgerichtet ist,
dass die Symmetrieachse S horizontal oder annähernd horizontal orientiert ist.
[0040] Beim gezeigten Ausführungsbeispiel weist der Kühlkörper außerdem ein Zentralteil
18 auf, das zur thermischen Kontaktierung mit dem Leuchtmittel vorgesehen ist, also
insbesondere zur thermischen Kontaktierung mit der LED 2. Das Zentralteil 18 ist dabei
an einem vorderen Endbereich 20 des ersten Hülsenteils 4 angeordnet. Dabei kann vorgesehen
sein, dass eine mechanische und thermische Verbindung zwischen dem ersten Hülsenteil
4 und dem Zentralteil 18 durch mehrere Stege zwischen dem vorderen Endbereich 20 des
ersten Hülsenteils 4 und dem Zentralteil 18 gebildet ist. Die vordere Öffnung 44 kann
dabei zwischen zwei dieser Stege gebildet sein; vorzugsweise sind zwischen mehreren
derartigen Stegen dementsprechend mehrere vordere Öffnungen gebildet, durch die hindurch
Luft, die aus einem Außenbereich der LED-Leuchte stammt, in das Innere des ersten
Kanals 6 einströmen kann.
[0041] Vorzugsweise kontaktiert im Bereich des Zentralteils 18 der weitere Oberflächenbereich
54 des Treibergehäuses 34 den Kühlkörper flächig.
[0042] Das Zentralteil 18 kann nach vorne über einen vorderen Endbereich 22 des zweiten
Hülsenteils 8 zumindest teilweise vorstehend bzw. überstehend ausgebildet bzw. angeordnet
sein. Hierdurch wird eine Lichtabgabe von der LED 2 in den vorderen Halbraum ermöglicht,
die nicht durch den Kühlkörper behindert ist. Außerdem lässt sich auf diese Weise
die vordere Öffnung 50 des zweiten Kanals 10 vergleichsweise groß gestalten, was wiederum
eine vergleichsweise kräftige Luftströmung ermöglicht.
[0043] Weiterhin vorteilhaft hinsichtlich eines möglichst effektiven Wärmeabtransports ist
die LED 2 unmittelbar bzw. lediglich über eine Platine mit dem Zentralteil 18 verbunden.
Im Ausführungsbeispiel weist das Zentralteil 18 einen Flächenbereich 60 auf, der eine
nach vorne weisende Normale aufweist, wobei die LED 2 auf diesem Flächenbereich 60
angeordnet ist. Die LED 2 kann so positioniert angeordnet sein, dass die Symmetrieachse
S durch die LED 2 hindurch verläuft.
[0044] In den Figuren 3 bis 5 ist ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
LED-Leuchte mit einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Kühlkörpers
gezeigt. Soweit nicht anders angegeben, gelten die Ausführungen zum ersten Ausführungsbeispiel
analog auch für das zweite Ausführungsbeispiel. Die Bezugszeichen sind entsprechend
verwendet.
[0045] Fig. 3 zeigt eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung, Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende
Seitenansicht und Fig. 5 zeigt eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung.
[0046] Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel weist der Kühlkörper bzw. die LED-Leuchte
gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ein weiteres, also ein drittes Hülsenteil 24
auf, das derart das zweite Hülsenteil 8 umgebend angeordnet ist, dass zwischen dem
dritten Hülsenteil 24 und dem zweiten Hülsenteil 8 ein weiterer, also ein dritter
Kanal 26 zum Abtransport der erwärmten Luft gebildet ist. Ein derartiger dritter Kanal
26 bzw. Kamin ermöglicht eine weitere Steigerung der Effektivität des Wärmeabtransports.
[0047] Das dritte Hülsenteil 24 kann - in Analogie zum ersten und zum zweiten Hülsenteil
- einen dritten rohrförmigen Abschnitt aufweisen, der wiederum rotationssymmetrisch
zur Symmetrieachse S ausgebildet ist. Die Verbindungsrippe 16 bzw. die Verbindungsrippen
können sich vorteilhaft bis zum dritten Hülsenteil 24 radial nach außen erstrecken.
Hierdurch wird ein Wärmetransport zum dritten Hülsenteil 24 unterstützt.
[0048] Das dritte Hülsenteil 24 kann sich nach hinten weniger weit erstrecken als das zweite
Hülsenteil 8. Es können auch noch weitere Hülsenteile gebildet sein, die sich nach
außen zu anschließen. Dabei kann vorgesehen sein, dass sich die Hülsenteile mit zunehmendem
Abstand von der Symmetrieachse S nach hinten zunehmend weniger weit erstrecken.
[0049] In den Figuren 6 bis 8, die den Figuren 3 bis 5 entsprechende Darstellungen zeigen,
ist ein drittes Ausführungsbeispiel gezeigt. Die obigen Ausführungen gelten analog.
Der Unterschied zum zweiten Ausführungsbeispiel liegt darin, dass sich die drei Kanäle
6, 10, 26 längs der Symmetrieachse S länger erstrecken. Beispielsweise kann vorgesehen
sein, dass der Kühlkörper längs der Symmetrieachse S eine Längserstreckung aufweist
und in Querrichtung dazu eine Quererstreckung, wobei das Verhältnis von Längserstreckung
zu Quererstreckung zwischen 4:6 und 7:6 beträgt. Beispielswiese kann die Längserstreckung
zwischen 4 und 7 cm betragen.
[0050] In den Figuren 9 bis 11, die wiederum den Figuren 3 bis 5 entsprechende Darstellungen
zeigen, ist ein viertes Ausführungsbeispiel gezeigt. Die obigen Ausführungen gelten
wiederum analog. Der Unterschied zum dritten Ausführungsbeispiel liegt darin, dass
der Kühlkörper aus zwei Stücken gebildet ist, wobei das erste Stück, das Hauptstück,
das erste Hülsenteil 4, das zweite Hülsenteil 8, die wenigstens eine Verbindungsrippe
16 und das Zentralteil 18 umfasst und aus Aluminium besteht. Das zweite Stück umfasst
das dritte Hülsenteil 26 und besteht aus Kunststoff. Dies ist hinsichtlich der zulässigen
Oberflächentemperatur von Vorteil, weil diese für Kunststoff höher ist, als bei Aluminium.
Für das erste und zweite Hülsenteil eignet sich Kunststoff indessen im Allgemeinen
nicht, da dort die Luft Temperaturen erreichen kann, die die Verwendung von Kunststoff
ungeeignet erscheinen lassen.
[0051] Von Vorteil ist darüber hinaus die Verwendung von Kunststoff für die äußerste Hülse,
weil Kunststoff besser als Aluminium zur Bildung einer optisch ansprechenden Oberfläche
geeignet ist.
[0052] Natürlich kann das Konzept mehrerer Kanäle, die durch mehrere Hülsenteile gebildet
sind, auf noch weitere Kanäle ausgeweitet werden, so dass also vier oder fünf Kanäle
usw. gebildet sein können. Das jeweils äußerste Hülsenteil kann dabei eine Außenfläche
des Kühlkörpers und/oder der LED-Leuchte bilden und vorzugsweise aus Kunststoff bestehen.
1. LED-Leuchte, die ein Leuchtmittel mit wenigstens einer LED (2) umfasst, aufweisend
- einen Kühlkörper mit
- einem ersten Hülsenteil (4) zur Bildung eines innerhalb des ersten Hülsenteils (4)
verlaufenden ersten Kanals (6) zum Abtransport von Luft, die durch einen Betrieb der
LED-Leuchte erwärmt ist,
- einem zweiten Hülsenteil (8), das das erste Hülsenteil (4) umgebend angeordnet ist,
wobei das erste Hülsenteil (4) und das zweite Hülsenteil (8) derart angeordnet sind,
dass zwischen dem ersten Hülsenteil (4) und dem zweiten Hülsenteil (8) ein zweiter
Kanal (10) zum Abtransport der Luft gebildet ist,
- ein Treibergehäuse (30) zur Aufnahme eines Treibers (34) zum Betreiben der LED (2),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Treibergehäuse (30) einen Oberflächenbereich (32) aufweist, der eine innere Begrenzung
des ersten Kanals (6) bildet.
2. LED-Leuchte nach Anspruch 1,
bei der das Treibergehäuse (30) flächig mit dem Kühlkörper verbunden ist.
3. LED-Leuchte nach Anspruch 1 oder 2,
wobei der Kühlkörper weiterhin aufweist:
- wenigstens ein weiteres Hülsenteil (24), das derart das zweite Hülsenteil (8) umgebend
angeordnet ist, dass zwischen dem wenigstens einen weiteren Hülsenteil (24) und dem
zweiten Hülsenteil (8) wenigstens ein weiterer Kanal (26) zum Abtransport der Luft
gebildet ist.
4. LED-Leuchte nach einem der vorherigen Ansprüche,
bei der das erste Hülsenteil (4) des Kühlkörpers einen ersten rohrförmigen, um eine
Symmetrieachse (S) rotationssymmetrisch ausgebildeten Abschnitt (12) aufweist und
das zweite Hülsenteil (8) einen zweiten rohrförmigen Abschnitt (14) aufweist, der
ebenfalls um die Symmetrieachse (S) rotationssymmetrisch ausgebildet ist.
5. LED-Leuchte nach Anspruch 4,
wobei der Kühlkörper weiterhin aufweist:
- wenigstens eine Verbindungsrippe (16), die das erste Hülsenteil (4) mit dem zweiten
Hülsenteil (8) verbindet, vorzugsweise mit Bezug auf die Symmetrieachse (S) in radialer
Richtung.
6. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der der erste Kanal (6) des Kühlkörpers einen ununterbrochenen ringförmigen Querschnitt
aufweist.
7. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei der Kühlkörper weiterhin aufweist:
- ein Zentralteil (18), das zur thermischen Kontaktierung mit dem Leuchtmittel vorgesehen
ist,
wobei das Zentralteil (18) an einem vorderen Endbereich (20) des ersten Hülsenteils
(4) angeordnet ist.
8. LED-Leuchte nach Anspruch 7,
bei der das Zentralteil (18) des Kühlkörpers nach vorne über einen vorderen Endbereich
(22) des zweiten Hülsenteils (8) zumindest teilweise vorstehend angeordnet ist.
9. LED-Leuchte nach Anspruch 7 oder 8,
bei der die LED (2) unmittelbar oder lediglich über eine Platine mit dem Zentralteil
(18) verbunden ist.
10. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der sich das zweite Hülsenteil (8) des Kühlkörpers weiter nach hinten und/oder
weiter nach vorne erstreckt, als das erste Hülsenteil (4).
11. LED-Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
bei der das erste Hülsenteil (4) und das zweite Hülsenteil (8) des Kühlkörpers aus
einem Stück bestehend ausgebildet sind.
12. LED-Leuchte nach Anspruch 11,
bei der das Stück aus Aluminium besteht und vorzugsweise als Druckgusskörper ausgebildet
ist.
13. LED-Leuchte mit den in Anspruch 3 und 12 genannten Merkmalen,
bei dem das wenigstens eine weitere Hülsenteil (24) aus einem weiteren Stück bestehend
ausgebildet ist, das vorzugsweise aus Kunststoff besteht.