[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Dimmen
eines Leuchtmittels, beispielsweise einer Gasentladungslampe oder einer Leuchtdiode
(LED). Heute sind dimmbare Vorschaltgeräte und Transformatoren bekannt, die ein Dimmen
von Leuchtdioden oder Gasentladungslampe ermöglichen. Das gewünschte Dimmniveau kann
beispielsweise digital(z. B. DALI-Standard) oder analog (z. B. 1-10 V-Schnittstelle)
vorgegeben werden.
[0002] Aus
EP 1639866 B1 ist beispielsweise bekannt, die Dimmsteuersignale über eine Busleitung digital zu
übermitteln. Die Busleitung dient gleichzeitig zur Versorgung einer Auswertelogik
mit elektrischer Energie. Die Auswertelogik erfasst die anliegenden Steuersignale
und insbesondere die Flanken der digitalen Signale und setzt diese in Ausgangs-Steuersignale
um, die einem galvanischen Trennelement übermittelt werden. Sekundärseitig ist am
galvanischen Trennelement ein elektronisches Vorschaltgerät angeschlossen, dass das
Leuchtmittel bzw. die Lampe entsprechend den Ausgangssteuersignalen der Auswertelogik
betreibt.
[0003] Anstelle von digitalen Signalen auf einer Busleitung können auch analoge Signale
zur Vorgabe eines gewünschten Dimmniveaus einer Lampe verwendet werden, beispielsweise
ein Gleichspannungssignal.
DE 60122038 T2 beschreibt eine Vorrichtung, bei der ein Gleichspannungssignal zwischen 0 und 10
V pulsbreitenmoduliert und anschließend über einen Optokoppler übertragen wird. Das
sekundärseitige pulsbreitenmodulierte Signal wird schließlich über einen RC-Filter
an eine Einrichtung zur Leistungsfaktorkorrektur bzw. einen Inverter übermittelt,
der die angeschlossene Lampe steuert.
[0004] Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel aus
DE 60122038 T2 ist eine nicht näher erläuterte Dimmregelung primärseitig vor dem Optokoppler angeordnet,
die ein Frequenzsteuersignal für eine Einrichtung zur Leistungsfaktorkorrektur bzw.
für einen Wechselrichter erzeugt.
[0005] Im Gleichspannungssignal, dass das gewünschte Dimmniveau vorgibt, können Störungen
auftreten. Je nach Länge der Leitung zwischen der Vorrichtung zum Dimmen der Lampe
und einem Dimmer können dort Störsignale eingekoppelt werden. Abhängig von der Verlegung
der Masseleitungen können auch sogenannte Brummschleifen auftreten, die das Gleichspannungs-Dimmsignal
beeinflussen und daher stören.
[0006] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren bzw. eine Vorrichtung
zum Dimmen von Lampen zu schaffen, das Auswirkungen solcher Störungen reduzieren kann
und gleichzeitig den Schaltungsaufwand im Lampensteuerkreis verringert.
[0007] Die Erfindung löst dieses Problem mit einem Verfahren nach Patentanspruch 1 sowie
einer Vorrichtung nach Patentanspruch 12. Das Gleichspannungs-Dimmeingangssignal wird
an eine vorzugsweise programmierbare Steuereinheit angelegt. Der Steuereinheit ist
ein nicht-flüchtiger Speicher zugeordnet. In diesem Speicher ist wenigstens eine Dimmkennlinie
abgespeichert. Vorzugsweise weist der Speicher mehrere unterschiedliche Dimmkennlinien
auf, wobei eine der Dimmkennlinien zum Dimmen der Lampe ausgewählt wird. Zur Auswahl
der gewünschten Dimmkennlinie kann ein entsprechendes Bedienelement verwendet werden.
[0008] Abhängig vom Spannungswert des Gleichspannungs-Dimmeingangssignals wird in der Steuereinheit
ein pulsbreitenmoduliertes Dimmausgangssignal ermittelt. Ist der Spannungswert des
Dimmeingangssignals höchstens so groß wie ein erster Spannungsschwellenwert, so erzeugt
die Steuereinheit das Dimmausgangssignal mit einem unveränderlichen ersten Tastgrad.
[0009] Ist der Spannungswert des Dimmmeingangssignals zumindest so groß wie ein zweiter
Spannungsschwellenwert, so erzeugt die Steuereinheit das dem Ausgangssignal mit einem
unveränderlichen zweiten Tastgrad, der vorzugsweise kleiner ist, als der erste Tastgrad.
Weist das Dimmeingangssignal einen Spannungswert auf, der zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert
und dem zweiten Spannungsschwellenwert liegt, so hat das gebildete Dimmausgangssignal
einen veränderlichen Tastgrad, der vom Spannunsgwert des Dimmeingangssignals und von
der vorgegebenen oder ausgewählten Dimmkennlinie abhängt.
[0010] Der erste Spannungswert und/oder der zweite Spannungswert können veränderbar vorgegeben
sein, beispielsweise abhängig von einem Parameter. Als Parameter kommt insbesondere
ein Betriebszustand wie etwa die Temperatur der Lampe in Betracht. Der Betriebszustand
und insbesondere die Temperatur kann anhand einer charakterisierenden Größe wie z.B.
dem Lampenstrom oder der Betriebsdauer seit dem Einschalten ermittelt oder auch über
einen Temperatursensor gemessen werden. Die gemessene chrakterisierende Größe kann
über eine galvanische Trenneinrichtung, z.B. Optokoppler, an die Steuereinheit übermittelt
werden. Der Wert des ersten Tastgrads ist abhängig vom ersten Spannungswert fest vorgegeben
und/oder der Wert des zweiten Tastgrades ist abhängig vom zweiten Spannungswert fest
vorgegeben.
[0011] Die Steuereinheit wandelt somit das empfangene Dimmeingangssignal direkt in ein digitales,
pulsbreitenmoduliertes Dimmausgangssignal um, das anschließend an eine galvanische
Trenneinrichtung übermittelt wird. Bereits primärseitig mit Bezug auf die galvanische
Trenneinrichtung wird das empfangene Dimmeingangssignal aufbereitet, wobei Störungen
des Gleichspannungssignals zumindest teilweise eliminiert werden. Das pulsbreitenmodulierte
Dimmausgangssignal hat dann einen festen, unveränderlichen Tastgrad, wenn der Spannungswert
des Systemseingangssignals höchstens dem ersten Spannungsschwellenwert oder mindestens
dem zweiten Spannungsschwellenwert entspricht. Gleichspannungsschwankungen unterhalb
des ersten Spannungsschwellenwertes und oberhalb des zweiten Spannungsschwellenwertes
bleiben daher ohne Auswirkung auf den Tastgrad des Dimmausgangssignals. Ein veränderlicher
Tastgrad wird anhand der Dimmkennlinie nur erzeugt, wenn das Dimmeingangssignal einen
Gleichspannungswert zwischen dem ersten und dem zweiten Spannungsschwellenwert aufweist.
In der Steuereinheit wird daher primärseitig eine Anolog-Digital-Wandlung durchgeführt.
Die dabei durchgeführte Pulsbreitenmodulation hängt davon ab, in welchem Bereich bezogen
auf die vorgegebenen Spannungsschwellenwerte das Gleichspannungs-Dimmeingangssignal
liegt. Durch diese primärseitig durchgeführte Verarbeitung und gegebenenfalls Filterung
des Dimmeingangssignals lässt sich der Schaltungsaufwand im sekundärseitigen Lampenkreis
an den die zu dimmende Lampe angeschlossen ist, reduzieren. Die Auswahl der Dimmkennlinie
kann angepasst an die sich an die Steuereinheit anschließende Übertragungsstrecke
ausgewählt werden. Der Verlauf der vorgegebenen oder ausgewählten Dimmkennlinie kann
bauteilabhängige oder lampentypabhängige Einflüsse, die sich durch die verwendeten
Komponenten in der Übertragungsstrecke ergeben, auf einfache Weise zumindest teilweise
kompensieren.
[0012] Vorzugsweise wird der Tastgrad im Bereich zwischen dem ersten Tastgrad und dem zweiten
Tastgrad des Dimmausgangssignals nur verändert, wenn die Änderung des Dimmeingangssignals
ein Änderungskriterium erfüllt. Auf diese Weise kann eine verbesserte Entstörung im
Bereich von Gleichspannungswerten zwischen dem ersten und dem zweiten Spannungsschwellenwert
erreicht werden. Das Änderungskriterium kann beispielsweise dann erfüllt sein, wenn
die Änderung des Dimmeingangssignals größer ist als ein Mindeständerungsbetrag. Spannungsschwankungen
unterhalb des Mindeständerungsbetrags bleiben bei der Bestimmung des Tastgrades des
pulsbreitenmodulierten Dimmausgangssignals unberücksichtigt. Zu häufige Helligkeitsänderungen
oder ein Flackern der Lampe kann auf diese Weise sehr einfach verhindert werden. Zusätzlich
oder alternativ kann das Änderungskriterium erfüllt sein, wenn die Änderungsgeschwindigkeit
des Dimmeingangssignals kleiner ist als ein vorgegebener Änderungsgeschwindigkeitsschwellenwert.
Die von einem Bediener über einen Dimmer vorgegebene Änderung des gewünschten Dimmniveaus
überschreitet bestimmte Änderungsgeschwindigkeiten nicht. Bei Änderungen, die oberhalb
eines Änderungsgeschwindigkeitsschwellenwerts liegen, kann daher auf unerwünschte
Einflüsse und Störungen des Dimmeingangssignals geschlossen werden. Solche Signaländerungen
führen auf diese Weise nicht zu einer Änderung des Tastgrades und mithin auch nicht
zu einer Änderung des Dimmniveaus der Lampe.
[0013] Das Änderungskriterium kann alternativ oder zusätzlich auch dann erfüllt sein, wenn
die Änderung des Dimmeingangssignals innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters nicht
wieder den Ausgangswert annimmt, den der Spannungswert des Dimmeingangssignals zu
Beginn der Änderung des Dimmeingangssignals hatte. Kurzzeitige Gleichspannungsänderungen
des Dimmeingangssignals, die innerhalb des vorgegebenen Zeitfensters wieder verschwinden,
lassen den aktuellen Tastgrad unverändert.
[0014] Die Änderungskriterien können einzeln oder in beliebiger Kombination verwendet werden.
Es können auch weitere Änderungskriterien hinzutreten. Auf diese Weise kann sehr einfach
in der programmierbaren Steuereinheit eine Entstörung des Gleichspannungssignals erfolgen.
[0015] Es ist außerdem möglich, dass die Änderungsgeschwindigkeit des Tastverhältnisses
des Dimmausgangssignals auf einen Maximalwert begrenzt wird. Der Tastgrad ändert sich
auch dann nicht schneller, wenn eine schnellere Änderung des Dimmeingangssignals vorliegt.
Somit können durch einen veränderten Tastgrad angeforderte Helligkeitsänderungen auf
eine maximale Änderungsgeschwindigkeit begrenzt werden. Es besteht auch die Möglichkeit,
die Änderungsgeschwindigkeit des Tastgrades fest oder parameterabhängig einzustellen.
[0016] Das pulsbreitenmodulierte Dimmausgangssignal liegt an der Primärseite der galvanischen
Trenneinrichtung an und verursacht an der Sekundärseite der galvanischen Trenneinrichtung
ein Dimmsteuersignal, das zur Steuerung des Lampenstroms im Lampensteuerkreis verwendet
wird. Insbesondere ist die Steuereinheit vollständig galvanisch vom Lampensteuerkreis
getrennt. Das Dimmsteuersignal kann auch als invertiertes Signal an den Lampenkreis
weitergegeben werden. Eine Invertierung kann beispielsweise bei der Übertragung durch
die galvanische Trenneinrichtung erfolgen, wenn etwa ein Optokoppler mit invertierendem
Transistor eingesetzt wird.
[0017] Der durch den Lampensteuerkreis eingestellte Lampenstrom zum Betrieb der angeschlossenen
Lampe kann durch eine Strommesseinrichtung erfasst und an den Lampensteuerkreis zurückgeführt
werden. Auf diese Weise ist eine Stromregelung realisierbar. Alternativ hierzu können
auch andere Messwerte, wie zum Beispiel die Lampenspannung, die Leistung der Lampe,
die Helligkeit der Lampe oder dergleichen gemessen und an den Lampensteuerkreis zur
Regelung übermittelt werden. Somit kann eine Messeinrichtung vorhanden sein, die eine
die Helligkeit der Lampe charakterisierende Größe erfasst. Die Dimmkennlinie kann
abhängig von der Charakteristik der Messeinrichtung vorgegeben sein, sodass beispielsweise
Nichtlinearitäten der Messeinrichtung, die zu einer Abweichung der Helligkeit der
Lampe vom gewünschten Dimmniveau führen könnten, bereits primärseitig außerhalb des
Lampensteuerkreises berücksichtigt werden. Dies vereinfacht die Steuerung bzw. Regelung
im Lampensteuerkreis.
[0018] Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens bzw. der Vorrichtung ergeben sich aus
den anhängigen Patentansprüchen sowie der Beschreibung. Die Beschreibung beschränkt
sich auf wesentliche Merkmale der Erfindung. Die Zeichnung ist ergänzend heranzuziehen.
Es zeigen:
Figur 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
Figur 2 eine schematische Darstellung zweier Dimmkennlinien,
Figur 3 eine schematische Prinzipdarstellung des pulsbreiten modulierten Dimmausgangssignals,
Figur 4 einen beispielhaften, schematischen Verlauf des Dimmeingangssignals über der
Zeit sowie einen schematischen Verlauf des sich daraus ergebenden Tastgrades.
[0019] Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Vorrichtung 10 zum Dimmen einer Lampe 11.
Die Lampe 11 kann beispielsweise durch eine Gasentladungslampe, Halogenlampe oder
eine Leuchtdiode (LED) gebildet sein. Wenn es sich bei dem Lampe 11 um eine Halogenlampe
handelt, kann dieser ein Transformator vorgeschaltet sein. Die Lampe 11 ist an einen
Lampensteuerkreis 12 angeschlossen. Der Lampensteuerkreis 12 steuert oder regelt die
Lampenspannung UL und/oder den Lampenstrom IL. Eine Strommesseinrichtung 13 erfasst
den Lampenstrom IL und übermittelt ein entsprechendes Strommesssignal an den Lampensteuerkreis
12. Dadurch kann der Lampensteuerkreis 12 den Lampenstrom IL regeln. An den Lampensteuerkreis
12 können anstelle von einer einzigen Lampe 11 auch mehrere Lampen 11 angeschlossen
sein.
[0020] Die Vorrichtung 10 weist eine programmierbare Steuereinheit 17 auf, die beispielsweise
von einem Mikrokontroller gebildet ist. Die Steuereinheit 17 weist einen Gleichspannungseingang
18 mit zwei Eingangsklemmen auf, an dem ein Dimmeingangssignal UD in Form einer Gleichspannung
anliegt. Die Werte der Gleichspannung können beispielsweise im Bereich von etwa 0
V bis 11 V variieren. Die Steuereinheit 17 ist mit einem nicht-flüchtigen Speicher
19 verbunden, in dem zumindest eine und vorzugsweise mehrere unterschiedliche Dimmkennlinien
KL abgespeichert sind. Beim Betrieb der Vorrichtung 10 wird eine der Dimmkennlinien
KL ausgewählt und zur Erzeugung eines digitalen Dimmausgangssignals AS an einem Ausgang
20 der Steuereinheit 17 verwendet. Die gewünschte Dimmkennlinie KL kann über ein Bedienelement
21 ausgewählt werden. Alternativ oder zusätzlich ist es auch möglich, über das Bedienelement
21 eine aktuell verwendete, ausgewählte Kennlinie KL zu modifizieren, um beispielsweise
eine abgespeicherte Kennlinie besser an die aktuelle Anwendung anzupassen. Das Bedienelement
21 kann auch dazu eingerichtet sein, Parameter der Analog-Digital-Wandlung vorzugeben
und/oder zu verändern, beispielsweise die Periodendauer für das pulsbreitenmodulierte
Dimmausgangssignal DS. Modifizierte oder angepasste Kennlinien und/oder Parameter
können über das Bedienelement 21 und die Steuereinheit 17 bei einem abgewandelten
Ausführungsbeispiel auch im Speicher 19 abgelegt werden.
[0021] Zur Versorgung mit elektrischer Energie der Steuereinheit 17 ist eine Versorgungseinheit
22 vorgesehen. Die Versorgungseinheit 22 kann beispielweise durch ein Kondensatornetzteil,
einen Transformator oder ein Schaltnetzteil gebildet sein. Es ist auch möglich, die
Versorgungseinheit 22 durch eine basisisolierte (1,5kV) Koppelwicklung zu realisieren.
Prinzipiell können auch andere Isolationsklassen realisiert werden. Die Vorrichtung
10 kann so ausgestaltet sein, dass bei abgeschalteter Lampe 11 keine Spannung am Ausgang
der Versorgungseinheit 22 anliegt. Es ist jedoch auch möglich, die Steuereinheit 17
permanent mit elektrischer Energie zu versorgen, unabhängig davon, ob die Lampe 11
ein- oder ausgeschaltet ist. Der ausgeschaltete Zustand der Lampe 11 kann dem Lampensteuerkreis
12 in diesem Fall über eine gesonderte Steuerleitung 23 übermittelt werden, wie dies
in Figur 1 gestrichelt dargestellt ist.
[0022] Das Dimmausgangssignal AS wird vom Ausgang 20 der Steuereinheit 17 unmittelbar einer
ersten galvanischen Trenneinrichtung 24 übermittelt. Beim Ausführungsbeispiel ist
die erste galvanische Trenneinrichtung als Optokoppler ausgeführt. Bei einer abgewandelten
Ausgestaltung der Vorrichtung 10 kann anstelle des Optokopplers auch ein anderes isolierendes
Bauteil, wie z. B. ein Übertrager verwendet werden. Das an der Primärseite 25 der
ersten Trenneinrichtung 24 anliegende Dimmausgangssignal AS wird an die Sekundärseite
26 der ersten Trenneinrichtung 24 übertragen und liegt dort als Dimmsteuersignal DS
an. Das Dimmsteuersignal DS wird auf der Sekundärseite 26 anschließend einem Digital-Analog-Wandler
27 zugeführt, der das digitale Dimmsteuersignal DS in ein analoges Lampensteuersignal
LS umwandelt, das an den Lampensteuerkreis 12 übermittelt wird. Das Lampensteuersignal
LS gibt die gewünschte Helligkeit der Lampe 11 an. Im Lampensteuerkreis 12 wird beispielsgemäß
der Lampenstrom IL nach Vorgabe durch das Lampensteuersignal LS so eingestellt, dass
die gewünschte Helligkeit der Lampe 11 erreicht wird. Es versteht sich, dass auch
eine Invertierung des Dimmausgangssignals AS oder des Dimmsteuersignals DS erfolgen
kann. Eine Invertierung kann beispielsweise auch bei der Übertragung durch die galvanische
Trenneinrichtung erfolgen, wenn etwa ein Optokoppler mit invertierendem Transistor
eingesetzt wird. Auch existieren Ausführungen von Lampensteuerkreisen, die ein zuvor
invertiertes Signal einfacher weiterverarbeiten können, um die gewünschte Helligkeit
einzustellen.
[0023] Wie bereits erwähnt, kann die Vorrichtung 10 eine separate Steuerleitung 23 aufweisen,
die dem Lampenkreis 12 ein Signal übermittelt, wenn die Lampe 11 vollständig ausgeschaltet
werden soll. In dieser zusätzlichen Steuerleitung 23 kann eine zweite galvanische
Trenneinrichtung 27 eingesetzt sein, um eine vollständige galvanische Trennung zwischen
Primärseite 25 und Sekundärseite 26 zu erhalten. Auch die zweite Trenneinrichtung
27 kann als Optokoppler, Übertrager oder dergleichen ausgeführt sein.
[0024] Aus dem am Gleichspanungseingang 18 anliegenden Dimmeingangssignal UD wird mithilfe
der aktuell ausgewählten Kennlinie KL das pulsbreitenmodulierte Dimmausgangssignal
AS erzeugt. Dabei wird der Tastgrad G des Dimmausgangssignals AS abhängig vom Gleichspannungswert
des Dimmeingangssignals UD variiert. In einem ersten Spannungsbereich, in dem der
Spannungswert des Dimmeingangssignals UD höchstens einem ersten Spannungsschwellenwert
U1 entspricht, weist das Dimmausgangssignal AS einen konstanten ersten Tastgrad G1
auf. Spannungsschwankungen und Spannungsänderungen führen in diesem Bereich nicht
zu einer Änderung des Tastgrades G des Dimmausgangssignals AS. In einem zweiten Spannungsbereich,
in dem der Gleichspannungswert des Dimmeingangssignals UD zumindest einem zweiten
Spannungsschwellenwert U2 entspricht, weist das dem Ausgangssignal AS einen konstanten
zweiten Tastgrad G2 auf. Der zweite Tastgrad G2 ist kleiner als der erste Tastgrad
G1. Somit stellt der zweite Tastgrad G2 ein Minimum und der erste Tastgrad G1 ein
Maximum für den Tastgrad G dar. Der Tastgrad G ist definiert durch die Zeitdauer t
H, während der das Dimmausgangssignal AS innerhalb einer Periodendauer T seinen Maximalwert
H annimmt, geteilt durch die Periodendauer T. Der Tastgrad G ist ein Maß für die gewünschte
Helligkeit der Lampe 11. Der erste Tastgrad G1 entspricht der minimalen Helligkeit
der Lampe 11. Der zweite Tastgrad G2 entspricht der maximalen Helligkeit der Lampe
11.
[0025] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem Dimmeingangssignal
um ein Steuersignal gemäß dem üblichen 1-10 V Standard. Jede Eingangsspannung zwischen
0 und 1V entspricht dabei dem minimalen Dimmniveau, was durch einen unteren Spannungsschwellenwert
U1 von 1V realisiert wird.
[0026] Der erste Spannungsschwellenwert U1 kann veränderbar vorgegeben sein, beispielsweise
parameterabhängig. Als Parameter wird bevorzugt ein Betriebszustand der Lampe 11 wie
etwa deren Temperatur verwendet. Die Temperatur wird vorzugsweise durch einen Temperatursensor
erfasst. Eine kalte Lampe 11 zündet möglicherweise bei einem minimalen Dimmniveau
nicht, dessen erster Tastgrad G1 einem ersten Spannungsschwellenwert U1 gleich 1 V
entspricht. Wird anhand der erfassten Temperatur erkannt, dass die Lampe nicht oder
nicht ausreichend aufgeheizt ist, wird der erste Spannungsschwellenwert U1 verändert
und beispielsgemäß erhöht, beispielsweise auf U1* = 2 V. Der erste Tastgrad G1* wird
entsprechend auf den durch die verwendete Dimmkennlinie KL für U1* = 2 V vorgegebenen
Wert gesetzt, wie schematisch in Figur 2 veranschaulicht. Bei kalter Lampe wird der
erste Tastgrad G1 mithin verringert, um ein Zünden der kalten Lampe 11 zu gewährleisten
und das Erlöschen zu vermeiden bis die Lampe 11 eine ausreichend große Betriebstemperatur
aufweist. Sobald eine ausreichende Erwärmung der Lampe 11 festgestellt wurde, wird
der erste Spannungsschwellenwert wieder verringert und der erste Tastgrad entsprechend
erhöht. Der Wert des ersten Tastgrads G1, G1* ist abhängig vorgegeben vom festgelegten
ersten Spannungsschwellenwert U1, U1*. Beispielsgemäß sind lediglich zwei verschiedene
erste Spannungsschwellenwerte U1, U1* und jeweils ein zugeordneter erster Tastgrad
G1, G1* vorgegeben. Das eine Wertepaar U1*, G1* wird für die Lampe 11 unterhalb der
Normalbetriebstemperatur und das andere Wertepaar für die Lampe 11 mit Normalbetriebstemperatur
verwendet, die die Lampe 11 bei fehlerfreiem Betrieb gewöhnlich aufweist.
[0027] Analog hierzu kann bei Übertemperatur der zweite Spannungsschwellenwert auf einen
Wert U2* < U2 herabgesetzt werden, so dass die Lampe 11 bei dieser zu hohen Betriebstemperatur
nicht mit voller Helligkeit, sondern zumindest etwas gedimmt betrieben wird, um eine
weitere Wärmebelastung zu vermeiden. Dem verminderten zweiten Spannungsschwellenwert
U2* ist ein zweiter Tastgrad G2* fest zugeordnet, der kleiner ist als der im Normalbetrieb
der Lampe 11 verwendete zweite Tastgrad G2. Das Wertepaar U2*, G2* wird für die Lampe
11 oberhalb der Normalbetriebstemperatur verwendet. Es kann ausreichend sein, lediglich
zwei verschiedene zweite Spannungsschwellenwerte U2, U2* und jeweils einen zugeordneter
zweiten Tastgrad G2, G2* vorzugeben.
[0028] Im Bereich von Gleichspannungswerten zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert U1,
U1* und dem zweiten Spannungsschwellenwert U2 ist der Tastgrad G des Dimmausgangssignals
AS variabel und wird abhängig vom Gleichspannungswert des Dimmeingangssignals UD und
der ausgewählten Dimmkennlinie KL festgelegt. Die Dimmkennlinie KL kann einen beliebigen
Verlauf aufweisen. Wie bereits erwähnt, sind bevorzugt eine Vielzahl von Dimmkennlinien
KL im Speicher 19 abgelegt, sodass die jeweils passende Dimmkennlinie KL verwendet
werden kann. In Figur 2 sind beispielhaft eine erste Dimmkennlinie KL1 mit linearem
Verlauf und eine zweite Dimmkennlinie KL2 mit nicht-linearem Verlauf dargestellt.
Die Dimmkennlinie KL kann beispielsweise auch einen logarithmischen Verlauf aufweisen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform berücksichtigt zumindest eine der abgespeicherten
Kennlinien die Charakteristik eines oder mehrerer verwendeter Bauelemente außerhalb
der Steuereinheit 17. Beispielsweise können bauteilspezifische Parameter des Lampensteuerkreises
12 berücksichtigt werden. Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ist eine Strommesseinrichtung
13 vorhanden, die zum Beispiel mithilfe eines Strommesstransformators oder eines Nebenschlusswiderstands
realisiert sein kann. Die Strom-Spannungs-Kennlinie der Strommesseinrichtung 13 kann
bei der Vorgabe der Dimmkennlinie KL berücksichtigt werden, sodass bauteilbedingte
Messfehler bereits primärseitig durch die Dimmkennlinie KL zumindest teilweise kompensiert
werden.
[0029] Es ist zudem möglich, Bauteiltoleranzen im Zuge der Herstellung der Vorrichtung 10
zu berücksichtigen und die wenigstens eine vorgegebene Kennlinie KL an die tatsächliche
Charakteristik zumindest eines verwendeten Bauteils anzupassen, um Abweichungen vom
gewünschten Steuerverhalten zumindest teilweise zu kompensieren. Schließlich besteht
auch die Möglichkeit, die wenigstens eine Dimmkennlinie KL an den konkret verwendeten
Lampentyp der Lampe 11 anzupassen. Um auch spätere Wechsel des Lampentyps berücksichtigen
zu können, kann es vorteilhaft sein, für verschiedene Lampentypen jeweils eine Dimmkennlinie
KL in Speicher 19 abzulegen. Der Bediener kann dann über die Bedieneinheit 21 die
Dimmkennlinie KL an den verwendeten Lampentyp anpassen. Die Vorrichtung 10 kann auch
über eine Einrichtung zur automatischen Lampentyperkennung verfügen. Bei automatischer
Lampentyperkennung kann die Erkennungseinrichtung die Dimmlennlinie auswählen.
[0030] Es ist ferner möglich, eine oder mehrere Kennlinien derart vorzugeben, dass an den
Gleichspannungseingang 18 der Steuereinheit 17 auch Steuersignale einer so genannten
Push-Schnittstelle und/oder eines DALI-Steuersignals angelegt und in ein entsprechendes
pulsbreitenmoduliertes Dimmausgangssignal AS umgesetzt werden können. Auf diese Weise
ist es möglich, die Vorrichtung 10 für verschiedene Dimmstandards einzusetzen.
[0031] Beim bevorzugten Ausführungsbeispiel führt eine Änderung des Gleichspannungswerts
des Dimmeingangssignals UD dann zu einer Änderung des Tastgrads G des Dimmausgangssignals
AS, wenn ein vorgegebenes Änderungskriterium erfüllt ist. Als Änderungskriterium ist
beim bevorzugten Ausführungsbeispiel ein Mindeständerungsbetrag MIN vorgegeben. Erst
wenn die Änderung des Gleichspannungswerts den Mindeständerungsbetrag MIN überschreitet,
erfolgt eine Änderung des Tastgrades G des Dimmausgangssignals AS. Auf diese Weise
bleiben Gleichspannungsschwankungen unberücksichtigt. Ein Flackern der Lampe 11 wird
vermieden.
[0032] Zusätzlich oder alternativ können weitere Änderungskriterien vorgegeben werden. Beispielsweise
kann ein Änderungsgeschwindigkeitsschwellenwert definiert werden, wobei Änderungen
des Dimmeingangssignals UD nur dann berücksichtigt werden, wenn deren Änderungsgeschwindigkeit
kleiner ist als der Änderungsgeschwindigkeitsschwellenwert. Störungen des Gleichspannungs-Dimmeingangssignals
UD mit steilen Flanken können auf diese Weise herausgefiltert werden und verursachen
keine ungewollte Änderung des Tastgrades G des Ausgangssignals AS. Alternativ oder
zusätzlich kann als Änderungskriterium auch die Zeitdauer der Änderungen des Dimmeingangssignals
UD verwendet werden. Das Änderungskriterium kann beispielsweise dann erfüllt sein,
wenn das Dimmeingangssignal UD innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters nicht wieder
den Ausgangswert annimmt, den es zu Beginn der Änderung hatte. Kurzzeitige Spannungsänderungen,
bei denen der Gleichspannungswert vor und nach der Änderung gleich ist, verursachen
somit keine versehentlichen Änderungen des Tastgrades G.
[0033] Mithilfe eines oder mehrerer solcher Änderungskriterien lässt sich daher auf einfache
Weise ein störungsreduzierter oder störungsfreier Betrieb der Lampe 11 sicher stellen.
Unerwünschte Helligkeitsränderungen treten nicht auf. Änderungen des Spannungswerts
unterhalb des ersten Spannungsschwellenwerts U1 und oberhalb des zweiten Spannungsschwellenwerts
U2 bleiben ohnehin ohne Auswirkung auf den Tastgrad G.
[0034] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird die Änderungsgeschwindigkeit des Tastgrades
G auf einen Maximalwert begrenzt. Überschreitet die Änderungsgeschwindigkeit UD den
maximalen Wert der Änderungsgeschwindigkeit des Tastgrades G, wird der Tastgrad G
mit den maximal möglichen Gradieten nachgeführt.
[0035] In Figur 4 ist die prinzipielle Funktionsweise der Vorrichtung 10 bzw. des Verfahrens
zum Dimmen der Lampe 11 anhand eines beispielhaften Prinzipverlaufs des dem Eingangssignals
UD zugeordneten Tastgrades G dargestellt.
[0036] Zwischen einem ersten Zeitpunkt t
1 und einem zweiten Zeitpunkt t
2 steigt der Gleichspannungswert des Dimmeingangssignals UD steil an. Wegen der Begrenzung
der Änderungsgeschwindigkeit des Tastgrades G verändert sich dieser weniger schnell.
Zum zweiten Zeitpunkt t
2 erreicht das Dimmeingangssignals UD ein Maximum. Dieses Maximum stimmt nicht mit
dem Minimum des Tastgrades G überein, das erst um einen Zeitraum Δt verzögert erreicht
wird. Nach dem zweiten Zeitpunkt t2 sinkt das Dimmeingangssignal UD langsam ab. Entsprechend
der ausgewählten Kennlinie steigt der Tastgrad G nach dem Erreichen seines Minimums
an. Ab einem dritten Zeitpunkt t3 sind sowohl das Dimmeingangssignal UD als auch der
Tastgrad G in etwa konstant. Kleinere Änderungen des Gleichspannungswert des Dimmeingangssignals
UD, deren Betrag kleiner ist als der Mindeständerungsbetrag MIN veranlassen keine
Änderung des Tastgrades G, wie dies nach dem dritten Zeitpunkt t
3 in Figur 4 beispielhaft dargestellt ist. Erst wenn die Änderungen des Dimmengangssignals
UD zu einem vierten Zeitpunkt t
4 den Mindeständerungsbetrag MIN übersteigt, veranlasst dies auch eine Änderung des
Tastgrades G. Ab einem fünften Zeitpunkt t
5 sind sowohl im Eingangssignal UD, als auch der Tastgrad G wieder konstant.
[0037] Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 4 wurde angenommen, dass sich der Spannungswert
des Dimmeingangssignals UD zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert U1 und dem zweiten
Spannungsschwellenwert U2 befindet. Bei der Änderung des Tastgrades G sind in Figur
4 lineare Änderungsverläufe dargestellt. Dies ist lediglich beispielhaft schematisch
dargestellt. Hier können auch nicht-lineare Verläufe oder gestufte Tastgradänderungen
erfolgen. Der exakte Änderungsverlauf ist abhängig von der ausgewählten Dimmkennlinie
KL.
[0038] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung 10 sowie ein Verfahren zum Dimmen einer Lampe
11. Zur Vorgabe des gewünschten Helligkeitsniveaus der Lampe 11 wird ein Dimmeingangssignal
UD in Form einer Gleichspannung vorgegeben. Aus dem Dimmeingangssignal UD wird ein
digitales Dimmausgangssignal AS erzeugt. Hierzu wird eine Dimmkennlinie KL aus einer
Mehrzahl von Dimmkennlinien ausgewählt bzw. es wird eine aktuelle Dimmkennlinie KL
vorgegeben. Die Dimmkennlinie KL hat über den gesamten Spannungsbereich der Gleichspannung
des Eingangssignals UD einen nicht-linearen Verlauf. Bei Spannungswerten die höchstens
einem ersten Spannungsschwellenwert U1 entsprechen, wird ein pulsbreiten moduliertes
Dimmausgangssignal AS mit einem festen ersten Tastgrad G erzeugt. Bei Spannungswerten
des Dimmeingangssignals UD die mindestens einem zweiten Spannungsschwellenwert U2
entsprechen, der größer ist als der erste Spannungschwellenwert U1, weist das Ausgangssignal
AS einen festen zweiten Tastgrad G2 auf. Zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert
U1 und dem zweiten Spannungsschwellenwert U2 dem Dimmeingangssignals UD wird ein Dimmausgangssignal
AS gebildet, das einen sich abhängig vom Gleichspannungswert ändernden Tastgrad G
aufweist. Die Abhängigkeit des Tastgrades G vom Gleichspannungswert des Dimmeinganssignals
UD kann in diesem Bereich einen beliebigen linearen oder nicht-linearen Verlauf aufweisen.
Das Dimmausgangssignal AS wird über eine erste galvanische Trenneinrichtung 24 an
die Sekundärseite 26 der Vorrichtung 10 übermittelt.
[0039] Das Dimmeingangssignal UD wird in einer primärseitigen Steuereinheit 17 nicht nur
in ein digitales Dimmausgangssignal AS überführt, sondern gleichzeitig erfolgt eine
nicht-lineare Modifikation des Dimmeingangssignals UD.
[0040] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung 10 sowie ein Verfahren zum Dimmen einer Lampe
11. Zur Vorgabe des gewünschten Helligkeitsniveaus der Lampe 11 wird ein Dimmeingangssignal
UD in Form einer Gleichspannung vorgegeben. Aus dem Dimmeingangssignal UD wird ein
digitales Dimmausgangssignal AS erzeugt. Hierzu wird eine Dimmkennlinie KL aus einer
Mehrzahl von Dimmkennlinien ausgewählt. Bei Spannungswerten die höchstens einem ersten
Spannungsschwellenwert U1 entsprechen, wird ein pulsbreitenmoduliertes Dimmausgangssignal
AS mit einem festen ersten Tastgrad G1 erzeugt. Bei Spannungswerten des Dimmeingangssignals
UD die mindestens einem zweiten Spannungsschwellenwert U2 entsprechen, der größer
ist als der erste Spannungschwellenwert U1, weist das dem Ausgangssignal AS einen
festen zweiten Tastgrad G2 auf. Zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert U1 und
dem zweiten Spannungsschwellenwert U2 dem Dimmeingangssignals UD wird ein Dimmausgangssignal
AS gebildet, das einen sich vom Gleichspannungswert ändernden Tastgrad G aufweist.
Das Dimmausgangssignal AS wird über eine erste galvanische Trenneinrichtung 24 an
die Sekundärseite 26 der Vorrichtung 10 übermittelt.
Bezugszeichenliste:
[0041]
- 10
- Vorrichtung zum Dimmen
- 11
- Lampe
- 12
- Lampensteuerkreis
- 13
- Strommesseinrichtung
- 17
- Steuereinheit
- 18
- Gleichspannungseingang
- 19
- Speicher
- 20
- Ausgang v. 17
- 21
- Bedienelement
- 22
- Versorgungseinheit
- 23
- Steuerleitung
- 24
- erste Trenneinrichtung
- 25
- Primärseite
- 26
- Sekundärseite
- UL
- Lampenspannung
- IL
- Lampenstrom
- UD
- Dimmeingangssignal
- KL
- Dimmkennlinie
- AS
- Dimmausgangssignal
- DS
- Dimmsteuersignal
- LS
- Lampensteuersignal
- G
- Tastgrad
- G1, G1*
- erster Tastgrad
- G2, G2*
- zweiter Tastgrad
- U1, U1*
- erster Spannungsschwellenwert
- U2, U2*
- zweiter Spannungsschwellenwert
- MIN
- Mindeständerungsbetrag
- t1
- erster Zeitpunkt
- t2
- zweiter Zeitpunkt
- t3
- dritter Zeitpunkt
- t4
- vierter Zeitpunkt
- t5
- fünfter Zeitpunkt
1. Verfahren zum Dimmen eines Leuchtmittels (11),
wobei eine Dimmkennlinie (KL) vorgegeben ist oder ausgewählt wird,
wobei ein Dimmeingangssignal (UD) in Form einer Gleichspannung vorgegeben und abhängig
vom Dimmeingangssignal (UD) und der ausgewählten Dimmkennlinie (KL) ein pulsbreitenmoduliertes
Dimmausgangssignal (AS) erzeugt wird, das anschließend an eine galvanische Trenneinrichtung
(24) übermittelt wird und an der Sekundärseite (26) der galvanischen Trenneinrichtung
(24) als Dimmsteuersignal (DS) vorliegt,
wobei das Dimmausgangssignal (AS) einen unveränderlichen ersten Tastgrad (G1) aufweist,
wenn das Dimmeingangssignal (UD) höchstens einem ersten Spannungsschwellenwert (U1)
entspricht,
wobei das Dimmausgangssignal (AS) einen unveränderlichen zweiten Tastgrad (G2) aufweist,
wenn das Dimmeingangssignal (UD) mindestens einem zweiten Spannungsschwellenwert (U2)
entspricht,
wobei das Dimmausgangssignal (AS) einen veränderlichen Tastgrad (G) aufweist, wenn
das Dimmeingangssignal (UD) zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert (U1) und dem
zweiten Spannungsschwellenwert (U2) liegt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Tastgrad (G) nur verändert wird, wenn die Änderung des Dimmeingangssignals (UD)
ein Änderungskriterium erfüllt.
3. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Änderungskriterium erfüllt ist, wenn die Änderung des Dimmeingangssignals (UD)
größer ist als ein Mindeständerungsbetrag (MIN).
4. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Änderungskriterium erfüllt ist, wenn die Änderungsgeschwindigkeit des Dimmeingangssignals
(UD) kleiner ist als ein vorgegebener Änderungsgeschwindigkeitsschwellenwert.
5. Verfahren nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Änderungskriterium erfüllt ist, wenn die Änderung des Dimmeingangssignals (UD)
innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters nicht wieder den Ausgangswert zum Zeitpunkt
des Beginns der Änderung annimmt.
6. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Änderungsgeschwindigkeit des Tastgrades (G) des Dimmausgangssignals (AS) bei
einer Änderung des Dimmeingangssignals (UD) begrenzt und/oder vorgegeben ist.
7. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Dimmsteuersignal (DS) zur Steuerung des Lampenstroms (IL) verwendet wird.
8. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass eine die Helligkeit des Leuchtmittels (11) charakterisierende Größe (IL) durch eine
Messeinrichtung (13) erfasst wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dimmkennlinie (KL) abhängig von der Charakteristik der Messeinrichtung (13) vorgegeben
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die ausgewählte Dimmkennlinie (KL) aus einer Mehrzahl von vorgegebenen Dimmkennlinien
auswählbar ist und/oder die ausgewählte Dimmkennlinie (KL) veränderbar ist.
11. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Periodendauer (T) des pulsbreitenmodulierten Dimmausgangssignals (AS) mithilfe
eines Bedienelements (21) auswählbar und/oder veränderbar ist.
12. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Spannungsschwellenwert (U1, U1*) parameterabhängig vorgegeben ist, wobei
verschiedenen ersten Spannungsschwellenwerten (U1, U1*) jeweils ein erster Tastgrad
(G1, G1*) fest zugeordnet ist, die sich voneinander unterscheiden.
13. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spannungsschwellenwert (U2, U2*) parameterabhängig vorgegeben ist, wobei
verschiedenen zweiten Spannungsschwellenwerten (U2, U2*) jeweils ein zweiter Tastgrad
(G2, G2*) fest zugeordnet ist, die sich voneinander unterscheiden.
14. Vorrichtung zum Dimmen eines Leuchtmittels (11),
mit einem nicht-flüchtigen Speicher (19), in dem wenigstens eine Dimmkennlinie (KL)
abgespeichert ist,
mit einer programmierbaren Steuereinheit (17), die an einem Gleichspannungseingang
(18) eine Dimmeingangssignal (UD) erhält, und abhängig vom Dimmeingangssignal (UD)
und einer vorgegebenen Dimmkennlinie (KL) an einem digitalen Ausgang (20) ein pulsbreitenmoduliertes
Dimmausgangssignal (AS) erzeugt,
mit einer galvanischen Trenneinrichtung (24), die an den digitalen Ausgang (20) der
Steuereinheit (17) angeschlossen ist, so dass das Dimmausgangssignal (UD) an die Sekundärseite
(26) der galvanischen Trenneinrichtung (24) übermittelt wird und dort ein Dimmsteuersignal
(DS) hervorruft,
wobei die Steuereinheit (17) ein Dimmausgangssignal (AS) mit einem unveränderlichen
ersten Tastgrad (G1) erzeugt, wenn das Dimmeingangssignal (UD) höchstens einem ersten
Spannungsschwellenwert (U1) entspricht,
wobei die Steuereinheit (17) ein Dimmausgangssignal (AS) mit einem unveränderlichen
zweiten Tastgrad (G2) erzeugt, wenn das Dimmeingangssignal (UD) mindestens einem zweiten
Spannungsschwellenwert (U2) entspricht,
wobei die Steuereinheit (17) ein Dimmausgangssignal (AS) mit einem veränderlichen
Tastverhältnis (G) erzeugt, wenn das Dimmeingangssignal (UD) zwischen dem ersten Spannungsschwellenwert
(U1) und dem zweiten Spannungsschwellenwert (U2) liegt.