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(11) |
EP 2 408 989 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.05.2017 Patentblatt 2017/20 |
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Anmeldetag: 17.01.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2011/000023 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2011/088484 (28.07.2011 Gazette 2011/30) |
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| (54) |
ABSTANDHALTERBAND
SPACER BAND
BANDE DE SÉPARATEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
20.01.2010 AT 712010
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.01.2012 Patentblatt 2012/04 |
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Patentinhaber: LISEC Austria GmbH |
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3353 Seitenstetten (AT) |
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Erfinder: |
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- MADER, Leopold
A-3364 Neuhofen/Ybbs (AT)
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Vertreter: Beer & Partner Patentanwälte KG |
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Lindengasse 8 1070 Wien 1070 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 753 638 DE-A1- 4 313 364
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EP-A1- 1 101 955 FR-A- 1 248 713
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Abstandhalterband, wie es für Isolierglas verwendet wird,
um die Glas scheiben mit Abstand voneinander zu verbinden.
[0002] Abstandhalter sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt, wobei Abstandhalter
aus Metallhohlprofilen ebenso bekannt sind wie Abstandhalter in Form von Kunststoffbändern.
[0003] Bekannt sind auch Abstandhalter, die zwei Trägerstreifen aus rostfreiem Stahl aufweisen.
Zwischen den Trägerstreifen ist ein Kunststoffkörper vorgesehen, der mit den Trägerstreifen
verbunden ist. So werden die Trägerstreifen zueinander parallel und im Abstand voneinander
gehalten.
[0004] In den Raum zwischen die beiden Trägerstreifen wird eine Kunststoffmasse, die Molekularsieb
als Trockenmittel enthält, eingebracht. In dem im Isolierglas innen liegenden Streifen
des Abstandhalterbandes sind Löcher vorgesehen, damit das Molekularsieb der Luft bzw.
dem Gas im Raum zwischen den Glasscheiben des Isolierglases Feuchtigkeit entziehen
kann, um zu verhindern, dass sich das Isolierglas innen beschlägt.
[0005] Aus der
FR 1 248 713 A ist ein Abstandhalter ohne Trägerstreifen bekannt, dessen "innere Wand" breiter ist
als die "äußere Wand", wobei die seitlichen Wände konkav sein sollen, damit Raum für
Dichtmasse gegeben ist. Weiters soll die "innere Wand" einen Schlitz aufweisen, damit
sich der Abstand der Scheiben von Isolierglas voneinander ändern kann (Druckänderung
im Innenraum wegen sich ändernder Temperatur).
[0006] An einem aus der
DE 43 13 364 A bekannten Abstandhalter, der als Streifen ausgebildet ist, ist an dessen vom Luftzwischenraum
des Isolierglases abgewendeten Seite, ein Gehäuse vorgesehen, das Trockenmittel aufnimmt
und über den Außenrand des Isolierglases hinausragen soll. Das Gehäuse soll die Form
eines Rohres oder Schlauches haben. Ein Hinweis, dass das Gehäuse zusammendrückbar
ist, fehlt in der
DE 43 13 364 A.
[0007] In der
EP 0 753 638 A wird ein Abstandhalter beschrieben, der eine Glasschicht und einen Grundkörper aus
Polymer-Werkstoff aufweisen soll. Der Grundkörper ist nicht flach zusammendrückbar.
[0008] In der
EP 1 101 955 A ist Dreifach-Isolierglas gezeigt, bei dem die mittlere Scheibe in einem zwischen
den äußeren Scheiben und innerhalb des Abstandhalters angeordneten Profil gehalten
wird.
[0009] Problematisch bei diesen bekannten Abstandhaltern mit zwei zueinander parallelen,
miteinander verbundenen Trägerstreifen ist es, dass diese einerseits nur schwer aufgewickelt
werden können, weil sie steif sind, einerseits und weil sie für den Transport luftdicht
verpackt sein müssen, damit das hygroskopische Material (Molekularsieb) seine Wirksamkeit
nicht verliert, anderseits.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Abstandhalterband vorzuschlagen, das
die genannten Nachteile nicht aufweist.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Abstandhalterband, das sich dadurch
auszeichnet, dass der Abstandhalter ein Abstandhalterband ist, das aus einem Trägerstreifen
und einem flexiblen Schlauch aus elastischem Werkstoff besteht, dass der Schlauch
zum Verringern seiner quer zur Längserstreckung des Trägerstreifens gemessenen Höhe
zusammenfaltbar ist, dass der Innenraum des Schlauches des Abstandhalterbandes durch
einen längslaufenden Schlitz zugänglich ist, dass der Schlauch aus zwei Seitenwänden
und zwei dem Zwischenraum zwischen Glasscheiben des Isolierglases zugekehrten inneren
Wänden, die zwischen sich den Schlitz bilden, besteht, dass die Seitenwände mit dem
Trägerstreifen verbunden sind, dass der Schlauch in auf einer Vorratstrommel aufgewickeltem
Zustand zusammengefaltet ist und dass der Schlauch aufgeweitet ist, wenn das Abstandhalterband
von der Vorratstrommel abgespult und gestreckt ist und als Abstandhalter für Isolierglas
verwendet wird.
[0011] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Abstandhalterbandes
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Da das erfindungsgemäße Abstandhalterband aus einem Trägerstreifen und einem mit
diesem verbundenen, flexiblen, zusammendrückbaren (faltbaren) Schlauch aus elastischem
Werkstoff besteht, kann das Abstandhalterband bei flach zusammengefaltetem oder -gelegtem
Schlauch ohne weiteres aufgewickelt werden, da es ohne Nachteil gekrümmt werden kann.
Wenn das Abstandhalterband dann als Abstandhalter für Isolierglas verwendet wird,
wird der Schlauch aufgeweitet, z.B. aufgefaltet, was beispielsweise schon dadurch
erfolgen kann, dass sich der Schlauch aufweitet, wenn das Abstandhalterband von einer
Vorratstrommel abgespult wird, also gestreckt wird. Hierauf wird in den Innenraum
des Schlauches eine Masse eingespritzt, die das Trocknungsmittel (hygroskopisches
Material, z.B. Molekularsieb) enthält. Nach dem Auftragen eines Klebers auf die Seiten
des Abstandhalterbandes, insbesondere eines Klebers auf Basis von Butylkautschuk kann
das erfindungsgemäße Abstandhalterband beim Zusammenbauen von Isolierglas als Abstandhalter
verwendet werden, indem es auf eine der Glasscheiben appliziert und dann die zweite
Glasscheibe aufgelegt wird.
[0013] Es ist möglich, den erfindungsgemäßen Abstandhalter im Eckbereich in einem beliebigen
Winkel abzubiegen, sodass das Ausbilden von einstückigen Ecken problemlos möglich
ist. Dies ist möglich, weil der Schlauch faltbar ist und das Abbiegen des Abstandhalterbandes
gemäß der Erfindung im Eckbereich nicht behindert.
[0014] Im Rahmen der Erfindung ist noch in Betracht gezogen, den Verbund der Glasscheiben
über das Abstandhalterband dadurch zu verbessern, dass dieses in seinen außenliegenden
Bereichen, insbesondere des Schlauches, mit einem Kleberstreifen beschichtet ist,
z.B. einem Kleber auf Acrylbasis, der vor dem Gebrauch durch ein Abdeckband abgedeckt
ist, damit beim Aufrollen des Abstandhalterbandes mit flach zusammengelegtem, z.B.
gefaltetem Schlauch, übereinander liegende Windungen des Abstandhalterbandes nicht
miteinander verkleben.
[0015] Für die Querschnittsform des Schlauches sind beliebige Ausführungsformen möglich,
solange sich der Schlauch nur quer zu seiner Längserstreckung also etwa senkrecht
zur Ebene des Trägerbandes oder Trägerstreifens zusammendrücken oder -falten lässt.
Beispielsweise sind trapezförmige Querschnittsformen, rechteckige Querschnittsformen
ebenso in Betracht gezogen, wie Querschnittsformen mit konvexen oder konkaven, z.B.
etwa sigmaförmig gewinkelten Seitenwänden.
[0016] Wenn das erfindungsgemäße Abstandhalterband für Drei-Scheiben-Isolierglas verwendet
wird, ist es bevorzugt, wenn die mittlere Scheibe des Drei-Scheiben-Isolierglases
im Abstandhalterband, insbesondere in der das Trockenmittel enthaltend Masse, die
im (aufgefalteten) Schlauch enthalten ist, gehalten ist.
[0017] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- ein Isolierglas (teilweise Zweischeibenisolierglas) mit einem Abstandhalter aus einem
erfindungsgemäßen Abstandhalterband,
- Fig. 2
- das Abstandhalterband aus Fig. 1 mit flach zusammengelegtem Schlauch,
- Fig. 3
- eine Variante der Ausführungsform von Fig. 2,
- Fig. 4
- eine andere Ausführungsform eines Abstandhalterbandes,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform eines Abstandhalterbandes,
- Fig. 6
- eine Ausführungsform des Abstandhalterbandes mit konkav ausgebildeten Seitenwänden,
- Fig. 7
- eine Abänderung der Ausführungsform von Fig. 2 mit aufgeweitetem Schlauch,
- Fig. 8
- eine weitere Ausführungsform eines Abstandhalterbandes,
- Fig. 9
- das Abstandhalterband von Fig. 8 mit flach zusammengelegtem Schlauch,
- Fig. 10
- eine Variante der Ausführungsform von Fig. 1,
- Fig. 11
- eine Variante der Ausführungsform von Fig. 4 und
- Fig. 12
- die Anwendung eines erfindungsgemäßen Abstandhalterbandes an der mittleren Scheibe
vom Drei-Scheiben-Isolierglas.
[0018] Ein in Fig. 1 gezeigtes Isolierglas 1 besitzt zwei Glasscheiben 3, 5, die zwischen
sich einen Zwischenraum 7 einschließen. Der Zwischenraum 7 wird zum Rand des Isolierglases
1 hin durch einen Abstandhalter aus Abstandhalterband 9 begrenzt, der die Scheiben
3, 5 mit Abstand voneinander verbindet. In der nach außen offenen Randfuge zwischen
dem Abstandhalterband 9 und den äußeren Rändern der Glasscheiben 3 und 5 ist Versiegelungsmasse
11 eingebracht.
[0019] Um die Scheiben 3 und 5 des Isolierglases 1 über das Abstandhalterband 9 miteinander
zu verbinden, ist das Abstandhalterband 9 seitlich im Bereich seines Schlauches 20
mit Kleber 13 belegt, der beispielsweise ein Kleber auf Butylkautschukbasis ist.
[0020] Das Abstandhalterband 9 besteht in dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel aus
einem Trägerstreifen 21, der beispielsweise ein Streifen aus Metall, insbesondere
rostfreiem Stahl, ist, und aus einem Schlauch 20, der mit dem Trägerstreifen 21 auf
beliebige Art und Weise verbunden, z. B. verschweißt oder verklebt ist. Der Schlauch
20 des Abstandhalterbandes 9 wird von zwei Seitenwänden 27 und den Zwischenraum 7
begrenzenden, inneren Wänden 29 gebildet. Zwischen den Wänden 29 ist ein längslaufender
Schlitz 25 vorgesehen, der es erlaubt, dass das im Inneren des Schlauches 20 eingebrachte
Trocknungsmittel (Molekularsieb), das in einer Masse 15 eingebettet sein kann, seine
Wirkung entfalten kann, um dem Zwischenraum 7 des Isolierglases 1 Wasser zu entziehen
und ein Beschlagen der Innenseiten der Glasscheiben 3 und 5 zu verhindern.
[0021] In Betracht gezogen ist es, die Masse 15 mit hygroskopischen Material in den Innenraum
des Schlauches 20 des Abstandhalterbandes 9 einzubringen, nachdem dieser aus seiner
in Fig. 2 oder 3 gezeigten, flach zusammengelegten oder -gefalteten Stellung in die
in Fig. 1 gezeigte Form aufgefaltet worden ist.
[0022] Fig. 2 und 3 zeigen, wie der Schlauch 20 des Abstandhalterbandes 9 aus Fig. 1 flach
zusammengefaltet ist, wobei in Betracht gezogen ist, dass die Faltung soweit geht,
dass die Seitenwände 27 ebenso wie die Wände 29 im Wesentlichen bis zum Trägerstreifen
21 hin bewegt sind. Erst wenn der Abstandhalter 9 von seiner Vorratstrommel abgespult
wird, wird der Schlauch 20 aus seiner zusammengefalteten Lage in die in Fig. 1 gezeigte
Gebrauchslage aufgeweitet (aufgefaltet) und in seinem Innenraum über den Spalt 25
die hygroskopisches Material enthaltende Masse 15 eingespritzt. Dann wird auf die
Seitenflächen 27 des Schlauches 20 Kleber 13 (Butylkautschuk) aufgetragen und der
Abstandhalter 9 kann beim Zusammenbauen von Isolierglasscheiben verwendet werden.
Wenngleich in den Figuren die Außenflächen der Stränge aus Kleber 13 konvex dargestellt
sind, können diese eben sein, um den Zusammenbau des Isolierglases 1 zu vereinfachen,
d.h., die Verpressarbeit zu verringern.
[0023] In Fig. 3 ist gezeigt, dass auf den Seitenwänden 27 des Schlauches 20 Lagen 31 aus
Klebstoff vorgesehen sein können, die durch ein Abdeckband 33 abgedeckt sind, damit
die Lagen des Abstandhalterbandes 9, wenn dieses mit flach zusammengefaltetem Schlauch
20 auf Vorratstrommeln aufgewickelt ist, nicht miteinander verkleben. Das Abdeckband
33 wird abgezogen wenn das Abstandhalterband 9 auf eine der Glasscheiben 2 oder 5
appliziert wird.
[0024] Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform ist der Schlauch 20 des Abstandhalterbandes
9 im Wesentlichen rechteckförmig (kastenförmig) ausgebildet. Dabei sind in den seitlichen
Wänden 27 des Schlauches 20 Stufen vorgesehen, um Raum für die Aufnahme von Kleber
13 zu bilden. Dieser Schlauch 20 kann durch (z.B. parallelogrammartiges) Umklappen
seiner Seitenwände 27 und Einbiegen der inneren Wände 29 flach zusammengelegt werden.
[0025] Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform ist der Schlauch 20 im Wesentlichen trapezförmig
ausgebildet, wobei die Seitenwände 27 geknickt ausgebildet sind.
[0026] Sowohl bei der Ausführungsform nach Fig. 4 als auch bei jener nach Fig. 5 tragen
die Seitenwände 27 in ihrem vom Trägerstreifen 21 abgewendeten Bereich Lagen aus Kleber
31.
[0027] Bei der in Fig. 6 gezeigten Ausführungsform ist der Schlauch 20 faltbar, da dessen
Seitenwände 27 nach innen geknickt sind, sodass insgesamt eine sigmaförmige Konfiguration
der Seitenbereiche des Schlauches 20 vorliegt. In die nach innen geknickten Bereiche
der Seitenwände 27 kann der Kleber 13 eingebracht werden.
[0028] Wie beispielsweise in den Fig. 7, 8 und 9 angedeutet, kann der Schlauch 20 des Abstandhalterbandes
9 Seitenwände 27 aufweisen, die miteinander über eine Wand 35 verbunden sind. Über
diese Wand 35 kann der Schlauch 20 auch mit dem Trägerstreifen 21 verbunden sein.
[0029] Die in den Fig. 8 und 9 gezeigte Ausführungsform bei welcher die Seitenwände 27 über
eine Wand 35 miteinander verbunden sind, kann auch bei den in den Fig. 1 bis 6 gezeigte
Ausführungsformen als Alternative verwirklicht sein (vgl. Fig. 7). Das heißt, die
Seitenwände 27 sind entweder über ihre an den Trägerstreifen 21 angrenzenden Ränder
mit dem Trägerstreifen 21 verbunden (verschweißen, verkleben u. ähnliches) oder aber
sie sind über die Wand 35 miteinander und über diese mit dem Trägerstreifen 21 verbunden.
[0030] Aus der in Fig. 8 und 9 gezeigten Ausführungsform ist ersichtlich, dass die Seitenwände
27 des Schlauches 20 nicht nur so wie in Fig. 6 gezeigt, konkav, sondern auch konvex
ausgebildet, z.B. geknickt, sein können.
[0031] Aus Fig. 9 ist auch ersichtlich, wie die in Fig. 8 gezeigte Ausführungsform eines
Abstandhalterbandes 9 ausgebildet ist, wenn sie auf einer Vorratstrommel aufgespult
ist, also der Schlauch 20 noch flachgedrückt ist, indem seine inneren Begrenzungswände
29 dem Trägerstreifen 21 angenähert sind und die Seitenwände 27 nahezu oder vollständig
aufeinander geknickt sind.
[0032] Wie in Fig. 10 gezeigt, kann der Kleber 13 wenigstens bei zusammengebautem Isolierglas
1 mit seinen Bereichen 14bis über die Außenseite des Trägerstreifens 21 greifen.
[0033] In Fig. 11 ist gezeigt, dass die Stränge aus Kleber 13 zu beiden Seiten des Abstandhalterbandes
9 die seitlichen Ränder des Trägerstreifens 21 mit Bereichen 14 übergreifen und sich
bis auf dessen im Isolierglas 1 außen liegende Seite erstrecken.
[0034] In Fig. 12 ist am Beispiel eines Dreifachisolierglases gezeigt, dass beim Zusammenbauen
Kleber 13 in zwei Strängen auf die Innenseiten der Scheiben 3 und 5 aufgetragen wird,
wobei sich die Stränge aus Kleber 13, insbesondere rings um den Rand der Scheiben
3 und 5 erstrecken. Beim Pressen des Isolierglases zum Isolierglasrohling (ohne die
Versiegelungsmasse 11) treten die Stränge aus Kleber 13 in die außenseitigen Vertiefungen
28 in den Seitenwänden 27 des Schlauches 9 ein und übergreifen, so wie dies im Prinzip
in Fig. 10 gezeigt ist, den Trägerstreifen 21 mit ihren Bereichen 14 bis auf dessen
im Isolierglas 1 außen liegende Seite.
[0035] In Fig. 12 ist gezeigt, dass eine mittlere Scheibe 4 des Isolierglases 1 (Drei-Scheiben-Isolierglas)
mit ihrem seitlichen Rand (Außenrand) in die Masse 15, in der das Trockenmittel (Molekularsieb)
enthalten ist, eingreift und so sicher gehalten wird.
[0036] Bei allen Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Abstandhalterbändern 9 kann vorgesehen
sein, dass der Werkstoff (insbesondere ein elastischer Kunststoff) aus dem der Schlauch
20 gebildet ist, solche Elastizitätseigenschaften aufweist, sodass sich der Schlauch
20, sobald das Abstandhalterband 9 von der Vorratstrommel abgewickelt wird, selbsttätig
unter elastischem Verformen aus der beispielsweise in Fig. 2 oder Fig. 3 oder Fig.
9 gezeigten flachen Form in die Form aufrichtet, in der er im fertigen Abstandhalterband
9 vorliegt, wie dies beispielsweise in den Fig. 1 und 4 bis 8 gezeigt ist.
[0037] Das Einbringen der Masse (Matrix) 15, welche Trocknungsmittel, also hygroskopisches
Material, beispielsweise in Form von Molekularsieb enthält, erfolgt durch den Längsschlitz
25. Dabei kann vorgesehen sein, dass in den Innenraum des Schlauches 20 des Abstandhalterbandes
9 ein durchgehender Strang aus Masse 15 eingespritzt wird oder aber es werden an diskreten
Stellen einzelne Portionen von Masse 15 eingebracht.
1. Abstandhalter für Isolierglas (1), dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter ein Abstandhalterband (9) ist, das aus einem Trägerstreifen (21)
und einem flexiblen Schlauch (20) aus elastischem Werkstoff besteht, dass der Schlauch
(20) zum Verringern seiner quer zur Längserstreckung des Trägerstreifens (21) gemessenen
Höhe zusammenfaltbar ist, dass der Innenraum des Schlauches (20) des Abstandhalterbandes
(9) durch einen längslaufenden Schlitz (25) zugänglich ist, dass der Schlauch (20)
aus zwei Seitenwänden (27) und zwei dem Zwischenraum (7) zwischen Glasscheiben (3,
5) des Isolierglases (1) zugekehrten inneren Wänden (29), die zwischen sich den Schlitz
(25) bilden, besteht, dass die Seitenwände (27) mit dem Trägerstreifen (21) verbunden
sind, dass der Schlauch (20) in auf einer Vorratstrommel aufgewickeltem Zustand zusammengefaltet
ist und dass der Schlauch (20) aufgeweitet ist, wenn das Abstandhalterband (9) von
der Vorratstrommel abgespult und gestreckt ist und als Abstandhalter für Isolierglas
(1) verwendet wird.
2. Abstandhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (27) beim Falten des Schlauches (20) in seine Form mit verringerter
Höhe in eine zum Trägerstreifen (21) annähernd parallele Lage umgelegt oder geknickt
und die inneren Wände (29) dem Trägerstreifen (21) angenähert werden.
3. Abstandhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (27) nach innen oder nach außen geknickt sind, sodass der Schlauch
(20) unter zunehmender Verkleinerung der Winkel zwischen den Abschnitten der Seitenwände
(27) und Annähern der inneren Wände (29) an den Trägerstreifen (21) faltbar ist.
4. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstreifen (21) aus Metall, insbesondere rostfreiem Stahl, besteht.
5. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerstreifen (21) aus Kunststoff besteht.
6. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (20) aus Kunststoff besteht.
7. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (27) miteinander über eine Wand (35) verbunden sind.
8. Abstandhalter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch (20) über die Wand (35) mit dem Trägerstreifen (21) verbunden ist.
9. Isolierglas mit einem Abstandhalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, der zwischen
zwei Scheiben angeordnet ist und mit den Scheiben (3, 5) durch Stränge aus Kleber
(3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stränge aus Kleber (13) die seitlichen Längsränder des Trägerstreifens (21) umgreifen
(Bereiche 14) und bis auf dessen im Isolierglas (1) außen liegende Fläche reichen.
10. Isolierglas nach Anspruch 9 mit zwei Außenscheiben (3, 5) und einer mittleren Scheibe
(4), dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Scheibe (4) in der Masse (15), in die Trockenmittel eingebettet ist
und die innerhalb des Schlauches (20) des Abstandhalters (9) angeordnet ist, eingreift.
11. Verfahren zum Zusammenbauen von Isolierglas (1) mit einem Abstandhalter nach einem
der Ansprüche 1 bis 10 und zwei Glasscheiben (3, 5), die mit dem Abstandhalter (9)
über Kleber (13) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass Stränge aus Kleber (13) auf die Innenseiten der Scheiben (3, 5) aufgetragen und dann
die Scheiben (3, 5) mit einem Abstandhalter (9) verbunden, insbesondere verpresst,
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass beim Verpressen der Scheiben (3 ,5) mit einem Abstandhalter (9) Kleber (13) um die
seitlichen Ränder (21) des Trägerstreifens des Abstandhalters (9) herum, bis auf dessen
Außenseite, gedrückt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass Kleber (13) beim Zusammenbauen und Verpressen von Isolierglas in Vertiefungen (28)
in den seitlichen Wänden (27) des Schlauches (20) des Abstandhalters (9) eingedrückt
wird.
1. Spacer for insulating glass (1), characterised in that the spacer is a spacer tape (9) which consists of a substrate strip (21) and a flexible
hose (20) of elastic material, that the hose (20) is foldable to reduce its height
measured crosswise to the longitudinal extension of the substrate strip (21), that
the interior of the hose (20) of the spacer tape (9) is accessible via a longitudinal
slot (25), that the hose (20) consists of two side walls (27) and two inner walls
(29) facing the space between glass plates (3, 5) of the insulating glass (1), which
define the slot (25) therebetween, that the side walls (27) are connected with the
substrate strip (21), that the hose (20) in a state wound onto a supply drum is folded
and that the hose (20) is expanded when the spacer tape (9) is spooled off the supply
drum and straightened and is used as spacer for insulating glass (1).
2. Spacer according to claim 1, characterised in that the side walls (27) during the folding of the hose (20) in his reduced height configuration
are laid flat or bent sharply into a position that is approximately parallel to the
substrate strip (21) and the inner walls (29) are moved toward the substrate strip
(21).
3. Spacer according to claim 1, characterised in that the side walls (27) are configured to be bent sharply toward inside or toward outside
so that the hose (20) is foldable with increasingly reducing the angle between sections
of the side walls (27) and approaching the inside walls (29) toward the substrate
strip (21).
4. Spacer according to one of claims 1 to 3, characterised in that the substrate strip (21) consist of metal, in particular stainless steel.
5. Spacer according to one of claims 1 to 3, characterised in that the substrate strip (21) consist of plastic.
6. Spacer according to one of claims 1 to 5, characterised in that the hose (20) consist of plastic.
7. Spacer according to one of claims 1 to 6, characterised in that the side walls (27) are connected to each other via a wall (35).
8. Spacer according to claim 7, characterised in that the hose (20) is connected via the wall (35) to the substrate strip (21).
9. Insulating glass with a spacer according to one of claims 1 to 8, which is arranged
between two panes and is connected to the panes (3, 5) by strands of adhesive (13)
that comprise adhesive characterized in that the strands of adhesive (13) encompass lateral longitudinal edges (areas 14) of the
substrate strip (21) and extend up to its outlying surface in the insulating glass
(1).
10. Insulating glass according to claim 9 with two outside panes (3, 5) and a middle pane
(4), characterized in that the middle pane (4) engages a compound (15), in which desiccant is embedded, and
which is arranged within the hose (20) of the spacer (9).
11. Method for assembling insulating glass (1) with a spacer according to one of claims
1 to 10 and two glass panes (3, 5) which are connected to the spacer (9) with adhesive
(13), characterized in that strands of adhesive (13) are applied on interior faces of the panes (3, 5) and then
the panes (3, 5) are connected with a spacer (9), in particular by pressing.
12. Method according to claim 11, characterised in that during pressing the panes (3, 5) with a spacer (9) adhesive (13) is pressed around
lateral edges (21) of the substrate strip of the spacer (9) up to its exterior face.
13. Method according to claim 12, characterised in that adhesive (13) is pressed into recesses (28) in the lateral walls (27) of the hose
(20) of the spacer (9) when insulating glass is assembled and pressed.
1. Ecarteur pour du verre isolant (1), caractérisé en ce que l'écarteur est une bande d'écartement (9) qui se compose d'une bande de support (21)
et d'un tuyau flexible (20) en un matériau élastique, en ce que le tuyau (20) est repliable pour réduire sa hauteur mesurée transversalement à l'étendue
longitudinale de la bande de support (21), en ce que l'espace intérieur du tuyau (20) de la bande d'écartement (9) est accessible à travers
une fente longitudinale (25), en ce que le tuyau (20) se compose de deux parois latérales (27) et de deux parois intérieures
(29) tournées vers l'espace intérieur (7) entre des vitres(3, 5) du verre isolant
(1), lesquelles forment la fente (25) entre elles, en ce que les parois latérales (27) sont reliées à la bande de support (21), en ce que le tuyau (20) est replié dans l'état enroulé sur un tambour d'alimentation et en ce que le tuyau (20) est élargi lorsque la bande d'écartement (9) est déroulée du tambour
d'alimentation et est étirée et utilisée en tant qu'écarteur pour le verre isolant
(1).
2. Ecarteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que, lors du pliage du tuyau (20) dans sa forme à hauteur réduite, les parois latérales
(27) sont rabattues ou pliées dans une position à peu près parallèle à la bande de
support (21) et en ce que les parois intérieures (29) sont rapprochées de la bande de support (21).
3. Ecarteur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les parois latérales (27) sont pliées vers l'intérieur ou l'extérieur de sorte que
le tuyau (20) est repliable avec une réduction croissante de l'angle entre les parties
des parois latérales (27) et un rapprochement entre la paroi intérieur (29) et la
bande de support (21).
4. Ecarteur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la bande de support (21) se compose de métal, en particulier d'acier inoxydable.
5. Ecarteur selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la bande de support (21) se compose de plastique.
6. Ecarteur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le tuyau (20) se compose de plastique.
7. Ecarteur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les parois latérales (27) sont reliées entre elles via une paroi (35).
8. Ecarteur selon la revendication 7, caractérisé en ce que le tuyau (20) est relié via la paroi (35) à la bande de support (21).
9. Verre isolant avec un écarteur selon l'une des revendications 1 à 8, lequel est disposé
entre deux vitres et est relié aux vitres (3, 5) par des cordons d'adhésif (3), caractérisé en ce que les cordons d'adhésif (13) entourent (zones 14) les bords longitudinaux latéraux
de la bande de support (21) et vont jusqu'à la surface située à l'extérieur de celle-ci
dans le verre isolant (1).
10. Verre isolant selon la revendication 9 avec deux vitres extérieures (3, 5) et une
vitre centrale (4), caractérisé en ce que la vitre centrale (4) est en prise dans la masse (15) dans laquelle un agent siccatif
est incorporé et qui est disposée à l'intérieur du tuyau (20) de l'écarteur (9).
11. Procédé pour l'assemblage d'un verre isolant (1) avec un écarteur selon l'une des
revendications 1 à 10 et deux vitres en verre (3, 5), lesquelles sont reliées à l'écarteur
(9) via un adhésif (13), caractérisé en ce que des cordons d'adhésif (13) sont appliqués sur les côtés intérieurs des vitres (3,
5) et en ce que les vitres (3, 5) sont ensuite reliées à un écarteur (9) en particulier par pressage.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, lors du pressage des vitres (3, 5) ensemble avec un écarteur (9), de l'adhésif (13)
est pressé autour des bords latéraux (21) de la bande de support de l'écarteur (9)
jusque sur le côté extérieur de celle-ci.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que, lors de l'assemblage et du pressage de verre isolant, l'adhésif (13) est enfoncé
dans des creux (28) dans les parois latérales (27) du tuyau (20) de l'écarteur (9).
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