[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum
einer Brennkraftmaschine umfassend eine Einspritzdüse mit einer axial verschieblichen
Düsennadel, welche zur Steuerung ihrer Öffnungs- und schließbewegung von dem in einem
mit Kraftstoff gefüllten Steuerraum herrschenden Druck in axialer Richtung beaufschlagbar
ist, wobei der Druck im Steuerraum über ein wenigstens einen Zu- oder Ablaufkanal
für Kraftstoff öffnendes oder schließendes Magnetventil gesteuert wird, bei welchem
eine einen Wicklungsträger aufweisende Spule mit einem Anker zusammenwirkt und mit
dem Anker ein gegen einen Ventilsitz pressbares Ventilschließglied gekuppelt ist,
wobei der Anker in einem Ankerraum angeordnet ist, in welchen der Zu- bzw. Ablaufkanal
mündet und die Magnetspule ankerraumseitig von einer metallischen Schutzplatte abgedeckt
ist und wobei die Schutzplatte ringförmig ausgebildet ist und in dem die Spule aufnehmenden
ringförmigen Hohlraum des Magnetventils oder den Hohlraum abdeckend angeordnet ist.
[0002] Eine derartige Vorrichtung ist der
US 5 238 224 A zu entnehmen. Dem Dokument
EP 1 967 726 A2 ist weiters eine Ausbildung zu entnehmen, bei der die Magnetspule ankerraumseitig
nur von einer Platte abgedeckt ist, die nicht festgelegt ist und nur dazu dient, einen
gewissen Restluftspalt zwischen Spule und Ankerplatte sicherzustellen.
[0003] Bei servogesteuerten Einspritzinjektoren für Brennkraftmaschinen, insbesondere in
Common-Rail Einspritzsystemen, erfolgt die Steuerung der Einspritzung mit Hilfe eines
Magnetventils. Das Magnetventil steuert den Abfluss von Kraftstoff aus dem Steuerraum
einer Einspritzdüse. Ein servogesteuerter Einspritzinjektor gemäß dem Stand der Technik
ist in Fig. 1 dargestellt.
[0004] Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau eines modularen Common-Rail-Einspritzsystems.
Aus dem Kraftstofftank 1 wird mit einer Vorförderpumpe 2 Kraftstoff angesaugt und
von der Hochdruckpumpe 3 auf den erforderlichen Systemdruck gebracht und dem Einspritzinjektor
4 zugeführt. Der Injektor 4 besteht aus einer Einspritzdüse 5, einer Drosselplatte
6, einem Magnetventil 7, einem mit einem Hochdruckspeicher (nicht dargestellt) ausgestatteten
Injektorkörper 8 und einer Düsenspannmutter 9, die die Teile zusammenhält. Im Ruhezustand
ist das Magnetventil 7 geschlossen, sodass Hochdruckkraftstoff aus der Hochdruckbohrung
10 über die Quernut 11 und die Zulaufdrossel 12 in den Steuerraum 13 der Düse 5 strömt,
der Abfluss aus dem Steuerraum 13 über die Ablaufdrossel 14 aber am Ventilsitz 15
des Magnetventils 7 blockiert ist. Der im Steuerraum 13 anliegende Systemdruck drückt
gemeinsam mit der Kraft der Düsenfeder 16 die Düsennadel 17 in den Düsennadelssitz
18, sodass die Spritzlöcher 24 verschlossen sind.
[0005] Wird das Magnetventil 7 betätigt, indem der Elektromagnet angesteuert und das Magnetventilglied
27 gegen die Kraft der Magnetventilfeder 26 aus dem Ventilsitz 15 gehoben wird, gibt
es den Durchfluss über den Ventilsitz 15 frei, und Kraftstoff strömt aus dem Steuerraum
13 durch die Ablaufdrossel 14, den Magnetventilankerraum 19, die Ablaufspalte 20,
die Entlastungbohrung 21 und die Niederdruckbohrung 22 zurück in den Kraftstofftank
1. Es stellt sich ein durch die Strömungsquerschnitte von Zulaufdrossel 12 und Ablaufdrossel
14 definierter Gleichgewichtsdruck im Steuerraum 13 ein, der so gering ist, dass der
im Düsenraum 23 anliegende Systemdruck die im Düsenkörper 29 längs verschieblich geführte
Düsennadel 17 zu öffnen vermag, sodass die Spritzlöcher 24 freigegeben werden und
die Einspritzung erfolgt.
[0006] Aufgrund der Geometrie des Magnetventils 7 steht die eigentliche Magnetspule 28 (bestehend
aus einem Kunststoff-Wicklungsträger und den Kupferdrahtsindungen) in direktem Kontakt
mit Kraftstoff, sodass bei Auftreten von Kavitation im System insbesondere bei Kunststoffbauteilen,
wie sie für den Wicklungsträger der Magnetspule 28 verwendet werden, Schäden infolge
Kavitationserosion auftreten können. Kavitation entsteht dabei folgendermaßen:
Bei geöffnetem Ventilsitz 15 liegt der Anker 27 direkt am Hubanachlag des Magnettopfes
25 auf, sodass nur mehr ein sehr kleiner Restluftspalt von 50 - 80 µm zwischen Anker
27 und Magnettopf 25 verbleibt. Wird der Magnet abgeschaltet, entsteht in diesem Restluftspalt
infolge der Kraft der ventilfeder 26 ein derart starker Unterdruck, dass der im Restluftspalt
vorhandene Kraftstoff für kurze Zeit zumindest teilweise verdampft. In weiterer Folge
kommt es wieder zu einem Druckanstieg, sodass die Dampfblasen implodieren. Passiert
dies an der Oberfläche des Wicklungsträgers der Magnetspule 28, kommt es dort zu Kavitationserosion,
die bei langen Laufzeiten bis zu den Kupferwicklungen der Magnetspule 28 vordringen
und diese schließlich zerstören kann, was zum Ausfall des Magnetventils 7 führt.
[0007] Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, derartige Schädigungen infolge von
Kavitationserosion zu vermeiden.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Einspritzvorrichtung der eingangs genannten Art
im Wesentlichen derart weitergebildet, dass die ringförmige Schutzplatte in dem Hohlraum
des Magnettopfes mit Hilfe von die Schutzplatte übergreifenden Zungen gehalten ist
und die Zungen aus dem Material des Magnettopf geformt sind, vorzugsweise durch Aufdrücken
eines vorspringende Zähne aufweisenden Verstemmwerkzeugs. Die dem Ankerraum zugewandte
Fläche der Magnetspule, d.h. die der Kavitation ausgesetzte Seite der Magnetspule
wird durch die Anordnung einer metallischen Schutzplatte wirksam vor einer Beschädigung
geschützt. Durch diese baulich überaus einfach umzusetzende Maßnahme der Anordnung
einer metallischen Schutzplatte gelingt es, Kavitationserosion am (Kunststoff-)Wicklungsträger
wirkungsvoll zu verhindern, ohne dass am Wicklungsträger bauliche Änderungen oder
Anpassungen oder Materialänderungen durchgeführt werden müssen. Dabei soll der Wicklungsträger
selbst, insbesondere aber die Kupferwindungen der Spule des Magnetventils geschützt
werden.
[0009] Damit das Vorsehen der metallischen Schutzplatte eine möglichst geringe Gewichtserhöhung
des Einspritzinjektors zur Folge hat, ist vorgesehen, dass die Schutzplatte ringförmig
ausgebildet ist und in dem die Spule aufnehmenden ringförmigen Hohlraum des Magnettopfes
oder den Hohlraum abdeckend angeordnet ist.
[0010] Die Festlegung der Schutzplatte erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass die ringförmige
Schutzplatte in dem Hohlraum des Magnettopfes mit Hilfe von die Schutzplatte übergreifenden
Zungen gebalten ist, wobei die zungen mit vorteil aus dem Material des Magnettopfes
geformt sind, vorzugsweise durch Aufdrücken eines vorspringende Zähne aufweisenden
Verstemmwerkzeugs. Eine bevorzugte Weiterbildung sieht außerdem vor, dass die Schutzplatte
in den Magnettopf eingepresst ist. Dies hat den Vorteil einer einfachen Montage bei
gleichzeitig ausreichend hoher Haltekraft.
[0011] Die erfindungsgemäße Anordnung einer metallischen Schutzplatte birgt naturgemäß die
Gefahr, dass die Funktionsweise des Elektromagneten beeinträchtigt wird. Insbesondere
kann es zu einer Störung der Magnetfeldlinien kommen. Um derartige negative Einflüsse
zu verhindern, ist gemäß einer bevorzugten Ausbildung vorgesehen, dass die Schutzplatte
aus einem die Magnetfeldlinien nicht störenden Metall, vorzugsweise aus nichtrostendem
Stahl besteht.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispiels näher erläutert. In dieser zeigen Fig.2 eine Detailansicht eines
Einspritzinjektors gemäß Fig. 1, der die Schutzplatte trägt, Fig.3 eine bekannte Ausführung
und Fig.4 die erfinderische Ausführung.
[0013] Fig.2 zeigt eine bekannte Ausführung eines Magnettopfes 25. Vor der eigentlichen
Magnetspule 28 ist zum Schutz eine Metallplatte 30 angebracht, die an ihren Seitenkanten
31 in den Magnettopf 25 eingepresst ist. Die Metallplatte 30 ist vorzugsweise so beschaffen,
dass sie den Aufbau der Magnetfeldlinien im Magnetkreis nicht stört, beispielsweise
durch Verwendung eines nichtrostenden Edelstahls.
[0014] Fig.3 zeigt eine bekannte Ausführung. Die Metallscheibe 30 ist an den Stellen 32
mit dem Magnettopf 25 verschweißt.
[0015] Fig.4 zeigt die Ausführung gemäß der Erfindung. Die Metallscheibe 30 wird in einem
ersten Schritt lose in den Magnettopf 25 vor der Magnetspule 28 eingelegt. In einem
zweiten Schritt wird mit Hilfe eines Verstemmwerkzeugs 33, das mehrfach am Umfang,
vorzugsweise sechs bis acht Mal innerhalb und außerhalb des Spulenfensters vorstehende
Zähne 34 aufweist, verstemmt. Durch Aufpressen des Verstemmwerkzeugs 33 auf den Magnettopf
25 kommt es zu einer Verformung des Magnettopfs im Bereich der Polfläche und zur Bildung
von Zungen 35, die das Herausfallen der Metallscheibe 30 verhindern und diese in ihrer
Position festhalten.
1. Vorrichtung zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
umfassend eine Einspritzdüse mit einer axial verschieblichen Düsennadel (17), welche
zur Steuerung ihrer Öffnungs- und Schließbewegung von dem in einem mit Kraftstoff
gefüllten Steuerraum (13) herrschenden Druck in axialer Richtung beaufschlagbar ist,
wobei der Druck im Steuerraum (13) über ein wenigstens einen Zu- oder Ablaufkanal
(12, 14) für Kraftstoff öffnendes oder schließendes Magnetventil (7) gesteuert wird,
bei welchem eine Magnetspule (28) mit einem Anker (27) zusammenwirkt und mit dem Anker
(27) ein gegen einen Ventilsitz (15) pressbares Ventilschließglied gekuppelt ist,
wobei der Anker (27) in einem Ankerraum (19) angeordnet ist, in welchen der zu- bzw.
Ablaufkanal (14) mündet und die Magnetspule (28) ankerraumseitig von einer metallischen
Schutzplatte (30) abgedeckt ist und wobei die Schutzplatte (30) ringförmig ausgebildet
ist und in dem die Spule (28) aufnehmenden ringförmigen Hohlraum des Magnetventils
(7) oder den Hohlraum abdeckend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Schutzplatte (30) in dem Hohlraum des Magnettopfes (25) mit Hilfe
von die Schutzplatte (30) übergreifenden Zungen (35) gehalten ist und die Zungen (35)
aus dem Material des Magnettopf (25) geformt sind, vorzugsweise durch Aufdrücken eines
vorspringende Zähne (34) aufweisenden Verstemmwerkzeugs (33).
2. vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (30) in den Magnettopf (25) eingepresst ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (30) aus einem die Magnetfeldlinien nicht störenden Metall, vorzugsweise
aus nichtrostendem Stahl besteht.
1. An apparatus for injecting fuel into the combustion chamber of an internal combustion
engine, including an injection nozzle having an axially displaceable nozzle needle
(17) to which the pressure present in a control chamber (13) filled with fuel can
be applied in the axial direction to control the opening and closing movements of
said needle, wherein the pressure in the control chamber (13) is controlled via a
solenoid valve (7) opening or closing at least one inlet or outlet duct (12, 14) for
fuel and in which a magnetic coil (28) cooperates with an armature (27) and a valve-closing
member that can be pressed against a valve seat (15) is coupled to the armature (27),
said armature (27) being disposed in an armature chamber (19) into which the inlet
or outlet duct (14) opens and said magnetic coil (28) being covered by a metal protective
plate (30) on the side of the armature chamber (19), and wherein the protective plate
(30) is designed to be annular and is arranged in the annular cavity of the solenoid
valve (7) receiving the coil (28), or in a manner covering said cavity, characterized in that the annular protective plate (30) is held in the cavity of the magnet pot (25) by
the aid of tongues (35) overlapping the protective plate (30) and the tongues (35)
are formed of the material of the magnet pot (25), preferably by pressing on a caulking
tool (33) including projecting teeth (34).
2. An apparatus according to claim 1, characterized in that the protective plate (30) is pressed into the magnet pot (25).
3. An apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the protective plate (30) is made of a metal that does not interfere with the magnetic
field lines, preferably stainless steel.
1. Dispositif destiné à injecter du carburant dans la chambre de combustion d'un moteur
à combustion interne, comportant une buse d'injection munie d'une aiguille d'injection
axialement mobile (17), à laquelle la pression existant dans une chambre de commande
(13) remplie de carburant peut être appliquée dans une direction axiale afin de commander
ses mouvements d'ouverture et de fermeture, dans lequel la pression dans la chambre
de commande (13) est commandée par une électrovanne (7) qui ouvre ou ferme au moins
un canal d'entrée ou de sortie (12, 14) pour du carburant, dans laquelle une bobine
magnétique (28) coopère avec un induit (27) et un organe de fermeture de soupape pouvant
être pressé contre un siège de soupape (15) est couplé à l'induit (27), dans lequel
l'induit (27) est agencé dans une chambre d'induit (19) dans laquelle le canal d'entrée
ou de sortie (14) débouche et la bobine magnétique (28) est recouverte par une plaque
de protection métallique (30) du côté de la chambre d'induit, et dans lequel la plaque
de protection (30) est réalisée annulaire et est agencée dans la cavité annulaire
de l'électrovanne (7) qui reçoit la bobine (28) ou d'une manière qui recouvre la cavité,
caractérisé en ce que la plaque de protection annulaire (30) est maintenue dans la cavité du pot magnétique
(25) à l'aide de languettes (35) recouvrant la plaque de protection (30), et les languettes
(35) sont formées à partir du matériau du pot magnétique (25), de préférence en pressant
un outil de matage (33) comportant une denture saillante (34).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plaque de protection (30) est pressée dans le pot magnétique (25).
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la plaque de protection (30) est constituée d'un métal qui ne perturbe pas les lignes
de champ magnétique, de préférence à partir d'un acier inoxydable.