[0001] Die Erfindung betrifft einen Schuhlöffel gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und eine Anordnung aus einem Schuhlöffel und einer Haltevorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 8.
[0002] Schuhlöffel sind aus dem Stand der Technik bereits hinlänglich bekannt. Sie weisen
einen Gleitabschnitt auf, an dem die Ferse des Fußes beim Anziehen eines Schuhs bzw.
eines Stiefels zur Anlage gelangt und an diesem Gleitabschnitt entlang in den Schuh
eingeführt wird. An den Gleitabschnitt schließt sich ein Verbindungsabschnitt an,
der freiendseitig dem Gleitabschnitt gegenüberliegend einen Griffabschnitt aufweist.
[0003] Aus der Druckschrift
GB 2344272 A ist beispielsweise ein Schuhlöffel mit einem winklig abstehenden Griffabschnitt bekannt,
der als zusätzliche Funktion als Greifer ausgebildet ist.
[0004] Nachteilig am aufgezeigten Stand der Technik ist, dass der Schuhlöffel einen komplizierten
Aufbau aufweist und zum Anziehen von Schuhen mit einem höheren Schaft, insbesondere
zum Anziehen von Stiefeln, ungeeignet ist.
[0005] Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, einen Schuhlöffel anzugeben, der
einfach herstellbar und leicht handhabbar ist sowie insbesondere zum Anziehen von
Schuhen oder Stiefeln mit hohem Schaft geeignet ist. Die Aufgabe wird ausgehend von
den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 8 jeweils durch deren kennzeichnende Merkmale
gelöst.
[0006] Der wesentliche Aspekt des erfindungsgemäßen Schuhlöffels besteht darin, dass der
Verbindungsabschnitt zumindest einen ersten und zweiten Verbindungsabschnittsbereich
aufweist, welche ausgehend vom Gleitabschnitt in Richtung des Griffabschnittes aneinander
anschließen und eine unterschiedliche, erste und zweite Höhe aufweisen, wobei die
erste Höhe des ersten Verbindungsabschnittsbereichs kleiner ist als die zweite Höhe
des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs. Durch die unterschiedlichen Höhen der ersten
und zweiten Verbindungsabschnittsbereiche wird ein gestufter Verbindungsabschnitt
mit hoher Stabilität erzielt, wobei besonders vorteilhaft der eine geringere Höhe
aufweisende erste Verbindungsabschnittsbereich die Einführbarkeit des Schuhlöffels
in einen Schuh mit höherem Schaft oder einen Stiefel erleichtert.
[0007] Weiterhin vorteilhaft ist der Schuhlöffel einstückig ausgebildet, wodurch ein einfacher
Aufbau mit hoher Stabilität des Schuhlöffels erreicht wird.
[0008] Der Schuhlöffel, der Längen zwischen 50cm und 80 cm, insbesondere eine Länge von
75cm aufweisen kann, stellt hohe Anforderungen an die Stabilität des Verbindungsabschnitts,
um ein Abbrechen des Schuhlöffels im Bereich des Verbindungsabschnitts zu vermeiden.
Mit einem Schuhlöffel dieser Länge können Schuhe oder Stiefel besondere einfach und
bequem angezogen werden, und zwar ohne dass sich die jeweilige Person bücken muss.
Um einerseits eine hohe Stabilität des Schuhlöffels zu erreichen, andererseits aber
ein bequemes Anziehen des Schuhs oder Stiefel durch den Schuhlöffel zu erreichen,
weist dieser eine in Richtung des Griffelements zunehmende Höhe auf. Durch den ersten
Verbindungsabschnittsbereich wird ein erleichtertes Anziehen von Schuhen mit hohem
Schaft oder Stiefeln erreicht, durch den zweiten, höher ausgebildeten Verbindungsabschnittsbereich
wird die Stabilität des Schuhlöffels verbessert.
[0009] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der erste Verbindungsabschnittsbereich
eine erste Länge von mindestens 15 cm auf. Hierdurch ergibt sich eine vorteilhafte
Anpassung der Länge an die Schafthöhe eines Stiefels. Aufgrund dieser Länge kann der
Gleitabschnitt mit dem daran anschließenden ersten Verbindungsabschnittsbereich leicht
in einen Schuh mit hohem Schaft oder einen Stiefel eingeführt werden, ohne dass der
Verbindungsabschnitt aufgrund der geringen Höhe des ersten Verbindungsabschnittsbereichs
störend wirkt. Die Höhe des Gleitabschnittes und die Höhe des ersten Verbindungsabschnittes
können beispielsweise zumindest im Übergangsabschnitt übereinstimmen.
[0010] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel geht die Unterseite des ersten
Verbindungsabschnittsbereichs stetig in den Gleitabschnitt über bzw. die Unterseite
des ersten Verbindungsabschnittsbereichs und die Unterseite des Gleitabschnitts sind
in einer gemeinsamen Ebene aufgenommen. Dadurch wird eine in den Schuh bzw. in den
Stiefel einführbare Unterseite des Schuhlöffels ohne Vorsprünge oder Auswölbungen
geschaffen, die ein bequemes Anziehen des Schuhs bzw. des Stiefels ermöglicht.
[0011] Vorzugsweise ist zwischen dem zweiten Verbindungsabschnittsbereich und dem Griffabschnitt
ein dritter Verbindungsabschnittsbereich vorgesehen, der unterseitig eine Auswölbung
aufweist. Aufgrund der Auswölbung und/oder dem stetigen Übergang zwischen dem zweiten
und dritten Verbindungsabschnittsbereich wird eine klemmende Befestigung des Schuhlöffels
in einer Haltevorrichtung erreicht, so dass eine einfache Montage beispielsweise an
einer Wand möglich ist.
[0012] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel bilden die Oberseiten der ersten, zweiten
und dritten Verbindungsabschnittsbereiche eine ebene Fläche aus. Dies erleichtert
zum einen die Handhabung des Schuhlöffels, zum anderen dient die ebene Fläche als
Gleitfläche bei der hängenden Befestigung des Schuhlöffels in einer Haltevorrichtung.
[0013] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel bilden die Oberseite und die Unterseite
des ersten und/oder des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs jeweils ebene Flächen
aus, wobei die Oberseite und die Unterseite jeweils des ersten und des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs
zueinander parallel verlaufen. Vorzugsweise verlaufen die Unterseiten des ersten und
zweiten Verbindungsabschnittsbereichs ebenfalls parallel in beabstandeten Ebenen zueinander.
Dadurch bildet der zweite Verbindungsabschnittsbereich durch die beiden parallelen
Flächen einen Gleitabschnitt, an dem der Schuhlöffel in eine Haltevorrichtung eingeführt
werden kann und hängend hinabgleiten kann, bis eine Klemmung beispielsweise am Übergang
zwischen zweitem und drittem Verbindungsabschnittsbereich erfolgt.
[0014] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel sind die Seitenflächen des ersten
bis dritten Verbindungsabschnittsbereichs und des Griffabschnitts jeweils eben ausgebildet
und verlaufen in einer gemeinsamen Ebene. Die Ebene der Vorder- und Rückseite des
Verbindungsabschnitts bzw. des Griffabschnitts verlaufen vorzugsweise parallel zueinander.
Durch die ebene Ausbildung der Vorder- und Rückseite liegt die Vorder- oder Rückseite
zumindest teilweise flächig gegenüber einem Grundelement der Haltevorrichtung an,
so dass das Hinabgleiten in der Haltevorrichtung zur klemmenden Befestigung erleichtert
ist.
[0015] In einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Schuhlöffel aus einem
formfesten Material insbesondere aus Holz, Kunststoff oder Metall gebildet. Die Herstellung
erfolgt hierbei bevorzugt durch spanabhebende Bearbeitung. Dadurch wird eine einfache
und kostengünstige Herstellung des Schuhlöffels erreicht.
[0016] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Anordnung aus einem Schuhlöffel und
einer Haltevorrichtung, wobei die Haltevorrichtung zum zumindest teilweisen Umgreifen
eines Teilbereichs des Verbindungsabschnitts ausgebildet ist. Dadurch kann der Schuhlöffel
hängend mit Hilfe der Haltevorrichtung beispielsweise an einer Wand befestigt werden.
[0017] Besonders bevorzugt weist die Haltevorrichtung zwei zueinander beabstandete Tragelemente
auf, die zum Umgreifen des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs ausgebildet sind.
Der Abstand der Tragelemente ist hierbei an die Höhe des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs
angepasst. Bei hängender Befestigung der Haltevorrichtung an einer Wand, insbesondere
der Art, dass der zwischen den Tragelementen begrenzte Bereich sich nach oben bzw.
unten öffnet, kann der Schuhlöffel mit seinem zweiten Verbindungsabschnittsbereich
zwischen die Tragelemente eingeführt werden und durch diese entlang des Verbindungsabschnittsbereichs
nach unten gleiten. Vorzugsweise ist der Abstand der Tragelemente größer als die Höhe
des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs und kleiner als die Höhe des dritten Verbindungsabschnittsbereichs,
insbesondere im Bereich des Maximums der Auswölbung, so dass der Schuhlöffel durch
den vorzugsweise stetig ausgebildeten Übergang zwischen dem zweiten und dritten Verbindungsabschnittsbereich
eine Klemmung zwischen den Tragelementen erfährt und dadurch hängend in der Haltevorrichtung
gehalten wird.
[0018] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Figuren näher erläutert werden. Zudem ergeben sich Weiterbildungen, Vorteile und
Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung auch aus der nachfolgenden Beschreibung der
Ausführungsbeispiele und aus den Figuren. Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich
dargestellten Merkmale für sich oder in beliebiger Kombination grundsätzlich Gegenstand
der Erfindung, unabhängig von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbeziehung.
Auch wird der Inhalt der Ansprüche zu einem Bestandteil der Beschreibung gemacht.
[0019] Es wird aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Erfindung keinesfalls auf
die angegebenen Beispiele beschränkt sein soll. Es zeigen
- Fig. 1
- beispielhaft ein erfindungsgemäßer Schuhlöffel in einer Draufsichtdarstellung;
- Fig. 2
- beispielhaft eine erfindungsgemäße Anordnung aus einem Schuhlöffel und einer Haltevorrichtung
in einer Draufsichtdarstellung.
[0020] In Fig. 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 ein erfindungsgemäßer Schuhlöffel bezeichnet.
Der Schuhlöffel 1 weist in an sich bekannter Weise einen Gleitabschnitt 2 auf, der
in senkrecht zur Längsachse LA des Schuhlöffels 1 verlaufender Querrichtung gewölbt
ausgebildet ist und gegen die Ferse beim Anziehen eines Schuhs oder eines Stiefels
zur Anlage gebracht wird.
[0021] An den Gleitabschnitt 2 schließt sich zumindest ein Verbindungsabschnitt 4 an, der
an dem dem Gleitabschnitt 2 gegenüberliegenden Ende einen Griffabschnitt 3 aufweist,
der vorzugsweise winklig gegenüber dem Verbindungsabschnitt 4 absteht, um ein erleichtertes
Ergreifen und Handhaben des Schuhlöffels zu ermöglichen. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Griffabschnitt 3 pistolen- oder revolverartig ausgebildet.
[0022] Der Verbindungsabschnitt 4 weist zumindest einen ersten, an den Gleitabschnitt 2
anschließenden, und einen zweiten, an den ersten in Richtung des Griffabschnitts 3
anschließenden Verbindungsabschnittsbereich 4.1, 4.2 auf, wobei die erste Höhe h1
des ersten Verbindungsabschnittsbereichs 4.1 kleiner ist als die zweite Höhe h2 des
zweiten Verbindungsabschnittsbereichs 4.2. Beispielsweise ist der Schuhlöffel 1 einstückig
ausgebildet.
[0023] Durch die einstückige Ausbildung des Schuhlöffels 1 und die in Richtung zum Griffabschnitt
3 zunehmende Höhe des Verbindungsabschnitts 4 wird eine hohe Stabilität des Schuhlöffels
1 erreicht. Darüber hinaus lässt sich durch die im Vergleich zur zweiten Höhe h2 des
zweiten Verbindungsabschnittsbereichs 4.2 geringere erste Höhe h1 des ersten Verbindungsabschnittsbereichs
4.1 der Schuhlöffel 1 auch bei Schuhen mit einem höheren Schaft oder bei Stiefeln
verwenden.
[0024] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Schuhlöffel 1 einen Verbindungsabschnitt
4 mit ersten bis dritten Verbindungsabschnittsbereichen 4.1, 4.2, 4.3 auf, die hintereinander
vom Gleitabschnitt 2 in Richtung des Griffabschnitts 3 angeordnet sind. Der erste
Verbindungsabschnittsbereich 4.1 ist vorzugsweise länglich mit rechteckförmigem Querschnitt
ausgebildet und weist eine Länge L1 auf, die an eine gewöhnliche Schaftlänge eines
Stiefels angepasst ist und vorzugsweise mindestens 15 cm beträgt. Dadurch lässt sich
der Gleitabschnitt 2 und der erste Verbindungsabschnittsbereich 4.1 leicht in den
Schaft des Schuhs oder Stiefels einführen, ohne dass der Verbindungsabschnitt beim
Anziehen des Schuhs störend wirkt.
[0025] An den ersten Verbindungsabschnittsbereich 4.1 schließt sich in Richtung des Griffabschnitts
3 der zweite Verbindungsabschnittsbereich 4.2 an, dessen zweite Höhe h2 größer ist
als die erste Höhe h1 des ersten Verbindungsabschnittsbereichs 4.1. Der erste Verbindungsabschnittsbereich
4.1 geht hierbei in einer gerundet ausgebildeten Stufe in den zweiten Verbindungsabschnittsbereich
4.2 über. Der erste Verbindungsabschnittsbereich 4.1 weist vorzugsweise eine erste
Länge L1 von mindestens 15 cm auf.
[0026] Der zweite Verbindungsabschnittsbereich 4.2 ist hierbei ebenfalls länglich mit rechteckförmigem
Querschnitt ausgebildet und weist eine zweite Länge L2 auf, die vorzugsweise kürzer
ist als die erste Länge L1 des ersten Verbindungsabschnittsbereichs 4.1.
[0027] Der erste und zweite Verbindungsabschnittsbereich 4.1, 4.2 schließen vorzugsweise
derart aneinander an, dass die eben ausgebildeten Oberseiten 4.1.1, 4.2.1 in einer
gemeinsamen Ebene zu liegen kommen. Die Unterseiten 4.1.2, 4.2.2 des ersten und zweiten
Verbindungsabschnittsbereichs 4.1, 4.2 sind ebenfalls eben ausgebildet und verlaufen
in zueinander parallelen, beabstandeten Ebenen.
[0028] Der zweite Verbindungsabschnittsbereich 4.2 geht in Richtung des Griffabschnitts
3 beispielsweise in einen dritten Verbindungsabschnittsbereich 4.3 über. Der dritte
Verbindungsabschnittsbereich 4.3 ist an seiner Oberseite 4.3.1 ebenfalls eben ausgebildet,
wobei diese vorzugsweise zusammen mit den Oberseiten 4.1.1, 4.2.1 der ersten und zweiten
Verbindungsabschnittsbereiche 4.1, 4.2 in einer gemeinsamen Ebene zu liegen kommt.
Dadurch bilden sich an der Oberseite des Schuhlöffels 1 keine störenden Vorsprünge
bzw. Auswölbungen, so dass die Handhabung des Schuhlöffels 1 erleichtert wird.
[0029] An der Unterseite 4.3.2 des dritten Verbindungsabschnittsbereichs 4.3 ist eine Auswölbung
5 vorgesehen. Der dritte Verbindungsabschnittsbereich 4.3 weist im Maximum der Auswölbung
5 eine dritte Höhe h3 auf, die vorzugsweise doppelt so groß ist wie die zweite Höhe
h2 des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs 4.2. Der dritte Verbindungsabschnittsbereich
4.3 geht nach der Auswölbung 5 in den Griffabschnitt 3 über, der winklig mit einem
Winkel α bezogen auf die Längsachse LA des Schuhlöffels 1 vom Verbindungsabschnitt
4 absteht, wobei der Winkel α einen Wert zwischen 30° und 70°, insbesondere einen
Winkel von 40°, 50° oder 60° aufweist. Der Winkel α öffnet sich hierbei auf die dem
Verbindungsabschnitt 4 gegenüberliegende Seite.
[0030] Der Griffabschnitt 3 ist an seiner Oberseite 3.1 und seiner Unterseite 3.2 gewölbt
ausgebildet, wobei der Wölbungsradius der Oberseite 3.1 größer ist als der Wölbungsradius
der Unterseite 3.2. Das freiendseitig abstehende Ende des Griffabschnitts 3 ist vorzugsweise
aufgeweitet ausgebildet.
[0031] Der Schuhlöffel 1 kann aus jeglichen formfesten Materialien, insbesondere aus Holz,
Kunststoff oder Metall gefertigt sein. Bevorzugt ist der Schuhlöffel 1 durch eine
spanabhebende Bearbeitung aus Holz hergestellt.
[0032] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft die in Figur 2 gezeigte Anordnung aus
einem Schuhlöffel 1 und einer Haltevorrichtung 6, wobei die Haltevorrichtung 6 zum
zumindest teilweisen Umgreifen eines Teilbereichs des Verbindungsabschnitts 4 ausgebildet
ist.
[0033] Die Haltevorrichtung 6 besteht im gezeigten Ausführungsbeispiel aus einem plattenförmigen
Grundelement 6.2 und einem Paar von Tragelementen 6.1, 6.1', die vom Grundelement
6.2 vorzugsweise rechtwinklig abstehen. Die Tragelemente 6.1, 6.1' können beispielsweise
durch plattenförmige Elemente Stifte, Bolzen o.ä. gebildet sein und weisen zueinander
einen Abstand d auf, der zum Klemmen eines Teilbereichs des Verbindungsabschnitts
4 des Schuhlöffels 1 ausgebildet ist.
[0034] Besonders bevorzugt sind die zueinander beabstandeten Tragelemente 6.1, 6.1' zum
Umgreifen des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs 4.2 des Schuhlöffels 1 ausgebildet.
Hierbei ist der Abstand d der Tragelemente 6.1, 6.1' geringfügig größer als die Höhe
h2 des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs 4.2.
[0035] Zur hängenden Aufnahme und Halterung des Schuhlöffels 1 ist die Haltevorrichtung
6 selbst hängend an einer Wand angebracht, und zwar insbesondere derart, dass der
von den Tragelementen 6.1, 6.1' seitlich begrenzte Bereich senkrecht verläuft bzw.
nach oben und nach unten geöffnet ausgebildet ist. Der Schuhlöffel 1 wird hierbei
derart in die Haltevorrichtung 6 eingeführt, dass der Gleitabschnitt 2 und der erste
Verbindungsabschnittsbereich 4.1 nach unten aus der Haltevorrichtung 6 absteht und
der zweite Verbindungsabschnittsbereich 4.2 zwischen den Tragelementen 6.1, 6.1' zu
liegen kommt. Bedingt durch die auf den Schuhlöffel 1 wirkende Schwerkraft gleitet
der zweite Verbindungsabschnittsbereich 4.2 zwischen den Tragelementen 6.1, 6.1',
bis sich durch die stetige Aufweitung des Schuhlöffels 1 im Übergangsbereich zwischen
dem ersten und zweiten Verbindungsabschnittsbereich 4.2, 4.3 eine klemmende Befestigung
zwischen den Tragelementen 6.1, 6.1' ergibt. Der Gleitvorgang des Schuhlöffels wird
hierbei durch die durchgängig eben ausgebildete Oberseite 4.1.1, 4.2.1, 4.3.1, die
ebenfalls eben ausgebildeten Seitenflächen sowie die ebene, parallel zur Oberseite
4.2.1 des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs 4.2 verlaufende Unterseite 4.2.2 begünstigt.
[0036] Die Erfindung wurde voranstehend an einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es versteht
sich, dass zahlreiche Modifikationen und Änderungen der Erfindung möglich sind, ohne
dass hierdurch der Erfindungsgedanke verlassen wird.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Schuhlöffel
- 2
- Gleitabschnitt
- 3
- Griffabschnitt
- 3.1
- Oberseite
- 3.2
- Unterseite
- 4
- Verbindungsabschnitt
- 4.1
- erster Verbindungsabschnittsbereich
- 4.1.1
- Oberseite
- 4.1.2
- Unterseite
- 4.2
- zweiter Verbindungsabschnittsbereich
- 4.2.1
- Oberseite
- 4.2.2
- Unterseite
- 4.3
- dritter Verbindungsabschnittsbereich
- 4.3.1
- Oberseite
- 4.3.2
- Unterseite
- 5
- Auswölbung
- 6
- Haltevorrichtung
- 6.1, 6.1'
- Tragelement
- 6.2
- Grundelement
- α
- Winkel
- d
- Abstand
- h1
- erste Höhe
- h2
- zweite Höhe
- h3
- dritte Höhe
- L1
- erste Länge
- L2
- zweite Länge
- LA
- Längsachse
1. Schuhlöffel umfassend einen Gleitabschnitt (2), einen Griffabschnitt (3) und einen
zwischen Gleitabschnitt (2) und Griffabschnitt (3) angeordneten Verbindungsabschnitt
(4), wobei der Griffabschnitt (3) vom Verbindungsabschnitt (4) winklig absteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsabschnitt (4) zumindest einen ersten und zweiten Verbindungsabschnittsbereich
(4.1, 4.2), welche ausgehend vom Gleitabschnitt (2) in Richtung des Griffabschnittes
(3) aneinander anschließen und eine unterschiedliche, erste und zweite Höhe (h1, h2)
aufweisen, wobei die erste Höhe (h1) des ersten Verbindungsabschnittsbereichs (4.1)
kleiner ist als die zweite Höhe (h2) des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs (4.2).
2. Schuhlöffel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuhlöffel (1) einstückig ausgebildet ist.
3. Schuhlöffel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Verbindungsabschnittsbereich (4.1) eine erste Länge (L1) aufweist, die
vorzugsweise mindestens 15cm beträgt.
4. Schuhlöffel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite (4.1.1) des ersten Verbindungsabschnittsbereichs (4.1) in die Unterseite
(2.1) des Gleitabschnittes (2) übergeht, und zwar derart, dass die Unterseite (4.1.1)
des ersten Verbindungsabschnittsbereichs (4.1) und die Unterseite (2.1) des Gleitabschnitts
(2) näherungsweise in einer Ebene verlaufen.
5. Schuhlöffel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zweiten Verbindungsabschnittsbereich (4.2) und dem Griffabschnitt (3)
ein dritter Verbindungsabschnittsbereich (4.3) vorgesehen ist, der unterseitig eine
Auswölbung (5) aufweist.
6. Schuhlöffel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseiten (4.1.2, 4.2.2, 4.3.2) der ersten, zweiten und dritten Verbindungsabschnittsbereiche
(4.1, 4.2, 4.3) in einer Ebene verlaufen.
7. Schuhlöffel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (4.1.2, 4.2.2) und Unterseite (4.1.1, 4.1.2) des ersten und/oder des
zweiten Verbindungsabschnittsbereichs (4.1, 4.2) ebene Flächenabschnitte ausbilden.
8. Schuhlöffel nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (4.1.2, 4.2.2) und Unterseite (4.1.1, 4.1.2) des ersten und zweiten
Verbindungsabschnittsbereichs (4.1, 4.2) jeweils parallel zueinander verlaufen.
9. Schuhlöffel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schuhlöffel (1) durch spanabhebende Bearbeitung aus Holz gefertigt ist.
10. Schuhlöffel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der winklig vom Verbindungsabschnitt (4) abstehende Griffabschnitt (3) pistolen-
oder revolverartig ausgebildet ist.
11. Anordnung aus einem Schuhlöffel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche und einer
Haltevorrichtung (6), dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (6) zum zumindest teilweisen Umgreifen zumindest eines Teilbereichs
des Verbindungsabschnitts (4) ausgebildet ist.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (6) zwei zueinander beabstandete Tragelemente (6.1, 6.1') aufweist,
die zum Klemmen des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs (4.2) ausgebildet sind.
13. Anordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Tragelemente (d) größer als die zweite Höhe (h2) des zweiten Verbindungsabschnittsbereichs
(4.2) und kleiner als die dritte Höhe (h3) des dritten Verbindungsabschnittsbereichs
(4.3) im Bereich des Maximums der Auswölbung (5) ist.