[0001] Die Erfindung betrifft eine Geschirrspülmaschine nach den Oberbegriff des Patentanspruches
1 sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Geschirrspülmaschine nach dem Patentanspruch
15.
[0002] Eine, insbesondere eine freistehende, Geschirrspülmaschinen kann zur Erhöhung ihrerStandsicherheit
jeweils ein oder mehrere Ballastgewichte aufweisen, die als Gegengewicht gegen ein
Kippen der Geschirrspülmaschine z.B. beim Öffnen der Tür dienen. Das jeweilige Ballastgewicht
ist üblicherweise als Betongewicht im Bodenbereich der Geschirrspülmaschine positioniert.
Z.B. wird in eine hintere Öffnung im Unterbau unterhalb des Spülbehälters der Geschirrspülmaschine
der
DE 600 36 242 T2 eine Ballastmasse aus rohem Beton eingesteckt und durch den Unterbau gestützt. Die
Ballastmasse wird durch den Rücksprung mindestens einer der Seitenwände der Geschirrspülmaschine
in Position gehalten. Die Halterung der Beton-Ballastmasse am Unterbau erfolgt durch
mindestens eine durch die Ballastmasse hinduchgehende Schraube. Eine derartiger Zusammenbau
ist in der Praxis für die Montage von Geschirrspülmaschinen in der Massenfertigung
oftmals zu umständlich und/oder zu aufwendig. Darüber hinaus kann es zu Problemen
mit dem empfindlichen Wasserüberlauf- Sicherheitssystem im Unterbau und/oder der dort
untergebrachten Elektronik kommen, wenn sich Partikel vom rohen Beton ablösen.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Geschirrspülmaschine sowie ein Verfahren
zur Herstellung einer Geschirrspülmaschine bereitzustellen, bei der das Ballastgewicht
in einfacher sowie kostengünstiger Weise sowie zuverlässig in der Geschirrspülmaschine
fixiert werden kann.
[0004] Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 oder des Patentanspruches
15 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0005] Gemäß dem kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 ist am Spülbehälter, insbesondere
an dessen Bodenwanneneinheit und/oder an einer unterhalb der Bodenwanneneinheit angeordneten,
diese tragenden Basisträgereinheit, zumindest ein zusätzliches Tragelement zur Halterung
des Ballastgewichts vorgesehen. Der der Spülbehälter, insbesondere dessen Bodenwanneneinheit,
und/oder die unter der Bodenwanneneinheit sitzende Basisträgereinheit weist also zumindest
ein zusätzliches Tragelement zur Halterung des Ballastgewichtes auf. Das Ballastgewicht
kann daher mit Höhenabstand bzw. Höhenfreiraum zu darunter befindlichen Gerätekomponenten
oder Sicherheitseinrichtungen unmittelbar an der Unterseite der Bodenwannenheit und/oder
am oberen Teil der Basisträgereinheit befestigt sein, wodurch ein ansonsten freier
Bauraum unmittelbar an der Außenwand der Bodenwanneneinheit oder des Spülbehälters
genutzt werden kann.
[0006] Das Tragelement kann zur Verringerung des Bauteilaufwandes materialeinheitlich und/oder
einstückig, insbesondere im Kunststoffspritzgussverfahren, am Spülbehälter bzw. an
der Spülbehälter-Bodenwanneneinheit und/oder an der Basisträgereinheit angeformt,
insbesondere integriert sein. Auf diese Weise kann die Unterseite der Spülbehälter-Bodenwanneneinheit
unmittelbar eine obere Begrenzungsfläche sein, die einen Stauraum für das Ballastgewicht
nach oben begrenzt.
[0007] Der Spülbehälter kann mit seiner Bodenwanneneinheit auf der Basisträgereinheit abgestützt
sein. Insbesondere kann die Bodenwanneneinheit von der Basisträgereinheit, vorzugsweise
von außen, zumindest teilweise eingefasst sein, und deren Deckenwandung bilden. Dabei
kann die Bodenwanneneinehit zusammen mit der bodenseitigen Basisträgereinheit einteilig
als Kunststoffformteil hergestellt sein. Alternativ dazu kann die Bodenwanneneeinheit
oder der gesamte Spülbehälter als ein von der Basisträgereinheit separates Bauteil
vorgehalten werden. In beiden Fällen stützt sich der Spülbehälter mit seiner Bodenwand
auf der Basisträgereinheit ab. Für diesen Fall kann die Bodenwanneneinheit des Spülbehälters
- unabhängig von der Basisträgereinheit - mit Gerätekomponenten und/oder mit dem Ballastgewicht
bestückt werden. Erst nach erfolgter Bestückung kann dann in einem folgenden Verbindungsschritt
die Spülbehälter-Bodenwanneneinheit mit der darunter angeordneten Basisträgereinheit
verbunden werden.
[0008] Die Basisträgereinheit kann eine im Wesentlichen geschlossene Bodenplatte aufweisen,
die durch Front-, Seiten- und Rückwände eingerahmt ist. In dem somit gebildeten Montageraum
können Gerätekomponenten und/oder Sicherheitseinrichtungen der Geschirrspülmaschine
angeordnet werden. Im Vormontageschritt kann der Montageraum der Basisträgereinheit
nach oben offen gestaltet sein, während bei zusammengebauter Geschirrspülmaschine
der Montageraum oberseitig durch die Bodenwanneneinheit begrenzt ist.
[0009] Um eine einwandfreie Funktionsfähigkeit der im Montageraum angeordneten Gerätekomponenten/Sicherheitseinrichtungen
zu gewährleisten, dürfen keine Schmutzpartikel vom Ballastgewicht in den Montageraum
gelangen. Vor diesem Hintergrund kann das Tragelement einen entsprechend abgedichteten
Stauraum für das Ballastgewicht aufweisen. Dieser kann über eine Trennwand verschmutzungsdicht
vom Montageraum abgetrennt sein.
[0010] Die das zusätzliche Tragelement bildende Trennwand kann neben ihrer Trennfunktion
das Ballastgewicht tragen. Hierzu kann die Trennwand im Profil winkelförmig mit einem
von der Bodenwanneneinheit nach unten abragenden Wandabschnitt und einem daran anschließenden,
insbesondere im Wesentlichen waagrecht abstehenden, Tragabschnitt ausgebildet sein.
Das Ballastgewicht kann in diesem Fall auf dem Tragabschnitt ruhen. Insbesondere kann
das zusätzliche Tragelement einen etwa L-förmigen Profilquerschnitt aufweisen. Diese
vorteilhafte Konstruktion erlaubt insbesondere ein im Wesentlichen waagrechtes Einschieben
des Ballastgewichts bzw. Ballasteinheit.
[0011] Zusätzlich oder unabhängig hiervon kann es ggf. auch zweckmäßig sein, wenn das Trennwandelement
als ein im Profil winkelförmiges, insbesondere L-winkelförmiges, Wandungsteil mit
einem von der Basisträgereinheit nach oben abragenden Wandabschnitt und einem daran
anschließenden, insbesondere im Wesentlichen waagrecht abstehenden, Tragabschnitt
ausgebildet ist. Diese vorteilhafte Konstruktion erlaubt insbesondere ein im Wesentlichen
waagrechtes Einschieben des Ballastgewichts bzw. Ballasteinheit.
[0012] Der Stauraum des Tragelementes kann einen im Vormontagezustand, das heißt, bei von
der Basisträgereinheit gelöster Bodenwanneneinheit, offenen, insbesondere von außen
frei zugänglichen, Einschubbereich aufweisen, um ein einfaches Einsetzen des Ballastgewichtes
zu gewährleisten. Für eine weitgehend verschmutzungsdichte Anordnung des Ballastgewichtes
kann das Tragelement mit zumindest einer Schließwand zusammenwirken. Diese kann gegenüber
dem Tragelement ggf. verstellbar sein. In der Geschlossenstellung der Schließwand
kann das Ballastgewicht im Wesentlichen verschmutzungsdicht, insbesondere staubpartikeldicht,
im Stauraum angeordnet sein. Demgegenüber kann bei Offenstellung der Schließwand das
Tragelement mit dem Ballastgewicht bestückt werden.
[0013] In einer Ausführungsform kann die Schließwand - beispielsweise als schwenkbare Klappe
- an der Basisträgereinheit oder an der Bodenwanneneinheit ausgebildet sein, die nach
erfolgter Montage des Spülbehälters, insbesondere der Bodenwanneneinheit, auf der
Basisträgereinheit den Einschubbereich des Tragelements schließt. Alternativ dazu
kann die Schließwand als ein separates Bauteil vorgehalten sein, das in den Einschubbereich
des Tragelementes einsetzbar ist, um diesen zu verschließen.
[0014] Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsformen ist die Schließwand in einer
einfachen Ausführung fest an der Bodenträgereinheit angeformt bzw. im Basisträger
integriert. Nach erfolgter Montage des Spülbehälters, insbesondere der Bodenwanneneinheit
auf der Basisträgereinheit kann die Schließwand derart an das Tragelement herangeführt
sein, dass dessen Einschubbereich geschlossen ist.
[0015] Bevorzugt ist das Tragelement an der Rückseite der Bodenwanneneinheit ausgebildet.
Der vom Tragelement begrenzte Stauraum kann dabei rückseitig und/oder in der Geräteseitenrichtung,
insbesondere bei von der Basisträgereinheit gelöster Bodenwanneneinheit, offen gestaltet
sein, um ein einfaches Einsetzen des Ballastgewichtes zu gewährleisten.
[0016] Korrespondierend zu der oben beschriebenen Lage des Tragelementes kann als Schließwand
die Rückwand und/oder die Seitenwand der Basisträgereinheit wirken. Bei montierter
Bodenwanneneinheit können daher einerseits die Rückwand und andererseits in Geräteseitenrichtung
die gegenüberliegenden Seitenwände der Basisträgereinheit den Stauraum des bodenwannenseitigen
Tragelementes weitgehend verschmutzungsdicht begrenzen.
[0017] Für eine dauerhaft betriebssichere Halterung des Ballastgewichtes ist das Tragelement,
insbesondere sein Tragabschnitt, zweckmäßigerweise entsprechend formstabil zu dimensionieren.
Damit gegebenenfalls auf aufwendige Stabilisierungsmaßnahmen am Tragabschnitt verzichtet
werden kann, ist in einer vorteilhaften Ausführungsform das Tragelement mit seinem
Tragabschnitt auf ein Stützelement des Basisträgers, insbesondere auf eine Oberseite
eines an sich bekannten Rücksprunges oder Vorsprungs im Basisträger abstützbar.
[0018] Außerdem kann das Tragelement zusätzlich die Bodenbaugruppe bestehend aus Bodenwanneneinheit
und Basisträgereinheit zum Beispiel in der Geräteseitenrichtung versteifen. Hierzu
kann das Tragelement zweckmäßigerweise so ausgebildet sein, dass es gegenüberliegende
Seitenwände der Basisträgereinheit überbrückt. Das Tragelement kann so einen zusätzlichen
Kraftpfad bereitstellen. Externe Klammerkräfte, wie sie beim Transport oder der Lagerung
von Geschirrspülmaschinen aufgebracht werden, können somit vom Tragelement aufgenommen
werden.
[0019] Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen wiedergegeben.
[0020] Die Erfindung un ihre Weiterbildungen sowie deren Vorteile werden nachfolgend anhand
von Zeichnungen näher erläutert.
[0021] Es zeigen jeweils schematisch:
- Fig. 1
- eine Bodenbaugruppe bestehend aus Basisträger und Bodenwanne mit gestrichelt angedeuteter
Außenkontur einer vorteilhaften Ausführungsvariante einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Geschirrspülmaschine;
- Fig. 2
- einen Basisträger der Bodenbaugruppe von Figur 1 in Alleinstellung;
- Fig. 3
- eine Bodenwanne eines Spülbehälters der Geschirrspülmaschine von Figur 1 mit davon
beabstandetem Ballastgewicht; und
- Fig. 4
- in einer teilweisen Seitenschnittansicht die zusammengebaute Bodenbaugruppe von Figur
1 mit eingesetztem Ballastgewicht.
[0022] Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren 1 mit 4 jeweils
mit denselben Bezugszeichen versehen.
[0023] In der Fig. 1 ist in einer perspektivischen Ansicht vereinfacht eine Geschirrspülmaschine
1000 angedeutet, deren Bodenbaugruppe hervorgehoben ist. Die Außenkonturlinie des
Spülbehälters 100 der Geschirrspülmaschine 1000 ist mit gestrichelter Linie angedeutet.
Weiterhin ist eine Gerätetür 1 der Geschirrspülmaschine 1000 in bekannter Weise an
seitlichen, plattenförmigen Scharnierträgern 3 angelenkt. Die seitlichen Scharnierträger
3 sind in etwa winkelförmig ausgebildete Blechteile, die mit ihren vertikalen Schenkeln
seitlich in einer bodenseitigen Basisträgereinheit 5 der Bodenbaugruppe gehaltert
sind.
[0024] Die in der Fig. 1 gezeigte Bodenbaugruppe besteht neben der Basisträgereinheit 5
aus einer über dieser sitzenden Bodenwanneneinheit 7 des Spülbehälters 100 der Geschirrspülmaschine
1000. Die Bodenwanneneinheit 7 und die Basisträgereinheit 5 sind als separate Kunststoffspritzgussteile
gefertigt, die über vordere (, d.h. türbereichsnahe) Anbindungsbereiche 11 und hintere
(, d.h. türferne) Anbindungsbereiche 9miteinander verbunden sind. Beispielhaft sind
die Basisträgereinheit 5 und die Bodenwanneneinheit 7 an ihren hinteren Anbindungsbereichen
9 miteinander in Rastverbindung.
[0025] Die von oben auf die Basisträgereinheit 5 aufgesetzte Bodenwanneneinheit 7 stützt
sich dabei an den vorderen und hinteren Anbindungsbereichen 11, 9 jeweils an den Scharnierträgern
3 und an den hinteren Montageschächten 13 der Basisträgereinheit 5 ab. Zwischen der
Bodenwanneneinheit 7 und der Basisträgereinheit 5 befindet sich ein Montageraum 15,
in dem hier nicht gezeigte Gerätekomponenten sowie Sicherheitseinrichtungen der Geschirrspülmaschine
angeordnet sind, etwa ein Schwimmerschalter, der austretende Spülflüssigkeit erfassen
kann.
[0026] In den Fig. 2 und 3 sind die Basisträgereinheit 5 und die Bodenwanneneinheit 7 in
einem Vormontagezustand gezeigt, in dem beide Teile voneinander gelöst sind. Hier
im Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 2 weist die am jeweiligen Aufstellort unten
aufsitzende Basisträgereinheit 5 eine im Wesentlichen geschlossene Bodenplatte 17
auf, die am Außenumfang durch Front-, Seiten- und Rückwände 18, 19, 20 eingerahmt
ist. Dabei sind die beiden hinteren Montageschächte 13 jeweils unmittelbar in den
Seitenwänden 19 integriert und in den Eckbereichen zwischen den Seitenwänden 19 und
der Rückwand 20 angeordnet. Die Rückwand 20 weist einen Rücksprung 21 auf, der sich
in Geräteseitenrichtung bzw. Breitenrichtung x über die gesamte Breite der Rückwand
20 erstreckt.
[0027] Die in der Fig. 3 gezeigte Bodenwanneneinheit 7 weist ein zusätzliches Tragelement
23 für ein Ballastgewicht bzw. eine Ballasteinheit 25 auf. Das Tragelement 23 ist
als ein Winkelprofil mit einem vertikalen Wandabschnitt 27 ausgebildet, der von der
Unterseite der Bodenwanneneinheit 7 nach unten abragt und in einen horizontalen Tragabschnitt
29 übergeht. Es ist im Profilquerschnitt betrachtet insbesondere L-förmig ausgebildet.
Das Winkelprofil erstreckt sich gemäß der Fig. 3 im rückwärtigen Bereich der Bodenwanneneinheit
7 in der Geräteseitenrichtung x über eine Breite b. Die Breite b sowie der Abstand
a der beiden Montageschächte 13 ist derart bemessen, dass im zusammengebauten Zustand
das Tragelement 23 die beiden Montageschächte 13 überbrückt. Bei Aufbringung seitlicher,
externer Klammerkräfte kann daher das Tragelement 23 die Bodenbaugruppe zusätzlich
versteifen.
[0028] Gemäß der Fig. 3 und 4 begrenzt die Unterseite der Bodenwanneneinheit 7 zusammen
mit dem vertikalen Wandabschnitt 27 und dem horizontalen Tragabschnitt 29 einen Stauraum
31, der einen seitlich und nach hinten offenen Einschubbereich für das Ballastgewicht
25 aufweist. Im, in der Fig. 3 gezeigten Vormontagezustand ist daher das Ballastgewicht
25 ohne weiteres in den Stauraum 31, insbesondere im Wesentlichen in waagrechter Richtung
in der von der Breitenrichtung x und der Tiefenrichtung y aufgespannten Ebene, einschiebbar.
[0029] Beim Zusammenfügen der Bodenwanneneinheit 7 mit dem Basisträger bzw. der Basisträgereinheit
5 fährt das Winkelprofil 23 in den Bereich zwischen den beiden, in den Seitenwänden
19 integrierten Montageschächten 13 des Basisträgers 5 ein. Die einander zugewandten
Innenflächen der Montageschächte 13 können somit in Anlage mit den Seitenkanten der
Wandabschnitte 27, 29 treten, die als Schließwände den Stauraum 31 seitlich weitgehend
verschmutzungsdicht abschließen.
[0030] Der Zusammenbauzustand ist in der Fig. 4 gezeigt. Demzufolge ruht der horizontale
Tragabschnitt 29 des Winkelprofils 23 mit seinem hinteren freien Ende auf einer Oberseite
33 des in der Basisträger-Rückwand 20 gebildeten Rücksprunges 21. Oberhalb des Rücksprunges
21 überragt die Rückwand 20 mit geringem Abstand eine Rückseite des Ballastgewichtes
25. Die Rückwand 20 ist dabei tangential bis an eine Außenkrümmung der Bodenwanne
7 herangeführt.
[0031] Der im Vormontagezustand seitlich und nach hinten offene Stauraum 31 ist daher nach
erfolgtem Zusammenbau gemäß der Fig. 4 seitlich durch die Montageschächte 13 sowie
rückseitig durch die Basisträger-Rückwand 20 verschmutzungsdicht nach außen abgedichtet.
Die Kontaktflächen 35 zwischen dem Tragabschnitt 29 und der Oberseite 33 des Rücksprunges
21 bilden dabei eine Dichtzone, die einen Übertritt von Schmutzpartikeln in den Montageraum
15 weitgehend verhindern. Außerdem schließt die Basisträger-Rückwand 20 den Stauraum
31 nach hinten ab, so dass das Ballastgewicht während des Transportes sicher fixiert
ist und das Ballastgewicht 25 von außen sichtgeschützt angeordnet ist.
[0032] Auf diese Weise ist ein gekapselter Stauraum 31 zur Aufnahme eines Betonblockes im
bodennnahen Bereich der Geschirrspülmaschine bereitgestellt, der sich im Höhenabstand,
d.h. mit Freiraumabstand HD oberhalb des Bodens 17 der Basisträgereinheit 5 befindet.
Dadurch können sich vom Betonblock ablösende Schmutzoder Staubpartikel nicht in den
Montageraum 15 gelangen, so dass die Funktionsfähigkeit von Gerätekomponenten oder
Sicherheitseinrichtungen, etwa einem Schwimmerschalter, innerhalb der Geschirrspülmaschine
über deren Betriebslebensdauer sichergestellt werden kann. Aufwendige Zusatzmaßnahmen
wie z.B. die Ummantelung des Betonblocks mit einer Kunststoffhülle können somit entfallen.
[0033] Zusätzlich oder alternativ zum vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß den Figuren
1 mit 4 kann es ggf. auch zweckmäßig sein, wenn an einer unterhalb der Bodenwanneneinheit
angeordneten, diese tragenden Basisträgereinheit, zumindest ein zusätzliches Tragelement
zur Halterung des Ballastgewichts vorgesehen ist. Die oben zu den Figuren 1 mit 4
erläuterten, konstruktiven und funktionellen Maßnahmen gelten für diese Abwandlung
in analoger Weise.
[0034] Auf diese Weise ist zusammenfassend betrachtet eine kostengünstige Fixierungsmöglichkeit
für ein Betongewicht mit Höhenabstand bzw. Freiraum über dem Boden der Basisträgereinheit
bereitgestellt, so dass der darunterliegende Montageraum durch andere Komponenten
wie z.B. der Umwälzpumpe, Laugenpumpe, Wasserweiche, usw.... der Geschirrspülmaschine
genutzt werden kann.
[0035] Insbesondere ist durch das zusätzliche, abstehende Tragelement an der Bodenwanneneinheit
und/oder der Basisträgereinheit eine Art Schublade im Bodenbereich des Spülbehälters
bzw. Innenbehälters der Geschirrspülmaschine gebildet. Sie ist so gestaltet, dass
ein Ballastgewicht eingeschoben werden kann. Wenn dann dieser Spülbehälter mit der
Bodenwanneneinheit auf die Basisträgerbaueinheit montiert wird, dann schließt die
Rückwand der Basisträgereinheit (Bodenbauteil) vorzugsweise diese Schublade ab und
das Gewicht ist allseitig fixiert, geschlossen und geschützt.
[0036] Vorteile dieser vorteilhaften Konstruktion sind insbesondere:
- das Ballastgewicht kann als kostengünstiges Betongewicht ohne Kunststoffummantelung
gestaltet werden;
- das Ballastgewicht ist von außen für den Kunden nicht sichtbar;
- das Ballastgewicht kann während des Transports der Geschirrspülmaschine nicht zerstört
werden; ein etwaiger Schaden ist für Kunden nicht ersichtlich und führt daher zu einer
geringeren Beanstandungsrate;
- die Schublade bzw. das zusätzliche Tragelement kann zusätzlich Klammerkräfte aufnehmen
und dient daher zur weiteren Versteifung des Bodenbereiches der Bodenbaugruppe.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0037]
- 1
- Gerätetür
- 3
- Scharnierträger
- 5
- Basisträger
- 7
- Bodenwanne
- 9, 11
- hintere und vordere Anbindungsbereiche
- 13
- Montageschächte
- 15
- Montageraum
- 17
- Bodenplatte
- 18, 19, 20
- Front-Seiten- und Rückwände des Basisträgers
- 21
- Rücksprung
- 23
- Tragelement
- 25
- Ballastgewicht
- 27
- Wandabschnitt
- 29
- Tragabschnitt
- 31
- Stauraum
- 33
- Oberseite
- 35
- Kontaktflächen
- a
- Abstand
- b
- Breite
- x
- Geräteseitenrichtung
- y
- Bautiefenrichtung
1. Geschirrspülmaschine (1000), insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, mit einem
Spülbehälter (100) sowie zumindest einem Ballastgewicht (25), dadurch gekennzeichnet, dass am Spülbehälter (100), insbesondere an dessen Bodenwanneneinheit (7) und/oder an
einer unterhalb der Bodenwanneneinheit (7) angeordneten, diese tragenden Basisträgereinheit
(5), zumindest ein zusätzliches Tragelement (23) zur Halterung des Ballastgewichts
(25) vorgesehen ist.
2. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (23) materialeinheitlich und/oder einstückig, insbesondere im Kunststoffspritzgussverfahren,
am Spülbehälter (100), insbesondere an der Bodenwanneneinheit (7), und/oder an der
Basisträgereinheit (5) angeformt, insbesondere integriert ist.
3. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenwanneneinheit (7) auf der Basisträgereinheit (5) abgestützt ist, insbesondere
von dieser zumindest teilweise eingefasst ist, und deren Deckenwandung bildet.
4. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisträgereinheit (5) und der Spülbehälter (100) bzw. dessen Bodenwanneneinheit
(7) voneinander separate Bauteile sind.
5. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisträgereinheit (5) einen Montageraum (15) begrenzt, in dem Gerätekomponenten
und/oder Sicherheitseinrichtungen der Geschirrspülmaschine (1000) angeordnet sind,
wobei der Montageraum (15) oberseitig durch die Bodenwanneneinheit (7) begrenzt ist.
6. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (23) einen Stauraum (31) für das Ballastgewicht (25) aufweist, der,
insbesondere über mindestens ein Trennwandelement (27, 29) im Wesentlichen verschmutzungsdicht
vom Montageraum (15) abgetrennt ist.
7. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennwandelement (27, 29) als ein im Profil winkelförmiges Wandungsteil mit einem
von der Bodenwanneneinheit (7) nach unten abragenden Wandabschnitt (27) und einem
daran anschließenden, insbesondere im Wesentlichen waagrecht abstehenden, Tragabschnitt
(29) ausgebildet ist.
8. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Trennwandelement (27, 29) als ein im Profil winkelförmiges Wandungsteil mit einem
von der Basisträgereinheit (5) nach oben abragenden Wandabschnitt (27) und einem daran
anschließenden, insbesondere im Wesentlichen waagrecht abstehenden, Tragabschnitt
(29) ausgebildet ist.
9. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stauraum (31) des Tragelements (23), insbesondere bei von der Basisträgereinheit
(5) gelöster Bodenwanneneinheit (7), einen offenen, insbesondere von außen frei zugänglichen
Einschubbereich zum Einsetzen des Ballastgewichts (25) aufweist.
10. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das am Spülbehälter (100), insbesondere an dessen Bodenwanneneinheit (7), und/oder
an der Basisträgereinheit (5) ausgebildete Tragelement (23) mit zumindest einer gegenüber
dem Tragelement verstellbaren Schließwand (13, 20) zusammenwirkt, mit der das Ballastgewicht
(25) im Wesentlichen verschmutzungsdicht im Tragelement (23) verstaubar ist.
11. Geschirrspülmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließwand (13, 20) an der Basisträgereinheit (5) ausgebildet ist, die nach
erfolgter Montage des Spülbehälters (100), insbesondere der Bodenwanneneinheit (7),
auf der Basisträgereinheit (5) den Einschubbereich des Tragelements (23) schließt.
12. Geschirrspülmaschine nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (23) an der Rückseite der Bodenwanneneinheit (7) und/oder der Basisträgereinheit
(5) angeordnet ist und/oder der vom Tragelement (23) begrenzte Stauraum (31) zumindest
rückseitig und/oder in Geräteseitenrichtung (x), insbesondere bei von der Basisträgereinheit
(5) gelöster Bodenwanneneinheit (7), offen ist, wobei insbesondere die mit dem Tragelement
(23) zusammenwirkende Schließwand eine Rückwand (20) und/oder eine Seitenwand (19)
der Basisträgereinheit (5) ist.
13. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Versteifung der aus der Basisträgereinheit (5) und der Bodenwanneneinheit (7)
bestehenden Bodenbaugruppe unterhalb des Spülbehälters (100) das Tragelement (23)
die gegenüberliegenden Seitenwände (19) des Basisträgers (5) in Breitenrichtung (x)
überbrückt.
14. Geschirrspülmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Tragelement (23), insbesondere sein Tragabschnitt (29), auf einem Stützelement
(21) der Basisträgereinheit (5), insbesondere auf einem Rücksprung oder Vorsprung
der Basisträgereinheit (5), abgestützt ist.
15. Verfahren zur Montage einer Geschirrspülmaschine (1000) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Vormontageschritt bei vom der Basisträgereinheit Spülbehälter (100), insbesondere
bei von der Basisträgereinheit (5) getrennter Bodenwanneneinheit (7), das Ballastgewicht
(25) am Tragelement (23) gehaltert wird, und anschließend in einem Verbindungsschritt
der Spülbehälter (100), insbesondere die Bodenwanneneinheit (7), mit der Basisträgereinheit
(5) zusammengefügt wird.