[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Klettersteigausrüstung, welche von einem
Sportkletterer mitzuführen ist, um den Sportkletterer an Sicherungselementen eines
alpinen Klettersteigs zu sichern, umfassend: einen Körperbefestigungsabschnitt, welcher
an einem Klettergurt oder einem Bekleidungsstück des Sportkletterers befestigt oder
befestigbar ist, ein Kopplungselement, welches zur lösbaren Kopplung der Klettersteigausrüstung
mit einem Sicherungselement eines Klettersteigs ausgebildet ist, eine Verbindungsanordnung,
welche das Kopplungselement und den Körperbefestigungsabschnitt miteinander verbindet
und welche ein längliches, flexibles Sicherungsmittel, insbesondere Sicherungsband
oder dergleichen, aufweist.
[0002] Bei der Benutzung eines alpinen Klettersteigs tragen Sportkletterer für gewöhnlich
einen Klettergurt, etwa einen Sitzgurt oder einen Vollgurt, an welchem eine Klettersteigausrüstung
befestigt ist. Die bekannte Klettersteigausrüstung weist ferner ein Kopplungselement,
zumeist einen Kletterkarabiner, auf, mit dem sich der Sportkletterer in ein Sicherungselement
des Klettersteigs, z.B. ein am Felsen befestigtes Stahlseil, einhängt. Zwischen dem
Körperbefestigungsabschnitt und dem Kopplungselement verläuft ein Sicherungsseil,
das einen Abstand zwischen dem Sportkletterer und dem Sicherungselement des Klettersteigs
zur Gewährleistung der nötigen Bewegungsfreiheit erlaubt. Zumeist weisen die bekannten
Klettersteigausrüstungen zwei Kopplungselemente auf, die jeweils über ein separates
Sicherungsseil mit dem Klettergurt verbunden sind, so dass der Sportkletterer auch
beim Aus- und Einhaken eines Kopplungselements beim Übergang von einem Sicherungselement
zum nächsten Sicherungselement entlang des Klettersteigs stets noch mit einem eingehakten
Kopplungselement am Klettersteig gesichert bleibt.
[0003] Um dem Sportkletterer zur Bewegung entlang des Klettersteigs Bewegungsfreiheit einzuräumen,
müssen die Sicherungsseile zwischen Klettergurt und Kopplungselementen eine ausreichende
Länge haben. Zur Erleichterung der Handhabung der langen Sicherungsseile während des
Kletterns, ist es bekannt, die Sicherungsseile mit einer elastischen Ummantelung zu
umhüllen oder ein elastisches Band in das Sicherungsseil einzuarbeiten, so dass das
Sicherungsseil im unbelasteten Zustand gerafft und damit besser handhabbar ist, wobei
der Sportkletterer das Sicherungsseil bei Bedarf mit geringem Kraftaufwand wieder
strecken kann, um das Kopplungselement in das nächste Sicherungselement einzuhaken.
Die bekannten Mittel zum Raffen des Sicherungsseils erlauben jedoch nur eine begrenzte
Verkürzung der zu handhabenden Gesamtlänge des Sicherungsseils im Rahmen der Elastizität
der elastischen Ummantelung bzw. des elastischen Bandes, so dass auch das geraffte
Sicherungsseil noch eine beträchtliche Länge aufweist, die bei der sportlichen Bewegung
am Klettersteig störend sein kann und die Gefahr des Hängenbleibens birgt.
[0004] Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Klettersteigausrüstung
der eingangs genannten Art bereitzustellen, welche die Bewegungsfreiheit des Sportkletterers
verbessert und einfach zu handhaben ist.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Klettersteigausrüstung der gattungsgemäßen
Art, welche eine Aufrollvorrichtung zur wenigstens teilweisen Aufnahme des Sicherungsmittels
in einem aufgerollten Zustand umfasst. Nach einem wichtigen Merkmal der Erfindung
ist somit vorgesehen, zumindest einen Teil des Sicherungsmittels in einer Aufrollvorrichtung
aufzurollen, so dass zeitweilig nicht genutzte Länge des Sicherungsmittels platzsparend
und ohne die Gefahr einer Behinderung des Sportkletterers in einem aufgerollten Zustand
untergebracht werden kann. Somit ergibt sich auch bei einer ausreichenden Länge des
Sicherungsmittels, welche eine hohe Bewegungsfreiheit des Sportkletterers ermöglicht,
eine einfache Handhabung des Sicherungsmittels und die Gefahr, mit zeitweilig nicht
genutzten Längenabschnitten des Sicherungsmittels hängen zubleiben, kann reduziert
werden.
[0006] Vorzugsweise ist das Sicherungsmittel durch manuelle Zugbetätigung von der Aufrollvorrichtung
abrollbar, so dass die Klettersteigausrüstung einfach zu bedienen ist. Vorteilhaft
kann die Aufrollvorrichtung ferner dafür eingerichtet sein, das Sicherungsmittel selbsttätig
aufzurollen. Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass das Sicherungsmittel
im Wesentlichen stets straff zwischen dem Körperbefestigungsabschnitt und dem Kopplungselement
gespannt bleibt und auch bei Annäherung des Sportkletterers an die Felswand nicht
durchhängt. Die Gefahr eines Hängenbleibens oder eines Verhakens durch das Sicherungsmittel
wird somit weiter reduziert. Ferner kann ein vorübergehend nicht verwendetes Sicherungsmittel
selbsttätig aufgerollt werden und somit ohne besondere manuelle Betätigung in einen
platzsparenden Zustand gebracht werden.
[0007] Den besonderen Sicherheitsanforderungen, die an Klettersteigausrüstungen gestellt
werden, kann die Erfindung in einer Ausführungsform Rechnung tragen, bei welcher die
Aufrollvorrichtung an einem Zwischenabschnitt zwischen einem dem Körperbefestigungsabschnitt
zugewandten Ende des Sicherungsmittels und einem der Kopplungselement zugewandten
Ende des Sicherungsmittels angeordnet ist und das Sicherungsmittel als durchgehendes,
ununterbrochenes, seil- oder bandartiges Element durch die Aufrollvorrichtung hindurchgeführt
ist. In dieser Ausführungsform stellt die Aufrollvorrichtung kein unmittelbar sicherheitsrelevantes
Bauteil dar, da es lediglich einen Zwischenabschnitt eines an sich ununterbrochenen,
durchgehenden Sicherungsmittels bedarfsweise aufrollt und damit verkürzt, jedoch im
Falle eines Sturzes das Sicherungsmittel höchstens bis zu seinem vollständig gestreckten
Zustand freigibt. Mit anderen Worten, wird im Falle eines vorbestimmten Zugbelastungszustands
der Kleftersteigausrüstung, d.h. im Falle eines Sturzes, auch bei einem Versagen oder
Bruch der Aufrollvorrichtung eine Verlängerung des Sicherungsmittels allenfalls bis
zu seinem vollständig gestreckten Zustand erlaubt, in welchem die Kraft vollständig
von dem dafür ausgelegten Sicherungsmittel aufgenommen wird.
[0008] Eine erfindungsgemäße Klettersteigausrüstung kann eine Dämpfungseinrichtung umfassen,
welche in einem Normalzustand einen Abschnitt der Verbindungsanordnung in einem kontrahierten
Zustand hält und in einem vorbestimmten Zugbelastungszustand der Klettersteigausrüstung
den Abschnitt der Verbindungsanordnung unter Absorption von Energie expandiert.
[0009] Unter einem vorbestimmten Zugbelastungszustand wird im Rahmen dieser Offenbarung
insbesondere ein Sturz des Sportkletterers verstanden, d.h. ein Zustand in welchem
auf die Klettersteigausrüstung eine plötzliche, starke Zugbelastung (hohe Zugkraft
bzw. hohe Zuggeschwindigkeit/ Zugbeschleunigung) wirkt. Um in einem solchen Zustand
die Abbremsung des Falls des Sportkletterers und damit eine Reduzierung der auf den
Sportkletterer in dem Moment der Straffung der Klettersteigausrüstung wirkenden Beschleunigung
zu erreichen, kann dann die Dämpfungseinrichtung unter Absorption von Energie einen
im Normalzustand kontrahierten Abschnitt der Verbindungsanordnung expandieren lassen.
Der kontrahierte Zustand des Abschnitts der Verbindungsanordnung kann beispielsweise
ein geraffter, ein aufgerollter oder ein zusammengefalteter Zustand eines Dämpfungsbands
sein.
[0010] Eine bevorzugte Alternative zu einer solchen Dämpfungseinrichtung, welche jedoch
auch zusätzlich zu der Dämpfungseinrichtung eingesetzt werden kann, ist in einer weiteren
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine Bremseinrichtung, welche Teil der
Aufrollvorrichtung ist und welche ein Abrollen des Sicherungsmittels von der Aufrollvorrichtung
in einem vorbestimmten Zugbelastungszustand des Sicherungsmittels hemmt. Eine solche
Bremseinrichtung hat die Wirkung, dass im Falle eines vorbestimmten Zugbelastungszustands
des Sicherungsmittels, insbesondere im Falle eines Sturzes des Sportkletterers, das
Sicherungsmittel nicht erst vollständig von der Aufrollvorrichtung abgerollt wird,
bevor der Zugbewegung eine Widerstandskraft entgegengesetzt wird und insbesondere
der Sturz des Sportkletterers aufgehalten wird, sondern das Abrollen des Sicherungsmittels
bereits vorzeitig gestoppt wird. Somit wird der Fallweg für den Sportkletterer verkürzt.
Insbesondere in Kombination mit einer selbsttätig aufrollend wirkenden Aufrollvorrichtung
kann mit einer solchen Bremseinrichtung der Fallweg minimiert werden.
[0011] In einer vorteilhaften Weiterbildung der vorstehend beschriebenen Aufrollvorrichtung
mit Bremseinrichtung kann die Bremseinrichtung in dem vorbestimmten Zugbelastungszustand
eine Abrollgeschwindigkeit des Sicherungsmittels fortwährend bis zur vollständigen
Blockierung des Sicherungsmittels reduzieren. Die Bremseinrichtung wirkt dann zusätzlich
auch als Dämpfungseinrichtung zur Milderung der auf den Sportkletterer wirkenden Stoßkraft,
wenn sich im Falle eines Sturzes das Sicherungsmittel streckt. Insbesondere kann dann
auf eine zusätzliche Dämpfungseinrichtung der oben genannten Art verzichtet werden,
so dass eine kompakte und leichte Klettersteigausrüstung geschaffen werden kann.
[0012] Vorzugsweise beträgt bei maximal ausgerolltem Sicherungsmittel die entfaltete Länge
der Verbindungsanordnung zwischen Kopplungselement und Körperbefestigungsabschnitt
zwischen ungefähr 50 cm und ungefähr 150 cm, so dass die Klettersteigausrüstung für
die übliche Verwendung an einem Klettersteig und die dabei notwendige Bewegungsfreiheit
gut angepasst ist. Ist die entfaltete Länge kleiner als ungefähr 50 cm, so ist die
Bewegungsfreiheit des Sportkletterers stark eingeschränkt. Übersteigt die entfaltete
Länge ungefähr 150 cm, so macht sich die Zunahme des Gewichts des Sicherungsmittels
bzw. der entsprechend zu dimensionierenden Aufrollvorrichtung deutlich bemerkbar,
so dass die Eignung der Klettersteigausrüstung zur Mitführung durch den Sportkletterer
beeinträchtigt ist. Eine besonders gute Balance zwischen den beiden genannten widerstreitenden
Bedingungen ergibt sich, wenn die entfaltete Länge zwischen ungefähr 80 cm und ungefähr
120 cm liegt, was ungefähr im Bereich der Armlänge einer Person liegt, so dass der
Sportkletterer im Bereich der Reichweite seines Arm jede Position am Klettersteig
gut erreichen kann, um das Kopplungselement anzukoppeln.
[0013] Es wurde bereits erwähnt, dass die Aufrollvorrichtung an einem Zwischenabschnitt
eines durchgehenden Sicherungsmittels angeordnet sein kann, um auch bei einem Defekt
oder Bruch der Aufrollvorrichtung jedes Sicherheitsrisiko auszuschließen, so dass
insbesondere ein weniger stabiles und damit leichteres Gehäuse für die Aufrollvorrichtung
verwendet werden kann. Eine Alternativlösung dazu kann darin bestehen, die Aufrollvorrichtung
am Körperbefestigungsabschnitt anzubringen, beispielsweise einen Gehäuseabschnitt
der Aufrollvorrichtung oder eine Wickelachse der Aufrollvorrichtung mit dem Körperbefestigungsabschnitt
zu verbinden. Damit wird die Aufrollvorrichtung zwar zum sicherheitskritischen Element,
so dass Maßnahmen zur ausreichenden Festigkeit der Aufrollvorrichtung getroffen werden
müssen, im Gegenzug kann in einer solchen Variante die Aufrollvorrichtung jedoch sehr
dicht am Körper des Sportkletterers angeordnet werden, wodurch sich eine bequemere
Führung und Handhabung der Aufrollvorrichtung ergeben kann.
[0014] Für den einfachen und gleichzeitig sicheren Einsatz im alpinen Sport- und Freizeitbereich
umfasst der Körperbefestigungsabschnitt oder/und das Kopplungselement vorzugsweise
einen Sportkletterkarabiner (z.B. aus einem Leichtmetall, oder einem Verbundwerkstoff),
so dass die Klettersteigausrüstung einfach mitzuführen und zu bedienen ist. Weiterhin
wird die Mitführung und Bedienung der Klettersteigausrüstung im Sport- und Freizeitbereich
erleichtert, wenn die Aufrollvorrichtung ein Gehäuse aus einem Kunststoffmaterial
oder aus einem Leichtmetall aufweist. Denkbar sind alle aus dem Bereich der Sport-
und Freizeitkletterei sowie aus dem Bereich des Bergwanderns oder dergleichen bekannten
Materialien. Das Sicherungsmittel ist vorzugsweise aus einem im Bereich der Sportkletterei
an sich bekannten Seil-, Band- oder Gurtmaterial, umfassend insbesondere Textilfasern,
so dass es gleichzeitig leicht und zugfest ist.
[0015] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung umfasst
die Klettersteigausrüstung eine Mehrzahl, insbesondere zwei, Kopplungselemente, welchen
jeweils ein separates Sicherungsmittel zugeordnet ist. Die Klettersteigausrüstung
kann dann bei der Fortbewegung entlang des Klettersteigs besonders sicher verwendet
werden, indem der Sportkletterer stets mit mindestens einem Kopplungselement in einem
Sicherungselement des Klettersteigs gesichert ist, während er mindestens ein anderes
Kopplungselement aus dem Kopplungseingriff mit dem Sicherungselement des Klettersteigs
lösen und mit einem entlang des Klettersteigs nachfolgenden Sicherungselement koppeln
kann. Da jedem der Kopplungselemente ein separates Sicherungsmittel zugeordnet ist,
können die Kopplungselemente in einem ausreichenden Abstand voneinander am Klettersteig
gesichert sein.
[0016] Eine erfindungsgemäße Klettersteigausrüstung mit einer Mehrzahl von Kopplungselementen
und einer entsprechenden Mehrzahl von Sicherungsmitteln kann mehrere separate Aufrollvorrichtungen
umfassen, so dass jedes der Sicherungsmittel durch eine separate Aufrollvorrichtung
wenigstens teilweise im aufgerollten Zustand aufnehmbar ist. Eine solche Klettersteigausrüstung
kann flexibel konfiguriert werden, da unabhängig von der Anzahl an Kopplungselementen
jeweils baugleiche Aufrollvorrichtungen für jedes Kopplungselement verwendet werden
können.
[0017] In einer bevorzugten Variante einer Klettersteigausrüstung mit einer Mehrzahl von
Kopplungselementen sind die Sicherungsmittel jedoch durch eine gemeinsame Aufrollvorrichtung
wenigstens teilweise im aufgerollten Zustand aufnehmbar. Durch eine gemeinsame Aufrollvorrichtung
kann eine besonders leichte und kompakte Klettersteigausrüstung geschaffen werden,
welche zudem besonders einfach zu handhaben ist, da der Sportkletterer stets nur eine
einzige Aufrollvorrichtung zu kontrollieren hat, mit welcher eine Mehrzahl von Sicherungsmitteln
aufgerollt werden. Dabei ist die gemeinsame Aufrolivorrichtung vorzugsweise durch
ein gemeinsames Gehäuse gekennzeichnet, welches im Vergleich zu einer Mehrzahl separater
Gehäuse mit reduziertem Bauaufwand und geringerer Baugröße gefertigt werden kann.
[0018] Vorzugsweise weist die gemeinsame Aufrollvorrichtung für jedes der Sicherungsmittel
einen separaten Wickelkörper auf, so dass die Sicherungsmittel unabhängig voneinander
auf- und abrollbar sind und auf die jeweils gewünschte Länge ausziehbar sind. Die
separaten Wickelkörper können dazu etwa in einem gemeinsamen Gehäuse unabhängig voneinander
drehbare Achsen aufweisen, so dass sich eine einfache und kompakte Anordnung ergibt.
[0019] Ferner kann jedes der Sicherungsmittel in der gemeinsamen Aufrollvorrichtung mit
einer separaten Bremseinrichtung zusammenwirken, insbesondere einer auf einen Wickelkörper
des Sicherungsmittels wirkenden Bremseinrichtung, so dass auch die Abbremsung bzw.
die Dämpfung separat für jedes Sicherungsmittel erfolgen kann. Auch die Bremseinrichtungen
sind zusammen mit den zugeordneten Wickelkörpern vorzugsweise in einem gemeinsamen
Gehäuse der gemeinsamen Aufrollvorrichtung untergebracht.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht einer Klettersteigausrüstung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Figur 2
- eine Seitenansicht der in Figur 1 gezeigten Klettersteigausrüstung;
- Figur 3
- eine Schnittansicht einer Aufrollvorrichtung der in Figur 1 gezeigten Klettersteigausrüstung
gemäß einer Schnittlinie III-III in Figur 2,
- Figur 4
- eine Draufsicht einer Klettersteigausrüstung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung;
- Figur 5
- eine Seitenansicht der in Figur 4 gezeigten Klettersteigausrüstung,
- Figur 6
- eine Draufsicht einer Klettersteigausrüstung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Figur 7
- eine Draufsicht der in Figur 6 gezeigten Klettersteigausrüstung mit teilweise ausgebrochenem
Gehäuse der Aufrollvorrichtung,
- Figur 8
- eine Seitenansicht der in Figur 6 gezeigten Klettersteigausrüstung mit teilweise ausgebrochenem
Gehäuse der Aufrollvorrichtung und
- Figur 9
- eine Schnittansicht der in Figur 6 gezeigten Klettersteigausrüstung gemäß einer Schnittlinie
IX-IX in Figur 8.
[0021] Unter Bezugnahme auf Figuren 1 bis 3 wird zunächst ein erstes Ausführungsbeispiel
der Erfindung erläutert, in welchem eine Klettersteigausrüstung 10 einen Gurtbefestigungsabschnitt
12 (Körperbefestigungsabschnitt) zur Befestigung an einem Sitzgurt eines Sportkletterers,
einen Karabinerhaken 14 (Kopplungselement) zum Einhaken an einem in den Zeichnungen
nicht dargestellten Sicherungselement eines Klettersteigs sowie eine zwischen Gurtbefestigungsabschnitt
12 und Karabinerhaken 14 verlaufende Verbindungsanordnung 16 umfasst.
[0022] Der Gurtbefestigungsabschnitt 12 kann durch eine flexible Schlaufe aus einem ausreichend
festem Textilband gebildet sein, welche mittels eines Karabinerhakens, eines Seils
oder eines anderen Sicherungsmittels am Gurt des Sportkletterers sicher befestigbar
ist. Der Karabinerhaken 14 kann ein an sich bekannter Kletterkarabiner aus einem Leichtmetall
oder einem anderen im Bereich der Sportkletterei üblichen Material sein und weist
einen Hakenabschnitt 18, einen Basisabschnitt 20 sowie einen Schnapper 22 aufweist.
Der Schnapper 22 kann in an sich bekannter Weise mittels einer nicht dargestellten
Feder in eine geschlossene Feder vorgespannt sein, in welcher er zusammen mit dem
Hakenabschnitt 18 eine geschlossene Karabineröffnung 24 begrenzt, in der ein Sicherungselement
des Klettersteigs im Sicherungszustand gehalten wird.
[0023] Am Basisabschnitts 20 des Karabinerhakens 14 kann die Verbindungsanordnung 16 befestigt
sein. Im Ausführungsbeispiel ist an einem nutzerabgewandten, karabinerseitigen Ende
eines Sicherungsbandes 26 eine Schlaufe 28 vorgesehen, welche durch eine Öse 30 des
Basisabschnitts 20 des Karabinerhakens 14 gefädelt ist, so dass das Sicherungsband
26 fest mit dem Karabinerhaken 14 verbunden ist.
[0024] Das Sicherungsband 26 durchläuft eine Aufrollvorrichtung 32, in welcher es zumindest
teilweise aufrollbar ist. Im Ausführungsbeispiel ist die Aufrollvorrichtung 32 mit
einem Gehäuse 34 (in Figur 2 ausgebrochen dargestellt) ausgebildet, welches an einer
Seite eine schlitzförmige Öffnung 36 für den Durchtritt eines nutzerabgewandten Abschnitts
des Sicherungsbands 26 aufweist und auf einer gegenüberliegenden Seite eine weitere
schlitzförmige Öffnung 38 für den Durchtritt eines nutzerseitigen Abschnitts des Sicherungsbandes
26 aufweist.
[0025] Wie insbesondere in Figur 3 gut zu erkennen ist, ist im Inneren des Gehäuses 34 der
Aufrollvorrichtung 32 eine Achse 40 drehbar in Lagerabschnitten 42 des Gehäuses 34
gelagert. Das Sicherungsband 26 ist durch einen Schlitz 44 der Achse 40 geführt, so
dass sich bei einer Drehung der Achse 40 das Sicherungsband 26, um die Achse 40 aufwickelt
bzw. von der Achse 40 abwickelt. In Figur 3 ist ein aufgerollter Zustand des Sicherungsbands
26 dargestellt, in welchem mehrere Lagen des Sicherungsbands 26 auf der Achse 40 aufgewickelt
sind.
[0026] Zwischen der Achse 40 und dem Gehäuse 34 kann eine Feder 46 wirken, welche die Achse
40 in eine Drehrichtung vorspannt, so dass die Aufrollvorrichtung 32 das Sicherungsband
26 selbsttätige aufrollt. In Figur 3 ist als Feder 46 eine Spiralfeder illustriert,
deren eines Ende sich an der Achse 40 abstützt und deren anderes Ende sich am Gehäuse
34 abstützt. Zwischen der Feder 46 und dem zur Aufnahme des Sicherungsbands 26 vorgesehenen
Innenraum des Gehäuses 34 kann eine Trennwand 48 vorgesehen sein, um eine gegenseitige
Störung zwischen Feder 46 und Sicherungsband 26 zu verhindern. Vorzugsweise ist das
Gehäuse 34 aus zwei mittels beispielsweise Schrauben 50 zu verbindenden Gehäusehälften
52, 54 gebildet.
[0027] Der nutzerseitige Abschnitt des Sicherungsbands 26 verläuft zum Gurtbefestigungsabschnitt
12 hin und könnte direkt mit diesem fest verbunden sein. Im Ausführungsbeispiel ist
zwischen dem nutzerseitigen Ende des Sicherungsbands 16 und dem Gurtbefestigungsabschnitt
12 jedoch ein an sich bekannter Bandfaltdämpfer 56 angeordnet. Der Bandfaltdämpfer
56 umfasst ein Dämpfungsband 58, dessen nutzerabgewandtes Ende mit dem nutzerseitigen
Ende des Sicherungsbands 26 verbunden ist und dessen nutzerseitiges Ende mit dem Gurtbefestigungsabschnitt
12 verbunden ist. Das Dämpfungsband 58 ist in einem Gehäuse 60 des Bandfaltdämpfers
56 im kontrahierten Zustand untergebracht, z.B. gerafft, gefaltet oder gerollt, so
dass die beiden Enden des Dämpfungsbands 58 im Vergleich zur Gesamtlänge des Dämpfungsbands
58 nur einen geringen Abstand in der Größenordnung des Gehäuses 60 voneinander aufweisen.
[0028] Während der normalen Benutzung der Klettersteigausrüstung 10 bleibt der Abstand zwischen
den Enden des Dämpfungsbandes 58 konstant. Im Falle eines Sturzes und der damit auf
die Enden des Dämpfungsbands 58 einwirkenden Zugbelastung bricht das Gehäuse 60 an
einer in den Zeichnungen nicht dargestellten Sollbruchstelle und erlaubt die Expansion
des Dämpfungsbands 58. Da die kontrahierten, einander berührenden Lagen des Dämpfungsbands
58 zusätzlich aneinander fixiert sind, z.B. durch eine Aufreißnaht oder durch einen
Klebstoff, wird nicht nur beim Bruch des Gehäuses 60 sondern auch bei der weiteren
Entfaltung des Dämpfungsbands 58 Energie absorbiert, so dass während der Streckung
des Bandfaltdämpfer 56 fortwährend Energie des Sturzes absorbiert wird und die Abbremsung
des stürzenden Kletterers über einen längeren Weg hin erfolgen kann.
[0029] Unter Bezugnahme auf Figuren 4 und 5 wird nachfolgend ein zweites Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher erläutert, wobei nachfolgend nur auf die Unterschiede zum ersten
Ausführungsbeispiel näher eingegangen wird und in Bezug auf die zum ersten Ausführungsbeispiels
identischen oder entsprechenden Bauteile und Funktionen ausdrücklich auf die obige
Abschreibung des ersten Ausführungsbeispiels verwiesen wird.
[0030] Im Gegensatz zur Klettersteigausrüstung 10 des ersten Ausführungsbeispiels umfasst
die Kletterausrüstung 110 des zweiten Ausführungsbeispiels zwei Karabinerhaken 114a
und 114b. Der erste Karabinerhaken 114a ist mit einem nutzerabgewandten Ende eines
ersten Sicherungsbands 126a fest verbunden und der zweite Karabinerhaken 114b ist
mit einem nutzerabgewandten Ende eines von dem ersten Sicherungsband 126a separaten,
zweiten Sicherungsbands 126b fest verbunden. Ferner durchläuft das erste Sicherungsband
126a eine erste Aufrollvorrichtung 132a und das zweite Sicherungsband 126b durchläuft
eine von der ersten Aufrollvorrichtung 132a separate, zweite Aufroflvorrichtung 132b.
[0031] Die nutzerseitigen Enden der Sicherungsbänder 126a, 126b verlaufen zu einem gemeinsamen
Gurtbefestigungsabschnitt 112 hin sind insbesondere im Ausführungsbeispiel mit einem
nutzerabgewandten Ende eines gemeinsamen Bandfaltdämpfers 156 fest verbunden, dessen
nutzerseitiges Ende am Gurtbefestigungsabschnitt 112 befestigt ist. Jede der Aufrollvorrichtungen
132a, 132b kann vorzugsweise die gleiche Konfiguration und Funktion aufweisen, wie
die im ersten Ausführungsbeispiel verwendete Aufrollvorrichtung 32. Die beiden Karabinerhaken
114a, 114b haben somit jeweils eigene Sicherungsbänder 126a, 126b und jeweils eigene
Aufrollvorrichtungen 132a, 132b, nutzen jedoch einen gemeinsamen Bandfaltdämpfer 156
sowie einen gemeinsamen Gurtbefestigungsabschnitt 112.
[0032] Unter Bezugnahme auf Figuren 6 bis 9 wird nachfolgend ein drittes Ausführungsbeispiel
der Erfindung beschrieben, wobei im folgenden nur auf die Unterschiede gegenüber dem
ersten bzw. zweiten Ausführungsbeispiel eingegangen wird und hinsichtlich der Konstruktion
und Funktion gleicher oder entsprechender Bauteile auf die ausführliche Beschreibung
des ersten und des zweiten Ausführungsbeispiels hingewiesen wird.
[0033] Auch eine Klettersteigausrüstung 210 des dritten Ausführungsbeispiels umfasst zwei
Karabinerhaken 214a, 214b, welche jeweils mit einem separaten Sicherungsband 226a
bzw. 226b gekoppelt sind. Auch im dritten Ausführungsbeispiel laufen die beiden Sicherungsbänder
226a, 226b zu einem gemeinsamen Befestigungsabschnitt 212 hin.
[0034] Im Gegensatz zum zweiten Ausführungsbeispiel ist jedoch nicht für jedes der beiden
Sicherungsbänder 226a, 226b eine separate Aufrollvorrichtung vorgesehen, sondern die
beiden Sicherungsbänder 226a, 226b werden von einer einzigen, gemeinsamen Aufrollvorrichtung
232 aufgerollt. Wie insbesondere in Figuren 7 und 9 zu erkennen ist, umfasst die gemeinsame
Aufrollvorrichtung 232 ein Gehäuse 234, in welchem zwei Achsen 240a, 240b koaxial
gelagert, jedoch unabhängig voneinander drehbar aufgenommen sind. Insbesondere kann
eine stabile und gleichzeitig unabhängige Lagerung dadurch erreicht werden, dass jede
der beiden Achsen 240a, 240b mit ihrem einen Ende im Gehäuse 234 gelagert ist und
mit ihrem anderen Ende an der jeweils anderen Achse 240b, 240a drehbar gehalten ist.
[0035] Jede der Achsen 240a, 240b weist einen Befestigungsabschnitt (nicht dargestellt)
auf, an welchem das jeweilige Sicherungsband 226a, 226b befestigt ist, so dass eine
Drehung der Achse 240a bzw. 240b das Sicherungsband 226a bzw. 226b aufwickelt. In
der an sich auch im ersten Ausführungsbeispiel angewandten Art kann jede der Achsen
240a, 240b mit einer Feder 246a, 246b zusammenwirken, so dass die Achsen 240a, 240b
jeweils in Aufwickelrichtung vorgespannt sind und das Sicherungsband 226a, 226b selbsttätig
aufgerollt wird.
[0036] Auch im dritten Ausführungsbeispiel könnten die Sicherungsbänder 226a, 226b, analog
zum ersten Ausführungsbeispiel und zum zweiten Ausführungsbeispiel, vorteilhaft die
gemeinsame Aufrollvorrichtung 232 als geschlossene Bänder durchlaufen und durch eine
nutzerseitige Öffnung des Gehäuses 234 hindurch zum Gurtbefestigungsabschnitt 212
hin geführt sein. Im illustrierten Ausführungsbeispiel wurde eine alternative Variante
gewählt, bei welcher die nutzerseitigen Enden der Sicherungsbänder 226a, 226b jeweils
an ihrer Drehachse 240a bzw. 240b befestigt sind und dafür der Gurtbefestigungsabschnitt
212 mit dem Gehäuse 234 der gemeinsamen Aufrollvorrichtung 232 fest verbunden ist.
Im Falle eines Sturzes und damit bei Erreichen eines vorbestimmten Zugbelastungszustandes
wird die Zugkraft vom Kletterer über den Sitzgurt, den Gurtbefestigungsabschnitt 212
und das Gehäuse 234 in die Achsen 240a, 240b und von diesen in die Sicherungsbänder
226a, 226b eingeleitet.
[0037] Ferner kann auch in einer Anordnung gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel ein Bandfaltdämpfer
entsprechend dem ersten bzw. dem zweiten Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, um Sturzenergie
zu absorbieren. Insbesondere könnte ein gemeinsamer Bandfaltdämpfer zwischen dem Gurtbefestigungsabschnitt
212 und dem gemeinsamen Gehäuse 234 angeordnet sein. Im illustrierten Ausführungsbeispiel
ist jedoch kein Bandfaltdämpfer vorgesehen, stattdessen ist zwischen jeder der Achsen
240a, 240b und dem Gehäuse 234 eine Bremseinrichtung 262a, 262b vorgesehen, welche
bei einer vorbestimmten Zugbelastung des zugeordneten Sicherungsbands 226a bzw. 226b
ein Abrollen des Sicherungsbands 226a bzw. 226b von der Achse 240a bzw. 240b hemmt.
Eine dem ersten Sicherungsband 226a zugeordnete erste Bremseinrichtung 262a bremst
somit im Sturzfall das Abrollen des ersten Sicherungsbands 226a, während eine zweite
Bremseinrichtung 262b im Sturzfall das Abrollen des zweiten Sicherungsbandes 226b
bremst. Beide Bremseinrichtungen 262a, 262b sind vorzugsweise in dem gemeinsamen Gehäuse
234 untergebracht.
[0038] Die Bremseinrichtungen 262a, 262b können an sich bekannte Fliehkraft-Bremseinrichtungen
sein, welche bei Überschreitung einer vorbestimmten Drehgeschwindigkeit der jeweiligen
Achse 240a, 240b, wie sie im Falle eines Sturzes auftritt, automatisch Bremsen, indem
beweglich gelagerte Bremsbacken Fliehkraft-bedingt gegen eine Bremstrommel gepresst
werden.
[0039] Die Erfindung stellt eine Klettersteigausrüstung (110) bereit, welche von einem Sportkletterer
mitzuführen ist, um den Sportkletterer an Sicherungselementen eines alpinen Klettersteigs
zu sichern, umfassend einen Körperbefestigungsabschnitt (112), welcher an einem Klettergurt
(114a, 114b) oder einem Bekleidungsstück des Sportkletterers befestigt oder befestigbar
ist, ein Kopplungselement, welches zur lösbaren Kopplung der Klettersteigausrüstung
(110) mit einem Sicherungselement eines Klettersteigs ausgebildet ist, eine Verbindungsanordnung,
welche das Kopplungselement (114a, 114b) und den Körperbefestigungsabschnitt (112)
miteinander verbindet und welche ein längliches, flexibles Sicherungsmittel (126a,
126b), aufweist, wobei eine Aufrollvorrichtung (132a, 132b) zur wenigstens teilweisen
Aufnahme des Sicherungsmittels in einen aufgerollten Zustand vorgesehen ist.
1. Klettersteigausrüstung (10; 110; 210), welche von einem Sportkletterer mitzuführen
ist, um den Sportkletterer an Sicherungselementen eines alpinen Klettersteigs zu sichern,
umfassend:
einen Körperbefestigungsabschnitt (12; 112; 212), welcher an einem Klettergurt oder
einem Bekleidungsstück des Sportkletterers befestigt oder befestigbar ist,
ein Kopplungselement (14; 114a, 114b; 214a, 214b), welches zur lösbaren Kopplung der
Klettersteigausrüstung (10; 110; 210) mit einem Sicherungselement eines Klettersteigs
ausgebildet ist,
eine Verbindungsanordnung (16), welche das Kopplungselement (14; 114a, 114b; 214a,
214b) und den Körperbefestigungsabschnitt (10; 110; 210) miteinander verbindet und
welche ein längliches, flexibles Sicherungsmittel (26; 126a, 126b; 226a, 226b), insbesondere
Sicherungsband, aufweist,
gekennzeichnet durch
eine Aufrollvorrichtung (32; 132a, 132b; 232) zur wenigstens teilweisen Aufnahme des
Sicherungsmittels (26; 126a, 126b; 226a, 226b) in einen aufgerollten Zustand.
2. Klettersteigausrüstung (10; 110; 210) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungsmittel (26; 126a, 126b; 226a, 226b) durch manuelle Zugbetätigung von
der Aufrollvorrichtung (32; 132a, 132b; 232) abrollbar ist, wobei die Aufrollvorrichtung
(32; 132a, 132b; 232) das Sicherungsmittel (26; 126a, 126b; 226a, 226b) vorzugsweise
selbsttätig aufrollt.
3. Klettersteigausrüstung (10; 110) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrollvorrichtung (32; 132a, 132b) an einem Zwischenabschnitt zwischen einem
dem Körperbefestigungsabschnitt (12; 112) zugewandten Ende des Sicherungsmittels (26;
126a, 126b) und einem der Kopplungselement (14; 114a, 114b) zugewandten Ende des Sicherungsmittels
(26; 126a, 126b) angeordnet ist und dass das Sicherungsmittel (26; 126a, 126b) als
durchgehendes, ununterbrochenes, seil- oder bandartiges Element durch die Aufrollvorrichtung
(32; 132a, 132b) hindurchgeführt ist.
4. Klettersteigausrüstung (210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrollvorrichtung eine Bremseinrichtung (262a, 262b) aufweist, welche ein Abrollen
des Sicherungsmittels (226a, 226b) von der Aufrollvorrichtung (232) in einem vorbestimmten
Zugbelastungszustand des Sicherungsmittels (226a, 226b) hemmt.
5. Klettersteigausrüstung (210) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Bremseinrichtung (262a, 262b) in dem vorbestimmten Zugbelastungszustand eine
Abrollgeschwindigkeit des Sicherungsmittels (226a, 226b) fortwährend bis zur vollständigen
Blockierung des Sicherungsmittels reduziert.
6. Klettersteigausrüstung (10; 110) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ferner gekennzeichnet durch eine Dämpfungseinrichtung (56; 156), welche in einem Normalzustand einen Abschnitt
(58) der Verbindungsanordnung (16) in einem kontrahierten Zustand hält und in einem
vorbestimmten Zugbelastungszustand der Klettersteigausrüstung (10; 110) den Abschnitt
(58) der Verbindungsanordnung (16) unter Absorption von Energie expandiert.
7. Klettersteigausrüstung (10; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei maximal abgerolltem Sicherungsmittel (26; 126a, 126b; 226a, 226b) die entfaltete
Länge der Verbindungsanordnung zwischen Kopplungselement (14; 114a, 114b; 214a, 214b)
und Körperbefestigungsabschnitt (12; 112; 212) zwischen ungefähr 50 cm und ungefähr
150 cm, vorzugsweise zwischen ungefähr 80 cm und ungefähr 120 cm liegt.
8. Klettersteigausrüstung (210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrollvorrichtung (232) an dem Körperbefestigungsabschnitt (212) angebracht
ist.
9. Klettersteigausrüstung (10; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Körperbefestigungsabschnitt (12; 112; 212) oder/und das Kopplungselement (14;
114a, 114b; 214a, 214b) einen Kletterkarabiner umfassen.
10. Klettersteigausrüstung (10; 110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrollvorrichtung (32; 132a, 132b; 232a, 232b) ein Gehäuse (34; 234) aus einem
Kunststoffmaterial oder aus einem Leichtmetall aufweist.
11. Klettersteigausrüstung (110; 210) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klettersteigausrüstung (110; 210) eine Mehrzahl, insbesondere zwei, Kopplungselemente
(114a, 114b; 214a, 214b) umfasst, welchen jeweils ein separates Sicherungsmittel (126a,
126b; 226a, 226b) zugeordnet ist.
12. Klettersteigausrüstung (110) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der Sicherungsmittel (126a, 128b) durch eine separate Aufrollvorrichtung (132a,
132b) wenigsten teilweise im aufgerollten Zustand aufnehmbar ist.
13. Klettersteigausrüstung (210) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsmittel (226a, 226b) durch eine gemeinsame Aufrollvorrichtung (232)
wenigsten teilweise im aufgerollten Zustand aufnehmbar sind.
14. Klettersteigausrüstung (210) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die gemeinsame Aufrollvorrichtung (232) für jedes der Sicherungsmittel (226a, 226b)
einen separaten Wickelkörper (240a, 240b) und eine separate Bremseinrichtung (262a,
262b) aufweist, wobei die Wickelkörper (240a, 240b) und die Bremseinrichtungen (262a,
262b) in einem gemeinsamen Gehäuse (234) der Aufrollvorrichtung (232) untergebracht
sind.