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EP 2 409 855 A1 |
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EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG |
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Veröffentlichungstag: |
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25.01.2012 Patentblatt 2012/04 |
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Anmeldetag: 10.06.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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BA ME |
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Priorität: |
21.07.2010 DE 102010031820
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Anmelder: Stricker, Urban |
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57271 Hilchenbach-Vormwald (DE) |
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Erfinder: |
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- Stricker, Urban
57271 Hilchenbach-Vormwald (DE)
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Vertreter: Grosse, Wolf-Dietrich Rüdiger |
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Valentin, Gihske, Grosse, Klüppel, Kross
Patentanwälte
Hammerstrasse 3 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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| (54) |
Methode und Zuschnitt von Trägerfolien zum vereinfachten Anbringen von dekorativen
Klebefolien auf Rolladen |
(57) Methode zum vereinfachten Anbringen von dekorativen Klebefolien auf Rollladen wobei
die Trägerfolie in mehrere einzeln ablösbare Segmente (a,b,c,g) unterteilt ist, so
dass in mehreren Arbeitsschritten nach dem Lösen eines flächenmäßig deutlich kleineres
Segmentes von der Trägerfolie die Klebefolie mit den verbliebenen weiteren Trägerfoliensegmenten
einfach an den zu beklebenden Rollladen geführt werden kann. Durch die Nutzung einer
vorläufig fixierenden Klebung kann die Passung (e,f) der Folie auf dem Rollladen in
Abstimmung zum Fensterrahmen überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden bevor
in weiteren Arbeitsschritten die gesamte Folie auf den Rollladen geklebt wird.
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[0001] Aus der
DE10218217A1 (Spalte 6, Zeilen 31-36) ist bekannt eine auch selbstklebende Folie von innen auf
Rollladen anzubringen und damit besondere dekorative Eigenschaften zu erzielen. Gleichwohl
konnte sich bislang jedoch keine kommerziell nutzbare Methode zur Umsetzung dieser
einfachen Dekoration etablieren.
[0002] Ein Grund dafür ist, dass es beim Anbringen von flächigen Dekor-Klebefolien (bestehend
aus Klebefolie und Trägerfolie) auf einen nicht stabilen Untergrund, wie er bei der
in Lamellen aufgeteilten Rollladenfläche vorliegt, nach dem Abziehen der Trägerfolie
von der Klebefolie bereits vor dem Anbringen sehr schnell zu Verwerfungen der Klebefolie
kommen kann, so dass diese mit zwei Klebeflächen aneinander gerät und somit mit hoher
Wahrscheinlichkeit unbrauchbar wird. Selbst wenn diese erste Schwierigkeit überwunden
wurde entsteht ein Folgeproblem beim Anbringen der von der Trägerfolie gelösten Klebefolie
dadurch, dass einzelne Punkte oder Flächen der Klebefolie während der Annäherung an
die zu beklebende Fläche an diese häufig bereits an unerwünschten Stellen anhaften
kann bevor die eigentlich erwünschte Position zur Anbringung der Klebefolie erreicht
ist. Dies wiederum begünstigt ein Zusammenkleben der Klebefolie an der Klebeschicht
und führt beim Abziehen der unerwünschten Klebungen bei dünnen Folien aufgrund der
wirkenden Kräfte zu Verformungen der Klebefolie. Es ist also offensichtlich, dass
die naheliegende und übliche Methode zur Anbringung von Klebefolien bestehend aus
den Einzelschritten "Abziehen der Trägerfolie", "Heranführen an die zu beklebende
Fläche" und "Aufbringen/Andrücken der Klebefolie auf die zu beklebende Fläche" nicht
zielführend ist und insbesondere durch Laien nicht ausgeführt werden kann. Auch ein
denkbares schrittweises Vorgehen, bei dem man immer nur kurze Abschnitte der Trägerfolie
abzieht und die dadurch freigelegte Klebefläche anbringt bevor der nächste Abschnitt
der Deckfolie gelöst wird, ist für den speziellen Fall des Beklebens von Rollladen
wenig zweckmäßig. Es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass die notwendige Ausrichtung
der gesamten Dekor-Klebefolie mit dem ersten Ansatz nicht erreicht ist. Die Klebefolien
müssen im Allgemeinen durch das geöffnete Fenster am geschlossenen Rollladen angebracht
werden, wobei der Fensterrahmen die äußere Begrenzung einer Durchlassöffnung für die
Klebefolie darstellt. Dabei hat die Klebefolie eine Fläche, die in den allermeisten
Fällen genau der Fläche dieser Durchlassöffnung entspricht. Für ein korrektes Bekleben
muss die gesamte Folie von der ersten Klebung an passgenau und fluchtend zu dem Fensterrahmen
angebracht sein. Beim manuellen Anbringen stören dabei bereits die Hände, mit denen
man die Ecken oder eine Seite der Klebefolie an den Rollladen heranführt. Alle im
vorhergehenden Absatz beschriebenen Schwierigkeiten werden dadurch begünstigt, dass
man bei herkömmlichen Methoden die von der Trägerfolie gelöste Klebefolie an den äußeren
Rändern fassen muss, um sie dann durch den Fensterrahmen zu führen, der annähernd
die gleiche Öffnungsfläche wie die Fläche der Klebefolie hat.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache Methode darzustellen, mit
der auch Laien das großflächige Bekleben von geschlossenen Rollladen mit einer Klebefolie
einfach bewerkstelligen können.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Trägerfolie in mehrere
einzeln ablösbare Segmente unterteilt (Fig.1, b und c) ist und dass im Arbeitsschritt
1 ein flächenmäßig deutlich kleineres Segment gelöst wird (Fig.1, a) so dass zunächst
nur ein kleiner Bereich der Klebefläche der Klebefolie freigelegt ist. Im Arbeitsschritt
2 wird die Klebefolie mit den verbliebenen weiteren Trägerfoliensegmenten (Fig.2,
b, c) an den zu beklebenden Rollladen geführt wird und zunächst nur die freigelegte
vergleichsweise kleine Klebefläche an den Rollladen leicht angedrückt wird (Fig.3,
d) so dass die gesamte Klebefolie mit den noch verbliebenen Trägerfolienabschnitten
am Rollladen fixiert ist. Im Arbeitsschritt 3 ist die Passung der Folie auf dem Rollladen
in Abstimmung zum Fensterrahmen überprüfbar hinsichtlich der gesamten Passung zum
Fensterrahmen. Die Folienkanten sollen möglichst parallel zum Fensterrahmen fluchten
(Fig.4, f).
[0005] Bei nicht korrekter Passung (Fig.4, e) wird in einem Arbeitsschritt 4a die Fixierung
wieder gelöst wird um nach erneutem Durchlaufen der Arbeitsschritte 2 und 3 die Passung
zu verbessern. Bei korrekter Passung (Fig4, f) wird im Arbeitsschritt 5 die fixierende
Klebefläche fest angedrückt (Fig.5). Im Arbeitsschritt 6 wird ein weiterer Abschnitt
der Trägerfolie gelöst (Fig.6), so dass die Klebfolie ausgehend von der zuvor geschaffenen
Fixierung in weiteren Arbeitsschritten (Fig.7 bis Fig.9) vollständig auf den Rollladen
aufgeklebt und abschließend geschnitten (Fig.10) werden kann.
[0006] Um den beschriebenen Arbeitsgang durchzuführen eignen sich verschiedene Zuschnitte
der Trägerfolie. Der Zuschnitt wird gebildet durch ein einen fachmännisch vorgefertigten
Anschnitt der Trägerfolie, der jedoch nicht die Klebefolie durchtrennt.
[0007] Anhand der Figuren 1 bis 10 wird die Erfindung mit einem dem Anspruch 2 entsprechendem
Zuschnitt erläutert. Genutzt wird dazu ein in die Trägerfolie (Fig.1, b und c) vorgeschnittener
Fixierstreifen (Fig.1, a), der es durch seine Positionierung ermöglicht, die Folie
mit zwei Händen durch den Fensterrahmen zu führen (Fig.2), ohne dass es dabei zu kritischen
Verwerfungen an der freigelegten Klebefläche kommen kann. Dies ist deshalb gewährleistet,
da der Streifen im Verhältnis zur Gesamtfläche der verbliebenen Trägerfolie relativ
schmal ist. Bei einer Höhe von über etwa 100mm könnten sich Verwerfungen leicht bilden,
deshalb ist die Höhe dieses Streifens vorzugsweise deutlich geringer. Dadurch das
der Fixierstreifen nicht mit der langen Seite an einer Außenkante der gesamten Trägerfolie
liegt wird es in den nächsten Arbeitsgängen möglich, die Dekor-Klebefolie zunächst
an den Ecken auszurichten, bevor man durch leichten Druck auf den Fixierstreifen diesen
andrückt (Fig.3).
[0008] Der Zuschnitt (Fig.1 bis Fig.10) gemäß dem Anspruch 2 ist fertigungstechnisch einfach
darzustellen. Mit der Variante gemäß Anspruch 3 (Fig.11) wird ein etwas aufwendigerer
Zuschnitt gezeigt. Anstelle des einfachen Fixierstreifens treten hier zwei Fixierpunkte
(Fig.11, g).
[0009] Ebenso ist die Variante gemäß Anspruch 3 geeignet die gestellte Aufgabe im Sinne
der erfindungsgemäßen Methode zu lösen. Durch die Anordnung zahlreicher Fixierstreifen
(Fig.12) erschließt sich unter entsprechender Anleitung die erfindungsgemäße Methode.
[0010] Es wird deutlich, dass die erfindungsgemäße Methode in Verbindung mit den erfindungsgemäßen
Zuschnitten aufgrund der damit erschlossenen einfachen Handhabbarkeit bei der Montage
auch durch Laien die kommerzielle Nutzung von dekorativen Klebefolien auf Rollladen
ermöglicht.
Liste der Bezugszeichen in den Figuren 1-12
[0011]
- a
- lösbarer Fixierstreifen auf der Trägerfolie
- b
- verbleibender oberer Abschnitt der Trägerfolie
- c
- verbleibender unterer Abschnitt der Trägerfolie
- d
- fixierendes Andrücken am gelösten Fixierstreifen
- e
- nicht-fluchtende Folie
- f
- parallel fluchtende Folie
- g
- lösbare Fixierpunkte auf der Trägerfolie
1. Methode zum vereinfachten Anbringen von dekorativen Klebefolien auf Rollladen gekennzeichnet dadurch,
dass die Trägerfolie in mehrere einzeln ablösbare Segmente unterteilt ist und dass
im Arbeitsschritt 1 ein flächenmäßig deutlich kleineres Segment gelöst wird, so dass
zunächst nur ein kleiner Bereich der Klebefläche der Klebefolie freigelegt ist und
wobei
im Arbeitsschritt 2 die Klebefolie mit den verbliebenen weiteren Trägerfoliensegmenten
an den zu beklebenden Rollladen geführt wird und zunächst nur die freigelegte vergleichsweise
kleine Klebefläche an den Rollladen leicht angedrückt wird so dass die gesamte Klebefolie
mit den noch verbliebenen Trägerfolienabschnitten am Rollladen fixiert ist und nun
im Arbeitsschritt 3 die Passung der Folie auf dem Rollladen in Abstimmung zum Fensterrahmen
überprüfbar ist bevor dann entweder bei nicht korrekter Passung in einem Arbeitsschritt
4a die Fixierung wieder gelöst wird um nach erneutem Durchlaufen der Arbeitsschritte
2 und 3 die Passung zu verbessern, oder bei korrekter Passung im Arbeitsschritt 5
die fixierende Klebefläche fest angedrückt wird und im Arbeitsschritt 6 ein weiterer
Abschnitt der Trägerfolie gelöst wird so dass die Klebfolie ausgehend von der zuvor
geschaffenen Fixierung in weiteren naheliegenden Arbeitsschritten vollständig auf
den Rollladen aufgeklebt werden kann.
2. Zuschnitt einer Trägerfolie zum vereinfachten Anbringen von dekorativen Klebefolien
auf Rollladen gemäß Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch,
dass die Trägerfolie durch Anschneiden in zumindest drei einzeln ablösbare Segmente (a,
b, c) unterteilt ist und wobei eines der Segmente (a) nicht mit seiner langen Seite
(Breite) an der Außenkante der gesamten Trägerfolie liegt und dieses Segmente (a)
in Form eines Fixierstreifens eine Höhe von 5mm - 100mm und eine in Bezug auf diese
Höhe zumindest dreifache Breite aufweist und wobei die Höhe der weiteren Segmente
zumindest die Höhe des Fixierstreifens aufweisen.
3. Zuschnitt einer Trägerfolie zum vereinfachten Anbringen von dekorativen Klebefolien
auf Rollladen gemäß Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch,
dass die Trägerfolie durch Anschneiden zumindest zwei einzeln ablösbare Segmente (g) in
Form von Fixierpunkten aufweist, die in ihrer Fläche zumindest um ein 10-faches kleiner
sind als die der anderen Segmente.
4. Zuschnitt einer Trägerfolie zum vereinfachten Anbringen von dekorativen Klebefolien
auf Rollladen gemäß Anspruch 1 gekennzeichnet dadurch,
dass die Trägerfolie durch Anschneiden in eine Vielzahl von einzeln ablösbaren Segmenten
in Form von Streifen unterteilt ist, die eine Höhe zwischen 5mm - 100mm aufweisen
und von denen ein einzelner Streifen bei der Montage zu Beginn als Fixierstreifen
lösbar ist.
5. Verwendung eines der Zuschnitte der Trägerfolie nach einem der Ansprüche 2-4 zum Anbringen
einer Klebefolie auf Rollladen.


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