[0001] Die Erfindung betrifft einen Fußboden für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge,
bei dem die Fußbodenplatte mittels eines Fußbodenschienensystems, beispielsweise einer
Fußbodenschiene, das beispielsweise als Profilkörper ausgestaltet ist, auf dem Wagenkastengestell
abgestützt ist.
[0003] Weiterhin sind Lösungen bekannt, bei denen einzelne Platten geklebt werden (
DE 201 07 927 U1) oder durch ein Stecksystem oder geschäftet (
DE 10 2004 020 645 A1) miteinander verbunden werden. Außerdem kann die Verbindung durch Verschrauben der
Profilstöße mittels eines festliegenden Unterbauprofiles, wie in
DD 268 208 A1 beschrieben, erreicht werden.
[0005] Aus der
EP 2 189 350 A2 ist ein Fußbodensystem für ein Schienenfahrzeug bekannt, das mehrere einbaufertig
vorbereitete schalldämmende Bodenplatten aufweist. Die Bodenplatten sind lösbar an
Profilschienen befestigt, die in Fahrzeuglängsrichtung verlaufen und an ihren Unterseiten
mit dem Wagenkasten großflächig verklebt sind. Die Profilschienen weisen jeweils eine
nach oben offene C-Nut zum Befestigen von Innenraumelementen des Schienenfahrzeugs
auf.
[0006] Aus der
DE 20 2007 002 282 U1 sind Profilelemente mit Feststellungsteilen bekannt, wobei die Profilelemente als
Bodenprofile und darauf anzubringende Sichtprofile ausgebildet sind. Die Bodenprofile
weisen eine nach oben offene hinterschnittene Längsnut auf, in die ein Feststellungsteil
aus Kunststoff längsverschiebbar aufgenommen werden kann.
[0007] Die vorbekannten Lösungen erfordern einen erhöhten Montageaufwand, beispielsweise
eine bei Montage vorzunehmende Gewindebohrung oder die Verwendung von Holzleisten
und Holzschrauben. Außerdem verlangen viele vorbekannte Lösungen nach einem großen
Bauraum.
[0008] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen leicht verlegbaren Fußboden
anzugeben.
[0009] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Fußboden für Fahrzeuge nach Anspruch 1. Weiterhin
wird diese Aufgabe durch einen Bausatz nach Anspruch 11 gelöst. Weitere Ausführungsformen,
Modifikationen und Verbesserungen ergeben sich anhand der folgenden Beschreibung und
der beigefügten Ansprüchen.
[0010] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen wird ein Fußboden für Fahrzeuge, insbesondere
Schienenfahrzeuge, bereitgestellt, der wenigstens ein Fußbodenschienensystem, beispielsweise
eine Fußbodenschiene, mit zwei zueinander parallel verlaufenden Hohlprofilen mit jeweils
einem Längsschlitz umfasst, in denen jeweils wenigstens ein verschiebbarer Nutenstein
angeordnet ist. Wenigstens eine erste und eine zweite Fußbodenplatte liegen jeweils
im Bereich ihrer einander zugewandten Ränder auf einer Auflagefläche des Fußbodenschienensystems
auf, wobei die jeweiligen Längsschlitze der Hohlprofile den Fußbodenplatten zugewandt
sind. Lösbare Befestigungsmittel, welche durch die Längsschlitze hindurch in Eingriff
mit den jeweiligen Nutensteinen stehen, klemmen im Zusammenwirken mit den Nutensteinen
die Fußbodenplatten auf der Auflagefläche fest. Dadurch wird eine lösbare kraftschlüssige
Verbindung zwischen der Fußbodenplatte und der Auflagefläche des Fußbodenschienensystems
hergestellt.
[0011] Das Fußbodenschienensystem, das als ein- oder mehrteiliger Profilkörper ausgebildet
sein kann, bildet ggf. zusammen mit dem oder den eingelegten Nutensteinen eine vormontierbare
oder teilweise vormontierbare Befestigung, auf der die Fußbodenplatten durch eine
Klemmung fixiert werden können. Die Klemmung bildet eine kraftschlüssige Verbindung
und fixiert so die Fußbodenplatten insbesondere in lateraler Richtung, d.h. in der
Ebene der Fußbodenplatten. In senkrechter Richtung werden die Fußbodenplatten ebenfalls
durch die hier beschriebene Klemmbefestigung festgelegt, wobei sie sich auf der Auflagefläche
abstützen und durch die Befestigungsmittel an einer vertikalen Bewegung gehindert
wird. Die Fußbodenplatten sind daher vollständig fixiert.
[0012] Das Fußbodenschienensystem umfasst zwei Hohlprofile, beispielsweise ein Doppelkammerhohlprofil,
mit jeweils wenigstens einem Längsschlitz bzw. jeweils einem in einem Abschnitt der
Hohlprofile verlaufenden Längsschlitz. Die Längsschlitze weisen im eingebauten Zustand
des Fußbodenschienensystems nach oben und sind den Fußbodenplatten zugewandt. Die
Hohlprofile sind geeignet, jeweils einen oder mehrere Nutensteine aufzunehmen und
gestatten ein Verschieben der Nutensteine. Die Hohlprofile können ein-oder mehrstückig
ausgebildet sein und weisen jeweils wenigstens eine innere Abstützfläche auf, gegen
die der jeweilige Nutenstein im montierten Zustand gedrückt wird und dem Nutenstein
als Widerlager dient. Die innere Abstützfläche kann insbesondere von zwei einander
zugewandten Schenkeln der jeweiligen Hohlprofile gebildet werden. Die Hohlprofile
können kastenförmig sein.
[0013] Das Fußbodenschienensystem kann einteilig in Form einer Fußbodenschiene mit einem
Doppelkammerhohlprofil ausgebildet sein. In den jeweiligen Hohlprofilen des Doppelkammerhohlprofils
ist jeweils mindestens ein Nutenstein, beispielsweise in Form einer langen Nutenschiene,
angeordnet. Es ist auch möglich, das Fußbodenschienensystem durch zwei separate Hohlprofile
zu bilden, die parallel zueinander montiert werden. Als Hohlprofile können insbesondere
Strangpressprofile verwendet werden.
[0014] Typischerweise wird ein Doppelkammer-C-Profil verwendet. Das Doppelkammer-C-Profil
kann kastenförmig sein, wobei die C-Profile insbesondere jeweils einen C-förmigen
Innenquerschnitt haben, in denen ein oder mehrere Nutensteine verschiebbar gelagert
sind.
[0015] Die hier vorgestellte Klemmfixierung ermöglicht eine schwimmende Verlegung von Fußbodenplatten.
Dadurch ist es möglich, Toleranzen in Längs- und Querrichtung des Fahrzeugs, insbesondere
des Wagenkastens, bei gleichzeitig fester Montage der Fußbodenplatte bzw. Fußbodenplatten
auszugleichen. Der Toleranzausgleich kann dadurch erfolgen, dass die Fußbodenplatte
vor ihrer Fixierung in die gewünschte Position gebracht wird. Weiterhin ist es möglich,
dass die gesamte Klemmfixierung umfassend Nutenstein und Befestigungsmittel zusammen
mit der jeweiligen Fußbodenplatte in lateraler Richtung vor deren Fixierung verschoben
wird. Dazu kann es beispielweise vorgesehen sein, dass der im Hohlprofil, insbesondere
in der Hohlkammer des C-Profils, liegende Nutenstein wenigstens in Längsrichtung verschiebbar
ist, und/oder auch in Querrichtung verschiebbar ist. Der Nutenstein kann daher als
ein zumindest in einem gewissen Maße in lateraler Richtung - bezogen auf die Ebene
der Fußbodenplatte - verschiebbares Gegenlager für die Befestigung der jeweiligen
Fußbodenplatte angesehen werden. Ebenso kann die lichte Weite der Längsschlitze entsprechend
angepasst sein, um ein Verschieben der Nutensteine zu ermöglichen, wenn das jeweilige
Befestigungsmittel bereits in Eingriff mit den Nutensteinen steht, jedoch noch nicht
festgezogen wurde. Die Längsschlitze sind daher entsprechend breit ausgelegt. Zur
Befestigung einer Fußbodenplatte können weiterhin auch mehrere Nutensteine verwendet
werden.
[0016] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen werden Nutensteine in Form von Nutenschienen
verwendet, welche an die Länge der Fußbodenplatten angepasst sind. Dadurch kann jeder
Fußbodenplatte pro Hohlprofil ein Nutenstein zugeordnet werden, an welchem die jeweilige
Fußbodenplatte befestigt wird, so dass der jeweilige Nutenstein zusammen mit der Fußbodenplatte
für Toleranzausgleichszwecke verschoben werden kann. Ein GegeneinanderVerschieben
von benachbarten Fußbodenplatten bleibt so möglich. Der Nutenstein steht dann mit
einer Vielzahl von Befestigungsmittel in Eingriff.
[0017] Typischerweise dient jeweils eines der Hohlprofile zur Befestigung jeweils einer
der beiden Fußbodenplatten. Dadurch lassen sich die Fußbodenplatten unabhängig voneinander
befestigen und gegeneinander verschieben.
[0018] Die Fußbodenplatten bedecken typischerweise die Längsschlitze. Die Längsschlitze
können durchgehend sein, d.h. sich über die gesamte Länge der jeweiligen Hohlprofile
erstrecken.
[0019] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die lösbaren Befestigungsmittel ein leichtes
Auswechseln einzelner Fußbodenplatten im Schadensfall oder zu Revisionszwecken gestatten.
Die Fußbodenplatten sind somit einzeln austauschbar.
[0020] Weiterhin beansprucht die vorgeschlagene Fußbodenkonstruktion eine nur geringe Bauhöhe,
so dass der Platzbedarf vergleichsweise gering ist. Dies ist insbesondere bei eingeschränktem
Bauraum vorteilhaft, da keine weiteren Bearbeitungsschritte, wie z. B. das Bohren
von Löchern, erforderlich sind. Zum Befestigen der Fußbodenplatten werden diese lediglich
auf die Auflagefläche aufgelegt und mittels der Befestigungsmittel mit dem Nutenstein
fest verbunden, so dass die gewünschte Klemmwirkung entsteht.
[0021] Insgesamt wird die Aufbauzeit erheblich verringert, da keine lange Standzeiten benötigt
werden, wie sie beispielsweise bei Lösungen, bei denen z.B. Löcher in den Unterbau
gebohrt werden müssen, oder bei Klebefixierungen auftreten. Auch lassen Klebefixierungen
keinen nachträglichen oder sogar späteren Toleranzausgleich zu, wie dies bei dem hier
beschriebenen Fußbodenaufbau möglich ist. Denn dazu werden lediglich die Befestigungsmittel
gelöst, die so freigegebene Fußbodenplatte zum Toleranzausgleich verschoben, und die
Befestigungsmittel wieder angezogen.
[0022] Die vorgeschlagene Klemmfixierung ermöglicht es weiterhin, dass Fußbodenplatten verlegt
werden, die für Fußbodenheizungen geeignet sind. Derartige Fußbodenplatten können
beispielsweise über eine Fußbodenheizung verfügen oder oberhalb einer Fußbodenheizung
verlegt werden. Die bisher eingesetzten Fußbodenplatten aus Birkensperrholz eignen
sich dagegen nur bedingt als Trägerplatte für eine elektrische Fußbodenheizung.
[0023] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen weist der Fußboden weiterhin ein Dichtmaterial
auf, das zwischen einander zugewandten Stirnseiten der beiden Fußbodenplatten angeordnet
ist. Die Stirnseiten der Fußbodenplatten bzw. der Stoß der beiden Fußbodenplatten
verlaufen längs und oberhalb des Fußbodenschienensystems bzw. der Fußbodenschiene.
Die dabei auftretende Fuge (Dichtfuge) ist mit dem Dichtmaterial verschlossen.
[0024] Typischerweise werden mehrere parallel zueinander angeordnete Fußbodenschienensysteme
vormontiert, wobei sich eine Fußbodenplatte auf mindestens zwei benachbarte Fußbodenschienensystemen
abstützt. Ein Fußbodenschienensystem dient dann als Träger für zwei benachbarte Fußbodenplatten.
[0025] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen sind die Befestigungsmittel Schraubverbindungen,
die in Gewindebohrungen der Nutensteine eingreifen. Schraubverbindungen gestatten
eine rasche Montage. Andere, beispielsweise lösbare Spannbefestigungsmittel sind ebenfalls
möglich.
[0026] Die Fußbodenplatten können beispielsweise Senkbohrungen aufweisen, in denen die Schrauben
vollständig eintauchen und im festgezogenen Zustand dann nicht über die Oberseite
der Fußbodenplatten vorstehen. Die Senkbohrungen können als einfache Bohrung oder
auch als Langlöcher ausgebildet sein, um so zusätzlich ein Verschieben der Fußbodenplatten
relativ zum jeweiligen Nutenstein bzw. den jeweiligen Nutensteinen zu ermöglichen.
[0027] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen weisen die Fußbodenplatten jeweils einen
Falz auf, mit dem sie auf der Auflagefläche des Fußbodenschienensystems oder der Fußbodenschiene
aufliegen. Der Falz kann an der Unterseite der Fußbodenplatten in deren Randbereiche
eingebracht werden, so dass die Fußbodenplatten im Bereich ihrer Auflage auf dem Fußbodenschienensystem
eine geringere Materialstärke aufweisen und damit insgesamt tiefer liegen. Dadurch
lässt sich der für den Fußbodenaufbau erforderliche Bauraum weiter verringern. Der
Falz kann beispielsweise in einem Randprofil oder in einem umlaufenden Rahmen der
Fußbodenplatten vorgesehen sein. Die laterale Ausdehnung des Falzes kann so bemessen
sein, dass ein Verschieben der Fußbodenplatten, ohne an der Falzkante der Fußbodenplatte
anzustoßen, in ausreichendem Maße zu Toleranzausgleichszwecken möglich ist.
[0028] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen ist das Fußbodenschienensystem bzw.die
Fußbodenschiene auf einer tragenden Bodenstruktur (Wagenkastengestell bzw. Wagenkastenrohbau)
des Fahrzeugs durch eine schwingungsdämpfende, höhenausgleichende Befestigung festlegbar.
Ein eventuell erforderlicher Höhenausgleich wird durch die Befestigung des Fußbodenschienensystems
an der tragenden Bodenstruktur ermöglicht, wobei die Befestigung beispielsweise eine
Klebung sein kann, die elastische Eigenschaften aufweisen kann. Klebungen verlangen
nur einen geringen Platzbedarf, so dass die Bauhöhe gering bleibt. Zum Ausgleich von
Höhentoleranzen zum tragenden Unterbau hin können die Klebung unterbrechende Zwischenlagen
eingelegt sein.
[0029] Das Fußbodenschienensystem oder auch die Fußbodenschiene kann einteilig oder mehrteilig
sein, beispielsweise aus einem Unterteil und einem am Unterteil befestigbaren Oberteil
bestehen, dessen vertikale Lage relativ zum Unterteil einstellbar ist. Alternativ
oder zusätzlich ist es möglich, eine Kompensation von Höhenunterschieden des Untergrundes
durch Abstandselemente zu erreichen, die zwischen der Auflagefläche der Fußbodenschiene
und den Fußbodenplatten eingelegt werden. Insgesamt gestattet die schwimmende Verlegung
der Fußbodenplatten eine Kompensation von Höhenunterschieden.
[0030] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen sind die Nutensteine quer zur Längsrichtung
des Fußbodenschienensystems oder der Fußbodenschiene wenigstens teilweise verschiebbar
und ermöglichen so ebenfalls einen Toleranzausgleich. Die Nutensteine weisen dann
typischerweise eine Querabmessung auf, die geringer als die lichte Weite des jeweiligen
Hohlprofils bzw. des Hohlraums des C-Profils ist, so dass das vom jeweiligen Nutenstein
für das Befestigungsmittel gebildete Gegenlager verschiebbar ist.
[0031] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen weisen die Fußbodenplatten jeweils mindestens
ein Randprofil, das auf der Auflagefläche oder Auflageflächen des Fußbodenschienensystems
aufliegt, oder einen umlaufenden Rahmen und einen Kern auf. Der Kern kann beispielsweise
aus Aluminiumwaben oder geschäumtem Faserverbundstoffen bestehen. Insbesondere für
solche Fußbodenplatten ermöglicht die hier vorgestellte Klemmfixierung eine erheblich
einfachere Montage. Die Fußbodenplatten brauchen lediglich auf dem Fußbodenschienensystem,
die hier eine vormontierbare Befestigung darstellt, befestigt werden, die es ermöglicht,
Toleranzen des Wagenkastens auszugleichen sowie eine Demontage einzelner Platten im
Schadensfall zu gewährleisten.
[0032] Insgesamt kann somit die Montage und Verbindung der Fußbodenplatten untereinander
durch ein vormontierbares, geschlossenes und in die Fußbodenplatte integrierbares
Befestigungssystem erfolgen, welches einen extrem geringen Bauraum benötigt. Dabei
können die beispielsweise mit Falzen versehenen Fußbodenplatten mittels Schrauben
durch vorgebohrte Senklöcher in den Fußbodenplatten mit verschiebbaren Nutensteinen
oder Leisten, welche sich in einem Doppelkammer-C-Profil der Fußbodenschiene befinden,
eine kraftschlüssige Verbindung herstellen, die ein Ausgleich von Toleranzen in Quer-
und Längsrichtung gestattet, eine Fixierung der Fußbodenplatten ermöglicht und den
Austausch einzelner Platten gewährleistet. Die Plattenstöße können mittels einer Dichtfuge
verschlossen sein. Die Fußbodenschiene kann auf dem Untergrund durch eine schwingungsdämpfende,
höhenausgleichende Klebung oder durch eine andere geeignete Montageart angeordnet
werden. Durch die Integration des Befestigungssystems können aus den Fußbodenplatten
herausragende Verbindungselemente vermieden werden. Die Fußbodenschiene kann, im Querschnitt
gesehen, im Wesentlichen ein Doppel-C-förmiges Profil aufweisen.
[0033] Gemäß einer oder mehrerer Ausführungsformen kann wenigstens ein Abdeckprofil vorgesehen
sein, welches auf den Fußbodenplatten aufliegt und mittels der lösbaren Befestigungsmittel,
die durch die Längsschlitze hindurch in Eingriff mit dem Nutenstein stehen, auf die
Fußbodenplatten gedrückt ist, so dass die Fußbodenplatten zwischen der Auflagefläche
und dem Abdeckprofil festgeklemmt sind. Das Abdeckprofil kann den Plattenstoß bedecken.
Ein Dichtmaterial in der Fuge zwischen den Fußbodenplatten muss in diesem Fall nicht,
kann aber vorgesehen werden. Alternativ kann das Abdeckprofil auch in einander zugewandten
Ausnehmungen der benachbarten Fußbodenplatten versenkt sein, so dass es bündig mit
der Oberfläche der Fußbodenplatten ist.
[0034] Der vorgeschlagene Fußbodenaufbau lässt sich insbesondere in Schienenfahrzeugen mit
Fahrgasträumen im Personennah- und Regionalverkehr sowie Personenfern- und Hochgeschwindigkeitsverkehr
einsetzen.
[0035] Die beiliegenden Zeichnungen veranschaulichen Ausführungsformen und dienen zusammen
mit der Beschreibung der Erläuterung der Prinzipien der Erfindung. Die Elemente der
Zeichnungen sind relativ zueinander und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu. Gleiche
Bezugszeichen bezeichnen entsprechend ähnliche Teile.
[0036] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Fußboden gemäß einer Ausführungsform.
[0037] Figur 2 zeigt eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in Figur 1.
[0038] Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Ausschnitt einer Fußbodenschiene mit lang
gestreckten Nutensteinen in Form von Nutenschienen.
[0039] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf einen Fußboden gemäß einer Ausführungsform. Der
Fußbodenaufbau weist hier nur angedeutete Fußbodenschienensysteme 2 auf, auf denen
Fußbodenplatten 1 aufgelegt sind, die oberhalb und längs der Fußbodenschienensysteme
2 aneinander stoßen. Der Abstand der Fußbodenschienensysteme 2 untereinander kann
unter Berücksichtigung der Tragfähigkeit der Fußbodenplatten 1 beliebig sein. Eine
Fußbodenplatte 1 stützt sich auf zwei benachbarten und voneinander beabstandeten Fußbodenschienensystemen
2 ab. Ihrerseits bildet ein Fußbodenschienensystem 2 die Auflage für zwei benachbarte
Fußbodenplatten 1. Mittels Schrauben 5 sind die Fußbodenplatten 1 befestigt. Gemäß
einer oder mehrerer Ausführungsformen wird ein Fußbodenschienensystem von einer einteiligen
Fußbodenschiene gebildet. Im Folgenden wird daher von Fußbodenschiene gesprochen,
ohne sich einschränken zu wollen.
[0040] Der Fußbodenaufbau ist deutlicher aus Figur 2 erkennbar, die eine Schnittansicht
längs der Linie AA in Figur 1 zeigt. Auf einem Unterbau 8, beispielsweise eine tragende
Bodenstruktur eines Schienenfahrzeugs, ist eine Fußbodenschiene 2 aufmontiert. Dies
kann beispielsweise, wie hier dargestellt, durch eine, eine gewisse Elastizität aufweisende
Klebung 4 erfolgen. Dadurch wird zum Einen eine Schwingungsdämpfung ermöglicht und
zum Anderen ein gewisser Höhenausgleich erreicht. Alternativ kann die Fußbodenschiene
2 auf den Unterbau 8 ggf. mit Höhenausgleich festgeschraubt sein oder anderweitig
geeignet befestigt werden.
[0041] In der hier gezeigten Ausführungsform ist die Fußbodenschiene 2 als nach oben offenes
einstückiges Doppelkammer-C-Profil ausgestaltet, welches beispielsweise ein Strangpressprofil
sein kann. Strangpressprofile mit unterschiedlichen Geometrien lassen sich relativ
leicht herstellen. Das Doppelkammer-C-Profil bildet hier zwei Hohlprofile 21 mit jeweiligen
Längsschlitzen 9. Die Längsschlitze 9 verlaufen hier mittig zum jeweiligen Hohlprofil
21. Der Innenquerschnitt jedes Hohlprofils 21 ist rechteckig, kann jedoch auch andere
Formen aufweisen. Ebenso ist der Außenquerschnitt der Fußbodenschiene 2 hier rechteckig,
wobei die obere Fläche der Fußbodenschiene 2 eine Auflagefläche 7 für die Fußbodenplatten
1 bildet.
[0042] Das Doppelkammer-C-Profil kann jedoch auch mehrstückig aufgebaut sein und beispielsweise
aus jeweils zwei mit ihren offenen Seiten einander zugewandten U-Profile bestehen.
[0043] Die Fußbodenschiene 2 ist nicht auf die in Figur 2 gezeigte Ausgestaltung eingeschränkt,
sondern kann andere Formen aufweisen. Beispielsweise ist eine zweiteilige Fußbodenschiene
mit Unter- und Oberteil möglich. Auch kann der Querschnitt beliebig modifiziert werden.
Beispielsweise können seitliche Ansätze zur Vergrößerung der Auflagefläche vorgesehen
werden.
[0044] Die Fußbodenschiene 2 kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden,
beispielsweise aus Stahl, nicht rostenden Stahl, Aluminium oder einem nichtmetallischen
Werkstoff.
[0045] In den Hohlprofilen 21 der Fußbodenschiene 2 ist jeweils wenigstens ein Nutenstein
3, in einigen Ausführungsformen eine Vielzahl von Nutensteinen 3, angeordnet. Der
Nutenstein 3 ist hier in Form einer Leiste mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet,
wobei der Querschnitt der Leiste kleiner als der Innenquerschnitt des jeweiligen Hohlprofils
21 ist, um so einerseits eine Längsverschiebung (senkrecht zur Zeichenebene) als auch
andererseits eine Querverschiebung (lateral in Zeichenebene) zu ermöglichen. Der Nutenstein
3 kann auch ein anderes Profil aufweisen, wobei das Profil des Nutensteins 3 typischerweise
an die konkrete Ausgestaltung des Innenprofils der Fußbodenschiene 2 angepasst ist.
Die Länge der Nutenstein 3 kann an die Länge der Fußbodenplatte 1 längs der Fußbodenschiene
2 angepasst sein, oder sich über die gesamte Länge der jeweiligen Fußbodenschiene
2 erstrecken.
[0046] Die Nutensteine 3 weisen mindestens eine Bohrung, vorzugsweise aber eine Vielzahl
von Bohrungen, mit Innengewinde 10 auf, die hier mittig angeordnet sind. Die Fußbodenplatten
1 weisen Senkbohrungen 11 auf, durch welche Schrauben 5 eingeführt werden. Die Schrauben
5 greifen durch die Längsschlitze 9 der Hohlprofile 21 hindurch in die Innengewinde
10 der Nutensteine 3 ein. Erkennbar ist hier, dass die Längsschlitze 9 deutlich breiter
als der Durchmesser der Schrauben 5 sind, um ein Verschieben der Nutensteine 3 zu
ermöglichen. Die Fußbodenplatten 1 liegen mit ihren einander zugewandten Randseiten
auf der Auflagefläche 7 der Fußbodenschiene 2. Durch Festziehen der Schrauben 5 werden
die Fußbodenplatten 1 gegen die Auflagefläche 7 gedrückt. Es entsteht eine Klemmwirkung
zwischen den Bereichen der Fußbodenplatten 1, die auf der Auflagefläche 7 aufliegen,
und den Nutensteinen 3, die sich an inneren Abstützflächen 13 der Hohlprofile 21 abstützen.
Dadurch entsteht eine kraftschlüssige Verbindung.
[0047] Zur Verbesserung der Haftreibung und damit des Kraftschlusses kann der Bereich der
Fußbodenplatten 1, der in Kontakt mit der Auflagefläche 7 tritt, profiliert oder aufgeraut
sein. Ebenso kann die Auflagefläche 7 profiliert oder aufgeraut sein. Alternativ oder
zusätzlich ist es möglich, eine hier nicht dargestellte Zwischenlage zwischen den
Fußbodenplatten 1 und der Auflagefläche 7 vorzusehen. Diese kann auch elastische Eigenschaften
aufweisen. Die Zwischenlage kann zur Vereinfachung der Montage auch mit der Unterseite
der Fußbodenplatten 1 oder der Auflagefläche 7 der Fußbodenschiene verklebt oder anderweitig
befestigt sein. Die Profilierung bzw. Aufrauung sollte jedoch die freie Verschiebbarkeit
der Fußbodenplatten 1 gegeneinander möglichst nicht behindern, um einen freien Toleranzausgleich
zu gewährleisten.
[0048] Die Schrauben 5 stellen hier die Befestigungsmittel dar. Schraubverbindungen haben
den Vorteil, große Kräfte aufnehmen zu können, leicht montierbar und vielseitig ausgestaltbar
zu sein, und werden deswegen typischerweise zum Einsatz gelangen. Andere lösbare Befestigungsmittel
sind ebenfalls möglich, beispielsweise lösbare Spannelemente wie Schnellverschlüsse
(Bolzen mit formschlüssiger Verbindung, welche durch 90°- oder 180°-Drehungen aktiviert
werden).
[0049] Eine eventuell zwischen den Stirnseiten der Fußbodenplatten 2 verbleibende Fuge kann
mit einem Dichtmaterial 6 aufgefüllt sein. Das Material dieser Dichtfuge 6 kann beispielsweise
Polyurethan sein.
[0050] Optional kann ein hier nicht dargestelltes Abdeckprofil verwendet werden, welches
den Stoß der Fußbodenplatten 2 bedeckt und mittels der Schrauben 5 auf die Fußbodenplatten
2 gedrückt wird.
[0051] Die Fußbodenplatten 1 sind in der hier dargestellten Ausführungsform als massive
Platten dargestellt. Die Fußbodenplatten können eine hier nicht dargestellte Deckschicht
aufweisen. Als Materialien für die Deckschicht bzw. Fußbodenbelag kommen beispielsweise
Kautschuke und Teppichböden in Betracht. Weitere Ausgestaltungen sind Fußbodenplatten
aus Wabenstrukturen, beispielsweise Aluminiumwaben, und Faserverbundwerkstoffe.
[0052] Die Randbereiche der Fußbodenplatten 1 können jeweils eine Ausnehmung zur Ausbildung
eines Falzes 14 aufweisen, welcher auf der Auflagefläche 7 ruht, um dadurch die Bauhöhe
weiter zu verringern. Die Reststärke der Fußbodenplatte 1 im Bereich des Falzes 14
sollte ein sicheres Abstützen der Fußbodenplatte 1 unter Belastung gewährleisten.
[0053] Die Fußbodenplatten 1 können auch aus einem Rahmen und einem Kern bestehen. Der Rahmen
kann dann mit einem ausgeformten Falz 14 auf der Fußbodenschiene 2 aufliegen. Der
Kern kann beispielsweise ein Wabenmaterial oder ein Verbundwerkstoff sein. In den
Kern kann eine elektrische Fußbodenheizung integriert sein.
[0054] Die Fußbodenplatten 1 können auch als Sandwich-Element aufgebaut sein und jeweils
einen Obergurt, einen Untergurt und einen Kern aufweisen. Zusätzlich kann das Sandwich-Element
einzelne Randprofile oder einen umlaufenden Rahmen, beispielsweise einen Profilrahmen,
zur Befestigung an der Fußbodenschiene 2 aufweisen.
[0055] Die Stirnseiten der Fußbodenplatten 1 können auch mit einem Profil versehen sein,
damit die aneinanderstoßenden Fußplatten 1 ineinandergreifen. Diese Maßnahme sollte
jedoch die freie Verschiebbarkeit der Fußbodenplatten 1 zum Zwecke des Toleranzausgleichs
und der leichten Austauschbarkeit möglichst nicht behindern.
[0056] Zur Montage des Fußbodens werden zunächst die Fußbodenschienen 2 mit beispielsweise
bereits eingelegten Nutensteinen 3 vormontiert. Vorzugsweise erfolgt bereits in dieser
Phase ein Ausgleich von Höhentoleranzen zum tragenden Unterbau hin. Dann werden die
Fußbodenplatten 1 auf die Auflageflächen 7 aufgelegt und ausgerichtet, wobei eventuell
noch vorhandene Toleranzabweichungen ausgeglichen werden können. Dann werden die Fußbodenplatten
1 mittels der Schrauben 5 mit den Nutensteinen 3 verbunden. Die Schrauben 5 werden
festgezogen und damit die ausgerichteten Fußbodenplatten 1 festgeklemmt. Das Gegenlager
bilden dabei die Nutensteine 3, welche sich an der oberen Innenfläche 13 der Hohlprofile
21, welche hier die innere Abstützfläche bildet, abstützen. Zum Lagetoleranzausgleich
behindert die Abstützfläche 13 nicht eine seitliche Bewegung der Nutensteine 3.
[0057] Aufgrund der Klemmwirkung erfolgt auch ein Höhenausgleich zwischen benachbarten Fußbodenlatten
1, sodass diese bündig miteinander abschließen.
[0058] Zur Demontage einzelner Fußbodenplatten 1 müssen lediglich diejenigen Schrauben 5
gelöst werden, welche die jeweilige Fußbodenplatte 1 festklemmen. Eine beschädigte
Fußbodenplatte 1 kann dadurch leicht ausgetauscht werden. Auch ist es möglich, Toleranzen
noch zu einem späteren Stadium auszugleichen.
[0059] Figur 3 zeigt - in Draufsicht - eine Ausführungsform einer Fußbodenschiene 2 mit
lang gestreckten Nutensteinen 32 in Form von Nutenschienen, die jeweils eine Vielzahl
von Innengewinden 10 aufweisen, in welche die Schrauben 5 eingreifen. Diese Lösung
ist aus Sicht der Montage günstig, da nur ein einziger Nutenstein vorliegt, der bei
der Montage leicht auffindbar ist und aufgrund seiner großen Kontaktfläche einen guten
Kraftschluss ermöglicht.
1. Fußboden für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge, aufweisend:
- wenigstens ein Fußbodenschienensystem (2) mit zwei zueinander parallel verlaufenden
Hohlprofilen (21) mit jeweils einem Längsschlitz (9), in denen jeweils wenigstens
ein verschiebbarer Nutenstein (3) angeordnet ist;
- wenigstens eine erste und eine zweite Fußbodenplatte (1), die jeweils im Bereich
ihrer einander zugewandten Ränder auf einer Auflagefläche (7) des Fußbodenschienensystems
(2) aufliegen, wobei die jeweiligen Längsschlitze (9) der Hohlprofile (21) den Fußbodenplatten
(1) zugewandt sind; und
- lösbare Befestigungsmittel (5), welche durch die Längsschlitze (9) hindurch in Eingriff
mit den jeweiligen Nutensteinen (3) stehen und im Zusammenwirken mit den Nutensteinen
die Fußbodenplatten (1) auf der Auflagefläche (7) festklemmen.
2. Fußboden für Fahrzeuge nach Anspruch 1, weiterhin aufweisend ein Dichtmaterial (6),
das zwischen einander zugewandten Stirnseiten der beiden Fußbodenplatten (1) angeordnet
ist.
3. Fußboden für Fahrzeuge nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Befestigungsmittel (5) Schraubverbindungen
sind, die in Gewindebohrungen (10) der Nutensteine (3) eingreifen.
4. Fußboden für Fahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fußbodenplatten
(1) jeweils einen Falz (14) aufweisen, mit dem sie auf der Auflagefläche (7) des Fußbodenschienensystems
(2) aufliegen.
5. Fußboden für Fahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Fußbodenschienensystem
(2) auf einer tragenden Bodenstruktur des Fahrzeugs durch eine schwingungsdämpfende,
höhenausgleichende Befestigung (4) festlegbar ist.
6. Fußboden für Fahrzeuge nach Anspruch 5, wobei die Befestigung (4) eine Klebung ist.
7. Fußboden für Fahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Nutensteine
(3) quer zur Längsrichtung der Hohlprofile (21) wenigstens teilweise verschiebbar
sind.
8. Fußboden für Fahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Fußbodenplatten
(1) mindestens ein Randprofil, das auf der Auflagefläche oder Auflageflächen (7) des
Fußbodenschienensystems (2) aufliegt, oder einen umlaufenden Rahmen und einen Kern
aufweisen.
9. Fußboden für Fahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Fußbodenschienensystem
(2) eine Fußbodenschiene (2) mit einem Doppelkammerhohlprofil, insbesondere ein Doppelkammer-C-Profil,
umfasst, welches die zwei Hohlprofile (21) bildet.
10. Fußboden für Fahrzeuge nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Länge der
Nutensteine (3) an die Länge der Fußbodenplatten (1) angepasst ist.
11. Bausatz zum Aufbau eines Fußbodens für Fahrzeuge, insbesondere Schienenfahrzeuge,
aufweisend:
- wenigstens ein Fußbodenschienensystem (2), insbesondere eine Fußbodenschiene, mit
zwei zueinander parallel verlaufenden Hohlprofilen (21) mit jeweils einem Längsschlitz
(9);
- wenigstens zwei Nutensteine (3), wobei jeder Nutenstein (3) in einem der Hohlprofile
(21) anordbar und darin verschiebbar ist;
- wenigstens eine erste und eine zweite Fußbodenplatte (1) zum Auflegen auf eine Auflagefläche
(7) des Fußbodenschienensystems (2); und
- lösbare Befestigungsmittel (5) zum Festlegen der Fußbodenplatten (1) an dem Fußbodenschienensystem
(2), wobei die Fußbodenplatten (1) auf eine Auflagefläche (7) des Fußbodenschienensystems
(2) gedrückt werden, wenn die Befestigungsmittel (5) in festlegendem Eingriff mit
dem Nutenstein (3) stehen und dadurch die Fußbodenplatten (1) auf der Auflagefläche
(7) festklemmen.
1. A floor for vehicles, particularly rail vehicles, comprising:
- at least a floor rail system (2) with two hollow profiles (21) that extend parallel
to one another and respectively comprise a longitudinal slot (9), wherein at least
one displaceable slide block (3) is respectively arranged in said hollow profiles;
- at least a first and a second floor panel (1) that respectively lie on a support
surface (7) of the floor rail system (2) in the region of their edges that face one
another, wherein the respective longitudinal slots (9) of the hollow profiles (21)
face the floor panels (1); and
- detachable fastening means (5) that are engaged with the respective slide blocks
(3) through the longitudinal slots (9) and clamp the floor panels (1) on the support
surface (7) in cooperation with the slide blocks.
2. The floor for vehicles according to Claim 1, furthermore comprising a sealing material
(6) that is arranged between the front sides of the two floor panels (1) that face
one another.
3. The floor for vehicles according to Claim 1 or 2, wherein the fastening means (5)
are screw fittings that engage into threaded bores (10) of the slide blocks (3).
4. The floor for vehicles according to one of the preceding claims, wherein the floor
panels (1) respectively comprise a rabbet (rebate) (14), with which they lie on the
support surface (7) of the floor rail system (2).
5. The floor for vehicles according to one of the preceding claims, wherein the floor
rail system (2) can be fixed on a supporting floor structure of the vehicle by means
of vibration-damping, height-compensating fastening (4).
6. The floor for vehicles according to Claim 5, wherein the fastening (4) is realized
in the form of an adhesive bond.
7. The floor for vehicles according to one of the preceding claims, wherein the slide
blocks (3) can be at least to some extent displaced transverse to the longitudinal
direction of the hollow profiles (21).
8. The floor for vehicles according to one of the preceding claims, wherein the floor
panels (1) comprise at least one edge profile, which lies on the support surface or
support surfaces (7) of the floor rail system (2), or a peripheral frame and a core.
9. The floor for vehicles according to one of the preceding claims, wherein the floor
rail system (2) comprises a floor rail (2) with a double chamber hollow profile, particularly
a double chamber C-profile, which forms the two hollow profiles (21).
10. The floor for vehicles according to one of the preceding claims, wherein the length
of the slide blocks (3) is adapted to the length of the floor panels (1).
11. An assembly kit for constructing a floor for vehicles, particularly rail vehicles,
comprising:
- at least a floor rail system (2), particularly a floor rail, with two hollow profiles
(21) that extend parallel to one another and respectively comprise a longitudinal
slot (9);
- at least two slide blocks (3), wherein each slide block (3) can be arranged in one
of the hollow profiles (21) and displaced therein;
- at least a first and a second floor panel (1) for being placed onto a support surface
(7) of the floor rail system (2); and
- detachable fastening means (5) for fixing the floor panels (1) on the floor rail
system (2), wherein the floor panels (1) are pressed onto a support surface (7) of
the floor rail system (2) when the fastening means (5) are in fixing engagement with
the slide block (3) and thusly clamp the floor panels (1) on the support surface (7).
1. Plancher pour véhicules, en particulier pour véhicules ferroviaires, comprenant
- au moins un système de rails de plancher (2) avec deux profilés creux (21) s'étendant
parallèlement l'un à l'autre avec chacun une fente longitudinale (9) dans laquelle
est disposée au moins un coulisseau (3) coulissant;
- au moins une première et une deuxième plaques de plancher (1), reposant chacune,
au niveau de leurs bords se faisant face, sur une surface de support (7) du système
de rails de plancher (2), les fentes longitudinales (9) correspondantes des profilés
creux (21) étant tournés vers les plaques de plancher (1); et
- des moyens de fixation libérables (5) qui sont en prise avec le coulisseau (3) correspondant
au travers des fentes longitudinales (9) et qui, en coopération avec les coulisseaux
(3), solidarisent les plaques de plancher (1) sur la surface de support (7).
2. Plancher pour véhicules selon la revendication 1, comprenant en outre un matériau
d'étanchéité (6), qui est disposé entre des faces frontales des deux plaques de plancher
(1).
3. Plancher pour véhicules selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, dans lequel
les moyens de fixation sont des liaisons à vis, qui sont en prise dans des trous filetés
(10) des coulisseaux (3).
4. Plancher pour véhicules selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les
plaques de plancher présentent chacune un pli (14) avec lequel elles reposent sur
la surface de support (7) du système de rails de plancher (2).
5. Plancher pour véhicules selon une des revendications précédentes, dans lequel le système
de rails de plancher (2) est apte à être fixé sur une structure de plancher portante
du véhicule par l'intermédiaire d'une fixation (4) de mise à niveau en hauteur et
d'amortissement des vibrations.
6. Plancher pour véhicules selon la revendication 5, dans lequel la fixation (4) est
un collage.
7. Plancher pour véhicules selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les
coulisseaux (3) sont au moins partiellement coulissants perpendiculairement à la direction
longitudinale des profilés creux (21).
8. Plancher pour véhicules selon une des revendications précédentes, dans lequel les
plaques de plancher (1) présentent au moins un profil de rebord qui repose sur la
surface de support ou les surfaces de support (7) du système de rails de plancher,
ou un cadre d'encadrement et un noyau.
9. Plancher pour véhicules suivant une des revendications précédentes, dans lequel le
système de rails de plancher (2) comporte un rail de plancher (2) avec un profilé
creux à deux chambres, en particulier un profilé en C à double chambre, qui forme
deux profilés creux.
10. Plancher pour véhicules selon une des revendications précédentes, dans lequel la longueur
des coulisseaux (3) est adaptée à la longueur des plaques de plancher (1).
11. Kit pour le montage d'un plancher pour véhicules, en particulier pour véhicules ferroviaires,
comportant:
- au moins un système de rails de plancher (2), en particulier un rail de plancher,
avec deux profilés creux (21) s'étendant parallèlement l'un à l'autre avec chacun
une fente longitudinale (9);
- au moins deux coulisseaux (3), chaque coulisseau étant apte à être disposé dans
un profilé creux et à y coulisser;
- au moins une première et une deuxième plaques de plancher (1) à poser sur une surface
de support (7) du système de rails de plancher (2); et
- des moyens de fixation libérables (5) pour solidariser les plaques de plancher (1)
au système de rails de plancher (2), les plaques de plancher (1) étant pressées contre
une surface de support (7) du système de rails de plancher (2) lorsque les moyens
de fixation (5) sont en prise de fixation avec les coulisseaux (3) et solidarisent
ainsi les plaques de plancher (1) sur la surface de support (7).