[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Taschenlampe mit einem Gehäuse, einer Lichtquelle
und einer in einem Lampenkopf angeordneten Vorsatzoptik, wobei der Lampenkopf gegenüber
der Lichtquelle längsaxial verschiebbar ist.
[0002] Fokussierbare Taschenlampen der eingangs genannten Art sind prinzipiell nach dem
Stand der Technik bekannt. Beispielsweise wird in der
DE 203 08 739 U1 eine Taschenlampe mit einer an der Stirnseite angeordneten Sammellinse, einer Lichtquelle
und einem zwischen der Sammellinse und der Lichtquelle angeordneten, teilweise lichttransparenten
Bildträger beschrieben. Um eine Projizierung des Bildes zu ermöglichen, ist der Bildträger
in einer längsaxial beweglichen Schiebehülse angeordnet, mit derer längsaxialen Verschiebung
sowohl der Abstand der Lichtquelle zur Sammellinse als auch der Abstand des Bildträgers
zur Sammellinse veränderbar ist. Zur verschiebbaren Lagerung des Bildträgers sind
neben dem Lampenkopf und dem Gehäuse mindestens drei weitere Verbindungselemente vorgesehen,
nämlich ein Adapter, eine Führungshülse und eine Schiebehülse, so dass insbesondere
die Montage der Taschenlampe relativ aufwendig ist.
[0003] Darüber hinaus sind Taschenlampen bekannt, bei denen zur Fokussierung des emittierten
Lichts der Lampenkopf mit einem hierin gelagerten Reflektor und das Gehäuse mit der
Lichtquelle über eine Gewindeverbindung so miteinander verbunden sind, dass der Reflektor
und die Lichtquelle durch eine Drehbewegung relativ zueinander verschoben werden können.
Diese Ausführungsform hat jedoch den Nachteil, dass zur Fokussierung stets zwei Hände
benötigt werden, wobei mit einer Hand das Gehäuse festgehalten und mit der anderen
Hand der Lampenkopf gedreht wird oder umgekehrt.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine fokussierbare Taschenlampe
zu schaffen, die mit einer Hand fokussiert werden kann und für deren Montage nur eine
geringe Anzahl von Verbindungselementen benötigt wird.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Taschenlampe nach Anspruch 1 gelöst, bei der erfindungsgemäß
zwischen dem Lampenkopf und dem Gehäuse ein zweiteiliges Verbindungselement angeordnet
ist, dessen Teile gegeneinander längsaxial verschiebbar und verliersicher befestigt
sind, wobei ein Teil des Verbindungselementes mit dem Lampenkopf und das andere Teil
mit dem Gehäuse verbunden ist. Hierdurch wird eine besonders kompakte Bauweise einer
fokussierbaren Taschenlampe geschaffen, die einfach herzustellen und zu bedienen ist.
Aufgrund der geringen Anzahl von verwendeten Bauteilen reduzieren sich zudem die Montagekosten.
[0006] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im folgenden
sowie in den Unteransprüchen beschrieben.
[0007] Nach einer ersten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Teile zylinderförmig ausgebildet
sind und jeweils einen Gewindeabschnitt besitzen, wobei der Lampenkopf und das Gehäuse
korrespondierende Gewindeabschnitte aufweisen. Alternativ hierzu können die Teile
auch über eine Bajonettverbindung oder eine andere lösbare Verbindung, wie beispielsweise
eine Rastverbindung, mit dem Gehäuse bzw. dem Lampenkopf verbunden sein. Eine Gewindeverbindung
ist allerdings aufgrund der einfachen Herstellbarkeit und Montierbarkeit bevorzugt.
[0008] Damit der Lampenkopf gegenüber dem Gehäuse verschoben werden kann, besitzt ein Teil
mindestens eine längsaxial abstehende Gleitschiene, die in Anlage mit einer auf dem
anderen Teil ausgebildeten Gleitfläche ist. Vorzugsweise ist die Gleitschiene zylinderförmig
oder teilzylinderförmig ausgebildet. Bei einer Ausführungsform mit einer zylinderförmigen
Gleitschiene ist das andere Teil vorzugsweise ringförmig ausgestaltet, wobei zwischen
dem ringförmigen Teil und der Gleitfläche Führungselemente angeordnet sind, so dass
eine Drehbewegung des ringförmigen Teils verhindert wird. Bei einer Ausführungsform
mit teilzylinderförmigen Gleitschienen sind diese vorzugsweise äquiangular beabstandet.
Je nach Größe der Taschenlampe kann die Anzahl von Gleitschienen variieren, wobei
drei Gleitschienen und entsprechend drei Gleitflächen bevorzugt sind.
[0009] Damit sich der Lampenkopf beim Fokussieren nicht ungewollt von dem Gehäuse löst,
ist vorteilhafter Weise eine verliersichere Verbindung der Teile vorgesehen. Hierzu
weist die Gleitfläche vorzugsweise einen Anschlag und die Gleitschiene ein verbreitertes
Kopfteil auf. Hierdurch wird die relative Bewegung der Teile zueinander einerseits
durch die Stirnseiten der Teile selbst und andererseits durch den Anschlag und das
verbreiterte Kopfteil begrenzt. Bei einer Ausführungsform mit mehreren Gleitschienen
können die Erweiterungen in tangentialer Richtung angeordnet sein, bei einer Ausführungsform
mit einer ringförmigen Gleitschiene kann das verbreiterte Kopfteil als ringförmiger
Anschlag ausgebildet sein, der mit der Stirnseite des ringförmigen Teils eine Anlage
bildet.
[0010] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Gleitflächen auf der Außen- oder Innenseite
des Teils angeordnet sind. Insbesondere bei einer ringförmigen Gleitschiene ist die
Gleitfläche konstruktionsbedingt auf der Innenseite angeordnet. Anderenfalls ist das
Gewinde von den Gleitflächen zumindest bereichsweise unterbrochen.
[0011] Um zu verhindern, dass der Lampenkopf ungewollt gegenüber dem Gehäuse und damit der
Lichtquelle verschoben wird, ist vorzugsweise ein Führungselement angeordnet, so dass
eine Relativbewegung der Teile nur gegen eine Kraft ausgeführt werden kann. Im einfachsten
Fall ist das Führungselemente eine O-Ring aus Gummi oder einem anderen elastischen
Material, der einerseits das Gehäuse umfasst und andererseits so dimensioniert ist,
dass zwischen dem Lampenkopf und dem O-Ring eine so große Reibung entsteht, dass der
Lampenkopf nur gewollt verschoben werden kann. Ein derartiges Führungselement ist
günstig herstellbar und im Verschleißfall einfach austauschbar. Zudem dient das Führungselement
als Dichtung, so dass kein Schmutz in Form von Staub in den Lampenkopf eindringen
kann.
[0012] Das Verbindungselement ist vorzugsweise ein Kunststoffspritzgießteil oder aus Metall,
insbesondere Aluminium, gefertigt.
[0013] Nach einer weiteren Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass
die Lichtquelle eine LED ist, die auf einem plattenförmigen Halter angeordnet ist.
Dieser Halter weist vorzugsweise rückseitig kreis- und/oder ringförmig konzentrisch
angeordnete elektrische Kontaktflächen auf, die mit entsprechenden elektrischen Kontakten
der Batterien oder der Akkumulatoren verbunden sind. Ferner besitzt der Halter rückseitig
eine ringförmige Anlagefläche, die aus einem wärmeleitenden Material besteht und mit
dem Gehäuse in Anlage ist. Hierdurch wird die in der Lichtquelle entstehende Wärme
an das Gehäuse abgeführt, was insbesondre die Haltbarkeit der Lichtquelle erhöht.
Als Materialien eignen sich insbesondere Aluminium, Messing oder Kupfer.
[0014] Konkrete Ausgestaltungen sowie weitere bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine Taschenlampe mit Gehäuse und Lampenkopf in einer Explosionsdarstellung,
- Fig. 2:
- eine Taschenlampe im zusammengebauten Zustand,
- Fig. 3:
- ein Gehäuse mit daran angeordnetem Verbindungselement und
- Fig. 4:
- eine perspektivische Darstellung eines Verbindungselementes.
[0015] Die Taschenlampe 1 besitzt im Wesentlichen ein Gehäuse 2, eine Lichtquelle 3, eine
Vorsatzoptik 4, einen Lampenkopf 5 sowie ein Verbindungselement 6, das einerseits
mit dem Gehäuse 2 und andererseits mit dem Lampenkopf 5 verbunden ist (Fig. 2). Im
dargestellten Fall sind hierzu Gewindeabschnitte 7, 7', 7" vorgesehen.
[0016] Die Lichtquelle 3 ist nach einer konkreten Ausführungsform auf einem scheibenförmigen
Halter 8 angeordnet, der auf einem sockelförmigen Anschlag innerhalb des Gehäuses
2 aufliegt. Im zusammengebauten Zustand wird der Halter 8 von dem Verbindungselement
6 auf den sockelförmigen Anschlag gedrückt und hierdurch formschlüssig fixiert. Auf
der Unterseite des Halters 8 sind (nicht dargestellte) elektrische Kontakte sowie
wärmeleitfähige Flächen vorgesehen. Auf der anderen Seite des Halters 8 ist die Vorsatzoptik
4 längsaxial verschiebbar angeordnet, wobei der Abstand stufenlos zwischen den in
Fig. 1 und 2 dargestellten Beispielen einstellbar ist. In Fig. 1 liegt die Vorsatzoptik
4 auf dem plattenförmigen Halter 8 auf, wohingegen in Fig. 2 der Halter 8 und die
Vorsatzoptik 4 in Abstand A zueinander sind. Um ein ungewolltes Verschieben des Lampenkopfes
5 und damit der Vorsatzoptik 4 zu verhindern, ist ein O-Ring 9 als Führung vorgesehen,
der im zusammengebauten Zustand mit dem Gehäuse 2 und dem Lampenkopf 5 in Anlage ist.
[0017] In Fig. 4 ist ein Verbindungselement 6 im Detail dargestellt, wobei dieses zwei Teile
41, 42 besitzt, die gegeneinander in Pfeilrichtung 47 längsaxial verschiebbar und
verliersicher befestigt sind. Hierzu weist das Teil 41 drei Gleitschienen 43, 43',
43" mit einem verbreiterten Kopfteil 44 auf. Das andere Teil 42 besitzt hierzu korrespondierende
Gleitflächen 45, 45', 45", an denen ein Anschlag 46 ausgebildet ist. Die Gleitschienen
43, 43', 43" und die Gleitflächen 45, 45', 45" sind derart dimensioniert, dass das
verbreiterte Kopfteil 44 und der Anschlag 46 in Anlage sind, wenn die Teile 41, 42
gegeneinander verschoben sind.
1. Taschenlampe mit einem Gehäuse (2), einer Lichtquelle (3) und einer in einem Lampenkopf
(5) angeordneten Vorsatzoptik (4), wobei der Lampenkopf gegenüber der Lichtquelle
(3) längsaxial verschiebbar ist, gekennzeichnet durch
ein zwischen dem Lampenkopf (5) und dem Gehäuse (2) angeordnetes zweiteiliges Verbindungselement
(6), dessen Teile (41, 42) gegeneinander längsaxial verschiebbar und verliersicher
befestigt sind, wobei ein Teil (42) des Verbindungselementes (6) mit dem Lampenkopf
(5) und das andere Teil (41) mit dem Gehäuse (2) verbunden ist.
2. Taschenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile (41, 42) zylinderförmig ausgebildet sind und jeweils einen Gewindeabschnitt
(7', 7") besitzen, wobei der Lampenkopf und das Gehäuse korrespondierende Gewindeabschnitte
(7) aufweisen.
3. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (41) mindestens eine längsaxial abstehende Gleitschiene (43) besitzt, die
in Anlage mit einer auf dem anderen Teil (42) ausgebildeten Gleitfläche (45) ist.
4. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschiene (43) zylinderförmig oder teilzylinderförmig ausgebildet ist.
5. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur verliersicheren Verbindung die Gleitfläche (45) einen Anschlag (46) und die Gleitschiene
(43) ein verbreitetes Kopfteil (44) aufweist.
6. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitfläche (45) auf der Außen- oder auf der Innenseite des Teils (42) angeordnet
ist.
7. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (6) ein Kunststoffspritzgießteil ist oder aus Metall, vorzugsweise
aus Aluminium, gefertigt ist.
8. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (3) eine LED ist, die auf einem plattenförmigen Halter (8) angeordnet
ist.
9. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (8) rückseitig kreis- und ringförmige konzentrisch angeordnete elektrische
Kontaktflächen aufweist.
10. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (8) rückseitig eine ringförmige Anlagefläche besitzt, die aus einem wärmeleitfähigen
Material besteht und mit dem Gehäuse (2) in Anlage ist.