(19)
(11) EP 2 410 233 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
25.01.2012  Patentblatt  2012/04

(21) Anmeldenummer: 10177801.7

(22) Anmeldetag:  21.09.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21L 4/00(2006.01)
F21V 23/00(2006.01)
F21Y 101/02(2006.01)
F21V 15/01(2006.01)
F21L 4/02(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME RS

(30) Priorität: 23.07.2010 CN 201010236847

(71) Anmelder: Zweibrüder Optoelectronics GmbH & Co. KG
42699 Solingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Opolka, Rainer
    42699, Solingen (DE)

(74) Vertreter: Vomberg, Friedhelm 
Patentanwalt, Schulstrasse 8
42653 Solingen
42653 Solingen (DE)

   


(54) Taschenlampe


(57) Die vorliegende Erfindung betrifft eine Taschenlampe (1) mit einem Gehäuse (2), einer Lichtquelle (9), einem Lampenkopfhals (5) und einem Lampenkopf (6). Um eine Taschenlampe zu schaffen, die möglichst wenig Einzelkomponenten aufweist, die kompakt aufgebaut ist und gleichsam eine zuverlässige Funktionsweise liefert, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Lichtquelle (9) auf einem scheibenförmigen Halter (8) anzuordnen, auf dem bereichsweise wärmeleitfähige Flächen (21,21',21'') ausgebildet sind, wobei der scheibenförmige Halter (8) zwischen dem Gehäuse (2) und dem Lampenkopfhals (5) formschlüssig gelagert ist.


Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Taschenlampe mit einem Gehäuse, einer Lichtquelle, einem Lampenkopfhals und einem Lampenkopf.

[0002] Mittlerweile ist nach dem Stand der Technik eine Vielzahl unterschiedlicher Formen und Ausgestaltungen von Taschenlampen bekannt, wobei diese häufig mehrere Einzelkomponenten besitzen, die im Werk mühevoll und demzufolge mit einem hohen Arbeitsaufwand zusammengesetzt werden müssen. Hinzu kommen erhöhte Produktionskosten, die aufgrund der großen Anzahl unterschiedlicher Bauelemente relativ hoch sind.

[0003] Eine Reduktion der Einzelkomponenten geht allerdings häufig zu Lasten einer dauerhaften Funktionsfähigkeit sowie der Haltbarkeit der Taschenlampe, da bestimmte Komponenten unterschiedliche Funktionen innerhalb der Taschenlampe parallel übernehmen müssen.

[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Taschenlampe zu schaffen, die aus möglichst wenig Einzelkomponenten zusammengesetzt ist, kompakt aufgebaut ist und gleichsam eine zuverlässige Funktionsweise liefert.

[0005] Diese Aufgabe wird durch die Taschenlampe nach Anspruch 1 gelöst, bei der erfindungsgemäß die Lichtquelle auf einem scheibenförmigen Halter angeordnet ist, auf dem bereichsweise wärmeleitfähige Flächen ausgebildet sind, wobei der scheibenförmige Halter zwischen dem Gehäuse und dem Lampenkopfhals formschlüssig gelagert ist. Insgesamt sind neben den standardmäßigen Komponenten, nämlich dem Gehäuse, einschließlich einer Endkappe und einer Batteriekartusche, und dem Lampenkopfhals keine weiteren Bauteile mehr notwendig, um eine zuverlässig funktionsfähige Taschenlampe zu bauen. Insbesondere kann auf ein Zusatzelement verzichtet werden, womit der scheibenförmige Halter mit der Lichtquelle mit dem Gehäuse verbunden wird.

[0006] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden sowie in den Unteransprüchen beschrieben. Vorzugsweise wird als Lichtquelle eine Leuchtdiode (LED) verwendet, die trotz einer hohen Lichtimmission vergleichsweise wenig Wärme produziert. Zudem zeichnen sich LEDs im Vergleich zu herkömmlichen Glühbirnen durch ihre Langlebigkeit aus.

[0007] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung weist der scheibenförmige Halter gehäuseseitig kreis- und/oder ringförmig konzentrisch angeordnete elektrische Kontaktflächen auf. Der Ausgestaltung der elektrischen Kontaktflächen eignen sich besonders für solche Taschenlampen, bei denen die Batterien in einer Batteriekartusche angeordnet sind, da diese unabhängig von ihrer angularen Ausrichtung stets mit der elektrischen Kontaktfläche verbunden ist. Allerdings kann hierauf auch verzichtet werden, sofern sichergestellt ist, dass die elektrischen Kontakte zwischen Batteriekartusche und dem scheibenförmigen Halter geschlossen sind, was beispielsweise durch eine Führung der Batteriekartusche in einer gehäuseseitigen Nut erfolgen kann.

[0008] Vorzugsweise besitzt der scheibenförmige Halter gehäuseseitig eine ringförmige wärmeleitfähige Anlagefläche, die im eingebauten Zustand mit dem Gehäuse in Anlage ist. Durch die Ausgestaltung der wärmeleitfähigen Anlagefläche wird der gesamte Halter gekühlt, indem die Wärme an das Gehäuse wirksam abgegeben wird, was die Haltbarkeit der verwendeten Lichtquelle erhöht. Als bevorzugte Materialien eignen sich hierzu insbesondere Aluminium, Messing oder Kupfer.

[0009] Allerdings kann nicht nur die gehäuseseitige Anlagefläche wärmeleitend ausgebildet sein. Um die Kühlung des Halters zudem zu erhöhen, ist vorteilhafter Weise vorgesehen, dass der scheibenförmige Halter eine als wärmeleitfähige Fläche ausgebildete Mantelfläche aufweist, die im eingebauten Zustand mit einem mantelförmigen Teilbereich des Gehäuses in Anlage ist. Darüber hinaus kann der scheibenförmige Halter auch lampenkopfseitig wärmeleitfähige Flächen aufweisen, die im eingebauten Zustand mit einer Anlage des Lampenkopfhalses verbunden sind.

[0010] Um einen sicheren Halt des Halters innerhalb der Taschenlampe zu gewährleisten, besitzen zur formschlüssigen Lagerung des Halters der Lampenkopfhals und das Gehäuse je einen Anschlag, zwischen dem der scheibenförmige Halter im zusammengebauten Zustand angeordnet ist. Die entsprechenden Anlageflächen sind wärmeleitfähig ausgestaltet, damit die an der LED entstehende Wärme optimal abgeleitet werden kann.

[0011] Vorzugsweise sind Lampenkopfhals und Gehäuse mittels einer Gewindeverbindung miteinander verbunden, die vergleichsweise robust und zugleich einfach herzustellen ist. Zudem sind der Lampenkopf und der Lampenkopfhals ebenfalls mittels einer Gewindeverbindung verbunden, wozu der Lampenkopf und der Lampenkopfhals je einen korrespondierenden Gewindeabschnitt besitzen. Eine etwaig eingebaute Reflektorlinse kann hierzwischen eingebaut werden, so dass sie verliersicher vom Lampenkopf und Lampenkopfhals gehalten wird. Alternativ kann die Reflektorlinse auch einen eigenen Gewindeabschnitt aufweisen, so dass sie in den Lampenkopf eingeschraubt werden kann, womit der Lampenkopf auch direkt auf das Gehäuse aufgeschraubt werden kann. Hierdurch reduziert sich die Anzahl der verwendeten Bauteile um das Bauteil des Lampenkopfhalses, was weiteren Montageaufwand einspart. Selbstverständlich kann die Reflektorlinse auch durch einen separaten Halter im Lampenkopf befestigt werden, der beispielsweise ein Zylinder mit entsprechendem Außengewinde sein kann.

[0012] Bei einer solchen Ausgestaltung sind der Lampenkopf und der Lampenkopfhals einteilig ausgebildet.

[0013] Konkrete Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a:
eine Explosionsdarstellung einer Taschenlampe,
Fig. 1b:
eine Taschenlampe im zusammengebauten Zustand,
Fig. 2a
eine Rückansicht eines Halters und
Fig. 2b
eine Querschnittsansicht eines scheibenförmigen Halters.


[0014] Nach einer konkreten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht die Taschenlampe 1 aus einem Gehäuse 2, das eine Batteriekartusche 3 und eine Endkappe 4 aufweist, einen Lampenkopfhals 5, einen Lampenkopf 6, eine dazwischen angeordnete Reflektorlinse 7 und schließlich einen Halter 8, auf dem eine LED 9 montierbar ist.

[0015] Fig. 1a zeigt eine solche Taschenlampe 1 in einer Explosionsdarstellung. Im zusammengebauten Zustand (Fig. 1b) ist der Halter 8 formschlüssig zwischen dem Gehäuse 2 und dem Lampenkopfhals 5 gehalten. Hierzu ist am Gehäuse 2 und innerhalb des Lampenkopfhalses 5 je ein Anschlag 10, 10' ausgebildet, so dass beide mit dem Halter in Anlage sind. Im dargestellten Ausführungsbeispiel (Fig. 1a, b) sind Lampenkopf 6 und Lampenkopfhals 5 zweiteilig ausgebildet, wobei hierzwischen die Reflektorlinse 7 angeordnet ist.

[0016] Um einen optimalen elektrischen Kontakt zwischen den Batterien innerhalb der Batteriekartusche 3 und dem scheibenförmigen Halter 8 zu gewährleisten, weist dieser gehäuseseitig, also auf der Seite, die dem Gehäuse im eingebauten Zustand zugewandt ist, konzentrische elektrische Kontaktflächen 20, 20' auf. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein elektrischer Kontakt 20' kreisförmig ausgebildet und in der Mitte des Halters 8 angeordnet. Ein weiterer elektrischer Kontakt 20 ist ringförmig ausgebildet. Darüber hinaus besitzt der Halter 8 gehäuseseitig eine erste wärmeleitfähig Kontaktfläche, die im eingebauten Zustand mit der Kontaktfläche 10 des Gehäuses verbunden ist. Ferner ist auch lampenkopfseitig eine wärmeleitfähige Anlagefläche 21' ausgebildet, die mit der Anlagefläche 10' des Lampenkopfhalses 5 verbunden ist. Schließlich ist zur weiteren Erhöhung der Wärmeabfuhr eine mantelförmige wärmeleitende Anlagefläche 21 " vorgesehen, die mit der Anlagefläche 10" des Gehäuses 2 verbunden ist. Insgesamt wird durch die drei angeordneten wärmeleitfähigen Flächen eine optimale Wärmeabfuhr geschaffen, was die Haltbarkeit der LED um ein Vielfaches erhöht.


Ansprüche

1. Taschenlampe mit einem Gehäuse (2), einer Lichtquelle (9), einem Lampenkopfhals (5) und einem Lampenkopf (6),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquell (1) auf einem scheibenförmigen Halter (8) angeordnet ist, auf dem bereichsweise wärmeleitfähige Flächen (21, 21', 21 ") ausgebildet sind, wobei der scheibenförmige Halter (8) zwischen dem Gehäuse (2) und dem Lampenkopfhals (5) formschlüssig gelagert ist.
 
2. Taschenlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (9) eine Leuchtdiode (LED) ist.
 
3. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der scheibenförmige Halter (8) gehäuseseitig kreis- und/oder ringförmige konzentrisch angeordnete elektrische Kontaktflächen (20, 20') aufweist.
 
4. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der scheibenförmige Halter gehäuseseitig eine ringförmige wärmeleitfähige Anlagefläche (21, 21', 21 ") besitzt, die im eingebauten Zustand mit dem Gehäuse in Anlage ist.
 
5. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur formschlüssigen Lagerung des Halters (8) der Lampenkopfhals (5) und das Gehäuse (2) je einen Anschlag (10, 10') besitzen, zwischen denen der scheibenförmige Halter (8) im zusammengebauten Zustand angeordnet ist.
 
6. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der scheibenförmige Halter (8) eine als wärmeleitfähige Fläche (21 ") ausgebildete Mantelfläche aufweist, die im eingebauten Zustand mit einem mantelförmigen Teilbereich des Gehäuses (2) in Anlage ist.
 
7. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der scheibenförmige Halter (8) lampenkopfseitig wärmeleitfähige Flächen (21') aufweist, die im eingebauten Zustand mit der Anlage (10') des Lampenkopfhalses (5) verbunden sind.
 
8. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Lampenkopfhals (5) und Gehäuse (2) mittels einer Gewindeverbindung miteinander verbunden sind.
 
9. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Lampenkopf (6) und der Lampenkopfhals (5) je einen korrespondierenden Gewindeabschnitt besitzen, so dass der Lampenkopf (6) und der Lampenkopfhals (5) mittels einer Gewindeverbindung verbunden sind.
 
10. Taschenlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Lampenkopfhals (5) und der Lampenkopf (6) einteilig ausgebildet sind.
 




Zeichnung










Recherchenbericht