[0001] Die Erfindung betrifft einen Wärmetauscher, insbesondere Ladeluftkühler für Kraftfahrzeuge,
bevorzugt für Nutzfahrzeuge, mit einem ersten Sammelkasten und mit einem zweiten Sammelkasten
für ein erstes Medium, wobei die beiden Sammelkästen jeweils einen ersten Medienanschluss
für das erste Medium aufweisen und über mindestens ein Wärmetauscherelement miteinander
kommunizierend verbunden sind und mit einem, das Wärmetauscherelement aufnehmenden,
im inneren ein zweites Medium führendes Gehäuse, das zweite Medienanschlüsse für das
zweite Medium aufweist.
[0002] Derartige Wärmetauscher sind bekannt. Sie dienen in Kraftfahrzeugen zur Bereitslellung
gekühlter Ladeluft. Die Ladeluft wird mittels Kühlluft abgekühlt, wobei als Kühlluft
der Fahrtwind des Fahrzeugs oder von einem Lüfter geförderte Umgebungsluft eingesetzt
wird. Die beiden Sammelkästen des bekannten Wärmetauschers sind beispielsweise über
Ladeluftrohre miteinander verbunden, wobei -zur Oberflächenvergrößerung- zwischen
den Ladeluftrohren Kühlrippen angeordnet sind. Diese Kühlrippen werden von der Kühlluft
durchströmt, wobei ein die Ladeluftrohre aufnehmendes Gehäuse vorgesehen ist Das Gehäuse
wird von Gehäusewandungen gebildet, die den Zwischenraum zwischen den beiden Sammelkästen
überbrücken. Die Kühlluft tritt quer zum Längserstreckungsverlauf der Ladeluftrohre
in das Gehäuse mit seitlichem Abstand zum einen Sammelkasten ein, wird dort um 90°
umgelenkt, durchströmt das Gehäuse in Richtung der Ladeluftrohre und verlässt das
Gehäuse mit Abstand zum anderen Sammelkasten in einer Richtung, die rechtwinklig zur
Längserstreckung der Ladeluftrohre steht. Die erwähnte Luftumlenkung der Kühlluft
führt zu einem relativ großen Druckverlust, Ferner gelangt die Kühlluft nicht mit
der gesamten Länge der Ladeluftrohre in Kontakt, das heißt, die an den jeweiligen
Sammelkasten angrenzenden Abschnitte der Ladeluftrohre werden nicht oder nicht hinreichend
von der Kühlluft gekühlt. Insgesamt liegt daher ein nicht befriedigender Wirkungsgrad
vor.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Wärmetauscher der eingangs genannten
Art anzugeben, der ohne Bauformvergrößerung und bei nur geringem Kühlluftbedarf eine
sehr gute Wärmetauschfunktion, insbesondere Kühlleistung, erbringt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Gehäuse derart ausgebildet
ist, dass in seinem Inneren mindestens ein Sammelkasten, vorzugsweise beide Sammelkästen,
zumindest teilweise mit zumindest bereichsweise vorliegendem Abstand zur Gehäuseinnenwand
mit aufgenommen ist/sind. Diese erfindungsgemäße Bauweise ermöglicht es, die zweiten
holedienanschlüsse derart zu platzieren, dass die volle oder die fast volle Länge
des Wärmetauscherelements, insbesondere der Ladeluft-Rolire, vom zweiten Medium beaufschlagt
werden und daher ein entsprechend hoher Wirkungsgrad erzielt ist. Die zweiten Medienanschlüsse
können beispielsweise im Bereich der Sammelkästen derart angeordnet sein, dass das
zweite Medium zunächst außen entlang an einem Tell des zugeordneten Sammelkastens
oder entlang des gesamten Sammelkastens strömt, dann auf das Warmetauscherelement
trifft und dort über eine entsprechend große Strecke die Wärmetauschung vornimmt.
Gelangt das Medium dann in den Bereich des anderen Sammelkastens, so strömt es dort
zumindest eine Teilstrecke außen entlang und venässt die Anordnung über den zweiten
Medienanschluss. Durch den zumindest bereichsweise vorliegenden Abstand der Gehäuseinnenwand
zu mindestens einem, vorzugsweise beiden Sammelkasten, ist sichergestellt, dass das
zweite Medium über den zweiten Medienanschluss in das Gehäuse einströmen und zu dem
Wärmetauschelement gelangen kann. Entsprechendes gilt für das Ausströmen des zweiten
Mediums aus dem Gehäuse, das heißt, das zweite Medium kann in einem solchen Falle
das Warmetauscherelement bis zu seinem Ende hin beströmen und wird erst dann abgeführt.
[0005] Nach eher Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Gehäuse die Sammelkästen
verständig aufnimmt. Diese Anordnung bietet einerseits die erwähnte größtmögliche
Kontaktstrecke des zweiten Mediums mit dem Wärmetauscherelement und eröffnet ferner
die Möglichkeit, die zweiten Medienanschlüsse für das Zuführen und das Abführen des
zweiten Mediums derart anzuordnen, dass ein möglichst geringer Druckverlust auftritt,
das heißt, das zweite Medium wird möglichst nicht ein- oder mehrfach derart stark
in seiner Richtung umgelenkt, dass sich ein spürbarer Druckverlust einstellt, Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass die zwei Medienanschlüsse den beiden Sammelkästen derart
zugeordnet sind, dass der erste Sammelkasten zwischen dem zweiten Medienanschluss
und dem Wärmetauscherelement und der zweite Sammelkasten zwischen dem anderen zweiten
Medienanschluss und dem Wärmetauschelement liegt. Das einströmende zweite Medium trifft
in einem solchen Falle zunächst auf den Sammelkasten, strömt an diesem entlang oder
umströmt ihn, und gelangt dann zu dem Wärmetauscherelement, von dort auf den anderen
Sammelkasten, strömt dort entlang oder umströmt diesen und gelangt dann zum zweiten
Medienanschluss, der das zweite Medium abführt. Die Strömungsrichtungen sind derart
gewählt, dass das zweite Medium im Bereich der zweiten Medienanschlüsse die gleiche
oder etwa die gleiche Richtung aufweist wie im Wärmetauscherelement, das heißt, sie
werden nicht wie im Stand der Technik- quer zur Strömung im Wärmetauscherelement zu-
und abgeführt, sondern in gleicher Richtung. Dementsprechend tritt nur ein geringer
Druckwerlust auf, insbesondere wenn das Umströmungsprofil des jeweiligen Sammelkastens
derart ausgestaltet wird, dass das Entlangströmen oder Umströmen des jeweiligen Sammelkastens
erfolgt, also eine im Wesentlichen wirbelfreie Strömung des zweiten Mediums vorliegt.
[0006] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Strömungsrichtung
des ersten Mediums in dem Sammelkasten quer, insbesondere rechtwinklig, zur Strömungsrichtung
des ersten Mediums im Wärmetauscherelement verläuft. Das erste Medium strömt daher
in den ersten Sammelkasten ein und verlässt diesen quer zur Strömungsrichtung im Sammelkasten,
wird also im Sammelkasten umgelenkt, insbesondere rechtwinklig umgelenkt, durchströmt
das Wärmetauscherelement und trifft auf den zweiten Sammelkasten. In diesem erfolgt
wiederum eine Umlenkung in Richtung der Längserstreckung des Sammelkastens, insbesondere
eine rechtwinklige Umlenkung. Das erste Medium tritt dann aus dem zweiten Sammelkasten
aus. Die Umlenkung oder Umlenkungen des ersten Mediums sind weniger von Bedeutung,
da es sich dabei vorzugsweise um die Ladeluft eines den Wärmetauscher bildenden Ladeluftkühlers
handelt, die mit hohem Druck ansteht und daher umlenkungsbedingte Druckverluste hingenommen
werden können. Dies gilt erfindungsgemäß nicht für das zweite Medium, beispielsweise
für Kühllufl des Ladeluftkühlers, da diese Kühlluft einen geringeren Druck aufweist,
beispielsweise wenn es sich um Fahrtwind handelt oder um von einem Lüfter geförderte
Umgebungsluft.
[0007] Vorteilhaft ist es, wenn die zweiten Medienanschlüsse in Richtung oder etwa in Richtung
der Strömungsrichtung des ersten Mediums im Wärmetauscherelement weisen. Hierauf wurde
vorstehend schon eingegangen, das heißt, das zweite Medium umspült die beiden Sammelkästen
beim Anströmen beziehungsweise Abströmen des Wärmetauscherelements.
[0008] Es kann vorgesehen sein, dass die ersten Medienanschlüsse quer, insbesondere rechtwinklig
zur Strömungsrichtung des ersten Mediums im Wärmetauscherelement weisen. Auch hierauf
wurde bereits eingegangen, das erste Medium wird nach Passieren des ersten Medienanschlusses
im ersten Sammelkasten umgelenkt, passiert dann das Wärmetauscherelement und gelangt
in den zweiten Sammelkasten und durch nochmalige Umlenkung zum weiteren ersten Medienanschfuss,
der das erste Medium ableitet.
[0009] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse -im Querschnitt gesehen- eine
Knochenform aufweist oder in seiner Formgebung einer Knochenform angenähert ist, im
Bereich der beiden Verdickungen der Knochenform sind der erste und der zweite Sammelkasten
angeordnet, das heißt, jede Verdickung weist einen zugeordneten Sammelkasten auf,
wobei das Gehäuse zum jeweiligen Sammelkasten einen Abstand belässt, so dass im Gehäuseinneren
das zweite Medium außen am jeweiligen Sammelkasten entlangströmen kann. Zwischen den
beiden, die Knochenform bildenden Verdickungen des Gehäuses liegt ein weniger dicker
Bereich, in dem sich das Wärmetauscherelement befindet.
[0010] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Wandungen des Gehäuses
eng am Wärmetauscherelement anliegen. Es handelt sich dabei um Seitenwandungen des
Gehäuses und auch Boden- und Deckenwandungen. Dieses enge Anliegen führt dazu, dass
das zweite Medium in intensivem Wärmetauschkontakt mit dem zweiten Medium gelangt,
ohne dass ein Fehlmediumstrom entsteht, der entlang der Innenwandung des Gehäuses
strömt, jedoch dabei keinen hinreichenden Wärmetauschkontakt mit dem ersten Medium
erhält
[0011] Nach einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse einer
Gehäuseabschnitt eines Lüftergehäuses eines Lüfters bildet. Mithin ist der erfindungsgemäße
Wärmetauscher in dem Gehäuse des Lüfters integriert, das heißt, das gesamte Luftergehäuse
weist das Lüfterrad des Lüfters und auch den Wärmetauscher auf, wodurch eine sehr
raumsparende Bauform erzielt ist, Das Lüftergehäuse kann bevorzugt als Spiralgehäuse
ausgebildet sein.
[0012] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Wärmetauscher als Gegenstrom-Wärmetauscher ausgebildet
ist, das heißt, im Bereich des Wärmetauscherelements strömen das erste und das zweite
Medium gegensinnig zueinander, so dass ein hoher Wärmetauschgrad bei niedrigem Kühlluft-Volumenstrom
erzielt ist. Alternativ ist es jedoch auch möglich, dass der Wärmetauscher als Gleichstrom-Wärmetauscher
ausgebildet ist, das heißt, das erste und das zweite Medium strömen im Wärmetauscherelement
in dieselbe Richtung. Schließlich kann es auch eine gemischte Bauform der beiden genannten
Möglichkeiten geben, das heißt, Teilabschnitte werden im Gegenstrom und andere Teilabschnitte
im Gleichstrom durchströmt. Zusätzlich oder alternativ ist es auch denkbar, dass ein
Kreuzstrom-Wärmetauscher ausgebildet ist.
[0013] Die Zeichnungen veranschaulichen die Eifindung anhand von Ausführungsbeispielen,
und zwar zeigt:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch einen Wärmetauscher, dessen Formgebung einer Knochenform
angenähert ist,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf die Scheibenkontur eines Wärmetauscherelements eines Wärmetauschers,
teilweise im Schnitt,
- Figur 3
- eine weitere Ausführungsform eines Wärmetauschers, teilweise aufgeschnitten,
- Figur 4
- eine vergrößerte Detailansicht des Wärmetauschers der Figur 3,
- Figur 5
- ein Schnitt entlang der Linie V-V in Figur 2,
- Figur 6
- ein Schnitt entlang der Linie VI-VI in Figur 2 und
- Figur 7
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Wärmetauschers integriert in das Lüftergehäuse
eines Lüfters.
[0014] Die Figur 1 zeigt einen Wärmetauscher 1, der als Ladeluftkühler eines Nutzfahrzeugs
dient. Der Wärmetauscher 1 weist einen ersten Sammelkasten 2 und einen mit Abstand
dazu liegenden zweiten Sammelkasten 3 für ein erstes Medium 4 auf. Beim ersten Medium
4 handelt es sich Ladeluft 5. Die Ladeluft 5 soll mittels eines zweiten Mediums 6
gekühlt werden. Beim zweiten Medium 6 handelt es sich um Kühlluft 7, die vom Fahrtwind
gebildet und/oder von einem nicht dargestellten Gebläse angesaugte Luft ist. Die beiden
Sammelkästen 2 und 3 sind rohrförmig, mit ovalem Querschnitt ausgebildet; ihre Längserstreckung
verläuft senkrecht zur Zeichenebene der Figur 1.
[0015] Der Wärmetauscher 1 besitzt ein Gehäuse 8, das -im Längsschnitt der Figur 1 gesehen-
eine Knochenform aufweist. Zwischen zwei verdickten Bereichen 9 und 10 des Gehäuses
8 liegt ein weniger dicker Bereich 11, in dem das Gehäuse 8 zwei ebene Wandungen 12,
13 aufweist. In den verdickten Bereichen 9 und 10 geht die jeweilige ebene Wandung
12 und 13 in konvex gebogene Wandungen 14, 15 beziehungsweise 16, 17 über. Das Gehäuse
8 läuft an seinen Enden in Bereiche 18, 19 aus, die -im Längsschnitt der Figur 1 betrachtet-
dünner als der Bereich 11 ist und jeweils eine Stirnseite 20 beziehungsweise 21 besitzen.
Die konvex gebogenen Wandungen 14, 15, 16 und 17 verlaufen mit Abstand a zu dem jeweiligen
Sammelkasten 2 beziehungsweise 3, so dass Strömungswege 22 bis 25 im Bereich der Sammelkästen
1 und 2 derart ausgebildet sind, dass letztere innerhalb des Gehäuses 8 außen umströmt
werden können. Die verdickten Bereiche 9 und 10, die zur Bildung der Knochenform führen,
machen dies möglich.
[0016] Dem zweiten Sammelkasten 3 wird -senkrecht zur Zeichenebene der Figur 1- die Ladeluft
5 mittels eines ersten, nicht näher dargestellten Medienanschlusses 26 zugeführt.
Die Ladeluft 5 steigt somit im zweiten Sammelkasten 3 auf und wird dann um 90° in
Richtung auf den ersten Sammelkasten 2 umgelenkt. Sie passiert ein zwischen den beiden
Sammelkästen 3, 2 liegendes Wärmetauscherelement 27. Dies ist mittels des gestrichelten
Pfeils 28 angedeutet. Nach Passieren des Wärmetauscherelements 27 tritt die Ladeluft
5 in den ersten Sammelkasten 2 ein, wird dort um 90° nach unten abgelenkt und verlässt
den Sammelkasten 2 mittels eines nicht näher dargestellten, ersten Medienanschlusses
29. Das Wärmetauscherelement 27 kann vom parallel zueinander verlaufenden, die beiden
Sammelkästen 2, 3 kommunizierend verbindenden Ladeluftrohren gebildet sein (nicht
näher dargestellt). Die Ladeluftrohre verlaufen rechtwinklig zu den Längserstreckungen
der Sammelkästen 2 und 3. Zwischen den einzelnen, beabstandet zueinander liegenden
Ladeluftrohren können -zur Oberflächenvergrößerung- Kühlluftrippen angeordnet sein,
die entgegengesetzt zur Richtung der Ladeluft 5 von der Kühlluft 7 durchströmt werden,
so dass ein intensiver Wärmeaustausch im Wärmetauscherelement 27 stattfindet, der
dazu führt, dass die Ladeluft 5 von der Kühlluft 7 gekühlt wird. Hierzu wird die Kühlluft
7 mittels eines zweiten Medienanschlusses 30, der sich an der Stirnseite 20 des Bereichs
18 befindet, in das Innere des Gehäuses 8 eingelassen, derart, dass sie die beiden
Strömungswege 22 und 23 passiert und somit den zweiten Sammelkasten 3 zumindest teilweise
umspült. Die Kühlluft 7 tritt dann in das Wärmetauscherelement 27 ein und durchströmt
im Gegenstromprinzip dieses Bauelement, das heißt, die Strömungsrichtung der Ladeluft
5 verläuft entgegengesetzt zur Strömungsrichtung der Kühlluft 7. Die Kühlluft 7 verlässt
das Wärmetauscherelement 27 im Bereich des zweiten Sammelkastens 3 und strömt in die
Strömungswege 24 und 25 ein, das heißt, der Sammelkasten 3 wird beidseitig umströmt.
Die Kühlluft 7 gelangt dann zur Stirnseite 21 des Bereichs 19, wo ein zweiter Medienanschluss
31 zur Abführung der Kühlluft 7 ausgebildet ist.
[0017] Der Figur 1 ist sehr deutlich zu entnehmen, dass die Kühlluft 7 keine wesentliche
Umlenkung im Bereich des Wärmetauschers 1 und schon gar nicht im Bereich des Wärmetauscherelements
27 erfährt. Das Umströmen der beiden Sammelkästen 2 und 3 erfolgt zwar mit einer gewissen
Richtungsänderung der Kühlluft 7, die jedoch keinen nennenswerten DrucKverlust mit
sich bringt, da eine laminare Strömung ausgebildet werden kann. Die beiden zweiten
Medienanschlusse 30 und 31 weisen somit in Richtung der Stromungsrichtung von Ladeluft
5 von Kühlluft 7 innerhalb des Wärmetauscherelements 27.
[0018] Die Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf eine Scheibenkontur des Wärmetauscherelements
27, das heißt, das Wärmetauscherelement 27 ist in Stapelscheibenbauweise realisiert.
Hierzu werden einzelne Scheiben (profilierte Aluminiumbleche) im Wechsel aufeinandergelegt,
die -zur Ausbildung des Anschusses und zur Ausbildung der beiden Sammelkästen 2 und
3- mit Näpfen und Durchzügen versehen sind. Dies ist grundsätzlich bekannt. Beim Aufeinanderstapeln
wird Napf/Durchzug auf Napf/Durchzug und dann das nächste Paar Rand auf Rand usw.
gelegt und verlötet. Durch dieses Aufeinanderstapeln wird bei dem Wärmetauscherelement
27 gemäß Figur 5 abwechselnd eine Kühlluftrippe 32, eine Ladeluftrippe 33 und dann
wieder eine Kühlluftrippe 32 und -darauffolgend- eine Ladeluftrippe 33 usw. ausgebildet.
Aus der Figur 5 ist erkennbar, dass durch Aufeinanderlegen zweier Halbschalen 34,
35 der Strömungsweg für die Ladeluft 5 im Bereich des Wärmetauscherelements 27 erstellt
wird. Die benachbarte Ladeluftrippe 33 weist einen Abstand zur erstgenannten Ladeluftrippe
33 auf, so dass dazwischen eine Kühlluftrippe 32 ausgebildet wird, die von der Kühlluft
7 im Gegenstrom durchströmt werden kann. Um im Bereich der Sammelkästen 2 und 3 die
Ladeluft 5 und die Kühlluft, 7 ihren jeweiligen Strömungswegen innerhalb des Wärmetauscherelements
27 zuführen zu können, ist -gemäß der Scheibenbauweise der Figur 6- vorgesehen, dass
die Ladeluftrippen 33 dort -zur Ausbildung des Sammelkastens 2 beziehungsweise 3-
miteinander verbunden sind, so dass die Ladeluft 5 die Kühlluftrippen 32 abgeschottet
durchsetzt und in die Bereiche der Ladeluftrippen 33 einströmt und dann - quasi in
die Blattebene der Figur 6 hinein- entsprechend aufgeteilt das Wärmetauscherelement
27 durchsetzt. Entsprechendes erfolgt im Bereich des anderen Sammelkastens, dort wird
die Ladeluft wieder zusammengeführt und gemeinsam abgeführt. Die Kühluftrippen 32
stehen mit den Strömungswegen 22 bis 25 in Verbindung, das heißt, sie werden von der
Kühlluft 5 passiert.
[0019] Aus den Figuren 3 und 4 geht der Gesamtaufbau eines vorstehend beschriebenen Wärmetauschers
1 in Stapelscheibenbauform näher hervor. Die Figur 3 zeigt das Gehäuse 8, das das
Warmetauscherelement 27 umgibt, wobei das Gehäuse 8 an einander diametral gegenüber
liegenden Enden die zweiten Medienanschlüsse 30 und 31 aufweist. Ferner sind die
ersten Medienanschlüsse 26 und 29 erkennbar, die zu den Sammelkästen 2, 3 führen.
[0020] Der Figur 4 ist zu entnehmen, dass vom Wärmetauscherelement 27 kommende Ladeluft
5 von den Ladeluftrippen 33 herangeführt und -entsprechend der Pfeile 35- von dem
Sammelkasten 2 abgeführt wird. Die zwischen den Ladeluftrippen 33 liegenden Kühlluftrippen
32 hingegen führen -nach dem Gegenstromprinzip- Kühlluft 7 gemäß der Pfeile 36.
[0021] Auch beim Ausführungsbeispiel der Figuren 2 bis 4 ist sichergestellt, dass die Kühlluft
7 zum Eintritt in das Wärmetauscherelement 27 nicht oder nur unwesentlich umgelenkt
werden muss, so dass nur geringe Druckverluste auftreten.
[0022] Die Figur 7 zeigt einen Lüfter 37 mit Lüftergehäuse 38 und Laufrad 39. In das Lüftergehäuse
38 ist ein Wärmetauscherelement 27 gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele
integral zumindest teilweise derart aufgenommen, dass innerhalb des Lüftergehäuses
38 geführte Kühlluft 7 das Wärmetauscherelement 27 gemäß der aus Figur 7 hervorgehenden
Pfeile durchströmen kann. Das Wärmetauscherelement 27 weist aufgrund der Stapelbauweise
integrierte Sammelkästen 2 und 3 und dazwischenliegende Kühlluftrippen 32 sowie Ladeluftrippen
33 auf, so dass ein dort geführter Ladeluftstrom von der Kühlluft 7 gekühlt wird.
Das Gehäuse 38 ist vorzugsweise als Spiralgehäuse 40 ausgebildet
1. Wärmetauscher, insbesondere Ladeluftkühler für Kraftfahrzeuge, bevorzugt für Nutzfahrzeuge,
mit einem ersten Sammelkasten und mit einem zweiten Sammelkasten für ein erstes Medium,
wobei die beiden Sammelkästen jeweils einen ersten Medienanschluss für das erste Medium
aufweisen und über mindestens ein Wärmetauscherelement miteinander kommunizierend
verbunden sind und mit einem, das Wärmetauscherelement aufnehmenden, im Inneren ein
zweites Medium führenden Gehäuse, das zweite Medienanschlüsse für das zweite Medium
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) derart ausgebildet ist, dass in seinem Inneren mindestens ein Sammelkasten
(2,3), vorzugsweise beide Sammelkästen (2,3), zumindest teilweise mit zumindest bereichsweise
vorliegendem Abstand zur Gehäuseinnenwand mit aufgenommen ist/sind.
2. Wärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) die Sammelkästen (2,3) verständig aufnimmt.
3. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Medienanschlüsse (30,31) den beiden Sammelkästen (2,3) derart zugeordnet
sind, dass der erste Sammelkasten (2) zwischen einem zweiten Medienanschluss (30)
und dem Wärmetauscherelement (27) und der zweite Sammelkasten (3) zwischen dem anderen
zweiten Medienanschluss (31) und dem Wärmetauscherelement (27) liegt.
4. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsrichtung des ersten Mediums (4) in den Sammelkästen (2,3) quer, insbesondere
rechtwinklig, zur Strömungsrichtung des ersten Mediums (4) im Wärmetauscherelement
(27) verläuft.
5. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Medienanschlüsse (30,31) in Richtung oder etwa in Richtung der Strömungsrichtung
des ersten Mediums (4) im Wärmetauscherelement (27) weisen.
6. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Medienanschlüsse (26,29) quer, insbesondere rechtwinklig, zur Strömungsrichtung
des ersten Mediums (4) im Wärmetauscherelement (27) weisen.
7. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Medienanschlüsse (26,29) in Richtung oder etwa in Richtung der Längserstreckung
der Sammelkästen (2,3) weisen.
8. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige erste Medienanschluss (26,29) mit der Längserstreckung des zugehörigen
ersten beziehungsweise zweiten Sammelkastens (2,3) fluchtet.
9. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) -im Längsschnitt gesehen- eine Knochenform aufweist oder in seiner
Formgebung einer Knochenform angenähert ist.
10. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen (12,13) und zugehörige Bonden- und Deckenwandungen des Gehäuses (8)
eng am Warmetauscherelement (27) anlegen.
11. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) einen Gehäuseabschnitt eines Lüftergehäuses (38) eines Lüfters (37)
bildet.
12. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftergehäuse (38) als Spiralgehäuse (40) ausgebildet ist.
13. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als Gegenstrom-Wärmetauscher ausgebildet ist.
14. Wärmetauscher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er als Gleichstrom-Wärmetauscher ausgebildet ist.