[0001] Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zur Steuerung und Vergabe von
Aufträgen. Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Steuerungseinheit zur Steuerung des
Verfahrens zur Steuerung und Vergabe von Aufträgen und ein Computerprogrammprodukt
zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Bekannt aus dem Stand der Technik sind mehrere Patentanmeldungen für ein System und
ein Verfahren zur Verwaltung von Angeboten. Zum Beispiel offenbart die US-Patentanmeldung
Nr.
US 2002/0049642 (Moderegger et al.) ein System und ein Verfahren zur Verwaltung von der Abfassung, Einreichung und Evaluierung
von Angeboten für Produkte und/oder Dienstleistungen. Das System hat eine Datenbank
mit Informationen über die Leistungen und Preise von möglichen Auftragnehmern. Nach
Erhalt von Angeboten evaluiert das System die Angebote und wählt einen Auftragnehmer
aus, der den Auftrag durchführt.
[0003] Aus der US-Patentanmeldung Nr.
US 2006/0265308 (Jennings) sind ebenfalls Computerserver bekannt, die über das Internet mit mehreren Auftraggebern
und Auftragnehmern verbunden sind. Ein Lieferant (Auftragnehmer) verwaltet eine Datenbank
auf dem Computerserver, in der der Lieferant eine Beschreibung der Waren und Dienstleistungen
speichert, die der Lieferant liefern kann. Käufer können diese gespeicherten Beschreibungen
abfragen und einen Preis für die Waren und/oder Dienstleistungen bei dem Lieferanten
anfragen.
[0004] Die US Patentschriften
US 6,397,197,
US 7,451,106 und
US 4,4788,143 offenbaren ein System und Verfahren zur wettbewerbsfähigen Preisgestaltung und Beschaffung
von Waren und Dienstleistungen. Das System und Verfahren wählt das Angebot mit dem
geringsten Preis aus Angeboten von einer Vielzahl von Auftragnehmern. Das System empfängt
vom Auftragnehmer sowohl die Attribute, welche die Fähigkeiten des Auftragnehmers
als Lieferanten darstellen, als auch Anfragen vom Auftraggeber über die gewünschten
Waren und Dienstleistungen. Die Anfragen sind mit den Attributen des Auftragnehmers
verglichen und eine Anfrage an einen oder mehreren Auftragnehmern versandt. Die vom
Auftragnehmer erhaltenen Angebote sind miteinander verglichen und der Auftraggeber
über das beste Angebot benachrichtigt.
[0005] Aus der internationalen Patentanmeldung Nr.
WO 2008/118499 (Donnelley) ist ein System zur Verwaltung eines Auftrags gemäß einer Spezifikation mit einer
Datenbank, einer Konfigurationseinheit und einer Steuereinheit bekannt. Die Donnelley
Patentanmeldung offenbart ein System, worin das Konfigurationsmodul die Informationen
über einen Auftrag annimmt und über die Steuerungseinheit eine Befehlfolge erzeugt,
die für die Durchführung des Auftrags erforderlich ist.
[0006] Die US-Patentanmeldung Nr.
US 2007/0247650 (Manchala et al.) offenbart ein Verfahren zur Verwaltung von Informationen über einen Druckauftrag.
Das Verfahren erzeugt eine Vielzahl von möglichen Arbeitsfolgen zur Durchführung des
Druckauftrags, ermittelt die notwendigen Materialien und Ressourcen zur Umsetzung
und schätzt die Kosten für die vollständige Durchführung des Druckauftrags ab.
[0007] Aus der US-Patentanmeldung Nr.
US 2003/0041765 (Hewlett-Packard) ist ein System und Verfahren zur Verwaltung einer Druckerei für
die Durchführung eines Druckauftrags offenbart. In diesem Verfahren wird ein Auftrag
an verschiedene Druckereien versandt und nach Erhalt der Angebote von den Druckereien
wird eines der erhaltenen Angebote ausgewählt, welches den Kriterien für die Durchführung
des Druckauftrags am besten entspricht. Die Steuerungseinheit zur Verwaltung von den
Druckaufträgen ist entweder auf einem Rechner, der den Druckauftrag erzeugt, oder
auf einem Netzwerkserver vorhanden. Die Steuerungseinheit in der HP-Patentanmeldung
kann allerdings lediglich einen einzelnen Druckauftrag erarbeiten und den Druckauftrag
an die Druckerei weitergeben. Die Hewlett-Packard Patentanmeldung offenbart kein System
und Verfahren zur Zusammenführung von mehreren Druckaufträgen und die Evaluierung
der Durchführung selbiger von verschiedenen Druckereien.
[0008] Der bekannte Stand der Technik offenbart mehrere Systeme und Verfahren zur Einholung
von Angeboten im Wege einer Ausschreibung. Allerdings ist die Problematik der Auslastung
bei den Auftragnehmern z.B. Druckereien oder Lieferanten bisher nicht erkannt. Der
Auftragnehmer ist erfahrungsgemäß bemüht, seinen Maschinenpark auf Grund der hohen
Investitionskosten optimal auszunutzen. Eine optimale Ausnutzung der Anlagen im Maschinenpark
erlaubt daher nicht nur eine bessere Preisgestaltung bei der Abgabe von Angeboten,
sondern auch eine effizientere Nutzung der Anlagen, welche die Lebensdauer verlängern
kann.
[0009] Der Auftraggeber hat auch ein Interesse an einer effizienten Auswahl von Angeboten.
Durch die Erfassung der Fähigkeiten der einzelnen Auftragnehmer kann der Auftraggeber
Angebote nur an die Auftragnehmer senden, die in der Lage sind, das Angebot auszuführen.
Dadurch spart der Auftraggeber Zeit und Ressourcen bei der Erstellung von Ausschreibungen
und Kosten durch eine bessere Ausnutzung der Datenleitungen, da er die Ausschreibung
nur an relevante Auftragnehmer versendet und Antwort von den Auftragnehmern erhält
welche fähig sind, die Bedingungen der Ausschreibungen zu erfüllen.
[0010] Darüber hinaus kann auch das beschriebene System und Verfahren zur effizienten Lagerverwaltung
eingesetzt werden und somit Platz und Kosten sparen. Der Auftraggeber kann Angebote
nur an die möglichen Auftragnehmer versenden, die über die entsprechenden Produkte
(oder Bestandteile davon) in ihren Lagerhallen verfügen.
Kurzfassung der Erfindung
[0011] Die Erfindung betrifft ein System zur Steuerung und Vergabe von Aufträgen mit einer
Mehrzahl von Auftraggebern und einer Mehrzahl von Auftragnehmern sowie eine Steuerungseinheit.
Die Steuerungseinheit ist über erste Leitungen mit der Mehrzahl von Auftraggebern
und über zweite Leitungen mit der Mehrzahl von Auftragnehmern verbunden. Die Steuerungseinheit
umfasst weiter ein Annahmemodul zur Annahme von Aufträgen mit einer Mehrzahl von Produktattributen
von der Mehrzahl von Auftraggebern, ein Anfragemodul zum Versenden der zu den eingegangenen
Aufträgen korrespondierenden Anfragen an mehrere der Vielzahl von Auftragnehmern,
ein Angebotsmodul zur Entgegennahme von Angeboten mit einer Mehrzahl von Leistungsattributen
von einem oder mehreren der Vielzahl von Auftragnehmern und eine Auswahleinheit zur
Evaluierung der Angebote und zum Auswählen des Auftragnehmers zur Durchführung der
eingegangen Aufträge. Mit diesem erfindungsgemäßen System können ein oder mehrere
Auftraggeber gemeinsam einen Auftrag abgeben, welcher mittels der Steuerungseinheit
wirtschaftlich und technisch effizient durchgeführt wird. Die Verbindungen über das
Anfragemodul mit der Mehrzahl von Auftragnehmern erlauben der Steuerungseinheit auch
mehrere Angebote für einen Auftrag einzuholen und mit Hilfe der Auswahleinheit sowie
der Produkt- und Leistungsattribute eines der Angebote anzunehmen. Anders als im bekannten
Stand der Technik ist somit ein offenes System entwickelt, das mit mehreren Auftraggebern
und mehreren Auftragnehmern zusammenarbeitet" um ein sowohl technisch als auch wirtschaftlich
optimales System zu betreiben..
[0012] In einem Aspekt der Erfindung kann die Auswahleinheit den Auftragnehmer gemäß ein
oder mehrerer Kriterien auswählen, die von den Auftraggebern oder systembedingt vorgegeben
sind. Solche Kriterien sind z. B. technische Kriterien wie Lieferzeiten, Ausnutzung
des Maschinenparks beim Auftragnehmer, u.s.w. Die Kriterien können ebenfalls wirtschaftlichen
Kriterien entsprechen, wie z. B. Zahlungsziel, Zahlen, Ziel und Höchstpreise sowie
Lieferdaten.
[0013] In einem Aspekt der Erfindung ist die Steuerungseinheit nicht nur mit verbundenen
Auftragnehmern, die ständig in Verbindung mit dem System sind, sondern ebenfalls mit
anderen möglichen Auftragnehmern verbindbar. Diese weiteren Verbindungen ermöglichen
ein Einholen von weiteren Konkurrenzangeboten zusammen mit den technischen Fähigkeiten
der anderen möglichen Auftragnehmern mit deren Leistungsattributen.
[0014] Das System hat auch eine Datenbank zur Speicherung von Angaben über die Aufträge
mit den Produktattributen, die Anfragen, die Kriterien und die Angebote mit den Leistungsattributen.
Diese Datenbank ermöglicht einen Vergleich der einzelnen Auftragnehmer, die Auswahl
von geeigneten Auftragnehmern und ebenfalls die Erstellung von Final- und Richtpreisen
für Aufträge.
[0015] In einem Aspekt der Erfindung hat das System ebenfalls ein Vergleichsmodul, das ein
Muster von einem beauftragten Auftragnehmer mit den vorgegebenen Erwartungen prüft.
Dieser Vergleich kann entweder automatisch oder mit Hilfe eines Bedieners durchgeführt
werden.
[0016] Die Erfindung ist auf ein Verfahren zur Steuerung und Vergabe der Aufträge ausgerichtet.
Das erfindungsgemäße Verfahren umfasst eine Annahme von Anfragen mit Produktattributen
von einer Mehrzahl von Auftraggebern, eine Zusammenführung der Anfragen, ein Abfragen
der Durchführbarkeit der zusammengeführten Anfragen bei einer Vielzahl von Auftraggebern,
ein Erhalten von Angeboten mit Leistungsattributen über die Durchführbarkeit der zusammengeführten
Anfragen, eine Evaluierung der erhaltenen Angebote und eine Beauftragung von einem
oder mehreren Auftragnehmern mit der Durchführung der Aufträge. Wie oben aufgeführt
ermöglicht dieses Verfahren die Zusammenführung der Anfragen von verschiedenen Auftraggebern,
um bessere Konditionen für die Durchführung der Aufträge zu erhalten.
[0017] In einem weiteren Aspekt der Erfindung ermöglicht das Verfahren eine Zusammenführung
von Produkten von unterschiedlichen Auftraggebern und ein gemeinsames Versenden der
Produkte an Abnehmer.
[0018] Die Erfindung betrifft auch eine Steuerungseinheit und ein Computerprogrammprodukt,
welche das Verfahren zur Steuerung und Vergabe von Aufträgen steuert. Das Computerprogrammprodukt
läuft auf einem handelsüblichen Rechner, welcher derart konfiguriert ist, dass der
Rechner das Verfahren durchführen kann.
Es zeigen:
Fig. 1 ein System zur Durchführung von Aufträgen;
Fig. 2 ein Flussdiagramm über die Durchführung der Aufträge;
Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel für die Durchführung von Druckaufträgen; und
Fig. 4 ein Flussdiagramm über die Abarbeitung von Druckaufträgen.
[0019] Fig.1 zeigt ein System 10 zur Steuerung, Vergabe und Durchführung von Aufträgen 20
gemäß einem Aspekt dieser Erfindung. Fig. 1 zeigt eine Vielzahl von Auftraggebern
30a-30c, die über mehrere erste Leitungen 60 mit einer Steuerungseinheit 50 verbunden
sind. Eine Vielzahl von Auftragnehmern 40a-40c sind über mehrere zweite Leitungen
70 ebenfalls mit der Steuerungseinheit 50 verbunden. Die Steuerungseinheit 50 enthält
verschiedene Software-Module zur Bearbeitung der Aufträge 20, die von der Vielzahl
von Auftraggebern 30a-30c an die Steuerungseinheit 50 versandt worden. Die Steuerungseinheit
50 weist ein Annahmemodul 52 zur Annahme von Aufträgen 20 auf, ein Anfragemodul 54
zur Versendung der über die ersten Leitungen 60 erhaltenen Aufträge 20 als Anfragen
24 an einen oder mehreren der Vielzahl der Auftragnehmern 40a-40c. Das Annahmemodul
52 führt die Kommunikation mit den Auftraggebern 30a-30c und kann auf eine Produktdatenbank
55 in der Steuerungseinheit 50 zugreifen. Die Produktdatenbank 55 enthält Angaben
über angebotene Produkte und Optionen, aus welchen der Auftraggeber 30a-30c wählen
kann. Die Produktdatenbank 55 speichert diese Angaben u.a. in der Form von sogenannten
Produktattributen, welche das Produkt beschreiben. Die Steuerungseinheit 50 weist
ebenfalls ein Angebotsmodul 56 zur Entgegennahme von Angeboten 26, die von einem oder
mehreren der Vielzahl von Auftragnehmern 40a-40c erhalten wurden. Die Steuerungseinheit
50 weist weiter eine Auswahleinheit 58 auf, welche die erhaltenen Angebote 26 prüft
und eins der erhaltenen Angebote 26 auswählt.
[0020] Eine Datenbank 80 ist mit der Steuerungseinheit 50 verbunden und speichert Daten
82 über die Aufträge 20 und die Angebote 26 ab. Die Datenbank 80 kann später für die
Erstellung von Richtpreisen für die Aufträge 20 verwendet werden. Die Datenbank 80
enthält u.a. sogenannte Leistungsattribute von den Auftragnehmern 40a-40c.
[0021] Die Produktattribute sind die Attribute des vom Auftraggeber 30a-30c zu bestellenden
Produkts, welches im Auftrag 20 beschrieben ist. Diese Produktattribute können z.B.
die Art vom Produkt, die Größe und Farbe des Produkts, die Qualität des Produkts sein.
Ein Bespiel eines solchen Produkts ist ein Druckprodukt, z.B. eine Broschüre. Die
Produktattribute sind u.a. Papiergewicht, Papierart, Druckqualität, Druckfarbe, u.s.w.
Jedes Produktattribut kann auch Unter-Produktattribute haben. Werte der Produktattribute
können auch eine bestimmte Bandbreite sein, z.B. zwischen 80 g/m
2 und 120 g/m
2 beim Papiergewicht. Einige Produktattribute können fakultativ und andere Produktattribute
obligatorisch sein. Die obligatorischen Produktattribute sind Produktattribute, die
in jedem Fall im Produkt sein müssen. Die fakultativen Produktattribute sind Produktattribute,
die wünschenswert im Produkt sind.
[0022] Die Leistungsattribute sind die Attribute des Auftragnehmers 40a-40c, die er bei
der Durchführung des Auftrags 20 erfüllen kann. Zu den Leistungsattributen gehören
u.a. Art des bestellten Produkts, Farbe, Größe, u.s.w. Das Beispiel einer Druckerei
kann die Leitungsattribute exemplarisch darstellen. Einige Druckereien können nur
bestimmte Druckarten z.B. Offset-Litho durchführen. Diese Druckereien teilen der Steuerungseinheit
50 ihre Fähigkeiten durch Angabe der Leistungsattribute mit. Die Leistungsattribute
können ebenfalls Unter-Leistungsattribute haben. Solche Unter-Leistungsattribute sind
vom "Haupt-"Leistungsattribut abhängig. Die Leistungsattribute können Werte in einem
Bereich haben. Die Leistungsattribute werden mit dem Angebot versandt.
[0023] Ein Überprüfungsmodul 59 ist ebenfalls mit der Steuerungseinheit 50 verbunden. Die
Überprüfungseinheit 59 kann über weitere Leitungen mit weiteren möglichen Auftragnehmern
45 Kontakt aufnehmen und weitere Angebote 26 von den weiteren Auftragnehmern 45 erhalten.
Das Überprüfungsmodul 59 kann ebenfalls die Leistungsattribute von den weiteren Auftragnehmern
45 erhalten.
[0024] Die Steuerungseinheit 50 weist weiterhin ein Zahlungsverwaltungsmodul 53 auf, das
eingehende Zahlungen von den Auftraggebern 30a-30c nach Rechnungsstellung überwacht.
Das Zahlungsverwaltungsmodul 53 kann die Zahlungen an den Auftragnehmern 40a-40c durchführen.
Das Zahlungsverwaltungsmodul 53 ermöglicht eine effiziente Verwaltung des Bargelddurchflusses
durch Rechnungsstellung und Festlegung von Zahlungszielen.
[0025] Die Auftraggeber 30a-30c sind in einem Beispiel Werbeagenturen oder Grafikdesigner,
die von Druckereien Druckerzeugnisse drucken lassen. Solche Druckerzeugnisse sind
z.B. Broschuren, Poster, Bilder, Werbeobjekte wie Schlüsselanhänger oder Stifte. In
diesem Beispiel ist der Auftrag ein Druckauftrag und die Auftragnehmer 40a-40c sind
Druckereien, welche die Anfrage 24 erhalten und ein entsprechendes Angebot 26 abgeben.
Die Erfindung ist aber nicht auf die Vergabe von Druckaufträgen beschränkt. Die Erfindung
kann auch z. B. für die Beschaffung von Büromaterial und den Einkauf von Standardmaterialien
in der Industrie (Werkzeuge, Betriebsstoffe, Automobilteile etc.) eingesetzt werden.
Die Steuerungseinheit 50 wählt mit Hilfe der Auswahleinheit 58 den Auftrag 28 nach
vorbestimmten Kriterien durch einen Vergleich der Produktattribute mit den Leistungsattributen
aus, die von der Art und Umfang des Auftrags 28 abhängen.
[0026] Für das Beispiel eines Druckauftrags könnten die vorbestimmten Produktattribute z.
B. Druckqualität, Papiertyp und -gewicht, Papierformat, Farbgestaltung und Druckverfahren
sein. Die Auftragnehmer 40a-40c erhalten die Angebote 20 zusammen mit den Produktattributen
28 als Anfrage 24 von der Steuerungseinheit 50 und können in ihrem Angebot 26 auf
die Anfrage 24 diejenigen Produktattribute 28 als Leistungsattribute angeben, die
sie erfüllen können. Zusätzlich kann der Auftragnehmer 40a-40c weitere Leistungsattribute
angeben, die der Auftragnehmer 40a-40c für die Durchführung des Auftrags 20 als wichtig
erachtet. Die Leistungsattribute können auch Angaben über Vorräte (Papier, Tinte,
u.s.w) enthalten.
[0027] Es ist nicht notwendig, dass der Auftragnehmer 40a-40c sämtliche der Produktattribute
28 erfüllt. Wie oben ausgeführt sind einige Produktattribute 38 fakultativ und andere
obligatorisch. Der Auftragnehmer 40a-40c muss nur in der Lage sein, den Auftrag 20
(in diesem Fall den Druckauftrag) ausführen zu können. In anderen Wörtern muss der
Auftragnehmer 40a-40c die obligatorischen Produktattribute erfüllen. Der Auftragnehmer
40a-40c kann auch angeben, welche der fakultativen Produktattribute erfüllbar sind.
Es ist die Aufgabe der Auswahleinheit 58, die von verschiedenen Auftragnehmern (Druckereien)
kommenden Angebote 26 zu überprüfen und das beste Angebot 26 durch Prüfung der Überlappung
zwischen den Produktattributen und den Leistungsattributen auszuwählen oder je nach
Abstimmung mit dem Auftraggeber, ihm eine Reihe der besten Angeboten 26 vorzuschlagen
und den Auftragnehmer 40a-40c mit der Durchführung des Auftrags 20 zu beauftragen.
Die Auswahleinheit 58 hat eine Vielzahl von Kriterien, nach denen die Auswahleinheit
58 die Auswahl trifft. Die Kriterien können z.B. die Zahlungsziele sein, welche vom
Zahlungsverwaltungsmodul 53 vorgegeben sind. Andere Kriterien sind z.B. die Auslastung
des Maschinenparks bei den jeweiligen Auftragnehmern 40a-40c, die Kapazität der Leitungen
für den notwendigen Datentransport und die Nähe zum Auftraggeber 30a-30c bzw. Auslieferungsort.
[0028] Die Auftragnehmer 40a-40c sind in der Regel Vertragspartner des Betreibers der Steuerungseinheit
50. Der Betreiber der Steuerungseinheit 50 hat mit den Auftragnehmern 40a-40c in der
Regel einen Rahmenvertrag über deren Dienstleistungen geschlossen und bekommt somit
bevorzugte Bedingungen für die Durchführung der Aufträge 20. Um die besten Preise
und Konditionen für die Durchführung der Aufträge 20 zu erzielen, hat der Betreiber
der Steuerungseinheit 50 mit mehreren, unabhängig voneinander arbeitenden Auftragnehmern
40a-40c eine vertragliche Vereinbarung getroffen. Die Vertragspartner können die Datenbank
80 regelmäßig mit den aktuellsten Leistungsattributen füllen. Es liegt im Interesse
der Vertragspartner die Datenbank 80 regelmäßig zu aktualisieren, da der Vertragspartner
dadurch eine bessere Auslastung des Maschinenparks gewinnt. Durch die Aktualisierung
der Leistungsattribute können Auftragnehmer dadurch Arbeit "generieren" und nach Aufträgen
suchen.
[0029] Die Auftragnehmer 40a-40c sind untereinander weitgehend wirtschaftlich unabhängig.
Es könnte natürlich sein, dass eine oder mehrere der Auftraggeber 40a-40c miteinander
wirtschaftlich verflochten oder am gleichen Standort sind. In der Regel jedoch sind
die Auftragnehmer 40a-40c über verschiedene Standorte verteilt und wirtschaftlich
voneinander getrennt. Die Auftragnehmer 40a-40c sind in der Lage, die Aufträge 20
unabhängig voneinander durchzuführen.
[0030] In manchen Fällen müssen einige der Aufträge 20 von einem aus der Vielzahl der Auftraggeber
30a-30c zusammen mit einem anderen Auftrag 20 von einem anderen der Auftraggeber 30a-30c
zusammengeführt werden. In diesem Fall ist die Steuerungseinheit 50 auch mit einem
Logistikzentrum 90 verbunden. Das Logistikzentrum 90 kann entweder über die Steuerungseinheit
50 oder direkt über Leitungen mit den einzelnen Auftragnehmern 40a-40c in Kontakt
stehen, um die logistische Steuerung der fertigen Produkte, z. B. Druckerzeugnisse,
zu steuern.
[0031] Das Überprüfungsmodul 59 ist in der Regel mit den weiteren Auftragnehmern 45 verbunden.
Diese weiteren Auftragnehmer 45 sind keine Vertragspartner des Betreibers der Steuerungseinheit
50, sondern unabhängige Auftragnehmer 45. Das Überprüfungsmodul 59 versendet an die
unabhängigen weiteren Auftragnehmer 45 ebenfalls die Anfragen 24 zur Durchführung
der Aufträge 20 und erhält von den weiteren Auftragnehmern 45 ebenfalls Angebote 26
mit Leistungsattributen, die an die Steuerungseinheit 50 zur Überprüfung weitergeleitet
werden. Das Überprüfungsmodul 59 dient als weitere Möglichkeit zur Durchführung von
Aufträgen 20.
[0032] Ein weiteres Verwendungsbeispiel für das System ist der Einkauf von Produkten. Ein
Käufer (Auftraggeber) kann die Produktattribute des gesuchten Produktes im System
eingeben und Verkäufer (Auftragnehmer) können durch Abgabe der entsprechenden Leistungsattribute
Angebote abgeben. Das Überprüfungsmodul 59 vergleicht die Produktattribute mit den
Leistungsattributen und wählt einen Verkäufer aus. Das System ermöglicht somit eine
effiziente Ausnutzung von Lagerraum, da der Verkäufer somit seine Vorräte besser steuert.
Der Verkäufer kann ebenfalls den eigenen Einkauf besser steuern, wenn er die künftigen
Aufträge von Käufern besser kennt. Er spart dadurch Raum, Transportkosten und Material.
[0033] Fig. 2 zeigt ein Flussdiagramm über die Durchführung der Aufträge 20. In einem ersten
Schritt 210 erhält die Steuerungseinheit 50 über das Annahmemodul 52 die Aufträge
20 mit den Produktattributen von mehreren der Auftraggebern 30a-30c über die ersten
Leitungen 60. Diese Aufträge 20 werden durch Abfrage der Produktdatenbank 55 und Auswahl
der angebotenen Produkte mit Optionen erstellt. Die Abfrage und Auswahl der angebotenen
Produkte stellt eine Datei mit einer Liste der Produktattribute. Bei einem Druckprodukt
sind diese Produktattribute z. B. Produktart, Papiertyp und -gewicht, Papierformat,
Farbgestaltung, usw.. Der Auftraggeber 30a-30c kann auch zusätzlich Produktattribute
eingeben und eine Klassifizierung der Produktattribute als fakultativ bzw. obligatorisch
vornehmen. Der Auftraggeber 30a-30c kann auch die Lieferadresse für die fertigen Produkte
eingeben. In einem Aspekt der Erfindung werden diese Produktattribute durch Ausfüllen
einer Maske an einem Bildschirm ausgewählt. Falls der Auftraggeber 30a-30c es wünscht,
erhält der Auftraggeber einen Richtpreis für den Auftrag 20 durch Abfrage der Datenbank
80.
[0034] Die Steuerungseinheit 50 führt diese erhaltenen Aufträge 20 in Schritt 220 zusammen
und bereitet eine Anfrage 24 vor, die die Steuerungseinheit 50 an mehrere mögliche
Auftragnehmer 40a-40c über die zweiten Leitungen 70 in Schritt 230 versendet. In einem
Aspekt prüft die Steuerungseinheit 50 die grundsätzliche Durchführbarkeit der Aufträge
20 durch einen Vergleich von einem oder mehreren der Leistungsattributen in der Datenbank
80 mit den Produktattributen. Die Steuerungseinheit 50 versendet die Aufträge 20 nur
an die Auftragnehmer 40a-40c, welche die obligatorischen Produktattribute erfüllen
können. Diese Prüfung ermöglicht eine effizientere Bearbeitung der Angebote, da nur
eine beschränkte Anzahl von Auftragnehmern 40a-40c die Anfragen 24. Somit werden Computerressourcen
und Datenleitungen gespart.
[0035] In einem anderen Aspekt versendet die Steuerungseinheit 50 die Anfrage 24 nur an
die Auftragnehmer 40a-40c, welche über freie Kapazität in ihrem Maschinenpark verfügen.
Somit ist eine technisch effiziente Ausführung der Aufträge 24 möglich. Ebenfalls
können die Anfragen 24 nur an die Auftragnehmer 40a-40c versandt werden, die Vorräte
in ihrem Lagerraum haben.
[0036] Die Auftragnehmer 40a-40c prüfen die Anfrage 24 auf Durchführbarkeit und, für den
Fall das die Auftragnehmer 40a-40c den Auftrag 20 grundsätzlich durchführen können,
versenden im Schritt 240 die Auftraggeber 40a-40c ein Angebot 26 über die zweiten
Leitungen 70 an das Angebotsmodul 56.
[0037] Die Auftragnehmer 40a-40c sind grundsätzlich in ihrer Entscheidung frei, ob sie das
Angebot 26 abgeben oder nicht. Einige der Auftraggeber 40a-40c könnten z. B. mit anderen
Aufträgen so ausgelastet sein, dass sie zum betreffenden Zeitpunkt nicht in der Lage
sind, den zusätzlichen Auftrag 20 durchzuführen. Ebenfalls könnten einige der Auftraggeber
40a-40c auf Grund von technischen Gegebenheiten oder logistischen Problemen den Auftrag
20 zum betreffenden Zeitpunkt nicht durchführen können. Es ist allerdings möglich,
dass der Auftragnehmer 40a-40c nach Überprüfung der Anfrage 24 nicht sämtliche Produktattribute
28 erfüllt, jedoch kann der Auftragnehmer 40a-40c nichtsdestotrotz ein Angebot 26
abgeben. Ein Beispiel für ein nicht realisierbares Produktattribut 28 wäre die Einhaltung
von Fristen oder Terminen zur Abgabe der fertigen Produkte aus dem Angebot 26. In
diesem Fall gibt der Auftragnehmer 40a-40c das Angebot 26 mit Einschränkungen ab.
[0038] Im Schritt 250 werden die Angebote 26 vom Angebotsmodul 56 an die Auswahleinheit
58 weitergeleitet und evaluiert. Die Auswahleinheit 58 evaluiert die erhaltenen Angebote
26 durch Vergleich der obligatorischen Produktattributen und der fakultativen Produktattribute
mit dem Angebot 26 und wählt das Angebot 26 aus, welches die Produktattribute 28 am
besten erfüllt. Hierbei kann die Auswahleinheit 58 auf zusätzliche Kriterien zugreifen,
welche die Steuerung der Aufträge nach wirtschaftlichen und technischen Gegebenheiten
fordern. Solche Kriterien sind u. a. die Auslastung des Maschinenparks und des Lagerraums,
die bisherige Erfahrung mit dem Auftragnehmer 40a-40c, die Nähe zum Auftraggeber 30a-30c
oder Auslieferungsort. Der Vergleich kann auch "schrittweise" erfolgen. In einem ersten
Schritt werden nur einige der Produktattribute mit den entsprechenden Leistungsattributen
verglichen. In folgenden Schritten werden dann weitere Produktattribute mit den entsprechenden
Leistungsattributen verglichen. Dieser schrittweise Vergleich ermöglicht eine effiziente
Auswahl des Auftragnehmers 40a-40c.
[0039] Grundsätzlich ist die Auswahleinheit 58 derart gestaltet, dass die Auswahleinheit
58 den Auftragnehmer 40a-40c im Schritt 260 unmittelbar selbst nach dem Vergleich
der Leistungsattribute mit den Produktattributen beauftragt. In einigen Fällen muss
die Auswahleinheit 58 Rücksprache mit dem Auftraggeber 30a-30c führen, um das bestmögliche
Angebot 26 auszuwählen. Eine derartige Rücksprache bei den Auftraggebern 30a-30c kommt
z. B. in Frage, wenn einer der Auftragnehmer 40a-40c zwar nicht in der Lage ist einen
Termin einzuhalten, aber einen günstigen Preis für die Durchführung der Aufträge 20
anbietet. Zum Teil sind solche "Ermessensentscheidungen" durch Programmierung der
Kriterien für die Auswahl der Auftragnehmer 40a-40c berücksichtigt.
[0040] Die Auswahleinheit 58 kann ebenfalls im Evaluierungsschritt 250 Angebote über das
Überprüfüngsmodul 59 der weiteren Auftragnehmer 40d mitberücksichtigen.
[0041] Durch die Zusammenführung der Aufträge 20 im Zusammenführungsschritt 220 kann die
Steuerungseinheit 50 in der Regel gute Konditionen und Preise sowie eine optimale
Auslastung des Maschinenparks von den Auftragnehmern 40a-40c erzielen, da die Steuerungseinheit
50 eine größere Menge von Aufträgen 20 bearbeitet und an den Auftragnehmer 40a-40c
weitergibt. Die Zusammenführung ermöglicht eine bessere Ausnutzung von Ressourcen
bei den Auftragnehmern 40a-40c. Die Steuerungseinheit 50, und insbesondere die Auswahleinheit
58, muss nicht unbedingt den besten Preis bei der Auswahl von Auftragnehmern 40a-40c
für die Durchführung der Aufträge 20 berücksichtigen. Die Auswahleinheit 58 kann z.B.
auch Transportkosten und Umweltbedingungen, sowohl Auslastung und Zuverlässigkeit
ebenfalls in Erwägung ziehen. Zum Beispiel kann die Auswahleinheit 58 die Aufträge
20 über mehrere Auftragnehmer 40a-40c verteilen, um eine bessere Auslastung der Auftragnehmer
40a-40c hervorzurufen. Es ist ebenfalls möglich, regionale Aufträge 20 an einen der
Auftraggeber 40a-40c vor Ort zu vergeben, um die Transportkosten der fertigen Produkte
auf einem Minimum zu halten. Hiermit kann das Logistikzentrum 90 die Koordination
der weiteren Verteilung der Aufträge 20 steuern.
[0042] In einem Beispiel kann die Steuerungseinheit 50 die Aufträge 20 so verteilen, dass
ein Teil der Aufträge 20 bei einem der Auftraggeber 40a-40c durchgeführt werden und
ein anderer Teil der Aufträge 20 bei einem anderen der Auftraggeber 40a-40c durchgeführt
werden. Die Zusammenführung der fertigen Produkte übernimmt das Logistikzentrum 90.
[0043] Auf Grund der großen Anzahl von Aufträgen 20 von mehreren Auftraggebern 30a-30c hat
die Steuerungseinheit 50 die Möglichkeit bessere Konditionen auch bei dem Einkauf
des notwendigen Rohmaterials zu bekommen. Für den Fall der oben erwähnten Druckerzeugnisse
kann die Steuerungseinheit 50 z.B. Papier oder Tinte in größeren Mengen einkaufen
und dieses Papier bei der Durchführung der Aufträgen 20 zur Verfügung stellen. In
einem derartigen Fall wird der Auftragnehmer 40a-40c (Druckerei) entweder ein Papierlager
in der Druckerei haben oder der Auftragnehmer 40a-40c bekommt bei der Durchführung
des Auftrags 20 das Papier geliefert.
[0044] Fig. 3 zeigt das Beispiel der Durchführung von Druckaufträgen 320 nach Auftragsvergabe
und Fig. 4 zeigt den entsprechenden Vorgang als Flussdiagramm. In dem vorliegenden
Fall hat einer der Auftragnehmer 40a-40c den Druckauftrag 20 im Schritt 410 erhalten.
Diese Druckerei ist in Fig. 3 mit der Referenznummer 340 bezeichnet. Die Druckerei
340 erhält den Druckauftrag 320 über die zweiten Leitungen 70 und soll den Druckauftrag
320 ausführen. Der Druckauftrag 320 ist in einem druckbaren PDF Format. Dieses Format
ist verwendet, da es ein komprimiertes Format ist, welche die zweiten Leitungen 70
am wenigsten belegt. Andere Formate z.B. JPEG oder GIF sind möglich. Die Druckerei
340 kann den Auftrag 320 unmittelbar bearbeiten und die fertigen Produkte (hier: Druckerzeugnisse
350) unmittelbar herstellen. In der Regel allerdings bereitet die Druckerei 340 den
Druckauftrag 320 im Schritt 420 auf und verschickt im Schritt 430 ein Muster oder
eine Druckfahne 335 an die Steuerungseinheit 50 zurück über die zweiten Leitungen
70. Die Druckfahne 335 ist in einem druckbaren PDF-Format versandt. Selbstverständlich
sind andere Formate möglich.
[0045] Die Steuerungseinheit 50 kann im Schritt 440 in einem Vergleichsmodul 360 das Muster
335 mit dem Druckauftrag vom Auftraggeber 30a-30c vergleichen und eine endgültige
Freigabe 338 im Schritt 450 erteilen. Diese Freigabe 338 kann entweder automatisch
durch Abgleich des Musters 335 mit dem gespeicherten Druckauftrag 320 erfolgen, oder
die Steuerungseinheit 50 kann das Muster 335 an den Auftraggeber 30a-30c weiterreichen,
um eine Entscheidung herbeizuführen.
[0046] Nach Vergleich des Musters 335 mit dem Druckauftrag 320 erfolgt ein sogenannter Preflight-Check.
Dabei werden die von dem Auftraggeber 30a-30c hochgeladenen Druckdaten auf Kompatibilität
mit der Druckerei 340 gesondert geprüft und ggf. ein Fehlerprotokoll erstellt. Dieser
Preflight-Check erlaubt dem Auftraggeber 30a-30c eine Änderung in dem die endgültige
Freigabe 338 über die zweiten Leitungen 70 an die Druckerei 340, die den Druckauftrag
320 durchführt und die fertigen Produkte 350 herstellt. Wie oben erwähnt, kann das
Logistikzentrum 90 die weitere logistische Verteilung der fertigen Produkte 350 übernehmen.
Es ist ebenfalls möglich, dass der Auftraggeber 30a-30c die Druckerzeugnisse 350 von
der Druckerei 340 unmittelbar abholt oder abholen lässt.
Bezugszeichen
[0047]
- 10
- System
- 20
- Auftrag
- 22
- Produkt
- 23
- Muster
- 24
- Anfrage
- 26
- Angebot
- 28
- Leistungsattribute
- 30
- Auftraggeber
- 40
- Auftragnehmer
- 45
- Weiterer Auftragnehmer
- 50
- Steuerungseinheit
- 52
- Annahmemodul
- 53
- Zahlungsverwaltungsmodul
- 54
- Anfragemodul
- 55
- Produktdatenbank
- 56
- Angebotsmodul
- 57
- Vergleichsmodul
- 58
- Auswahleinheit
- 59
- Überprüfungsmodul
- 60
- Erste Leitungen
- 70
- Zweite Leitungen
- 80
- Datenbank
- 82
- Daten
- 90
- Logistikzentrum
- 320
- Druckauftrag
- 335
- Druckfahne / Muster
- 338
- Freigabe
- 340
- Druckerei
- 350
- Druckerzeugnisse
1. System (10) zur Durchführung und Vergabe von Aufträgen (20) mit
- einer Mehrzahl von Auftraggebern (30a-c);
- einer Mehrzahl von Auftragnehmern (40a-c);
- einer Steuerungseinheit (50), welche über erste Leitungen (60) mit der Mehrzahl
von Auftraggebern (30a-c) und über zweite Leitungen (70) mit der Mehrzahl von Auftragnehmern
(40a-c) verbunden ist, und wobei die Steuerungseinheit (58) umfasst
- ein Annahmemodul (52) zur Annahme von Aufträgen (20) mit einer Mehrzahl von Produktattributen
von der Mehrzahl von Auftraggebern (30a-c);
- ein Anfragemodul (54) zum Versenden der zu den eingegangenen Aufträgen (20) korrespondierenden
Anfragen (24) an mehrere der Vielzahl von Auftragnehmern (40a-c);
- ein Angebotsmodul (56) zur Entgegennahme von Angeboten (26) mit einer Mehrzahl von
Leistungsattributen von einem oder mehreren der Vielzahl von Auftragnehmern (40);
und
- eine Auswahleinheit (58) zur Evaluierung der Angebote (26) und zum Vergleichen der
Produktattribute mit den Leistungsattributen und zum Auswählen des Auftragnehmers
(40a-c) zur Durchführung der eingegangen Aufträge (20) an Hand des Vergleichs der
Produktattribute mit den Leistungsattributen.
2. System nach Anspruch 1, wobei die Auswahleinheit (58) derart angeordnet ist, dass
das Auswählen des Auftragnehmers (40a-c) nach einem oder mehreren Kriterien erfolgt,
die von den Auftraggebern (30a-c) vorgegeben sind.
3. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Steuerungseinheit (50) ein
Überprüfungsmodul (59) zur Überprüfung von weiteren möglichen Auftragnehmern (45a-c)
mit zusätzlichen Leistungsattributen aufweist.
4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, des Weiteren umfassend eine Datenbank
(80) zur Speicherung von Angaben über z.B. die Aufträge, die Anfragen, die Kriterien,
die Produktattribute, die Leistungsattribute und die Angebote sowie die entsprechenden
Auftraggeber (30a-c) und Auftragnehmer (40a-c).
5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Auftragnehmer (40a-c) Druckereien
sind.
6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Vergleichsmodul zum Vergleichen
eines Musters (338) vom beauftragten Auftragnehmer (40a-c) mit dem Auftrag (20).
7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem Zahlungsverwaltungsmodul
(53) zur Überwachung des Geldflusses.
8. Verfahren zur Durchführung von Aufträgen mit folgenden Schritten
- Annahme von Anfragen (24) mit Produktattributen von einer Mehrzahl von Auftraggebern
(30a-c);
- Zusammenführung der Anfragen (24);
- Abfragen der Durchführbarkeit der zusammengeführten Anfragen (24) bei einer Vielzahl
von Auftraggebern (40a-c);
- Erhalten von Angeboten (26) mit Leistungsattributen über die Durchführbarkeit der
zusammengeführten Anfragen (24);
- Evaluierung der erhaltenen Angebote (26) und Vergleichen der Produktattribute mit
den Leistungsattributen; und
- Beauftragen von einem oder mehreren Auftragnehmern (40a-c) mit der Durchführung
der Aufträge.
9. Verfahren nach Anspruch 8, des Weiteren umfassend:
- Erhalten von Kriterien zur Durchführung der Aufträge (20); und
- Verwendung der Kriterien (28) bei der Evaluierung der erhaltenen Angebote (26).
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 9, des Weiteren umfassend
- Zusammenfügen von Produkten (22) von unterschiedlichen der Auftraggeber (30a-c);
und
- gemeinsames Versenden der Produkte (22).
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 10, des Weiteren umfassend das Abfragen von
weiteren Auftragnehmern (45a-c) vor der Beauftragung.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei die Produkte (22) Druckerzeugnisse
sind.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, des Weiteren umfassend das Vergleichen
eines Musters (23) mit dem Auftrag (20) vor der Durchführung der Aufträge (20).
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, des Weiteren umfassend eine Zahlung an
den Auftragnehmer 40a-40c nach Erhalt von eingehenden Zahlungen von den Auftraggebern
30a-30c.
15. Steuerungseinheit (50) zur Steuerung eines Verfahrens zur Durchführung von Aufträgen
(20) mit
- einem Annahmemodul (52) zur Annahme von Aufträgen (20) mit Produktattributen von
der Vielzahl von Auftraggebern (30a-c);
- einem Anfragemodul (54) zum Versenden von Anfragen (24) die mit den eingegangenen
Aufträgen (20) korrespondieren an mehrere der Vielzahl von Auftragnehmern (40a-c);
- einem Angebotsmodul (56) zur Entgegennahme von Angeboten (26) mit Leistungsattributen
von einem oder mehreren der Vielzahl von Auftragnehmern (40); und
- einer Auswahleinheit (58) zur Evaluierung der Angebote (26) und zum Auswählen des
Auftragnehmers (40a-c) zur Durchführung der eingegangen Aufträge (20).
16. Steuerungseinheit nach Anspruch 15, des Weiteren umfassend eine Schnittstelle zur
Eingabe von Aufträgen.
17. Steuerungseinheit nach Anspruch 15 oder 16, des Weiteren umfassend ein Vergleichsmodul
zum Vergleichen eines Musters (23) mit dem Auftrag (20) vor Durchführung der Aufträge
(20).
18. Computerprogrammprodukt zur Durchführung und Vergabe von Aufträgen (20) mit
- einem ersten Modul zur Annahme von Anfragen (24) mit Produktattributen von einer
Vielzahl von Auftraggebern (30a-c);
- einem zweiten Modul zur Zusammenführung der Anfragen (24);
- Abfragen der Durchführbarkeit der zusammengeführten Anfragen (24) bei einer Vielzahl
von Auftraggebern (40a-c);
- einem dritten Modul zum Erhalten von Angeboten (26) mit Leistungsattributen über
die Durchführbarkeit der zusammengeführten Anfragen (24);
- einem vierten Modul zur Evaluierung der erhaltenen Angebote (26) durch Vergleich
der Leistungsattribute mit den Produktattributen; und
- einem fünften Modul zur Beauftragung von einem oder mehreren Auftragnehmern (40a-c)
mit der Durchführung der Aufträge.