[0001] Die Erfindung betrifft einen verriegelbaren Drucktaster, insbesondere Not-Aus-Taster,
zur Steuerung eines Schaltgerätes/Aktors.
[0002] Der Drucktaster umfasst einen Schaft und ein bewegliches Betätigungselement, das
beweglich am Schaft befestigt ist. Der Drucktaster wird üblicherweise mittels des
Schafts auf einem vorzugsweise ebenen Halter befestigt. Der Schaft ist meist so ausgeführt,
dass er zumindest teilweise durch eine Öffnung des Halters geschoben und mit dem Halter
befestigt werden kann. Das Betätigungselement kann entlang einer zum Halter senkrechten
Hauptachse gleiten, um eine Ausgangsstellung und eine gedrückte Stellung einzunehmen.
Das Betätigungselement nimmt durch eine Betätigung (Drücken) ihrer Betätigungselementoberseite
eine gedrückte Stellung ein. Das Betätigungselement wird nach dem Betätigen in der
gedrückten Stellung gehalten. Um das Betätigungselement wieder in die Ausgangsstellung
zu bewegen, muss ein erneutes manuelles Betätigen des Betätigungselementes, und zwar
direkt oder mit einem Schlüssel, erfolgen. Der Drucktaster wird hierbei üblicherweise
durch eine Dreh- oder Zugentriegelung des Betätigungselements wieder in seine Normalstellung
zurückgeführt.
[0003] Ein derartiger Drucktaster, insbesondere Not-Aus-Taster, wird üblicherweise an sogenannte
elektromechanische Befehls- und Meldegeräte angeschlossen, welche zwischen Mensch
und Maschine sowohl einen Informationsaustausch, wie auch eine manuelle Befehlseingabe
zur Steuerung der technischen Vorgänge ermöglichen. Über das Befehls- und Meldegerät
kann folglich eine Maschine, insbesondere eine sicherheitskritische Anwendung, aktiviert
bzw. deaktiviert werden. Das Aktivieren bzw. Deaktivieren der sicherheitskritischen
Anwendung kann somit über den an dem Befehls- und Meldegerät angeschlossenen Drucktaster
erfolgen. Ein derartiger Drucktaster (Not-Aus-Taster) ist insbesondere für Gefahrenfälle
gedacht, er kann aber auch dazu vorgesehen sein, einen durch das Befehls- und Meldegerät
zu überwachenden Aktor beispielsweise für einen Wartungsfall zu deaktivieren. Hierfür
wird der Drucktaster betätigt und über ein Zubehörteil, ein sogenanntes "Pad-Lock"
derart verriegelt, dass das Betätigungselement des Drucktasters nicht entriegelt werden
kann. Der zu überwachende Aktor kann folglich im verriegelten Zustand des Drucktasters
nicht aktiviert werden. Üblicherweise wird ein derartiges Zubehörteil (Pad-Lock) durch
ein oder mehrere Vorhängeschlösser verriegelt.
[0004] Ein zu wartender Aktor kann folglich durch Betätigen eines Drucktasters deaktiviert
werden. Das Wartungspersonal kann über das Zubehörteil den Drucktaster verriegeln,
so dass das betätigte Betätigungselement des Drucktasters nicht in den Ursprungszustand
(herausgefahrene Stellung) zurückbewegt werden kann. Das Verriegeln erfolgt üblicherweise
mit einem Vorhängeschloss. Der Drucktaster kann folglich lediglich durch den Besitzer
des Vorhängeschlosses wieder in den Ursprungszustand bewegt werden, so dass der aktive
Zustand des Aktors herbeigeführt wird. Auf diese Weise wird vermieden, dass ein unerwünschtes
versehentliches Aktivieren des Aktors durch ein Zurückführen des Betätigungselementes
des Drucktasters von einer weiteren Person erfolgt.
[0005] Es ist somit wünschenswert, einen Drucktaster, insbesondere einen Not-Aus-Taster,
derart verriegeln zu können, so dass eine gedrückte Stellung des Betätigungselements
nicht ungewollt in die Ausgangsstellung zurückgebracht werden kann.
[0006] Aus
EP 1 542 251 A1 ist ein Drucktaster mit einem Schaft und einem Betätigungselement bekannt, welcher
über ein Verriegelungszubehör das Betätigungselement in seiner gedrückten Stellung
verriegeln kann.
[0007] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen alternativen verriegelbaren
Drucktaster bereitzustellen, bei welchem das Betätigungselement in der gedrückten
Stellung verriegelt werden kann.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen verriegelbaren Drucktaster gemäß Anspruch 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis
13 angegeben.
[0009] Der erfindungsgemäße verriegelbare Drucktaster, insbesondere Not-Aus-Taster, umfasst
einen Schaft und ein bewegliches Betätigungselement, das beweglich am Schaft befestigt
ist. Das Betätigungselement kann hierbei entlang einer Hauptachse (X) gleiten, um
eine Ausgangsstellung und eine gedrückte Stellung einzunehmen. Die Ausgangsstellung
und die gedrückte Stellung spiegeln hierbei vorzugsweise zwei unterschiedliche Schaltstellungen
des Drucktasters wieder. Durch Betätigen des Drucktasters auf einer hierfür vorgesehenen
Betätigungselementoberseite des Betätigungselements kann folglich die gedrückte Stellung
herbeigeführt werden und somit vorzugsweise ein Signal ausgegeben werden. Die Betätigungselementoberseite
ist eine vom Schaft abgewandte Seite des Betätigungselements. Die Fläche der Betätigungselementoberseite
steht vorzugsweise im Wesentlichen orthogonal zur Hauptachse (X).
[0010] Der Drucktaster wird vorzugsweise über den Schaft befestigt.
[0011] Zur Verriegelung des Betätigungselementes in der gedrückten Stellung umfasst der
Drucktaster ferner ein Verriegelungszubehör. Mit diesem Verriegelungszubehör kann
durch Anbringen eines Vorhängeschlosses das Betätigungselement in der gedrückten Stellung
verriegelt werden. Das Verriegelungszubehör umfasst eine Hülse und eine Krone. Die
Krone hat mindestens eine Öffnung zur Durchführung eines Vorhängeschlosses. Die Öffnung
ist vorzugsweise am oberen Rand der Krone (der von der Hülsenunterseite abgewandten
Seite der Krone) angeordnet.
[0012] Die Hülse weist im montierten Zustand des Drucktasters eine zum Schaft gerichtete
Hülseninnenseite und eine vom Schaft abgewandte Hülsenaußenseite auf. Die Krone weist
hierbei erfindungsgemäß im montierten Zustand eine zum Betätigungselement gerichtete
Kroneninnenseite und eine vom Betätigungselement abgewandte und zumindest teilweise
zur Hülseninnenseite gerichtete Kronenaußenseite auf. Ferner ist die Krone über die
Hülseninnenseite an der Hülse befestigt. Die Krone ist hierbei begrenzt durch Anschlagelemente
zwischen einer unteren inaktiven Stellung und einer oberen aktiven Stellung verschiebbar,
und zwar so, dass in der unteren Stellung die Betätigungselementoberseite über die
Krone herausragt und in der oberen Stellung die mindestens eine Öffnung oberhalb eines
Teils der Betätigungselementoberseite angeordnet ist.
[0013] Das Betätigungselement ragt vorzugsweise sowohl in der Ausgangsstellung als auch
in der gedrückten Stellung zumindest mit der Betätigungselementoberseite über die
sich in der untere inaktiven Stellung befindenden Krone heraus. Auf diese Weise kann
ein ungehindertes Betätigen des Betätigungselementes gewährleistet werden. In der
oberen Stellung der Krone ist die Öffnung vorzugsweise lediglich in der gedrückten
Stellung des Betätigungselementes oberhalb eines Teils der Betätigungselementoberseite
angeordnet. Die Öffnung der Krone ist in der oberen Stellung der Krone und in der
gedrückten Stellung des Betätigungselementes derart oberhalb eines Teils der Betätigungselementoberseite
angeordnet, dass ein Vorhängeschloss durch die Öffnung der Krone geführt werden kann.
Hierbei ist die Krone und insbesondere deren Öffnung derart gegenüber dem Betätigungselement
positioniert und dimensioniert, dass ein Bewegen/Entriegeln des Betätigungselements
in die Ausgangsstellung durch das angebrachte Vorhängeschloss unmöglich ist. Erst
nach einem Entfernen des Vorhängeschlosses kann die Krone die untere Stellung einnehmen,
so dass das Betätigungselement wieder in die Ausgangsstellung geführt werden kann.
Die Betätigungselementoberseite dient dem Betätigen des Drucktasters, insbesondere
zum Herbeiführen der gedrückten Stellung, und ist vorzugsweise in Richtung der Hauptachse
X ausgerichtet. Die Öffnung der Krone ist in der oberen Stellung der Krone und der
gedrückten Stellung des Betätigungselementes vorzugsweise derart angeordnet, dass
eine durch das Zentrum der Öffnung geführte und orthogonal zur Hauptachse (X) ausgerichtete
Gerade die Betätigungselementoberseite schneidet oder gar das Betätigungselement nicht
schneidet.
[0014] Durch den erfindungsgemäßen Drucktaster kann somit eine gedrückte Stellung des Betätigungselements
sichergestellt und ein unerwünschtes Entriegeln des Drucktasters verhindert werden.
[0015] Die Krone ist hierbei vorzugsweise derart dimensioniert, dass das Betätigungselement
des Drucktasters innerhalb der Krone bewegt werden kann.
[0016] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Krone an ihrer Oberseite
(die von der Hülsenunterseite abgewandte Seite der Krone) einen nach außen gerichteten
Kragen auf.
[0017] Auf diese Weise kann ein Endanwender die Krone leicht greifen, so dass die Krone
in die obere aktiven Stellung bzw. untere inaktive Stellung bewegt werden kann.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Hülse an
der Hülseninnenseite mindestens ein Führungselement auf, welches mit mindestens einem
Führungselementgegenspieler der Krone derart zusammenwirkt, dass die Krone innerhalb
der Hülse zwischen der oberen und unteren Stellung geführt werden kann.
[0019] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Führungselement
durch eine Vertiefung an der Hülseninnenseite ausgebildet.
[0020] Ein Führungselementgegenspieler der Krone ragt folglich in die Vertiefung der Hülseninnenseite,
so dass die Krone hierüber geführt werden kann.
[0021] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Anschlagelement
der oberen Stellung durch ein Ende der Vertiefung ausgebildet.
[0022] Dadurch, dass ein Ende der Vertiefung vorliegt, wird letztendlich die Führung der
Krone innerhalb der Hülse geblockt, so dass eine weitere Führung verhindert wird.
Es liegt somit ein Anschlagelement vor. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass
die Krone aus der Hülse entnommen werden kann. Das Anschlagelement der unteren Stellung
wird vorzugsweise durch den Boden der Hülse gebildet. Es ist jedoch ebenso denkbar,
dass das Anschlagelement der unteren Stellung beispielsweise wie das Anschlagelement
der oberen Stellung durch ein Ende der Führung ausgebildet ist.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Führungselementgegenspieler
durch eine in die Vertiefung ragende Erhöhung der Kronenaußenseite ausgebildet.
[0024] Ein Teil der Kronenaußenseite (die Erhöhung) ragt somit in die Vertiefung der Hülseninnenseite,
so dass eine gezielte Führung der Krone über die Hülse erfolgt. Die Erhöhung ist vorzugsweise
einstückig mit der Krone ausgebildet.
[0025] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Führungselementgegenspieler
durch einen an der Krone befestigten Stift ausgebildet, wobei der Stift in die Vertiefung
der Hülse ragt.
[0026] Dieser Stift wird vorzugsweise einstückig von der Krone ausgebildet.
[0027] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung erfolgt die Führung
des Führungselementgegenspielers durch das Führungselement nicht linear zur Hauptachse
(X).
[0028] Es erfolgt folglich eine schräge Führung über die Hülseninnenseite, so dass bei einem
Führen der Krone von dem aktiven
[0029] Zustand in den inaktiven Zustand oder umgekehrt die Krone gedreht werden muss. Die
durch die Führung gebildete Gerade weist hierbei vorzugsweise einen minimalen Winkel
gegenüber der Hauptachse auf, welcher > 10° ist.
[0030] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Krone und/oder
die Hülse ein Verrastmittel auf, wobei das Verrastmittel die Krone in der oberen und/oder
unteren Stellung hält.
[0031] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist der Schaft länglich
ausgebildet.
[0032] Mittels des länglichen Schafts kann eine einfache Befestigung des Drucktasters auf
besipielsweise einem Halter erfolgen.
[0033] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Hülse an
ihrer Unterseite eine Hülsenöffnung auf, so dass ein Teil des Schafts durch die Hülsenöffnung
geführt werden kann.
[0034] Zur Befestigung des Drucktasters wird der Schaft durch die Hülsenöffnung der Hülse
und beispielsweise durch eine Öffnung des Halters geführt. Der Schaft hat somit ein
über dem Halter befindliches Oberteil und ein durch eine Öffnung des Halters ragendes
Unterteil. Die Befestigung des Drucktasters entsteht vorzugsweise durch eine Klemmverbindung
zwischen dem Schaftoberteil und dem Halter (über einen Kraftschluss).
[0035] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist im montierten Zustand
des Drucktasters die Hülse mit dem Schaft befestigt ist.
[0036] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Krone im
montierten Zustand eine an das Betätigungselement angepasste Kroneninnenseite auf.
[0037] Im Folgenden werden die Erfindung und Ausgestaltungen der Erfindung anhand der in
den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und erläutert. Dabei
zeigen:
- FIG 1
- Eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Drucktasters,
- FIG 2
- einen Längsschnitt des in FIG 1 abgebildeten Verriegelungszubehörs und
- FIG 3
- einen Längsschnitt des Drucktasters in seinen unterschiedlichen Schaltpositionen.
[0038] FIG 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Längsschnitts eines Drucktasters.
Der Drucktaster umfasst ein Betätigungselement 2, einen festen Schaft 1, eine Hülse
4 und eine Krone 3. Der Drucktaster ist auf einem ebenen Halter 6 montiert. Der Drucktaster
ist wie durch die Hauptachse X visualisiert senkrecht zum ebenen Halter 6 ausgerichtet.
Hierbei ist der Drucktaster durch den festen Schaft 1 und ein nicht abgebildetes Fixierelement
mit dem Halter 6 verbunden. Der Schaft 1 ragt durch den Halter 6 hindurch. Der Schaft
1 kann somit in ein Schaftunterteil 9, welches unterhalb des Halters 6 angeordnet
ist und ein Schaftoberteil 10, welches oberhalb des Halters 6 angeordnet ist, untergliedert
werden.
[0039] Das Betätigungselement 2 ist in Richtung der Hauptachse X über den festen Schaft
1 beweglich gelagert. Das Betätigungselement 2 kann eine Ausgangsstellung und eine
gedrückte Stellung einnehmen. Das Herbeiführen der gedrückten Stellung erfolgt durch
Ausüben einer Druckkraft auf eine Betätigungselementoberseite 19 des Betätigungselementes
2. Die Betätigungselementoberseite 19 ist die vom Halter abgewandte Seite des Betätigungselements
2. In der vorliegenden Abbildung hat das Betätigungselement 2 die gedrückte Stellung
eingenommen. Über den Drucktaster wird bei Herbeiführen der gedrückten Stellung ein
Signal an ein Befehls- und Meldegerät ausgegeben. Hierbei wird üblicherweise ein mit
dem Befehls- und Meldegerät verbundener Aktor deaktiviert, so dass ein sicherer Betriebszustand
des Aktors vorliegt.
[0040] Über die mit der Hülse 4 verbundene Krone 3 kann die gedrückte Stellung des Betätigungselements
2 verriegelt werden. Hierfür muss zunächst die Krone 3 wie abgebildet in die obere
aktive Stellung geführt werden und ein Vorhängeschloss durch eine Öffnung 5 der Krone
3 geführt werden, so dass ein Entriegeln des Betätigungselements 2 in die Ausgangsstellung
verhindert wird. Durch die räumliche Anordnung des durch die Öffnung 5 der Krone 3
geführten Vorhängeschlosses kann ein Zurückführen des Betätigungselements 2 in die
Ausgangsstellung verhindert werden.
[0041] Das Verriegelungszubehör des Drucktasters besteht aus einer Krone 3 und einer Hülse
4. Die Hülse 4 weist an der Hülsenunterseite eine Hülsenöffnung auf. Durch diese Hülsenöffnung
ist das Unterteil 9 des festen Schafts 1 führbar. Folglich ist ein Tel des Schafts
2 durch das Hülsenunterteil und durch den Halter 6 zu führen und auf der Unterseite
des Halters 6 (die von der Hülse 4 abgewandte Seite des Halters 6) durch das Fixierelement
zu befestigen. Hierbei kann beispielsweise das Schaftunterteil 9 ein Gewinde aufweisen.
Das durch die Hülse 4 und dem Halter 6 geführte Unterteil 9 kann somit durch Aufschrauben
einer Mutter mit dem Halter 6 verspannt werden. Hierfür ist beispielsweise das Schaftoberteil
10 größer dimensioniert als die Hülsenöffnung bzw. die Öffnung des Halters 6, so dass
eine Spannung zwischen dem Schaftoberteil 10 und der aufgeschraubten Mutter, deren
Durchmesser größer ist als der Durchmesser der Öffnung des Halters, erzeugt werden
kann. Auf diese Weise kann der Drucktaster sowie die Hülse 4 fixiert werden.
[0042] Die Hülse 4 weist eine zum Schaft 1 gerichtete Hülseninnenseite 11 sowie einer ihr
abgewandten Hülsenaußenseite 12 auf. Die Krone 3 ist teilweise im Inneren der Hülse
4 angeordnet. Hierbei weist die Krone 3 eine zum Betätigungselement 2 gerichtete Kroneninnenseite
13 sowie eine entgegengesetzt ausgerichtete, zur Hülseninnenseite 11 gerichtete Kronenaußenseite
14 auf. Die Krone 3 ist beweglich im Inneren der Hülse 4 gelagert. Die Krone 3 kann
ebenso wie das Betätigungselement 2 eine Bewegung in Richtung der Hauptachse X ausführen.
[0043] Die Führung der Krone 3 erfolgt über ein Führungselement 15 und einen Führungselementgegenspieler
16.
[0044] FIG 2 zeigt einen Längsschnitt des in FIG 1 abgebildeten Verriegelungszubehörs. Das
Verriegelungszubehör umfasst die Hülse 4 und die Krone 3. An der Unterseite 8 der
Hülse 4 weist die Hülse 4 eine Hülsenöffnung 7 auf, so dass das Unterteil des Schafts
durch die Hülse 4, insbesondere durch die Hülsenöffnung 7, gesteckt werden kann. Die
Seitenwände der Hülse 4 bilden eine Hülsenaußenseite 12 und eine nach Innen gerichtete
Hülseninnenseite 11. Innerhalb der Hülse 4 ist die Krone 3 angeordnet hierbei weist
die Krone 3 eine zur Hülse gerichtete Kronenaußenseite 14 und eine nach innen gerichtete
Kroneninnenseite 13 auf. Im oberen Bereich der Krone 3 sind Öffnungen 5 vorhanden,
durch welche ein Vorhängeschloss geführt werden kann. Die Krone 3 weist an ihrem oberen
Rand 18 einen Kragen auf.
[0045] Die Krone 3 kann insbesondere zwei Stellungen einnehmen, nämlich die obere Stellung
und eine untere Stellung. Bei der oberen Stellung wird die Krone 3 soweit wie möglich
aus der Hülse 4 gezogen. Bei der unteren Stellung ist die Krone 3 soweit wie möglich
in der Hülse 4 versenkt. Die obere sowie untere Stellung wird durch Anschlagelemente,
welche zwischen der Krone 3 und der Hülse 4 vorliegen, gebildet. Das Anschlagelement
der unteren Stellung wird hierbei durch den zur Krone 3 gerichteten Bereich der Hülsenunterseite
8 gebildet. Stößt die Unterseite der Krone 3 auf den Innenbereich der Unterseite 8
der Hülse 4, so liegt die untere Stellung der Hülse 4 vor. Bei der oberen Stellung
der Krone 3 ist die Krone 3 soweit wie möglich aus der Hülse 4 herausgezogen.
[0046] Die Führung der Krone 3 wird durch das Führungselement 15 und den Führungselementgegenspieler
16 begrenzt. Dadurch, dass die Hülseninnenseite 11 die Form der Kronenaußenseite 14
nachbildet, liegt eine Führung der Krone 3 über die Hülseninnenseite 11 vor. Die Hülseninnenseite
11 weist jedoch ferner eine Vertiefung auf, welche das Führungselement 15 bildet.
Der Führungselementgegenspieler 16, welcher mit der Krone 3 mechanisch verbunden ist,
ragt in die Vertiefung bzw. das Führungselement 15 der Hülse 4. Die Vertiefung im
Bereich der Hülseninnenseite 11 erstreckt sich über einen in Längsrichtung der Hauptachse
X ausgerichteten Bereich der Hülse 4. In der unteren Stellung der Krone 3 ragt somit
der Führungselementgegenspieler 16 in den unteren Bereich des Führungselements 15
(der Vertiefung an der Hülseninnenseite). Wird nun versucht die Krone 3 aus der Hülse
4 zu ziehen, so wird der Bewegungsspielraum bezüglich der oberen Stellung der Krone
durch die Vertiefung und somit durch das Führungselement 15 der Hülse definiert. Stößt
der Führungselementgegenspieler 16 an der Oberseite 17 des Führungselements 15 an,
so ist die obere Stellung der Krone 3 erreicht. Die Oberseite 17 des Führungselements
15 bildet somit das obere Anschlagelement für die Krone 3. Die Führung der Krone 3
durch das Führungselement 15 der Hülse 4 kann zum einen in Längsrichtung der Hauptachse
X (wie in der Figur 2 abgebildet) aber auch diagonal zur Hauptachse X ausgerichtet
sein, so dass bei einem Bewegen der Krone 3 von der unteren Stellung in die obere
Stellung oder umgekehrt die Krone 3 gedreht werden muss.
[0047] Der Führungselementgegenspieler 16 wird vorzugsweise direkt durch die Krone 3 ausgebildet.
Hierbei ragt ein Teil der Krone 3 in die Vertiefung der Hülse 4. Die Vertiefung der
Hülse 4 bildet somit das Führungselement 15 und das in die Vertiefung ragende Teil
der Krone 3 bildet den Führungselementgegenspieler 16.
[0048] FIG 3 zeigt einen Längsschnitt des Drucktasters in seinen unterschiedlichen Schaltpositionen.
In FIG 3a, 3B und 3C ist jeweils ein verriegelbarer Drucktaster abgebildet. Der verriegelbare
Drucktaster umfasst hierbei ein Betätigungselement 2, einen Schaft 1, eine Hülse 4
und eine Krone 3. Der verriegelbare Drucktaster ist auf einem ebenen Halter 6 fixiert.
[0049] Über ein Führungselement 15 der Hülse 4 sowie einen Führungselementgegenspieler 16
der Krone 3, wie in der FIG 2 dargestellt, wird der maximale Anschlagpunkt der Krone
3 hinsichtlich seiner oberen Stellung definiert. Über die Betätigungselementoberseite
19 kann eine Betätigung des Druchtasters herbeigeführt werden.
[0050] FIG 3A zeigt den Drucktaster in seiner normalen Betriebsposition. Hierbei ist das
Betätigungselement 2 in der Ausgangsstellung und ragt mit seinem Oberteil über den
oberen Rand der Krone 3. Die Krone 3 weist die unter Stellung auf und ist somit soweit
wie möglich in der Hülse 4 versenkt.
[0051] Wird nun das Betätigungselement 2 des Drucktasters über die Betätigungselementoberseite
19 betätigt, so wird das Betätigungselement 2 in Richtung des Halters 6 bewegt. Das
Betätigungselement 2 nimmt letztendlich eine gedrückte Stellung ein und verharrt in
dieser Position. Der Drucktaster gibt ein Signal an ein mit ihm verbundenes Schaltgerät
aus, so dass ein zu steuernder Aktor in einen sicheren Zustand gebracht werden kann.
Hierbei ragt der obere Rand des Betätigungselements 2 in der gedrückten Stellung über
den oberen Rand der Krone 3, welche sich in der unteren Stellung befindet. Diese Schaltposition
ist in der FIG 3B abgebildet.
[0052] Um nun die Ausgangsstellung des Betätigungselements wieder herbeizuführen, müsste
das Betätigungselement 2 wieder zurück in die Ausgangsstellung gebracht werden. Dies
erfolgt üblicherweise durch eine Drehbewegung des Betätigungselementes 2, so dass
sich das Betätigungselement 2 wieder von dem Halter 6 entfernt und die Ausgangsstellung
einnimmt. Der angeschlossene Aktor würde folglich den sicheren Betrieb verlassen und
seinen Normalbetrieb einnehmen.
[0053] Um jedoch ein Zurückführen des Betätigungselements 2 in die Ausgangsstellung zu verhindern,
wird die Krone 3 aus der Hülse 4 gezogen. Hierbei wird durch das Führungselement 15
die maximale obere Stellung der Krone 3 definiert. Die Krone 4 verharrt letztendlich
in der oberen aktiven Stillung. In dieser oberen Stellung der Krone 3 ragen die Öffnungen
5 der Krone 3 derart über die Betätigungselementoberseite 19 des sich in der gedrückten
Stellung befindenden Betätigungselements 2, so dass ein Vorhängeschloss angebracht
werden kann. Diese Schaltposition ist durch Fig 3C abgebildet. Durch Anbringen eines
Vorhängeschlosses an der Krone 3 kann letztendlich verhindert werden, dass das Betätigungselement
2 wieder in die Ausgangsstellung gebracht werden kann. Die Öffnungen 5 der Krone sind
somit oberhalb der Betätigungselementoberseite 19 angeordnet.
[0054] Die Krone 3 und/oder die Hülse 4 weisen hierbei Verrastmittel auf, so dass die Krone
3 in der oberen Stellung gehalten wird und nicht automatisch in die untere Stellung
zurückgeführt wird. Auf diese Weise ist ein komfortables Anbringen eines Vorhängeschlosses
möglich, ohne dass die Krone 3 in der oberen Stellung gehalten werden muss.
1. Verriegelbarer Drucktaster, wobei der Drucktaster einen Schaft (1) und ein bewegliches
Betätigungselement (2), das beweglich am Schaft (1) befestigt ist, umfasst, wobei
das Betätigungselement (2) entlang einer Hauptachse (X) gleiten kann, um eine Ausgangsstellung
und eine gedrückte Stellung einzunehmen, wobei das Betätigungselement (2) eine zur
Betätigung des Drucktasters vorgesehene Betätigungselementoberseite (19) aufweist,
wobei der Drucktaster ferner ein Verriegelungszubehör, zur Verriegelung des Betätigungselementes
(2) in der gedrückten Stellung, umfasst, wobei das Verriegelungszubehör eine Hülse
(4) und eine Krone (3) umfasst, und die Krone (3) mindestens eine Öffnung (5) zur
Durchführung eines Vorhängeschlosses hat, wobei im montierten Zustand des Drucktasters
die Hülse (4) eine zum Schaft (1) gerichtete Hülseninnenseite (11) und eine vom Schaft
(1) abgewandte Hülsenaußenseite (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Krone (3) im montierten Zustand eine zum Betätigungselement (2) gerichtete Kroneninnenseite
(13) und eine vom Betätigungselement (2) abgewandte und zumindest teilweise zur Hülseninnenseite
(11) gerichtete Kronenaußenseite (14) aufweist, wobei die Krone (3) über die Hülseninnenseite
(11) an der Hülse (4) befestigt ist und begrenzt durch Anschlagelemente zwischen einer
unteren inaktiven Stellung und einer oberen aktiven Stellung verschiebbar ist, und
zwar so, dass in der unteren Stellung die Betätigungselementoberseite (19) über die
Krone (3) herausragt und in der oberen Stellung die mindestens eine Öffnung (5) oberhalb
zumindest eines Teils der Betätigungselementoberseite (19) angeordnet ist.
2. Drucktaster nach Anspruch 1, wobei die Krone (3) an ihrer Oberseite einen nach außen
gerichteten Kragen aufweist.
3. Drucktaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hülse (4) an der Hülseninnenseite
(11) mindestens ein Führungselement (15) aufweist, welches mit mindestens einem Führungselementgegenspieler
(16) der Krone (3) derart zusammenwirkt, dass die Krone (3) innerhalb der Hülse (4)
zwischen der oberen und unteren Stellung geführt werden kann.
4. Drucktaster nach Anspruch 3, wobei das Führungselement (15) durch eine Vertiefung
an der Hülseninnenseite (11) ausgebildet ist.
5. Drucktaster nach Anspruch 4, wobei das Anschlagelement der oberen Stellung durch ein
Enden (17) der Vertiefung ausgebildet ist.
6. Drucktaster nach einem der Ansprüche 4 bis 5, wobei der Führungselementgegenspieler
(16) durch eine in die Vertiefung ragende Erhöhung der Kronenaußenseite (14) ausgebildet
ist.
7. Drucktaster nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei der Führungselementgegenspieler
(16) durch einen an der Krone (3) befestigten Stift ausgebildet ist, wobei der Stift
in die Vertiefung der Hülse (4) ragt.
8. Drucktaster nach einem der Ansprüche 3 bis 7, wobei die Führung des Führungselementgegenspielers
(16) durch das Führungselement (15) nicht linear zur Hauptachse (X) erfolgt.
9. Drucktaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Krone (3) und/oder
die Hülse (4) ein Verrastmittel aufweist, wobei das Verrastmittel die Krone (3) in
der oberen und/oder unteren Stellung hält.
10. Drucktaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Schaft (1) länglich
ausgebildet ist.
11. Drucktaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hülse (4) an ihrer
Unterseite (8) eine Hülsenöffnung (7) aufweist, so dass ein Teil des Schafts (1) durch
die Hülsenöffnung (7) geführt werden kann.
12. Drucktaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei im montierten Zustand des
Drucktasters die Hülse (4) mit dem Schaft (1) befestigt ist.
13. Drucktaster nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Krone (3) im montierten
Zustand eine an das Betätigungselement (2) angepasste Kroneninnenseite (13) aufweist.