[0001] Haushaltgerät mit versenkbarer Bedienknebeleinheit
[0002] Die Erfindung betrifft ein Haushaltgerät, insbesondere einen Backofen, mit wenigstens
einer in einer Bedienblende versenkbaren Bedienknebeleinheit zum Einstellen einer
hinter der Bedienblende angeordneten Steuer- und Regeleinheit der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 genannten Art.
[0003] Aus der
DE 198 32 089 A1 ist ein versenkbarer Bedienknebel für ein Haushaltgerät bereits bekannt. Dabei ragt
ein drehfest mit einer Betätigungswelle verbundener Drehknopf frontseitig aus einer
Öffnung in einer Bedienblende heraus, wobei die Betätigungswelle die Drehbewegung
des Drehknopfes auf ein hinter der Bedienblende gehaltertes axial unverschiebbares
Drehelement einer Schalteinheit überträgt. Zum Ausgleich eines Achsversatzes zwischen
dem Ausschnitt der Bedienblende und dem Drehelement ist der Drehknopf über ein Kardangelenk
mit der Betätigungswelle verbunden. Im Weiteren umfasst das Kardangelenk eine Wellenaufnahme,
in der die Betätigungswelle axial verschiebbar gehaltert ist, um das Versenken des
Drehknopfes in der Bedienblende zu ermöglichen. Nachteilig an einer solchen Ausführung
ist, dass ein solcher Bedienknebel im ausgefahrenen Zustand im Bereich der Durchführung
durch die Bedienblende axiales Spiel aufweist, wodurch der Bediener einen wackligen
Bedienungseindruck vom Drehknopf erhält.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des zitierten Standes
der Technik zu vermeiden und insbesondere ein Haushaltgerät mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit der eingangs näher bezeichneten Art so weiterzubilden, dass der
Drehknopf einer solchen Bedienknebeleinheit im ausgefahrenen Zustand, d.h. in der
Betätigungslage nahezu spielfrei gelagert ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst, wobei in den weiteren Patentansprüchen Merkmale aufgeführt sind, die diese
Lösung in vorteilhafter Weise weiterentwickeln.
[0006] Indem ein Haushaltgerät, insbesondere ein Backofen, mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit zum Einstellen einer hinter einer Bedienblende angeordneten Steuer-
und Regeleinheit mit einem in einer Öffnung der Bedienblende gelagerten Drehknopf,
der über eine Versenkmechanik axial zwischen einer Nulllage, einer als Versenklage
ausgebildeten Zwischenlage und einer Betätigungslage hin- und herbewegbar ist, wobei
in der Betätigungslage eine Lagerfläche des Drehknopfes mit einer Lagerfläche der
Bedienblende in Kontakt steht und die Lagerflächen konisch aufeinander zulaufend ausgebildet
sind, ist vorteilhaft sichergestellt, dass in der Betätigungslage des Drehknopfes
die Radialkräfte mittels der Lagerflächen aufgenommen werden und somit der Drehknopf
nahezu spielfrei und in der Öffnung der Bedienblende zentriert gelagert ist. Zusätzlich
ist in der Betätigungslage des Drehknopfes durch die Zentrierungsfunktion ein gleichmäßiges,
umlaufendes Spaltbild zwischen dem in der Öffnung der Bedienblende gelagerten Drehknopf
und der Bedienblende realisiert.
[0007] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist in der Öffnung der Bedienblende
ein Einfassring gelagert, der eine kegelförmig ausgebildete Lagerfläche aufweist,
die in der Betätigungslage mit einer Lagerfläche des Drehknopfes in Kontakt steht.
Vorteilhaft werden auch in dieser Ausführungsform die Radialkräfte durch die konisch
bzw. kegelförmig ausgebildeten Lagerflächen aufgenommen, so dass in der Betätigungslage
der Drehknopf zentriert und nahezu spielfrei gelagert ist. Trotz in der Regel auftretender
Fertigungstoleranzen kann somit ein hin- und herbewegen des Drehknopfes in der Betätigungslage
verhindert werden. Dem Bediener wird somit kein wackliges bzw. schwammiges Bediengefühl
beim Bedienen des Drehknopfes der Bedienknebeleinheit vermittelt.
[0008] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die konisch bzw. kegelförmig
ausgebildete Lagerfläche des Einfassrings in der Betätigungslage des Drehknopfes die
Endanschlagsposition des Drehknopfes bildet. Dadurch wird kein zusätzliches Element
in der Versenkmechanik der Bedienknebeleinheit benötigt und zeitgleich ist eine passgenaue
und nahezu spielfreie Lagerung des Drehknopfes in der Betätigungslage realisierbar.
[0009] In vorteilhafter Weiterbildung der vorgenannten Ausführungsform ist der Drehknopf
der Bedienknebeleinheit auf eine um ihre Längsachse drehbare Wellenanordnung aufsteckbar,
die mit ihrem anderen Ende kraftübertragend an der Steuer- und Regeleinheit angekoppelt
ist, wobei zwischen Drehknopf und Wellenanordnung ein eine kegelförmig ausgebildete
Lagerfläche aufweisendes Ringelement eingeklemmt gelagert ist. Auf diese Weise ist
eine vereinfachte Montage- und Demontagemöglichkeit des Drehknopfes erreichbar. Über
die Ankoppelung der Steuer- und Regeleinheit an die Wellenanordnung kann platzsparend
die Kraftübertragung vom Drehknopf auf die Steuer- und Regeleinheit erreicht werden.
[0010] In einer vorteilhaften und zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung umfasst die
Wellenanordnung einen hülsenartigen Halter, der innenliegend zu seiner Längsachse
einen Rotor aufnimmt, der an seinem anderen Ende über ein Rastelement und einer sich
daran anschließenden Kupplung kraftübertragend in einer hülsenartig ausgebildeten
Lagervorrichtung gelagert ist. Durch diese konstruktive Ausführungsform ist auf einfache
Art und Weise eine Versenkmechanik in der Bedienknebeleinheit realisierbar, so dass
der Drehknopf axial zwischen einer Nulllage, einer als Versenklage ausgebildeten Zwischenlage
und einer Betätigungslage hin- und herbewegbar ist.
[0011] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Wellenanordnung
ein zwischen dem Rotor und dem Rastelement gelagertes Federelement zur automatischen
Überführung des Drehknopfes von der Nulllage in die Versenklage und von der Nulllage
in die Betätigungslage aufweist. Durch den Anpressdruck des Federelementes können
vorteilhaft in der Betätigungslage des Drehknopfes dort wirkende Kraftmomente aufgenommen
werden, so dass die zentrierte und nahezu spielfreie Lagerung des Drehknopfes in der
Betätigungslage auch bei einer erhöhten Krafteinwirkung durch den Bediener erhalten
bleibt.
[0012] Im einfachsten Fall ist der Drehknopf mittels einer Schnappverbindung lösbar mit
dem Halter verbunden, so dass eine einfache Montage- und Demontagemöglichkeit des
Drehknopfes von der Wellenanordnung ermöglicht ist.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Außendurchmesser des Ringelementes
größer als der des Drehknopfes ausgebildet und das Ringelement weist eine kegelförmig
ausgebildete Lagerfläche auf, die in der Betätigungslage des Drehknopfes mit der Lagerfläche
der Bedienblende in Kontakt steht. Durch die kegelförmig ausgebildete Lagerfläche
und den vergrößerten Außendurchmesser ist eine automatische Zentrierung des Drehknopfes
an der korrespondierenden Lagerstelle der Bedienblende realisierbar, wenn der Drehknopf
von der Versenklage in die Betätigungslage überführt wird.
[0014] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung sind der Drehknopf, der Halter und das
Ringelement aus einem Teil, vorzugsweise als ein Kunststoffspritzgussteil ausgebildet.
Insbesondere ist mittels dieser alternativen Ausführungsform eine Kosteneinsparung
beim Herstellungsverfahren realisierbar.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die die Wellenanordnung lagernde
Lagervorrichtung mittels eines Bajonettverschlusses an der Bedienblende fixiert. Dadurch
ist vorteilhaft eine lösbare Verbindung der Lagervorrichtung an der Bedienblende erreichbar,
die gleichzeitig einen festen Sitz in der Öffnung der Bedienblende realisiert.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand weiterer Unteransprüche und
werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine Frontansicht eines Haushaltgeräts mit einer erfindungsgemäßen versenkbaren Bedienknebeleinheit,
- Figur 2
- das Haushaltgerät aus Fig. 1 in teilweiser Explosionsdarstellung im Bereich der Bedienblende
mit Blickrichtung auf die Rückseite der Bedienblende,
- Figur 3
- die versenkbare Bedienknebeleinheit des Haushaltgerätes aus Fig. 1 in einer teilweisen
Explosionsdarstellung in nahezu seitlicher Ansicht,
- Figur 4
- einen ersten Vertikalschnitt des Haushaltgeräts aus Fig. 1, mit dem Drehknopf der
Bedienknebeleinheit in der Versenklage,
- Figur 5
- der in Fig. 4 dargestellter Ausschnitt C in vergrößerter Darstellung,
- Figur 6
- wie Figur 3, mit dem Drehknopf der Bedienknebeleineheit in der Nulllage,
- Figur 7
- wie Figur 6, mit dem Drehknopf der Bedienknebeleinheit in der Betätigungslage,
- Figur 8
- der in Fig. 6 dargestellte Ausschnitt D in vergrößerter Darstellung,
[0017] Figur 1 zeigt ein als Backofen 1 ausgebildetes Haushaltgerät 2 mit einem durch eine
einen Griff 3 aufweisende Tür 4 verschließbaren, nicht dargestellten Garraum und einer
oberhalb des Garraums angeordneten Bedienblende 5 in schematischer Darstellungsweise.
Die Bedienblende 5 weist ein Anzeigeelement 6 und zwei Bedienelemente 7 auf. In dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Bedienelemente 7 als erfindungsgemäße versenkbare
Bedienknebeleinheiten 8 ausgebildet, die anhand der weiteren Figuren nachfolgend näher
erläutert werden.
[0018] Figur 2 zeigt die Bedienblende 5 des Haushaltgeräts 2 aus Figur 1 in einer seitlichen
Explosionsdarstellung. Die Bedienblende 5 weist neben einer für den Benutzer von vorne
erkennbaren Deckplatte 9 auch eine hinter der Deckplatte 9, also im Inneren des Haushaltgeräts
2, angeordnete und mit der Deckplatte 9 verbundene Trägerplatte 10 auf. In der Deckplatte
9 wie auch in der sich daran anschließenden Trägerplatte 10 sind korrespondierende
Öffnungen 11 zur Aufnahme einer Bedienknebeleinheit 8 vorhanden. Beispielhaft ist
in Figur 2 die Lagerung einer Bedienknebeleinheit 8 in einer solchen Öffnung 11 dargestellt.
Die Anordnung mehrerer Bedienknebeleinheiten 8 liegt im Rahmen der Erfindung. Die
Trägerplatte 10 weist eine Aufnahme 12 auf, an der mittels eines Bajonettverschlusses
13 eine hülsenartige Lagervorrichtung 14 sicher und fest fixiert ist. Andere dem Fachmann
bekannte Fixierungsmöglichkeiten liegen im Rahmen der Erfindung. Die hülsenartige
Lagervorrichtung 14 ist eingerichtet eine noch näher darzustellende Wellenanordnung
15 aufzunehmen an der sich ein Ringelement 16 und ein Drehknopf 17 anschließen, die
zusammen die Bedienknebeleinheit 8 bilden. In der Öffnung 11 der Bedienblende 5 ist
ein Einfassring 18 drehfest gelagert, der eine noch näher darzustellende konisch bzw.
kegelförmig zulaufende Lagerfläche 19 zur Lagerung des Drehknopfes 17 in der Betätigungslage
aufweist, wenn die Deckplatte 9 und die Trägerplatte 10 auf dem Fachmann bekannte
Weise miteinander montiert sind. Die versenkbare Bedienknebeleinheit 8 wirkt mit einer
Steuer- und Regeleinrichtung 20 auf dem Fachmann bekannte Weise zusammen, die sich
im Ausführungsbeispiel an die hülsenartige Lagervorrichtung 14 anschließt. Denkbar
ist, dass die Steuer- und Regeleinrichtung 20 als Energiesteller, Wahlschalter oder
ein sonstiges dem Fachmann bekanntes Stellorgan ausgebildet ist.
[0019] Figur 3 zeigt die versenkbare Bedienknebeleinheit 8 in einer teilweisen Explosionsdarstellung
in nahezu seitlicher Ansicht. Die bereits in Figur 2 dargestellte hülsenartige Lagervorrichtung
14 dient zur Aufnahme der Wellenanordnung 15, die translatorisch und rotatorisch in
der Lagervorrichtung 14 bewegbar ist und auf dem Fachmann bekannte Weise die Versenkmechanik
der Bedienknebeleinheit 8 bildet. Die Wellenanordnung 15 umfasst eine Rastung 21 mit
einer hier nicht im Detail dargestellten Kupplung 22, die die Wirkverbindung zur Steuer-
und Regeleinrichtung 20 herstellt. Anderen Endes nimmt der Halter 25 einen Rotor 23
auf. Der Rotor 23 wird von der Rastung 21 bewegt und in der Versenklage des Drehknopfes
17 von diesem gehalten. Das Federelement 24 wird über das hülsenartige Ende der Rastung
21 gesteckt und umgibt diese. Auf dem Halter 25 lösbar aufsteckbar ist ein Drehknopf
17, wobei zwischen dem Halter 25 und dem Drehknopf 17 ein Ringelement 16 eingeklemmt
gelagert ist, das eine sich konisch verjüngende bzw. kegelförmig ausgebildete Lagerfläche
26 aufweist. Denkbar ist, dass der Drehknopf 17, das Ringelement 16 und der Halter
25 einstückig ausgebildet sind, vorzugsweise aus einem Kunststoffspritzgussteil. Im
Weiteren zeigt Figur 3 den bereits in Figur 2 dargestellten und in der Öffnung 11
der Deckplatte 9 der Bedienblende 5 gelagerten Einfassring 18, der eine zum Ringelement
16 sich entgegengesetzt konisch erweiternde Lagerfläche 19 aufweist. Im ausgefahrenen
Zustand des Drehknopfes 17, d.h. in dessen Betätigungslage, wird die Lagerfläche 26
des Ringelementes 16 mittels der Anpresskraft des Federelementes 24 an die korrespondierende
Lagerfläche 19 des Einfassrings 18 gepresst, so dass in der Betätigungslage des Drehknopfes
17 mittels dieser Lagerung dort auftretende Radialkräfte aufgenommen werden können.
Im Weiteren kann durch die konische bzw. kegelförmige Ausbildung der Lagerflächen
19, 26 eine automatische Zentrierung des Drehknopfes 17 in der in Figur 2 dargestellten
Öffnung der Bedienblende in dessen Betätigungslage erreicht werden. Zusätzlich wirkt
die Lagerfläche 19 des in der Bedienblende angeordneten Einfassringes 18 als Endanschlagsposition
für den dort gelagerten Drehknopf 17, so dass die Anordnung zusätzlicher Anschlagselemente
nicht erforderlich ist. Insbesondere die Anordnung der Lagerflächen 19, 26 direkt
im Bereich der Durchgangsöffnung der Bedienblende ermöglicht eine feste und nahezu
spielfreie Lagerung des Drehknopfes 17 in dessen Betätigungslage. Der Bediener erfährt
somit beim Betätigen des Drehknopfes 17 kein wackliges bzw. schwammiges Bediengefühl.
[0020] Figur 4 zeigt die in der Bedienblende 5 montierte Bedienknebeleinheit 8 mit dem sich
in der Versenklage befindenden Drehknopf 17. Die im vorliegenden Ausführungsbeispiel
mittels eines Bajonettverschlusses 13 an der Trägerplatte 10 der Bedienblende 5 angeordnete
hülsenartige Lagervorrichtung 14 nimmt innenliegend die als Versenkmechanismus diendende
Wellenanordnung 15 auf. In der Versenklage des Drehknopfes 17 wird die Bedienknebeleinheit
8 durch das axial positionierte Rotorelement 23 gehalten, das sich beim Eindrücken
bzw. Loslassen der Frontfläche 27 des Drehknopfes 17 um ca. 45°dreht und sich bei
jedem zweiten Eindrücken bzw. Loslassen der Frontfläche 27 des Drehknopfes 17 mit
an dem Rotorelement 23 angeordneten Flügeln 28 an die sich anschließende Spitze 29
der Rastung 21 einhakt. Gleichzeitig bewegt sich der die Rastung 21 innenliegend aufnehmende
Halter 25 kolbenartig in der hülsenartig ausgebildeten Lagervorrichtung 14. Wie im
Ausschnitt C gezeigt und Figur 5 noch näher dargestellt wird, sind in der Versenklage
des Drehknopfes 17 die konisch bzw. kegelförmig ausgebildeten Lagerflächen 26, 19
des am Halter 25 angeordneten Ringelementes 16 und des in der Trägerplatte 10 gelagerten
Einfassringes 18 nicht mittels der von dem Federelement 24 ausgeübten Anpresskraft
aneinander gepresst. Das der Bedienblende 5 entferntere Ende des Halters 25 stützt
sich in der Versenklage des Drehknopfes 17 gegen die Innenwandung 30 der Lagervorrichtung
14 ab und verhindert dadurch radiale Bewegungen des Drehknopfes 17 in der Öffnung
11 der Bedienblende 5. Während des Eindrückens bzw. Loslassens der Frontfläche 27
des Drehknopfes 17 durch den Bediener führt der Halter 25 um die Längsachse der Rastung
21 eine Drehbewegung aus und überträgt die vom Bediener auf den Drehknopf 17 einwirkenden
Kraftmomente vom Drehknopf 17 über den Halter 25 und einer Kupplung 22 zur damit in
Wirkverbindung stehenden Steuer- und Regeleinrichtung 20. Hier nicht näher dargestellte
an der Rastung 21 angeordnete Rasthaken bilden die axiale Lagerung mit der die Rastung
21 in der Lagervorrichtung 14 gehalten wird. Die Kupplung 22 ist drehfest mit Spiel
in der Lagervorrichtung 14 gelagert und dient als Ausgleich von Winkelfehlern zwischen
der Wellenanordnung 15 des Drehknopfes 17 und der Drehachse der
[0021] Versenkmechanik. Dabei ist die Versenkmechanik derart abgestimmt, dass die in der
Bildebene von Figur 4 rechts angeordnete Frontfläche 27 des Drehknopfes 17 im Wesentlichen
bündig zu der für den Bediener sichtbaren Frontfläche 27 der Deckplatte 9 der Bedienblende
5 verläuft, so dass der gewünschte optische Gesamteindruck der Frontseite des Haushaltgerätes
2 erzielt ist. Vorliegend ist die Frontfläche 27 beispielhaft leicht nach außen gewölbt
ausgebildet.
[0022] Figur 5 zeigt den in Figur 4 dargestellten Ausschnitt C in vergrößerter Darstellung.
Der in der Öffnung 11 der Bedienblende 5 gelagerte Drehknopf 17 befindet sich in der
Versenklage. In der Öffnung 11 der Trägerplatte 10 der Bedienblende 5 ist ein Einfassring
18 gelagert, der eine sich konisch erweiternde Lagerfläche 19 aufweist. Das korrespondierende
Gegenstück bildet die gegenläufig gleichfalls konisch zulaufende Lagerfläche 26 des
zwischen Halter 25 und Drehknopf 17 eingeklemmt gelagerten Ringelementes 16, das in
der Versenklage des Drehknopfes 17 mittels der Versenkmechanik versenkt an der Innenwandung
30 der Lagervorrichtung 14 geführt ist.
[0023] Figur 6 zeigt nun die Bedienknebeleinheit 8 mit dem von der Versenklage in die Nulllage
überführten Drehknopf 17. Mittels der Belastung bzw. des Drückens der Frontfläche
27 des Drehknopfes 17 durch den Bediener wird der Drehknopf 17 der Bedienknebeleinheit
8 mittels der Versenkmechanik und gegen die Federkraft des Federelementes 24 in die
dargestellte Nulllage überführt, die im versenkten Zustand des Drehknopfes 17 der
Bedienknebeleinheit 8 die Endlagenposition bildet.
[0024] In Figur 7 ist nun die Bedienknebeleinheit 8 mit dem Drehknopf 17 in der Betätigungslage
dargestellt. Der grundsätzliche Aufbau der Bedienknebeleinheit 8 ist bereits in Figur
4 dargestellt. Durch Entlastung des sich in der Nulllage befindenden Drehknopfes 17
wird dieser automatisch durch die Kraft des Federelementes 24 in die dargestellte
Betätigungslage überführt. In der Betätigungslage wird die Lagerfläche 26 des Ringelementes
16 gegen die korrespondierende Lagerfläche 19 des Einfassrings 18 gepresst, was im
dargestellten Ausschnitt E in Figur 8 noch näher dargestellt wird. Durch die konisch
ausgebildeten Lagerflächen 19, 26 wird einerseits automatisch die Zentrierung des
Drehknopfes 17 innerhalb der Öffnung 11 des Einfassringes 18 realisiert, wodurch ein
einheitliches Spaltbild des in der Öffnung 11 der Bedienblende 5 gelagerten Drehknopfes
17 erreichbar ist. Andererseits bildet die konisch bzw. kegelförmig zulaufende Lagerfläche
19 des Einfassrings 18 die Endanschlagsposition für den sich in der Betätigungslage
befindenden Drehknopf 17. Dadurch, dass die gleichermaßen konisch bzw. kegelförmig
ausgebildete Lagerfläche 26 des zwischen Halter 25 und Drehknopf 17 eingeklemmten
Ringelementes 16 mittels des Anpressdrucks des Federelementes 24 gegen die konisch
bzw. kegelförmig ausgebildete Lagerfläche 19 des Einfassringes 18 gedrückt wird, können
die am Drehknopf 17 auftretenden Radialkräfte und Kraftmomente aufgenommen werden,
wodurch in der Betätigungslage der Drehknopf 17 nahezu spielfrei gelagert ist. In
der Betätigungslage kann der Bediener in üblicher Weise durch das Drehen des Drehknopfes
17 der Bedienknebeleinheit 8 um die Längsachse der Wellenanordnung 15 vorher definierte
Einstellungen an dem Haushaltgerät 2 vornehmen. Dabei wird das Drehmoment über den
Drehknopf 17 und der Wellenanordnung 15 an den Betätigungszapfen 31 der Steuer- und
Regeleinrichtung 20 übertragen.
[0025] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht dargestellt, jedoch alternativ denkbar
ist, dass die Versenkmechanik der Bedienknebeleinheit 8 ein Drucktasterfunktion umfasst,
wobei dann eine durch das Drehen des Drehknopfes 17 vorgenommene Auswahl eines Haushaltgeräteprogramms,
eines Programmparameters oder dergleichen durch einen leichten manuellen Druck auf
die Frontfläche 27 des Drehknopfes 17 auf an sich bekannte Weise bestätigt und für
den Programmablauf des Haushaltgeräts 2 übernommen wird. Der zuvor beschriebene Druck
zur Bestätigung der Auswahl wird wiederum über den Drehknopf 17, die Wellenanordnung
15 an den Betätigungszapfen 31 der Steuer- und Regeleinrichtung 20 übertragen.
[0026] Sofern keine weiteren Einstellungen an der Bedienknebeleinheit 8 durch Drehen des
Drehknopfes 17 mehr erforderlich sind, kann der Bediener, sofern gewünscht, den Drehknopf
17 wieder in die in Figur 4 dargestellte Versenklage rücküberführen. Hierzu drückt
der Bediener analog zu der Überführung in die Betätigungslage derart gegen die Frontfläche
27 des Drehkopfes 17, dass sich der Drehknopf 17 in der Bildebene von Figur 7 von
links in die Öffnung 11 der Bedienblende 5 hinein bewegt. Der Drehknopf 17 gelangt
dann über die in Figur 6 dargestellte Nulllage erneut in die Versenklage aus Figur
4. In der Ruhelage des Haushaltgerätes 2 ist es einerseits möglich, dass der Drehknopf
17 der Bedienknebeleinheit 8 in die Versenklage überführt wird, andererseits besteht
gleichwohl die Möglichkeit, dass der Drehknopf 8 in der Betätigungslage verbleibt.
[0027] Figur 8 zeigt nunmehr den Ausschnitt E aus Figur 7 in vergrößerter Darstellung. Der
Drehknopf 17 befindet sich in der Betätigungslage. Die konisch zulaufende Lagerfläche
26 des zwischen Halter 25 und Drehknopf 17 eingeklemmt gelagerten Ringelementes 16
wird durch die Anpresskraft des in der Wellenanordnung gelagerten Federelementes 24
gegen die gegenläufig konisch ausgebildete Lagerfläche 19 des in der Trägerplatte
10 der Bedienblende 5 drehfest gelagerten Einfassrings 18 gedrückt. Durch den Anpressdruck
erfolgt eine Zentrierung des Drehknopfes 17, so dass in der Betätigungslage das Spaltbild
zwischen der Öffnung 11 in der Bedienblende 5 und dem Drehknopf 17 gleichmäßig ausgebildet
und eine nahezu spielfreie Lagerung des Drehknopfes 17 in der Öffnung 11 der Bedienblende
5 realisiert ist.
[0028] Es liegt im Rahmen des Könnens des Fachmanns das erläuterte Ausführungsbeispiel in
nicht dargestellter Weise abzuwandeln, um die beschriebenen Effekte zu erreichen,
ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Dies gilt gleichermaßen für die Materialauswahl
für die einzelnen Bauteile. Vorteilhafterweise werden jedoch Kunststoffteile, insbesondere
Kunststoffspritzgussteile, verwendet.
Bezugszeichen:
[0029]
- 1
- Backofen
- 2
- Haushaltgerät
- 3
- Griff
- 4
- Tür
- 5
- Bedienblende
- 6
- Anzeigelement
- 7
- Bedienelement
- 8
- Bedienknebeleinheit
- 9
- Deckplatte
- 10
- Trägerplatte
- 11
- Öffnung
- 12
- Aufnahme
- 13
- Bajonettverschluss
- 14
- Lagervorrichtung
- 15
- Wellenanordnung
- 16
- Ringelement
- 17
- Drehknopf
- 18
- Einfassring
- 19
- Lagerfläche
- 20
- Steuer- und Regeleinrichtung
- 21
- Rastung
- 22
- Kupplung
- 23
- Rotorelement
- 24
- Federelement
- 25
- Halter
- 26
- Lagerfläche
- 27
- Frontfläche
- 28
- Flügel
- 29
- Spitze
- 30
- Innenwandung
- 31
- Betätigungszapfen
1. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) zum Einstellen einer hinter einer Bedienblende (5) angeordneten
Steuer- und Regeleinrichtung (20), mit einem in einer Öffnung (11) der Bedienblende
(5) gelagerten Drehknopf (17), der über eine Versenkmechanik axial zwischen einer
Nulllage, einer als Versenklage ausgebildeten Zwischenlage und einer Betätigungslage
hin- und her bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Betätigungslage eine Lagerfläche (26) des Drehknopfes (17) mit einer Lagerfläche
(19) der Bedienblende (5) in Kontakt steht, wobei die Lagerflächen (19, 26) konisch
bzw. kegelförmig aufeinander zulaufend ausgebildet sind.
2. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Öffnung (11) der Bedienblende (5) ein Einfassring (18) gelagert ist und der
Einfassring (18) eine konisch bzw. kegelförmig ausgebildete Lagerfläche (19) aufweist,
die in der Betätigungslage mit einer Lagerfläche (26) des Drehknopfes (17) in Kontakt
steht.
3. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die konisch bzw. kegelförmig ausgebildete Lagerfläche (19) des Einfassrings (18)
in der Betätigungslage des Drehknopfes (17) dessen Endanschlagsposition bildet.
4. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehkopf (17) auf eine um ihre Längsachse drehbare Wellenanordnung (15) aufsteckbar
ist, die mit ihrem anderen Ende kraftübertragend an der Steuer- und Regeleinrichtung
(20) angekoppelt ist, wobei zwischen Drehknopf (17) und Wellenanordnung (15) ein eine
kegelförmige Lagerfläche (26) aufweisendes Ringelement (16) eingeklemmt gelagert ist.
5. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wellenanordnung (15) einen hülsenartigen Halter (25) umfasst, der innenliegend
zu seiner Längsachse ein Rotorelement (23) aufnimmt, der an seinem anderen Ende über
eine Rastung (21) und einer sich daran anschließenden Kupplung (22) kraftübertragend
in einer hülsenartig ausgebildeten Lagervorrichtung (14) gelagert ist.
6. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wellenanordnung (15) eine Versenkmechanik mit einem zwischen dem Rotorelement
(23) und der Rastung (21) gelagerten Federelement (24) zur automatischen Überführung
des Drehknopfes (17) von der Nulllage in die Versenklage und von der Nulllage in die
Betätigungslage aufweist.
7. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleiheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehknopf (17) mittels einer Schnappverbindung lösbar mit dem Halter (25) verbunden
ist.
8. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Außendurchmesser des Ringelementes (16) größer als der Außendurchmesser des Drehknopfes
(17) ist und das Ringelement (16) eine konisch bzw. kegelförmig ausgebildete Lagerfläche
(26) aufweist, die in der Betätigungslage des Drehknopfes (17) mit der Lagerfläche
(19) der Bedienblende (5) in Kontakt steht.
9. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennezeichnet,
dass der Drehknopf (17), der Halter (25) und das Ringelement (16) als ein einstückiges
Teil, vorzugsweise als ein Kunststoffspritzgussteil, ausgebildet sind.
10. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Lagervorrichtung (14) mittels eines Bajonettverschlusses (13) an der Bedienblende
(5) fixiert ist.
11. Haushaltgerät (2), insbesondere ein Backofen (1), mit wenigstens einer versenkbaren
Bedienknebeleinheit (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Wellenende der den Drehknopf (17) aufnehmenden und in der Lagervorrichtung (14)
gelagerten Wellenanordnung (15) über einen Betätigungszapfen (31) mit der Steuer-und
Regeleinrichtung (20) in Wirkverbindung steht.