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(11) |
EP 2 411 752 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.05.2017 Patentblatt 2017/20 |
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Anmeldetag: 18.03.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2010/000082 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/108204 (30.09.2010 Gazette 2010/39) |
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VERFAHREN ZUM VORWÄRMEN VON GLÜHGUT IN EINER HAUBENGLÜHANLAGE, SOWIE HAUBENGLÜHANLAGE
METHOD FOR PREHEATING ANNEALING PRODUCTS IN A HOOD-TYPE ANNEALING SYSTEM, AND HOOD-TYPE
ANNEALING SYSTEM
PROCÉDÉ POUR PRÉCHAUFFER UN PRODUIT À RECUIRE DANS UNE INSTALLATION DE FOUR DE RECUIT
À CLOCHE, ET FOUR DE RECUIT À CLOCHE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
25.03.2009 AT 4822009
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.02.2012 Patentblatt 2012/05 |
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Patentinhaber: EBNER Industrieofenbau GmbH |
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4060 Leonding (AT) |
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Erfinder: |
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- EBNER, Robert
A-4060 Leonding (AT)
- DENK, Gerhard
A-4060 Leonding (AT)
- LOCHNER, Heribert
A-4060 Leonding (AT)
- SAUSCHLAGER, Andreas
A-4060 Leonding (AT)
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Vertreter: Patentanwaltskanzlei Hübscher |
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Spittelwiese 4 4020 Linz 4020 Linz (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-85/01519 SU-A1- 1 740 459
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JP-A- S55 107 735 US-A- 4 480 822
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Vorwärmen von Glühgut in einer Haubenglühanlage
mit zwei das Glühgut unter einer Schutzhaube in einer Schutzgasatmosphäre aufnehmenden
Glühsockeln, wobei das in einer Schutzhaube einer Wärmebehandlung zu unterziehende
Glühgut mit Hilfe eines gasförmigen, die beiden Schutzhauben von außen umspülenden
Wärmeträgers vorgewärmt wird, der zwischen den beiden Schutzhauben im Kreislauf geführt
wird und Wärme von einem in einer Schutzhaube wärmebehandelten Glühgut aufnimmt und
an das vorzuwärmende Glühgut in der anderen Schutzhaube abgibt.
Stand der Technik
[0002] Haubenglühanlagen dienen dazu, Glühgut, wie warm oder kalt verformte Bänder oder
Drähte, unter Schutzgas einer Wärmebehandlung zu unterwerfen. Zu diesem Zweck ist
es bekannt (
US 4 480822 A), das von einem Glühsockel aufgenommene Glühgut unter einer Schutzhaube in einer
Schutzgasatmosphäre zunächst in einer Vorwärmkammer vorzuwärmen und dann in einer
Heizkammer auf die Wärmebehandlungstemperatur aufzuwärmen, bevor das wärmebehandelte
Glühgut in einer Kühlkammer wieder gekühlt wird. Zur Nutzung der beim Kühlen gewonnenen
Wärme für die Glühgutvorwärmung sind die wärmegedämmten Vorwärm- und Kühlkammern durch
zwei Leitungen verbunden, sodass mit Hilfe eines Gebläses ein gasförmiger warmer Wärmeträger
aus der Kühlkammer in die Vorwärmkammer und der gekühlte Wärmeträger aus der Vorwärmkammer
im Kreislauf wieder zurück in die Kühlkammer strömt. Der Wärmeübergang vom Glühgut
auf die Schutzhaube bzw. von der Schutzhaube auf das Glühgut erfolgt im Wesentlichen
durch Konvektion der Schutzgasatmosphäre mit einem ungünstigen Wirkungsgrad.
[0003] Um einen Teil der beim Kühlen des Glühguts anfallenden Wärme zum Vorwärmen von erst
einer Wärmebehandlung zu unterziehendem Glühgut nützen zu können, ist es bei Haubenglühanlagen
mit wenigstens zwei Glühsockeln außerdem bekannt (
JP S55 107735 A), zwischen den Schutzhauben zweier Glühsockel, die einerseits bereits einer Wärmebehandlung
unterworfenes, heißes Glühgut und anderseits einer solchen Behandlung auszusetzendes,
kaltes Glühgut tragen, eine Strömungsverbindung zur Kreislaufführung eines gasförmigen
Wärmeträgers zu schaffen, sodass die innerhalb der Schutzhaube mit dem heißen Glühgut
vom Wärmeträger aufgenommene Wärme zum Vorwärmen des kalten Glühguts in der anderen
Schutzhaube mit einem besseren Wirkungsgrad genützt werden kann, allerdings mit dem
Nachteil, dass aufgrund der Kreislaufführung des Wärmeträgers die Gefahr besteht,
dass beim Vorwärmen des kalten Glühguts abdampfendes Schmiermittel das wärmebehandelte,
vom Schmiermittel gereinigte Glühgut wieder verunreinigt. Will man den direkten Kontakt
des warmen und kalten Schutzgases vermeiden, ist ein aufwendiger zusätzlicher Wärmeaustausch
notwendig (
SU 1740459 A1). In beiden Fällen müssen die Schutzgasströme durch große Öffnungen im Sockel geführt
werden was große Sicherheitsrisiken in sich birgt.
Darstellung der Erfindung
[0004] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs geschilderten
Art zum Vorwärmen von Glühgut in einer Haubenglühanlage so auszugestalten, dass trotz
eines vorteilhaften Wärmeübergangs die Gefahr einer Verunreinigung des bereits einer
Wärmebehandlung unterzogenen Glühguts ausgeschlossen werden kann.
[0005] Ausgehend von einem Verfahren der eingangs geschilderten Art löst die Erfindung die
gestellte Aufgabe dadurch, dass innerhalb der Schutzhauben das Schutzgas umgewälzt
wird, während der im Kreislauf geführte Wärmeträgerstrom die beiden Schutzhauben von
außen umspült.
[0006] Da zufolge dieser Maßnahme der im Kreislauf geführte Wärmeträger nicht mit dem Glühgut
in Berührung kommt, können über diesen Wärmeträgerstrom auch keine Verunreinigungen
vom kalten auf das warme Glühgut übertragen werden. Die Wärmeübertragung erfolgt dabei
über die Schutzhauben, in denen zum Wärmetransport Schutzgas umgewälzt wird. Aufgrund
dieses Umstands kann der Wärmeträger selbst aus Luft bestehen, ohne eine Oxidbildung
durch den Luftsauerstoff auf der Glühgutoberfläche befürchten zu müssen.
[0007] Zur Durchführung eines solchen Verfahrens zum Vorwärmen von Glühgut können unterschiedliche
Haubenglühanlagen eingesetzt werden. Eine Möglichkeit besteht bei einer Haubenglühanlage
mit zwei das Glühgut unter einer Schutzhaube aufnehmenden Glühsockeln und mit einer
Kreislaufführung für einen gasförmigen Wärmeträger zwischen den beiden mit Abstand
von einer wärmegedämmten Einhausung (9) umschlossenen Schutzhauben darin, die Kreislaufführung
für den Wärmeträger mit je einer die beiden Schutzhauben mit Abstand umschließenden,
wärmegedämmten Einhausung auszurüsten, zwischen den beiden Einhausungen zur Kreislaufführung
des Wärmeträgers eine Strömungsverbindung vorzusehen und den Schutzhauben Umwälzeinrichtungen
für ein Schutzgas zuzuordnen. Der Wärmeträger strömt daher zwischen den beiden Einhausungen
im Kreislauf, wobei er über die Schutzhaube mit dem heißen Glühgut Wärme aufnimmt
und diese über die andere Schutzhaube an das kalte Glühgut abgibt, bis ein Temperaturausgleich
stattfindet. Das warme Glühgut ist dann in herkömmlicher Weise mit einer Kühlhaube
weiter zu kühlen, während das vorgewärmte Glühgut auf die jeweilige Behandlungstemperatur
zu erwärmen ist, indem die Einhausung durch eine Heizhaube ersetzt wird.
[0008] Eine weitere Ausführungsform einer Glühhaubenanlage zur Vorwärmung des Glühguts ergibt
sich, wenn die Kreislaufführung für den Wärmeträger eine die beiden Schutzhauben gemeinsam
umschließende, wärmegedämmte Einhausung mit wenigstens einem Gebläse für die Kreislaufführung
des Wärmeträgers aufweist. Der in dieser gemeinsamen Einhausung umgewälzte Wärmeträger
sorgt für einen Temperaturausgleich zwischen den Schutzhauben mit dem heißen und dem
kalten Glühgut, wobei wiederum die Schutzgasumwälzung in den Schutzhauben für eine
Wärmeübertragung vom bzw. auf das Glühgut sorgt. Zur Verbesserung des Wärmeübergangs
sind die Schutzhauben mit dem Wärmeträger entsprechend anzuströmen. Zu diesem Zweck
können innerhalb der Einhausung Leitwände für die Kreislaufführung des Wärmeträgers
vorgesehen werden.
[0009] Schließlich kann zum Vorwärmen des Glühguts die zu dessen Erwärmung notwendige, über
die Schutzhaube gestülpte Heizhaube herangezogen werden, wenn die Kreislaufführung
für den Wärmeträger eine die Schutzhaube mit dem vorzuwärmenden Gut mit Abstand umschließende,
wärmegedämmte Einhausung aufweist, die mit der über die Schutzhaube mit dem wärmebehandelten
Glühgut gestülpten Heizhaube zur Kreislaufführung des Wärmeträgers strömungsverbunden
ist. In diesem Fall braucht lediglich die das vorzuwärmende Glühgut aufnehmende Schutzhaube
mit einer gesonderten Einhausung versehen zu werden, weil die Heizhaube für das bereits
wärmebehandelte Glühgut vorteilhaft zur Führung des Wärmeträgers eingesetzt werden
kann. Mit einer entsprechenden Strömungsverbindung zwischen der Heizhaube und der
Einhausung für die Schutzhaube des vorzuwärmenden Glühguts kann somit der Wärmeträger
in einfacher Art im Kreislauf geführt werden. Die Wärmeübergangsbedingungen zwischen
dem Wärmeträger und der Schutzhaube innerhalb der Einhausung können mit Hilfe entsprechender
Leiteinrichtungen optimiert werden, die zwischen der Einhausung und der Schutzhaube
vorzusehen sind.
[0010] Vereinfachte Verhältnisse zum wechselweisen Vorwärmen und Abkühlen von auf den Glühsockeln
abgestelltem Glühgut ergeben sich, wenn die wärmegedämmte Einhausung in gleicher Art
wie die Heizhaube ausgebildet ist. Die Strömungsrichtung des Wärmeträgers kann dabei
vorzugsweise umkehrbar sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0011] Anhand der Zeichnung wird das erfindungsgemäße Verfahren zum Vorwärmen von Glühgut
in einer Haubenglühanlage näher beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Haubenglühanlage zum Vorwärmen von Glühgut in einem schematischen
Vertikalschnitt,
- Fig. 2
- diese Haubenglühanlage in einem Schnitt nach der Linie II-I der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer abgewandelten erfindungsgemäßen Haubenglühanlage,
- Fig. 4
- die Haubenglühanlage nach der Fig. 3 in einem Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig.
3 und
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haubenglühanlage in einem schematischen
Vertikalschnitt.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0012] Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 1 und 2 weist die Haubenglühanlage zwei
Glühsockeln 1 und 2 zur Aufnahme von Glühgut 3, 4 auf. Die Glühsockel 1, 2 sind mit
einem Gebläse 5 und mit einer Leiteinrichtung 6 für das Gebläse 5 zum Umwälzen eines
Schutzgases innerhalb einer das Glühgut 3, 4 umgebenden Schutzhaube 7, 8 versehen.
Zur Wärmebehandlung des Glühguts 3, 4 wird über die Schutzhauben 7. 8 in herkömmlicher
Weise eine elektrisch oder mit Hilfe von Gasbrennern beheizbare Heizhaube gestülpt,
was jedoch aus Übersichtlichkeitsgründen nichts dargestellt ist. Die Schutzhauben
7, 8 sind gemäß dem dargestellten Verfahren zum Vorwärmen eines einer Wärmebehandlung
zu unterwerfenden Glühguts mit Hilfe der Wärme eines bereits wärmebehandelten Glühguts
jeweils mit einer wärmeisolierten Einhausung 9 versehen, wobei die Anordnung so getroffen
ist, dass die beiden Einhausungen 9 miteinander durch Strömungskanäle 10 verbunden
sind, um zwischen den beiden Einhausungen 9 einen gasförmigen Wärmeträger im Kreislauf
zu führen, wie dies insbesondere der Fig. 2 entnommen werden kann. Der gasförmige
Wärmeträger, vorzugsweise Luft, wird mit Hilfe von Gebläsen 11 in eine Umlaufströmung
versetzt, in deren Bereich die Schutzhauben 7 und 8 vom Wärmeträger zur Wärmeauf-
bzw. abgabe umspült werden.
[0013] Nach der Wärmebehandlung des Glühguts 4 innerhalb der Schutzhaube 7 wird die hiefür
eingesetzte Heizhaube abgenommen und durch die wärmeisolierte Einhausung 9 ersetzt.
Das vom Glühsockel 2 aufgenommene, kalte Glühgut 3 soll vor dem Einsatz einer Heizhaube
vorgewärmt werden, und zwar mit Hilfe der Wärme des bereits wärmebehandelten heißen
Glühguts 4. Zu diesem Zweck wird auch die das kalte Glühgut 3 aufnehmende Schutzhaube
8 mit einer Einhausung 9 versehen, sodass über die Gebläse 11 der erwärmte Wärmeträger
aus der Einhausung 9 für die Schutzhaube 7 mit dem heißen Glühgut 4 in die Einhausung
9 für die Schutzhaube 8 mit dem kalten Glühgut 3 gefördert wird. Da zugleich über
die Gebläse 5 zur Umwälzung eines Schutzgases innerhalb der Schutzhauben 7 und 8 eine
Wärmeförderung über die Schutzhauben 7, 8 zwischen dem Schutzgas und dem Wärmeträger
erfolgt, wird die vom heißen Glühgut 4 abgeführte Wärme dem kalten Glühgut mit Hilfe
der Kreislaufführung des Wärmeträgers zugeführt und das Glühgut entsprechend vorgewärmt,
bis die Temperatur in den beiden Einhausungen 9 im Wesentlichen ausgeglichen ist.
Zur Fortsetzung der Kühlung des wärmebehandelten Glühguts 4 ist die Kreislaufführung
des Wärmeträgers zu unterbrechen, wobei zur fortgesetzten Kühlung des Glühguts 4 entweder
Frischluft in die Einhausung 9 angesaugt oder die Kühlung in herkömmlicher Weise,
in einer nicht dargestellten Kühlhaube mit Luft oder Wasser, weitergeführt wird. Die
Wärmebehandlung des vorgewärmten Glühguts 3 wird durch Austausch der Einhausung 9
durch eine Heizhaube fortgesetzt, mit deren Hilfe das vorgewärmte Glühgut 3 auf die
notwendige Behandlungstemperatur weiter erwärmt wird. Nach der Wärmebehandlung des
Glühguts 3 kann dessen Wärme wieder zur Vorwärmung von kaltem Glühgut eingesetzt werden,
das dann auf dem Glühsockel 1 einer analogen Vorwärmung unterworfen wird.
[0014] Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 unterscheidet sich von dem nach den
Fig. 1 und 2 im Wesentlichen dadurch, dass für beide Schutzhauben 7, 8 der Glühsockeln
1, 2 eine gemeinsame, wärmeisolierte Einhausung 9 vorgesehen ist, in der mit Hilfe
mindestens eines Gebläses 12 ein gasförmiger Wärmeträger so im Kreis geführt wird,
dass die beiden Schutzhauben 7 und 8 nacheinander vom Wärmeträgerstrom umspült werden.
Zur besseren Strömungsführung können innerhalb der Einhausung 9 Leitwände 13 für die
Kreislaufführung des Wärmeträgers vorgesehen sein, die eine entsprechende Umspülung
der Schutzhauben 7 und 8 erzwingen, wie dies der Fig. 4 entnommen werden kann. Um
eine entsprechende Strömungsaufteilung zu erhalten, kann außerdem das Gebläse 12 mit
einer Leiteinrichtung 14 versehen sein, die für eine Strömungsaufteilung der Höhe
nach sorgt. Die Vorwärmung des kalten Glühguts 3 auf dem Glühsockel 2 innerhalb der
Schutzhaube 8 erfolgt analog zu den Fig. 1 und 2, weil die vom heißen, bereits einer
Wärmebehandlung unterzogenen Glühgut 4 über das umgewälzte Schutzgas an die Schutzhaube
7 und von dieser an den Wärmeträger übertragene Wärme der Schutzhaube 8 für das vorzuwärmende
Glühgut 3 zugeführt und auf das umlaufende Schutzgas innerhalb der Schutzhaube 8 übertragen
wird, um das Glühgut 3 vorzuwärmen.
[0015] Wie der Fig. 5 entnommen werden kann, kann auch eine Heizhaube 15 die Aufgabe einer
Einhausung 9 erfüllen, weil es ja nur darum geht, eine die Schutzhaube 7 für das heiße
Glühgut 4 umspülende Strömung eines Wärmeträgers zur Aufnahme der vom heißen Glühgut
4 über eine Schutzgasumwälzung abzuführenden Wärme sicherzustellen. Die mit Gasbrennern
16 versehene oder elektrisch beheizbare Heizhaube 15 ist zu diesem Zweck mit einer
sie umschließenden Ringleitung 17 versehen, durch die der zu erwärmende Wärmeträger
über um den Umfang verteilte Stichleitungen 18 im Bodenbereich in die Heizhaube 15
eingeleitet wird, deren Gasbrenner 16 nach der Wärmebehandlung des Glühguts 4 selbstverständlich
abgestellt werden. Die im Ringspalt zwischen der Schutzhaube 7 und der Heizhaube 15
aufsteigende und dabei über die Schutzhaube erwärmte Wärmeträgerströmung wird mit
Hilfe eines Sauggebläses 19 über einen Strömungskanal 10 in die Einhausung 9 angesaugt,
um das kalte Glühgut 3 innerhalb der Schutzhaube 8 zu erwärmen. Innerhalb der Einhausung
9 kann eine zusätzliche Leiteinrichtung 20 in Form eines die Schutzhaube 8 umschließenden
Mantels vorgesehen sein, der über einen Ringkanal 21 an den Strömungskanal 10 angeschlossen
ist, sodass der erwärmte Wärmeträger durch bodennahe Durchtrittsöffnungen 22 der Leiteinrichtung
20 im Ringraum zwischen der Schutzhaube 8 und der Leiteinrichtung 20 die Schutzhaube
8 umspült und dabei Wärme an die Schutzhaube 8 abgibt, sodass diese abgegebenen Wärme
vom innerhalb der Schutzhaube 8 umgewälzten Schutzgas an das Glühgut 3 übertragen
werden kann. Der dabei abgekühlte Wärmeträger wird über das Sauggebläse 19 und einen
Strömungskanal 10 zwischen dem Sauggebläse 19 und der Ringleitung 17 der Heizhaube
15 zur Erwärmung zugeführt. Der üblicherweise an die Heizhaube 15 angeschlossene Rekuperator
23 zur Ausnützung der fühlbaren Abwärme der während der Wärmebehandlung des Glühguts
4 aus der Heizhaube abgezogenen Brenngase ist in diesem Zusammenhang ohne Bedeutung.
Die Kreislaufströmung des Wärmeträgers kann durch Steuerklappen 24 in den Strömungskanälen
10 zusätzlich geregelt werden. Um das Anschließen der Heizhaube 15 bzw. der wärmeisolierten
Einhausung 9 an die Strömungskanäle 10 zu erleichtern, können die Anschlussstutzen
25 mit den Strömungskanälen 10 über entsprechende Kupplungen 26 verbunden sein. Entsprechend
der richtigen Anordnung dieser Stutzen kann die Heizhaube 15 auch rechts und die Einhausung
9 (Tauschhaube) auch links stehen.
[0016] Dass die Heizhaube 15 und die Einhausung 9 zudem wechselweise das aufzuheizende bzw.
das abzukühlende Glühgut aufnehmen sowie gleichartig ausgebildet sein können und die
Umwälzeinrichtung für das Schutzgas umkehrbar sein kann versteht sich von selbst.
1. Verfahren zum Vorwärmen von Glühgut in einer Haubenglühanlage mit zwei das Glühgut
(3, 4) unter einer Schutzhaube (7, 8) in einer Schutzgasatmosphäre aufnehmenden Glühsockeln
(1, 2), wobei das in einer Schutzhaube (8) einer Wärmebehandlung zu unterziehende
Glühgut (3) mit Hilfe eines gasförmigen, die beiden Schutzhauben (7, 8) von außen
umspülenden Wärmeträgers vorgewärmt wird, der zwischen den beiden Schutzhauben (7,
8) im Kreislauf geführt wird und Wärme von einem in einer Schutzhaube (7) wärmebehandelten
Glühgut (4) aufnimmt und an das vorzuwärmende Glühgut (3) in der anderen Schutzhaube
(8) abgibt, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Schutzhauben (7, 8) das Schutzgas umgewälzt wird, während der im Kreislauf
geführte Wärmeträgerstrom die beiden Schutzhauben (7, 8) von außen umspült.
2. Haubenglühanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit zwei das Glühgut
(3, 4) unter einer Schutzhaube (7, 8) aufnehmenden Glühsockeln (1, 2)und mit einer
Kreislaufführung für einen gasförmigen Wärmeträger zwischen den beiden mit Abstand
von einer wärmegedämmten Einhausung (9) umschlossenen Schutzhauben (7, 8), dadurch gekennzeichnet, dass die Kreislaufführung für den Wärmeträger je eine die beiden Schutzhauben (7, 8) mit
Abstand umschließende, wärmegedämmte Einhausung (9) aufweist, dass die beiden Einhausungen
(9) miteinander zur Kreislaufführung des Wärmeträgers strömungsverbunden sind und
dass den Schutzhauben (7, 8) Umwälzeinrichtungen für ein Schutzgas zugeordnet sind.
3. Haubenglühanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit zwei das Glühgut
(3, 4) unter einer Schutzhaube (7, 8) aufnehmenden Glühsockeln (1,2) und mit einer
Kreislaufführung für einen gasförmigen Wärmeträger zwischen den beiden mit Abstand
von einer wärmegedämmten Einhausung (9) umschlossenen Schutzhauben (7, 8), dadurch gekennzeichnet, dass die Kreislaufführung für den Wärmeträger eine die beiden Schutzhauben (7, 8) gemeinsam
umschließende, wärmegedämmte Einhausung (9) mit wenigstens einem Gebläse (12) für
die Kreislaufführung des Wärmeträgers aufweist und dass den Schutzhauben (7, 8) Umwälzeinrichtungen
für ein Schutzgas zugeordnet sind.
4. Haubenglühanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb der Einhausung (9) Leitwände (13) für die Kreislaufführung des Wärmeträgers
vorgesehen sind.
5. Haubenglühanlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit zwei das Glühgut
(3, 4) unter einer Schutzhaube (7, 8) aufnehmenden Glühsockeln (1,2) und mit einer
Kreislaufführung (10) für einen gasförmigen Wärmeträger zwischen den beiden mit Abstand
von einer wärmegedämmten Einhausung (9) umschlossenen Schutzhauben (7, 8), dadurch gekennzeichnet, dass eine über eine Schutzhaube (7) stülpbare Heizhaube (15) vorgesehen ist, dass die
die Schutzhaube (8) mit dem vorzuwärmenden Glühgut (3) mit Abstand umschließende,
wärmegedämmte Einhausung (9) mit der über die Schutzhaube (7) mit dem wärmebehandelten
Glühgut (4) gestülpten Heizhaube (15) zur Kreislaufführung des Wärmeträgers strömungsverbunden
ist und dass den Schutzhauben (7, 8) Umwälzeinrichtungen für ein Schutzgas zugeordnet
sind.
6. Haubenglühanlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmegedämmte Einhausung (9) in gleicher Art wie die Heizhaube (15) ausgebildet
ist.
7. Haubenglühanlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Einhausung (9) und der Schutzhaube (8) eine Leiteinrichtung (20) für
die den Wärmeträger vorgesehen ist.
1. Method for preheating annealing material in a hood-type annealing installation, comprising
two annealing bases (1, 2) which accommodate the annealing material (3, 4) under a
protective hood (7, 8) in a protective gas atmosphere, wherein the annealing material
(3) to be subjected to a heat treatment in a protective hood (8) is preheated with
the aid of a gaseous heat carrier which flows around the two protective hoods (7,
8) from the outside and is guided in the cycle between the two protective hoods (7,
8) and absorbs heat from an annealing material (4) which is heat-treated in a protective
hood (7) and emits the heat to the annealing material (3), which is to be preheated,
in the other protective hood (8), characterised in that the protective gas is circulated within the protective hoods (7, 8), while the heat
carrier flow guided in the cycle flows around the two protective hoods (7, 8) from
the outside.
2. Hood-type annealing installation for performing the method as claimed in claim 1,
comprising two annealing bases (1, 2) which accommodate the annealing material (3,
4) under a protective hood (7, 8) and comprising a cycle guidance for a gaseous heat
carrier between the two protective hoods (7, 8) surrounded by a heat-insulated enclosure
(9) at a spaced interval, characterised in that the cycle guidance for the heat carrier has in each case a heat-insulated enclosure
(9) which surrounds the two protective hoods (7, 8) at a spaced interval, that the
two enclosures (9) are in flow communication with one another for cycle guidance of
the heat carrier and that circulating devices for a protective gas are associated
with the protective hoods (7, 8).
3. Hood-type annealing installation for performing the method as claimed in claim 1,
comprising two annealing bases (1, 2) which accommodate the annealing material (3,
4) under a protective hood (7, 8) and comprising a cycle guidance for a gaseous heat
carrier between the two protective hoods (7, 8) surrounded by a heat-insulated enclosure
(9) at a spaced interval, characterised in that the cycle guidance for the heat carrier has a heat-insulated enclosure (9) which
surrounds the two protective hoods (7, 8) jointly and has at least one fan (12) for
the cycle guidance of the heat carrier, and that circulating devices for a protective
gas are associated with the protective hoods (7, 8).
4. Hood-type annealing installation as claimed in claim 3, characterised in that guide walls (13) for the cycle guidance of the heat carrier are provided within the
enclosure (9).
5. Hood-type annealing installation for performing the method as claimed in claim 1,
comprising two annealing bases (1, 2) which accommodate the annealing material (3,
4) under a protective hood (7, 8) and comprising a cycle guidance (10) for a gaseous
heat carrier between the two protective hoods (7, 8) surrounded by a heat-insulated
enclosure (9) at a spaced interval, characterised in that a heating hood (15) is provided which can be placed over a protective hood (7), that
the heat-insulated enclosure (9) surrounding the protective hood (8), which has the
annealing material (3) to be preheated, at a spaced interval is in flow communication
with the heating hood (15), which is placed over the protective hood (7) having the
annealing material (4) to be heat-treated, for cycle guidance of the heat carrier,
and that circulating devices for a protective gas are associated with the protective
hoods (7, 8).
6. Hood-type annealing installation as claimed in claim 5, characterised in that the heat-insulated enclosure (9) is designed in the same manner as the heating hood
(15).
7. Hood-type annealing installation as claimed in claim 5 or 6, characterised in that a guide device (20) for the heat carrier is provided between the enclosure (9) and
the protective hood (8).
1. Procédé pour préchauffer un produit à recuire dans une installation de four de recuit
à cloche, avec deux socles de recuit (1, 2) recevant le produit à recuire (3, 4) sous
une cloche de protection (7, 8) en atmosphère de gaz de protection, le produit à recuire
(3) à soumettre à un traitement thermique dans une cloche de protection (8) étant
préchauffé à l'aide d'un caloporteur gazeux balayant de l'extérieur les deux cloches
de protection (7, 8) qui est mis en circulation entre les deux cloches de protection
(7, 8), absorbe la chaleur d'un produit à recuire (4) traité thermiquement dans une
cloche de protection (7) et fournit de la chaleur au produit à recuire (3) à préchauffer
dans une autre cloche de protection (8), caractérisé en ce que le gaz de protection est mis en circulation au sein des cloches de protection (7,
8), tandis que le flux de caloporteur amené dans le circuit balaye les deux cloches
de protection (7, 8) de l'extérieur.
2. Installation de four de recuit à cloche pour la réalisation du procédé selon la revendication
1, avec deux socles de recuit (1, 2) recevant le produit à recuire (3, 4) sous une
cloche de protection (7, 8), et avec un circuit de recirculation pour un caloporteur
gazeux entre les deux cloches de protection (7, 8) entourées avec espace d'une enceinte
(9) isolée thermiquement, caractérisée en ce que le circuit de recirculation pour le caloporteur comprend toujours une enceinte (9)
isolée thermiquement, entourant avec espace les deux cloches de protection (7, 8),
en ce que les deux enceintes (9) sont conjointement en liaison d'écoulement pour le circuit
de recirculation du caloporteur, et en ce que des dispositifs de circulation pour un gaz de protection sont associés aux cloches
de protection (7, 8).
3. Installation de four de recuit à cloche pour la réalisation du procédé selon la revendication
1, avec deux socles de recuit (1, 2) recevant le produit à recuire (3, 4) sous une
cloche de protection (7, 8), et avec un circuit de recirculation pour un caloporteur
gazeux entre les deux cloches de protection (7, 8) entourées avec espace d'une enceinte
(9) isolée thermiquement, caractérisée en ce que le circuit de recirculation pour le caloporteur comprend une enceinte (9) isolée
thermiquement, entourant ensemble les deux cloches de protection (7, 8), avec au moins
une soufflante (12) pour le circuit de recirculation du caloporteur et en ce que des dispositifs de circulation pour un gaz de protection sont associés aux cloches
de protection (7, 8).
4. Installation de four de recuit à cloche selon la revendication 3, caractérisée en ce qu'au sein de l'enceinte (9), des parois de guidage (13) sont prévues pour le circuit
de recirculation du caloporteur.
5. Installation de four de recuit à cloche pour la réalisation du procédé selon la revendication
1, avec deux socles de recuit (1, 2) recevant le produit à recuire (3, 4) sous une
cloche de protection (7, 8), et avec un circuit de recirculation (10) pour un caloporteur
gazeux entre les deux cloches de protection (7, 8) entourées avec espace d'une enceinte
(9) isolée thermiquement, caractérisée en ce qu'une cloche chauffante (15) pouvant être enfoncée sur une cloche de protection (7)
est prévue, en ce que l'enceinte (9) isolée thermiquement, entourant avec espace la cloche de protection
(8) avec le produit à recuire (3) à préchauffer, est en liaison d'écoulement avec
la cloche chauffante (15) enfoncée sur la cloche de protection (7) avec le produit
à recuire (4) traité thermiquement pour le circuit de recirculation du caloporteur
et en ce que des dispositifs de circulation pour un gaz de protection sont associés aux cloches
de protection (7, 8).
6. Installation de four de recuit à cloche selon la revendication 5, caractérisée en
que l'enceinte (9) isolée thermiquement est réalisée de la même manière que la cloche
chauffante (15).
7. Installation de four de recuit à cloche selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce qu'entre l'enceinte (9) et la cloche de protection (8), un dispositif de guidage (20)
est prévu pour le caloporteur.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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