[0001] Die Erfindung betrifft einen transportablen Container mit an einer Seite untenseitig
im Kantenbereich vorstehend angeordneten Rollen und einem Ziehgriff an mindestens
einer Ziehstange an derselben Seite, die nach oben ausziehbar in oder an der Seitenwand
gelagert ist und mit einem um eine horizontale Achse an derselben Seite, an der der
Ziehgriff angeordnet ist, aufstellbaren Deckel.
[0002] Ein transportabler Container der gattungsgemäßen Art ist aus der
DE 20 2004 019 472 U1 bekannt. Dieser Container weist zusätzlich einen Behälter für Friseurutensilien auf.
Der Behälter ist zwischen einer Transportposition und einer Arbeitsposition in der
Höhe verschiebbar angeordnet.
[0003] Aus der
DE 691 22 498 T2 ist ein Koffer mit einem Ziehgriff bekannt, der obenseitig an einer plattenförmigen
Ziehstange befestigt ist, die in Längsrichtung senkrecht in einen Schacht des Koffers
versenkt einschiebbar und in verschiedene Höhenpositionen hervorziehbar ist, um den
Koffer, der mittig untenseitig Rollen aufweist, über die Standfläche ziehen zu können.
[0004] Es sind weiterhin Werkzeugkoffer der Anmelderin bekannt, die an der hinteren Seitenwand
Lagerungsschächte oder Aufnahmen aufweisen, in denen teleskopartig auseinanderziehbare
Ziehstangen gelagert sind. Die Ziehstangen weisen ein rundes oder eckiges Profil auf.
Bei einigen Ausführungen sind die Ziehstangen oder röhrenförmige Ziehstangen mit rechteckigem
Querschnitt ausgebildet und ineinanderschiebbar angeordnet. Am Ende dieser Ziehstangen
befindet sich jeweils ein Ziehgriff, so dass durch Neigung des Koffers dieser mit
den an der Unterseite im Kantenbereich der Seitenwand vorstehenden Rollen auf einen
Geh- oder Fahrweg gezogen werden kann. Ähnliche Ausgestaltungen sind bei Pilotenkoffern
und anderen Koffern bekannt. Die Ziehstangen oder die Ziehstange ist bzw. sind immer
an der Seite angebracht, an der auch die Rollen mit zur Ziehstange querverlaufender
Achse vorgesehen sind, um durch Kippen des Behälters oder Containers einen leichteren
Transport zu ermöglichen.
[0005] Bei Werkzeugschränken und -boxen ist es üblich, ein obenseitiges Fach mit einem Deckel
zu verschließen. An der Rückseite eines solchen Behältnisses sind ebenfalls Rollen
untenseitig vorgesehen und eine Ziehstange, beispielsweise eine schmale, plattenförmige
Ziehstange, die in einem rückseitigen Schacht an der Rückwand der Werkzeugbox ausziehbar
gelagert ist. Anstelle einer plattenförmigen Ziehstange können auch zwei parallele
Ziehstangen mit einem verbindenden Ziehgriff vorgesehenen sein. Es ist auch möglich,
teleskopartig ineinanderschiebbare Ziehstangen verschiedenster Bauausführung zu verwenden,
um auch bei geringer Bauhöhe des Koffers ein bequemes Ziehen desselben zu ermöglichen.
Die Achsen der Rollen verlaufen dabei stets quer zur Ziehrichtung.
[0006] Bei Koffern und transportablen Containern mit Ziehstangen und Ziehgriff ist vorgesehen,
dass diese senkrecht an der Rückwand oder auch an einer anderen Seitenwand des Behältnisses
hervorziehbar gelagert sind, um so den Schwerpunkt beim Transport verändern zu können.
Wenn solche Behältnisse allerdings mit Deckeln versehen werden, die einen Rand mit
definierter Höhe aufweisen, oder Deckel zum Einsatz kommen, die an der Rückseite eine
höhere Randwand als vorne aufweisen und keilförmige Seitenwände, die einen Übergang
bilden, so können die Ziehstangen bzw. kann die eine Ziehstange mit dem Ziehgriff
an der Rückseite zwar angebracht und auch genutzt werden, aber nur dann, wenn der
Deckel heruntergeklappt ist oder die Ziehstange auf Abstand zur Rückwand gehalten
vorgesehen ist. Entsprechende bauliche Anordnungen müssen vorgesehen sein, damit der
Ziehgriff unterhalb der Schwenkachse des Deckels liegt. Der aufgestellte Deckel lässt
kein Herausziehen des Ziehgriffes zu. Eine solche Konstruktion hat zudem den Nachteil,
dass der Deckel stets nur in eine labile Öffnungslage verbracht werden kann und schon
eine Erschütterung oder ein leichtes Anstoßen zum Zufallen des Deckels führen kann.
[0007] Ausgehend vom Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Nutzen
eines transportablen Containers zu erhöhen und eine stabile Öffnungslage eines Deckels
zu ermöglichen, wenn dieser eine Randwand aufweist. Zugleich soll aber auch ein Vorziehen
des Behältnisses mit dem Ziehgriff bei geöffnetem Deckel möglich sein.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe durch Ausgestaltung des transportablen Containers gemäß der
im Anspruch 1 angegebenen technischen Lehre. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen im Detail angegeben.
[0009] Soweit hier von transportablen Containern die Rede ist, so umfasst diese Definition
alle Behältnisse, die üblicherweise per Hand transportiert werden, gleich aus welchen
Materialien diese bestehen oder mit welchen Werkzeugen, Bekleidungen, Utensilien usw.
diese beschickt sind. Der Deckel eines solchen transportablen Containers soll mindestens
an derselben Seite, an der sich der Ziehgriff befindet, eine Randwand mit einer definierten
Höhe aufweisen. Es ist nicht erforderlich, dass diese Wand umlaufend vorgesehen ist.
Bei bestimmten Anwendungen ist es z. B. wünschenswert, dass die Rückwand des Containers
obenseitig abgesenkt ist und der Deckel sich mit einer Randwand anschließt. Die Randwand
kann aber auch umlaufend vorgesehen sein, es kann aber auch eine Vorderrandwand mit
niedrigerer Höhe und eine keilförmige Übergangswand an den Seiten vorgesehen sein.
Soweit im Folgenden die Rückwand auch mit Seitenwand bezeichnet wird, so geht die
Erfindung davon aus, dass die Ausbildung grundsätzlich an allen vier Seiten eines
rechteckförmigen Containers vorgesehen sein kann, aber auch bevorzugt an der Rückseite,
soweit diese definiert ist.
[0010] Um eine Aufstellung des Deckels mit Rand zu ermöglichen, ist weiterhin vorgesehen,
dass die mindestens eine Ziehstange an einer um eine untere Schwenkachse an der Seitenwand
nach außen um einen definierten Winkel ausstellbar gelagerte Halteeinrichtung gelagert
ist. Die Halteeinrichtung besteht zweckmäßigerweise aus einem an der Seitenwand schwenkbeweglich
gelagerten Halteelement, das entweder an der Rückseite vorstehend oder in eine Längsausnehmung
der Rückwand eingesetzt angebracht ist. Obenseitig ist an dem Halteelement relativ
in Längsrichtung verschiebbar ein Schiebeelement vorgesehen. Dieses Schiebeelement
ist wiederum schwenkbeweglich an der Randwand des Deckels befestigt, so dass über
die Oberkante ein Aufklappen ermöglicht wird. Alternativ kann aber auch vorgesehen
sein, dass untenseitig ein Trägerelement an der Rückseite der Rückwand oder in einer
Ausnehmung in derselben schwenkbar gelagert ist, das mit Lagerungen für ein Halteelement
versehen ist oder in ein Halteelement eingreift, das wiederum obenseitig an dem Deckel
schwenkbeweglich befestigt ist.
[0011] Wenn die Randwand eine Höhe aufweist, die der Ausstellweite der Halteeinrichtung
im oberen Randbereich des Containers entspricht, so kann durch Verlagerung der Schwenkachse
an dem Deckel in den äußeren Randbereich, also praktisch in den Kantenbereich der
Oberseite, auf einfache Weise erreicht werden, dass bei aufgestelltem Deckel dieser
in dieser Position automatisch gehalten wird. Der Längenausgleich der verschwenkbaren
Halteeinrichtung wird dabei durch die relativ gegeneinander verschiebbaren Teile,
wie Halteelement, Trägerelement und Schiebeelement, bewirkt. Je nach baulicher Anordnung
kann das Schiebeelement obenseitig vorgesehen sehen oder auch untenseitig in Form
eines Trägerelementes, an dem dann ein Halteelement oder ein Schiebeelement gelagert
und dem gegenüber relativ verschiebbar ist. Dadurch ist beim Aufklappen des Deckels
und beim Ausstellen der Halteeinrichtung eine Zwangskopplung gegeben. Die Ziehstangen
für den Ziehgriff oder die breitflächige bzw. leisten- oder plattenförmige Ziehstange
kann dabei außenseitig an der Halteeinrichtung angebracht sein, sie kann aber auch,
wenn eine Lagerausnehmung senkrecht verlaufend in der Seiten- bzw. Rückwand des Containers
vorgesehen ist und auch im Deckel, an der Innenseite angebracht sein, so dass sie
nicht in Erscheinung tritt und bei geschlossenem System die Rückseite der Halteeinrichtung
eine geschlossene Einheit mit der Rückseite des Containers bildet.
[0012] Es ist ersichtlich, dass bei aufgestelltem Deckel die Halteeinrichtung mit der Rückwand
ein Dreieck bildet und durch die Anbindung mittels eines Scharniers eine relativ stabile
Aufstelllage des Deckels gegeben ist. Der Deckel kann auch mit der hinteren Kannte
gegen die angehobene Ziehstange greifen, worüber sichergestellt ist, dass der Deckel
sich sicher in einer Aufstellage befindet. Auch kann beispielsweise das Schiebeelement,
falls dieses obenseitig angebracht ist, mindestens in der Schiebestellung, in der
der Deckel aufgestellt ist, arretiert werden. Hierzu können beispielsweise federbelastete
Rasten vorgesehen sein, die eine Sperrwirkung erzielen und durch Druck wieder gelöst
werden können. In diesen Fällen ist auch ein Anschlag vorzusehen, damit die Halteeinrichtung
nicht über einen gewünschten Ausstellwinkel hinaus bewegt werden kann. Wenn dabei
die rückseitige Randwand des Deckels mit der Vorderkante auf der Oberseite des Containers
aufliegt, so ist auch hierdurch ein gesicherter Verbund gewährleistet.
[0013] Wenn der Deckel jedoch mittels zusätzlicher Scharniere an der Rückwand des Containers
gehalten ist, so brauchen keine Anschläge vorgesehen zu sein. Beim Ausstellen der
Halteeinrichtung erfolgt bei gleichzeitigem Hochschwenken des Deckels automatisch
eine Sicherung des aufgestellten Deckels in der Aufstellposition. Zwar kann durch
Krafteinwirkung der Deckel wieder geschlossen werden, gleichzeitig wird dann aber
auch die Halteeinrichtung zurückgeschwenkt, dennoch reicht aufgrund der Dreiecksbildung
die ausgeübte Ausstellkraft aus, um eine sichere Aufstellposition zu gewährleisten.
Dies kann allerdings dadurch verbessert werden, dass zusätzlich beispielsweise eine
Kugelraste das Schiebeelement oder das Halteelement, das gegenüber einem Trägerelement
verschiebbar ist, in der Schrägstellung sichert. Die Kugelraste lässt sich dabei so
einstellen, dass durch erhöhte Kraftaufwendung in Schließrichtung der Halteeinrichtung
die Kugelraste wieder aufgelöst wird, so dass der in der senkrechten Lage gesichert
gehaltene geöffnete Deckel auch wieder zugeschwenkt werden kann. Die vorgesehenen
seitlichen Scharniere, die zusätzlich zu der Scharnieranbindung an der Halteeinrichtung
in dieser Ausführung vorgesehen sind, bewirken eine hohe Stabilität und mechanische
Belastbarkeit. Sie ermöglichen darüber hinaus auch einen Transport des Containers
durch Vorziehen über die Ziehstangen und den Ziehgriff bei geöffnetem Deckel.
[0014] Wenn der Container geschlossen ist, kann darüber hinaus der Deckel mittels einer
Verriegelung oder eines Schlosssystems an der Containervorderwand gesichert werden.
Ferner können Verriegelungs- oder auch Schlosssysteme eingesetzt werden, mit denen
die Halteeinrichtung in der Ausnehmung in der Rückwand und/oder am Deckel sicherbar
ist. Durch eine einfache Schlossverbindung wird der Deckel automatisch mitgesichert
und kann selbst wenn die vorderen Schlösser aufgeschlossen sind, nicht verschwenkt
werden, da durch den oberen Anlenkungspunkt die Halteinrichtung sich an der Rückseite
der Ausnehmung abstützt und ein Aufklappen verhindert. Grundsätzlich kann der Deckel
aber auch ausschließlich an den Scharnieren an den Halte- oder Schiebeelementen der
Halteeinrichtung angelenkt sein.
[0015] Anstelle von Scharnieren, die angeschraubt werden, können aber auch Scharniere zum
Einsatz kommen, die seitlich vorstehende Lagerbolzen aufweisen, die in Lagerbohrungen
in den Seitenwänden der Ausnehmung in der Randwand des Deckels einsetzbar sind. Es
ist darüber hinaus möglich, anstelle einer verschiebbaren Anordnung zweier Teile der
Halteeinrichtung gegeneinander ein starres Teil, z.B. ein Halteelement, zu verwenden,
das mit seitlichen Lagerbolzen in Leitkurven in den Seitenwänden der Ausnehmung führbar
ist.
[0016] Das Halte-, Träger- oder Schiebeelement kann darüber hinaus ein glattes oder profiliertes
Blech oder ein Kunststoffteil sein, an dem Führungsschienen für das Schiebeelement
und das Trägerelement angebracht sind. Des Weiteren können hier auch Lagerstellen
für die Ziehstangen vorgesehen sein. Diese können sowohl innen- als auch außenseitig
am Schiebelement angebracht sein. In jedem Fall ist hierüber sichergestellt, dass
die Ziehstange auch bei Schrägstellung der Halteeinrichtung wirksam wird. Die Schiebe-,
Träger- und/oder Halteelemente können als Flächenelemente ausgebildet sein, wobei
diese gegeneinander verschiebbar sind und seitliche nutenförmige Führungen jeweils
den Verbund sichern. Darüber hinaus kann der Schiebeweg eines Schiebeelementes oder
eines Halteelementes gegenüber einem Trägerelement begrenzt werden. Hierzu gibt es
verschiedene Möglichkeiten. Beim Einschieben kann beispielsweise ein Aufrasten auf
einem Bolzen oder umgekehrt eine Ausnehmung vorgesehen sein, die über einen feststehenden
Bolzen greift, der den Schiebeweg begrenzt. Ebenso ist es möglich, in dem verschieblichen
Teil, oder auch bei kinematischer Umkehr in dem feststehenden Teil, ein Langloch einzubringen,
in das ein Führungszapfen an dem korrespondierenden Element eingreift, wodurch der
Schiebeweg und damit auch der Aufstellwinkel begrenzbar sind. Der Deckel kann eine
umlaufende Randwand gleicher Höhe aufweisen. Die Randwand kann aber auch vorne von
der hinteren abweichen. Zum Verschließen des Deckels können vorderseitig an der Randwand
Schlosssysteme vorgesehen sein.
[0017] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
ergänzend erläutert.
[0018] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Container nach der Erfindung mit aufgeschnittener Rückwand in einer perspektivischen
Darstellung,
- Fig. 2
- eine perspektivische Teilansicht von innen auf die Rückseite des Containers nach Fig.
1 mit schmaler Rückwand und geschlossenem Deckel,
- Fig. 3
- den Blick auf die Rückwand der Innenseite des Containers nach Fig. 2, hier mit geöffnetem,
nur teilweise eingezeichneten Deckel,
- Fig. 4
- eine Ansicht einer Halteeinrichtung,
- Fig. 5
- in einer schematischen Seitenansicht eine erste Ausführungsform der Halteeinrichtung
und
- Fig. 6
- eine zweite Ausführungsform der Halteeinrichtung.
[0019] Der Container 1 ist in der Draufsicht rechteckförmig mit abgerundeten Ecken ausgeführt
und besteht beispielsweise aus Kunststoff, aus Aluminium oder einem anderen Werkstoff
bzw. aus einem Werkstoff, der mit einem Überzug, wie Leder, versehen ist. In einer
Öffnungsstellung ist ferner ein Deckel 6 eingezeichnet, der eine umlaufende Randwand
7 aufweist. Diese Randwand 7 weist eine definierte Höhe auf und bildet somit im Deckel
6 einen Hohlraum, der, beispielsweise bei der Nutzung als Werkzeugkoffer, mit bestimmten
Werkzeugen beschickt werden kann. Weiterhin sind Schlosssysteme 21 vorgesehen, die
bei geschlossenem Deckel 6 diesen sicher an der Vorderwand halten, während rückseitig
Scharniere 14, die durch die Befestigungspunkte nur angedeutet dargestellt sind, einen
sicheren Halt des Deckels 6 an der Rückwand, die eine bestimmte Seitenwand 5 darstellt,
befestigt ist. Das zweite Scharnierelement ist jeweils an der Rückseite des Deckels
6 eingeschraubt.
[0020] Erfindungsgemäß ist nun eine Halteeinrichtung 8 mittels untenseitiger Scharniere
15 an der Rückwand 5 verschwenkbar gelagert. Dies kann in einer kanalartigen Lagerausnehmung
10 erfolgen, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich. Die Halteeinrichtung 8 besteht
aus zwei gegeneinander verschiebbaren Flächenelementen, wobei das eine Flächenelement
ein Trägerelement 13 ist, das, wie aus Fig. 4 ersichtlich, verschwenkbar gelagert
ist und verschiebbar an einem Halteelement 11 gelagert ist. Zur Lagerung sind zwei
Führungsschienen 18 am Halteelement 11 vorgesehen, die eine Längsführung des Trägerelementes
13 ermöglichen. Wenn das Trägerelement 13 über die Scharniere 15 an der Rückwand 5
des Gehäuses angeschraubt ist, so ist ersichtlich, dass das Halteelement 11 nach oben
verschoben werden kann, wenn der Deckel 6 aufgestellt wird.
[0021] In der unteren Verschiebeposition des Halteelementes 11 greift ein Bolzen 20 mit
abzugssichernder Scheibe in die in dem Trägerelement 13 vorgesehen Ausnehmung 22 ein,
siehe auch Fig. 4. Die relative Verschiebbarkeit muss gegeben sein, da der Anlenkungspunkt
der oberen Scharniere 9 am oberen Rand des Deckels 6 gegeben ist, was aus Fig. 3 ersichtlich
ist. Die Scharniere 9 sind an dem Deckel 6 befestigt. Der Deckel 6 weist ferner zur
Aufnahme der Halteeinrichtung 8 eine Lagerausnehmung 17 auf. Diese Lagerausnehmung
17 ist seitlich durch die Seitenwände 16 begrenzt. Die Tiefe der Lagerausnehmung 17
entspricht der in der Rückwand 5 vorgesehenen Lagerausnehmung 10, die sich im Wesentlichen
über die gesamte Höhe erstreckt, da die Halteeinrichtung 8 auch für die Aufnahme des
hochziehbaren Ziehgriffes 3 mit daran vorgesehen Ziehstangen 4 oder einer Ziehstange
4 verwendet wird. Diese Anordnung ist beispielhaft in den Fig. 5 und 6 angegeben,
wobei die Ziehstangen 4 rückseitig mittels Führungsschienen 19 im Ausführungsbeispiel
in Fig. 5 an dem Halteelement 11 bzw. Schiebeelement 12 befestigt ist, das relativ
gegenüber der Trägerplatte 13 verschiebbar ist. Im Ausführungsbeispiel bestehen die
Führungen 9 aus Hülsen, die auf das Trägerelement 13 aufgesteckt sind.
[0022] Untenseitig an der Rückwand 5 sind Durchbrüche 23 für die Aufnahme von Rollen 2 vorgesehen,
deren Achse quer zur Ziehstange 4 verläuft. Die Lagerböcke der Rollen 2 sind in den
Fig. 2 und 3 nicht dargestellt. Die Rollen 2 stehen, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich,
untenseitig vor, so dass über den Ziehgriff 3 auch bei Schrägstellung der Halteeinrichtung
8 der Container 1 um die Rollenachse geschwenkt und vorgezogen werden kann.
[0023] Fig. 5 und 6 zeigen ferner, dass eine Aufstellsicherung dadurch gegeben ist, dass
der Deckel 6 durch die obenseitige Anbindung an den Scharnieren 9 automatisch in dieser
Position gehalten wird. Die Scharniere 9 sind dabei an der mittigen Wand der obenseitigen
Lagerausnehmung 17 befestigt. Eine Befestigung ist aber auch an den diese Lagerausnehmung
17 begrenzenden Seitenwänden 16 möglich, beispielsweise über in Lagerungsbohrungen
einschiebbare Lagerbolzen, die an dem Halteelement 11 oder dem Schiebeelement 12 in
der Ausführung gemäß Fig. 6 obenseitig angebracht sind.
[0024] Die Ausführung in Fig. 6 unterscheidet sich von der in Fig. 5 dadurch, dass hier
Halteelement 11 untenseitig in einer Lagerausnehmung 10 der Rückwand 5 des Containers
1 schwenkbar gelagert ist, während obenseitig ein Schiebeelement 12 hieran verschiebbar
gelagert vorgesehen ist.
[0025] Für den Fachmann erschließen sich vielerlei Möglichkeiten der Ausgestaltung durch
die Anbindung des Deckels 6 über gesonderte Scharniere 14. Durch die zusätzlichen
Scharniere 14 an der Halteeinrichtung 8 ist eine hohe Stabilität und Belastbarkeit
gegeben, so dass Container 1 dieser Art sich insbesondere auch für die Aufnahme von
Werkzeugen, die relativ schwer sind, eignen. Ein Umsetzen eines solchen Containers
1, beispielsweise in einer Werkstatt, ist auch mit geöffnetem Deckel 6 auf einfache
Weise möglich, ohne befürchten zu müssen, dass der Deckel 6 zufällt oder Werkzeuge
herausfallen.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Container
- 2
- Rollen
- 3
- Ziehgriff
- 4
- Ziehstange
- 5
- Seitenwand
- 6
- Deckel
- 7
- Randwand
- 8
- Halteeinrichtung
- 9
- Scharnier oben
- 10
- Lagerausnehmung
- 11
- Halteelement
- 12
- Schiebeelement
- 13
- Trägerelement
- 14
- zusätzliches Scharnier
- 15
- Scharnier unten
- 16
- Seitenwand
- 17
- Lagerausnehmung
- 18
- Führungsschiene
- 19
- Führungsschiene
- 20
- Schiebebegrenzung/Bolzen
- 21
- Schlosssysteme
- 22
- Ausnehmung
- 23
- Durchbrüche
1. Transportabler Container (1) mit an einer Seite untenseitig im Kantenbereich vorstehend
angeordneten Rollen (2) und einem Ziehgriff (3) an mindestens einer Ziehstange (4)
an derselben Seite, die nach oben ausziehbar in oder an der Seitenwand (5) gelagert
ist und mit einem um eine horizontale Achse an derselben Seite, an der der Ziehgriff
(3) angeordnet ist, aufstellbaren Deckel (6), dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (6) mindestens an derselben Seite, an der sich der Ziehgriff (3) befindet,
eine Randwand (7) definierter Höhe aufweist, dass die mindestens eine Ziehstange (4)
an einer um eine untere Schwenkachse an der Seitenwand (5) nach außen um einen definierten
Winkel ausstellbar gelagerte Halteeinrichtung (8) gelagert ist, dass an der Halteeinrichtung
(8) obenseitig mittels mindestens eines Scharniers (9) die Randwand (7) schwenkbeweglich
befestigt ist und dass die Randwand (7) eine Höhe aufweist, die der Ausstellweite
der Halteeinrichtung (8) im oberen Randbereich des Containers (1) entspricht.
2. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (8) in einer Lagerausnehmung (10) in der Seitenwand (5) des
Containers (1) versenkbar angeordnet ist.
3. Transportabler Container nach Anspruch 1 oder 2, dadurchgekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (8) aus einem an der Seitenwand (5) schwenkbeweglich gelagerten
Halteelement (11) mit einem hieran obenseitig verschiebbar gelagerten Schiebeelement
(12) oder aus einem untenseitig an der Seitenwand (5) angelenkten Trägerelement (13)
mit einem hieran verschiebbar gelagerten Halteelement (11) oder einem Schiebeelement
(12) besteht.
4. Transportabler Container nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,dass das Schiebeelement (12) mindestens in der Schiebestellung, in der der Deckel (6)
aufgestellt ist, arretierbar ist.
5. Transportabler Container nach Anspruch 1 oder 2, dadurchgekennzeichnet, dass eine Verriegelung oder ein Schlosssystem (21) vorgesehen ist, mit dem das Halte-(11),
Träger- (13) und/oder Schiebeelement (12) in der versenkten Stellung fest mit der
Rückwand des Containers (1) verbindbar ist.
6. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (6) ausschließlich von den Scharnieren (9) am Halte- (11) oder Schiebeelement
(12) gehalten ist oder dass der Deckel (6) an der oberen Kante der Seitenwand (5)
des Containers (1) mittels mindestens einem Scharnier (14) zusätzlich schwenkbeweglich
befestigt ist.
7. Transportabler Container nach Anspruch 1 oder 6, dadurchgekennzeichnet,dass seitliche Scharnierzapfen an dem Halte- (11) oder Schiebeelement (12) vorgesehen
sind, die die oberen Scharniere (9) bilden oder die in Leitkurven in den Seitenwänden
(16) in einer Lagerausnehmung (17) des Deckels (6) geführt sind.
8. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass das Halte- (11), Träger- (13) oder das Schiebeelement (12) ein glattes oder profiliertes
Blech- oder Kunststoffteil ist und Führungsschienen (18) für das Schiebeelement (12)
oder das Trägerelement (13) und für die mindestens eine Ziehstange (4) aufweist oder
das Schiebeelement (12) oder das verschiebbare Halteelement (11) Führungen (19) für
die mindestens eine Ziehstange (4) aufweist.
9. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,dass das Schiebe- (12), Träger-(13) und/oder Halteelement (11) ein Flächenelement ist
und in seitlichen nutenförmigen Führungsschienen (18) am Partnerelement geführt ist
und dass an dem Schiebeelement (12) oder am verschiebbaren Halteelement (11) eine
Schiebebegrenzung vorgesehen ist.
10. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebe- (12) und/oder das verschiebbare Halteelement (11) ein Flächenelement
ist und eine Langlochführung mit einem darin eingreifenden Zapfen aufweist, der an
dem feststehenden Träger- (13) oder Halteelement (11) befestigt ist und den Verschiebeweg
begrenzt.
11. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich an dem Halteelement (11) oder dem Schiebeelement (12) zwei Ziehstangen (4)
vorgesehen sind oder ein Flächenelement, das verschiebbar am Halteelement (11) oder
dem Schiebeelement (12) gelagert ist, welche Ziehstangen (4) oder das Flächenelement
den Ziehgriff (3) an der Oberseite tragen oder trägt.
12. Transportabler Container nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte- (11) oder Schiebeelement (12) außenseitig eine in die Oberflächenstruktur
der Seitenwand (5) angepasste Oberfläche aufweist und dass die mindestens eine Schiebestange
und das Schiebeelement (12) innenseitig vorgesehen sind und in die Lagerausnehmung
(17) des Deckels greifen.
13. Transportabler Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (6) vorderseitig an der Vorderwand des Containers (1) mittels Schlosssysteme
(21) befestigbar ist.
14. Transportabler Container nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretierungseinrichtung aus einer Ausnehmung (22) am Trägerelement (13) und einem
Bolzen (20) mit einer abzugssichernden Scheibe am Halteelement (11) besteht, welcher
Bolzen (20) in der Arretierungsstellung in die Ausnehmung (22) eingeführt ist.
15. Transportabler Container nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Container (1) ein Werkzeugkoffer, ein Gepäckkoffer oder ein anderes Behältnis
ist.