[0001] Die Erfindung betrifft einen Applikator nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie
eine Kosmetikeinheit aufweisend den Applikator nach dem Oberbegriff des Anspruchs
28.
[0002] Ein gattungsgemäßer Applikator ist aus der
US 5,086,793 bekannt. Ein derartiger Applikator weist ein Griffstück auf, von dem in einer Längsrichtung
abgehend ein Stielelement angeordnet ist. Das Stielelement weist an seinem distalen,
d. h. freien Endbereich einen kammartigen Applikatorbereich mit senkrecht zur Längsachse
des Applikators abgehenden Zinken auf. Das Stielelement und der Applikatorbereich
sind entlang einer Längsmittelebene, welche parallel zur Längsachse des Applikators
verläuft mittig in zwei Applikatorhälften bzw. Stielhälften geteilt. Eine der Stiel-/Applikatorhälften
ist bezüglich des Griffstückes fest gelagert. Die andere der Stiel-/Applikatorhälften
ist gegenüber dem Griffstück entlang der Längsrichtung des Applikators ein Stück verschieblich
gelagert, so dass in einer ersten Endstellung Zinken der Applikatorbereiche paarweise
miteinander fluchten und somit zwischen benachbarten Zinkenpaaren ein maximaler Zinkenzwischenraum
vorliegt. In einer zweiten Endstellung liegen die Zinken der einen Applikatorhälfte
in den Zwischenräumen zwischen den Zinken der anderen Applikatorhälfte und verringern
somit einen wirksamen Zinkenabstand. Dies bedeutet, dass die lichte Weite zwischen
dem Zinken der einen Applikatorhälfte und dem Zinken der anderen Applikatorhälfte
halbiert ist. Die Zinken dieses Applikators sind im Wesentlichen flachplattenförmig
ausgebildet, so dass zwischen den Zinken schachtartige Fächer für die Aufnahme von
Mascara gebildet sind. In einer zweiten Ausführungsform sind die Zinken im Querschnitt
halbkreisförmig nach Art eines längsgeteilten Halbzylinders ausgebildet, wobei jeweils
zwei korrespondierende Zylinderhälften in einer Extremstellung einen zylindrischen
Zinken bilden. In einer zweiten zueinander verschobenen Stellung bilden die längsgeteilten
Halbzylinder jeweils für sich einen Zinken.
[0003] Bei dem gattungsgemäßen Applikator ist von Nachteil, dass zumindest eine der Applikatorhälften
fest vorgegeben ist, nämlich diejenige, die fest mit dem Griffstück verbunden ist.
[0004] Somit ist die Variabilität hinsichtlich unterschiedlicher Zinken, Formen, Zinkengeometrien
und dergleichen eingeschränkt. Des Weiteren ist ein relativ hoher konstruktiver Aufwand
erforderlich, um eine exakte Führung der Applikatorhälften zueinander zu erreichen.
[0005] Ein weiterer Nachteil ist eine im Vergleich zur gesamten Applikatorerstreckung sehr
große flächige Anlage der Applikatorhälften zueinander, so dass hier eine deutliche
Tendenz zum unbeabsichtigten Verkleben der Applikatorhälften zueinander zu erwarten
ist. Dies kann die Funktionalität des Applikators im Gebrauch durch antrocknende Mascaramasse
erheblich einschränken. Ein weiterer Nachteil ist, dass lediglich eine Halbierung
des wirksamen Zinkenabstandes, wie sie mit dem gattungsgemäßen Applikator möglich
ist oftmals nicht ausreicht, insbesondere dann wenn besondere Anforderungen hinsichtlich
der zur Separierung von Wimpernhaaren gestellt werden.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen einstellbaren Applikator anzugeben, der
einfach in der Herstellung und insbesondere kostengünstig herstellbar ist. Insbesondere
ist es erstrebenswert, die Anzahl unterschiedlicher Teile zur Verwirklichung eines
erfindungsgemäßen Applikators in Grenzen zu halten.
[0007] Besonderes Augenmerk soll darauf gelegt werden, eine besonders einfach zu montierende
und in der Bedienung robuste und betriebssichere Betätigungsmechanik für den einstellbaren
Applikator anzugeben.
[0008] Insbesondere ist es eine Aufgabe der Erfindung, mit ein und derselben Betätigungsvorrichtung
eine Vielzahl von unterschiedlichen Applikatoren realisierbar zu machen.
[0009] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, im Vergleich zum Stand der Technik die
Bedienergonomie und die ergonomischen Bedingungen beim Auftragen der Mascara auf Wimpern
zu verbessern.
[0010] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine einfach zu handhabende Kosmetikeinheit
aufweisend den erfindungsgemä-βen Applikator anzugeben.
[0011] Diese Aufgaben werden mit einem Applikator mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
mit einer Kosmetikeinheit mit den Merkmalen des Anspruchs 28 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind in den jeweils abhängigen Unteransprüchen angegeben.
[0012] Zur Lösung der Aufgaben sieht die Erfindung vor, einen Applikator für Kosmetika,
insbesondere einen Mascaraapplikator mit zumindest einem Griffstück, an dem zumindest
eine Applikatoreinrichtung angeordnet ist, vorzusehen, wobei die Applikatoreinrichtung
zumindest zwei relativ zueinander bewegbare Applikatorelemente besitzt. Ein solcher
Applikator zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass die Applikatoreinrichtung
nach Art eines Fächers ausgebildet ist und die den Fächer bildenden Applikatorelemente
aus einer ersten Fächerstellung in eine zweite gegenüber der ersten Fächerstellung
breiter oder enger gefächerten Stellung verlagerbar sind und/oder umgekehrt.
[0013] Insbesondere tragen die Applikatorelemente jeweils einen Borstenbesatz, wobei die
Borsten der Applikatorelemente durch die unterschiedlich weite Auffächerung der fächerartigen
Applikatoreinrichtung zueinander verlagert werden und so zwischen Borsten benachbarter
Applikatorelemente unterschiedliche lichte Weiten realisierbar sind, in die Wimpern
beim Applizieren eindringen können. Hierdurch ist in einfacher Art und Weise durch
ein fächerndes Verlagern der Applikatorelemente zueinander eine fächerartige Applikatoreinrichtung
geschaffen, bei der wirksame Borstenabstände, die für das Applizieren von Mascara,
z.B. auf Wimpern maßgeblich sind, in weiten Grenzen vom Bediener einstellbar sind.
[0014] Mit einem solchen Applikator ist es in einfacher Art und Weise möglich, durch eine
nur minimale mechanische Verschwenkung, d.h. insbesondere durch Auf- und Zufächern
Applikatorelementen zueinander den wirksamen Abstand von Borsten, die an den Applikatorelementen
angeordnet sind in einem weiten Bereich stufenlos oder gestuft einzustellen. Hierdurch
kann insbesondere ein hinsichtlich des wirksamen Borstenabstandes in weiten Bereichen
einstellbarer Applikator angegeben werden, mit dem sowohl ein im Bereich der Wimpernkosmetik
oftmals erstrebter Volumeneffekt wie auch ein oftmals gewünschter Separierungseffekt
mit ein und demselben Applikator erreicht werden kann. Zur Betätigung der schwenkbar
gelagerten, sich insbesondere zumindest teilweise überlappenden Applikatorelemente
bietet es sich an, dass die Verlagerung in beiden Richtungen zwangsgeführt durch formschlüssiges
Zusammenwirken über einen Betätigungsmechanismus erfolgt oder in zumindest einer Richtung
die Verlagerung federnd kraftbeaufschlagt, z. B. durch ein Federelement erfolgt. Im
ersten Fall ist die Führung und die mechanisch genau definierte Lage der Applikatorelemente
zueinander in besonders exakter Art und Weise realisiert, wohingegen im zweiten Fall
eine signifikante Vereinfachung des Aufbaus, insbesondere hinsichtlich der Betätigungseinrichtung
erreicht werden kann.
[0015] Es hat sich besonders bewährt, die Applikatorelemente an deren distalen Stirnfläche
mit distal, insbesondere strahlenförmig distal abgehenden Borsten zu versehen.
[0016] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung besitzt der Applikator Applikatorelemente,
die eine plattenartige oder schalenartigen Raumform aufweisen und in einer Extremstellung,
d. h. in einer zueinander maximal oder minimal ausgelenkten Stellung in einer Projektion
senkrecht auf die Plattenebene der Applikatorelemente oder senkrecht auf die Tagentialebene
der schalenartigen Applikatorelemente einen maximal wirksamen Borstenabstand d
WMax zueinander aufweisen. Dies ist insbesondere dann erreicht, wenn die Borsten der Applikatorelemente
mit Borsten der benachbarten Applikatorelemente fluchten. In dieser Stellung ist somit
die Stellung des Applikators erreicht, mittels der das Erreichen eines Volumeneffekts
besonders einfach ist, da die Borsten einen wirksamen Borstenabstand haben, der es
ermöglicht, dass mehrere Wimpern in einer Lücke zwischen zwei benachbarten Borsten
gelangen kann und dort gebündelt werden und als Bündel mit Mascaramasse versehen werden.
Zur Ausbildung des Fächers hat es sich bewährt, die Applikatorelemente nach Art von
Fächerflügeln auszubilden und um eine Schwenkachse S schwenkbar relativ zum Griffstück
anzuordnen. Hierbei ist es zweckmäßig, dass die Schwenkachse S mit der Längsachse
L des Applikators einen Winkel δ einschließt, wobei der Winkel δ in einem weiten Bereich
zwischen 45° und 90° liegen kann. Bevorzugt liegt der Wert des Winkels δ in einem
Bereich zwischen 75° und 90°. Besonders bevorzugt steht die Schwenkachse S senkrecht
auf der Längsachse L, so dass der Winkel δ = 90° beträgt.
[0017] Bei einer Anordnung der Schwenkachse S relativ zur Längsachse L mit einem Winkel
δ ungleich 90° sind in einfacher Art und Weise "abgewinkelte" Applikatoren realisierbar,
d. h, dass die Applikatorelemente bzw. deren Ebenen winklig zur Längsachse L des Applikators
angeordnet sind. Hierdurch kann bei Bedarf eine weitere ergonomische Optimierung des
Applikators erfolgen.
[0018] Besonders bewährt hat es sich, dass eines der zumindest zwei Applikatorelemente oder
zumindest ein weiteres, zusätzliches Applikatorelement bezüglich des Griffstücks im
Bezug auf eine Schwenkung um die Schwenkachse S starr, insbesondere lösbar starr oder
sogar einstückig mit dem Griffstück verbunden ist. Hieraus resultiert eine besonders
einfache Konstruktion und insbesondere bei der Verwendung von insgesamt drei Applikatorelementen
eine besonders einfache mechanische Ansteuerung der Applikatorelemente zur Realisierung
von gewünschten, verschiedenen wirksamen Borstenabständen d
w.
[0019] Alternativ zu einer zwangsgeführten Betätigung der Applikatorelemente in ihrer Schwenkbewegung
kann zumindest eine der Extremstellungen der beweglichen Applikatorelemente mittels
eines federnden Elements erreicht werden, so dass die beweglichen Applikatorelemente
in Richtung einer maximalen Auslenkung vorgespannt sind und mittels einer Betätigungseinrichtung
aus dieser Stellung maximaler Auslenkung entgegen der Federkraft stufenlos oder gerastet
zueinander positionierbar sind.
[0020] Eine derartige Ausgestaltung kann helfen, die Betätigungseinrichtung besonders einfach
auszugestalten, da diese nur eine einzige Schwenkrichtung der Applikatorelemente bewirken
muss.
[0021] Sinnvollerweise tragen die Applikatorelemente an ihrer freien Stirnseite Borsten,
die insbesondere als einteilig angespritzte Borsten ausgebildet sind, wobei die Borsten
einen Abstand d aufweisen und in zumindest einer Stellung des Fächers aus Applikatorelementen
die Borsten benachbarter insbesondere aller Applikatorelemente miteinander fluchten,
so dass in dieser Stellung ein maximal wirksamer Borstenabstand d
WMax gebildet ist.
[0022] Demgegenüber ist es besonders sinnvoll, die Betätigungseinrichtung derart auszulegen,
dass beim Vorsehen von zwei oder n Applikatorelementen die Borsten in einer zweiten
oder n-ten Position der Applikatorelemente einen wirksamen Borstenabstand d
W besitzen, der gegenüber dem maximalen wirksamen Borstenabstand d
WMax halbiert ist oder dessen n-ten Teil beträgt. Mit dieser Maßnahme kann z. B. beim
Einsatz von zwei Applikatorelementen in einfacher Art und Weise eine Extremstellung
mit maximalem wirksamen Borstenabstand d
WMax und eine andere Extremstellung mit einem Borstenabstand d
W=1/2d
WMax realisiert werden. Selbstverständlich können auch wirksame Borstenabstände d
w erzeugt werden, die geringer sind als der halbe maximale wirksame Borstenabstand
d
WMax, jedoch liegen dann beim Vorsehen von zwei Applikatorelementen immer auch Borstenlücken
vor, die einen größeren Abstand als 1/2d
WMax besitzen. Beispielsweise kann beim Einsatz von drei Applikatorelementen in einer
Extremstellung der maximale Borstenabstand d
WMax eingestellt werden und in einer anderen Extremstellung ein minimaler Borstenabstand,
welcher gleichmäßig über einen gewissen Borstenfeldbereich verteilt ist, eingestellt
werden und 1/3 des maximal wirksamen Borstenabstands d
WMax beträgt. In einer solchen Extremstellung ist der Applikator insbesondere für die
Erzielung eines Separierungseffekts geeignet.
[0023] Zweckmäßigerweise ist die Betätigungseinrichtung zur Betätigung der Applikatorelemente
als Schiebemechanik ausgebildet, wobei ein axial entlang einer Längsachse des Applikators
verschiebbares Schiebestück mit Betätigungskanten oder Betätigungsvorsprüngen vorhanden
ist, welche zum Verschwenken der beweglichen Applikatorelemente mit einer Außenkante
oder mit einer Betätigungsnut der Applikatorelemente zwangsführend zusammenwirken.
Dies stellt eine besonders einfache Möglichkeit dar, für eine Auffächerung und Zurückfächerung
der Applikatorelemente zu sorgen.
[0024] Zweckmäßigerweise ist das Schiebestück derart ausgebildet, dass es mit einem Abstreifer
einer Kosmetikeinheit einen fluiddichtenden, insbesondere luftdichten Sitz bilden
kann, so dass aus einem Behälter der Kosmetikeinheit keine Mascaramasse austreten
oder die Masse austrocknen kann.
[0025] Alternativ können die Betätigungskanten oder die Betätigungsvorsprünge mittels eines
Drehorgans oder mittels eines Schiebeorgans betätigbar sein.
[0026] Gemäß einer besonderen Ausführungsform können die Applikatorelemente aus einem elastisch
verformbaren Material ausgebildet sein und insbesondere eine sphärisch gekrümmte Raumform
aufweisen, wobei die Applikatorelemente nach Art von ineinander gelegten Schalen angeordnet
sind und so auf- und zufächerbar angeordnet sind. Diese Maßnahme eröffnet erstrebenswerte
unterschiedliche Designalternativen der Applikatoreinrichtung und kann u. a. die Ergonomie
eines erfindungsgemäßen Applikators positiv beeinflussen.
[0027] Um eine Vielzahl von an der Applikation von Mascara beteiligten Borsten zur Verfügung
zu stellen empfiehlt es sich, die Borsten eines Applikatorelements in mehreren Reihen
nebeneinander verlaufend anzuordnen, so dass je Applikationselement Doppelreihen oder
Mehrfachreihen mit Borsten gebildet sind. Selbstverständlich sind auch einreihig mit
Borsten besetzte Applikatorelemente verwendbar.
[0028] Zweckmäßigerweise kann zur Anpassung der Applizierungseigenschaften die Länge oder
die Raumform oder die Härte und die Nachgiebigkeit der Borsten an den Applikatorelementen
unterschiedlich ausgebildet sein.
[0029] Beispielsweise kann hierfür die Länge der Borsten eines ersten Applikatorelements
unterschiedlich zur Länge der Borsten eines zweiten Applikatorelements sein.
[0030] Als konstruktiv einfache Möglichkeit hat sich herausgestellt, sowohl die schwenkbare
als auch die starre Lagerung einzelner Applikatorelemente mittels einer Lagerbank
zu bewerkstelligen, die insbesondere einstückig mit dem Griffstück verbunden ist.
Hierbei können die Applikatorelemente auf die Lagerbank aufgeclipst sein, wobei die
Lagerbank insbesondere für die beweglichen Applikatorelemente eine Lagerachse aufweist.
Für starr anzuordnende Applikatorelemente sind Blockiereinrichtungen beispielsweise
Stege vorgesehen, die mit korrespondierenden Anschlagkanten der Applikatorelemente
zusammenwirken und so die Schwenkbarkeit der Applikatorelemente unterbinden. Besonders
vorteilhaft ist es, die geometrische Raumform der mehreren Applikatorelemente untereinander
identisch zu gestalten. Dies vermindert zum einen den erforderlichen Werkzeug- und
Formenaufwand. Zum anderen kann es bei der Montage mehrerer Applikatorelemente nicht
zu Verwechslungen kommen. Diese Maßnahme stellt einen besonders kostengünstigen Applikator
zur Verfügung.
[0031] Gleichwohl können natürlich die Applikatorelemente auch unterschiedliche Raumformen
aufweisen. Dies erhöht zwar die Werkzeug- und damit die Fertigungskosten. Jedoch können
mittels der unterschiedlichen Applikatorelementen speziell auf bestimmte Applikationseigenschaften
abgestimmte Applikatoren mit einer bestimmten Fächerzusammensetzung der Applikatorelemente
bereitgestellt werden.
[0032] Des Weiteren sieht die Erfindung eine Kosmetikeinheit aufweisend zumindest einen
erfindungsgemäßen Applikator vor und in einer bevorzugten Ausführungsform besitzt
die Kosmetikeinheit zudem einen Behälter für Mascaramasse, einen Abstreifer und eine
Verschlusseinrichtung zum Halten und Verschließen des Applikators relativ zum Behälter.
Beispielsweise kann die Verschlusseinrichtung eine Verschlusskappe sein, welche den
aus dem Behälter hervorstehenden Applikator vollständig umhüllt oder umgibt. Alternativ
hierzu kann die Verschlusseinrichtung auch ein Verschlussbügel sein, welcher beispielsweise
mit einem Kragen des Applikators zusammenwirkt und diesen hält, so dass im geschlossenen
Zustand zumindest das Griffstück des Applikators teilweise unabgedeckt bleibt. Diese
Variante hat den Vorteil, dass der Applikator sowohl in einer maximal gestauchten
Stellung, die z. B. einer maximal aufgefächerten Stellung der Applikatorelemente entspricht
oder in einer maximal gestreckten Stellung, die beispielsweise einer maximal zusammengefächerten
Stellung der Applikatorelemente entspricht im Behälter gehalten werden kann.
[0033] Alternativ dazu kann eine Kappe vorgesehen sein, die beim Aufsetzen auf den Behälter
einen sich ggf. in gestreckter Stellungen befindenden Applikator wieder soweit zusammendrückt,
dass der Applikator beim Wiederverwenden, d. h. beim wieder Herausnehmen des Applikators
aus dem Behälter immer in einer vorbestimmten definierten Stellung vorliegt aufweisen.
Diese Stellung kann entweder eine der Extremstellungen sein, d. h. maximal aufgefächerte
Applikatorelemente oder minimal aufgefächerte Applikatorelemente aufweisen. Dies kann
auch eine Mittelstellung sein, die ggf. durch die geometrische Abstimmung der Kappe
herstellbar ist.
[0034] Gleichwohl ist es selbstverständlich auch möglich, zwischen der Kappe und dem Applikator
eine Lücke vorzusehen, die ausreichend groß ist, dass trotz vollständiger Umhüllung
des Applikators mit der Kappe dieser in jeder beliebigen gestreckten oder nicht gestreckten
Stellung unterhalb der Kappe angeordnet sein kann. Eine solche Variante hat den Vorteil,
dass der Bediener beim wieder Herausnehmen des Applikators diesen immer in der zuletzt
benutzten Stellung, die z. B. in einer Vorzugsstellung des Bedieners sein kann, entnehmen
kann. Hierdurch können unerwünschte Einstellvorgänge minimiert werden.
[0035] Im Folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1:
- eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Applikators in einer ersten Ausführungsform;
- Figur 2:
- eine Seitenansicht auf den Applikator gemäß Figur 1 in zusammengebautem Zustand mit
Darstellung der verdeckten Linien;
- Figur 3:
- einen Längsschnitt durch den Applikator gemäß Figur 1 entlang der Schnittlinie A-A
aus Figur 2;
- Figur 4a:
- eine isometrische Ansicht eines Applikatorelements eines erfindungsgemäßen Applikators;
- Figur 4b:
- eine Frontansicht auf das Applikatorelement gemäß Figur 4a;
- Figur 4c:
- eine Seitenansicht des Applikatorelements gemäß den Figuren 4a, 4b;
- Figur 5:
- eine Frontansicht auf einem erfindungsgemäßen Applikator in einer zweiten Ausführungsform;
- Figur 6:
- eine Seitenansicht auf den Applikator gemäß Figur 5;
- Figur 7:
- einen Längsschnitt durch den Applikator gemäß Figur 6 entlang der Linie A-A;
- Figur 8:
- einen Längsschnitt durch den Applikator gemäß Figur 6 entlang der Linie B-B;
- Figur 9a:
- eine Frontansicht auf eine Applikatoreinrichtung mit gefächerten Applikatorelementen
in einer maximal aufgefächerten Position, wobei ein wirksamer Borstenabstand dwMax vorliegt;
- Figur 9b:
- eine Frontansicht auf die Applikatoreinrichtung gemäß Figur 9a in einer ersten enger
gefächerten Stellung mit einem wirksamen Borstenabstand von 0,5xdWMax;
- Figur 9c:
- die Applikatoreinrichtung gemäß Figur 9a in einer zweiten engstmöglich gefächerten
Stellung mit einem wirksamen Borstenabstand von 1/3dWMax;
- Figur 10:
- schematisch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Applikators mit Betätigungskanten
und einer federnden Rückführeinrichtung für die Applikatorelemente;
- Figur 11:
- eine weitere Ausführungsform des Applikators gemäß Figur 10 in einer schematischen
Darstellung;
- Figur 12:
- eine weitere Ausführungsform einer möglichen gelenkigen, schwenkbaren Lagerung von
Applikatorelementen eines erfindungsgemäßen Applikators bezüglich des Griffstückes
in einer Draufsicht auf ein Applikatorelement;
- Figur 13:
- eine isometrische Ansicht auf das Applikatorelement gemäß Figur 12;
- Figur 14:
- das Applikatorelement gemäß Figuren 12 und 13 zusätzlich aufweisend eine Betätigungsnut;
- Figur 15:
- eine weitere Ausführungsform einer möglichen gelenkigen, schwenkbaren Lagerung der
Applikatorelemente eines erfindungsgemäßen Applikators in einer Draufsicht auf ein
Applikatorelement;
- Figur 16:
- das Applikatorelement gemäß Figur 15 in einer isometrischen Ansicht;
- Figur 17:
- das Applikatorelement gemäß Figuren 15 und 16 zusätzlich aufweisend eine Betätigungsnut;
- Figur 18:
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit aufweisend einen
Applikator gemäß Figuren 1 bis 3 in Explosionsdarstellung;
- Figur 19:
- eine Seitenansicht auf die Kosmetikeinheit gemäß Figur 12 in zusammengebautem Zustand
mit verdeckten Linien;
- Figur 20:
- einen Längsschnitt durch die Kosmetikeinheit gemäß Figur 13 entlang der Linie A-A;
- Figur 21:
- eine weitere Ausführungsform in einer Längsschnittdarstellung einer erfindungsgemäßen
Kosmetikeinheit mit einem Applikator gemäß den Figuren 5 bis 7;
- Figur 22:
- eine Abwandlung der Kosmetikeinheit gemäß Figur 15 im Längsschnitt;
[0036] Eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen einstellbaren Applikators 1 ist
in den Figuren 1 bis 3 dargestellt, wobei die Darstellung in der Figur 1 eine Explosionsdarstellung
ist, welche Einzelteile des Applikators 1 entlang einer Längsmittelachse L aufgereiht
zeigt. Der Applikator 1 weist ein Griffstück 2, ein Bedienteil 3, ein Schiebestück
4 und eine fächerartige Applikatoreinrichtung 5 bestehend aus einem mittleren Applikatorelement
5a, einem ersten äußeren Applikatorelement 5b und einem zweiten äußeren Applikatorelement
5c auf. Das Bedienteil 3 und das Schiebestück 4 bilden eine Betätigungseinrichtung
6 zur Verstellung des erfindungsgemäßen einstellbaren Applikators 1.
[0037] Für die weitere Beschreibung wird eine Längsrichtung 100 parallel zur Längsachse
100 definiert. Das Griffstück 2 besitzt einen Handhabungsbereich 2a zur Handhabung
des Applikators durch den Bediener. Ausgehend vom Handhabungsbereich 2a wird eine
distale Richtung definiert, die mit der Längsrichtung 100 übereinstimmt. Als proximale
Richtung wird eine Richtung entgegen der Längsrichtung 100 definiert. Als Bezugskörper
für die Begriffe distal und proximal gilt für die nachfolgende Beschreibung der Handhabungsbereich
2a.
[0038] Neben dem Handhabungsbereich 2a besitzt das Griffstück 2 einen Schiebedom 2b, der
distal auf den Handhabungsbereich 2a folgend mit diesem verbunden ist und eine Stufe
7 ausbildet. Der Schiebedom 2b besitzt an seinem distalen Ende 8 eine Lagerbank 9,
welche sich vom distalen Ende 8 ein Stück in Richtung der Längsrichtung 100 wegerstreckt.
Die Lagerbank 9 besitzt eine Lagerachse 10, welche über einen Lagerdom 11, der sich
von der Lagerachse 10 zum distalen Ende 8 hin keilförmig erweiternd erstreckt, getragen
ist. Die Lagerachse 10 bildet eine Schwenkachse S, auf der wie nachfolgend detaillierter
beschrieben die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c schwenkbar oder starr gehalten sind.
Die Schwenkachse S schließt mit der Längsachse L einen Winkel δ ein, wobei der Winkel
δ im Ausführungsbeispiel 90° beträgt. Soll eine abgewinkelte Lage der Applikatoreinrichtung
5 gegenüber dem Griffstück 2 erreicht werden so kann, der Winkel δ zweckmäßigerweise
auch im Bereich zwischen 45°≤ δ < 90°, insbesondere im Bereich zwischen 75°≤ δ < 90°
gewählt werden. Entlang einer Richtung 101, welche parallel zur Schwenkachse S ausgerichtet
ist, besitzt der Lagerdom 11 abschnittsweise unterschiedliche Materialstärken, wobei
in einem mittleren Bereich des Lagerdoms 11 eine maximale Materialstärke vorhanden
ist, die durch gegenüberliegende Stege 12, von denen in Figur 1 nur einer gezeigt
ist, gebildet wird, da die Stege 12 gegenüber den restlichen Bereichen des Lagerdoms
11 ein Stück überstehen. Im Bereich der Stege 12 ist ein aufgeclipstes mittleres Applikatorelement
5a im zusammengebauten Zustand starr oder im Wesentlichen spielfrei, jedenfalls nicht
wesentlich um die Achse S schwenkbar befestigt. In den übrigen Bereichen des Lagerdoms
11, in denen im zusammengebauten Zustand das erste äußere Applikatorelement 5b und
das zweite äußere Applikatorelement 5c montiert werden, ist ein begrenztes Schwenken
der Applikatorelemente 5b und 5c um die Schwenkachse S möglich.
[0039] Distal auf den Handhabungsbereich 2a folgend sitzt das Bedienteil 3, welches als
Schiebehülse ausgebildet ist. Das Bedienteil 3 weist im Inneren Führungsflächen 13
(vgl. Figur 3) auf, welche an Flachseiten 14 des Schiebedoms 2b anliegen und das Bedienteil
somit entlang der Längsrichtung L gegenüber dem Griffstück 2 verschiebbar angeordnet
ist. Im Bereich eines proximalen Endes 15 des Schiebedoms 2b sind zumindest ein oder
mehrere Rastkerben 16 vorgesehen, in die Rastnasen (nicht gezeigt) des Bedienteils
3 an unterschiedlichen Stellen des Verschiebewege entlang der Längsachse L einrasten
können und somit das Bedienteil 3 an vorbestimmten Stellen rastend bezüglich des Griffstücks
2 festlegbar ist.
[0040] Im Bereich eines distalen Endes 17 des Bedienteils 3 weist dieses innenseitig eine
Nut 18 auf, in der das Schiebestück 4 mit einer korrespondierenden Wulst 19 axial,
d. h. in Längsrichtung L festgelegt sitzt. Das Schiebestück 4 weist im Wesentlichen
eine napfförmige Raumform auf und verschließt im Wesentlichen eine Öffnung des Bedienteils
3 an dessen distalem Ende. Das Schiebestück 4 besitzt einen umlaufenden Kragen 20,
welcher im zusammengebauten Zustand des Applikators 1 über die Außenkontur, welche
aus dem Handhabungsbereich 2a, dem Bedienteil 3 und der übrigen Außenoberfläche des
Schiebestücks 4 gebildet ist, übersteht.
[0041] Das im Wesentlichen napfförmige Schiebestück 4 besitzt einen Boden 21, wobei im Boden
21 eine Formausnehmung 22 angeordnet ist, die derart ausgebildet ist, dass die Applikatorelemente
5a, 5b, 5c als Fächerflügel-Paket die Applikatoreinrichtung 5 bildend zur Montage
durch die Formausnehmung 22 steckbar sind. Die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c sind
im montierten Zustand durch die Formausnehmung 22 spielfrei oder mit geringem Spiel
abgestützt und geführt. Im Bereich zweier Begrenzungskanten der Formausnehmung 22
stehen Betätigungsvorsprünge 23b und 23c ein Stück in die Formausnehmung 22 hineinragend
vor. Die Betätigungsvorsprünge 23b und 23c wirken im montierten Zustand es Applikators
1 mit korrespondierenden Betätigungsnuten 24b und 24c in den Applikatorelementen 5a,
5c zusammen (vgl. Figur 3) und ragen ein Stück vorzugsweise mit etwas Spiel in diese
hinein. Distal dem Kragen 20 nachgeordnet besitzt das Schiebestück 4 eine Außenumfangsfläche
25, welche mit einer Abstreifereinrichtung einer Kosmetikeinheit dichtend zusammenwirken
kann.
[0042] Die fächerartige Applikatoreinrichtung 5 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel
aus drei baugleichen sich zumindest teilweise bezüglich ihrer Flachseiten überlappenden
Applikatorelementen 5a, 5b, 5c gebildet. Die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c besitzen
eine im Wesentlichen plattenförmige Raumform. Zur Lagerung der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c auf der Lagerachse 10 weisen die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c im Bereich
eines proximalen Endes der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c jeweils eine Lagerungsausnehmung
26 auf. Die Lagerungsausnehmung 26 ist hinsichtlich des Durchmessers auf den Durchmesser
der Lagerachse 10 abgestimmt, so dass zumindest die Applikatorelemente 5b, 5c bevorzugt
spielfrei oder mit geringem Spiel, jedenfalls schwenkbar auf die Lagerachse 10 aufsteckbar
oder aufclipbar sind. Die Lagerungsausnehmung 26 besitzt zum proximalen Ende der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c eine sich zum proximalen Ende hin keilförmig erweiternde Schlitzausnehmung
27 mit Anschlagkanten 27a, welche hinsichtlich ihres Öffnungswinkels α (vgl. Figur
4b) sowie ihrer lichten Weite b (vgl. Figur 4b) derart auf den Durchmesser der Lagerachse
10 und die geometrische Gestalt des Lagerdoms 9 abgestimmt sind, dass für die au-βen
liegenden Applikatorelemente 5b und 5c eine Schwenkbewegung um die Schwenkachse S
derart weit in beide Schwenkrichtungen möglich ist bis eine der Anschlagkanten 27a
der Schlitzöffnung 27 an den Seitenflächen des Lagerdoms 11 anliegt.
[0043] Die Anschlagkanten 27a der Schlitzöffnung 27 sind zudem derart auf den Lagerdom 11,
insbesondere auf die geometrische Raumform der Stege 12 abgestimmt, dass sich das
mittlere Applikatorelement 5a spielfrei oder nahezu spielfrei an äußeren Stirnseiten
der Stege 12 abstützt und somit im Ergebnis starr, d. h. nicht oder nur unwesentlich
schwenkbar um die Achse 10 am Griffstück 2 gehaltert ist.
[0044] Im Bereich eines distalen Endes 28 der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c weisen die Applikatorelemente
5a, 5b, 5c eine gekrümmte Stirnseite 29 auf (vgl. Figuren 1 bis 3 und 4b). Ein Krümmungsradius
r entspricht bevorzugt dem Abstand der Stirnseite 29 zu einem Mittelpunkt M der Lagerausnehmung
26 und ist grundsätzlich frei wählbar, beträgt jedoch bevorzugt 5 mm bis 100 mm, insbesondere
10 mm bis 80 mm. Von der gekrümmten Stirnseite 29 erstrecken sich in distaler Richtung
strahlenförmig abgehend eine Vielzahl von Borsten 30, welche besonders bevorzugt einstückig
jeweils mit den Applikatorelementen 5a, 5b, 5c verbunden sind. Die Borsten 30 sind
somit bevorzugt als angespritzte Borsten ausgebildet. Die Applikatorelemente 5a, 5b,
5c und die Borsten 30 können also sowohl als Einkomponentenspitzgussteil aus ein und
demselben Kunststoffmaterial hergestellt werden. Selbstverständlich sind auch Mehrkomponentenspritzgussteile,
insbesondere Zweikomponentenspritzgussteile möglich, bei denen insbesondere die einstückig
angebundenen Borsten 30 z.B. aus einem weicheren Material bestehen als der Rest der
Applikatorelemente 5a, 5b, 5c. Hierdurch können insbesondere an einem Applikatorelement
relativ weichere oder auch härtere Borsten 30 angeformt sein, die das Applikationsergebnis
vorteilhaft beeinflussen.
[0045] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist jede Stirnseite 29 eines jeden Applikatorelements
5a, 5b, 5c eine Reihe von Einfach- oder Doppelborsten auf, wobei jeweils zwei benachbarte
Borsten 30 der parallel verlaufenden Borstenreihen 30a, 30b, 30c in einer Blickrichtung
parallel zur Richtung 101 miteinander fluchten.
[0046] Die Borsten 30 weisen im vorliegenden Fall eine spitzkegelige Raumform auf, wobei
die Länge 1 der Borsten etwa dem 3- bis 20-fachen der Dicke b
1 am Borstenfuß entspricht. Die Borsten weisen in radialer Richtung vom Mittelpunkt
M der Lagerungsausnehmung 26 strahlenförmig in distaler Richtung weg, wobei die Mittelachsen
zweier benachbarter Borsten 30 in einer Draufsicht auf die Applikatorelemente 5a,
5b, 5c gemäß Figur 9a einen Winkel β einschließen. Der Winkel β beträgt im Ausführungsbeispiel
etwa 5°, liegt jedoch bevorzugt im Bereich zwischen 3°≤ β < 15°, insbesondere 3°≤
β < 10°. Hieraus resultiert ein Abstand zweier benachbarter Borsten 30 gemessen von
Spitze zu Spitze zweier benachbarter Borsten 30 von in etwa 1 mm bis 5 mm. Der Abstand
zwischen zwei benachbarten Borsten ein und desselben Applikatorelements 5a oder 5b
oder 5c entspricht dem maximal möglichen wirksamen Borstenabstand d
wMax. Von der Lagerungsausnehmung 26 distal abgehend in Richtung der freien Stirnkante
29 erstreckt sich eine taschenartige Vertiefung, welche die Betätigungsnuten 24b und
24c bildet.
[0047] Zur Bildung einer Applikatoreinrichtung 5 sind im Ausführungsbeispiel jeweils drei
vorzugsweise identische Applikatorelemente 5a, 5b, 5c vorgesehen, welche derart bevorzugt
überlappend mit ihren Flachseiten aufeinandergelegt sind, dass eine Art Fächerflügel-Paket
aus Applikatorelementen 5a, 5b, 5c entsteht, wobei die Lagerungsausnehmungen 26 der
Applikatorelemente 5a, 5b, 5c miteinander fluchten und ein Winkelversatz benachbarter
Applikatorelemente 5c und 5a oder 5a und 5b vorliegt, der insbesondere dem 2-fachen
des Wertes des Winkels β entspricht.
[0048] Lediglich verdeutlichend sei hier angemerkt, dass im Ausführungsbeispiel das Fächerflügelpaket
aus drei identischen Applikatorelementen 5a, 5b, 5c ausgebildet ist. Selbstverständlich
liegt es im Bereich der Erfindung ein Fächerflügel-Paket aus Applikatorelementen 5a,
5b, 5c zu bilden, die entweder hinsichtlich ihrer geometrischen Raumform unterschiedlich
sind oder hinsichtlich des Werkstoffes Unterschiede aufweisen. Gerade hierin liegt
ein wesentlicher Vorteil der Erfindung, da in einfacher Art und Weise durch unterschiedliche
Konfiguration von Fächerflügelpaketen aus gegebenenfalls unterschiedlichen oder identischen
Applikatorelementen 5a, 5b, 5c unterschiedliche Applikationseigenschaften bereitgestellt
werden können, die in einfacher Art und Weise an unterschiedliche Kundenwünschen oder
gegebenenfalls auch an unterschiedliche Fertigungsanforderungen anpassbar sind. Beispielsweise
können Borsten 30 der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c eine unterschiedliche Härte oder
Elastizität haben, so dass einige der Borsten 30 des Applikators 1 beispielsweise
härter sind als andere. Die beiden äußeren Applikatorelemente 5c und 5b weisen demnach
einen Winkelversatz in Höhe des 4-fachen Wertes des Winkels β zueinander auf. Die
Begrenzungskanten 27a der Schlitzausnehmungen 27 sind hierbei derart dimensioniert
und in ihrer Anordnung so gewählt, dass eine Anschlagkante 27a der Schlitzausnehmung
27 des Applikatorelements 5c auf einer ersten Seite des Lagerdoms 11 anliegt. Die
gegenüberliegende Anschlagkante 27a weist somit jeweils zur gegenüberliegenden Seitenfläche
des Lagerdoms 11 Freigang auf. Die Anschlagkanten 27a der Schlitzausnehmungen 27 des
mittleren Applikatorelements 5a liegen auf den freien Stirnseiten der Stege 12 auf,
so dass das mittlere Applikatorelement 5a im Wesentlichen starr jedenfalls nicht wesentlich
schwenkbar um die Schwenkachse S am Griffstück 2 angebunden ist. Beim zweiten äußeren
Applikatorelement 5c entspricht die Ausgangsanordnung im Ausführungsbeispiel in etwa
dem anderem Extrem der Schwenklage des vorbeschriebenen Applikatorelements 5c.
[0049] Im Folgenden ist also die vorbeschriebene fächerartige Applikatoreinrichtung 5 in
einer Ausgangslage gemäß dem vorbeschriebenen Paket von gefächerte Applikatorelementen
5a, 5b, 5c zu verstehen.
[0050] Die Montage eines erfindungsgemäßen Applikators gemäß den Figuren 1 bis 3 kann wie
folgt erfolgen.
[0051] Das Bedienteil 3 wird zunächst auf den Schiebedom 2b des Griffstückes 2 aufgeschoben
bis die nicht gezeigten Rastnasen in eine der Rastkerben 16 einrastet. Anschließend
wird das Schiebestück 4 entgegen der Längsrichtung 100 in das Bedienteil 3 eingesetzt.
Alternativ kann selbstverständlich auch eine Vormontage des Bedienteils 3 und des
Schiebestücks 4 erfolgen und die Betätigungseinrichtung 6 als Ganzes auf den Schiebedom
2b des Griffstücks 2 aufgeschoben werden. In diesem Zustand wird ein vorkonfiguriertes
Paket von gefächerten Applikatoreinrichtungen 5a, 5b, 5c entgegen der Richtung 100
durch die Formausnehmung 22 geführt, derart, dass die Betätigungsvorsprünge 23 mit
den Betätigungsnuten 24b und 24c der außen liegenden Applikatorelemente 5b und 5c
in Eingriff gelangen. Das Paket aus den Applikatorelementen 5a bis 5c wird derart
weit durch die Formausnehmung 22 geschoben, bis die Applikatorelemente 5a bis 5c durch
Aufclipsen auf der Lagerachse 10 festgelegt sind. Die äußeren Applikatorelemente 5b
und 5c kommen dabei im Bereich neben den Stegen 12 des Lagerdoms 11 zu liegen, so
dass die äußeren beiden Applikatorelemente 5b und 5c um die Schwenkachse S ein Stück
hin und her schwenkbar sind. Das mittlere Applikatorelement 5a kommt derart auf der
Lagerbank 9 zu liegen, dass die Anschlagkanten 27a der Schlitzausnehmung 27 mit den
freien Stirnseiten der Stege 12 zusammenwirken und das mittlere Applikatorelement
5a nicht oder nahezu nicht schwenkbar um die Achse S bezüglich der Lagerbank 9 und
somit relativ zum Griffstück 2 festgelegt ist. In diesem Stadium ist der Applikator
fertig montiert.
[0052] Durch axiales Verschieben des Bedienteils 3 z. B. in Richtung der Längsachse L wird
im gleichen Maße das Schiebestück 4 axial mitbewegt, wodurch sich die Betätigungsvorsprünge
23b und 23c in den entsprechenden Betätigungsnuten 24c und 24b bewegen und mit den
Rändern der Betätigungsnuten 24b und 24c zusammenwirken, so dass die äußeren Applikatorelemente
5b und 5c in Abhängigkeit des axialen Verschiebeweges des Bedienteils 3 und des Schiebestücks
4 in Längsrichtung 100 eine Schwenkbewegung zur Längsachse L hin erfahren. Bei einer
Schiebebewegung des Bedienteils 3 entgegen der Längsichtung 100 ist der Ablauf umgekehrt,
da die Betätigungsvorsprünge 23c und 23b mit den anderen gegenüberliegenden Begrenzungskanten
der Betätigungsnuten 24b und 24c zusammenwirken und somit die äußeren Applikatorelemente
5b und 5c in eine Gegenschwenkrichtung von der Längsachse L weg zwangsgeführt verschwenkt
werden.
[0053] Im Folgenden werden die unterschiedlich gefächerten Stellungen der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c zueinander und die daraus resultierenden Wirkungen für die Applikation
von Mascaramasse beispielsweise auf Augenwimpern erläutert.
[0054] In der Figur 9a sind die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c in maximal auseinander gefächerter
Stellung gezeigt. Die Blickrichtung, d. h. die Projektionsrichtung der Figuren 9a,
9b, 9c ist senkrecht auf die Zeichenebene und somit senkrecht auf die Ebene der plattenförmige
Applikatorelemente 5a, 5b, 5c gerichtet.
[0055] In einer maximal breit gefächerten ersten Fächerstellung der Applikatorelemente 5a,
5b, 5c gemäß Figur 9a ist das mittlere, feststehende Applikatorelement 5a derart ausgerichtet,
dass es in etwa symmetrisch zur Längsachse L ausgerichtet ist. Gegenüber dem mittleren
Applikatorelement 5a ist das erste äußere Applikatorelement 5b um das 2-fache des
Winkels β in der Ansicht in Figur 9a nach rechts (im Uhrzeigersinn) verschwenkt angeordnet.
Das zweite äußere Applikatorelement 5c, welches in der Darstellung gemäß Figur 9a
das tiefstliegende Applikatorelement ist, ist gegenüber dem mittleren, feststehenden
Applikatorelement 5a um den doppelten Winkel β entgegen dem Uhrzeigersinn, d. h. in
der Figur 9a nach links verschwenkt angeordnet. Hierdurch ist ein Kernüberlappungsbereich
Ü
K gebildet, in dem Borsten 30 aller drei Applikatorelemente 5a, 5b, 5c liegen, wobei
die Borsten 30 der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c in einer Projektionsrichtung senkrecht
auf die Zeichnungsebene der Figur 9a zueinander fluchten und beispielsweise in drei
Reihen oder drei Doppelreihen 30a, 30b, 30c hintereinander angeordnet sind. Die Borsten
30 ein und desselben Applikatorelements 5a, 5b, 5c haben zueinander einen wirksamen
Borstenabstand d
W, der dem maximalen Borstenabstand d
WMax entspricht. Dadurch, dass alle Borsten 30 aller Applikatorelemente 5a, 5b, 5c im
Kernüberlappungsbereich Ü
K hintereinander fluchtend angeordnet sind findet keine wirksame Verminderung des wirksamen
maximalen Borstenabstandes d
WMax statt.
[0056] Randlich benachbart zum Kernüberlappungsbereich Ü
K schließen sich Teilüberlappungsbereiche Ü
T1 und Ü
T2 an. Bei der Bildung des Teilüberlappungsbereichs Ü
T1 sind in der Darstellung gemäß Figur 9 Borsten 30 des mittleren Applikatorelements
5a und des zweiten äußeren, Applikatorelements 5c beteiligt. Die Borsten 30 dieser
beiden Applikatorelemente 5a, 5c fluchten in einer Projektionsrichtung senkrecht auf
die Zeichenebene gemäß der Figur 9a zueinander, so dass innerhalb des Teilüberlappungsbereichs
Ü
T1 ebenfalls der maximal erreichbare wirksame Borstenabstand d
WMax vorliegt.
[0057] Gleiches gilt entsprechend für den Teilüberlappungsbereich Ü
T2, an dem ausschließlich Borsten 30 des mittleren Applikatorelements 5a und des ersten
äußeren Applikatorelements 5b beteiligt sind. Im Übrigen gelten die zum Teilüberlappungsbereich
Ü
T1 gemachten Aussagen für den Teilüberlappungsbereich Ü
T2 entsprechend.
[0058] Randlich anschließend an die Teilüberlappungsbereiche Ü
T1 und Ü
T2 sind Randbereiche R
1 und R
2 angeordnet. Bei der Bildung der Randbereiche R
1 und R
2 sind ausschließlich Borsten 30 eines der äußeren Applikatorelemente 5b oder 5c beteiligt.
Der Randbereich R
1 ist in der Darstellung gemäß Figur 9a durch Borsten 30 des zweiten äußeren Applikatorelements
5c gebildet, wohingegen der Randbereich R
2 ausschließlich durch Borsten 30 des ersten äußeren Applikatorelements 5b gebildet
ist.
[0059] Alle vorbeschriebenen Bereiche, d. h. der Kernüberlappungsbereich Ü
K, der Teilüberlappungsbereich Ü
T1 und Ü
T2 sowie die Randbereiche R
1 und R
2 bilden ein Borstenfeld B. Das Borstenfeld B weist einen Sektorwinkel γ
B auf, der bevorzugt im Bereich 20°≤ γ
B <90° liegt. Der Sektorwinkel γ
ÜK des Kernüberlappungsbereichs Ü
K ist abhängig von der Anzahl der Borsten 30 innerhalb des Überlappungsbereiches Ü
K und ist ein Vielfaches des Winkels β. Er beträgt im Ausführungsbeispiel das 6-fache
des Winkels β kann aber sinnvollerweise in einem Bereich des 2-fachen bis 20-fachen
insbesondere des 2- bis 15-fachen von β liegen. Die Sektorenwinkel γ
T1 und γ
T2 der Teilüberlappungsbereiche Ü
T1 und Ü
T2 betragen im Ausführungsbeispiel jeweils das doppelte des Winkels β. Gleiches gilt
für die Sektorenwinkel γ
R1 und γ
R2, welche die Sektorenwinkel der Randbereiche R
1 und R
2 sind. Kennzeichnend für die maximal aufgefächerte Stellung der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c gemäß Figur 9a ist, dass über das gesamte Borstenfeld B hinweg in einer
Projektion senkrecht auf die Ebene der Applikatorelemente 5a bis 5c zwischen allen
Borsten 30 jeweils der wirksame Borstenabstand d
W dem maximal wirksamen Borstenabstand d
WMax entspricht. Der maximal wirksame Borstenabstand d
WMax ist also konstruktiv durch den Abstand d der einzelnen Borsten 30 an der Stirnseite
eines jeden der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c bestimmt. Er beträgt im Ausführungsbeispiel
etwa 2 mm und liegt bevorzugt zwischen 1 mm und 5 mm, so dass der Abstand d
W ausreichend groß ist um eine Mehrzahl von Wimpern zu fassen und beim Applizieren
zu bündeln. In dieser maximal aufgefächerten Position eignet sich der erfindungsgemäße
Fächerapplikator insbesondere dafür, das Volumen der mit dem Applikator 1 zu behandelten
Wimpern durch Auftragen von Mascaramasse zu erhöhen und den oftmals gewollten, sogenannten
Volumeneffekt im Schminkergebnis/Applikationsergebnis zu erreichen. Dieser maximal
aufgefächerten Stellung der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c gemäß Figur 9a ist zweckmä-βigerweise
eine korrespondierende Rastkerbe 16 für das Bedienteil 3 zugeordnet, so dass die Applikatorelemente
5a, 5b, 5c in dieser Stellung lösbar festlegbar insbesondere rastend festlegbar sind.
Ausgehend von der Stellung gemäß Figur 9a kann durch das Verschieben des Bedienteils
3 bewirkt werden, dass die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c in eine enger gefächerte
Stellung gemäß Figur 9b übergeführt werden. Diese erste enger gefächerte Stellung
gemäß Figur 9b wird nachfolgend beschrieben.
[0060] Um zur Stellung gemäß Figur 9b ausgehend von der Stellung gemäß Figur 9a zu gelangen,
wird das erste äußere Applikatorelement 5b um die Schwenkachse S entgegen dem Uhrzeigersinn
um die Hälfte des Winkels β verschwenkt. Das zweite äußere Applikatorelement 5c wird
hierbei um die Hälfte des Winkels β um die Schwenkachse S verschwenkt. In dieser Stellung
ist der Sektorwinkel γ
B' des gesamten Borstenfeldes B' also insgesamt um den Wert des Winkels β kleiner als
in einer Stellung gemäß Figur 9a. Bei dieser Bewegung werden die Borsten 30 der äußeren
Applikatorelemente 5b und 5c durch Schwenken jeweils soweit versetzt, dass sie in
einer Projektionsrichtung senkrecht auf die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c mittig zwischen
zwei Borsten 30 des mittleren Applikatorelements 5a zu liegen kommen. Hierdurch ist
für die Applikation von Mascara der wirksame Borstenabstand d
w auf die Hälfte des Wertes d
WMax verringert (d
W=1/2 d
WMax), so dass der für das Applikationsergebnis wesentliche wirksame Borstenabstand d
w in einem weiten Bereich Ü' des Borstenfeldes B' nur halb so groß ist wie der maximal
wirksame Borstenabstand d
WMax. Mit der erfindungsgemäßen Anordnung gelingt dies in einem Borstenfeldbereich Ü'
mit einem Sektorwinkel γ
Ü'. Randlich benachbart zum Borstenfeldbereich Ü' sind Randbereiche R'
1 und R'
2 gebildet. Sie haben jeweils einen Sektorenwinkel γ
R1' bzw, γ
R2' in der Größe des Winkels β.
[0061] Aufgrund der Halbierung des wirksamen Borstenabstandes d
WMax in einer Stellung gemäß Figur 9b werden sowohl befriedigende Ergebnisse hinsichtlich
des Volumeneffektes beim Auftragen des Mascara erzielt als auch eine gegenüber der
Stellung gemäß Figur 9a erhöhte Separierung der Wimpern erzielt. Zweckmäßigerweise
ist auch in der Stellung der Applikatorelemente 5a bis 5c gemäß Figur 9b eine korrespondierende
Rastkerbe 16 für das Bedienteil 3 zugeordnet, so dass die Applikatorelemente 5a bis
5c in dieser Stellung lösbar rastend fixierbar sind.
[0062] Ausgehend von der Stellung gemäß Figur 9b können die äußeren Applikatorelemente 5b
und 5c jeweils in deren Schwenkrichtung entgegen (Applikatorelement 5b) und im Uhrzeigersinn
(Applikatorelement 5c) um ein weiteres Stück weiterverschwenkt werden, insbesondere
um ein weiteres sechstel des Winkels β, so dass ausgehend von der Startstellung gemäß
Figur 9a das erste äußere Applikatorelement 5b um einen Winkel in Höhe von insgesamt
2/3 des Wertes des Winkels β entgegen und das zweite äußere Applikatorelement 5c um
einen Winkel in Höhe von insgesamt 2/3 des Winkels β im Uhrzeigersinn verschwenkt
sind. Diese Stellung ist in Figur 9c abgebildet. Charakteristisch für diese Stellung
ist, dass der wirksame Borstenabstand d
w in einem weiten Borstenfeldbereich Ü " jeweils in einer Projektion senkrecht auf
die Ebene der Applikatorelemente 5a bis 5c nur 1/3 des Wertes von d
WMax beträgt. Der zugehörige Sektorwinkel Yü" beträgt in diesem Fall das 8

-fache des Winkels β. Innerhalb dieses Borstenbereich Ü" liegt durchgehend dieser
wirksame Borstenabstand d
W=1/3 d
WMax vor. Randlich benachbart zum Borstenbereich Ü" befinden sich die Randbereiche
R' '1 und R"
2. Innerhalb der Randbereiche R"
1 und R"
2 kommen wirksame Borstenabstände d
W in Höhe von 1/3 d
WMax und in Höhe von 1/2 d
WMax vor. Diese Bereiche sind allerdings in dieser Stellung für das Applikationsergebnis
von nachgeordneter Bedeutung. In der
[0063] Stellung gemäß Figur 9c, d. h. mit einem wirksamen Borstenabstand d
W von 1/3 d
WMax innerhalb eines Borstenbereichs Ü" wird insbesondere ein hohes Maß an Separierung
der mit Mascaramasse zu versehenden Wimpern erreicht, da auf Grund des sehr engen
wirksamen Borstenabstandes d
W eine Bündelung der Wimpern, wie sie zur Erzielung des Volumeneffekts in einer Stellung
gemäß Figur 9a erwünscht ist nahezu ausgeschlossen ist. Es findet vielmehr ein kämmendes
Trennen der Wimpern statt, so dass ein gutes Separationsergebnis erzielbar ist.
[0064] Zweckmäßigerweise ist auch dieser Stellung der Applikatorelemente 5a bis 5c eine
korrespondierende Rastkerbe 16 für das Bedienteil 3 zugeordnet, so dass diese Stellung
gemäß Figur 9c auch rastend festlegbar ist.
[0065] Um die vorbeschriebenen Fächerstellungen gemäß Figur 9a, 9b, 9c erreichen zu können
empfiehlt es sich, die Borstengeometrie wie folgt auszulegen. Die Borsten 30 sind
im Wesentlichen als spitzkegelige oder keilförmige Borsten 30 ausgebildet und weisen
im Bereich eines Borstenfußes, also in dem Bereich, in dem die Borste 30 mit der Stirnkante
29 des plattenförmigen Applikatorelements 5a, 5b, 5c verbunden ist einen Durchmesser
bzw. eine Dicke b
1 auf. Der Wert für b
1 ist bei n Applikatorelementen bevorzugt etwas kleiner als der n-te Teil des maximal
wirksamen Borstenabstands d
WMax. Diese Wahl für b
1 ermöglicht es, in einer Stellung gemäß Figur 9c den wirksamen Borstenabstand von
1/3 d
WMax zu erreichen, ohne dass die Borsten 30 sich im Fußbereich überlappen. Hierdurch kann
eine maximale Kämmtiefe, also das Eindringen von Wimpern bis zum Grund oder nahezu
bis zum Grund zwischen zweier benachbarter Borsten 30 erreicht werden. Wird der Wert
für b
1 etwas größer gewählt, so finden in einer Stellung gemäß Figur 9c im Fußbereich der
Borsten Überlappungen statt, so dass die Zwischenräume zwischen zwei Borsten, die
im Abstand von 1/3 d
WMax nebeneinander angeordnet sind kleiner werden und somit die Wimpern bei der Applikation
nicht mehr ganz so tief zwischen die Borsten 30 eintauchen können. Als bevorzugter
Wert für b
1 hat sich ein Maß von 0, 2xd
WMax bis 0, 4xd
WMax bewährt. Insbesondere ein Bereich von 0, 2xd
WMax ≤ b
1 < 0, 3xd
WMax geeignet.
[0066] Im vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel besitzen die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c,
an deren freier Stirnseite 29 jeweils 11 Borsten, die zueinander in gleichmäßigen
Abständen entlang der gekrümmten Stirnseite 29 angeordnet sind. Selbstverständlich
liegt es auch im Bereich der Erfindung, eine größere oder kleinere Anzahl von Borsten
30 vorzusehen, wobei die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c eine unterschiedliche Anzahl
an Borsten aufweisen können. Die oben beschriebenen Anordnungen der Borsten 30 mit
maximalem wirksamem Abstand d
WMax gemäß Figur 9a, mit 1/2 d
WMax gemäß Figur 9b und mit 1/3 d
WMax gemäß Figur 9c lassen sich mit der beschriebenen Ausführungsform leicht und unkompliziert
erreichen. Dies schließt allerdings keinesfalls andere Borstenbesätze der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c aus. Insbesondere können die Borsten 30 der Applikatorelemente 5a, 5b,
5c an ihren freien distalen Borstenenden auch Verdickungen tragen, wobei diese Verdickungen
insbesondere tropfenförmig ausgebildet sein können.
[0067] Im gezeigten Ausführungsbeispiel gehen die Borsten 30 strahlenförmig gerade vom Mittelpunkt
M aus vom Applikatorelement 5a, 5b, 5c ab und verjüngen sich zu deren distalen Ende
hin. Alternativ können die Borsten 30 der Applikatorelemente auch eine Krümmung aufweisen.
Eine derartige Krümmung kann beispielsweise bei den Borsten der äußeren Applikatorelemente
5b und 5c derart gerichtet sein, dass sie auf die Borsten 30 des mittleren Applikatorelements
5a zugebogen sind. Hierdurch kann insbesondere das Applikationsverhalten des Applikators
demjenigen angenähert werden, bei dem alle Borsten in einer zentralen Mittelebene,
beispielsweise in der Ebene des Applikatorelements 5a liegen würden.
[0068] Eine Dicke D der Applikatorelemente 5a bis 5c sollte möglichst gering gewählt werden,
damit ein Abstand von Borstenreihen 30a, 30b, 30c zueinander (vgl. Figur 3) möglichst
gering ausgebildet werden kann. Bei einem doppelreihigen Borstenbesatz pro Applikatorelement
5a, 5b, 5c wie in Figur 3 gezeigt hat sich eine Plättchendicke D von 1 mm bis 2 mm,
insbesondere 1,4 mm bis 1,8 mm bewährt. Bei einreihigem Borstenbesatz kann die Dicke
D weiter verringert werden. Insbesondere bewährt hat sich ein Dickenbereich von 0,7
mm bis 1,4 mm, insbesondere von 0,7 mm bis 1,0 mm.
[0069] Im Folgenden wird eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Applikators
anhand der Figuren 5 bis 8 beschrieben. Die zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Applikators 1 beruht hinsichtlich des Fächerwirkprinzips auf den vorbenannten Merkmalen
und Eigenschaften des Applikators gemäß der ersten Ausführungsform, so dass diese
hier nicht wiederholt werden. Bereits gemachte Aussagen treffen auch auf den Applikator
der zweiten Ausführungsform zu. Der Applikator 1 der zweiten Ausführungsform unterscheidet
sich lediglich hinsichtlich des Betätigungsmechanismusses, wobei der Schiebemechanismus
bestehend aus dem Schiebestück 4 und dem Bedienteil 3 des Applikators gemäß der ersten
Ausführungsform durch einen Drehmechanismus ersetzt ist. Dieser wird nachfolgend detailliert
beschrieben. Für die Beschreibung werden Bauteile mit gleicher Funktion mit den bereits
eingeführten Bezugszeichen versehen.
[0070] Das Griffstück 2 des Applikators 1 gemäß Figuren 5 bis 8 besitzt zusätzlich zu dem
Schiebedom 2b einen Gewindeabschnitt 2c, welcher in Axialrichtung 100 auf das Griffstück
2 folgend angeordnet ist. Der Schiebedom 2b ist axial in Längsrichtung 100 auf den
Gewindeabschnitt 2c folgend angeordnet. Das Schiebestück 4 weist eine Schiebemuffe
50 auf, mit dem das Schiebestück 4 außenseitig über den Schiebedom 2b gesteckt ist
und axial in Richtung der Längsachse 100 bezüglich des Griffstücks 2 verschiebbar
gelagert ist. Des Weiteren ist ein Drehbedienteil 3a vorgesehen, welches mit einem
Gewinde 51 des Gewindeabschnitts 2c zusammenwirkt. Das Drehbedienteil 3a ist relativ
zum Griffstück 2 um die Längsachse L drehbar gelagert. Am distalen Ende des Drehbedienteils
3a ist das Drehbedienteil 3a in eine korrespondierende Ausnehmung des Schiebestücks
4 gesteckt und bezüglich des Schiebestücks 4 ebenfalls drehbar um die Achse L gelagert
und über das Gewinde 51 axial verlagerbar ist. Anstelle der Rastkerben 16 des ersten
Ausführungsbeispiels sind optische Markierungen 16a auf der zylindrischen Außenseite
des Griffstücks 2 vorhanden. Ein zu den optischen Markierungen 16a korrespondierendes
Markierungsgegenstück 16b ist auf der zylindrischen Außenseite des Drehbedienteils
3a angeordnet. Wird das Drehbedienteil 3a mit dem Markierungsgegenstück 16b auf eine
der optischen Markierungen 16a gedreht, d. h. die Markierungen 16a und 16b in Flucht
gebracht, entspricht dies jeweils einer der Fächerstellungen gemäß den Figuren 9a
bis 9c.
[0071] Insbesondere aus der Schnittdarstellung gemäß Figur 7, welche einen Mittelängsschnitt
entlang der Linie A-A aus Figur 6 entspricht ist gut zu erkennen, dass das mittlere
Applikatorelement 5a wie beim ersten Ausführungsbeispiel formschlüssig und unverschwenkbar
auf der Lagerbank 9, insbesondere auf der Lagerachse 10 sitzt und die Stege 12 des
Lagerdoms 11 eine Verschwenkung des mittleren Applikatorelements 5a blockieren.
[0072] Demgegenüber ist wie in Figur 8 dargestellt das zweite äußere Applikatorelement 5c
in einem Schwenkbereich um die Lagerachse 10 beweglich, da in dem Bereich der Lagerbank
9, in dem das äußere Applikatorelement 5b wie auch das zweite äußere Applikatorelement
5c gelagert sind, der Lagerdom 11 dünner ausgebildet ist (es fehlen die Stege 12).
Hierdurch entsteht eine schwenkbare Beweglichkeit, die für die erfindungsgemäße fächerartige
Verstellbarkeit des Applikators ausreichend ist. Im Übrigen entspricht die Betätigungsmechanik
des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß den Figuren 5 bis 7 derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels.
Die Betätigungsvorsprünge 23b und 23c greifen in Betätigungsnuten 24b, 24c der äußeren
Applikatorelemente 5b und 5c ein, so dass eine axiale Verschiebung des Schiebestücks
4 welche in diesem Ausführungsbeispiel durch ein Verdrehen des Drehbedienteils 3a
erzeugt wird, zu einer Veränderung der Auffächerung der Applikatorelemente 5a bis
5c zueinander führt. Bei dieser Drehmechanik des zweiten Ausführungsbeispiels handelt
es sich ebenso wie bei der Schiebemechanik des ersten Ausführungsbeispiels um eine
Zwangsführung der äußeren Applikatorelemente 5c und 5b, in beiden Schwenkrichtungen
da sowohl ein Auffächern als auch ein Zusammenfächern der Applikatorelemente zueinander
zwangsgeführt, insbesondere formschlüssig über eine Vorsprung-/Nutkombination erfolgt.
[0073] Demgegenüber sind auch Betätigungsmechaniken denkbar, die nur in einer Richtung zwangsgeführt
sind. Hierfür können beispielsweise Federelemente 60 (vgl. Figuren 10 und 11) vorgesehen
sein, mittels denen die Applikatorelemente federnd, also kraftbelastet in eine vorbestimmte
Ausgangslage gedrückt werden. Bei der Ausführungsform gemäß Figur 10 ist das federnde
Element 60 am Applikatorelement 5a oder 5b oder 5c angelenkt und stützt sich federnd
an einem Boden 61 des Griffstücks 2 ab, so dass das dargestellte Applikatorelement
5c in einer bezüglich der Längsachse L nach rechts ausgelenkten Fächerstellung vorgespannt
ist. Bei dieser Bauart kann durch einfaches Umdrehen des Applikatorelements 5c und
Aufstecken desselben in einer gespiegelten Lage erreicht werden, dass sich das Federelement
60 an einem anderen Bereich des Bodens 61 abstützt und somit eine Auslenkung des Applikatorelements
5c in die andere Richtung bewirkt. Zur Veränderung dieser federnd vorgespannten ausgelenkten
Lage dient wiederum das Schiebestück 4, welches durch ein Drehbedienteil 3a oder durch
ein Bedienteil 3 in axialer Richtung 100 verschoben wird. Eine Steuerkante 62 des
Schiebestücks 4 wirkt dabei mit einer Außenkante 63 des Applikatorelements zusammen,
wobei bei einer Bewegung des Schiebestücks 4 in einer Richtung 100 das Applikatorelement
entgegen dem Federdruck des federnden Elements 60 zur Längsachse L hin, formschlüssig,
d. h. zwangsgeführt verschwenkt wird.
[0074] Ein im Wesentlich gleiches Prinzip verfolgt die Ausführungsform gemäß Figur 11. Hierbei
sind für jede zu bewegende Applikatorelement 5a, 5c ein federndes Element 60 vorgesehen,
wobei die federnden Element 60 einstückig im Bereich des Lagerdoms 11 angebunden und
der freie Federarm des Federelements 60 zusammenarbeitet mit einer Anschlagkante 27a
der sich keilförmig erweiternden Schlitzöffnung 27, so dass das Applikatorelement
5b in eine gegenüber der Längsachse L ausgelenkte Fächerstellung vorgespannt wird.
Bei dieser Ausführungsform ist von Vorteil, dass bei der Montage der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c nicht auf deren Lage relativ zum Griffstück 2 geachtet werden muss, da
dass federnde Element 60 an den korrekten Positionen am Griffstück 2 bzw. am Lagerdom
11 angeformt ist.
[0075] Demgegenüber hat eine Ausführungsform gemäß Figur 10 den Vorteil, dass das Griffstück
2 mit dem Lagerdom 9 einfacher herstellbar ist und eine Anpassung der Stärke des federnden
Elements 60, insbesondere hinsichtlich der Federrate für die geometrische und konstruktive
Auslegung der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c spezifisch ausgelegt werden kann.
[0076] Bei den vorbeschriebenen Ausführungsformen erfindungsgemäßer Applikatoren 1 wird
die Schwenkbarkeit der Applikatorelemente (5a), 5b, 5c durch das Aufstecken der Applikatorelemente
5b, 5c auf die Lagerachse 10 erreicht, wobei - wie vorbeschrieben - einzelne, insbesondere
zumindest ein Applikatorelement 5a vorteilhafter Weise auch starr bezüglich des Griffstücks
2 angeordnet sein kann.
[0077] Im Folgenden werden alternative Ausführungsformen der schwenkbaren Gelenkverbindung
der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c gegenüber dem Griffstück 2 beschrieben.
[0078] Im Gegensatz zu vorbeschriebenen Ausführungsformen sind in den nachfolgend beschriebenen
alternativen Ausführungsformen, die die Schwenkbarkeit um eine Schwenkachse S erzeugenden
Gelenkelemente integral in den Applikatorelementen 5a, 5b, 5c ausgebildet, so dass
zwischen den Applikatorelementen 5a, 5b, 5c und dem Griffstück 2 des Applikators 1,
also allgemein gesprochen im Anbindungsbereich der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c an
einem Grundkörper des Applikators 1 eine nicht schwenkbare, insbesondere starre Verbindung
vorgesehen werden kann. Diese ist vorzugsweise ebenfalls als lösbare Steckverbindung,
insbesondere als Clipverbindung mit einem Einrasten der Applikatorelemente 5a, 5b,
5c an einem korrespondierenden Halteelement, z.B. einer modifizierten Lagerachse 10
bewerkstelligt.
[0079] Im Gegensatz zu den vorbeschriebenen Applikatorelementen weisen die Applikatorelemente
5a, 5b, 5c gemäß Figuren 12 bis 14 ein Lagerungsteil 70 und ein Schwenkteil 71 auf.
Das Lagerungsteil 70 und das Schwenkteil 71 des Applikatorelements 5a, 5b, 5c weist
eine Gelenkeinrichtung 72 auf, welche derart ausgebildet ist, dass das Schwenkteil
71 gegenüber dem Lagerungsteil 70 um die Schwenkachse S in einer Doppelpfeilrichtung
74 schwenkbar verlagerbar ist. Die Gelenkeinrichtung 72 ist im Falle der Applikatorelemente
gemäß Figuren 12 bis 14 als Dünnstelle ausgebildet, welche biegsam ist, so dass eine
Schwenkung entlang der Doppelpfeilrichtung 74 möglich ist. In diesem Fall verläuft
die Schwenkachse S' durch die Dünnstelle.
[0080] Von der Dünnstelle, d.h. von der Gelenkeinrichtung 72 weg erstrecken sich nach außen
keilförmige Freigangsöffnungen 75, die eine freie Verschwenkbarkeit des Schwenkteils
71 relativ zum Lagerungsteil 70 ermöglichen.
[0081] Das Lagerungsteil 70 weist eine modifizierte Lagerungsausnehmung 26', auf welche
im Querschnitt nicht zylinderförmig sondern im Ausführungsbeispiel trapezförmig ist.
Abweichend von der trapezförmigen Ausgestaltung kann die Lagerungsausnehmung 26' jede
Art von nicht verdrehbarer Kontur haben, also insbesondere polygon, oval oder dergleichen
ausgestaltet sein. Korrespondierend zur Lagerungsausnehmung 26' ist die Lagerachse
10 ebenfalls modifiziert und besitzt eine Außenkontur, die mit der Lagerungsausnehmung
26' korrespondiert, so dass ein insbesondere formschlüssiger, jedenfalls nicht um
eine Schwenkachse S verschwenkbarer Sitz des Lagerungsteils 70 auf der Lagerbank 9
und somit relativ zum Griffstück 2 erreicht ist. Der modifizierten Lagerungsausnehmung
26' ist die Schlitzöffnung 27 zugeordnet, welche in diesem Fall, d.h. bei dieser Ausführungsform,
ebenfalls sich konisch erweiternde Begrenzungskanten 27a aufweist. Diese Begrenzungskanten
27a dienen bei dieser Ausführungsform nicht als Anschlagkanten um einen Schwenkanschlag
zu ermöglichen, sondern dienen vielmehr als Findungstrichter zum erleichterten Aufstecken
der Lagerungsteile 70 und somit der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c auf die Lagerbank
9.
[0082] Die Dünnstelle ist hinsichtlich ihrer geometrischen Abmessungen so gewählt, dass
sie als Gelenkeinrichtung 72, insbesondere nach Art eines Filmscharnieres funktioniert.
Dies zumindest in einem solchen Bereich entlang der Doppelpfeilrichtung 74, dass der
gewünschte Schwenkbereich, innerhalb dessen das Applikatorelemente 5a, 5b, 5c, insbesondere
das Schwenkteil 71 verschwenkbar sein soll, ohne Weiteres erreichbar ist. Zur Verschwenkung
des Schwenkteils 71 kann, wie bereits im Zusammenhang mit dem Ausführungsbeispiel
gemäß Figuren 10 und 11 erläutert eine Betätigungskante 62 des Schiebestücks 3 mit
einer Außenkante 63 des Applikatorelementes 5a, 5b, 5c zusammenwirken. Alternativ
oder zusätzlich hierzu können entsprechend vorgesehene Betätigungskanten auch mit
schwenkteilseitigen Begrenzungskanten der Schlitzöffnung 75 zusammenwirken.
[0083] Zur Rückstellung aus einer ausgelenkten Lage in eine Nulllage oder in eine andere
Extremlage des Schwenkteils 71 relativ zum Lagerungsteil 70 kann beispielsweise die
Dünnstelle derart dimensioniert sein, dass deren federnden Rückstellkräfte für eine
Positionierung in eine Neutrallage gemäß Figur 12, also z.B. in eine symmetrische
Lage des Schwenkteils 71 bezüglich der Längsachse L sorgen.
[0084] Soll die Schwenkbarkeit bei einem Applikatorelement 5a unterbunden werden, so können
beispielsweise Füllstücke (nicht gezeigt) als separate Einzelteile oder einstückig
die Freigangsöffnungen 75 füllend vorgesehen sein.
[0085] Alternativ zu dieser beschriebenen Ansteuerung des Schwenkteils 71 kann, wie auch
bei den vorbeschriebenen Applikatoren eine Betätigungsnut 24b, 24c (vgl. Figur 14)
vorgesehen sein, die mit entsprechenden Betätigungsvorsprüngen 23b, 23c (in Figur
14 nicht gezeigt) zusammenwirken und so für eine Verschwenkbarkeit des Schwenkteils
71 entlang der Doppelpfeilrichtung 74 relativ zum Lagerungsteil 70 erreicht wird.
[0086] Bei einer weiteren Ausführungsform von Applikatorelementen 5a, 5b, 5c einer weiteren
Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Applikators 1 (gemäß Figuren 15 bis 17) ist
die Gelenkeinrichtung 72 aus einem elastischen, verformbaren Material, insbesondere
einer gegenüber dem Rest des Applikatorelements weicheren Kunststoffzusammensetzung
ausgebildet, wobei die Gelenkeinrichtung 72 einstückig sowohl mit dem Schwenkteil
71 als auch mit dem Lagerungsteil 70 verbunden ist. Dies kann beispielsweise im Wege
eines Zweikomponentenspritzgusses erreicht werden.
[0087] Bei dieser Ausführungsform der Applikatorelemente sind ebenfalls Freigangsschlitzöffnungen
75 vorgesehen, die eine Schwenkbarkeit des Schwenkteils 71 entlang der Doppelpfeilrichtung
74 ermöglicht. Bei dieser Bauart der Gelenkeinrichtung 72 zeichnet sich die Gelenkeinrichtung
72 dadurch aus, dass keine geometrisch genau definierte Schwenkachse S vorliegt sondern
vielmehr eine Schwenkachsenwolke, da die Gelenkeinrichtung 72 als beispielsweise elastische
Kugel ausgebildet ist und diese grundsätzlich in alle Richtungen elastisch verformbar
ist. Beispielsweise kann mit dieser Ausgestaltung der Gelenkeinrichtung 72 auch eine
Schwenkung um eine Querachse Q oder sogar eine Tordierung um die Längsachse L erricht
werden. Im konkreten Einsatzfall wird sicherlich die Hauptschwenkrichtung diejenige
um die Schenkachse S sein, da sich die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c bei einer Schwenkung
um die Achse Q, wenn sie im Paket angeordnet sind, gegenseitig an der Schwenkung hindern.
Eine Tordierung um die Achse L oder eine Verschwenkung um andere Achsen, die hier
nicht explizit beschrieben sind, ist bei den auftretenden Kräften sowohl bei der Applikation
als auch bei dem Verstellen des Fächers wohl mit geringerer Wahrscheinlichkeit zu
erwarten aber eben auch nicht auszuschließen. Insbesondere bei der Ausgestaltung der
Gelenkeinrichtung 72 mit einem Weichmaterialteilbereich aber auch in Grenzen bei der
Ausgestaltung der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c mit einer Dünnstelle gemäß den Figuren
12 bis 14 kann eine gewisse Elastizität um die Achse Q erreicht werden, was insbesondere
beim Auftreten von Kräften bei der Applikation von Mascara an die Augenwimpern vorteilhaft
sein kann, da derartige Kräfte tendenziell ein Verschwenken um die Achse Q bewirken
wollen. Hier kann in vorteilhafter Weise ein geschmeidiges Applikationsgefühl entstehen,
wenn der Applikator derart ausgestaltet ist, dass seine Applikatorelemente um eine
Querachse Q zumindest in Grenzen insbesondere elastisch verschwenkbar sind. Ein gleichartiges
Gefühl der Geschmeidigkeit kann bei einer Ausführungsform gemäß der Figuren 1 bis
10 erreicht werden, wenn die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c nicht aus einem im wesentlichen
starren Kunststoff ausgebildet sind, sondern beispielsweise aus einem elastisch verformbaren
Kunststoff, so dass Kräfte, die im Bereich der Borsten 30 näherungsweise in Richtung
der Schwenkachse S wirken, für ein Nachgeben der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c sorgen
und somit ein geschmeidiges Applikationsgefühl entstehen lassen.
[0088] Kräfte die bei der Applikation von Mascara auf Augenwimpern mit dem erfindungsgemäßen
Applikatoren entstehen, wirken in den allermeisten Fällen in Richtung der Schwenkachse
S (Richtung 101) oder zumindest mit ihrer Hauptkomponente in Richtung der Schwenkachse
S, da sie im Wesentlichen senkrecht auf der Plattenebene der Applikatorelemente stehen.
[0089] Die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c gemäß der Figuren 15 bis 17 sind hinsichtlich der
Lagerungsteile 70 vergleichbar mit den vorbeschriebenen Ausführungsformen gemäß den
Figuren 12 bis 14 ausgestaltet, so dass auf eine Wiederholung der Beschreibung hier
verzichtet werden kann.
[0090] Im Folgenden werden Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Kosmetikeinheiten
200 aufweisend den erfindungsgemäßen Applikator 1 beschrieben. Alle bisher gemachten
Aussagen betreffend die Applikatoren 1 sind sinngemäß selbstverständlich auch auf
die Kosmetikeinheiten aufweisend die Applikatoren 1 zu lesen.
[0091] Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit
aufweisend die erfindungsgemäßen Applikatoren beschrieben.
[0092] Eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit 200 ist in den Figur
18 bis 20 einer Explosionsdarstellung dargestellt. Die Kosmetikeinheit 200 weist einen
Applikator 1 auf und besitzt einen Behälter 201 zur Aufnahme von zu applizierenden
Kosmetikum, insbesondere zur Aufnahme von Mascaramasse.
[0093] Im Bereich eines proximalen Endes des Behälters 201 ist dieser offen ausgebildet
zum Einführen des Applikators 1. Im Bereich der Einstecköffnung sitzt ein Abstreifer
202 welcher nachfolgend im Zusammenhang mit den Figuren 17 bis 20 beschrieben werden
wird.
[0094] Die Einstecköffnung 203 ist derart auf die Außengeometrie des Applikators 1 abgestimmt,
dass der Kragen 20 des Applikators 1 mit einer Schulter 204 des Abstreifers 202 beim
Einstecken des Applikators 1 in den Behälter 201 zur Anlage kommt. Hierbei ist die
Außenumfangsfläche 25 des Applikators 1, insbesondere des Schiebestücks 4 derart auf
eine Innenkontur 205 des Abstreifers 202 abgestimmt, dass die Außenumfangsfläche 25
und die Innenkontur 205 einen fluiddichten und luftdichten Sitz bilden, so dass ein
Austritt von Mascaramasse aus dem Behälter 201 im eingesteckten Zustand des Applikators
1 ausgeschlossen ist.
[0095] Zur mechanischen Fixierung des Applikators 1 relativ zum Behälter 201 ist ein Verschlussbügel
206 vorgesehen, der randlich um eine Schwenkachse 207 klappbar am Behälter 201 angelenkt
ist. Der Verschlussbügel ist z.B. hinsichtlich seiner Raumform auf die Außenkontur
des Applikators 1 im Bereich der Einstecköffnung 203 abgestimmt und z.B. im Wesentlichen
u-förmig ausgebildet. Insbesondere weist der Verschlussbügel 206 eine nahezu umlaufend
innerhalb des u-förmigen Verschlussbügels 206 angeordnete Haltekerbe 208 auf, welche
im zusammengebauten Zustand mit dem Kragen 20, insbesondere mit der proximalen Flachseite
des Kragens 20 des Applikators 1 zusammenwirkt. Applikator 1 ist somit mit seinem
Kragen 20 zwischen dem Abstreifer 202 insbesondere zwischen der Schulter 204 des Abstreifers
202 und dem Verschlussbügel 206 mechanisch fest gehalten.
[0096] Der Verschlussbügel 206 weist zum rastenden Festlegen des Verschlussbügels 206 in
einer geschlossenen Stellung gemäß Figur 14 Clipeinrichtungen 209 auf, mittels denen
der Bügel in einer geschlossenen Stellung in Clipaufnahmen 210 rastend verschließbar
ist. In Figur 12 sind Clipeinrichtungen und Clipaufnahmen lediglich schematisch als
Stifte und Öffnungen dargestellt.
[0097] Der Abstreifer 202 ist im Wesentlichen wannen- oder topfförmig ausgebildet und besitzt
einen Abstreiferboden 211. Der Abstreiferboden 211 ist im montierten Zustand des Applikators
im Behälter 201 derart in axialer Richtung 100 angeordnet, dass die Betätigungsnuten
24b, 24c der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c bevorzugt vollständig innerhalb des Wannen-
oder Topfinnenraums des Abstreifers 202 angeordnet sind. Ein Schlitz im Boden 211
ermöglicht es, dass die Applikatorelemente 5a bis 5c den Abstreiferboden 211 durchdringen
können und in den Behälter 201 eintauchen können. Der Abstreiferboden 211 ist im Zusammenbau
der Kosmetikeinheit in axialer Richtung 100 bevorzugt etwa derart angeordnet, dass
er etwa auf der halben Länge 1 der Applikatoreinrichtung mit den Applikatorelementen
5a, 5b, 5c in Kontakt gerät. Insbesondere im Durchdringungsbereich der Applikatorelemente
5a, 5b, 5c durch den Boden 211 des Abstreifers besitzen die Applikatorelemente 5a,
5b, 5c im Bereich ihrer Außenkanten Einkerbungen 212, so dass in diesem Bereich die
Applikatorelemente 5a bis 5c hinsichtlich ihrer Quererstreckung etwas schmäler ausgebildet
sind. Hierdurch wird eine wirksame Reduzierung der Länge der Berührlinie zwischen
dem Boden 211 des Abstreifers 202 und den Applikatorelementen 5a, 5b, 5c erreicht,
was zu einer verbesserten Abdichtung der zueinander beweglichen Applikatorelemente
5a, 5b, 5c und somit zu einem verbesserten Abstreifergebnis führt, da die Applikatorelemente
5a, 5b, 5c, egal in welcher Stellung sie sich gerade befinden hierdurch näherungsweise
immer den Abstreifer 201 im gleichen Bereich berühren. Die Kerben 212 weisen an ihrer
distalen Seite eine phasenartige Schrägung 213 auf, was insbesondere beim Herausziehen
des Applikators 1 aus dem Abstreifer 202 eine Krafterleichterung, d.h. eine Verminderung
der erforderlichen Zugkraft bedeutet.
[0098] Die Einkerbungen 212 können auch zum Greifen der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c mit
einem Montagewerkzeug dienen mittels dem ein Fächer-Paket aus Applikatorelementen
5a, 5b, 5c als Ganzes oder die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c einzeln montiert werden
können.
[0099] Gemäß einer weiteren Ausführungsform (Figur 15)der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit
besitzt der Applikator 1, insbesondere das Schiebestück 4 keine Schulter sondern dichtet
im montierten Zustand der Kosmetikeinheit ausschließlich mit seiner Au-βenoberfläche
25 gegenüber dem Abstreifer 202 ab. Zum Verschließen der Kosmetikeinheit 200 ist in
dieser Ausführungsform eine Kappe 215 vorgesehen, welche den gesamten Applikator 1
überstülpt und in üblicher Art und Weise mittels einer Schraub- oder einer Steckverbindung
216 auf den Behälter 201 verbunden ist. Die Kappe 215 weist an geeigneter Stelle eine
Schulter 217 auf, mit der sie gegen den Abstreifer 202 bzw. dessen Schulter 204 gesetzt
ist. Hinsichtlich ihrer axialen Erstreckung kann die Kappe insbesondere derart bemessen
sein, dass beim Aufsetzen der Kappe der Applikator 1 in einer Ausgangslage mit dem
an der Stufe anliegenden Schiebestück 4 verbracht wird. Sollte beim Einstecken des
Applikators 1 sich dieser in einer gestreckten Position befinden, d. h. das Schiebestück
4 ist zusammen mit dem Bedienteil 3 in einer maximal nach unten entlang der Richtung
100 verschobenen Position zum Zeitpunkt des Einsteckens so wird durch das Aufschrauben
bzw. Aufsetzen der Kappe 215 bei dieser Ausführungsform der Applikator beim Aufsetzen
und Befestigen der Kappe 215 automatisch in die Ausgangslage gemäß Figur 3 zurückgeschoben.
Dies hat den Vorteil, dass der Bediener/Bedienerin beim Herausziehen des Applikators
nach dem Öffnen der Kappe 215 den Applikator 1 immer in einer standardisierten (z.
B. maximal gestauchten) Position vorfindet. Je nach Auslegung der Schiebemechanik
kann dies entweder bedeuten, dass die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c entweder in maximal
aufgefächerter Position gemäß Figur 1 oder immer in maximal zusammengefächerter Position
gemäß Figur 9c vorliegen, wenn der Applikator ein weiteres Mal verwendet wird.
[0100] In einer weiteren Ausführungsform der Kosmetikeinheit gemäß Figur 16 ist die Kappe
hinsichtlich ihrer axialen Längserstreckung so gewählt, dass zwischen dem freien Ende
des Griffstücks 2 und einem Kappenboden 218 eine Lücke 219 vorhanden ist, die insbesondere
ausreichend groß bemessen ist, dass der Applikator 1 auch in einem vollständig gestreckten
Zustand, bei dem das Bedienteil 3 und das Schiebestück 4 in einer maximal gegenüber
der Ausgangslage nach Figur 3 in Richtung 100 verschobenen Endlage angeordnet sind,
einführbar ist und durch die Kappe bzw. deren Kappenboden beim Verschließen der Kosmetikeineinheit
nicht zusammengestaucht wird. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass der Bediener den
Applikator 1 bei einer nachfolgenden Benutzung immer in dem Stadium vorfindet, wie
er/sie den Applikator bei der letzten Benutzung in den Behälter 201 eingesteckt hat.
Damit bei dieser Ausführungsform ein sicheres Haltern des Applikators 1 im Behälter
201 gewährleistet ist, besitzt das Schiebestück 4 den bereits beschriebenen Kragen
20, der mit der Schulter 204 des Abstreifers im montierten Zustand zusammenwirkt.
Bei dieser Ausführungsform wirkt die Schulter 217 der Kappe 215 direkt mit dem Kragen
20 des Schiebestücks 4 zusammen.
[0101] Der Behälter 201 der Kosmetikeinheit 200 kann sowohl als starrer Körper ausgebildet
sein, in dem sich eine vorbestimmte Menge eines Kosmetikums, z.B. einer Mascarazubereitung
befindet. Alternativ kann der Behälter 201 auch aus einem quetschbaren, d.h. durch
Händedruck des Bedieners im Volumen verringerbaren Material gebildet sein, so dass
beim Quetschen des Behälters 201 Mascaramasse, die sich im Inneren des Behälters 201
befindet, zur eingesteckten Applikatoreinrichtung 5 hin bewegen kann.
[0102] Des Weiteren können ohne den Gedanken der Erfindung zu verlassen, Betätigungseinrichtungen
6 für die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c vorgesehen werden, die abweichend von den
konkret beschriebenen Nut-/Vorsprung-Betätigungseinrichtungen oder der federbelasteten
Betätigungseinrichtungen auch auf Basis von Verzahnungen für den Antrieb und das Verschwenken
der Applikatorelemente 5a, 5b, 5c sorgen kann. So kann beispielsweise eine mittels
der Betätigungseinrichtung 6 axial verschiebliche Zahnstange in korrespondierende
Verzahnungen an den Applikatorelementen 5a, 5b, 5c eingreifen und so für eine Verschwenkung
der Applikatorelemente 5a, 5c sorgen.
[0103] Bei dem erfindungsgemäßen Applikator ist von besonderem Vorteil, dass aufgrund des
modularen Aufbaus insbesondere der Applikatoreinrichtung 5 an ein- und derselben Grundmechanik
bestehend aus dem Griffstück 2, dem Bedienteil 3 und Schiebestück 4 eine Vielzahl
von unterschiedlichen Applikatoreinrichtungen 5 bestehend aus identischen oder unterschiedlichen
Applikatorelementen 5a, 5b, 5c anbringbar sind. Dies eröffnet zum einen die Möglichkeit,
Applikatorensortimente anzubieten, beispielsweise mit einem Grundkörper 2, 3, 4 und
einem gewissen Sortiment an Applikatorelementen, so dass unterschiedliche Applikatoren
gegebenenfalls auch vom Bediener nach Bedarf zusammengesetzt werden können.
[0104] Auf Grund der Möglichkeit, die Applikatorelemente 5a, 5b, 5c untereinander identisch
auszubilden, ist eine kostengünstige Herstellung mit insgesamt einer geringen, überschaubaren
Anzahl von Einzelteilen möglich. Insbesondere die einfache und betriebssichere Ausgestaltung
der Betätigungsmechanik, d.h. der Betätigungseinrichtung 6 bewirkt eine betriebssichere
und lang anhaltend störungsfrei funktionierende Funktion.
[0105] Der erfindungsgemäße Applikator bietet natürlich auch die Möglichkeit die Applikatorelemente
5a, 5b, 5c untereinander unterschiedlich, insbesondere hinsichtlich der Materialzusammensetzung
und Materialwahl wie auch hinsichtlich der geometrischen Raumform auszubilden, so
dass aus einer Vielzahl von Applikatorelementtypen 5a, 5b, 5c ein beliebiges Fächerflügelpaket
aus unterschiedlichen Applikatorelementen 5a, 5b, 5c zusammensetzen lässt. Hierdurch
kann in einfacher Art und Weise ein Applikator geschaffen werden, der auf unterschiedlichste
Kundenwünsche anpassbar ist.
[0106] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Erfindung ist es selbstverständlich, dass ein
Applikator angegeben wird, mit dem sowohl eine Funktion zum Erhöhen des Volumens,
beispielsweise von Wimpern als auch durch einfaches Verstellen des Applikators eine
gute Funktionalität hinsichtlich des Separierens der mit Mascara zu benetzenden Wimpern
gegeben ist.
[0107] Zusammenfassend betrifft die Erfindung also einen Applikator für Kosmetika, insbesondere
einen Mascara-Applikator mit zumindest einem Griffstück, an dem zumindest eine Applikatoreinrichtung
angeordnet ist, wobei die Applikatoreinrichtung zumindest zwei relativ zueinander
bewegbare Applikatorelemente besitzt, wobei die Applikatoreinrichtung nach Art eines
Fächers ausgebildet ist und die den Fächer bildenden Applikatorelemente aus einer
ersten Fächerstellung in eine zweite gegenüber der ersten Fächerstellung zueinander
enger oder weiter gefächerten Fächerstellung verlagerbar sind und/oder umgekehrt.
[0108] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators erfolgt die Verlagerung
in beide Richtungen zwangsgeführt durch formschlüssiges Zusammenwirken eines Betätigungsmechanismusses
oder ist in zumindest einer Richtung federnd kraftbeaufschlagt.
[0109] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators weisen die Applikatorelemente
eine freie distale Stirnfläche auf, an der zumindest distal abgehend Borsten angeordnet
sind.
[0110] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators weisen die Applikatorelemente
eine platten- oder schalenartige Raumform und in einer Extremstellung, d. h. in einer
zueinander maximal oder minimal ausgelenkten Stellung in einer Projektion senkrecht
auf eine Plattenebene oder eine Tangentialebene der schalenförmigen Applikatorelemente
der Applikatorelemente einen maximalen wirksamen Borstenabstand d
WMax auf.
[0111] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die Applikatorelemente
nach Art von sich insbesondere zumindest teilweise überlappenden Fächerflügeln ausgebildet
und um eine Schwenkachse, schwenkbar relativ zum Griffstück angeordnet.
[0112] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators schließt die
Schwenkachse einen Winkel zu einer Längsachse des Applikators ein, wobei der Winkel
5 im Bereich zwischen 45° und 90°, bevorzugt im Bereich zwischen 75° und 90° liegt
oder besonders bevorzugt 90° beträgt.
[0113] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators ist eines der
zumindest zwei Applikatorelemente oder zumindest ein weiteres Applikatorelement bezüglich
des Griffstückes in Bezug auf eine Schwenkung um die Schwenkachse starr, insbesondere
lösbar starr oder einstückig mit dem Griffstück verbunden.
[0114] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die beweglichen
Applikatorelemente mittels eines federnden Elements in Richtung einer maximalen Auslenkung
vorgespannt und mittels einer Betätigungseinrichtung aus der Stellung maximaler Auslenkung
stufenlos oder gerastert zueinander positionierbar.
[0115] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators tragen die Applikatorelemente
an ihrer freien Stirnseite Borsten, insbesondere angespritzte Borsten, die einen Abstand
d zueinander aufweisen, wobei in zumindest einer Stellung der Applikatorelemente die
Borsten benachbarter, insbesondere aller Applikatorelemente miteinander fluchten und
so einen maximalen wirksamen Borstenabstand d
WMax bilden.
[0116] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind zwei oder
n Applikatorelemente vorhanden und die Borsten besitzen in einer zweiten oder n-ten
Position der Applikatorelemente einen wirksamen Borstenabstand d
W, der gegenüber dem maximalen wirksamen Borstenabstand d
WMax halbiert ist oder dessen n-ten Teil beträgt.
[0117] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators umfasst die Betätigungseinrichtung
ein axial entlang der Längsachse des Applikators verschiebbares Schiebestück mit Betätigungskanten
oder Betätigungsvorsprüngen, die zum Verschwenken der beweglichen Applikatorelemente
mit einer Außenkante oder mit einer Betätigungsnut der Applikatorelemente zwangsführend
zusammen wirken.
[0118] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators wirkt das Schiebestück
mit einem Abstreifer einer Kosmetikeinheit dichtend zusammen.
[0119] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die Betätigungskanten
oder die Betätigungsvorsprünge mittels eines Drehorgans oder Schiebeorgans betätigbar.
[0120] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die plattenartigen
Applikatorelemente elastisch verformbar ausgebildet und weisen insbesondere eine sphärisch
gekrümmte Raumform auf und sind nach Art von ineinander gelegten Schalen angeordnet.
[0121] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die Borsten
eines Applikatorelements, in einer oder mehreren Reihen, z.B. Doppelreihen oder Mehrfachreihen
bildend nebeneinander verlaufend angeordnet.
[0122] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators besitzen die
Applikatorelemente Borsten unterschiedlicher Länge oder unterschiedlicher Raumform.
[0123] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators ist die Länge
der Borsten eines ersten Applikatorelements unterschiedlich zur Länge der Borsten
eines weiteren Applikatorelements.
[0124] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators erfolgt die schwenkbare
und/oder starre Lagerung der Applikatorelemente mittels einer Lagerbank, die insbesondere
einstückig mit dem Griffstück verbunden ist.
[0125] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die Applikatorelemente
auf die Lagerbank, insbesondere auf die Lagerachse aufgeclipst.
[0126] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators ist die geometrische
Raumform der Applikatorelemente untereinander identisch.
[0127] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators besitzen die
Applikatorelemente eine zu einer Lagerachse der Lagerbank korrespondierende einseitig
offene Lagerungsausnehmung und weisen eine Schlitzausnehmung mit Anschlagkanten auf,
die im montierten Zustand mit Außenseiten eines Lagerdoms, der die Lagerachse der
Lagerbank trägt, spielfrei im Falle einer festen (starren) Lagerung der Applikatorelemente
und mit Spiel im Falle einer schwenkbaren Lagerung der Applikatorelemente bezüglich
der Lagerbank umfasst/aufweist.
[0128] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators weisen die Applikatorelemente
eine Gelenkeinrichtung auf.
[0129] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators verbindet die
Gelenkeinrichtung ein Schwenkteil und ein Lagerungsteil der Applikatorelemente zumindest
um die Schwenkachse schwenkbar.
[0130] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators ist die Gelenkeinrichtung
als Filmscharnier ausgebildet.
[0131] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators ist die Gelenkeinrichtung
aus einem zweiten, insbesondere gegenüber dem restlichen Kunststoffmaterial des Applikatorelements
weicheren Kunststoff ausgebildet.
[0132] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind die Applikatorelemente
im Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss hergestellt und sind insbesondere die Borsten
und die Gelenkeinrichtung gegenüber dem restlichen Material der Applikatorelemente
aus einem weicheren und elastisch verformbareren Kunststoffmaterial ausgebildet.
[0133] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators weist das Lagerungsteil
eine Lagerungsausnehmung auf, mittels der das Lagerungsteil formschlüssig, insbesondere
mindestens nicht schwenkbar mit der Lagerbank verbindbar ist, insbesondere auf die
Lagerbank aufclipsbar ist.
[0134] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Applikators sind zumindest
Teilbereiche der Applikatorelemente um weitere von der Schwenkachse verschiedene Achsen
im Raum schwenkbar und/oder tordierbar.
[0135] Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Kosmetikeinheit aufweisend zumindest einen
Applikator gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0136] In einer weiteren Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Kosmetikeinheit einen
Behälter, einen Abstreifer und eine Verschlusseinrichtung auf.
[0137] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit ist die Verschlusseinrichtung
eine Verschlusskappe, welche den aus dem Behälter hervorstehenden Applikator vollständig
umhüllt.
[0138] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kosmetikeinheit ist die Verschlusseinrichtung
ein Verschlussbügel, welcher im verschlossenen Zustand mit einem korrespondierenden
Kragen des Applikators zusammenwirkt und diesen hält, so dass im geschlossenem Zustand
zumindest das Griffstück zumindest teilweise unabgedeckt bleibt.
Bezugszeichenliste
[0139]
- 1
- Applikator
- 2
- Griffstück
- 2a
- Handhabungsbereich
- 2b
- Schiebedom
- 2c
- Gewindeabschnitt
- 3
- Bedienteil
- 3a
- Drehbedienteil
- 4
- Schiebstück
- 5
- Applikatoreinrichtung
- 5a
- mittleren Applikatorelement
- 5b
- erstes äußeres Applikatorelement
- 5c
- zweites äußeres Applikatorelement
- 6
- Betätigungseinrichtung
- 7
- Stufe
- 8
- distales Ende
- 9
- Lagerbank
- 10
- Lagerachse
- 11
- Lagerdom
- 12
- Stege
- 13
- innere Führungsflächen
- 14
- Flachseiten
- 15
- proximales Ende
- 16
- Rastkerben
- 16a
- optische Markierungen
- 16b
- Markierungsgegenstück
- 17
- distales Ende
- 18
- Nut
- 19
- korrespondierende Wulst
- 20
- umlaufender Kragen
- 21
- Boden
- 22
- Formausnehmung
- 23b
- Betätigungsvorsprung
- 23c
- Betätigungsvorsprung
- 24b
- Betätigungsnut
- 24c
- Betätigungsnut
- 25
- Außenumfangsfläche
- 26
- Lagerungsausnehmung
- 26'
- modifizierte Lagerungsausnehmung
- 27
- Schlitzöffnung
- 27a
- Anschlagskanten
- 28
- distales Ende
- 29
- gekrümmte Stirnseite
- 30
- Borsten
- 30a
- Borstenreihen
- 30b
- Borstenreihen
- 30c
- Borstenreihen
- 50
- Schiebemuffe
- 51
- Gewinde
- 60
- Federelemente
- 61
- Boden
- 62
- Betätigungskante
- 63
- Außenkante
- 70
- Lagerungsteil
- 71
- Schwenkteil
- 72
- Gelenkeinrichtung
- 74
- Doppelpfeilrichtung
- 75
- Schlitzöffnung
- 100
- Längsrichtung
- 101
- Richtung
- 200
- Kosmetikeinheit
- 201
- Behälter
- 202
- Abstreifer
- 203
- Einstecköffnung
- 204
- Schulter
- 205
- Innenkontur
- 206
- Verschlussbügel
- 207
- Schwenkachse
- 208
- Haltekerbe
- 209
- Clipeinrichtungen
- 210
- Clipaufnahmen
- 211
- Abstreiferboden
- 212
- Einkerbungen
- 213
- phasenartige Schrägung
- 215
- Kappe
- 216
- Schraub- oder einer Steckverbindung
- 217
- Schulter
- 218
- Kappenboden
- 219
- Lücke
- 220
- umlaufende Seitenwandung
- 221
- Mittelschlitz
- 222
- Querschlitz
- 223
- Abstreiferzungen
- 224
- Zackenspitzen
- B
- Borstenfeld
- B'
- Borstenfeld
- B"
- Borstenfeld
- D
- Dicke
- L
- Längsmittelachse/Längsachse
- M
- Mittelpunkt
- S
- Schwenkachse
- Q
- Querachse
- Ü'
- Borstenfeldbereich
- Ü"
- Borstenfeldbereich
- ÜK
- Kernüberlappungsbereich
- ÜT1
- Teilüberlappungsbereich
- ÜT2
- Teilüberlappungsbereich
- R1
- Randbereich
- R'1
- Randbereich
- R2
- Randbereich
- R'2
- Randbereich
- R"1
- Randbereich
- R"2
- Randbereich
- α
- Öffnungswinkel
- β
- Winkel
- γB
- Sektorwinkel
- γÜ'
- Sektorwinkel
- γÜ"
- Sektorwinkel
- γT1
- Sektorwinkel
- γT2
- Sektorwinkel
- γR1
- Sektorwinkel
- γR2
- Sektorwinkel
- γB'
- Sektorwinkel
- γR1'
- Sektorwinkel
- γR2'
- Sektorwinkel
- γB"
- Sektorwinkel
- δ
- Winkel zwischen S und L
- b
- lichte Weite
- b1
- Dicke
- d
- Abstand
- dW
- Borstenabstand
- dWMax
- maximaler Borstenabstand
- l
- Länge
1. Applikator für Kosmetika, insbesondere Mascara-Applikator mit zumindest einem Griffstück
(2), an dem zumindest eine Applikatoreinrichtung (5) angeordnet ist, wobei die Applikatoreinrichtung
(5) zumindest zwei relativ zueinander bewegbare Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) besitzt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatoreinrichtung (5) nach Art eines Fächers ausgebildet ist und die den
Fächer bildenden Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) aus einer ersten Fächerstellung in
eine zweite gegenüber der ersten Fächerstellung zueinander enger oder weiter gefächerten
Fächerstellung verlagerbar sind und/oder umgekehrt.
2. Applikator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlagerung in beide Richtungen zwangsgeführt durch formschlüssiges Zusammenwirken
eines Betätigungsmechanismusses (3; 4; 23b; 23c; 24c) erfolgt oder in zumindest einer
Richtung federnd kraftbeaufschlagt ist.
3. Applikator nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) eine freie distale Stirnfläche (24) aufweisen
an der zumindest distal abgehend Borsten (30) angeordnet sind.
4. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) eine platten- oder schalenartige Raumform aufweisen
und in einer Extremstellung, d. h. in einer zueinander maximal oder minimal ausgelenkten
Stellung in einer Projektion senkrecht auf eine Plattenebene oder eine Tangentialebene
der schalenförmigen Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) der Applikatorelemente (5a, 5b,
5c) einen maximalen wirksamen Borstenabstand dWMax aufweisen.
5. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) nach Art von sich insbesondere zumindest teilweise
überlappenden Fächerflügeln ausgebildet sind und um eine Schwenkachse (S), schwenkbar
relativ zum Griffstück (2) angeordnet sind.
6. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (S) einen Winkel zu einer Längsachse (L) des Applikators (1) einschließt,
wobei der Winkel δ im Bereich zwischen 45° und 90°, bevorzugt im Bereich zwischen
75° und 90° liegt oder besonders bevorzugt 90° beträgt.
7. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eines der zumindest zwei Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) oder zumindest ein weiteres
Applikatorelement bezüglich des Griffstückes (2) in Bezug auf eine Schwenkung um die
Schwenkachse (S) starr, insbesondere lösbar starr oder einstückig mit dem Griffstück
(2) verbunden ist.
8. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Applikatorelemente (5b, 5c) mittels eines federnden Elements (60)
in Richtung einer maximalen Auslenkung vorgespannt sind und mittels einer Betätigungseinrichtung
(3; 4; 62; 63) aus der Stellung maximaler Auslenkung stufenlos oder gerastert zueinander
positionierbar sind.
9. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) an ihrer freien Stirnseite (29) Borsten (30),
insbesondere angespritzte Borsten (30) tragen, die einen Abstand d zueinander aufweisen
und in zumindest einer Stellung der Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) die Borsten (30)
benachbarter, insbesondere aller Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) miteinander fluchten
und so einen maximalen wirksamen Borstenabstand dWMax bilden.
10. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die plattenartigen Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) elastisch verformbar ausgebildet
sind und insbesondere eine sphärisch gekrümmte Raumform aufweisen und nach Art von
ineinander gelegten Schalen angeordnet sind.
11. Applikator nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schwenkbare und/oder starre Lagerung der Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) mittels
einer Lagerbank (9) erfolgt, die insbesondere einstückig mit dem Griffstück (2) verbunden
ist.
12. Applikator nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) eine Gelenkeinrichtung (72) aufweisen.
13. Applikator nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) im Zwei- oder Mehrkomponentenspritzguss hergestellt
sind und insbesondere die Borsten (30) und die Gelenkeinrichtung (72) gegenüber dem
restlichen Material der Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) aus einem weicheren und elastisch
verformbareren Kunststoffmaterial ausgebildet sind.
14. Applikator nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest Teilbereiche der Applikatorelemente (5a, 5b, 5c) um weitere von der Schwenkachse
(S) verschiedene Achsen im Raum schwenkbar und/oder tordierbar sind.
15. Kosmetikeinheit aufweisend zumindest einen Applikator (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 14.