[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Duschkopf, umfassend einen Zulauf zum Zuführen
von Wasser in den Duschkopf, einen Ablauf zum Abführen von Wasser aus dem Duschkopf,
eine Steuereinheit zum Ansteuern der Lichtquelle, und eine oder mehrere Lichtquellen
zum Aussenden eines sichtbaren Lichtsignals und eine Energiequelle zum Betreiben der
Lichtquelle. Ferner betrifft die Erfindung eine Duschvorrichtung mit einem erfindungsgemäßen
Duschkopf und ein Verfahren zum Betreiben des Duschkopfes.
[0002] Ein derartiger Duschkopf ist aus der
DE 20 2004 016 297 bekannt. Der darin beschriebene Duschkopf ist darauf ausgelegt, beim Duschen einen
sichtbaren und für die duschenden Personen einen entspannenden optischen Effekt zu
erzielen, was durch eine Beleuchtung der aus dem Duschkopf austretenden Wasserstrahlen
bewirkt wird. Der Duschkopf wird insbesondere im Wellnessbereich und zur Lichttherapie
verwendet. Die Beleuchtung der Wasserstrahlen kann in verschiedenen Farben erfolgen,
wodurch ein ansprechendes Lichtspiel erzeugt wird.
[0003] Die
DE 20 2008 007 597 zeigt eine Duschkopf, der eine Anzahl von LEDs aufweist, mit denen die Wasserstrahlen
während der Dauer des Duschvorgangs mit einer konstanten Farbe, mit wechselnden Farben
in einer festen Frequenz oder mit Farben beleuchtet werden, die entsprechend der Temperatur
des Duschwassers wechseln. Dabei wird mit Hilfe eines Sensors die Temperatur des Duschwassers
ständig überprüft. Wird ein vorher einprogrammierter Temperaturschwellwert (z.B. 30°C)
überschritten, wechselt die Farbe der Lichtemitterdioden-Einheit beispielsweise von
blau nach weiß.
[0004] In beiden Fällen ist die Farbe der von der Lichtquelle ausgesandten Lichtsignale
jedoch völlig unabhängig von der Menge des verbrauchten Wassers.
[0005] Die
DE 10 2009 004 283 beschreibt einen Duschkopf, der den Benutzer dazu anregen soll, wasser-und energieeffizient
zu duschen. Hierzu weist der Duschkopf eine Durchflussmesseinrichtung auf, der mit
einer Anzeigevorrichtung versehen ist, so dass der Benutzer des Duschkopfes den Wasserverbrauch
beim Duschen feststellen kann und dadurch angehalten wird, diesen zu reduzieren. Alternativ
oder kumulativ kann ein akustisches oder optisches Signal von der Anzeigevorrichtung
oder vom Duschkopf abgegeben werden, wenn eine bestimmte oder vorgegebene Wassermenge
den Duschkopf passiert hat.
[0006] Nachteilig hieran ist, dass der Aufbau des Duschkopfes relativ komplex und damit
teuer ist. Besondere ist eine aufwändig gestaltete Durchflussmesseinrichtung notwendig.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, einen Duschkopf anzugeben, der auf
einfache Art und Weise dem Benutzer die Dauer des Duschvorgangs und den Wasserverbrauch
während des Duschens anzeigt, um ihn hierdurch zu einem energie- und wassersparenden
Duschverhalten zu animieren.
[0008] Gelöst wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass der erfindungsgemäße Duschkopf einen
Durchflussmengenregler zum Begrenzen des durch den Duschkopf geführten Volumenstroms
des Wassers, und eine Durchfluss-Erfassungseinheit zum Erfassen des Volumenstroms
im Duschkopf und zum Erzeugen entsprechender Signale, die von der Steuereinheit lesbar
sind, umfasst. Die Erfindung wird anhand von Wasser beschrieben, jedoch ist sie auch
auf andere Flüssigkeiten, insbesondere auf Wasserbasis, anwendbar.
[0009] Der Durchflussmengenregier ist ein relativ einfach aufgebautes Bauteil, welches entsprechend
kostengünstig zu beziehen ist. Er begrenzt den Volumenstrom, welcher durch den Duschkopf
fließen kann, präzise auf einen festen Wert. Die Durchfluss-Erfassungseinheit erzeugt
entsprechende Signale, sobald ein Volumenstrom im Duschkopf vorhanden ist, das Wasser
also strömt. Hierzu kann die Durchfluss-Erfassungseinheit ein Flügelrad aufweisen,
das durch die Strömung des Wassers durch den Duschkopf in Drehung versetzt wird. Diese
Drehung wird von der Durchfluss-Erfassungseinheit rein qualitativ erfasst (Drehung
ja oder nein) und in entsprechende Signale umgewandelt, die an die Steuereinheit gesendet
werden. Die Steuereinheit weist eine Zeitmesseinheit auf und wird von den Signalen
der Durchfluss-Erfassungseinheit dazu veranlasst, die Zeitdauer zu messen, für die
ein Volumenstrom erfasst wird.
[0010] Der Volumenstrom setzt ein, sobald weiteres Wasser dem Duschkopf durch Öffnen eines
Mischventils oder eines Wasserhahns zugeführt wird und das Wasser im Duschkopf zu
strömen beginnt. Das Vorhandensein eines Volumenstroms durch den Duschkopf signalisiert
somit den Beginn des Duschvorgangs. Wird die Wasserzufuhr gestoppt, endet der Volumenstrom
und die Steuereinheit beendet die Zeitmessung. Die Steuereinheit schaltet die Lichtquelle
entweder sofort oder nach einer gewissen Zeit ein, wenn die Durchfluss-Erfassungseinheit
einen Volumenstrom im Duschkopf registriert. Überschreitet der Duschvorgang eine vorgebbare
Zeitdauer, wird die Lichtquelle wieder ausgeschaltet. Dies ist für die duschende Person
das Signal, den Duschvorgang zu beenden und somit den Duschvorgang wassersparend zu
gestalten.
[0011] Da der Volumenstrom durch den Durchflussmengenregler auf ein bekanntes Maß reguliert
wird, ist die innerhalb einer bestimmten Zeit verbrauchte Wassermenge während des
Duschvorgangs bekannt. Auf diese Weise wird der duschenden Personen eine Information
darüber gegeben, wie lange der Duschvorgang bereits dauert und viel Wasser während
des Duschvorgangs verbraucht worden ist. Auf eine komplexe Durchflussmesseinrichtung
kann verzichtet werden.
[0012] Da die Durchfluss-Erfassungseinheit nur den Beginn und das Ende des Volumenstroms
registrieren und die Steuereinheit zur Zeitmessung veranlassen muss, ist die Anordnung
der Durchfluss-Erfassungseinheit relativ zum Durchflussmengenregler bezogen auf die
Strömungsrichtung des Wassers frei wählbar.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Duschkopfes umfasst die
Durchfluss-Erfassungseinheit die Energiequelle, wobei die Energiequelle einen vom
Volumenstrom des Wassers betriebenen Generator aufweist. Wie bereits oben beschrieben,
kann die Durchfluss-Erfassungseinheit ein Flügelrad umfassen, welches vom strömenden
Wasser in Drehung versetzt wird. In dieser Weiterbildung wird die Drehung des Flügelrades
nicht nur zur Erfassung eines Volumenstroms im Duschkopf, sondern auch zum Erzeugen
von elektrischer Energie verwendet, mit der unter anderem die Lichtquellen und die
Steuereinheit des Duschkopfes betrieben werden können. Die kinetische Energie des
Wassers wird in elektrische Energie umgewandelt, so dass der Duschkopf keine zusätzliche
elektrische Energie benötigt, die aus dem Stromnetz entnommen werden müsste. Der Stromverbrauch
wird gesenkt, wodurch ein Beitrag zum ressourcenschonenden Umgang insbesondere mit
fossilen Energiequellen geleistet wird, womit der Duschkopf CO
2-neutral betrieben werden kann.
[0014] Bei aus dem Stand der Technik bekannten Duschköpfen ist die Energiequelle typischerweise
in Form von Batterien realisiert. Aufgrund der Feuchtraumproblematik müssen jedoch
aufwendige Schutzvorkehrungen getroffen werden, um den Duschkopf mit Batterien betreiben
zu können, insbesondere dann, wenn die Batterien austauschbar sein sollen. In dieser
Weiterbildung des erfindungsgemäßen Duschkopfes kann auf Batterien verzichtet werden,
so dass die Schutzvorkehrungen entfallen können.
[0015] Eine Fortbildung des erfindungsgemäßen Duschkopfes zeichnet sich durch einen Energiespeicher
zum Speichern der vom Generator erzeugten Energie aus. Hierdurch wird eine bestimmte
Menge von elektrischer Energie gespeichert, so dass der Duschkopf und insbesondere
die Steuereinheit und die Lichtquelle auch dann betrieben werden können, wenn das
Wasser nicht strömt, also kein Volumenstrom vorhanden ist. Dies ist insbesondere dann
der Fall, wenn der Volumenstrom kurz unterbrochen wird, wenn sich die duschende Person
einseifen oder ein Shampoo auftragen will.
[0016] Eine Fortbildung der vorliegenden Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Farbe der Lichtsignale in Abhängigkeit der von der Steuereinheit gemessenen Zeitdauer
des Volumenstroms mittels der Steuereinheit veränderbar ist. Auf diese Weise können
der duschenden Person mehrere Informationen zur Verfügung gestellt werden. Zu Beginn
des Duschvorgangs weist das von der Lichtquelle erzeugte Lichtsignal eine erste Farbe
auf. Überschreitet der Duschvorgang eine bestimmte Zeit, wird die Farbe des Lichtsignals
mittels der Steuereinheit geändert, so dass der Benutzer eine optische Information
darüber erhält, dass der Duschvorgang eine bestimmte Zeit überschritten und eine bestimmte
Wassermenge bereits verbraucht ist. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, die Farbe
des Lichtsignals nochmals zu ändern, wenn eine noch größere Wassermenge verbraucht
worden ist. So kann das von der Lichtquelle erzeugte Licht beispielsweise während
der Zeit, bei der die verbrauchte Wassermenge unter 30 L liegt, eine grüne Farbe,
zwischen 30 und 50 L eine gelbe oder orangene Farbe und über 50 L eine rote Farbe
aufweisen. Da der Volumenstrom mittels des Durchflussmengenreglers auf ein bekanntes
Maß begrenzt wird, ändert die Steuereinheit die Farbe des Lichts in Abhängigkeit der
Zeitdauer, für die ein Volumenstrom von der Durchfluss-Erfassungseinheit erfasst worden
ist. Die Farbänderung des Lichtsignals signalisiert der duschenden Person gleichzeitig
auch, dass der Duschvorgang eine bestimmte Zeitdauer überschritten hat. Die Farbe
des Lichtsignals kann beispielsweise dadurch geändert werden, dass die Steuereinheit
einen Farbfilter aktiviert. Alternativ kann die Steuereinheit auch so programmiert
werden, dass sie nicht nur die Farbe der Lichtquelle ändert, sondern die Lichtquelle
zum Blinken oder zum Aufleuchten in einer bestimmen Abfolge bringt.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung umfasst der Duschkopf ein Gehäuse
und eine Verbindungsleitung zwischen dem Zulauf und dem Ablauf, wobei der Durchflussmengenregler
in der Verbindungsleitung angeordnet ist. Grundsätzlich kann der Durchflussmengenregler
auch in der Zuführleitung zum Duschkopf angeordnet werden, beispielsweise direkt hinter
einem Mischventil oder direkt vor dem Eingang in den Duschkopf. Die Integration des
Durchflussmengenreglers in den Duschkopf hat jedoch den Vorteil, dass ein kompaktes
Bauteil geschaffen wird und der Benutzer nur den kompletten Duschkopf anschließen
muss. Weiterhin ist der Durchflussmengenregler im Duschkopf gegen äußere Einflüsse
geschützt.
[0018] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung umfasst die Lichtquelle eine Anzahl
von LEDs von unterschiedlicher Farbe. LEDs weisen eine hohe Energieeffizienz auf,
entwickeln keine Wärme und können sehr klein ausgeführt werden, so dass sie nahezu
überall am Duschkopf angeordnet werden können. Es ist somit möglich, die LEDs gut
sichtbar am Duschkopf anzuordnen, so dass der Benutzer das optische Signal nicht übersieht,
egal, in welcher Position er den Duschkopf hält.
[0019] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist die Lichtquelle so angeordnet, dass
sie das austretende Wasser beleuchtet. Das Licht wird durch die Wasserstrahlen und
insbesondere durch kleine Wassertropfen reflektiert, so dass ein besonders gut sichtbarer
und optisch beeindruckender Effekt erzeugt wird, welches es der duschenden Person
auf besonders angenehme und nahezu unübersehbare Weise ermöglicht, Änderung in der
Farbe des Lichts und die hiermit verbundenen Informationen wahrzunehmen.
[0020] Gemäß einer weiteren Fortbildung der vorliegenden Erfindung ist die Steuereinheit
zum Speichern von auf den Duschvorgang bezogenen Daten ausgebildet. Es können kurzzeitige
Unterbrechungen des Duschvorgangs, beispielsweise zum Auftragen einer Seife, berücksichtigt
werden, so dass der Verbrauch des Duschvorgangs vor der Unterbrechung mit in die Ansteuerung
der Lichtquelle eingeht. Weiterhin können die auf den Duschvorgang bezogenen Daten
gespeichert und zu statistischen Zwecken ausgelesen werden.
[0021] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Duschvorrichtung, umfassend
einen Duschkopf nach einem der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele. Die Vorteile
und technischen Effekte, die mit dem erfindungsgemäßen Duschkopf erzielt werden, werden
auch mit der erfindungsgemäßen Duschvorrichtung realisiert. Die Duschvorrichtung kann
neben dem Duschkopf noch eine Zuführleitung zum Zuführen von Wasser in den Duschkopf,
beispielsweise in Form eines flexiblen Schlauchs, ein Mischventil und/oder entsprechende
Anschlüsse zum Verbinden der Zuführleitung mit dem erfindungsgemäßen Duschkopf und
dem Mischventil aufweisen.
[0022] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ansteuern einer Lichtquelle
eines Duschkopfes nach einem der vorgenannten Ausführungsbeispiele, umfassend folgende
Schritte:
- Erfassen eines Volumenstroms des Wassers im Duschkopf mittels einer Durchfluss-Erfassungseinheit,
- Ermitteln der Zeitdauer der Erfassung des Volumenstroms mittels einer Steuereinheit,
und
- Ansteuern von Lichtquellen in Abhängigkeit der ermittelten Zeitdauer.
[0023] Die für die erfindungsgemäße Vorrichtung genannten technischen Effekte und Vorteile
können ebenfalls mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielt werden. Insbesondere
wird der duschenden Person über die Ansteuerung der Lichtquellen ein optisches Signal
über die Zeitdauer des Duschvorgangs und den damit verbundenen Wasserverbrauch gegeben,
wodurch die duschende Person zum ressourcenschonenden Umgang mit Wasser animiert werden
soll.
[0024] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter
Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen im Detail erläutert.
[0025] Figur 1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Duschvorrichtung
anhand einer prinzipiellen Schnittzeichnung.
[0026] In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Duschvorrichtung 10 anhand einer Prinzipskizze
dargestellt. Die Duschvorrichtung 10 weist einen Duschkopf 12 auf, der in Figur 1
anhand einer Schnittdarstellung gezeigt ist. Der Duschkopf 12 umfasst ein Gehäuse
13 mit einem Zulauf 14, über den Wasser in den Duschkopf 12 eingebracht werden kann.
Hierzu kann beispielsweise eine Zuführleitung 16 in Form eines flexiblen Schlauches
anschließbar sein. Weiterhin weist der Duschkopf 12 einen Ablauf 18 auf, der eine
Vielzahl von Öffnungen 20 umfasst, mit denen das austretende Wasser in viele kleine
Strahlen separiert werden kann. Innerhalb des Duschkopfes 12 wird das Wasser über
eine Verbindungsleitung 22 vom Zulauf 14 zum Ablauf 18 geführt.
[0027] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der Verbindungsleitung 22 ein Durchflussmengenregler
24 angeordnet, welcher den Volumenstrom des Wassers, der den Duschkopf 12 passiert,
druckunabhängig präzise auf einen bestimmten Wert reduziert. Weiterhin ist eine Durchfluss-Erfassungseinheit
26 im Duschkopf 12 vorhanden, welche ermitteln kann, ob das Wasser in der Verbindungsleitung
22 strömt oder nicht. Die Durchfluss-Erfassungseinheit 26 generiert Signale abhängig
davon, ob sie einen Volumenstrom erfasst oder nicht. Diese Signale werden an eine
Steuereinheit 28 weitergeleitet, welche die Zeitdauer messen kann, für welche die
Durchfiuss-Erfassungseinheit 26 einen Volumenstrom im Duschkopf erfasst. Weiterhin
kann die Steuereinheit 28 zeitabhängige Schaltvorgänge durchführen. Ferner können
mit der Steuereinheit 28 auf den Duschvorgang bezogene Daten gespeichert werden können.
[0028] Die Durchfluss-Erfassungseinheit 26 ist mit der Steuereinheit 28 über elektrische
Leitungen 30 verbunden. Weiterhin ist mindestens eine erste Lichtquelle 32
1 vorgesehen, welche optische Signale erzeugen kann, die für den Benutzer sichtbar
sind. Im dargestellten Beispiel weist die erste Lichtquelle 32
1 eine Anzahl von LEDs 34
1 auf, die jeweils Lichtsignale in unterschiedlichen Farben erzeugen. Die LEDs 34
1 sind so angeordnet, dass sie das austretende Wasser beleuchten. Alternativ oder kumulativ
können die Lichtquelle 32 oder die LEDs 34 auch in einem Greifabschnitt 35 des Duschkopfes
12 angebracht sein, in dem das Gehäuse einen reduzierten Durchmesser aufweist, so
dass der Duschkopf bequem von der duschenden Person ergriffen werden kann. Im dargestellten
Beispiel ist im Greifabschnitt 35 eine zweite Lichtquelle 32
2 vorgesehen, die ebenfalls eine Anzahl von LEDs 34
2 aufweist und an dem den Öffnungen 20 gegenüberliegenden Abschnitt des Gehäuses 13
angebracht sind. Die weitere Lichtquelle 32
2 sendet die gleichen Lichtsignale aus wie die erste Lichtquelle 32
1. Hierdurch sind die Lichtsignale die duschende Person auch dann gut sichtbar, wenn
er den Duschkopf 12 unterhalb der Augenhöhe positioniert.
[0029] Die Lichtquelle 32 und die Steuereinheit 28 werden über eine Energiequelle 36 mit
Energie versorgt. Im dargestellten Beispiel umfasst die Durchfluss-Erfassungseinheit
26 die Energiequelle 36, wobei die Energiequelle 36 einen vom Volumenstrom des Wassers
betriebenen Generator 38 aufweist. Die Durchfluss-Erfassungseinheit 26 umfasst ein
Flügelrad 39, welches vom strömenden Wasser in Drehung versetzt wird. Die Drehung
des Flügelrades 39 wird einerseits dazu verwendet, um den Volumenstrom des Wassers
qualitativ zu erfassen. Sobald das Wasser im Duschkopf 12 strömt und das Flügelrad
39 in Drehung versetzt, erzeugt die Durchfluss-Erfassungseinheit 26 ein Signal, welches
an die Steuereinheit 28 weitergeleitet wird. Andererseits wird die Drehung des Flügelrads
39 dazu verwendet, um die kinetische Energie des strömenden Wassers in elektrische
Energie umzuwandeln, um die Lichtquellen 32 und die Steuereinheit 28 zu betreiben.
[0030] Um zu gewährleisten, dass die Lichtquellen 32 und die Steuereinheit 38 auch dann
betrieben werden können, wenn das Wasser im Duschkopf 12 nicht strömt und sich somit
das Flügelrad 39 nicht dreht, ist ein Energiespeicher 40, beispielsweise in Form eines
Akkumulators 42, vorgesehen. Im Energiespeicher 40 wird der vom Generator 38 erzeugte,
aber nicht benötigte Strom gespeichert. Im dargestellten Beispiel ist der Energiespeicher
40 als separate Einheit ausgeführt, kann aber auch Teil der Steuereinheit 28 sein.
[0031] Zu Beginn eines Duschvorgangs betätigt der Benutzer beispielsweise ein nicht dargestelltes
Mischventil, welches Teil der Duschvorrichtung 10 ist, wodurch Wasser in den Duschkopf
12 strömt. Die Durchfluss-Erfassungseinheit 26 registriert das Vorhandensein eines
Volumenstroms und sendet entsprechende Signale an die Steuereinheit 28, wodurch der
Beginn des Duschvorgangs definiert wird. Die Steuereinheit 28 beginnt nun, die Dauer
des Duschvorgangs zu messen. Gleichzeitig kann sie auch dafür sorgen, die Lichtquelle
32 sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt zu aktivieren. Das von der Lichtquelle
32 erzeugte Lichtsignal weist im aktivierten Zustand eine erste Farbe auf.
[0032] Nach Angaben von Gesundheitsorganisationen ist eine Duschdauer von 3 min empfehlenswert.
Begrenzt der Durchflussmengenregler 24 den Volumenstrom auf beispielsweise 10 L/min,
so werden nach 3 min 30 L Wasser verbraucht, was einen ressourcenschonenden Verbrauch
darstellt. Mit hier nicht dargestellten handelsüblichen Mischventüen, welche dem Duschkopf
12 stromaufwärts vorgeschaltet sind, können Volumenströme von bis zu 24 L/min eingestellt
werden. Wird das Mischventil zu etwas mehr als einem Drittel geöffnet, entfaltet der
Durchflussmengenregler bereits seine Wirkung. Da die überwiegende Mehrheit der duschenden
Personen das Mischventil komplett oder mindestens zur Hälfte öffnet, ist der bestimmungsgemäße
Gebrauch der Duschvorrichtung und des Duschkopfes 12 in den überwiegenden Fällen sichergestellt.
[0033] Liegt die Dauer des Duschvorgangs unter 3 min, kann das Lichtsignal der Lichtquelle
32 eine grüne Farbe haben, um zu signalisieren, dass der Verbrauch in einem akzeptablen
Bereich liegt und der Duschvorgang die empfohlene Dauer nicht überschreitet.
[0034] Beim Überschreiten von 3 min steuert die Steuereinheit 28 die Lichtquelle 32 so an,
dass die Farbe des von ihr erzeugten Lichts wechselt. Beispielsweise kann die Farbe
von grün auf gelb oder orange wechseln, um zu signalisieren, dass die als optimal
angesehene Zeitdauer des Duschvorgangs überschritten worden ist und es empfehlenswert
ist, den Duschvorgang nun zu beenden.
[0035] Dauert der Duschvorgang weitere 2 min an, ändert die Steuereinheit 28 dann die Farbe
der Lichtquelle 32 auf rot, so dass der Benutzer erkennt, dass nun die Duschdauer
deutlich über der Empfehlung liegt und die verbrauchte Wassermenge nicht mehr als
ressourcenschonend angesehen werden kann. Darüber hinaus kann die Steuereinheit 28
die LEDs 34 in einer bestimmten Abfolge zum Aufleuchten bringen, um den Benutzer dazu
zu animieren, den Duschvorgang hinaus kann die Steuereinheit 28 die LEDs 34 in einer
bestimmten Abfolge zum Aufleuchten bringen, um den Benutzer dazu zu animieren, den
Duschvorgang zu beenden. Gleichzeitig kann die Steuereinheit 28 auf den Duschvorgang
bezogene Daten zu statistischen Zwecken aufzeichnen.
[0036] Üblicherweise wird der Volumenstrom während eines Duschvorgangs mindestens einmal
etwa zum Auftragen einer Seife oder eines Shampoos unterbrochen. Die Steuereinheit
28 kann so programmiert werden, dass Unterbrechungen bis zu einer bestimmten Zeitdauer
insofern unberücksichtigt bleiben, als dass die Farbe des von der Lichtquelle 32 erzeugten
Lichts beim erneuten Starten des Volumenstroms nicht wieder auf grün zurückgesetzt
wird, sondern die Duschdauer vor der Unterbrechung bei der Berechnung der gesamten
Duschdauer berücksichtigt und die vor der Unterbrechung vorhandene Farbe der Lichtquelle
32 beibehalten wird.
[0037] Die Priorität der
DE 20 2010 010 719 und der
DE 20 2011 002 583 wird in Anspruch genommen, wobei auf den Inhalt dieser prioritätsbegründenden Anmeldungen
vollständig Bezug genommen und deren Inhalt vollständiger Bestandteil der Beschreibung
zur vorliegenden Erfindung wird.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 10
- Duschvorrichtung
- 12
- Duschkopf
- 13
- Gehäuse
- 14
- Zulauf
- 16
- Zuführleitung
- 18
- Ablauf
- 20
- Öffnung
- 22
- Verbindungsleitung
- 24
- Durchflussmengenregler
- 26
- Durchfluss-Erfassungseinheit
- 28
- Steuereinheit
- 30
- elektrische Leitungen
- 321, 322
- Lichtquelle
- 34
- LED
- 35
- Greifabschnitt
- 36
- Energiequelle
- 38
- Generator
- 39
- Flügelrad
- 40
- Energiespeicher
- 42
- Akku
1. Duschkopf, umfassend
- einen Zulauf (14) zum Zuführen von Wasser in den Duschkopf (12),
- einen Ablauf (18) zum Abführen von Wasser aus dem Duschkopf (12),
- eine oder mehrere Lichtquellen (32) zum Aussenden eines sichtbaren Lichtsignals,
- eine Steuereinheit (28) zum Ansteuern der Lichtquelle (32), und
- eine Energiequelle (36) zum Betreiben der Lichtquelle (32) und der Steuereinheit,
gekennzeichnet durch einen Durchflussmengenregler (24) zum Begrenzen des
durch den Duschkopf (12) geführten Volumenstroms des Wassers, und eine Durchfluss-Erfassungseinheit
(26) zum Erfassen des Volumenstroms im Duschkopf (12) und zum Erzeugen entsprechender
Signale, die von der Steuereinheit (28) lesbar sind.
2. Duschkopf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Durchfluss-Erfassungseinheit (26) die Energiequelle (36) umfasst, wobei die Energiequelle
(36) einen vom Volumenstrom des Wassers betriebenen Generator (38) aufweist.
3. Duschkopf nach Anspruch 2,
gekennzeichnet durch einen Energiespeicher (40) zum Speichern der vom Generator (38) erzeugten Energie.
4. Duschkopf nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe der Lichtsignale in Abhängigkeit der von der Steuereinheit (28) gemessenen
Zeitdauer des Volumenstroms mittels der Steuereinheit (28) veränderbar ist.
5. Duschkopf nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Duschkopf (12) ein Gehäuse (13) und eine Verbindungsleitung (22) zwischen dem
Zulauf (14) und dem Ablauf (18) umfasst, wobei der Durchflussmengenregler (24) in
der Verbindungsleitung (22) angeordnet ist.
6. Duschkopf nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (32) eine Anzahl von LEDs (34) von unterschiedlicher Farbe umfasst.
7. Duschkopf nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (32) so angeordnet ist, dass sie das austretende Wasser beleuchtet.
8. Duschkopf nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (28) zum Speichern von auf den Duschvorgang bezogenen Daten ausgebildet
ist.
9. Duschvorrichtung, umfassend einen Duschkopf nach einem vorherigen Ansprüche.
10. Verfahren zum Ansteuern einer Lichtquelle eines Duschkopfes (12) nach einem der Ansprüche
1 bis 8, umfassend folgende Schritte:
- Erfassen eines Volumenstroms des Wassers im Duschkopf (12) mittels einer Durchfluss-Erfassungseinheit
(26),
- Ermitteln der Zeitdauer der Erfassung des Volumenstroms mittels einer Steuereinheit
(28), und
- Ansteuern von Lichtquellen (32) in Abhängigkeit der ermittelten Zeitdauer.