[0001] Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung mit einer Kraftverstärkung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine derartige Spannvorrichtung ist aus
EP 0 820 022 A1 bekannt. Dort besteht der Antrieb zur Verstellung einer beweglichen Spannbacke gegenüber
einer festen Spannbacke aus einer einfachen Gewindespindel, die mit einem Kraftverstärkungsmechanismus
gekoppelt ist. Bei dieser bekannten Spannvorrichtung wird über den Antrieb eine Druckkraft
auf die bewegliche Spannbacke ausgeübt. Derartige Spannvorrichtungen sind jedoch für
die heutigen 5-Achs-Bearbeitungen aufgrund ihrer eingeschränkten Zugänglichkeit nur
bedingt einsetzbar.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spannvorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, der eine optimale Zugänglichkeit bei gleichzeitig hoher Spannpräzision ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine Spannvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst. Zweckmäßige Weiterbildungen und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung ist die Gewindespindel als Teleskopspindel
ausgeführt und der Verstärkungsmechanismus übt eine Zugkraft auf die bewegliche Spannbacke
aus. Durch die Teleskopspindel ist eine besonders gute Zugänglichkeit zum Werkstück
erreichbar. Die Teleskopspindel bietet außerdem die Möglichkeit einer großen Spannweitenverstellung
bei gleichbleibender Spannpräzision. Der auf Zug wirkende Kraftverstärkungsmechanismus
verhindert außerdem eine Durchbiegung der Grundkörper und ermöglicht eine optimale
Spannkrafteinleitung an den Spannbacken.
[0006] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung enthält die als Teleskopspindel
ausgebildete Gewindespindel eine in einem Basiskörper der beweglichen Spannbacke oder
einem Basiskörper der festen Spannbacke angeordnete erste Gewindehülse, mindestens
eine mit der ersten Gewindehülse in Eingriff stehende zweite Gewindehülse und eine
mit der zweiten Gewindehülse in Eingriff stehende Gewindestange. Zweckmäßigerweise
steht die zweite Gewindehülse über ein Außengewinde mit einem durchgehenden Innengewinde
der ersten Gewindehülse und die Gewindestange über ein Außengewinde mit einem durchgehenden
Innengewinde der zweiten Gewindehülse in Eingriff. Vorzugsweise sind die Außengewinde
nur im vorderen Bereich der Gewindehülse bzw. der Gewindestange angeordnet. Dadurch
weist die Teleskopspindel keine freiliegenden Gewinde auf und ist dadurch gut gegen
Verschmutzung geschützt. Zusätzlich können die Gewindestange und die Gewindehülsen
durch Dichtungen abgedichtet sein.
[0007] Der Verstärkungsmechanismus enthält in einer bevorzugten Ausführung ein innerhalb
eines Gehäuses axial verschiebbares, mit der Gewindespindel verbundenes erstes Spannelement
und ein innerhalb des Gehäuses angeordnetes zweites Spannelement, die über Druckstücke
und Spannbolzen miteinander verbunden sind.
[0008] Zwischen einer Antriebswelle des Verstärkungsmechanismus und dem ersten Spannelement
ist ein Planetengetriebe zwischengeschaltet, das zweckmäßigerweise ein auf der Antriebswelle
angeordnetes Sonnenrad, mehrere an dem ersten Spannelement als Planetenträger angeordnete
Planetenräder und einen Zahnkranz am Gehäuse als Hohlrad enthält.
[0009] Zwischen dem Gehäuse und dem ersten Spannelement ist eine Rastkupplung mit mehreren
in Umfangsrichtung des Gehäuses versetzten Rastelementen zum Eingriff in entsprechende
Vertiefungen an der Außenseite des ersten Spannelements vorgesehen.
[0010] Zur Einstellung der Spannkraft kann in dem Basisteil der verstellbaren Spannbacke
ein Verstellmechanismus zur Einstellung der axialen Lage der ersten Gewindehülse angeordnet
sein. Der Verstellmechanismus kann ein im Basisteil seitlich angeordnetes Stellrad
mit einem konischen Zapfen zum Eingriff in eine Konusbuchse an der Außenseite der
Gewindehülse umfassen. Die axiale Verstellung der Gewindehülse kann aber auch über
einen die Gewindehülse halternden Verschlussring oder dgl. erfolgen.
[0011] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigen:
- Figur 1
- eine erfindungsgemäße Spannvorrichtung in einer Vorderansicht;
- Figur 2
- die Spannvorrichtung von Figur 1 in einer Seitenansicht;
- Figur 3
- die Spannvorrichtung von Figur 1 mit einer zusätzlichen Verlängerungsstange;
- Figur 4
- einen Längschnitt der Spannvorrichtung von Figur 1 mit geöffneten Spannbacken;
- Figur 5
- einen Längschnitt der Spannvorrichtung von Figur 1 mit geschlossenen Spannbacken;
- Figur 6
- eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von Figur 1;
- Figur 7
- eine Schnittansicht entlang der Linie C-C von Figur 1 und
- Figur 8
- eine Schnittansicht entlang der Linie D-D von Figur 1.
[0012] Die in den Figuren 1 und 2 in einer Vorder- und Seitenansicht gezeigte Spannvorrichtung
enthält eine feste Spannbacke 1 und eine bewegliche Spannbacke 2, die durch einen
im Folgenden noch näher erläuterten Antrieb gegenüber der festen Spannbacke 1 verstellbar
ist. Die feste Spannbacke 1 und die bewegliche Spannbacke 2 sind über entsprechende
Basiskörper 3 bzw. 4 auf einem plattenförmigen Grundkörper 5 angeordnet. Bei der gezeigten
Ausführung sind die feste Spannbacke 1 und die bewegliche Spannbacke 2 als Aufsatzbacken
ausgebildet und zur einfachen Auswechslung lösbar auf dem jeweiligen Basiskörper 3
bzw. 4 montiert. Der Basiskörper 3 der festen Spannbacke 1 ist über dargestellte Schrauben
auf dem Grundköper 5 befestigt, während der Basiskörper 4 der beweglichen Spannbacke
2 über Längsführungen 6 verschiebbar an dem Grundkörper 5 geführt ist.
[0013] Wie besonders aus den Schnittansichten der Figuren 4 und 5 hervorgeht, umfasst der
Antrieb zur Verstellung der beweglichen Spannbacke 2 gegenüber der festen Spannbacke
1 eine als Teleskopspindel ausgeführte Gewindespindel 7 und einen innerhalb des Basiskörpers
2 der festen Spannbacke 2 angeordneten Verstärkungsmechanismus 8, durch den die Spannkraft
verstärkt werden kann.
[0014] Der koaxial zur Gewindespindel 7 angeordnete Verstärkungsmechanismus 8 enthält ein
innerhalb eines in wesentlichen zylindrischen Gehäuses 9 axial verschiebbares erstes
Spannelement 10 mit einem Durchgang 11 und ein innerhalb des Gehäuses 9 angeordnetes
zweites Spannelement 12, das den Durchgang 11 des ersten Spannelements 10 durchgreift
und mit diesem über halbkugelförmige Druckstücke 13 bzw. 14 und dazwischen angeordnete
Spannbolzen 15 verbunden ist. Bei der gezeigten Ausführung sind an einem inneren Absatz
16 des ersten Spannelements 10 zwei halbkugelförmige Druckstücke 13 und an der Innenseite
des zweiten Spannelements 12 zwei halbkugelförmige Druckstücke 14 befestigt. Die zwischen
den Druckstücken 13 und 14 angeordneten Spannbolzen 15 weisen an ihren zu den jeweiligen
Druckstücken 13 bzw. 14 gewandten Enden jeweils eine Kugelpfanne 17 auf.
[0015] Das erste Spannelement 10 enthält einen gegenüber der Innenseite des Basiskörpers
3 nach außen vorstehenden hülsenförmigen Ansatz 18 mit einem Innengewinde 19 zur Verbindung
mit einer Gewindestange 20 der als Teleskopspindel ausgebildeten Gewindespindel 7.
Zwischen dem innerhalb des Ansatzes 18 angeordneten Ende der Gewindestange 20 und
dem zweiten Spannelement 12 ist eine Druckfeder 21 eingespannt, die auf das zweite
Spannelement 12 wirkt und die an diesem angeordneten Druckstücke 13 gegen die Spannbolzen
15 presst.
[0016] Das bei der gezeigten Ausführung aus einem vorderen und hinteren Teil 9a und 9b gebildete
Gehäuse 9 ist über ein Axiallager 22 drehbar innerhalb einer Aufnahmeöffnung 23 des
Basiskörpers 3 gelagert und über einen hinteren Lagerdeckel 24 axial festgelegt. In
einer Bohrung 25 im Lagerdeckel 24 und einer Bohrung 26 des zweiten Spannelements
10 ist eine Antriebwelle 27 gelagert. Zwischen dieser Antriebwelle 27 und dem zweiten
Spannelement 10 ist ein in Figur 7 dargestelltes Planetengetriebe zwischengeschaltet.
Das Planetengetriebe weist ein am inneren Ende der Antriebwelle 27 angeordnetes Sonnenrad
28 auf, das in Eingriff mit mehreren auf einem Planetenradträger angeordneten Planetenrädern
29 steht. Bei der gezeigten Ausführung wird der Planetenradträger durch das zweite
Spannelement 10 gebildet. Hierzu sind mehrere in Figur 7 erkennbare Lagerzapfen 31,
die zur drehbaren Lagerung der Planetenräder 29 dienen, an der hinteren Stirnseite
des ersten Spannelements 10 eingesetzt. Die Planetenräder 29 kämmen mit einem Zahnkranz
30 eines Hohlrads, das bei der gezeigten Ausführung ein Bestandteil des hinteren Teils
9b des Gehäuses 9 ist.
[0017] Zwischen dem Gehäuse 9 und dem ersten Spannelement 10 ist eine in Figur 8 dargestellte
Rastkupplung vorgesehen. Diese weist mehrere in Umfangsrichtung des Gehäuses 9 versetzt
zueinander angeordnete Rastelemente 32 auf, die in außenseitigen Ausnehmungen 33 radial
beweglich angeordnet und durch Blattfedern 34 radial nach innen beaufschlagt sind.
Die Rastelemente 32 greifen mit nasenförmigen Enden 35 in entsprechende Vertiefungen
36 an der Außenseite des ersten Spannelements 10 ein. Anstelle der gezeigten Rastelemente
können auch federbelastete Kugeln oder andere entsprechende Rastelemente eingesetzt
werden.
[0018] Die als Teleskopspindel ausgeführte Gewindespindel 7 enthält gemäß Figur 4 eine in
dem Basiskörper 4 der beweglichen Spannbacke 2 angeordnete erste Gewindehülse 37,
eine mit der ersten Gewindehülse 37 in Eingriff stehende zweite Gewindehülse 38 und
die Gewindestange 20, die mit dem einen Ende mit der zweiten Gewindehülse 38 in Eingriff
steht und mit dem anderen Ende fest mit dem ersten Spannelement 10 verbunden ist.
Die erste Gewindehülse 37 ist in einer entsprechenden Bohrung 39 im Basiskörper 4
der beweglichen Spannbacke 2 angeordnet und wird dort durch einen Verschlussring 40
in Axialrichtung gesichert. Die zweite Gewindehülse 38 steht über ein Außengewinde
41 mit einem durchgehenden Innengewinde 42 der ersten Gewindehülse 37 in Eingriff,
während die Gewindestange 12 mit ihrem einen Ende über ein Außengewinde 43 mit einem
durchgehenden Innengewinde 44 der zweiten Gewindehülse 38 in Eingriff steht. Das andere
Ende der Gewindestange 20 ist über ein Außengewinde 45 mit dem Innengewinde 19 des
ersten Spannelements 10 verschraubt.
[0019] Die Außengewinde 41 und 43 sind nur im vorderen Bereich der zweiten Gewindehülse
38 bzw. der Gewindestange 20, so dass die Teleskopspindel keine freiliegenden Gewinde
aufweist. Um das Eindringen von Schmutz, Spänen, Kühlschmiermittel oder sonstigen
Verunreinigungen in die als Teleskopspindel ausgebildete Gewindespindel 7 zu verhindern,
sind an dem Verschlussring 40 bzw. an der Innenseite der Gewindehülse 38 in Figur
4 dargestellte Dichtungen 53 und 54 zur abdichtenden Anlage an der gewindefreien zylindrischen
Außenseite der Gewindehülse 38 bzw. der Gewindestange 20 vorgesehen.
[0020] In dem Basisteil 4 der beweglichen Spannbacke 2 ist ferner ein in Figur 6 dargestellter
Verstellmechanismus zur Einstellung der Spannkraft untergebracht. Der Verstellmechanismus
enthält ein im Basisteil 4 seitlich angeordnetes Stellrad 46 durch das die axiale
Stellung der ersten Gewindehülse 37 innerhalb des Basiskörpers 4 verändert werden
kann. Hierzu ist die Gewindehülse 37 innerhalb der Bohrung 39 verschiebbar angeordnet
und wird über Tellerfedern 47 von einem inneren Anschlag 48 weg in Richtung eines
Deckels 49 gedrückt. Das senkrecht zur Mittelachse der Bohrung 39 angeordnete Stellrad
46 weist an seinem inneren Ende einen konischen Zapfen 50 auf, der in eine an der
Außenseite der Gewindehülse 37 angeordnete Konusbuchse 51 eingreift. Die Konusbuchse
51 ist exzentrisch zum Stellrad 46 angeordnet, so dass die Gewindehülse 37 durch Eindrehen
des Stellrads 46 entgegen der Kraft der Tellerfedern 47 verschoben und dadurch ein
Spalt 52 zwischen dem Anschlag 48 und einem Ringbund 53 vergrößert werden kann. Wird
das Stellrad 46 herausgedreht, besteht ein großer Spalt 52, so dass die Gewindehülse
37 bei Betätigung des Krafthubs gegen den Anschlag 48 und somit ein großer Teil des
Krafthubs durch den großen Spaltabstand absorbiert wird. Bei eingedrehtem Stellrad
46 liegt die Gewindehülse 37 dagegen bereits an dem Anschlag 48 an, so dass der Krafthub
zu 100% auf die Spannbacke übertragen wird und die Einspannung mit hoher Spannkraft
erfolgt.
[0021] Im Folgenden wird die Funktionsweise der vorstehend beschriebenen Spannvorrichtung
erläutert:
Wenn die Antriebswelle 27 bei geöffneten Spannbacken 1 und 2 z.B. mit Hilfe einer
nicht dargestellten Handkurbel in Schließrichtung gedreht wird, ist das erste Spannelement
10 mittels der Rastkupplung mit dem Gehäuse 9 drehfest gekuppelt und das Planetengetriebe
ist blockiert, so dass das Gehäuse 9 und die mit dem Spannelement 10 fest verbundene
Gewindestange 20 im Verhältnis 1: 1 mitgedreht wird. Pro Umdrehung der Antriebwelle
27 kann die bewegliche Spannbacke 2 so um 4 mm verfahren werden.
[0022] Sobald die bewegliche Spannbacke 2 an einem zu spannenden Werkstück anliegt, wird
bei weiterer Drehung der Antriebswelle 27 das über die Rastkupplung übertragbare Drehmoment
überschritten, wobei die Rastelemente 32 entgegen der Kraft der Tellerfedern 34 radial
nach außen gedrückt werden und aus den Vertiefungen 36 auskuppeln. Dadurch ist das
erste Spannelement 10 mit den daran angeordneten Planetenrädern 29 blockiert und wird
nicht mehr um die Mittelachse gedreht. Durch die Blockierung des auch als Planetenradträger
dienenden Spannelements 10 wird bei einer weiterem Drehung an der Antriebswelle 27
das Gehäuse 9 über die Verzahnung 30 des als Hohlrad dienenden hinteren Teil 9b im
Übersetzungsverhältnis 4:1 weitergedreht. Mit dem Gehäuse 9 wird auch das zweite Spannelement
12 gegenüber dem Spannelement 10 verdreht, wobei durch die gegenseitige Verdrehung
der Druckstücke 13 und 14 die zunächst im spitzen Winkel gegenüber der Mittelachse
des Gehäuses 9 ausgerichteten bzw. verschränkten Spannbolzen 15 aufgerichtet, d.h.
parallel zur Mittelachse des Gehäuses 9 ausgerichtet werden. Durch das Aufstellen
der Spannbolzen 15 wird das erste Spannelement 10 gegenüber dem im Gehäuse 9 axial
festgelegten zweiten Spannelement 12 verschoben, wobei die mit dem Spannelement 12
fest verbundene Spannstange 20 in Richtung der festen Spannbacke 1 gezogen wird und
die bewegliche Spannbacke 2 einen kraftverstärkten Längshub von ca. 1mm ausführt.
[0023] Bei der vorstehend beschriebenen Spannvorrichtung ist eine Vergrößerung des Spannbereichs
ohne weiteres möglich. Es muss nur die Grundplatte verlängert und in die Teleskopspindel
eine Verlängerungsstange 56 eingesetzt werden, wie dies in Figur 3 gezeigt ist. Hierzu
muss lediglich der Verschlussring 40 aufgedreht und die zweite Gewindehülse 38 aus
der ersten Gewindehülse 37 herausgedreht werden. Nun kann die Verlängerungsstange
56 eingesetzt und wieder verschraubt werden.
1. Spannvorrichtung mit einer festen Spannbacke (1), einer beweglichen Spannbacke (2)
und einem Antrieb zur Verstellung der beweglichen Spannbacke (2) gegenüber der festen
Spannbacke (1), wobei der Antrieb eine Gewindespindel (7) und einen Verstärkungsmechanismus
(8) zur Verstärkung der Spannkraft enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (7) als Teleskopspindel und der Verstärkungsmechanismus (8) zur
Ausübung einer Zugkraft auf die bewegliche Spannbacke (2) ausgebildet ist.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (7) eine in einem Basiskörper (4) der beweglichen Spannbacke (2)
oder in einem Basiskörper (2) der festen Spannbacke (1) angeordnete erste Gewindehülse
(37), mindestens eine mit der ersten Gewindehülse (37) in Eingriff stehende zweite
Gewindehülse (38) und eine mit der zweiten Gewindehülse (38) in Eingriff stehende
Gewindestange (20) umfasst.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gewindehülse (38) über ein Außengewinde (41) mit einem durchgehenden Innengewinde
(42) der ersten Gewindehülse (37) und die Gewindestange (20) über ein Außengewinde
(43) mit einem durchgehenden Innengewinde (44) der zweiten Gewindehülse (38) in Eingriff
steht.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Außengewinde (41) nur im vorderen Bereich der Gewindehülse (38) und das Außengewinde
(43) nur im vorderen Bereich der Gewindestange (20) angeordnet sind.
5. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindestange (20) und die Gewindehülsen (37, 38) durch Dichtungen (53, 54) abgedichtet
sind.
6. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkungsmechanismus (8) in einem über ein Axiallager (22) drehbar in einem
Basisteil (3) der festen Spannbacke (1) oder einem Basisteil (4) der beweglichen Spannbacke
(2) angeordneten Gehäuse (9) angeordnet ist.
7. Spannvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstärkungsmechanismus (8) ein innerhalb des Gehäuses (9) axial verschiebbares,
mit der Gewindespindel (7) verbundenes erstes Spannelement (10) und ein innerhalb
des Gehäuses (9) angeordnetes zweites Spannelement (12) enthält, die über Druckstücke
(13, 14) und Spannbolzen (15) miteinander verbunden sind.
8. Spannvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Antriebswelle (27) des Verstärkungsmechanismus (8) und dem ersten
Spannelement (10) ein Planetengetriebe (28, 29, 30) zwischengeschaltet ist.
9. Spannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Planetengetriebe (28, 29, 30) ein auf der Antriebswelle (27) angeordnetes Sonnenrad
(28), mehrere an dem ersten Spannelement (10) als Planetenträger angeordnete Planetenräder
(29) und einen Zahnkranz (30) am Gehäuse (9) als Hohlrad enthält.
10. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Gehäuse (9) und dem ersten Spannelement (10) eine Rastkupplung (32,
36) angeordnet ist.
11. Spannvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastkupplung mehrere in Umfangsrichtung des Gehäuses (9) versetzte Rastelemente
(32) zum Eingriff in entsprechende Vertiefungen (36) an der Außenseite des ersten
Spannelements (10) enthält.
12. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Basisteil (4) der verstellbaren Spannbacke (2) ein Verstellmechanismus (46,
50, 51) zur Einstellung der axialen Lage der ersten Gewindehülse (37) angeordnet ist.
13. Spannvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Verstellmechanismus (46, 50, 51) ein im Basisteil (4) seitlich angeordnetes Stellrad
(46) mit einem konischen Zapfen (50) zum Eingriff in eine Konusbuchse (51) an der
Außenseite der Gewindehülse (37) umfasst.
14. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die als Teleskopspindel ausgeführte Gewindespindel (7) durch eine Verlängerungsstange
(56) verlängerbar ist.