[0001] Die Erfindung betrifft eine Führungsvorrichtung für eine zum Bearbeiten eines Werkstücks
vorgesehene Hand-Werkzeugmaschine oder ein zum Markieren des Werkstücks vorgesehenes
Markierwerkzeug, wobei die Führungsvorrichtung flexibel ist, so dass sie zwischen
einer zumindest teilweise aufgewickelten Transportstellung verstellbar ist, in der
ein aufgewickelter Abschnitt der Führungsvorrichtung einen Wickel ausbildet, und einer
langgestreckten, zumindest teilweise abgewickelten Arbeitsstellung verstellbar ist,
in der die Führungsvorrichtung als Ganzes oder ein von dem Wickel abgewickelter Abschnitt
der Führungsvorrichtung eine Führungsschiene bildet, die mit ihrer Unterseite auf
einen Untergrund auflegbar ist und entlang ihrer Längserstreckungsrichtung mindestens
eine Führungskontur zum Führen einer mit der Hand-Werkzeugmaschine oder dem Markierwerkzeug
verbundenen oder verbindbaren Führungsbasis bei der Bearbeitung oder Markierung des
Werkstücks aufweist.
[0002] Eine derartige Führungsvorrichtung wird beispielsweise durch ein Metallblech gebildet,
das auf ein Werkstück auflegbar ist, um die Hand-Werkzeugmaschine zu führen, beispielsweise
eine Kreissäge oder eine Stichsäge. Bei Nichtgebrauch kann die Führungsvorrichtung
aufgewickelt werden, so dass sie platzsparend gelagert oder transportiert werden kann.
[0003] Wird jedoch die Führungsvorrichtung gebraucht, wickelt man sie ab, so dass sie in
ihrer Arbeitsstellung ihre Führungsaufgabe erfüllen kann.
[0004] Problematisch bei einer Führungsvorrichtung dieser Art ist jedoch, dass sie nur mäßige
Führungseigenschaften hat, das heißt, dass aufgrund des vergleichsweise dünnen Metallbleches
nur wenig Führungskontur bereitsteht. Des Weiteren neigt die Führungsvorrichtung zu
einem selbsttätigen Abwickeln, was unter anderem eine Gefahr für den Bediener darstellt.
[0005] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Führungsvorrichtung bereitzustellen,
die bei guter Führungseigenschaft möglichst bequem handhabbar ist.
[0006] Zur Lösung der Aufgabe ist bei einer Führungsvorrichtung der eingangs genannten Art
vorgesehen, dass sie mindestens ein Wölbungsband umfasst, das zumindest in der Arbeitsstellung
eine quer zu der Längserstreckungsrichtung verlaufende Querschnittswölbung aufweist.
[0007] Ein Grundgedanke der Erfindung ist es, dass die Führungsvorrichtung eines oder mehrere
flexible Wölbungsbänder aufweist, die zumindest in demjenigen Abschnitt, der vom Wickel
abgewickelt ist, eine Querschnittswölbung aufweisen, das heißt quer zur Längserstreckungsrichtung
gewölbt sind, was unter anderem die Biegestabilität quer zur Längserstreckungsrichtung
verbessert. Dadurch sind die Führungseigenschaften verbessert. Des Weiteren kann das
Wölbungsband, das beispielsweise ein sogenanntes Spreizband ist, optimal aufgewickelt
werden. Es sind dabei Lösungen möglich, bei denen das Wölbungsband beispielsweise
in eine Aufwickeleinrichtung, zum Beispiel eine Dose oder einen sonstigen Behälter,
aufgewickelt wird. Der Wickel kann aber auch ein freistehender Wickel sein, der mit
und ohne zusätzliche Sicherung in seiner jeweiligen Wickelposition verbleibt.
[0008] Mindestens ein Wölbungsband und/oder mindestens ein neben dem Wölbungsband angeordnetes
Querversteifungsband sind vorteilhaft aus Metall, z.B. Stahl.
[0009] Mindestens ein Wölbungsband und/oder mindestens ein Querversteifungsband sind zweckmäßigerweise
mit einer Kunststoffbeschichtung versehen, mit Kunststoff ummantelt, in Kunststoff
vergossen oder dergleichen.
[0010] An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Bänder einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung
auch insgesamt flexibel gemantelt sein können, z.B. mit Kunststoff.
[0011] Die Querschnittswölbung des Wölbungsbands ist vorteilhaft so getroffen, dass die
Querseiten des Wölbungsbandes (quer zur Längserstreckungsrichtung) in der Arbeitsstellung
näher beim Untergrund sind als ein dazwischenliegender mittlerer Querabschnitt des
mindestens einen Wölbungsbandes. Es versteht sich, dass auch die umgekehrte Konfiguration
getroffen sein kann, das heißt, dass das mindestens eine Wölbungsband im Bereich seines
Scheitels der Querschnittswölbung auf dem Untergrund aufliegt beziehungsweise mehr
zum Untergrund angeordnet ist (wenn ein Abstand zum Untergrund durch weitere Maßnahmen
vorhanden ist, was beim Ausführungsbeispiel noch näher erläutert wird).
[0012] Die Querschnittswölbung bildet das mindestens eine Wölbungsband vorteilhaft selbsttätig
beim Abwickeln von dem Wickel aus. Prinzipiell wäre es möglich, dass die Querschnittswölbung
stets dieselbe bleibt, das heißt, dass der Krümmungsradius konstant bleibt, unabhängig
davon, ob das mindestens eine Wölbungsband aufgewickelt oder abgewickelt ist.
[0013] Die Querschnittswölbung des mindestens einen Wölbungsbands verändert sich vorteilhaft,
wenn es auf den Wickel aufgewickelt wird bzw. wenn es von dem Wickel abgewickelt wird.
So hat beispielsweise die Querschnittswölbung im Bereich des Wickels eine andere Kontur
als im abgewickelten Abschnitt.
[0014] Die Wölbung bzw. Querschnittswölbung des mindestens einen Wölbungsbands erstreckt
sich zweckmäßigerweise über dessen gesamte Querbreite. Es ist aber auch möglich, dass
das Wölbungsband in seiner Längsrichtung und/oder seiner Querrichtung sowohl einen
Abschnitt mit der Querschnittswölbung aufweist, als auch einen oder mehrere weitere
Abschnitte, die keine Querschnittswölbung (also flach sind) oder eine geringe Querschnittswölbung
aufweisen.
[0015] In der Praxis hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn die Führungsvorrichtung
in Querrichtung zusätzlich versteift wird. Die Quersteifigkeit ist bei einem relativ
flach gewölbten Band oder einem Flachband größer als bei einem Band, das eine Querschnittswölbung
aufweist. So sieht eine Variante der Erfindung vor, dass neben dem mindestens einen
Wölbungsband ein flexibles, auf den Wickel aufwickelbares Querversteifungsband vorgesehen
ist, das jedoch zumindest in dem abgewickelten Abschnitt der Führungsvorrichtung eine
geringere Querschnittswölbung als das mindestens eine Wölbungsband aufweist oder zur
flächigen Auflage auf dem Untergrund keine Querschnittswölbung aufweist.
[0016] Bevorzugt ist vorgesehen, dass das mindestens eine Querversteifungsband auch im aufgewickelten
Zustand, d.h. im Bereich des Wickels, keine Querschnittswölbung oder allenfalls eine
geringe Querschnittswölbung aufweist.
[0017] Beispielsweise sieht eine Variante der Erfindung vor, dass zwischen zwei Wölbungsbändern
ein Querversteifungsband dieser Art angeordnet ist, so dass jeweils quer-außen ein
zur Führung der Führungsbasis geeignetes Wölbungsband vorhanden ist. Es versteht sich,
dass auch ein Querversteifungsband quer-außen vorgesehen an einer erfindungsgemäßen
Führungsvorrichtung sein kann.
[0018] Bevorzugt ist jedoch, dass das mindestens eine Wölbungsband im Bereich des Wickels
keine Querschnittswölbung aufweist oder die Querschnittswölbungen, die das Wölbungsband
im Bereich des Wickels und in einem davon abgewickelten Abschnitt (entsprechend der
Arbeitsstellung) aufweist, gegensinnig zueinander sind. Das Wölbungsband wird also
in beiden Fällen bezüglich der Querschnittswölbung beim Aufwickeln auf den Wickel
oder beim Abwickeln von diesem flexibel verformt.
[0019] Der den aufgewickelten Abschnitt der Führungsvorrichtung umfassende Wickel behält
zweckmäßigerweise seine aufgewickelte Position oder Wickelposition ohne Krafteinwirkung.
Somit sind also keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich, um den Wickel sozusagen
stabil zu halten. Das Wölbungsband schnellt nicht von selbst in seine Arbeitsstellung,
sondern verbleibt in der Transportstellung. Es ist aber auch möglich, dass auch zum
Halten des Wickels noch eine Krafteinwirkung notwendig ist, beispielsweise durch eine
Haltespange, ein Dosenteil, eine Stirnseitenwand mit entsprechenden Umfangswänden,
die auf die Umfangsseite des Wickels einwirken oder dergleichen, um den Wickel in
seiner Transportstellung zu halten. Allerdings ist diese Krafteinwirkung zweckmäßigerweise
geringer als eine Kraft, die zum Aufwickeln des Wickels erforderlich ist.
[0020] Es versteht sich, dass die Führungsvorrichtung mit einem einzigen erfindungsgemäß
ausgestalteten Wölbungsband, insbesondere einem Spreizband, ausgestaltet sein kann.
Weitere Komponenten, auch solche, die sich in Längserstreckungsrichtung der Führungsvorrichtung
erstrecken, können aus anderen Werkstoffen gebildet sein, beispielsweise aus elastischem
Kunststoff oder dergleichen. Bevorzugt ist es jedoch, wenn die Führungsvorrichtung
mindestens zwei, zweckmäßigerweise drei, vier oder mehr Wölbungsbänder aufweist, die
Querschnittswölbungen zumindest in der Arbeitsstellung aufweisen. An dieser Stelle
sei bemerkt, dass die Querschnittswölbungen verschiedener Wölbungsbänder, d.h. von
mindestens zwei Wölbungsbändern, der Führungsvorrichtung auch gegensinnig sein können,
das heißt, dass beispielsweise die Öffnung der Querschnittswölbung des einen Wölbungsbandes
vom Untergrund weg orientiert ist, die Öffnungsseite des weiteren Wölbungsbandes zum
Untergrund hin orientiert ist.
[0021] Zwar ist es möglich, dass die Wölbungsbänder direkt in Querrichtung (quer zur Längserstreckungsrichtung)
miteinander verbunden sind, das heißt, dass dort kein Freiraum vorhanden ist. Dabei
können die Wölbungsbänder unmittelbar aneinander angrenzen, aber auch mit Abstand
zueinander angeordnet sein. Dann sind beispielsweise flexible Wölbungsbänder oder
dergleichen andere Maßnahmen zur Verbindung benachbarter Wölbungsbänder vorgesehen,
allerdings ohne einen Freiraum zwischen den Wölbungsbändern freizulassen.
[0022] Bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform, bei der zwischen den Wölbungsbändern ein
Freiraum in Längserstreckungsrichtung vorgesehen ist, in den ein Vorsprung der Führungsbasis
eingreifen kann. Somit kann beispielsweise der Führungsvorsprung direkt auf dem Untergrund
entlanggleiten, während neben dem Vorsprung angeordnete Bereiche der Führungsbasis
mit der Führungskontur der Führungsvorrichtung zusammenwirken können, um so eine Längsführung
zu realisieren.
[0023] Eine in der Zeichnung noch näher beschriebene Ausführungsform der Erfindung sieht
vor, dass an einem oder beiden Längsenden der Führungsvorrichtung Querverbindungseinrichtungen
vorgesehen sind.
[0024] Vorzugsweise kann eine Querverbindungseinrichtung beispielsweise auch Längsschmalseiten
der Wölbungsbänder miteinander verbinden. Die Querverbindungseinrichtung kann also
beispielsweise entlang der Längsschmalseiten der Wölbungsbänder mit diesem verbunden
sein, sich also in Längserstreckungsrichtung der Führungsvorrichtung erstrecken. Weiterhin
ist es möglich, dass eine Querverbindungseinrichtung sich über die Querbreite oder
einen Teil der Querbreite der Führungsvorrichtung erstreckt und dabei 2 oder mehrere
Bänder, beispielsweise Wölbungsbänder oder Querversteifungsbänder, miteinander verbindet.
[0025] Beide Maßnahmen können kombiniert sein.
[0026] Es ist beispielsweise ein Klebeband verwendbar, das die Wölbungsbänder oder Querversteifungsbänder
miteinander verbindet. Das Klebeband weist zweckmäßigerweise eine zum Aufwickeln geeignete
Flexibilität auf.
[0027] Eine Querverbindungseinrichtung kann auch ein auf die Wölbungsbänder oder Querversteifungsbänder
einseitig oder beidseitig aufgebrachtes, z.B. aufextrudiertes, Kunststoffmaterial
umfassen. Nebeneinander angeordnete Bänder, z.B. zwei Wölbungsbänder, zwei Querversteifungsbänder
oder eine Kombination aus Wölbungsband und Querversteifungsband können zumindest abschnittsweise
mit einer sie (quer-)verbindenden Kunststoffbeschichtung versehen sein, gemeinsam
mit Kunststoff ummantelt sein oder dergleichen. Der Kunststoff kann beispielsweise
durch Extrusion, Verguss oder dergleichen auf die Bänder aufgebracht werden.
[0028] Zur Verbindung von einem oder mehreren Wölbungsbändern und/oder Querversteifungsbändern
kann auch eine Querverbindungseinrichtung vorgesehen sein, die an einer Seite mit
den Bändern verbunden ist, beispielsweise verklebt, vernietet, verschweißt oder dergleichen,
und auf ihrer von den Bändern abgewandten Seite, quasi der Unterseite der Querverbindungseinrichtung,
mit Haftmitteln, zum Beispiel einer Haftbeschichtung, versehen ist. Die Haftmittel
verbessern den Halt der Führungsvorrichtung am Untergrund, beispielsweise einem Werkstück.
[0029] So kann beispielsweise ein Klebeband die Querverbindungseinrichtung bilden oder einen
Bestandteil der Querverbindungseinrichtung sein, das einerseits zur Verbindung mit
mindestens zwei Bändern mit einer Klebebeschichtung, andererseits mit einer Gummierung
oder einer sonstigen Haftbeschichtung versehen ist. Mithin ist es also vorteilhaft,
wenn eine Querverbindungseinrichtung mit Haftmitteln, insbesondere einer Haftbeschichtung,
versehen ist.
[0030] Weiterhin können nicht nur an den Längsenden der Führungsvorrichtung, sondern selbstverständlich
auch dazwischen eine oder mehrere Querverbindungseinrichtungen vorgesehen sein.
[0031] Eine Querverbindungseinrichtung zur Verbindung von 2 oder mehreren Bändern der erfindungsgemäßen
Führungsvorrichtung kann selbstverständlich auch ein Wölbungsband mit einem Querversteifungsband,
zwei Querversteifungsbänder miteinander oder dergleichen miteinander verbinden. Mit
anderen Worten eignet sich die Querverbindungseinrichtung zur Verbindung von mindestens
zwei, vorzugsweise mehreren sich in Längserstreckungsrichtung der Führungsvorrichtung
erstrecken den Bändern, die auf den Wickel aufwickelbar sind.
[0032] Bei der mindestens einen Querverbindungseinrichtung ist es vorteilhaft, wenn sie
beispielsweise eine Folie, ein Klebeband oder dergleichen umfasst. Vorteilhaft weist
die Querverbindungseinrichtung eine Faserverstärkung, eine Verstärkung mit einem Gewebe
oder dergleichen auf. Die Verstärkung kann beispielsweise Kohlefasern, Glasfasern,
Textilfasern oder dergleichen umfassen.
[0033] Eine weitere Variante der Erfindung sieht vor, dass die Querverbindungseinrichtung
beispielsweise auch ein Metallband, zum Beispiel Bandstahl, umfasst. Beispielsweise
ist der Bandstahl sehr dünn, so dass er auf den Wickel aufrollbar ist. Die Querverbindungseinrichtung,
beispielsweise aus Kunststoff, Stahl, Metall oder dergleichen, kann mit den Bändern
der Führungsvorrichtung, die sie verbindet, verschweißt, verklebt oder dergleichen
sein. Besonders bevorzugt ist es, wenn eine Punk-Schweißung oder eine Kontakt-Schweißung
vorgesehen ist, mit der die Querverbindungseinrichtung mit dem jeweiligen Band verbunden
ist.
[0034] Es ist vorteilhaft, wenn zwischen den Wölbungsbändern einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung
Querabstände vorhanden sind, die durch die mindestens eine Querverbindungseinrichtung
überbrückt wird. Diese Maßnahme erleichtert ein Aufrollen oder ein Abrollen der Führungsvorrichtung.
[0035] Die mindestens eine Führungskontur hat zweckmäßigerweise zwei Führungsflächen, die
einander entgegengesetzt sind oder auch einander gegenüberliegen, um die Führungsbasis
der Hand-Werkzeugmaschine quer zu der Längserstreckungsrichtung zu führen. Beispielsweise
sind einander gegenüberliegende Führungsflächen dazu geeignet, dass ein Führungsvorsprung
der Führungsbasis zwischen diese Führungsflächen eingreift und an diesen geführt wird.
Sind einander entgegengesetzte Führungsflächen vorgesehen, hat die Führungsbasis beispielsweise
eine Führungsnut, an deren Seitenschenkeln die einander entgegengesetzten Führungsflächen
der Führungsvorrichtung entlang gleiten (beziehungsweise umgekehrt).
[0036] Die Führungskontur umfasst beispielsweise einen Führungsabschnitt an einem Führungskörper,
der an mindestens einem der Wölbungsbänder angeordnet ist. Mithin ist also das Wölbungsband
mit einem oder mehreren weiteren Führungskörpern ausgestattet, um eine verbesserte
Führung der Führungsbasis der Hand-Werkzeugmaschine zu ermöglichen. Der oder die Führungskörper
sind beispielsweise fest mit dem Wölbungsband verbunden, jedenfalls nicht verschieblich
bezüglich der Längserstreckungsrichtung. Es ist aber auch möglich, dass für unterschiedliche
Führungsaufgaben unterschiedliche Führungskörper vorgesehen sind, die insbesondere
lösbar oder auswechselbar an dem mindestens einen Wölbungsband angeordnet sind. Beispielsweise
können Führungskörper vorgesehen sein, die an das Wölbungsband angeklemmt und/oder
mit diesem verrastet und/oder verklemmt werden. Der Führungskörper hat zweckmäßigerweise
eine die Querschnittswölbung unterstützende Stützkontur. Mithin liegt also das Wölbungsband
bezüglich seiner Querschnittswölbung an der Stützkontur vorzugsweise an.
[0037] Es versteht sich, dass vorteilhaft mehrere Führungskörper an dem mindestens einen
Wölbungsband angeordnet sind, die bezüglich der Längserstreckungsrichtung einen Längsabstand
zueinander haben. Der Längsabstand kann sehr groß bemessen sein, beispielsweise mindestens
doppelt so groß, dreimal so groß oder viermal so groß wie eine Länge des mindestens
einen Führungskörpers bezüglich der Längserstreckungsrichtung.
[0038] Der Führungsabschnitt des mindestens einen Führungskörpers ist zweckmäßigerweise
an einer Schmalseite des mindestens einen Wölbungsbandes angeordnet. Somit steht also
quer zur Längserstreckungsrichtung eine Führungsfläche zur Verfügung, an der die Führungsbasis
der Hand-Werkzeugmaschine entlang gleiten kann. Bevorzugt ist die Führungsfläche relativ
hoch beziehungsweise lang, so dass sie vor die Schmalseite des Wölbungsbandes vorsteht.
Damit steht eine große effektive Führungs- und Stützfläche zur Verfügung. Vorzugsweise
sind selbstverständlich an beiden Schmalseiten des mindestens einen Wölbungsbandes
entsprechende Führungsflächen vorhanden.
[0039] Die Führungsfläche ist in Längserstreckungsrichtung der Führungsvorrichtung zweckmäßigerweise
gerundet, so dass die Gegenkontur der Führungsbasis der Hand-Werkzeugmaschine sozusagen
aufgleiten kann.
[0040] Eine in der Zeichnung näher erläuterte Ausführungsform sieht vor, dass der Führungskörper
(oder die Führungskörper) U-förmig ausgestaltet ist (sind), so dass das mindestens
eine Wölbungsband zwischen den Schenkeln des Führungskörpers aufgenommen ist, wobei
die Außenseiten dieser Schenkel die Führungsflächen bereitstellen.
[0041] Die Querschnittswölbung des mindestens einen Wölbungsbandes kann aber auch direkt
eine Führungsaufgabe erfüllen: Die mindestens eine Führungskontur umfasst dabei zweckmäßigerweise
die gewölbte Oberseite des mindestens einen Wölbungsbandes, wobei die Wölbung der
Oberseite der Querschnittswölbung entspricht. An der Führungsbasis der Hand-Werkzeugmaschine
sind entsprechende gewölbte Vorsprünge oder gewölbte Ausnehmungen vorhanden, die an
der Oberseite des Wölbungsbandes entlang gleiten und dabei aufgrund der Wölbung dieser
Oberseite quer zur Längserstreckungsrichtung geführt sind.
[0042] An der Unterseite der Führungsvorrichtung ist zweckmäßigerweise eine Rutschhemmungseinrichtung,
beispielsweise ein rutschhemmender Belag, ein rutschhemmender Körper oder dergleichen,
angeordnet. Die Rutschhemmungseinrichtung kann beispielsweise im Bereich eines Zentrums
und/oder an mindestens einer Längsschmalseite des mindestens einen Wölbungsbandes
angeordnet sein. Zwischen der Rutschhemmungseinrichtung und der Längsschmalseite kann
auch ein Abstand vorgesehen sein, wenn sich die Rutschhemmungseinrichtung im Zentrum
des Wölbungsbandes befindet. Mit Zentrum ist hier etwa der mittlere Bereich der Querschnittswölbung
gemeint. Es ist aber auch möglich, dass beispielsweise die vorgenannte Querverbindungseinrichtung
die Rutschhemmungseinrichtung aufweist oder diese bildet. Beispielsweise können mehrere
Wölbungsbänder und/oder Querversteifungsbänder miteinander verbindende flexible Klebestreifen,
Gummiprofile oder dergleichen eine Rutschhemmungsfunktion haben.
[0043] Bevorzugt hat die Führungsvorrichtung einen sogenannten Ausreißschutz. Vorzugsweise
ist an mindestens einer Längsaußenseite der Führungsvorrichtung ein Auflagekörper
vorgesehen, der beispielsweise durch einen Rand des mindestens einen Wölbungsbandes
nach längs außen vorsteht, der zur Anlage auf dem Werkstück eine Werkstück-Auflageseite
und eine stirnseitige Auflagekante aufweist, an der ein Werkzeug der an der Führungskontur
geführten Hand-Werkzeugmaschine, beispielsweise ein Sägeblatt einer Säge, bei einer
Werkstückbearbeitung entlang gleitet, das heißt beispielsweise bei einem Sägeschnitt.
An dieser Stelle sei bemerkt, dass die Hand-Werkzeugmaschine zweckmäßigerweise zwar
eine Säge, insbesondere eine Kreissäge oder Stichsäge, ist, die erfindungsgemäße Führungsvorrichtung
aber auch bei anderen Hand-Werkzeugmaschinen zum Einsatz kommen kann, zum Beispiel
bei Oberfräsen.
[0044] Der Auflagekörper ist zumindest in seinem vor die Führungsschiene vorstehenden Bereich
oder seiner Auflagekante vorzugsweise derart flexibel, dass er nicht aus- oder einreißt,
wenn er mit dem Sägeblatt gesägt oder geschnitten wird.
[0045] Der Auflagekörper ist zweckmäßigerweise in der Art einer Auflagelippe ausgestaltet.
[0046] Bei einem ersten Sägeschnitt wird der elastische Auflagekörper zweckmäßigerweise
mit dem Sägeblatt abgeschnitten, so dass ein exakter Abstand zwischen der Führungskontur
und der vorderen, freien Auflagekante des Auflagekörpers hergestellt ist. Die Auflagekante
liegt dann beim späteren Gebrauch der Führungsvorrichtung unmittelbar neben dem Sägeblatt
auf dem Werkstück auf, so dass dort ein unerwünschtes Ausreißen des Werkstückes, das
in der Regel aus Holz besteht, vermieden wird. Auf diese Weise sind exakte Sägeschnitte
möglich.
[0047] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass der Auflagekörper zumindest im Bereich der Auflagekante
aus einem zur Erkennbarkeit einer Anrissmarkierung oder einer Schnittlinie transparenten
und zur flexiblen Auflage an dem Werkstück elastischen Kunststoff besteht.
[0048] Der Auflagekörper ist vorteilhaft zumindest in seinem vor das in der Regel undurchsichtige
Material der Führungsschiene vorstehenden Bereich transparent. Ein Benutzer kann durch
den Auflagekörper hindurch eine eventuelle Anrissmarkierung leicht erkennen und somit
die Führungsschiene in vorteilhafter Weise auf dem Werkstück ausrichten. Damit ist
ein zügiges, maßgenaues Arbeiten möglich. Der Auflagekörper besteht in einer bevorzugten
Variante ganz aus transparentem Kunststoff. Es wäre auch möglich, den Auflagekörper
nur im Bereich der Auflagekante, vorzugsweise jedoch in einem vor einen Rand der Führungsschiene
vorstehenden Bereich vollständig aus transparentem Kunststoff zu fertigen. Mithin
kann also der Auflagekörper mehrkomponentig sein, wobei der vordere, bei Gebrauch
im Bereich einer Anrissmarkierung befindliche Abschnitt des Auflagekörpers transparent
ist.
[0049] Der Auflagekörper, insbesondere die Auflagelippe, wird zweckmäßigerweise in seinem
freien, vor die Führungsschiene vorstehenden Bereich gesägt.
[0050] Die Führungsvorrichtung hat zweckmäßigerweise an ihrer Führungsseite eine Gleitbeschichtung.
Es ist auch möglich, dass die Führungsschiene aus entsprechend gleitfähigem Material,
vorzugsweise aus Metall, zum Beispiel eloxiertem Aluminium, besteht.
[0051] Aber auch bei dem Auflagekörper ist es zweckmäßig, wenn er in seinem vor die Führungsschiene
vorstehenden Bereich zumindest teilweise mit einer Gleitbeschichtung versehen ist.
Diese Gleitbeschichtung kann zwar an der Unterseite beziehungsweise der Werkstück-Auflageseite
des Auflagekörpers angeordnet sein, so dass er auf dem Werkstück gleiten kann. Besonders
bevorzugt ist die Gleitbeschichtung jedoch an einer der Werkstück-Auflageseite entgegengesetzten
Gleitseite des Auflagekörpers, sozusagen einer Oberseite des Auflagekörpers. Die Hand-Werkzeugmaschine,
z.B. Säge, insbesondere eine HandKreissäge oder eine Hubsäge, gleitet an der Gleitseite
bei Gebrauch entlang und drückt dabei zweckmäßigerweise den Auflagekörper auf das
Werkstück. Durch diesen Anpressdruck wird ein Ausreißen des Werkstückes effizient
vermieden.
[0052] Das mindestens eine Wölbungsband eignet sich beispielsweise dazu, eine Längenskala
anzubringen. Es ist aber auch möglich, dass an anderer Stelle der Führungsvorrichtung
eine Längenskala vorgesehen ist, beispielsweise an einer Querverbindungseinrichtung,
die zwei Wölbungsbänder miteinander verbindet, an dem vorgenannten Auflagekörper oder
dergleichen.
[0053] Bevorzugt ist auch, wenn die Führungsvorrichtung ein Indexteil aufweist, das entlang
der Längserstreckungsrichtung verschieblich angeordnet ist. Das Indexteil zeigt beispielsweise
auf die Längenskala. Bevorzugt ist das Indexteil entlang des mindestens einen Wölbungsbandes
verschieblich. Das Indexteil kann selbstverständlich auch an einer anderen Komponente
der Führungsvorrichtung verschieblich gelagert sein.
[0054] Wenn die Führungsvorrichtung beispielsweise über das zu bearbeitende Werkstück bzw.
den zu bearbeitenden Untergrund mit einem Längsende vorsteht, könnte sie sich beispielsweise
nach unten, wo sie keine Unterstützung durch den Untergrund hat, weg biegen. Diesem
Problem wirkt beispielsweise die oben bereits beschriebene Querverbindungseinrichtung
entgegen, die an einem Längsende der Führungsvorrichtung angeordnet ist und beispielsweise
aus biegesteifem Kunststoff besteht oder einem sonstigen biegesteifen Material. Dabei
ist es möglich, eine Versteifung beispielsweise nur an einem Wölbungsband vorzusehen,
wobei sich die Versteifung dann zweckmäßigerweise in Längserstreckungsrichtung der
Führungsvorrichtung vom jeweiligen Längsende derselben weg erstreckt, so dass die
Führungsvorrichtung von ihrem Längsende her über eine gewisse Längslänge eine Unterstützung
aufweist.
[0055] Die Führungsvorrichtung kann, wie schon erwähnt, Führungskörper aufweisen. Bevorzugt
ist mindestens ein Führungskörper in einer Längsgestalt ausgebildet, derart, dass
er sich in der Längserstreckungsrichtung der Führungsvorrichtung erstreckt. Der Führungskörper
bildet also beispielsweise einen Längsführungskörper.
[0056] Die Führungsvorrichtung kann zweckmäßigerweise an einem oder beiden Längsenden, gegebenenfalls
auch einem Bereich zwischen den Längsenden, einen beispielsweise an dem mindestens
einen Wölbungsband angeordneten Längsführungskörper aufweisen, beispielsweise zur
Längsführung der Führungsbasis und/oder zu Querführung derselben. Insbesondere am
Längsendbereich der Führungsvorrichtung, der beispielsweise frei vor ein Längsende
des zu bearbeitenden Untergrundes vorstehen kann, ist eine zusätzlich zu der Führung
durch das mindestens eine Wölbungsband vorgesehene Führung, nämlich eine Führung den
zusätzlichen Längsführungskörper, vorteilhaft.
[0057] Der Längsführungskörper kann beispielsweise in der Art eines Längsvorsprungs an einem
Wölbungsband oder einem Querversteifungsband vorgesehen sein und zum Eingriff in eine
zusätzlich zu der mindestens einen Gegenkontur der Führungsbasis, die zur Führung
an dem mindestens einen Wölbungsband vorgesehen ist, eine Gegen-Führungskontur vorgesehen
sein. Die Gegen-Führungskontur kann vorzugsweise zur Führung an einer an sich bekannten,
beispielsweise nicht biegesteifen Führungsschiene vorgesehen sein. Die Gegen-Führungskontur
umfasst beispielsweise eine Längsnut.
[0058] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass an einem oder beiden Längsendbereichen
der Führungsvorrichtung eine dauerhaft angeordnete oder auch lösbar anordenbare Versteifungseinrichtung
des mindestens einen Wölbungsbands und/oder eines Querversteifungsband der Führungsvorrichtung
vorhanden ist. Beispielsweise ist die Versteifungseinrichtung auf das Längsende des
Querversteifungsbands oder des Wölbungsbands aufgesteckt, hat als eine hierfür geeignete
Steckaufnahme. Es versteht sich, dass die Versteifungseinrichtung zweckmäßigerweise
mehrere Wölbungsbänder und/oder mehrere Querversteifungsbänder versteift. Es ist möglich,
dass die Versteifungseinrichtung mit der durch sie versteiften Komponente (Wölbungsband,
Querversteifungsband oder dergleichen) dauerhaft verbunden ist, beispielsweise verklebt,
vernietet, verschraubt oder dergleichen. Weiterhin weist die Versteifungseinrichtung
zweckmäßigerweise an ihrer zur Auflage auf dem Untergrund, z.B. einem Werkstück, vorgesehenen
Unterseite zweckmäßigerweise eine Rutschhemmungseinrichtung, z.B. einen rutschhemmenden
Belag oder eine rutschhemmende Beschichtung, mindestens eine rutschhemmende Platte
oder dergleichen, auf oder bildet eine Rutschhemmungseinrichtung, indem sie beispielsweise
aus Gummi oder dergleichen besteht.
[0059] Bevorzugt ist jedoch eine lösbare Verbindung zwischen der Versteifungseinrichtung
und der durch sie versteiften Komponente, beispielsweise eine Verrastung oder Verklemmung.
Es ist auch möglich, dass die Verrastung beispielsweise mittels Magneten mit der Führungsvorrichtung
verbunden wird. Beispielsweise sind an der Versteifungseinrichtung einer oder mehrere
Magneten vorhanden, die an einem Ferro-magnetischen Material der Führungsvorrichtung
anhaften, beispielsweise einem aus Eisen-Metall bestehenden Band. Bei Nichtgebrauch
kann somit die Versteifungseinrichtung leicht von der Führungsvorrichtung bzw. den
durch sie versteiften Komponenten der Führungsvorrichtung entfernt werden. Diese Maßnahme
kann beispielsweise den Transport der Führungsvorrichtung erleichtern, Weise Platz
sparender verstaut werden kann, zum Beispiel besser aufgewickelt werden kann.
[0060] Im Rahmen der Erfindung liegt auch das System, das nicht nur die Führungsvorrichtung
umfasst, sondern auch die Hand-Werkzeugmaschine, die zu der Führungsvorrichtung passt
beziehungsweise an diese angepasst ist. An der an der Hand-Werkzeugmaschine oder dem
Markierwerkzeug angeordneten oder anordenbaren Führungsbasis befindet sich eine mit
der Führungskontur der Führungsvorrichtung zusammenwirkende Gegenkontur. Es ist selbstverständlich
auch möglich, dass die Führungsbasis einen Bestandteil eines Markierwerkzeugs, zum
Beispiel eines Anreiß-Werkzeugs, bildet oder an einem Markierwerkzeug lösbar, insbesondere
werkzeuglos, befestigbar ist.
[0061] Einen an sich eigenständige Gedanken stellt es dar, dass die Führungsbasis, die mit
der oben beschriebenen Führungsvorrichtung zusammenwirkt bzw. an dieser entlang gleiten
kann, insbesondere in der Art eines Schlittens, eine separate, lösbar mit der Hand-Werkzeugmaschine
oder dem Markierwerkzeug verbindbare Komponente oder Baugruppe darstellt, zum Beispiel
eine Art Sohle, Gleitschuh oder dergleichen.
[0062] Die Führungsbasis umfasst beispielsweise einen Plattenkörper oder eine Platte, die
an der Unterseite eines Führungskörpers, zum Beispiel einem Fuß, der Hand-Werkzeugmaschine,
lösbar befestigbar ist. Die Führungsbasis kann beispielsweise eine Steckaufnahme zum
Einstecken der Hand-Werkzeugmaschine, insbesondere deren Fuß, umfassen. An der Steckaufnahme
können beispielsweise Rastmittel zu den Verrasten der Führungsbasis mit der Hand-Werkzeugmaschine
vorgesehen sein. Auch eine Hakenanordnung mit mindestens einem Haken, mit dem die
Führungsbasis an dem Führungskörper der ein-Werkzeugmaschine verhakbar ist, hat sich
als vorteilhaft herausgestellt.
[0063] Die Führungsbasis kann einen zumindest teilweise biegeflexiblen Körper, beispielsweise
aus Kunststoff, und/oder einen biegeflexiblen Abschnitt umfassen, der auf die Führungsbasis
der Hand-Werkzeugmaschine wie ein Schuh oder eine Sohle aufgezogen werden kann. Selbstverständlich
ist es vorteilhaft, wenn auch der Führungskörper der Hand-Werkzeugmaschine zu der
Führungsbasis passende Haltemittel oder Befestigungsmittel umfasst, beispielsweise
Rastaufnahmen, Rastvorsprünge, Hakenaufnahmen oder Hakenvorsprünge, Steck-Bauteile
oder dergleichen.
[0064] Es ist aber auch möglich, dass an der Hand-Werkzeugmaschine keine besonderen Maßnahmen
zur Befestigung der Führungsbasis getroffen sind, d.h. dass es sich um eine konventionelle
Hand-Werkzeugmaschine handelt. Beispielsweise kann der Führungskörper der Hand-Werkzeugmaschine,
beispielsweise ein so genannter Sägetisch, an sich nicht dafür geeignet sein, mit
der erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung zusammen zu wirken. Beispielsweise handelt
es sich bei der Unterseite der Hand-Werkzeugmaschine um eine ebene Fläche, die auf
einem Untergrund entlang gleiten kann, jedoch keine Führung dabei erfährt. Weiterhin
ist es möglich, dass an der Unterseite der Hand-Werkzeugmaschine beispielsweise eine
Führungsnut vorhanden ist, mit der die Hand-Werkzeugmaschine an einer steifen, einen
Führungsvorsprung aufweisenden Führungsschiene bekannter Art entlanggeführt werden
kann. Die erfindungsgemäße Führungsbasis ist auch an einer solchen "konventionellen"
Hand-Werkzeugmaschine befestigbar. Beispielsweise umfasst die Führungsbasis eine Steckaufnahme,
in die der Sägetisch oder ein sonstiger Führungskörper der Hand-Werkzeugmaschine einsteckbar
ist.
[0065] Weiterhin kann eine erfindungsgemäße Führungsbasis z.B. an einer Motorbaugruppe der
Hand-Werkzeugmaschine befestigbar sein, z.B. als eine Art Sägetisch oder dergleichen,
und deren Führungskörper oder Basis bilden.
[0066] Die Führungsbasis hat zweckmäßigerweise eine Andrückeinrichtung, beispielsweise eine
Andrückrolle, eine Kufe oder dergleichen, zum Andrücken des mindestens einen Wölbungsbandes
an den Untergrund. Bevorzugt ist die Andrückeinrichtung im Bereich der Rutschhemmungseinrichtung
angeordnet, das heißt, wenn die Führungsbasis an der Führungsvorrichtung entlanggeführt
wird, wirkt die Andrückeinrichtung vorteilhaft im Bereich der Rutschhemmungseinrichtung
auf das mindestens eine Wölbungsband.
[0067] Die Führungsbasis kann auch eine Führungsrolle umfassen, die eine Gegenkontur passend
zu beispielsweise dem mindestens einen Wölbungsband oder einer sonstigen Führungskontur
der erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung aufweist. Die Führungsrolle kann an der
Führungskontur der Führungsvorrichtung, beispielsweise auf dem Wölbungsband oder seitlich
neben demselben, geführt sein.
[0068] Ein weiterer Aspekt sieht vor, dass an der Führungsvorrichtung oder der an ihr führbaren
Führungsbasis eine oder mehrere Magnete angeordnet sind, so dass die beiden Komponenten
aneinander haften, insbesondere die sich wechselseitig führenden oder ineinandergreifenden
Führungskonturen zueinander hin mit Magnetkraft beaufschlagt werden. Magnete können
beispielsweise an der Führungsvorrichtung und/oder der Führungsbasis angeordnet sein.
[0069] Weiterhin ist es möglich, dass beispielsweise die Führungsbasis von einem oder mehreren
Bändern der Führungsvorrichtung durchdrungen ist, so dass das jeweilige Band durch
die jeweilige Durchtrittsöffnung der Führungsbasis hindurchgeführt ist. Die Durchtrittsöffnung
kann seitlich offen sein derart, dass das Führungsband sozusagen in die Durchtrittsöffnung
eingefädelt werden kann.
[0070] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die Führungsbasis eine Koppeleinrichtung
zum Koppeln mit der Handwerkzeugmaschine oder Markierwerkzeug aufweist. Die Koppeleinrichtung
ermöglicht zweckmäßigerweise eine Einstellung einer Distanz zwischen der Führungsbasis
und der Hand-Werkzeugmaschine oder dem Markierwerkzeug. Die Koppeleinrichtung kann
beispielsweise mindestens einen seitlich vor die Führungsbasis vorstehenden Ausleger
zum Halten der Hand-Werkzeugmaschine oder dem Markierwerkzeug umfassen. Der mindestens
eine Ausleger ist beispielsweise teleskopierbar oder weist sonstige Längeneinstellmöglichkeiten
auf. Eine bevorzugte Variante der Erfindung sieht vor, das die Koppeleinrichtung ein
Spreizband oder Wölbungsband aufweist, dass auf eine Rolle oder einen Wickel aufwickelbar
ist, um die Distanz zwischen der Führungsbasis und der Handwerkzeugmaschine oder dem
Markierwerkzeug einzustellen. Weiterhin ist eine Klemmeinrichtung zum Klemmen des
Spreizbands oder Wölbungsbands vorteilhaft.
[0071] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems, umfassend eine Führungsvorrichtung
und eine Hand-Werkzeugmaschine, perspektivisch von schräg oben,
- Figur 2
- die Führungsvorrichtung gemäß Figur 1 mit der Führungsbasis der Hand-Werkzeugmaschine
gemäß Figur 1,
- Figur 3
- die Führungsvorrichtung gemäß Figuren 1, 2 perspektivisch von schräg oben ohne Hand-Werkzeugmaschine,
- Figur 4
- eine Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Systems, umfassend eine
zweite Führungsvorrichtung sowie eine dazu passende HandWerkzeugmaschine,
- Figur 5
- die Führungsvorrichtung gemäß Figur 4 von schräg oben,
- Figur 6
- die Führungsvorrichtung gemäß Figur 5 von unten,
- Figur 7
- ein 3. Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung mit einer auf
sie aufgelegt den, lösbar an einer Hand-Werkzeugmaschine befestigbaren Führungsbasis
von schräg oben,
- Figur 8
- das System gemäß Figur 7 von schräg unten
- Figur 9
- das System gemäß Figuren 7, 8 mit einer zusätzlichen Versteifungseinrichtung an einem
Längsendbereich der Führungsvorrichtung
- Figur 10
- die Führungsbasis gemäß Figuren 7-9 von schräg hinten sowie eine an ihr befestigbare
HandWerkzeugmaschine von schräg vorn,
- Figur 11
- die Führungsbasis gemäß Figuren 7-10 frontal von vorn mit einem Werkzeug der Hand-Werkzeugmaschine
gemäß Figur 10 in schematischer Darstellung,
- Figur 12
- die Führungsbasis gemäß Figur 11 von schräg unten,
- Figur 13
- ein 4. Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems mit der Führungsvorrichtung
gemäß Figuren 1-3 sowie einer Hand-Werkzeugmaschine, die eine an ihrem Führungskörper
lösbar angeordnete Führungsbasis aufweist,
- Figur 14
- den Führungskörper der Hand-Werkzeugmaschine gemäß Figur 13,
- Figur 15
- die Führungsbasis gemäß Figur 13, die zum Führungskörper gemäß Figur 14 passt und
- Figur 16
- die Führungsbasis gemäß Figuren 7-12 in Verbindung mit einer Koppeleinrichtung.
[0072] Bei den nachfolgenden Ausführungsbeispielen sind gleiche oder gleichartige Bauteile
mit denselben Bezugsziffern versehen, wobei zur Verdeutlichung von Unterschieden Kleinbuchstaben
a, b, c und d hinzugefügt sind.
[0073] Bei einem in den Figuren 1 bis 3 dargestellten System 10a ist eine Hand-Werkzeugmaschine
20a entlang einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung 50a führbar. Eine Führungsvorrichtung
50b eines Systems 10b gemäß Figuren 4 bis 6 dient zur Führung einer Hand-Werkzeugmaschine
20b. Bei Systemen 10c, 10d sind Führungsvorrichtungen 50c, 50a zur Führung von Hand-Werkzeugmaschinen
20c, 20d vorgesehen.
[0074] Die Hand-Werkzeugmaschinen 20a, 20b, 20c sind beispielsweise Kreissägen, die Hand-Werkzeugmaschine
20d ist eine Stichsäge, wobei Oberfräsen, Schlitzfräsen, Mehrspindelbohrer oder dergleichen
ohne weiteres möglich sind. Auch die spezielle Ausprägung der Hand-Werkzeugmaschinen
20a, 20b, 20c als Tauchkreissäge ist nicht wesentlich. Anstelle der Hand-Werkzeugmaschine
20a - 20d könnte selbstverständlich auch ein Markier- oder Klebewerkzeug oder dergleichen
vorgesehen sein.
[0075] Die Hand-Werkzeugmaschinen 20a-20d weisen ein durch einen Antriebsmotor 15, beispielsweise
einen Elektromotor oder einen pneumatischen Motor, angetriebenes Werkzeug 21 auf,
das zur Bearbeitung eines Werkstücks 11 vorgesehen ist. Das Werkstück 11 ist beispielsweise
aus Holz, Metall, Kunststoff oder einem sonstigen bearbeitbaren Material. Bei dem
Werkzeug 21 handelt es sich z.B. um ein Kreis-Sägeblatt 22 oder ein Stichsägeblatt
22d. Der Antriebsmotor 15 befindet sich in einem Gehäuse einer Motorbaugruppe 23,
die an einer Führungsbasis 24a, 24b, 24c, 24d der Hand-Werkzeugmaschine 20a, 20b angeordnet
ist.
[0076] Die Führungsbasis 24a, 24b, 24c, 24d ist beispielsweise plattenartig. Die Führungsbasis
24a, 24b, 24c, 24d bildet z.B. eine Führungsplatte 25a-25d oder weist eine Führungsplatte
25a-25d auf. Die plattenartige Gestalt ist jedoch nicht wesentlich, sondern nur vorteilhaft.
[0077] Die Motorbaugruppe 23 der Hand-Werkzeugmaschinen 20a-20c, mithin also auch das Werkzeug
21, ist bezüglich der Führungsbasis 24a, 24b, 24c verschwenkbar, wobei sie zur Durchführung
von Sägeschnitten beziehungsweise einer Werkstückbearbeitung des Werkstückes 11 eine
untere Schwenkposition einnimmt, das heißt zur Führungsplatte 25a-25d hin verschwenkt
ist (z.B. Figuren 1, 4).
[0078] Die Führungsbasis 24a, 24b ist fest an den Hand-Werkzeugmaschinen 20a, 20c angeordnet.
[0079] Die Hand-Werkzeugmaschinen 20c, 20d haben Führungskörper 115c, 115d, an denen die
Führungsbasis 24c, 24d lösbar angeordnet ist, also ausgewechselt werden kann. Dies
ist vorzugsweise werkzeuglos möglich, könnte aber auch bei einer alternativen Ausführungsform
mittels eines Werkzeugs erfolgen.
[0080] Während der Führungskörper 115c fest mit der Motorbaugruppe 23 der Hand-Werkzeugmaschine
20c verbunden ist, ist der Führungskörper 115d der Hand-Werkzeugmaschine 20d von deren
Motorbaugruppe 23 werkzeuglos entfernbar.
[0081] Die Führungskörper 115c, 115d umfassen eine Platte 116c, 116d, die auf einem Untergrund
entlang gleiten kann, auch wenn die Führungsbasis 24c, 24d jeweils entfernt ist. Die
Platten 116c, 116d sind an ihren Unterseiten dazu vorteilhaft jeweils plan.
[0082] Die Platte 116c hat zusätzlich noch eine Führungsaufnahme 121, z.B. eine Längsnut
oder einen Längsschlitz, zum Führen an einer starren, an sich bekannten Führungsschiene.
Die Platte 116c kann quer zur Arbeitsrichtung 12 mittels einer Schrägstelleinrichtung
117 verschwenkt werden. Eine Schrägstelleinrichtung kann selbstverständlich auch einen
Bestandteil einer erfindungsgemäßen Führungsbasis bilden.
[0083] Von dem Führungskörper 115d steht ein Haltestück 118 nach oben vor, das mittels Haltemitteln
an der Motorbaugruppe 23 lösbar befestigt werden kann, z.B. mittels Haltevorsprüngen
oder Haken (nicht dargestellt), die in Halteaufnahmen 119 am Haltestück 118 eingreifen
und mittels einer Betätigungseinrichtung 120 verstellt werden können.
[0084] An den Rändern der Platten 116c, 116d, z.B. in Arbeitsrichtung 12 vorn sind noch
Haltevorsprünge 122c, 122d vorgesehen, die zur Befestigung an der jeweiligen Führungsbasis
24c, 24d dienen. Es versteht sich, dass auch in anderer Ausgestaltung optional seitlich
und/oder hinten Haltevorsprünge vorgesehen sein könnten.
[0085] Die Führungsbasis 24c, 24d umfasst jeweils eine Steckaufnahme 90, in die der Führungskörper
115c, 115d einsteckbar ist. Die Haltevorsprünge 122c, 122d greifen in Halteaufnahmen
91c, 91d an der Führungsbasis 24c, 24d ein. Die Halteaufnahmen 91c, 91d sind z.B.
an einer Vorderwand 92c, 92d der Führungsbasis 24c, 24d angeordnet. Seitlich sind
die Steckaufnahmen 90 durch eine oder zwei Seitenwände 93 und/oder eine Hinterwand
94 begrenzt.
[0086] Die Führungsbasis 24c hat an ihrer Hinterwand 94 eine Rastaufnahme 95, in die die
Platte 116c des Führungskörpers 115c einrastbar ist. Die Rastaufnahme 95 ist an einem
an der Hinterwand 94 angeordneten Betätigungselement 96, z.B. einer Lasche oder einer
elastischen Platte, angeordnet. Wenn das Betätigungselement 96 von der Steckaufnahme
90 beziehungsweise der Platte 116c weg verstellt wird, gelangt die Rastaufnahme 95
außer Eingriff mit der Platte 116c. Andererseits hat kann die Führungsbasis 24c wie
eine Art Sohle vorn die Haltevorsprünge 122c eingehakt werden und mit der Lasche oder
dem Betätigungselement 96 quasi auf die Platte 166c aufgezogen werden. Vorzugsweise
ist der Rastaufnahme 95 eine Einführschräge 97 vorgelagert, an der der Führungskörper
115c beim Einstecken in die Steckaufnahme 90 und die Rastaufnahme 95 in Richtung ihrer
Freigabestellung verstellt, z.B. vom Seitenrand der Platte 116c weg.
[0087] An den Seitenwänden 93 der Führungsbasis 24 sind Vorsprünge 98 angeordnet, die zwischen
vorzugsweise L-förmigen Haltevorsprüngen 123 an den Längsseiten des Führungskörpers
115d oder der Platte 116d hindurch gesteckt und mit den Haltevorsprüngen 123 verhakt
werden können. Die Haltevorsprünge 123 sind in der Art von Haken ausgestaltet oder
hakenförmig.
[0088] Am Boden der Steckaufnahme 90 der Führungsbasis 24 sind weitere Haken 99 angeordnet,
die in (nicht sichtbare) Aufnahmen an der Unterseite der Platte 116d einhaken können.
[0089] Weiterhin ist eine teilweise beweglich an der Führungsplatte 25d angelenkte, zum
Beispiel an einer beweglichen Lasche angeordnete, Hakenanordnung 100 vorgesehen, die
mit einer Halteaufnahme 124 des Führungskörpers 115d verhakt werden kann.
[0090] Das Werkzeug 21 steht vor eine Längsseite 26 der Führungsbasis 24a, 24b, 24c, 24d
nach unten vor, jedenfalls wenn bei den Hand-Werkzeugmaschinen 20a-20c deren Motorbaugruppe
23 in Richtung der Führungsplatte 25a-25c verschwenkt ist und/oder die Führungsbasis
24c, 24d am Führungskörper 115c, 115d montiert ist.
[0091] An einer der Oberseite der Führungsbasis 24a - 24d, an der die Motorbaugruppe 23
angeordnet ist, entgegengesetzten Unterseite 27 der Führungsbasis 24a, 24b, 24c, 24d
sind nachfolgend als Gegenkonturen 28a, 28b, 28c, und 28d bezeichnete Führungsmittel
vorgesehen, die zur Führung an der Führungsvorrichtungen 50a-50c entlang der Arbeitsrichtung
12 dienen.
[0092] Bei den Gegenkonturen 28a, 28c, 28d handelt es sich um Führungsnuten 30, die eine
Wölbung von der Unterseite 27 weg aufweisen. Der Krümmungsradius der Führungsnuten
30 ist sehr gering, das heißt, die Führungsnuten sind im Prinzip flach ausgestaltete
Führungsrinnen, wobei jedoch auch stärkere Ausrundungen oder schwächere Ausrundungen,
je nach Ausgestaltung der Führungsvorrichtung 50a oder 50c, ohne weiteres möglich
sind. Jedenfalls erstrecken sich die Gegenkonturen 28a ebenso wie später noch erläuterte
Gegenkonturen 28b der Hand-Werkzeugmaschine 20b in Längsrichtung 29 der Führungsbasis
24b, die bei Gebrauch mit der Arbeitsrichtung 12 zusammenfällt beziehungsweise zu
dieser parallel ist.
[0093] Die Gegenkonturen 28b der Hand-Werkzeugmaschine 20b umfassen eine Führungsnut 33
beziehungsweise an dieser angeordnete Führungsflächen 35. Die Führungsnut 33 befindet
sich zwischen zwei Laufnuten 31, 33, neben denen wiederum (von der Längsseite 26 entfernt)
eine Freinut 34 verläuft. Die Nuten 31-34 verlaufen alle in Längsrichtung 29 der Führungsbasis
24b.
[0094] Die Führungsvorrichtungen 50a, 50b, 50c umfassen mehrere flexible Wölbungsbänder
51a, 51b, 51c, die zu einem Wickel 52 aufrollbar sind. Zwar ist die Führungsvorrichtung
50b oder 50c nur im ausgerollten Zustand, das heißt in Arbeitsstellung, abgebildet.
Es ist aber möglich, diese ebenso wie die Führungsvorrichtung 50a aufzurollen.
[0095] Die Wölbungsbänder 51a, 51b, 51c weisen jeweils eine Querschnittswölbung 53 auf,
das heißt, sie sind quer zur Längserstreckungsrichtung 54 der Führungsvorrichtung
50a, 50b, 50c gewölbt. Die Anordnung ist mit Vorteil so getroffen, dass sozusagen
der Scheitel der Querschnittswölbung 53 bei Gebrauch der Führungsvorrichtung 50a,
50b, 50c vom Werkstück 11 beziehungsweise Untergrund abgewandt ist, während die Längsschmalseiten
55 der Wölbungsbänder 51a, 51b, 51c näher beim Untergrund, beispielsweise beim Werkstück
11, sind, beispielsweise auf diesem aufliegen (Führungsvorrichtungen 50a, 50c) oder
zumindest einen geringeren Abstand zum Untergrund haben als ein mittlerer Bereich
der Querschnittswölbung 53 (Führungsvorrichtung 50b).
[0096] Die Führungsvorrichtung 50a ist teilweise aufgewickelt (Wickel 52), also in Transportstellung,
teilweise jedoch auch abgewickelt dargestellt (Arbeitsstellung). Während ein abgewickelter
Abschnitt der Wölbungsbänder 51a die Querschnittswölbung 53 aufweist, sind die Wölbungsbänder
51a im Bereich des Wickels 52, das heißt im Bereich eines aufgewickelten Abschnittes
57, nicht oder nur unwesentlich gewölbt. Dadurch ist der Wickel 52 vergleichsweise
dünn beziehungsweise baut kompakt. Ein Vorteil ist weiterhin, dass der Wickel 52 in
seinem jeweils aufgewickelten Zustand verbleibt, ohne dass eine zusätzliche Kraft
erforderlich ist. Vielmehr muss der Bediener eine gewisse Kraft aufwenden, um den
Wickel 52 abzuwickeln. Dies hat den Vorteil, dass der Wickel 52 bequem transportiert
werden kann, ohne dass die Gefahr droht, dass er sich selbständig löst, wobei das
dann frei werdende Ende der Wölbungsbänder 51a einen Bediener durchaus verletzen kann.
[0097] Die Wölbungsbänder 51a, 51b, 51c bestehen vorzugsweise aus Metall, so dass sie eine
hohe Flexibilität um die Querschnittswölbung 53 auszubilden oder zurückzubilden. Weiterhin
haben die Wölbungsbänder 51a eine hervorragende Gleiteigenschaft, so dass beispielsweise
die Führungsbasis 24a unmittelbar auf einer Oberseite der Wölbungsbänder 51a entlang
gleiten kann, diese Oberseite 58 also eine Führungskontur 60a bildet.
[0098] Die Wölbungsbänder 51a, 51b, 51c verlaufen in Längserstreckungsrichtung 54 der Führungsvorrichtung
50a, 50b, 50c nebeneinander. Somit können also parallel verlaufende Wölbungsbänder
51a, 51b, 51c ihre Führungsaufgabe erfüllen.
[0099] Beispielsweise sind die Führungskonturen 60a unmittelbar nebeneinander angeordnet,
so dass quer zur Längserstreckungsrichtung 54 eine Art Wellenstruktur gebildet ist.
Die Gegenkonturen 28a sind korrespondierend dazu ausgestaltet, bilden sozusagen die
negativen Wellen.
[0100] Die Wölbungsbänder 51a, 51b, 51c sind mittels Querverbindungseinrichtungen 61a, 61b,
61c miteinander verbunden, so dass die vorgenannte Parallelstruktur gebildet ist.
[0101] Die Querverbindungseinrichtung 61a wird beispielsweise durch eine unverstärkte oder
z.B. mit einem Gewebe oder Fasern verstärkte Trägerfolie 62, jedenfalls durch eine
flexible Struktur, gebildet, an der die Wölbungsbänder 51a angeordnet sind, beispielsweise
mit dieser verklebt, vernietet oder verschweißt.
[0102] Die Querverbindungseinrichtung 61a weist eine so große Flexibilität auf, dass die
Wölbungsbänder 51a zu dem Wickel 52 aufwickelbar sind. Die Unterseite der Trägerfolie
62 bildet zugleich eine Rutschhemmungseinrichtung, die ein Verrutschen der Führungsvorrichtung
50a auf dem Untergrund, beispielsweise dem Werkstück 11, hemmt, zweckmäßigerweise
sogar verhindert. Die Wölbungsbänder 51a stoßen mit ihren Längsschmalseiten 55 unmittelbar
aneinander an. Somit drückt also der Sägetisch beziehungsweise die Führungsbasis 24a
die Längsschmalseiten 55 beziehungsweise deren Unterkanten in Richtung der Trägerfolie
62, wenn die Führungsbasis 24a an der Führungsvorrichtung 50a in Arbeitsrichtung 12
entlanggleitet, so dass insbesondere dort die Rutschhemmungseigenschaft der Rutschhemmungseinrichtung
62a zum Tragen kommt, das heißt also, ein reibschlüssiger Kontakt mit dem Untergrund
hergestellt ist. Dadurch liegt die Führungsvorrichtung 50a nahezu unverrückbar auf
dem Untergrund auf, wenn das System 10a in Gebrauch ist. Bei der Führungsvorrichtung
50b ist ein alternatives Führungskonzept realisiert. Die Wölbungsbänder 51b, die im
Prinzip den Wölbungsbändern 51a entsprechen, sind mit einer Querverbindungseinrichtung
61b miteinander verbunden. Die Querverbindungseinrichtung 61b umfasst einen Querverbinder
64 sowie einen Querverbinder 65, die an den jeweiligen Längsendbereichen der Wölbungsbänder
51b angeordnet sind und diese parallel zueinander halten. Der Querverbinder 65 ist
ein relativ schmaler Querverbinder, das heißt, er behindert ein Aufwickeln der Führungsvorrichtung
50b nicht oder nur unwesentlich. Jedenfalls wird die Führungsvorrichtung 50b vorteilhaft
von der Seite des Querverbinders 65 her gewickelt. Der Querverbinder 65 umfasst beispielsweise
eine Art Querspange, mit der die Wölbungsbänder 51b fest verbunden sind. Beispielsweise
hat der Querverbinder 65 eine Aufnahme 66 (oder mehrere Aufnahmen 66), in die die
Längsenden der Wölbungsbänder 51b eingesteckt sind. Der Querverbinder 65 hat eine
Wellenstruktur, die mit der Wellenstruktur, die durch die Wölbung der Wölbungsbänder
51b vorgegeben ist, korrespondiert.
[0103] Der Querverbinder 64 hingegen ist plattenartig ausgestaltet. Der Querverbinder 64
hat mehrere nebeneinander liegende Aufnahmen 67, in die jeweils ein freies Ende eines
Wölbungsbandes 51b eingesteckt ist.
[0104] Die Wölbungsbänder 51b sind mit den Querverbindern 64, 65 fest verbunden, beispielsweise
mittels Nieten 68. Selbstverständlich wäre auch ein Verkleben oder Verschweißen ohne
weiteres möglich. Die Querverbinder 64, 65 bestehen zweckmäßigerweise aus Kunststoff,
wobei selbstverständlich auch ein Metallmaterial, ein Verbundwerkstoff oder dergleichen
möglich ist. Bei dem Querverbinder 64 ist keine Flexibilität erforderlich, wenn auch
zweckmäßigerweise vorhanden. Der zum Aufwickeln gedachte Querverbinder 65 hingegen
kann in Ergänzung zu seiner schmalen Bauweise oder auch, wenn er etwas breiter baut
(bezogen auf die Längserstreckungsrichtung 54), aus elastischem Material sein, so
dass er ein Aufwickeln der Führungsvorrichtung 50b nicht behindert.
[0105] Eine Unterseite des Querverbinders 64 ist zweckmäßigerweise plan, so dass der Querverbinder
64 direkt auf dem Untergrund, zum Beispiel dem Werkstück 11, aufgelegt werden kann.
[0106] Zwischen den Wölbungsbändern 51b ist jeweils ein Freiraum 69 vorhanden. Mithin sind
also die Wölbungsbänder 51b quer zur Längserstreckungsrichtung 54 zueinander beabstandet.
Die Freiräume 69 dienen dazu, dass Vorsprünge an der Führungsbasis 24b direkt auf
dem Untergrund, zum Beispiel dem Werkstück 11, entlang gleiten können. Die Führungsbasis
24b hat nämlich sich in Längsrichtung 29 parallel nebeneinander erstreckende Vorsprünge
36-40, wobei die äußeren Vorsprünge 36, 40 außerhalb der Führungsvorrichtung 50b bei
Gebrauch entlang gleiten, die inneren Vorsprünge 37, 38 und 39 hingegen durch die
Freiräume 69 hindurchtreten, um die Führungsbasis 24b direkt auf dem Untergrund /
dem Werkstück 11 abzustützen beziehungsweise dort entlangzugleiten. Die vorher erwähnten
Nuten 31-34 werden durch die Vorsprünge 36-40 seitlich begrenzt. Die Vorsprünge 36-40
sind an ihrer freien, zum Untergrund hin gewandten Seite (bei Gebrauch) flach, das
heißt zu einem Entlanggleiten auf einem ebenen Untergrund ausgestaltet, wobei eine
entsprechende Konturierung durchaus möglich wäre. Dies auch im Hinblick darauf, dass
beispielsweise die Führungsvorrichtung 50a auch quer zur Längserstreckungsrichtung
54 gebogen an ein Werkstück angelegt werden kann. Auch bei der Verwendung an einem
Winkel eignet sich die Flexibilität nicht nur in Längsrichtung, sondern auch in Querrichtung
der Führungsvorrichtungen 50a, 50b, 50c. In Querrichtung hat zwar die Führungsvorrichtung
50b eine gewisse Steifigkeit aufgrund der verhältnismäßig steifen Querverbinder 64,
65, wobei auch hier eine "Querflexibilität" bei entsprechend flexiblem Material der
Querverbinder 64, 65 durchaus möglich ist.
[0107] Unterhalb der in Querrichtung äußeren Wölbungsbänder 51b sind langgestreckte, rutschhemmende
Körper 70 angeordnet, beispielsweise entsprechend flexible Wölbungsbänder oder dergleichen.
Die Körper 70 sind an die Unterseite der Wölbungsbänder 51b angeklebt, wobei auch
andere Verbindungsarten möglich sind, beispielsweise Verschweißen, Vernieten oder
dergleichen. Jedenfalls bildet die Unterseite der Körper 70 einen rutschhemmenden
Belag für die Wölbungsbänder 51b, die sich quer außen an der Führungsvorrichtung 50b
befinden.
[0108] In den Laufnuten 31 und/oder 33 sind Andrückeinrichtungen 71 vorgesehen, beispielsweise
mindestens eine Andrückkufe und/oder mindestens eine Gleitfläche und/oder, wie beim
Ausführungsbeispiel, mindestens eine oder mehrere Andrückrollen 72. Die Andrückrolle
72 drückt von oben (in der Darstellung gemäß Figur 4), das heißt in Richtung des Werkstückes
11 oder des Untergrundes, auf das jeweilige Wölbungsband 51b, das seinerseits die
Kraft auf die Rutschhemmungseinrichtung 63b beziehungsweise den Körper 70 weiterleitet
oder einleitet, so dass die Rutschhemmungseinrichtung 63b auf den Untergrund gedrückt
wird, beziehungsweise an diesen angedrückt wird. Dadurch ist eine optimale Rutschhemmung
beziehungsweise ein verbesserter Reibschluss der Führungsvorrichtung 50b auf dem Untergrund,
zum Beispiel dem Werkstück 11, gegeben. Das bei Gebrauch des Systems 10b in die Laufnut
33 eingreifende Wölbungsband 51b ist unbelastet und dient auch nicht zu Führungsaufgaben.
Die Führungsaufgabe wird bei der Führungsvorrichtung 50b ausschließlich durch ein
einziges Wölbungsband 51b wahrgenommen, das bei Gebrauch des Systems 10b in die Führungsnut
32 eingreift. Es versteht sich, dass auch mehrere in Längserstreckungsrichtung 54
beziehungsweise quer dazu führende Wölbungsbänder bei einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung
vorgesehen sein können, wie beispielsweise bei der Führungsvorrichtung 50a. Aber auch
das bei der Führungsvorrichtung 50b realisierte Führungskonzept, das nachfolgend noch
beschrieben wird, kann bei mehreren der parallelen Wölbungsbänder 51b vorgesehen sein.
[0109] An dem in die Führungsnut 32 eingreifenden Wölbungsband 51b sind nämlich mehrere
Führungskörper 73 angeordnet, die zum Eingriff in die Führungsnut 32, jedenfalls zur
Wechselwirkung mit den Gegenkonturen 28b vorgesehen sind. An den Queraußenseiten der
Führungskörper 73 sind Führungsabschnitte 74 mit Führungsflächen vorgesehen, an denen
die Führungsflächen 35 an den Innenschenkeln der Führungsnut 32 entlanggleiten können.
Die Führungskörper 73 haben von vorn her gesehen eine U-förmige Gestalt, das heißt,
die beiden Führungsabschnitte 74 stehen in der Art von Seitenschenkeln 75 von einem
Bodenabschnitt 76 eines jeweiligen Führungskörpers 73 ab. An den freien Enden der
Seitenschenkel 75 befinden sich Haltenasen 77, die nach innen, das heißt in Richtung
des Wölbungsbandes 51b, vorstehen. Somit ist also das Wölbungsband 51b von dem jeweiligen
Führungskörper 73 quasi umgriffen, was einen besonders guten Halt ermöglicht. Des
Weiteren bildet der Bodenabschnitt 76 eine Stütze beziehungsweise einen Stützabschnitt,
denn er hat an seiner dem Wölbungsband 51b zugewandten Seite eine Wölbung, die der
Querschnittswölbung 53 entspricht. Somit ist also das Wölbungsband 51b in seinem gewölbten
Status direkt auf dem Bodenabschnitt 76 abgestützt. Es wäre allerdings auch möglich,
dass der Bodenabschnitt 76 keine Wölbung aufweist, das heißt, dass im abgewickelten
Zustand (Figur 6) ein Abstand zumindest im mittleren Bereich der Querschnittswölbung
53 zwischen dem Wölbungsband 51b und dem Bodenabschnitt 76 vorhanden ist. Dann ist
es ohne weiteres möglich, dass die Wölbungsbänder 51b aufgerollt werden und dabei
eine Flachgestalt einnehmen, das heißt, die Querschnittswölbung 53 aufgeben oder verändern,
um beispielsweise die Querschnittskontur der Wölbungsbänder 51a im Bereich des Wickels
52 einzunehmen.
[0110] In Längserstreckungsrichtung 54 sind mehrere, zueinander jedoch beabstandete Führungskörper
73 vorgesehen. Die Abstände der Führungskörper 73 sind zweckmäßigerweise so bemessen,
dass stets mehrere der Führungskörper 73 in Führungseingriff mit der Führungsnut 32
sind, wenn die Hand-Werkzeugmaschine 20b an der Führungsvorrichtung 50b entlang gleitet.
Die Führungsflächen der Führungsabschnitte 74 sind zweckmäßigerweise in Längserstreckungsrichtung
54 gerundet oder geschrägt, so dass die Führungsflächen 35 der Führungsnut 33 gut
aufgleiten können.
[0111] Zweckmäßigerweise sind die Führungskörper 73 fest mit dem Wölbungsband 51b verbunden,
beispielsweise vernietet oder verklebt.
[0112] Die Führungsvorrichtung 50c umfasst an ihren Queraußenseiten jeweils zwei Wölbungsbänder
51c.
[0113] Zwischen den Wölbungsbändern 51c ist ein Querversteifungsband 150 angeordnet, das
im abgewickelten und im aufgewickelten Zustand keine oder allenfalls eine sehr geringe
Querschnittswölbung aufweist. Das Querversteifungsband 150 versteift die Führungsvorrichtung
50c quer zu ihrer Längserstreckungsrichtung 54. Zur Führung der Führungsbasis 24c
dienen in erster Linie die jeweils bei den äußeren Wölbungsbänder 51c. Das Querversteifungsband
150 wird beispielsweise von einem Flachstahl gebildet.
[0114] Es versteht sich, dass ein Querversteifungsband in der Art des Querversteifungsbands
150 auch bei den Führungsvorrichtungen 50a oder 50b möglich wäre.
[0115] Ferner kann bei erfindungsgemäßen Führungsvorrichtungen auch mehr als ein Querversteifungsband
vorgesehen sein. Beispielsweise könnte zwischen jeweils zwei Wölbungsbändern 51c ein
Querversteifungsband 150 angeordnet sein.
[0116] Auch die Wölbungsbänder 51c sind vorzugsweise aus Metall, was die Befestigung der
nachfolgend noch näher beschriebenen Querverbindungseinrichtung 61c erleichtert oder
verbessert.
[0117] An dieser Stelle sei bemerkt, dass selbstverständlich mindestens ein Wölbungsband
und/oder mindestens ein Querversteifungsband einer erfindungsgemäßen Führungsvorrichtung
auch aus Kunststoff oder einem mehrkomponentig in oder mehrschichtigen Material bestehen
können. Beispielsweise könnte das Querversteifungsband 150 ohne weiteres auch aus
Kunststoff bestehen.
[0118] Eine Querbreite des Querversteifungsbands 150 ist größer als eine jeweilige Querbreite
der Wölbungsbänder 51c, beispielsweise doppelt so groß.
[0119] Die Querverbindungseinrichtung 61c umfasst beispielsweise Metallbänder, insbesondere
aus sehr dünnem Metallmaterial, beispielsweise 0,1 mm starkem Flachmaterial. Die Querverbindungseinrichtung
61c ist mit den Wölbungsbändern 51c und dem Querversteifungsband 150 beispielsweise
verschweißt. Einzelne Schweißpunkte genügen dabei ohne weiteres. Die Querverbindungseinrichtung
61c ist vorzugsweise auch in Längserstreckungsrichtung 54 flexibel, so dass die Führungsvorrichtung
50c als Ganzes zu einem Wickel in der Art des Wickels 52 aufwickelbar ist (nicht dargestellt).
Es versteht sich, dass ein solches Aufwickeln selbstverständlich auch dann möglich
ist, wenn die Querverbindungseinrichtungen in Längserstreckungsrichtung 54 nicht flexibel
sind. Vorzugsweise ist jedenfalls vorgesehen, dass zwischen den einzelnen Querverbindungseinrichtungen
61c bezüglich der Längserstreckungsrichtung 54 jeweils Abstände vorhanden sind, so
dass die Führungsvorrichtung 51c selbst bei relativ biegesteifen Querverbindungseinrichtungen
61c aufrollbar oder aufwickelbar ist.
[0120] Das Aufwickeln der Führungsvorrichtung 50c wird auch dadurch erleichtert, dass zwischen
den Bändern 51c und 150 jeweils ein Querabstand 151 vorhanden ist, der einen Bewegungsfreiraum
des jeweiligen Bandes 51c oder 150 zum benachbarten Band 51c oder 150 darstellt.
[0121] Die Querverbindungseinrichtungen 61c erstrecken sich über eine gesamte Querbreite
der Führungsvorrichtung 50c, so dass sie nicht nur jeweils die beiden äußeren Wölbungsbänder
51c, sondern auch Das Querversteifungsband 51 in der Mitte miteinander verbindet.
[0122] Anstelle der Querverbindungseinrichtungen 61c oder zusätzlich zu diesen könnten die
Wölbungsbänder 51c und das Querversteifungsband 150 durch eine Kunststoffschicht an
ihrer Oberseite und/oder ihrer Unterseite verbunden sein. Die Kunststoffschicht ist
z.B. aufextrudiert. Die Kunststoffschicht kann sich über die gesamte Länge der Führungsvorrichtung
erstrecken, oder auch mindestens einen Längs-Teilabschnitt der Führungsvorrichtung
betreffen.
[0123] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn ein sich über mehrere Bänder einer erfindungsgemäßen
Führungsvorrichtung erstreckendes Querverbindungsband bzw. eine Querverbindungseinrichtung
nur jeweils an einem Punkt mit einem jeweiligen Band verbunden ist, so dass das Band
beim Aufwickeln auf den Wickel oder Abwickeln davon eine gewisse Bewegungsfreiheit
hat. In Figur 8 sind beispielsweise Schweißpunkte oder Klebepunkte 152 zwischen den
Bändern 51c und 150 und der Querverbindungseinrichtung 61c schematisch eingezeichnet.
[0124] Eine Führungsvorrichtung mit einem oder mehreren biegeflexiblen Bändern, von denen
zumindest eines als ein Wölbungsband oder Spreizband ausgebildet ist, ist zwar sehr
bequem aufrollbar und somit transportierbar und stellt dennoch gute Führungseigenschaften
für die Führungsbasis bereit. Wenn ein jeweiliges Längsende der Führungsvorrichtung
jedoch über eine Werkstückkante frei vorsteht, ist eine zusätzliche Versteifung in
Längserstreckungsrichtung der Führungsvorrichtung gerade am Längsende vorteilhaft.
Ein weiterer Aspekt ist es, dass die Führungsvorrichtung am Längsendbereich von unten
her keine Unterstützung erfahren kann, so dass die beispielsweise von den Wölbungsbändern
bereitgestellten Führungskonturen, zum Beispiel die Führungskontur 60a, in die zugehörigen
Gegenkonturen 28a- 28d nicht in ausreichendem Maße eingreifen, um die Führungsbasis
sicher zu führen.
[0125] Als eine Versteifung für ein Längsende einer Führungsvorrichtung dient beispielsweise
der Querverbinder 64 der Führungsvorrichtung 50b, der die Wölbungsbänder 51b an ihren
Längsenden, beispielsweise von unten her und seitlich, versteift.
[0126] Bei der Führungsvorrichtung 50c ist als Versteifung für deren Längsende eine Versteifungseinrichtung
160 vorgesehen. Die Versteifungseinrichtung 160 umfasst beispielsweise einen Querkörper
161, der am Längsendbereich der Bänder 150, 51c angeordnet ist und diese in Querrichtung
miteinander verbindet. Der Querkörper 161 ist beispielsweise aus Kunststoff oder Metall
oder beidem. Die Bänder 150, 51c sind beispielsweise mittels Nieten 162 mit dem Querkörper
161 verbunden. An seiner den Bändern 150, 51c zugewandten Seite hat der Querkörper
161 beispielsweise Aufnahmekonturen, die mit den Konturen der Bänder 150, 51c zusammenpassen,
so dass diese formschlüssig aufgenommen sind (nicht sichtbar). Der Querkörper 161
bildet gleichzeitig eine Querverbindungseinrichtung zum Verbinden mehrerer Bänder
150, 51c und/oder eine Stoßkante der Führungsvorrichtung 50c.
[0127] Die Versteifungseinrichtung 160 umfasst zusätzlich einen Längsführungskörper 165.
Der Längsführungskörper 165 ist beispielsweise mit dem Querkörper 161 verbunden, insbesondere
einstückig. Der Längsführungskörper 165 erstreckt sich entlang mindestens eines der
Bänder 51c oder 150, beispielsweise entlang eines Wölbungsbandes 51c. Vorzugsweise
ist der Längsführungskörper 165 mit dem jeweiligen Wölbungsband 51c verbunden, beispielsweise
mittels Nieten 166 oder sonstigen Verbindungsmittel, beispielsweise einer Klebeverbindung
oder dergleichen. Der Längsführungskörper 165 bildet somit zugleich einen Versteifungsabschnitt
zur Versteifung dieses Wölbungsbands 51c.
[0128] Die Führungsbasis 24c hat eine zu dem Längsführungskörper 165 passende Längsführungskontur
105. Die Längsführungskontur 105 ist als eine Längsnut ausgestaltet. Beim Aufsetzen
der Führungsbasis 24c auf die Versteifungseinrichtung 160 greift der Längsführungskörper
165 in die Längsführungskontur 105 ein, so dass die Führungsbasis 24c bereits dann
eine zuverlässige längs- und Querführung erfährt, selbst wenn die durch die Oberseite
58 der Wölbungsbänder 51c bereitgestellten Führungskonturen noch nicht oder nicht
vollständig in die Gegenkonturen 28c eingreifen.
[0129] Die Längsführungskontur 105 ist an der Innenseite eines Rinnenkörpers 106 ausgebildet,
dessen Außenseite in die Führungsaufnahme 121 des Sägetischs bzw. des Führungskörpers
115c eingreift. Diese Maßnahme sorgt für einen zusätzlichen, verbesserten Halt der
Führungsbasis 24c an dem Führungskörper 115c.
[0130] Im Bereich der Längsführungskontur 105 ist die Gegenkontur 28c sozusagen nur teilweise
ausgeführt, d.h. sie erstreckt sich nur entlang von neben der Längsführungskontur
105 verlaufenden, gekrümmten, d.h. zur Kontur des Wölbungsbandes 51c passenden Führungsabschnitten
107.
[0131] Eine alternative Möglichkeit, eine Führungsbasis an einer insbesondere frei vor ein
Werkstück oder einen Untergrund vorstehenden Führungsvorrichtung anzusetzen ist in
Figur 12 schematisch dargestellt. Beispielsweise könnte an der Unterseite der Führungsbasis
24c eine Aufnahme 108 für ein Längsende einer Führungsvorrichtung vorgesehen sein,
in die das Längsende der Führungsvorrichtung eingesteckt wird und bei einer Bewegung
der Führungsbasis 24c vom Längsende der Führungsvorrichtung weg heraus gleitet. Es
ist denkbar, die Aufnahme 108 fest oder beweglich, zum Beispiel schwenkbeweglich (eine
Schwenkachse 110 ist beispielhaft eingezeichnet), an einer weiteren Komponente der
Führungsbasis, zum Beispiel der Führungsplatte 25c, zu lagern. Die Aufnahme 108 wird
beispielsweise von einem Winkelkörper 109 bereitgestellt. Exemplarisch ist die Aufnahme
108 an einer Vorderseite der Führungsbasis 24c angeordnet, könnte aber selbstverständlich
auch hinten vorgesehen sein.
[0132] Vorteilhaft ist es auch, wenn Führungsvorrichtung und die Führungsbasis magnetisch
aneinander haften. Eine der Komponenten ist in diesem Fall ferromagnetisch, die andere
mit einem oder mehreren Magnete, mithin also einer Magnetanordnung versehen. So können
an der Führungsbasis 24c und/oder an dem Führungskörper 115c einer oder mehrere Magnete
111, 112 vorgesehen sein, an einem oder mehreren Komponenten der Führungsvorrichtung
55c anhaften können, zum Beispiel an den ferromagnetischen, insbesondere aus Stahl
bestehenden Wölbungsbändern 51c, so dass diese in die Gegenkonturen 28c hineingezogen
werden und eine entsprechend gute Führung bereitstellen können.
[0133] Die Magnete 111 sind beispielsweise in das Grundmaterial, beispielsweise Kunststoff,
Magnesium oder dergleichen, der Führungsbasis 24c eingebettet, beispielsweise eingespritzt,
umspritzt, angeklebt oder dergleichen. Es können auch Taschen oder dergleichen andere
Aufnahmen für die Magnete 111 vorgesehen sein. Exemplarisch ist zwar nur jeweils ein
Magnet 111 pro Gegenkontur 28c eingezeichnet, wobei selbstverständlich auch mehrere,
insbesondere in Längserstreckungsrichtung 54 entlang einer Gegenkontur 28c nebeneinander
angeordnete Magnete vorgesehen sein. Selbstverständlich wären auch eine magnetische
Platte, Magnetpartikel oder dergleichen ohne weiteres möglich.
[0134] Die Platte 116c des Führungskörpers 115c ist nicht magnetisch, und ist beispielsweise
als Magnesium-Druckguss-Teil hergestellt, so dass der Magnet 125 durch die Platte
116c mit der Führungsvorrichtung 50c zusammenwirken können. Der Magnet 125 kann auch
eine Art Nachrüstteil sein, das beispielsweise in eine Aufnahme am Führungskörper
115d eingesteckt wird, an diesen angeklebt wird oder dergleichen.
[0135] Die Führungsbasis 24d kann wahlweise mit der Führungsvorrichtung 50a, 50b oder 50c
verwendet werden. Beispielhaft ist in Figur 13 die Führungsvorrichtung 50a eingezeichnet.
Die Gegenkonturen 28d verlaufen unten an der Führungsplatte 25d, jeweils neben ihren
Längsschmalseiten bzw. neben den Seitenwänden 93, so dass sie in Eingriff mit dem
jeweils äußeren Wölbungsband 51a, 51b oder 51c der Führungsvorrichtungen 50a-50c gebracht
werden können.
[0136] Die Wölbungsbänder 51a, 51b, 51c eignen sich auch dazu, dass man Bauteile verschieblich
an ihnen anordnet. Beispielsweise sind Indexteile 80 an einem der Wölbungsbänder 51b
angeordnet, um eine Längsposition anzuzeigen. Somit können exakte Sägeschnitte bis
hin zu der durch das jeweilige Indexteil 80 indizierten Sägeposition durchgeführt
werden.
[0137] Weiterhin können die Führungsvorrichtungen 50a, 50b, 50c Skalen aufweisen. Beispielsweise
ist an einem oder mehreren der Wölbungsbänder 51a eine Längenskala 81 angeordnet.
Die Längenskala 81 erstreckt sich zwar nur über einen Teilbereich des jeweiligen Wölbungsbandes
51a, könnte sich aber auch über die gesamte Längserstreckungsrichtung desselben erstrecken.
Selbstverständlich könnten auch bei den Wölbungsbändern 51b, das heißt bei der Führungsvorrichtung
50b, Längenskalen vorgesehen sein, insbesondere in Zusammenwirkung mit dem Indexteil
80, was jedoch aus Gründen der Vereinfachung in der Zeichnung nicht dargestellt ist.
[0138] Mit den Führungsvorrichtungen 50a, 50b, 50c ist auch ein effektiver Ausreißschutz
realisierbar. An den Längsaußenseiten der jeweils längs außen befindlichen Wölbungsbänder
51a, 51b, 51c sind zu diesem Zweck Auflagekörper 85 vorgesehen, beispielsweise aus
flexiblem Kunststoff, Gummi oder dergleichen, die auf dem Untergrund, insbesondere
dem Werkstück 11, unmittelbar zu liegen kommen, wenn die Führungsvorrichtung 50a,
50b, 50c gebraucht wird. Bei einem ersten Sägeschnitt werden die Auflagekörper 85
durch das Werkzeug 21 gesägt, so dass ein jeweiliger Querabstand zwischen einer stirnseitigen
Auflagekante 86 des Auflagekörpers 85, die beim ersten Sägeschnitt erzeugt wird, und
den Führungskonturen 60a, 60b hergestellt wird. Die Auflagekanten 86 liegen satt auf
dem Untergrund auf, so dass ein Absplittern, beispielsweise eines Holzwerkstoffes,
effektiv verhindert wird.
[0139] Für eine symmetrische Nutzung der Führungsvorrichtung 50a, 50b, 50c, auch für eine
bessere Nutzung bei Verschleiß, sind zweckmäßigerweise an beiden Querseiten quer außen
Auflagekörper 85 vorgesehen. Diese können im Übrigen auch lösbar an den nicht auszutauschenden
Komponenten der Führungsvorrichtung 50a, 50b, 50c, beispielsweise den Wölbungsbändern
51a, 51b, angeordnet sein, so dass sie bei Verschleiß ausgewechselt werden können.
[0140] Selbstverständlich kann zwischen der Führungsbasis und der zu führenden Hand-Werkzeugmaschine
oder dem zu führenden Markierwerkzeug auch eine Distanz vorhanden sein. Diese Distanz
ist zweckmäßigerweise einstellbar. In Figur 16 ist beispielsweise dargestellt, dass
an der Führungsbasis 24c eine Koppeleinrichtung 170 angeordnet ist, an der die Hand-Werkzeugmaschine
20d in einem einstellbaren Querabstand zu der Führungsbasis 24c befestigbar ist. Die
Koppeleinrichtung 170 umfasst beispielsweise Spreizbänder oder Wölbungsbänder 171,
die auf- und abwickelbar sind. Die aufgewickelten Abschnitte der Wölbungsbänder 171
befinden sich beispielsweise in Wickelaufnahmen 172, zum Beispiel Dosen, könnten aber
selbstverständlich auch frei stehen, beispielsweise wenn sie quasi sich selbst aufwickelnde
Spreiz- oder Wölbungsbänder in der Art der Wölbungsbänder 51a sind.
[0141] Die abgewickelten Abschnitte der Wölbungsbänder 171 stehen frei vor Längsseiten der
Führungsbasis 24c vor und sind mittels Haltern 173 mit der Hand-Werkzeugmaschine 20d,
beispielsweise mit dem Führungskörper 115d, verbunden. Es sind stirnseitig vorn und
hinten an der Platte 116d jeweils insbesondere werkzeuglos befestigbare Halter 173
angeordnet, beispielsweise magnetisch gehaltert, verschraubt, verklebt, angeclipst
oder geklemmt oder dergleichen, so dass eine optimale Parallelführung der Hand-Werkzeugmaschine
20d gewährleistet ist. Ein Abstand zwischen den Wölbungsbändern 171 entspricht vorzugsweise
etwa einer Länge des Führungskörpers 115d.
[0142] Die vorderen, freien Enden der Wölbungsbänder 171 sind ortsfest mit den Haltern 173
verbunden. Eine nicht dargestellte Längsverstellung der Wölbungsbänder 171 an oder
bei Haltern, die mit der Hand-Werkzeugmaschine oder dem Markierwerkzeug verbunden
oder verbindbar sind, wäre selbstverständlich auch denkbar.
[0143] Die Längenverstellung erfolgt jedoch mittels Klemmeneinrichtungen oder Halteeinrichtungen
174 im Bereich der Bandwickel der Wölbungsbänder 171. Die Klemmeinrichtungen 174 umfassen
beispielsweise mittels Betätigungskörpern 175 betätigbare Klemmkörper (nicht sichtbar),
die einem Widerlager 176, beispielsweise einer Platte 177 gegenüberliegen. Die Wölbungsbänder
171 verlaufen zwischen dem Klemmkörper und dem Widerlager 176. Mit den Platten 177
sind die Klemmeinrichtungen 174 an der Führungsbasis 24c befestigt oder befestigbar,
beispielsweise angeklebt, verschraubt, verrastet oder dergleichen.
1. Führungsvorrichtung für eine zum Bearbeiten eines Werkstücks (11) vorgesehene Hand-Werkzeugmaschine
(20a; 20b; 20c; 20d) oder ein zum Markieren des Werkstücks vorgesehenes Markierwerkzeug,
wobei die Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) flexibel ist, so dass sie zwischen einer
zumindest teilweise aufgewickelten Transportstellung verstellbar ist, in der ein aufgewickelter
Abschnitt (57) der Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) einen Wickel (52) ausbildet,
und einer langgestreckten, zumindest teilweise abgewickelten Arbeitsstellung verstellbar
ist, in der die Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) als Ganzes oder ein von dem Wickel
(52) abgewickelter Abschnitt (56) der Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) eine Führungsschiene
bildet, die mit ihrer Unterseite auf einen Untergrund auflegbar ist und entlang ihrer
Längserstreckungsrichtung (54) mindestens eine Führungskontur (60a; 60b) zum Führen
einer mit der Hand-Werkzeugmaschine (20a; 20b; 20c; 20d) oder dem Markierwerkzeug
verbundenen oder verbindbaren Führungsbasis (24a; 24b; 24c; 24d) bei der Bearbeitung
oder Markierung des Werkstücks (11) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Wölbungsband (51a; 51b; 51c) umfasst, das zumindest in der Arbeitsstellung
eine quer zu der Längserstreckungsrichtung (54) verlaufende Querschnittswölbung (53)
aufweist.
2. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) die Querschnittswölbung (53) beim
Abwickeln von dem Wickel (52) selbsttätig ausbildet und/oder dass sich die Querschnittswölbung
(53) des mindestens einen Wölbungsbands (51a; 51b; 51c) über dessen gesamte Querbreite
erstreckt und/oder dass der den aufgewickelten Abschnitt (57) der Führungsvorrichtung
(50a; 50b; 50c) umfassende Wickel (52) seine aufgewickelte Position ohne Krafteinwirkung
beibehält oder mit einer Krafteinwirkung beibehält, die geringer als eine zum Aufwickeln
des Wickels (52) erforderliche Krafteinwirkung ist.
3. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) im Bereich des Wickels (52) keine
Querschnittswölbung (53) aufweist oder das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b;
51c) im Bereich des Wickels (52) und einem davon abgewickelten Abschnitt (56) gegensinnige
Querschnittswölbungen (53) aufweist oder die Querschnittswölbung (53) des mindestens
einen Wölbungsbands (51a; 51b; 51c) im Bereich des Wickels (52) und in dem abgewickelten
Abschnitt (56) eine unterschiedliche Kontur aufweist oder sich beim Aufwickeln oder
beim Abwickeln verändert.
4. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben dem mindestens einen Wölbungsband (51a; 51b; 51c) mindestens ein zweites Wölbungsband
(51a; 51b; 51c) und/oder ein flexibles, auf den Wickel (52) aufwickelbares Querversteifungsband
(150) angeordnet ist, wobei das Querversteifungsband (150) in dem abgewickelten Abschnitt
(56) der Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) eine geringere Querschnittswölbung (53)
als das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) oder zur flächigen Auflage auf
dem Untergrund keine Querschnittswölbung aufweist.
5. Führungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) und das mindestens eine zweite Wölbungsband
(51a; 51b; 51c) und/oder das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) und das
Querversteifungsband (150), durch mindestens eine Querverbindungseinrichtung (61a;
61b; 61c) miteinander verbunden sind, wobei die mindestens eine Querverbindungseinrichtung
(61a; 61b; 61c) zweckmäßigerweise eine flexible, insbesondere faserverstärkte oder
gewebeverstärkte, Folie und/oder ein Metallband, insbesondere Bandstahl, umfasst und/oder
wobei die mindestens eine Querverbindungseinrichtung (61a; 61b; 61c) vorteilhaft mit
einem rutschhemmenden Belag und/oder mindestens einen rutschhemmenden Körper (70)
versehen ist und/oder wobei die mindestens eine Querverbindungseinrichtung (61a; 61b;
61c) vorteilhaft mit mindestens einem der Wölbungsbänder verschweißt, insbesondere
punkt- oder kontaktgeschweißt, ist.
6. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie an einem oder beiden ihrer Längsenden Querverbindungseinrichtungen (61a; 61b;
61c) aufweist und/oder dass die Querverbindungseinrichtung (61a; 61b; 61c) Längsschmalseiten
(55) der Wölbungsbänder (51a; 51b; 51c) miteinander verbindet.
7. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) und dem mindestens einen
zweiten Wölbungsband (51a; 51b; 51c) und/oder zwischen dem mindestens eine Wölbungsband
(51a; 51b; 51c) dem Querversteifungsband (150) ein sich in Längserstreckungsrichtung
(54) erstreckender Freiraum (69) vorhanden ist, in den ein insbesondere zum unmittelbaren
Gleiten auf dem Untergrund vorgesehener Vorsprung (37-39) der Führungsbasis (24a;
24b; 24c; 24d) eingreifen kann.
8. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Führungskontur (60a; 60b) zwei einander entgegensetzte und/oder
einander gegenüberliegende Führungsflächen zur Führung der Führungsbasis (24a; 24b)
der Hand-Werkzeugmaschine (20a; 20b; 20c; 20d) quer zu der Längserstreckungsrichtung
(54) aufweist und/oder dass die mindestens eine Führungskontur (60a; 60b) eine entsprechend
der Querschnittswölbung (53) gewölbte Oberseite (58) des mindestens einen Wölbungsbandes
(51a; 51b; 51c) umfasst und/oder dass die mindestens eine Führungskontur (60a; 60b)
einen Führungsabschnitt (74) mindestens eines Führungskörpers (73) umfasst, der an
dem mindestens einen Wölbungsband (51a; 51b; 51c) oder einem Querversteifungsband
(150) neben dem Wölbungsband angeordnet ist.
9. Führungsvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Führungskörper (73) einen Längsgestalt aufweisenden Längsführungskörper
(165) umfasst und/oder an einem Längsendbereich der Führungsvorrichtung angeordnet
ist und/oder dass an dem mindestens einen Wölbungsband (51a; 51b; 51c) mehrere Führungskörper
(73) bezüglich der Längserstreckungsrichtung (54) in Längsabstand zueinander angeordnet
sind und/oder dass der Führungsabschnitt (74) des mindestens einen Führungskörpers
(73) an einer Schmalseite des mindestens einen Wölbungsbandes (51a; 51b; 51c) angeordnet
ist.
10. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie an ihrer Unterseite eine Rutschhemmungseinrichtung (63a; 63b), insbesondere einen
rutschhemmenden Belag und/oder mindestens einen rutschhemmenden Körper (70), aufweist
und/oder dass sie eine Magnetanordnung (111, 125) zum magnetischen Anhaften an der
Führungsbasis (24a- 24d) umfasst.
11. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine insbesondere an dem mindestens einen Wölbungsband (51a; 51b; 51c) angeordnete
Skala (81) aufweist und/oder dass sie ein entlang insbesondere des mindestens einen
Wölbungsbandes (51a; 51b; 51c) verschieblich angeordnetes Indexteil (80) aufweist
und/oder dass sie mindestens einen an ihrer Längsaußenseite angeordneten, insbesondere
vor einen Rand des mindestens einen Wölbungsbandes (51a; 51b; 51c) vorstehenden Auflagekörper
(85) aufweist, der zur Auflage auf dem Werkstück (11) eine Werkstück-Auflageseite
und eine stirnseitige Auflagekante (86) aufweist, an der ein Werkzeug (21), insbesondere
ein Sägeblatt, der an der Führungskontur (60a; 60b) geführten Hand-Werkzeugmaschine
(20a; 20b; 20c; 20d), insbesondere einer Säge, bei einer Werkstückbearbeitung, insbesondere
einem Sägeschnitt, entlang bewegt wird.
12. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine an mindestens einem ihrer Längsendbereiche angeordnete oder anordenbare
angeordnete Versteifungseinrichtung (160) zur Versteifung eines Längsendbereichs des
mindestens einen Wölbungsbands (51a; 51b; 51c) und/oder eines Querversteifungsbands
(150) der Führungsvorrichtung aufweist.
13. Führungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Versteifungseinrichtung (160) eine Steckaufnahme zum Einstecken des Längsendbereichs
des mindestens einen Wölbungsbands (51a; 51b; 51c) und/oder des Querversteifungsbands
(150) und/oder mindestens einen sich in Längserstreckungsrichtung (54) erstreckenden,
das mindestens eine Wölbungsband (51a; 51b; 51c) oder das Querversteifungsband (150)
stützenden Versteifungsabschnitt und/oder einen Längsführungskörper (165) zur Führung
der Führungsbasis (24a-24d) und/oder mindestens eine Rasteinrichtung zum Verrasten
mit dem mindestens einen Wölbungsband (51a; 51b; 51c) oder dem Querversteifungsband
(150) aufweist.
14. Führungsbasis für eine Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Führungsbasis (24a; 24b; 24c; 24d) an einer Hand-Werkzeugmaschine
(20a; 20b; 20c; 20d) oder einem Markierwerkzeug angeordnet ist oder anordenbar ist
und mindestens eine mit der mindestens einen Führungskontur (60a; 60b) der Führungsvorrichtung
(50a; 50b; 50c) zusammenwirkende Gegenkontur (28a; 28b; 28c; 28d) aufweist.
15. Führungsbasis nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine an einem Führungskörper (115c, 115d), insbesondere einem Fuß, der Hand-Werkzeugmaschine
mittels Befestigungsmitteln befestigbare Führungssohle umfasst, an der die Gegenkontur
(28a; 28b; 28c; 28d) angeordnet ist und/oder dass sie eine Koppeleinrichtung zum Koppeln
mit der Hand-Werkzeugmaschine (20a; 20b; 20c; 20d) oder dem Markierwerkzeug aufweist,
die mindestens ein Spreizband oder ein Wölbungsband (51e) aufweist und/oder mit der
eine Distanz zwischen der Führungsbasis und der Hand-Werkzeugmaschine (20a; 20b; 20c;
20d) oder dem Markierwerkzeug einstellbar ist und/oder dass sie eine Andrückeinrichtung
(71), insbesondere eine Andrückrolle (72), zum Andrücken des mindestens einen Wölbungsbandes
(51a; 51b; 51c) an den Untergrund und/oder eine Führungsrolle oder Laufrolle mit einer
zu einer Führungskontur der Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) passenden Gegenkontur
und/oder eine Magnetanordnung (111, 125) zum magnetischen Anhaften an der Führungsvorrichtung
(50a; 50b; 50c) und/oder eine Durchtrittsöffnung aufweist, die von dem mindestens
einen Wölbungsband (51a; 51b; 51c) oder einem Querversteifungsband (150) der Führungsvorrichtung
(50a; 50b; 50c) durchdrungen ist.
16. System umfassend mindestens eine Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) nach einem der
Ansprüche 1 bis 13 und eine insbesondere an einer Hand-Werkzeugmaschine (20a; 20b;
20c; 20d) oder einem Markierwerkzeug angeordnete oder anordenbare Führungsbasis (24a;
24b; 24c; 24d) nach einem der Ansprüche 14 oder 15, die mindestens eine mit der mindestens
einen Führungskontur (60a; 60b) der Führungsvorrichtung (50a; 50b; 50c) zusammenwirkende
Gegenkontur (28a; 28b; 28c; 28d) aufweist.