[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Farbbehälter für eine Tampondruckmaschine,
welcher einen Behälterinnenraum definiert und eine Farbabgabeöffnung, eine Befüllungsöffnung,
eine eine Rakelebene definierende, an die Farbabgabeöffnung angrenzende Rakel und
ein Verschlusselement zum Verschließen der Befüllungsöffnung umfasst.
[0002] Ferner betrifft die vorliegende Erfindung auch eine Reinigungsvorrichtung zum Reinigen
eines mit Farbe beschmutzten Farbbehälters für eine Tampondruckmaschine.
[0003] Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Tampondruckmaschine mit einem
auf einem Klischeehalter gehaltenen Klischee, einer Vorrichtung zum Einfärben des
Klischees und einem Tampon, mit dem die Farbe vom Klischee abgehoben und auf einen
zu bedruckenden Gegenstand übertragen wird, welche Vorrichtung zum Einfärben des Klischees
einen Farbbehälter umfasst, welcher Farbbehälter einen Behälterinnenraum definiert
und eine Farbabgabeöffnung und eine Befüllungsöffnung umfasst, welche Farbabgabeöffnung
von einer eine Rakelebene definierenden Rakel begrenzt wird, welche Befüllungsöffnung
mit einem Verschlusselement verschlossen ist.
[0004] Ein Farbbehälter sowie eine Tampondruckmaschine der eingangs beschriebenen Art sind
beispielsweise aus der
DE 697 08 562 T2 bekannt. Bei derartigen Farbbehältern handelt es sich üblicherweise nicht um Einwegprodukte,
so dass diese nach Gebrauch oder bei einem Farbwechsel gereinigt werden müssen. Eine
Reinigung der Farbbehälter wie sie aus der
DE 697 08 562 T2 bekannt sind, ist jedoch sehr aufwändig, da der Behälterinnenraum praktisch nur durch
die Farbabgabeöffnung zugänglich ist. Es werden daher zur Reinigung relativ große
Mengen an Lösungsmitteln benötigt, um insbesondere zwischen einer umlaufenden, zylindrischen
Wand sowie einer den Farbbehälter proximalseitig verschließenden Stirnwand ausgebildeten
inneren Ecken von Farbresten zu befreien. Je stärker Farbreste der Farbbehälter angetrocknet
sind, umso größer wird zudem der Lösungsmitteleinsatz.
[0005] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Reinigungsvorrichtung
zum Reinigen eines mit Farbe beschmutzten Farbbehälters für eine Tampondruckmaschine
bereitzustellen sowie einen Farbbehälter und eine Tampondruckmaschine der eingangs
beschriebenen Art so zu verbessern, dass eine Reinigung des Farbbehälters vereinfacht
und insbesondere weniger Lösungsmittel zur Reinigung benötigt wird.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einem Farbbehälter der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Befüllungsöffnung einen Innendurchmesser aufweist, welcher
in einem Bereich des Innendurchmessers der Rakel liegt.
[0007] Ein derart gestalteter Farbbehälter ermöglicht es, dass beispielsweise nach Entfernen
des Verschlusselements ein Reinigungselement entweder von proximal nach distal oder
von distal nach proximal durch den Farbbehälter durchgeschoben werden kann, um so
innere Wandflächen des Farbbehälters von Farbresten zu befreien. Sind die Farbreste
noch nicht angetrocknet, kann prinzipiell die Farbe rein mechanisch durch Abstreifen
von den Behälterinnenraum begrenzenden Wänden des Farbbehälters erfolgen. Ein Lösungsmitteleinsatz
lässt sich auf diese Weise signifikant verringern. Ebenfalls verringern lässt sich
dadurch auch die zur Reinigung erforderliche Zeit, da der Reinigungsvorgang beispielsweise
mit einer weiter unten beschriebenen Reinigungsvorrichtung durchgeführt werden kann.
Eine aufwändige Reinigung wie bei am Markt verfügbaren Farbbehältern von Hand durch
eine Person mittels mit Lösungsmitteln getränkter Tücher und Lappen ist dann nicht
mehr erforderlich. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Innendurchmesser der Befüllungsöffnung
etwa dem 0,9fachen bis 1,1fachen des Innendurchmessers der Rakel entspricht. Ein Innendurchmesserverhältnis
in diesem Bereich vorzusehen bietet den Vorteil, dass ein Reinigungselement vorgesehen
werden kann, welches lediglich eine begrenzte Elastizität oder Flexibilität aufweisen
muss, um in Folge einer Bewegung parallel zu einer Längsachse des Farbbehälters in
distaler oder proximaler Richtung Farbreste von einer Innenwand des Farbbehälters
sicher abstreifen zu können.
[0008] Besonders einfach wird der Aufbau des Farbbehälters, wenn der Innendurchmesser der
Befüllungsöffnung dem wirksamen Innendurchmesser der Rakel entspricht oder im Wesentlichen
entspricht. Beispielsweise kann er so in Form einer langgestreckten Hülse ausgebildet
sein. Dies vereinfacht zudem die Reinigung, da das Reinigungselement nur relativ kurze,
sich in radialer Richtung erstreckende Abschnitte aufweisen muss, die eine gewisse
Elastizität oder Flexibilität aufweisen, um Farbe von einer Innenwand des Farbbehälters
abstreifen zu können.
[0009] Der Aufbau des Farbbehälters lässt sich weiter vereinfachen, wenn er eine Längsachse
definiert und rotationssymmetrisch zur Längsachse ausgebildet ist.
[0010] Besonders einfach herstellen lässt sich der Farbbehälter, wenn er einen hülsenförmigen
Behälterabschnitt umfasst, welcher sich zwischen der Befüllungsöffnung und der Farbabgabeöffnung
erstreckt. Beispielsweise lässt sich der Behälterabschnitt durch eine rohrförmige
zylindrische Hülse durch Abtrennen von einem langgestreckten Rohr herstellen.
[0011] Günstigerweise ist der Behälterabschnitt aus einem Rohr hergestellt. Dies vereinfacht
die Herstellung und damit auch die Kosten für diese.
[0012] Vorteilhaft ist es, wenn der Behälterabschnitt einen Innendurchmesser aufweist, welcher
dem wirksamen Durchmesser der Rakel entspricht oder im Wesentlichen entspricht. Günstigerweise
entspricht der Innendurchmesser des Behälterabschnitts etwa dem 0,9fachen bis 1,1fachen
des Innendurchmessers der Rakel. Auf diese Weise kann die Reinigung deutlich schneller
und einfacher erfolgen, beispielsweise mit einem oben beschriebenen Reinigungselement.
[0013] Damit die Druckfarbe aus dem Farbbehälter einfach und sicher ausschließlich in Vertiefungen
eines Druckklischees eingebracht werden kann, ist es günstig, wenn die Rakel eine
Rakelkante aufweist, welche über ein distales Ende des Behälterabschnitts vorsteht.
Damit kann sichergestellt werden, dass lediglich die Rakelkante am mit Farbe zu beschickenden
Klischee anliegt.
[0014] Grundsätzlich wäre es denkbar, die Rakel nicht kreisförmig auszubilden, ebenso wie
auch der Farbbehälter sowie der Behälterabschnitt nicht zwingend einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen müssen. Allerdings ist es vorteilhaft, wenn die Rakelkante einen
Durchmesser definiert, welcher einen Wert im Bereich zwischen einem minimalen Innendurchmesser
und einem maximalen Außendurchmesser des Behälterabschnitts aufweist. Dies ermöglicht
es insbesondere, in einem Übergangsbereich zwischen dem Behälterabschnitt und der
Rakel im Wesentlichen auf eine Erweiterung des Innendurchmessers zu verzichten. Dadurch
wird die Reinigung des Farbbehälters vereinfacht, da insbesondere ganz oder nahezu
ganz auf eine stufige Erweiterung des Innendurchmessers im Übergangsbereich zwischen
Behälterabschnitt und Rakel verzichtet werden kann. Je weniger Kanten der Farbbehälter
aufweist, insbesondere auch im genannten Übergangsbereich, umso leichter ist er zu
reinigen und umso weniger Lösungsmittel wird zu seiner Reinigung benötigt.
[0015] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Farbbehälters kann vorgesehen sein, dass
das Verschlusselement derart ausgebildet ist, dass es von einer Verschlussstellung,
in welcher es die Befüllungsöffnung verschließt, in Richtung auf die Farbabgabeöffnung
hin und durch diese hindurch bewegbar ist, ohne den Farbbehälter zu zerstören. Insbesondere
kann so auch eine zerstörungsfreie Reinigung des Behälterabschnitts ermöglicht werden.
Ferner hat diese Ausgestaltung des Verschlusselements den Vorteil, dass dieses selbst
als Reinigungselement genutzt werden kann, um bei der Bewegung durch den Farbbehälter
hindurch auf Innenwänden desselben verbliebene Farbe abzustreifen. Vorzugsweise weist
das Verschlusselement zu diesem Zweck mindestens teilweise elastische und/oder flexible
Bereiche auf, die sich bei einer Bewegung durch den Farbbehälter hindurch stets in
Kontakt mit einer Innenwand desselben befinden können, um anhaftende Farbe rein mechanisch
abzustreifen.
[0016] Besonders einfach lässt sich erreichen, dass die Rakel über ein distales Ende des
Behälterabschnitts vorsteht, wenn sie am distalen Ende des Behälterabschnitts angeordnet
ist.
[0017] Vorteilhafterweise bildet die Rakel ein distales Ende des Farbbehälters. So ist es
möglich, im Farbbehälter befindliche Farbe mit der Rakel über ein Klischee zu streichen
und ein Drucknegativ definierende Vertiefungen im Klischee mit Farbe zu füllen.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ferner vorgesehen
sein, dass das Verschlusselement mindestens ein Reinigungselement umfasst zum Abstreifen
von Farbe von einer Innenwand des Farbbehälters beim Bewegen von der Verschlussstellung
in Richtung auf die Farbabgabeöffnung hin und durch diese hindurch. Ein solches Verschlusselement
mit mindestens einem Reinigungselement kann genutzt werden, um, beispielsweise beim
Durchdrücken von der Verschlussstellung durch den Farbbehälter hindurch, Farbe von
der Innenwand des Farbbehälters abzustreifen. Es können auch zwei oder mehr hintereinander
in axialer Richtung angeordnete Reinigungselemente vorgesehen sein, die dann in einem
zwei- oder mehrstufigen Abstreifprozess die Innenwand des Farbbehälters allein durch
einmaliges Durchdrücken des Verschlusselements durch den Farbbehälter hindurch von
Farbresten befreien. Dabei kann es zu einer Verformung des Verschlusselements insgesamt
oder eines oder mehrerer Teile desselben kommen. Das Verschlusselement selbst kann
dabei als Einwegteil vorgesehen sein, welches nach seiner Verwendung als Reinigungshilfe
zum Reinigen des Farbbehälters entsorgt wird. Am Verschlusselement verbliebene Farbe
kann dann beispielsweise am Verschlusselement belassen werden, da die üblicherweise
verwendete Farbe nach Eintrocknen, das heißt nach Verflüchtigung von darin enthaltenem
Lösungsmittel, keinen Sondermüll mehr darstellt und auf einfache Weise entsorgt werden
kann. So lassen sich Kosten auch für die Entsorgung von Lösungsmitteln und Farbresten
durch Einsatz eines erfindungsgemäßen Farbbehälters weiter minimieren. Unter Umweltsgesichtspunkten
ist somit im Vergleich zu derzeit am Markt üblicherweise eingesetzten Farbbehältern
ein signifikanter Fortschritt festzustellen.
[0019] Besonders einfach lässt sich Farbe von einer Innenwand des Farbbehälters abstreifen,
wenn das mindestens eine Reinigungselement in radialer Richtung vom Verschlusselement
abstehend ausgebildet ist. Zum Beispiel kann es sich dabei um eine elastische und/oder
flexible Abstreiflippe handeln.
[0020] Die Herstellung des Farbbehälters vereinfacht sich weiter, wenn das mindestens eine
Reinigungselement einstückig mit dem Verschlusselement ausgebildet ist. Beispielweise
lässt sich das Verschlusselement dann als ein Deckel aus einem Kunststoff durch Spritzgießen
oder spanabhebende Bearbeitung aus einem Vollkunststoffkörper herstellen. Werden unterschiedliche
Materialien für das Verschlusselement und das Reinigungselement verwendet, kann das
Reinigungselement beispielsweise durch Anspritzen an das Verschlusselement hergestellt
werden.
[0021] Die Kosten des Farbbehälters lassen sich weiter verringern, wenn das mindestens eine
Reinigungselement aus einem Kunststoff hergestellt ist.
[0022] Ferner kann es auch vorteilhaft sein, wenn das mindestens eine Reinigungselement
in Form eines Dichtrings ausgebildet ist. Beispielweise weist ein solcher Dichtring
Vorteile auf, wenn er in Verbindung mit einem wiederverwendbaren Verschlusselement
zum Einsatz kommt. Nach Einsatz, das heißt nach Reinigung des Farbbehälters, kann
ein Dichtring beispielsweise auf einfache Weise ausgetauscht werden, um dann das Verschlusselement
anschließend weiter verwenden zu können.
[0023] Vorteilhaft ist es, wenn das Verschlusselement einen Verschlusskörper umfasst, welcher
die Befüllungsöffnung im Wesentlichen verschließt. Ein solcher Verschlusskörper kann
insbesondere dazu dienen, als Träger für eines oder mehrere Reinigungselemente zu
dienen, wobei der Verschlusskörper nicht zwingend elastisch und/oder flexibel sein
muss.
[0024] Günstig ist es, wenn der Verschlusskörper starr oder im Wesentlichen starr ausgebildet
oder ganz oder zumindest teilweise aus einem flexiblen und/oder elastischen Material
hergestellt ist. Je nachdem, ob das Verschlusselement wiederverwendet werden soll
oder nicht, kann es günstig sein, wenn der Verschlusskörper eine ausreichende Stabilität
aufweist. Des Weiteren kann insbesondere bei einem Einwegverschlusselement der Verschlusskörper
vollständig aus einem flexiblen und/oder elastischen Material hergestellt sein, beispielsweise
einem Kunststoff. Das Einwegverschlusselement kann dann zusammen mit den abgestreiften
Farbresten einfach und umweltverträglich entsorgt werden.
[0025] Die Stabilität des Farbbehälters im Einsatz beim Beschicken eines Druckklischees
mit Farbe sowie beim Reinigen des Farbbehälters nach Gebrach kann deutlich verbessert
werden, wenn der Verschlusskörper ganz oder zumindest teilweise aus einem unelastischen
oder im Wesentlichen unelastischen Material hergestellt ist. Dabei kann es sich insbesondere
um ein Metall, zum Beispiel Stahl, oder auch um einen Hartkunststoff handeln.
[0026] Die Stabilität des Farbbehälters lässt sich weiter erhöhen, wenn der Verschlusskörper
aus einem Metall hergestellt ist. Insbesondere dann, wenn das Verschlusselement wiederverwendet
werden soll, kann so eine ausreichende Dauerstabilität erreicht werden.
[0027] Damit möglichst verhindert werden kann, dass Druckfarbe aus dem Behälter durch die
Befüllungsöffnung austritt, ist es günstig, wenn am Verschlusskörper mindestens ein
Dichtelement angeordnet ist zum Abdichten der Befüllungsöffnung in der Verschlussstellung.
[0028] Um die Herstellung des Verschlusselements zu vereinfachen, ist es günstig, wenn das
Dichtelement und der Verschlusskörper einstückig ausgebildet sind. Beispielsweise
kann dies der Fall sein, wenn das Verschlusselement durch Spritzgießen hergestellt
ist.
[0029] Ein Herstellungsaufwand für den Farbbehälter und das Verschlusselement lässt sich
weiter reduzieren, wenn das mindestens eine Dichtelement das mindestens eine Reinigungselement
bildet oder umfasst. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass das Dichtelement eine
Doppelfunktion ausübt. Zum einen dichtet es die Befüllungsöffnung beim Einsatz des
Farbbehälters ab, um einen Farbverlust durch die Befüllungsöffnung zu vermeiden. Zum
anderen wird es beim Reinigen des Farbbehälters als Reinigungselement genutzt, beispielsweise
um auf der Innenwand des Farbbehälters verbliebene Farbreste abzustreifen.
[0030] Besonderes kostengünstig herstellen lässt sich das Verschlusselement, wenn das mindestens
eine Dichtelement aus einem Kunststoff hergestellt ist.
[0031] Die Herstellung lässt sich vereinfachen, wenn der Verschlusskörper aus einem Kunststoff
hergestellt ist, beispielsweise durch Spritzgießen.
[0032] Vorzugsweise ist das mindestens eine Reinigungselement am Verschlusskörper gehalten.
Hierfür kann insbesondere eine speziell ausgebildete Haltevorrichtung vorgesehen sein,
beispielsweise in Form eines Halte- oder Klemmrings.
[0033] Besonders einfach halten lässt sich das mindestens eine Reinigungselement am Verschlusskörper,
wenn es in einer Reinigungselementaufnahme des Verschlusskörpers angeordnet, gelagert
oder gehalten ist.
[0034] Die Herstellung des Verschlusskörpers vereinfacht sich weiter, wenn die Reinigungselementaufnahme
in Form einer umlaufenden Ringnut ausgebildet ist. Die Ringnut ist vorzugsweise in
radialer Richtung weniger tief als ein Durchmesser beziehungsweise eine radiale Erstreckung
des Reinigungselements, so dass dieses noch über den Verschlusskörper vorstehen und
zum Abstreifen von Farbresten von einer Innenwand des Farbbehälters genutzt werden
kann.
[0035] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ferner vorgesehen
sein, dass das mindestens eine Reinigungselement in Form eines in radialer Richtung
vom Verschlusskörper abstehenden Reinigungsvorsprungs ausgebildet ist. Unabhängig
davon, ob der Verschlusskörper aus einem steifen oder elastischen/flexiblen Material
hergestellt ist, ermöglicht es der abstehende Reinigungsvorsprung, Farbreste von einer
Innenwand des Farbbehälters abzustreifen.
[0036] Insbesondere kann es günstig sein, wenn der Reinigungsvorsprung ein proximales Ende
des Verschlusselements bildet. Auf diese Weise kann insbesondere sichergestellt werden,
dass beim Durchbewegen oder Durchdrücken des Verschlusselements durch die Befüllungsöffnung
in Richtung auf die Farbabgabeöffnung hin der Behälterabschnitt vollständig von Farbresten
befreit werden kann.
[0037] Um den Farbbehälter optimal zu verschließen, ist es günstig, wenn das Verschlusselement
eine Wandfläche definiert, welche sich quer zu einer Längsachse des Farbbehälters
erstreckt.
[0038] Vorteilhaft ist es, wenn die Wandfläche des Verschlusselements in der Verschlussstellung
vom proximalen Ende des Behälterabschnitts beabstandet ist. Insbesondere kann die
Wandfläche eine Bodenfläche einer Ausnehmung des Verschlusselements bilden, um das
Eingreifen mit Fingern zu ermöglichen, um den Farbbehälter beispielsweise vor oder
nach Befüllen mit Farbe auf einfache Weise zu verschließen.
[0039] Insbesondere bei einem zylindrischen Behälterabschnitt kann eine großflächige Abdichtung
und auch Reinigung durch das Verschlusselement erreicht werden, wenn der Verschlusskörper
mindestens einen zylindrischen Verschlusskörperabschnitt umfasst.
[0040] Vorteilhafterweise kann der Verschlusskörper mindestens einen konischen Verschlusskörperabschnitt
umfassen. Dies kann insbesondere zu einer verbesserten Abdichtung bei einem konischen
oder leicht konischen Behälterabschnitt führen. Des Weiteren können so auch Reibungskräfte
beim Durchbewegen des Verschlusselements durch den Behälterabschnitt verringert werden.
[0041] Günstig ist es, wenn sich mindestens ein konischer Verschlusskörperabschnitt distalseitig
an einen zylindrischen Verschlusskörperabschnitt anschließt. So lässt sich beispielsweise
das Einführen des Verschlusselements zum Verschließen der Befüllungsöffnung verbessern,
da der konische Verschlusskörperabschnitt als Aufgleitfläche für einen Rand der Befüllungsöffnung
dienen kann.
[0042] Um sicherzustellen, dass das mindestens eine Reinigungselement überhaupt mit einer
Innenwand des Farbbehälters in Kontakt treten kann, um Farbreste abzustreifen, ist
es vorteilhaft, wenn das mindestens eine Reinigungselement mindestens an einem der
Verschlusskörperabschnitte angeordnet oder ausgebildet ist. Vorzugsweise ist es an
dem Verschlusskörperabschnitt angeordnet oder ausgebildet, welcher den größten Außendurchmesser
aufweist.
[0043] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann eine Anschlageinrichtung
vorgesehen sein, welche eine Position des Verschlusselements in einer Verschlussstellung
definiert, in welcher das Verschlusselement die Befüllungsöffnung verschließt. Durch
die Anschlageinrichtung kann erreicht werden, dass das Verschlusselement eine definierte
Stellung relativ zum Farbbehälter, insbesondere relativ zum Behälterabschnitt, in
der Verschlussstellung einnehmen kann. Insbesondere kann so verhindert werden, dass
es unbeabsichtigt in Richtung auf die Farbabgabeöffnung durchrutschen kann. Besonders
einfach herzustellen ist eine Anschlageinrichtung, wenn diese einen in proximaler
oder im Wesentlichen in proximaler Richtung wirkenden Anschlag umfasst, an welchem
das Verschlusselement in der Verschlussstellung mindestens teilweise anliegt. Insbesondere
kann das Verschlusselement mit einer korrespondierenden Anschlagfläche am Anschlag
anliegen. Die Anschlagfläche kann insbesondere an einem Reinigungs- und/oder Dichtelement
des Verschlusselements ausgebildet sein.
[0044] Besonders einfach ausbilden lässt sich die Anschlageinrichtung, wenn sie eine in
proximaler Richtung weisende Endfläche des Behälterabschnitts umfasst oder bildet.
Diese wirkt dann für eine am Verschlusselement vorhandene korrespondierende Anschlagfläche
als Anschlag. Beispielsweise kann die Endfläche durch eine Endfläche eines von einem
Rohr abgetrennten Rohrabschnitts gebildet werden.
[0045] Vorteilhaft kann es ferner sein, wenn die Anschlageinrichtung eine in proximaler
Richtung oder im Wesentlichen in proximaler Richtung weisende Ringfläche des Behälterabschnitts
umfasst. Im Wesentlichen in proximaler Richtung weisend kann insbesondere auch bedeuten,
dass es sich um eine sich in distaler Richtung konisch verjüngende Ringfläche handelt.
Beispielsweise kann eine solche Fläche mit einer korrespondierenden konischen Wandfläche
des Verschlusselements zusammenwirken, um einen definierten Sitz des Verschlusselements
in der Befüllungsöffnung zu ermöglichen.
[0046] Dabei kann es günstig sein, wenn die Ringfläche ein proximales Ende des Behälterabschnitts
bildet oder von diesem beabstandet ist. Je nachdem, wie das Verschlusselement ausgebildet
ist, kann es vorteilhaft sein, wenn die Ringfläche eine proximale Endfläche des Behälterabschnitts
bildet oder etwas distalseitig von der Endfläche des Behälterabschnitts angeordnet
oder ausgebildet ist.
[0047] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein,
dass die Anschlageinrichtung mindestens einen in distaler Richtung wirkenden Anschlag
umfasst, welcher am Verschlusselement angeordnet oder ausgebildet ist. Durch einen
solchen Anschlag kann ebenfalls verhindert werden, dass das Verschlusselement von
der Verschlussstellung in unbeabsichtigter Weise in distaler Richtung, also in Richtung
auf die Farbabgabeöffnung hin, bewegt werden kann.
[0048] Der Aufbau des Farbbehälters kann weiter vereinfacht werden, wenn die Rakel und der
Behälterabschnitt unlösbar miteinander verbunden sind. Auf diese Weise können aufwändige
mechanische Bauteile vermieden werden, um eine optimale Anlage der Rakel am Klischee
zu erreichen.
[0049] Um das Anhaften von Farbe auf einer Innenwand des Behälters so gering wie möglich
zu halten, ist es günstig, wenn eine Innenwand des Behälterabschnitts mit einer farbabstoßenden
Beschichtung versehen ist. Je nach Wahl des Lösungsmittels der verwendeten Druckfarbe
kann es sich dabei um eine hydrophobe und/oder lipophobe Beschichtung handeln. Ferner
kann alternativ oder zusätzlich auch eine Nanostrukturierung der Oberfläche der Innenwand
oder eine Beschichtung mit Nanopartikeln vorgesehen sein, um eine Anhaften von Farbe
zu minimieren.
[0050] Günstig kann es inbesondere sein, wenn das mindestens eine Reinigungselement in Form
einer in der Verschlussstellung in distaler Richtung weisenden Abstreiflippe ausgebildet
ist. Beispielsweise kann diese dann beim Hindurchbewegen des Verschlusselements durch
den Farbbehälter umklappen oder umgestülpt werden, um eine Reingungswirkung des Verschlusselements
noch weiter zu verbessern.
[0051] In ähnlicher Weise kann es günstig sein, wenn das mindestens eine Dichtelement in
der Verschlussstellung in distaler Richtung von der Wandfläche des Verschlusselements
ab- oder vorsteht. So kann eine Dichtungswirkung insbesondere in der Verschlussstellung
erreicht werden, wobei das Dichtelement gleichfalls zum Reinigen des Farbbehälters
durch Abstreifen von Farbresten von der Innenwand desselben genutzt werden kann.
[0052] Um die Rakel in definierter Weise gegen ein Klischee drücken zu können, ist es vorteilhaft,
wenn der Farbbehälter einen Druckring zum Anpressen der Rakel gegen ein Klischee einer
Tampondruckmaschine umfasst. Auf diese Weise kann insbesondere erreicht werden, dass
durch entsprechende Druckausübung eine in sich geschlossene Rakelkante komplett am
Klischee anliegt.
[0053] Günstig kann es zudem sein, wenn die Rakel einen in radialer Richtung vorstehenden
Anlageflansch definiert, welcher eine in proximaler Richtung weisende Druckfläche
umfasst. Durch Einleiten von Druckkräften auf die Druckfläche lässt sich so die Rakel
mit ihrer Rakelkante gegen ein Klischee andrücken.
[0054] Damit Druckkräfte einfach und sicher vom Druckring auf die Rakel übertragen werden
können, ist es vorteilhaft, wenn der Druckring eine Andruckfläche aufweist, welche
in einer Rakelstellung direkt oder indirekt an der in proximaler Richtung weisenden
Druckfläche der Rakel anliegt. Insbesondere können so Druckkräfte großflächig vom
Druckring auf die Rakel übertragen werden.
[0055] Günstigerweise ist zwischen der Andruckfläche und der Druckfläche ein Ausgleichselement
angeordnet. Das Ausgleichselement kann insbesondere dazu dienen, die Rakel in gewünschter
Weise an das Klischee anzudrücken, auch wenn die von einer Rakelkante der Rakel definierte
Rakelebene relativ zu einer von der Andruckfläche definierten Ebene geneigt ist. Insbesondere
kann es sich bei dem Ausgleichselement um ein elastisches, vorzugsweise ein federelastisches
Element handeln.
[0056] Besonders einfach und kostengünstig lässt sich der Farbbehälter mit Druckring herstellen,
wenn das Ausgleichselement in Form eines elastischen oder flexiblen Rings ausgebildet
ist. Beispielsweise kann als Ausgleichselement ein Dichtungsring aus Gummi oder Silikon
verwendet werden.
[0057] Um den Farbbehälter insbesondere als Führung für den Druckring nutzen und zudem ein
Verkanten des Druckrings und der Rakel relativ zueinander möglichst verhindern zu
können, ist es günstig, wenn der Druckring einen kleinsten Innendurchmesser aufweist,
welcher einem maximalen Außendurchmesser des Behälterabschnitts entspricht oder im
Wesentlichen entspricht. Beispielsweise kann so sichergestellt werden, dass der Druckring
von proximal her kommend über den Farbbehälter geschoben werden kann, bis der Druckring
an der Rakel anschlägt.
[0058] Vorteilhaft ist es ferner, wenn der Druckring mindestens eine in proximaler Richtung
weisende Krafteinleitfläche aufweist zum Einleiten von in distaler Richtung wirkenden
Druckkräften auf den Druckring. Die auf den Druckring wirkenden Druckkräfte können
insbesondere direkt von der Tampondruckmaschine eingeleitet werden, beispielsweise
über einen entsprechenden Andruckhebel derselben.
[0059] Besonders einfach und sicher können Druckkräfte in den Druckring eingeleitet werden,
wenn die Krafteinleitfläche an einem in radialer Richtung abstehenden Flansch des
Druckrings ausgebildet ist. Die Krafteinleitfläche ist so besonders leicht und sicher
zugänglich.
[0060] Vorteilhaft kann es ferner sein, wenn der Druckring eine Rakelaufnahme aufweist,
welche einen maximalen Innendurchmesser aufweist, welcher einem maximalen Außendurchmesser
der Rakel entspricht oder im Wesentlichen entspricht. Dies gestattet es, den Druckring
über die Rakel oder einen vom Behälterabschnitt in radialer Richtung vorspringenden
Flansch der Rakel zu führen, um Druckkräfte auf den Druckring und mittels diesem auf
die Rakel übertragen zu können.
[0061] Um etwaige Verkippungen des Druckrings und der Rakel relativ zueinander und zudem
Fertigungstoleranzen ausgleichen zu können, ist es günstig, wenn das Ausgleichselement
am Druckring in oder im Bereich der Rakelaufnahme angeordnet ist. Alternativ kann
das Ausgleichselement auch an einer entsprechenden Aufnahme der Rakel angeordnet oder
gehalten sein.
[0062] Vor einer Montage des Klischees an der Tampondruckmaschine wird in der Regel zunächst
der Farbbehälter an das Klischee angelegt und mit Farbe befüllt. Zur Montage dieser
Einheit an der Tampondruckmaschine dient üblicherweise eine Halterung oder Montageeinrichtung,
die sicherstellt, dass die Rakel stets mit ihrer gesamten Rakelkante am Klischee anliegt,
so dass keine Farbe austreten kann. Hierfür ist es günstig, wenn der Druckring mindestens
ein erstes Halteelement für ein korrespondierendes zweites Halteelement einer Halteeinrichtung
zum Montieren des an einem Klischee anliegenden Farbbehälters aufweist. Das zweite
Halteelement kann insbesondere an einem Andruckhebel der Halteeinrichtung angeordnet
sein, mit der der Druckring gegen das Klischee gedrückt wird. Insbesondere kann die
Montageeinrichtung derart ausgebildet sein, dass das zweite Halteelement unter Vorspannung
in Richtung auf das erste Halteelement gehalten ist.
[0063] Besonders einfach lässt sich die Halteeinrichtung ausbilden, wenn eines der Halteelemente
in Form eines Haltesvorsprungs und ein korrespondierendes Halteelement in Form einer
Haltevorsprungaufnahme ausgebildet ist. Vorzugsweise ist mindestens eine Haltevorsprungaufnahme
am Druckring ausgebildet, in die ein korrespondierender Haltevorsprung der Halteeinrichtung
in einer Haltestellung eingreifen kann.
[0064] Vorteilhaft ist es ferner, wenn das mindestens eine erste oder zweite Halteelement
eine sich parallel zu einer Längsachse des Farbbehälters erstreckende Bohrung umfasst.
Bohrungen sind einfach herzustellen und beispielsweise mit zylindrischen Zapfen einfach
und sicher in Eingriff bringbar.
[0065] Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner erfindungsgemäß gelöst durch das Bereitstellen
einer Reinigungsvorrichtung zum Reinigen eines mit Farbe beschmutzten Farbbehälters
für eine Tampondruckmaschine, welcher einen Behälterinnenraum definiert und eine Farbabgabeöffnung
und eine Befüllungsöffnung umfasst, welche Farbabgabeöffnung von einer eine Rakelebene
definierenden Rakel begrenzt wird, welche Befüllungsöffnung mit einem Verschlusselement
verschlossen ist, wobei die Befüllungsöffnung einen Innendurchmesser aufweist, welcher
in einem Bereich des Innendurchmessers der Rakel liegt und wobei die Reinigungsvorrichtung
ein Durchdrückelement umfasst zum Bewegen des Verschlusselements von einer Verschlussstellung,
in welcher es die Befüllungsöffnung verschließt, in Richtung auf die Farbabgabeöffnung
hin und durch diese hindurch, ohne den Farbbehälter zu zerstören.
[0066] Eine solche Reinigungsvorrichtung ermöglicht mit ihrem Durchdrückelement, das Verschlusselement
ausgehend von der Verschlussstellung durch den Farbbehälter hindurch zu drücken und
dabei eine Innenwand desselben von Farbresten zu befreien. Mit einer solchen Reinigungsvorrichtung
kann fast vollständig auf Lösungsmittel zum Reinigen des Farbbehälters verzichtet
werden, da eine Reinigung des Farbbehälters praktisch ausschließlich mechanisch durch
Abstreifen der Farbreste erfolgt. Des Weiteren vereinfacht die Reinigungsvorrichtung
den Reinigungsvorgang, da das Verschlusselement des Farbbehälters nicht von Hand ausgehend
von der Verschlussstellung durch den Farbbehälter und die Farbabgabeöffnung hindurch
gedrückt werden muss.
[0067] Um eine Verletzungsgefahr für eine den Farbbehälter reinigende Person zu verringern,
ist es vorteilhaft, wenn die Reinigungsvorrichtung eine Farbbehälterhalteeinrichtung
zum Halten des Farbbehälters umfasst, welche einen in proximaler Richtung wirkenden
Behälteranschlag für den Farbbehälter umfasst. Dies bedeutet, dass in distaler Richtung
wirkende Durchdrückkräfte auf das Verschlusselement zum Durchdrücken desselben ausgeübt
werden können, ohne dass der Farbbehälter von Hand gehalten werden muss. Dies nimmt
einer den Farbbehälter reinigenden Person die Farbbehälterhalteeinrichtung der Reinigungsvorrichtung
ab.
[0068] Um den Farbbehälter in einfacher und definierter Weise halten zu können, ist der
Behälteranschlag vorzugsweise ausgebildet zum Anlegen der Rakel. Insbesondere kann
der Behälteranschlag mit einer sich in distaler Richtung konisch verjüngenden Außenfläche
der Rakel zusammenwirken.
[0069] Des Weiteren kann die Farbbehälterhalteeinrichtung günstigerweise eine Farbbehälterhalteaufnahme
umfassen zum Aufnehmen des Farbbehälters in einer Haltestellung. Alternativ oder zusätzlich
zum Behälteranschlag zum Anlegen der Rakel kann mit der Farbbehälterhalteeinrichtung
auch der Farbbehälter selbst gehalten werden, wenn mittels des Durchdrückelements
das Verschlusselement durch den Farbbehälter hindurch gedrückt wird.
[0070] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Farbbehälterhalteaufnahme
eine Durchbrechung aufweisen oder in Form einer solchen ausgebildet sein, welche einen
Innendurchmesser aufweist, der mindestens einem Außendurchmesser des Farbbehälters
entspricht. So kann der Farbbehälter mindestens teilweise in der Farbbehälterhalteaufnahme
aufgenommen und gehalten werden.
[0071] Vorteilhaft ist es, wenn die Farbbehälterhalteaufnahme eine sich in distaler Richtung
verjüngende konische Wandfläche umfasst. An dieser kann insbesondere eine korrespondierende
Wandfläche der Rakel in Anlage kommen oder ein anderer konischer Wandabschnitt des
Farbbehälters. Die Farbbehälterhalteaufnahme ist vorzugsweise an einer Halteplatte
der Reinigungsvorrichtung ausgebildet, um so den Farbbehälter auch bei Einleiten von
großen Druckkräften auf das Verschlusselement sicher halten zu können.
[0072] Günstig es für die Handhabung der Reinigungsvorrichtung, wenn sie ein Betätigungselement
zum Einleiten einer Betätigungskraft auf das Durchdrückelement zum Bewegen desselben
in distaler Richtung umfasst. Insbesondere kann durch geschickt gewählte Hebelverhältnisse
das Verschlusselement mit minimalen Kräften durch den Farbbehälter durchgedrückt werden.
Optional kann das Betätigungselement auch motorisch, elektromechanisch, hydraulisch
oder pneumatisch angetrieben werden.
[0073] Die eingangs gestellte Aufgabe wird ferner bei einer Tampondruckmaschine der eingangs
beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Befüllungsöffnung einen
Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich des Innendurchmessers der Rakel
liegt.
[0074] Eine Tampondruckmaschine in der beschriebenen Weise weiterzubilden hat die oben bereits
im Zusammenhang mit den bevorzugten Ausführungsformen der Farbbehälter dargelegten
Vorteile.
[0075] Des Weiteren ist es günstig, wenn der Farbbehälter der Tampondruckmaschine in Form
eines der oben beschriebenen Farbbehälter ausgebildet ist. Die Tampondruckmaschine
weist dann in analoger Weise die oben ausführlich beschriebenen Vorteile auf.
[0076] Grundsätzlich wäre es denkbar, die Reinigungsvorrichtung separat von der Tampondruckmaschine
auszubilden. Um jedoch einen besonders kompakten Aufbau der Tampondruckmaschine zu
erreichen und einen Platzbedarf für eine Reinigung der Farbbehälter zu minimieren,
ist es vorteilhaft, wenn die Tampondruckmaschine eine der oben beschriebenen Reinigungsvorrichtungen
umfasst.
[0077] Die vorstehende Beschreibung umfasst somit insbesondere die nachfolgend in Form durchnummerierter
Sätze definierten Ausführungsformen eines Farbbehälters, einer Reinigungsvorrichtung
sowie einer Tampondruckmaschine.
- 1. Farbbehälter (30; 30') für eine Tampondruckmaschine (10), welcher einen Behälterinnenraum
(214) definiert und eine Farbabgabeöffnung (142), eine Befüllungsöffnung (144), eine
eine Rakelebene definierende, an die Farbabgabeöffnung (142) angrenzende Rakel (46)
und ein Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) zum Verschließen
der Befüllungsöffnung (144) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllungsöffnung
(144) einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich des Innendurchmessers
der Rakel (46) liegt.
- 2. Farbbehälter nach Satz 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der
Befüllungsöffnung (144) etwa dem 0,9fachen bis 1,1fachen des Innendurchmessers der
Rakel (46) entspricht.
- 3. Farbbehälter nach Satz 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser
der Befüllungsöffnung (144) dem wirksamen Innendurchmesser der Rakel (46) entspricht
oder im Wesentlichen entspricht.
- 4. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
er eine Längsachse (68) definiert und rotationssymmetrisch zur Längsachse (68) ausgebildet
ist.
- 5. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, gekennzeichnet durch einen hülsenförmigen
Behälterabschnitt (50), welcher sich zwischen der Befüllungsöffnung (144) und der
Farbabgabeöffnung (142) erstreckt.
- 6. Farbbehälter nach Satz 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterabschnitt (50)
aus einem Rohr hergestellt ist.
- 7. Farbbehälter nach Satz 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterabschnitt
(50) einen Innendurchmesser aufweist, welcher dem wirksamen Durchmesser der Rakel
(46) entspricht oder im Wesentlichen entspricht, vorzugsweise etwa dem 0,9fachen bis
1,1fachen des Innendurchmessers der Rakel (46).
- 8. Farbbehälter nach einem der Sätze 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakel
(46) eine Rakelkante (72) aufweist, welche über ein distales Ende (58) des Behälterabschnitts
(50) vorsteht.
- 9. Farbbehälter nach Satz 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakelkante (72) einen
Durchmesser definiert, welcher einen Wert im Bereich zwischen einem minimalen Innendurchmesser
(54) und einem maximalen Außendurchmesser (52) des Behälterabschnitts (50) aufweist.
- 10. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) derart ausgebildet
ist, dass es von einer Verschlussstellung, in welcher es die Befüllungsöffnung (144)
verschließt, in Richtung auf die Farbabgabeöffnung (142) hin und durch diese hindurch
bewegbar ist, ohne den Farbbehälter (30; 30') zu zerstören.
- 11. Farbbehälter nach einem der Sätze 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakel
(46) am distalen Ende (58) des Behälterabschnitts (50) angeordnet ist.
- 12. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rakel (46) ein distales Ende des Farbbehälters (30; 30') bildet.
- 13. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rakel (46) in Form eines in sich geschlossenen Rakelrings ausgebildet ist.
- 14. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) mindestens ein
Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 288; 292; 304; 318; 326) umfasst zum Abstreifen
von Farbe von einer Innenwand (212) des Farbbehälters (30; 30') beim Bewegen von der
Verschlussstellung in Richtung auf die Farbabgabeöffnung (142) hin und durch diese
hindurch.
- 15. Farbbehälter nach Satz 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Reinigungselement
(168, 170; 258; 266; 276; 288; 292; 304; 318; 326) in radialer Richtung vom Verschlusselement
(146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) abstehend ausgebildet ist.
- 16. Farbbehälter nach Satz 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens
eine Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 326) einstückig mit dem Verschlusselement
(146; 250; 260; 270; 320) ausgebildet ist.
- 17. Farbbehälter nach einem der Sätze 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 288; 292; 304; 318; 326)
aus einem Kunststoff hergestellt ist.
- 18. Farbbehälter nach einem der Sätze 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Reinigungselement (288; 304) in Form eines Dichtrings (289) ausgebildet
ist.
- 19. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verschlusselement (146) einen Verschlusskörper (148) umfasst, welcher die Befüllungsöffnung
(144) im Wesentlichen verschließt.
- 20. Farbbehälter nach Satz 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper (148)
starr oder im Wesentlichen starr ausgebildet oder ganz oder zumindest teilweise aus
einem flexiblen und/oder elastischen Material hergestellt ist.
- 21. Farbbehälter nach Satz 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschlusskörper
(148) ganz oder zumindest teilweise aus einem unelastischen oder im Wesentlichen unelastischen
Material hergestellt ist.
- 22. Farbbehälter nach einem der Sätze 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der
Verschlusskörper (148) aus einem Metall hergestellt ist.
- 23. Farbbehälter nach einem der Sätze 19 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlusskörper
(148) mindestens ein Dichtelement (166; 154) angeordnet ist zum Abdichten der Befüllungsöffnung
(144) in der Verschlussstellung.
- 24. Farbbehälter nach Satz 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (166;
154) und der Verschlusskörper (148) einstückig ausgebildet sind.
- 25. Farbbehälter nach Satz 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens
eine Dichtelement (166; 154) das mindestens eine Reinigungselement (168; 170) bildet
oder umfasst.
- 26. Farbbehälter nach einem der Sätze 23 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Dichtelement (166; 154) aus einem Kunststoff hergestellt ist.
- 27. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
der Verschlusskörper (148) aus einem Kunststoff hergestellt ist.
- 28. Farbbehälter nach einem der Sätze 29 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Reinigungselement (288) am Verschlusskörper (282, 284) gehalten ist.
- 29. Farbbehälter nach Satz 28, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Reinigungselement
(288) in einer Reinigungselementaufnahme (286) des Verschlusskörpers (282, 284) gehalten
ist.
- 30. Farbbehälter nach Satz 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungselementaufnahme
(286) in Form einer umlaufenden Ringnut ausgebildet ist.
- 31. Farbbehälter nach einem der Sätze 17 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Reinigungselement (168, 170) in Form eines in radialer Richtung vom
Verschlusskörper (148) abstehenden Reinigungsvorsprungs ausgebildet ist.
- 32. Farbbehälter nach Satz 31, dadurch gekennzeichnet, dass der Reinigungsvorsprung
(154) ein proximales Ende des Verschlusselements (146) bildet.
- 33. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) eine Wandfläche
(160; 252; 264; 274; 284; 314; 324) definiert, welche sich quer zu einer Längsachse
(68) des Farbbehälters (30; 30') erstreckt.
- 34. Farbbehälter nach Satz 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandfläche (160; 264)
des Verschlusselements (146; 260) in der Verschlussstellung vom proximalen Ende (98)
des Behälterabschnitts (50) beabstandet ist.
- 35. Farbbehälter nach einem der Sätze 19 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass der
Verschlusskörper (146) mindestens einen zylindrischen Verschlusskörperabschnitt (156)
umfasst.
- 36. Farbbehälter nach einem der Sätze 19 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass der
Verschlusskörper (146) mindestens einen konischen Verschlusskörperabschnitt (158)
umfasst.
- 37. Farbbehälter nach Satz 36, dadurch gekennzeichnet, dass sich mindestens ein konischer
Verschlusskörperabschnitt (158) distalseitig an einen zylindrischen Verschlusskörperabschnitt
(156) anschließt.
- 38. Farbbehälter nach einem der Sätze 35 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 288; 292; 304; 318; 326)
mindestens an einem der Verschlusskörperabschnitte (156, 158) angeordnet oder ausgebildet
ist.
- 39. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, gekennzeichnet durch eine Anschlageinrichtung
(218), welche eine Position des Verschlusselements (146; 250; 260; 270; 280; 290;
300; 310; 320) in einer Verschlussstellung definiert, in welcher das Verschlusselement
(146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) die Befüllungsöffnung (144) verschließt.
- 40. Farbbehälter nach Satz 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlageinrichtung
(218) einen in proximaler oder im Wesentlichen in proximaler Richtung wirkenden Anschlag
(96) umfasst, an welchem das Verschlusselement (146) in der Verschlussstellung mindestens
teilweise anliegt.
- 41. Farbbehälter nach Satz 39 oder 40, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlageinrichtung
(218) eine in proximaler Richtung weisende Endfläche (96) des Behälterabschnitts (50)
umfasst.
- 42. Farbbehälter nach einem der Sätze 39 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anschlageinrichtung (218) eine in proximaler Richtung oder im Wesentlichen in proximaler
Richtung weisende Ringfläche (96; 152) des Behälterabschnitts (50) umfasst.
- 43. Farbbehälter nach Satz 42, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringfläche (96; 152)
ein proximales Ende (98) des Behälterabschnitts (50) bildet oder von diesem beabstandet
ist.
- 44. Farbbehälter nach einem der Sätze 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass die
Anschlageinrichtung (218) mindestens einen in distaler Richtung wirkenden Anschlag
(154) umfasst, welcher am Verschlusselement (146) angeordnet oder ausgebildet ist.
- 45. Farbbehälter nach einem der Sätze 5 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakel
(46) und der Behälterabschnitt (50) unlösbar miteinander verbunden sind.
- 46. Farbbehälter nach einem der Sätze 5 bis 45, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Innenwand (212) des Behälterabschnitts (50) mit einer farbabstoßenden Beschichtung
versehen ist.
- 47. Farbbehälter nach einem der Sätze 14 bis 46, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Reinigungselement (266; 276; 292) in Form einer in der Verschlussstellung
in distaler Richtung weisenden Abstreiflippe (266; 276; 292) ausgebildet ist.
- 48. Farbbehälter nach einem der Sätze 33 bis 47, dadurch gekennzeichnet, dass das
mindestens eine Dichtelement (266) in der Verschlussstellung in distaler Richtung
von der Wandfläche (264) des Verschlusselements (260) ab- oder vorsteht.
- 49. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, gekennzeichnet durch einen Druckring
(28) zum Anpressen der Rakel (46) gegen ein Klischee (20) einer Tampondruckmaschine
(10).
- 50. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Sätze, dadurch gekennzeichnet, dass
die Rakel (46) einen in radialer Richtung vorstehenden Anlageflansch (104) definiert,
welcher eine in proximaler Richtung weisende Druckfläche (67) umfasst.
- 51. Farbbehälter nach Satz 49 und 50, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckring (28)
eine Andruckfläche (91) aufweist, welche in einer Rakelstellung direkt oder indirekt
an der in proximaler Richtung weisenden Druckfläche (67) der Rakel (46) anliegt.
- 52. Farbbehälter nach Satz 51, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Andruckfläche
(91) und der Druckfläche (67) ein Ausgleichselement (90) angeordnet ist.
- 53. Farbbehälter nach Satz 52, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgleichselement
(90) in Form eines elastischen oder flexiblen Rings (92) ausgebildet ist.
- 54. Farbbehälter nach einem der Sätze 49 bis 53, dadurch gekennzeichnet, dass der
Druckring (28) einen kleinsten Innendurchmesser aufweist, welcher einem maximalen
Außendurchmesser (52) des Behälterabschnitts (50) entspricht oder im Wesentlichen
entspricht.
- 55. Farbbehälter nach einem der Sätze 49 bis 54, dadurch gekennzeichnet, dass der
Druckring (28) mindestens eine in proximaler Richtung weisende Krafteinleitfläche
(102) aufweist zum Einleiten von in distaler Richtung wirkenden Druckkräften auf den
Druckring (28).
- 56. Farbbehälter nach Satz 55, dadurch gekennzeichnet, dass die Krafteinleitfläche
(102) an einem in radialer Richtung abstehenden Flansch (104) des Druckrings (28)
ausgebildet ist.
- 57. Farbbehälter nach einem der Sätze 49 bis 56, dadurch gekennzeichnet, dass der
Druckring (28) eine Rakelaufnahme (84) aufweist, welche einen maximalen Innendurchmesser
(94) aufweist, welcher einem maximalen Außendurchmesser der Rakel (46) entspricht
oder im Wesentlichen entspricht.
- 58. Farbbehälter nach einem der Sätze 52 bis 57, dadurch gekennzeichnet, dass das
Ausgleichselement (90) am Druckring (28) in oder im Bereich der Rakelaufnahme (84)
angeordnet ist.
- 59. Farbbehälter nach einem der Sätze 49 bis 58, dadurch gekennzeichnet, dass der
Druckring (28) mindestens ein erstes Halteelement (126) für ein korrespondierendes
zweites Halteelement (128) einer Halteeinrichtung (106) zum Montieren des an einem
Klischee (20) anliegenden Farbbehälters (30; 30') aufweist.
- 60. Farbbehälter nach Satz 59, dadurch gekennzeichnet, dass eines der Halteelemente
(126, 128) in Form eines Haltevorsprungs (132) und ein korrespondierendes Haltelement
(126, 128) in Form einer Haltevorsprungaufnahme (130) ausgebildet ist.
- 61. Farbbehälter nach Satz 59 oder 60, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens
eine erste oder zweite Halteelement (126, 128) eine sich parallel zu einer Längsachse
(68) des Farbbehälters (30; 30') erstreckende Bohrung (130) umfasst.
- 62. Reinigungsvorrichtung (172) zum Reinigen eines mit Farbe beschmutzten Farbbehälters
(30; 30') für eine Tampondruckmaschine (10), welcher einen Behälterinnenraum (214)
definiert und eine Farbabgabeöffnung (142) und eine Befüllungsöffnung (144) umfasst,
welche Farbabgabeöffnung (142) von einer eine Rakelebene definierenden Rakel (46)
begrenzt wird, welche Befüllungsöffnung (144) mit einem Verschlusselement (146; 250;
260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) verschlossen ist, wobei die Befüllungsöffnung (144)
einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich des Innendurchmessers der
Rakel (46) liegt und wobei die Reinigungsvorrichtung (172) ein Durchdrückelement (206)
umfasst zum Bewegen des Verschlusselements (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310;
320) von einer Verschlussstellung, in welcher es die Befüllungsöffnung (144) verschließt,
in Richtung auf die Farbabgabeöffnung (142) hin und durch diese hindurch, ohne den
Farbbehälter (30; 30') zu zerstören.
- 63. Reinigungsvorrichtung nach Satz 62, gekennzeichnet durch eine Farbbehälterhalteeinrichtung
(179) zum Halten des Farbbehälters (30; 30'), welche einen in proximaler Richtung
wirkenden Behälteranschlag für den Farbbehälter (30; 30') umfasst.
- 64. Reinigungsvorrichtung nach Satz 63, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälteranschlag
ausgebildet ist zum Anlegen der Rakel (46).
- 65. Reinigungsvorrichtung nach Satz 63 oder 64, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbbehälterhalteeinrichtung
(179) eine Farbbehälterhalteaufnahme (180) umfasst zum Aufnehmen des Farbbehälters
(30; 30') in einer Haltestellung.
- 66. Reinigungsvorrichtung nach Satz 65, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbbehälterhalteaufnahme
(180) eine Durchbrechung (182) aufweist, welche einen Innendurchmesser aufweist, der
mindestens einem Außendurchmesser des Farbbehälters (30; 30') entspricht.
- 67. Reinigungsvorrichtung nach Satz 65 oder 66, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbbehälterhalteaufnahme
(180) eine sich in distaler Richtung verjüngende konische Wandfläche (183) umfasst.
- 68. Reinigungsvorrichtung nach einem der Sätze 62 bis 67, gekennzeichnet durch ein
Betätigungselement (186) zum Einleiten einer Betätigungskraft auf das Durchdrückelement
(206) zum Bewegen desselben in distaler Richtung.
- 69. Tampondruckmaschine (10) mit einem auf einem Klischeehalter (18) gehaltenen Klischee
(20), einer Vorrichtung (23) zum Einfärben des Klischees (20) und einem Tampon (34),
mit dem die Farbe vom Klischee (20) abgehoben und auf einen zu bedruckenden Gegenstand
übertragen wird, welche Vorrichtung (23) zum Einfärben des Klischees einen Farbbehälter
(30; 30') umfasst, welcher Farbbehälter (30; 30') einen Behälterinnenraum (214) definiert
und eine Farbabgabeöffnung (142) und eine Befüllungsöffnung (144) umfasst, welche
Farbabgabeöffnung (142) von einer eine Rakelebene definierenden Rakel (46) begrenzt
wird, welche Befüllungsöffnung (144) mit einem Verschlusselement (146; 250; 260; 270;
280; 290; 300; 310; 320) verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllungsöffnung
(144) einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich des Innendurchmessers
der Rakel (46) liegt.
- 70. Tampondruckmaschine nach Satz 70, gekennzeichnet durch einen Farbbehälter (30;
30') nach einem der Sätze 2 bis 61.
- 71. Tampondruckmaschine nach Satz 69 oder 70, gekennzeichnet durch eine Reinigungsvorrichtung
(172) nach einem der Sätze 62 bis 68.
[0078] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im
Zusammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer Tampondruckmaschine mit Farbbehälter
beim Einfärben eines Klischees;
- Figur 2:
- eine ähnliche Ansicht der Maschine aus Figur 1 mit verschobenem Klischee und abgesenktem
Tampon zur Aufnahme der Druckfarbe mit dem Tampon;
- Figur 3:
- eine schematische Ansicht der in den Figur 1 dargestellten Tampondruckmaschine von
vorn;
- Figur 4:
- eine schematische, perspektivische Ansicht einer Halte- oder Montageeinrichtung mit
an dieser gehaltenem Klischee und Farbbehälter;
- Figur 5:
- eine teilweise geschnittene, perspektivische Ansicht eines Farbbehälters mit anliegendem
Druckring;
- Figur 6:
- eine Längsschnittansicht des in Figur 5 dargestellten Farbbehälters mit Druckring;
- Figur 7:
- eine schematische Längsschnittansicht des in Figur 6 dargestellten Farbbehälters beim
Durchdrücken des Verschlusselements;
- Figur 8:
- eine vergrößerte Ausschnittsansicht des Bereichs A in Figur 7;
- Figur 9:
- eine schematische, teilweise geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung;
- Figur 10:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht des in Figur 6 dargestellten Verschlusselements
in der Verschlussstellung;
- Figur 11:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 12:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 13:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 14:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 15:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 16:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 17:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung;
- Figur 18:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Verschlusselements in der Verschlussstellung; und
- Figur 19:
- eine ausschnittsweise Längsschnittansicht des Verschlusselements aus Figur 10 in Verbindung
mit einer alternativen Ausführungsform eines Farbbehälters in der Verschlussstellung.
[0079] In Figur 1 ist schematisch eine insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnete Tampondruckmaschine
dargestellt. Sie umfasst ein Gehäuse 12 mit einer Bodenplatte 14, auf welcher eine
Führungsplatte 16 montiert ist. Auf der Führungsplatte 16 verschiebbar gelagert ist
ein Klischeeschlitten 18, der zur Aufnahme und zum Halten eines Klischees 20 dient.
Das auf einen nicht dargestellten, zu bedruckenden Gegenstand aufzubringende Druckbild
ist in Form entsprechender Vertiefungen als Negativ 22 in das üblicherweise in Form
einer Metallplatte ausgebildete Klischee 20 eingearbeitet.
[0080] Aus einem einen Ständer 24 bildenden Teil des Gehäuses 12 ragen zwei parallel zueinander
verlaufende Anpresshebel 26 heraus, die einen Druckring 28 und mit diesem einen Farbbehälter
30 in Form eines Rakeltopfs, der auch als Rakelhülse bezeichnet wird, in Richtung
auf das Klischee 20 hin vorspannen beziehungsweise drücken. Der Farbbehälter 30 bildet
einen Teil einer Vorrichtung 23 zum Einfärben des Klischees 20. Der Aufbau des Druckrings
28 und des Farbbehälters 30 wird weiter unten noch näher erläutert. Der
[0081] An einem sich im Wesentlichen parallel zur Führungsplatte 16 vom Ständer 24 weg erstreckenden
Haltearm 32 ist ein Tampon 34 beweglich gelagert. Er kann mittels eines schematisch
dargestellten Antriebs 36 parallel zu einer senkrecht zum Klischee 20 verlaufenden
Längsachse 38 in Richtung auf das Klischee 20 hin und wieder von diesem in Richtung
auf den Haltearm 32 hin weg bewegt werden.
[0082] Der Klischeeschlitten 18 ist ebenfalls über einen in Figur 1 schematisch dargestellten
Antrieb 40 in einer Ebene senkrecht zur Längsachse 38 verschiebbar. Mittels einer
Steuerung 42, sind die Antriebe 36 und 40 miteinander gekoppelt, und zwar derart,
dass der Tampon 34 den größten Abstand von der vom Klischee 20 definierten Ebene,
die auch als Rakelebene bezeichnet wird, aufweist, wenn der Klischeeschlitten 18 seine
zurückgezogenste Position einnimmt, das heißt teilweise in eine Ausnehmung des Ständers
24 hineinreicht, wie das in Figur 1 schematisch dargestellt ist. In dieser Stellung
überdeckt der Farbbehälter 30 das Negativ 22 des Klischees 20, so dass im Farbbehälter
30 enthaltene Druckfarbe die Vertiefungen des Negativs 22 ausfüllen kann.
[0083] Anschließend wird der Klischeeschlitten 18 in einer Richtung vom Ständer 24 weg bewegt,
bis das Negativ 22 direkt unterhalb des Tampons 34 positioniert ist. In dieser vorgeschobenen,
in Figur 2 schematisch dargestellten Stellung des Klischeeschlittens 18 wird dann
der Tampon 34 bis auf das Klischee 20 abgesenkt, um die Farbe vom Negativ 22 aufzunehmen.
Anschließend wird der Tampon 34 bei noch stillstehendem Klischeeschlitten 18 senkrecht
vom Klischee 20 abgehoben und der Klischeeschlitten 18 wieder in die zurückgezogenste
Stellung zurückbewegt.
[0084] In einem nächsten Schritt kann der zu bedruckende Gegenstand unter den Tampon 34
positioniert werden, welcher dann wiederum abgesenkt wird, bis der Tampon 34 den zu
bedruckenden Gegenstand berührt und die vom Klischee 20 aufgenommene Farbe auf den
zu bedruckenden Gegenstand überträgt. Anschließend wird der Tampon 34 wieder senkrecht
vom zu bedruckenden Gegenstand abgehoben und der Klischeeschlitten 18 in der beschriebenen
Weise unter den Tampon 34 vorgeschoben, wobei bei dieser Bewegung der Farbbehälter
30 seine Relativposition zur Bodenplatte 14 beibehält und mittels der Anpresshebel
26 weiter auf das Klischee gedrückt wird.
[0085] Nach Befüllen des Negativs 22 wird überschüssige Farbe mittels eines eine Rakel im
Sinne der Ansprüche definierenden Rakelrings 46 des Farbbehälters 30 abgestrichen
oder weggerakelt. Die in das Negativ 22 eingebrachte Farbe befüllt dieses dann nur
bis zu einem Niveau, das durch die von einer Oberseite 48 des Klischees 20 definierte
Rakelebene vorgegeben wird, in die das Negativ 22 eingearbeitet ist.
[0086] Der in den Figuren 1 bis 3 schematisch dargestellte Aufbau der Tampondruckmaschine
10 kann auch in beliebigen anderen Ausgestaltungen realisiert werden, wie sie derzeit
am Markt erhältlich sind, das heißt eine Bewegung des Tampons 34 muss nicht zwingend
in Form einer Linearbewegung realisiert werden. Es ist insbesondere auch eine Lagerung
eines oder mehrerer Tampons auf einer Walze denkbar mit entsprechend gekoppeltem Antrieb
und korrespondierender Klischeebewegung.
[0087] Allerdings unterscheidet sich der Aufbau des Farbbehälters 30 der Tampondruckmaschine
10 vom Aufbau von aus dem Stand der Technik bekannten Farbbehältern. Die Konstruktion
des Farbbehälters 30 wird nachfolgend im Zusammenhang mit den Figuren 4 bis 10 im
Einzelnen beschrieben.
[0088] Der Farbbehälter 30 umfasst einen aus einem Rohr hergestellten, hohlzylindrischen
Behälterabschnitt 50, welcher einen maximalen Außendurchmesser 52 und einen minimalen
Innendurchmesser 54 definiert. Eine Wandstärke des Rohrs, aus dem der Behälterabschnitt
50 gebildet ist, entspricht somit der Hälfte der Differenz zwischen Außendurchmesser
52 und Innendurchmesser 54.
[0089] Ausgehend von einem distalen Ende 58 des Behälterabschnitts 50 ist eine Wand 60 desselben
durch spanabhebende Bearbeitung etwas in ihrer Wandstärke verringert, so dass ein
Rücksprung 62 mit einer in distaler Richtung weisenden Ringfläche 64 ausgebildet wird.
Der Rakelring 46 ist auf den Rücksprung 62 aufgeschoben, und zwar so weit, dass eine
in proximaler Richtung weisende, ringförmige Endfläche 66 des Rakelrings 46 an der
Ringfläche 64 anschlägt.
[0090] Der Rakelring 46 ist aus einem kurzen hülsenförmigen Rohrabschnitt gebildet, dessen
Wandstärke etwa doppelt so groß ist, wie die Wandstärke 56. Im Wesentlichen ausgehend
von einer in Richtung auf eine Längsachse 68 des Farbbehälters 30 hin weisenden Ringkante
70, die eine Rakelkante 72 definiert, ist ein Teil des ursprünglichen ringförmigen
Rohlings zur Ausbildung des Rakelrings 46 teilweise entfernt, so dass eine sich in
proximaler Richtung konisch erweiternde Seitenfläche 74 ausgebildet wird. Das zum
Beispiel durch spanabhebende Bearbeitung entfernte Material des Rohlings ist in Figur
6 gestrichelt dargestellt. Die Neigung der Seitenfläche 74 ist so vorzugsweise so
gewählt, dass ausgehend von der Endfläche 66 der Rakelring 46 auf etwa einem Viertel
seiner Länge parallel zur Längsachse 68 eine Wandstärke aufweist, die der des ursprünglich
ringförmigen Rohlings entspricht.
[0091] Der Rakelring 46 ist fest mit dem Behälterabschnitt 50 verbunden, beispielsweise
durch Pressen und/oder Kleben. Wie in Figur 6 schematisch dargestellt, entsteht durch
die Ausbildung des Rücksprungs 62 zur Aufnahme des Rakelrings 46 ein weiterer Rücksprung
76, der einerseits begrenzt wird durch eine in Richtung auf die Längsachse 68 hin
weisende ringförmige, über das Ende 58 vorstehende Seitenfläche 78 des Rakelrings
46 sowie eine in distaler Richtung weisende, schmale ringförmige und das Ende 58 definierende
Endfläche 80 des Behälterabschnitts 50. Mit anderen Worten erweitert sich der Innendurchmesser
54 distalseitig des Endes 58 einstufig zu einem vom Rakelring 46 definierten Innendurchmesser
82.
[0092] Der ringförmige Druckring 28 weist eine in Form eines Rücksprungs ausgebildete Rakelaufnahme
84 auf, welche durch eine konzentrisch zur Längsachse 68 und auf diese hin weisende
zylindrische Wandfläche 86 sowie eine in distaler Richtung weisende Ringfläche 88
begrenzt wird. In die Rakelaufnahme 84 eingesetzt ist ein Ausgleichselement 90 in
Form eines O-Rings 92, welcher so dimensioniert ist, dass er gleichzeitig sowohl an
der Wandfläche 86 als auch an der Ringfläche 88 anliegt. Ein durch die Wandfläche
86 definierter Innendurchmesser 94 der Rakelaufnahme 84 entspricht einem maximalen
Außendurchmesser des Rakelrings 46.
[0093] Ein Innendurchmesser der verbleibenden, sich proximalseitig an die Ringfläche 88
anschließenden, zylindrischen und auf die Längsachse 68 hin weisenden zylindrischen
Seitenfläche 96 weist einen Innendurchmesser auf, der dem Außendurchmesser 52 entspricht.
Dies ermöglicht es, den Rakelring 46 von proximal her kommend über ein proximales,
eine in proximaler Richtung weisende Stirnfläche 97 definierendes Ende 98 des Behälterabschnitts
50 zu schieben, bis das Ausgleichselement 90 an der Endfläche 66 anliegt. Eine Bewegung
des Rakelrings 46 in distaler Richtung wird durch die Wahl des Innendurchmessers des
Rakelrings 46 im Bereich der Seitenfläche 96 relativ zum Behälterabschnitt 50 definiert
geführt. Die Endfläche 66 definiert somit eine Druckfläche 67 im Sinne der Ansprüche.
Die Ringfläche 88 definiert eine Andruckfläche 91 im Sinne der Ansprüche, die indirekt
über das zwischengeschaltete Ausgleichselement 90 an der Druckfläche 67 anliegt. Selbstverständlich
könnte auch auf das Ausgleichselement 90 verzichtet werden, so dass dann die Andruckfläche
91 direkt an der Druckfläche 67 anliegen würde.
[0094] Ferner weist der Druckring 28 eine in proximaler Richtung weisende Ringfläche 100
auf, welche im Sinne der Ansprüche eine Krafteinleitfläche 102 bildet zum Einleiten
von in distaler Richtung wirkenden Druckkräften auf den Druckring 28. Die Krafteinleitfläche
102 ist somit an einem in radialer Richtung abstehenden Flansch 104 des Druckrings
28 ausgebildet.
[0095] Um den Farbbehälter 30 zusammen mit dem Klischee 20 an der Tampondruckmaschine 10
zu montieren, ist eine Montage- oder Halteeinrichtung 106 vorgesehen. Die Montageeinrichtung
106 umfasst eine flache quaderförmige Anlageplatte 108 für das Klischee 20, von deren
Oberseite 110 ein quaderförmiger Vorsprung 112 absteht, an welchen eine Stirnfläche
114 des Klischees 20 in Anlage gebracht wird. Die Anlageplatte 108 ist so dimensioniert,
dass das Klischee 20 beidseitig und vom Vorsprung 12 weg weisend überragt.
[0096] Am Vorsprung 112 ist ein Hebel 116 um eine sich parallel zur Oberseite 110 verlaufende
Schwenkachse 118 verschwenkbar gelagert. Der Hebel 116 umfasst ein gabelförmiges Ende
mit zwei freien Enden 120, die gemeinsam einen Halbring 122 definieren, dessen Innendurchmesser
dem Außendurchmesser 52 entspricht. Eine Unterseite 124 des Halbrings 122 kann somit
in Anlage an die Krafteinleitfläche 102 gebracht werden. Zur sicheren Kopplung des
Hebels 116 mit dem Druckring 28 sind Halteelemente 126 und 128 vorgesehen, und zwar
in Form zweier in proximaler Richtung weisender, bezogen auf die Längsachse 68 einander
diametral gegenüberliegender Sacklöcher 130 am Druckring 28, welche jeweils eine Haltevorsprungaufnahme
130 definieren für korrespondierende, kurze zylindrische Haltevorsprünge 132, die
im Bereich der freien Enden 120 senkrecht vom Halbring 122 abstehend ausgebildet sind.
[0097] Der Hebel 116 ist ferner durch ein nicht dargestelltes vorspannendes Element, beispielsweise
eine Schrauben- oder Blattfeder, derart vorgespannt, dass die Haltevorsprünge 132
in Richtung auf die Sacklöcher 130 vorgespannt sind. Entsprechend ist ein von den
Enden 120 weg weisendes, weiteres freies Ende 134 des Hebels 116 in einer Grundstellung
in Richtung des Pfeils 136 in Figur 4 von der Anlageplatte 108 weg vorgespannt. Zum
Lösen oder außer Eingriff Bringen der Halteelemente 126 und 128 muss daher der Hebel
116 entgegen der durch den Pfeil 136 definierten Richtung durch Druck auf das Ende
134 in Richtung auf die Oberseite 110 hin bewegt werden, so dass die Halteelemente
126 die Halteelemente 128 freigeben. In dieser Stellung kann dann die Montageeinrichtung
106 in Richtung des Pfeils 138, also parallel zur Anlageplatte 108 im Wesentlichen
in die Richtung gezogen werden, in die das Ende 134 weist, um sie vom Farbbehälter
30 zu lösen.
[0098] Vom flanschförmigen Druckring 28 steht in radialer Richtung weisend ein Ringflansch
140 ab, der sich jedoch nur im Wesentlichen über einen Winkelbereich von 180° erstreckt.
An diesem können die Anpresshebel 26 angreifen beziehungsweise anliegen.
[0099] Die Ringkante 70 definiert eine Farbabgabeöffnung 142 des Farbbehälters 30. Eine
Befüllungsöffnung 144 wird definiert durch das proximale Ende 98 des Behälterabschnitts
50 beziehungsweise einen Bereich desselben. Zum Verschließen der Befüllungsöffnung
144 ist ein Verschlusselement 146 in Form eines Deckels vorgesehen. Der Deckel weist
einen hülsenförmigen Verschlusskörper 148 auf, dessen Außendurchmesser 150 etwas größer
ist als der Innendurchmesser 54. Der Behälterabschnitt 50 ist jedoch ausgehend vom
Ende 98 in distaler Richtung etwas im Innendurchmesser erweitert und definiert in
einem Übergangsbereich zum verringerten Innendurchmesser 54 eine sich in distaler
Richtung etwas verjüngende konische Ringfläche 152, welche in proximaler Richtung
sowie in Richtung auf die Längsachse 68 hin weist. Von einem proximalen Ende des Verschlusskörpers
48 steht in radialer Richtung weisend ein Ringflansch 154 nach außen ab, welcher einen
Anschlag definiert, der in einer Verschlussstellung an der Stirnfläche 97 anliegt.
Der Verschlusskörper 48 umfasst einen zylindrischen Verschlusskörperabschnitt 156,
der sich proximalseitig bis an den Ringflansch 154 erstreckt, sowie einen sich an
den Verschlusskörperabschnitt 156 distalseitig anschließenden konischen Verschlusskörperabschnitt
158, welcher mit einer kreisscheibenförmigen Wand 160 distalseitig verschlossen ist.
Auf diese Weise entsteht eine in proximaler Richtung weisende Ausnehmung 162 am Deckel,
in die mit Fingern einer Hand eingegriffen werden kann, um zum Beispiel den Deckel
am Behälterabschnitt 50 zu platzieren.
[0100] Der zylindrische Verschlusskörperabschnitt 156 trägt zwei in axialer Richtung voneinander
beabstandete ringförmige Vorsprünge 164, welche Dichtelemente 166 beziehungsweise
Reinigungselemente 168 bilden. Ein weiteres Reinigungselement 170 des Verschlusskörpers
148 wird gebildet durch den Ringflansch 154.
[0101] Die Funktion des Verschlusskörpers 146 zum Reinigen des Farbbehälters 30 wird nachfolgend
in Verbindung mit den Figuren 7 bis 10 erläutert.
[0102] In Figur 9 ist schematisch eine Reinigungsvorrichtung 172 für den Farbbehälter 30
dargestellt. Von einer Grundplatte 174 senkrecht abstehend ist ein Stativständer 176
angeordnet. Von diesem erstreckt sich parallel zur Grundplatte 174, jedoch beabstandet
zu dieser eine Halteplatte 178, welche einen Teil einer Farbbehälterhalteeinrichtung
179 bildet, mit einer Farbbehälteraufnahme 180 in Form einer Durchbrechung 182, welche
sich in Richtung auf eine Oberseite 184 der Halteplatte 178 etwas konisch erweitert
und so eine konische Wandfläche 183 definiert. Ein Öffnungswinkel der konischen Wandfläche
183 entspricht etwa einem Konuswinkel, der durch die Seitenfläche 74 des Rakelrings
46 definiert wird. Dies ermöglicht es, den Farbbehälter von der Oberseite 184 herkommend
mit dem Rakelring 46 in die Farbbehälteraufnahme 180 einzusetzen.
[0103] Ein Betätigungshebel 186 der Reinigungsvorrichtung 172 ist um eine Schwenkachse 188,
die parallel zur Grundplatte 174 und senkrecht zu einer vom Stativständer 176 definierten
Längsachse 190 verläuft, im Bereich eines freien Endes 192 des Stativständers 176
verschwenkbar gelagert. Eine einerseits an einem vom Stativständer 176 seitlich abstehenden
Vorsprung gehaltene Zugfeder 194 ist mit einem kurzen, sich von der Schwenkachse 188
weg erstreckenden Hebelarm 196 verbunden und zieht diesen in Richtung auf die Grundplatte
174 hin. Ein in entgegengesetzter Richtung weisendes Ende 198 des Betätigungshebels
186 wird somit von der Grundplatte 174 in einer Grundstellung zwangsweise weg verschwenkt
gehalten.
[0104] Der Hebelarm 196 ist über einen beweglichen Lenker 200 mit einem parallel zur Längsachse
190 an einem Führungsbacken 202 verschiebbar gelagerten Stempel 204 gekoppelt, welche
ein Durchdrückelement 206 bildet. Eine Schwenkbewegung des Betätigungshebels 186 entgegen
der Wirkung der Zugfeder 194 kann somit in eine Linearbewegung des Durchdrückelements
206 parallel zur Längsachse 190 umgesetzt werden.
[0105] Die Farbbehälteraufnahme 180 ist koaxial zu einer Längsachse 208 des Stempels 204
orientiert. Ein Außendurchmesser des Stempels 204 ist etwas kleiner als ein freier
Innendurchmesser des Verschlusselements 146, so dass mit dem Stempel 204 gegen die
Wand 160 gedrückt werden und das Verschlusselement 146 insgesamt ausgehend von einer
Verschlussstellung, wie sie schematisch in Figur 6 dargestellt ist, in Richtung auf
die Farbabgabeöffnung 142 durchgedrückt werden kann, bis es aus dieser heraus in eine
Auffangschale 210 fällt.
[0106] Das vorzugsweise einstückig aus einem Kunststoff gespritzte Verschlusselement 146
verformt sich beim Durchdrücken derart, dass der Ringflansch 154 in proximaler Richtung
verbogen wird und als Reinigungselement 170 wirkend Farbreste von einer Innenwand
212 des Behälterabschnitts 50 abstreift, ebenso wie die ihm voreilenden Vorsprünge
164. Insgesamt weist das Verschlusselement 146 somit drei unabhängig voneinander wirkende
Reinigungselemente 168 und 170 auf, die aufeinander folgend Farbreste von der Innenwand
212 in Richtung auf die Farbabgabeöffnung 142 hin abstreifen.
[0107] Nach dem Durchdrücken des Verschlusselements 146 durch den Behälterabschnitt 50 kann
der Farbbehälter 30 ohne Verschlusselement wieder aus der Reinigungsvorrichtung 172
entnommen werden. Zur weiteren Optimierung einer Reinigung eines vom Farbbehälter
30 definierten Behälterinnenraums 214 können die Innenwand 212 sowie der Rakelring
46 im Bereich der Farbabgabeöffnung 142 noch mit einem mit Lösungsmittel getränkten
Lappen abgewischt werden.
[0108] Mit der Reinigungsvorrichtung 172 lässt sich die zum Reinigen des Farbbehälters 30
erforderliche Reinigungszeit auf ein bis zwei Minuten reduzieren, wohingegen die herkömmlich
durchgeführte Reinigung mit Lappen und großen Mengen an Farbreste lösendem Reinigungsmittel
selbst für routinierte Anwender zehn bis zwanzig Minuten pro Farbbehälter beansprucht.
[0109] Die einfache Reinigung des Farbbehälters 30 wird insbesondere dadurch ermöglicht,
dass die Befüllungsöffnung 144 einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich
des Innendurchmessers des Rakelrings 46 liegt. Vorzugsweise liegt der Innendurchmesser
der Befüllungsöffnung 144 in einem Bereich, der etwa dem 0,9fachen bis 1,1fachen des
Innendurchmessers des Rakelrings 46 entspricht.
[0110] Zur Verstärkung des Deckels kann dieser im Bereich des zylindrischen Verschlusskörperabschnitts
156 zwei weitere, in Richtung auf die Längsachse 68 hin weisende ringförmige Vorsprünge
216 aufweisen, die voneinander axial beabstandet sind. Dies erleichtert im Bedarfsfall
das Abziehen des Deckels für eine Bedienperson in proximaler Richtung sowie das Einsetzen
des Deckels in den Behälterabschnitt 50.
[0111] Bei alternativen Ausgestaltungen eines Farbbehälters ist es nicht zwingend erforderlich,
eine Erweiterung des Innendurchmessers wie beim Farbbehälter 30 im Bereich seines
proximalen Endes 98 vorgesehen, vorzusehen. Des weiteren kann auch der Rakelring 46
einen Innendurchmesser aufweisen, der dem Außendurchmesser 52 des Behälterabschnitts
50 entspricht, wobei dann vorzugsweise die Wand 60 ausgehend vom distalen Ende 58
des Behälterabschnitts abgeschrägt ist, so dass sich der Behälterabschnitt 50 eine
im Innendurchmesser in distaler Richtung hin erweiternde Öffnung definiert. Der Behälterabschnitt
50 kann also insgesamt ohne weitere Bearbeitung aus einem Rohrstück gebildet werden.
[0112] Um die Position des Verschlusselements 146 in der Verschlussstellung optimal zu definieren,
ist eine Anschlageinrichtung 218 vorgesehen, die beim Farbbehälter 30 durch Zusammenwirken
des Ringflansches 154 mit der Stirnfläche 97 definiert wird. Der Ringflansch 154 bildet
einen in distaler Richtung wirkenden Anschlag, die Stirnfläche 97 einen in proximaler
Richtung wirkenden Anschlag. Ebenso bildet auch die konische Ringfläche 152 einen
in proximaler Richtung wirkenden Anschlag für den konischen Verschlusskörperabschnitt
158.
[0113] In den Figuren 11 bis 18 sind weitere alternative Ausführungsformen von Deckeln schematisch
dargestellt. Diese können an Stelle des Verschlusselements 146 zum Verschließen der
Befüllungsöffnung 144 sowie zum Reinigen des Farbbehälters 30 dienen.
[0114] Der in Figur 11 dargestellte Deckel 250 umfasst eine sich quer zur Längsachse erstreckende
kreisförmige Wand 250, von deren äußerem Rand 254 eine sich in proximaler Richtung
konisch erweiternde Wand 256 erstreckt, von deren proximalem Ende ein in radialer
Richtung von der Längsachse 68 weg weisender Ringflansch 258 absteht. Beim Durchdrücken
des Deckels 250 verformt sich der Ringflansch 258 analog dem Ringflansch 154 und dient
als Reinigungselement zum Abstreifen von Farbresten von der Innenwand 212 des Behälterabschnitts
50.
[0115] Der Deckel 250 ist vorzugsweise einstückig aus einem Kunststoff gebildet, der die
erforderliche Elastizität aufweist, die für die Verformung des Ringflanschs 258 erforderlich
ist.
[0116] Eine weitere Variante des Deckels 260 ist schematisch in Figur 12 dargestellt. Er
umfasst einen zylindrischen Hülsenabschnitt 262, welcher distalseitig mit einer kreisscheibenförmigen
Wand 264 verschlossen ist. Im Übergangsbereich zwischen dem Hülsenabschnitt 262 und
der Wand 264 ist eine in distaler Richtung abstehende Dicht-/Abstreiflippe 266 angeordnet
beziehungsweise ausgebildet. Diese kann durch Spritzgießen einstückig mit dem Deckel
260 insgesamt ausgebildet sein oder optional auch nachträglich nach Ausbildung des
Hülsenabschnitts 262 und der Wand 264 mit einem anderen, elastischeren Kunststoff
an die Wand 264 beziehungsweise den Hülsenabschnitt 262 angespritzt sein.
[0117] Wird der Deckel 260 mit der Reinigungsvorrichtung 172 durchgedrückt, verformt sich
der Hülsenabschnitt 262 etwas und die Dichtlippe 166 wird umgestülpt, so dass beim
Vorschieben des Deckels 160 Farbreste von der Innenwand 212 des Behälterabschnitts
50 mit der Dichtlippe 166 abgestreift werden.
[0118] In Figur 13 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Deckels insgesamt mit dem
Bezugszeichen 70 versehen. Es umfasst ebenfalls einen zylindrischen Hülsenabschnitt
272, welcher proximalseitig mit einer kreisscheibenförmigen Wand 274 verschlossen
ist. Distalseitig steht von der Wand 274 ebenfalls eine Dichtlippe 276 ab zum Abstreifen
von Farbresten von der Innenwand 212 des Behälterabschnitts 50. Wie bereits oben dargelegt,
kann die Innendurchmessererweiterung am proximalen Ende 98 des Behälterabschnitts
50 auch nicht vorgesehen sein, so dass es auch möglich wäre, ganz auf die Dichtlippe
276 zu verzichten und Farbreste von der Innenwand 212 allein durch den Hülsenabschnitt
272 in distaler Richtung auszutreiben.
[0119] Diese Ausgestaltung des Behälterabschnitts 250, also ohne Innendurchmessererweiterung
am proximalen Ende 98, ist auch in Verbindung mit den in den Figuren 14 bis 18 dargestellten
Ausführungsbeispielen von Deckeln nicht nur möglich, sondern durchaus vorteilhaft.
Der Deckel 270 kann in der in Figur 13 dargestellten Form vorzugsweise aus einem Kunststoff,
bei einem wie beschrieben modifizierten Behälterabschnitt 50 optional auch aus einem
Blech hergestellt sein.
[0120] Der in Figur 14 schematisch dargestellte Deckel 280 umfasst einen zylindrischen Hülsenabschnitt
282 sowie eine ein proximales Ende desselben verschließende kreisscheibenförmige Wand
284. In zwei in radialer Richtung von der Längsachse 68 weg weisend geöffnete Ringnute
286 sind jeweils Dichtbeziehungsweise Reinigungselemente 288 definierende O-Ringe
289 eingesetzt. Die O-Ringe 289 dichten zum einen den Deckel 280 relativ zum Behälterabschnitt
50, zum anderen dienen sie zum Abstreifen von Farbresten beim Durchdrücken des Deckels
180 mit der Reinigungsvorrichtung 172. Je nach Ausgestaltung des Behälterabschnitts
50 kann der Deckel 280 aus einem Metall oder aus Kunststoff hergestellt sein.
[0121] Der schematisch in Figur 15 dargestellte Deckel 290 unterscheidet sich vom Deckel
280 dadurch, dass anstelle der O-Ringe 289 in den Ringnuten Dichtbeziehungsweise Abstreiflippen
292 angespritzt sind. Der Hülsenabschnitt des Deckels 290 kann ebenfalls aus Kunststoff
oder Metall hergestellt sein.
[0122] Die Hülsenabschnitte der Deckel 260, 270, 280 und 290 können wahlweise gedrehte Hülsenabschnitte
aufweisen, in die alternativ auch Deckscheiben aus Metall oder Kunststoff eingesetzt
sind. Hülsenabschnitt und Wand müssen also nicht zwingend einstückig ausgebildet sein,
sondern können alternativ auch aus zwei unterschiedlichen Materialien hergestellt
und dauerhaft miteinander verbunden sein, beispielsweise durch Kleben und/oder Schweißen.
[0123] Der schematisch in Figur 16 dargestellte Deckel unterscheidet sich vom Deckel 280
dadurch, dass er zusätzlich einen sich in radialer Richtung erstreckenden Flansch
302 aufweist, welcher eine in distaler Richtung weisend geöffnete Ringnut 304 aufweist,
in die zusätzlich ein O-Ring 306 eingesetzt ist.
[0124] Auch hier dienen die O-Ringe als Dicht- und Abstreifelemente zum Abdichten und Reinigen
des Behälterabschnitts 50.
[0125] Der in Figur 17 schematisch dargestellte Deckel 310 weist einen zylindrischen Hülsenabschnitt
312 und eine diesen proximalseitig verschließende Wand 314 auf. In den Hülsenabschnitt
312 ist eine sich in radialer Richtung von der Längsachse 68 weg weisende Ringnut
316 eingebracht, in die Abstreifelemente in Form von Abstreifbürsten 318 oder eines
Abstreiffilzes eingesetzt sind, um beim Durchdrücken des Deckels 310 die Innenwand
212 von Farbresten zu befreien.
[0126] In Figur 18 ist schematisch ein weiterer Deckel 320 dargestellt, mit einem Hülsenabschnitt
322 und einer diesen proximalseitig verschließenden Wand 324. Der Deckel 320 unterscheidet
sich vom Deckel 280 dadurch, dass er keine Ringnuten aufweist und statt der O-Ringe
wulstförmige Vorsprünge 326 in radialer Richtung von der Längsachse 68 weg weisend
ausgebildet sind. Es kann sich insbesondere um Wülste, Keile, Trapeze und optional
auch um Gewinde oder ähnliche Formen von Vorsprüngen handeln, die beispielsweise durch
spanabhebende Bearbeitung hergestellt werden können.
[0127] Und schließlich ist in Figur 19 der Deckel 148 schematisch in Verbindung mit einem
Farbbehälter 30' dargestellt. Der Farbbehälter 30' unterscheidet sich vom oben beschriebenen
Farbbehälter 30 dadurch, dass der Behälterabschnitt 50' ausgehend von seinem proximalen
Ende 98' in distaler Richtung etwas im Innendurchmesser nicht erweitert ist und somit
auch keinen Übergangsbereich mit einer sich in distaler Richtung etwas verjüngenden
konischen Ringfläche definiert. Der Innendurchmesser 54 ist also über die gesamte
Länge des Behälterabschnitts 50' konstant. Diese Ausgestaltung des Farbbehälters 30'
ist selbstverständlich auch mit allen anderen, oben beschriebenen Deckeln kombinierbar.
[0128] Wie bereits zu einzelnen in den Figuren 11 bis 19 dargestellten Ausführungsformen
angemerkt, können die genannten Deckel wahlweise aus Kunststoff oder Metall oder jeweils
teilweise aus diesen Materialien hergestellt sein, insbesondere aus Stahl. Die Kunststoffdeckel
können optional durch Spritzen oder spanabhebende Bearbeitung wie beispielsweise drehen
hergestellt werden.
1. Farbbehälter (30; 30') für eine Tampondruckmaschine (10), welcher einen Behälterinnenraum
(214) definiert und eine Farbabgabeöffnung (142), eine Befüllungsöffnung (144), eine
eine Rakelebene definierende, an die Farbabgabeöffnung (142) angrenzende Rakel (46)
und ein Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) zum Verschließen
der Befüllungsöffnung (144) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllungsöffnung (144) einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich
des Innendurchmessers der Rakel (46) liegt.
2. Farbbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) derart ausgebildet
ist, dass es von einer Verschlussstellung, in welcher es die Befüllungsöffnung (144)
verschließt, in Richtung auf die Farbabgabeöffnung (142) hin und durch diese hindurch
bewegbar ist, ohne den Farbbehälter (30; 30') zu zerstören.
3. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) mindestens ein
Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 288; 292; 304; 318; 326) umfasst zum Abstreifen
von Farbe von einer Innenwand (212) des Farbbehälters (30; 30') beim Bewegen von der
Verschlussstellung in Richtung auf die Farbabgabeöffnung (142) hin und durch diese
hindurch.
4. Farbbehälter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 288; 292; 304; 318;
326) in radialer Richtung vom Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300;
310; 320) abstehend ausgebildet ist.
5. Farbbehälter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Reinigungselement (168, 170; 258; 266; 276; 326) einstückig mit
dem Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 320) ausgebildet ist.
6. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (146) einen Verschlusskörper (148) umfasst, welcher die Befüllungsöffnung
(144) im Wesentlichen verschließt.
7. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) eine Wandfläche
(160; 252; 264; 274; 284; 314; 324) definiert, welche sich quer zu einer Längsachse
(68) des Farbbehälters (30; 30') erstreckt.
8. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Anschlageinrichtung (218), welche eine Position des Verschlusselements (146;
250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) in einer Verschlussstellung definiert, in
welcher das Verschlusselement (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) die Befüllungsöffnung
(144) verschließt.
9. Farbbehälter nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Reinigungselement (266; 276; 292) in Form einer in der Verschlussstellung
in distaler Richtung weisenden Abstreiflippe (266; 276; 292) ausgebildet ist.
10. Farbbehälter nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rakel (46) einen in radialer Richtung vorstehenden Anlageflansch (104) definiert,
welcher eine in proximaler Richtung weisende Druckfläche (67) umfasst.
11. Farbbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckring (28) eine Andruckfläche (91) aufweist, welche in einer Rakelstellung
direkt oder indirekt an der in proximaler Richtung weisenden Druckfläche (67) der
Rakel (46) anliegt.
12. Reinigungsvorrichtung (172) zum Reinigen eines mit Farbe beschmutzten Farbbehälters
(30; 30') für eine Tampondruckmaschine (10), welcher einen Behälterinnenraum (214)
definiert und eine Farbabgabeöffnung (142) und eine Befüllungsöffnung (144) umfasst,
welche Farbabgabeöffnung (142) von einer eine Rakelebene definierenden Rakel (46)
begrenzt wird, welche Befüllungsöffnung (144) mit einem Verschlusselement (146; 250;
260; 270; 280; 290; 300; 310; 320) verschlossen ist, wobei die Befüllungsöffnung (144)
einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich des Innendurchmessers der
Rakel (46) liegt und wobei die Reinigungsvorrichtung (172) ein Durchdrückelement (206)
umfasst zum Bewegen des Verschlusselements (146; 250; 260; 270; 280; 290; 300; 310;
320) von einer Verschlussstellung, in welcher es die Befüllungsöffnung (144) verschließt,
in Richtung auf die Farbabgabeöffnung (142) hin und durch diese hindurch, ohne den
Farbbehälter (30; 30') zu zerstören.
13. Tampondruckmaschine (10) mit einem auf einem Klischeehalter (18) gehaltenen Klischee
(20), einer Vorrichtung (23) zum Einfärben des Klischees (20) und einem Tampon (34),
mit dem die Farbe vom Klischee (20) abgehoben und auf einen zu bedruckenden Gegenstand
übertragen wird, welche Vorrichtung (23) zum Einfärben des Klischees einen Farbbehälter
(30; 30') umfasst, welcher Farbbehälter (30; 30') einen Behälterinnenraum (214) definiert
und eine Farbabgabeöffnung (142) und eine Befüllungsöffnung (144) umfasst, welche
Farbabgabeöffnung (142) von einer eine Rakelebene definierenden Rakel (46) begrenzt
wird, welche Befüllungsöffnung (144) mit einem Verschlusselement (146; 250; 260; 270;
280; 290; 300; 310; 320) verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Befüllungsöffnung (144) einen Innendurchmesser aufweist, welcher in einem Bereich
des Innendurchmessers der Rakel (46) liegt.
14. Tampondruckmaschine nach Anspruch 13, gekennzeichnet durch einen Farbbehälter (30; 30') nach einem der Ansprüche 2 bis 11.
15. Tampondruckmaschine nach Anspruch 13 oder 14, gekennzeichnet durch eine Reinigungsvorrichtung (172) nach Anspruch 12.