[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Isolierbehälter zur Aufnahme von Gütern,
die thermisch geschützt werden sollen.
[0002] Ein solcher im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebener Behälter ist aus dem Stand
der Technik bekannt. Die Behälter, die insbesondere in der Lebensmittelindustrie Verwendung
finden, haben meist quaderförmige Gestalt. Die Seitenwände inklusive Behältertüre
sowie Boden und Deckel werden dabei durch starre Komponenten gebildet, wie beispielsweise
Platten aus Kunststoff oder Metall. Bei der Herstellung der Behälter wird eine formstabile
Wanne, beispielsweise aus GFK, innerhalb der Behälterwände platziert, so dass sich
zwischen den Behälterwänden und der Wanne ein Zwischenraum bildet. Dieser wird mit
einer aushärtenden und isolierenden Substanz ausgeschäumt, so dass die Wanne gegenüber
der Behälterumgebung thermisch isoliert und zugleich ortsfest und stabilisiert gehalten
wird.
[0003] Das Herstellungsverfahren solcher Behälter ist jedoch vergleichsweise aufwändig.
Auch haben die verwendeten Komponenten ein recht hohes Gewicht, wodurch der Behälter
insgesamt schwerer und unhandlicher wird. Auch die Kosten für Material und Herstellung
sind hoch.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Isolierbehälter vorzustellen,
der leichter, schneller und kostengünstiger herzustellen ist als die aus dem Stand
der Technik bekannten Vorgänger. Auch das Verfahren zur Herstellung des Behälters
soll dementsprechend verbessert werden.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch einen Isolierbehälter nach Anspruch 1 bzw. ein Verfahren
nach Anspruch 9.
[0006] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, die den isolierenden Schaumkörper begrenzenden
Flächen zumindest teilweise durch flexible Mittel zu realisieren, die sehr dünnwandig
und flexibel ausfallen und damit ein geringes Gewicht haben. Durch Bildung der Behälteraußenwände
mittels einer solchen flexiblen Außenhaut erübrigt sich die aus dem Stand der Technik
bekannte Verwendung massiver und formstabiler Plattenelemente als Seitenwände, um
den später auszubildenden Schaumkörper in seinen räumlichen Abmessungen nach außen
hin zu begrenzen. Stattdessen werden einige oder alle Behälteraußenwände durch die
flexible Außenhaut (beispielsweise in Form einer PVC-Folie) gebildet. Eine die Behälterkonturen
prägende, vorzugsweise quaderförmige Trägerkonstruktion dient dabei als Halterung
für die Folie, die um die Trägerkonstruktion herumgespannt bzw. -gewickelt werden
kann. Innerhalb der auf diese Weise definierten Außenhaut des Behälters wird erfindungsgemäß
ein Einsatzelement (z.B. die vorerwähnte Wanne aus GFK) platziert, dessen Inneres
dem angestrebten Isoliervolumen entspricht.
[0007] Zwischen Einsatzelement und Behälteraußenhaut entsteht dadurch ein Zwischenraum,
der mit dem Schaumkörper auszuschäumen ist, so dass auf einfache Weise ein Isolierbehälter
entsteht, der sich gegenüber dem Stand der Technik durch geringes Gewicht und geringe
Kosten auszeichnet. Dies gelingt insbesondere dadurch, dass die aus dem Stand der
Technik bekannten starren äußeren Behälterwände ersetzt werden durch die erheblich
leichtere, dünnere und flexiblere Behälteraußenhaut bzw. Folie. Im Gegensatz zum Stand
der Technik wird die Grenzfläche zum Schaumkörper erfindungsgemäß gebildet durch die
flexible Folie. Die bisher nach dem Ausschäumen am Behälter verbleibenden starren
Plattenelemente werden erfindungsgemäß nicht mehr benötigt werden.
[0008] Die Folie lässt sich nicht nur "von der Rolle" an unterschiedlichsten Trägerkonstruktionen
anbringen - auch Ihr Gewicht pro Fläche liegt erheblich unter demjenigen der bekannten
stabilen Seitenplatten. Eine eventuell erforderliche Stabilisierung der flexiblen
Außenhaut während des Ausschäumens im Sinne der vorgenannten Schalung lässt sich ohne
weiteres durch Stützplatten realisieren, die während des Ausschäumens temporär von
außen an den durch die Folie gebildeten flexiblen Behälteraußenwänden anliegen. Damit
ergibt sich eine stabile Schalung auf der Außenseite der Trägerkonstruktion, die nach
erfolgter Aushärtung vollständig wieder entfernt werden kann. Zur Herstellung des
nächsten Behälters können die gleichen Stabilisierungsplatten oder sogar ein daraus
geformter Schalungskörper erneut temporär verwendet werden.
[0009] Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die aus Folie gebildete
Außenhaut über die Trägerkonstruktion gespannt bzw. aufgewickelt werden kann, um so
die Außenkontur des Behälters bzw. seine Seitenflächen einfach und schnell darzustellen.
Dagegen werden beim Stand der Technik die einzelnen Seitenwandelemente von innen jeweils
an die Rahmenkonstruktion angelegt bzw. dort befestigt, was erheblich mehr Aufwand
bedeutet als die Umspannung der Trägerkonstruktion mit der flexiblen Außenhaut bzw.
Folie. Die Umspannung gestattet die Ausbildung mehrer Seitenwände in einem Arbeitsgang,
z.B. indem die Folie mit einer Breite, die bspw. der Behälterhöhe entspricht, seitlich
um bzw. auf die Trägerkonstruktion aufgewickelt wird, wodurch bei einem Umlauf um
die Trägerkonstruktion alle insbesondere vier) Seitenflächen des Behälters ausgebildet
sind, wenn auch in zunächst labiler bzw. flexibler Form. Durch geeignetes Verschwenken
der Trägerkonstruktion und/oder einer die Folie abgebenden Rolle könnte sogar übergangslos
auch die Unter- bzw. Oberseite des Behälters mit der Folie abgedeckt werden, was gegenüber
dem Stand der Technik eine erhebliche Beschleunigung bedeutet.
[0010] Ein weitere Vorteil liegt darin, dass die Folie jede Seitenfläche eines Behälters
tatsächlich vollständig abdeckt, insbesondere ohne Ritzen und Spalten. Die aus dem
Stand der Technik bekannten Seitenwandelemente, die zwischen den Streben und Stangen
einer Trägerkonstruktion einzeln angeordnet werden, lassen notgedrungen und konstruktiv
bedingt immer Ritzen und Spalten frei, durch die der Schaum beim Ausschäumen nach
außen tritt. Solche Undichtigkeiten vermeidet die erfindungsgemäße Folie bzw. das
Verfahren zu ihrer Anordnung am Behälter deshalb, weil die Folie sich beim Abwickeln
auf der Trägerkonstruktion über die gesamte lichte Breite einer Behälterseite erstreckt
und die Stangen und Streben der Trägerkonstruktion auf ihren nach außen gewandeten
Flächen und Seiten umläuft bzw. mit einfasst. Die durchgehend aufgespannte Folie bildet
daher keine Ritzen und Spalten, die für das Ausschäumen beim Stand der Technik dagegen
separat und aufwändig abzudichten sind.
[0011] Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Isolierbehälters umfasst demnach eine
vorzugsweise quaderförmige Trägerkonstruktion zur Ausbildung einiger oder aller Seitenkanten
des Behälters. Weiterhin ist ein Einsatzelement vorgesehen, der zwischen Behälteraußenwänden
angeordnet ist und mit seiner Innenseite ein Isoliervolumen ausbildet. Erfindungsgemäß
weist der Behälter eine von der Trägerkonstruktion getragene und Behälteraußenwände
bildende flexible Außenhaut auf, wobei ein zwischen dem Einsatzelement und den Behälteraußenwänden
ausgebildeter Zwischenraum durch einen thermisch isolierenden und aushärtenden Schaumkörper
ausgeschäumt ist. Wenigstens eine Behälteraußenwand oder ein Teil davon kann durch
eine Tür gebildet werden. In diesem Fall ist das Einsatzelement, das beispielsweise
die Form einer Wanne haben kann, mit seiner Öffnung der Tür gegenüberliegend im Behälter
angeordnet.
[0012] Wie vorstehend ausgeführt, eignet sich als Einsatzelement eine formstabile Wanne,
deren Innenraum das Isoliervolumen bestimmt. Eine solche Wanne kann beim Ausschäumen
erforderlichenfalls durch einen geeigneten Kern stabilisiert werden, um dem Druck
standhalten zu können. Als formstabile Wanne bietet diese auch im späteren Betrieb
des Behälters ausreichende Festigkeit gegen Beschädigung des dahinterliegenden Schaumkörpers.
[0013] Eine besonders vorteilhafte alternative Ausführungsform des erfindungsgemäßen Isolierbehälters
sieht jedoch vor, auch für das Einsatzelement ein flexibel verformbares Gebilde nach
Art einer Hülle, insbesondere einer PVC-Hülle zu wählen. Im Gegensatz zu einem starren
Einsatzelement bietet eine solche flexible Hülle ähnliche Vorteile wie die flexibel
gestaltete Außenhaut des Behälters. Sie ist kostengünstig, leicht und durch die flexible
Beschaffenheit auch nahezu beliebig formbar, so dass die Gestalt des isolierten Innenraums
leicht und individuell vorgebbar ist. Da die aus dem Stand der Technik bekannte, formstabile,
schwere Wanne, durch welche die Form des Innenraumes im Wesentlichen starr vorgegeben
ist, dann entfallen kann, reduzieren sich auch die Kosten für diese Wanne und das
Endgewicht des Isolierbehälters.
[0014] Um ein solches flexibles Einsatzelement nach Art einer Folie für den Ausschäumvorgang
geeignet zu stabilisieren, findet zweckmäßigerweise ein Kern Verwendung, der im Wesentlichen
das angestrebte Isoliervolumen einnimmt und mit wenigstens einem Teil seiner Oberfläche
die Folie, die das Isoliervolumen begrenzen soll, während des Ausschäumens als Schalung
abstützt. Ein solcher Kern könnte beispielsweise durch eine die spätere Türöffnung
darstellende Ausnehmung in der Behälteraußenwand bis in den Innenraum des von den
Behälteraußenwänden umschriebenen Behälters hineinragen. Eine an den Kern eng anliegende
Folie oder Hülle als flexibles Einsatzelement definiert dabei das Isoliervolumen,
welches nicht ausgeschäumt werden soll. Zwischen dem von der Folie bedeckten Kern
und den Behälteraußenwänden ist erfindungsgemäß ein Zwischenraum ausgebildet, der
in Abstimmung mit den Eigenschaften des Ausschäummaterials ausreichend groß zu wählen
ist. Der Zwischenraum hat typischerweise die Form einer Wanne, deren Wandstärke der
späteren Isolierschicht zwischen Isoliervolumen und Behälteraußenwand entspricht.
Zur besseren Entnahme des Kernes nach erfolgtem Ausschäumen kann dieser leicht konische
Seitenflächen aufweisen, die in Richtung Behältertüre (durch die der Kern entnommen
wird) leicht auseinanderlaufen.
[0015] Die Stabilisierung der äußeren, typischerweise im Wesentlichen ebenen Behälterwände
kann in bereits beschriebener Weise erfolgen durch von außen an der Außenhaut anliegende
Stützplatten, die ein Ausbauchen der Außenhaut bzw. Behälterwand während des Ausschäumens
verhindern.
[0016] Der erfindungsgemäße Behälter mit flexibler Außenhaut und flexiblem Einsatzelement
verzichtet vorteilhafterweise auf den Einbau von starren und schweren Plattenelementen
oder Wannen als Seitenteilelemente. Stattdessen bildet die an sich flexible Folie
beim Ausschäumen die Grenzfläche zum Schaumkörper. Die zur Ausschäumung erforderlichen
Schalungen werden gebildet durch temporär anzuordnende Stützmittel (Stabilisierungsplatten
auf der Behälteraußenseite oder Kern im Behälterinneren), die das anschließende Ausschäumen
des zwischen den Schalungselementen verbliebenen Zwischenraums formgenau ermöglichen.
[0017] Da die die Folien stützenden Hilfsmittel nach erfolgter Aushärtung wieder entfernt
werden können, besteht der Behälter anschließend im Wesentlichen nur aus dem Schaumkörper
selbst, der dünnwandigen Folie auf der Außen- und Innenseite und der Trägerkonstruktion.
Die Trägerkonstruktion kann dabei an den Außenkanten des Behälters entlang laufen,
um den Schaumkörper an diesen Zonen vor Beschädigung besonders zu schützen. Die Befestigung
der Behältertüre an der Trägerkonstruktion ist ebenfalls denkbar.
[0018] Unter "Einsatzelement" soll im Rahmen dieser Anmeldung das Material bzw. Gebilde
verstanden werden, welches das Isoliervolumen nach außen hin begrenzt. Ein Einsatzelement
kann ein starres Gebilde wie etwa eine stabile Wanne aus GFK sein. Insbesondere kann
ein Einsatzelement aber auch eine flexible, zu einem Volumen geformte Folie sein,
die in sich zunächst instabil ist. Ein Einsatzelement kann zum Zweck des Ausschäumens
einseitig durch einen Kern stabilisiert werden.
[0019] Je nach Beschaffenheit des Schaumkörpers ist dieser gegen lokale Beschädigung bzw.
Verformung möglicherweise empfindlich. Um solche Beschädigungen zu vermeiden, sieht
eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Isolierbehälters vor, dass auf der dem
Schaumkörper zugewandten Seite des Einsatzelements und/oder der Außenhaut Verstärkungsmittel
angeordnet sind, um den Schaumkörper dort gegen ungewollte Verformung oder Beschädigung
zu schützen. Dabei kann es sich um Kunststoffplatten oder Winkelprofile handeln, die
vor der Ausschäumung an den gefährdeten Stellen (z.B. im Bereich der Behälteraußenkanten
oder auch unterhalb oder seitlich des Isoliervolumens im Zwischenraum) angeordnet
werden, um sie im Rahmen des Ausschäumens dort fest einzubinden bzw. in den Schaumkörper
zu integrieren. Zweckmäßigerweise bilden sie eine Grenzfläche zur unmittelbar anliegenden
Folie, um einer Beschädigungskraft von jenseits der Folie, also aus dem Behälterinnenraum
oder von außerhalb des Behälters, unmittelbar Widerstand leisten zu können.
[0020] Ein weiterer wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Isolierbehälters besteht
darin, dass durch die Verwendung einer flexiblen Außenhaut und insbesondere durch
die Verwendung eines flexiblen Einsatzelements eine einfache Formgebung des Isoliervolumens
und/oder der Behälteraußenwand möglich wird. Dadurch lassen sich sehr einfach bestimmte,
durch Profilgebung erzeugte Funktionselemente des Behälters ausbilden, wie etwa Einschubrillen,
Anschläge, Vertiefungen o.ä. Diese sind lediglich bei der Formgebung des Einsatzelements
bzw. der Außenhaut des Behälters zu berücksichtigen, z.B. indem die Schalungselemente
(Kern im Inneren oder die äußeren Stabilisierungsplatten) mit dem komplementären Profil
ausgebildet werden, so dass sich die Folien an diese Form anschmiegen und die entsprechenden
Profilierungen beim Ausschäumen aushärten.
[0021] Zweckmäßigerweise ist der erfindungsgemäße Isolierbehälter mit seiner Trägerkonstruktion
und/oder dem ausgehärteten Schaumkörper lösbar mit einem fahrbaren Untergestell verbindbar.
So ist der Behälter etwa auf eine Rollplatte aufsetzbar und mit dieser verfahrbar,
was die Einsatzmöglichkeiten des Behälters vorteilhaft erweitert. Die deutliche Gewichtsersparnis
des Behälters aufgrund der flexiblen Außenhaut bzw. des flexiblen Einsatzelements
wirkt sich dabei auch auf die Dimensionierung des fahrbaren Untergestells aus, wodurch
wiederum Material und Kosten eingespart werden können.
[0022] Aus der vorstehenden Beschreibung ergeben sich die erfindungsgemäßen Schritte zur
Herstellung eines Isolierbehälters wie folgt:
- a) Bereitstellen einer vorzugsweise quaderförmigen Trägerkonstruktion zur Ausbildung
einiger oder aller Seitenkanten des Behälters;
- b) Anordnung einer flexiblen Außenhaut an der Trägerkonstruktion zur Ausbildung von
Behälterauβenflächen;
- c) Anordnung eines Einsatzelements zwischen den Behälteraußenflächen, wobei das Einsatzelement
mit seiner Innenseite ein Isoliervolumen ausbildet;
- d) Stabilisierung der flexiblen Außenhaut gegen Verformung;
- e) Ausschäumen eines zwischen dem Einsatzelement und den Behälteraußenflächen ausgebildeten
Zwischenraumes mit einem thermisch isolierenden und aushärtenden Schaumkörper.
[0023] Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird nachstehend anhand eines Figurenbeispiels
erläutert. Von den Figuren zeigt
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Behälters,
- Fig. 2
- den Behälter nach Fig. 1 mit geschlossener Tür,
- Fig. 3a, 3b
- zwei Detailansichten eines Behälters mit/ohne Seitenwand.
[0024] Figur 1 zeigt einen Isolierbehälter 1. Dieser umfasst eine quaderförmige Trägerkonstruktion
in Form eines metallischen Rohrgestells 2. Das Rohrgestell 2 bestimmt im Wesentlichen
die äußeren Abmaße des Behälters 1.
[0025] Innerhalb des Rohrgestells 2 ist ein Einsatzelement 3 angeordnet, das die Form einer
Wanne mit leicht konischen Seitenflächen hat. Das Einsatzelement 3 öffnet sich zu
einer Vorderseite des Behälters 1 hin und definiert mit seinem Inneren ein Isoliervolumen
5.
[0026] Die Trägerkonstruktion 2 ist mit einer flexiblen Außenhaut 6 bespannt, wodurch Behälteraußenflächen
4 definiert werden (s. Fig. 3a, 3b). Zwischen den Behälteraußenflächen 4 und dem Einsatzelement
3 entsteht dadurch ein Zwischenraum 7 in Form eines Spaltes, der das Einsatzelement
auf fünf Seiten umgibt. Durch Ausschäumung dieses Zwischenraums 7 mit einem isolierenden
und aushärtenden Schaumkörper 8 wird das Einsatzelement 3 einerseits in seiner Lage
bzw. Form stabilisiert, andererseits wird das Innere des Einsatzelements thermisch
gegenüber der Behälterumgebung isoliert. Die Öffnung des Einsatzelements zur Türe
hin wird durch eben diese Türe 4', die geeignet ist zum Isolieren, verschlossen, so
wie in Fig. 2 dargestellt.
[0027] Beim Ausschäumen wird zweckmäßigerweise ein in Fig. 1 nicht dargestellter Kern im
Inneren des Einsatzelements 3 angeordnet, der nach Größe und Formgebung dem angestrebten
Isoliervolumen entspricht. Das durch eine flexible Folie gebildete Einsatzelement
passt sich diesem Kern an und übernimmt bei und nach dem Aushärten des Schaumkörpers
die zum Kern komplementäre Form.
[0028] Analog erfolgt vor dem Ausschäumen des Zwischenraums 7 auch eine Stabilisierung der
durch eine flexible Folie gebildeten Behälteraußenwände 4, beispielsweise durch von
außen an der Behälteraußenwand anliegende Stabilisierungsplatten, die die äußeren
Folien 6 während des Ausschäumens in ihrer vorzugsweise ebenen Form stabilisieren.
Durch geeignete Profilierung der Stabilisierungsplatten und/oder des Kerns kann der
Schaumkörper 8 darüber hinaus eine spezielle funktionelle Formgebung erfahren, wie
z.B. Einschubrillen 10, Griffmulden, Anschläge, Ablaufrinnen oder dergleichen.
[0029] Die Vorderseite des Behälters 1 bzw. des Einsatzelements 3 wird durch eine Tür 4'
verschlossen. Vorzugsweise weist die Tür 4' auf ihrer Innen- und Außenseite ebenfalls
eine flexible Haut auf, wobei der dazwischen liegende Spalt ebenfalls durch einen
aushärtenden Schaumkörper gebildet wird. Alternativ ist auch eine herkömmliche starre
Behältertüre denkbar, wobei die Türe vorzugsweise an der Trägerkonstruktion 2 befestigt
bzw. mit ihr verriegelbar ist.
[0030] Der erfindungsgemäße Behälter 1 ruht auf einer Rollplatte 9, mit der er flexibel
beweglich ist. Der Behälter 1 ist dabei lösbar mit der Rollplatte 9 verbunden, so
dass er bei Bedarf auch ortsfest platziert werden kann.
[0031] Fig. 3 zeigt den hinteren, unteren Abschnitt des Behälter 1 im Detail. In der Darstellung
nach Fig. 3a ist die Behälteraußenfläche 4 in Form der Folie 6 über die Trägerkonstruktion
2 gespannt. Ein durch die Folie 6 verdeckter Zwischenraum 7 zwischen Einsatzelement
und der Folie 6 kann bereits mit einem ausgehärteten Schaumkörper ausgefüllt sein,
so das Fig. 3a den Behälter in seinem ausgehärteten Endzustand zeigt.
[0032] In Fig. 3b dagegen ist die Außenwand 4 bzw. die Folie 6 entfernt, so dass das Einsatzelement
3 im Inneren der Trägerkonstruktion 2 vor dem Ausschäumen zu sehen ist. Der vorgenannte
Zwischenraum 7 dient als auszuschäumender Spalt, wodurch der Innenraum des Einsatzelementes
3 von der Umgebung des Behälters jenseits der Außenhaut 4 thermisch isoliert wird.
1. Isolierbehälter (1) zur Aufnahme von thermisch zu isolierenden Gütern, mit
a) einer vorzugsweise quaderförmigen Trägerkonstruktion (2) zur Ausbildung einiger
oder aller Seitenkanten des Behälters (1), und
b) mit einem Einsatzelement (3), das zwischen Behälteraußenwänden (4) angeordnet ist
und mit seiner Innenseite wenigstens teilweise ein Isoliervolumen (5) umschreibt,
dadurch gekennzeichnet,
c) dass der Behälter (1) eine Behälteraußenflächen (4) bildende, flexible, dünne, folienartige
Außenhaut (6) aufweist, und
d) dass ein zwischen dem Einsatzelement (3) und der Außenhaut (6) ausgebildeter Zwischenraum
(7) durch einen thermisch isolierenden und aushärtenden Schaumkörper (8) ausgeschäumt
ist.
2. Isolierbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Behälteraußenwand Teil einer Tür ist (4'), die das Einsatzelement (3) verschließt.
3. Isolierbehälter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzelement (3) nach Art einer formstabilen Wanne ausgebildet ist.
4. Isolierbehälter nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzelement (3) ein flexibel verformbares Gebilde nach Art einer Hülle, insbesondere
einer PVC-Hülle ist.
5. Isolierbehälter nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Einsatzelement (3) zum Ausschäumen des Zwischenraumes (7) durch einen das Isoliervolumen
(5) darstellenden und in das Einsatzelement (3) eingelegten Kern formstabilisierbar
ist.
6. Isolierbehälter nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Schaumkörper (8) zugewandten Seite des Einsatzelements (3) und/oder der
Außenhaut (6) Verstärkungsmittel angeordnet sind, um den Schaumkörper (8) gegen ungewollte
Verformung oder Beschädigung zu schützen.
7. Isolierbehälter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhaut (6) und/oder das Einsatzelement (3) stellenweise eine definierte Formgebung
(10) aufweist, um dadurch Funktionselemente des Behälters (1) auszubilden.
8. Isolierbehälter nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerkonstruktion (2) und/oder der Schaumkörper (8) lösbar mit einem fahrbaren
Untergestell (9) verbindbar oder verbunden ist.
9. Verfahren zur Herstellung eines Isolierbehälters (1), umfassend folgende Schritte
a) Bereitstellen einer vorzugsweise quaderförmigen Trägerkonstruktion (2) zur Ausbildung
einiger oder aller Seitenkanten des Behälters (1);
b) Anordnung einer flexiblen Außenhaut (6) an der Trägerkonstruktion zur Ausbildung
von Behälterauβenflächen (4);
c) Anordnung eines Einsatzelements (3) zwischen der Außenhaut (6), wobei das Einsatzelement
(3) mit seiner Innenseite ein Isoliervolumen (5) ausbildet;
d) Stabilisierung der flexiblen Außenhaut (6) gegen Verformung;
e) Ausschäumen eines zwischen dem Einsatzelement (3) und der Außenhaut (6) ausgebildeten
Zwischenraumes (7) mit einem thermisch isolierenden und aushärtenden Schaumkörper
(8).
10. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) als Einsatzelement (3) ein flexibel verformbares Gebilde nach Art einer Hülle,
insbesondere einer PVC-Hülle verwendet wird,
b) wobei das Einsatzelement (3) vor dem Ausschäumen gegen eine ungewollte Verformung
stabilisiert wird, vorzugsweise durch einen in das Einsatzelement eingesetzten Kern.