[0001] Die Erfindung betrifft eine Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Set bestehend aus einer solchen Getränkeaufbewahrungs-
und Ausschankeinheit mit wenigstens einem Zierelement nach Anspruch 11.
[0002] Viele Getränke, insbesondere Weine und Fruchtsäfte, werden heutzutage in Getränkeaufbewahrungs-
und Ausschankeinheiten angeboten, welche wie folgt aufgebaut sind: In einer äußeren,
starren Hülle, welche zumeist aus Karton besteht und welche meist die Form eines Quaders
hat, ist eine innere Hülle aus einem Folienmaterial angeordnet, wobei in der inneren,
dichten Hülle das Getränk aufgenommen ist. Es ist eine Zapfeinrichtung in Form eines
kleinen Zapfhahnes vorgesehen, welche mit der inneren Hülle verbunden ist und über
welche das sich in der inneren Hülle befindende Getränk entnommen werden kann. Zumindest
im Betriebszustand erstreckt sich diese Zapfeinrichtung durch die äußere Hülle. Im
Transportzustand befindet sich diese Zapfeinrichtung in der Regel innerhalb der äußeren
Hülle und wird erst unmittelbar vor der Benutzung durch ein entsprechendes Loch in
die äußeren Hülle nach außen geführt. Hierdurch lassen sich solche Getränkeaufbewahrungs-
und Ausschankeinheiten sehr gut lagern und transportieren.
[0003] Das Getränk wird in der Regel gänzlich oder nahezu ohne Luft in die innere Hülle
abgefüllt. Beim Zapfen des Getränkes tritt auch keine Luft in die innere Hülle ein,
der notwendige Druckausgleich erfolgt dadurch, dass sich flexible Hülle zusammenzieht
und sich das von ihr umschlossene Volumen entsprechend reduziert. Dies hat den großen
Vorteil, dass auch nach dem erstmaligen Zapfen eines Getränkes dieses noch sehr lange
Zeit frisch bleibt.
[0004] Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, eine Möglichkeit zur Verfügung
zu stellen, wie eine solche Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit im Betriebszustand
mit einfachen Mitteln optisch aufgewertet werden kann, ohne dass ihre Vorteile hinsichtlich
einfacher Lager- und Transportierbarkeit leiden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Set mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß ist an der äußeren, starren Hülle wenigstens ein Halteelement für
ein Zierelement angeordnet. Je nach Ausgestaltung behindert dieses Halteelelement
die Stapelbarkeit der Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheiten gar nicht oder
nur in geringem Umfang. Entsprechende Zierelemente können separat transportiert und
gelagert und erst bei Inbetriebnahme montiert werden. Weiterhin können entsprechende
Halteelemente und Zierelemente unabhängig von der eigentlichen Getränkeaufbewahrungs-
und Ausschankeinheit kostengünstig hergestellt werden und die Halteelemente können
mit geringem Aufwand montiert werden.
[0007] Das Halteelement ist vorzugsweise ein einfaches, plattenförmiges Kunststoff-Spritzgussteil,
in welches sich vorzugsweise eine Ausnehmung erstreckt.
[0008] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist das Haltelement auf der Außenseite
der äußeren Hülle angeordnet. Dies hat den Vorteil einer extrem einfachen Montage
des Halteelementes an der äußeren Hülle.
[0009] In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform ist das Halteelement auf der Innenseite
der äußeren Hülle angeordnet. Dies hat den besonderen Vorteil, dass sich die Außenkontur
der Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit überhaupt nicht ändert, was hinsichtlich
Transport und Lagerung vorteilhaft sein kann.
[0010] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
sowie aus den nun mit Bezug auf die Figuren näher dargestellten Ausführungsbeispielen.
[0011] Die Erfindung wird nun in Bezug auf bevorzugte Ausführungsbeispiele näher beschrieben.
Hierbei zeigen:
- Figur 1
- eine Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit in einer perspektivischen Darstellung,
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Ebene E-E aus Figur 1 und zwei Zierelemente,
- Figur 3
- das in Figur 2 Gezeigte mit montierten Zierelementen,
- Figur 4
- ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer der Figur 2 entsprechenden
Darstellung,
- Figur 5
- das in Figur 4 Gezeigte bei montierten Zierelementen,
- Figur 6
- eine alternative Ausführungsform von Halteelement und Zierelement in nicht montiertem
Zustand und
- Figur 7
- das in Figur 6 Gezeigte im montierten Zustand.
[0012] Die Figuren 1 und 2 zeigen eine Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit in unterschiedlichen
Darstellungen, wobei in Figur 2 weiterhin zwei Zierelemente gezeigt sind. Der grundsätzliche
Aufbau einer solchen Getränkeaufbewahrungs-und Ausschankeinheit ist bekannt, wird
jedoch nochmals kurz dargestellt:
[0013] Innerhalb einer äußeren Hülle 10, welche in der Regel auch Karton besteht, ist eine
innere Hülle 20, welche flexibel ist und in der Regel aus Folie besteht, angeordnet.
Innerhalb dieser inneren Hülle 20 befindet sich das Getränk 22. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist, wie dies meist der Fall ist, die äußere Hülle 10 ein Quader mit einem Boden 12,
einem Dach 14 und einer Dach und Boden verbindenden Seitenwand 16. Diese hat hier
einen quadratischen Querschnitt, hat also einen vorderen Abschnitt 16a, einen hinteren
Abschnitt 16b und zwei seitliche Abschnitte 16c und 16d. Im betriebsbereiten Zustand
erstreckt sich durch den vorderen Abschnitt 16a der Seitenwand 16 eine Zapfeinrichtung
18, also eine Art Zapfhahn. Diese befindet sich im Transportzustand in der Regel innerhalb
der äußeren Hülle 10. Die Zapfeinrichtung 18 ist dicht mit der inneren Hülle 20 verbunden
und bei Betätigung der Zapfeinrichtung 18 fließt Getränk 22 aus der Zapfeinrichtung
18 nach außen ab.
[0014] Die äußere Hülle 10, hier nämlich die seitlichen Abschnitte 16c, 16d der Seitenwand
16, trägt zwei Halteelemente 30, welche als plattenförmige Kunststoff-Spritzgussteile
ausgebildet sind. In jedes Halteelement 30 erstreckt sich eine Ausnehmung, nämlich
ein Loch mit Innengewinde 32. In der gezeigten ersten Ausführungsform sind die Halteelemente
30 außen auf der äußeren Hülle 10 angeordnet. Diese Anordnung erfolgt in der Regel
durch Verkleben.
[0015] Die Figur 2 zeigt weiterhin zwei Zierelemente 40, welche in der Regel mit der Getränkeaufbewahrungs-
und Ausschankeinheit in einem Set verkauft werden. Diese Zierelemente 40 sind in der
Regel Kunststoffelemente und haben Haltemittel, welche zu den Halteelementen passen.
Im konkreten Fall sind diese Haltemittel Stifte mit Außengewinde 42. Somit können
die Zierelemente 42, wie dies in Figur 3 dargestellt ist, vor der Inbetriebnahme der
Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit einfach in die Innengewinde 32 der Halteelemente
30 eingeschraubt werden.
[0016] Die Figur 4 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung in einer der Figur 2
entsprechenden Darstellung. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform befinden sich
die Halteelemente 30 hier auf der Innenseite der äußeren Hülle, nämlich auf den Innenseiten
der seitlichen Abschnitte 16c und 16d, so dass die Außenseiten dieser Abschnitte 16c,
16d glatt sind. Um die Stifte mit Außengewinde 42 einschrauben zu können, muss hier
die äußere Hülle 10 an den Stellen der Löcher mit Innengewinde 32 Durchbrechungen
17c, 17d aufweisen. Da die innere Hülle 20 flexibel ist, "stören" die Halteelemente
30 diese nicht. Auch hier erfolgt die Befestigung der Halteelemente (30) an der äußeren
Hülle (10) vorzugsweise durch Verkleben.
[0017] Figur 5 zeigt den montierten Zustand.
[0018] Es wird häufig zu bevorzugen sein, die Halteelemente 30 mit Innengewinden und die
Zierelemente mit Stiften mit Außengewinden auszustatten. Die einzige Möglichkeit ist
dies jedoch nicht. Grundsätzlich kommen zahlreiche Möglichkeiten von zueinander passenden
Haltemitteln in Betracht. Ein Beispiel ist in den Figuren 6 und 7 gezeigt, hier weist
das Halteelement 30 eine gestufte Durchbrechung 34 und das Zierelement 40 einen Stift
mit Rastarmen 44 auf, so dass das Zierelement 40 am Halteelement 30 verrastet werden
kann. Anderen Möglichkeiten, wie durch reinen Reibschluss oder einem Einstecken von
oben oder von der Seite sind ebenso möglich. Die beschriebene Schraubverbindung wird
Regel jedoch zu bevorzugen ist, weil entsprechende Innen- und Außengewinde (welche
für die in Rede stehende Anwendung nicht sehr passgenau sein müssen) sehr einfach
und kostengünstig herstellbar sind.
Bezugszeichenliste
[0019]
- 10
- äußere Hülle
- 12
- Boden
- 14
- Dach
- 16
- Seitenwand
- 16a
- vorderer Abschnitt
- 16b
- hinterer Abschnitt
- 16c,d
- seitlicher Abschnitt
- 17c,d
- Durchbrechung
- 18
- Zapfeinrichtung
- 20
- innere Hülle
- 22
- Getränk
- 30
- Halteelement
- 32
- Loch mit Innengewinde
- 34
- gestufte Durchbrechung
- 40
- Zierelement
- 42
- Stift mit Außengewinde
- 44
- Stift mit Rastarmen
1. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit mit
einer äußeren, im wesentliche starren Hülle (10),
einer inneren, flexiblen Hülle (20), welche innerhalb der äußeren Hülle (10) angeordnet
ist und in welcher ein Getränk (22) aufgenommen oder aufnehmbar ist, und
einer Zapfeinrichtung (18), welche mit der inneren Hülle (20) verbunden ist, über
welche das Getränk (22) aus der inneren Hülle (20) entnommen werden kann und welche
sich im Betriebszustand durch die äußere Hülle (10) erstreckt,
dadurch gekennzeichnet, dass an der äußeren Hülle (10) wenigstens ein Halteelement (30) für ein Zierelement angeordnet
ist.
2. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (30) ein plattenförmiges Element, in welches sich eine Ausnehmung
erstreckt, ist.
3. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung ein Loch mit einem Innengewinde (32) ist.
4. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (30) ein Kunststoff-Spritzgussteil ist.
5. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (30) auf der Außenseite der äußeren Hülle (10) angeordnet ist.
6. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (30) auf der Innenseite der äußeren Hülle (10) angeordnet ist.
7. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement an einer Seitenwand (16) der äußeren Hülle (10) angeordnet ist.
8. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (16) mehrere ebene Abschnitte (16a bis 16d) aufweist.
9. Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Halteelemente (30) vorgesehen sind, welche auf sich gegenüberliegenden
ebenen Abschnitten (16c, 16d) angeordnet sind.
10. Getränkeaufbewhrungs- und Ausschankeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (30) mit der äußeren Hülle (10) verklebt ist.
11. Set bestehend aus einer Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach einem der
vorangehenden Ansprüche und wenigstens einem Zierelement (40).
12. Set nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Halteelement (30) und Zierelement (40) zueinander passende Haltemittel aufweisen.
13. Set nach Anspruch 12 mit einer Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach Anspruch
2, wobei das Zierelement einen Stift trägt.
14. Set nach Anspruch 13 mit einer Getränkeaufbewahrungs- und Ausschankeinheit nach Anspruch
3, wobei der Stift des Zierelements ein Außengewinde trägt.