GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufsatzkonstruktion für Pfosten und/oder Riegel für Fassadenelemente
in Pfosten-Riegel-Bauweise mit verbesserter Wärmeisolierung, wie sie im Fassadenbau
insbesondere bei Pfosten-Riegel-Konstruktionen Verwendung findet.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] Moderne Gebäude weisen vielfach eine Fassade auf, welche an der Gebäudeaußenseite
angehängt ist und als transparente Gebäudehülle oder als Verkleidung dient. Eine derartige
Vorhangfassade bildet eine leichte, Raum umschließende, ununterbrochene Hülle, welche
selbständig oder in Verbindung mit dem Baukörper alle normalen Funktionen einer Außenwand
erfüllt, jedoch nicht zu den Last aufnehmenden Eigenschaften des Baukörpers beiträgt.
Daher kann damit eine nichttragende Außenwand eines Gebäudes gebildet werden.
[0003] Die Vorhangfassade besteht aus vertikalen (Pfosten) und horizontalen (Riegeln), miteinander
verbundenen Bauteilen aus Holz und/oder Metall, welche im Baukörper verankert und
mit Ausfachungen ausgestattet sind. Die Fassade ist über die Riegel bzw. Pfosten am
Gebäude angeschlossen. Pfosten und Riegel können dabei zweiteilig ausgestaltet werden.
Ein geteilter Pfosten wird dabei als Koppelpfosten bezeichnet. Mit geteilten Pfosten
und Riegeln ist es möglich, eine Fassade auch als Elementfassade auszubilden, wobei
die hier beanspruchte Aufsatzkonstruktion auch für derartige Elementfassaden verwendbar
ist.
[0004] Die Vorhangfassade kann Geschoss übergreifend, mit horizontaler und/oder senkrecht
durchlaufender Gliederung ausgebildet werden. Es ist eine Ausführung sowohl als Elementkonstruktion
als auch Pfosten-Riegel-Konstruktion möglich.
[0005] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, Pfosten, Koppelpfosten und Riegel an der
dem Wetter zugewandten Seite mit einer Aufsatzkonstruktion aus Aluminium zu versehen.
Die Füllung, etwa eine Glasscheibe oder ein Einsatzelement, wird auf das Grundprofil
der Aufsatzkonstruktion gelegt und über Dichtungselemente und eine äußere Halterung,
vorzugsweise mit einer Blende, mit Hilfe von Schrauben über die Aufsatzkonstruktion
am Pfosten bzw. Riegel befestigt.
[0006] Um eine verbesserte Wärmeisolierung insbesondere im Bereich der Aufsatzkonstruktion
zu erreichen, ist aus dem Stand der Technik bekannt, zwischen der Aufsatzkonstruktion
und der Halterung eine Dichtung anzuordnen. Eine derartige Aufsatzkonstruktion ist
etwa aus der
DE 10 2005 058 285 bekannt, bei der eine äußere Halterung mit Schrauben am Grundprofil der Aufsatzkonstruktion
befestigt ist, wobei zwischen dem Grundprofil der Aufsatzkonstruktion und der äußeren
Halterung eine Dichtung angeordnet ist, durch welche die Schrauben bis zum Grundprofil
der Aufsatzkonstruktion durchgeführt werden.
[0007] Nachteilig an den Aufsatzkonstruktionen nach dem Stand der Technik ist, dass mit
diesen die immer weiter steigenden Anforderungen an die Wärmeisolation nicht oder
nur sehr schwierig erfüllbar sind.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Aufsatzkonstruktion für Fassadenelemente
in Pfosten-Riegel-Bauweise bereitzustellen, welche die im Stand der Technik bekannten
Vorteile bei weiter verbesserten Wärmeisoliereigenschaften aufweist.
ERFINDUNGSGEMÄßE LÖSUNG
[0009] Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Aufsatzkonstruktion für Fassadenelemente in
Pfosten-Riegel-Bauweise nach dem unabhängigen Anspruch. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Mit der vorgeschlagenen Lösung ist es erstmals möglich, die notwendige Klemmverbindung
zwischen äußerer Halterung und dem Grundprofil der Aufsatzkonstruktion ohne durchgehende
Haltemittel aus Metall, etwa den Befestigungsschrauben, zu realisieren, und damit
die Isolierung weiter zu verbessern.
[0011] Vorgeschlagen wird daher eine Aufsatzkonstruktion für Fassadenelemente in Pfosten-Riegel-Bauweise
mit einem an Pfosten und/oder Riegel anordenbaren Grundprofil und einem Andruckprofil
zum Befestigen eines Füllelements zwischen dem Grundprofil und dem Andruckprofil,
wobei die Aufsatzkonstruktion zwischen dem Grundprofil und dem Andruckprofil ein stabiles
und Wärme isolierendes Verbindungselement aufweist, welches sowohl fest mit dem Grundprofil
als auch mit dem Andruckprofil verbunden ist, so dass Verbindungselement das Andruckprofil
mit dem Grundprofil verbindet. Vorzugsweise ist das Verbindungselement zweiteilig
ausgestaltet, wobei ein Teil einen Verbindungssteg und das andere Teil ein Profil
mit einem Befestigungskanal bildet und wobei der Verbindungssteg grundprofilseitig
und das Profil andruckprofilseitig so angeordnet sind, dass in den Befestigungskanal
des Profils ein durch das Andruckprofil hindurch geführtes Befestigungsmittel zum
Verbinden des Andruckprofils mit dem Profil aufnehmbar ist. Idealerweise ist dabei
das Profil über eine Klemmverbindung mit dem Verbindungssteg verbunden. Bevorzugt
umfasst der Befestigungskanal einen Schraubkanal und das Befestigungsmittel eine Schraube.
[0012] Es hat sich als günstig erwiesen, wenn der Verbindungssteg ein hochfestes und Wärme
isolierendes Material, vorzugsweise Polyamid, aufweist und das Profil ein Metall,
vorzugsweise Aluminium, besonders bevorzugt eine Aluminium-Magnesium-Silizium-Legierung.
[0013] Es können weiterhin an der dem Pfosten und/oder Riegel abgewandten Seite des Grundprofils
und an der dem Pfosten und/oder Riegel zugewandten Seite des Andruckprofils Dichtungen
angeordnet sein, welche vorzugsweise Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk aufweisen. Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die an der dem Pfosten und/oder Riegel abgewandten Seite
des Grundprofils angeordnete Dichtung in eine Dichtungsaufnahme am Grundprofil und
in eine Dichtungsaufnahme am Verbindungselement eingreift.
[0014] Ein weiter verbesserte Isolierwirkung ist zu erreichen, wenn zwischen dem Grundprofil
und dem Andruckprofil andruckprofilseitig ein Schaumstoffprofil angeordnet ist, welches
das Profil zumindest teilweise umgibt und den durch das Grundprofil, das Andruckprofil
und das Füllelement gebildeten Hohlraum in zumindest zwei im Wesentlichen thermisch
voneinander getrennte Hohlräume trennt.
[0015] Das Grundprofil kann darüber hinaus auch zweiteilig ausgestaltet sein, wobei die
beiden Teile so ausgebildet sind, dass sie im verbundenen Zustand so ineinandergreifen,
dass das Grundprofil für einen geteilten Koppelpfosten verwendbar ist. Jeweils ein
Teil des Grundprofils ist dabei an jeweils einem Teil des Koppelpfostens anordenbar
und mit diesen fest, vorzugsweise über Schraubverbindungen, verbindbar. Es hat sich
dabei als besonders günstig erwiesen, wenn ein Teil des Grundprofils als Steg und
der andere Teil des Grundprofils als Nut ausgebildet ist, wobei in der Nut eine Dichtung
angeordnet ist, welche die dem Pfosten und/oder Riegel zugewandten Seite des Grundprofils
thermisch von der dem Pfosten und/oder Riegel abgewandten Seite des Grundprofils trennt.
[0016] Die Pfosten und/oder Riegel, an denen die Aufsatzkonstruktion angebracht wird, weisen
bevorzugt Holz, vorzugsweise Brettschichtholz auf. Es ist aber auch möglich, für Pfosten
und/oder Riegel statt Brettschichtholz ein geeignetes Massivholz oder ein speziell
schichtverleimtes Holz (KERTO) zu verwenden.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0017] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung. Es zeigt
- Fig. 1
- eine Frontansicht mehrerer Fassadenelemente einer Fassade in Pfosten-Riegel-Bauweise
mit Pfosten, Riegel und Koppelpfosten;
- Fig. 2
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufsatzkonstruktion für einen geteilten
Koppelpfosten;
- Fig. 3
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufsatzkonstruktion für einen (einteiligen)
Pfosten; und
- Fig. 4
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Aufsatzkonstruktion für einen (einteiligen)
Riegel.
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0018] Fig. 1 zeigt einen Ausschnitt einer Fassade in Pfosten-Riegel-Konstruktion mit vier Fassadenelementen.
Zu erkennen sind die quer liegenden Riegel 4 sowie außen die senkrecht dazu liegenden
Pfosten 2, Koppelpfosten 3', 3" und die dazwischen angeordneten Füllelemente. Bei
den Füllelementen kann es sich um ein-oder mehrstückige Glas- oder Metallelemente
handeln, aber etwa auch um Funktionselement wie etwa Dreh-/Kippfenster. Bei mehrteiligen
Fassadenelementen können die einzelnen Füllelemente durch zusätzliche mittlere Riegel
4' miteinander verbunden sein.
[0019] Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Aufsatzkonstruktion für einen Koppelpfosten 3', 3", welcher
hier als geteilter Holzkoppelpfosten ausgestaltet ist. Die Aufsatzkonstruktion weist
im Wesentlichen ein an dem Koppelpfosten 3', 3" befestigtes Grundprofil 6', 6", ein
Andruckprofil 21 sowie ein das Andruckprofil 21 mit dem Grundprofil 6', 6" verbindendes
zweiteiliges Verbindungselement 9, 8 auf.
[0020] Das Grundprofil 6', 6" ist zweiteilig ausgestaltet, wobei jeweils ein Teil mit Schrauben
10, bevorzugt aus Edelstahl, mit jeweils einem Teil des Koppelpfostens 3', 3" verschraubt
ist. Das Grundprofil 6', 6" ist hier so ausgestaltet, dass ein Teil 6' des Grundprofils
einen Steg und der andere Teil des Grundprofils 6" eine Nut aufweist, wobei der Steg
mit der Nut in Eingriff gebracht wird. Das Grundprofil 6', 6" des Koppelpfostens 3',
3" kann aus Aluminium, vorzugsweise aus einer Aluminium-Magnesium-Silizium-Legierung
(z.B. AlMgSi 0,5 F22), hergestellt werden.
[0021] Das Grundprofil 6', 6" an den Koppelpfosten überlappt sich im Kreuzungsbereich von
Riegel und Pfosten mit dem Grundprofil der Riegel. Ein erfindungsgemäßes Grundprofil
für einen Riegel wird mit Bezug auf Fig. 4 näher beschrieben.
[0022] Der Koppelpfosten 3', 3" kann etwa Nadelholz, Laubholz oder einen anderen zur Herstellung
eines Koppelpfostens geeigneten Holzwerkstoff aufweisen. Vorzugsweise besteht der
Koppelpfosten aus Brettschichtholz.
[0023] In dem Bereich, in dem der Steg des Grundprofils 6' mit der Nut des Grundprofils
6" in Eingriff gebracht wird, ist eine Grundprofildichtung 15 angeordnet, welche eine
thermische Isolierung zwischen der dem Koppelpfosten zugewandten Seite des Grundprofils
6', 6" und der dem Koppelpfosten abgewandten Seite des Grundprofils 6', 6" bewirkt.
[0024] Die Grundprofildichtung 15 kann etwa Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) oder
andere für die thermische Trennung geeigneten Materialien aufweisen.
[0025] Das Grundprofil 6', 6" weist bevorzugt an der dem Koppelpfosten abgewandten Seite
Dichtungsaufnahmen 12' auf, an welchen eine Pfosten- bzw. Koppelpfostendichtung 13
angeordnet ist und welche zur Aufnahme der Füllelemente, etwa einer Glasscheibe, dient.
Die Pfosten- bzw. Koppelpfostendichtung 13 kann aus alterungsbeständiges, Gleitpolymer-beschichteten
EPDM bestehen. Die Pfosten- bzw. Koppelpfostendichtung 13 umschließt dabei das gesamte
Grundprofil 6', 6" und dichtet damit den äußeren gegen den inneren Teil des Grundprofils
ab.
[0026] Über ein Verbindungselement 9, 8 und Schrauben 22 ist das Grundprofil 6', 6" mit
dem Andruckprofil 21 verbunden. Das Verbindungselement ist hier zweiteilig ausgestaltet,
wobei ein Teil durch einen Verbindungssteg 9 und der andere Teil durch ein äußeres
Profil 8 gebildet wird. Das Verbindungselement 9, 8 wird zwischen dem Grundprofil
6', 6" und dem Andruckprofil 21 so angeordnet, dass der Verbindungssteg 9 grundprofilseitig
(zur Innenseite hin) angeordnet ist und das Profil 8 andruckprofilseitig (zur Außenseite
hin) angeordnet ist. Der Verbindungssteg 9 ist dabei grundprofilseitig fest mit einem
Teil 6" des Grundprofils und andruckprofilseitig in gleicher Weise mit dem äußeren
Profil 8 fest verbunden.
[0027] Das äußere Profil 8 kann beispielsweise Aluminium, vorzugsweise eine Aluminium-Magnesium-Silizium-Legierung
aufweisen. Der Verbindungssteg 9 hingegen besteht aus einem hochfesten, Wärme isolierenden
Material, bevorzugt Kunststoff, und kann, wie in Fig. 3 bis 5 gezeigt, für eine weitere
Verbesserung der Wärmeisoliereigenschaft auch als Hohlprofil ausgestaltet sein.
[0028] Ein Teil des hier zweiteiligen Verbindungselementes 9, 8 wird vorliegend von einem
separaten äußeren Profil 8, welches einen Schraubkanal 16 aufweist, gebildet und besteht
vorliegend aus Metall, bevorzugt Aluminium. Die Verbindung des äußeren Profils 8 mit
dem inneren Verbindungssteg 9 ist über eine großflächige Klemmverbindung hergestellt.
Dies sorgt für eine stabile Verbindung ohne zusätzliche Schrauben. Darüber hinaus
kann diese Verbindung zwischen dem äußeren Profil 8 und dem Verbindungssteg 9 bereits
werkseitig erfolgen, so dass eine Verbindung auf der Baustelle nicht mehr notwendig
ist. In gleicher Weise kann auch der Verbindungssteg 9 mit dem Grundprofil 12' bereits
werksseitig verbunden werden, was den Vorfertigungsgrad erhöht und die Montagezeit
auf der Baustelle weiter verringert.
[0029] Über das äußere Profil 8 mit Schraubkanal 16 und den damit fest verbundenen Verbindungssteg
9 wird mit Hilfe von in den Schraubkanal 16 eingreifenden Schrauben 22 das Andruckprofil
21 mechanisch mit dem Grundprofil 12 und darüber mit den tragenden Pfosten bzw. Riegeln
in Eingriff gebracht werden. Durch den isolierenden, aber mechanisch festen Verbindungssteg
9, welcher beispielsweise aus Polyamid gefertigt sein kann, wird gewährleistet, dass
die durch die Schraube 22 und das äußere Profil 8 gebildete Kältebrücke weitestgehend
getrennt wird, da so die im Stand der Technik erforderliche durchgehende metallische
Verbindung zwischen Andruckprofil 21, Schraube 22 und Grundprofil 6', 6" unterbrochen
wird, ohne gleichzeitig die Stabilität und Festigkeit der Verbindung zu verringern.
[0030] Je nach erforderlicher Haltekraft und äußeren Bedingungen kann das äußere Profil
8 statt wie im Ausführungsbeispiel aus Metall auch aus einem anderen Material, bevorzugt
aus dem gleichen Material wie der Verbindungssteg 9, gefertigt sein. Es wird dann
möglich, das Verbindungselement 9, 8 aus einem einzigen Profil zu bilden, was die
Festigkeit erhöht und den Verzicht auf die Verbindung zweier sonst getrennter Teile,
die meist als Klemmung ausgeführt ist, ermöglicht.
[0031] Das äußere Profil 8 mit dem Schraubkanal 16 sowie ein Teil der Schraube 22 ist hier
mit einem Schaumstoffprofil 17 umgeben, welches zur weiteren Wärmedämmung der Aufsatzkonstruktion
beiträgt. Das Schaumstoffprofil 17 kann etwa Polyethylenschaum aufweisen. Wie in Fig.
2 erkennbar, weist das Schaumstoffprofil 17 seitliche Flügel 18 auf, welche sich seitlich
zur Außenkante der Füllelemente bzw. des Glases erstrecken. Damit wird die thermische
Trennung des Hohlraums zwischen dem Grundprofil 6', 6" und dem Andruckprofil 21 verbessert.
[0032] Das Schaumstoffprofil 17 kann sich bis über das komplette äußere Profil 8 bis hin
zum Verbindungssteg 9 erstrecken (in Fig. 2 nicht dargestellt), so dass das die gesamte
metallische Innenseite des äußeren Teils der Aufsatzkonstruktion von dem Schaumstoffprofil
umgeben ist, was zu einer besonders guten Wärmeisolierung beiträgt. Die Dicke des
Schaumstoffprofils ist im Wesentlichen von dem verwendeten Füllelement bzw. von den
verwendeten Glasscheiben abhängig.
[0033] An der der Innenseite der Fassade zugewandten Seite des Andruckprofils 21 ist eine
äußere Dichtung 19 angeordnet, welche ebenfalls alterungsbeständiges und Gleitpolymer-beschichtetes
EPDM aufweisen kann. Die äußere Dichtung 19 weist Dichtungsnasen 20 auf, welche sich
in den Bereich zwischen dem Schaumstoffprofil 17 und dem Füllelement bzw. der Glasscheibe
erstrecken. Diese Dichtungsnasen 20 können Hohlprofile sein, die aber auch, wie gezeigt,
ein besonderes Dichtmaterial, etwa Moosgummi, aufweisen können.
[0034] Das Andruckprofil 21 kann ebenfalls Aluminium aufweisen, wobei insbesondere der äußere,
der Fassade abgewandte Teil des Andruckprofils 21 an sich verändernde ästhetische
Vorgaben angepasst werden kann.
[0035] Der Verbindungssteg 9 kann, wie gezeigt, randseitige Aussparungen aufweisen, welche
als Dichtungsaufnahme 14 zur Aufnahme der Pfosten-Riegel-Dichtung 13 ausgestaltet
sind. Damit ist die Pfosten-Riegel-Dichtung 13 zum einen fest mit dem Grundprofil
6', 6" und zum anderen fest mit dem Verbindungssteg 9 verbunden. Damit wird zum einen
eine besonders stabile Befestigung der Pfosten- bzw. Koppelpfosten-Dichtung 13 an
der Aufsatzkonstruktion gewährleistet und zum anderen wird die Wärmeisolierung der
Aufsatzkonstruktion weiter verbessert.
[0036] Der Verbindungssteg 9 kann darüber hinaus als ein- oder mehrteiliges Hohlprofil ausgestaltet
sein. In dem durch das Schaumstoffprofil 17 und der Pfosten- bzw. Koppelpfosten-Dichtung
gebildeten Hohlraum können weitere Dichtungselemente zur weiteren Verbesserung der
Wärmeisoliereigenschaft der Aufsatzkonstruktion angeordnet werden.
[0037] Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Ausgestaltung einer Aufsatzkonstruktion für einen einteiligen
Pfosten 2. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Grundprofil 5 einteilig ausgestaltet
und mit zwei Schrauben 10 an dem Pfosten 2 befestigt, wobei auch hierbei der Pfosten
Holz bzw. einen Holzwerkstoff aufweist und das Grundprofil 5 vorzugsweise Aluminium,
besonders bevorzugt eine Aluminium-Magnesium-Silizium-Legierung aufweist.
[0038] In dieser Ausführungsform wird das Andruckprofil 21 mit dem Verbindungselement 9,
8 an dem einstückig ausgestalteten Grundprofil 5 befestigt, wobei der Verbindungssteg
9 und das äußere Profil 8 des Verbindungselements im Wesentlichen dem im Zusammenhang
mit Fig. 2 beschriebenen entsprechen. Die Anordnung bzw. die Ausgestaltung der Pfosten-
bzw. Koppelpfosten-Dichtung 13, des Schaumstoffprofils 17 und der äußeren Dichtung
19 sind ebenfalls im Wesentlichen identisch zu der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsform
und Ausgestaltung. Selbstverständlich kann der Verbindungssteg 9 andere Formen als
in Fig. 2 und Fig. 3 gezeigt aufweisen, etwa eine Form wie sie in Fig. 4 für eine
Aufsatzkonstruktion für einen Riegel gezeigt ist.
[0039] Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße Aufsatzkonstruktion für den Riegel eines Fassadenelementes
in Pfosten-Riegel-Bauweise.
[0040] An dem Riegel 4 ist an der der Außenseite der Fassade zugewandten Seite ein Grundprofil
7 angeordnet, welches wiederum mit zwei Schrauben 10 fest mit dem Riegel 4 verbunden
ist. Das Grundprofil 7 kann auch hier Aluminium, vorzugsweise eine Aluminium-Magnesium-Silizium-Legierung
aufweisen. Das Grundprofil 7 weist zwei Aussparungen 12 auf, welche der Aufnahme einer
Riegeldichtung 11 dienen. Die Riegeldichtung 11 kann ebenfalls Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
aufweisen. Zwischen der Riegeldichtung 11 und der äußeren an dem Andruckprofil angeordneten
Dichtung 19 wird das Füllelement bzw. die Glasscheibe fest und stabil in der Aufsatzkonstruktion
gehalten.
[0041] Das Andruckprofil 21 wird dabei mit einem Verbindungselement 9, 8 fest mit dem Grundprofil
7 verbunden, wobei auch hier das Verbindungselement durch einen grundprofilseitigen
Verbindungssteg 9 und ein andruckprofilseitiges äußeres Profil 8 gebildet wird. Das
äußere Profil 8 weist einen Schraubkanal 16 auf, in welchen zur Fixierung des Andruckprofils
21 an dem äußeren Profil 8 Schrauben 22 eingebracht werden.
[0042] Das äußere Profil 8 sowie die äußere Dichtung 19 sind hier im Wesentlichen wie die
oben beschriebenen Ausführungsformen nach Fig. 2 und Fig. 3 aufgebaut. Die Riegeldichtung
11 ist in dieser Ausführungsform anders als bei den beiden Pfostendichtungen, lediglich
an dem Grundprofil 7 befestigt. Eine zusätzliche Befestigung des Riegelprofils 11
an dem Verbindungssteg 9 über dort eingebrachte Nuten ist in der in Fig. 4 gezeigten
Ausführungsform nicht vorgesehen. Es ist aber ebenso möglich, die Riegeldichtung und
den Verbindungssteg wie die Pfostendichtung nach Fig. 3 auszugestalten.
[0043] Die gezeigten erfindungsgemäßen Aufsatzkonstruktionen für Pfosten, Koppelpfosten
und/oder Riegel sind insbesondere für die Aufnahme einer Dreifachverglasung geeignet,
da in dieser Kombination eine Vorhangfassade mit besonders guten Wärmeisolationseigenschaften
bereitgestellt werden kann.
Bezugszeichenliste:
[0044]
- 1
- Fassadensystem mit Fassadenelementen in Pfosten-Riegel-Bauweise
- 2
- Pfosten
- 3', 3"
- Koppelpfosten
- 4
- Riegel
- 4'
- mittlerer Riegel
- 5
- Grundprofil der Pfosten (z.B. aus Aluminium)
- 6', 6"
- Grundprofil der Koppelpfosten (z.B. aus Aluminium)
- 7
- Grundprofil der Riegel (z.B. aus Aluminium)
- 8
- äußeres Profil (z.B. aus Aluminium)
- 9
- Verbindungssteg (z.B. aus PA)
- 10
- Schrauben (z.B. aus Edelstahl)
- 11
- Riegeldichtung (z.B. aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, EPDM)
- 12
- Dichtungsaufnahme im Grundprofil der Riegel
- 12'
- Dichtungsaufnahme im Grundprofil der Pfosten bzw. Koppelpfosten
- 13
- Pfosten- bzw. Koppelpfostendichtung (z.B. aus EPDM)
- 14
- Dichtungsaufnahme im Verbindungssteg
- 15
- Grundprofildichtung für Koppelpfosten (z.B. aus EPDM)
- 16
- Schraubkanal
- 17
- Schaumstoffprofile (z.B. aus Polyethylenschaum)
- 18
- seitliche Flügel der Schaumstoffprofile
- 19
- äußere Dichtung (z.B. aus EPDM)
- 20
- Nasen der äußeren Dichtung (z.B. aus Moosgummi)
- 21
- Andruckprofile (äußeres Haltelement)
- 22
- Schrauben für Andruckprofile (z.B. aus Edelstahl)
- 23
- Füllelement (z.B. 3fach-Verglasung)
1. Aufsatzkonstruktion für Fassadenelemente in Pfosten-Riegel-Bauweise, aufweisend ein
an Pfosten und/oder Riegel anordenbares Grundprofil (5; 6', 6"; 7) und ein Andruckprofil
(21) zum Befestigen eines Füllelements (23) zwischen dem Grundprofil (5; 6', 6"; 7)
und dem Andruckprofil (21), wobei die Aufsatzkonstruktion zwischen dem Grundprofil
(5; 6', 6"; 7) und dem Andruckprofil (21) ein stabiles und Wärme isolierendes Verbindungselement
(9, 8) aufweist, welches sowohl fest mit dem Grundprofil (5; 6', 6"; 7) als auch mit
dem Andruckprofil (21) verbunden ist, so dass das Verbindungselement (9, 8) das Andruckprofil
(21) mit dem Grundprofil (5; 6', 6"; 7) verbindet, wobei das Verbindungselement zweiteilig
ausgestaltet ist, wobei ein Teil einen Verbindungssteg (9) und das andere Teil ein
Profil (8) mit einem Befestigungskanal (16) bilden und wobei der Verbindungssteg (9)
grundprofilseitig und das Profil (8) andruckprofilseitig angeordnet sind, derart,
dass in den Befestigungskanal (16) des Profils (8) ein durch das Andruckprofil (21)
hindurch geführtes Befestigungsmittel (22) zum Verbinden des Andruckprofils (21) mit
dem Profil (8) aufnehmbar ist, und wobei das Profil (8) über eine Klemmverbindung
mit dem Verbindungssteg (9) verbunden ist.
2. Aufsatzkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungskanal (16) einen Schraubkanal und das Befestigungsmittel (22) eine
Schraube (22) umfassen.
3. Aufsatzkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungssteg (9) ein hochfestes und Wärme isolierendes Material, vorzugsweise
Polyamid, und das Profil (8) ein Metall, vorzugsweise Aluminium, besonders bevorzugt
eine Aluminium-Magnesium-Silizium-Legierung, aufweist.
4. Aufsatzkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Pfosten und/oder Riegel abgewandten Seite des Grundprofils (5; 6', 6";
7) und an der dem Pfosten und/oder Riegel zugewandten Seite des Andruckprofils (21)
Dichtungen (13, 11; 19) angeordnet sind, welche vorzugsweise Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
aufweisen.
5. Aufsatzkonstruktion nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die an der dem Pfosten und/oder Riegel abgewandten Seite des Grundprofils (5; 6',
6"; 7) angeordnete Dichtung (13, 11) in eine Dichtungsaufnahme (12', 12) am Grundprofil
(5; 6', 6"; 7) und in eine Dichtungsaufnahme (14) am Verbindungselement (9, 8) eingreift.
6. Aufsatzkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Grundprofil (5; 6', 6"; 7) und dem Andruckprofil (21) andruckprofilseitig
ein Schaumstoffprofil (17) angeordnet ist, welches das Profil (8) zumindest teilweise
umgibt und den durch das Grundprofil (5; 6', 6"; 7), das Andruckprofil (21) und das
Füllelement (23) gebildeten Hohlraum in zumindest zwei im Wesentlichen thermisch voneinander
getrennte Hohlräume trennt.
7. Aufsatzkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Grundprofil zweiteilig ausgestaltet ist, wobei die Teile (6', 6") so ausgebildet
sind, dass sie im verbundenen Zustand ineinandergreifen so dass das Grundprofil für
einen geteilten Koppelpfosten (3', 3") verwendbar ist, wobei jeweils ein Teil des
Grundprofils an jeweils einen Teil des Koppelpfostens (3', 3") anordenbar und mit
diesen fest, vorzugsweise über Schraubverbindungen, verbindbar ist.
8. Aufsatzkonstruktion nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (6') des Grundprofils als Steg und der andere Teil (6") des Grundprofils
als Nut ausgebildet sind, wobei in der Nut eine Dichtung (15) angeordnet ist, welche
die dem Pfosten und/oder Riegel zugewandten Seite des Grundprofils (6', 6") thermisch
von der dem Pfosten und/oder Riegel abgewandten Seite des Grundprofils trennt.
9. Aufsatzkonstruktion nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Pfosten und/oder Riegel Holz, vorzugsweise Brettschichtholz, aufweisen.