[0001] Die Erfindung betrifft einen Rollladenkasten, der einen Innenraum umgibt, in dem
ein auf eine Welle aufwickelbarer Rollpanzer oder eine Jalousie aufnehmbar oder aufgenommen
ist, wobei der Rollladenkasten an der Unterseite eine Öffnung für den Rollpanzer oder
die Jalousie aufweist und aus einem Kunststoffschaum besteht.
[0002] Rollladenkästen dienen der Aufnahme eines Rollpanzers oder einer Jalousie, welche
von einer Welle aus dem von dem Rollladenkasten umgebenen Innenraum abrollbar sind,
um beispielsweise die Einstrahlung von Licht in einen Raum über ein Fenster oder eine
Tür zu verhindern. Im entsprechend umgekehrten Fall ist der Rollpanzer auf die Welle
aufwickelbar bzw. die Jalousie in den Innenraum einziehbar.
[0003] Um gängige Rollladenkästen mit einer ausreichenden Dämmung, das heißt vor allem Wärme-
aber auch Schalldämmung zu versehen, wurde vorgeschlagen, diese aus Partikelschäumen
zu fertigen. Partikelschäume weisen hervorragende Isolationseigenschaften auf und
hindern insbesondere die Entstehung unerwünschter Wärmebrücken.
[0004] Rollladenkästen sind mit weitgehend standardisierten Abmessungen hergestellte Massenprodukte.
Problematisch ist dabei regelmäßig das Anpassen der standardisierten Rollladenkästen
an die individuelle Einbausituation, insbesondere bei Nachrüstung bzw. dem Einsatz
in bestehenden Rollladenkästen in Altbauten, in denen die Rollladenkästen in entsprechend
unterschiedlich dimensionierte Freiräume eingebaut werden. Eine ähnliche Problematik
stellt sich im Rahmen des Einbaus von Rollladenkästen in Fertighäuser. Ein passgenaues
Dimensionieren bzw. Konfektionieren bereits ab Werk, das heißt im Rahmen der Herstellung,
ist nicht üblich, da dies einen kontinuierlichen und wirtschaftlichen Herstellungsprozess
unmöglich macht.
[0005] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, einen Rollladenkasten anzugeben,
der einfach und schnell an unterschiedliche Einbausituationen anpassbar ist.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Rollladenkasten der eingangs genannten Art
erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Rollladenkasten aus einem im Wesentlichen U-förmigen
Grundkörper, der den Innenraum an drei Seiten begrenzt, mit einem mittleren, senkrechten
Abschnitt, einem unteren horizontalen Schenkel und einem oberen horizontalen Schenkel,
sowie aus einer Schürze, die an dem Ende des oberen horizontalen Schenkels angebracht
ist, besteht, wobei sich die Öffnung zwischen dem freien Ende der Schürze und dem
unteren horizontalen Schenkel erstreckt, und der obere horizontale Schenkel länger
als der untere horizontale Schenkel ist und zum Konfektionieren einer bestimmten Einbautiefe
des Rollladenkastens kürzbar oder gekürzt ist.
[0007] Der Erfindung liegt der Gedanke zu Grunde, einen Rollladenkasten mit einem Übermaß
bereitzustellen, der erst später, im Rahmen der Konfektionierung oder direkt vor dem
Einbau z. B. in eine Fenster- oder Türzarge an die jeweilige Einbausituation, das
heißt eine entsprechende Einbautiefe angepasst wird. Das Übermaß ist vor allem auf
die Abmessungen des U-förmigen Grundkörpers zurückzuführen, das heißt dem Im Vergleich
zum unteren horizontalen Schenkel längeren oberen horizontalen Schenkel. Mit anderen
Worten ergibt sich das Übermaß durch den oberen horizontalen Schenkel des Grundkörpers,
welcher, um die einer bestimmten Einbausituation entsprechenden Einbaumaße respektive
eine bestimmte Einbautiefe des erfindungsgemäßen Rollladenkastens zu erhalten, gegebenenfalls
gekürzt werden muss. Gleichfalls ist derart die Weite der Öffnung zum Beispiel zum
Ein- bzw. Auslass des Rollpanzers oder der Jalousie zwischen unterem horizontalen
Schenkel und dem freien Ende der Schürze einstellbar. Ein die Zugänglichkeit in den
Innenraum des Rollladenkastens sicher stellendes Maß der Weite der Öffnung, welches
zum Beispiel im Rahmen einer Außenrevision des Rollladenkastens notwendig ist, ist
dabei stets gewährleistet.
[0008] Die Konfektionierung ist dabei einfach und schnell durchführbar, was sich daraus
ergibt, dass der erfindungsgemäße Rollladenkasten aus einem Kunststoffschaum besteht,
welcher mit einfachem Werkzeug, das heißt etwa einem Messer oder einer Säge konfektionierbar
ist. Gegebenenfalls kann auch der untere horizontale Schenkel ein Übermaß aufweisen,
so dass auch dieser für eine konkrete Einbausituation zu lang ausgebildet sein kann
und entsprechend gekürzt werden muss. Der erfindungsgemäße Rollladenkasten weist also
wenigstens einen seiner dem Grundkörper zugehörigen Schenkel mit einem Übermaß auf,
welcher durch Konfektionieren an eine konkrete Einbausituation bzw. Einbautiefe anpassbar
ist respektive angepasst wird.
[0009] Der erfindungsgemäße Rollladenkasten beruht demnach vorteilhafterweise auf einer
standardisierten Herstellung, da hierbei Abmessungen für eine spätere konkrete Einbausituation
nicht berücksichtigt werden müssen. Es handelt sich demnach um einen besonders flexibel
einsetzbaren Rollladenkasten, welcher erst nach seiner Fertigstellung, das heißt nach
Abschluss des Herstellungsprozesses in Anbetracht einer konkreten Verwendung passgenau
angepasst wird. Die Konfektionierung, das heißt im Wesentlichen die Kürzung des oberen
horizontalen Schenkels des Grundkörpers, ist leicht und schnell durchzuführen, es
bedarf dazu keinerlei besonderen Werkzeugs, sie ist mit üblichen Mitteln wie z. B.
einer Säge von Hand ausführbar.
[0010] Bevorzugt ist der vom Grundkörper begrenzte Innenraum im Wesentlichen halbkreisförmig
ausgebildet. Die Halbkreisform ist dabei bevorzugt an den Radius eines in dem Innenraum
auf die Welle aufgerollten Rollpanzers angepasst, so dass sich in aufgerolltem Zustand
des Rollpanzers ein möglichst kleiner Luftspalt zwischen diesem und den Wänden des
Innenraums des Grundkörpers ergibt. Mit anderen Worten hat der Grundkörper eine optimierte
Wandstärke, was insbesondere bei Betrachtung der isolierenden Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Rollladenkastens von Vorteil ist, da bekanntermaßen die isolierenden Eigenschaften
wesentlich von den Wandstärken abhängen.
[0011] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung besteht der Kunststoffschaum aus wenigstens
einem Material der Gruppe: expandierter Partikelschaum, insbesondere expandiertes
Polyethylen (EPE), expandiertes Polypropylen (EPP) oder expandiertes Polystyrol (EPS),
Melaminharzschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanschaum. Diese Materialien sind chemisch
beständig und lassen sich mit besonders kleinen Toleranzen herstellen. Es handelt
sich um robuste und zudem leichte Materialien, weshalb ein aus diesen Werkstoffen
gefertigter Rollladenkasten ein vergleichsweise geringes Gewicht aufweist.
[0012] Aufgrund der zellularen Struktur anderer Kunststoffschäume wie Melaminharzschäume,
Phenolharzschäume oder Polyurethanschäume sind diese ebenfalls hervorragend thermisch
isolierend. Zudem weisen diese gute mechanische wie auch fertigungstechnische Eigenschaften
auf.
[0013] Selbstverständlich sind auch Mischungen der vorweg Genannten denkbar, so dass sich
durch das jeweilige Mischungsverhältnis ein spezielles Eigenschaftsprofil des erfindungsgemäßen
Rollladenkastens einstellen lässt.
[0014] In Weiterbildung der Erfindung können in dem Kunststoffschaum Graphit-und/oder Elastomer-Partikel
eingelagert sein. Dies trägt zu weiter verbesserten thermisch isolierenden Eigenschaften
des Rollladenkastens bei, was durch die guten energieabsorbierenden Eigenschaften
dieser Materialien bedingt ist. Die Elastomer-Partikel können aus synthetisch hergestellten
oder aus natürlich gewonnenen Elastomeren bestehen. Natürlich ist grundsätzlich jede
Art von Elastomer-Partikeln in den Partikel schaum einlagerbar.
[0015] Es können auch Graphit-Partikel beigemischt werden, welche die Wärmestrahlung innerhalb
des Materials streuen. Derart wird eine gerichtete Wärmeleitung durch das Material
gemindert und damit insgesamt der Wärmetransport innerhalb des Materials reduziert
respektive die Dämmleistung gesteigert.
[0016] Den vorweg genannten Materialien können grundsätzlich jeder Art von bei der Herstellung
von Formteilen aus Partikelschäumen bekannte Zusätze (Additive) beigemengt werden,
insbesondere natürlich solche, die vorwiegend einer Verbesserung der thermisch isolierenden
Eigenschaften des Rollladenkastens förderlich sind.
[0017] Es ist zweckmäßig, wenn die Schürze lösbar an dem oberen Schenkel angebracht ist.
Die Lösbarkeit ist von Vorteil, da im Rahmen der Konfektion des Rollladenkastens,
das heißt insbesondere des oberen horizontalen Schenkels, ein vorheriges Abmontieren
der an diesem angebrachten Schürze den Konfektionierungsvorgang erleichtert. Gleichfalls
ist es sichergestellt, dass die Schürze nach erfolgter Konfektionierung des oberen
horizontalen Schenkels einfach wieder an diesen anbringbar ist. Für gegebenenfalls
weitere Konfektionierungsschritte ist die Schürze entsprechend wieder von dem oberen
horizontalen Schenkel lösbar.
[0018] Dazu ist es bevorzugt, wenn die Schürze mittels wenigstens eines Befestigungsmittels,
insbesondere einer Schraube, an dem oberen horizontalen Schenkel angebracht ist. Eine
Schraubverbindung stellt ein wiederholtes Lösen und Anbringen der Schürze an dem oberen
Horizontalschenkel des Grundkörpers sicher. Möglich ist es dabei, dass in dem oberen
horizontalen Schenkel zumindest abschnittsweise eine entsprechende längliche Gewindebohrung
vorgesehen ist. Als Schrauben werden bevorzugt Kunststoff-Schrauben verwendet, da
diese im Vergleich zu Metallschrauben ebenfalls einen Beitrag zur thermischen Isolierung
des Rollladenkastens leisten. Unter Befestigungsmittel sind alternativ oder zusätzlich
auch Kleber zu verstehen, die eine stabile Verbindung der Schürze an dem oberen horizontalen
Schenkel ermöglichen. Beispielsweise und nicht abschließend können Kleber auf Polyurethan-Basis
verwendet werden. Auch eine mechanische, insbesondere formschlüssige Verbindung durch
einen Rast- oder Klemmsitz der Schürze in dem oberen horizontalen Schenkel ist als
Befestigungsmittel denkbar, wenn beispielsweise über die Länge des Schenkels verteilte
Rastaufnahmen mit entsprechenden Rastvorsprüngen der Schürze verbindbar sind. Es ist
dabei sichergestellt, dass auch bei gekürztem oberem Schenkel noch wenigstens eine
Rastaufnahme an diesem ausgebildet ist, so dass die Anbringung der Schürze weiterhin
möglich ist.
[0019] Es kann zweckdienlich sein, wenn in dem Innenraum ein an die Innenkontur des U-förmigen
Grundkörpers angepasster, den Innenraum verkleinernder Einsatz eingesetzt oder befestigt
ist. Dies ist insbesondere in Fällen, in denen der Rollladenkasten eine Jalousie aufnimmt,
von Vorteil, da eine Jalousie im Vergleich zu einem Rollpanzer nicht aufgerollt, sondern
vielmehr die einzelnen die Jalousie bildenden Lamellen axial zusammengeschoben werden,
so dass der bevorzugt halbkreisförmig ausgebildete Innenraum des Grundkörpers nicht
vollständig ausgefüllt ist. Der Einsatz, welcher bevorzugt aus dem gleichen Material
wie der Grundkörper besteht und mithin ebenfalls herausragende thermisch isolierende
Eigenschaften aufweist, verkleinert dabei den Innenraum des Grundkörpers derart, dass
die Jalousie zwar weiterhin in diesem unterbringbar ist, gleichermaßen aber ein Höchstmaß
an Wärmedämmung möglich ist. Mit anderen Worten wird also der ungenutzte Raum innerhalb
des von dem Grundkörper begrenzten Innenraums mit Dämmmaterial in Form des Einsatzes
gefüllt.
[0020] Demnach wird es besonders bevorzugt, wenn der Einsatz einen halbkreisförmigen Querschnitt
aufweist. Derart ist der Einsatz an die Form des Innenraums angepasst. Dabei ist es
möglich, dass der Einsatz einen geringfügig größeren Radius als der Innenraum aufweist,
so dass der Einsatz in den Innenraum eingeklemmt und so stabil gelagert werden kann.
Gleichermaßen ist auch eine Klebeverbindung denkbar. Ganz grundsätzlich ist der Einsatz
in seiner Form der Form des Innenraums entsprechend, wobei sich die Form des Innenraums
nicht allein auf eine Halbkreisform beschränkt.
[0021] Es ist denkbar, dass der mittlere, senkrechte Abschnitt mit dem unteren horizontalen
Schenkel und dem oberen horizontalen Schenkel über ein Filmscharnier verbunden ist.
Das Filmscharnier ermöglicht ein Aufklappen bzw. Verschwenken des erfindungsgemäßen
Grundkörpers respektive dessen Einzelkomponenten um die durch das Filmscharnier gebildete
Achse. Der Grundkörper kann demnach eine längliche Form annehmen, wobei die jeweiligen
Außenseiten des oberen sowie unteren horizontalen Schenkels und des mittleren senkrechten
Abschnitts eine Linie bilden. Die beiden Filmscharniere, wovon eines den mittleren
senkrechten Abschnitt mit dem oberen horizontalen Schenkel und ein anderes den mittleren
senkrechten Abschnitt mit dem unteren horizontalen Schenkel verbindet, erhöhen die
flexible Handhabung des Grundkörpers und vereinfachen somit dessen Einbau bzw. Einsatz
etwa in einen bestehenden Rollladenkasten eines Altbaus. Grundsätzlich können die
den Grundkörper bildenden Teile, d. h. der mittlere senkrechte Abschnitt sowie der
obere und unteren horizontale Schenkel auch als Einzelteile vorliegen, wobei bevorzugt
wird, dass diese jeweils mit einer Gehrung versehen sind. Es ist dabei möglich, dass
die einzelnen, den Grundkörper bildenden Komponenten beispielsweise über eine Klebung
miteinander verbunden sind.
[0022] Es ist ferner denkbar, dass der Grundkörper aus zwei Teilen besteht, wobei der obere
horizontale Abschnitt mit einem ersten Teil und der untere horizontale Abschnitt mit
einem zweiten Teil ausgebildet ist. Gemäß dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform
lässt sich der Grundkörper folglich aus zwei Teilen zusammensetzen, wobei es denkbar
ist, dass die entsprechenden Verbindungsabschnitte des Grundkörpers respektive der
diesen bildenden Teile eine besondere geometrische Form wie etwa eine Stufe oder dergleichen
ausgebildet ist. Diese erleichtert ein passgenaues Zusammensetzen der beiden den Grundkörper
des Rollladenkastens bildenden Teile.
[0023] Es ist dabei denkbar, einen geeigneten Kleber zur Verbindung der beiden Teile wenigstens
abschnittsweise auf diese aufzubringen. Gleichermaßen ist auch die Ausbildung anderer
korrespondierender Verbindungselemente an dem ersten bzw. zweiten Teil, die zum Beispiel
eine Rast-/Schnappverbindung oder eine sonstige Steckverbindung ermöglichen, denkbar.
[0024] In Weiterbildung der Erfindung kann wenigstens eine Außenfläche des Grundkörpers
wenigstens abschnittsweise eine Oberflächenstrukturierung aufweisen. Diese dient als
Putzträger und erleichtert bzw. verstärkt die Verbindung des Rollladenkastens mit
einer auf diesem, d. h. wenigstens einer Außenfläche des Grundkörpers wenigstens abschnittsweise
aufgebrachten Putzschicht.
[0025] Vorteilhaft ist die Oberflächenstrukturierung in Form von Quer- oder Längsrillen
mit dem Grundkörper, insbesondere integral ausgebildet. Sonach weisen der untere horizontale
Schenkel und/oder der mittlere, senkrechte Abschnitt und/oder der obere horizontale
Schenkel wenigstens abschnittsweise eine Rillung ihrer Oberfläche auf. Selbstverständlich
sind neben Rillen auch andere, die Haftung zwischen dem Grundkörper und einer auf
diesem aufgebrachten Putzschicht verbessernde Strukturen wie beispielsweise Wabenstrukturen
oder Waffelmusterstrukturen.
[0026] Wenigstens eine Außenfläche des Grundkörpers kann alternativ oder zusätzlich wenigstens
abschnittsweise eine Beschichtung oder eine eine Oberflächenstruktur aufweisende Folie
aufweisen. Hierzu zählen beispielsweise mineralische Beschichtungen, etwa aus Magnesit,
Putzträger mit Waben- oder Waffelmustern, gebundene Holzwolle oder Noppenfolien. Die
Genannten sind lediglich beispielhaft, d. h. deren Aufzählung ist keinesfalls abschließend.
[0027] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann an dem unteren horizontalen Schenkel
wenigstens abschnittsweise eine Abdeckplatte angebracht sein. Die Abdeckplatte ist
insbesondere in Fällen einer sogenannten Innenrevision des Rollladenkastens, in denen
der Rollladenkasten von der Gebäudeinnenseite her zugänglich sein muss, zweckmäßig.
Die Abdeckplatte ist dabei lösbar wenigstens abschnittsweise an dem unteren horizontalen
Schenkel angebracht, wobei gegebenenfalls Verbindungselemente z. B. in Form von Schrauben
zur Befestigung der Abdeckplatte an dem unteren horizontalen Schenkel oder einem sonstigen
Teil des den Rollladenkasten bildenden Grundkörpers verwendet werden. Auch eine Verklebung
der Abdeckplatte mit dem unteren horizontalen Schenkel ist möglich. In diesem Fall
ist es bevorzugt, dass der untere horizontale Schenkel zum Beispiel durch ein Absägen
oder Abschneiden von den übrigen Teilen des Grundkörpers gelöst ist und derart im
Falle des Entfernens der Abdeckplatte mit dieser, die Zugänglichkeit in das Innere
des Rollladenkastens gewährend entfernbar ist. Gleichfalls kann die Abdeckplatte auch
mit dem Fensterrahmen oder einem Teil der Fensterlaibung oder dergleichen verbunden
sein, so dass diese im Bedarfsfall lösbar von dem unteren horizontalen Schenkel ist
und somit grundsätzlich eine Zugänglichkeit in das Innere des Rollladenkastens besteht.
[0028] Es ist ferner denkbar, dass auf der dem Rollladenkasten zugewandten Seite der Abdeckplatte
wenigstens abschnittsweise ein thermisches und/oder akustisches Dämmmaterial aufgebracht
ist und/oder die Abdeckplatte aus einem thermischen und/oder akustischen Dämmmaterial
besteht. Für den Fall, dass auf der Abdeckplatte ein thermisches und/oder akustisches
Dämmmaterial aufgebracht ist, ist es bevorzugt, dass der untere horizontale Abschnitt
des Grundkörpers des Rollladenkastens wenigstens abschnittsweise von dem Grundkörper
zum Beispiel durch Absägen oder Abschneiden entfernt ist, wobei das auf der Abdeckplatte
aufgebrachte Dämmmaterial im Wesentlichen an dessen Stelle rückt und für eine gute
thermische wie auch akustische Dämmung des Rollladenkastens sorgt. Die Verbindung
mit der Abdeckplatte mit dem auf diese aufzubringenden Dämmmaterial kann beispielsweise
über eine Klebung etwa durch einen wenigstens abschnittsweise aufgebrachten Kleber
oder ein doppelseitiges Klebeband erfolgen. Die Abdeckplatte kann auch aus einem thermischen
und/oder akustischen Dämmmaterial bestehen. Gleichfalls ist es dabei möglich, zusätzlich
ein thermisches und/oder akustisches Dämmmaterial auf die selbst thermisch bzw. akustisch
dämmende Abdeckplatte aufzubringen, wobei beispielsweise eine integrale Ausführung
gegebenenfalls mit einem Dichtegradienten zwischen der Abdeckplatte und dem auf diese
aufgebrachten Dämmmaterial möglich ist. Entsprechend weist die Abdeckplatte in dieser
Ausführungsform eine hohe Dichte und somit gute mechanische Eigenschaften und das
auf diesem aufgebrachte Dämmmaterial eine im Vergleich dazu geringere Dichte mit hervorragendem
thermischem bzw. akustischem Dämmverhalten auf. Als thermisches und/oder akustisches
Dämmmaterial kommt beispielsweise ein Kunststoffschaum, wie er oben bezüglich der
Ausführung des Rollladenkastens genannt ist, in Frage.
[0029] Vorteilhaft ist an dem freien Ende des unteren horizontalen Schenkels und/oder des
oberen horizontalen Schenkels an der Außenseite des Rollladenkastens wenigstens eine
als Sollbruchstelle dienende nutartige Aussparung ausgebildet. Die nutartige Aussparung,
welche eine Verringerung des Querschnitts des unteren respektive oberen horizontalen
Schenkels bedeutet, erleichtert die Konfektionierung des jeweiligen Schenkels. Beispielsweise
können derart einem Verwender mögliche Konfektionierungsstufen vorgegeben werden.
[0030] Bevorzugt beträgt die Dichte des Kunststoffschaums 5 bis 200 kg/m
3, insbesondere 40 bis 100 kg/m
3, weiter vorzugsweise 60 bis 80 kg/m
3. Durch unterschiedliche Dichten, welche sich im Wesentlichen auf die zellulare Struktur
des Kunststoffschaums zurückführen lassen, lassen sich unterschiedliche Eigenschaftsspektren
des Rollladenkastens einstellen. Es ist auch denkbar, dass nicht alle Bereiche des
Rollladenkastens die gleiche Dichte aufweisen, mithin der Rollladenkasten also Dichtegradienten
aufweist. Neben den vorweg genannten Dichten sind selbstverständlich auch andere Dichten
bzw. Raumgewichte möglich.
[0031] Die Geometrie des Rollladenkastens bewirkt eine Optimierung des f
Rsi-Wertes, sodass der Rollladenkasten die Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung
erfüllt bzw. übertrifft.
[0032] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen sind schematische Darstellungen und
zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer ersten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht;
- Fig. 2
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten der ersten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht nach einer Konfektionierung;
- Fig. 3
- einen Grundkörper eines erfindungsgemäßen Rollladenkastens in einer geschnittenen
Ansicht;
- Fig. 4
- den Grundkörper von Fig. 3 in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig.5
- eine Schürze eines erfindungsgemäßen Rollladenkastens in einer geschnittenen Ansicht;
- Fig. 6
- die Schürze von Fig. 5 in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig.7
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer zweiten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht;
- Fig. 8
- den Rollladenkasten von Fig. 7 in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 9
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer dritten Ausführungsform in einer geschnittene
Ansicht;
- Fig. 10
- einen Einsatz eines erfindungsgemäßen Rollladenkastens;
- Fig. 11
- den Einsatz von Fig. 10 in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 12
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer vierten Ausführungsform in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 13
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer fünften Ausführungsform in einer perspektivischen
Darstellung;
- Fig. 14
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer sechsten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht;
- Fig. 15
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer siebten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht;
- Fig. 16
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer achten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht; und
- Fig. 17
- einen erfindungsgemäßen Rollladenkasten einer neunten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht.
[0033] Fig. 1 zeigt einen Rollladenkasten 1 einer ersten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht. Der Rollladenkasten 1 umfasst einen einteiligen U-förmigen Grundkörper 2,
der an drei Seiten, das heißt mit einem unteren horizontalen Schenkel 3, einem mittleren,
senkrechten Abschnitt 4 und einem oberen horizontalen Schenkel 5 einen halbkreisförmigen
Innenraum 6 umgibt. Der Grundkörper 2 ist in den Figuren 3 und 4 isoliert dargestellt.
In dem Innenraum 6 ist ein auf eine Welle aufwickelbarer Rollpanzer oder eine Jalousie
aufnehmbar (nicht gezeigt). Am Ende des oberen Schenkels 5 ist eine Schürze 7 mittels
nicht dargestellter Kunststoffschrauben lösbar befestigt. Die Schürze 7 ist in den
Figuren 5 und 6 nochmals in einer Schnitt- sowie einer perspektivischen Ansicht gezeigt.
Zwischen dem Ende des unteren horizontalen Schenkels 3 und dem freien Ende der Schürze
7 erstreckt sich eine Öffnung 8, durch welche der in dem Innenraum 6 anordbare Rollpanzer
in den Innenraum 6 des Rollladenkastens 1 ein- und aus diesem ausrollbar bzw. die
Jalousie in den Innenraum 6 ein- bzw. ausziehbar ist.
[0034] Alle Teile des Rollladenkastens 1, nämlich Grundkörper 2 und Schürze 7, sind aus
einem Partikelschaum in Form eines expandierten Polystyrols (EPS) mit darin eingelagertem
Graphit-Partikeln gefertigt. Daraus ergibt sich eine herausragende thermische Isolierung
des Rollladenkastens 1. Die Dichte des Rollladenkastens 1 bzw. des Grundkörpers 2
sowie der Schürze 7 beträgt ca. 60 kg/m
3. Die Abmessungen, insbesondere auch die Wandstärken, des Rollladenkastens 1 sind
hinsichtlich einer optimalen thermischen und akustischen Isolation ausgelegt. So liegt
die Wandstärke des mittleren senkrechten Abschnitts 4 bezogen auf seine dünnste Stelle
in einem Bereich von 35 - 70 mm, insbesondere 45 mm, die Wandstärken des unteren bzw.
oberen horizontalen Schenkels 3, 5 betragen an deren vom mittleren senkrechten Abschnitt
4 abragenden Enden beispielsweise ca. 30 mm.
[0035] Ersichtlich ist der obere horizontale Schenkel 5 länger als der untere horizontale
Schenkel 3. Beispielsweise ist der obere horizontale Schenkel ca. 250 mm lang, der
untere horizontale Schenkel 3 lediglich 170 mm. Dabei handelt es sich nicht um ein
gewöhnliches Übermaß, welches zur Ausbildung der Öffnung 8 erforderlich ist, sondern
um ein stärker ausgeprägtes Übermaß. Dies begründet sich dadurch, dass der Rollladenkasten
1 in seiner Einbautiefe, welche sich im Wesentlichen aus der Länge des oberen horizontalen
Schenkels 5 sowie der Dicke der Schürze 7 ergibt, an eine konkrete Einbausituation
durch eine Konfektionierung des oberen horizontalen Schenkels 5 anpassbar ist. Der
obere horizontale Schenkel 5 ist demnach kürzbar, was aufgrund der Ausbildung aus
dem Partikelschaum mit einem Messer oder einer Säge leicht von Hand ausführbar ist.
[0036] Ersichtlich ist ferner, dass an dem oberen horizontalen Schenkel 5 sowie dem unteren
horizontalen Schenkel 3 außenseitig im Bereich der freien Enden Sollbruchstellen 30
in Form von den Querschnitt des oberen horizontalen Schenkels 5 bzw. des unteren horizontalen
Schenkels 3 in diesem Bereich verringernden nutartigen Aussparungen ausgebildet sind
(vgl. Fig. 3, 4).
[0037] Der an eine konkrete Einbausituation angepasste, das heißt konfektionierte, Rollladenkasten
1 ist in Fig. 2 gezeigt. Ersichtlich ist die Einbautiefe des Rollladenkastens 1 nun
geringer, wobei die Weite der Öffnung 8 sich im Wesentlichen nicht geändert hat, um
weiterhin ein für die Durchführung einer Revision notwendiges Mindestmaß aufzuweisen
(vgl. hierzu die durch die gestrichelte Linie 9 gekennzeichnete Weite der Öffnung
8 in Fig. 1 bzw. die durch die gestrichelte Linie 10 gekennzeichnete Weite der Öffnung
8 in Fig. 2, welche im Wesentlichen gleichlang sind). Die Konfektionierung des Rollladenkastens
1, das heißt die Kürzung des oberen horizontalen Schenkels 5 bzw. des unteren horizontalen
Schenkels 3, welche in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bzw. 2 jeweils um Druckschrift
gleiche Maß gekürzt wurden, ist unproblematisch durchführbar, denn es ist lediglich
die Schürze 7 von dem oberen horizontalen Schenkel 5 zu lösen, dieser entsprechend
zu kürzen und die Schürze 7 wieder an diesem anzubringen, das heißt etwa anzuschrauben
oder anzukleben.
[0038] Fig. 7 zeigt einen Rollladenkasten 11 einer zweiten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht. Fig. 8 zeigt eine entsprechende perspektivische Ansicht des Rollladenkastens
11. Als wesentlichen Unterschied zu dem zuvor gezeigten Rollladenkasten 1 gemäß Fig.
1 ist im von dem Grundkörper 12 durch dessen unteren horizontalen Schenkel 13, mittleren
senkrechten Abschnitt 14 sowie den oberen horizontalen Schenkel 15 begrenzten Innenraum
16 ein Einsatz 17 angeordnet. Der Einsatz 17 ist in den Fig. 10, 11 näher dargestellt
und hat entsprechend der Innenkontur des Grundkörpers 12 eine Halbkreisform. Der mittlere
senkrechte Abschnitt 14 ist mit dem unteren horizontalen Schenkel 13 sowie dem oberen
horizontalen Schenkel 15 über Filmscharniere 31 verbunden. Der Innenraum 16 ist weiterhin
durch eine Schürze 18, welche lösbar an dem oberen horizontalen Schenkel 15 angebracht
ist, begrenzt. Zwischen der Schürze 18 und dem freien Ende des unteren horizontalen
Schenkels 13 erstreckt sich eine Öffnung 19. Der Rollladenkasten 11 ist besonders
geeignet, um eine Jalousie in dem Innenraum 16 aufzunehmen. Bekanntermaßen werden
Jalousien nicht aufgerollt, sondern lediglich zusammengezogen, so dass sich in dem
Innenraum 16 ein im Wesentlichen die Gestalt des Einsatzes 17 aufweisendes ungenutztes
Volumen ergäbe. Um die thermische Isolierung des Rollladenkastens 11 in diesen Fällen
zu verbessern, ist der Einsatz 17 passgenau in dem Innenraum 16 eingesetzt. Der Einsatz
17 ist separat nochmals in den Figuren 9 und 10 abgebildet.
[0039] Der Rollladenkasten 11, das heißt Grundkörper 12 und Schürze 18, sind aus einem Partikelschaum
in Form eines Melaminharzschaums gebildet. Der Einsatz 17 besteht aus dem gleichen
Material.
[0040] Das Anordnen des Einsatzes 17 innerhalb des Innenraums 16 ist einfach durchführbar,
da lediglich die Schürze 18 von dem oberen horizontalen Schenkel 15 abzunehmen ist
und somit ein guter Zugang in den Innenraum 16 möglich ist. Der Radius des Einsatzes
17 kann dabei den Radius des halbkreisförmig ausgebildeten Grundkörpers 12 geringfügig
überschreiten, so dass der Einsatz 17 über einen Klemmsitz in dem Grundkörper 12 anordbar
ist. Aufgrund der hohen Elastizität der verwendeten Materialien ist dies völlig problemlos
möglich.
[0041] Fig. 9 zeigt einen Rollladenkasten 42 gemäß einer dritten Ausführungsform in einer
geschnittenen Ansicht. Der wesentliche Unterschied zu den zuvor gezeigten Ausführungsformen
liegt in dem Grundkörper 43, welcher hier zweiteilig, das heißt bestehend aus dem
Teil 44, an welchem der obere horizontale Schenkel 45 ausgebildet ist, und dem Teil
46, an welchem der untere horizontale Schenkel 47 ausgebildet ist, ausgeführt ist.
Die in der Fig. 9 gezeigten senkrechten freien Enden der Teile 44, 46 sind jeweils
mit gegengleichen Stufen ausgebildet, sodass die Teile 44, 46 passgenau aneinander
fügbar sind. Gegebenenfalls kann auf wenigstens einer Stufe wenigstens abschnittsweise
ein Kleber aufgetragen sein, der einen unlösbaren Verbund der Teile 44, 46 herstellt.
Der mittlere senkrechte Abschnitt 48 des Grundkörpers 43 ist hier also im Wesentlichen
durch die beiden Teile 44, 46 gebildet. Wenngleich nicht gezeigt, können gleichermaßen
Filmscharniere an den Teilen 44, 46 vorgesehen sein, über die eine entsprechende Verbindung
der Teile 44, 46 mit dem oberen horizontalen Abschnitt 45 respektive dem unteren horizontalen
Abschnitt 47 dargestellt ist.
[0042] Fig. 12 zeigt einen Rollladenkasten 20 in einer perspektivischen Ansicht. Der Grundkörper
21 und somit auch der Rollladenkasten 20 ist hier direkt nach Konfektionierung des
oberen horizontalen Schenkels 22 gezeigt, wobei allerdings die Schürze noch nicht
wieder an diesem angebracht ist. Ersichtlich sind in dem oberen horizontalen Schenkel
Gewindebohrungen 23 vorgesehen, die der stabilen Befestigung der Schürze z. B. über
Kunststoffschrauben dienen. An den seitlichen Enden des Rollladenkastens 20 sind jeweils
Abdeckelemente 24 mittels geeigneten Befestigungselementen in Form von Schrauben 49
angeschraubt, die den Rollladenkasten 20 seitlich abdecken. Die Abdeckelemente 24
sind einstückig mit in den Innenraum des Rollladenkastens 20 zeigenden Zapfen 50 ausgebildet.
Die Zapfen 50 dienen der Aufnahme eines in dem Innenraum des Rollladenpanzers 20 aufnehmbaren
Rollpanzers respektive eines Motors oder eines sonstigen Bauteils, welches in dem
Innenraum des Rollladenkastens 20 angeordnet werden soll.
[0043] Fig. 13 zeigt einen Rollladenkasten 24 in einer perspektivischen Ansicht. Im Gegensatz
zu den zuvor gezeigten Rollladenkästen weist dieser an dem dem Grundkörper 25 zugehörigen
unteren horizontalen Schenkel 26, dem mittleren, senkrechten Abschnitt 27, sowie dem
oberen horizontalen Abschnitt 28 eine integral ausgebildete Oberflächenstrukturierung
in Form von Querrillen, welche einer verbesserten Haftung gegenüber einem aufzubringenden
oder aufgebrachten Material bzw. als Putzträger dienen, auf. Diese können gegebenenfalls
zusätzlich mit einer mineralischen Beschichtung, beispielsweise aus Magnesit, welche
die Haftung des Putzes auf dem Rollladenkasten 24 weiter erhöht, versehen sein.
[0044] Fig. 14 zeigt einen Rollladenkasten 32 in einer geschnittenen Ansicht. Der Rollladenkasten
32 besteht im Wesentlichen aus einem oberen horizontalen Schenkel 35, einem mittleren
senkrechten Abschnitt 33 und einem unteren horizontalen Schenkel 34. Als wesentlicher
Unterschied zu den zuvor gezeigten Rollladenkästen zeigt Fig. 14 den Rollladenkasten
32 in einer bereits verbauten Situation, d. h. dieser ist innerhalb einer kastenförmigen
Gebäudeaussparung 37 zur Aufnahme eines Rollladenkastens eingesetzt. Entlang des unteren
horizontalen Schenkels 34 befindet sich eine Abdeckplatte 38, deren eines Ende sich
an einem einem Fensterflügel 39 zugehörigen Rahmen 40 abstützt und deren anderes Ende
an der kastenartigen Gebäudeaussparung 37 anliegt. Die Abdeckplatte 38 ist mit dem
unteren horizontalen Schenkel 34 verklebt. Der untere horizontale Schenkel 34 ist
entlang der Schnittlinie 36 von den übrigen Teilen des Rollladenkastens 32, das heißt
dem mittleren senkrechten Abschnitt 33 und dem oberen horizontalen Schenkel 35 durch
Absägen getrennt worden. Daher kann durch Entfernen der Abdeckplatte 38 auch der mit
dieser verbundene untere horizontale Schenkel 34 entfernt werden, wodurch eine Zugangsmöglichkeit
von der Gebäudeinnenseite in den Innenraum 41 des Rollladenkastens 32, beispielsweise
zum Austausch eines nicht gezeigten Rollpanzers, im Sinne einer Innenrevision gegeben
ist.
[0045] Fig. 15 zeigt einen Rollladenkasten 50 in einer geschnittenen Ansicht. Ähnlich wie
in der Ausführungsform gemäß Fig. 14 wird ein unterer Teil des Grundkörpers 51, nämlich
der untere horizontale Schenkel 53 entlang der Linie 54 z. B. durch Absägen oder Abschneiden
von einem mittleren senkrechten Abschnitt 52 des Grundkörpers 51 getrennt. Der wesentliche
Unterschied zu dem zuvor gezeigten Rollladenkasten 32 gemäß Fig. 14 besteht darin,
dass die Abdeckplatte 55 nicht mit dem abgetrennten Abschnitt des Grundkörpers 51
verklebt wird, sondern der abgetrennte Teil des Grundkörpers 51 über eine Schraubverbindung
mittels einer Dämmstoffschraube 56 lösbar mit dem oberen Teil des Grundkörpers 51
verbunden wird. Im Falle einer Innenrevision, also beispielsweise im Falle einer Reparatur
oder eines Austauschs eines der im Innenraum 57 des Rollladenkastens 50 angeordneten
Rollladenpanzers (nicht gezeigt) ist die Dämmstoffschraube 56 nach Entfernen der Abdeckplatte
55 zu lösen, so dass der abgetrennte untere horizontale Schenkel 53 von dem oberen
Teil des Grundkörpers 51 abgenommen werden kann, wodurch sich eine Zugänglichkeit
in den Innenraum 57 des Rollladenkastens 50 ergibt. Entsprechend umgekehrt wird der
Rollladenkasten 50 nach Abschluss der Innenrevision wieder zusammengesetzt, indem
zunächst mittels der Dämmstoffschraube 56 der horizontale Schenkel 53 mit dem mittleren
senkrechten Abschnitt 52 verbunden und abschließend die Abdeckplatte 55 wieder eingesetzt
bzw. montiert wird.
[0046] Fig. 16 zeigt einen Rollladenkasten 58 einer achten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht, wobei analog zu den Ausführungsformen der Fig. 14 und 15 ein unterer Teil
eines Grundkörpers 59, das heißt im Wesentlichen ein Abschnitt eines unteren horizontalen
Schenkels 60 entlang einer Linie 61 z. B. durch Absägen oder Abschneiden von dem Grundkörper
59 getrennt wird. Der abgetrennte Teil wird jedoch nicht wieder an den Grundkörper
59 montiert, sondern verworfen. Der dadurch entstehende Freiraum zwischen einer Abdeckplatte
62 und dem Grundkörper 59 respektive dem diesem zugehörigen mittleren senkrechten
Abschnitt 63 ist durch einen auf der dem Rollladenkasten 58 zugewandten Seite der
Abdeckplatte 62 aufgebrachten Kunststoffschaum 65 als Dämmmaterial aus EPE, welcher
mit der Abdeckplatte 62 verklebt ist, gefüllt, so dass der Rollladenkasten 58 gleichermaßen
hervorragende thermische wie auch akustische Dämmeigenschaften aufweist. Diese Ausführungsform
eignet sich ebenfalls für die Durchführung einer Innenrevision, da sie eine raumseitige
Zugänglichkeit in den Innenraum 64 des Rollladenkastens 58 erlaubt.
[0047] Fig. 17 zeigt einen Rollladenkasten 66 einer neunten Ausführungsform in einer geschnittenen
Ansicht. Im Gegensatz zu den vorangehenden Ausführungsformen weisen die freien Enden
des oberen und unteren horizontalen Schenkels 67, 68 eine Verjüngung ihres Querschnitts
in Form von an diesen ausgebildeten Stufen 69 auf. Ähnlich zu den Sollbruchstellen
30 gemäß den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 4 dienen die Stufen 69 als Markierung
im Rahmen der Konfektionierung des Rollladenkastens 66 respektive der Kürzung der
diesem zugehörigen oberen bzw. unteren horizontalen Schenkel 67, 68. Dabei ermöglichen
die Stufen 69 ein leichtes, exaktes und insbesondere gleichmäßiges Kürzen des oberen
bzw. unteren horizontalen Schenkels 67, 68. Die Abmessungen, wie insbesondere Länge
und Höhe, der Stufen 69 sowie die Anzahl an Stufen 69 sind grundsätzlich frei wählbar.
1. Rollladenkasten (1, 11, 20, 32, 42, 50, 58, 66), der einen Innenraum (6, 16, 41, 57,
64) umgibt, in dem ein auf eine Welle aufwickelbarer Rollpanzer oder eine Jalousie
aufnehmbar oder aufgenommen ist, wobei der Rollladenkasten (1, 11, 20, 32, 42, 50,
58, 66) an der Unterseite eine Öffnung (8, 19) für den Rollpanzer oder die Jalousie
aufweist und aus einem Kunststoffschaum besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollladenkasten (1, 11, 20, 32, 42, 50, 58, 66) aus einem im Wesentlichen U-förmigen
Grundkörper (2, 12, 21, 43, 51, 59), der den Innenraum (6, 16, 41, 57, 64) an drei
Seiten begrenzt, mit einem mittleren senkrechten Abschnitt (4, 14, 33, 48, 52, 63),
einem unteren horizontalen Schenkel (3, 13, 34, 47, 53, 60, 68) und einem oberen horizontalen
Schenkel (5, 15, 35, 45, 67), sowie aus einer Schürze (7, 18), die an dem Ende des
oberen horizontalen Schenkels (5, 15, 35, 45) angebracht ist, besteht, wobei sich
die Öffnung (8, 19) zwischen dem freien Ende der Schürze (7, 18) und dem unteren horizontalen
Schenkel (3, 13, 34, 47, 53, 60, 68) erstreckt, und der obere horizontale Schenkel
(5, 15, 35, 45, 67) länger als der untere horizontale Schenkel (3, 13, 34, 47, 53,
60) ist und zum Konfektionieren einer bestimmten Einbautiefe des Rollladenkastens
(1, 11, 20, 32, 42, 50, 58, 66) kürzbar oder gekürzt ist.
2. Rollladenkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Grundkörper (2, 12, 21, 43, 51, 59) begrenzte Innenraum (6, 16, 41, 57, 64)
im Wesentlichen halbkreisförmig ausgebildet ist.
3. Rollladenkasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffschaum aus wenigstens einem Material der Gruppe: expandierter Partikelschaum,
insbesondere expandiertes Polyethylen (EPE), expandiertes Polypropylen (EPP) oder
expandiertes Polystyrol (EPS), Melaminharzschaum, Phenolharzschaum, Polyurethanschaum
besteht.
4. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Kunststoffschaum Graphit- und/oder Elastomer-Partikel eingelagert sind.
5. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schürze (7, 18) lösbar an dem oberen Schenkel (5, 15, 35) angebracht ist.
6. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schürze (7, 18) mittels wenigstens eines Befestigungsmittels, insbesondere einer
Schraube an dem oberen horizontalen Schenkel (5, 15, 35) angebracht ist.
7. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Innenraum (16) ein an die Innenkontur des U-förmigen Grundkörpers (12) angepasster,
den Innenraum (16) verkleinernder Einsatz (17) eingesetzt oder befestigt ist.
8. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere, senkrechte Abschnitt (4, 14, 33) mit dem unteren horizontalen Schenkel
(3, 13, 34) und dem oberen horizontalen Schenkel (5, 15, 35) über ein Filmscharnier
(31) verbunden ist.
9. Rollladenkasten nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (43) aus zwei Teilen (44, 46) besteht, wobei der obere horizontale
Abschnitt (45) mit einem ersten Teil (44) und der untere horizontale Abschnitt (47)
mit einem zweiten Teil (46) ausgebildet ist.
10. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Außenfläche des Grundkörpers (25) wenigstens abschnittsweise eine
Oberflächenstrukturierung, insbesondere in Form einer Waben- oder Waffelmusterstruktur,
Quer- oder Längsrillen, aufweist.
11. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Außenfläche des Grundkörpers wenigstens abschnittsweise eine Beschichtung
oder eine eine Oberflächenstruktur aufweisende Folie aufweist.
12. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem unteren horizontalen Schenkel (3, 13, 34, 53) wenigstens abschnittsweise eine
Abdeckplatte (38, 55, 62) angebracht ist.
13. Rollladenkasten nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Rollladenkasten zugewandten Seite der Abdeckplatte (62) wenigstens abschnittsweise
ein Dämmmaterial aufgebracht ist und/oder die Abdeckplatte (62) aus einem Dämmmaterial
besteht.
14. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem freiem Ende des unteren horizontalen Schenkels (3, 13, 34) und/oder des oberen
horizontalen Schenkels (5, 15, 35) an der Außenseite des Rollladenkastens wenigstens
eine als Sollbruchstelle (30) dienende nutartige Aussparung ausgebildet ist.
15. Rollladenkasten nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichte des Kunststoffschaums 5 bis 200 kg/m3, insbesondere 40 bis 100 kg/m3, weiter vorzugsweise 60 bis 80 kg/m3 beträgt.