(19)
(11) EP 2 414 134 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
20.08.2014  Patentblatt  2014/34

(21) Anmeldenummer: 10714077.4

(22) Anmeldetag:  31.03.2010
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B24C 1/04(2006.01)
B24C 3/04(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/IB2010/051409
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2010/113127 (07.10.2010 Gazette  2010/40)

(54)

VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM WASSERSTRAHLSCHNEIDEN

DEVICE AND METHOD FOR WATER-JET CUTTING

DISPOSITIF ET PROCÉDÉ DE DÉCOUPE AU JET D'EAU


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA ME RS

(30) Priorität: 31.03.2009 CH 52009

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.02.2012  Patentblatt  2012/06

(73) Patentinhaber: Bystronic Laser AG
3362 Niederönz (CH)

(72) Erfinder:
  • MAURER, Walter
    CH-4665 Oftringen (CH)
  • PUDE, Frank
    79541 Lörrach (DE)
  • SCHWERMANN, Torben
    CH-3373 Heimenhausen (CH)

(74) Vertreter: Patentbüro Paul Rosenich AG 
BGZ
9497 Triesenberg
9497 Triesenberg (LI)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 317 296
EP-A1- 1 317 999
US-A1- 2003 037 650
EP-A- 1 213 106
EP-A2- 0 849 654
US-A1- 2006 149 410
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks, der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 genannten Art, sowie auf ein Verfahren zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks, der im Patentanspruch 12 genannten Art.

    [0002] Beim Wasserstrahlschneiden wird der aus dem Schneidkopf austretende Wasserstrahl beispielsweise dazu benutzt, eine Materialschicht bzw. ein Werkstück entlang einer Kontur zu trennen, indem der Schneidkopf mit einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit gesteuert entlang diesem verfahren wird. Beim Trennprozess trifft der Wasserstrahl mit hoher Geschwindigkeit auf die Material- bzw. Werkstückoberfläche und durchdringt diese, so dass sich ein Schnittspalt in dem Werkstück ergibt.

    [0003] In der Regel verlaufen die Schnittkanten, welche den Schnittspalt begrenzen, nur bei einer bestimmten Vorschubgeschwindigkeit des Schneidkopfs 10 parallel zueinander. Dies ist in Fig. 9b schematisch dargestellt, welche einen Teil eines Werkstücks 31 im Schnitt sowie den Verlauf des aus dem Schneidkopf 10 austretenden Wasserstrahls 30b zeigt. Ist die Vorschubgeschwindigkeit zu gering oder zu gross, sind die Schnittkanten nicht parallel, sondern geneigt zueinander angeordnet. Fig. 9a zeigt den Verlauf des Wasserstrahls 30a bei zu geringer Vorschubgeschwindigkeit und Fig. 9c den Verlauf des Wasserstrahls 30c bei zu grosser Vorschubgeschwindigkeit. Wie ersichtlich weisen die Schnittkanten gegenüber der Senkrechten auf die Werkstückoberfläche 31 c eine Neigung δ auf. Dieser Winkelfehler wird auch als "taper" bezeichnet.

    [0004] Um eine rationelle Bearbeitung zu gewährleisten, ist man bestrebt, eine möglichst grosse Vorschubgeschwindigkeit zu wählen. Um dabei bei wenigstens einer der beiden Schnittkanten den "taper" zu vermeiden, ist es bekannt, den Schneidkopf schwenkbar auszugestalten (vgl. beispielsweise US 6,922,605 B1 oder US 6,766,216 B2). Dazu sind nebst den drei Achsen zum Verschieben des Schneidkopfs im Raum zwei zusätzliche Schwenkachsen vorgesehen, welche das Schwenken des Schneidkopfs ermöglichen. Es sind geeignete Massnahmen vorzusehen, um ein genaues Orientieren des Schneidkopfs und somit ein präzises Schneiden zu ermöglichen.

    [0005] Um den Schneidkopf richtig in Bezug auf das Werkstück positionieren zu können, ist es weiter bekannt, den Abstand zwischen Schneidkopf und Werkstückoberfläche zu erfassen, indem auf dieser ein Abtaster aufgelegt wird (vgl. beispielsweise EP 1 317 999 A1 oder US 2006/0040590 A1). Der Abstand lässt sich dadurch jedoch nur in einem beschränkten Mass genau bestimmen, was entsprechende Ungenauigkeiten beim Schneiden zur Folge hat.

    [0006] Aus der WO 2008/128303 A1 ist eine Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks bekannt, die einen Schneidkopf und eine Halterung umfasst, welche um eine Drehachse drehbar ist und an welcher der Schneidkopf gehalten ist. Der Schneidkopf weist ein Fokussierrohr mit einer Austrittsöffnung für einen Wasserstrahl auf, wobei der Schneidkopf entlang einer in Bezug auf die Drehachse unter einem Winkel geneigten Schneidkopfachse ausgerichtet ist.

    [0007] Nachteilig an dieser und anderen bekannten Lösungen ist, dass beim Drehen des Schneidkopfs um die Drehachse, damit beispielsweise ein um eine Ecke laufender Schnitt im Werkstück ausführbar ist, der Eintrittspunkt des Wasserstrahls auf der Werkstückoberfläche verschoben wird. Diese Verschiebung muss durch eine Korrekturbewegung in X-, Y- und/oder Z-Richtung kompensiert werden. Dies bedingt einen zusätzlichen, separaten Steuervorgang bei jeder Änderung der Winkellage des Schneidkopfs.

    [0008] Aus der US 2003/0037650 A1 ist eine Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks bekannt mit einem Schneidkopf, einer Halterung, welche um eine Drehachse drehbar ist und an welcher der Schneidkopf gehalten ist. Der Schneidkopf weist ein Fokussierrohr mit einer Austrittsöffnung für einen Wasserstrahl auf. Der Schneidkopf ist entlang einer in Bezug auf die Drehachse unter einem Winkel geneigten Schneidkopfachse ausgerichtet. Weiter ist eine Messeinrichtung mit einem Erfassungsmittel zum Erfassen des Abstandes zwischen dem Schneidkopf und einer Werkstückoberfläche des Werkstücks vorgesehen.

    [0009] Eine weitere gattungsgemässe Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden ist in der US 2006/0149410 A1 gezeigt,

    [0010] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks anzugeben, welche bzw. welches die vorgenannten Nachteile nicht aufweist und dadurch ein genaueres Schneiden ermöglicht.

    [0011] Diese Aufgabe wird durch die Vorrichtung gemäss Anspruch 1, einer Maschine gemäss Anspruch 11, durch das Verfahren gemäss dem Anspruch 12 sowie durch das Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks gemäss dem Anspruch 15 gelöst. Die weiteren Ansprüche geben bevorzugte Ausführungen der entsprechenden erfindungsgemässen Vorrichtungen und des entsprechenden erfindungsgemässen Verfahrens an.

    [0012] Eine Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden umfasst beispielsweise einen Schneidkopf und eine Messeinrichtung mit einem Abtaster zum Erfassen des Abstandes zwischen Schneidkopf und Werkstückoberfläche, wobei die Messeinrichtung einen Antrieb umfasst, mittels welchem der Abtaster kraftgesteuert gegen die Werkstückoberfläche drückbar ist. Der Antrieb ist beispielsweise ein Linearmotor mit einer linear verschiebbaren Stellachse. Der Abtaster weist z. B, ein ringförmiges Ende auf. Vorteilhaft ist ein Wegmesssystem zum Erfassen der Position der Stellachse des Antriebs vorgesehen. Weiter Ist vorteilhaft eine Steuerung vorgesehen, mittels welcher die Kraft einstellbar ist, mit welcher der Abtaster gegen die Werkstückoberfläche drückbar ist, wobei die Steuerung des Abtasters von der Steuerung des Schneidkopfs unabhängig ist.

    [0013] Die Bezugszeichenliste ist Bestandteil der Offenbarung.

    [0014] Anhand von Figuren wird die Erfindung symbolisch und beispielhaft näher erläutert.

    [0015] Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an.

    [0016] Es zeigen dabei
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung;
    Fig. 2
    eine Vorderansicht der Vorrichtung gemäss Fig. 1, wobei der Schneidkopf so gedreht ist, dass er mit seinem vollen, vorgegebenen Neigungswinkel zu sehen ist;
    Fig. 3
    eine Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung;
    Fig. 4
    eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss Fig. 3;
    Fig. 5
    das Zwischengelenk der Vorrichtung gemäss Fig. 3 in einer Seitenansicht;
    Fig. 6
    das Zwischengelenk gemäss Fig. 6 geschnitten in der Ebene gemäss der Linie VI-VI in Fig. 7;
    Fig. 7
    das Zwischengelenk gemäss Fig. 5 in einer Draufsicht;
    Fig. 8
    eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines Werkstückes, welches mit der Vorrichtung gemäss Fig. 1 oder Fig. 3 getrennt wird;
    Fig. 9a-9c
    schematisch die Verläufe des Wasserstrahls beim Durchtrennen eines Werkstücks bei drei verschiedenen Vorschubgeschwindigkeiten des Schneidkopfs;
    Fig. 10a-10b
    eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer erfindungsgemässen Vorrichtung;
    Fig. 11
    eine erfindungsgemässe Variante der Vorrichtung gem. Fig. 10a und 10b; und
    Fig. 12
    eine weitere erfindungsgemässe Variante der Vorrichtung gem. Fig. 1.


    [0017] Wie aus Fig. 1 ersichtlich, umfasst die Schneidvorrichtung zum Wasserstrahlschneiden einen Schneidkopf 10 mit einem Fokussierrohr 10b, welcher an einer Nabe als Halterung 11 befestigt ist. Diese ist dazu mit einer Bohrung versehen, in welcher der Schneidkopf 10 sitzt. Das Fokussierrohr 10b weist eine Austrittsöffnung 10c auf, aus welcher der sich im Betrieb bildende Wasserstrahl 30 austritt.

    [0018] Die Halterung 11 des Schneidkopfs 10 ist drehbar auf einer Grundplatte als Träger 12 gelagert. Die Lager der Halterung 11 sind mittels Dichtungen vor Eindringen von Wasser, Staub, etc. geschützt. Die Halterung 11 weist eine exzentrisch angeordnete Öffnung 15 auf, durch welche das der Austrittsöffnung 10c abgewandte, einlassseitige Ende 10a des Schneidkopfs 10 hindurch ragt.

    [0019] Auf der Grundplatte 12 ist ein Antrieb 13 in Form eines Drehmotors angebracht, der über einen Zahnriemen 14 an die drehbar gelagerte Halterung 11 gekoppelt ist. Als Antrieb 13 eignet sich z.B. ein Servomotor oder ein Schrittmotor.

    [0020] Das einlassseitige Ende 10a des Schneidkopfs 10 ist mit einem Winkelstück 17 verbunden, welches über ein Rohr 18 an ein Drehgelenk 19 angeschlossen ist, das als Hochdruckdrehgelenk ausgebildet ist. Dieses ist einlassseitig mit einem Anschlussrohr 20 versehen. Das Anschlussrohr 20 ist über weitere Leitungen an eine hier nicht dargestellte Hochdruckpumpe anschliessbar. Die Komponenten 17-20 bilden eine Hochdruckleitung, welche es erlaubt, Wasser mit dem nötigen Druck dem Schneidkopf 10 zuzuführen. Typischerweise beträgt der Druck 3000 bar oder mehr.

    [0021] Um die Schneidvorrichtung als Ganzes horizontal (d. h. in X- und Y-Richtung) sowie vertikal (d. h. in Z-Richtung) gesteuert verschieben zu können, ist sie auf einem Wagen (z. B. am Träger 12) angeordnet, der mittels einer geeigneten Verschiebeeinrichtung im Raum verschiebbar ist.

    [0022] Der Schneidkopf 10 ist mit einer Düse zur Erzeugung des Wasserstrahls 30 und mit einem Anschlussstutzen zur Beigabe eines Abrasivmaterials versehen. Düse und Anschlussstutzen sind bekannter Art und in der Fig. 1 nicht ersichtlich.

    [0023] Wie Fig. 2 zeigt, ist der Schneidkopf 10 unter einem vorgegebenen Neigungswinkel α in Bezug auf die Drehachse 24 angeordnet, um welche die Halterung 11 drehbar ist. Die Schneidkopfachse 25 (Richtung, in welcher sich der Wasserstrahl 30 ausbreitet) ist somit um den Winkel α geneigt zur Drehachse 24 angeordnet. Der Schneidkopf 10 ist so an der Halterung 11 gehalten, dass sich der Schnittpunkt 27 von Drehachse 24 und Schneidkopfachse 25 beabstandet zur Austrittsöffnung 10c und unterhalb dieser befindet. Dieser Schnittpunkt 27 wird auch als Fokuspunkt oder Tool-Center-Point bezeichnet.

    [0024] Die Antriebsachse 15 des Antriebs 13 ist parallel zur Drehachse 24 angeordnet.

    [0025] Das Drehgelenk 19 ist so angeordnet, dass dessen drehbarer Teil 19a um eine Drehachse drehbar ist, welche mit der Drehachse 24 der Halterung 11 zusammenfällt. Die Ausgestaltung des Winkelstückes 17 ist so gewählt, dass es zusammen mit dem Drehgelenk 19 eine Drehung der Halterung 11 sowie des Schneidkopfs 10 um die Drehachse 24 erlaubt.

    [0026] In Fig. 2 sind durch gestrichelte Linien 26a, 26b, 26c die Innenkanäle dargestellt, durch welche im Betrieb das Wasser vom Anschlussrohr 20 über die Komponenten 17 bis 19 dem Schneidkopf 10 zugeführt wird, wo es schliesslich aus der Austrittsöffnung 10c austritt und auf das Werkstück 31 trifft. Dieses kann z.B. ein Blech sein, aus welchem ein oder mehrere Teile herausgeschnitten werden.

    [0027] Im Betrieb wird die Schneidvorrichtung gesteuert im Raum bewegt, um mittels des Wasserstrahls 30 eine Materialschicht bzw. ein Werkstück 31 entlang einer Kontur durchtrennen zu können. Der Antrieb 13 wird dabei so angesteuert, dass die Halterung 11 zusammen mit dem Schneidkopf 10 mit einem bestimmten Drehwinkel β um die Drehachse 24 gedreht wird. Die Komponenten 17, 18 und 19a werden dabei ebenfalls um die Drehachse 24 gedreht. Die Steuerung der Schneidvorrichtung erfolgt beispielsweise durch eine CNC-Steuerung.

    [0028] Der Drehwinkel β ist so gewählt, dass beim Schneiden eine unerwünschte Neigung der Schnittkante ("Winkelfehler"/ "taper") berücksichtigt wird und diese die gewünschte Ausrichtung aufweist (in der Regel senkrecht zur Werkstückoberfläche 31 c). Das Ausgleichen dieser Neigung wird im Folgenden auch als Winkelfehlerkorrektur bezeichnet.

    [0029] Angenommen die Schneidrichtung ist in negativer Richtung der X-Achse gemäss Fig. 2 und die Drehlage des Schneidkopfs 10 entspricht der in Fig. 2 gezeigten Drehlage, d.h. β = 0 Grad. In diesem Fall ist die Schneidkopfachse 25 parallel zur Ebene angeordnet, in welcher die Schneidrichtung verläuft und welche gemäss Fig. 2 der XZ-Ebene entspricht. Bei dieser Einstellung erfolgt keine Winkelfehlerkorrektur. Vorteilhaft erfolgt in dieser Ausrichtung des Schneidkopfs 10 der Trennschnitt stechend, d. h. der Wasserstrahl 30 wird zur Ausführung des Trennschnitts in Richtung der Schneidrichtung ausgerichtet. Alternativ kann der Trennschnitt in einer gegenüber der in Fig. 2 gezeigten Ausrichtung um 180 Grad verdrehten Ausrichtung des Schneidkopfs 10 schleppend ausgeführt werden, d. h. der Wasserstrahl 30 wird zur Ausführung des Schnittes entgegen der Richtung der Schneidrichtung ausgerichtet.

    [0030] Wird nun der Schneidkopf 10 um β = 90 Grad gedreht, so ist die Schneidkopfachse 25 um den Neigungswinkel α geneigt zur XZ-Ebene angeordnet. Bei dieser Einstellung erfolgt die maximal mögliche Winkelfehlerkorrektur.

    [0031] Durch Ändern des Winkels β ist eine Winkelfehlerkorrektur im Bereich von - a bis +α möglich, wobei sich der jeweilige Korrekturwinkel aus der Projektion des Neigungswinkels α auf die senkrechte Ebene zur Schneidrichtung ergibt.

    [0032] Der Wert des Neigungswinkels α legt die maximal mögliche Winkelfehlerkorrektur fest und ist entsprechend der Auslegung der Schneidvorrichtung festgelegt. Typischerweise ist der Neigungswinkel α kleiner als 10 Grad und vorteilhaft grösser 1 Grad.

    [0033] In den Figuren 3 und 4 ist eine Variante der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden gezeigt. Teile, die den Teilen der ersten Ausführungsform gemäss Fig. 1 entsprechen, sind mit denselben Bezugszeichen versehen.

    [0034] In den Figuren 3 und 4 ist ein Zwischengelenk 1 zu sehen, über welches Abrasivmaterial zum Schneidkopf 10 zuführbar ist. Ein derartiges Zwischengelenk 1 wird auch als Abrasivleitungsdrehgelenk bezeichnet.

    [0035] Das Zwischengelenk 1 bzw. Abrasivleitungsdrehgelenk befindet sich zwischen dem als Hochdruckdrehgelenk ausgebildeten Drehgelenk 19 und dem Winkelstück 17 und weist einen Einlass 1 a auf, der mit einer Zufuhrleitung 2 verbunden ist und der in einem Ring 3 mündet. Dieser ist an einer festen Position gehalten, indem er mittels einer Stütze 8 an einer mit der Grundplatte 12 fest verbundenen Seitenplatte 9 abgestützt ist. Das Zwischengelenk 1 ist weiter mit einem Auslass 1 b versehen, der über eine Verbindungsleitung 4 mit dem Anschlussstutzen 10d des Schneidkopfs 10 verbunden ist.

    [0036] Figuren 5 bis 7 zeigen das Zwischengelenk 1 im Detail. Wie ersichtlich, wird es vom Rohr 18 durchquert, über welches das Wasser unter Hochdruck vom Drehgelenk 19 zum Winkelstück 17 leitbar ist und welches konzentrisch zur Drehachse 24 der Halterung 11 verläuft (vgl. Fig. 2).

    [0037] Das Zwischengelenk 1 umfasst ein Deckelelement 5, welches auf ein Trichterelement 6 gesetzt ist, so dass sich dazwischen ein trichterförmiger

    [0038] Spalt 7 ergibt. Die beiden Elemente 5 und 6 sind fest mit Rohr 18 verbunden, jedoch relativ zum Ring 3 frei drehbar. Der Einlass 1 a befindet sich am stationären Ring 3, während der Auslass 1 b am drehbaren Trichterelement 6 befestigt ist. Die Teile 1 b, 5 und 6 können demnach einer Drehung des Schneidkopfs 10 folgen, während der Einlass 1 a und der Ring 3 stationär bleiben.

    [0039] Abrasivmaterial, welches im Betrieb durch den Einlass 1a am Ring 3 einströmt, wird durch den Spalt 7 zwischen Deckelelement 5 und Trichterelement 6 geführt und tritt am Auslass 1 b wieder aus.

    [0040] Durch das Vorsehen des Zwischengelenks 1 kann die Zufuhrleitung 2 zur Zufuhr des Abrasivmaterials von der Drehbewegung des Schneidkopfs 10 entkoppelt werden. Dieser kann somit um 360 Grad oder mehr um die Drehachse 24 gedreht werden, ohne dass sich dabei die Zufuhrleitung 2 für das Abrasivmaterial aufwickelt. So wird ein reibungsloser Transport des Abrasivmittels zum Schneidkopf gewährleistet.

    [0041] Fig. 8 zeigt schematisch das Trennen einer Materialschicht bzw. eines Werkstücks 31 mittels eines Wasserstrahls 30, wobei die Schnittrichtung senkrecht auf der Zeichnungsebene liegt. Die Drehachse 24, um welche der Schneidkopf 10 gedreht wird, verläuft dabei vorzugsweise senkrecht durch die Material- bzw. Werkstückoberfläche 31 c, welche getrennt wird.

    [0042] Beim Schneiden entstehen zwei Wände in der Materialschicht 31, welche die Schnittkante 31 a des Teils mit der gewünschten Form ("Nutzteil" 32) und die Schnittkante 31b des als Abfall anfallenden Teils ("Abfallteil" 33) bilden. Der auf die Drehachse 24 bezogene Drehwinkel β, mit welchem der Schneidkopf 10 gedreht ist, ist dabei so gewählt, dass der Wasserstrahl 30 eine Schnittkante 31 a erzeugt, die senkrecht zur Oberfläche der Materialschicht bzw. des Werkstücks 31 steht. Die zweite Schnittkante 31 b wird dabei in der Regel abgeschrägt sein, was aber keine Rolle spielt, da sie zum nicht weiter verwendeten Abfallteil 33 gehört.

    [0043] Insbesondere beim Schneiden entlang einer geraden oder sich stufenlos ändernden Kontur ist zur Winkelfehlerkorrektur die Ansteuerung lediglich einer einzigen Achse ausreichend. Dies hat u.a. den Vorteil, dass der Schneidkopf 10 präzise ausrichtbar ist, was ein präzises Schneiden ermöglicht.

    [0044] Im Weiteren verbleibt die Austrittsöffnung 10c des Schneidkopfs 10 dabei auf derselben Höhe, wenn dieser um die Drehachse 24 gedreht wird. Somit verbleibt auch der Fokuspunkt bzw. Tool-Center-Point beim Drehen des Schneidkopfs 10 um die Drehachse 24 an der gleichen Position auf der Werkstückoberfläche 31 c. Zur Winkelfehlerkorrektur ist demnach kein Nachführen des Schneidkopfs 10 in vertikaler, d.h. Z-Richtung erforderlich. Auch eine Korrektur in X- und/oder Y-Richtung erübrigt sich, da der Eintrittspunkt des Wasserstrahls 30 an der Werkstückoberfläche 31c sich beim Drehen des Schneidkopfs 10 um die Drehachse 24 nicht verändert.

    [0045] In den Figuren 1 und 2 ist weiter eine Messeinrichtung 39 gezeigt, welche zum Erfassen des Abstandes zwischen dem Schneidkopf 10 und der Werkstückoberfläche 31 c dient, um ein präzises Schneiden zu ermöglichen. Die Messeinrichtung 39 weist eine Stange 40 auf, welche durch die Grundplatte 12 hindurch reicht und welche durch diese geführt in der Z-Achse verschiebbar ist, wie dies durch den Doppelpfeil 41 in den Figuren 1 und 2 angedeutet ist.

    [0046] Die Stange 40 ist an ihrem oberen Ende mit einem Verbindungsteil 42 und an ihrem unteren Ende mit einem Ausleger 43 versehen. An diesem ist endseitig ein Abtaster 44 in Form eines Ringes angebracht, welcher die Drehachse 24 umgibt und durch welchen die Austrittsöffnung 10c des Schneidkopfs 10 hindurchführbar ist. In Fig. 2 stellen die ausgezogenen Linien den Abtaster 44 in der ausgefahrenen Stellung dar, während die gestrichelten Linien den Abtaster 44' in seiner eingefahrenen Stellung zeigen.

    [0047] Zum Verschieben des Abtasters 44 dient ein auf dem als Grundplatte ausgebildeten Trägers 12 angeordneter Antrieb 45, welcher in Form eines Linearmotors mit einer linear verschiebbaren Stellachse 45a ausgebildet ist. Diese ist endseitig fest mit dem Verbindungsteil 42 verbunden. Der Antrieb 45 ist kraftgesteuert antreibbar, um den Abtaster 44 mit einer bestimmten, vorgebbaren Kraft auf das Werkstück drücken zu können. Anstelle eines elektrisch arbeitenden Antriebs ist es auch denkbar, einen pneumatischen Antrieb zu verwenden, z.B. einen pneumatischen Zylinder. Optional kann eine Führung für den Antrieb 45 vorgesehen werden, um zu verhindern, dass etwaige Kräfte seitlich auf die Stellachse 45a wirken.

    [0048] Zur genauen Erfassung der Position der Stellachse 45a und somit des Abtasters 44, dient ein auf dem Träger 12 angeordnetes Wegmesssystem 46 mit einer linear verschiebbaren Messachse 46a, die fest mit dem Verbindungsteil 42 verbunden ist. Das Wegmesssystem 46 ist z.B. als magnetisches System üblicher Art ausgebildet, bei welchem die Position eines Magnetsensors entlang eines Magnetbandes erfasst wird. Anstelle eines externen Wegmesssystems 46 ist auch denkbar, einen Antrieb 45 zu verwenden, in welchem ein Wegmesssystem bereits integriert ist.

    [0049] Zur Erfassung des Abstandes zwischen dem Schneidkopf 10 und der Werkstückoberfläche 31 c wird mittels des Antriebes 45 der Abtaster 44 mit einer vorgegebenen Kraft F verschoben. Der Abtaster 44 kontaktiert schliesslich die Werkstückoberfläche 31 c und wird gegen diese mit der Kraft F gedrückt. Mittels des Wegmesssystems 45 wird die Position der Messachse 46a und daraus der Abstand zwischen Schneidkopf 10 und Werkstückoberfläche 31 c bestimmt.

    [0050] Zur Eichung der Messeinrichtung 39 können zwei Referenzflächen mit bekannter Lage zueinander vorgesehen sein. Die erste Referenzfläche wird vom Abtaster 44 z. B. nach dem Aufstarten der Steuerung kontaktiert. Aus dem Weg, welchen der Schneidkopf 10 dann braucht, bis er durch Absenken die zweite Referenzfläche berührt, lässt sich die vertikale Relativposition zwischen Abtaster 44 und Schneidkopf 10 bestimmen.

    [0051] Die permanente Abstandsmessung mittels des Abtasters 44 erlaubt eine Regelung der Anpresskraft zwischen Taster und Werkstück 31, um so den Arbeitsabstand des Werkzeuges aktiv zu beeinflussen. Einem Schwingen und Aufschwimmen des Werkstückes 31 kann auf diese Weise entgegengewirkt werden. Somit wird gewährleistet, dass der Fokuspunkt bzw. Tool-Center-Point, der dem Schnittpunkt von Drehachse 24 und Schneidkopfachse 25 entspricht, exakt in der Werkstückoberfläche 31 c gehalten wird.

    [0052] Diese Messeinrichtung 39 gewährleistet eine aktive Abtastung, welche unter anderem folgende Vorteile aufweist:

    Grundsätzlich können mittels der Messeinrichtung 39 etwaige Unebenheiten in der Werkstückoberfläche 31 c genau erfasst werden. Dies erlaubt eine Nachführung des Schneidkopfs 10, indem seine vertikale Lage entsprechend angepasst wird, um so den Abstand zwischen Werkstückoberfläche 31 c und dem Schneidkopf 10 konstant zu halten.



    [0053] Die vertikale Lage eines Werkstückes 31 kann sich aufgrund von Schwingungen, welchen das Werkstück 31 und/oder eine Werkstückauflage während des Betriebes unterworfen ist, verändern. Durch die bewegungsabhängige Anpresskraft des Abtasters 44 an die Werkstückoberfläche 31 c, wird das Werkstück 31 in seiner Lage stabilisiert und dadurch eine genaue Abstandseinhaltung ermöglicht.

    [0054] Insgesamt ermöglicht die aktive Abtastung der Messeinrichtung 39 eine präzise Abstandsregelung, was schliesslich ein präzises Positionieren des Schneidkopfs 10 und somit ein präzises Schneiden erlaubt. Typischerweise kann der Abstand mit einer Genauigkeit bestimmt werden, die im Bereich von 100 Mikrometer oder sogar 50 Mikrometer liegt.

    [0055] Bei der in den Fig. 10a und 10b dargestellten Vorrichtung ist eine Aufstellvorrichtung für den Schneidkopf 10 vorgesehen, mittels welcher der Schneidkopf 10 von einer geneigten Stellung um den vorgegebenen Winkel α in eine normal zur Werkstückoberfläche 31 c Stellung überführbar ist.

    [0056] Das Aufstellen des Schneidkopfs 10 ermöglicht z. B. auf einer Maschine, an der beispielsweise zwei 2D-Köpfe und zwei Schwenkköpfe montiert sind, die Schwenkköpfe wie normale 2D-Köpfe zu verwenden. Damit können Werkstücke 31 im Vierkopfbetrieb geschnitten werden, da ein gleichzeitiger Betrieb von 2D-Köpfen und Schwenkköpfen aufgrund deren abweichenden Geschwindigkeitsprofilen der Schneidpläne normalerweise nicht möglich ist.

    [0057] Des Weiteren ist das Aufstellen des Schneidkopfs 10 zum Schneiden von kritischen Konturabschnitten, wie z.B. spitzen Ecken oder von kleinen Radien, vorteilhaft. Der Schneidkopf 10 wird hierfür vor dem betreffenden Abschnitt aufgestellt und wie ein herkömmlicher 2D-Kopf benutzt.

    [0058] Die Aufstellvorrichtung 51 umfasst eine Aufstelleinrichtung, mit welcher der Schneidkopf 10 relativ zur Halterung 11 um den Winkelbetrag des Winkels α verschwenkbar ist.

    [0059] Die Aufstelleinrichtung umfasst eine Führung 52 und ein Pneumatikzylinder als Betätigungselement 56. Die Führung 52 ist in der Halterung 11 vorgesehen, von deren Zentrum in Richtung des radial äusseren Randes verlaufend und jeweils endseitig begrenzt. Der Schwenkkopf 10 ist mittels des Betätigungselementes 56 von einer geneigten Stellung in eine parallel zur Drehachse 24 ausgerichteten Stellung überführbar.

    [0060] Wenn der Schneidkopf sich in der geneigten Stellung gemäss Fig. 10a befindet, steht dieser in dieser Stellung vorteilhaft an dem der Drehachse 24 abgewandten Ende 53 der Führung 52 an. In der aufgestellten Stellung, welche in Fig. 10b dargestellt ist, ist die Schneidkopfachse 25 parallel zur Drehachse 24 ausgerichtet. Die Schneidkopfachse 25 weist somit zu der Drehachse 24 eine Ausrichtung von 0 Grad auf und steht somit senkrecht zur Werkstückoberfläche 31 c. Auch das der Drehachse 24 benachbarte Ende 54 der Führung 52 bildet vorteilhaft einen Anschlag für den Schneidkopf 10 aus.

    [0061] Anstelle eines Pneumatikzylinders können auch hydraulische oder elektrische Vorrichtungen als Betätigungselement 56 vorgesehen werden, welche für den Zweck des Aufstellens des Schneidkopfs 10 geeignet sind.

    [0062] Bei der in der Fig. 11 dargestellten Variante umfasst die Aufstellvorrichtung 61 eine Kippachse 62, welche durch den Fokuspunkt verläuft bzw. diesen überlagert. Der Träger 12' ist zweiteilig ausgebildet und umfasst ein Fixteil 12a sowie ein relativ zum Fixteil 12a um den Winkelbetrag des Winkels α kippbares Schwenkteil 12b. Das Schwenkteil 12b ist entsprechend an dem Fixteil 12a gelagert, damit beim Verkippen der Fokuspunkt 27 nicht verschoben wird. Die Kippachse 62 verläuft senkrecht zur Drehachse 24. In der aufgestellten Stellung des Schneidkopfs 10, wie sie in der Fig. 11 dargestellt ist, ist die Schneidkopfachse 25 senkrecht zur Werkstückoberfläche 31 c und die Drehachse 24 in Bezug auf die Schneidkopfachse 25 um den Winkel α geneigt ausgerichtet. Um diese Ausrichtung des Schneidkopfs 10 zu erreichen, wird der noch geneigte Schneidkopf 10 zuvor um die Drehachse 24 auf eine definierte Position gestellt. Beim Kippen des Schwenkteils 12b werden gleichzeitig auch die auf diesem Schwenkteil 12b angeordneten Elemente, wie die Halterung 11, das Winkelstück 17, das Drehgelenk 19 sowie die mit diesen verbundenen Leitungen, geneigt.

    [0063] Beide Varianten der Aufstellvorrichtung 51 und 61 können manuell oder CNC-gesteuert sein. Vorteilhaft ist, dass der Winkel zur Drehachse 24 bei beiden Ausführungsvarianten des aufstellbaren Schneidkopfs 10 nicht stufenlos einstellbar ist, sondern nur zwei Positionen des Schneidkopfs 10 einstellbar sind, einerseits 0 Grad zur Drehachse 24 und andererseits der vorgegebene Winkel α zur Drehachse 24, welcher dem maximalen Anstellwinkelwinkel des Schneidkopfs 10 entspricht. Die Winkelkorrektur am Werkstück 31 wird weiterhin über die relative Ausrichtung des Schneidkopfs 10 bzw. der Halterung 11 in Bezug auf die Schneidrichtung eingestellt. Die Einstellung der 0 Grad-Position entspricht einer Abschaltung der Winkelfehlerkompensationsfunktion.

    [0064] Bei der in Fig. 12 gezeigten Variante ist in der Öffnung 15 der Halterung 11 ein Lager 66 vorgesehen, in welchem der Schneidkopf 10 drehbar um seine Schneidkopfachse 25 in der Halterung 11 aufgenommen ist. Diese zusätzliche Lagerung bringt zwar eine Verringerung der Systemgenauigkeit mit sich, lässt aber andererseits den Entfall eines als Hochdruckdrehlager ausgebildeten Drehgelenks 19 und eines Zwischengelenks 1 zu, da der Schneidkopf 10 und die mit ihm verbundene Hochdruckleitung 18' von der Drehbewegung um die Drehachse 24 entkoppelt werden. Durch eine Drehung der Halterung 11 um die Drehachse 24 entsteht eine Taumelbewegung des Schneidkopfes 10 um die Drehachse 24. Die Hochdruckleitung 18' weist zumindest bereichsweise eine Flexibilität auf, durch die ein Ausgleich über einen Winkelbereich von -α bis +α möglich ist. Die verdrehfreie Bewegung des einlassseitigen Endes 10a des Schneidkopfs 10 kann durch die Flexibilität einer Rohrspirale oder langen Rohrrute aufgenommen werden.

    [0065] Die Funktionsweise in Bezug auf die Winkelkorrektur ist bei dieser Variante identisch mit der Funktionsweise der vorgenannten erfindungsgemässen Lösungen.

    [0066] Aus der vorangehenden Beschreibung sind dem Fachmann zahlreiche Abwandlungen zugänglich, ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen, der durch die Ansprüche definiert ist.

    [0067] Das Vorsehen einer drehbaren Halterung 11, an welcher ein Schneidkopf 10 gehalten ist, sowie das Vorsehen eines Antriebes 45 zum Andrücken eines Abtasters 44 an die Werkstückoberfläche 31 c sind zwei verschiedene Massnahmen, die auch unabhängig voneinander angewendet werden können, um einen präziseren Schnitt beim Wasserstrahlschneiden zu ermöglichen. Beispielsweise kann die hier dargestellte Schneidvorrichtung mit einer üblichen Messeinrichtung 39 versehen sein, oder die hier dargestellte Messeinrichtung mit aktiver Abtastung kann bei einer üblichen Schneidvorrichtung angewendet werden.

    [0068] Anstelle einer Messeinrichtung 39 mit einer mechanischen Abtastung kann z. B. auch eine Messeinrichtung mit einer Ultraschall-, Laser- oder kapazitiven Abtastung verwendet werden. Eine weitere Variante wäre ein Verfahren, bei dem die Lage des Werkstückes 31 im Raum definiert wird und das durch geeignete Kalibriervorgänge den Abstand von Schneidkopf 10 zu Werkstück 31 sicherstellt. So könnte auf den Einsatz einer Messeinrichtung mit einer Abtastung verzichtet werden.

    [0069] Die Schneidvorrichtung ist an alle Arten des Wasserstrahlschneidens anpassbar. Insbesondere für das Schneiden mittels Reinwasserstrahl oder Wasserabrasivinjektorstrahl ist die Vorrichtung besonders geeignet.

    [0070] Die Halterung 11 braucht nicht unbedingt so ausgebildet zu sein, dass sie um einen Vollwinkel von 360 Grad oder mehr drehbar ist. Je nach Anwendungszweck kann auch eine Drehung um einen kleineren Winkelbereich, z.B. 90 Grad oder 180 Grad um die Drehachse 24 ausreichend sein.

    [0071] Der Schneidkopf 10 kann auch so an der Halterung 11 gehalten sein, dass der Neigungswinkel α einstellbar ist. Dies kann z.B. mittels eines linear wirkenden Antriebs erfolgen, der auf den Schneidkopf 10 wirkt.
    Bezugszeichenliste
    1 Zwischengelenk 30,a-c Wasserstrahl
    1a Einlass 31 Werkstück
    1b Auslass 31a Schnittkante
    2 Zuführleitung 31b zweite Schnittkante
    3 Ring 31c Werkstückoberfläche
    4 Verbindungsleitung 32 Nutzteil
    5 Deckelelement 33 Abfallteil
    6 Trichterelement    
    7 Spalt 39 Messeinrichtung
    8 Stütze 40 Stange
    9 Seitenplatte 41 Doppelpfeil
    10 Schneidkopf 42 Verbindungsteil
    11 Halterung 43 Ausleger
    12 Träger 44 Abtaster
    12a Fixteil v. 12' 45 Antrieb
    12b Schwenkteil v. 12' 45a Stellachse v. 45
    13 Antrieb 46 Wegmesssystem
    14 Zahnriemen 46a Messachse v. 46
    15 Öffnung in 11    
        51 Aufstellvorrichtung
    17 Winkelstück 52 Langloch-Führungsbohrung
    18 Rohr 53 Ende v. 52
    19 Drehgelenk 54 anderes Ende v. 52
    20 Anschlussrohr    
        56 Betätigungselement
    24 Drehachse    
    25 Schneidkopfachse 61 Aufstellvorrichtung
    26a-c Innenkanäle v. 19/20, 17, 10 62 Kippachse
    27 Schnittpunkt    
        66 Lager in 15



    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks (31) mit einem Schneidkopf (10), einer Halterung (11), welche um eine Drehachse (24) drehbar ist und an welcher der Schneidkopf (10) gehalten ist, wobei der Schneidkopf (10) ein Fokussierrohr (10b) mit einer Austrittsöffnung (10c) für einen Wasserstrahl (30) aufweist, wobei der Schneidkopf (10) entlang einer in Bezug auf die Drehachse (24) unter einem Winkel (α) geneigten Schneidkopfachse (25) ausgerichtet ist, wobei
    eine Messeinrichtung (39) mit einem Erfassungsmittel zum Erfassen des Abstandes zwischen dem Schneidkopf (10) und einer Werkstückoberfläche (31 c) des Werkstücks (31) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass
    die Schneidkopfachse (25) mittels einer Steuerung in einem vorgegebenen Winkel (α) geneigt ist, wobei der Schnittpunkt von Drehachse (24) und Schneidkopfachse (25) in Bezug auf die Drehachse (24) auf der gleichen axialen Höhe wie die vom Erfassungsmittel der Messeinrichtung (39) erfassten axialen Höhe der Werkstückoberfläche (31 c) des Werkstücks (31) liegt.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Schnittpunkt von Drehachse (24) und Schneidkopfachse (25) beabstandet zur Austrittsöffnung (10c) ist und in Bezug auf die Austrittsrichtung des Wasserstrahls (30) unterhalb dieser liegt.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Halterung (11) zusammen mit dem Schneidkopf (10) um mindestens 90 Grad, bevorzugt um mindestens 180 Grad und besonders bevorzugt um mindestens 360 Grad, vorteilhaft auf einer kreisförmigen Bahn, um die Drehachse (24) drehbar ist.
     
    4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Erfassungsmittel der Messeinrichtung (39) einen geregelten Abtaster (44) umfasst, der ein mit der Werkstückoberfläche (31 c) des Werkstücks (31) in Anlage bringbares Ende aufweist.
     
    5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem Antrieb (13) zum Drehen der Halterung (11), der eine Antriebsachse (15) aufweist, die vorzugsweise parallel zur Drehachse (24) der Halterung (11) angeordnet ist.
     
    6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem Zwischengelenk (1), über welches Abrasivmaterial zum Schneidkopf (10) leitbar ist, wobei das Zwischengelenk (1) einen Einlass (1 a) und einen relativ dazu drehbaren Auslass (1 b) aufweist, wobei das Zwischengelenk (1) zwischen Einlass (1a) und Auslass (1b) optional einen trichterförmigen Spalt (7) aufweist.
     
    7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, mit einem Drehgelenk (19), welches einen Einlass (20) und einen relativ dazu drehbaren Auslass (18) aufweist, der mit dem Schneidkopf (10) verbunden ist, wobei die Drehachse des Drehgelenks (19) mit der Drehachse (24) der Halterung (11) zusammenfällt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei ein Lager (66) zwischen dem Schneidkopf (10) und einer Öffnung (15) in der Halterung (11) vorgesehen ist, so dass der Schneidkopf (10) um die Schneidkopfachse (25) frei drehbar in der Halterung (11) gelagert ist.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei eine Aufstellvorrichtung (51; 61) für den Schneidkopf (10) vorgesehen ist, mittels welcher der Schneidkopf (10) von einer geneigten Stellung um den vorgegebenen Winkel (α) in eine normal zur Werkstückoberfläche (31c) ausgerichtete Stellung überführbar ist.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstellvorrichtung (61) eine Kippachse (62) umfasst, um welche die Halterung (11) samt dem Schneidkopf (10) um den Winkelbetrag des Winkels (α) kippbar ist, wobei die Kippachse (62) vorteilhaft senkrecht zur Drehachse (24) verläuft, oder
    die Aufstellvorrichtung (51) eine Aufstelleinrichtung umfasst, mit welcher der Schneidkopf (10) relativ zur Halterung (11) um den Winkelbetrag des Winkels (α) verschwenkbar ist, wobei
    die Aufstelleinrichtung vorteilhaft eine Führung (52) und ein Betätigungselement (56) umfasst, wobei die Führung (52) in der Halterung (11) vorgesehen, von deren Zentrum in Richtung des radial äusseren Randes verlaufend ist und jeweils endseitig begrenzt ist, und wobei der Schneidkopf (10) mittels des Betätigungselementes (56) von einer geneigten Stellung in eine parallel zur Drehachse (24) ausgerichteten Stellung überführbar ist.
     
    11. Maschine zum Wasserstrahlschneiden, welche die Komponenten der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist.
     
    12. Verfahren zum Wasserstrahlschneiden eines Werkstücks (31) mit einem Schneidkopf (10) der an einer Halterung (11) gehalten ist, welche um eine Drehachse (24) drehbar ist, sowie ein Fokussierrohr (10b) mit einer Austrittsöffnung (10c) für einen Wasserstrahl (30) aufweist, wobei der Schneidkopf (10) entlang einer in Bezug auf die Drehachse (24) unter einem vorgegebenen Winkel (α) geneigten Schneidkopfachse (25) ausgerichtet ist,
    und mit einer Messeinrichtung (39), die ein Erfassungsmittel zum Erfassen des Abstandes zwischen dem Schneidkopf (10) und einer Werkstückoberfläche (31 c) des Werkstücks (31) umfasst, wobei
    der Schneidkopf (10) mittels einer Steuerung in Abhängigkeit des gemessenen Abstandes derart zur Werkstückoberfläche (31 c) des Werkstücks (31) gesteuert verfahren wird, dass der Schnittpunkt von Drehachse (24) und Schneidkopfachse (25) auf der dem Schneidkopf (10) zugewandten Werkstückoberfläche (31 c) des Werkstücks (31) liegt.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Abstand zwischen Schneidkopf (10) und Werkstückoberfläche (31c) mittels eines Abtasters (44) als Erfassungsmittel der Messeinrichtung (39) erfasst wird, der geregelt gegen die Werkstückoberfläche (31 c) gedrückt wird, wobei
    der Abtaster (44) vorteilhaft mittels eines kraftgesteuerten Antriebs (13) gegen die Werkstückoberfläche (31 c) gedrückt wird, um den Arbeitsabstand sicherzustellen, wobei weiter vorteilhaft
    während des Bearbeitens des Werkstücks (31) der Abstand zwischen Schneidkopf (10) und Werkstückoberfläche (31 c) erfasst und der Abtaster (44) so nachgeführt wird, dass der Abstand in einem vorgegebenen Bereich liegt.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, wobei der Schneidkopf (10) um mindestens 90 Grad, bevorzugt um mindestens 180 Grad und besonders bevorzugt um mindestens 360 Grad um die Drehachse (24) drehbar ist.
     
    15. Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks (31), bei welchem eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, eine Maschine nach Anspruch 11 und/oder ein Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14 eingesetzt wird.
     


    Claims

    1. A device for the water-jet cutting of a workpiece (31), with a cutting head (10), a holder (11), which is rotatable about a rotational axis (24) and on which the cutting head (10) is held, wherein the cutting head (10) has a focussing tube (10b) with an outlet opening (10c) for a water jet (30), wherein the cutting head (10) is aligned along a cutting head axis (25) inclined at an angle (α) with respect to the rotational axis (24), wherein
    a measuring apparatus (39) with a detection means for detecting the distance between the cutting head (10) and a workpiece surface (31c) of the workpiece (31) is provided, characterised in that
    the cutting head axis (25) is inclined by means of a control at a predetermined angle (α), wherein the intersection of rotational axis (24) and cutting head axis (25) with respect to the rotational axis (24) is located at the same axial height as the axial height of the workpiece surface (31c) of the workpiece (31) detected by the detection means of the measuring apparatus (39).
     
    2. The device according to claim 1, wherein the intersection of rotational axis (24) and cutting head axis (25) is spaced from the outlet opening (10c) and is located below the same with respect to the exit direction of the water jet (30).
     
    3. The device according to claim 1 or 2, wherein the holder (11) together with the cutting head (10) can be rotated by at least 90 degrees, preferably by at least 180 degrees and particularly preferably by at least 360 degrees, advantageously on a circular path about the rotational axis (24).
     
    4. The device according to one of the preceding claims, wherein the detection means of the measuring apparatus (39) comprises a regulated scanner (44), which has an end which can be brought up against the workpiece surface (31c) of the workpiece (31).
     
    5. The device according to one of the preceding claims, with a drive (13) for rotating the holder (11), which has a drive axle (15), which is preferably arranged parallel to the rotational axis (24) of the holder (11).
     
    6. The device according to one of the preceding claims, with an intermediate articulation (1), via which abrasive material can be conveyed to the cutting head (10), wherein the intermediate articulation (1) has an inlet (1a) and an outlet (1b), which can be rotated relatively thereto, wherein the intermediate articulation (1) optionally has a funnel-shaped gap (7) between the inlet (1a) and outlet (1b).
     
    7. The device according to one of the preceding claims, with a hinge (19), which has an inlet (20) and an outlet (18), which can be rotated relatively thereto and is connected to the cutting head (10), wherein the rotational axis of the hinge (19) coincides with the rotational axis (24) of the holder (11).
     
    8. The device according to one of the preceding claims, wherein a bearing (66) is provided between the cutting head (10) and an opening (15) in the holder (11), so that the cutting head (10) is mounted in the holder (11) such that it can rotate freely about the cutting head axis (25).
     
    9. The device according to one of the preceding claims, wherein a positioning device (51; 61) is provided for the cutting head (10), by means of which the cutting head (10) can be transferred from an inclined position through the predetermined angle (α) into a position aligned normal to the workpiece surface (31c).
     
    10. The device according to claim 9, characterised in that the positioning device (61) comprises a tipping axis (62), about which the holder (11), including the cutting head (10), can be tipped through the angle value of the angle (α), wherein the tipping axis (62) advantageously runs perpendicularly to the rotational axis (24), or
    the positioning device (51) comprises a positioning apparatus, using which the cutting head (10) can be pivoted relatively to the holder (11) through the angle value of the angle (α), wherein
    the positioning apparatus advantageously has a guide (52) and an actuating component (56), wherein the guide (52) is provided in the holder (11), runs from the centre thereof in the direction of the radially outer edge and is delimited at the end in each case, and wherein the cutting head (10) can be transferred from an inclined position into a position aligned parallel to the rotational axis (24) by means of the actuating component (56).
     
    11. A machine for water-jet cutting, which has the components of the device according to one of claims 1 to 10.
     
    12. A method for the water-jet cutting of a workpiece (31), with a cutting head (10), which is held on a holder (11), which is rotatable about a rotational axis (24), and also has a focussing tube (10b) with an outlet opening (10c) for a water jet (30), wherein the cutting head (10) is aligned along a cutting head axis (25) inclined at a predetermined angle (α) with respect to the rotational axis (24),
    and with a measuring apparatus (39), which comprises a detection means for detecting the distance between the cutting head (10) and a workpiece surface (31c) of the workpiece (31), wherein
    the cutting head axis (10) is moved to the workpiece surface (31c) of the workpiece (31) by means of a control as a function of the measured distance in such a manner, that the intersection of rotational axis (24) and cutting head axis (25) is located on the workpiece surface (31c) of the workpiece (31) facing the cutting head (10).
     
    13. The method according to claim 12, wherein the distance between cutting head (10) and workpiece surface (31c) is detected by means of a scanner (44) as detection means of the measuring apparatus (39), which is pressed against the workpiece surface (31c) in a regulated manner, wherein
    the scanner (44) is advantageously pressed against the workpiece surface (31c) by means of a force-controlled drive (13), in order to ensure the working distance, wherein further advantageously
    the distance between cutting head (10) and workpiece surface (31c) is detected during the machining of the workpiece (31) and the scanner (44) is guided in such a manner that the distance lies in a predetermined range.
     
    14. The method according to claim 12 or 13, wherein the cutting head (10) can be rotated by at least 90 degrees, preferably by at least 180 degrees and particularly preferably by at least 360 degrees about the rotational axis (24).
     
    15. A method for machining a workpiece (31), in which a device according to one of claims 1 to 10, a machine according to claim 11 and/or a method according to one of claims 12 to 14 is used.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour la découpe au jet d'eau d'une pièce (31) avec une tête de coupe (10), un support (11) qui peut pivoter autour d'un axe de rotation (24) et auquel est fixée la tête de coupe (10), pour lequel la tête de coupe (10) présente un tube de concentration (10b) avec une ouverture de sortie (10c) pour un jet d'eau (30), pour lequel la tête de coupe (10) est orientée le long d'un axe de tête de coupe (25)incliné sous un angle (α) par rapport à l'axe de rotation (24), pour lequel
    est prévu un système de mesure (39) avec un moyen de saisie pour saisir la distance entre la tête de coupe (10) et une surface de pièce (31c) de la pièce (31) caractérisé en ce que
    l'axe de tête de coupe (25) est incliné dans un angle préalablement spécifié (α) au moyen d'une commande, pour lequel l'intersection de l'axe de rotation (24) et de l'axe de tête de coupe (25) se situe à la même hauteur axiale par rapport à l'axe de rotation (24) que la hauteur axiale de la surface de pièce (31c) de la pièce (31),saisie par le moyen de saisie du système de mesure (39).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1 pour lequel l'intersection de l'axe de coupe (24) et de l'axe de tête de coupe (25) est distant de l'ouverture de sortie (10c) et se situe sous celle-ci par rapport au sens de sortie du jet d'eau (30).
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 pour lequel le support (11) peut pivoter autour de l'axe de rotation (24) en même temps que la tête de coupe (10) d'au moins 90 degrés, de préférence d'au moins 180 degrés et en particulier de préférence d'au moins 360 degrés, de façon avantageuse sur une trajectoire circulaire.
     
    4. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédentes pour lequel le moyen de saisie du système de mesure (39) comprend un palpeur-capteur (44) réglé qui présente une extrémité qui peut être mise en appui avec la surface de pièce (31c) de la pièce (31).
     
    5. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédentes avec un système d'entraînement (13) pour tourner le support (11) qui présente un axe d'entraînement (15) qui est disposé de préférence parallèle à l'axe de rotation (24) du support (11).
     
    6. Dispositif selon au moins une quelconque des revendications précédentes avec une articulation intermédiaire (1) par laquelle un matériau abrasif peut être acheminé à la tête de coupe (10), pour lequel l'articulation intermédiaire (1) présente une entrée (1a) et une sortie (1b) pouvant relativement pivoter à cet effet, pour lequel l'articulation intermédiaire (1) présente en option une fente (7) en forme de trémie entre l'entrée (1a) et la sortie (1b).
     
    7. Dispositif selon une quelconque des revendications précédentes avec une articulation pivotante (19) qui présente une entrée (20) et une sortie (18) pouvant relativement pivoter à cet effet qui est reliée à la tête de coupe (10), pour lequel l'axe de rotation de l'articulation pivotante (19) coïncide avec l'axe de rotation (24) du support (11).
     
    8. Dispositif selon une quelconque des revendications précédentes pour lequel un palier (66) est prévu entre la tête de ooupe (10) et une ouverture (15) dans le support (11)de sorte que la tête de coupe (10) est logée en pivotement libre autour de l'axe de tête de coupe (25) dans le support (11).
     
    9. Dispositif selon une quelconque des revendications précédentes pour lequel est prévu un dispositif de positionnement (51 ; 61) pour la tête de coupe (10) au moyen duquel la tête de coupe (10) peut être transférée d'une position inclinée de l'angle (α) préalablement spécifié dans une position orientée normalement par rapport à la surface de pièce (31c).
     
    10. Dispositif selon la revendication 9 caractérisé en ce que le dispositif de positionnement (61) comprend un axe d'inclinaison (62) autour duquel le support (11) avec la tête de coupe (10) peut être incliné du montant angulaire de l'angle (α), pour lequel l'axe d'inclinaison (62) passe de façon avantageuse perpendiculairement à l'axe de rotation (24)
    ou
    le dispositif de positionnement (51) comprend un système de positionnement avec lequel la tête de coupe (10) peut être pivotée par rapport au support (11) du montant angulaire de l'angle (α), pour lequel
    le système de positionnement comprend avantageusement un guidage (52) et un élément d'actionnement (56), pour lequel le guidage (52) est prévu dans le support (11) dont le centre passe dans le sens du bord radialement extérieur et est respectivement limité en extrémité et pour lequel la tête de coupe (10) peut être transférée au moyen de l'élément d'actionnement (56) d'une position inclinée dans une position orientée parallèlement à l'axe de rotation (24).
     
    11. Machine pour la découpe au jet d'eau qui présente les composants du dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 10.
     
    12. Procédé pour la découpe au jet d'eau d'une pièce (31) avec une tête de coupe (10) qui est fixée sur une support (11) qui peut tourner autour d'un axe de rotation (24) et présente également un tube de concentration (10b) avec une ouverture de sortie (10c) pour un jet d'eau (30), pour lequel la tête de coupe (10) est orientée le long d'un axe de tête de coupe (25) incliné sous un angle (α) préalablement spécifié par rapport à l'axe de rotation (24)
    et avec un système de mesure (39) qui comprend un moyen de saisie pour saisir la distance entre la tête de coupe (10) et une surface de pièce (31c) de la pièce (31),
    pour lequel la tête de coupe (10) est déplacée de façon pilotée au moyen d'une commande en fonction de la distance mesurée à la surface de pièce (31c) de la pièce (31) de telle sorte que l'intersection de l'axe de rotation (24) et de l'axe de tête de coupe (25) se situe sur la surface de pièce (31c) de la pièce (31) tournée vers la tête de coupe (10).
     
    13. Procédé selon la revendication 12 pour lequel la distance entre la tête de coupe (10) et la surface de pièce (31c) est saisie au moyen d'un palpeur-capteur (44) en tant que moyen de saisie du système de mesure (39) qui est appuyé de façon réglée contre la surface de pièce (31c),
    pour lequel le palpeur-capteur (44) est appuyé contre la surface de pièce (31c)de façon avantageuse au moyen d'une commande (13) asservie pour assurer la distance de travail,
    pour lequel la distance entre la tête de coupe (10) et la surface de pièce (31c) est saisie de façon plus avantageuse pendant l'usinage de la pièce (31) et le palpeur-capteur (44) est guidé précisément de sorte que la distance se situe dans un secteur préalablement spécifié.
     
    14. Procédé selon la revendication 12 ou 13 pour lequel la tête de coupe (10) peut être pivotée autour de l'axe de rotation (24) d'au moins 90 degrés, de préférence d'au moins 180 degrés et en particulier de préférence d'au moins 360 degrés.
     
    15. Procédé pour l'usinage d'une pièce (31) pour lequel on utilise un dispositif selon une quelconque des revendications 1 à 10, une machine selon la revendication 11 et/ou un procédé selon une quelconque des revendications 12 à 14.
     




    Zeichnung
































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente