[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Knopfzellen mit einem Gehäuse aus einem Zellenbecher
und einem Zellendeckel, die über eine Dichtung miteinander verbunden sind, sowie ein
Verfahren zu Herstellung solcher Zellen.
[0002] Knopfzellen weisen üblicherweise ein Gehäuse aus einem Zellenbecher (oft auch als
Gehäusenapf bezeichnet) und einem Zellendeckel auf. Zellenbecher und Zellendeckel
können beispielsweise aus vernickeltem Tiefziehblech als Stanzziehteile hergestellt
werden. Gewöhnlich ist der Zellenbecher positiv und der Gehäusedeckel negativ gepolt.
In dem Gehäuse können die verschiedensten elektrochemischen Systeme enthalten sein,
beispielsweise Zink/MnO
2, primäre und sekundäre Lithium-Systeme oder sekundäre Systeme wie Nickel/Cadmium
oder Nickel/Metallhydrid.
[0003] Der flüssigkeitsdichte Verschluss von Knopfzellen erfolgt klassisch durch Umbördeln
des Randes des Zellenbechers über den Rand des Zellendeckels in Verbindung mit einem
Kunststoffring, der zwischen Zellenbecher und Zellendeckel angeordnet ist und der
gleichzeitig als Dichtungselement sowie zur elektrischen Isolierung des Zellenbechers
und des Zellendeckels dient. Derartige Knopfzellen sind beispielsweise in der
DE 31 13 309 A1 beschrieben.
[0004] Aus der
DE 32 47 191 A1 sind bördelfreie Knopfzellen bekannt, deren Gehäuse sich aus einem Anoden- und einem
Kathodentopf zusammensetzt, die einen U-förmigen bzw. invertierten U-förmigen Querschnitt
aufweisen. Die Gehäuseteile werden durch einen Schrumpfungs- oder Presspassungsvorgang
zusammengefügt. Dabei wird eines der Gehäuseteile durch Erwärmung in einen gedehnten
Zustand überführt und das andere in das gedehnte Gehäuseteil eingeschoben.
[0005] Aus der
DE 196 47 593 A1 und der
WO 2007/062838 A1 sind Knopfzellen bekannt, bei denen der erwähnte Kunststoffring durch ein Dichtungselement
ersetzt wurde, das durch Tiefziehen aus einer Folie hergestellt wird. Die beschriebenen
Foliendichtungen haben gegenüber klassischen Dichtungen aus Spritzguss den Vorteil,
dass sie in einer geringeren Dicke herstellbar sind und entsprechend selbst ein relativ
geringes Volumen einnehmen. Foliendichtungen erlauben entsprechend die Herstellung
von Knopfzellen mit besonders hoher Kapazität.
[0006] Die
WO 2007/062838 A1 offenbart darüber hinaus Zellendeckel, deren Randbereich einen U-förmig umgeschlagenen
Querschnitt aufweist sowie Knopfzellen mit Zellenbechern deren Bodenbereich radial
nach innen eingezogen ist.
[0007] Probleme bereitet bei all diesen Knopfzellen stets immer die Montage, da die Wandungen
von Zellenbecher und Zellendeckel in der Regel sehr dünn gehalten sind und entsprechend
beim Einwirken mechanischer Kräfte leicht Verformungen auftreten können. Als kritisch
sind insbesondere die beim Bördelvorgang auftretenden Kräfte anzusehen. Die Bördelung
dient dazu, einen Formschluss zwischen Zellenbecher und Zellendeckel herzustellen.
Beim Umbördeln wird die Schnittkante des Zellenbechers über den Rand des Zellendeckels
radial nach innen umgebogen. Die zwischen Zellenbecher und Zellendeckel befindliche
Dichtung wird dabei zusammengepresst. Dabei treten in axialer Richtung Kräfte auf,
die zu Deformierungen bis hin zu einem Einfallen des Bodens von Zellenbecher und Zellendeckel
führen können. Sofern der Becher und der Deckel beim Umbördeln nicht sehr gleichmäßig
belastet werden, kann es leicht zu Beschädigungen von Zellenbecher und/oder Zellendeckel
und in der Folge zu Undichtigkeiten kommen.
[0008] Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine technische Lösung bereitzustellen,
bei der die genannten Probleme nicht auftreten. Der Fokus lag insbesondere auf der
Bereitstellung eines neuen Verfahrens zur Herstellung von Knopfzellen, bei dem die
zu montierenden Gehäuseteile möglichst geringen mechanischen Belastungen in axialer
Richtung ausgesetzt werden. Die durch das Verfahren herstellbaren Knopfzellen sollen
einen möglichst einfachen Aufbau bei gleichzeitig guten Dichtigkeitseigenschaften
und einer hohen Kapazität aufweisen.
[0009] Diese Aufgabe wurde gelöst durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1
sowie durch die Knopfzelle mit den Merkmalen des Anspruchs 8.
[0010] Wie bei fast allen gattungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Knopfzellen werden
auch beim erfindungsgemäßen Verfahren ein Zellenbecher und ein Zellendeckel über eine
Dichtung miteinander verbunden. Zusammen bilden Zellenbecher und Zellendeckel ein
Gehäuse aus, das eine Aufnahme für die üblichen Innenkomponenten einer Knopfzelle
wie Elektroden, Separator etc. bildet.
[0011] Die im Rahmen eines erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Zellenbecher und Zellendeckel
weisen jeweils einen Boden- bzw. einen Deckelbereich, einen Mantelbereich, einen zwischen
Boden- bzw. Deckelbereich und Mantelbereich angeordneten Randbereich und eine Schnittkante
auf.
[0012] Sowohl Boden- als auch Deckelbereich sind im wesentlichen eben ausgebildet, sie bilden
in der Regel später die Pole aus, an denen die Stromabnahme durch einen Verbraucher
erfolgt. In der fertigen (nach einem erfindungsgemäßen Verfahren gefertigten) Knopfzelle
sind der Bodenbereich des Zellenbechers und der Deckelbereich des Zellendeckels im
wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet. Dagegen sind die Mantelbereiche von
Zellenbecher und Zellendeckel in der fertigen Knopfzelle im wesentlichen orthogonal
zum Boden- bzw. zum Deckelbereich ausgerichtet und weisen im wesentlichen eine zylindrische
Geometrie auf. Vorzugsweise sind Innen- und Außenradius von Zellenbecher und Zellendeckel
in den Mantelbereichen im wesentlichen konstant.
[0013] Die erwähnten Randbereiche von Zellenbecher und Zellendeckel bilden den Übergang
zwischen den Mantelbereichen und dem Deckelbereich bzw. dem Bodenbereich. Sie sind
also zum einen begrenzt durch die im wesentlichen eben ausgebildeten Boden- und Deckelbereiche,
zum anderen durch die orthogonal zu diesen angeordneten im wesentlichen zylindrischen
Mantelbereiche. Die Randbereiche können beispielsweise als scharfe Kante oder auch
abgerundet ausgebildet sein.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren geht man in der Regel stets so vor, dass zunächst
eine Dichtung auf den Mantelbereich des Zellendeckels aufgebracht wird.
[0015] In einem weiteren Schritt wird dann der Zellendeckel mit der aufgebrachten Dichtung
in den Zellenbecher eingeschoben, so dass sich ein Bereich ergibt, in dem die Mantelbereiche
von Zellenbecher und Zellendeckel überlappen. Die Größe des Überlappungsbereiches
bzw. das Verhältnis von überlappendem Bereich zu nicht überlappendem Bereichen ist
dabei durch die jeweilige Höhe der Mantelbereiche von Zellenbecher und Zellendeckel
sowie durch die Tiefe des Einschubs festgelegt.
[0016] Hinsichtlich des Mantelbereichs des Zellendeckels ist es vorgesehen, dass zwischen
20 % und 99 %, insbesondere zwischen 30 % und 99 %, besonders bevorzugt zwischen 50
% und 99 %, mit dem Mantelbereich des Zellenbechers überlappen (die Prozentzahlen
beziehen sich jeweils auf die Höhe des Mantels bzw. des Mantelbereichs).
[0017] Vor dem Einschieben können in den Gehäusebecher und/oder in den Gehäusedeckel die
sonstigen üblichen Bestandteile einer Knopfzelle (Elektroden, Separator, Elektrolyt
etc.) eingesetzt werden.
[0018] Nach dem vollständigen Einschieben des Zellendeckels in den Zellenbecher wird auf
den Mantelbereich des Zellenbechers, insbesondere im Bereich der Schnittkante, ein
Druck ausgeübt, um das Gehäuse abzudichten. Dabei sollen die zusammengefügten Gehäuseteile
möglichst keinen oder nur sehr geringen Belastungen in axialer Richtung unterliegen.
Der Druck wird daher radial angelegt. Abgesehen von der bereits erwähnten Abdichtung
des Gehäuses kann so auch der Außendurchmesser des Zellengehäuses kalibriert werden.
[0019] Besonders zeichnet sich ein erfindungsgemäßes Verfahren dadurch aus, dass die Höhen
der Mantelbereiche von Zellenbecher und Zellendeckel derart aufeinander abgestimmt
sind, dass die Schnittkante des Zellenbechers durch den Druck auf den Mantelbereich
des Zellenbechers gegen den Mantelbereich des Zellendeckels gepresst wird. Die Höhen
der Mantelbereiche sind also so gewählt, dass ein Umbiegen der Schnittkante des Zellenbechers
nach innen über den Randbereich des vollständig in den Zellenbecher eingeschobenen
Zellendeckels nicht möglich ist. Es findet entsprechend keine Umbördelung des Randes
des Zellenbechers über den Randbereich des Zellendeckels statt.
[0020] In Folge dessen weist der Zellenbecher einer nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
gefertigten Knopfzelle einen Mantelbereich mit einem im wesentlichen konstanten Radius
in Richtung der Schnittkante auf.
[0021] Überraschenderweise wurde gefunden, dass eine Umbördelung nicht zwingend erforderlich
ist, um die Dichtigkeit und den Zusammenhalt von Gehäusen aus einem Zellenbecher und
einem Zellendeckel zu gewährleisten. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen
sich auch ohne Umbördeln Knopfzellen herstellen, die hervorragende Dichtigkeitseigenschaften
aufweisen.
[0022] Bei nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Knopfzellen besteht zwischen
den Gehäusekomponenten Zellenbecher, Zellendeckel und Dichtung vorzugsweise eine ausschließlich
kraftschlüssige Verbindung. Der Zusammenhalt der Komponenten wird also bevorzugt im
wesentlichen nur durch Haftkraft gewährleistet.
[0023] Besonders bevorzugt wird bei einem erfindungsgemäßen Verfahren ein Zellenbecher eingesetzt,
der zumindest in einem Teilbereich seines Mantels konisch ausgebildet ist, so dass
zumindest sein Innendurchmesser in Richtung der Schnittkante zunimmt. Dadurch wird
das Einschieben des Zellendeckels in den Zellenbecher deutlich erleichtert. Die Dimensionen
von Zellenbecher und Zellendeckel sind bevorzugt so aufeinander abgestimmt, dass größere
Gegenkräfte vorzugsweise erst bei nahezu vollständigem Einschub des Deckels in den
Becher auftreten. Vorzugsweise liegt der Konuswinkel dabei zwischen 10 min und 3°,
insbesondere zwischen 30 min und 1° 30 min.
[0024] Der Zellendeckel, der mit aufgebrachter Dichtung in den Zellenbecher eingeschoben
wird, ist in bevorzugten Ausführungsformen zumindest in einem Teil des Mantelbereiches
zylindrisch ausgebildet. Dies betrifft gegebenenfalls insbesondere den Teil des Mantelbereiches,
der nach dem Einschieben des Zellendeckels in den Zellenbecher mit dem erwähnten konisch
ausgebildeten Teilbereich des Zellenbechermantels überlappt. Besonders bevorzugt ist
der Mantel des Zellendeckels und damit auch der Mantelbereich zur Gänze zylindrisch
ausgebildet. Vorzugsweise weist der Zellendeckel im Mantelbereich also einen konstanten
Außenradius auf. Dies betrifft gegebenenfalls insbesondere den Teil, der nach dem
Einschieben des Zellendeckels mit dem konisch ausgebildeten Teil des Mantelbereichs
des Zellenbechers überlappt.
[0025] Beim Einschieben eines Zellendeckels mit zylindrischem Mantelbereich in einen zumindest
in einem Teilbereich seines Mantels konisch ausgebildeten Zellenbecher, wie er oben
beschrieben wurde, entsteht in der Regel ein sich nach oben öffnender Spalt zwischen
Zellenbecher und Zellendeckel. Dieser Spalt wird in der Regel durch den Druck auf
den Mantelbereich des Zellenbechers wieder beseitigt. So wird der Druck auf den Mantelbereich
des Zellenbechers gegebenenfalls so gewählt, dass der konisch ausgebildete Teil des
Mantelbereichs des Zellenbechers nach innen gedrückt wird, bis die Innenseite des
Zellenbechers und die Außenseite des Zellendeckels im überlappenden Bereich im wesentlichen
gleichmäßig voneinander beabstandet sind. Die resultierende Knopfzelle weist Mantelbereiche
auf, die parallel zueinander ausgerichtet sind, insbesondere im überlappenden Bereich.
[0026] Ein wichtiger Aspekt bei der vorliegenden Erfindung ist die Wahl der Dichtung, die
den Zellenbecher mit dem Zellendeckel verbindet. Bei dieser handelt es sich um eine
thermoplastische Kunsstoffolie, insbesondere um eine Folie, wie sie z.B. in der
DE 196 47 593 A1 beschrieben ist.
[0027] Foliendichtungen können mit einer sehr gleichmäßigen Dicke hergestellt werden. Beim
Anlegen eines geeigneten Drucks auf den Mantelbereich des Zellenbechers ergibt sich
eine Presspassung, infolge derer die hergestellte Knopfzelle ganz hervorragende Dichtigkeitseigenschaften
aufweist. So ermöglicht nicht zuletzt die Verwendung von Foliendichtungen den Verzicht
auf ein Umbördeln des Randes des Zellenbechers, ohne im Gegenzug Nachteile bei sonstigen
wichtigen Eigenschaften in Kauf nehmen zu müssen.
[0028] Ganz besonders bevorzugt kommen vorliegend Kunststoffdichtungen, insbesondere Kunststofffolien,
auf Basis von Polyamid oder auf Basis von Polyetheretherketonen zum Einsatz.
[0029] Es ist bevorzugt, dass die Dichtung eine Ausgangsdicke im Bereich zwischen 50 µm
und 250 µm, besonders bevorzugt zwischen 70 µm und 150 µm, insbesondere von ca. 100
µm, aufweist. Unter dem Begriff "Ausgangsdicke" soll vorliegend die Dicke verstanden
werden, die die Dichtung aufweist, bevor sie auf den Mantel des Zellendeckels aufgebracht
wird. Im Gegensatz dazu soll unter dem Begriff "Enddicke" vorliegend die Dicke der
Dichtung in der fertigen Zelle verstanden werden. Es ist klar, dass diese zumindest
im überlappenden Bereich in der Regel dem Abstand zwischen der Innenseite des Zellenbechers
und der Außenseite des Zellendeckels entspricht.
[0030] Damit eine ausreichend hohe Reibung zwischen Zellenbecher und Zellendeckel entstehen
kann, sollten sowohl die Außen- als auch die Innenradien von Becher und Deckel aufeinander
sowie auf die Dicke der Foliendichtung abgestimmt werden. Nur so kann ein ausreichend
hoher Pressdruck entstehen, der die beiden Einzelteile zusammenhält.
[0031] Für die im Rahmen eines erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Teile gilt bevorzugt,
dass die Differenz zwischen dem Außenradius des in den Zellenbecher einzuschiebenden
Zellendeckels an der Schnittkante des Zellendeckels und dem kleinsten Innenradius
des Zellenbechers in dem Teil des Mantelbereichs, der mit dem Mantelbereich des Zellendeckels
überlappt, kleiner ist als die Ausgangsdicke der verwendeten Dichtung. Besonders bevorzugt
beträgt die Differenz zwischen 10 % und 90 % der Ausgangsdicke, insbesondere zwischen
30 % und 70 %, ganz besonders bevorzugt ca. 50 %.
[0032] Nach dem Einschieben des Zellendeckels in den Zellenbecher wird ein Teil des Mantelbereiches
des Zellenbechers radial nach innen eingezogen. Es handelt sich dabei insbesondere
um den Teil des Mantelbereichs, der nicht mit dem Mantelbereich des Zellendeckels
überlappt.
[0033] Es wurde gefunden, dass durch diesen radialen Einzug deutlich verbesserte Dichtigkeitseigenschaften
erzielt werden können. Durch das Einziehen des Bechermantels wird ein radialer Druck
auf den an der Innenwand des Gehäusebechers anliegenden Randabschnitt bzw. auf die
zwischen Gehäusedeckel und Gehäusebecher angeordnete Dichtung ausgeübt, die in der
Folge in diesem Bereich zusammengepresst wird.
[0034] Das Einziehen kann zeitgleich zu der bereits erwähnten Druckausübung auf den Mantelbereich
des Zellenbechers erfolgen, bevorzugt erfolgt das Einziehen aber in einem späteren
separaten Schritt.
[0035] Eine erfindungsgemäße Knopfzelle weist ein Gehäuse aus einem Zellenbecher und einem
Zellendeckel auf. Zellenbecher und Zellendeckel sind dabei über eine Dichtung miteinander
verbunden. Der Zellenbecher weist einen Bodenbereich, einen Mantelbereich, einen zwischen
Bodenbereich und Mantelbereich liegenden Randbereich und eine Schnittkante auf. Letztere
bildet den Öffnungsrand des Zellenbechers. Analoges gilt auch für den Zellendeckel.
Dieser weist gleichfalls einen Deckelbereich, einen Mantelbereich sowie einen dazwischenliegenden
Randbereich und eine Schnittkante auf.
[0036] Herstellbar ist eine erfindungsgemäße Knopfzelle insbesondere nach dem oben beschriebenen
erfindungsgemäßen Verfahren. Insofern gelten die obigen Ausführungen zu den im Rahmen
des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Komponenten (Zellenbecher, Zellendeckel,
Dichtung) sowie zu den Eigenschaften der fertigen, nach einem erfindungsgemäßen Verfahren
gefertigten Zelle auch für die im Folgenden beschriebene erfindungsgemäße Knopfzelle.
[0037] Besonders zeichnet sich eine erfindungsgemäße Knopfzelle dadurch aus, dass der Zellendeckel
in den Zellenbecher eingeschoben ist, so dass die Mantelbereiche des Zellendeckels
und des Zellenbechers überlappen, wobei der Innenradius des Zellenbechers im überlappenden
Bereich in Richtung der Schnittkante im wesentlichen konstant ist. Die erfindungsgemäße
Knopfzelle weist also keinen umgebördelten Becherrand auf, wie dies bei aus dem Stand
der Technik bekannten Knopfzellen stets der Fall ist. Die Knopfzelle ist bördelfrei
verschlossen.
[0038] Dies hat diverse Vorteile. So bedarf es zum Verschließen und Abdichten der Knopfzelle
im wesentlichen nur radialer Kräfte, während axiale Kräfte, durch die Zellenbecher
und Zellendeckel leicht deformiert werden können, wie dies eingangs geschildert wurde,
kaum auftreten. Dies erleichtert die Prozessführung bei der Herstellung außerordentlich.
Darüber hinaus können Zellenbecher mit einem kürzeren Mantel eingesetzt werden, da
dieser nicht mehr bis in den Randbereich des Zellendeckels ragen muss. Damit verbunden
ergibt sich eine erhebliche Materialeinsparung und natürlich auch ein Kostenvorteil.
[0039] Wie oben bereits angedeutet wurde, besteht zwischen Zellenbecher und Zellendeckel
in axialer Richtung bevorzugt keine formschlüssige Verbindung. Stattdessen werden
Zellenbecher und Zellendeckel in axialer Richtung bevorzugt ausschließlich durch eine
kraftschlüssige Verbindung zusammengehalten.
[0040] Es ist bevorzugt, dass die Schnittkante des Zellenbechers im Mantelbereich des Zellendeckels
anliegt. Vorzugsweise sind die Höhe des Mantelbereichs des Zellenbechers und des Zellendeckels
derart aufeinander abgestimmt, dass die Schnittkante durch radialen Druck nur an den
Mantelbereich des Zellendeckels gepresst werden kann. Damit kann die den Öffnungsrand
des Zellenbechers bildende Schnittkante durch den bei der Fertigung der Knopfzelle
angelegten Druck nicht nach innen umgebogen werden.
[0041] Besonders bevorzugt sind die Innenseite des Zellenbechers und die Außenseite des
Zellendeckels in dem Bereich, in dem die Mantelbereiche von Zellenbecher und Zellendeckel
überlappen, im wesentlichen gleichmäßig voneinander beabstandet. Dies ist insbesondere
der Fall, wenn der Innen- und der Außenradius des Zellendeckels im überlappenden Bereich
in Richtung der Schnittkante des Zellendeckels im wesentlichen konstant sind oder
mit anderen Worten, wenn der Zellendeckel im Mantelbereich einwandig und zylindrisch
ausgebildet ist.
[0042] In diesem Fall umfasst eine erfindungsgemäße Knopfzelle vorzugsweise einen Stützring,
auf dem die Schnittkante des Zellendeckels aufsitzen kann, wenn dieser in den Zellenbecher
vollständig eingeschoben ist.
[0043] Allerdings kann es auch bevorzugt sein, dass die Schnittkante des Zellendeckels in
einer erfindungsgemäßen Knopfzelle radial nach innen oder nach außen umgebogen ist.
So sind beispielsweise aus der
DE 196 47 593 Gehäusedeckel mit durch Umschlagen des Randes gebildetem doppelwandigem Gehäusemantel
bekannt. Der Einsatz solcher Gehäusedeckel gewährleistet eine erhöhte Stabilität.
Darüber hinaus treten scharfe Kanten im Randbereich nicht auf, und auch die Auflagefläche
solcher Gehäusedeckel ist gegenüber der herkömmlicher Gehäusedeckel deutlich erhöht.
Entsprechend wird auch ein Stützring nicht benötigt.
[0044] Allerdings wirkt sich die Verwendung doppelwandiger Gehäusedeckel grundsätzlich negativ
auf das zur Verfügung stehende Innenvolumen in einer Zelle aus. Es ist daher nicht
unüblich, den Rand des Zellendeckels einer Knopfzelle nur im Randabschnitt umzubiegen.
[0045] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Knopfzelle weist
zumindest der dem Bodenbereich des Zellenbechers nahegelegene Teil des Mantelbereich
des Zellendeckels einer erfindungsgemäßen Knopfzelle einen im wesentlichen L-förmigen
Querschnitt auf. Der mit der Schnittkante des Zellendeckels umgebogene Teil des Mantelbereich
des Zellendeckels ist dabei vorzugsweise im wesentlichen orthogonal zu nicht umgebogenen
Bereichen des Mantelbereichs des Zellendeckels ausgerichtet, ist also ausgehend von
diesen um ca. 80 ° bis 100 °, vorzugsweise 85 ° bis 95 °, insbesondere ca. 90 °, nach
außen oder nach innen umgebogen. Ein solcher Zellendeckel ist z.B. in der
WO 2007/062838 in Fig. 2 dargestellt.
[0046] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist zumindest der dem Bodenbereich
des Zellenbechers nahegelegene Teil des Mantelbereichs des Zellendeckels einer erfindungsgemäßen
Knopfzelle einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt auf. Der mit der Schnittkante
des Zellendeckels umgebogene Teil des Mantelbereiches des Zellendeckels ist in dieser
Ausführungsform soweit nach außen oder nach innen umgebogen, dass der umgebogene Bereich
im wesentlichen parallel zu nicht umgebogenen Bereichen des Mantelbereichs des Zellendeckels
ausgerichtet ist. Ausgehend von diesen ist er also um ca. 180 ° nach außen oder nach
innen umgebogen, so dass man auch von einem umgeschlagenen Rand sprechen kann. Ein
solcher Zellendeckel ist z.B. in der
WO 2007/062838 in Fig. 7 dargestellt.
[0047] In Ausführungsformen, in denen die Schnittkante des Zellendeckels radial nach außen
umgebogen ist, ist es bevorzugt, dass die Schnittkante bzw. der mit der Schnittkante
des Zellendeckels umgebogene Teil des Mantelbereichs radial nach innen eingezogen
ist. Dies gilt sowohl im Fall von Zellendeckeln mit L-förmig als auch mit U-förmig
nach außen gebogenem Rand. Die Schnittkante des Zellendeckels beschreibt in dieser
Ausführungsform bevorzugt einen Radius, der kleiner oder gleich dem Außenradius des
nicht umgebogenen Teils des Mantelbereichs des Zellendeckels ist.
[0048] Es kann aber auch bevorzugt sein, dass der Außenradius des nicht umgebogenen Teils
des Mantelbereichs des Zellendeckels den Radius der Schnittkante unterschreitet, was
insbesondere im Hinblick auf die Dichtigkeit einer erfindungsgemäßen Knopfzelle von
Vorteil sein kann. Die Differenz zwischen den Radien beträgt in dieser Ausführungsform
vorzugsweise weniger als 50 % der Wandstärke des Zellendeckels.
[0049] Besonders bevorzugt sind nicht mehr als 50 % des Mantelbereiches des Zellendeckels
(bezogen auf seine Gesamthöhe) nach außen oder nach innen umgebogen. Besonders bevorzugt
sind es weniger als 25 %, insbesondere weniger als 10 %.
[0050] Betreffend die Beabstandung zwischen der Innenseite des Zellenbechers und der Außenseites
des Zellendeckels in einer erfindungsgemäßen Knopfzelle gilt bevorzugt, dass diese
im Bereich der Überlappung von Mantelbereich des Zellenbechers und Mantelbereich des
Zellendeckels bevorzugt zwischen 10 µm und 75 µm, insbesondere zwischen 30 µm und
50 µm, beträgt. Wie oben bereits angesprochen, entspricht der Wert für die Beabstandung
zwischen der Innenseite des Zellenbechers und der Außenseite des Zellendeckels im
wesentlichen der "Enddicke" der Dichtung im Überlappungsbereich.
[0051] Als Zellenbecher kommen im Rahmen der vorliegenden Erfindung vorzugsweise Zellenbecher
mit einer Wandstärke zwischen 30 µm und 150 µm zum Einsatz. Innerhalb dieses Bereiches
sind Werte zwischen 70 µm und 100 µm weiter bevorzugt.
[0052] Ähnliches gilt für den Zellendeckel. Dieser wird vorzugsweise mit einer Wandstärke
zwischen 50 µm und 200 µm, insbesondere zwischen 100 µm und 130 µm, eingesetzt.
[0053] Besonders bevorzugt bestehen Zellenbecher und/oder Zellendeckel einer erfindungsgemäßen
Knopfzelle aus Metall, insbesondere aus Trimetall mit der Schichtabfolge Nickel, Stahl
und Kupfer. Natürlich kann auch das eingangs erwähnte vernickelte Tiefziehblech verwendet
werden.
[0054] Bei einer erfindungsgemäßen Knopfzelle ist zumindest ein Teil des nicht mit dem Mantelbereich
des Zellendeckels überlappenden Mantelbereich des Zellenbechers radial nach innen
eingezogen. Der Außenradius dieses Teils des Mantels ist entsprechend kleiner als
der Außenradius des Mantels im Überlappungsbereich. Wie bereits oben erwähnt wurde,
kann durch diesen Einzug eine erhöhte Dichtigkeit erreicht werden. Bevorzugt ist die
Differenz der Außenradien kleiner als die Beabstandung zwischen der Innenseite des
Zellenbechers und der Außenseite des Zellendeckels im überlappenden Bereich.
[0055] Die genannten und weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Zeichnungen in Verbindung mit den Unteransprüchen. Dabei können die
einzelnen Merkmale der Erfindung für sich allein oder in Kombination miteinander verwirklicht
sein. Die beschriebenen Ausführungsformen dienen lediglich zur Erläuterung und zum
besseren Verständnis der Erfindung und sind in keiner Weise einschränkend zu verstehen.
Figurenbeschreibung
[0056]
- Fig. 1
- zeigt schematisch den Querschnitt des Gehäuses einer erfindungsgemäßen Knopfzelle
und im Vergleich dazu das Gehäuse einer klassischen Knopfzelle mit umgebördeltem Becherrand.
- Fig. 2
- illustriert das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Knopfzelle.
[0057] In
Fig. 1 sind das Gehäuse
1 einer erfindungsgemäßen Knopfzelle (B) und das einer klassischen Knopfzelle (A) mit
umgebördeltem Becherrand dargestellt. Sowohl das Gehäuse der klassischen Knopfzelle
als auch das der erfindungsgemäßen ist jeweils aus einem Zellenbecher
2 und einem Zellendeckel
3 zusammengesetzt. Diese sind jeweils über eine Dichtung
4 miteinander verbunden. Während bei der klassischen Knopfzelle der Öffnungsrand des
Zellenbechers
2 jedoch über den Rand des Zellendeckels
3 nach innen umgebördelt ist, ist dies beim Gehäuse
1 der erfindungsgemäßen Knopfzelle nicht der Fall.
[0058] Wie gut zu erkennen ist, überlappen beim Gehäuse
1 der erfindungsgemäßen Knopfzelle die Mantelbereiche
2b und
3b des Zellendeckels
3 und des Zellenbechers
2, wobei sich der Überlappungsbereich
5 ergibt. Der Innenradius des Zellenbechers
2 im überlappenden Bereich
5 ist bis zur Schnittkante
2d im wesentlichen konstant. Das Gehäuse
1 einer erfindungsgemäßen Knopfzelle weist also keinen nach innen umgebördelten Becherrand
auf, wie dies bei der klassischen Knopfzelle (A) der Fall ist. Die Schnittkante
2d des Zellenbechers
2 liegt im Mantelbereich
3b an der Außenseite des Zellenbechers
3 an.
[0059] Der Zellenbecher
2 umfasst den im wesentlichen ebenen Bodenbereich
2a, den im wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Mantelbereich
2b und den Randbereich
2c. Die Schnittkante
2d bildet den Öffnungsrand des Zellenbechers
2.
[0060] Der Zellendeckel
3 umfasst den im wesentlichen ebenen Bodenbereich
3a, den im wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Mantelbereich
2b und den Randbereich
3c. Die Schnittkante
3d bildet den Öffnungsrand des Zellendeckels
3.
[0061] Der Randbereich
2c ist als scharfe Kante ausgebildet während der Randbereich
3c einen vergleichsweise abgeflachten Übergang zwischen dem Deckelbereich
3a und dem Mantelbereich
3b bildet. Während bei klassischen Knopfzellen ein solcher abgeflachter Übergang erforderlich
war, um das Umbördeln des Randes des Zellendeckels
3 zu ermöglichen, kann bei einer erfindungsgemäßen Knopfzelle darauf verzichtet werden.
Es wäre also denkbar, den Bereich
3c ebenfalls als scharfe Kante auszubilden. Begrenzt wird der Randbereich
3c nach einer Seite hin an der Linie
3e durch den im wesentlichen ebenen Deckelbereich
3a und nach der anderen Seite an der Linie
3f durch den umlaufenden, orthogonal zum im wesentlichen ebenen Deckelbereich
3a ausgerichteten und im wesentlichen zylindrisch ausgebildeten Mantelbereich
3b.
[0062] Dargestellt ist ferner der Bereich
6, in dem der nicht mit dem Mantelbereich
3b des Zellendeckels überlappende Mantelbereich
2b des Zellenbechers
2 radial nach innen eingezogen ist. Der Außenradius des Mantels des Zellenbechers
2 ist entsprechend im Bereich
6 kleiner als der Außenradius des Mantels im Überlappungsbereich
5.
[0063] In
Fig. 2 sind die wesentlichen Schritte eines erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt (Schritte
A - E). Im Schritt A werden ein Zellenbecher
2 und ein Zellendeckel
3 bereitgestellt. Der Zellenbecher
2 weist einen eben ausgebildeten Zellenboden
2a auf sowie einen Mantelbereich
2b. Der Mantelbereich
2b ist konisch ausgebildet, wobei der Konuswinkel zu Zwecken der Veranschaulichung deutlich
über den oben genannten bevorzugten Gradmaßen liegt. Die Schnittkante
2d bildet den Öffnungsrand des Zellenbechers
2 und begrenzt damit auch den Mantelbereich auf einer Seite. Auf der anderen Seite
ist der Mantelbereich
2b durch den Randbereich
2c begrenzt, der vorliegend als scharfe Kante ausgebildet ist. Der Zellendeckel
3 weist einen Zellenboden
3a und einen Mantelbereich
3b auf. Wie der Becherboden
2a ist auch der Deckelboden
3a im wesentlichen eben ausgebildet. Der Mantelbereich
3b weist im Gegensatz zum konusförmig ausgestalteten Mantel des Zellenbechers
2 jedoch eine im wesentlichen zylindrische Geometrie auf. Begrenzt wird der Mantelbereich
3b analog zum Mantel
2b auf einer Seite durch die den Öffnungsrand des Deckels bildende Schnittkante
3d und auf der anderen Seite durch den Übergangsbereich
3c. Der Übergangsbereich
3c ist dabei nicht als scharfe Kante ausgebildet, wie dies vergleichsweise beim Zellenbecher
2 der Fall ist.
[0064] Im Schritt B wird auf den Mantelbereich
3b des Zellendeckels
3 eine Dichtung, insbesondere eine Dichtungsfolie
4, aufgezogen. Bei der Dichtung kann es sich beispielsweise um eine Schrumpffolie handeln,
die auf den Mantelbereich
3b aufgeschrumpft werden kann. Wie gut zu erkennen ist, erstreckt sich die Dichtung
nach oben hin fast bis zum Übergangsbereich
3c, während sie im unteren Bereich um die Schnittkante
3d des Zellendeckels
3 nach innen umgeschlagen ist.
[0065] Im Schritt C wird der Zellenbecher
3 mit der darauf aufgebrachten Dichtung
4 in den Zellenbecher
2 eingesetzt bzw. eingeschoben. Es resultiert eine zusammengesetzte Einheit mit einem
sich nach oben hin öffnenden Spalt 7 zwischen der Außenwand des Zellendeckels
3 und der Innenwand des Zellenbechers
2. Der Mantelbereich
3b des Zellendeckels und der Mantelbereich
2b des Zellenbechers überlappen dabei im Bereich
5.
[0066] Im Schritt D werden der Mantelbereich
2b und damit auch die Schnittkante
2d durch radiale Kräfte nach innen gedrückt, so dass der nach oben sich öffnende Spalt
6 beseitigt wird. Es resultiert eine Knopfzelle, bei der die Mantelbereiche
3b und
2b von Zellendeckel
3 und Zellenbecher
2 parallel zueinander ausgerichtet sind und im wesentlichen gleichmäßig voneinander
beabstandet sind, zumindest im überlappenden Bereich
5.
[0067] In einem letzten, Schritt E wird in den Zellenbecher
2 ein Teil des Mantelbereichs
2b radial nach innen eingezogen. Dies betrifft insbesondere den Teil des Zellenbechers
2, der nicht mit dem Mantelbereich
3b zum Bereich
5 überlappt. Aus dem radialen Einziehen resultiert der Einzug
6. Im eingezogenen Bereich wird die Dichtung
4 gegen die Schnittkante
3d bzw. den Öffnungsrand des Zellendeckels
3 gedrückt, was die Dichtigkeit der erfindungsgemäßen Knopfzelle stark verbessert.
1. Verfahren zur Herstellung einer Knopfzelle ohne Bördelung mit einem Gehäuse (1) aus
- einem Zellenbecher (2) mit einem Bodenbereich (2a), einem Mantelbereich (2b), einem
dazwischen liegenden Randbereich (2c) und einer Schnittkante (2d) sowie
- einem Zellendeckel (3) mit einem Deckelbereich (3a), einem Mantelbereich (3b), einem
dazwischen liegenden Randbereich (3c) und einer Schnittkante (3d),
- die über eine Dichtung (4) miteinander verbunden sind,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
- Aufbringen der Dichtung (4) auf den Mantelbereich (3b) des Zellendeckels (3),
- Einschieben des Zellendeckels (3) mit der Dichtung (4) in den Zellenbecher (2),
wobei sich ein Bereich (5) ergibt, in dem zwischen 20 % und 99 % des Mantelbereichs
(2b) des Zellenbechers (2) mit dem Mantelbereich (3b) des Zellendeckels (3) überlappen
und
- Ausüben eines radialen Drucks auf den Mantelbereich (2b) des Zellenbechers (2) zum
Abdichten des Gehäuses (1), wobei die Schnittkante (2d) des Zellenbechers (2) gegen
den Mantelbereich (3b) des Zellendeckels (3) gepresst wird,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Dichtung (4) um eine thermoplastische Kunststofffolie handelt und
dass nach dem Einschieben des Zellendeckels (3) in den Zellenbecher (2) ein Teil des
Mantelbereichs (2b) radial nach innen eingezogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zellenbecher (2), in den der Zellendeckel (3) mit der Dichtung (4) eingeschoben
wird, zumindest in einem Teil des Mantelbereichs (2b) konisch ausgebildet ist, so
dass sein Durchmesser in Richtung der Schnittkante (2d) zunimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Konuswinkel zwischen 10 min und 3 Grad, insbesondere zwischen 30 min und und
1 Grad 30 min, beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zellendeckel (3), der mit der Dichtung (4) in den Zellenbecher (2) eingeschoben
wird, zumindest in einem Teil des Mantelbereichs (3b) zylindrisch ausgebildet ist,
insbesondere in dem Teil, der nach dem Einschieben des Zellendeckels (3) mit dem konisch
ausgebildeten Teil des Mantelbereichs (2b) zum Bereich (5) überlappt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelbereich (2b), insbesondere der konisch ausgebildete Teil des Mantelbereichs
(2b), durch den radialen Druck nach innen gedrückt wird, so dass die Innenseite des
Zellenbechers (2) und die Außenseite des Zellendeckels (3) im überlappenden Bereich
(5) gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (4) eine Ausgangsdicke im Bereich zwischen 50 µm und 250 µm, bevorzugt
zwischen 70 µm und 150 µm, besonders bevorzugt von ca. 100 µm, aufweist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz zwischen dem Außenradius des in den Zellenbecher (2) einzuschiebenden
Zellendeckels (3) an der Schnittkante (3d) und dem kleinsten Innenradius des Zellenbechers
(2) in dem Teil des Mantelbereichs (2b), der mit dem Mantelbereich (3b) zum Bereich
(5) überlappt, kleiner ist als die Ausgangsdicke der Dichtung (4).
8. Bördelfreie Knopfzelle mit einem Gehäuse (1) aus einem Zellenbecher (2) und einem
Zellendeckel (3), die über eine Dichtung (4) aus einer thermoplastischen Kunststofffolie
miteinander verbunden sind,
- wobei der Zellenbecher (2) einen Bodenbereich (2a), einen Mantelbereich (2b), einen
dazwischen liegenden Randbereich (2c) und eine Schnittkante (2d) aufweist, und
- wobei der Zellendeckel (3) einen Deckelbereich (3a), einen Mantelbereich (3b), einen
dazwischen liegenden Randbereich (3c) und eine Schnittkante (3d) aufweist,
wobei der Zellendeckel (3) in den Zellenbecher (2) eingeschoben ist, so dass im Bereich
(5) zwischen 20 % und 99 % des Mantelbereichs (2b) des Zellenbechers (2) mit dem Mantelbereich
(3b) des Zellendeckels (3) überlappen, und wobei der Innenradius des Zellenbechers
(2) im Bereich (5) in Richtung der Schnittkante (2d) konstant ist, und
wobei zumindest ein Teil (6) des nicht mit dem Mantelbereich (3b) überlappenden Mantelbereichs
(2b) radial nach innen eingezogen ist, so dass der Außenradius dieses Teils (6) des
Mantels kleiner ist als der Außenradius des Mantels im Bereich (5).
9. Knopfzelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Zellenbecher (2) und Zellendeckel (3) eine ausschließlich kraftschlüssige
Verbindung besteht.
10. Knopfzelle nach Anspruch 8 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante (2d) am Mantelbereich (3b) anliegt.
11. Knopfzelle nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite des Zellenbechers (2) und die Außenseite des Zellendeckels (3) im
überlappenden Bereich (5) gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
12. Knopfzelle nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittkante (3d) radial nach innen oder nach außen umgebogen ist.
13. Knopfzelle nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Beabstandung zwischen der Innenseite des Zellenbechers (2) und der Außenseite
des Zellendeckels (3) im überlappenden Bereich (5) zwischen 10 µm und 75 µm, insbesondere
zwischen 30 µm und 50 µm, beträgt.
14. Knopfzelle nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz der Außenradien weniger beträgt als die Beabstandung zwischen der Innenseite
des Zellenbechers (2) und der Außenseite des Zellendeckels (3) im überlappenden Bereich
(5).
1. A method for producing a button cell without flanging with a housing (1) composed
of
- a cell cup (2) with a base region (2a), a lateral region (2b), an edge region (2c)
lying there between and a cut edge (2d), and
- a cell cover (3) with a cover region (3a), a lateral region (3b), an edge region
(3c) lying there between and a cut edge (3d),
- which are connected to one another via a seal (4),
wherein the method comprises the steps of:
- applying the seal (4) to the lateral region (3b) of the cell cover (3),
- inserting the cell cover (3) with the seal (4) into the cell cup (2), wherein a
region (5) is formed in which between 20 % and 99 % of the lateral region (2b) of
the cell cup (2) overlap the lateral region (3b) of the cell cover (3), and
- exerting a radial pressure on the lateral region (2b) of the cell cup (2) to seal
the housing (1), wherein the cut edge (2d) of the cell cup (2) is pressed against
the lateral region (3b) of the cell cover (3),
characterized in that
the seal (4) is a thermoplastic synthetic material film and
in that after insertion of the cell cover (3) into the cell cup (2) a part of the lateral
region (2b) is drawn radially inwardly.
2. The method according to claim 1, characterized in that the cell cup (2), in which the cell cover (3) with the seal (4) is inserted, is conical
at least in part of the lateral region (2b) such that its diameter increases in the
direction of the cut edge (2d).
3. The method according to claim 2, characterized in that the cone angle is between 10 minutes and 3 degrees, in particular between 30 minutes
and 1 degree 30 minutes.
4. The method according to any one of the claims 1 to 3, characterized in that the cell cover (3), which with the seal (4) is inserted into the cell cup (2), is
cylindrical at least in part of the lateral region (3b), in particular in that part which, after insertion of the cell cover (3), overlaps the conical part of the
lateral region (2b) to provide the region (5).
5. The method according to any one of the claims 2 to 4, characterized in that the lateral region (2b), in particular the conical part of the lateral region (2b),
is pushed inwardly by the radial pressure, such that the inside of the cell cup (2)
and the outside of the cell cover (3) are at an equal distance from one another in
the overlapping region (5).
6. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the seal (4) has an initial thickness in the range between 50 µm and 250 µm, preferably
between 70 µm and 150 µm, particularly preferably of about 100 µm.
7. The method according to claim 6, characterized in that the difference between the external radius of the cell cover (3) to be inserted into
the cell cup (2) at the cut edge (3d) and the smallest internal radius of the cell
cup (2) in that part of the lateral region (2b) which overlaps with the lateral region (3b) to the
region (5) is less than the initial thickness of the seal (4).
8. A button cell without flanging with a housing (1) composed of a cell cup (2) and a
cell cover (3) which are connected to one another via a seal (4) made of a thermoplastic
synthetic material film,
- wherein the cell cup (2) has a base region (2a), a lateral region (2b), an edge
region (2c) lying there between and a cut edge (2d), and
- wherein the cell cover (3) has a cover region (3a), a lateral region (3b), an edge
region (3c) lying there between and a cut edge (3d),
wherein the cell cover (3) is inserted into the cell cup (2) such that in a region
(5) between 20 % and 99 % of the lateral region (2b) of the cell cup (2) overlap the
lateral region (3b) of the cell cover (3), and wherein the internal radius of the
cell cup (2) is constant in the region (5) in the direction of the cut edge (2d),
and
wherein at least a part (6) of the lateral region (2b) not overlapping the lateral
region (3b) is drawn radially inwardly such that the external radius of the part (6)
of the lateral region is smaller than the external radius of the lateral region in
the region (5).
9. The button cell according to claim 8, characterized in that the cell cup (2) and the cell cover (3) are interconnected exclusively via a force-fitting
connection.
10. The button cell according to claim 8 or claim 9, characterized in that the cut edge (2d) abuts to the lateral region (3b).
11. The button cell according to any one of the claims 8 to 10, characterized in that the inside of the cell cup (2) and the outside of the cell cover (3) are an equal
distance from one another in the overlapping region (5).
12. The button cell according to any one of the claims 8 to 11, characterized in that the cut edge (3d) is bent around inwards or outwards.
13. The button cell according to any one of the claims 8 to 12, characterized in that the distance between the inside of the cell cup (2) and the outside of the cell cover
(3) in the overlapping region (5) is between 10 µm and 75 µm, in particular between
30 µm and 50 µm.
14. The button cell according to any one of the claims 8 to 13, characterized in that the difference between the external radii is less than the distance between the inside
of the cell cup (2) and the outside of the cell cover (3) in the overlapping region
(5).
1. Procédé de fabrication d'une pile bouton sans sertissage comprenant un boîtier (1)
constitué
- d'un logement de pile (2) avec une région de fond (2a), une région d'enveloppe (2b),
une région de bord (2c) située entre elles et une arête de coupe (2d) et
- d'un couvercle de pile (3) avec une région de couvercle (3a), une région d'enveloppe
(3b), une région de bord (3c) située entre elles et une arête de coupe (3d),
- qui sont connectés l'un à l'autre par le biais d'un joint d'étanchéité (4),
le procédé comprenant les étapes suivantes :
- application du joint d'étanchéité (4) sur la région d'enveloppe (3b) du couvercle
de pile (3),
- insertion du couvercle de pile (3) avec le joint d'étanchéité (4) dans le logement
de pile (2), une région (5) se formant, dans laquelle entre 20 % et 99 % de la région
d'enveloppe (2b) du logement de pile (2) et de la région d'enveloppe (3b) du couvercle
de pile (3) se chevauchent et
- application d'une pression radiale sur la région d'enveloppe (2b) du logement de
pile (2) pour étanchéifier le boîtier (1), l'arête de coupe (2d) du logement de pile
(2) étant pressée contre la région d'enveloppe (3b) du couvercle de pile (3),
caractérisé en ce que le joint d'étanchéité (4) est un film plastique thermoplastique et
en ce qu'après l'insertion du couvercle de pile (3) dans le logement de pile (2), une partie
de la région d'enveloppe (2b) est renfoncée radialement vers l'intérieur.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le logement de pile (2), dans lequel est inséré le couvercle de pile (3) avec le
joint d'étanchéité (4), est réalisé sous forme conique au moins dans une partie de
la région d'enveloppe (2b) de telle sorte que son diamètre augmente dans la direction
de l'arête de coupe (2d).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'angle de conicité est compris entre 10 min et 3 degrés, en particulier entre 30
min et 1 degré 30 min.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le couvercle de pile (3) qui est inséré avec le joint d'étanchéité (4) dans le logement
de pile (2) est réalisé sous forme cylindrique au moins dans une partie de la région
d'enveloppe (3b), en particulier dans la partie qui, après l'insertion du couvercle
de pile (3), chevauche la partie réalisée sous forme conique de la région d'enveloppe
(2b) pour obtenir la région (5).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la région d'enveloppe (2b), en particulier la partie réalisée sous forme conique
de la région d'enveloppe (2b), est pressée vers l'intérieur par la pression radiale,
de telle sorte que le côté intérieur du logement de pile (2) et le côté extérieur
du couvercle de pile (3) soient espacés uniformément l'un de l'autre dans la région
de chevauchement (5).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le joint d'étanchéité (4) présente une épaisseur initiale comprise entre 50 µm et
250 µm, de préférence comprise entre 70 µm et 150 µm, particulièrement préférablement
d'environ 100 µm.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la différence entre le rayon extérieur du couvercle de pile (3) devant être inséré
dans le logement de pile (2) au niveau de l'arête de coupe (3d) et le plus petit rayon
intérieur du logement de pile (2) dans la partie de la région d'enveloppe (2b) qui
chevauche la région d'enveloppe (3b) pour former la région (5) est inférieure à l'épaisseur
de départ du joint d'étanchéité (4).
8. Pile bouton sans sertissage comprenant un boîtier (1) constitué d'un logement de pile
(2) et d'un couvercle de pile (3), qui sont connectés l'un à l'autre par le biais
d'un joint d'étanchéité (4) constitué d'un film plastique thermoplastique,
- le logement de pile (2) présentant une région de fond (2a), une région d'enveloppe
(2b), une région de bord (2c) située entre elles et une arête de coupe (2d) et
- le couvercle de pile (3) présentant une région de couvercle (3a), une région d'enveloppe
(3b), une région de bord (3c) située entre elles et une arête de coupe (3d),
le couvercle de pile (3) étant inséré dans le logement de pile (2), de telle sorte
que dans la région (5), entre 20 % et 99 % de la région d'enveloppe (2b) du logement
de pile (2) et de la région d'enveloppe (3b) du couvercle de pile (3) se chevauchent
et le rayon intérieur du logement de pile (2) dans la région (5) étant constant dans
la direction de l'arête de coupe (2d), et
au moins une partie (6) de la région d'enveloppe (2b) ne chevauchant pas la région
d'enveloppe (3b) étant renfoncée radialement vers l'intérieur de telle sorte que le
rayon extérieur de cette partie (6) de l'enveloppe soit inférieur au rayon extérieur
de l'enveloppe dans la région (5).
9. Pile bouton selon la revendication 8, caractérisée en ce qu'entre le logement de pile (2) et le couvercle de pile (3) existe une connexion exclusivement
par engagement par force.
10. Pile bouton selon la revendication 8 ou la revendication 9, caractérisée en ce que l'arête de coupe (2d) s'applique contre la région d'enveloppe (3b).
11. Pile bouton selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisée en ce que le côté intérieur du logement de pile (2) et le côté extérieur du couvercle de pile
(3) sont espacés uniformément l'un de l'autre dans la région de chevauchement (5).
12. Pile bouton selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisée en ce que l'arête de coupe (3d) est recourbée radialement vers l'intérieur ou vers l'extérieur.
13. Pile bouton selon l'une quelconque des revendications 8 à 12, caractérisée en ce que l'espacement entre le côté intérieur du logement de pile (2) et le côté extérieur
du couvercle de pile (3) dans la région de chevauchement (5) est compris entre 10
µm et 75 µm, en particulier entre 30 µm et 50 µm.
14. Pile bouton selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisée en ce que la différence entre les rayons extérieurs est inférieure à l'espacement entre le
côté intérieur du logement de pile (2) et le côté extérieur du couvercle de pile (3)
dans la région de chevauchement (5).