[0001] Die Erfindung betrifft einen Strahlgenerator zur Erzeugung eines gebündelten Plasmastrahls
durch Lichtbogenentladung unter Zufuhr eines strömenden Arbeitsgases mit zwei im Strom
des Arbeitsgases im Abstand zueinander angeordneten Elektroden sowie einer Spannungsquelle
zur Erzeugung einer Spannung zwischen den Elektroden, wobei die Spannungsquelle einen
Spannungspuls mit einer Zündspannung für die Lichtbogenentladung und einer Pulsfrequenz
erzeugt, der den Lichtbogen zwischen zwei aufeinander folgenden Spannungsimpulsen
jeweils verlöschen lässt. Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Aktivierung
und Beschichtung von Substratoberflächen mit einem erfindungsgemäßen Strahlgenerator.
[0002] Wenn Werkstückoberflächen beschichtet, lackiert oder geklebt werden sollen, ist häufig
eine Vorbehandlung erforderlich, durch die Verunreinigungen von der Oberfläche entfernt
werden und/oder durch die die Molekülstruktur so verändert wird, dass die Oberfläche
mit Flüssigkeiten, wie Kleber, Lacken und dergleichen besser benetzt werden kann.
[0003] Zur Oberflächenbehandlung- und -reinigung kommen Strahlgeneratoren zur Erzeugung
eines gebündelten Plasmastrahls zum Einsatz, bei denen unter Anlegen einer Spannung
in einem Düsenrohr zwischen zwei Elektroden mittels einer nicht-thermischen Entladung
aus einem Arbeitsgas ein Plasmastrahl erzeugt wird. Dabei steht das Arbeitsgas vorzugsweise
unter atmosphärischem Druck. In bevorzugter Weise wird Luft als Arbeitsgas verwendet.
[0004] Die Vorbehandlung und Reinigung mittels Plasma hat zahlreiche Vorteile, von denen
insbesondere der hohe Entfettungsgrad, die Umweltfreundlichkeit, die Eignung für nahezu
sämtliche Materialien, die geringen Betriebskosten sowie die hervorragende Integration
in die unterschiedlichen Fertigungsabläufe hervorzuheben sind.
[0005] Aus der
EP 0 761 415 B9 sowie der
DE 195 32 412 C2 ist ein gattungsgemäßer Strahlgenerator zur Erzeugung eines gebündelten Plasmastrahls
bekannt, der ein topfförmiges Gehäuse aus Kunststoff mit einer seitlichen Zufuhr für
das Arbeitsgas aufweist. In dem Gehäuse ist koaxial ein Düsenrohr aus Keramik gehalten.
Im Inneren des topfförmigen Gehäuses ist mittig eine Stiftelektrode aus Kupfer angeordnet,
die in das Düsenrohr hineinragt. Der äußere Umfang des Düsenrohrs ist außerhalb des
topfförmigen Gehäuses von einem Mantel aus elektrisch leitendem Material umgeben,
der am freien Ende des Düsenrohres eine Ringelektrode ausbildet. Die Ringelektrode
begrenzt zugleich eine Düsenöffnung, deren Durchmesser kleiner als der Innendurchmesser
des Düsenrohres ist, so dass am Aüslass des Düsenrohrs eine gewisse Einschnürung erreicht
wird.
[0006] Ein Nachteil des bekannten Strahlgenerators besteht in der hohen thermischen Belastung
der zu behandelnden Oberflächen. Die Spannungsquelle benötigt eine sehr hohe Zündspannung
in einer Größenordnung von 10 bis 30 kV. Nachteilig ist auch der geringe Wirkungsgrad.
Verantwortlich hierfür ist insbesondere ein geringer Ionisierungsgrad im Plasma. Darüber
hinaus weist das aus dem Strahlgenerator austretende Arbeitsgas eine hohe Temperatur
auf, während die Elektronen eine recht geringe Temperatur aufweisen. Für den Betrieb
von Strahlgeneratoren zur Oberflächenbehandlung wird jedoch die Erzeugung nichtthermischer
Plasmen angestrebt, bei denen die Elektronen eine viel höhere Temperatur als die Schwereteilchen
(Moleküle, Atome, Ionen) aufweisen. Technisch hergestellte, nichtthermische Plasmen
haben jedoch üblicherweise einen geringen Ionisierungsgrad.
[0007] Aus der
US 6 225 743 B1 ist bereits ein Verfahren zur Erzeugung von Plasma mit einem Plasmaerzeuger zur Behandlung
von Objekten bekannt, bei dem ein Lichtbogen zwischen einer Anode und einer Kathode
gezündet und mit diesem Gase ionisiert werden, wobei der Lichtbogen mit Spannungspulsen
betrieben wird. In den Pausen zwischen den Spannungspulsen wird die an der Strecke
Anode-Kathode anliegende Spannung unter die Brennspannung des Lichtbogens abgesenkt,
sodass der Lichtbogen in diesen Pausen erlischt. Obwohl die Plasmaimpulse eine sehr
hohe Temperatur aufweisen, sollen auch relativ empfindliche Materialien die Plasmaimpulse
ohne Schaden zu nehmen, vertragen.
[0008] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
einen Strahlgenerator der eingangs erwähnten Art zu schaffen, der insbesondere ein
nichtthermisches Plasma mit geringen Temperaturen des aus dem Strahlgenerator austretenden
Plasmastrahls erzeugt und sich zur Aktivierung und Beschichtung von Substratoberflächen
unter Verwendung eines Plasmastrahls einsetzen lässt, der insbesondere auch für Pulverbeschichtungsverfahren
temperaturempfindlicher Substratoberflächen geeignet ist. Des Weiteren wird eine kompakte
Bauform des Strahlgenerators angestrebt. Schließlich soll ein Verfahren zur Aktivierung
und Beschichtung von Substratoberflächen unter Verwendung des Strahlgenerators angegeben
werden.
[0009] Diese Aufgabe wird durch einen Strahlgenerator mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 13 gelöst.
[0010] Eine kompakte Bauform des Strahlgenerators bei gleichzeitig homogener Strömung des
Arbeitsgases wird dadurch erreicht, dass eine Elektrode als Stiftelektrode und eine
Elektrode als ringförmige Elektrode ausgebildet ist, konzentrisch zu der Stiftelektrode
ein hohlzylindrischer, gegenüber der Stiftelektrode isolierter Mantel aus elektrisch
leitendem Material angeordnet ist, an dessen einer Stirnseite die ringförmige Elektrode
angeordnet ist, die eine Düsenöffnung begrenzt, deren Durchmesser kleiner als der
Durchmesser des hohlzylindrischen Mantels ist und an dessen gegenüberliegender Stirnseite
die Zufuhr für das Arbeitsgas angeordnet ist.
[0011] Der erfindungsgemäße Strahlgenerator lässt sich zur Aktivierung und Beschichtung
von Substratoberflächen unter Verwendung eines Plasmastrahls einsetzen, da im Bereich
der Düsenöffnung mindestens ein Einlass für die Einspeisung von Pulvern, insbesondere
mit Partikelgrößen von 10 nm bis 100 µm angeordnet ist. Die Elektronen des Plasmastrahls
zersputtern die eingespeisten Pulverpartikel und schmelzen diese aufgrund der dort
noch relativ hohen Temperatur, insbesondere der hohen Elektronentemperatur, des Plasmas
auf. Durch den Energieverbrauch für das Aufschmelzen und auf dem weiteren Weg des
Plasmas zur Düsenöffnung kommt es zu einer Abkühlung, so dass das feinkörnige, die
Beschichtung der Substratoberfläche bildende Pulver relativ kühl auf die Substratoberfläche
gelangt. Der erfindungsgemäße Strahlgenerator ist daher insbesondere auch für Pulverbeschichtungsverfahren
temperaturempfindlicher Substratoberflächen geeignet.
[0012] Der gebündelte Plasmastrahl in dem strömenden Arbeitsgas wird durch eine Lichtbogenentladung
erzeugt. Der Lichtbogen stellt eine Gasentladung zwischen den beiden im Abstand zueinander
angeordneten Elektroden dar, an denen eine ausreichend hohe Spannung anliegt, um durch
Stoßionisation die für die Gasentladung erforderliche hohe Stromdichte zu erzeugen.
Die Gasentladung bildet das Plasma in dem die Schwereteilchen teilweise ionisiert
sind.
[0013] Die Zündspannung ist die elektrische Spannung, die erforderlich ist, um die Gasentladung
zwischen den beiden Elektroden einzuleiten. Die Zündspannung wird von der Spannungsquelle
erzeugt oder von der Spannungsquelle aus einer Primärquelle abgeleitet. Für die Erfindung
kommen grundsätzlich Gleich- und Wechselspannungsquellen, vorzugsweise jedoch Gleichspannungsquellen
in Betracht. Entscheidend ist jedoch, dass die Spannungsquelle einen Spannungspuls
erzeugt, der den Lichtbogen zwischen zwei aufeinander folgenden Spannungsimpulsen
jeweils verlöschen lässt. Dabei ist mit Spannungsimpuls gemeint, dass die von der
Spannung abgegebene Spannung zunächst von einem unteren Wert, vorzugsweise Null, ausgehend
auf einen Höchstwert, der größer oder.gleich der Zündspannung ist, ansteigt und kurze
Zeit später wieder auf den unteren Wert, vorzugsweise Null, absinkt. Die periodische
Folge von Spannungsimpulsen wird als Spannungspuls bezeichnet.
[0014] Während jedes Spannungsimpulses fällt die Spannung weit unter die erforderliche Zündspannung,
so dass mit jedem Spannungsimpuls der Lichtbogen verlöscht, bis im nächsten Spannungsimpuls
die Zündspannung wieder erreicht wird und eine neue Lichtbogenentladung zwischen den
Elektroden erfolgt. Durch das mit jedem Spannungsimpuls erzwungene Verlöschen des
Lichtbogens wird bei hohen Elektrodentemperaturen eine geringe Temperatur des ausströmenden
Arbeitsgases aus dem Strahlgenerator erzeugt. Durch das schlagartige Abfließen der
Elektronen beim Erreichen der hohen Zündspannung wird eine große Zahl hochbeschleunigter
Elektronen im Plasma generiert die eine hohe Elektronentemperatur aufweisen. Nach
Erreichen bzw. Überschreiten der Zündspannung fließt zwischen den beiden Elektroden
für einen sehr kurzen Zeitraum von einer Nanosekunde bis 1000 Nanosekunden ein Strom
mit einer maximalen Stromstärke in Höhe von 10 bis 1000 Ampere. Die hieraus resultierende
hohe Stromdichte wirkt sich positiv auf den so genannten Pinch-Effekt aus. Der Pinch-Effekt
bezeichnet das Zusammenziehen des von einem hohen elektrischen Strom durchflossenen
Plasmas zu einem dünnen, komprimierten Plasmaschlauch oder -faden in Folge der Wechselwirkung
des Plasmastroms mit dem von ihm erzeugten Magnetfeld.
[0015] Die Spannungsquelle ist zur Erzeugung einer Pulsfrequenz des Spannungspulses, bevorzugt
in einem Bereich zwischen 10 kHz bis 100 kHz, insbesondere in einem Bereich zwischen
20 kHz bis 70 kHz ausgebildet. Bei diesen Pulsfrequenzen ist sichergestellt, dass
die Plasmaerzeugung und der Plasmastrahl nicht unterbrochen werden. Durch diese Maßnahme
kann eine unterbrechungsfreie Aktivierung und Beschichtung, insbesondere mit Pulver,
von Substratoberflächen mit dem erfindungsgemäßen Strahlgenerator vorgenommen werden.
Die Aufrechterhaltung des Plasmastrahls trotz Verlöschen des Lichtbogens bei gleichzeitig
sehr geringer Wärmebelastung der Substratoberfläche wird vorzugsweise mit Pulsfrequenzen
in dem Bereich zwischen 20 kHz bis 70 kHz erreicht.
[0016] Der Abstand zwischen den Elektroden des Strahlgenerators und der Druck des Arbeitsgases
wird so bestimmt, dass die vorgenannten Stromstärken im Plasma bei Zündspannungen
zwischen 2 kV bis 10 kV erreicht werden. Die Grundlage für die Ermittlung des Elektrodenabstandes
ist das Paschen-Gesetz, wonach die Zündspannung eine Funktion des Produktes aus dem
Gasdruck des Arbeitsgases und der Schlagweite, das heißt dem Abstand zwischen den
Elektroden ist. Abhängig von der Form der sich gegenüberstehenden Elektroden sowie
dem verwendeten Arbeitsgas, vorzugsweise Luft, müssen Korrekturparameter bei der Berechnung
berücksichtigt werden.
[0017] Die von der Spannungsquelle erzeugten Spannungsimpulse können gleich- oder wechselgerichtet
sein.
[0018] Eine bevorzugte Ausführungsform der Spannungsquelle ist dadurch gekennzeichnet, dass
die Spannungsquelle ein Netzteil mit einem Anschluss für eine Ausgangsspannung und
zwei Ausgänge für die im Netzteil umgesetzte Spannung aufweist, wobei parallel zu
den Ausgängen mindestens ein Kondensator geschaltet ist, der mit dem Netzteil über
mindestens einen Widerstand verbunden ist. Wahlweise kann dabei einer der Ausgänge
mit Erdpotential verbunden sein und die gemeinsame Erde als Bezugspotential und Anschluss
für den Kondensator verwendet werden. Das Netzteil ist dabei eine Baugruppe, die die
vom Stromnetz bereitgestellte Eingangsspannung in die von dem Strahlgenerator benötigte
Ausgangsspannung umsetzt.
[0019] Die Schaltung aus Kondensator und Widerstand erzwingt das Verlöschen des Lichtbogens,
in dem die von dem Netzteil abgegebene Leistung in dem Kondensator zwischengespeichert
wird. Die von dem Netzteil abgegebene Leistung, wird zunächst von dem Kondensator
gespeichert, bis die Zündspannung für die Lichtbogenentladung erreicht wird. Beim
Erreichen der Zündspannung kommt es zur Gasentladung und die im Kondensator gespeicherte
Energie fließt innerhalb von einer Nanosekunde bis 1000 Nanosekunden mit einer hohen
Stromstärke in Höhe von 10 Ampere bis 1000 Ampere ab. Durch den mindestens einen Ladewiderstand,
über den der mindestens eine Kondensator mit dem Netzteil verbunden ist, fließt nicht
genügend Strom nach, um den aus dem Kondensator gespeisten Lichtbogen aufrecht zu
erhalten. In Folge dessen erlischt der Lichtbogen selbstständig und die Aufladung
des Kondensators für den nächsten Spannungsimpuls beginnt erneut.
[0020] Im Interesse einer kompakten Bauform und einer weiteren Steigerung des Wirkungsgrades
des erfindungsgemäßen Strahlgenerators ist das Netzteil der Spannungsquelle vorzugsweise
als Schaltnetzteil ausgebildet. Das Schaltnetzteil zeichnet sich dadurch aus, dass
abweichend zu herkömmlichen Netzteilen mit 50- bzw. 60-Hz-Transformator die Netzspannung
in eine Wechselspannung wesentlich höherer Frequenz umgewandelt und nach der Transformation
schließlich weder gleichgerichtet wird. Der Betrieb des Transformators mit höherer
Frequenz hat zur Folge, dass bei gleicher Leistung die Masse des Transformators deutlich
verringert werden kann. In Folge dessen sind Schaltnetzteile bei gleicher Leistung
kompakter und leichter. Des Weiteren ist deren Wirkungsgrad höher als der konventioneller
Netzteile.
[0021] Besonders Platz sparend lässt sich der Kondensator der Spannungsquelle in Form eines
abgeschirmten Kabels ausführen, in dem eine die erste Elektrode mit der Spannungsquelle
verbindende elektrische Leitung von einem Isolator umgeben wird, den zumindest auf
einer Teillänge eine elektrisch leitende Abschirmung ummantelt, die Bestandteil der
elektrisch leitenden Verbindung zwischen der Spannungsquelle und der weiteren Elektrode
ist, wobei die Abschirmung ein äußerer Isolator ummantelt.
[0022] Die Kapazität des Kondensators liegt vorzugsweise in einem Bereich von 1 nF bis 200
µF
[0023] Eine weitere Reduktion der Temperatur des Arbeitsgases kann durch Strömungsoptimierung
erreicht werden. Aus diesem Grund weist der erfindungsgemäße Strahlgenerator als Mittel
zur Erzeugung einer Wirbelströmung des Arbeitsgases eine stirnseitig in den hohlzylindrischen
Mantel eingesetzte, die Stiftelektrode umgebende Hülse aus elektrisch isolierendem
Material auf, an deren Oberfläche mindestens ein als Wendel ausgestalteter Steg angeordnet
ist, der zwischen der Innenwand des hohlzylindrischen Mantels und der Oberfläche der
Hülse einen Kanal für das Arbeitsgas bildet. Durch die Steigung des wendelförmigen
Stegs kann wirksam die Temperatur des Plasmastrahls beeinflusst werden. Eine größere
Steigung kühlt den Plasmastrahl stärker ab, während eine geringere Steigung zu einem
wärmeren Plasmastrahl führt. Bei einer größeren Steigung ist die Verweildauer des
Arbeitsgases bei gleicher Strömungsgeschwindigkeit aufgrund des kürzeren Strömungsweges
durch den Strahlgenerator kürzer, wodurch die Kühlwirkung des Arbeitsgases verstärkt
wird. Bei geringerer Steigung des als Wendel ausgestalteten Steges ist die Verweildauer
des Arbeitsgases bei gleicher Strömungsgeschwindigkeit aufgrund des längeren Strömungsweges
durch den Strahlgenerator länger, wodurch die Kühlwirkung des Arbeitsgases reduziert
wird.
[0024] Die den Kanal für das Arbeitsgas ausbildende Hülse fixiert zugleich die Stiftelektrode
in dem elektrisch leitenden Mantel und gewährleistet die erforderliche elektrische
Trennung zwischen Stiftelektrode und Mantel. Die Hülse ist nicht nur montagefreundlich,
sondern führt darüber hinaus zu den angestrebten kompakten Abmessungen des stiftförmigen
Strahlgenerators.
[0025] Vorzugsweise befinden sich die Einlässe für das Pulver an einem sich konisch in Richtung
der ringförmigen Elektrode verjüngenden Abschnitt des hohlzylindrischen Mantels des
Strahlgenerators. Die Substrattemperaturerhöhung liegt während und nach dem Beschichtungsprozess
mit dem feinkörnigen Pulver deutlich unterhalb von 100 Grad Celsius. Gleichwohl wird
bei Verwendung des erfindungsgemäßen Strahlgenerators eine gute Haftung des aufgetragenen
Pulvers erreicht. Die Substratoberfläche bedarf keiner speziellen Vorbehandlung. Die
Oberflächenreinigung erfolgt durch den Plasmastrahl des Strahlgenerators selbst. Bei
den Pulvern handelt es sich beispielsweise um Metalle, Keramiken, Thermoplaste oder
auch deren Mischungen, die als Funktionsschichten, wie beispielsweise Schutz-, Verschleiß-
oder Isolierschichten aufgetragen werden.
[0026] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines Strahlgenerators,
- Figur 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Strahlgenerators,
- Figur 3
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines Strahlgenerators,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung des Verlaufs von Spannung und Strom der Spannungsquelle
eines Strahlgenerators sowie
- Figur 5
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Strahlgenerators zur Pulverbeschichtung
von Substratoberflächen.
[0027] Der Strahlgenerator (1) zur Erzeugung eines gebündelten Plasmastrahls (2) umfasst
zwei im Strom eines Arbeitsgases (3) angeordnete Elektroden (4, 5) sowie eine Spannungsquelle
(6) zur Erzeugung einer Spannung zwischen den Elektroden (4, 5). Das Arbeitsgas (3)
wird in einem hohlzylindrischen Mantel (7) kanalisiert. In dem von dem Mantel (7)
umschlossenen Hohlraum sind die Elektroden (4, 5) im Abstand (8) zueinander angeordnet.
[0028] Die Spannungsquelle (6) weist ein Schaltnetzteil (9) mit einem Anschluss (10) für
die Eingangsspannung, insbesondere die Netzspannung, und zwei Ausgänge (11, 12) für
die im Schaltnetzteil (9) umgesetzte Spannung auf. Parallel zu den Ausgängen (11,
12) ist ein Kondensator (13) geschaltet, der mit dem Schaltnetzteil (9) über einen
Widerstand (14), auch als Ladewiderstand bezeichnet, verbunden ist.
[0029] In dem Schaltnetzteil (9) wird die am Anschluss (10) anliegende Netzspannung zunächst
von einem Gleichrichter (15) gleichgerichtet. Anschließend wird die Gleichspannung
von einem Wechselrichter (16), auch als Inverter bezeichnet, in eine Wechselspannung
wesentlich höherer Frequenz umgewandelt, bevor diese der Primärwicklung eines Transformators
(17) zugeführt wird. Die an der Sekundärseite des Transformators (17) abgegriffene,
gegenüber der Netzspannung höhere Spannung wird einem weiteren Gleichrichter (18)
zugeführt, der die transformierte Wechselspannung gleichrichtet.
[0030] Die Arbeitsweise des Strahlgenerators (1) wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Figur
4 näher erläutert:
Figur 4 zeigt in der linken Bildhälfte in einem Spannungs-/Zeitdiagramm die Ausprägung
eines Spannungsimpulses (21) sowie in einem darunter dargestellten Strom-/Zeitdiagramm
den Verlauf des sich im Plasma einstellenden Stromes des Strahlgenerators (1).
[0031] Die von dem Schaltnetzteil (9) abgegebene Leistung wird zunächst von dem Kondensator
(13) gespeichert, bis zwischen den Elektroden (4, 5) die Zündspannung (19) für die
Ausbildung des Lichtbogens zwischen den Elektroden (4, 5) anliegt. Beim Erreichen
der Zündspannung (19) wird die Luftstrecke (8) zwischen den Elektroden (4, 5) leitfähig
und die gesamte in dem Kondensator (13) gespeicherte Energie fließt innerhalb von
etwa 10 ns, wie aus dem Strom-/Zeitdiagramm in Figur 4 ersichtlich, ab. Dabei bricht
die Spannung zwischen den Elektroden (4, 5) zusammen und fällt auf einen unteren Wert
nahe 0 Volt ab.
[0032] Mit Erreichen der Zündspannung (19) fließt ein Maximalstrom (20) in dem Lichtbogen
zwischen den Elektroden (4, 5). Durch den Widerstand (14) fließt von dem Schaltnetzteil
(9) nicht genügend Ladung nach, um den Lichtbogen aufrecht zu erhalten. Hierzu ist
der Widerstand (14) so zu bemessen, dass weniger Leistung vom Schaltnetzteil zum Kondensator
(13) fließt, als gleichzeitig über den Lichtbogen zwischen den Elektroden (4, 5) abfließt.
Dies hat zur Folge, dass der Lichtbogen zwischen zwei aufeinander folgenden Spannungsimpulsen
jeweils verlöscht, bevor er mit dem Erreichen der Zündspannung (19) im nächsten Spannungsimpuls
(21) wieder gezündet wird. Die Pulsfrequenz liegt vorzugsweise in einem Bereich zwischen
1 kHz bis 100 kHz, im dargestellten Ausführungsbeispiel bei 60 kHz.
[0033] Figur 2 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Strahlgenerators (1). Soweit
dieser mit dem Strahlgenerator (1) nach Figur 1 übereinstimmt, wird auf die dortigen
Ausführungen Bezug genommen. Unterschiede ergeben sich hinsichtlich der Anordnung
der Elektroden innerhalb des Mantels (7). Eine erste Elektrode ist als Stiftelektrode
(22) ausgebildet, während die im Abstand (8) dazu angeordnete zweite Elektrode als
ringförmige Elektrode (23) ausgebildet ist. Der Mantel (7) aus elektrisch leitendem
Material ist konzentrisch zu der Stiftelektrode (22) angeordnet und gegenüber der
Stiftelektrode (22) isoliert. An der der ringförmigen Elektrode (23) gegenüberliegenden
Stirnseite ist die Zufuhr (24) für das Arbeitsgas (3) angeordnet. Die Zufuhr für das
Arbeitsgas (3) weist eine stirnseitig in den hohlzylindrischen Mantel (7) eingesetzte,
die Stiftelektrode (22) halternde Hülse (25) aus elektrisch isolierendem Material
auf, an deren Oberfläche ein als Wendel ausgestalteter Steg (26) angeordnet ist, der
zwischen der Innenwand (27) des hohlzylindrischen Mantels (7) und der Oberfläche (28)
der Hülse (25) einen Kanal für das Arbeitsgas (3) bildet. Das die Wendel durchlaufende
Arbeitsgas tritt damit in einer Wirbelströmung in den Ringraum zwischen Stiftelektrode
(22) und Innenwand (27) des Mantels (7) ein. Diese Wirbelströmung führt zu einer besonders
vorteilhaften Bündelung und Kanalisierung des Plasmastrahls (2), der sich entlang
der Stiftelektrode (22) in Richtung der ringförmigen Elektrode (23) durch diese hindurch
erstreckt.
[0034] Figur 3 a zeigt einen Strahlgenerator (1) entsprechend Figur 2, bei dem das Schaltnetzteil
(9) der Übersichtlichkeit halber lediglich durch ein Symbol angedeutet ist. Der Kondensator
wird, wie aus Figur 3 b erkennbar, bei diesem Ausführungsbeispiel dadurch gebildet,
dass eine die Elektrode (22) mit dem Schaltnetzteil (9) verbindende elektrische Leitung
(29) von einem Isolator (30) umgeben wird, den zumindest auf einer Teillänge (31)
eine elektrisch leitende Abschirmung (32) umgibt, die Bestandteil der elektrisch leitenden
Verbindung zwischen dem Schaltnetzteil (9) und der weiteren Elektrode (23) ist. Die
Abschirmung (32) ummantelt wiederum ein äußerer Isolator (33).
[0035] In Figur 3 c ist die durch die Abschirmung (32) und die elektrische Leitung (29)
gebildete Kapazität (34) als Ersatzschaltbild dargestellt. Es ist erkennbar, dass
durch das teilweise abgeschirmte Kabel parallel zu den Ausgängen des Schaltnetzteils
ein Kondensator liegt, der mit dem Schaltnetzteil (9) über den Widerstand (14) verbunden
ist.
[0036] Figur 5 zeigt schließlich einen Strahlgenerator (1) entsprechend Figuren 2 und 3,
der erfindungsgemäß für eine Beschichtung einer Substratoberfläche (35) mit feinkörnigen
Pulvern bestimmt ist. Der hohlzylindrische Mantel (7) weist stirnseitig einen sich
konisch in Richtung der ringförmigen Elektrode (23) verjüngenden Abschnitt (36) auf,
in dem zwei Einlässe (37) angeordnet sind. An jedem der beiden Einlässe (37) setzt
eine Leitung (38) für das feinkörnige Pulver an, der ein Pulver-/Gasstrom (39) zugeführt
wird. Über die Einlässe (37) gelangen die Pulverpartikel (40) in den Plasmastrahl
(2), mit dem sie durch die Ringelektrode (23) den Strahlgenerator (1) verlassen. In
dem der Strahlgenerator (1) mit auf die Substratoberfläche (35) ausgerichteter Düsenöffnung
(41) in Richtung (42) bewegt wird, werden die Pulverpartikel (40) auf der Substratoberfläche
(35) abgeschieden. Die auf der Substratoberfläche abgeschiedene Schicht (43) ist in
Figur 5 angedeutet.
Bezugszeichenliste
[0037]
| Nr. |
Bezeichnung |
Nr. |
Bezeichnung |
| 1 |
Strahlgenerator |
29 |
elektrische Leitung |
| 2 |
Plasmastrahl |
30 |
Isolator |
| 3 |
Arbeitsgas |
31 |
Teillänge |
| 4 |
Elektrode |
32 |
Abschirmung |
| 5 |
Elektrode |
33 |
äußerer Isolator |
| 6 |
Spannungsquelle |
34 |
Kapazität |
| 7 |
Mantel |
35 |
Substratoberfläche |
| 8 |
Abstand |
36 |
konischer Abschnitt |
| 9 |
Schaltnetzteil |
37 |
Einlass |
| 10 |
Anschluss |
38 |
Leitung |
| 11 |
Ausgang |
39 |
Pulver-/Gasstrom |
| 12 |
Ausgang |
40 |
Pulverpartikel |
| 13 |
Kondensator |
41 |
Düsenöffnung |
| 14 |
Widerstand |
42 |
Richtung |
| 15 |
Gleichrichter |
43 |
abgeschiedene Schicht |
| 16 |
Wechselrichter |
|
| 17 |
Transformator |
| 18 |
Gleichrichter |
| 19 |
Zündspannung |
| 20 |
Maximalstrom |
| 21 |
Spannungsimpuls |
| 22 |
Stiftelektrode |
| 23 |
ringförmige Elektrode |
| 24 |
Zufuhr für Arbeitsgas |
| 25 |
Hülse |
| 26 |
Steg |
| 27 |
Innenwand |
| 28 |
Oberfläche |
1. Strahlgenerator (1) zur Erzeugung eines gebündelten nicht-thermischen Plasmastrahls
durch Lichtbogenentladung unter Zufuhr eines strömenden Arbeitsgases (3) mit zwei
im Strom des Arbeitsgases (3) in einem Abstand (8) zueinander angeordneten Elektroden
(22, 23) sowie einer Spannungsquelle (6) zur Erzeugung einer Spannung zwischen den
Elektroden (22, 23), wobei eine Elektrode als Stiftelektrode (22) ausgebildet ist
und die Spannungsquelle (6) einen Spannungspuls mit einer Zündspannung (19) für die
Lichtbogenentladung und einer Pulsfrequenz erzeugt, der den Lichtbogen zwischen zwei
aufeinander folgenden Spannungsimpulsen (21) jeweils verlöschen lässt,
dadurch gekennzeichnet, dass
- konzentrisch zu der Stiftelektrode (22) ein hohlzylindrischer, gegenüber der Stiftelektrode
(22) isolierter Mantel (7) aus elektrisch leitendem Material angeordnet ist,
- an dessen einer Stirnseite eine ringförmige Elektrode (23) angeordnet ist, die eine
Düsenöffnung (41) begrenzt, deren Durchmesser kleiner als der Durchmesser des hohlzylindrischen
Mantels (7) ist, und
- an dessen gegenüberliegender Stirnseite die Zufuhr (24) für das Arbeitsgas (3) angeordnet
ist
- und im Bereich der Düsenöffnung (41) mindestens ein Einlass (37) für die Einspeisung
eines Pulvers angeordnet ist.
2. Strahlgenerator (1) nach Anspruch 1, wobei die Pulsfrequenz in einem Bereich zwischen
10 kHz - 100 kHz liegt.
3. Strahlgenerator (1) nach Anspruch 2, wobei die Pulsfrequenz in einem Bereich zwischen
20 kHz - 70 kHz liegt.
4. Strahlgenerator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei nach Erreichen der Zündspannung
(19) zwischen den beiden Elektroden (22, 23) in einem Zeitraum von 1 ns - 1000 ns
ein Strom mit einer maximalen Stromstärke (20) in Höhe von 10 A - 1000 A fließt.
5. Strahlgenerator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Zündspannung (19)
zwischen 1 kV - 10 kV beträgt.
6. Strahlgenerator (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Spannungsquelle (6)
ein Netzteil mit einem Anschluss (10) für eine Eingangsspannung und zwei Ausgängen
(11, 12) für die im Netzteil umgesetzte Eingangsspannung aufweist, wobei parallel
zu den Ausgängen (11, 12) mindestens ein Kondensator (13) geschaltet ist, der mit
dem Netzteil über mindestens einen Widerstand (14) verbunden ist.
7. Strahlgenerator (1) nach Anspruch 6, wobei das Netzteil ein Schaltnetzteil (9) ist.
8. Strahlgenerator (1) nach Anspruch 6 oder 7, wobei eine der die Elektroden (22, 23)
mit dem Netzteil (9) verbindenden elektrischen Leitungen (29) von einem Isolator (30)
umgeben wird, den zumindest auf einer Teillänge (31) eine elektrisch leitende Abschirmung
(32) ummantelt, die Bestandteil der anderen elektrisch leitenden Verbindung zwischen
dem Netzteil (9) und der weiteren Elektrode (23) ist, wobei die Abschirmung (32) ein
äußerer Isolator (33) ummantelt.
9. Strahlgenerator (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, wobei die Kapazität des Kondensators
(13, 29, 30, 32) im Bereich von 10 nF - µF 200 liegt.
10. Strahlgenerator (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 9, wobei die Zufuhr (24) für das
Arbeitsgas (3) Mittel zur Erzeugung einer Wirbelströmung des Arbeitsgases (3) aufweist.
11. Strahlgenerator (1) nach Anspruch 11, wobei die Mittel zur Erzeugung einer Wirbelströmung
des Arbeitsgases (3) eine stirnseitig in den hohlzylindrischen Mantel (7) eingesetzte,
die Stiftelektrode (22) halternde Hülse (25) aus elektrisch isolierendem Material
umfassen, an deren Oberfläche (28) mindestens ein als Wendel ausgestalteter Steg (26)
angeordnet ist, der zwischen der Innenwand (27) des hohlzylindrischen Mantels (7)
und der Oberfläche (28) der Hülse (25) einen Kanal für das Arbeitsgas (3) bildet.
12. Strahlgenerator (1) nach Anspruch 13, wobei der hohlzylindrische Mantel (7) stirnseitig
einen sich konisch in Richtung der ringförmigen Elektrode (23) verjüngenden Abschnitt
(36) aufweist und jeder Einlass (37) in diesem Abschnitt (36) angeordnet ist.
13. Verfahren zur Aktivierung und Beschichtung von Substratoberflächen mit einem Strahlgenerator
(1) zur Erzeugung eines gebündelten nicht-thermischen Plasmastrahls nach einem oder
mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass über den mindestens einen Einlass (37) Pulver mit einer Partikelgröße von 10 nm bis
100 µm eingespeist wird.
1. Beam generator (1) for the generation of a bundled non-thermal plasma beam by means
of arc discharge under a feed of a flowing working gas (3), having two electrodes
(22, 23) arranged in the flow of the working gas (3) at a distance (8) from one another
and a voltage source (6) for the generation of a voltage between the electrodes (22,
23), wherein one electrode is formed as a pin electrode (22) and the voltage source
(6) generates a voltage pulse with an ignition voltage (19) for the arc discharge
and generates a pulse frequency which causes the respective arcs between two consecutive
voltage pulses (21) to be cancelled,
characterized in that
- a hollow cylindrical sheath (7) made of electrically conducting material which is
insulated against the pin electrode (22) and arranged concentrically with respect
to the pin electrode (22),
- at whose one end face is arranged an annular electrode (23) which delimits a nozzle
opening (41) whose diameter is less than the diameter of the hollow cylindrical sheath
(7) and
- at whose opposite end face is arranged the intake (24) for the working gas (3),
- and in the region of the nozzle opening (41) there is arranged at least one inlet
(37) for the feeding of a powder.
2. Beam generator (1) according to Claim 1, wherein the pulse frequency lies in a range
between 10 kHz - 100 kHz.
3. Beam generator (1) according to Claim 2, wherein the pulse frequency lies in a range
between 20 kHz - 70 kHz.
4. Beam generator (1) according to any one of the Claims 1 to 3, wherein after reaching
the ignition voltage (19) a current with a maximum amperage (20) of 10 A - 1000 A
flows between the two electrodes (22, 23) within a period of 1 ns - 1000 ns.
5. Beam generator (1) according to any one of the Claims 1 to 4, wherein the ignition
voltage (19) is between 1 kV - 10 kV.
6. Beam generator (1) according to any one of the Claims 1 to 5, wherein the voltage
source (6) has a power supply unit with a connector (10) for an input voltage and
two outputs (11, 12) for the input voltage converted in the power supply unit, wherein
at least one capacitor (13) is connected in parallel to the outputs, which capacitor
(13) is connected to the power supply unit by way of at least one resistor (14).
7. Beam generator (1) according to Claim 6, wherein the power supply unit is a switched
power supply unit (9).
8. Beam generator (1) according to Claim 6 or 7, wherein one of the electrical leads
(29) connecting the electrodes (22, 23) to the power supply unit (9) is enclosed by
an insulator (30) which is sheathed at least on a partial length (31) by an electrically
conducting screen (32) which is a component of the other electrically conducting connection
between the power supply unit (9) and the further electrode (23), wherein the screen
(32) sheaths an external insulator (33).
9. Beam generator (1) according to any one of the Claims 6 to 8, wherein the capacity
of the capacitor (13, 29, 30, 32) lies within the range of 10 nF - µF 200.
10. Beam generator (1) according to any one of the Claims 6 to 9, wherein the intake (24)
for the working gas (3) has means for creating a turbulent flow of the working gas
(3).
11. Beam generator (1) according to Claim 11, wherein the means for creating a turbulent
flow of the working gas (3) comprises, inserted into the end face of the hollow cylindrical
sheath (7), a sleeve (25) supporting the pin electrode (22) made of electrically insulating
material on whose surface (28) is arranged at least one rib (26) shaped as a spiral,
which rib (26) forms a channel for the working gas (3) between the internal wall (27)
of the hollow cylindrical sheath (7) and the surface (28) of the sleeve (25).
12. Beam generator (1) according to Claim 13, wherein the hollow cylindrical sheath (7)
has on its end face a section (36) tapering conically in the direction of the annular
electrode (23) and each inlet (37) is arranged in this section (36).
13. Method for activating and coating substrate surfaces with a beam generator (1) for
the generation of a bundled non-thermal plasma beam according to one or more of the
Claims 1 to 12, characterized in that powder with a particle size of 10 nm to 100 µm is fed in through the at least one
inlet (37).
1. Générateur de jet (1) pour la génération d'un jet de plasma non-thermique en faisceau
par décharge d'arc avec alimentation d'un courant de gaz de travail (3) avec deux
électrodes (22, 23) disposées à une certaine distance (8) l'une de l'autre dans le
courant du gaz de travail (3) ainsi qu'une source de tension (6) pour la génération
d'une tension entre les électrodes (22, 23), étant donné qu'une électrode est formée
comme électrode en forme de broche (22) et la source de tension (6) génère une impulsion
de tension avec une tension d'allumage (19) pour la décharge d'arc et une fréquence
d'impulsion, impulsion de tension qui provoque chaque fois l'extinction de l'arc électrique
entre deux impulsions de tension (21) successives,
caractérisé en ce que
- une gaine (7) de forme cylindrique creuse en matériau conducteur d'électricité isolée
par rapport à l'électrode en forme de broche (22) est disposée concentriquement par
rapport à l'électrode en forme de broche (22),
- dont une électrode annulaire (23) est disposée à une face terminale, électrode (23)
qui délimite une ouverture de buse (41) dont le diamètre est inférieur au diamètre
de la gaine cylindrique creuse (7) et
- le dispositif d'alimentation (24) pour le gaz de travail (3) est disposé à la face
terminale opposée,
- et au moins un conduit d'admission (37) est disposé au niveau de l'ouverture de
buse (41) pour l'alimentation d'une poudre.
2. Générateur de jet (1) selon la revendication 1, étant donné que la fréquence d'impulsion
est située dans une plage de 10 kHz à 100 kHz.
3. Générateur de jet (1) selon la revendication 2, étant donné que la fréquence d'impulsion
est située dans une plage de 20 kHz à 70 kHz.
4. Générateur de jet (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, étant donné
que, après que la tension d'allumage (19) a été atteinte entre les deux électrodes
(22, 23) en un période de temps de 1 ns à 1000 ns, un courant s'écoule avec une intensité
maximale (20) de l'ordre de 10 A à 1000 A.
5. Générateur de jet (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, étant donné
que la tension d'allumage (19) est située entre 1 kV et 10 kV.
6. Générateur de jet (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, étant donné
que la source de tension (6) présente un bloc d'alimentation avec un connecteur (10)
pour une tension d'entrée et deux sorties (11, 12) pour la tension d'entrée convertie
dans le bloc d'alimentation, étant donné que, parallèlement aux sorties (11, 12),
au moins un condensateur (13) raccordé au bloc d'alimentation par l'intermédiaire
d'au moins une résistance (14) est mis en circuit.
7. Générateur de jet (1) selon la revendication 6, étant donné que le bloc d'alimentation
est un bloc d'alimentation secteur (9).
8. Générateur de jet (1) selon la revendication 6 ou 7, étant donné que l'une des conduites
électriques (29) reliant les électrodes (22, 23) au bloc d'alimentation (9) est enrobée
d'un isolateur (30) enveloppé au moins sur une partie de sa longueur (31) par un blindage
(32) conducteur d'électricité qui est partie intégrante de l'autre connexion conductrice
d'électricité entre le bloc d'alimentation (9) et l'autre électrode (23), étant donné
que le blindage (32) enrobe un isolateur extérieur (33).
9. Générateur de jet (1) selon l'une quelconque des revendications 6 à 8, étant donné
que la capacité du condensateur (13, 29, 30, 32) est située dans la plage de 10 nF
à 200 µF.
10. Générateur de jet (1) selon l'une quelconque des revendications 6 à 9, étant donné
que le dispositif d'alimentation (24) pour le gaz de travail (3) présente des moyens
pour la génération d'un courant tourbillonnaire du gaz de travail (3).
11. Générateur de jet (1) selon la revendication 11, étant donné que les moyen de génération
d'un courant tourbillonnaire du gaz de travail (3) comprennent une douille (25) en
matériau électriquement isolant installée sur la face terminale dans la gaine cylindrique
creuse (7) et supportant l'électrode en forme de broche (22), douille à la surface
(28) de laquelle est disposée au moins une nervure (26), conçue comme hélice, qui
forme entre la paroi intérieure (27) de la gaine cylindrique creuse (7) et la surface
(28) de la douille (25) un canal pour le gaz de travail (3).
12. Générateur de jet (1) selon la revendication 13, étant donné que la gaine cylindrique
creuse (7) présente sur sa face terminale une section (36) qui s'effile coniquement
en direction de l'électrode annulaire (23) et chaque conduit d'admission (37) est
disposé dans cette section (36).
13. Procédé d'activation et de revêtement de surfaces de substrat avec un générateur de
jet (1) pour la génération d'un jet de plasma non-thermique en faisceau selon une
ou plusieurs des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que de la poudre d'une taille de particule de 10 nm à 100 µm est alimentée à l'aide du
au moins un conduit d'admission (37).