[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abführen einer Druckform von einem in
einem Gestell einer Druckeinheit angeordneten Formzylinder gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
[0002] Durch die
EP 0 678 383 A1 ist eine Vorrichtung zum Abführen einer Druckform von einem in einem Gestell einer
Druckeinheit angeordneten Formzylinder bekannt, wobei diese Vorrichtung mehrere in
Axialrichtung des Formzylinders angeordnete Rollen aufweist, wobei die Rollen diese
Druckform gegen die Schwerkraft abstützend angeordnet sind.
[0003] Durch die
EP 2 110 247 A2 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Positionieren einer Druckplatte auf einem
Formzylinder bekannt.
[0004] Durch die
EP 2 014 467 A2 ist eine Vorrichtung zum Zuführen einer zumindest an ihrem in Produktionsrichtung
vorlaufenden Ende einen abgekanteten Einhängeschenkel aufweisenden Druckform zu einem
Formzylinder einer Druckeinheit sowie der Einsatz einer Rollenleiste zur Unterstützung
der Montage dieser Druckform auf der Mantelfläche des Formzylinders bekannt.
[0005] Durch die
EP 1 644 193 A2 ist eine Vorrichtung zum Aufziehen und/oder Abnehmen eines Aufzuges mit einer eine
Rolle aufweisenden Andrückvorrichtung bekannt, wobei die Rolle an einer Traverse in
der Weise angeordnet ist, dass sie durch einen Antrieb wahlweise an einen Zylinder
oder einen auf dem Zylinder befindlichen Aufzug an- bzw. abstellbar ist, wobei die
Andrückvorrichtung oder die die Rolle tragende Traverse insgesamt in der Weise bewegbar
ist, dass ein Abstand der Rolle vom Zylinder wahlweise vergrößerbar ist.
[0006] Durch die
DE 10 2006 059 772 A1 ist eine Vorrichtung zur Durchführung eines Druckplattenwechsels an einem Formzylinder
einer Druckmaschine bekannt, wobei die Vorrichtung ein mehrere Rollen aufweisendes
Wälzelement zum Andrücken mindestens einer Druckplatte an den Formzylinder beim Druckplattenwechsel
aufweist, wobei sich parallel zum Wälzelement eine mehrere Ausrichtelemente tragende
Leiste erstreckt, wobei zwischen jeweils zwei benachbarten Ausrichtelementen jeweils
eine Druckplatte vor dem Spannen derselben in einem Spannkanal des Formzylinders registerhaltig
ausrichtbar ist.
[0007] Durch die
DE 199 34 271 A1 ist eine Vorrichtung zum Austausch von Druckformen an Druckformzylindern von Rotationsdruckmaschinen
bekannt, wobei diese Vorrichtung eine verschwenkbare Ebene zur Führung der auszutauschenden
Druckformen aufweist, wobei einem schwenkbaren Druckformtisch ein separat betätigbarer
Kontaktkörper zugeordnet ist, dessen Anstellung an die Oberfläche einer Druckform
auf dem Druckformtisch das Positionieren der Druckform in jede gewünschte Position
ermöglicht.
[0008] Durch die
DE 196 20 997 A1 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum axialen Positionieren einer einem Formzylinder
einer Druckeinheit zuzuführenden Druckplatte bekannt, wobei eine Greifereinheit in
Form von z. B. zwei Saugleisten vorgesehen sind.
[0009] Durch die
DE 44 40 239 C2 ist ein Wälzelement zum Andrücken einer flexiblen Druckplatte an den Formzylinder
eines Druckwerkes einer Rotationsdruckmaschine beim Plattenwechsel bekannt, wobei
das Wälzelement aus mehreren längs des Mantels des Formzylinders angeordneten, einzeln
an diesen anstellbaren Rollen besteht, wobei mindestens eine erste Rolle bei der Montage
der Druckplatte und mindestens eine zweite Rolle bei der Demontage der Druckplatte
im Bereich der Druckplatte an den Formzylinder anstellbar sind.
[0010] Durch die
WO 93/04863 A1 sind eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Abführen von Druckplatten einer Druckmaschine
bekannt, wobei eine aktivierbare Haltemittel aufweisende Plattenabführeinrichtung
vorgesehen ist, wobei diese Haltemittel an einem Wagen angeordnet sind, der entlang
einer Führung etwa über die gesamte Vorrichtungslänge verfahrbar ist.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Abführen einer Druckform
von einem in einem Gestell einer Druckeinheit angeordneten Formzylinder zu schaffen,
wobei diese Vorrichtung insbesondere für die Abführung einer großformatigen Druckform
geeignet ist.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0013] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass mit
der vorgeschlagenen Vorrichtung insbesondere eine großformatige Druckform vom Formzylinder
einer Druckeinheit zuverlässig und sicher abführbar ist.
[0014] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsvariante einer Druckeinheit;
- Fig. 2
- Eine zweite Ausführungsvariante einer Druckeinheit;
- Fig. 3
- eine dritte Ausführungsvariante einer Druckeinheit;
- Fig. 4
- eine vierte Ausführungsvariante einer Druckeinheit;
- Fig. 5
- eine der in einer der Druckeinheiten gemäß Fig. 1 bis 4 angeordneten Zuführeinrichtungen
mitsamt einer mit dieser Zuführeinrichtung zusammenwirkenden Rollenleiste;
- Fig. 6
- eine weitere Darstellung einer Zuführeinrichtung und einer mit dieser Zuführeinrichtung
zusammenwirkenden Rollenleiste;
- Fig. 7
- eine Anordnung von Stellmitteln in der Rollenleiste gemäß den Fig. 5 oder 6;
- Fig. 8
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Darstellung in der Fig. 7;
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung der Rollenleiste;
- Fig. 10
- ein erster Betriebszustand der in einer Druckeinheit angeordneten Rollenleiste;
- Fig. 11
- ein zweiter Betriebszustand der in einer Druckeinheit angeordneten Rollenleiste;
- Fig. 12
- eine weitere Schnittdarstellung der in einer Druckeinheit angeordneten Rollenleiste;
- Fig. 13
- ein dritter Betriebszustand der in einer Druckeinheit angeordneten Rollenleiste mit
einer dem Formzylinder zuzuführenden Druckform;
- Fig. 14
- eine Druckeinheit mit in ihr angeordneten Zuführeinrichtungen jeweils mit der der
jeweiligen Zuführeinrichtung zugeordneten Rollenleiste;
- Fig. 15
- eine Zuführeinrichtung mit einem linear bewegbaren Schlitten;
- Fig. 16
- eine zu der Zuführeinrichtung gehörende Auflage für eine dem Formzylinder zuzuführende
Druckform;
- Fig. 17
- eine Halteeinrichtung zum Halten der Druckform auf der Auflage;
- Fig. 18
- eine erste Betriebsstellung der in der Fig. 17 dargestellten Halteeinrichtung;
- Fig. 19
- eine zweite Betriebsstellung der in der Fig. 17 dargestellten Halteeinrichtung;
- Fig. 20
- den Schlitten der Zuführeinrichtung mit Sauggreifern;
- Fig. 21
- die Fördereinrichtung der Zuführeinrichtung als einzelne Baugruppe;
- Fig. 22
- den Schlitten der Zuführeinrichtung in einer dem Formzylinder fernen Position;
- Fig. 23
- den Schlitten der Zuführeinrichtung in einer die auf der Auflage aufliegende Druckform
ergreifenden Betriebsstellung;
- Fig. 24
- den Schlitten der Zuführeinrichtung in einer die Druckform dem Formzylinder zuführenden
Betriebsstellung;
- Fig. 25
- eine Schnittdarstellung von zu der Zuführeinrichtung gehörenden Auflagen;
- Fig. 26
- eine Darstellung der zu der Zuführeinrichtung gehörenden Auflagen im am Formzylinder
angeordneten Zustand;
- Fig. 27
- die Zuführeinrichtung und eine mit ihr zusammenwirkende, von ihr beabstandet angeordnete
Auszugseinrichtung;
- Fig. 28
- eine Schnittdarstellung der Auszugseinrichtung;
- Fig. 29
- eine perspektivische Darstellung der Auszugseinrichtung;
- Fig. 30
- eine Fangeinrichtung der Auszugseinrichtung in einem ersten Betriebszustand;
- Fig. 31
- die Fangeinrichtung der Auszugseinrichtung in einem zweiten Betriebszustand;
- Fig. 32
- eine zwischen der Zuführeinrichtung und der Auszugseinrichtung gehaltene, vom Formzylinder
abgeführte Druckform in einer Schnittdarstellung;
- Fig. 33
- die zwischen der Zuführeinrichtung und der Auszugseinrichtung gehaltene, vom Formzylinder
abgeführte Druckform in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 34
- eine zur Anordnung in einem oberen Druckwerk vorgesehene Baugruppe aufweisend eine
Fördereinrichtung und einen Schlitten;
- Fig. 35
- einen am Schlitten der in der Fig. 34 dargestellten Baugruppe angeordneten Sauggreifer
in einer ersten Betriebsstellung;
- Fig. 36
- eine Einrichtung zur diagonalregisterhaltigen und seitenregisterhaltigen Ausrichtung
einer dem in dem oberen Druckwerk angeordneten Formzylinder zuzuführenden Druckform;
- Fig. 37
- den am Schlitten der in der Fig. 34 dargestellten Baugruppe angeordneten Sauggreifer
in einer zweiten Betriebsstellung;
- Fig. 38
- den am Schlitten der in der Fig. 34 dargestellten Baugruppe angeordneten Sauggreifer
in einer dritten Betriebsstellung;
- Fig. 39
- die dem in dem oberen Druckwerk angeordneten Formzylinder zuzuführende Druckform in
ihrem von einem Andrückelement der Rollenleiste gehaltenen Zustand;
- Fig. 40
- die von dem in dem oberen Druckwerk angeordneten Formzylinder abzuführende Druckform
mit ihrem vom Formzylinder gelösten nachlaufenden Ende;
- Fig. 41
- die gegen ein Führungselement der Zuführeinrichtung geführte, von dem in dem oberen
Druckwerk angeordneten Formzylinder abzuführende Druckform;
- Fig. 42
- einen Ausschnitt der in dem oberen Druckwerk angeordneten Zuführeinrichtung mit ihrer
Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung für die vom Formzylinder abzuführenden Druckform;
- Fig. 43
- eine Fangeinrichtung einer mit der in dem oberen Druckwerk angeordneten Zuführeinrichtung
zusammenwirkenden Auszugseinrichtung;
- Fig. 44
- eine perspektivische Darstellung der in der Fig. 43 dargestellten Auszugseinrichtung
als Baugruppe;
- Fig. 45
- die von dem in dem oberen Druckwerk angeordneten Formzylinder abzuführende Druckform
mit ihrem vom Formzylinder gelösten vorlaufenden Ende;
- Fig. 46
- die von dem in dem oberen Druckwerk angeordneten Formzylinder vollständig abgeführte,
von einer Fangeinrichtung der Auszugseinrichtung gehaltene Druckform;
- Fig. 47
- eine perspektivische Darstellung der in der Fig. 46 dargestellten Betriebssituation;
- Fig. 48
- einen Ausschnitt aus der Fig. 34 mit einem unabhängig von der Rolle positionierbaren
Sensor in seiner deaktivierten Betriebsposition;
- Fig. 49
- einen Ausschnitt aus der Fig. 34 mit einem unabhängig von der Rolle positionierbaren
Sensor in seiner aktivierten Betriebsposition.
[0016] Eine Rotationsdruckmaschine, z. B. eine Offsetrotationsdruckmaschine, weist mindestens
eine Druckeinheit 01, vorzugsweise mehrere Druckeinheiten 01 auf. In jeder Druckeinheit
01 ist in einem Gestell 08 jeweils mindestens ein Druckwerk angeordnet, wobei das
Druckwerk aus einem mit mindestens einer Druckform 16 (Fig. 5) belegten oder zumindest
belegbaren Formzylinder 02 und einem mit diesem Formzylinder 02 zusammenwirkenden
Übertragungszylinder 03 besteht, wobei ein Bedruckstoff 04, z. B. eine Materialbahn
oder ein Druckbogen, zumindest während eines von der Rotationsdruckmaschine ausgeführten
Druckprozesses durch einen vom Übertragungszylinder 03 und einen an diesen Übertragungszylinder
03 angestellten Gegendruckzylinder gebildeten Druckspalt hindurchgeführt wird. Der
mit dem Übertragungszylinder 03 zusammenwirkende Gegendruckzylinder kann gleichfalls
als ein Übertragungszylinder 03 ausgebildet sein, mit welchem Übertragungszylinder
03 ein weiterer Formzylinder 02 zusammenwirkt, so dass aus den zwei Zylinderpaaren,
die jeweils aus einem Formzylinder 02 und einem mit diesem Formzylinder 02 zusammenwirkenden
Übertragungszylinder 03 bestehen, ein Doppeldruckwerk ausgebildet ist. Zu jedem Druckwerk
gehört des Weiteren mindestens ein Farbwerk 06, welches im Druckprozess Druckfarbe
auf die mindestens eine Druckform 16 des zu dem betreffenden Druckwerk gehörenden
Formzylinders 02 aufträgt. Wenn die Druckeinheit 01 in einem Nassoffsetverfahren,
d. h. in einem im Druckprozess ein Feuchtmittel verwendenden Druckverfahren betrieben
wird, ist in dem Druckwerk zudem ein Feuchtwerk 07 (Fig. 3 und 4) vorgesehen, welches
im Druckprozess das Feuchtmittel auf die mindestens eine Druckform 16 des zu dem betreffenden
Druckwerk gehörenden Formzylinders 02 aufträgt.
[0017] Die auf einem der Formzylinder 02 der Druckeinheit 01 anzuordnende mindestens eine
Druckform 16 ist als eine biegsame dünne rechteckförmige Platte ausgebildet, wobei
diese Platte in Axialrichtung des betreffenden Formzylinders 02 eine Breite B von
bis zu 2.400 mm und eine in Umfangsrichtung des betreffenden Formzylinders 02 gerichtete
Länge bis zu 1.300 mm aufweisen kann. Die Druckform 16 ist vorzugsweise aus einem
metallischen Werkstoff ausgebildet und weist z. B. eine Dicke im Bereich zwischen
0,2 mm und 0,5 mm auf, vorzugsweise zwischen 0,3 mm und 0,4 mm. Es ist ersichtlich,
dass insbesondere großformatige Druckformen 16 mit einer Breite B von mehr als 1.500
mm und einer Länge von über 1.000 mm in ihrer Handhabung nicht unproblematisch sind.
Insbesondere der Vorgang des Anordnens einer großformatigen Druckform 16 auf einer
Mantelfläche des betreffenden Formzylinders 02 erfordert besondere Sorgfalt, um während
dieses Vorgangs weder diese Druckform 16 noch Komponenten der Druckeinheit 01 zu beschädigen.
[0018] Als Hilfseinrichtung zum Wechsel mindestens einer Druckform 16 an dem zu dem betreffenden
Druckwerk gehörenden Formzylinder 02, insbesondere zur Montage und/oder gegebenenfalls
auch zur Demontage dieser mindestens einen Druckform 16 auf dem bzw. von dem betreffenden
Formzylinder 02, ist jedem Druckwerk eine Zuführeinrichtung 09 zugeordnet, wobei die
jeweilige Zuführeinrichtung 09 in dem Gestell 08 der betreffenden Druckeinheit 01
jeweils gestellfest angeordnet ist oder bedarfsweise zur Ausführung des Wechsels der
mindestens einer Druckform 16 zumindest an dem zu dem betreffenden Druckwerk gehörenden
Formzylinder 02 z. B. durch eine Schwenkbewegung, durch eine Hubbewegung oder durch
eine Vorschubbewegung vorzugsweise tangential anstellbar ist. Die jeweilige Zuführeinrichtung
09 weist mindestens eine zum Formzylinder 02 tangentiale Ebene 14, vorzugsweise mehrere,
z. B. vertikal übereinander angeordnete Ebenen 14; 17; 18 (Fig. 5) auf, so dass aus
mindestens einer dieser Ebenen 14; 17 der betreffenden Zuführeinrichtung 09 mindestens
eine Druckform 16 zu dem zugeordneten Formzylinder 02 zuführbar ist und vorzugsweise
in einer anderen Ebene 18 der betreffenden Zuführeinrichtung 09 mindestens eine von
dem zugeordneten Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufnehmbar ist. Die Zuführung
der mindestens einen Druckform 16 zu dem zugeordneten Formzylinder 02 und/oder die
Abführung von mindestens einer Druckform 16 von dem betreffenden Formzylinder 02 erfolgt
vorzugsweise automatisiert durch mindestens eine von einer Steuereinheit steuerbare
Fördereinrichtung 21; 26 (Fig. 5). Die Steuereinheit wird z. B. durch einen zur Druckeinheit
01 gehörenden Leitstand realisiert. Die Zuführeinrichtung 09 kann z. B. als ein Druckformmagazin
ausgebildet sein, in welchem die mehreren übereinander angeordneten Ebenen 14; 17;
18 jeweils als ein Schacht ausgebildet sind.
[0019] Fig. 1 zeigt beispielhaft eine in einem Trockenoffsetdruckverfahren betriebene Druckeinheit
01 mit mehreren, insbesondere vier im selben Gestell 08 im Wesentlichen vertikal übereinander
angeordneten Doppeldruckwerken, wobei der als eine Materialbahn ausgebildete Bedruckstoff
04 z. B. nach Ablenkung an einer unteren ersten Umlenkwalze 11 vertikal durch diese
Druckeinheit 01 und damit durch die Druckspalte der Doppeldruckwerke hindurchgeführt
und z. B. an einer oberen zweiten Umlenkwalze 12 aus dieser Druckeinheit 01 herausgeführt
wird. Eine Transportrichtung T des Bedruckstoffes 04 verläuft demnach zumindest im
Druckprozess im Wesentlichen orthogonal zu einem Fundament 13, auf welchem diese Druckeinheit
01 gegründet ist. In dem in der Fig. 1 gezeigten Beispiel haben die Formzylinder 02
und die jeweils mit ihnen zusammenwirkenden Übertragungszylinder 03 jeweils einen
gleich großen Durchmesser. Entlang des Umfangs des jeweiligen Formzylinders 02 sind
vorzugsweise jeweils zwei Druckformen 16 hintereinander angeordnet. In Axialrichtung
der Formzylinder 02 können jeweils auch mehrere Druckformen 16 angeordnet sein, z.
B. vier oder sechs Druckformen 16, so dass jeder Formzylinder 02 z. B. mit acht oder
zwölf Druckformen 16 belegt oder zumindest belegbar ist. Die den betreffenden Formzylindern
02 jeweils zugeordneten Zuführeinrichtungen 09 sind vorzugsweise im Wesentlichen horizontal
ausgerichtet, zwischen gegenüberliegenden Wänden des Gestells 08 der Druckeinheit
01 z. B. fest angeordnet und tangential an den jeweiligen Formzylinder 02 angestellt
oder dort zumindest anstellbar. Ein Ende der Zuführeinrichtungen 09, welches der in
der Druckeinheit 01 verlaufenden Transportebene des Bedruckstoffes 04 ferner liegt,
ist einer Bedienseite dieser Druckeinheit 01 zugewandt. Eine Druckeinheit 01 mit mindestens
einem Doppeldruckwerk weist zwei sich vorzugsweise symmetrisch zur Transportebene
des Bedruckstoffes 04 gegenüberliegende Bedienseiten auf.
[0020] Fig. 2 zeigt eine Druckeinheit 01, die im Wesentlichen wie die Druckeinheit 01 aufgebaut
ist, so dass für gleiche Elemente dieser beiden Druckeinheiten 01 auch jeweils gleiche
Bezugszeichen verwendet werden. Im Unterschied zur Druckeinheit 01 der Fig. 1 weisen
die jeweiligen Formzylinder 02 der Druckeinheit 01 der Fig. 2 einen nur halb so großen
Durchmesser auf wie die jeweils mit ihnen zusammenwirkenden Übertragungszylinder 03.
Man spricht von einem Druckwerk jeweils mit einem einfach großen Formzylinder 02 und
einem doppelt großen Übertragungszylinder 03. Der jeweilige Formzylinder 02 ist entlang
seines Umfangs jeweils nur mit einer einzigen Druckform 16 belegt oder zumindest belegbar,
wohingegen auf diesem Formzylinder 02 in dessen Axialrichtung durchaus mehrere, z.
B. vier oder sechs Druckformen 16 nebeneinander angeordnet sein können. Der mit einem
dieser Formzylinder 02 zusammenwirkende Übertragungszylinder 03 überträgt mit jeder
seiner Umdrehungen jeweils zwei der vom betreffenden Formzylinder 02 übernommenen
Druckbilder auf den vertikal durch die Druckeinheit 01 geführten Bedruckstoff 04.
[0021] Die in der Fig. 3 beispielhaft dargestellte Druckeinheit 01 unterscheidet sich von
der in der Fig. 2 dargestellten Druckeinheit 01 dadurch, dass zu den Druckwerken der
in der Fig. 3 dargestellten Druckeinheit 01 jeweils ein Feuchtwerk 07, z. B. ein dreiwalziges
Sprühfeuchtwerk gehört, da diese Druckeinheit 01 den Druckprozess in einem Nassoffsetdruckverfahren
ausführt.
[0022] Fig. 4 zeigt als eine Alternative zu den in den Fig. 1 bis 3 beispielhaft dargestellten
Druckeinheiten 01 mit im Wesentlichen vertikaler Transportrichtung T des Bedruckstoffes
04 eine auf einem Fundament 13 aufgestellte Druckeinheit 01 mit einem Doppeldruckwerk,
wobei in der Druckeinheit 01 der Fig. 4 der Bedruckstoff 04 während des Druckprozesses
in einer horizontalen Transportrichtung T und damit im Wesentlichen parallel zur Oberfläche
des Fundaments 13 durch diese Druckeinheit 01 hindurchgeführt ist. Bei der Druckeinheit
01 der Fig. 4 sind der Durchmesser der Formzylinder 02 und der Durchmesser der jeweils
mit dem betreffenden Formzylinder 02 zusammenwirkenden Übertragungszylinder 03 gleich
groß ausgebildet, wobei die Formzylinder 02 entlang ihres Umfangs und auch in ihrer
Axialrichtung vorzugsweise jeweils nur mit einer einzigen Druckform 16 belegt sind.
In Zuordnung zu den jeweiligen Formzylindern 02 sind im Gestell 08 dieser Druckeinheit
01 gleichfalls jeweils ein Farbwerk 06 und bedarfsweise auch ein Feuchtwerk 07 angeordnet.
Ferner ist vorzugsweise jedem Formzylinder 02 der Druckeinheit 01 der Fig. 4 auch
jeweils eine Zuführeinrichtung 09 zumindest zur Montage von mindestens einer Druckform
16 zugeordnet, wobei diese Zuführeinrichtungen 09 vorzugsweise jeweils in einer gegenüber
der Horizontalen geneigten Ausrichtung im Wesentlichen tangential an den jeweiligen
Formzylinder 02 angestellt oder zumindest anstellbar sind, wobei ein auf die Horizontale
bezogener Neigungswinkel z. B. im Bereich zwischen 15° und 60°liegt. Die Bedienseite
dieser Druckeinheit 01 befindet sich an derjenigen Seite der Druckeinheit 01, an der
die in der Druckeinheit 01 angeordneten Zuführeinrichtungen 09 jeweils mit mindestens
einer dem jeweiligen Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 beschickbar sind,
was in der Fig. 4 von rechts her möglich ist.
[0023] Fig. 5 zeigt in einer vereinfachten schematischen Darstellung eine Zuführeinrichtung
09, welche z. B. in einer Druckeinheit 01 gemäß den Fig. 1 bis 3 oberhalb von Walzen
des zu einem der Formzylinder 02 gehörenden Farbwerks 06 im Wesentlichen horizontal
und an den betreffenden Formzylinder 02 tangential angestellt angeordnet ist. Die
Zuführeinrichtung 09 weist mindestens eine zum Formzylinder 02 tangentiale erste Ebene
14 auf, aus welcher mindestens eine Druckform 16 zu dem zugeordneten Formzylinder
02 zuführbar ist. Vorzugsweise sind in einem Abstand a mehrere Ebenen 14; 17 vertikal
übereinander angeordnet, aus denen jeweils mindestens eine Druckform 16 zu dem zugeordneten
Formzylinder 02 zuführbar ist. Vorzugsweise in einem weiteren Abstand b vertikal unterhalb
der vorgenannten Ebenen 14; 17, aus denen jeweils mindestens eine Druckform 16 zu
dem zugeordneten Formzylinder 02 zuführbar ist, ist mindestens eine andere weitere
zu der betreffenden Zuführeinrichtung 09 gehörende Ebene 18 vorgesehen, in welcher
mindestens eine von dem zugeordneten Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufnehmbar
ist. In einer Ausbildungsvariante der Zuführeinrichtung 09 sind in jeder Ebene 14;
17; 18 in Axialrichtung des zugeordneten Formzylinders 02 nebeneinander mehrere Druckformen
16 anordenbar, wobei mit Bezug auf diese Ebenen 14; 17; 18 Druckformen 16 entweder
gemeinsam und gleichzeitig oder einzeln und selektiv dem betreffenden Formzylinder
02 zuführbar oder von diesem abführbar sind. In einer ersten Ausführungsform der Zuführeinrichtung
09 ist in Zuordnung zu der mindestens einen Ebene 14, aus welcher mindestens eine
Druckform 16 zu dem zugeordneten Formzylinder 02 zuführbar ist, eine steuerbare erste
Fördereinrichtung 21 vorgesehen, welche z. B. mittels eines vorzugsweise linear bewegbaren
Schiebers 22, der an einem in Produktionsrichtung P gesehenen nachlaufenden Ende 23
der in der betreffenden Ebene 14 gespeicherten Druckform 16 angreift, die in der betreffenden
Ebene 14 gespeicherte Druckform 16 mit ihrem in Produktionsrichtung P gesehenen vorlaufenden
Ende 24 voran demjenigen Formzylinder 02 zuführt, dem diese Zuführeinrichtung 09 zugeordnet
ist. Das in Produktionsrichtung P gesehene nachlaufende Ende 23 der Druckform 16 weist
vorzugsweise einen in etwa rechtwinklig angekanteten Einhängeschenkel auf. Das vorlaufende
Ende 24 der Druckform 16 weist vorzugsweise einen in einem spitzen Winkel von z. B.
30° bis 60°, insbesondere 45° angekanteten Einhängeschenkel auf. Vorteilhafterweise
ist vorgesehen, dass die erste Fördereinrichtung 21 wahlweise aus einer der mehreren
Ebenen 14; 17 jeweils mindestens eine Druckform 16 dem zugeordneten Formzylinder 02
zuführt. Sofern mindestens eine weitere zu der betreffenden Zuführeinrichtung 09 gehörende
Ebene 18 vorgesehen ist, in welcher mindestens eine von dem zugeordneten Formzylinder
02 abgeführte Druckform 16 aufnehmbar ist, ist in Zuordnung zu dieser Ebene 18 vorzugsweise
eine steuerbare zweite Fördereinrichtung 26 vorgesehen, welche mindestens eine vom
zugeordneten Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 von diesem Formzylinder 02
vollständig abführt. Diese zweite Fördereinrichtung 26 ist z. B. in Form eines vorzugsweise
linear verfahrbaren Schlittens ausgebildet, welcher vorzugsweise das nachlaufende
Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 ergreift und daran die
abzuführende Druckform 16 von diesem Formzylinder 02 vollständig abzieht. In der Fig.
5 deuten die jeweils einer der Fördereinrichtungen 21; 26 zugeordneten Doppelpfeile
die jeweilige von der betreffenden Fördereinrichtung 21; 26 ausführbare, parallel
zu den jeweiligen Ebenen 14; 17; 18 verlaufende Bewegungsrichtung an.
[0024] Wie aus der Fig. 5 überdies ersichtlich ist, weist der mit der Zuführeinrichtung
09 zusammenwirkende Formzylinder 02 mindestens einen unter dessen Mantelfläche verlaufenden,
sich in Axialrichtung dieses Formzylinders 02 erstreckenden Kanal 27 auf, welcher
an der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 eine vorzugsweise schlitzförmig ausgebildete
Öffnung 28 mit einer Schlitzweite z. B. im Bereich zwischen 2 mm und 5 mm aufweist.
Bei der Montage einer Druckform 16 auf der Mantelfläche des Formzylinders 02 werden
das vorlaufende Ende 24 und das nachlaufende Ende 23 dieser Druckform 16 durch die
Öffnung 28 in denselben Kanal 27 dieses Formzylinders 02 eingeführt und dort gehalten,
wenn die Druckform 16 den Umfang dieses Formzylinders 02 praktisch vollständig umschließt.
Im Fall von mehreren in Umfangsrichtung hintereinander am Formzylinder 02 angeordneten
oder anzuordnenden Druckformen 16 werden deren jeweiliges vorlaufende Ende 24 und
nachlaufende Ende 23 in unterschiedliche Kanäle 27 des Formzylinders 02 eingeführt
und dort gehalten, wobei diese Kanäle 27 in dem betreffenden Formzylinder 02 in dessen
Umfangsrichtung zueinander versetzt angeordnet sind, z. B. mit einem Versatz von 180°,
wenn zwei gleich lange Druckformen 16 am Umfang des Formzylinders 02 hintereinander
anzuordnen sind.
[0025] Zur Unterstützung der Montage mindestens einer Druckform 16 auf der Mantelfläche
des Formzylinders 02 ist in Zuordnung zu diesem Formzylinder 02 eine sich in Axialrichtung
dieses Formzylinders 02 erstreckende Rollenleiste 31 vorgesehen, wobei die Rollenleiste
31 mindestens ein Andrückelement 32, z. B. ein Wälzelement, insbesondere eine Rolle,
aufweist, wobei das mindestens eine Andrückelement 32 mittels eines steuerbaren Stellmittels
33 an den betreffenden Formzylinder 02 anstellbar und von diesem auch wieder abstellbar
ist. In der Fig. 5 ist der vom Formzylinder 02 abgestellte Betriebszustand des Andrückelementes
32 in einer durchgezogenen Linie dargestellt und der an den Formzylinder 02 angestellte
Betriebszustand des Andrückelementes 32 strichliert angedeutet. In den Fig. 2 und
3 ist eine Anordnung der Rollenleiste 31 in einer Druckeinheit 01 in Zuordnung zu
einer jeweiligen Zuführeinrichtung 09 dargestellt.
[0026] Des Weiteren ist zur Unterstützung der Demontage, d. h. insbesondere zur Unterstützung
des Abführens von mindestens einer Druckform 16 von der Mantelfläche des Formzylinders
02 in Zuordnung zu diesem Formzylinder 02 vorzugsweise ein sich in Axialrichtung dieses
Formzylinders 02 erstreckendes Führungselement 34 vorgesehen, wobei das Führungselement
34 mindestens ein Andrückelement 36, z. B. ein Wälzelement, insbesondere eine Rolle,
aufweist, wobei das mindestens eine in einer Führungsebene der von der Mantelfläche
des Formzylinders 02 abzuführenden Druckform 16 angeordnete Andrückelement 36 mittels
eines steuerbaren Stellmittels 37 in Richtung des betreffenden Formzylinders 02 vorstellbar
und auch wieder zurückstellbar ist, wobei dieses Andrückelement 36 seine Endlage jedoch
vorzugsweise in einem Abstand von der Mantelfläche des Formzylinders 02 erreicht und
somit nicht an die Mantelfläche des Formzylinders 02 angestellt wird. In der Fig.
5 ist ein Betriebszustand des Andrückelementes 32 dargestellt, bei dem dieses Andrückelement
36 durch eine Betätigung seines Stellmittels 37 bis in die Führungsebene der von der
Mantelfläche des Formzylinders 02 abzuführenden Druckform 16 vorgestellt ist, wodurch
ein sich von der Mantelfläche des Formzylinders 02 gelöstes nachlaufendes Ende 23
der mindestens einen vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 während einer
Drehung des Formzylinders 02 um seine Rotationsachse M entgegen seiner Produktionsrichtung
P derjenigen Ebene 18 der betreffenden Zuführeinrichtung 09 zugeführt wird, in welcher
die mindestens eine vom Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufnehmbar ist. Auf
das Führungselement 34 mit seinem Andrückelement 36 wird in Verbindung mit den Fig.
40 bis 42 und 45 noch näher eingegangen.
[0027] Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen in einer Druckeinheit 01 z.
B. gemäß den Fig. 1 bis 4 anordenbaren Formzylinder 02 mit einer vorzugsweise tangential
an diesen Formzylinder 02 angestellten Ebene 14; 17 einer Zuführeinrichtung 09 zum
Zuführen mindestens einer Druckform 16 zu diesem Formzylinder 02. In dem in der Fig.
6 dargestellten Beispiel wird die Ebene 14; 17 der Zuführeinrichtung 09 durch einen
einfachen Auflagetisch gebildet. In Zuordnung zu diesem Formzylinder 02 ist eine in
der Druckeinheit 01 vorzugsweise gestellfest angeordnete Rollenleiste 31 vorgesehen,
wobei sich die Rollenleiste 31 und die Ebene 14; 17 der Zuführeinrichtung 09 in Axialrichtung
des Formzylinders 02 jeweils zumindest über die Breite B der betreffenden auf diesem
Formzylinder 02 anordenbaren Druckform 16 erstrecken. Die Rollenleiste 31 weist mindestens
ein Andrückelement 32, vorzugsweise mehrere, z. B. zehn oder mehr nebeneinander angeordnete
Andrückelemente 32 auf, welche in dem in der Fig. 6 dargestellten Betriebszustand
aufgrund einer Betätigung mindestens eines Stellmittels 33 an den Formzylinder 02
angestellt sind, wobei die Stellmittel 33 in der Fig. 6 durch ein Gehäuse 44 (Fig.
9), z. B. durch ein Verkleidungsblech zumindest teilweise abgedeckt sind. Das Gehäuse
44 der Rollenleiste 31 ist z. B. in Form einer Traverse ausgebildet, welche sich in
Axialrichtung des Formzylinders 02 zwischen gegenüberstehenden Wänden des Gestells
08 der Druckeinheit 01 erstreckt, oder es ist z. B. an einer solchen Traverse angeordnet.
[0028] Fig. 7 zeigt die in der Fig. 6 dargestellte Rollenleiste 31, wobei deren Gehäuse
44 teilweise geöffnet ist, so dass die die Andrückelemente 32 verstellenden Stellmittel
33 sichtbar sind. In der bevorzugten Ausführungsvariante ist jedem Andrückelement
32 genau ein Stellmittel 33 zugeordnet, so dass die Rollenleiste 31 ebenso viele Stellmittel
33 aufweist wie Andrückelemente 32. Die Andrückelemente 32 sind jeweils z. B. als
eine Rolle ausgebildet, wobei eine Achse 43 jeder Rolle jeweils z. B. in einem fest
mit dem jeweiligen Stellmittel 33 verbundenen Bügel 38 (Fig. 8) gelagert ist. Auf
die jeweilige Mantelfläche jeder Rolle sind vorzugsweise mehrere, z. B. fünf oder
mehr Gummiringe 39 aufgezogen (Fig. 8), welche in einem axialen Abstand zueinander
angeordnet sind. Aufgrund einer Betätigung der Stellmittel 33 sind die Andrückelemente
32 vorzugsweise radial gegen den Formzylinder 02 anstellbar.
[0029] Fig. 8 zeigt in einer Vergrößerung einen Teil der in den Fig. 6 und 7 dargestellten
Rollenleiste 31. Die Stellmittel 33 der Andrückelemente 32 sind in dem Gehäuse 44
der Rollenleiste 31 fest angeordnet. Die Stellmittel 33 sind jeweils z. B. als ein
Pneumatikzylinder ausgebildet, insbesondere als ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder,
welcher zwei auf denselben Kolben wirkende Druckkammern aufweist, wobei eine dieser
Druckkammern für ein Anstellen des mit dem betreffenden Stellmittel 33 verbundenen
Andrückelements 32 an den Formzylinder 02 und die andere dieser beiden Druckkammern
für ein Abstellen des mit dem betreffenden Stellmittel 33 verbundenen Andrückelements
32 vom Formzylinder 02 vorgesehen sind. Jeder Pneumatikzylinder weist damit zwei Anschlüsse
jeweils für eine Pneumatikleitung auf. Um ein gemeinsames Anstellen aller Andrückelemente
32 der Rollenleiste 31 an den Formzylinder 02 zu ermöglichen, sind alle Anschlüsse,
die ein Druckmittel der jeweiligen Druckkammer zuführen, die für ein Anstellen des
mit dem betreffenden Stellmittel 33 verbundenen Andrückelements 32 an den Formzylinder
02 zuständig ist, mit einer selben Druckluftquelle vorzugsweise mittels einer gemeinsamen
Druckluftleitung verbunden. Ebenso sind alle Anschlüsse, die ein Druckmittel der jeweiligen
Druckkammer zuführen, die für ein Abstellen des mit dem betreffenden Stellmittel 33
verbundenen Andrückelements 32 vom Formzylinder 02 zuständig ist, mit einer selben
Druckluftquelle vorzugsweise mittels einer gemeinsamen Druckluftleitung verbunden,
um ein gemeinsames Abstellen aller Andrückelemente 32 der Rollenleiste 31 von dem
Formzylinder 02 zu ermöglichen. Der das jeweilige Andrückelement 32 lagernde Bügel
38 ist jeweils mittels einer Stange 41 mit dem Kolben des jeweiligen Pneumatikzylinders
fest verbunden. Der Kolben des jeweiligen Pneumatikzylinders ist in dem Pneumatikzylinder
vorzugsweise durch mindestens ein Führungselement 42 gegen eine Verdrehung gesichert
angeordnet.
[0030] Fig. 9 ist eine Schnittdarstellung der in den Fig. 6 bis 8 gezeigten Rollenleiste
31, wobei der Schnitt in einer zur Längserstreckung der Rollenleiste 31 orthogonalen
Ebene liegt. Mindestens eines, vorzugsweise jedoch jedes der jeweils mindestens ein
Andrückelement 32 verstellenden Stellmittel 33 ist in dem Gehäuse 44 fest angeordnet,
wobei die Achse 43 des betreffenden vom jeweiligen Stellmittel 33 in seinem Abstand
zum Formzylinder 02 veränderbaren Andrückelements 32 in dem mit der Stange 41 fest
verbundenen Bügel 38 gelagert ist. An einer Längsseite der Rollenleiste 31, d. h.
an ihrer parallel zur Axialrichtung des zugeordneten Formzylinders 02 verlaufenden
Seite, welche eine im Wesentlichen radial zum Formzylinder 02 gerichtete Flächenausdehnung
aufweist, also an der Vorderseite der Rollenleiste 31 oder an ihrer Rückseite, ist
vorzugsweise am oder im Gehäuse 44 der Rollenleiste 31 eine einen Zugang zu dem mindestens
einen Andrückelement 32 abdeckende Schutzleiste 46, insbesondere eine Fingerschutzleiste
46, angeordnet, welche mittels mindestens eines mit dem Gehäuse 44 der Rollenleiste
31 verbundenen Führungselementes 47 beweglich gelagert ist. Die von der Fingerschutzleiste
46 ausführbare Bewegung ist vorzugsweise eine Hubbewegung, wobei der Hub der Fingerschutzleiste
46 insbesondere radial zum Formzylinder 02 verläuft, zumindest aber durch zwei unterschiedliche
radiale Abstände vom Formzylinder 02 begrenzt ist. Die Fingerschutzleiste 46 wird
zur Ausführung ihrer Hubbewegung z. B. von zwei Stellmitteln 48 angetrieben, wobei
je eines der beiden Stellmittel 48 an einer der beiden sich in Axialrichtung des Formzylinders
02 gegenüberstehenden Stirnseiten vorzugsweise in dem Gehäuse 44 der Rollenleiste
31 angeordnet ist (Fig. 7 und 8). Die Stellmittel 48 zur Ausführung der Hubbewegung
der Fingerschutzleiste 46 sind demnach von dem mindestens einen Stellmittel 33 zur
Anstellung des mindestens einen Andrückelements 32 an den Formzylinder 02 oder zur
Abstellung dieses Andrückelements 32 vom Formzylinder 02 verschieden. Die Stellmittel
48 zur Ausführung der Hubbewegung der Fingerschutzleiste 46 sind auch unabhängig von
dem mindestens einen Stellmittel 33 zur Anstellung des mindestens einen Andrückelements
32 an den Formzylinder 02 oder zur Abstellung dieses Andrückelements 32 vom Formzylinder
02 betätigbar. Die Stellmittel 48 der Fingerschutzleiste 46 sind ebenso wie das mindestens
eine Stellmittel 33 zur An- bzw. Abstellung des mindestens einen Andrückelements 32
der Rollenleiste 31 vorzugsweise jeweils als ein Pneumatikzylinder, insbesondere jeweils
als ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder, ausgebildet, so dass auch für die Stellmittel
48 der Fingerschutzleiste 46 jeweils zwei Anschlüsse jeweils für eine Pneumatikleitung
vorgesehen sind. Eine Kolbenstange 49 des jeweiligen Pneumatikzylinders ist jeweils
mit einem Verbindungselement 51 verbunden (Fig. 7 und 8), an welchem die Fingerschutzleiste
46 fest angeordnet ist, so dass bei einer Bewegung der betreffenden Kolbenstange 49
die Fingerschutzleiste 46 ihre Hubbewegung zwischen einer vom Formzylinder 02 ferneren
Position P1, insbesondere Endposition, und einer dem Formzylinder 02 näheren Position
P2, insbesondere Endposition, ausführt. Ein von der Fingerschutzleiste 46 mit ihrer
Hubbewegung ausgeführter Stellweg s liegt z. B. im Bereich zwischen 4 mm und 20 mm,
insbesondere bei etwa 10 mm bis 12 mm (Fig. 12). Die Fingerschutzleiste 46 ist zumindest
an ihrer dem Formzylinder 02 zugewandten Kante z. B. als ein gebördeltes Blechteil
ausgebildet. Die Fingerschutzleiste 46 ist zumindest teilweise z. B. mit Teflon oder
einem anderen Gleitwerkstoff beschichtet, um an ihrem mindestens einen Führungselement
47 reibungsärmer zu gleiten. In der bevorzugten Ausführungsvariante sind die vorzugsweise
mehreren Stellmittel 33 zur An- bzw. Abstellung der vorzugsweise mehreren Andrückelemente
32 und die Stellmittel 48 der Fingerschutzleiste 46 in einer selben sich in Axialrichtung
des Formzylinders 02 erstreckenden Ebene E1 angeordnet, wobei die Stellmittel 33 zur
An- bzw. Abstellung des mindestens einen Andrückelements 32 und die Stellmittel 48
der Fingerschutzleiste 46 einzeln und unabhängig von einander, d. h. wahlweise betätigbar
sind. Die Andrückelemente 32 der Rollenleiste 31 und die Fingerschutzleiste 46 führen
ihre jeweilige jeweils lineare Bewegung in zwei verschiedenen, in einem Abstand e
zueinander parallelen planen Ebenen E1; E2 aus, wobei diese beiden Ebenen E1; E2 vorzugsweise
im Wesentlichen radial zur Mantelfläche des Formzylinders 02 gerichtet sind und eine
dieser beiden Ebenen E1; E2 diejenige Ebene E1 ist, in welcher die Stellmittel 33
zur An- bzw. Abstellung des mindestens einen Andrückelements 32 und die Stellmittel
48 der Fingerschutzleiste 46 angeordnet sind. Der Abstand e zwischen den beiden zueinander
parallelen Ebenen E1; E2 liegt z. B. im Bereich zwischen 10 mm und 40 mm, vorzugsweise
zwischen 20 mm und 30 mm. Die von den Andrückelementen 32 der Rollenleiste 31 und/oder
der Fingerschutzleiste 46 ausgeführte Bewegung wird dann als im Wesentlichen radial
zur Mantelfläche des Formzylinders 02 gerichtet betrachtet, wenn eine Längserstreckung
dieser Ebenen E1; E2, in denen die jeweilige Bewegung ausgeführt wird, ausgehend von
einem Schnittpunkt mit einem von der Rotationsachse M des betreffenden Formzylinders
02 ausgehenden Radialstrahl in einem spitzen Winkel von nicht mehr als 30°, vorzugsweise
weniger als 15°, von diesem Radialstrahl abweicht (Fig. 11).
[0031] Fig. 10 zeigt die Rollenleiste 31 in ihrer Anordnung an einem Formzylinder 02, wobei
dieser Formzylinder 02 an einen Übertragungszylinder 03 angestellt ist. Es ist angedeutet,
dass dieser Übertragungszylinder 03 an einen weiteren Übertragungszylinder 03 angestellt
ist, wodurch angedeutet ist, dass die gezeigte Anordnung von Druckwerkszylindern 02;
03 vorzugsweise zu einem Doppeldruckwerk gehört. Fig. 10 betrifft somit eine Einbausituation,
wie sie z. B. in den Fig. 1 oder 4 dargestellt ist. Auch wenn in der Fig. 10 die Druckwerkszylinder
02; 03 einen gleich großen Durchmesser aufweisen, so ist die gezeigte Anordnung der
Rollenleiste 31 für einen Fachmann ohne Weiteres auch auf eine Druckeinheit 01 gemäß
den Fig. 2 oder 3, in denen jeweils ein einfach großer Formzylinder 02 mit einem doppelt
großen Übertragungszylinder 03 zusammenwirkt, übertragbar und dort ausführbar. In
der Fig. 10 ist die im oder zumindest nahe am Zwickel zwischen dem Formzylinder 02
und dem Übertragungszylinder 03 angeordnete Rollenleiste 31 in einer Betriebsstellung
gezeigt, in der alle ihre Andrückelemente 32 an den Formzylinder 02 angestellt sind.
Die z. B. im Gehäuse 44 der Rollenleiste 31 integriert ausgebildete Fingerschutzleiste
46 befindet sich beabstandet von der Mantelfläche des Formzylinders 02 in ihrer vom
Formzylinder 02 ferneren Endposition P1, welche auch in der Fig. 9 dargestellt ist.
Die Fingerschutzleiste 46 erstreckt sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 über
nahezu die gesamte Länge der Mantelfläche dieses Formzylinders 02, d. h. über mehr
als 90% dieser Länge, zumindest aber über die Breite B einer auf diesem Formzylinder
02 anordenbaren Druckform 16. An den beiden Stirnseiten der Rollenleiste 31 sind vorzugsweise
an deren Gehäuse 44 Halteelemente 52 angeordnet, mittels welchen die Rollenleiste
31 im Gestell 08 der Druckeinheit 01 fest angeordnet ist. An den beiden Stirnseiten
der Rollenleiste 31 ist vorzugsweise jeweils ein Anschlag 53 vorgesehen, wobei diese
beiden Anschläge 53 in Axialrichtung des Formzylinders 02 derart voneinander beabstandet
angeordnet sind, dass zwischen ihnen eine lichte Weite w entsprechend der Breite B
von zumindest einer auf diesem Formzylinder 02 anordenbaren Druckform 16 ausgebildet
ist. Zur Versorgung der zu der Rollenleiste 31 gehörenden Stellmittel 33; 48 mit einem
Druckmittel, z. B. Druckluft, ist mindestens ein mit einer Druckmittelquelle verbundenes
oder zumindest verbindbares, vorzugsweise am Gestell 08 der Druckeinheit 01 angeordnetes
Anschlusselement 54 vorgesehen, von welchem aus mindestens eine z. B. flexible Druckmittelleitung
zumindest zu einer Stirnseite der Rollenleiste 31 führbar ist. Die den Stellmitteln
33; 48 zugeführte Druckluft hat einen Arbeitsdruck z. B. im Bereich zwischen 2 bar
und 6 bar. Die mit dem jeweiligen Anschlusselement 54 verbundenen und z. B. mittels
Abzweigungen zu den jeweiligen Stellmitteln 33; 48 führenden Druckluftleitungen sind
vorteilhafterweise in dem Gehäuse 44 der Rollenleiste 31 in einem oberhalb der Stellmittel
33; 48 angeordneten, sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 vorzugsweise durchgängig
erstreckenden Schacht verlegt. Alle den Andrückelementen 32 zugeordneten Stellmittel
33 und/oder alle der Fingerschutzleiste 46 zugeordneten Stellmittel 48 sind durch
die ihre jeweilige Druckmittelleitung vorzugsweise jeweils gemeinsam mit dem Druckmittel
versorgt und werden auch synchron druckbeaufschlagt oder entlastet.
[0032] Fig. 11 zeigt dieselbe Einbausituation der Rollenleiste 31 wie die Fig. 10, jedoch
mit dem Unterschied, dass die z. B. im Gehäuse 44 der Rollenleiste 31 integriert ausgebildete
Fingerschutzleiste 46 sich nun beabstandet von der Mantelfläche des Formzylinders
02 in ihrer dem Formzylinder 02 näheren Endposition P2 befindet. Die vorzugsweise
formschlüssig zwischen den beiden jeweils an den beiden Stirnseiten der Rollenleiste
31 angeordneten Anschlägen 53 eingepasste, bewegbare Fingerschutzleiste 46 verschließt
in diesem Betriebszustand in Verbindung mit dem Gehäuse 44 der Rollenleiste 31 einen
Zugang zu dem von dem Formzylinder 02 und dem Übertragungszylinder 03 gebildeten Zwickel,
um für eine Bedienperson die Gefahr einer Verletzung zu vermeiden, wenn sich diese
Bedienperson bei einer Rotation der Druckwerkszylinder 02; 03, insbesondere bei einer
laufenden Produktion der Druckmaschine, an der Bedienseite der Druckeinheit 01 aufhält.
[0033] Fig. 12 zeigt in einer zur Axialrichtung der Druckwerkszylinder 02; 03 orthogonalen
Schnittdarstellung einen Ausschnitt aus der in den Fig. 10 und 11 dargestellten Anordnung
von Druckwerkszylindern 02; 03, wobei die Rollenleiste 31 von der betreffenden Bedienseite
der Druckeinheit 01 aus gesehen den Zugang zu dem von dem Formzylinder 02 und dem
Übertragungszylinder 03 gebildeten Zwickel versperrend angeordnet ist. In dem in der
Fig. 12 dargestellten Betriebszustand ist das mindestens eine in dem Bügel 38 gelagerte
Andrückelement 32 der Rollenleiste 31 von dem diesem Andrückelement 32 zugeordneten
Stellmittel 33 gegen den Formzylinder 02 angestellt. Die mit dem Kolben des als Pneumatikzylinder
ausgebildeten Stellmittels 33 verbundene Stange 41 ist zufolge einer Beaufschlagung
des Kolbens mit Druckluft in Richtung der Mantelfläche des Formzylinders 02 ausgefahren.
In der Schnittdarstellung der Fig. 12 ist auch das zur Betätigung der Fingerschutzleiste
46 vorgesehene Stellmittel 48 erkennbar sowie das Verbindungselement 51, an welchem
die Fingerschutzleiste 46 fest angeordnet ist. Die Fingerschutzleiste 46 ist an einem
Führungselement 47 gleitend gelagert. In dem in der Fig. 12 dargestellten Betriebszustand
befindet sich die Fingerschutzleiste 46 an ihrer dem Formzylinder 02 ferneren Endposition
P1. Dadurch ergibt sich zwischen einer dem Formzylinder 02 zugewandten, vorzugsweise
abgerundeten und damit nicht scharfkantig ausgebildeten Kante der Fingerschutzleiste
46 und der Mantelfläche des Formzylinders 02 eine spaltförmige Öffnung 56 mit einer
Spaltweite p, wobei die Spaltweite p z. B. im Bereich zwischen 4 mm und 20 mm, insbesondere
bei etwa 10 mm bis 12 mm liegt. Die Rollenleiste 31 weist in ihrer bevorzugten Ausführung
eine weitere, z. B. mit dem Gehäuse 44 der Rollenleiste 31 fest verbundene, starre,
d. h. nicht bewegliche Schutzleiste 57 auf, mit welcher eine spaltförmige Öffnung
58 zwischen einer dem Übertragungszylinder 03 zugewandten Kante dieser Schutzleiste
57 und der Mantelfläche des Übertragungszylinders 03 in ihrer Spaltweite q begrenzt
wird, wobei diese Spaltweite q ebenfalls z. B. im Bereich zwischen 4 mm und 20 mm,
insbesondere bei etwa 10 mm bis 12 mm liegt.
[0034] Fig. 13 zeigt in einer perspektivischen Darstellung die in den Fig. 10 bis 12 dargestellte
Anordnung von Druckwerkszylindern 02; 03, wobei der Formzylinder 02 mit der mindestens
einen an seiner Mantelfläche vorzugsweise schlitzförmig ausgebildeten Öffnung 28 eine
Winkelposition einnimmt, in welcher das in Produktionsrichtung P gesehene vorlaufende
Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 dem betreffenden in diesem
Formzylinder 02 angeordneten Kanal 27 zuführbar ist. Die Zuführung der Druckform 16
erfolgt vorzugsweise mit einer der in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Zuführeinrichtungen
09. Um die Druckform 16 dem Formzylinder 02 zuzuführen, wird die auf dem Formzylinder
02 anzuordnende Druckform 16 zwischen den beiden jeweils an den beiden Stirnseiten
der Rollenleiste 31 angeordneten Anschlägen 53 hindurch geführt. Die Andrückelemente
32 der Rollenleiste 31 befinden sich zu diesem Zeitpunkt in ihrem vom Formzylinder
02 abgestellten Betriebszustand. Auch die Fingerschutzleiste 46 befindet sich zu diesem
Zeitpunkt in ihrer dem Formzylinder 02 ferneren Endposition P1.
[0035] Fig. 14 zeigt eine Druckeinheit 01, die in ihrem Aufbau im Wesentlichen der in der
Fig. 4 dargestellten Druckeinheit 01 entspricht. Im Unterschied zu der in der Fig.
4 dargestellten Druckeinheit 01 verläuft die Transportrichtung T des Bedruckstoffes
04 in umgekehrter Richtung. Die Zuführeinrichtungen 09 sind bei der in der Fig. 14
dargestellten Druckeinheit 01 von links her jeweils mit mindestens einer auf dem jeweiligen
Formzylinder 02 anzuordnenden Druckform 16 beschickbar, so dass sich die Bedienseite
dieser Druckeinheit 01 auf der linken Seite ihrer Darstellung befindet. Der Fig. 14
ist die Anordnung der anhand der Fig. 5 bis 13 erläuterten Rollenleiste 31 in der
Druckeinheit 01 entnehmbar. Jede der in der Fig. 14 dargestellten Rollenleisten 31
ist jeweils in einer Zuführebene angeordnet, entlang welcher Zuführebene eine auf
dem jeweiligen Formzylinder 02 anzuordnende Druckform 16 aus der zugeordneten Zuführeinrichtung
09 im Wesentlichen tangential an die Mantelfläche des betreffenden Formzylinders 02
herangeführt wird. Die Ebenen E1; E2, in welchen die Andrückelemente 32 der Rollenleiste
31 und die Fingerschutzleiste 46 ihre jeweilige zur Mantelfläche des Formzylinders
02 gerichtete Bewegung ausführen, stehen vorzugsweise im Wesentlichen orthogonal auf
der von der auf dem jeweiligen Formzylinder 02 anzuordnenden Druckform 16 durchlaufenden
Zuführebene.
[0036] Bei der zuvor beschriebenen Rollenleiste 31 zur Unterstützung einer Montage mindestens
einer Druckform 16 auf der Mantelfläche eines Formzylinders 02 einer Rotationsdruckmaschine,
wobei die Rollenleiste 31 in einer sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 erstreckenden
ersten Ebene E1 mindestens ein in dieser Ebene E1 bewegbares Andrückelement 32 aufweist,
wobei die Rollenleiste 31 eine sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 erstreckende,
einen Zugang zu dem mindestens einen Andrückelement 32 abdeckende Schutzleiste 46
aufweist, wobei die Schutzleiste 46 beweglich gelagert ist, ist die Bewegung der Schutzleiste
46 vorzugsweise als eine lineare Hubbewegung ausgeführt und/oder die Schutzleiste
46 ist vorzugsweise in einer von der ersten Ebene E1, in welcher das mindestens eine
Andrückelement 32 bewegbar, verschiedenen zweiten Ebene E2 bewegbar, wobei die erste
Ebene E1 und die zweite Ebene E2 in einem Abstand e parallel zueinander angeordnet
sind. Hierbei können in der sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 erstreckenden
ersten Ebene E1 mehrere Andrückelemente 32 vorgesehen sein, wobei jedem dieser Andrückelemente
32 jeweils mindestens ein steuerbares Stellmittel 33 zugeordnet ist. Auch der Schutzleiste
46 ist zur Ausführung ihrer Hubbewegung mindestens ein steuerbares Stellmittel 48
zugeordnet. Dabei sind das mindestens eine dem mindestens einen Andrückelement 32
zugeordnete steuerbare Stellmittel 33 und/oder das mindestens eine der Schutzleiste
46 zugeordnete steuerbare Stellmittel 48 jeweils wahlweise und unabhängig voneinander
von einer Steuereinheit, z. B. von einem der Druckeinheit zugeordneten Leitstand aus,
betätigbar, insbesondere fernbetätigbar. In vorteilhafter Weise sind das mindestens
eine dem mindestens einen Andrückelement 32 zugeordnete steuerbare Stellmittel 33
und/oder das mindestens eine der Schutzleiste 46 zugeordnete steuerbare Stellmittel
48 jeweils als ein doppelt wirkender Pneumatikzylinder ausgebildet, wobei jeder dieser
Pneumatikzylinder jeweils zwei auf einen selben Kolben wirkende Druckkammern aufweist,
wobei die beiden Arbeitsflächen dieses Kolbens zu dessen zuverlässiger Auslenkung
wechselweise mit einem Druck z. B. im Bereich zwischen 2 bar und 6 bar beaufschlagbar
sind und auch beaufschlagt werden. Alle dem mindestens einen Andrückelement 32 zugeordneten
steuerbaren Stellmittel 33 und/oder alle der Schutzleiste 46 zugeordneten steuerbaren
Stellmittel 48 sind vorzugsweise jeweils gemeinsam betätigbar. Die Schutzleiste 46
ist vorteilhafterweise an mindestens einem Führungselement 47 gleitend gelagert, wobei
das Führungselement 47 in oder an einem Gehäuse 44 der Rollenleiste 31, zumindest
an einem die Stellmittel 33; 48 abdeckenden Verkleidungsblech angeordnet ist. Die
Schutzleiste 46 ist vorzugsweise zumindest teilweise mit Teflon oder einer anderen
eine Reibung zwischen der Schutzleiste 46 und ihrem Führungselement 47 mindernder
Schicht beschichtet.
[0037] Im Folgenden wird näher auf Einzelheiten der in den Fig. 1 bis 5 jeweils nur schematisch
dargestellten Zuführeinrichtung 09 eingegangen. Die Erläuterungen erfolgen ohne Einschränkung
und beispielhaft für eine Druckeinheit 01 gemäß den Fig. 4 und 14. Bei den Druckeinheiten
01 der Fig. 4 und 14 ist der Bedruckstoff 04 im Wesentlichen horizontal durch den
von zwei aufeinander abrollenden Übertragungszylindern 03 gebildeten Druckspalt hindurchgeführt,
weshalb man hier von einem jeweils in der Druckeinheit 01 angeordneten oberen Druckwerk
und einem unteren Druckwerk sprechen kann.
[0038] Nachfolgend wird anhand der Fig. 15 bis 33 zunächst auf eine in einem unteren Druckwerk
angeordnete Zuführeinrichtung 09 eingegangen. Es wird in diesem Ausführungsbeispiel
davon ausgegangen, dass der Formzylinder 02, dem die betreffende Zuführeinrichtung
09 zugeordnet ist, nur mit einer einzigen Druckform 16 belegt oder zu belegen ist
und demzufolge unter seiner Mantelfläche nur einen einzigen sich in Axialrichtung
dieses Formzylinders 02 erstreckenden Kanal 27 aufweist. Die Breite B der Druckform
16 entspricht somit nahezu der Länge des Ballens dieses Formzylinders 02 und die Länge
der Druckform 16 entspricht praktisch der Umfangslänge dieses Formzylinders 02. Es
handelt sich folglich vornehmlich um eine biegsame, plattenförmige, dünne Druckform
16 im Großformat mit einer Breite B von mindestens 1.500 mm und mit einer Länge von
mindestens 1.000 mm.
[0039] Zu Beginn des Vorgangs des Aufplattens einer neuen Druckform 16 auf dem Formzylinder
02 des beispielhaft herangezogenen unteren Druckwerks der Druckeinheit 01 wird dieser
aktuell an keiner Produktion beteiligte Formzylinder 02 in eine derartige erste Winkelposition
gedreht, in welcher die Öffnung 28 seines Kanals 27 der Zuführeinrichtung 09 zugewandt
ist (Fig. 23). Diese erste Winkelposition befindet sich in Produktionsrichtung P des
Formzylinders 02 (Fig. 5) ein Bogenstück weit vor einem Aufstandspunkt A des vorlaufenden
Endes 24 der Druckform 16 auf der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 (Fig. 24),
wobei dieses Bogenstück einen Drehwinkel des Formzylinders 02 im Bereich zwischen
2° und 45° überspannt.
[0040] In der bevorzugten Ausführung der oberhalb des Farbwerks 06 angeordneten Zuführeinrichtung
09 wird sodann ein Schlitten 61 einer Fördereinrichtung 62 dieser Zuführeinrichtung
09 von einer dem Formzylinder 02 fernen Position in eine dem Formzylinder 02 nahen
oder zumindest näheren Position bewegt. Der vorzugsweise oberhalb einer dem Formzylinder
02 zuzuführenden Druckform 16 angeordnete Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 überspannt
in Axialrichtung des Formzylinders 02 zumindest die Breite B der Druckform 16 und
führt zwischen seiner dem Formzylinder 02 fernen Position und seiner dem Formzylinder
02 näheren Position vorzugsweise eine lineare Bewegung aus, wobei ein Verfahrweg f
des Schlittens 61 der Fördereinrichtung 62 kürzer ist als die Länge der Druckform
16 und z. B. nur zwischen 10% und 30% der Länge der Druckform 16 beträgt. Der Verfahrweg
f des Schlittens 61 der Fördereinrichtung 62 liegt vorzugsweise im Bereich zwischen
150 mm und 250 mm. Der Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 ist an seinen jeweils
einer der beiden Seitenwänden des Gestells 08 der Druckeinheit 01 zugewandten Stirnseiten
vorzugsweise in einer zu der Fördereinrichtung 62 gehörenden Lineareinheit gelagert,
wobei mindestens ein Antrieb 69, vorzugsweise jedoch zwei miteinander synchronisierte
Antriebe 69 vorgesehen sind, d. h. an jeder Stirnseite des Schlittens 61 befindet
sich ein Antrieb 69, wobei diese Antriebe 69 z. B. jeweils als ein Pneumatikzylinder
ausgebildet und fernbetätigbar sind.
[0041] In einem Abstand von 10 mm bis 50 mm unterhalb des Verfahrweges f des Schlittens
61 der Fördereinrichtung 62 befindet sich die erste von mehreren vertikal übereinander
angeordneten Ebenen 14; 17; 18 (Fig. 5). In dieser ersten Ebene 14 ist eine tischförmige,
im Wesentlichen rechteckige ebene Auflage 63 angeordnet (Fig. 16), auf welcher die
dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 vorzugsweise nur teilweise aufgelegt
oder zumindest auflegbar ist. Die Auflage 63 weist an ihrer dem Formzylinder 02 zugewandten
Seite in der zum Formzylinder 02 tangentialen ersten Ebene 14 eine sich in Axialrichtung
des Formzylinders 02 erstreckende Kante 64 auf, an welcher die dem Formzylinder 02
zuzuführende Druckform 16 mit ihrem am vorlaufenden Ende 24 ausgebildeten abgekanteten
Einhängeschenkel einhängbar ist, so dass der abgekantete Einhängeschenkel der dem
Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 an dieser Einhängekante 64 mit Bezug auf
den Formzylinder 02 insbesondere diagonalregisterhaltig angelegt oder zumindest anlegbar
ist. Diese Einhängekante 64 kann die Auflage 63 an ihrer dem Formzylinder 02 zugewandten
Seite begrenzen oder die Auflage 63 weist in einem dem Formzylinder 02 zugewandten
Bereich einen sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 zumindest über die Breite
B der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 erstreckenden Schlitz 66 auf,
an welchem die Einhängekante 64 ausgebildet ist. Da an der Bedienseite der Druckeinheit
01 der zur Verfügung stehende freie Bauraum sehr begrenzt ist, erstreckt sich die
Auflage 63 parallel zur Länge der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 über
eine Länge g von insbesondere nur 20% bis 50% der Länge dieser Druckform 16, d. h.
die Länge g der Auflage 63 liegt im Bereich zwischen 250 mm und 600 mm, vorzugsweise
zwischen 400 mm und 450 mm.
[0042] Eine an der Einhängekante 64 der Auflage 63 mit ihrem Einhängeschenkel angelegte,
dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 hängt demnach mit vorzugsweise mehr
als ihrer Hälfte an dieser Auflage 63 über.
[0043] Die als eine biegsame dünne Platte ausgebildete, dem Formzylinder 02 zuzuführende
Druckform 16 wird mit dem an ihrem vorlaufenden Ende 24 ausgebildeten abgekanteten
Einhängeschenkel an der Einhängekante 64 der Auflage 63 angelegt und in der bevorzugten
Ausführung zur seitenregisterrichtigen Ausrichtung gegen einen seitlichen, z. B. an
einem Ende des Schlitzes 66 stirnseitig angeordneten Festanschlag 67 geschoben, wobei
ein vom Formzylinder 02 abgewandter Teil dieser Druckform 16 an der Auflage 63 überhängt.
Der Überhang der Druckform 16 bewirkt entlang der Länge dieser dem Formzylinder 02
zuzuführenden Druckform 16 eine der Schwerkraft entgegen gerichtete Wölbung. Um den
am vorlaufenden Ende 24 ausgebildeten abgekanteten Einhängeschenkel der dem Formzylinder
02 zuzuführenden Druckform 16 dennoch sicher an der Einhängekante 64 der Auflage 63
zu halten, ist mindestens eine auf die Einhängekante 64 wirkende Halteeinrichtung
68 vorgesehen, vorzugsweise sind in Axialrichtung des Formzylinders 02 nebeneinander
mehrere, z. B. zwei in einem Abstand k voneinander angeordnete Halteeinrichtungen
68 vorgesehen, wobei mit diesen Halteeinrichtungen 68 jeweils der an der Einhängekante
64 der Auflage 63 angelegte abgekantete Einhängeschenkel der vorzugsweise bereits
seitenregisterrichtig ausgerichteten, dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform
16 arretiert und damit die gesamte Druckform 16 mit Bezug auf die Auflage 63 positionsfest
gehalten wird. Im Fall mehrerer nebeneinander angeordneter Halteeinrichtungen 68 sind
diese vorzugsweise gemeinsam oder auch wahlweise einzeln betätigbar.
[0044] Fig. 17 zeigt in einem Teilschnitt die gemäß den Fig. 15 oder 16 auf die Einhängekante
64 wirkend angeordnete Halteeinrichtung 68. Diese Halteeinrichtung 68 ist z. B. als
ein mit einer Welle 71 fest verbundenes Klemmstück ausgebildet, wobei die in ihrer
Drehbewegung von der den Aufplattvorgang steuernden Steuereinheit steuerbare Welle
71 das Klemmstück aus einer den Schlitz 66 freigebenden Position (Fig. 17 und 18)
z. B. durch eine Drehung im Bereich zwischen 90° und 180° in eine den abgekanteten
Einhängeschenkel der an der Einhängekante 64 der Auflage 63 angelegten Druckform 16
haltende Position schwenkt (Fig. 19). Ein Wechsel zwischen diesen beiden Positionen
soll in der Fig. 17 durch die beiden der Welle 71 zugeordneten Pfeile angedeutet sein.
Das Klemmstück kann z. B. ein fingerförmiges Element aufweisen, welches z. B. in einem
Formschluss die an der Einhängekante 64 der Auflage 63 angelegten Druckform 16 auf
der Auflage 63 niederhält. Die Welle 71 ist vorzugsweise in der Auflage 63 integriert
oder unterhalb derselben in Axialrichtung des Formzylinders 02 verlaufend angeordnet.
Die mindestens eine Halteeinrichtung 68 ist damit z. B. als ein mit der Einhängekante
64 der Auflage 63 zusammenwirkender Niederhalter ausgebildet.
[0045] Bei dem bisher Beschriebenen ist als wesentliche Hilfe für den Aufplattvorgang anzusehen,
dass die Zuführeinrichtung 09 zum Zuführen einer zumindest an ihrem in Produktionsrichtung
P vorlaufenden Ende 24 einen abgekanteten Einhängeschenkel aufweisenden Druckform
16 zu einem Formzylinder 02 einer Druckeinheit 01 eine ebene Auflage 63 aufweist,
auf welcher Auflage 63 die dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 aufgelegt
oder zumindest auflegbar ist, wobei die Auflage 63 an ihrer dem Formzylinder 02 zugewandten
Seite eine sich in Axialrichtung des Formzylinders 02 erstreckende Einhängekante 64
aufweist, wobei mindestens eine die dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16
haltende Halteeinrichtung 68 vorhanden ist, wobei die mindestens eine Halteeinrichtung
68 auf die Einhängekante 64 der Auflage 63 wirkend angeordnet ist, wobei mit der mindestens
einen Halteeinrichtung 68 die an der Einhängekante 64 der Auflage 63 angelegte Druckform
16 an dieser Einhängekante 64 arretierbar ist, wobei die Arretierung der an der Einhängekante
64 der Auflage 63 angelegten Druckform 16 vorzugsweise fernbetätigbar ist. Selbst
eine großformatige, an der Auflage 63 überhängende Druckform 16 wird sicher gehalten,
was insbesondere bei einer geneigt angeordneten Auflage 63 hilfreich ist, und kann
dem Formzylinder 02 automatisiert zuverlässig registerhaltig zugeführt werden.
[0046] Fig. 20 und 21 zeigen jeweils in einer perspektivischen Darstellung den Schlitten
61 der Fördereinrichtung 62 ohne Deckbleche. Der Schlitten 61 weist entlang der Breite
B der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 vorzugsweise mehrere steuerbare
Sauggreifer 72 auf, wobei diese Sauggreifer 72 in Axialrichtung des Formzylinders
02 positionsfest angeordnet sind. In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Schlittens
61 sind in Zuordnung zu der Mitte der Breite B der dem Formzylinder 02 zuzuführenden
Druckform 16 sowie ihren beiden seitlichen Rändern jeweils vorzugsweise Doppelgreifer
jeweils mit zwei jeweils gemeinsam gesteuerten Sauggreifern 72 angeordnet (Fig. 21).
Die Sauggreifer 72 sind in der dem Formzylinder 02 fernen Position des Schlittens
61 aus einer von der Auflage 63 abgestellten Ruheposition durch eine Senkbewegung
an eine auf der Auflage 63 aufliegende, dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform
16 anstellbar (Fig. 22). Die Senkbewegung der Sauggreifer 72 wird jeweils von einem
im Schlitten 61 angeordneten Antrieb 73 angetrieben, wobei z. B. jedem Doppelgreifer
jeweils genau ein Antrieb 73 zugeordnet ist. Eine Wirkrichtung der Antriebe 73 ist
somit im Wesentlichen lotrecht zu der auf der Auflage 63 aufliegenden dem Formzylinder
02 zuzuführenden Druckform 16 und damit auch lotrecht zum Verfahrweg f des Schlittens
61 gerichtet. Die Antriebe 73 sind vorzugsweise jeweils als ein Pneumatikzylinder
ausgebildet.
[0047] Nachdem die Sauggreifer 72 durch eine Betätigung der Antriebe 73 an der dem Formzylinder
02 zuzuführenden Druckform 16 angestellt worden sind, wird ein vorzugsweise aus einem
Elastomer bestehender, auf der Druckform 16 aufgesetzter Greiferteller des jeweiligen
Sauggreifers 72 durch eine Betätigung einer mit dem Inneren des betreffenden Greifertellers
mittels einer Leitung verbundenen Vakuumpumpe evakuiert. Ein im Inneren des betreffenden
Greifertellers hergestellter Unterdruck liegt z. B. im Bereich von -0,7 bar bis -1,0
bar, vorzugsweise zwischen -0,9 bar und -1,0 bar. Ein z. B. am oder neben dem betreffenden
Sauggreifer 72 angeordneter Sensor prüft, ob der gewünschte Unterdruck eingestellt
worden ist. Ein vom Sensor generiertes vorzugsweise elektrisches Prüfungssignal wird
einer den Ablauf des Aufplattens steuernden Steuereinheit zugeleitet.
[0048] Nachdem der gewünschte Unterdruck im Inneren des betreffenden Greifertellers eingestellt
worden ist, veranlasst die den Ablauf des Aufplattens steuernde Steuereinheit, dass
die mit der Einhängekante 64 zusammenwirkende Halteeinrichtung 68 z. B. durch eine
Drehung ihrer Welle 71 den von dieser Halteeinrichtung 68 an der Einhängekante 64
der Auflage 63 gehaltenen Einhängeschenkel der auf dieser Auflage 63 aufliegenden,
dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 freigibt. Dieser Betriebszustand ist
in der Fig. 23 dargestellt. Der mindestens eine Sauggreifer 72 hat die auf der Auflage
63 aufliegende, dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 ergriffen. Die mindestens
eine Halteeinrichtung 68 ist in seine den Einhängeschenkel der auf der Auflage 63
aufliegenden Druckform 16 freigebende Position gedreht. Die in der Zuführebene zwischen
der Auflage 63 und der Mantelfläche des Formzylinders 02 angeordnete Rollenleiste
31, entlang welcher Zuführebene eine auf dem Formzylinder 02 anzuordnende Druckform
16 im Wesentlichen tangential an die Mantelfläche des betreffenden Formzylinders 02
herangeführt wird, befindet sich in demjenigen Betriebszustand, in welchem die Schutzleiste
46, welche an der der Auflage 63 zugewandten Seite der Rollenleiste 31 angeordnet
ist, ihre von der Mantelfläche des Formzylinders 02 fernere Position P1 einnimmt und
somit für eine auf dem Formzylinder 02 anzuordnende Druckform 16 den Zugang zur Mantelfläche
dieses Formzylinders 02 öffnet. Ebenso befindet sich das mindestens eine Andrückelement
32 der Rollenleiste 31 noch in seinem von der Mantelfläche des Formzylinders 02 abgestellten
Zustand, d. h. in seiner der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 ferneren Position.
[0049] Als Nächstes fördert die Fördereinrichtung 62 durch ein Verfahren ihres Schlittens
61 entlang des Verfahrweges f bis zu einer dem Formzylinder 02 nahen Position die
auf dem Formzylinder 02 anzuordnende Druckform 16 zu diesem Formzylinder 02, wobei
der mindestens eine Sauggreifer 72 den am vorlaufenden Ende 24 ausgebildeten abgekanteten,
an der Einhängekante 64 der Auflage 63 angelegten Einhängeschenkel dieser Druckform
16 gegebenenfalls aus dem an der Auflage 63 ausgebildeten Schlitz 66 heraushebt und
diesen Einhängeschenkel an dem Aufstandspunkt A an der Mantelfläche dieses Formzylinders
02 anstellt. Um beim Anheben der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 eine
Beschädigung derselben z. B. durch Zerkratzen an Elementen des Schlittens 61 zu vermeiden,
ist an der der zuzuführenden Druckform 16 zugewandten Seite des Schlittens 61, d.
h. an der Unterseite dieses Schlittens 61, mindestens ein Abstandshalter 74 vorgesehen
(Fig. 18 oder 19), wobei vorzugsweise in Axialrichtung des Formzylinders 02 beabstandet
mehrere Abstandshalter 74 vorgesehen sind, wobei diese Abstandshalter 74 insbesondere
miteinander fluchtend angeordnet sind und jeder Abstandshalter 74 z. B. als eine Rolle
ausgebildet ist, wobei die Rolle an ihrer Mantelfläche vorzugsweise mehrere Laufringe
aufweist. Da die Ebene 14, in welcher der mindestens eine Sauggreifer 72 die dem Formzylinder
02 zuzuführende Druckform 16 hält, tangential zur Mantelfläche dieses Formzylinders
02 verläuft, wird das vorlaufende Ende 24 dieser Druckform 16 im Aufstandspunkt A
an der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 um ein einer Höhe h des abgekanteten Einhängeschenkels
entsprechendes Maß von der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 weg gebogen, so dass
das vorlaufende Ende 24 dieser Druckform 16 unter einer elastischen Biegespannung
an der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 gehalten wird.
[0050] Inzwischen ist auch das mindestens eine Andrückelement 32 der Rollenleiste 31 ausgelöst
durch ein Steuersignal der Steuereinheit an der Mantelfläche des Formzylinders 02
angestellt worden. Der Formzylinder 02 wird nun in seiner Produktionsrichtung P solange
gedreht, bis der am vorlaufenden Ende 24 ausgebildete abgekantete, auf der Mantelfläche
dieses Formzylinders 02 aufgestellte Einhängeschenkel in die Öffnung 28 des zu diesem
Formzylinder 02 gehörenden Kanals 27 einhakt, wobei das Einhaken durch die aufgrund
der Biegung verursachte elastische Biegespannung am vorlaufenden Ende 24 dieser Druckform
16 unterstützt wird. Die Drehung des Formzylinders 02 in seine Produktionsrichtung
P wird fortgesetzt. Im Fortgang dieser Drehung wird die Druckform 16 durch das mindestens
eine Andrückelement 32 der Rollenleiste 31 auf der Mantelfläche des Formzylinders
02 aufgewalzt. Der mindestens eine Sauggreifer 72 hält die von ihm ergriffene Druckform
16 solange fest, bis diese Druckform 16 von dem mindestens einen Andrückelement 32
der Rollenleiste 31 gegen die Mantelfläche des Formzylinders 02 gedrückt und dadurch
sicher gehalten wird. Dadurch, dass der mindestens eine Sauggreifer 72 die Druckform
16 vorläufig noch festhält, wird an dieser Druckform 16 eine längs ihrer Länge wirkende
Rückhaltekraft ausgeübt, die dazu führt, dass diese Druckform 16 auf der Mantelfläche
des Formzylinders 02 stramm aufgezogen wird. Erst nachdem das mindestens eine Andrückelement
32 der Rollenleiste 31 die Druckform 16 gegen die Mantelfläche des Formzylinders 02
drückt, wird der im Inneren des Greifertellers des betreffenden Sauggreifers 72 hergestellte
Unterdruck aufgehoben, wodurch sich der Sauggreifer 72 von der Druckform 16 löst.
Danach wird dieser Sauggreifer 72 durch eine Hubbewegung wieder in seine von der Auflage
63 abgestellte Ruheposition zurückgestellt. Auch kann der Schlitten 61 der Fördereinrichtung
62 von seiner dem Formzylinder 02 nahen Position wieder zurück in seine dem Formzylinder
02 ferne Position bewegt werden, um insbesondere die Sauggreifer 72 während einer
Produktion der Druckeinheit 01 z. B. vor einem vom Formzylinder 02 in Verbindung mit
dem Farbwerk 06 verursachten Farbsprühnebel zu schützen.
[0051] Fig. 25 zeigt eine Schnittdarstellung der zu der Zuführeinrichtung 09 gehörenden,
bereits in der Fig. 16 perspektivisch dargestellten Auflage 63. Die Auflage 63 ist
kürzer bemessen als die sich in ihre Produktionsrichtung P erstreckende Länge der
dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16, z. B. weist die Auflage 63 weniger
als die halbe Länge der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 auf. In der
z. B. ersten Ebene 14 ist die mindestens eine Halteeinrichtung 68 in ihrer einen Einhängeschenkel
am vorlaufenden Ende 24 einer Druckform 16 haltenden, insbesondere klemmenden Betriebsstellung
dargestellt. In einem Abstand b unterhalb der ersten Ebene 14 der Auflage 63, auf
welcher eine neue dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 aufgelegt oder zumindest
auflegbar ist, ist eine andere untere Ebene 18 dieser
[0052] Zuführeinrichtung 09 angeordnet, wobei in dieser anderen Ebene 18 mindestens eine
von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufnehmbar ist. Diese untere Ebene
18 zur Aufnahme mindestens einer von dem Formzylinder 02 abgeführten Druckform 16
weist gleichfalls eine Auflage 76 auf, wenngleich diese Auflage 76 kürzer ausgebildet
ist als die der ersten Ebene 14 zugeordnete Auflage 63. Die die untere Ebene 18 definierende
Auflage 76 ist an ihrem dem Formzylinder 02 zugewandten Ende zur Ausbildung eines
Öffnungsmauls 77 vorzugsweise abgewinkelt ausgebildet, wobei ein auf die untere Ebene
18 bezogener Knickwinkel α im Bereich zwischen 10° und 45° liegt, vorzugsweise zwischen
15° und 30°.Die Auflagen 63; 76 der Zuführeinrichtung 09 sind in der bevorzugten Ausführung
zumindest abschnittsweise parallel zueinander angeordnet.
[0053] Fig. 26 zeigt die obere Auflage 63, auf welcher eine neue dem Formzylinder 02 zuzuführende
Druckform 16 aufgelegt oder zumindest auflegbar ist, und die untere Auflage 76, auf
welcher eine von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufgelegt oder zumindest
auflegbar ist, in ihrem in einer Druckeinheit 01 eingebauten Zustand. Beide über ein
Teilstück zueinander parallel verlaufenden Auflagen 63; 76 sind z. B. gegenüber einer
Horizontalen geneigt angeordnet, wobei ein Neigungswinkel z. B. in einem Bereich zwischen
15° und 60° liegt und vorzugsweise zwischen 30° und 45° beträgt. Ein Verfahren zum
Abplatten einer gebrauchten Druckform 16 von dem Formzylinder 02 beginnt damit, dass
der Formzylinder 02 in eine Winkelposition gedreht wird, in welcher die mindestens
eine an der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 vorzugsweise schlitzförmig ausgebildete
Öffnung 28 des Kanals 27 dieses Formzylinders 02 dem zwischen den beiden Auflagen
63; 76 ausgebildeten Öffnungsmaul 77 zugewandt ist. Eine vorzugsweise fernbetätigbare
im Kanal 27 des Formzylinders 02 angeordnete Halteeinrichtung gibt den von ihr gehaltenen
Einhängeschenkel am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform
16 frei, so dass sich dieser Einhängeschenkel aus der Öffnung 28 des Kanals 27 dieses
Formzylinders 02 löst und durch die Elastizität der biegsamen, um den Ballen des Formzylinders
02 gewundenen plattenförmigen Druckform 16 in das zwischen den beiden Auflagen 63;
76 ausgebildete Öffnungsmaul 77 springt bzw. einfedert. Ein zum nachlaufenden Ende
23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 gerichteter, z. B. im oder am
Öffnungsmaul 77 angeordneter Sensor 78 prüft vorzugsweise berührungslos, ob sich der
Einhängeschenkel am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform
16 nach einer Betätigung der im Kanal 27 des Formzylinders 02 angeordneten Halteeinrichtung
tatsächlich aus dem Kanal 27 gelöst hat. Im Fall eines positiven Prüfungsergebnisses
gibt die den Abplattvorgang steuernde Steuereinheit die Fortsetzung dieses Abplattvorgangs
frei.
[0054] Nach einem Vorliegen des Freigabesignals dreht sich der Formzylinder 02 entgegen
seiner Produktionsrichtung P nahezu um eine vollständige Umdrehung, z. B. um 300°
bis etwa 355°, so dass die von der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 abzuführende
Druckform 16 mit ihrem vom Formzylinder 02 gelösten nachlaufenden Ende 23 voran entlang
der unteren Auflage 76, auf welcher die von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform
16 aufgelegt oder zumindest auflegbar ist, zunehmend von diesem Formzylinder 02 abgeführt
wird. Während dieses Abplattvorgangs ist das mindestens eine Andrückelement 32 der
Rollenleiste 31 gegen die Mantelfläche des Formzylinders 02 angestellt, wodurch die
Druckform 16 an der Mantelfläche des Formzylinders 02 gehalten wird, solange sich
noch ein Teil dieser Druckform 16 auf der Mantelfläche des Formzylinders 02 befindet.
Am Ende der die Druckform 16 abplattenden Drehung nimmt der Formzylinder 02 mit der
mindestens einen an seiner Mantelfläche vorzugsweise schlitzförmig ausgebildeten Öffnung
28 eine zweite Winkelposition ein, in welcher sich das noch im Kanal 27 gehaltene,
in Produktionsrichtung P gesehene vorlaufende Ende 24 der vom Formzylinder 02 abzuführenden
Druckform 16 ein Bogenstück weit in Produktionsrichtung P des Formzylinders 02 nach
einem Druckpunkt D des mindestens einen Andrückelements 32 der Rollenleiste 31 gegen
die Mantelfläche dieses Formzylinders 02 befindet (Fig. 24), wobei dieses Bogenstück
einen Drehwinkel des Formzylinders 02 z. B. im Bereich zwischen 2° und 30°, vorzugswese
zwischen 5° und 15 überspannt.
[0055] Spätestens zu demjenigen Zeitpunkt, zu dem der Formzylinder 02 seine zweite Winkelposition,
die sich in Produktionsrichtung P nach dem Druckpunkt D des mindestens einen Andrückelements
32 der Rollenleiste 31 befindet, einnimmt, wird von der Steuereinheit eine in Verbindung
mit der unteren Auflage 76, auf welcher die von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform
16 aufgelegt oder zumindest auflegbar ist, wirksame Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung
aktiviert, wobei diese Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung einen von einem steuerbaren
Antrieb 79 bewegbaren Stempel 81 und ein vorzugsweise ortsfestes Widerlager 82 aufweist,
gegen welches Widerlager 82 der Stempel 81 durch eine Betätigung des Antrieb 79 anstellbar
ist (Fig. 25 oder 26). Dieser Antrieb 79 ist z. B. durch einen Pneumatikzylinder realisiert.
Der Stempel 81 weist eine der abzuführenden Druckform 16 zugewandte vorzugsweise ebene
Oberfläche 83 z. B. aus einem Elastomerwerkstoff auf, mit welcher Oberfläche 83 die
von dem Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 zwischen dieser Oberfläche 83 und
dem Widerlager 82 klemmbar ist, wenn der Antrieb 79 den Stempel 81 in Richtung des
Widerlagers 82 und damit gegen eine Auflagefläche der Druckform 16 bewegt hat. Die
Auflagefläche ist eine unbebilderte Fläche der Druckform 16, wobei die Druckform 16
in ihrem auf dem Formzylinder 02 angeordneten Zustand mit ihrer Auflagefläche auf
der Mantelfläche des betreffenden Formzylinders 02 aufliegt. Diese Klemmung kann mittels
einer vom Antrieb 79 auf die von dem Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 ausgeübten
Stempelkraft unterschiedlich stark eingestellt sein und von einem eine Gleitbewegung
der abzuführenden Druckform 16 erschwerenden, erhöhten Reibwert bis hin zu einer völligen
Blockade einer Bewegung der abzuführenden Druckform 16 reichen. Im ersteren Fall wirkt
die den Antrieb 79, den Stempel 81 und das Widerlager 82 aufweisende Anordnung als
eine die Gleitbewegung der abzuführenden Druckform 16 erschwerende Bremseinrichtung,
im letzteren Fall als eine die Druckform 16 fixierende Halteeinrichtung. Die Wirkrichtung
der vom Antrieb 79 ausgeübten Stempelkraft, d. h. der auf die Auflagefläche der Druckform
16 ausgeübten Kraft, ist in der Fig. 25 durch einen auf das Widerlager 82 gerichteten
Pfeil angedeutet. Das Widerlager 82 ist z. B. als mindestens eine parallel zur Bewegungsrichtung
der abzuführenden Druckform 16 gerichtete, z. B. aus einem Kunststoff ausgebildete
Gleitkufe ausgebildet, wobei diese Gleitkufe in einem vertikalen Abstand j zur unteren
Auflage 76, auf welcher die von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufgelegt
oder zumindest auflegbar ist, angeordnet ist, wobei dieser Abstand j z. B. im Bereich
zwischen 5 mm und 20 mm liegt. Die durch die Drehung des Formzylinders 02 entlang
der unteren Auflage 76 bewegte, vom Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 wird
spätestens zu demjenigen Zeitpunkt kurzzeitig in ihrer Bewegung gehemmt oder geklemmt,
wenn sich der den Einhängeschenkel am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder 02
abzuführenden Druckform 16 haltende Kanal 27 in Fortsetzung der Drehbewegung des Formzylinders
02 von der zweiten Winkelposition des Formzylinders 02 entgegen dessen Produktionsrichtung
P zum Druckpunkt D des mindestens einen Andrückelements 32 der Rollenleiste 31 bewegt.
Die Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung wird deshalb aktiviert, damit sich der
Einhängeschenkel am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform
16 aus dem Kanal 27 löst und dieser Einhängeschenkel bei der weiteren Fortsetzung
der Drehbewegung des Formzylinders 02 aus der Öffnung 28 dieses Kanals 27 herausgedrückt
wird. Nachdem der Einhängeschenkel am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder 02
abzuführenden Druckform 16 aus dem Kanal 27 herausgelöst ist, wird die von der Steuereinheit
gesteuerte Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung durch ein Absenken des Stempels
81 in Richtung der unteren Auflage 76 oder durch ein völliges Versenken dieses Stempels
81 in der unteren Auflage 76 deaktiviert, wodurch die untere Ebene 18 der Zuführeinrichtung
09 wieder freigegeben wird, so dass auch dieser am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder
02 abzuführenden Druckform 16 abgekantete Einhängeschenkel die untere Auflage 76 in
einer sich vom Formzylinder 02 entfernenden Bewegungsrichtung ungehindert passieren
kann.
[0056] Fig. 27 zeigt in einer vereinfachten Schnittdarstellung die in der Druckeinheit 01
im Wesentlichen oberhalb des Farbwerks 06 eines unteren Druckwerks angeordnete Zuführeinrichtung
09. Die mit dieser Zuführeinrichtung 09 zusammenwirkende Rollenleiste 31 ist ebenfalls
dargestellt, und zwar in dem Betriebszustand des an den Formzylinder 02 angestellten
Andrückelementes 32, wobei die Schutzleiste 46 ihre vom Formzylinder 02 fernere Position
einnimmt. Die in dieser Zuführeinrichtung 09 obere Auflage 63, auf welcher die dem
Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 teilweise aufgelegt oder zumindest auflegbar
ist, sowie die untere Auflage 76 dieser Zuführeinrichtung 09, auf welcher die von
dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 aufgelegt oder zumindest auflegbar ist,
sind jeweils in einer gegenüber der Horizontalen geneigten Ausrichtung im Wesentlichen
tangential an den jeweiligen Formzylinder 02 angestellt oder zumindest anstellbar,
wobei der auf die Horizontale bezogene Neigungswinkel z. B. bei etwa 30° liegt und
ausgehend von einem dem Formzylinder 02 zugewandten Punkt zur Bedienseite der Druckeinheit
01 hin abwärts geneigt ist. Beabstandet und sowohl in einem vertikalen als auch horizontalen
Versatz unterhalb der Zuführeinrichtung 09 ist eine dieser Zuführeinrichtung 09 zugeordnete
Auszugseinrichtung 84 angeordnet, welche in der Fig. 27 nur teilweise dargestellt
ist. Fig. 28 zeigt diese Auszugseinrichtung 84 vollständig in einer seitlichen Ansicht.
Fig. 29 zeigt dieselbe Auszugseinrichtung 84 in einer perspektivischen Darstellung.
Die Auszugseinrichtung 84 ist mittels eines Halters 86 vorzugsweise mit dem Gestell
08 der Druckeinheit 01 verbunden oder zumindest verbindbar.
[0057] Die Auszugseinrichtung 84 weist einen mittels einer vorzugsweise pneumatisch angetriebenen
Lineareinheit 88 vertikal in Richtung der Zuführeinrichtung 09 entlang eines Stellweges
z ausfahrbaren Arm 87 auf (Fig. 28), der in der in der Fig. 27 angedeuteten Betriebssituation
ausgefahren und damit der Zuführeinrichtung 09 entgegengestreckt ist, wodurch der
horizontale Versatz zwischen der Zuführeinrichtung 09 und der Auszugseinrichtung 84
verringert worden ist und sein Mindestmaß vmin annimmt. Dieses Mindestmaß vmin liegt
z. B. im Bereich zwischen 200 mm und 500 mm.
[0058] Fig. 30 zeigt eine am oberen Ende des Arms 87 der Auszugseinrichtung 84 ausgebildete
Fangeinrichtung 89, welche für ein nachlaufendes Ende 23 einer vom Formzylinder 02
abgeführten Druckform 16 ein erstes Führungselement 91 und ein zweites Führungselement
92 aufweist, wobei beide Führungselemente 91; 92 im Wesentlichen trichterförmig zueinander
angeordnet sind, und zwar derart, dass das nachlaufende Ende 23 der vom Formzylinder
02 abgeführten Druckform 16 in den von den beiden Führungselementen 91; 92 ausgebildeten
Trichter eingeführt und damit der Fangeinrichtung 89 zugeführt wird. Beide Führungselemente
91; 92 sind jeweils z. B. durch Biegeteile aus Blech oder durch Formteile aus Kunststoff
realisiert. Das erste Führungselement 91 ist z. B. starr mit dem Arm 87 der Auszugseinrichtung
84 verbunden, wohingegen ein unteres Ende des zweiten Führungselements 92 um eine
horizontal angeordnete, parallel zur Axialrichtung des Formzylinders 02 gerichtete
Achse 93 schwenkbar gelagert ist. Durch diese Schwenkbewegung ist ein Öffnungswinkel
des von den beiden Führungselementen 91; 92 ausgebildeten Trichters verkleinerbar
oder vergrößerbar, und zwar abhängig davon, ob das zweite Führungselement 92 näher
an den Arm 87 der Auszugseinrichtung 84 angestellt oder von diesem abgestellt wird.
Die Schwenkbewegung des zweiten Führungselements 92 ist vorzugsweise mittels eines
fernbetätigbaren Antriebs ausführbar. Das zweite Führungselement 92 weist z. B. in
seinem mittleren Abschnitt einen winkelig geformten Teil auf, der einen Haken 94 ausbildet,
mit welchem das zweite Führungselement 92 das nachlaufende Ende 23 der Druckform 16,
die vom Formzylinder 02 abgeführt und in den von den beiden Führungselementen 91;
92 ausgebildeten Trichter eingeführt worden ist, dann im Wesentlichen formschlüssig
hintergreift, wenn dieses zweite Führungselement 92 an den Arm 87 der Auszugseinrichtung
84 angestellt ist (Fig. 31). In diesem Betriebszustand arretiert das an den Arm 87
der Auszugseinrichtung 84 angestellte zweite Führungselement 92 das nachlaufende Ende
23 der vom Formzylinder 02 abgeführten Druckform 16 in der Fangeinrichtung 89.
[0059] Nachdem das nachlaufende Ende 23 der vom Formzylinder 02 abgeführten Druckform 16
in der Fangeinrichtung 89 arretiert worden ist, wird der der Zuführeinrichtung 09
entgegen gestreckte, über den Stellweg z ausgefahrene Arm 87 der Auszugseinrichtung
84 vorzugsweise von der den Abplattvorgang steuernden Steuereinheit gesteuert wieder
eingefahren, wodurch der horizontale Versatz zwischen der Zuführeinrichtung 09 und
der Auszugseinrichtung 84 vergrößert wird und sein Maximalmaß vmax annimmt (Fig. 32).
Dieses Maximalmaß vmax liegt z. B. im Bereich zwischen 400 mm und 1.000 mm.
[0060] Die Fig. 32 und 33 zeigen jeweils diejenige Betriebssituation, in welcher die vom
Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16 mit ihrem nachlaufenden Ende 23 von der Fangeinrichtung
89 ergriffen vom Formzylinder 02 weg und weitgehend, d. h. zu über 50%, vorzugsweise
zu über 70%, aus der Zuführeinrichtung 09 herausgezogen worden ist, wobei sich das
vorlaufende Ende 24 der vom Formzylinder 02 abgeführten Druckform 16 noch an oder
auf der unteren Auflage 76 der Zuführeinrichtung 09 befindet. Die Zuführeinrichtung
09 weist für eine vom Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 eine Förderlänge y
auf (Fig. 32), wobei die Förderlänge y an einem Schnittpunkt der zu der Zuführeinrichtung
09 gehörenden Ebene 18, in welcher die von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform
16 aufnehmbar ist, mit der Umfangslinie des Formzylinders 02 beginnt und sich zumindest
über die Länge dieser Ebene 18 erstreckt. Eine Summe bestehend aus der Förderlänge
y der Zuführeinrichtung 09 sowie das Maximalmaß vmax des horizontalen Versatzes zwischen
der Zuführeinrichtung 09 und der Auszugseinrichtung 84 ist größer bemessen als die
Länge der von dem Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16, wohingegen eine Summe
bestehend aus der Förderlänge y der Zuführeinrichtung 09 sowie das Mindestmaß vmin
des horizontalen Versatzes zwischen der Zuführeinrichtung 09 und der Auszugseinrichtung
84 vorzugsweise kleiner bemessen ist als die Länge der von dem Formzylinder 02 abzuführenden
Druckform 16. Die Auszugseinrichtung 84, insbesondere deren Fangeinrichtung 89, weist
parallel zur Breite B der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 eine Breite
x auf, die vorzugsweise sehr viel kleiner ist als die Breite B der Druckform 16 und
z. B. nur 20% bis 50%, insbesondere etwa 25% der Breite B der Druckform 16 beträgt.
[0061] Der perspektivischen Darstellung der Fig. 33 ist entnehmbar, dass die ebene Auflage
63 der Zuführeinrichtung 09, auf welcher die dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform
16 teilweise aufgelegt oder zumindest auflegbar ist, an ihrer der Bedienseite der
Druckeinheit 01 zugewandten Seite mindestens eine Aussparung 96, vorzugsweise jedoch
mehrere, z. B. zwei voneinander beabstandet angeordnete Aussparungen 96 aufweist,
durch welche hindurch die von dem Formzylinder 02 abgeführte Druckform 16, die an
ihrem nachlaufenden Ende 23 von der Fangeinrichtung 89 ergriffen komplett vom Formzylinder
02 entfernt wurde, an ihrem sich noch an oder auf der unteren Auflage 76 der Zuführeinrichtung
09 befindenden vorlaufenden Ende 24 ergriffen und danach vorzugsweise seitwärts sowohl
aus der Zuführeinrichtung 09 als auch aus der Auszugseinrichtung 84 entnommen werden
kann. Damit ist der Abplattvorgang dann abgeschlossen.
[0062] Nachfolgend wird anhand der Fig. 34 bis 47 näher auf die in einem oberen Druckwerk
angeordnete Zuführeinrichtung 09 (Fig. 14; 32) eingegangen, wobei wiederum wie zuvor
beispielhaft und ohne Einschränkung eine Druckeinheit 01 gemäß den Fig. 4 und 14 zugrunde
gelegt wird. Am oberen Druckwerk verlaufen der Aufplattvorgang und der Abplattvorgang
zwar sinngemäß wie bei dem anhand der Fig. 15 bis 33 erläuterten unteren Druckwerk.
Jedoch bestehen auch Unterschiede, die daraus resultieren, dass die Schwerkraft dem
am oberen Druckwerk auszuführenden Aufplattvorgang und Abplattvorgang entgegenwirkt,
worauf bei der nachfolgenden Beschreibung dann näher eingegangen wird. Für gleiche
Komponenten und Baugruppen werden dieselben Bezugszeichen verwendet wie zuvor bei
der Beschreibung des unteren Druckwerks.
[0063] Auch die in einem oberen Druckwerk vorzugsweise unterhalb eines Farbwerks 06 angeordnete
Zuführeinrichtung 09 weist einen Schlitten 61 einer Fördereinrichtung 62 auf, der
in dieser Zuführeinrichtung 09 von einer dem Formzylinder 02 fernen Position in eine
dem Formzylinder 02 näheren Position bewegbar ist. Der im oberen Druckwerk vorzugsweise
unterhalb einer dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 angeordnete Schlitten
61 der Fördereinrichtung 62 überspannt in Axialrichtung des Formzylinders 02 zumindest
die Breite B der Druckform 16 und führt zwischen seiner dem Formzylinder 02 fernen
Position und seiner dem Formzylinder 02 näheren Position vorzugsweise eine lineare
Bewegung aus, wobei der Verfahrweg f des Schlittens 61 der Fördereinrichtung 62 kürzer
ist als die Länge der Druckform 16 und z. B. nur zwischen 10% und 30% der Länge der
Druckform 16 beträgt. Der Verfahrweg f des Schlittens 61 der Fördereinrichtung 62
liegt vorzugsweise im Bereich zwischen 150 mm und 250 mm. Der Schlitten 61 der Fördereinrichtung
62 ist an seinen jeweils einer der beiden Seitenwänden des Gestells 08 der Druckeinheit
01 zugewandten Stirnseiten vorzugsweise in einer zu der Fördereinrichtung 62 gehörenden
Lineareinheit gelagert, wobei mindestens ein Antrieb 69, vorzugsweise jedoch zwei
miteinander synchronisierte Antriebe 69 vorgesehen sind, d. h. an jeder Stirnseite
des Schlittens 61 befindet sich ein Antrieb 69, wobei diese Antriebe 69 z. B. jeweils
als ein Pneumatikzylinder ausgebildet und fernbetätigbar sind. Für weitere Einzelheiten
wird auf die Fig. 15 und 20 bis 23 verwiesen.
[0064] Fig. 34 zeigt in einer perspektivischen Darstellung als Baugruppe die im oberen Druckwerk
anzuordnende Fördereinrichtung 62 mit ihrem Schlitten 61 und den vorzugsweise mehreren
daran angeordneten Sauggreifern 72, wobei diese Sauggreifer 72 in Axialrichtung des
Formzylinders 02 positionsfest angeordnet sind. Fig. 35 zeigt in einer Ausschnittsvergrößerung
einen Teil dieser Baugruppe in ihrem in der Druckeinheit 01 angeordneten Zustand,
wobei der mindestens eine Sauggreifer 72 am Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62
gegen die dem Formzylinder 02 zuzuführende, in einer z. B. ersten Ebene 14 der Zuführeinrichtung
09 angeordnete Druckform 16 angestellt ist. Wie der Fig. 36 entnehmbar ist, wurde
die dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 bei ihrer Anordnung in der z. B.
ersten Ebene 14 der Zuführeinrichtung 09 an vorzugsweise zwei voneinander beabstandeten,
orthogonal in diese erste Ebene 14 ragenden Flächen von Anschlägen 97 diagonalregisterhaltig
ausgerichtet, wobei diese Flächen von Anschlägen 97 an der dem Formzylinder 02 zugewandten
Seite einer in der ersten Ebene 14 der Zuführeinrichtung 09 angeordneten Auflage 63
aufgestellt und in Axialrichtung des Formzylinders 02 in einer selben Flucht angeordnet
sind. Das vorlaufende Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 ist
vorzugsweise nur mit seinen beiden Ecken im Bereich weniger Millimeter, z. B. 1 mm
bis 5 mm, gegen diese Anschläge 97 angestellt, wobei die Anschläge 97 jeweils von
einem steuerbaren Antrieb 99, z. B. einem Pneumatikzylinder angetrieben aus der Zuführebene
der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 zumindest zeitweise entfernbar
sind, was in der Fig. 36 durch einen diese Bewegung darstellenden Pfeil angedeutet
ist. Um die dem Formzylinder 02 zuzuführende Druckform 16 seitenregisterhaltig auszurichten,
ist mindestens ein Seitenanschlag 98 vorgesehen (Fig. 36), gegen welchen die in der
ersten Ebene 14 der Zuführeinrichtung 09 angeordnete, dem Formzylinder 02 zuzuführende
Druckform 16 angestellt wird.
[0065] Nachdem der mindestens eine Sauggreifer 72 die mit Bezug auf den Formzylinder 02
im Diagonalregister und im Seitenregister richtig ausgerichtete, dem Formzylinder
02 zuzuführende Druckform 16 ergriffen hat, befördert die Fördereinrichtung 62 durch
ein Verfahren ihres Schlittens 61 diese Druckform 16 in Richtung der Mantelfläche
des Formzylinders 02 (Fig. 37). In seiner dem Formzylinder 02 nächsten Position, d.
h. einer Endposition für den von der Lineareinheit entlang des z. B. 200 mm langen
Verfahrweges f bewegten Schlitten 61, befindet sich das vorlaufende Ende 24 der dem
Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 in einem geringen Abstand c vor dem Andrückelement
32 oder vorzugsweise vor der Schutzleiste 46 der mit der Zuführeinrichtung 09 zusammenwirkenden
Rollenleiste 31, wobei dieser Abstand c im Bereich von wenigen Millimetern liegt,
z. B. zwischen 2 mm und 20 mm. Der mindestens eine am Schlitten 61 angeordnete Sauggreifer
72 hält das vorlaufende Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16
in einem Abstand d von der Mantelfläche des Formzylinders 02 entfernt, wobei dieser
Abstand d z. B. im Bereich von 10 mm und 30 mm liegt. Der mindestens eine am Schlitten
61 angeordnete Sauggreifer 72 führt nun einen zweiten Hub aus und stellt das vorlaufende
Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 gegen die Mantelfläche
dieses Formzylinders 02 an (Fig. 38). Dabei ist der von dem mindestens einen Sauggreifer
72 ausgeführte Hub vorzugsweise größer als der zuvorige Abstand d, den das vorlaufende
Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 von der Mantelfläche des
Formzylinders 02 vor der Ausführung dieses Hubs einnahm, so dass der abgekantete Einhängeschenkel
die Mantelfläche dieses Formzylinders 02 mit einer aufgeprägten Biegespannung berührt.
Die Druckform 16 wird von dem mindestens einen Sauggreifer 72 in einer zu dem Formzylinder
02 gerichteten Wölbung durchgedrückt und damit zumindest an ihrem vorlaufenden Ende
24 gebogen. Zu diesem Zeitpunkt nimmt der Formzylinder 02 eine Winkelposition ein,
in welcher sich die den Kanal 28 dieses Formzylinders 02 öffnende Öffnung 27 in Produktionsrichtung
P dieses Formzylinders 02 ein kurzes Bogenstück weit vor dem Aufstandspunkt A des
abgekanteten Einhängeschenkels am vorlaufenden Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden
Druckform 16 auf der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 befindet, wobei dieses Bogenstück
einen Drehwinkel des Formzylinders 02 z. B. im Bereich zwischen 2° und 30°, vorzugsweise
zwischen 5° und 15° überspannt.
[0066] Wie in Fig. 39 dargestellt, dreht in Fortsetzung des Aufplattvorgangs der Formzylinder
02 in seiner Produktionsrichtung P weiter, wodurch der unter Biegespannung stehende
abgekantete Einhängeschenkel am vorlaufenden Ende 24 der dem Formzylinder 02 zuzuführenden
Druckform 16 in die den Kanal 28 dieses Formzylinders 02 öffnende Öffnung 27 einhakt.
Das Andrückelement 32 der mit der Zuführeinrichtung 09 zusammenwirkenden Rollenleiste
31 ist gegen die Mantelfläche dieses Formzylinders 02 angestellt. Sofern mit der Rollenleiste
31 eine Schutzleiste 46 verbunden ist, nimmt die Schutzleiste 46 ihre von der Mantelfläche
dieses Formzylinders 02 fernere Position ein. Im Fortgang der Drehung des Formzylinders
02 walzt das Andrückelement 32 der Rollenleiste 31 die dem Formzylinder 02 zuzuführende
Druckform 16 vollständig auf der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 auf, bis auch
der Einhängeschenkel am nachlaufenden Ende 23 dieser Druckform 16 in die Öffnung 27
z. B. desselben Kanals 28 eingebracht ist. Der Aufplattvorgang ist damit beendet.
Sobald das Andrückelement 32 der Rollenleiste 31 mit seinem Druckpunkt D auf der dem
Formzylinder 02 zuzuführenden Druckform 16 aufsteht, wird der mindestens eine Sauggreifer
72 von dieser Druckform 16 abgestellt. Der Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 wird
nach dem Loslassen der Druckform 16 vorzugsweise wieder in seine vom Formzylinder
02 ferne Position gefahren.
[0067] Im Gegensatz zu dem Abplattvorgang im unteren Druckwerk wird beim Abplatten im oberen
Druckwerk die Fördereinrichtung 62 mit ihrer Lineareinheit und ihrem Schlitten 61
zum Einsatz gebracht. Zu Beginn des Abplattvorgangs im oberen Druckwerk wird der Schlitten
61 der Fördereinrichtung 62 in seine dem Formzylinder 02 nahe Position gefahren (Fig.
40). Dort wird mindestens eine am Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 angeordnete
Rolle 101 nach der Betätigung einer steuerbaren Stelleinrichtung z. B. durch eine
Hubbewegung in Richtung des Formzylinders 02 ausgefahren, wobei diese Rolle 101 durch
eine Ansteuerung ihrer Stelleinrichtung auf mehrere unterschiedlich hohe Hübe einstellbar
ist und wobei sich diese Rolle 101 bei ihrem ersten, insbesondere maximalen Hub, d.
h. in ihrer Hubendstellung, in einem Abstand i von der Mantelfläche dieses Formzylinders
02 befindet, wobei dieser Abstand i z. B. im Bereich zwischen 10 mm und 50 mm liegt.
Vorzugsweise sind am Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 in Axialrichtung des Formzylinders
02 mehrere voneinander beabstandete z. B. in einer selben Flucht angeordnete Rollen
101 vorgesehen, die gemeinsam oder wahlweise einzeln z. B. durch eine Hubbewegung
jeweils in Richtung des Formzylinders 02 ausfahrbar sind. Die Stelleinrichtung der
Rollen 101 ist vorzugsweise in Verbindung mit den die Sauggreifer 72 bewegenden Antrieben
73 realisiert.
[0068] Der im oberen Druckwerk der Druckeinheit 01 angeordnete Formzylinder 02 wird in eine
derartige erste Winkelposition gedreht, in welcher die Öffnung 28 seines Kanals 27
der Zuführeinrichtung 09 zugewandt ist (Fig. 40). Diese erste Winkelposition befindet
sich in Produktionsrichtung P des Formzylinders 02 ein Bogenstück weit entfernt von
dem Druckpunkt D des gegen die Mantelfläche dieses Formzylinders 02 angestellten Andrückelements
32 der Rollenleiste 31, wobei dieses Bogenstück einen auf die Rotationsachse M des
Formzylinders 02 bezogenen Drehwinkel β im Bereich zwischen 5° ° und 45° überspannt.
Eine vorzugsweise fernbetätigbare im Kanal 27 des Formzylinders 02 angeordnete Halteeinrichtung
gibt den von ihr gehaltenen Einhängeschenkel am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder
02 abzuführenden Druckform 16 frei, so dass sich dieser Einhängeschenkel aus der Öffnung
28 des Kanals 27 dieses Formzylinders 02 löst und durch die Elastizität der biegsamen,
um den Ballen des Formzylinders 02 gewundenen plattenförmigen Druckform 16 springt
und gegen die mindestens eine am Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 angeordnete,
in ihrem Hub vorzugsweise vollständig ausgefahrene Rolle 101 federt. Ein zum nachlaufenden
Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 gerichteter, z. B. seitlich
an oder neben dieser Rolle 101 angeordneter Sensor 78 prüft vorzugsweise berührungslos,
ob sich der Einhängeschenkel am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden
Druckform 16 nach einer Betätigung der im Kanal 27 des Formzylinders 02 angeordneten
Halteeinrichtung tatsächlich aus dem Kanal 27 gelöst hat. Im Fall eines positiven
Prüfungsergebnisses gibt die den Abplattvorgang steuernde Steuereinheit die Fortsetzung
dieses Abplattvorgangs frei.
[0069] Die Fig. 48 und 49 zeigen in einer perspektivischen Darstellung einen Ausschnitt
aus dem z. B. in der Fig. 34 dargestellten, zum oberen Druckwerk gehörenden Schlitten
61 der Fördereinrichtung 62, wobei eine weitere Variante zur Anordnung des Sensors
78 dargestellt ist, wobei mit diesem Sensor 78 geprüft wird, ob sich der Einhängeschenkel
am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 nach einer
Betätigung der im Kanal 27 des Formzylinders 02 angeordneten Halteeinrichtung tatsächlich
aus dem Kanal 27 gelöst hat. In der in den Fig. 48 und 49 gezeigten Variante ist dem
Sensor 78 ein gleichfalls am Schlitten 61 angeordnetes, eigenständig betätigbares
Stellmittel 103 zugeordnet, wobei dieses Stellmittel 103 z. B. als ein pneumatischer
Arbeitszylinder ausgebildet ist, wobei der Sensor 78 vorzugsweise an einem Ende einer
von dem Stellmittel 103 bewegbaren Kolbenstange 104 angeordnet ist, wobei die Kolbenstange
104 zwischen zwei einem Verdrehschutz dienenden Führungsstangen 106 angeordnet sein
kann. Der Sensor 78 nimmt in Abhängigkeit von einer Betätigung des Stellmittels 103
wechselweise zwei fest definierte, unterschiedliche Betriebspositionen ein, wobei
die eine Betriebsposition eingenommen wird, wenn das Stellmittel 103 aktiviert, d.
h. z. B. mit Druckluft beaufschlagt ist, und wobei die andere Betriebsposition eingenommen
wird, wenn das Stellmittel 103 deaktiviert, z. B. nicht mit Druckluft beaufschlagt,
d. h. drucklos geschalten ist. Fig. 48 zeigt den Sensor 78 in derjenigen Betriebsposition,
in welcher das Stellmittel 103 deaktiviert ist, wohingegen Fig. 49 den Sensor 78 in
derjenigen Betriebsposition zeigt, in welcher das Stellmittel 103 aktiviert und damit
die Kolbenstange 104 aus dem Arbeitszylinder ausgefahren ist. Die beiden Betriebspositionen
unterscheiden sich in dem jeweiligen Abstand, den der Sensor 78 im aktivierten oder
deaktivierten Zustand des Stellmittels 103 bis zum aus dem Kanal 27 gelösten Einhängeschenkel
am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 aufweist.
Ein beim Abplattvorgang aktives, von der Steuereinheit ausgeführtes Steuerungskonzept
kann nun vorsehen, dass die Stelleinrichtung der Rolle 101 zuerst betätigt wird, so
dass bei einem ordnungsgemäßen, d. h. störungsfreien Ablauf des Abplattvorgangs zunächst
die dem Sensor 78 zugeordnete Rolle 101 an den aus dem Kanal 27 gelösten Einhängeschenkel
am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 angestellt
wird, wonach dann das diesem Sensor 78 zugeordnete Stellmittel 103 aktiviert wird,
wobei dieses Stellmittel 103 den Sensor 78 in seiner Position verändert und damit
maximal soweit ausfährt, wie die Rolle 101 von ihrer Stelleinrichtung ausgefahren
worden ist. Die Rolle 101 und der Sensor 78 befinden sich damit entweder auf selber
Höhe oder der Sensor 78 bleibt ein wenig hinter der Rolle 101 zurück. Ein Hub des
Sensors 78 ist somit jeweils kleiner oder gleich dem aktuellen Hub der Rolle 101.
Nachdem der Sensor 78 seine zuvor beschriebene Prüfung durchgeführt hat, wird er von
seinem Stellmittel 103 vorzugsweise wieder eingefahren, d. h. in seine deaktivierte
Betriebsposition gebracht. Die Rolle 101 und der Sensor 78 sind damit einzeln und
unabhängig voneinander von der Steuereinheit ferngesteuert relativ zur abzuführenden
Druckform 16 positionierbar.
[0070] Nach einem Vorliegen des Freigabesignals dreht sich der Formzylinder 02 entgegen
seiner Produktionsrichtung P nahezu um eine vollständige Umdrehung, z. B. um 300°
bis etwa 355°, so dass die von der Mantelfläche dieses Formzylinders 02 abzuführende
Druckform 16 mit ihrem vom Formzylinder 02 gelösten nachlaufenden Ende 23 voran zunächst
gegen ein Führungselement 102 und dann entlang desselben geführt zunehmend von diesem
Formzylinder 02 abgeführt wird, wobei dieses Führungselement 102 vorzugsweise mit
der Zuführeinrichtung 09 verbunden ist (Fig. 42). Das Führungselement 102 ist insbesondere
mit derjenigen Auflage 76 der Zuführeinrichtung 09, auf welcher die von dem Formzylinder
02 abgeführte Druckform 16 aufgelegt oder zumindest auflegbar ist, verbunden. Während
dieses Abplattvorgangs wird die vom Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 von
der in ihrer Hubbewegung ausgefahrenen Rolle 101 abgestützt, wobei die Stelleinrichtung
dieser Rolle 101 deren Hub zu diesem Zeitpunkt vorzugsweise auf einen Teilhub reduziert
hat. Dieser Teilhub ist zumindest noch so groß, dass eine im Druckpunkt D des gegen
die Mantelfläche dieses Formzylinders 02 angestellten Andrückelements 32 der Rollenleiste
31 angelegte Tangente G von der Rolle 101 zumindest abschnittsweise überragt wird
(Fig. 41). Der Teilhub liegt z. B. im Bereich zwischen 10% und 50% des Gesamthubs,
d. h. im Bereich zwischen 5 mm und 50 mm, vorzugsweise zwischen 15 mm und 25 mm unterhalb
des auf ihre abgesenkte bzw. eingezogene Ruheposition bezogenen ersten Hubs der Rolle
101, wobei die Rolle 101 bei ihrem ersten Hub den Abstand i von der Mantelfläche des
Formzylinders 02 aufweist (Fig. 40). Die Abstützung der Druckform 16 bei dem zuvor
genannten Teilhub der Rolle 101 bewirkt eine der Schwerkraft entgegen gerichtete Wölbung
dieser vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 entlang ihrer Länge. Die vom
Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 wird also von der mindestens einen Rolle
101 parallel zu ihrer Breite B durchgedrückt. Während dieses Abplattvorgangs ist das
mindestens eine Andrückelement 32 der Rollenleiste 31 gegen die Mantelfläche des Formzylinders
02 angestellt, wodurch die Druckform 16 an der Mantelfläche des Formzylinders 02 gehalten
wird, solange sich noch ein Teil dieser Druckform 16 auf der Mantelfläche des Formzylinders
02 befindet. Am Ende der die Druckform 16 abplattenden Drehung nimmt der Formzylinder
02 mit der mindestens einen an seiner Mantelfläche vorzugsweise schlitzförmig ausgebildeten
Öffnung 28 eine zweite Winkelposition ein, in welcher sich das noch im Kanal 27 gehaltene,
in Produktionsrichtung P gesehene vorlaufende Ende 24 der vom Formzylinder 02 abzuführenden
Druckform 16 ein Bogenstück weit in Produktionsrichtung P des Formzylinders 02 nach
einem Druckpunkt D des mindestens einen Andrückelements 32 der Rollenleiste 31 gegen
die Mantelfläche dieses Formzylinders 02 befindet, wobei dieses Bogenstück einen Drehwinkel
des Formzylinders 02 z. B. im Bereich zwischen 2° und 30°, vorzugsweise zwischen 5°
und 15 überspannt.
[0071] Analog zu den Gegebenheiten im unteren Druckwerk ist auch im oberen Druckwerk eine
vorzugsweise mit dem Gestell 08 der Druckeinheit 01 verbundene Auszugseinrichtung
84 vorgesehen, welche in diesem Fall eine Fangeinrichtung 89 aufweist, welche für
ein nachlaufendes Ende 23 einer vom Formzylinder 02 abgeführten Druckform 16 gleichfalls
ein erstes Führungselement 91 und ein zweites Führungselement 92 aufweist, wobei beide
Führungselemente 91; 92 wiederum im Wesentlichen trichterförmig zueinander angeordnet
sind, und zwar derart, dass das nachlaufende Ende 23 der vom Formzylinder 02 abgeführten
Druckform 16 in den von den beiden Führungselementen 91; 92 ausgebildeten Trichter
eingeführt und damit der Fangeinrichtung 89 zugeführt wird (Fig. 43). Für weitere
Einzelheiten der im oberen Druckwerk angeordneten Auszugseinrichtung 84 wird auf die
Fig. 30 und 31 verwiesen, die sinngemäß anzuwenden sind. Fig. 44 zeigt eine perspektivische
Ansicht der im oberen Druckwerk angeordneten Auszugseinrichtung 84.
[0072] Wie bereits beschrieben, wird die vom Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 gewölbt
abgeführt. Die durch die Drehung des Formzylinders 02 in Richtung der Auszugseinrichtung
84 beförderte, vom Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 wird spätestens zu demjenigen
Zeitpunkt kurzzeitig in ihrer Bewegung gehemmt oder geklemmt, wenn sich der den Einhängeschenkel
am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 haltende
Kanal 27 in Fortsetzung der Drehbewegung des Formzylinders 02 von der zweiten Winkelposition
des Formzylinders 02 entgegen dessen Produktionsrichtung P zum Druckpunkt D des mindestens
einen Andrückelements 32 der Rollenleiste 31 bewegt. Auch die hier wirkende Bremseinrichtung
oder Halteeinrichtung weist einen von einem steuerbaren Antrieb 79 bewegbaren Stempel
81 und ein vorzugsweise ortsfestes Widerlager 82 auf, gegen welches Widerlager 82
der Stempel 81 durch eine Betätigung des Antrieb 79 anstellbar ist (Fig. 34; 42).
In der bevorzugten Ausführung sind der Stempel 81 der Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung
und dessen Antrieb 79 fest am Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 angeordnet. Die
Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung wird von der Steuereinheit deshalb aktiviert,
damit sich der Einhängeschenkel am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder 02 abzuführenden
Druckform 16 aus dem Kanal 27 löst und dieser Einhängeschenkel bei der weiteren Fortsetzung
der Drehbewegung des Formzylinders 02 aus der Öffnung 28 dieses Kanals 27 herausgedrückt
wird (Fig. 45). Zu diesem Zeitpunkt wird das mindestens eine Andrückelement 32 der
Rollenleiste 31 von der Steuereinheit von der Mantelfläche des Formzylinders 02 abgestellt.
Nachdem auch der Einhängeschenkel am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder 02
abzuführenden Druckform 16 aus dem Kanal 27 herausgelöst ist, wird die von der Steuereinheit
gesteuerte Bremseinrichtung oder Halteeinrichtung durch ein Absenken des Stempels
81 wieder deaktiviert, so dass auch der am vorlaufenden Ende 24 der vom Formzylinder
02 abzuführenden Druckform 16 abgekantete Einhängeschenkel in einer sich vom Formzylinder
02 entfernenden Bewegungsrichtung ungehindert durch die Zuführeinrichtung 09 hindurch
geführt werden kann.
[0073] Fig. 46 zeigt einen Ausschnitt eines oberen Druckwerks in einer Druckeinheit 01,
wobei an der Bedienseite dieser Druckeinheit 01 die mit der in diesem Druckwerk angeordneten
Zuführeinrichtung 09 zusammenwirkende Auszugseinrichtung 84 mittels eines Halters
86 am Gestell 08 dieser Druckeinheit 01 angeordnet ist. Die Auszugseinrichtung 84
weist einen im Wesentlichen vertikal ausgerichteten Arm 87 auf, an welchem die
[0074] Fangeinrichtung 89 verfahrbar angeordnet ist. In ihrer am unteren Ende des Armes
87 eingenommenen Betriebsstellung ergreift die Fangeinrichtung 89 den abgekanteten
Einhängeschenkel am nachlaufenden Ende 23 der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform
16 z. B. durch einen Formschluss (Fig. 43). Die sich auch mit ihrem Einhängeschenkel
am vorlaufenden Ende 24 vom Formzylinder 02 gelöste (Fig. 45), von diesem Formzylinder
02 abzuführende Druckform 16 wird - gesteuert von der den Abplattvorgang steuernden
Steuereinheit - durch einen von der Fangeinrichtung 89 ausgeführten Verfahrweg, z.
B. eine Hubbewegung, z. B. vollständig aus der in dem oberen Druckwerk angeordneten
Zuführeinrichtung 09 herausgezogen. Zumindest nachdem die Fangeinrichtung 89 ihre
Betriebsstellung am oberen Ende des Armes 87 erreicht hat, hängt die vom Formzylinder
02 abzuführende Druckform 16 mit ihrem am vorlaufenden Ende 24 abgekanteten Einhängeschenkel
nach unten gerichtet vertikal und vorzugsweise frei hängend an der Bedienseite dieser
Druckeinheit 01 und kann nun von dieser Druckeinheit 01 z. B. durch eine seitliche
Entnahme aus der Fangeinrichtung 89 entfernt werden.
[0075] Fig. 47 zeigt nochmals in einer perspektivischen Ansicht die in Verbindung mit der
Fig. 46 erläuterte Betriebssituation. Die Fangeinrichtung 89 ist in ihrer Betriebsstellung
am oberen Ende des Armes 87 positioniert. Die Auszugseinrichtung 84, insbesondere
deren Fangeinrichtung 89, weist parallel zur Breite B der vom Formzylinder 02 abzuführenden
Druckform 16 eine Breite x auf, die vorzugsweise sehr viel kleiner ist als die Breite
B der Druckform 16 und z. B. nur 20% bis 50%, insbesondere etwa 25% der Breite B der
Druckform 16 beträgt.
[0076] Wie zuvor beschrieben, ist zumindest im oberen Druckwerk eine Vorrichtung zum Abführen
einer Druckform 16 von einem in einem Gestell 08 einer Druckeinheit 01 angeordneten
Formzylinder 02 angeordnet, wobei diese Vorrichtung einen entlang eines Verfahrweges
f von einer dem Formzylinder 02 nahen Position nach einer dem Formzylinder 02 fernen
Position bewegbaren Schlitten 61 aufweist, wobei am Schlitten 61 in Axialrichtung
des Formzylinders 02 mehrere Rollen 101 angeordnet sind, wobei diese Rollen 101 angetrieben
von einer steuerbaren Stelleinrichtung an eine Auflagefläche der vom Formzylinder
02 abzuführenden Druckform 16 angestellt oder zumindest anstellbar sind, wobei die
Rollen 101 in ihrem gegen die Auflagefläche dieser Druckform 16 angestellten Betriebszustand
diese Druckform 16 gegen die Schwerkraft abstützend angeordnet sind. In der bevorzugten
Ausgestaltung dieser Vorrichtung sind auf oder an dem Schlitten 61 zusätzlich zu den
Rollen 101 auch mindestens ein Stempel 81 und ein diesen Stempel 81 steuernder Antrieb
79 angeordnet, wobei dieser mindestens eine Stempel 81 auf die Auflagefläche der vom
Formzylinder 02 abzuführenden, teilweise noch am Formzylinder 02 gehaltenen Druckform
16 eine Stempelkraft, d. h. Druckkraft, ausübend angeordnet ist. Durch die von dem
mindestens einen Stempel 81 auf die vom Formzylinder 02 abzuführende, teilweise noch
am Formzylinder 02 gehaltene Druckform 16 ausgeübte Stempelkraft wird die vom Formzylinder
02 abzuführende Druckform 16 entweder in ihrer Bewegung gebremst oder sogar zumindest
kurzzeitig völlig blockiert. Dabei ist die von dem mindestens einen Stempel 81 auf
die vom Formzylinder 02 abzuführende Druckform 16 ausgeübte Stempelkraft durch eine
Steuerung des Antriebs 79 z. B. auf unterschiedliche Werte einstellbar. Der Schlitten
61 ist an seinen jeweils einer der beiden Seitenwänden des Gestells 08 der Druckeinheit
01 zugewandten Stirnseiten in einer Lineareinheit gelagert. Die Rollen 101 sind von
der steuerbaren Stelleinrichtung vorzugsweise lotrecht zum Verfahrweg f des Schlittens
61 bewegbar. Wie in den Zeichnungen dargestellt, ist der Verfahrweg f des Schlittens
61 gegenüber einer Horizontalen z. B. geneigt, wobei ein Neigungswinkel in einem Bereich
zwischen 15° und 60° liegt. Vorzugsweise ganz zu Beginn des Abplattvorgangs sind die
Rollen 101 von ihrer Stelleinrichtung an der mit Bezug auf den Verfahrweg f dem Formzylinder
02 nahen Position des Schlittens 61 insbesondere vollständig ausgefahren, damit der
aus einem Kanal 27 des Formzylinders 02 gelöste Einhängeschenkel am nachlaufenden
Ende 23 der von diesem Formzylinder 02 abzuführenden Druckform 16 zufolge der Elastizität
dieser gewölbt auf den Formzylinder 02 aufgezogenen Druckform 16 gegen die ausgefahrenen
Rollen 101 federt und damit kontrolliert in einer der unteren Auflage 76 zuführbaren
Position gehalten wird. Danach, wenn die Rollen 101 ihren die vom Formzylinder 02
abzuführende Druckform 16 abstützenden Betriebszustand einnehmen, d. h. während der
Ausführung des Abplattvorgangs, währenddessen sich der Schlitten 61 entlang seines
Verfahrweges f von seiner dem Formzylinder 02 nahen Position nach seiner dem Formzylinder
02 fernen Position bewegt, sind diese Rollen 101 auf einen Teilhub eingestellt, wobei
der Teilhub z. B. um 10% bis 50% geringer ist als der Hub der vollständig ausgefahrenen
Rollen 101. Dabei ist der Teilhub der Rollen 101 insbesondere derart eingestellt,
dass die Rollen 101 mit ihrer Abstützung der vom Formzylinder 02 abzuführenden Druckform
16 eine gegen die Schwerkraft gerichtete Wölbung derselben bewirken.
[0077] In dieser Ausbildung der Vorrichtung zum Abführen einer Druckform 16 von einem in
einem Gestell 08 einer Druckeinheit 01 angeordneten Formzylinder 02 sind alle für
den Abplattvorgang benötigten Antriebe, Stelleinrichtungen und Sensoren vorzugsweise
allein am Schlitten 61 der Fördereinrichtung 62 angeordnet. Dies führt zu einer kompakten,
vereinfachten Bauweise dieser Vorrichtung und macht sie im rauen Milieu eines Druckwerks
einer Druckeinheit 01 weniger störanfällig. Für den Aufplattvorgang und den Abplattvorgang
werden vorzugsweise dieselbe Fördereinrichtung 62 und derselbe Schlitten 61 verwendet,
wenn auch unterschiedliche Komponenten dieses Schlittens 61.
Bezugszeichenliste
[0078]
- 01
- Druckeinheit
- 02
- Formzylinder; Druckwerkszylinder
- 03
- Übertragungszylinder; Druckwerkszylinder
- 04
- Bedruckstoff
- 05
- -
- 06
- Farbwerk
- 07
- Feuchtwerk
- 08
- Gestell
- 09
- Zuführeinrichtung
- 10
- -
- 11
- Umlenkwalze
- 12
- Umlenkwalze
- 13
- Fundament
- 14
- Ebene
- 15
- -
- 16
- Druckform
- 17
- Ebene
- 18
- Ebene
- 19
- -
- 20
- -
- 21
- Fördereinrichtung
- 22
- Schieber
- 23
- nachlaufendes Ende einer Druckform
- 24
- vorlaufendes Ende einer Druckform
- 25
- -
- 26
- Fördereinrichtung
- 27
- Kanal
- 28
- Öffnung
- 29
- -
- 30
- -
- 31
- Rollenleiste
- 32
- Andrückelement
- 33
- Stellmittel
- 34
- Führungselement
- 35
- -
- 36
- Andrückelement
- 37
- Stellmittel
- 38
- Bügel
- 39
- Gummiring
- 40
- -
- 41
- Stange
- 42
- Führungselement
- 43
- Achse
- 44
- Gehäuse
- 45
- -
- 46
- Schutzleiste; Fingerschutzleiste
- 47
- Führungselement
- 48
- Stellmittel
- 49
- Kolbenstange
- 50
- -
- 51
- Verbindungselement
- 52
- Halteelement
- 53
- Anschlag
- 54
- Anschlusselement
- 55
- -
- 56
- Öffnung
- 57
- Schutzleiste
- 58
- Öffnung
- 59
- -
- 60
- -
- 61
- Schlitten
- 62
- Fördereinrichtung
- 63
- Auflage
- 64
- Einhängekante
- 65
- -
- 66
- Schlitz
- 67
- Festanschlag
- 68
- Halteeinrichtung
- 69
- Antrieb
- 70
- -
- 71
- Welle
- 72
- Sauggreifer
- 73
- Antrieb
- 74
- Abstandshalter
- 75
- -
- 76
- Auflage
- 77
- Öffnungsmaul
- 78
- Sensor
- 79
- Antrieb
- 80
- -
- 81
- Stempel
- 82
- Widerlager
- 83
- Oberfläche
- 84
- Auszugseinrichtung
- 85
- -
- 86
- Halter
- 87
- Arm
- 88
- Lineareinheit
- 89
- Fangeinrichtung
- 90
- -
- 91
- Führungselement
- 92
- Führungselement
- 93
- Achse
- 94
- Haken
- 95
- -
- 96
- Aussparung
- 97
- Anschlag
- 98
- Seitenanschlag
- 99
- Antrieb
- 100
- -
- 101
- Rolle
- 102
- Führungselement
- 103
- Stellmittel
- 104
- Kolbenstange
- 105
- -
- 106
- Führungsstange
- A
- Aufstandspunkt
- B
- Breite
- D
- Druckpunkt
- E1
- Ebene
- E2
- Ebene
- G
- Tangente
- M
- Rotationsachse
- P
- Produktionsrichtung
- P1
- Position
- P2
- Position
- T
- Transportrichtung
- a
- Abstand
- b
- Abstand
- c
- Abstand
- d
- Abstand
- e
- Abstand
- f
- Verfahrweg
- g
- Länge
- h
- Höhe
- i
- Abstand
- j
- Abstand
- k
- Abstand
- p
- Spaltweite
- q
- Spaltweite
- s
- Stellweg
- vmin
- Mindestmaß
- vmax
- Maximalmaß
- w
- lichte Weite
- x
- Breite
- y
- Förderlänge
- z
- Stellweg
- α
- Knickwinkel
- β
- Drehwinkel
1. Vorrichtung zum Abführen einer Druckform (16) von einem in einem Gestell (08) einer
Druckeinheit (01) angeordneten Formzylinder (02), mit mehreren in Axialrichtung des
Formzylinders (02) angeordneten Rollen (101), wobei die Rollen (101) diese Druckform
(16) gegen die Schwerkraft abstützend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein entlang eines Verfahrweges (f) von einer dem Formzylinder (02) nahen Position
nach einer dem Formzylinder (02) fernen Position bewegbarer Schlitten (61) vorgesehen
ist, wobei die mehreren Rollen (101) an diesem Schlitten (61) angeordnet sind, wobei
diese Rollen (101) angetrieben von einer steuerbaren Stelleinrichtung an eine Auflagefläche
der vom Formzylinder (02) abzuführenden Druckform (16) angestellt oder zumindest anstellbar
sind, wobei die Auflagefläche eine unbebilderte Fläche der Druckform (16) ist, wobei
die Druckform (16) in ihrem auf dem Formzylinder (02) angeordneten Zustand mit ihrer
Auflagefläche auf der Mantelfläche des betreffenden Formzylinders (02) aufliegt, wobei
die Rollen (101) in ihrem gegen die Auflagefläche dieser Druckform (16) angestellten
Betriebszustand diese Druckform (16) gegen die Schwerkraft abstützend angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Schlitten (61) mindestens ein Stempel (81) und ein diesen Stempel (81) steuernder
Antrieb (79) angeordnet sind, wobei dieser mindestens eine Stempel (81) auf die Auflagefläche
der vom Formzylinder (02) abzuführenden, teilweise noch am Formzylinder (02) gehaltenen
Druckform (16) eine Druckkraft ausübend angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem mindestens einen Stempel (81) auf die vom Formzylinder (02) abzuführende
Druckform (16) ausgeübte Druckkraft durch eine Steuerung des Antriebs (79) auf unterschiedliche
Werte einstellbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitten (61) an seinen jeweils einer der beiden Seitenwänden des Gestells (08)
der Druckeinheit (01) zugewandten Stirnseiten in einer Lineareinheit gelagert ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (101) von der steuerbaren Stelleinrichtung lotrecht zum Verfahrweg (f)
des Schlittens (61) bewegbar sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Verfahrweg (f) des Schlittens (61) gegenüber einer Horizontalen um einen Neigungswinkel
geneigt ist, wobei der Neigungswinkel in einem Bereich zwischen 15° und 60° liegt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (101) von ihrer Stelleinrichtung an der mit Bezug auf den Verfahrweg (f)
dem Formzylinder (02) nahen Position des Schlittens (61) vollständig ausgefahren sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (101) in ihrem vollständig ausgefahrenen Betriebszustand in einem Abstand
(i) von der Mantelfläche des Formzylinders (02) angeordnet sind, wobei dieser Abstand
(i) im Bereich zwischen 10 mm und 50 mm liegt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (101) in ihrem die vom Formzylinder (02) abzuführende Druckform (16) abstützenden
Betriebszustand auf einen Teilhub eingestellt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilhub um 10% bis 50% geringer ist als der Hub der vollständig ausgefahrenen
Rollen (101).
11. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilhub der Rollen (101) derart eingestellt ist, dass die Rollen (101) mit ihrer
Abstützung der vom Formzylinder (02) abzuführenden Druckform (16) eine gegen die Schwerkraft
gerichtete Wölbung dieser Druckform (16) bewirken.
12. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an oder neben zumindest einer der Rollen (101) ein Sensor (78) angeordnet ist, wobei
dieser mindestens eine Sensor (78) prüft, ob sich ein Einhängeschenkel an einem nachlaufenden
Ende (23) der vom Formzylinder (02) abzuführenden Druckform (16) aus einem Kanal (27)
dieses Formzylinders (02) gelöst hat.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sensor (78) ein eigenständig betätigbares Stellmittel (103) zugeordnet ist, wobei
der Sensor (78) in Abhängigkeit von einer Betätigung dieses Stellmittels (103) wechselweise
zwei unterschiedliche Betriebspositionen einnimmt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (78) unabhängig von der zumindest einen zugeordneten Rolle (101) ferngesteuert
relativ zur abzuführenden Druckform (16) positionierbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (78) und das ihm zugeordnete Stellmittel (103) am Schlitten (61) angeordnet
sind.
1. Device for removing a printing plate (16) from a form cylinder (02) arranged in a
frame (08) of a printing unit (01), having a multiplicity of rolls (101) arranged
in the axial direction of the form cylinder (02), the rolls (101) being arranged supporting
this printing plate (16) against the force of gravity, characterised in that a sliding carriage (61) movable along a traverse path (f) from a position near to
the form cylinder (02) to a position remote from the form cylinder (02) is provided,
the multiplicity of rolls (101) being arranged on this sliding carriage (61), these
rolls (101), driven by a controllable adjusting device, being adjusted or at least
adjustable to a bearing surface of the printing plate (16) to be removed from the
form cylinder (02), the bearing surface being an unimaged surface of the printing
plate (16), the printing plate (16) in its state arranged on the form cylinder (02)
lying with its bearing surface on the outer surface of the form cylinder (02) concerned,
the rolls (101) in their operating state adjusted towards the bearing surface of this
printing plate (16) being arranged supporting this printing plate (16) against the
force of gravity.
2. Device according to Claim 1, characterised in that at least one piston (81) and a drive (79) controlling this piston (81) are arranged
on the sliding carriage (61), this at least one piston (81) being arranged exerting
a pressure force on the bearing surface of the printing plate (16), partially still
held on the form cylinder (02), to be removed from the form cylinder (02).
3. Device according to Claim 2, characterised in that the pressure force exerted by the at least one piston (81) on the printing plate
(16) to be removed from the form cylinder (02) is adjustable to different values by
a control of the drive (79).
4. Device according to Claim 1, characterised in that the sliding carriage (61) is supported in a linear unit on its front sides in each
case facing towards one of the two sidewalls of the frame (08) of the printing unit
(01).
5. Device according to Claim 1, characterised in that the rolls (101) of the controllable adjusting device are movable perpendicular to
the traverse path (f) of the sliding carriage (61).
6. Device according to Claim 1, characterised in that the traverse path (f) of the sliding carriage (61) is inclined to a horizontal by
an angle of inclination, the angle of inclination lying in a range between 15° and
60°.
7. Device according to Claim 1, characterised in that the rolls (101) are completely extended by their adjusting device to the position
of the sliding carriage (61) near to the form cylinder (02) with reference to the
traverse path (f).
8. Device according to Claim 1, characterised in that the rolls (101) in their completely extended operating state are arranged at a distance
(i) from the outer surface of the form cylinder (02), this distance (i) lying in the
range between 10 mm and 50 mm.
9. Device according to Claim 1, characterised in that the rolls (101) are adjusted to a partial stroke in their operating state supporting
the printing plate (16) to be removed from the form cylinder (02).
10. Device according to Claim 9, characterised in that the partial stroke is smaller by 10% to 50% than the stroke of the completely extended
rolls (101).
11. Device according to Claim 9, characterised in that the partial stroke of the rolls (101) is adjusted such that the rolls (101) with
their support of the printing plate (16) to be removed from the form cylinder (02)
cause a curvature of this printing plate (16) directed against the force of gravity.
12. Device according to Claim 1, characterised in that a sensor (78) is arranged on or next to at least one of the rolls (101), this at
least one sensor (78) checking whether a suspension arm on a trailing end (23) of
the printing plate (16) to be removed from the form cylinder (02) has detached from
a channel (27) of this form cylinder (02).
13. Device according to Claim 12, characterised in that an independently actuatable control means (103) is assigned to the sensor (78), the
sensor (78) alternatively taking up two different operating positions depending on
an actuation of this control means (103).
14. Device according to Claim 12, characterised in that the sensor (78) is positionable by remote control relative to the printing plate
(16) to be removed independently of the at least one assigned roll (101).
15. Device according to Claim 13, characterised in that the sensor (78) and the control means (103) assigned to it are arranged on the sliding
carriage (61).
1. Système d'évacuation d'une plaque d'impression (16) d'un cylindre porte-plaque (02)
disposé dans un châssis (08) d'une unité d'impression (01), comportant plusieurs rouleaux
(101) disposés dans la direction axiale du cylindre porte-plaque (02), lesdits rouleaux
(101) étant disposés de manière à soutenir ladite plaque d'impression (16) contre
la force de gravité, caractérisé en ce qu'un chariot (61) est prévu, déplaçable le long d'une course de déplacement (f) d'une
position proche du cylindre porte-plaque (02) vers une position distante du cylindre
porte-plaque (02), la pluralité de rouleaux (101) étant disposée sur ce chariot (61),
lesdits rouleaux (101) étant appliqués ou au moins applicables contre une surface
d'appui de la plaque d'impression (16) à évacuer du cylindre porte-plaque (02), par
entraînement par un dispositif de réglage pouvant être commandé, la surface d'appui
étant une surface non gravée de la plaque d'impression (16), la plaque d'impression
(16) reposant par sa surface d'appui sur la surface d'enveloppe du cylindre porte-plaque
(02) concerné quand elle est dans son état de disposition sur le cylindre porte-plaque
(02), les rouleaux (101) étant disposés de manière à soutenir la plaque d'impression
(16) contre la force de gravité quand ils sont dans leur état de service où ils sont
appliqués contre la surface d'appui de ladite plaque d'impression (16).
2. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un poinçon (81) et un entraînement (79) commandant ledit poinçon (81) sont
disposés sur le chariot (61), ledit ou lesdits poinçons (81) étant disposés de manière
à exercer une force de pression sur la surface d'appui de la plaque d'impression (16)
à évacuer du cylindre porte-plaque (02), et restant partiellement maintenue sur le
cylindre porte-plaque (02).
3. Système selon la revendication 2, caractérisé en ce que la force de pression exercée par le ou les poinçons (81) sur la surface d'appui de
la plaque d'impression (16) à évacuer du cylindre porte-plaque (02) peut être réglée
à des valeurs différentes par une commande de l'entraînement (79).
4. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que le chariot (61) est monté dans une unité linéaire sur ses faces frontales opposées
à deux parois latérales correspondantes du châssis (08) de l'unité d'impression (01).
5. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (101) sont déplaçables par le dispositif de réglage pouvant être commandé,
perpendiculairement à la course de déplacement (f) du chariot (61).
6. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que la course de déplacement (f) du chariot (61) forme un angle d'inclinaison avec l'horizontale,
ledit angle d'inclinaison étant compris entre 15° et 60°.
7. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (101) sont complètement sortis de leur dispositif de réglage sur la
position du chariot (61) proche du cylindre porte-plaque (02) par rapport à la course
de déplacement (f).
8. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (101) sont disposés à intervalle (i) de la surface d'enveloppe du cylindre
porte-plaque (02), dans leur état de service où ils sont entièrement sortis, ledit
intervalle (i) étant compris entre 10 mm et 50 mm.
9. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce que les rouleaux (101) sont réglés sur une course partielle dans leur état de service
où ils soutiennent la plaque d'impression (16) à évacuer du cylindre porte-plaque
(02).
10. Système selon la revendication 9, caractérisé en ce que la course partielle est de 10 % à 50 % inférieure à la course des rouleaux (101)
complètement sortis.
11. Système selon la revendication 9, caractérisé en ce que la course partielle des rouleaux (101) est réglée de telle manière que les rouleaux
(101) provoquent par leur soutien de la plaque d'impression (16) à évacuer du cylindre
porte-plaque (02) une incurvation de ladite plaque d'impression (16) opposée à la
force de gravité.
12. Système selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un capteur (78) est disposé contre ou à côté d'au moins un des rouleaux (101), ledit
ou lesdits capteurs (78) contrôlant si une ailette d'accrochage à une extrémité (23)
arrière de la plaque d'impression (16) à évacuer du cylindre porte-plaque (02) s'est
détachée d'un canal (27) dudit cylindre porte-plaque (02).
13. Système selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'un moyen de réglage (103) pouvant être actionné indépendamment est affecté au capteur
(78), ledit capteur (78) occupant en alternance deux positions de service différentes
en fonction d'un actionnement dudit moyen de réglage (103).
14. Système selon la revendication 12, caractérisé en ce que le capteur (78) est positionnable par télécommande relativement à la plaque d'impression
(16) à évacuer indépendamment du rouleau ou des rouleaux (101) correspondants.
15. Système selon la revendication 13, caractérisé en ce que le capteur (78) et le moyen de réglage (103) qui lui est affecté sont disposés sur
le chariot (61).