[0001] Die Erfindung betrifft einen Reflexstreifen zum Anbringen an einem Grundmaterial,
insbesondere an einer Schutzbekleidung für Einsatzkräfte, wobei der Reflexstreifen
einen Grundstreifen aufweist, sowie eine Schutzbekleidung aus atmungsaktivem Grundmaterial
mit einem fest darauf angebrachten Reflexstreifen.
[0002] Einsatzkräfte, wie Feuerwehren und dergleichen, tragen eine Schutzkleidung, die primär
die Aufgabe hat, den Körper vor der Einwirkung von Hitze oder gefährlichen Medien
zu schützen. Eine weitere Aufgabe der Schutzkleidung ist es, eine gute Sichtbarkeit
der betreffenden Person zu gewährleisten, um auch unter schwierigsten Bedingungen
den optischen Kontakt zur betreffenden Person aufrechterhalten zu können. Es gibt
daher gesetzliche Vorschriften über die Anbringung und die Mindestmenge und Mindestanforderungen
von speziellen Markierungen auf der Schutzkleidung, um dies zu gewährleisten. Diese
Anforderungen werden beispielsweise in der europäischen Norm EN 471 in der geltenden
Fassung. Diese Markierungen bestehen in der Regel aus zwei unterschiedlichen Materialien,
nämlich einerseits aus retroreflektierenden Materialien, die in der Regel in silberfarben
oder gelb ausgeführt sind, und fluoreszierende Hintergrundmaterialien, die üblicherweise
gelb ausgeführt sind. Es sind aber auch rote und orange Materialien in Verwendung.
Derartige Reflexstreifen können beispielsweise der
AT 504.357 B1 des Anmelders entnommen werden. Es können aber auch Materialien mit kombinierten
Eigenschaften zur Anwendung kommen, insbesondere Materialaufbauten, die in sich retroreflektierend
und fluoreszierend sind, oder mit fluoreszierendem Hintergrund und darauf aufgebrachten
retroreflektierenden Materialien.
[0003] Die Reflexstreifen an Schutzbekleidung sind üblicherweise aufgenäht oder aufgeklebt.
Sie können jedoch auch als Teil des Oberstoffes in Form eines Einsatzes eingesetzt
sein. Insbesondere die der Befestigung der Reflexstreifen dienenden Nähte sind hierbei
am häufigsten von Verschleiß betroffen, da sie üblicherweise ungeschützt an der Oberfläche
der Schutzbekleidung freiliegen.
[0004] In der
WO 2006/128420 A1 ist eine Schutzbekleidung mit Reflexbändern offenbart, wobei zur Erhöhung der Atmungsaktivität
eine Perforierung vorgesehen ist. In der
DE 91 15 289 U1 wird ein Bekleidungsstück beschrieben, die eine Paspelierung aufweist, die aus reflektierendem
Material gefertigt ist. Diese Paspelierung dient als modisches Accessoire, erfüllt
allerdings die gesetzlichen Vorgaben nicht. Aufgrund der hervorstehenden Paspel sind
diese Reflexeinrichtungen mechanischer Beanspruchung besonders ausgesetzt.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, Reflexstreifen bereitzustellen, die weniger verschleißanfällig
und einfach an der Oberbekleidung anzubringen sind. Des weiteren müssen diese Reflexstreifen
die gesetzlichen Vorgaben erfüllen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Reflexstreifen der eingangs erwähnten
Art dadurch gelöst, dass im Bereich zumindest einer Kante des Grundstreifens zumindest
ein Verstärkungselement angeordnet ist. Dieses Verstärkungselement bewirkt eine -
im Querschnitt gesehene - Erhöhung des Grundstreifens, während die zu schützende Naht,
mit der der Reflexstreifen beispielsweise mit dem Oberstoff der Schutzbekleidung vernäht
ist, an der Basis dieser Erhöhung angebracht ist. Diese Erhöhung bewirkt nun, dass
die auf die Schutzkleidung einwirkenden Umwelteinflüsse, insbesondere mechanische
Kräfte, von der den Reflexstreifen befestigenden Naht ferngehalten werden.
[0007] In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass unter "Reflexstreifen" nicht
nur streifenförmige Markierungen, sondern auch Markierungen mit gekrümmten Kanten,
beispielsweise kreis- oder ellipsenförmige Abzeichen zu verstehen sind.
[0008] Bevorzugterweise ist vorgesehen, dass das zumindest eine Verstärkungselement Teil
des hierbei einlagig ausgeführten Grundstreifens ist und durch eine spezielle Verarbeitung
beispielsweise in Form einer Verdickung durch Verwendung stärkerer und/oder anderer
Garne oder spezieller Webtechniken bei der Herstellung des Grundstreifens erhalten
wird. Diese erleichtert insbesondere die Anbringung des erfindungsgemäßen Reflexstreifens
auf der Schutzbekleidung.
[0009] Alternativ hierzu ist das Verstärkungselement schnurartig, zum Beispiel als Kordel
oder in Form einer anderen Verdickung ausgebildet. Dadurch wird eine wulstartige Erhöhung
der Kante bewirkt, wodurch die den Reflexstreifen befestigende Naht besonders gut
geschützt ist.
[0010] Bei der Herstellung des erfindungsgemäße Reflexstreifens ist in einer weiteren Ausführung
der Erfindung vorgesehen, dass das Verstärkungselement direkt bei der Herstellung
in das Material des Grundstreifens eingebettet oder integriert, insbesondere eingewebt
wird.
[0011] In einer alternativen Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundstreifen
zumindest teilweise doppellagig ausgeführt ist, wobei das Verstärkungselement beispielsweise
mittels zumindest einer parallel zur Umschlagskante verlaufenden Naht in seiner Position
fixiert ist. Hierbei ist entweder der Grundstreifen entlang der Längskante umgeschlagen
und das zumindest eine Verstärkungselement in diesem Umschlag angeordnet und beispielsweise
mittels Naht fixiert, oder aber der Grundstreifen ist zur Gänze doppellagig, beispielsweise
in Form eines Schlauchs gefertigt, wobei wiederum das jeweilige Verstärkungselement
entlang der Faltkante angeordnet und mittels Naht fixiert ist. Die Fixierung des zumindest
einen Verstärkungselementes kann jedoch auch mittels Klebung erfolgen.
[0012] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass zwei
zueinander parallel verlaufende Verstärkungselemente entlang der Kante des Grundstreifens
angeordnet werden, während die den Reflexstreifen fixierende Naht zwischen den beiden
Verstärkungselementen geführt ist. Selbstverständlich können auch mehr als zwei Verstärkungselemente,
die im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind, vorgesehen sein, wobei ein
oder mehrere Nähte in den Rillen zwischen den Verstärkungselementen verlaufen.
[0013] Ebenso ist in einer weiteren Variante vorgesehen, dass das zumindest eine Verstärkungselement
an einem Tragestreifen, insbesondere einem Webband angeordnet ist, wobei der Tragestreifen
im Bereich der Kante des Grundstreifens beispielsweise mittels einer oder mehrerer
Nähte befestigbar ist. Als Tragestreifen wird im Rahmen dieser Anmeldung ein insbesondere
textiles Element mit zumindest einem Verstärkungselement verstanden, das als separates
Element beispielsweise mittels Naht und/oder Klebung, auf dem Grundstreifen anbringbar
ist. Es hat hierbei nicht notwendigerweise eine streifen- oder bandförmige Form, sondern
kann auch eine andere Form aufweisen, beispielsweise kreisringförmig ausgebildet sein.
[0014] Ebenso kann vorgesehen sein, dass der Tragestreifen eine Nahtfahne und eine verdickte
Endstelle aufweist oder der Tragestreifen aus beispielsweise zwei ummantelten Kordeln
oder Verdickungen sowie einem Gewebestreifen dazwischen besteht. Dieser Tragestreifen
wird üblicherweise im Kantenbereich des Reflexstreifens angeordnet und mittels Naht
oder mehrerer Nähte fixiert.
[0015] Der Tragestreifen mit zumindest einem Verstärkungselement ist vorzugsweise aus einem
die Norm EN 471 erfüllendem Material hergestellt und können zu Kontrastzwecken unterschiedliche
Farben und (Reflex)Eigenschaften aufweisen. Insbesondere sollte jedoch die Flamm-
und Hitzebeständigkeit gemäß der EN 469 erfüllt sein.
[0016] Um gegebenenfalls die erforderlichen gesetzlichen Ansprüche zu gewährleisten und
eine besonders gute Sichtbarkeit des Reflexstreifens zu erhalten, ist erfindungsgemäß
vorgesehen, dass auf dem Grundstreifen zumindest in einem Teilbereich der Fläche ein
retroreflektierender Streifen mittels Naht und/oder Klebung aufgebracht ist.
[0017] Der erfindungsgemäße Reflexstreifen hat sich insbesondere in der Verwendung für Schutzbekleidung
für Einsatzkräfte, bestehend aus einem Kleidungsstück aus einem vorzugsweise atmungsaktiven,
reißfesten und schwer brennbaren Grundmaterial, als geeignet erwiesen, wobei der Reflexstreifen
vorzugsweise schwer lösbar darauf angebracht ist.
[0018] Hierbei wird bevorzugterweise der Grundstreifen mit zumindest einer Naht im Bereich
der Längskante auf dem Grundmaterial der Schutzbekleidung befestigt oder in das Grundmaterial
als Einsatz eingenäht oder auf andere Weise eingearbeitet.
[0019] Es ist in einer bevorzugten Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass die den Grundstreifen
auf dem Grundmaterial befestigende Naht gleichzeitig das Verstärkungselement in seine
Position parallel zur Längskante des Grundstreifens fixiert. Dadurch wird die Anzahl
der Nähte und damit der einzelnen Verarbeitungsschritte bei der Fertigung der Schutzbekleidung
bzw. der Anbringung von Reflexstreifen auf die Schutzbekleidung gering gehalten, wodurch
die Herstellungskosten ebenfalls geringer werden.
[0020] Im Folgenden wird anhand von nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen mit zugehörigen
Figuren die Erfindung näher erläutert. Darin zeigen
- Fig. 1
- eine erste Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 2
- eine zweite Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 3
- eine dritte Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 4
- eine vierte Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 5
- eine fünfte Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 6
- eine sechste Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht;
- Fig. 7
- eine siebente Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht; und
- Fig. 8
- eine achte Ausführung in einer perspektivischen Teilansicht.
[0021] In der Fig. 1 ist der erfindungsgemäß Reflexstreifen 10 dargestellt, wobei der Reflexstreifen
10 üblicherweise als Endlosstreifen gefertigt wird. Der Reflexstreifen 10 weist einen
Grundstreifen 1 auf, der bevorzugterweise aus einem schwer entflammbaren, fluoreszierenden
Gewebe mit hoher Atmungsaktivität besteht. Hierbei weist das Material idealerweise
die normmäßig vorgeschriebenen fluoreszierenden und/oder retroreflektierenden Eigenschaften
auf. Ebenso kann der Grundstreifen 1 aus einem nicht-atmungsaktiven Material gefertigt
sein, das gegebenenfalls zur Verbesserung der Atmungsaktivität gelocht ist.
[0022] Auf diesem Grundstreifen 1 ist ein retroreflektierender Streifen 2 angebracht. Dieser
retroreflektierende Streifen 2 kann beispielsweise mittels Klebung angebracht oder
aber auf- oder eingenäht sein (nicht dargestellt).
[0023] Im Bereich der Längskanten 3 des Grundstreifens 1 sind Verstärkungselemente 4 angeordnet,
die bei dieser Ausführungsform der Erfindung einen kreisrunden Querschnitt aufweisen
und somit schnurartig ausgebildet sind. Hierbei sind die Verstärkungselemente 4 in
das Material des Grundstreifens 1 eingewebt oder eingearbeitet. Der Grundstreifen
1 weist entlang seine Längskanten 3 jeweils eine parallel zu den Längskanten 3 verlaufende
Naht 5 auf, mit deren Hilfe der Reflexstreifen 10 auf der Schutzbekleidung (nicht
dargestellt) befestigt wird.
[0024] Bei der in der Fig. 2 dargestellten Variante des erfindungsgemäßen Reflexstreifens
10 sind die Verstärkungselemente 4 ebenfalls im Bereich der Längskanten 3 angeordnet,
wobei hier der Grundstreifen 1 ebenfalls einlagig ausgeführt ist und im Bereich der
Längskanten 3 umgeschlagen ist. In dem Umschlag 6 ist das Verstärkungselement 4 angeordnet
und mittels Naht 5 in seiner Position fixiert. Alternativ oder zusätzlich kann die
Fixierung des zumindest einen Verstärkungselementes 4 in dem Umschlag 6 mittels Klebung
erfolgen.
[0025] Der in Fig. 3 dargestellte Reflexstreifen 10 weist in seinem Kantenbereich zwei parallel
zur Längskante 3 und zueinander angeordnete Verstärkungselemente 4, 4' auf, die bei
dieser Ausführungsform während der Herstellung des Grundstreifens 1 in dessen Material
miteingewebt oder eingearbeitet wurden. Die hier lediglich der Befestigung des erfindungsgemäßen
Reflexstreifens 10 am Untergrund, beispielsweise dem Oberstoff einer Schutzjacke,
dienende Naht 5 ist somit in der durch die beiden Verstärkungselemente 4, 4' gebildete
Senke 7 des Grundstreifens 1 angeordnet und dadurch besonders gut vor Umwelteinflüssen,
insbesondere mechanischer Beanspruchung geschützt.
[0026] Die in der Fig. 4 gezeigte Ausführung des erfindungsgemäßen Reflexstreifens 10 weist
ebenfalls zwei Verstärkungselemente 4, 4' im Bereich jeder Längskante 3 auf, die mittels
zweier Nähte 5, 5' in ihrer Position fixiert sind. Der Grundstreifen 1 ist wie bei
der Ausführung gemäß Fig. 2 umgeschlagen, wobei die Verstärkungselemente 4, 4' in
dem Umschlag 6 angeordnet sind.
[0027] Bei dem Reflexstreifen 10 wie in der Fig. 5 abgebildet ist das Verstärkungselement
4 in einem Tragestreifen 8, insbesondere einem Webband eingebettet, das aus besonders
reißfestem Material (vorzugsweise aus normkonformen Material nach EN 471) gefertigt
ist und um die Kante 3 des Grundstreifens 1 angeordnet wird, um diese zusätzlich vor
Beschädigungen zu schützen. Mittels der Naht 5 wird der Tragestreifen 8 an der Kante
3 des Grundstreifens 1 befestigt, und gegebenenfalls der Reflexstreifen 10 direkt
beispielsweise mit dem Obermaterial einer Schutzjacke vernäht.
[0028] Alternativ hierzu kann vorgesehen sein, dass der Tragestreifen 8 an die Kante 3 des
Grundstreifens 1 geklebt wird, und der Reflexstreifen 10 anschließend mittels der
Naht 5 auf dem Grundmaterial einer Schutzbekleidung befestigt wird, wobei diese Naht
5 wiederum durch das zumindest eine Verstärkungselement 4, 4' geschützt wird.
[0029] In einer nicht eigens dargestellten Variante ist vorgesehen, dass das zumindest eine
Verstärkungselement 4, 4' zwischen Tragestreifen 8 und Grundstreifen 1 im Bereich
der Kante 3 lose angeordnet wird, der Tragestreifen 8 hierbei um die Kante 3 des Grundstreifens
1 umgeschlagen wird, und dieser Aufbau mittels zumindest zweier Nähte 5, 5', die auf
beiden Seiten des Verstärkungselementes 4, 4' verlaufen, fixiert wird.
[0030] Die in der Fig. 6 gezeigte Ausführungsform weist einen Tragestreifen 8 mit zwei zueinander
parallel angeordneten Verstärkungselementen 4, 4' auf, wobei der Tragestreifen 8 wiederum
mittels Naht 5, die bei dieser Variante in einer zwischen den beiden Verstärkungselemente
4, 4' verlaufenden Senke 7 geschützt angeordnet ist, an der Kante 3 des Grundstreifens
1 fixiert wird.
[0031] Gemäß Fig. 7 ist in einer weiteren Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass der
Tragestreifen 8 wiederum an der Kante 3 des Reflexstreifens 10 angeordnet ist, ohne
um diese umgeschlagen zu sein, wobei das Verstärkungselement 4 an der der Befestigungsnaht
5 abgewandten Seite des Tragestreifens 8 angeordnet ist. Ebenso kann jedoch auch vorgesehen
sein, dass das Verstärkungselement 4 zwischen Kante 3 und Naht 5 angeordnet ist.
[0032] In der Fig. 8 schließlich ist ein Tragestreifen 8 mit zwei Verstärkungselementen
4, 4' abgebildet, wobei die Befestigungsnaht 5 in der Senke 7 zwischen den Verstärkungselementen
4, 4' verläuft.
[0033] Selbstverständlich sind die oben beschriebenen Ausführungsformen nicht einschränkend
zu betrachten. Insbesondere kann zusätzlich vorgesehen sein, dass eine allfällige
Naht, über die der retroreflektierende Streifen an dem Grundstreifen befestigt ist,
ebenfalls über ein in unmittelbarer Nachbarschaft angeordnetes weiteres, insbesondere
schnurartiges Verstärkungselement gegen Abnützung geschützt wird. Ebenso kann vorgesehen
sein, dass das Verstärkungselement einen anderen Querschnitt als den beschriebenen
kreisförmigen aufweist. Ebenso sind die in den Abbildungen dargestellten Nähte einfache
Nähte, selbstverständlich können diese auch als Einfach- oder Mehrfachnähte mit unterschiedlichen
Stichen ausgeführt sein. Grundsätzlich ist die Zahl der Verstärkungselemente, die
in den Grundstreifen ein- oder aufgearbeitet sind, nicht beschränkt. Des weiteren
ist nicht zwingend ein retroreflektierender Streifen, der auf dem Grundstreifen angeordnet
ist, vorgesehen, es können auch einfärbige und/oder einfach reflektierende und/oder
retroreflektierende Markierungen zum Einsatz kommen.
1. Reflexstreifen (10) zum Anbringen an einem Grundmaterial, insbesondere an einer Schutzbekleidung
für Einsatzkräfte, wobei der Reflexstreifen (10) einen Grundstreifen (1) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich zumindest einer Kante (3) des Grundstreifens (1) zumindest ein Verstärkungselement
(4, 4') angeordnet ist.
2. Reflexstreifen (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Verstärkungselement (4, 4') Teil des Grundstreifens (1) ist und
insbesondere in Form einer Verdickung durch Verwendung stärkerer und/oder anderer
Garne oder spezieller Webtechniken bei der Herstellung des Grundstreifens (1) gefertigt
ist.
3. Reflexstreifen (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (4, 4') schnurartig ausgebildet ist.
4. Reflexstreifen (10) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Verstärkungselement (4, 4') in das Material des Grundstreifens
(1) eingebettet, insbesondere eingewebt ist.
5. Reflexstreifen (10) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundstreifen (1) zumindest teilweise doppellagig ausgeführt ist, wobei das Verstärkungselement
(4, 4') mittels zumindest einer parallel zur Kante (3) verlaufenden Naht (5, 5') in
seiner Position fixiert ist.
6. Reflexstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Verstärkungselement (4, 4') an einem Tragestreifen (8) angeordnet
ist, wobei der Tragestreifen(8) im Bereich der Kante (3) des Grundstreifens (1) befestigbar
ist.
7. Reflexstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Grundstreifen (1) zumindest in einem Teilbereich der Fläche ein retroreflektierender
Streifen (2) mittels Naht (5, 5') und/oder Klebung aufgebracht ist.
8. Schutzbekleidung für Einsatzkräfte, bestehend aus einem Kleidungsstück aus einem vorzugsweise
atmungsaktiven, reißfesten und schwer brennbaren Grundmaterial mit einem darauf angebrachten
Reflexstreifen (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7.
9. Schutzbekleidung für Einsatzkräfte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundstreifen (1) mit zumindest einer Naht (5, 5') im Bereich der Kante (3) des
Grundstreifens (1) auf dem Grundmaterial der Schutzbekleidung befestigt ist oder in
das Grundmaterial eingenäht oder eingearbeitet ist.
10. Schutzbekleidung für Einsatzkräfte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Naht (5, 5') gleichzeitig das Verstärkungselement (4, 4') in seiner
Position parallel zur Kante (3) des Grundstreifens (1) fixiert.