[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen einer Verpackung gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie auf eine zum Durchführen dieses Verfahrens
geeignete Tiefziehverpackungsmaschine und auf eine durch das Verfahren oder mit der
Tiefziehverpackungsmaschine herstellbare Verpackung.
[0002] Das Herstellen von Verpackungen mittels Tiefziehverpackungsmaschinen ist weit verbreitet.
Eine solche Tiefziehverpackungsmaschine, bei der Verpackungsmulden in eine meist aus
Kunststoff bestehende Verpackungsfolie tiefgezogen und mit einem Produkt befüllt werden,
ist in der
DE 10 2007 013 698 A1 beschrieben.
[0003] Die
DE 10 2007 013 698 A1 offenbart bereits, dass die Eigenschaften der Verpackung, insbesondere die Gasdurchlässigkeit
des Verpackungsmaterials, einen erheblichen Einfluss auf die Haltbarkeit von in der
Verpackung enthaltener, verderblicher Ware haben kann. Bei dieser Ware kann es sich
insbesondere um Lebensmittel handeln.
[0004] Verfahren zur Produktion von Verpackungen mit Gasbarriereschichten sind in der
WO 02/074628 A1, der
WO 2008/092692 A1 sowie in der
EP 2 067 717 A1 offenbart. Dabei sieht lediglich die erstere eine Beschichtung der Verpackungsmulden
nach deren Ausformung vor. Bei den beiden anderen Dokumenten ist die Gasbarriereschicht
bereits im Rohmaterial, aus dem die Verpackung hergestellt wird, vorgesehen.
[0005] Die
EP 0 872 164 B1 und die
WO 2008/0466553 A1 offenbaren Geräte zur Erzeugung von Mikrowellenplasmen. Diese beiden Dokumente deuten
an, dass Werkstücke durch eine Plasmabehandlung beschichtet werden können, bei der
sie dem durch die Geräte erzeugten Mikrowellenplasma ausgesetzt werden. Allerdings
findet sich in den beiden Dokumenten keinerlei Bezug zu Verpackungen oder Verpackungsverfahren.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Herstellen einer Verpackung
und eine Tiefziehverpackungsmaschine dahingehend zu verbessern, dass mit konstruktiv
möglichst einfachen Mitteln eine längere Haltbarkeit der verpackten Produkte erzielt
wird.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
durch eine Tiefziehverpackungsmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 7. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest die Innen-und/oder
die Außenseite der Verpackungsmulde nach dem Formen der Verpackungsmulde mit einer
Barriereschicht beschichtet wird. Diese Gas-Barriereschicht beeinflusst die Gasdurchlässigkeit
der Verpackungsfolie, insbesondere die Durchlässigkeit für Sauerstoff. Indem sie den
Durchtritt von Sauerstoff durch die Verpackungsfolie vermindert, verlängert die Barriereschicht
die Haltbarkeit eines verpackten Produkts. Das Aufbringen der Barriereschicht auf
die Verpackungsmulde nach dem Formen der Verpackungsmulde hat gegenüber der theoretisch
ebenfalls möglichen Verwendung einer bereits vor dem Formen der Verpackungsmulde beschichteten
Verpackungsfolie den Vorteil, dass eine übermäßige Dehnung und Belastung der Barriereschicht
beim Formen der Verpackungsmulde vermieden wird. Dies erlaubt es, bei der Erfindung
auch sehr dünne Barriereschichten einzusetzen.
[0009] In einer Variante der Erfindung erfolgt die Beschichtung mit der Gas-Barriereschicht
noch vor dem Befüllen der Verpackungsmulde mit einem Produkt. Auf diese Weise kann
die Beschichtung ohne die möglicherweise störende Anwesenheit des Produkts durchgeführt
werden.
[0010] Zusätzlich oder alternativ kann das Beschichten der Außenseite der Verpackung, d.h.
der Verpackungsmulde und/oder einer die Verpackungsmulde verschließenden Oberfolie,
nach der Herstellung der gesamten Verpackung erfolgen, d.h. nach dem Verschließen
der Verpackungsmulde mit der Oberfolie. Diese Variante hat den Vorteil, dass damit
auch sehr dünne oder flexible Folien beschichtet werden können, insbesondere Skinfolien.
Nach dem Anlegen der als Oberfolie verwendeten Skinfolie an das Produkt unter einem
Vakuum kann sich die Skinfolie nicht mehr bewegen. Auf diese Weise wird ein Abplatzen
der erst nachträglich aufgebrachten Gas-Barriereschicht vermieden.
Vorzugsweise hat die Barriereschicht eine Sauerstofflässigkeit von weniger als 10
ccm pro (m
2 x 24 Stunden x Druckunterschied [bar]). Mit anderen Worten tritt in diesem Fall pro
1 bar Druckunterschied in 24 Stunden ein Volumen von weniger als 10 ccm durch jeden
Quadratmeter der mit der Barriereschicht versehenen Verpackungsfolie auf. Diese sehr
geringe Sauerstoffdurchtrittsrate gewährleistet eine sehr lange Haltbarkeit des Produkts
in der Verpackung.
[0011] Als besonders günstig hat es sich erwiesen, wenn das Beschichten der Verpackungsmulde
mit der Barriereschicht mittels einer Plasmabeschichtung erfolgt. Diese Art der Verpackung
erlaubt es, äußerst gasundurchlässige Barriereschichten auch auf kompliziert geformte
Verpackungen in durchgehend konstanter Stärke aufzubringen.
[0012] Das für die Plasmabeschichtung erforderliche Plasma kann beispielsweise in einer
zum Herstellen der Verpackung verwendeten Verpackungsmaschine selbst erzeugt werden.
Damit wird die Plasmabeschichtungsvorrichtung in die Verpackungsmaschine integriert,
und die gesamte Verpackungsmaschine wird deutlich kompakter, als wenn eine zusätzliche
Plasmabeschichtungsanlage vorgesehen wäre.
[0013] Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders geeignet zur Verwendung einer biologisch
abbaubaren Verpackungsfolie. Sehr geringe Gasdurchtrittsraten ließen sich auch mit
herkömmlichen Mehrschichtfolien erreichen, beispielsweise einer EVOH-Folie (Ethylen-VinylAlkohol-Folie).
Diese hatten jedoch den Nachteil, dass sie vergleichsweise dick sein mussten, und
dass die Gasbarriereschicht bei der EVOH-Folie feuchtigkeitsempfindlich war. Folglich
konnte sich diese Barriereschicht wieder stärker gasdurchlässig werden, wenn beispielsweise
feuchte Lebensmittel in der Verpackung enthalten waren. Damit reduzierte sich die
Haltbarkeitsdauer.
[0014] Biologisch abbaubare Folien, beispielsweise Folien aus Biokunststoff wie z.B. PLA
(Polylactid, Polymilchsäure) sind üblicherweise sehr gasdurchlässig. Das erfindungsgemäße
Verfahren erlaubt es nun, eine sehr dünne Barriereschicht auf diese Folien aufzubringen,
um ihre Gasdurchlässigkeit herabzusetzen, ohne den Vorteil der biologischen Abbaubarkeit
dieser Folien nennenswert zu beeinträchtigen.
[0015] Die Barriereschicht selbst kann beispielsweise SiOx und/oder A10x aufweisen oder
daraus bestehen.
[0016] Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Tiefziehverpackungsmaschine mit einer Formstation
zum Formen von Verpackungsmulden in eine Verpackungsfolie, sowie mit einer Füllstation.
Zwischen der Formstation und der Füllstation und/oder stromabwärts einer Station zum
Verschließen der Verpackungsmulden mit einer Oberfolie ist erfindungsgemäß eine Beschichtungsstation
vorgesehen und dazu ausgebildet, zumindest die Innen- und/oder die Außenseite der
Verpackungsmulde mit einer Barriereschicht zu beschichten. Dadurch werden die vorstehend
beschriebenen Vorteile erzielt.
[0017] Die Beschichtungsstation kann beispielsweise zum Aufbringen einer Barriereschicht
mit einer Dicke von weniger als einem Mikrometer eingerichtet sein. Selbst mit einer
solchen, sehr dünnen Schicht kann die Gasdurchlässigkeit des Verpackungsmaterials
stark, eingeschränkt werden.
[0018] Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Verpackung mit einer aus einer tiefziehbaren
Verpackungsfolie geformten Verpackungsmulde, bei der die Innen- und/oder die Außenseite
der Verpackungsmulde mit einer Barriereschicht beschichtet ist.
[0019] Bereits erläutert worden ist, dass die Verpackungsfolie vorzugsweise biologisch abbaubar
ist.
[0020] Um eine besonders lange Haltbarkeit zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, wenn die
mit der Barriereschicht versehene Verpackungsfolie eine Sauerstoffdurchlässigkeit
von weniger als 10 ccm pro (m
2 x 24 Stunden x Druckunterschied [bar]) aufweist.
[0021] In einer vorteilhaften Variante der Erfindung ist die Barriereschicht feuchtigkeitsunempfindlich.
Damit ist sie besonders geeignet zur Verwendung in einer Verpackung, mit der feuchte
Lebensmittel verpackt werden.
[0022] Die Barriereschicht kann Siliziumoxid (SiOx) und/oder Aluminiumoxid (A10x) aufweisen.
[0023] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher dargestellt. Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Tiefziehmaschine und
- Figur 2
- ein schematischer Schnitt durch eine erfindungsgemäße Verpackung.
[0024] Figur 1 zeigt in schematischer Seitenansicht eine erfindungsgemäße Verpackungsmaschine
1 in Form einer Tiefziehverpackungsmaschine. Die Verpackungsmaschine 1 verfügt über
eine Formstation 2. In der Formstation 2 werden in eine von einer Folienrolle 3 abgezogene
Verpackungsfolie 4 durch Tiefziehen Verpackungsmulden 5 geformt.
[0025] An einer Füllstation oder Einlegestation 6 wird ein Produkt 7 in die Verpackungsmulden
5 eingeführt. Bei diesem Produkt 7 kann es sich um ein Lebensmittel handeln, vorzugsweise
um ein Lebensmittel 7 mit einer gewissen Feuchtigkeit.
[0026] Eine Siegelstation 8 der Verpackungsmaschine 1 dient zum Verschließen der Verpackungsmulden
5 mit einer Oberfolie 9. Die Oberfolie 9, bei der es sich wie bei der Verpackungsfolie
4 um eine siegelfähige Kunststofffolie handeln kann, wird von einer weiteren Folienrolle
10 abgezogen. Über eine Rollenführung 11 gelangt die Oberfolie 9 in die Siegelstation
8.
[0027] In der Siegelstation 8 kann eine hermetisch geschlossene Siegelkammer um die Verpackungsmulde
5 gebildet werden. Diese Siegelkammer wird evakuiert und gegebenenfalls mit einem
Austauschgas begast, bevor ein Siegelwerkzeug die Oberfolie 9 an die Verpackungsmulde
5 ansiegelt, vorzugsweise an die Ränder der Verpackungsmulde 5. Der über die Verpackungsmulde
5 überstehende Teil der Oberfolie 9 kann noch in der Siegelstation 8 von der nun verschlossenen
Verpackung 13 abgetrennt werden. Das Restfoliengitter 14 der Oberfolie 9 wird einem
Restfolienaufwickler 15 zugeführt und dort gesammelt.
[0028] In Produktionsrichtung P stromabwärts der Siegelstation 8 sorgen eine Querschneideeinrichtung
16 und eine Längsschneideeinrichtung 17 für eine Vereinzelung der bisher noch im Verbund
der Verpackungsfolie 4 befindlichen Verpackungen 13. Ein Förderband 18 dient zum Abtransport
der fertigen und vereinzelten Verpackungen 13.
[0029] In Produktionsrichtung P ist zwischen der Formstation 2 und der Füllstation 6 eine
Beschichtungsstation 19 vorgesehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es
sich bei der Beschichtungsstation 19 um eine Plasmabeschichtungsstation 19. Die in
die Verpackungsmaschine 1 integrierte Beschichtungsstation 19 verfügt über eine beispielsweise
aus der
WO 2008/046553 A1 bekannte Plasma-Erzeugungsvorrichtung 20, die in Figur 1 ebenfalls nur schematisch
dargestellt ist. Das mittels der Plasma-Erzeugungsvorrichtung 20 erzeugte Plasma wird
eingesetzt, um die Innen- und/oder die Außenseite der Verpackungsmulden 5 in der Beschichtungsstation
19 mittels einer Plasmabeschichtung oder durch eine plasmaunterstützte chemische Gasphasenabscheidung
(PECVD) mit einer dünnen Barriereschicht zu beschichten.
[0030] Im Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. beim Betrieb der in
Figur 1 gezeigten Verpackungsmaschine 1 wird diese Verpackungsmaschine 1 taktweise
bzw. zyklisch betrieben. In jedem Arbeitstakt wird ein Abschnitt der Verpackungsfolie
4 von der Folienrolle 3 abgezogen. Beim Stillstand der Verpackungsfolie 4 schließt
sich die Formstation 2, um eine Verpackungsmulde 5 oder ein Feld von nebeneinander
liegenden Verpackungsmulden 5 in die Verpackungsfolie 4 tiefzuziehen.
[0031] Beim Weitertransport gelangen die Verpackungsmulden 5 in die Beschichtungsstation
19, in der ihre Innen- und/oder ihre Außenseite mit einer dünnen Gasbarriereschicht
versehen wird.
[0032] Nachdem die Verpackungsmulden 5 in der Füllstation 6 mit einem Produkt 7 befüllt
wurden, gelangen sie in die Siegelstation 8. Dort wird ein Vakuum in den Verpackungsmulden
5 erzeugt und/oder ein Austauschgas(-gemisch) in die Verpackungsmulden 5 geführt,
bevor die Verpackungsmulden 5 mit der Oberfolie 9 gasdicht versiegelt werden. Beim
Weitertransport der nun verschlossenen Verpackungen 13 in Produktionsrichtung P werden
die Verpackungen 13 mittels der Quer- und Längsschneideeinrichtungen 16, 17 vereinzelt.
[0033] Figur 2 zeigt einen schematischen Vertikalschnitt durch ein Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Verpackung 13, die mit der Verpackungsmaschine 1 hergestellt werden
kann. Die Verpackung 13 weist eine Verpackungsmulde 5 auf, die durch Tiefziehen in
die Verpackungsfolie 4 eingeformt ist. Bei der Verpackungsfolie 4 handelt es sich
im dargestellten Ausführungsbeispiel um eine Verpackungsfolie aus einem biologisch
abbaubaren Kunststoff, auch bezeichnet als Biokunststoff oder Bioplastic. Beispielsweise
kann es sich dabei um PLA (Polyactid, Polymilchsäure) handeln.
[0034] Die Verpackungsmulde 5 verfügt über eine Innenseite 21 und eine Außenseite 22. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur die Innenseite 21 in der Plasma-Beschichtungsstation
19 mit einer Gasbarriereschicht 23 versehen worden. Die Gasbarriereschicht 23 hat
eine Dicke von weniger als einem Mikrometer. Sie ist feuchtigkeitsunempfindlich, d.h.
sie ändert ihre Eigenschaften unter dem Einfluss von Feuchtigkeit nicht. Die Barriereschicht
23 kann aus SiOx oder aus AIOx bestehen. Der mit der Barriereschicht 23 versehende
Bereich der Verpackungsfolie 4 hat eine Gasdurchlässigkeit insbesondere für Sauerstoff
von weniger als 10 ccm pro (m
2 x 24 Stunden x Druckunterschied [bar]). Damit wird gewährleistet, dass nur eine verschwindend
geringe Menge von Sauerstoff in die Verpackung 13 eintreten kann, so dass das in der
Verpackung 13 enthaltene Produkt 7 eine lange Haltbarkeit erhält.
[0035] Auf die Ränder 24 der Verpackungsmulde 5 ist eine Oberfolie 9 aufgesiegelt, die ebenfalls
für einen gasdichten Verschluss der Verpackung 13 sorgt.
[0036] Ausgehend von dem dargestellten Ausführungsbeispiel können die erfindungsgemäße Verpackungsmaschine
1, das erfindungsgemäße Verfahren oder die erfindungsgemäße Verpackung 13 in vielfacher
Hinsicht verändert werden. Insbesondere ist es denkbar, die Barriereschicht 23 nicht
oder nicht nur auf der Innenseite 21 der Verpackungsmulde 5 aufzubringen, sondern
zusätzlich oder stattdessen auf der Außenseite 23 der Verpackungsmulde 5. Durch ein
Aufbringen der Barriereschicht 23 auf beiden Seiten 21, 22 der Verpackungsmulde 5
kann eine besonders gasdichte Verpackung 13 zur Verfügung gestellt werden.
[0037] Bereits erwähnt wurde, dass zusätzlich oder alternativ zu der in Figur 1 gezeigten
Beschichtungsstation auch eine Beschichtungsstation 19 stromabwärts von der Siegelstation
8 angeordnet sein kann, insbesondere also zwischen der Siegelstation 8 und der Trenneinrichtung
16. Diese Variante bietet sich insbesondere dann an, wenn als Oberfolie 9 eine sehr
dünne Folie verwendet wird, beispielsweise einer Skinfolie, die erst nach dem Aufbringen
auf die Verpackungsmulde 5 eine genügend hohe Formstabilität hat. In einer stromabwärts
der Siegelstation 8 gelegenen Beschichtungsstation 19 kann die gesamte Außenseite
der Verpackung 13 mit einer Gas-Barriereschicht 23 versehen werden, d.h. die Außenseite
22 der Verpackungsmulde 5 sowie die Außenseite der Oberfolie 9.
[0038] In einer weiteren Variante ist es denkbar, dass auch die Außen- und/oder die Innenseite
der Oberfolie 9, d.h. die der Verpackungsmulde 5 ab- bzw. zugewandte Seite der Oberfolie
9, mit einer Gas-Barriereschicht 23 beschichtet wird. Zu diesem Zweck kann eine (weitere)
Beschichtungsstation 19 im Bereich der Zuführung der Oberfolie 9 zur Siegelstation
8 vorgesehen sein.
[0039] Des Weiteren ist es denkbar, als Gas-Barriereschicht 23 eine Aluminiumschicht vorzusehen,
die durch Bedampfen auf die Verpackungsmulde 5 und/oder auf die Oberfolie 9 aufgebracht
wird. Nachteilig an einer Aluminiumbeschichtung ist jedoch unter Umständen, dass die
damit beschichteten Bereiche der Verpackung 13 nicht mehr durchsichtig sind. Eine
Beschichtung beispielsweise mit Aluminiumoxid und/oder Siliziumoxid hat demgegenüber
den Vorteil, dass ein Transparenzverlust von nur maximal 20 Prozent auftritt, so dass
auch die mit der Barriereschicht 23 versehenen Bereiche der Verpackung 13 weiterhin
durchsichtig bleiben.
1. Verfahren zum Herstellen einer Verpackung (13), wobei eine Verpackungsmulde (5) in
einer Verpackungsfolie (4) geformt und mit einem Produkt (7) befüllt wird, bevor die
Verpackungsmulde (5) mit einer Oberfolie (9) verschlossen wird, wobei zumindest die
Innen- und/oder die Außenseite (21, 22) der Verpackungsmulde (5) nach dem Formen der
Verpackungsmulde (5) mit einer Barriereschicht (23) beschichtet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschichten der Verpackungsmulde (5) mit der Barriereschicht (23) mittels einer
Plasmabeschichtung erfolgt und das Plasma in einer zum Herstellen der Verpackung (13)
verwendeten Verpackungsmaschine (1) erzeugt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen- und/oder die Außenseite (21, 22) der erpackungsmulde (5) vor dem Befüllen
der Verpackungsmulde (5) mit der Barriereschicht (23) beschichtet wird.
3. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenseite (22) der Verpackungsmulde (5) und/oder die Außenseite der Oberfolie
(9) nach dem Verschließen der Verpackungsmulde (5) mit der Oberfolie (9) mit der Barriereschicht
(23) beschichtet wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriereschicht (23) eine Sauerstoffdurchlässigkeit von weniger als 10 ccm pro
(Quadratmeter x 24 Stunden x Druckunterschied [bar]) aufweist.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsfolie (4) biologisch abbaubar ist.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Barriereschicht (23) SiOx und/oder AIOx aufweist.
7. Tiefziehverpackungsmaschine (1) mit einer Formstation (2) zum Formen von Verpackungsmulden
(5) in eine Verpackungsfolie (4), und mit einer Füllstation (6) zum Befüllen der Verpackungsmulden
(5) mit einem Produkt (7), wobei stromabwärts der Formstation (2) eine Beschichtungsstation
(19) vorgesehen und dazu ausgebildet ist, zumindest die Innen- und/oder die Außenseite
(21, 22) der Verpackungsmulde (5) mit einer GasBarriereschicht (23) zu beschichten,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsstation (19) eine Plasma-Beschichtungsstation (19) ist.
8. Tiefziehverpackungsmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsstation (19) zwischen der Formstation (2) und der Füllstation (6)
angeordnet ist.
9. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsstation (19) stromabwärts einer Siegelstation (8) zum Versiegeln
der Verpackungsmulden (5) mit einer Oberfolie (9) angeordnet und dazu ausgebildet
ist, die Außenseite (22) der Verpackungsmulde (5) und/oder die Außenseite der Oberfolie
(9) mit der Barriereschicht (23) zu beschichten.
10. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsstation (19) zum Aufbringen einer Barriereschicht (23) mit einer
Sauerstoffdurchlässigkeit von weniger als 10 ccm pro (Quadratmeter x 24 Stunden x
Druckunterschied [bar]) eingerichtet ist.
11. Tiefziehverpackungsmaschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtungsstation (19) zum Aufbringen einer Barriereschicht (23) mit einer
Dicke von weniger als 1 µm eingerichtet ist.
1. Method for manufacturing a package (13), wherein a packaging tray (5) is formed into
a packaging film (4) and filled with a product (7) before the packaging tray (5) is
sealed with a top film (9), wherein at least the inner and / or outer side (21, 22)
of the packaging tray (5) is covered with a barrier layer (23) after the forming of
the packaging tray (5), characterised in that the covering of the packaging tray (5) with the barrier layer (23) is brought about
by means of a plasma covering, and the plasma is generated in a packaging machine
(1) used for manufacturing the packaging (13).
2. Method according to Claim 1, characterised in that the inner and / or outer side (21, 22) of the packaging tray (5) is covered with
the barrier layer (23) before the filling of the packaging tray (5).
3. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the outer side (22) of the packaging tray (5) and / or the outer side of the top
film (9) is covered with the barrier layer (23) after the sealing of the packaging
tray (5) with the top film (9).
4. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the barrier layer (23) has an oxygen permeability level of less than 10 ccm per (square
metre x 24 hours x pressure difference [bar]).
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the packaging film (4) is biodegradable.
6. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the barrier layer (23) has SiOx and / or AlOx.
7. Thermoforming machine (1) with a forming station (2) for forming packaging trays (5)
into a packaging film (4) and with a filling station (6) for filling the packaging
trays (5) with a product (7), wherein a covering station (19) is provided downstream
of the forming station (2), said covering station (19) being arranged to cover at
least the inner and / or outer side (21, 22) of the packaging tray (5) with a gas
barrier layer (23), characterised in that the covering station (19) is a plasma covering station (19).
8. Thermoforming machine according to Claim 7, characterised in that the covering station (19) is arranged between the forming station (2) and the filling
station (6).
9. Thermoforming machine according to one of the Claims 7 or 8, characterised in that the covering station (19) is arranged downstream of a sealing station (8) for sealing
the packaging trays (5) with a top film (9) and is adapted to cover the outer side
(22) of the packaging tray (5) and / or the outer side of the top film (9) with the
barrier layer (23).
10. Thermoforming machine according to one of the Claims 7 to 9, characterised in that the covering station (19) is set up for applying a barrier layer (23) with an oxygen
permeability level of less than 10 ccm per (square metre x 24 hours x pressure difference
[bar]).
11. Thermoforming machine according to one of the Claims 7 to 10, characterised in that the covering station (19) is set up for applying a barrier layer (23) with a thickness
of less than 1 µm.
1. Procédé de fabrication d'un emballage (13) dans lequel une barquette d'emballage (5)
est formée dans un film d'emballage (4) et remplie avec un produit (7), avant que
la barquette d'emballage (5) ne soit refermée à l'aide d'un film supérieur (9), moyennant
quoi au moins le côté interne et/ou externe (21, 22) de la barquette d'emballage (5)
est revêtu avec une couche barrière (23) après la formation de la barquette d'emballage
(5), caractérisé en ce que le revêtement de la barquette d'emballage (5) avec la couche barrière (23) s'effectue
par un revêtement au plasma et le plasma est produit par une machine d'emballage (1)
utilisée pour fabriquer l'emballage (13).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le côté interne et/ou externe (21, 22) de la barquette d'emballage (5) est revêtu
avec la couche barrière (23) avant le remplissage de la barquette d'emballage (5).
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le côté externe (22) de la barquette d'emballage (5) et/ou le côté externe du film
supérieur (9) est revêtu avec la couche barrière (23) après la fermeture de la barquette
d'emballage (5) avec le film supérieur (9).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche barrière (23) présente une perméabilité à l'oxygène inférieure à 10 cm3 par (mètre carré x 24 heures x différentiel de pression [bar]).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le film d'emballage (4) est biodégradable.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche barrière (23) comporte du SiOx et/ou de l'AlOx.
7. Machine d'emballage à emboutissage (1) avec une station de formage (2) pour former
des barquettes d'emballage (5) dans un film d'emballage (4), et avec une station de
remplissage (6) pour remplir la barquette d'emballage (5) avec un produit (7), dans
laquelle une station de revêtement (19) est pourvue en aval de la station de formage
(2) et est conformée pour revêtir au moins le côté interne et/ou externe (21, 22)
de la barquette d'emballage (5) avec une couche barrière pour les gaz (23), caractérisée en ce que la station de revêtement (19) est une station de revêtement au plasma (19).
8. Machine d'emballage à emboutissage selon la revendication 7, caractérisée en ce que la station de revêtement (19) est agencée entre la station de formage (2) et la station
de remplissage (6).
9. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisée en ce que la station de revêtement (19) est agencée en aval d'une station de scellement (8)
pour sceller la barquette d'emballage (5) avec un film supérieur (9) et est conformée
pour revêtir le côté externe (22) de la barquette d'emballage (5) et/ou le côté externe
du film supérieur (9) avec la couche barrière (23).
10. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisée en ce que la station de revêtement (19) applique une couche barrière (23) présentant une perméabilité
à l'oxygène inférieure à 10 cm3 par (mètre carré x 24 heures x différentiel de pression [bar]).
11. Machine d'emballage à emboutissage selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que la station de revêtement (19) applique une couche barrière (23) présentant une épaisseur
inférieure à 1 µm.