[0001] Die Erfindung betrifft ein gattungsgemässes Verfahren zum falten- und knitterfreien
Glätten und Trocknen von Gegenständern, nämlich flächigen Textilien und textilen Formteilen
oder konfektionierter Ware nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung
zur Durchführung des Verfahrens.
[0002] Der Markt für die textile Dienstleistung "Berufskleidungsleasing BKL" erfährt seit
Jahren kontinuierlich hohe Zuwachsraten. Textile Formteile wie Jacken, Kittel, Hosen
etc. für die unterschiedlichsten Berufsgruppen stellen dabei den Hauptanteil. Täglich
werden in Deutschland ca. 2 Mio. Teile bearbeitet. Das Spektrum reicht beispielsweise
von der OP-Bekleidung aus Kliniken oder "BKL-Blauzeug" aus der Kfz-Werkstatt bis zur
Reinraumkleidung für Chiphersteller.
[0003] Die gebrauchten, verschmutzten BKL-Teile werden dabei von Wäschereien regelmäßig
gegen gewaschene und aufbereitete Teile (z.B. Reparatur) beim Kunden vor Ort ausgetauscht.
Als Gewebe für diese Teile hat sich ein Gemisch aus Baumwolle und Polyester in unterschiedlichen
Mengen-Anteilen durchgesetzt. Für Spezialanwendungen kommt auch reines Polyester-Gewebe
zum Einsatz (z.B. Reinraumkleidung).
[0004] Allen zu trocknenden Gegenständen ist gemeinsam, das sie trocken sowie falten- und
knitterfrei ausgeliefert werden müssen. Während des Waschprozesses sind die Teile
einer Temperaturbelastung von 60-80°C und einer mechanischen Belastung ausgesetzt.
Bei Temperaturen grösser 50°C wird dabei die Polyesterfaser plastifiziert und durch
die Waschmechanik verformt. Die dadurch entstehenden Spannungen und Knitter werden
beim anschließenden Spülprozess mit niedrigen Wassertemperaturen teilweise "eingefroren"
und erzeugen deutliche Falten bzw. Knitter bei den Gegenständen.
[0005] Diese Knitterbildung wird mittels einer Skala nach Monsanto quantifiziert (AATCC
124). Nur Formteile mit einer Knitterstufe grösser 3 werden ausgeliefert (Stufe 5:
knitterfrei).
[0006] Die Trocknung und Knitterbeseitigung geschieht nach dem Stand der Technik in sogenannten
"Tunnelfinishern" (
EP 1 889 968 A2,
EP 1 889 969 A2 und
DE 20 2009 005 748 U1). Bei diesen üblichen Tunnelfinishern beträgt dabei die Durchlaufzeit der zu trocknenden
Gegenstände zwischen 300 bis 600 s. Es entsteht überdies Feinstruß (durch den Gasbrenner
in der gasbeheizten Ausführung), ganz abgesehen von der üblichen Aufwirbelung von
Staubpartikel. Ein weiterer Nachteil des derzeitigen Stands der Technik -insbesondere
der zunehmend etablierten Gasfinisherist der relativ hohe Wartungsaufwand zur Reinigung
und Pflege der Gasbrenner (üblicherweise werden bei einem Drei-Modul Finisher auch
drei Gasbrenner benötigt), wobei bei Gasfinishern zusätzlich die Installation einer
Sprinkleranlage empfohlen wird.
[0007] Diese Anlagen bestehen je nach Stundenleistungen aus mehreren, hintereinanderliegenden
Heizzonen, die von den Gegenständen, vorzugsweise Formteilen kontinuierlich durchlaufen
werden. Die Trocknung und Glättung der Formteile geschieht mittels Heißluft, unterstützt
vom sogenanntem Sprühdampf und einer speziellen Luftführung mit hohen Strömungsgeschwindigkeiten
parallel zu den ausgerichteten Teilen.
[0008] Der Gesamtenergiebedarf dieser Finisher ergibt sich aus der elektrischen Leistung
der Umluftanlage, der Dampferzeugung für den Sprühdampf und der Heisslufterzeugung
mittels direkter Gasbeheizung. Den größten Anteil hat dabei die Bereitstellung des
Sprühdampfes (Glättung und verbesserte Wärmeübertragung). Der Dampf wird üblicherweise
zentral in einem sogenannten Kesselhaus mittels Dampfkessel und Dampfleitungen zur
Verfügung gestellt. Ein derartiges Konzept zur Dampfversorgung und zusätzlichen Anlagen
zur Wasserversorgung in dem Kesselhaus erfordert erheblichen Platzbedarf und führt
zu Kohlendioxid-Emisionen.
[0009] Ausserdem benötigt man üblicherweise sog. Vorlaufzeiten zur Erwärmung des Dampfkessels
zur Erzeugung des Heißdampfs vor dem eigentlichen Arbeitsbeginn. Darüber hinaus entstehen
praxisübliche Wärmeverluste, die beispielsweise während des Transports von Heißdampf
entstehen.
[0010] Es ist ein gattungsgemässes Verfahren zum Falten- und knitterfreien Glätten und
Trocknen von Gegenständen bekannt (
US 3 765 580 A), wobei die Gegenstände durch zumindest eine Kammer bewegt und einer IR-Strahlung
von zumindest einem IR-Strahler in einem bestimmten Wellenlängenbereich für 10-150
Sekunden mit einer Leistungsdichte von einem Wert zwischen 1 und 80 Kw/m
2 ausgesetzt werden.
[0011] Die
WO 2007/147 100 A2 offenbart eine ganz spezielle IR-Bestrahlungsquelle und beschäftigt sich nicht im
Detail mit dem gattungsgemässen Verfahren sowie der zu dessen Durchführung dienenden
Vorrichtung.
[0012] Aus der
DE 100 21 011 A1 ist eine Trocknungskammer für einen Tunnel-Finisher offenbart. Hierbei sollen in
einer Dampfkammer die Bekleidungsstücke mit Dampf besprüht werden.
[0013] Aus der
EP 0 965 806 A2 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der gasbetriebene IR-Strahler das Gewebe trocknen
sollen.
[0014] Die
DE 100 64 277 A1 offenbart ein Verfahren zur Beschichtung eines Substrats. Dieses Verfahren arbeitet
zwar auch mit einer Infrarotstrahlung. Allerdings hat es mit dem Gattungsverfahren
zum Trocknen, als Wegführen einer Feuchtigkeit aus den Gegenständen nichts zu tun.
[0015] In der
DE 37 10 787 A1 wird eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Textilbahnen beschrieben. Auch hier
wird eine Infrarotstrahlung, allerdings mit gasbetriebenen Infrarotstrahlern durchgeführt.
Nachdem diese im Gegensatz zu elektrischen Strahlern nicht schnell und in einfacher
Weise gesteuert werden können, ist diese bekannte Vorrichtung für das erfindungsgemässe
Verfahren nicht relevant.
[0016] Aus der
DE 196 54 130 A1 ist eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zum automatischen Glätten oder Trochnen
und Glätten von Kleidungsstücken bekannt, wobei auch Infrarot eingesetzt und zusätzlich
Dampf und/oder Heissluft eingesetzt werden, was die Betriebskosten erheblich erhöht.
[0017] In der
US 3 150 864 A ist eine Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Bekleidungsstücken offenbart, bei der
eine Infrarotstrahlung abgegeben wird. In erster Linie soll diese Infrarotstrahlung
allerdings durch einen gasbetriebenen Strahler erzeugt werden. Zwar soll auch noch
eine zweite Infrarotquelle Einsatz finden, die mit anderer Wellenlänge arbeitet; eine
Steuerung der Strahlungsleistung anhand der tatsächlichen Verteilung der Feuchtigkeit
an den zu trocknenden Gegenständen erfolgt dabei aber nicht.
[0018] Die vorliegende Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfacheres und billigeres
sowie zusätzlich kohlendioxidreduziertes Verfahren zur Trocknung und Glättung von
textilen Gegenständen sowie eine platzsparende Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
vorzuschlagen. Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemässen Verfahren nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 erfindungsgemäss durch dessen kennzeichnende Merkmale, also dadurch
gelöst, dass die Gegenstände durch zumindest eine Kammer bewegt und einer IR-Strahlung
im Wellenlängenbereich von 800 bis 5.000 nm für 10 bis 150 s ausgesetzt werden. Zweckmässige
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0019] Die Erfindung trägt der Hauptgedanke, dass textile Gegenstände zur beschleunigten
Erwärmung mit elektromagnetischer Strahlung im Bereich des Infrarot (IR) -insbesondere
im Wellenlängebereich zwischen 800 bis 5.000 nm- bestrahlt werden, da wegen der in
ihrem Spektrum liegenden Absorptionsbanden des Wassers in wirksamer Weise eine Entwässerung
des Textils stattfindet.
[0020] Zusätzlich erfolgt durch die Absorption der eindringenden kurzwelligen IR-Strahlungsanteile
im Innern der Faser eine spontane Aufheizung und homogene Plastifizierung. Dadurch
werden "eingefrorene" Falten, Spannungen oder Knitter beseitigt bzw. abgebaut, und
die Faser stellt sich in ihre ursprüngliche Form zurück.
[0021] Gegenüber dem Stand der Technik wird kein Sprühdampf mehr benötigt (Dampffreie Wäscherei)
und eine Reduzierung des Energieeinsatzes um 5 bis 25% erreicht.
[0022] Als besonderes Merkmal der IR-Strahler gegenüber dem derzeitigen Stand der Technik
unter Verwendung eines dampf- oder gasbeheizten Tunnelfinishers mit einem Dampf- und
Heißluftgemisch kann genannt werden, dass die IR-Strahler nur dann in Betrieb sein
müssen, wenn auch wirklich textile Gegenstände im Trockner vorhanden sind. Die Strahler
lassen sich innerhalb von Sekunden an- oder abschalten und sind insbesondere für Trocknungsprozesse
mit kurzen Taktzeiten geeignet. Auf die sonst üblichen sog. Vorlaufzeiten beim Stand
der Technik kann verzichtet werden, so dass ein derartiger IR-Strahler einen kleineren
Energiebedarf als die üblichen Dampf- und Gasfinisher aufweist.
[0023] Darüber hinaus werden Wärmeverluste wie beim Stand der Technik durch die Erfindung
vermieden, was zu einer weiteren Energieeinsparung führt. Eine derartig hohe Flexibilität
der Strahlungsquelle erlaubt beispielsweise auch eine vollständige Abschaltung der
IR-Trocknungs-Vorrichtung in Pausenzeiten.
[0024] Zusätzlich dient die IR-Trocknung auch zur Schnelltrocknung von Textilien. Während
beim Stand der Technik die Durchlaufzeit zwischen 300 - 600 s liegt, können unter
Anwendung der IR-Trocknung Behandlungszeiten zwischen 10 - 150 s erzielt werden.
[0025] Da im Gegensatz zum Stand der Technik die Formteile die Vorrichtung einzeln durchlaufen,
kann praktisch auf jegliche individuelle Bearbeitungsbedingung des Formteiles (Flächengewicht;
Faserzusammensetzung, Farbe, Qualitätsanforderungen etc.) eingegangen werden.
[0026] Ein wesentlicher Vorteil ist ferner, dass diese IR-Strahlungsquellen die Forderung
nach der sog. "dampffreien Wäscherei" erfüllen und einen deutlich geringeren Platzbedarf
aufgrund der reduzierten Baugröße benötigen. Diese platzsparende Ausführung der IR-Trocknung
gegenüber den raumfüllenden Tunnelfinishern führt zu weiteren Einsparungen.
[0027] Zusätzlich vermeidet die besondere IR-Strahlungsquelle die Entstehung von Emissionen
und Immisionen, z.B. Feinstruß und führt damit zu einer verbesserten Finishqualität,
insbesondere bei weißen Mischgewebe-Textilien. Jeglicher Wartungsaufwand entfällt
überdies.
[0028] Zusätzlich erfüllt der IR-Strahler, der vorugsweise als Modul ausgebildet ist, höchste
Sicherheitsanforderungen. Überraschenderweise kann mit dem IR-Strahler auf den beim
Stand der Technik üblichen glättenden Sprühdampf verzichtet werden, da die Glättung
auf die besondere Aufheizung und Entwässerung der textilen Faser bei Anwendung der
kurz- und mittelwelligen IR-Strahlung zurückgeführt werden kann. Während beim Stand
der Technik die Polyester-Faser die Erwärmung durch Wärmeübertragung mittels Sattdamf
bzw. Heissluft erfolgt, wird bei der IR-Technik das gesamte Faservolumen gleichzeitig
und homogen durch die eindringende, absorbierte IR-Strahlung aufgeheizt. Der Wirkungsgrad
des Energieeinsatzes wird damit wesentlich verbessert.
[0029] Der Verzicht auf den üblichen Sprühdampf hat die hohe Wirtschaftlichkeit der Verfahrenstechnik
gegenüber dem Stand der Technik zur Folge.
[0030] Ein Beispiel der Erfindung ist nachfolgend angegeben: Die Bestrahlung der Gegenstände,
die vorzugsweise mit ihrer grössten Fläche senkrecht zu der IR-Strahlung ausgerichtet
sind, erfolgt mit einer Leistungsdichte auf der Textiloberfläche von bevorzugt 5 bis
50 kW/m
2 in einem mehrstufigen Prozess. Hierbei sollen bevorzugt aber nicht notwendigerweise
zwei aufeinanderfolgende Stationen in Form der Module vorgesehen werden, wobei zunächst
zur schnellen Vortrocknung mit 10 bis 60 kW/m
2 und sich gegenüberliegenden IR-Strahlern im mittelwelligen Bereich und anschließend
mit reduzierter Leistung im Bereich von 5 - 20 kW/m
2 und sich gegenüberliegenden Modulen im kurzwelligen Bereich getrocknet wird, um eine
ausreichende Glättung des Textils zu erzielen. Je nach gualitätsanforderung können
die beiden unterschiedlichen IR-Strahlungsquellen auch in umgekehrter Reihenfolge
betrieben werden.
[0031] Einstufige Prozesse lassen sich durch integrierten Einbau von kurz- und mittelwelligen
IR-Strahlern in einem Modul darstellen.
[0032] Die gesamte Trocknungszeit beträgt mit der Erfindung ca. 10 bis 150 sec und soll
durch eine intensive Luftströmung mit nicht geheizter Luft unter Verwendung von Ventilatoren
unterstützt werden.
[0033] Bei der Auslegung der IR-Strahler sollte der Strahlerachsenabstand 50 bis 300 mm,
bevorzugt ca. 100mm betragen, um eine ausreichende Erwärmung des textilen Gegenstandes
zu gewährleisten. Als Heizfeldgröße wurde in der Höhe ca. 1.500 bis 1.800 mm und in
der Breite ca. 800 mm definiert, woraus ein gesamter Anschlusswert von ca. 57,6 kW
resultiert. Einzelne parallel angeordnete IR-Strahler können in Abhängigkeit des Flächengewichts
des Gewebes bzw. der Größe der Formteile zu- oder abgeschaltet werden.
[0034] Nach den derzeitigen Erkenntnissen wird die Oberflächentemperatur des Textils -in
Abhängigkeit des Flächengewichts des Gewebes- auf einen Wert im Bereich zwischen 40
und 180 °C eingestellt, um eine Übertrocknung des Textils zu vermeiden. Zur Überwachung
der Grenztemperaturen werden handelsübliche Pyrometer eingesetzt. Dabei ist es erforderlich,
die Oberflächentemperatur an verschiedenen Stellen bzw. Zonen des Gegenstandes, z.B.
Formteiles zu messen und diese als Führungsgröße zur Leistungsregelung der IR-Strahler
zu nutzen. Zur Vermeidung von Übertrocknung und Schmelzschäden muss für jeden Messpunkt
ein freiwählbarer Grenzwert in der Steuerung programmierbar sein.
[0035] Als bevorzugte Strahlungsquelle zur Trocknung kann der Carbon-IR-Strahler dienen,
der mittelwellige Strahlung im Bereich von 1.400 bis 3.500 nm mit sehr kurzen Reaktionszeiten
erzeugt und eine hohe Flächenleistung bei hohem Wirkungsgrad besitzt. Als bevorzugte
Strahlungsquelle zur Glättung sei der kurzwellige Zwillingsrohrstrahler im Bereich
800 bis 1.400 nm genannt, der eine schnelle Aufheizung bei hoher Eindringtiefe in
das Textil vereint.
[0036] Zusammenfassend bietet also die bei der Erfindung eingesetzte Infrarot-Technik den
Vorteil, dass Wärme zur Trocknung und "Entknitterung" des textilen Gegenstandes nur
dort hingelangt, wo sie auch gebraucht wird, mit der optimalen Wellenlänge für das
textile Produkt und im Takt mit dem gesamten Trocknungsprozess einer gewerblichen
Wäscherei. Durch die Übertragung großer Energiemengen in kurzer Zeit wird dem Markt
eine Schnelltrockniingsmethode von Textilien zur Verfügung gestellt. Durch die geringe
Materialbelastung des Textils werden die Wirkungsgrade des Trocknungsprozesses erhöht,
was letztendlich zu einer Energieeinsparung und zur Senkung der Betriebskosten beiträgt.
1. Verfahren zum falten- und knitterfreien Glätten und Trocknen von Gegenständen, nämlich
flächigen Textilien und textilen Formteilen oder konfektionierter Ware, wobei die
Gegenstände durch zumindest eine Kammer bewegt und einer IR-Strahlung von zumindest
einem IR-Strahler im Wellenlängenbereich von 800 bis 5.000 nm für 10 bis 150 s ausgesetzt
werden und wobei die Gegenstände der IR-Strahlung mit einer Leistungsdichte mit einem
Wert zwischen 1 bis 80 kW/m2 ausgesetzt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Gegenstände mit einer mittelwelligen IR-Strahlung zumindest eines ersten elektrisch betriebenen IR-Strahlers im Bereich von 1.400 bis 3.500 nm mit einer Leistungsdichte von 10 bis
60 kW/m2 vorgetrocknet werden, dass die Gegenstände mit einer kurzwelligen IR-Strahlung zumindest
eines zweiten elektrisch betriebenen IR-Strahlers im Bereich von 800 bis 1.400 nm mit einer Leistungsdichte von 5 bis
20 kW/m2 unter Glättung endgetrocknet werden, dass die Oberflächentemperatur an verschiedenen
Stellen bzw. Zonen der Gegenstände gemessen und diese Oberflächentemperatur als Führungsgröße
zur Regelung der Leistung der IR-Strahler genutzt wird und dass das Trocknen von einer
nicht geheizten Luftströmung und ohne Sprühdampf unterstützt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächentemperatur der Gegenstände auf einen Bereich zwischen 40 bis 180°C
eingestellt wird.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 oder 2,
wobei zumindest ein erster IR-Strahler zum Vortrocknen und zumindest ein zweiter IR-Strahler
zum Endtrocknen
- nebeneinander in einer einzigen Kammer zur Ausübung eines einstufigen Prozesses angeordnet
sind oder
- in zwei bezüglich der bewegten Gegenstände hintereinander angeordneten Kammern angeordnet
sind, wobei die erste Kammer der Vortrocknung und die folgende Kammer der Endtrocknung
dient,
dadurch gekennzeichnet,
dass der zumindest eine erste IR-Strahler ein elektrisch betriebener Carbon-IR-Strahler mit der mittelwelligen Strahlung im Bereich von 1.400 bis 3.500
nm ist und eine Heizfeldgröße von 1.500 bis 1.800 mm Höhe und 700 bis 1.000 mm Breite aufweist, dass der zumindest eine zweite IR-Strahler ein elektrisch betriebener IR-Strahler mit der kurzwelligen Strahlung im Bereich von 800 bis 1.400 nm ist und
dass eine Steuerung zur Leistungsregelung der IR-Strahler in Abhängigkeit von einer
an verschiedenen Stellen bzw. Zonen der Gegenstände mittels Pyrometern gemessenen Oberflächentemperatur vorgesehen ist.
1. Method of fold-free and wrinkle-free smoothing and drying of objects, namely planar
textiles and textile pre-formed parts or ready-made goods, wherein the objects are
moved through at least one chamber and exposed for 10 to 150 sec to IR radiation from
at least one IR emitter in the wavelength range of 800 to 5000 nm and wherein the
objects are exposed to IR radiation with a power density of between 1 to 80 kW/m2,
characterized in
that the objects are pre-dried with medium-wave IR radiation of at least a first electrically-operated
IR emitted in a range from 1400 to 3500 nm with a power density of 10 to 60 kW/m2, that the objects are fully dried with short-wave IR radiation of at least a second
electrically-operated IR emitter in the range from 800 to 1400 nm with a power density
of 5 to 20 kW/m2 while being smoothed, that the surface temperature at various point or zones of the
objects is measured and this surface temperature is used as a guideline parameter
for regulating the output of the IR emitter, and that the drying is supported by a
non-heated flow of air and without spray steam.
2. Method according to claim 1 characterized in that the surface temperature of the objects is set for a range between 40 to 180°C.
3. Device for executing the method according to claim 1 or 2, wherein at least one IR
emitter for pre-drying and at least one second IR emitter for final drying
- are arranged next to each other in a single chamber for executing a single-stage
process or
- are arranged in two chambers arranged one behind the other with regard to the objects
being moved, wherein the first chamber is for pre-drying and the following chamber
for final drying,
characterized in
that the at least one first IR emitter is an electrically-operated carbon IR emitter with
medium-wave radiation in the range from 1400 to 3500 nm and has a heat field size
of 1500 to 1800 mm in height and 700 to 1000 mm in width, that the at least one second
IR emitter is an electrically-operated IR emitter with short-wave radiation in the
range from 800 to 1400 nm, and that a controller is provided for the output regulation
of the IR emitters in dependence on a surface temperature measured at various points
or zones of the objects by means of pyrometers.
1. Procédé de lissage et de séchage sans pli et infroissable d'objets, notamment de textiles
plats et de pièces moulées textiles ou de produit confectionné, pour lequel les objets
sont déplacés à travers au moins une chambre et exposés à un rayonnement infrarouge
d'au moins un émetteur à infrarouge dans une gamme de longueurs d'ondes de 800 à 5000
nm pendant 10 à 150 sec et pour lequel les objets sont exposés à un rayonnement infrarouge
avec une puissance volumique d'une valeur se situant entre 1 à 80 kW/m2,
caractérisé en ce
que les objets sont préséchés avec un rayonnement infrarouge à ondes moyennes au moins
d'un premier émetteur à infrarouge fonctionnant électriquement dans une gamme de 1400
à 3500 nm avec une puissance volumique de 10 à 60 kW/m2, que les objets sont définitivement séchés sous lissage avec un rayonnement infrarouge
à ondes courtes au moins d'un deuxième émetteur à infrarouge fonctionnant électriquement
dans la gamme de 800 à 1400 nm avec une densité volumique de 5 à 20 kW/m2, que la température de surface est mesurée à des points ou zones différents des objets
et cette température de surface est utilisée en tant que grandeur de référence pour
la régulation de la puissance de l'émetteur à infrarouge et que le séchage est assisté
par un flux d'air non chauffé et sans vapeur de pulvérisation.
2. Procédé selon la revendication 1 caractérisé en ce que la température de surface des objets est réglée sur une gamme variant entre 40 à
180°C.
3. Dispositif d'exécution du procédé selon la revendication 1 ou 2 pour lequel au moins
un premier émetteur à infrarouge pour le préséchage et au moins un deuxième émetteur
à infrarouge pour le séchage final
- sont disposés l'un à côté de l'autre dans une chambre unique pour exécuter un procédé
en une seule phase ou
- sont disposés dans deux chambres disposées l'une derrière l'autre par rapport aux
objets déplacés, pour lequel la première chambre sert au préséchage et la chambre
suivante au séchage final,
caractérisé en ce
qu'au moins un premier émetteur à infrarouge est un émetteur à infrarouge au carbone
fonctionnant électriquement avec le rayonnement à ondes moyennes dans une gamme de
1400 à 3500 nm et comporte une grandeur de champ de chauffage de 1500 à 1800 mm de
hauteur et de 700 à 1000 mm de largeur, qu'au moins un deuxième émetteur à infrarouge
est un émetteur à infrarouge fonctionnant électriquement avec le rayonnement à ondes
courtes dans une gamme de 800 à 1400 nm et qu'une commande pour la régulation de puissance
de l'émetteur à infrarouge est prévue en fonction d'une température de surface mesurée
au moyen de pyromètres à des points ou zones différents des objets.