| (19) |
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(11) |
EP 2 418 319 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.08.2014 Patentblatt 2014/33 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.05.2011 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Schüttelvorrichtung zum Hin- und Herbewegen einer Walze entlang einer Achsen derselben
Shaking device for reciprocatingly moving a roll along an axis thereof
Dispositif pour agiter un rouleau axialement en va-et-vient
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
11.08.2010 DE 102010039195
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.02.2012 Patentblatt 2012/07 |
| (73) |
Patentinhaber: Voith Patent GmbH |
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89522 Heidenheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schilz, Andreas
52076 Aachen (DE)
- Weyermann, Heinrich Peter
52385 Nideggen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 624 102
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DE-B- 1 123 534
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Walze mit einer Schüttelvorrichtung zum Hin- und Herbewegen
der Walze entlang einer Achse derselben, insbesondere einer Walze für eine Maschine
zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-, Karton- oder Verpackungspapierbahn,
wobei die Schüttelvorrichtung einen ersten, mit der Walze in Richtung der Walzenachse
verbundenen Exzenterantrieb und einen zweiten, mit der Walze in Richtung der Walzenachse
verbundenen Exzenterantrieb aufweist, wobei die beiden Exzenterantriebe von mindestens
einem Motor, vorzugsweise von zwei Motoren, angetrieben sind, wobei die beiden Exzenterantriebe
auf bzw. in einer gemeinsamen und beweglichen bzw. verfahrbaren Einrichtung gelagert
sind, und wobei die Walze und die Einrichtung mittels mindestens einer wenigstens
einteiligen Schüttelstange mittel- oder unmittelbar miteinander verbunden sind.
[0002] Eine derartige Schüttelvorrichtung ist beispielsweise aus der Druckschrift
EP 1 624 102 B1 bekannt.
[0003] Diese weitgehend reaktionskräftefrei arbeitende Schüttelvorrichtung basiert auf direkt
angetriebenen Massenpaaren mittels hochdynamischer Drehstromantriebe mit Winkelgleichlaufregelung,
wobei die Massenpaare in einer hydrostatisch gelagerten Einrichtung, beispielsweise
einem Schlitten, einem Gestell oder einem Rahmen, angeordnet sind. Die beiden Massenpaare
einer derartigen Schüttelvorrichtung können jedoch auch mittels einer, nur einen Antriebsmotor
aufweisende Antriebseinrichtung angetrieben sein. Zudem kann anstelle eines Elektromotors
auch ein Hydraulikmotor eingesetzt werden.
[0004] Durch die Verstellung des Winkels zwischen den beiden Massenpaaren von 0 bis 180°
(in Umlaufrichtung) kann eine an einer Schüttelstange wirkende Massenkraft stufenlos
eingestellt werden. Über die Drehgeschwindigkeit der beiden Massenpaare kann ebenfalls
die Frequenz stufenlos eingestellt werden.
[0005] Die Übertragung der erzeugten Rotationsenergie erfolgt mittels der Schüttelstange
auf eine beispielhafte Brustwalze einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn.
Die Einheit "Schlitten mit Brustwalze" ist ein in horizontaler Richtung - mit einem
gemeinsamen mechanischen Nullpunkt - frei schwingendes System.
[0006] Diese Schüttelvorrichtung weist überdies folgende Eigenschaften auf:
- Hochfrequente Schüttelung
[0007] Auch bei Maschinengeschwindigkeiten von bis zu 1.200 m/min lässt sich die Formation
in der herzustellenden Faserstoffbahn deutlich verbessern.
- Steuerbares Reißlängenverhältnis
[0008] Durch eine Anpassung von Hub und Frequenz der Schüttelung kann das Reißlängenverhältnis
in der herzustellenden Faserstoffbahn in weiten Grenzen frei gewählt werden.
[0009] Es ergibt sich somit folgender allgemeiner Nutzen für den Betreiber der Schüttelvorrichtung:
- Beste Formation in der herzustellenden Faserstoffbahn durch eine gleichmäßige Faserverteilung
bei einer deutlichen Verbesserung der Papierqualität - mit Vorteilen bei der Weiterverarbeitung,
beim Streichen, Imprägnieren und Bedrucken der herzustellenden Faserstoffbahn.
- Verbesserte Dimensionsstabilität durch eine gezielte Faserausrichtung in der herzustellenden
Faserstoffbahn.
- Reduzierte Instandhaltungskosten durch eine geringe Beanspruchung und einen reduzierten
Verschleiß.
[0010] Und der spezifische Nutzen für den Betreiber der Schüttelvorrichtung ist:
- Signifikante Verbesserung der Formation in der herzustellenden Faserstoffbahn.
- Reduzierung des Reißlängenverhältnisses in der herzustellenden Faserstoffbahn.
- Verbesserung von weiteren Qualitätsparametern, wie Berstfestigkeit, Stauchwiderstand
(SCT-CD), etc. in der herzustellenden Faserstoffbahn.
- Keine Reaktionskräfte. Das Fundament muss nur das Eigengewicht der Schüttelvorrichtung
tragen, keine Übertragung von störenden Schwingungen auf weitere Partien der Maschine,
wie beispielsweise auf den Stoffauflauf und die Siebpartie.
- Die Ausführung ist kompakt, robust und gekapselt. Die Einrichtung bzw. der Schlitten
ist vorzugsweise hydrostatisch gelagert, die Schmierung wird systemintegriert nach
dem Umlaufprinzip sichergestellt.
[0011] Nachteilig an dieser bekannten Schüttelvorrichtung sind jedoch die starren, gegebenenfalls
auch gelenkigen Verbindungen zwischen der zu bewegenden Walze und der bewegbaren Einrichtung,
welche die beiden Exzenterantriebe lagert. Die starren Verbindungen unterliegen, wie
dem Fachmann bekannt ist, Ausschlagungen, Schwingungen, Verschleiß und dergleichen.
Auch weisen starre Verbindungen beispielsweise hohe interne Spannungen und Belastungen
auf und bewirken hohe Querkräfte sowohl in den Lagereinheiten der bewegbaren Einrichtung
als auch an dem anderen Ende, namentlich an der zu bewegenden Walze. Weiterhin erfordern
sie hohe und lediglich mit großem Zeitaufwand erreichbare Ausrichtgenauigkeiten. Ein
vorzeitiger Ausfall der Lager, insbesondere der Hauptlager der Schüttelvorrichtung
und/oder der Brustwalzenlager ist regelmäßig die Folge.
[0012] Es ist also Aufgabe der Erfindung, eine Schüttelvorrichtung der eingangs genannten
Art derart zu verbessern, dass die genannten Nachteile des Stands der Technik weitestgehend
reduziert, vorzugsweise sogar gänzlich vermieden werden. Insbesondere soll von dem
Übertragungsmittel, insbesondere der Schüttelstange weitestgehend nur eine axiale
Kraftübertragung erfolgen und die Übertragung von nachteilhaften Querkräften soll
weitestgehend vermieden werden. Überdies soll das bisherige Erfordernis einer hohen
Ausrichtgenauigkeit, insbesondere bei einer starren Verbindung merklich reduziert
werden.
[0013] Diese Aufgabe wird bei einer Walze mit einer Schüttelvorrichtung der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Verbindung zwischen der Walze und der
Einrichtung wenigstens ein zeitweise fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk
umfasst.
[0014] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird auf diese Weise vollkommen gelöst.
[0015] Die erfindungsgemäße Verbindung zwischen der zu bewegenden Walze und der bewegbaren
Einrichtung mittels wenigstens eines zeitweise fixierbaren insbesondere klemmbaren
Kugelgelenks gewährleistet eine weitestgehend axiale Kraftübertragung und vermeidet
wirksam die Übertragung von nachteühaften Querkräften. Und das bisherige Erfordernis
einer hohen Ausrichtgenauigkeit wird auch in dem Falle einer Nachjustierung der beiden
Baueinheiten Walze und Einrichtung merklich reduziert. Die Fixierung, insbesondere
Klemmung des Kugelgelenks findet zumindest während des Betriebs der Schüttelvorrichtung
statt.
[0016] An der Schüttelstange ist zumindest einseitig, vorzugsweise beidseitig je ein zeitweise
fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk angeordnet, wobei die Kugel des einzelnen
Kugelgelenks an der Schüttelstange und die Kugelpfanne des einzelnen Kugelgelenks
an dem benachbarten Mittel vorgesehen sind. Somit kann zumindest die Masse der Schüttelstange
möglichst gering gehalten werden. Selbstverständlich können die Kugelpfanne des einzelnen
Kugelgelenks auch an der Schüttelstange und die Kugel des einzelnen Kugelgelenks an
dem benachbarten Mittel vorgesehen sein.
[0017] Die Kugel des einzelnen Kugelgelenks weist bevorzugt einen Kugeldurchmesser im Bereich
von 75 bis 300 mm, vorzugsweise von 100 bis 250 mm, insbesondere von 120 bis 200 mm,
auf. Diese Durchmesserbereiche stellen einen praktikablen und gangbaren Kompromiss
zwischen der notwendigen Schüttelkraftübertragung bei ausreichender Festigkeit und
Knicksicherheit und der betrieblich erlaubbaren Masse dar.
[0018] Weiterhin erfolgt die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks
bevorzugt an wenigstens zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen
der Kugel des Kugelgelenks. Dabei ist zwischen den beiden kugeligen und vorzugsweise
diametral angeordneten Kugelteilflächen der Kugel des Kugelgelenks bevorzugt ein Zwischenstück
mit einer vorzugsweise zylindrischen oder balligen Grundform ausgebildet, wobei die
Grundform einen maximalen Durchmesser im Bereich von 40 bis 80 %, vorzugsweise von
45 bis 75 %, insbesondere von 50 bis 70 %, des Kugeldurchmessers der Kugel des Kugelgelenks
aufweist. Diese Klemmungsart ist selbst unter erschwerten Betriebsbedingungen gänzlich
ideal. Eine stirnseitige Abflachung der Kugel des Kugelgelenks an der der Schüttelstange
gegenüberliegenden Fläche ist möglich und auch vorteilhaft hinsichtlich einer weiteren
Massereduzierung der Schüttelstange.
[0019] Auch erfolgt die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks, insbesondere
an den wenigstens zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen
der Kugel des Kugelgelenks zumindest einseitig, vorzugsweise zweiseitig. Eine einseitige
Fixierung, insbesondere Klemmung kann beispielsweise mittels eines Bolzen oder ähnlichem
erfolgen, eine beidseitige Fixierung, insbesondere Klemmung hingegen beispielsweise
mittels mindestens zweier Klemmeinheiten. Die jeweilige Fixierung, insbesondere Klemmung
erfolgt in vorteilhafter Weise an den kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten
Kugelteilflächen der Kugel des Kugelgelenks.
[0020] Ferner erfolgt die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks, insbesondere
an den wenigstens zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen
der Kugel des Kugelgelenks bevorzugt mittels einer Klemmkontur, wobei die Kugelpfanne
vorzugsweise einen linearen Klemmkonturenteil und die Kugelteilfläche der Kugel einen
vorzugsweise kegeligen oder sphärischen Klemmkonturenteil aufweist. Diese Geometrien
gewährleisten eine betriebssichere Fixierung, insbesondere Klemmung selbst unter schwierigsten
Betriebsbedingungen, beispielsweise mit größeren Lastwechseln und dergleichen.
[0021] Die Schüttelstange weist bevorzugt einen Stangengrundkörper mit einem Durchmesser
im Bereich von 15 bis 50 %, vorzugsweise von 20 bis 45 %, insbesondere von 25 bis
40 %, des Kugeldurchmessers der Kugel auf. Der Stangengrundkörper der Schüttelstange
kann dabei über einen Großteil seiner Länge hinweg zylinderförmig, tailliert und dergleichen
ausgebildet sein.
[0022] Und zwischen dem Stangengrundkörper der Schüttelstange und der kugeligen Kugelteilfläche
der Kugel des Kugelgelenks ist bevorzugt ein Übergangsbereich mit einem Übergangsradius
im Bereich von 5 bis 50 mm, vorzugsweise von 10 bis 25 mm, insbesondere von 15 bis
18 mm, angeordnet. Ein derartig sanfter Übergang zwischen dem Stangengrundkörper der
Schüttelstange und der kugeligen Kugelteilfläche der Kugel des Kugelgelenks minimiert
eine mögliche Kerbwirkung bei dennoch optimaler Kraft- und Momentübertragung. Der
Übergangsbereich kann eine Oberflächenqualität mit Ra=1,6 µm (Standard) oder Ra=0,8
µm (poliert) aufweisen.
[0023] Die Schüttelstange weist bevorzugt eine Länge im Bereich von 300 bis 3.000 mm, vorzugsweise
von 600 bis 2.500 mm, insbesondere von 800 bis 2.000 mm, auf, da in diesen Längenbereichen
noch eine ausreichende, vorzugsweise optimale Festigkeit und Knicksicherheit gegeben
ist.
[0024] Dabei können die Walze und die Einrichtung mittels einer einteiligen Schüttelstange
mittelbar miteinander verbunden sein. Im Regelfall ist zwischen der Walze und der
Einrichtung zusätzlich noch eine Kupplung vorgesehen.
[0025] Überdies weist die Schüttelvorrichtung bevorzugt eine Schüttelkennzahl im Bereich
von 1.500 bis 6.000 [1000/min] auf, wobei sich die Schüttelkennzahl aus folgender
Formel errechnet:

[0026] Die Einheiten der einzelnen Größen sind dabei wie folgt: Schüttelkennzahl SKZ in
[1000/min], Schüttelfrequenz n in [1/min], Schüttelhub s in [mm] und Siebgeschwindigkeit
v
Sieb in [m/min].
[0027] Und der jeweilige Exzenterantrieb weist bevorzugt ein maximales Antriebsmoment im
Bereich von 100 bis 750 Nm, vorzugsweise von 125 bis 700 Nm, insbesondere von 150
bis 600 Nm, bei einer Schüttelfrequenz von 100 bis 700 1/min, vorzugsweise von 150
bis 600 1/min, und bei einem Schüttelhub von 0,1 bis 30 mm, vorzugsweise von 0,1 bis
25 mm, auf. Diese Eigenschaften sind für das Erreichen der eingangs genannten Vorteile
und Nutzen der Schüttelvorrichtung wesentlich.
[0028] Die Lageregelung der Schüttelvorrichtung kann beispielsweise gemäß der Offenbarung
der bereits genannten Druckschrift
EP 1 624 102 B1 erfolgen. Dabei kann die Einrichtung ein System zur Zentrierung bzw. zur Beibehaltung
eines gemeinsamen Nullpunkts zwischen der Walze und der Einrichtung in Bezug auf von
außen wirkende Störgrößen aufweisen. Als System kann eine von einer Regeleinrichtung
beaufschlagte motorische Verstelleinrichtung vorgesehen sein.
[0029] Die erfindungsgemäße Schüttelvorrichtung lässt sich in hervorragender Weise auch
in einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-,
Karton- oder Verpackungspapierbahn verwenden. Dabei ergeben sich dann die bereits
vorstehend erwähnten erfindungsgemäßen Vorteile.
[0030] Die Maschine kann dabei in einer ersten bevorzugten Ausführungsform als eine eine
Walze, insbesondere eine Brustwalze aufweisende Langsiebmaschine ausgebildet sein.
Dabei bewegt die erfindungsgemäße Schüttelvorrichtung die Walze, insbesondere die
Brustwalze hin und her. Eine derartige Langsiebmaschine ist beispielsweise aus der
Druckschrift
DE 101 16 867 A1 bekannt.
[0031] In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform kann die Maschine als eine mindestens
eine Walze, insbesondere Brustwalze aufweisende Mehrlagenmaschine ausgebildet sein.
Dabei bewegt die erfindungsgemäße Schüttelvorrichtung zumindest eine Walze, insbesondere
eine Brustwalze hin und her. Eine derartige Mehrlagenmaschine ist beispielsweise aus
den Druckschriften
DE 40 31 038 A1,
DE 100 15 828 A1 und
DE 102 23 398 A1 bekannt.
[0032] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
[0033] Es zeigen
- Figur 1
- eine schematische und teilweise geschnittene Seitenansicht einer bekannten Schüttelvorrichtung
zum Hin- und Herbewegen einer Walze für eine Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn;
- Figur 2
- eine schematische und teilweise geschnittene Seitenansicht einer Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Schüttelvorrichtung zum Hin- und Herbewegen einer Walze für eine
Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn;
- Figur 3
- eine schematische Detaildarstellung der in der Figur 2 dargestellten Schüttelvorrichtung;
und
- Figur 4
- eine schematische Detaildarstellung der in der Figur 3 dargestellten Schüttelvorrichtung.
[0034] Die Figur 1 zeigt eine schematische und teilweise geschnittene Seitenansicht einer
bekannten Schüttelvorrichtung 1 zum Hin- und Herbewegen einer Walze 2 für eine nicht
näher dargestellte Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn. Die Walze 2 wird
dabei entlang ihrer Längsachse L hin- und herbewegt.
[0035] Bei der Faserstoffbahn kann es sich insbesondere um eine Papier-, Karton- oder Verpackungspapierbahn
handeln.
[0036] Die Walze 2 ist an schematisch angedeuteten Walzenlagern 3, 4 drehbar und in Axialrichtung,
also entlang ihrer Längsachse L beweglich gelagert. Die Walze 2 ist über eine im Allgemeinen
lösbar ausgestaltete Kupplung 5 mit der Schüttelvorrichtung 1 verbunden. Die Schüttelvorrichtung
1 dient zum Schütteln, also zum Hin- und Herbewegen der Walze 2 entlang ihrer Längsachse
L, wie es durch einen Doppelpfeil A angedeutet ist.
[0037] Die Schüttelvorrichtung 1 weist eine Einrichtung 6, beispielsweise einen Schlitten,
ein Gestell oder einen Rahmen, auf, die an Einrichtungslagern 7, 8 in Richtung des
Doppelpfeils A, also entlang der Längsachse L der Walze 2 beweglich bzw. verfahrbar
gelagert ist.
[0038] Die Einrichtung 6 ist an einem axialen Ende starr mit einer Schüttelstange 9 versehen,
die starr in die Kupplung 5 übergeht, derart, dass eine Hin- und Herbewegung der Einrichtung
6 zu einer entsprechenden Hin- und Herbewegung der Walze 2 führt.
[0039] Hierzu sind an der Einrichtung 6 ein erster Exzenterantrieb 10 und ein zweiter Exzenterantrieb
11 vorgesehen.
[0040] Der erste Exzenterantrieb 10 ist durch ein Paar von Schwungmassenkörpern 13, 14 gebildet,
die symmetrisch zu einer Walzenachse 12 der Walze 2 drehbar in der Einrichtung 6 gelagert
sind und die angetrieben sind, beispielsweise von einem nicht dargestellten ersten
Motor. Der zweite Exzenterantrieb 11 ist durch ein Paar von Schwungmassenkörpern 15,
16 gebildet, die ebenfalls symmetrisch zu der Walzenachse 12 drehbar in der Einrichtung
6 gelagert sind und die angetrieben sind, beispielsweise von einem nicht dargestellten
zweiten Motor. Es kann jedoch auch nur eine, einen Antriebsmotor aufweisende Antriebseinrichtung
zum Antrieb der beiden Paare von Schwungmassekörpern 13, 14; 15, 16 vorgesehen sein.
Die Exzenterlage der beiden Exzenterantriebe 10, 11 ist gegeneinander verstellbar,
um den Hub der Hin- und Herbewegung der Walze 2 einzustellen.
[0041] Die Figur 2 zeigt nun eine schematische und teilweise geschnittene Seitenansicht
einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schüttelvorrichtung 1 zum Hin- und Herbewegen
einer Walze 2 für eine nicht näher dargestellte Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn.
Die Walze 2 wird dabei entlang ihrer Längsachse L hin- und herbewegt.
[0042] Hinsichtlich des allgemeinen konstruktiven Aufbaus der dargestellten Schüttelvorrichtung
1 wird auf die Ausführung und Beschreibung der in der Figur 1 dargestellten Schüttelvorrichtung
1 verwiesen.
[0043] Die Verbindung V zwischen der Walze 2 und der Einrichtung 6 umfasst nun wenigstens
ein zeitweise fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk 17.
[0044] In vorliegender Ausführungsform ist an der Schüttelstange 9 beidseitig, also anfangs-
und endseitig, je ein zeitweise fixierbares, insbesondere klemmbares und eine Kugel
18 und eine Kugelpfanne 19 umfassendes Kugelgelenk 17 angeordnet. Die Kugel 18 des
einzelnen Kugelgelenks 17 ist hierbei an der Schüttelstange 9 und die Kugelpfanne
19 des einzelnen Kugelgelenks 17 an dem benachbarten Mittel, also an der Einrichtung
6 und mittelbar an der Kupplung 5 vorgesehen.
[0045] Die Schüttelstange 9 weist mitsamt ihren beidseitigen Kugeln 18 eine Länge I im Bereich
von 300 bis 3.000 mm, vorzugsweise von 600 bis 2.500 mm, insbesondere von 800 bis
2.000 mm, auf (vgl. Figur 3).
[0046] Und die Walze 2 und die Einrichtung 6 sind mittels einer einteiligen Schüttelstange
9 mittelbar miteinander verbunden. Die mittelbare Verbindung V umfasst., wie bereits
ausgeführt, zumindest noch eine Kupplung 5.
[0047] Weiterhin weist die erfindungsgemäße Schüttelvorrichtung 1 eine Schüttelkennzahl
SKZ im Bereich von 1.500 bis 6.000 [1000/min] auf, wobei sich die Schüttelkennzahl
SKZ aus folgender Formel errechnet:

[0048] Die Einheiten der einzelnen Größen sind dabei wie folgt: Schüttelkennzahl SKZ in
[1000/min], Schüttelfrequenz n in [1/min], Schüttelhub s in [mm] und Siebgeschwindigkeit
v
Sleb in [m/min].
[0049] Der jeweilige Exzenterantrieb 10, 11 weist ein maximales Antriebsmoment M
max im Bereich von 100 bis 750 Nm, vorzugsweise von 125 bis 700 Nm, insbesondere von
150 bis 600 Nm, bei einer Schüttelfrequenz n von 100 bis 700 1/min, vorzugsweise von
150 bis 600 1/min, und bei einem Schüttelhub s von 0 bis 30 mm, vorzugsweise von 0
bis 25 mm, auf.
[0050] Die Figur 3 zeigt eine schematische Detaildarstellung der in der Figur 2 dargestellten
Schüttelvorrichtung 1 zum Hin- und Herbewegen einer nicht näher dargestellten Walze
2 für eine nicht näher dagestellte Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn.
[0051] Die Verbindung V zwischen der Walze 2 und der Einrichtung 6 umfasst nun wenigstens
ein zeitweise fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk 17.
[0052] Die Kugel 18 des jeweiligen Kugelgelenks 17 ist zeitweise in der dazugehörigen Kugelpfanne
19 mittels einer jeweiligen Kugelpfannenscheibe 20 fixierbar, insbesondere klemmbar.
Die einzelne Kugelpfannenscheibe 20 ist mit der Kugelpfanne 19 verbindbar, beispielsweise
mittels mehrerer Schrauben 21.
[0053] Die Figur 4 zeigt eine schematische Detaildarstellung B der in der Figur 3 dargestellten
Schüttelvorrichtung 1.
[0054] Die Verbindung V zwischen der nicht dargestellten Walze 2 und der Einrichtung 6 umfasst
nun wenigstens ein zeitweise fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk 17.
[0055] Deutlich zu erkennen sind das Kugelgelenk 17 mit der an der Schüttelstange 9 angebrachten
Kugel 18 und mit der an der Einrichtung 6 angebrachten Kugelpfanne 19. Überdies sind
die Kugelpfannenscheibe 20 und mehrere Schrauben 21 erkennbar.
[0056] Die Kugel 18 des Kugelgelenks 17 weist einen Kugeldurchmesser D. 18 im Bereich von
75 bis 300 mm, vorzugsweise von 100 bis 250 mm, insbesondere von 120 bis 200 mm, auf.
[0057] Und die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks 17 erfolgt an
zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen 18.1, 18.2
der Kugel 18 des Kugelgelenks 17. Dabei ist zwischen den beiden kugeligen und vorzugsweise
diametral angeordneten Kugelteilflächen 18.1, 18.2 der Kugel 18 des Kugelgelenks 17
ein Zwischenstück 22 mit einer vorzugsweise zylindrischen oder balligen Grundform
23 ausgebildet. Die Grundform 23 weist einen maximalen Durchmesser D.23 im Bereich
von 40 bis 80 %, vorzugsweise von 45 bis 75 %, insbesondere von 50 bis 70 %, des Kugeldurchmessers
D.18 der Kugel 18 des Kugelgelenks 17 auf.
[0058] Die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks 17, insbesondere
an den zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen 18.1,
18.2 der Kugel 18 des Kugelgelenks 17 erfolgt also zweiseitig mittels Klemmeinheiten,
die von der Kugelpfanne 19 und der Kugelpfannscheibe 20 ausgebildet sind. So weist
beispielsweise bei der ausgebildeten Klemmkontur 24 die Kugelpfanne 19 einen linearen
Klemmkonturenteil 24.1 und die Kugelteilfläche 18.1 der Kugel 18 einen kegeligen oder
sphärischen Klemmkonturenteil 24.2 auf.
[0059] Weiterhin ist zwischen dem Stangengrundkörper 9.1 der Schüttelstange 9 und der kugeligen
Kugelteilfläche 18.2 der Kugel 18 des Kugelgelenks 17 ein Übergangsbereich 25 mit
einem Übergangsradius R.25 im Bereich von 5 bis 50 mm, vorzugsweise von 10 bis 25
mm, insbesondere von 15 bis 18 mm, angeordnet.
[0060] Die Schüttelstange 9 weist einen Stangengrundkörper 9.1 mit einem Durchmesser D.9.1
im Bereich von 15 bis 50 %, vorzugsweise von 20 bis 45 %, insbesondere von 25 bis
40 %, des Kugeldurchmessers D.18 der Kugel 18 auf (vgl. auch Figur 3).
[0061] Die jeweils in den Figuren 2 bis 4 zumindest teilweise dargestellte erfindungsgemäße
Schüttelvorrichtung 1 eignet sich in hervorragender Weise zur Verwendung in einer
Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-, Karton-
oder Verpackungspapierbahn.
[0062] Diese Maschine kann dabei als eine eine Walze, insbesondere eine Brustwalze aufweisende
Langsiebmaschine ausgebildet sein und die erfindungsgemäße Schüttelvorrichtung kann
die Walze, insbesondere die Brustwalze hin- und herbewegen. Alternativ kann diese
Maschine nach Anspruch auch als eine mindestens eine Walze, insbesondere eine Brustwalze
aufweisende Mehrlagenmaschine ausgebildet sein und die erfindungsgemäße Schüttelvorrichtung
kann zumindest eine Walze, insbesondere eine Brustwalze hin- und herbewegen.
[0063] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine Schüttelvorrichtung
der eingangs genannten Arten geschaffen wird, welche die genannten Nachteile des Stands
der Technik weitestgehend reduziert, vorzugsweise sogar gänzlich vermeidet. Insbesondere
erfolgt von dem Übertragungsmittel, insbesondere der Schüttelstange weitestgehend
nur eine axiale Kraftübertragung und die Übertragung von nachteilhaften Querkräften
wird weitestgehend vermieden. Überdies wird das bisherige Erfordernis einer hohen
Ausrichtgenauigkeit merklich reduziert.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 1
- Schüttelvorrichtung
- 2
- Walze
- 3
- Walzenlager
- 4
- Walzenlager
- 5
- Kupplung
- 6
- Einrichtung
- 7
- Einrichtungslager
- 8
- Einrichtungslager
- 9
- Schüttelstange
- 9.1
- Stangengrundkörper
- 10
- Erster Exzenterantrieb
- 11
- Zweiter Exzenterantrieb
- 12
- Walzenachse
- 13
- Schwungmassenkörper
- 14
- Schwungmassenkörper
- 15
- Schwungmassenkörper
- 16
- Schwungmassenkörper
- 17
- Kugelgelenk
- 18
- Kugel
- 18.1
- Kugelteilfläche
- 18.2
- Kugelteilfläche
- 19
- Kugelpfanne
- 20
- Kugelpfannenscheibe
- 21
- Schraube
- 22
- Zwischenstück
- 23
- Grundform
- 24
- Klemmkontur
- 24.1
- Klemmkonturenteil
- 24.2
- Klemmkonturenteil
- 25
- Übergangsbereich
- A
- Doppelpfeil
- B
- Detaildarstellung
- D.9.1
- Durchmesser
- D.18
- Kugeldurchmesser
- D.23
- Durchmesser
- L
- Längsachse
- I
- Länge
- Mmax
- Maximales Antriebsmoment
- n
- Schüttelfrequenz
- R.25
- Übergangsradius
- s
- Schüttelhub
- SKZ
- Schüttelkennzahl
- V
- Verbindung
- VSieb
- Siebgeschwindigkeit
1. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) zum Hin- und Herbewegen der Walze (2)
entlang einer Achse (L) derselben, insbesondere einer Walze (2) für eine Maschine
zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-, Karton- oder Verpackungspapierbahn,
wobei die Schüttelvorrichtung (1) einen ersten, mit der Walze (2) in Richtung der
Walzenachse (L) verbundenen Exzenterantrieb (10) und einen zweiten, mit der Walze
(2) in Richtung der Walzenachse (L) verbundenen Exzenterantrieb (11), aufweist, wobei
die beiden Exzenterantriebe (10, 11) von mindestens einem Motor, vorzugsweise von
zwei Motoren, angetrieben sind, wobei die beiden Exzenterantriebe (10, 11) auf bzw.
in einer gemeinsamen und beweglichen bzw. verfahrbaren Einrichtung (6) gelagert sind
und wobei die Walze (2) und die Einrichtung (6) mittels mindestens einer wenigstens
einteiligen Schüttelstange (9) mittel- oder unmittelbar miteinander verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung (V) zwischen der Walze (2) und der Einrichtung (6) wenigstens ein
zeitweise fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk (17) umfasst.
2. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Schüttelstange (9) zumindest einseitig, vorzugsweise beidseitig je ein zeitweise
fixierbares, insbesondere klemmbares Kugelgelenk (17) angeordnet ist, wobei die Kugel
(18) des einzelnen Kugelgelenks (17) an der Schüttelstange (9) und die Kugelpfanne
(19) des einzelnen Kugelgelenks (17) an dem benachbarten Mittel (5, 6) vorgesehen
ist.
3. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kugel (18) des einzelnen Kugelgelenks (17) einen Kugeldurchmesser (D.18) im Bereich
von 75 bis 300 mm, vorzugsweise von 100 bis 250 mm, insbesondere von 120 bis 200 mm,
aufweist.
4. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks (17) an wenigstens
zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen (18.1, 18.2)
der Kugel (18) des Kugelgelenks (17) erfolgt und dass zwischen den beiden kugeligen
und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen (18.1, 18.2) der Kugel (18)
des Kugelgelenks (17) ein Zwischenstück (22) mit einer vorzugsweise zylindrischen
der balligen Grundform (23) ausgebildet ist, wobei die Grundform (23) einen maximalen
Durchmesser (D.23) im Bereich von 40 bis 80 %, vorzugsweise von 45 bis 75 %, insbesondere
von 50 bis 70 %, des Kugeldurchmessers (D.18) der Kugel (18) des Kugelgelenks (17)
aufweist.
5. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
insbesondere nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks (17), insbesondere
an den wenigstens zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen
(18.1, 18.2) der Kugel (18) des Kugelgelenks (17) zumindest einseitig, vorzugsweise
zweiseitig erfolgt.
6. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
insbesondere nach Anspruch 4 oder Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zeitweise Fixierung, insbesondere Klemmung des Kugelgelenks (17), insbesondere
an den wenigstens zwei kugeligen und vorzugsweise diametral angeordneten Kugelteilflächen
(18.1, 18.2) der Kugel (18) des Kugelgelenks (17) mittels einer Klemmkontur (24) erfolgt,
wobei die Kugelpfanne (19) vorzugsweise einen linearen Klemmkonturenteil (24.1) und
die Kugelteilfläche (18.1) der Kugel (18) einen vorzugsweise kegeligen oder sphärischen
Klemmkonturenteil (24.2) aufweist.
7. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schüttelstange (9) einen Stangengrundkörper (9.1) mit einem Durchmesser (D.9.1)
im Bereich von 15 bis 50 %, vorzugsweise von 20 bis 45 %, insbesondere von 25 bis
40 %, des Kugeldurchmessers (D.18) der Kugel (18) aufweist.
8. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
insbesondere nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Stangengrundkörper (9.1) der Schüttelstange (9) und der kugeligen Kugelteilfläche
(18.2) der Kugel (18) des Kugelgelenks (17) ein Übergangsbereich (25) mit einem Übergangsradius
(R.25) im Bereich von 5 bis 50 mm, vorzugsweise von 10 bis 25 mm, insbesondere von
15 bis 18 mm, angeordnet ist.
9. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schüttelstange (9) eine Länge (I) im Bereich von 300 bis 3.000 mm, vorzugsweise
von 600 bis 2.500 mm, insbesondere von 800 bis 2.000 mm, aufweist.
10. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walze (2) und die Einrichtung (6) mittels einer einteiligen Schüttelstange (9)
mittelbar miteinander verbunden sind.
11. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie eine Schüttelkennzahl (SKZ) im Bereich von 1.500 bis 6.000 [1000/min] aufweist,
wobei sich die Schüttelkennzahl (SKZ) aus folgender Formel errechnet:
12. Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeweilige Exzenterantrieb (10, 11) ein maximales Antriebsmoment (MMax) im Bereich von 100 bis 750 Nm, vorzugsweise von 125 bis 700 Nm, insbesondere von
150 bis 600 Nm, bei einer Schüttelfrequenz (n) von 100 bis 700 1/min, vorzugsweise
von 150 bis 600 1/min, und bei einem Schüttelhub (s) von 0,1 bis 30 mm, vorzugsweise
von 0,1 bis 25 mm, aufweist.
13. Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere einer Papier-, Karton-
oder Verpackungspapierbahn,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie zumindest eine Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche umfasst.
14. Maschine nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie als eine eine Walze (2) mit einer Schüttelvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 2, insbesondere eine Brustwalze aufweisende Langsiebmaschine ausgebildet ist
und dass die Schüttelvorrichtung (1) die Walze (2), insbesondere die Brustwalze hin-
und herbewegt.
15. Maschine nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie als eine mindestens eine Walze mit einer Schüttelvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 12, insbesondere eine Brustwalze aufweisende Mehrlagenmaschine ausgebildet ist
und dass die Schüttelvorrichtung zumindest eine Walze, insbesondere eine Brustwalze
hin- und herbewegt.
1. Roll (2) having a shaking apparatus (1) for moving the roll (2) to and fro along an
axis (L) thereof, in particular a roll (2) for a machine for producing a fibrous web,
in particular a paper, cardboard or packaging-paper web, the shaking apparatus (1)
having a first eccentric drive (10) which is connected to the roll (2) in the direction
of the roll axis (L) and a second eccentric drive (11) which is connected to the roll
(2) in the direction of the roll axis (L), the two eccentric drives (10, 11) being
driven by at least one motor, preferably by two motors, the two eccentric drives (10,
11) being mounted on or in a common and movable or displaceable device (6), and the
roll (2) and the device (6) being connected to one another directly or indirectly
by means of an at least single-piece shake rod (9), characterized in that the connection (V) between the roll (2) and the device (6) comprises at least one
temporarily fixable, in particular lockable ball joint (17).
2. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to Claim 1, characterized in that in each case one temporarily fixable, in particular lockable ball joint (17) is arranged
on the shake rod (9) at least on one side, preferably on both sides, the ball (18)
of the individual ball joint (17) being provided on the shake rod (9) and the ball
socket of the individual ball joint (17) being provided on the adjoining means (5,
6).
3. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the ball (18) of the individual ball joint (17) has a ball diameter (D.18) in the
range from 75 to 300 mm, preferably from 100 to 250 mm, in particular from 120 to
200 mm.
4. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the temporary fixing, in particular locking of the ball joint (17) takes place at
at least two spherical and preferably diametrically arranged ball part faces (18.1,
18.2) of the ball (18) of the ball joint (17), and in that an intermediate piece (22) with a preferably cylindrical or spherical basic shape
(23) is formed between the two spherical and preferably diametrically arranged ball
part faces (18.1, 18.2) of the ball (18) of the ball joint (17), the basic shape (23)
having a maximum diameter (D.23) in the range from 40 to 80%, preferably from 45 to
75%, in particular from 50 to 70%, of the ball diameter (D.18) of the ball (18) of
the ball joint (17).
5. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
in particular according to Claim 4, characterized in that the temporary fixing, in particular locking of the ball joint (17) takes place at
least on one side, preferably on two sides, in particular at the at least two spherical
and preferably diametrically arranged ball part faces (18.1, 18.2) of the ball (18)
of the ball joint (17).
6. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
in particular according to Claim 4 or Claim 5, characterized in that the temporary fixing, in particular locking of the ball joint (17) takes place by
means of a clamping contour (24), in particular at the at least two spherical and
preferably diametrically arranged ball part faces (18.1, 18.2) of the ball (18) of
the ball joint (17), the ball socket (19) preferably having a linear clamping-contour
part (24.1) and the ball part face (18.1) of the ball (18) having a preferably conical
or spherical clamping-contour part (24.2).
7. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the shake rod (9) has a rod main body (9.1) with a diameter (D.9.1) in the range
from 15 to 50%, preferably from 20 to 45%, in particular from 25 to 40% of the ball
diameter (D.18) of the ball (18).
8. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
in particular according to Claim 7, characterized in that a transition region (25) with a transition radius (R.25) in the range from 5 to 50
mm, preferably from 10 to 25 mm, in particular from 15 to 18 mm, is arranged between
the rod main body (9.1) of the shake rod (9) and the spherical ball part face (18.2)
of the ball (18) of the ball joint (17).
9. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the shake rod (9) has a length (1) in the range from 300 to 3000 mm, preferably from
600 to 2500 mm, in particular from 800 to 2000 mm.
10. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the roll (2) and the device (6) are connected to one another indirectly by means
of a single-piece shake rod (9).
11. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that it has a shaking characteristic number (SCN) in the range from 1500 to 6000 [1000/min],
the shaking characteristic number (SCN) being calculated from the following formula:
12. Roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that the respective eccentric drive (10, 11) has a maximum drive moment (MMax) in the range from 100 to 750 Nm, preferably from 125 to 700 Nm, in particular from
150 to 600 Nm, at a shaking frequency (n) from 100 to 700 l/min, preferably from 150
to 600 l/min, and at a shaking stroke (s) from 0.1 to 30 mm, preferably from 0.1 to
25 mm.
13. Machine for producing a fibrous web, in particular a paper, cardboard or packaging-paper
web, characterized in that it comprises at least one roll (2) having a shaking apparatus (1) according to one
of the preceding claims.
14. Machine according to Claim 13, characterized in that it is configured as a Fourdrinier wire machine which has a roll (2) having a shaking
apparatus (1) according to one of Claims 1 to 12, in particular a breast roll, and
in that the shaking apparatus (1) moves the roll (2), in particular the breast roll, to and
fro.
15. Machine according to Claim 13, characterized in that it is configured as a multiple-layer machine which has at least one roll having a
shaking apparatus according to one of Claims 1 to 12, in particular a breast roll,
and in that the shaking apparatus moves at least one roll, in particular a breast roll, to and
fro.
1. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) pour déplacer en va-et-vient le
rouleau (2) le long d'un axe (L) de celui-ci, en particulier un rouleau (2) pour une
machine de fabrication d'une nappe fibreuse, en particulier d'une nappe de papier,
carton ou de papier d'emballage, le dispositif secoueur (1) présentant un premier
entraînement excentrique (10) connecté au rouleau (2) dans la direction de l'axe (L)
du rouleau et un deuxième entraînement excentrique (11) connecté au rouleau (2) dans
la direction de l'axe (L) du rouleau, les deux entraînements excentriques (10, 11)
étant entraînés par au moins un moteur, de préférence par deux moteurs, les deux entraînements
excentriques (10, 11) étant montés sur ou dans un dispositif commun et mobile ou déplaçable
(6) et le rouleau (2) et le dispositif (6) étant connectés l'un à l'autre de manière
directe ou indirecte au moyen d'au moins une tige secoueuse au moins d'une seule pièce
(9),
caractérisé en ce que
la connexion (V) entre le rouleau (2) et le dispositif (6) comprend au moins une articulation
sphérique (17) pouvant être temporairement fixée, notamment serrée.
2. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
sur la tige secoueuse (9), au moins d'un côté, de préférence des deux côtés, est disposée
à chaque fois une articulation sphérique (17) pouvant être temporairement fixée, notamment
serrée, la bille (18) de l'articulation sphérique individuelle (17) étant prévue sur
la tige secoueuse (9) et la cavité sphérique (19) de l'articulation sphérique individuelle
(17) étant prévue au niveau du moyen adjacent (5, 6).
3. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la bille (18) de l'articulation sphérique individuelle (17) présente un diamètre de
bille (D.18) de l'ordre de 75 à 300 mm, de préférence de 100 à 250 mm, en particulier
de 120 à 200 mm.
4. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
la fixation temporaire, en particulier le serrage de l'articulation sphérique (17)
s'effectue au niveau d'au moins deux surfaces partielles de bille (18.1, 18.2), sphériques
et de préférence disposées diamétralement, de la bille (18) de l'articulation sphérique
(17), et en ce qu'entre les deux surfaces partielles de bille (18.1, 18.2), sphériques et de préférence
disposées diamétralement, de la bille (18) de l'articulation sphérique (17) est réalisée
une pièce intermédiaire (22) avec une forme de base (23) de préférence cylindrique
ou bombée, la forme de base (23) ayant un diamètre maximal (D.23) de l'ordre de 40
à 80 %, de préférence de 45 à 75 %, en particulier de 50 à 70 %, du diamètre de bille
(D.18) de la bille (18) de l'articulation sphérique (17).
5. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, en particulier selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la fixation temporaire, en particulier le serrage de l'articulation sphérique (17)
s'effectue notamment au niveau des au moins deux surfaces partielles de bille (18.1,
18.2), sphériques et de préférence disposées diamétralement, de la bille (18) de l'articulation
sphérique (17), au moins d'un côté, de préférence des deux côtés.
6. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, en particulier selon la revendication 4 ou la revendication 5,
caractérisé en ce que
la fixation temporaire, en particulier le serrage de l'articulation sphérique (17)
s'effectue notamment au niveau des au moins deux surfaces partielles de bille (18.1,
18.2), sphériques et de préférence disposées diamétralement, de la bille (18) de l'articulation
sphérique (17) au moyen d'un contour de serrage (24), la cavité sphérique (19) présentant
de préférence une partie de contour de serrage linéaire (24.1) et la surface partielle
de bille (18.1) de la bille (18) présentant une partie de contour de serrage (24.2)
de préférence conique ou sphérique.
7. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
la tige secoueuse (9) présente un corps de base de tige (9.1) ayant un diamètre (D.9.1)
de l'ordre de 15 à 50 %, de préférence de 20 à 45 %, en particulier de 25 à 40 %,
du diamètre de bille (D.18) de la bille (18).
8. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, en particulier selon la revendication 7,
caractérisé en ce
qu'entre le corps de base de tige (9.1) de la tige secoueuse (9) et la surface partielle
de bille sphérique (18.2) de la bille (18) de l'articulation sphérique (17) est située
une région de transition (25) avec un rayon de transition (R.25) de l'ordre de 5 à
50 mm, de préférence de 10 à 25 mm, en particulier de 15 à 18 mm.
9. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
la tige secoueuse (9) présente une longueur (1) de l'ordre de 300 à 3000 mm, de préférence
de 600 à 2500 mm, notamment de 800 à 2000 mm.
10. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
le rouleau (2) et le dispositif (6) sont connectés l'un à l'autre de manière indirecte
au moyen d'une tige secoueuse (9) d'une seule pièce.
11. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce
qu'il présente un degré de secouage (SKZ) de l'ordre de 1500 à 6000 [1000/min], le degré
de secouage (SKZ) étant calculé à partir de la formule suivante :
12. Rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes,
caractérisé en ce que
l'entraînement excentrique respectif (10, 11) présente un couple d'entraînement maximal
(MMax) de l'ordre de 100 à 750 Nm, de préférence de 125 à 700 Nm, notamment de 150 à 600
Nm, pour une fréquence de secouage (n) de 100 à 700 l/min, de préférence de 150 à
600 l/min, et pour une course de secouage (s) de 0,1 à 30 mm, de préférence de 0,1
à 25 mm.
13. Machine de fabrication d'une nappe fibreuse, en particulier d'une nappe de papier,
carton ou de papier d'emballage,
caractérisée en ce
qu'elle comprend au moins un rouleau (2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon
l'une quelconque des revendications précédentes.
14. Machine selon la revendication 13,
caractérisée en ce
qu'elle est réalisée sous forme de machine à toile longitudinale présentant un rouleau
(2) comprenant un dispositif secoueur (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, en particulier un rouleau de tête, et en ce que le dispositif secoueur (1)
déplace en va-et-vient le rouleau (2), notamment le rouleau de tête.
15. Machine selon la revendication 13,
caractérisée en ce
qu'elle est réalisée sous forme de machine multicouche présentant au moins un rouleau
comprenant un dispositif secoueur selon l'une quelconque des revendications 1 à 12,
en particulier un rouleau de tête, et en ce que le dispositif secoueur déplace en
va-et-vient au moins un rouleau, en particulier un rouleau de tête.


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