[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät mit wenigstens einem Garraum und
wenigstens einer Heizeinrichtung, sowie einer Steuereinrichtung zur Steuerung des
Gargeräts. Wenigstens eine Heizeinrichtung umfasst einen Leistungsoszillator als Mikrowellenerzeuger,
um die in den Garraum hineingebbaren Speisen über die Einbringung von Mikrowellenenergie
zu garen. Dabei kann neben einem Mikrowellenerzeuger auch noch eine andere Heizeinrichtung
vorgesehen sein. Beispielsweise kann der Garraum mit einer z. B. elektrisch betriebenen
Unter- und/oder Oberhitze ausgerüstet sein. Ebenso ist es möglich, dass zusätzlich
zu dem Mikrowellenerzeuger eine Dampferzeugungseinrichtung vorgesehen ist, um hineingebbare
Speisen zu garen oder den Garprozess gezielt zu unterstützen.
[0002] Als Mikrowellenerzeuger ausgeführte Heizeinrichtungen und damit ausgerüstete Gargeräte
bieten eine sinnvolle Ergänzung zu konventionellen elektro- oder gasbetriebenen Gargeräten.
Insbesondere das Aufwärmen von Speisen kann mit einem Mikrowellengerät vorteilhaft
durchgeführt werden, da bei der Energiezufuhr durch Mikrowellen nicht erst der Behälter
für die Speise und das gesamte Gargerät aufgewärmt werden muss, sondern da die Erwärmung
von Speisen, die polarisierbare Stoffe enthalten, direkt durch Absorption der Mikrowellenstrahlung
im Inneren der aufzuwärmenden Speisen erfolgt, so dass Mikrowellengargeräte energetisch
vorteilhaft arbeiten können und zudem effektiv und schnell zu erwärmende Speisen auf
die gewünschte Temperatur bringen.
[0003] Im Gegensatz zu elektro- oder gasbetriebenen Gargeräten, bei denen Wärmetransfer
über eine äußere Oberfläche und eine entsprechende Temperaturdifferenz erfolgen muss,
wird bei einem Mikrowellengargerät die zugeführte Strahlungsenergie im Inneren absorbiert
und wird dort sozusagen "innen" zugeführt.
[0004] Die von einem Mikrowellenerzeuger produzierten Mikrowellen im Hochfrequenzbereich
dringen in das Lebensmittel bzw. in die zu erwärmende Speise ein, wobei die Mikrowellen
polarisierbare Moleküle in Schwingung versetzen, wodurch das Lebensmittel bzw. die
aufzuwärmende Speise von innen erwärmt wird. Je nach den enthaltenen Stoffen in der
aufzuwärmenden Speise erfolgt die Erhitzung unterschiedlich schnell, da die Absorptionsrate
stoffabhängig ist. Die Mikrowellen werden in der Regel durch ein Magnetron als Mikrowellenerzeuger
produziert. Möglich ist auch der Einsatz eines Klystrons als Mikrowellenerzeuger.
Das Klystron ist eine Elektronenröhre, in der die Laufzeit der Elektronen ausgenutzt
wird, um die benötigten Hochfrequenzsignale zu erzeugen.
[0005] Die von dem Magnetron erzeugten Mikrowellen werden in den als Hohlraumresonator wirkenden
Garraum eingeführt und dringen dort in die aufzuwärmende Speise oder das aufzuwärmende
Lebensmittel ein. Mikrowellen, die nicht direkt in das Lebensmittel eindringen, werden
von den meist aus Edelstahl gefertigten Garraumwänden reflektiert und treffen anschließend
auf die aufzuwärmende Speise, die durch die Absorption der Mikrowellen entsprechend
erwärmt wird. Während polare Flüssigkeiten wie z.B. Wasser Mikrowellen gut absorbieren,
bleiben Stoffe wie Glas, Porzellan, Kunststoff und Papier weitgehend von Mikrowellen
unbeeinflusst, wohingegen Metall die Mikrowellen reflektiert.
[0006] Sind nun mit den Speisen Metallteile in den Garraum hineingegeben, die nur einen
geringen Abstand zur Wandung des Garraumes aufweisen, können Funkenüberschläge entstehen,
wenn die erzeugte elektrische Feldstärke ausreichend groß und größer oder gleich 10
6 Volt/m ist. Funkenüberschläge können auch an Metallstücken mit ungeeigneter Geometrie,
wie etwa Gabeln auftreten, wenn zwischen den einzelnen Gabelspitzen eine entsprechend
hohe Feldstärke vorliegt. Insbesondere wenn die hineingegebene Speise in einer Metallschüssel
gelagert wird, die beispielsweise an einer Seite nur einen geringen Abstand zur Garraumwand
aufweist, können zwischen der Metallschüssel und der Garraumwand Funkenüberschläge
entstehen, die zu Beschädigungen an der Metallschüssel oder an der Garraumwand führen
können. Aus diesen Gründen wird empfohlen, keine Metallteile in den Innenraum eines
Mikrowellengargerätes einzuführen. Trotz entsprechender Warnhinweise werden diese
von den Benutzern nicht immer beachtet, sodass es zu entsprechenden Schäden an den
Gargeräten kommen kann. Insbesondere bei Kombinationsgargeräten, die neben einer konventionellen
Garraumbeheizungsart auch die Beheizung der Speisen mittels Mikrowellen vorsehen,
z. B. bei einem sogenannten Kombi-Dampfgarer, der neben der Beheizungsart Dampf auch
die Speisenerwärmung mittels Mikrowellen vorsieht, kann es vorkommen, dass die die
Speisen beinhaltenden Behältnisse, die im Dampfgarbetrieb in der Regel aus Edelmetall
ausgeführt sind, aus Unachtsamkeit im Garraum verbleiben und vom Bediener dann mittels
Mikrowellen erhitzt werden, so dass es dann durch Funkenüberschläge zwischen Garraumwand
und Metallbehältnis zu Beschädigungen an der Garraumwand oder dem Metallbehältnis
kommen kann.
[0007] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät zur Verfügung
zu stellen, welches über einen Mikrowellenerzeuger verfügt und bei welchem durch Funkenüberschläge
verursachte Schäden besser vermieden werden.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und
durch ein Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes mit den Merkmalen des Anspruchs
10. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind im Ausführungsbeispiel angegeben.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Gargerät verfügt über wenigstens einen Garraum und wenigstens
eine Heizeinrichtung sowie eine Steuereinrichtung zur Steuerung des Garprozesses.
Zumindest eine der wenigstens einen Heizeinrichtung umfasst einen Leistungsozillator
als Mikrowellenerzeuger, sodass die Heizeinrichtung zum Aufheizen von in den Garraum
hineingegebenen Speisen geeignet ist. Wenigstens eine Detektionseinrichtung und wenigstens
eine Auswerteeinrichtung sind vorgesehen, um im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein
von Metall in einer in den Garraum hingegebenen Probe zu detektieren.
[0010] Das erfindungsgemäße Gargerät hat viele Vorteile, da es mit dem erfindungsgemäßen
Gargerät möglich ist, im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall in einer
in den Garraum hineingegebenen Probe zu detektieren. Unter einer Probe im Sinne dieser
Anmeldung wird alles verstanden, was in den Garraum hineingegeben wird. Beispielsweise
kann unter "Probe" die eingeführte Speise und der die Speise aufnehmende Behälter
verstanden werden. Gegebenenfalls gehört auch noch eine Abdeckung des Speisenbehälters
zu der eingeführten Probe. Wenn also beispielsweise nur ein leerer Behälter eingeführt
wird, so umfasst in diesem Fall die Probe nur den Behälter. Wenn hingegen ein mit
einem Lebensmittel gefüllter Behälter samt zugehörigem Deckel in den Garraum eingeführt
wird, so umfasst der Begriff "Probe" sowohl den Behälter als auch die darin enthaltene
Speise und den Behälterdeckel.
[0011] In besonders bevorzugten Weiterbildungen ist der Leistungsoszillator als Detektionseinrichtung
einsetzbar. Beispielsweise kann der Leistungsbedarf des Leistungsoszillators aus der
Stromstärke und der angelegten Spannung, d. h. auf der Stromversorgungsseite des Leistungsoszillators
ausgewertet werden, um Rückschlüsse auf die in dem Garraum vorhandenen Probe zu gewinnen.
Denkbar ist zudem auf der sogenannten Mikrowellenseite des Leistungsoszillators, z.
B. im Wellenleiter, eine Messung der Impendanz vorzunehmen, um Rückschlüsse auf die
in dem Garraum vorhandenen Probe zu erhalten.
[0012] So kann beim Starten des Garvorgangs mit der Steuereinrichtung der Mikrowellenerzeuger
zunächst langsam hochgefahren werden, während fortlaufend die Impedanz detektiert
wird. Wird nun eine Impedanzänderung festgestellt, wenn beispielsweise ein erster
kleiner Funke überspringt, so können automatisch die Ausgabe eines akustischen oder
optischen Warnsignals und/oder die Abschaltung des Mikrowellenerzeugers oder des gesamten
Gargeräts erfolgen. Wenn das Gargerät noch über andersartige Heizeinrichtungen verfügt,
kann gegebenenfalls automatisch auf eine anders betriebene Heizeinrichtung zurückgegriffen
werden, um den angestoßenen Garvorgang zum gewünschten Ende zu bringen.
[0013] Solche Ausgestaltungen sind sehr vorteilhaft, da sich mit geringem Aufwand feststellen
lässt, ob ein schädlicher Funkenüberschlag im Inneren des Gargerätes auftritt. Bei
ersten Anzeichen von Funkenüberschlägen mit kleineren Intensitäten, die sich noch
nicht schädlich auf die Garraumwandung auswirken, wird so der Benutzer zuverlässig
gewarnt oder das Gargerät abgeschaltet, um Schäden zu verhindern.
[0014] Dadurch, dass die Steuereinrichtung in dieser Ausgestaltung dazu eingerichtet ist,
die Leistung des Leistungsozillators gezielt und vorzugsweise langsam zu steigern,
und dass die Detektionseinrichtung dazu eingerichtet ist, eine Impedanzänderung zu
erfassen, wird es der Auswerteeinrichtung ermöglicht, aus einer Impedanzänderung des
Leistungsozillators auf das Vorhandensein von Metall zurückzuschließen, wenn das Metall
wenigstens in einer in dem Garraum hineingegebenen Probe signifikant enthalten ist.
Schäden durch starke Funkenüberschläge von der in den Garraum hineingegebenen Probe
zur Garraumwand können dadurch effektiv verhindert werden.
[0015] Es ist auch möglich, dass die Detektionseinrichtung wenigstens eine Sendespule und
wenigstens eine Empfangsspule umfasst. Dabei ist die Detektionseinrichtung dazu eingerichtet,
eine Pulsmessung und/oder eine Wechselstrommessung durchzuführen, um über die Ergebnisse
der Messung darauf zurückzuschließen, ob die in den Garraum hineingegebene Probe Metall
enthält.
[0016] Bei einer Pulsmessung werden über die Sendespule in bestimmten und vorzugsweise periodischen
Abständen Pulse eines Magnetfeldes ausgesendet. Das erzeugte Magnetfeld induziert
in metallischen Objekten Wirbelströme, die wiederum in der Empfangsspule eine Signaländerung
verursachen, die unmittelbar nach Ausschalten des Sendepulses als Spannung messbar
ist. Je nach dem zeitlichen Verlauf, der Intensität und der Dauer der Wirbelstromantworten
auf unterschiedliche lange Pulse und Pulsfolgen kann so auf verschiedene Metalle und
auch auf die Größe der metallischen Objekte geschlossen werden.
[0017] Bei einer Wechselstrommessung wird hingegen ein kontinuierlicher und meist niederfrequenter
Strom in der Sendespule erzeugt. Der Frequenzbereich liegt typischerweise im Bereich
von 10 KHz. In der Empfangsspule wird dann das Empfangssignal nach Amplitude und Phasenlage
im Spektralbereich analysiert. Hier ist das Übertragungsprinzip ein magnetisch gekoppeltes
System, ähnlich wie es bei einem Transformator vorliegt. Metallische Objekte und elektrisch
leitfähige Flüssigkeiten wie Elektrolyte beeinflussen die empfangene Amplitude und
auch die Phasenlage bezogen auf das Sendesignal. Diese beiden unabhängigen Parameter
ermöglichen eine Unterscheidung verschiedener Materialien und verschiedener metallischer
Objekte. Wenn zusätzlich unterschiedliche Sendefrequenzen, die nacheinander oder auch
gleichzeitig ausgesendet werden können, eingesetzt werden, kann eine noch weitergehende
Klassifizierung erfolgen.
[0018] Da die unterschiedlichen Signalantworten bei verschiedenen Metallen von deren Stoffkonstanten
abhängt, kann über die angeführten Messverfahren auf Metallarten zurückgeschlossen
werden, die im Garraum hineingegeben worden sind.
[0019] In bevorzugten Weiterbildungen sind die Sendespule und/oder die Empfangsspule wenigstens
teilweise innerhalb des Garraumes angeordnet. Bei geeigneter Isolierung der Sendespule
und der Empfangsspule kann trotz der beim Mikrowellenbetrieb möglicherweise stark
wirkenden Felder ein Funkenüberschlag an den Spulen selbst zuverlässig verhindert
werden, so dass bei geeigneter Dimensionierung der Spulenmaterialien und der Isolation
keine nachteiligen Effekte auftreten, wenn die Sende- und Empfangsspule innerhalb
des Garraumes angeordnet sind. Dabei wirken die Spulen als Antenne und koppeln Energie
aus.
[0020] Bevorzugt ist es aber auch, wenn die Sende- und/oder die Empfangsspule außerhalb
des Garraumes vorgesehen sind. Dazu ist es besonders bevorzugt, dass die Sendespule
und/oder die Empfangsspule von dem Garraum durch eine Trenneinrichtung getrennt sind,
wobei die Trenneinrichtung so gestaltet ist, dass die von der Sendespule ausgestrahlten
Sendesignale, die hochfrequenter als Mikrowellen-Frequenz sind, durch die Trenneinrichtung
wenigstens durchtreten können, um nach nochmaligen Durchtreten einer Trenneinrichtung
von der Empfangsspule aufgenommen werden zu können. Insbesondere kann die Trenneinrichtung
beispielsweise als speziell ausgeführtes Lochblech oder Drahtgewebe oder dergleichen
ausgebildet sein, wobei die freien Durchgänge in dem Drahtgewebe oder in dem Lochblech
so bemessen sind, dass höchstens ein geringer Anteil der Mikrowellenstrahlung aus
dem Garraum zu der Sendespule und/oder der Empfangsspule gelangt. Gleichzeitig sind
die Löcher so bemessen, dass die von der Sendespule ausgestrahlte Strahlung wenigstens
teilweise durch die Trenneinrichtung in den Garraum eintreten kann und wenigstens
teilweise wiederum aus dem Garraum durch eine Trenneinrichtung zu der Empfangsspule
gelangen kann.
[0021] Durch eine solche Ausgestaltung wird ein vorteilhaftes Gargerät zur Verfügung gestellt,
da gegebenenfalls auch über zwei unabhängige Detektionseinrichtungen detektierbar
ist, ob in der in den Garraum hineingegebenen Probe Metall enthalten ist. Zum einen
kann beispielsweise der Mikrowellenerzeuger bzw. dessen elektrische Parameter als
Detektionseinrichtung verwendet werden und zum anderen kann beispielsweise eine Empfangsspule
als Detektionseinrichtung eingesetzt werden, die unabhängig voneinander separate Ergebnisse
liefern, die miteinander korreliert werden können, um noch zuverlässiger auf vorhandenes
Metall zurückzuschließen. Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Betreiben eines
Gargeräts und wird in einem Gargerät mit wenigstens einem Garraum, wenigstens einer
Steuereinrichtung und wenigstens einer Heizeinrichtung durchgeführt, wobei wenigstens
eine Heizeinrichtung einen Leistungsozillator als Mikrowellenerzeuger umfasst. Dabei
dient die Heizeinrichtung zum Aufheizen von in den Garraum hineingebbaren Speisen.
Mit der Detektionseinrichtung und der Auswerteeinrichtung wird wenigstens das Vorhandensein
von Metall in einer in den Garraum eingeführten Probe detektiert.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel,
welches im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert wird:
- Figur 1
- eine schematische Frontansicht eines als Mikrowellengargerät ausgeführten Gargeräts;
- Figur 2
- eine schematische Ansicht der einzelnen Komponenten des Gargeräts nach Figur 1;
- Figur 3
- eine schematische Ansicht eines alternativen, erfindungsgemäßen Gargerätes.
[0023] In Figur 1 ist in einer schematisierten Vorderansicht ein Gargerät 1 dargestellt,
welches hier als Mikrowellengargerät ausgeführt ist und welches über einen Garraum
2 verfügt. Der Garraum 2 ist über eine in Figur 2 näher dargestellten Heizeinrichtung
4 beheizbar, wobei die Heizeinrichtung 4 einen Leistungsozillator 5 als Mikrowellenerzeuger
6 umfasst. Möglich ist es auch, dass das Gargerät 1 noch weitere Heizeinrichtungen
4 aufweist, die beispielsweise elektrisch betrieben oder auch gasbetrieben sein können.
Möglich ist es beispielsweise auch, dass dem Garraum 2 Dampf zum Garen zuführbar ist.
Bei einer solchen Ausgestaltung behält der Benutzer flexible Möglichkeiten zur Zubereitung
der Speisen, wobei er auf die jeweils geeigneteste Methode zurückgreifen kann. Möglich
ist auch eine Kombination einzelner Heizungsarten, um ein optimales Garergebnis zu
erzielen.
[0024] Das Gargerät 1 verfügt über eine Anzeige 20, auf dem die aktuellen Betriebsbedingungen
angezeigt werden können. Möglicherweise kann auf der Anzeige 20 auch ein Alarm ausgegeben
werden, wenn beispielsweise im Garraum 2 Metall detektiert wird.
[0025] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind Bedienknöpfe 21 zur Bedienung des Gargerätes
1 vorgesehen. Möglich ist auch eine Bedienung über eine Touchpad oder separate Schaltknöpfe
oder als Fernsteuerung über einen PC oder ein Mobiltelefon oder ein sonstiges, elektronisches
Gerät.
[0026] Figur 2 zeigt in einer schematisierten Ansicht die einzelnen Komponenten des Gargeräts
1 und ihre Verbindungen.
[0027] In dem Garraum 2 des Gargeräts 1 ist eine Probe 11 hineingegeben, die hier aus einer
Schüssel 19 und einer darin aufgenommenen Speise 7 besteht.
[0028] Der Prozess wird über eine Steuereinrichtung 3 gesteuert. Zum Beheizen des Garraumes
2 und zum Aufheizen der Speise 7 dient eine Heizeinrichtung 4, die einen Leistungsozillator
5 als Mikrowellenerzeuger 6 aufweist. Die Heizeinrichtung 4 ist beispielsweise über
ein Bussystem 22 oder separate Kabel 23 mit der Steuereinrichtung 3 verbunden. Mit
der Heizeinrichtung 4 ist ebenfalls die Detektionseinrichtung 8 verbunden, die den
elektrischen Anschluss und die Leistungsbedingungen der Heizeinrichtung 4 erfasst
und als Signal 12 über der Zeit ausgibt. Der Detektionseinrichtung 8 ist eine Auswerteeinrichtung
9 nachgeordnet, die aus den detektierten Signalen 12 erkennt, ob in der in den Garraum
2 hineingegebenen Probe 11 Metall 13 enthalten ist. Dadurch kann über Impedanzänderungen
auf das Vorhandensein von Metall 13 zurückgeschlossen werden, wenn z. B. eine in den
Garraum 2 hineingegebene Schüssel 19 metallisch ausgeführt ist.
[0029] Die Auswerteeinrichtung 9 ist mit der Steuereinrichtung 3 verbunden, um beispielsweise
bei der Detektion von Metall in dem Garraum 2 das Gargerät 1 abzuschalten oder auf
der in Figur 1 dargestellten Anzeige 20 optische Warnsignale auszugeben. Gegebenenfalls
können auch akustische Warnsignale ausgegeben werden.
[0030] Mittels der Auswerteeinrichtung 9 lässt sich mit geringem Aufwand feststellen, ob
ein schädlicher Funkenüberschlag im Inneren des Garraumes 2 auftreten könnte. Beim
Starten des Garvorgangs wird der Mikrowellenerzeuger 6 mit der Steuereinrichtung 3
zunächst langsam hochgefahren, während fortlaufend eine Impedanzmessung erfolgt. Eine
charakteristische Impedanzänderung, die auf das Vorhandensein von einem metallischen
Gegenstand im Garraum 2 schließen lässt, wird mit der Auswerteeinrichtung 9 automatisch
festgestellt und es werden geeignete Maßnahmen, wie die Ausgabe einer optischen bzw.
akkustischen Warnmeldung oder das Abschalten des Gargerätes 1 ergriffen, um Schäden
an der Garraumwand bzw. am metallischen Gegenstand selbst durch Funkenüberschläge
zu vermeiden. Schon bei Funkenüberschlägen mit kleinen oder kleinsten Intensitäten,
die sich noch nicht schädlich auf die Garraumwandung auswirken, wird der Benutzer
zuverlässig gewarnt und/oder das Gargerät 1 abgeschaltet.
[0031] In Figur 3 ist eine alternative Ausgestaltung dargestellt, bei der eine Sendespule
14 und eine Empfangsspule 15 hier außerhalb des Garraumes 2 vorgesehen sind. Zur Einleitung
der Sendesignale der Sendespule 14 ist eine Trenneinrichtung 16 vorgesehen, die hier
als spezielles Lochblech 17 ausgeführt ist und über Löcher 18 verfügt. Die Löcher
18 sind dabei so bemessen, dass die von der Sendespule 14 ausgestrahlten Sendesignale
wenigstens teilweise und vorzugsweise im Wesentlichen durch die Trenneinrichtung 16
in den Garraum 2 eintreten können. Dort treffen die Sendesignale auf die eingeführte
Probe 11, die aus dem Behälter 19 und der darin aufgenommenen Speise 7 besteht. Je
nach den Stoffen, aus denen die Probe 11 besteht, wird das Sendesignal entsprechend
beeinflusst und durch die Trenneinrichtung 16 zur Empfangsspule 15 geleitet, wo die
Empfangsspule 15 als Detektionseinrichtung 8 die Daten aufnimmt und der Auswerteeinrichtung
9 zuleitet. Das Auswertungsergebnis wird von der Steuereinrichtung 3 verwendet, um
den Benutzer auf gegebenenfalls in dem Garraum 2 enthaltenes Metall 13 hinzuweisen
oder gegebenenfalls das Gargerät 1 abzuschalten, um Schäden durch Funkenüberschläge
zwischen einer Metallschlüssel 19 und der Wandung des Garraumes 2 zu vermeiden.
[0032] Erfindungsgemäß können somit Schäden an der Garraumwand durch Funkenüberschläge effektiv
verhindert werden, da schon bei kleinen Funkenüberschlägen entweder das Gargerät 1
abgeschaltet wird oder ein Warnhinweis für den Bediener erfolgt.
[0033] Es liegt im Rahmen des Könnens des Fachmanns das beschriebene Gargerät 1 in nicht
dargestellter Weise abzuwandeln, um die beschriebenen Effekte abzuwandeln, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Gargerät
- 2
- Garraum
- 3
- Steuereinrichtung
- 4
- Heizeinrichtung
- 5
- Leistungsoszillator
- 6
- Mikrowellenerzeuger
- 7
- Speise
- 8
- Detektionseinrichtung
- 9
- Auswerteeinrichtung
- 11 1
- Probe
- 12
- Signal
- 13
- Metall
- 14
- Sendespule
- 15
- Empfangsspule
- 16
- Trenneinrichtung
- 17
- Lochblech
- 18
- Loch
- 19
- Schüssel
- 20
- Anzeige
- 21
- Bedienknopf
- 22
- Bussystem
- 23
- Kabel
1. Gargerät (1) mit wenigstens einem Garraum (2), einer Steuereinrichtung (3) und wenigstens
einer Heizeinrichtung (4), wobei wenigstens eine Heizeinrichtung (4) einen Leistungsoszillator
(5) als Mikrowellenerzeuger (6) umfasst, sodass die Heizeinrichtung (4) zum Aufheizen
von in den Garraum (2) hineingebbaren Speisen (7) geeignet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Detektionseinrichtung (8) und eine Auswerteeinrichtung (9) vorgesehen
sind, mit der im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall (13) in einer
in den Garraum (2) hingegebenen Probe (11) detektierbar ist.
2. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leistungsoszillator (5) als Detektionseinrichtung (8) einsetzbar ist.
3. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung (3) dazu eingerichtet ist, die Leistung des Leistungsoszillators
(5) gezielt langsam zu steigern, wobei die Detektionseinrichtung (8) eingerichtet
ist, eine Impedanzänderung des Leistungsoszillators (5) zu erfassen, wobei die Auswerteeinrichtung
(9) aus der Impedanzänderung des Leistungsoszillators (5) auf das Vorhandensein von
Metall schließt, wenn das Metall (13) in einer in den Garraum (2) eingeführten Probe
(11) signifikant enthalten ist.
4. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerteeinrichtung (9) dazu strukturiert ist, ein Signal (12) auszugeben, wenn
Metall (13) detektiert wird.
5. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Detektionseinrichtung (8) wenigstens eine Sendespule (14) und wenigstens eine
Empfangsspule (15) umfasst, wobei die Detektionseinrichtung (8) eingerichtet ist,
eine Pulsmessung und/oder eine Wechselstrommessung durchzuführen.
6. Gargerät (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendespule (14) und/oder die Empfangsspule (15) wenigstens teilweise innerhalb
des Garraumes (2) angeordnet sind.
7. Gargerät (1) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendespule (14) und/oder die Empfangsspule (15) außerhalb des Garraumes (2) vorgesehen
sind.
8. Gargerät (1) nach Anspruch 5, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendespule (14) und/oder die Empfangsspule (15) von dem Garraum (2) durch eine
Trenneinrichtung (16) und insbesondere ein Lochblech (17) getrennt sind, wobei die
Löcher (18) in dem Lochblech (17) so bemessen sind, dass höchstens ein geringer Anteil
von Mikrowellenstrahlung aus dem Garraum (2) zu der Sendespule (14) und/oder der Empfangsspule
(15) gelangt.
9. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Detektionseinrichtungen (8) vorgesehen sind.
10. Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes (1) mit wenigstens einem Garraum (2), einer
Steuereinrichtung (3) und wenigstens einer Heizeinrichtung (4), wobei wenigstens eine
Heizeinrichtung (4) einen Leistungsoszillator (5) als Mikrowellenerzeuger (6) umfasst,
sodass die Heizeinrichtung (4) zum Aufheizen von in den Garraum (2) hineingebbaren
Speisen (7) geeignet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Detektionseinrichtung (8) und der Auswerteeinrichtung (9) im Betrieb des
Gargerätes das Vorhandensein von Metall (13) in einer in den Garraum (2) hingegebenen
Probe (11) detektiert wird.