(19)
(11) EP 2 418 916 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.02.2012  Patentblatt  2012/07

(21) Anmeldenummer: 11401566.2

(22) Anmeldetag:  09.08.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H05B 6/66(2006.01)
H05B 6/64(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 09.08.2010 DE 102010036913

(71) Anmelder: Miele & Cie. KG
33332 Gütersloh (DE)

(72) Erfinder:
  • Der Erfinder hat auf seine Nennung verzichtet.

   


(54) Gargerät


(57) Gargerät (1) mit wenigstens einem Garraum (2), einer Steuereinrichtung (3) und wenigstens einer Heizeinrichtung (4), wobei wenigstens eine Heizeinrichtung (4) einen Leistungsoszillator (5) als Mikrowellenerzeuger (6) umfasst, sodass die Heizeinrichtung (4) zum Aufheizen von in den Garraum (2) hineingebbaren Speisen (7) geeignet ist, wobei wenigstens eine Detektionseinrichtung (8) und eine Auswerteeinrichtung (9) vorgesehen sind, mit der im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall (13) in einer in den Garraum (2) hingegebenen Probe (11) detektierbar ist.




Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gargerät mit wenigstens einem Garraum und wenigstens einer Heizeinrichtung, sowie einer Steuereinrichtung zur Steuerung des Gargeräts. Wenigstens eine Heizeinrichtung umfasst einen Leistungsoszillator als Mikrowellenerzeuger, um die in den Garraum hineingebbaren Speisen über die Einbringung von Mikrowellenenergie zu garen. Dabei kann neben einem Mikrowellenerzeuger auch noch eine andere Heizeinrichtung vorgesehen sein. Beispielsweise kann der Garraum mit einer z. B. elektrisch betriebenen Unter- und/oder Oberhitze ausgerüstet sein. Ebenso ist es möglich, dass zusätzlich zu dem Mikrowellenerzeuger eine Dampferzeugungseinrichtung vorgesehen ist, um hineingebbare Speisen zu garen oder den Garprozess gezielt zu unterstützen.

[0002] Als Mikrowellenerzeuger ausgeführte Heizeinrichtungen und damit ausgerüstete Gargeräte bieten eine sinnvolle Ergänzung zu konventionellen elektro- oder gasbetriebenen Gargeräten. Insbesondere das Aufwärmen von Speisen kann mit einem Mikrowellengerät vorteilhaft durchgeführt werden, da bei der Energiezufuhr durch Mikrowellen nicht erst der Behälter für die Speise und das gesamte Gargerät aufgewärmt werden muss, sondern da die Erwärmung von Speisen, die polarisierbare Stoffe enthalten, direkt durch Absorption der Mikrowellenstrahlung im Inneren der aufzuwärmenden Speisen erfolgt, so dass Mikrowellengargeräte energetisch vorteilhaft arbeiten können und zudem effektiv und schnell zu erwärmende Speisen auf die gewünschte Temperatur bringen.

[0003] Im Gegensatz zu elektro- oder gasbetriebenen Gargeräten, bei denen Wärmetransfer über eine äußere Oberfläche und eine entsprechende Temperaturdifferenz erfolgen muss, wird bei einem Mikrowellengargerät die zugeführte Strahlungsenergie im Inneren absorbiert und wird dort sozusagen "innen" zugeführt.

[0004] Die von einem Mikrowellenerzeuger produzierten Mikrowellen im Hochfrequenzbereich dringen in das Lebensmittel bzw. in die zu erwärmende Speise ein, wobei die Mikrowellen polarisierbare Moleküle in Schwingung versetzen, wodurch das Lebensmittel bzw. die aufzuwärmende Speise von innen erwärmt wird. Je nach den enthaltenen Stoffen in der aufzuwärmenden Speise erfolgt die Erhitzung unterschiedlich schnell, da die Absorptionsrate stoffabhängig ist. Die Mikrowellen werden in der Regel durch ein Magnetron als Mikrowellenerzeuger produziert. Möglich ist auch der Einsatz eines Klystrons als Mikrowellenerzeuger. Das Klystron ist eine Elektronenröhre, in der die Laufzeit der Elektronen ausgenutzt wird, um die benötigten Hochfrequenzsignale zu erzeugen.

[0005] Die von dem Magnetron erzeugten Mikrowellen werden in den als Hohlraumresonator wirkenden Garraum eingeführt und dringen dort in die aufzuwärmende Speise oder das aufzuwärmende Lebensmittel ein. Mikrowellen, die nicht direkt in das Lebensmittel eindringen, werden von den meist aus Edelstahl gefertigten Garraumwänden reflektiert und treffen anschließend auf die aufzuwärmende Speise, die durch die Absorption der Mikrowellen entsprechend erwärmt wird. Während polare Flüssigkeiten wie z.B. Wasser Mikrowellen gut absorbieren, bleiben Stoffe wie Glas, Porzellan, Kunststoff und Papier weitgehend von Mikrowellen unbeeinflusst, wohingegen Metall die Mikrowellen reflektiert.

[0006] Sind nun mit den Speisen Metallteile in den Garraum hineingegeben, die nur einen geringen Abstand zur Wandung des Garraumes aufweisen, können Funkenüberschläge entstehen, wenn die erzeugte elektrische Feldstärke ausreichend groß und größer oder gleich 106 Volt/m ist. Funkenüberschläge können auch an Metallstücken mit ungeeigneter Geometrie, wie etwa Gabeln auftreten, wenn zwischen den einzelnen Gabelspitzen eine entsprechend hohe Feldstärke vorliegt. Insbesondere wenn die hineingegebene Speise in einer Metallschüssel gelagert wird, die beispielsweise an einer Seite nur einen geringen Abstand zur Garraumwand aufweist, können zwischen der Metallschüssel und der Garraumwand Funkenüberschläge entstehen, die zu Beschädigungen an der Metallschüssel oder an der Garraumwand führen können. Aus diesen Gründen wird empfohlen, keine Metallteile in den Innenraum eines Mikrowellengargerätes einzuführen. Trotz entsprechender Warnhinweise werden diese von den Benutzern nicht immer beachtet, sodass es zu entsprechenden Schäden an den Gargeräten kommen kann. Insbesondere bei Kombinationsgargeräten, die neben einer konventionellen Garraumbeheizungsart auch die Beheizung der Speisen mittels Mikrowellen vorsehen, z. B. bei einem sogenannten Kombi-Dampfgarer, der neben der Beheizungsart Dampf auch die Speisenerwärmung mittels Mikrowellen vorsieht, kann es vorkommen, dass die die Speisen beinhaltenden Behältnisse, die im Dampfgarbetrieb in der Regel aus Edelmetall ausgeführt sind, aus Unachtsamkeit im Garraum verbleiben und vom Bediener dann mittels Mikrowellen erhitzt werden, so dass es dann durch Funkenüberschläge zwischen Garraumwand und Metallbehältnis zu Beschädigungen an der Garraumwand oder dem Metallbehältnis kommen kann.

[0007] Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät zur Verfügung zu stellen, welches über einen Mikrowellenerzeuger verfügt und bei welchem durch Funkenüberschläge verursachte Schäden besser vermieden werden.

[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Gargerät mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes mit den Merkmalen des Anspruchs 10. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind im Ausführungsbeispiel angegeben.

[0009] Ein erfindungsgemäßes Gargerät verfügt über wenigstens einen Garraum und wenigstens eine Heizeinrichtung sowie eine Steuereinrichtung zur Steuerung des Garprozesses. Zumindest eine der wenigstens einen Heizeinrichtung umfasst einen Leistungsozillator als Mikrowellenerzeuger, sodass die Heizeinrichtung zum Aufheizen von in den Garraum hineingegebenen Speisen geeignet ist. Wenigstens eine Detektionseinrichtung und wenigstens eine Auswerteeinrichtung sind vorgesehen, um im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall in einer in den Garraum hingegebenen Probe zu detektieren.

[0010] Das erfindungsgemäße Gargerät hat viele Vorteile, da es mit dem erfindungsgemäßen Gargerät möglich ist, im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall in einer in den Garraum hineingegebenen Probe zu detektieren. Unter einer Probe im Sinne dieser Anmeldung wird alles verstanden, was in den Garraum hineingegeben wird. Beispielsweise kann unter "Probe" die eingeführte Speise und der die Speise aufnehmende Behälter verstanden werden. Gegebenenfalls gehört auch noch eine Abdeckung des Speisenbehälters zu der eingeführten Probe. Wenn also beispielsweise nur ein leerer Behälter eingeführt wird, so umfasst in diesem Fall die Probe nur den Behälter. Wenn hingegen ein mit einem Lebensmittel gefüllter Behälter samt zugehörigem Deckel in den Garraum eingeführt wird, so umfasst der Begriff "Probe" sowohl den Behälter als auch die darin enthaltene Speise und den Behälterdeckel.

[0011] In besonders bevorzugten Weiterbildungen ist der Leistungsoszillator als Detektionseinrichtung einsetzbar. Beispielsweise kann der Leistungsbedarf des Leistungsoszillators aus der Stromstärke und der angelegten Spannung, d. h. auf der Stromversorgungsseite des Leistungsoszillators ausgewertet werden, um Rückschlüsse auf die in dem Garraum vorhandenen Probe zu gewinnen. Denkbar ist zudem auf der sogenannten Mikrowellenseite des Leistungsoszillators, z. B. im Wellenleiter, eine Messung der Impendanz vorzunehmen, um Rückschlüsse auf die in dem Garraum vorhandenen Probe zu erhalten.

[0012] So kann beim Starten des Garvorgangs mit der Steuereinrichtung der Mikrowellenerzeuger zunächst langsam hochgefahren werden, während fortlaufend die Impedanz detektiert wird. Wird nun eine Impedanzänderung festgestellt, wenn beispielsweise ein erster kleiner Funke überspringt, so können automatisch die Ausgabe eines akustischen oder optischen Warnsignals und/oder die Abschaltung des Mikrowellenerzeugers oder des gesamten Gargeräts erfolgen. Wenn das Gargerät noch über andersartige Heizeinrichtungen verfügt, kann gegebenenfalls automatisch auf eine anders betriebene Heizeinrichtung zurückgegriffen werden, um den angestoßenen Garvorgang zum gewünschten Ende zu bringen.

[0013] Solche Ausgestaltungen sind sehr vorteilhaft, da sich mit geringem Aufwand feststellen lässt, ob ein schädlicher Funkenüberschlag im Inneren des Gargerätes auftritt. Bei ersten Anzeichen von Funkenüberschlägen mit kleineren Intensitäten, die sich noch nicht schädlich auf die Garraumwandung auswirken, wird so der Benutzer zuverlässig gewarnt oder das Gargerät abgeschaltet, um Schäden zu verhindern.

[0014] Dadurch, dass die Steuereinrichtung in dieser Ausgestaltung dazu eingerichtet ist, die Leistung des Leistungsozillators gezielt und vorzugsweise langsam zu steigern, und dass die Detektionseinrichtung dazu eingerichtet ist, eine Impedanzänderung zu erfassen, wird es der Auswerteeinrichtung ermöglicht, aus einer Impedanzänderung des Leistungsozillators auf das Vorhandensein von Metall zurückzuschließen, wenn das Metall wenigstens in einer in dem Garraum hineingegebenen Probe signifikant enthalten ist. Schäden durch starke Funkenüberschläge von der in den Garraum hineingegebenen Probe zur Garraumwand können dadurch effektiv verhindert werden.

[0015] Es ist auch möglich, dass die Detektionseinrichtung wenigstens eine Sendespule und wenigstens eine Empfangsspule umfasst. Dabei ist die Detektionseinrichtung dazu eingerichtet, eine Pulsmessung und/oder eine Wechselstrommessung durchzuführen, um über die Ergebnisse der Messung darauf zurückzuschließen, ob die in den Garraum hineingegebene Probe Metall enthält.

[0016] Bei einer Pulsmessung werden über die Sendespule in bestimmten und vorzugsweise periodischen Abständen Pulse eines Magnetfeldes ausgesendet. Das erzeugte Magnetfeld induziert in metallischen Objekten Wirbelströme, die wiederum in der Empfangsspule eine Signaländerung verursachen, die unmittelbar nach Ausschalten des Sendepulses als Spannung messbar ist. Je nach dem zeitlichen Verlauf, der Intensität und der Dauer der Wirbelstromantworten auf unterschiedliche lange Pulse und Pulsfolgen kann so auf verschiedene Metalle und auch auf die Größe der metallischen Objekte geschlossen werden.

[0017] Bei einer Wechselstrommessung wird hingegen ein kontinuierlicher und meist niederfrequenter Strom in der Sendespule erzeugt. Der Frequenzbereich liegt typischerweise im Bereich von 10 KHz. In der Empfangsspule wird dann das Empfangssignal nach Amplitude und Phasenlage im Spektralbereich analysiert. Hier ist das Übertragungsprinzip ein magnetisch gekoppeltes System, ähnlich wie es bei einem Transformator vorliegt. Metallische Objekte und elektrisch leitfähige Flüssigkeiten wie Elektrolyte beeinflussen die empfangene Amplitude und auch die Phasenlage bezogen auf das Sendesignal. Diese beiden unabhängigen Parameter ermöglichen eine Unterscheidung verschiedener Materialien und verschiedener metallischer Objekte. Wenn zusätzlich unterschiedliche Sendefrequenzen, die nacheinander oder auch gleichzeitig ausgesendet werden können, eingesetzt werden, kann eine noch weitergehende Klassifizierung erfolgen.

[0018] Da die unterschiedlichen Signalantworten bei verschiedenen Metallen von deren Stoffkonstanten abhängt, kann über die angeführten Messverfahren auf Metallarten zurückgeschlossen werden, die im Garraum hineingegeben worden sind.

[0019] In bevorzugten Weiterbildungen sind die Sendespule und/oder die Empfangsspule wenigstens teilweise innerhalb des Garraumes angeordnet. Bei geeigneter Isolierung der Sendespule und der Empfangsspule kann trotz der beim Mikrowellenbetrieb möglicherweise stark wirkenden Felder ein Funkenüberschlag an den Spulen selbst zuverlässig verhindert werden, so dass bei geeigneter Dimensionierung der Spulenmaterialien und der Isolation keine nachteiligen Effekte auftreten, wenn die Sende- und Empfangsspule innerhalb des Garraumes angeordnet sind. Dabei wirken die Spulen als Antenne und koppeln Energie aus.

[0020] Bevorzugt ist es aber auch, wenn die Sende- und/oder die Empfangsspule außerhalb des Garraumes vorgesehen sind. Dazu ist es besonders bevorzugt, dass die Sendespule und/oder die Empfangsspule von dem Garraum durch eine Trenneinrichtung getrennt sind, wobei die Trenneinrichtung so gestaltet ist, dass die von der Sendespule ausgestrahlten Sendesignale, die hochfrequenter als Mikrowellen-Frequenz sind, durch die Trenneinrichtung wenigstens durchtreten können, um nach nochmaligen Durchtreten einer Trenneinrichtung von der Empfangsspule aufgenommen werden zu können. Insbesondere kann die Trenneinrichtung beispielsweise als speziell ausgeführtes Lochblech oder Drahtgewebe oder dergleichen ausgebildet sein, wobei die freien Durchgänge in dem Drahtgewebe oder in dem Lochblech so bemessen sind, dass höchstens ein geringer Anteil der Mikrowellenstrahlung aus dem Garraum zu der Sendespule und/oder der Empfangsspule gelangt. Gleichzeitig sind die Löcher so bemessen, dass die von der Sendespule ausgestrahlte Strahlung wenigstens teilweise durch die Trenneinrichtung in den Garraum eintreten kann und wenigstens teilweise wiederum aus dem Garraum durch eine Trenneinrichtung zu der Empfangsspule gelangen kann.

[0021] Durch eine solche Ausgestaltung wird ein vorteilhaftes Gargerät zur Verfügung gestellt, da gegebenenfalls auch über zwei unabhängige Detektionseinrichtungen detektierbar ist, ob in der in den Garraum hineingegebenen Probe Metall enthalten ist. Zum einen kann beispielsweise der Mikrowellenerzeuger bzw. dessen elektrische Parameter als Detektionseinrichtung verwendet werden und zum anderen kann beispielsweise eine Empfangsspule als Detektionseinrichtung eingesetzt werden, die unabhängig voneinander separate Ergebnisse liefern, die miteinander korreliert werden können, um noch zuverlässiger auf vorhandenes Metall zurückzuschließen. Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Betreiben eines Gargeräts und wird in einem Gargerät mit wenigstens einem Garraum, wenigstens einer Steuereinrichtung und wenigstens einer Heizeinrichtung durchgeführt, wobei wenigstens eine Heizeinrichtung einen Leistungsozillator als Mikrowellenerzeuger umfasst. Dabei dient die Heizeinrichtung zum Aufheizen von in den Garraum hineingebbaren Speisen. Mit der Detektionseinrichtung und der Auswerteeinrichtung wird wenigstens das Vorhandensein von Metall in einer in den Garraum eingeführten Probe detektiert.

[0022] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus dem Ausführungsbeispiel, welches im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren erläutert wird:
Figur 1
eine schematische Frontansicht eines als Mikrowellengargerät ausgeführten Gargeräts;
Figur 2
eine schematische Ansicht der einzelnen Komponenten des Gargeräts nach Figur 1;
Figur 3
eine schematische Ansicht eines alternativen, erfindungsgemäßen Gargerätes.


[0023] In Figur 1 ist in einer schematisierten Vorderansicht ein Gargerät 1 dargestellt, welches hier als Mikrowellengargerät ausgeführt ist und welches über einen Garraum 2 verfügt. Der Garraum 2 ist über eine in Figur 2 näher dargestellten Heizeinrichtung 4 beheizbar, wobei die Heizeinrichtung 4 einen Leistungsozillator 5 als Mikrowellenerzeuger 6 umfasst. Möglich ist es auch, dass das Gargerät 1 noch weitere Heizeinrichtungen 4 aufweist, die beispielsweise elektrisch betrieben oder auch gasbetrieben sein können. Möglich ist es beispielsweise auch, dass dem Garraum 2 Dampf zum Garen zuführbar ist. Bei einer solchen Ausgestaltung behält der Benutzer flexible Möglichkeiten zur Zubereitung der Speisen, wobei er auf die jeweils geeigneteste Methode zurückgreifen kann. Möglich ist auch eine Kombination einzelner Heizungsarten, um ein optimales Garergebnis zu erzielen.

[0024] Das Gargerät 1 verfügt über eine Anzeige 20, auf dem die aktuellen Betriebsbedingungen angezeigt werden können. Möglicherweise kann auf der Anzeige 20 auch ein Alarm ausgegeben werden, wenn beispielsweise im Garraum 2 Metall detektiert wird.

[0025] Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind Bedienknöpfe 21 zur Bedienung des Gargerätes 1 vorgesehen. Möglich ist auch eine Bedienung über eine Touchpad oder separate Schaltknöpfe oder als Fernsteuerung über einen PC oder ein Mobiltelefon oder ein sonstiges, elektronisches Gerät.

[0026] Figur 2 zeigt in einer schematisierten Ansicht die einzelnen Komponenten des Gargeräts 1 und ihre Verbindungen.

[0027] In dem Garraum 2 des Gargeräts 1 ist eine Probe 11 hineingegeben, die hier aus einer Schüssel 19 und einer darin aufgenommenen Speise 7 besteht.

[0028] Der Prozess wird über eine Steuereinrichtung 3 gesteuert. Zum Beheizen des Garraumes 2 und zum Aufheizen der Speise 7 dient eine Heizeinrichtung 4, die einen Leistungsozillator 5 als Mikrowellenerzeuger 6 aufweist. Die Heizeinrichtung 4 ist beispielsweise über ein Bussystem 22 oder separate Kabel 23 mit der Steuereinrichtung 3 verbunden. Mit der Heizeinrichtung 4 ist ebenfalls die Detektionseinrichtung 8 verbunden, die den elektrischen Anschluss und die Leistungsbedingungen der Heizeinrichtung 4 erfasst und als Signal 12 über der Zeit ausgibt. Der Detektionseinrichtung 8 ist eine Auswerteeinrichtung 9 nachgeordnet, die aus den detektierten Signalen 12 erkennt, ob in der in den Garraum 2 hineingegebenen Probe 11 Metall 13 enthalten ist. Dadurch kann über Impedanzänderungen auf das Vorhandensein von Metall 13 zurückgeschlossen werden, wenn z. B. eine in den Garraum 2 hineingegebene Schüssel 19 metallisch ausgeführt ist.

[0029] Die Auswerteeinrichtung 9 ist mit der Steuereinrichtung 3 verbunden, um beispielsweise bei der Detektion von Metall in dem Garraum 2 das Gargerät 1 abzuschalten oder auf der in Figur 1 dargestellten Anzeige 20 optische Warnsignale auszugeben. Gegebenenfalls können auch akustische Warnsignale ausgegeben werden.

[0030] Mittels der Auswerteeinrichtung 9 lässt sich mit geringem Aufwand feststellen, ob ein schädlicher Funkenüberschlag im Inneren des Garraumes 2 auftreten könnte. Beim Starten des Garvorgangs wird der Mikrowellenerzeuger 6 mit der Steuereinrichtung 3 zunächst langsam hochgefahren, während fortlaufend eine Impedanzmessung erfolgt. Eine charakteristische Impedanzänderung, die auf das Vorhandensein von einem metallischen Gegenstand im Garraum 2 schließen lässt, wird mit der Auswerteeinrichtung 9 automatisch festgestellt und es werden geeignete Maßnahmen, wie die Ausgabe einer optischen bzw. akkustischen Warnmeldung oder das Abschalten des Gargerätes 1 ergriffen, um Schäden an der Garraumwand bzw. am metallischen Gegenstand selbst durch Funkenüberschläge zu vermeiden. Schon bei Funkenüberschlägen mit kleinen oder kleinsten Intensitäten, die sich noch nicht schädlich auf die Garraumwandung auswirken, wird der Benutzer zuverlässig gewarnt und/oder das Gargerät 1 abgeschaltet.

[0031] In Figur 3 ist eine alternative Ausgestaltung dargestellt, bei der eine Sendespule 14 und eine Empfangsspule 15 hier außerhalb des Garraumes 2 vorgesehen sind. Zur Einleitung der Sendesignale der Sendespule 14 ist eine Trenneinrichtung 16 vorgesehen, die hier als spezielles Lochblech 17 ausgeführt ist und über Löcher 18 verfügt. Die Löcher 18 sind dabei so bemessen, dass die von der Sendespule 14 ausgestrahlten Sendesignale wenigstens teilweise und vorzugsweise im Wesentlichen durch die Trenneinrichtung 16 in den Garraum 2 eintreten können. Dort treffen die Sendesignale auf die eingeführte Probe 11, die aus dem Behälter 19 und der darin aufgenommenen Speise 7 besteht. Je nach den Stoffen, aus denen die Probe 11 besteht, wird das Sendesignal entsprechend beeinflusst und durch die Trenneinrichtung 16 zur Empfangsspule 15 geleitet, wo die Empfangsspule 15 als Detektionseinrichtung 8 die Daten aufnimmt und der Auswerteeinrichtung 9 zuleitet. Das Auswertungsergebnis wird von der Steuereinrichtung 3 verwendet, um den Benutzer auf gegebenenfalls in dem Garraum 2 enthaltenes Metall 13 hinzuweisen oder gegebenenfalls das Gargerät 1 abzuschalten, um Schäden durch Funkenüberschläge zwischen einer Metallschlüssel 19 und der Wandung des Garraumes 2 zu vermeiden.

[0032] Erfindungsgemäß können somit Schäden an der Garraumwand durch Funkenüberschläge effektiv verhindert werden, da schon bei kleinen Funkenüberschlägen entweder das Gargerät 1 abgeschaltet wird oder ein Warnhinweis für den Bediener erfolgt.

[0033] Es liegt im Rahmen des Könnens des Fachmanns das beschriebene Gargerät 1 in nicht dargestellter Weise abzuwandeln, um die beschriebenen Effekte abzuwandeln, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Bezugszeichenliste



[0034] 
1
Gargerät
2
Garraum
3
Steuereinrichtung
4
Heizeinrichtung
5
Leistungsoszillator
6
Mikrowellenerzeuger
7
Speise
8
Detektionseinrichtung
9
Auswerteeinrichtung
11 1
Probe
12
Signal
13
Metall
14
Sendespule
15
Empfangsspule
16
Trenneinrichtung
17
Lochblech
18
Loch
19
Schüssel
20
Anzeige
21
Bedienknopf
22
Bussystem
23
Kabel



Ansprüche

1. Gargerät (1) mit wenigstens einem Garraum (2), einer Steuereinrichtung (3) und wenigstens einer Heizeinrichtung (4), wobei wenigstens eine Heizeinrichtung (4) einen Leistungsoszillator (5) als Mikrowellenerzeuger (6) umfasst, sodass die Heizeinrichtung (4) zum Aufheizen von in den Garraum (2) hineingebbaren Speisen (7) geeignet ist, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine Detektionseinrichtung (8) und eine Auswerteeinrichtung (9) vorgesehen sind, mit der im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall (13) in einer in den Garraum (2) hingegebenen Probe (11) detektierbar ist.
 
2. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leistungsoszillator (5) als Detektionseinrichtung (8) einsetzbar ist.
 
3. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Steuereinrichtung (3) dazu eingerichtet ist, die Leistung des Leistungsoszillators (5) gezielt langsam zu steigern, wobei die Detektionseinrichtung (8) eingerichtet ist, eine Impedanzänderung des Leistungsoszillators (5) zu erfassen, wobei die Auswerteeinrichtung (9) aus der Impedanzänderung des Leistungsoszillators (5) auf das Vorhandensein von Metall schließt, wenn das Metall (13) in einer in den Garraum (2) eingeführten Probe (11) signifikant enthalten ist.
 
4. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerteeinrichtung (9) dazu strukturiert ist, ein Signal (12) auszugeben, wenn Metall (13) detektiert wird.
 
5. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Detektionseinrichtung (8) wenigstens eine Sendespule (14) und wenigstens eine Empfangsspule (15) umfasst, wobei die Detektionseinrichtung (8) eingerichtet ist, eine Pulsmessung und/oder eine Wechselstrommessung durchzuführen.
 
6. Gargerät (1) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendespule (14) und/oder die Empfangsspule (15) wenigstens teilweise innerhalb des Garraumes (2) angeordnet sind.
 
7. Gargerät (1) nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendespule (14) und/oder die Empfangsspule (15) außerhalb des Garraumes (2) vorgesehen sind.
 
8. Gargerät (1) nach Anspruch 5, 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sendespule (14) und/oder die Empfangsspule (15) von dem Garraum (2) durch eine Trenneinrichtung (16) und insbesondere ein Lochblech (17) getrennt sind, wobei die Löcher (18) in dem Lochblech (17) so bemessen sind, dass höchstens ein geringer Anteil von Mikrowellenstrahlung aus dem Garraum (2) zu der Sendespule (14) und/oder der Empfangsspule (15) gelangt.
 
9. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens zwei Detektionseinrichtungen (8) vorgesehen sind.
 
10. Verfahren zum Betreiben eines Gargerätes (1) mit wenigstens einem Garraum (2), einer Steuereinrichtung (3) und wenigstens einer Heizeinrichtung (4), wobei wenigstens eine Heizeinrichtung (4) einen Leistungsoszillator (5) als Mikrowellenerzeuger (6) umfasst, sodass die Heizeinrichtung (4) zum Aufheizen von in den Garraum (2) hineingebbaren Speisen (7) geeignet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit der Detektionseinrichtung (8) und der Auswerteeinrichtung (9) im Betrieb des Gargerätes das Vorhandensein von Metall (13) in einer in den Garraum (2) hingegebenen Probe (11) detektiert wird.
 




Zeichnung







Recherchenbericht