[0001] Die Erfindung betrifft eine mehrstufige Kreiselpumpe.
[0002] Derartige mehrstufige Kreiselpumpen sind insbesondere zum Fördern von Wasser bekannt,
wobei eine Vielzahl von Laufrädern auf einer gemeinsamen Welle angeordnet ist und
zwischen den einzelnen Laufrädern Leitapparate oder Spiralgehäuse angeordnet sind,
welche den radial aus einem Laufrad austretenden Fluidstrom so umlenken, dass er in
axialer Richtung in den Zentralbereich in das nachfolgende Laufrad eintritt. Ein Nachteil
dieser mehrstufigen Kreiselpumpen ist, dass sie nicht selbstansaugend ausgestaltet
sind. D. h. wenn sie nicht ausreichend mit Flüssigkeit gefüllt sind, können sie nicht
in Betrieb genommen werden, da sie selbsttätig keine Flüssigkeit ansaugen können.
Dazu ist somit immer eine vorhergehende Entlüftung erforderlich oder es müssen gegebenenfalls
weitere Pumpenaggregate vorgeschaltet werden, um die mehrstufige Kreiselpumpe zum
Anlaufen mit Flüssigkeit zu versorgen.
[0003] Im Hinblick auf diese Problematik ist es Aufgabe der Erfindung, eine mehrstufige
Kreiselpumpe dahingehend zu verbessern, dass sie selbstansaugend ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch eine mehrstufige Kreiselpumpe mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0005] Die mehrstufige Kreiselpumpe gemäß der Erfindung weist zumindest zwei Stufen mit
jeweils einem Laufrad auf. Dabei sind die Laufräder der einzelnen Stufen vorzugsweise
auf einer gemeinsamen Welle angeordnet, sodass sie gemeinsam drehend angetrieben werden.
Die Welle kann mit einem Antriebsmotor, insbesondere einem elektrischen Antriebsmotor,
verbunden oder verbindbar sein. Ein solcher elektrischer Antriebsmotor kann auch mit
der mehrstufigen Kreiselpumpe zu einem Pumpenaggregat integriert sein.
[0006] Erfindungsgemäß ist zumindest die erste Stufe der mehreren Stufen der Kreiselpumpe
selbstansaugend ausgebildet. Die erste Stufe ist diejenige, in welche die zu fördernde
Flüssigkeit zuerst eintritt. Aus der ersten Stufe tritt die Flüssigkeit dann in die
zweite Stufe ein und so weiter. Zwischen den einzelnen Stufen können Leitapparate
oder Spiralgehäuse angeordnet sein, welche die radial aus dem Laufrad einer Stufe
austretende Flüssigkeit so umlenken, dass sie in axialer Richtung dem Zentralbereich
bzw. Saugmund des nachfolgenden Laufrades zugeführt werden. So durchläuft die zu fördernde
Flüssigkeit nacheinander die einzelnen Stufen, wobei in jeder Stufe eine Druckerhöhung
stattfindet.
[0007] Dadurch, dass die erste Stufe selbstansaugend ausgebildet ist, kann die erfindungsgemäße
mehrstufige Kreiselpumpe problemlos in Betrieb genommen werden, auch wenn sie nicht
ausreichend entlüftet ist. Die erste selbstansaugend ausgebildete Stufe sorgt dafür,
dass Flüssigkeit angesaugt und den nachfolgenden Stufen, welche erst bei ausreichender
Flüssigkeitsbefüllung eine Pumpenwirkung entfalten, zugeführt wird, sodass auch diese
die Förderung der Flüssigkeit aufnehmen können. Die selbstansaugende Wirkung der ersten
Stufe wird durch die Ausgestaltung des Laufrades und/oder des umgebenden Gehäuses
der ersten Stufe realisiert. Dabei sind Laufrad und/oder Gehäuse vorzugsweise so ausgebildet,
dass auch im Stillstand der Pumpe stets eine gewisse Flüssigkeitsmenge, welche ausreichend
ist, eine Förderwirkung in der ersten Stufe zu erzeugen, in der ersten Stufe gehalten
wird. Dies kann durch die geometrische Gestaltung von Laufrad und/oder Gehäuse erzielt
werden. Alternativ oder zusätzlich kann im Fluideinlass der ersten Stufe auch ein
Rückschlagventil angeordnet sein, welches den Rückfluss von Flüssigkeit aus der ersten
Stufe verhindert, wenn die Pumpe außer Betrieb genommen wird. Die Kreiselpumpe kann
zur horizontalen oder vertikalen Anordnung ausgebildet sein, d. h. dass sich die zentrale
Welle, welche die Laufräder trägt und antreibt, horizontal oder vertikal erstreckt.
[0008] Ferner ist das Laufrad der ersten Stufe so ausgebildet, dass das zu fördernde Fluid
in axialer Richtung, d. h. parallel zur Drehachse des Laufrades bzw. zur Welle in
das Laufrad eintritt und auch in derselben axialen Richtung aus dem Laufrad aus und
in ein Laufrad der zweiten Stufe eintritt. D. h. bei dem Laufrad der ersten selbstansaugenden
Stufe tritt die Flüssigkeit bzw. das Fluid nicht in radialer Richtung aus dem Laufrad
aus, wie es bei üblichen Laufrädern von Kreiselpumpen der Fall ist. Die nachfolgenden
Laufräder der weiteren Stufen können hingegen in herkömmlicher Weise so ausgestaltet
sein, dass das Fluid in radialer Richtung beschleunigt wird und auch in radialer Richtung
aus dem Laufrad austritt und dann wie beschrieben zur nächsten Stufe umgelenkt wird.
[0009] Wenn das Laufrad der ersten selbstansaugenden Stufe auf derselben Welle angeordnet
wird wie die Laufräder der nachfolgenden Stufe bzw. Stufen, wird eine sehr einfache
Ausgestaltung erreicht, es ist kein separater Antrieb für diese selbstansaugende Stufe,
insbesondere keine separate Pumpe zur Inbetriebnahme der Kreiselpumpe erforderlich.
[0010] Die erste Stufe der Pumpe wirkt dabei zumindest in einzelnen Betriebszuständen bevorzugt
als Verdrängerpumpe, welche ein selbsttätiges Ansaugvermögen aufweist. Es sind insbesondere
die Betriebszustände, in denen die Stufe nicht vollständig mit Flüssigkeit gefüllt
ist. Nach vollständiger Flüssigkeitsfüllung kann auch die erste Pumpenstufe als Kreiselpumpe
wirken. Um dies zu erreichen ist die erste Stufe vorzugsweise nach Art einer Seitenkanalpumpe
ausgestaltet.
[0011] Vorzugsweise ist die sich anschließende zweite Stufe derart ausgestaltet, dass das
zu fördernde Fluid in axialer Richtung in dieses Laufrad eintritt. Weiter bevorzugt
tritt das zu fördernde Fluid auch aus dem Laufrad der zweiten Stufe in axialer Richtung
aus. So kann auch die zweite Stufe, wie die vorangehend beschriebene erste Stufe ausgebildet
sein, sodass auch diese selbstansaugend ist. Auf diese Weise kann die Ansaugwirkung
erhöht werden.
[0012] Weiter bevorzugt liegt das Laufrad der ersten Stufe zwischen einer Einlasswandung
und einer Auslasswandung, wobei in der Einlasswandung eine in der axialen Richtung
gerichtete Einlassöffnung und in der Auslasswandung zumindest eine in der axialen
Richtung gerichtete Auslassöffnung vorhanden ist. Die Einlasswandung und die Auslasswandung
bilden somit ein das Laufrad der ersten Stufe umgebendes Gehäuse, wobei zusätzlich
eine umfängliche Gehäusewandung zwischen Einlasswandung und Auslasswandung angeordnet
bzw. ausgebildet ist, welche das Laufrad umfänglich umgibt. Diese umfängliche Gehäusewandung
kann Teil der Einlass- und/oder der Auslasswandung sein.
[0013] Die Auslassöffnung mündet in der Auslasswandung vorzugsweise in einem Abschnitt der
Auslasswandung, welcher sich im Wesentlichen quer zur Längs- bzw. Drehachse des Laufrades
erstreckt. Ausgehend von der Auslasswandung erstreckt sich die Auslassöffnung als
Auslasskanal, vorzugsweise schräg radial nach innen geneigt und mündet am Austrittsende
in einem Bereich des Saugmundes eines Laufrades einer angrenzenden Pumpenstufe. So
richtet der von der Auslassöffnung gebildete Kanal die aus der ersten selbstansaugenden
Stufe austretende Strömung zum Saugmund eines angrenzenden Laufrades einer zweiten
Pumpenstufe. Der Kanal der Auslassöffnung erstreckt sich somit von der Auslasswandung
vorzugsweise zu einer entgegengesetzten Außenfläche eines Auslassgehäuses. Dabei findet
in dem von der Auslassöffnung gebildeten Kanal eine Strömungsumlenkung statt. Die
Strömung kann in axialer Richtung in die Auslassöffnung eintreten und wird durch den
Verlauf des Kanals der Auslassöffnung dann schräg radial nach innen gelenkt.
[0014] In der Auslasswandung ist weiter bevorzugt ein Seitenkanal ausgebildet, welcher die
Funktion der ersten Stufe als Seitenkanalpumpe ermöglicht. Dieser Seitenkanal ist
vorzugsweise mit der Austrittsöffnung verbunden. Der Seitenkanal erstreckt sich in
der dem Laufrad zugewandten Oberfläche der Auslasswandung in Form einer Vertiefung.
Dabei erstreckt sich der Seitenkanal ringförmig so, dass er die Schaufeln des Laufrades
der ersten Stufen überdeckt. Allerdings erstreckt sich der Seitenkanal nicht über
den vollen Umfang sondern ist durch einen Steg in seiner umfänglichen Erstreckungsrichtung
unterbrochen. Dabei sind die dem Steg zugewandten Enden des Seitenkanals vorzugsweise
so ausgebildet, dass der Kanal dort flacher und/oder schmaler wird, d. h. sich der
Querschnitt des Kanals quer zu seiner umfänglichen Erstreckungsrichtung verkleinert.
Auf diese Weise wird eine Verdichtungsstrecke geschaffen.
[0015] Die Einlass- und die Auslassöffnung sind vorzugsweise an verschiedenen Winkelpositionen
bzgl. der Drehachse gelegen. Auf diese Weise wird ein direktes axiales Durchströmen
des Förderraumes der ersten Stufe ver hindert. Die Einlassöffnung ist an einer Winkelposition
bzgl. der Längs- bzw. Drehachse gelegen, welche nahe einem ersten Ende des Seitenkanals
gelegen ist, während die Auslassöffnung an einer Winkelposition gelegen ist, welche
nahe dem zweiten Umfangsende des Seitenkanals gelegen ist. Dabei liegt die Einlassöffnung
vorzugsweise radial weiter innen als die Auslassöffnung. Dies ist von Vorteil, da
die Flüssigkeit in dem Laufrad in radialer Richtung beschleunigt wird und somit zum
Au-Benumfang des Laufrades und des umgebenden Förderraums gedrückt wird.
[0016] Weiter bevorzugt ist in der Auslasswandung neben der Auslassöffnung für die zu fördernde
Flüssigkeit eine Entlüftungsöffnung ausgebildet. Auf diese Weise können Flüssigkeit
und Gas bzw. Luft in der ersten selbstansaugenden Stufe voneinander getrennt werden,
sodass dann über die Auslassöffnung für die Flüssigkeit der nachfolgenden zweiten
Stufe eine geringere Gasmenge zugeführt wird, welche idealerweise dann die Inbetriebnahme
der zweiten Stufe und/oder nachfolgenden Stufen, welche vorzugsweise als reine Kreiselpumpenaggregate
ausgestaltet sind, ermöglicht. Alternativ kann auch, wie oben beschrieben, die zweite
Stufe selbstansaugend ausgebildet sein. Die Entlüftungsöffnung ist vorzugsweise in
einer Winkellage bzgl. der Längsachse in Nähe der Auslassöffnung für die Flüssigkeit
angeordnet.
[0017] Vorzugsweise ist die Auslassöffnung für die zu fördernde Flüssigkeit jedoch von der
Drehachse radial weiter beabstandet, als die Entlüftungsöffnung. Die Flüssigkeit wird
bei Drehung des Laufrades radial nach außen beschleunigt, während Gas bzw. Luft sich
im radial inneren Raum des Laufrades sammelt. Auf diese Weise können Flüssigkeit und
Gas bei entsprechender Anordnung der Austrittsöffnungen, d. h. der Austrittsöffnung
für die Flüssigkeit und der Entlüftungsöffnung, voneinander getrennt werden.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das erste Laufrad eine Vielzahl
von Schaufeln auf, welche sich zwischen einer Nabe und einem radial beabstandeten
Außenring erstrecken. Der das Laufrad umfänglich umgebende Außenring ist somit mit
den radialen Stirnseiten der Schaufeln verbunden. Der Außenring verhindert, dass die
geförderte Flüssigkeit radial nach außen aus dem Laufrad gedrückt wird und unterstützt
somit die Förderrichtung in axialer Richtung.
[0019] Die Schaufeln erstrecken sich bevorzugt jeweils in radialer Richtung zwischen der
Nabe und dem Außenring. Alternativ können sie sich parallel versetzt zum Radius erstrecken.
So können beispielsweise die Schaufeln etwa tangential an die Nabe angreifen und sich
dann parallel zum Radius zum Außenring erstrecken.
[0020] Zweckmäßigerweise sind die Schaufeln jeweils zur Drehachse geneigt ausgebildet. Vorzugsweise
in einem Winkel zwischen 2° und 20°, weiter bevorzugt zwischen 5° und 10°. D. h. die
Querachse der Schaufeln quer zum Radius ist in diesem Winkel zur Drehachse geneigt.
Durch die Neigung der Schaufeln wird eine Förderwirkung in axialer Richtung erzielt.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Einlasswandung Teil eines
Einlassgehäuses und/oder die Auslasswandung Teil eines Auslassgehäuses, wobei das
Einlass- und/oder das Auslassgehäuse vorzugsweise einstückig gegossen sind. Besonders
bevorzugt sind das Einlassgehäuse und/oder das Auslassgehäuse als Kunststoffteile
im Spritzguss gefertigt. Einlassgehäuse und/oder Auslassgehäuse umfassen dabei neben
der Einlasswandung bzw. der Auslasswandung insbesondere noch die umfängliche Wandung
des Pumpengehäuses oder einen Teil dieser Umfangswandung.
[0022] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschriebe.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine Explosionsansicht einer ersten Pumpenstufe der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe,
- Fig. 2
- eine Schnittansicht der ersten Stufe der erfindungsgemäßen Kreiselpumpe gemäß Fig.
1, ebenfalls im explodierten Zustand,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Einlassgehäuse von der Außenseite her gesehen,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf das Einlassgehäuse von der Innenseite her gesehen,
- Fig. 5
- schematisch die Anordnung der Laufradschaufeln gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 6
- schematisch die Anordnung der Laufradschaufeln gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, und
- Fig. 7
- eine Schnittansicht einer mehrstufigen Kreiselpumpe mit einer selbstansaugenden ersten
Stufe gemäß der Erfindung.
[0023] Die erfindungsgemäße erste Stufe des mehrstufigen Kreiselpumpenaggregates ist selbstansaugend
ausgebildet. Die erste Stufe weist ein Einlassgehäuse 2, ein Auslassgehäuse 4 und
ein Laufrad 6 auf. Das Einlassgehäuse 2 bildet eine Einlasswandung 8, welche in Richtung
der Drehachse X gesehen axial an das Laufrad 6 angrenzt. Das Auslassgehäuse 4 bildet
eine Auslasswandung 10, welche der entgegengesetzten Axialseite des Laufrades 6 zugewandt
ist. Das Auslassgehäuse 4 weist darüber hinaus eine am Außenumfang der Auslasswandung
10 gelegene Umfangswandung 12 auf, welche sich in axialer Richtung bis zu der Einlasswandung
8 erstreckt und so das Laufrad 6 auBenumfänglich umgibt. So wird ein das Laufrad 6
umschließendes Gehäuse geschaffen. Darüber hinaus sind eine Befestigungshülse 14 zur
Befestigung des Laufrades 6 auf einer hier nicht gezeigten Welle und zwei Lager 16
zur Lagerung der Befestigungshülse 14 in bzw. an dem Einlassgehäuse 2 und dem Auslassgehäuse
4 vorgesehen. Die Hülse 14 ist formschlüssig mit der Nabe 18 des Laufrades 6 verbunden.
[0024] Das Laufrad 6 ist so ausgebildet, dass sich ausgehend von der zentralen Nabe 18 eine
Vielzahl von Laufradschaufeln 20 radial nach außen erstreckt. Die Schaufeln 20 sind
außenumfänglich von einem Außenring 22 umgeben, welcher somit an die radialen Stirnseiten
der Schaufel 20 angrenzt. Die Schaufeln erstrecken sich jeweils in einer Ebene, welche
zur Drehachse X geneigt ist, sodass bei Drehung des Laufrades eine Kraft in axialer
Richtung, d. h. in Richtung der Längsachse X auf die Flüssigkeit ausgeübt wird.
[0025] Die Laufradschaufeln können sich ausgehend von der Nabe 18 entweder radial erstrecken,
wie schematisch in Fig. 5 gezeigt, oder aber gegenüber dem Radius in Umfangsrichtung
leicht parallel versetzt sein, wie in Fig. 6 gezeigt. So erstrecken sich die Schaufeln
20 bei dieser Ausführungsform nicht direkt radial zur Drehachse zu der Nabe 18 hin
sondern eher tangential zur Nabe 18. D. h. die Schaufeln 20 sind an ihrem inneren
Ende radial versetzt zur Drehachse X angeordnet.
[0026] Das Einlassgehäuse 2 weist in der Einlasswandung eine zentrale Öffnung 24 auf, durch
welche sich die die Laufräder antreibende Welle erstreckt. Radial nach außen versetzt
ist eine axial gerichtete Einlassöffnung 26 ausgebildet. Durch die Einlassöffnung
26 tritt die zu fördernde Flüssigkeit in das Innere des zwischen Einlassgehäuse 2
und Auslassgehäuse 4 begrenzten Raumes und in das Laufrad 6 ein. Durch Drehung des
Laufrades 6 wird sie von den Schaufeln 20 zum einem in Rotation versetzt und dadurch
zum anderen radial und aufgrund der Neigung der Schaufeln zur Längsachse X axial beschleunigt.
[0027] In dem Auslassgehäuse 4 ist in der Auslasswandung 10 dem Laufrad 6 zugewandt ein
sich ringförmig, konzentrisch zur Längsachse X nahe dem Außenumfang erstreckender
Seitenkanal 28 ausgebildet. Der Seitenkanal 28 ist als Nut bzw. Vertiefung in der
dem Laufrad 6 zugewandten Seite der Auslasswandung 10 ausgebildet. Dabei erstreckt
sich der Seitenkanal 28 nicht über den gesamten Umfang um die Längsachse X herum,
sondern ist, wie in Fig. 1 zu sehen ist, durch eine Steg 30 unterbrochen. Zu dem Steg
30 hin ist der Boden des Seitenkanals in axialer Richtung angeschrägt, sodass sich
der Querschnitt quer zur umfänglichen Erstreckungsrichtung des Seitenkanals 28 zu
dem Steg hin verringert. Die Einlassöffnung 26 liegt im zusammengebauten Zustand an
einer Seite des Steges, während die in dem Auslassgehäuse 4 ausgebildete Auslassöffnung
32 in Umfangsrichtung gesehen auf der anderen Seite des Steges gelegen ist. Die Oberflächengeometrie
des Seitenkanals 28 ist an dem zu dem Steg 30 angrenzenden Bereich so ausgebildet,
dass sich dort bei der Rotation des Laufrades 6 ein Unterdruck bildet, wodurch der
gewünschte Ansaugeffekt entsteht und Flüssigkeit durch die Einlassöffnung 26 angesaugt
werden kann, auch wenn das Laufrad 6 nur mit einer geringen Menge Flüssigkeit gefüllt
ist.
[0028] Die Auslassöffnung 32 erstreckt sich, wie in Fig. 2 zu erkennen ist, von der Auslasswandung
10 zur Längsachse X geneigt zu der nachfolgenden Pumpenstufe 34, sodass der von der
Auslassöffnung 32 gebildete Kanal sich schräg, radial nach innen geneigt erstreckt
und ausgangsseitig im Zentralbereich der angrenzenden Pumpenstufe 34 mündet und so
die Strömung zum zentralen Saugmund des nachfolgenden Laufrades 36 der angrenzenden
Pumpenstufe 34 führt. Der von der Auslassöffnung 32 gebildete Kanal mündet im Inneren
eines ringförmigen Vorsprunges 33 an der der Auslasswandung 10 abgewandten Seite des
Auslassgehäuses 4. Der Vorsprung 33 ist, wie in Fig. 7 zu sehen ist, außenumfänglich
von dem Saugmund 35 des angrenzenden Laufrades 36 umgeben. So führt die Auslassöffnung
32 die aus der ersten selbstansaugend ausgebildeten Stufe austretende Strömung in
den Saumund 35 des Laufrades 36 der angrenzenden Pumpenstufe 34.
[0029] Neben der Auslassöffnung 32 kann noch eine separate Entlüftungsöffnung vorgesehen
sein, welche dann vorzugsweise radial weiter innenliegend als die Auslassöffnung 32
angeordnet wird, sodass hier Gas und Flüssigkeit voneinander getrennt werden können.
Im hier gezeigten Beispiel ist keine separate Entlüftungsöffnung vorgesehen. Hier
wird das Gas, wie bei herkömmlichen Kreiselpumpen, abgeführt.
[0030] Fig. 7 zeigt die Gesamtansicht einer mehrstufigen Kreiselpumpe mit einer ersten Stufe,
welche wie vorangehend beschrieben, selbstansaugend ausgebildet ist, und in diesem
Beispiel neun weiteren herkömmlichen Stufen 34. Diese Stufen weisen jeweils ein Laufrad
36 und einen Leitapparat 38 auf, welcher die Strömung radial nach innen dem Saugmund
des nachfolgenden Laufrades 36 zuführt. Die Laufräder 36 sind mit dem Laufrad 6 der
ersten selbstansaugenden Stufe auf einer gemeinsamen Welle 40 angeordnet. Die Welle
40 wird von einem hier nicht gezeigten Antriebsmotor drehend angetrieben. Die zu fördernde
Flüssigkeit tritt, wie oben beschrieben, in dem Einlassgehäuse 2 durch die Einlassöffnung
26 ein und wird dann zunächst durch das Laufrad 6 durch die Auslassöffnung 32, wie
oben beschrieben, zu den nachfolgenden Pumpenstufen 34 gefördert. Da die erste Pumpenstufe,
wie beschrieben, selbstansaugend ausgebildet ist, kann diese die zu fördernde Flüssigkeit
den nachfolgenden nicht selbstansaugenden Pumpenstufen 34 zuführen, sodass insgesamt
die Pumpe selbstansaugend in Betrieb genommen werden kann.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 2
- Einlassgehäuse
- 4
- Auslassgehäuse
- 6
- Laufrad
- 8
- Einlasswandung
- 10
- Auslasswandung
- 12
- Umfangswandung
- 14
- Hülse
- 16
- Lager
- 18
- Nabe
- 20
- Schaufeln
- 22
- ßenring
- 24
- Öffnung
- 26
- Einlassöffnung
- 28
- Seitenkanal
- 30
- Steg
- 32
- Auslassöffnung
- 33
- ringförmiger Vorsprung
- 34
- Pumpenstufen
- 35
- ugmund
- 36
- Laufräder
- 38
- Leitapparate
- 40
- Welle
- X
- Drehachse
1. Mehrstufige Kreiselpumpe mit zumindest zwei Stufen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Stufe selbstansaugend ist, wobei die erste Stufe ein Laufrad
(6) aufweist, welches derart ausgebildet ist, dass die zu fördernde Flüssigkeit in
axialer Richtung parallel zur Drehachse (X) in das Laufrad (6) eintritt und in derselben
axialen Richtung (X) aus dem Laufrad (6) aus- und in ein Laufrad der zweiten Stufe
eintritt.
2. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad der zweiten Stufe derart ausgestaltet ist, dass die zu fördernde Flüssigkeit
in der axialen Richtung aus dem Laufrad der zweiten Stufe austritt.
3. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (6) der ersten Stufe zwischen einer Einlasswandung (8) und einer Auslasswandung
(10) angeordnet ist, wobei in der Einlasswandung (8) eine in der axialen Richtung
(X) gerichtete Einlassöffnung (26) und in der Auslasswandung (10) zumindest eine in
der axialen Richtung (X) gerichtete Auslassöffnung (32) vorhanden ist.
4. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Auslassöffnung (32) als Auslasskanal ausgehend von der Auslasswandung (10)
schräg, radial nach innen geneigt wegerstreckt.
5. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlassöffnung (26) und die Auslassöffnung (32) an verschiedenen Winkelpositionen
bezüglich der Drehachse (X) gelegen sind.
6. Mehrstufige Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auslasswandung (10) neben der Auslassöffnung (32) für die zu fördernde Flüssigkeit
eine Entlüftungsöffnung ausgebildet ist.
7. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslassöffnung (32) für die zu fördernde Flüssigkeit von der Drehachse (X) radial
weiter beabstandet ist, als die Entlüftungsöffnung.
8. Mehrstufige Kreiselpumpe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest das erste Laufrad (6) eine Vielzahl von Schaufeln (20) aufweist, welche
sich zwischen einer Nabe (18) und einem radial beabstandeten Außenring (22) erstrecken.
9. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Schaufeln (20) jeweils in radialer Richtung erstrecken oder sich jeweils
parallel versetzt zum Radius erstrecken.
10. Mehrstufige Kreiselpumpe nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufeln (20) jeweils zur Drehachse (X) geneigt sind, vorzugsweise in einem
Winkel zwischen 2 und 20°, weiter bevorzugt zwischen 5 und 10°.
11. Mehrstufige Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlasswandung (8) Teil eines Einlassgehäuses (2) und/oder die Auslasswandung
(10) Teil eines Auslassgehäuses (4) sind, wobei das Einlass- (2) und/oder das Auslassgehäuse
(4) vorzugsweise einstückig gegossen sind.
12. Mehrstufige Kreiselpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auslasswandung (10) ein mit der Austrittsöffnung (32) verbundener Seitenkanal
(28) ausgebildet ist.